:: wikimiki.org ::
| Charles |
CharlesCharles ist ein männlicher Vorname.
- die englische und französische Form des Vornamens Karl
Bekannte Träger des Namens
Vorname
- Charles de Gaulle, französischer General und Staatsmann
- Prinz Charles - Charles Mountbatten-Windsor, Prince of Wales, britischer Thronfolger
- Charles Darwin, britischer Naturforscher
Nebenvorname
- Ray Charles, Musiker
Nachname
- Jacques Charles, Physiker
Kategorie:Männlicher Vorname
VornameDer Vorname oder Personenname ist der Teil des Namens einer Person, der nicht die Zugehörigkeit zu einer Familie ausdrückt, sondern das Individuum innerhalb der Familie bezeichnet. Im Deutschen und in anderen europäischen Sprachen bildet er bei zusammengesetzten Namen den ersten Namensteil, während er beispielsweise im Ungarischen, Chinesischen, Japanischen oder Koreanischen hinter dem Familiennamen steht.
Bei der Auswahl, Anzahl und Klangfarbe der gewählten Vornamen spielt der soziale Hintergrund der Eltern eine gewichtige Rolle. Der weltweit vermutlich am häufigsten verwendete Vorname ist Mohammed. Besonders in islamischen Ländern ist er oft vertreten.
Funktion
In westlichen Kulturen dient der Vorname innerhalb einer Familie zur Unterscheidung zwischen den Familienmitgliedern (im Unterschied zum Familiennamen, der die Zugehörigkeit zu einer Familie ausdrückt). Keine Seltenheit ist es jedoch, wenn derselbe Vorname nach dem Tode des Kindes für ein nachgeborenes erneut vergeben wird.
Es gibt Gegenden in Deutschland (z.B. in Thüringen), in denen es durchaus möglich war, zwei oder mehrere, ja alle gleichzeitig lebenden Kinder derselben Familie mit dem selben Vornamen taufen zu lassen. Man unterschied dann zwischen "Groß-Hans" und "Klein-Hans" usw. - Manchmal ist die Gleichnamigkeit nur sekundär oder scheinbar, wenn etwa bei einem Doppelnamen wie "Johann Christoph" ein Namensteil im praktischen Gebrauch ausfiel oder vergessen wurde und nicht selten bei der Heirat oder beim Tode dieser Person dann ein neuer Doppelname erfunden worden ist. Genealogische Nachforschungen werden dadurch erschwert (siehe auch Toter Punkt).
Soziologisch gesehen gibt es einen Ablauf der Namensgebung, der sich in Wellenform immer wiederholt: Die soziale Oberschicht gibt ihren Kindern Vornamen, die besonders erwählt sind und sie vom einfachen Volk unterscheiden sollen. In den folgenden Jahrzehnten gibt die Unterschicht ihren Kindern auch diese Namen. Dadurch werden diese Namen "gewöhnlich" und die Oberschicht sieht sich veranlasst, neue Vornamen zu geben oder auf sehr alte und ungebräuchlich gewordene Namen zurückzugreifen oder Doppelnamen zu bilden. Um 1600 begann auf diese Weise die Bildung von Doppel-Vornamen. Als schließlich alle Kinder mehrere Vornamen hatten, begann die Oberschicht wieder, nur einen einzigen Vornamen zu vergeben. So folgt seit Jahrhunderten Modewelle auf Modewelle.
Die Namensgebung spielte im deutschen Sprachraum lange auch eine politische Rolle: Zum einen wurden von den Kirchen christliche und hebräische Namen gefördert (so ließ Johannes Calvin zur Taufe nur biblische Namen zu), zum anderen nahm die Zahl der gebräuchlichen unterschiedlichen Vornamen mit der Zeit ab.
Funktion (erster Teil eines zusammengesetzten Namens) und Bedeutung (Unterscheidungsname zwischen Familienmitgliedern) fallen in westlichen Kulturen zusammen. In vielen asiatischen und afrikanischen Kulturen wird allerdings erst der Familienname und danach der Familienmitgliedsname genannt. Das ist auch im Ungarischen der Fall. Im süddeutschen Sprachraum ist es gängige Praxis in der Umgangssprache. Beispiel: der "Köhlers Werner". Obwohl der Familienmitgliedsname in diesen Fällen nicht mehr vor dem Familiennamen steht, wird er trotzdem von Mitgliedern westlicher Kulturen Vorname genannt.
In einigen Ländern gibt es zwischen Vornamen und Familiennamen noch den Vatersnamen, wie zum Beispiel in Russland.
Aus einigen Vornamen haben sich im Laufe der Zeit auch Familiennamen entwickelt.
Die wissenschaftliche Disziplin der Namenforschung
beschäftigt sich mit der Bedeutung, Herkunft und Verbreitung von Namen. Erklärungen in Buchform hat unter anderem der Dudenverlag herausgebracht.
Namensgebung in Deutschland
Nach der Geburt eines Kindes wird dessen Vorname von den Eltern bestimmt. In Deutschland gibt es bestimmte Richtlinien für die Namensgebung:
Der Vorname...
- ... muss als solcher erkennbar sein.
- ... muss eindeutig männlich oder weiblich sein.
- ... darf dem Kindeswohl nicht schaden.
- ... darf kein Orts-, Familien- oder Markenname sein.
- ... muss innerhalb eines Monats nach der Geburt festgelegt werden.
- ... kann nicht rechtlich geschützt werden (um ihn auf diese Weise als einzigartig zu erhalten).
Eine Person kann mehrere Vornamen, muss aber mindestens einen Vornamen besitzen. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes dürfen einem Neugeborenen maximal fünf Vornamen gegeben werden. Bei Verwendung mehrerer Vornamen wird der Vorname, mit dem die Person "gerufen" wird, als Rufname bezeichnet. Die Reihenfolge der Vornamen stellt keine Rangfolge dar. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung steht es in Deutschland dem Namensträger frei, zwischen seinen standesamtlich eingetragenen Namen zu wählen. Ein "Rufname" ist also nicht unveränderlich festgelegt.
In Deutschland besteht in Ausnahmefällen die Möglichkeit, seinen Vornamen im Nachhinein ändern zu lassen. Dies fällt in den Zuständigkeitsbereich der Namenänderungsbehörde, die entweder beim Standesamt, der Kreisverwaltung oder beim Ordnungsamt angesiedelt ist. Damit der Vorname geändert werden kann, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Zum Beispiel können ausländische Vornamen nach der Einbürgerung eingedeutscht werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, den Vornamen ändern zu lassen, wenn jemand schon immer anders genannt wurde und sich mit seinem exotischen Vornamen nicht abfinden kann.
Entwicklung in Deutschland
In Deutschland dominierten seit dem Mittelalter Vornamen christlicher und deutscher Herkunft. Erst seit den 1950er-Jahren änderte sich dies massiv. Besonders anglophone und romanische Vornamen wie Jennifer, Mike oder aber Natalie und Marco gewannen an Bedeutung. Obwohl in beiden Teilen Deutschlands verschiedene Namen die größte Beliebtheit hatten (Peggy und Cindy sind oft zitierte Beispiele für die DDR), war die Tendenz in beiden Staaten gleich. Ende des 20. Jahrhunderts besaßen knapp zwei Drittel der Vornamen weder einen christlichen noch einen deutschen Hintergrund.
Vor allem folgende Faktoren sind für diese Änderungen verantwortlich:
- Das Aufgeben familieninterner Traditionen (z. B.: Benennung des ältesten Sohnes nach dem Vater oder Großvater, Erbnamen; Benennung nach den Taufpaten)
- Das Streben nach Individualität: Die Einzigartigkeit der Kinder soll sich auch in einzigartigen Namen widerspiegeln
- Das Vermeiden von Namen, die für die Eltern- und Großelterngeneration typisch sind
- Der Bedeutungsverlust des christlichen Glaubens in der Gesellschaft
- Der nach Shoa und Zweitem Weltkrieg als problematisch empfundene Rückgriff auf nationale deutsche Traditionen
- Das hohe Prestige der westeuropäischen und nordamerikanischen Länder in beiden Teilen Deutschlands
- Erhöhter Konsum der Massenmedien, in denen Produktionen aus den USA, Großbritannien und Frankreich dominieren
- Verstärkte Internationalisierung der Kultur
- Verstärkte Berücksichtigung phonetischer Kriterien (möglichst vokalreiche Namen für beide Geschlechter, Mädchennamen auf -a, Zurückhaltung gegenüber den Phonemen /p/, /t/ und /k/)
Einflussfaktoren, die ausgeschlossen werden können:
- Immigration nach Deutschland - Typische Vornamen der Immigrantengruppen blieben auf diese beschränkt.
- Internationaler Tourismus - Sowohl Bundesrepublik als auch die DDR erlebten die Zunahme westlicher Vornamen, obwohl die Reiseziele verschieden waren.
Bei der Übernahme fremder Namen war seit jeher eine lautliche Anpassung zu beobachten. Zuerst wurden Namen adaptiert, die an traditionelle phonetische Gewohnheiten anschlussfähig waren. So wurde im Mittelalter aus Johannes Hans, aus Christian Christen und aus Marcus zunächst Marx. Manche Namen wurden auch in ihrer geschriebenen Form übernommen, obwohl die Aussprache in den Herkunftsgebieten eine andere war: So wurde span. Xavier als Xaver übernommen und nicht als Schabier und norweg. Harald als Harald und nicht als Harall.
Literatur
Jürgen Gerhards: Die Moderne und ihre Vornamen. Eine Einladung in die Kultursoziologie. Wiesbaden 2003.
Jürgen Gerhards: Globalisierung der Alltagskultur zwischen Verwestlichung und Kreolisierung: Das Beispiel Vornamen. In: Soziale Welt. Zeitschrift für sozialwissenschaftliche Forschung und Praxis. Jg. 54, Heft 2, Bonn 2003.
Siehe auch
- Kategorie:Weibliche Vornamen
- Kategorie:Männliche Vornamen
- Wikipedia:WikiProjekt Namensforschung
- Liste gebräuchlicher Vornamen
- Römische Vornamen
- Hamburger Sie
Weblinks
- [http://www.firstname.de/ Datenbank mit mehr als 76.000 Vornamen aus aller Welt]
- [http://www.gfds.de/namen.html Gesellschaft für Deutsche Sprache: Beratung Vornamen; beliebteste Vornamen]
- [http://www.vornamenarchiv.de vornamenarchiv.de]
- [http://www.vornamen.ch Vornamen.ch]
- [http://www.beliebte-vornamen.de Ranglisten der beliebtesten Vornamen seit 1890]
- [http://www.kunigunde.ch www.kunigunde.ch: Vornamen und ihre Bedeutung]
- [http://www.behindthename.com Bedeutung und Herkunft von Vornamen aus allen Teilen der Welt] (englisch)
- [http://www.rundschau-online.de/kr/KrCachedContentServer?ksArtikel.id=1107874790444&listID=1037966279508&openMenu=1039082845263&calledPageId=1039082845263 Marie und Maximilian bleiben die beliebtesten Vornamen 2004 in Deutschland]
!
Karl
Karl ist ein männlicher Vorname und ein Familienname.
Zur weiblichen Form des Vornamens siehe Karla.
Herkunft und Bedeutung des Namens
Karl wurde vom althochdeutschen „karal“ abgeleitet und bedeutet „Mann“, „Ehemann“. Auch „der Freie “, „der Tüchtige “.
Die ältere Schreibweise ist Carl.
Namenstag
- 4. November - Karl Borromäus
- 28. Januar - Karl der Große
Varianten
- bulgarisch: Karl (Карл)
- deutsch: Carl, Karl
- englisch: Carls, Charles, Charlie, Charly, Chas, Chaz, Chuck, Chuckles, Chucky
- esperanto: Karolo
- finnisch: Kaarle
- französisch: Charles
- griechisch: Κάρολος
- irisch: Séarlas
- italienisch: Carlo
- lateinisch: Carolus
- niederländisch: Karel
- norwegisch: Carl, Karl
- polnisch: Karol
- portugiesisch: Carlos
- rumänisch: Carol
- russisch: Karl (Карл)
- schwedisch: Karl
- spanisch: Carlos
- tschechisch: Karel
- ungarisch: Károly, Karcsi
- walisisch: Siarl
Bekannte Namensträger
- siehe Liste der Herrscher namens Karl
- siehe Liste der Prinzen namens Karl
- Karl Carstens (1914–1992) deutscher Politiker und Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (1979–1984)
- Karl Dall ( - 1941) deutscher Fernsehmoderator und Komiker
- Karl-Heinz Jakobs ( - 1929) deutscher Schriftsteller
- Karl Jaspers (1883–1969) deutscher Philosoph und Psychiater
- Karl König (1902–1966) österreichischer Anthroposoph
- Karl Kraus (1874–1936) österreichischer Schriftsteller
- Karl Otto Lagerfeld ( - 1938) deutscher Modeschöpfer
- Karl Lwanga (1865–1886) ugandischer Märtyrer
- Karl Liebknecht (1871–1919) deutscher Politiker
- Karl Lieffen (1926–1999) deutscher Schauspieler
- Karl Marx (1897–1985) deutscher Komponist und Pädagoge
- Karl Heinrich Marx (1818–1883) deutscher Philosoph und Journalist
- Karl Friedrich May (1842–1912) deutscher Schriftsteller
- Karl Müller (1852–1940) deutscher evangelischer Theologe
- Karl Müller (1881–1955) deutscher Botaniker
- Karl Ranseier, fiktive Figur der Fernsehsendung „RTL Samstag Nacht“
- Karl Spindler (1796–1855) deutscher Romanschriftsteller
- Karl Valentin, Künstlername von Valentin Ludwig Fey (1882–1948) bayerischer Komiker, Kabarettist, Autor und Filmproduzent
- Paul Karl Feyerabend (1924–1994) österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker
- Adolf Karl Heinrich Slaby (1849–1913) erster Ordinarius für Elektrotechnik an der TH Berlin
- Karel Appel ( - 1921) niederländischer Maler
- Karel Čapek (1890–1938) tschechischen Schriftsteller
- Karel Willem Frederick Marie Doorman (1889–1942) niederländischer Konteradmiral
- Karel Glastra van Loon (1962–2005) niederländischer Schriftsteller und Journalist
- Karel Gott ( - 1939) tschechischer Schlagersänger
- Karol Kurpiński (1785–1857) polnischer Komponisten
- Karol Maciej Szymanowski (1882–1937) polnischer Komponist
- Karol Wojtyła (1920–2005) Papst Johannes Paul II.
- Werner Karl, deutscher Historiker und Altphilologe
----
siehe auch:
- Liste gebräuchlicher Vornamen
- Liste gebräuchlicher Vornamen/C
- Liste gebräuchlicher Vornamen/K
- Mörser Karl
Kategorie:Männlicher Vorname
Kategorie:Liste (Personen)
ja:カール (人名)
ko:카를
Prinz Charles
Charles Philip Arthur George Mountbatten-Windsor, Prince of Wales und Earl of Chester, genannt Prince Charles, ( - 14. November 1948 im Buckingham Palace, London) ist der Thronfolger des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland.
Titel
Charles vollständiger Titel lautet „His Royal Highness Prince Charles Philip Arthur George, Prince of Wales, Knight of the Garter (KG), Knight of the Thistle (KT), Knight Grand Cross of the Order of the Bath (GCB), Order of Merit (OM), Knight of the Order of Australia (AK), Companion of the Queen's Service Order (QSO), Privy Counsellor (PC), Aide-de-Camp (ADC), Earl of Chester, Duke of Cornwall, Duke of Rothesay (S), Earl of Carrick (S), Baron of Renfrew (S), Lord of the Isles, Prince and Great Steward of Scotland“
Leben
Charles ist der älteste Sohn der Königin Elisabeth II. und des Herzogs von Edinburgh.
Die Thronfolger Großbritanniens tragen traditionell den Titel Prince of Wales, was jedoch nicht mit Prinz zu übersetzen ist, sondern mit Fürst. Charles ist der 21. Träger dieses Titels, der ihm am 26. Juli 1958 verliehen wurde, zeremoniell eingesetzt wurde Charles am 1. Juli 1969 in Caernarfon Castle, Wales. In der Regel wird er als His Royal Highness The Prince of Wales angesprochen, in Schottland jedoch als His Royal Highness The Prince Charles, Duke of Rothesay.
Darüber hinaus hat Charles aufgrund seiner mehrjährigen militärischen Ausbildung verschiedene militärische Ränge inne: Vice-Admiral (Vizeadmiral) der Royal Navy, Lieutenant-General (Generalleutnant) der Royal Army and Air Marshal (Generalleutnant) der Royal Air Force.
Diana
Prince Charles heiratete am 29. Juli 1981 die bei der Bevölkerung überaus beliebte Lady Diana Spencer. Sie erhielt bei der Hochzeit den Titel Princess of Wales. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor, die Prinzen William ( - 1982) und Harry ( - 1984).
Die Ehe scheiterte jedoch und wurde 1996 geschieden. Diana starb am 31. August 1997 in Paris bei einem Autounfall.
Camilla
Seit dem Tod seiner ersten Frau lebt Prince Charles mit Camilla Parker Bowles zusammen. Mit Camilla hatte Prinz Charles schon während seiner ersten Ehe ein Verhältnis, weswegen ihr von einigen Menschen vorgeworfen wird, mit Schuld am Scheitern der Ehe mit Diana zu sein.
Am 10. Februar 2005 bestätigte ein Sprecher des Thronfolgers, dass Charles zum zweiten Mal heiraten werde. Die Hochzeit mit Camilla Parker Bowles war zunächst für den 8. April geplant.
Die Heiratsabsichten entwickelten sich im Verlauf jedoch zu einer außerordentlichen Pannenserie. So konnte die Trauung aus juristischen Gründen nicht dort stattfinden, wo ursprünglich geplant. Auch gab es im Vorfeld zahlreiche juristische Einsprüche gegen die Ehe, wenngleich diese abgewiesen wurden.
Charles Mutter äußerte, nicht an der Trauung teilnehmen zu wollen. Auch ihr Mann ließ sein Erscheinen offen. Internationale Gäste wie Schwedens Kronprinzessin, die stattdessen eine IKEA-Filiale eröffnete oder Dänemarks Kronprinz, der einen Aufenthalt in Grönland vorzog, sagten ebenfalls ab.
Am Ende musste die Eheschließung wegen der Beisetzung von Papst Johannes Paul II. kurzfristig auf den 9. April 2005 verschoben werden, verlief dann aber ohne weitere Pannen und bekam eine positive Presse. Camilla trägt seit ihrer Heirat mit Prince Charles den Titel Herzogin von Cornwall.
Besitz
1989 veröffentlichte Prinz Charles das Buch A Vision Of Britain, dessen Visionen und Ideen zum Teil in dem Modelldorf Poundbury verwirklicht werden. Prinz Charles besitzt eine Produktionsstätte für Kekse ("Duchy Originals") für gehobene Ansprüche, deren Erlös für wohltätige Zwecke verwendet wird. Offizielle Residenz des Fürsten ist Clarence House in London; sein Landsitz ist Highgrove.
Titel von Geburt an:
- S.K.H. Prinz Charles von Edinburgh
- S.K.H. Prinz Charles, Herzog von Cornwall und Rothesay
- S.K.H. Der Prinz von Wales
Weblinks
- [http://www.princeofwales.gov.uk/ Offizielle Webseite des Prinzen von Wales]
- [http://www.princeofwales.gov.uk/news/index.php Nachrichten-index des Prinzen]
Kategorie:Mann
Kategorie:Brite
Kategorie:Haus Mountbatten-Windsor
Wales, Charles Mountbatten-Windsor, Prince of
Kategorie:Geboren 1948
Kategorie:Thronfolger
ja:チャールズ (プリンス・オブ・ウェールズ)
ko:찰스 왕세자
th:เจ้าฟ้าชายชาลส์ เจ้าชายแห่งเวลส์
Prince of WalesFürst von Wales (englisch Prince of Wales) ist seit dem 14. Jahrhundert traditionell – aber nicht automatisch – der Titel des ältesten lebenden Sohnes (Kronprinz) der meisten britischen Monarchen. Auch wenn der Titel schon sehr alt ist, hat der jeweilige Träger keine festgelegte Aufgabe, auch nicht in der Regierung des Fürstentums Wales. Er ist auch nicht das Staatsoberhaupt von Wales.
Ursprünglich war es der Titel des letzten eingeborenen walisischen Herrschers Llewelyn ap Gruffydd (1246–1282), der sich 1258 selbst zum Fürsten von Wales (princeps Walliae) ernannt hatte. Der englische König Eduard I. verlieh den Titel 1301 seinem Sohn Eduard von Caernarfon, um Wales fester an England zu binden. Der letzte Waliser, der davor den Titel trug, war der walisische Nationalheld Owain Glyndwr.
Der Titel Prince of Wales wird nicht – wie andere britische Adelstitel – vererbt, sondern er verschmilzt mit der Krone, wenn der jeweilige Titelinhaber König wird oder stirbt. Ob und wann er neu vergeben wird, hängt allein vom Wohlwollen des Monarchen ab.
Bisher gab es in der britischen Geschichte 21 Inhaber des Titels. Derzeitiger, einundzwanzigster, Prince of Wales ist Prinz Charles.
Bisherige Fürsten von Wales
# Edward von Caernarfon, Sohn Edwards I. und der Eleonore von Kastilien, ernannt am 1. Februar 1301 in Lincoln im Alter von 16 Jahren, folgte seinem Vater am 8. Juni 1307 als Edward II.
# Edward von Woodstock, genannt „der schwarze Prinz“, Sohn Edwards III. und der Philippa von Hainault, ernannt im Alter von zwölf Jahren am 12. Mai 1343 in Westminster, d.v.p. am 8. Juni 1376
# Richard Plantagenet, Sohn Edwards von Woodstock und der Johanna von Kent, ernannt am 20. November 1376 in Havering im Alter von neun Jahren. Folgte am 21. Juni 1377 seinem Großvater Edward III als Richard II.
# Heinrich von Lancaster, auch Heinrich von Monmouth, Sohn Heinrichs, des Earl of Derby und künftigen Königs Heinrich IV., und der Mary Bohun, Tochter des Grafen von Wessex. Ernannt als Zwölfjähriger am 15. Oktober 1399, nach der Krönung seines Vaters, in Westminster. Folgte 1413 seinem Vater als Heinrich V.
# Edward von Westminster, Prince of Wales und Earl of Chester, einziger Sohn Heinrichs VI. und der Margarete von Anjou, ernannt im Alter von fünf Monaten am 15. März 1454, eingesetzt am 9. Juni, in Windsor, d.v.p. 4. Mai 1471, ermordet wie sein Vater, genannt „das gekrönte Schaf“, nach der Schlacht von Tewkesbury, mit ihm starb das Haus Lancaster aus.
# Edward (1470–1483), Sohn Edwards IV. aus dem Hause York und der Elizabeth Woodville oder Wydeville. Ernannt im Alter von sieben Monaten am 26. Juni 1471 in Westminster. Somit gab es für kurze Zeit, bis zum Tode Edwards von Westminster, einen zweiten Prince of Wales. Folgte 1483 – als Zwölfjähriger – seinem Vater als Edward V. und wurde im selben Jahr ermordet
# Edward von Middleham (1473–1484), Earl of Salisbury, Sohn Richards III. und der Anna Neville, Tochter des Grafen von Warwick, zum Prince of Wales ernannt am 24. August 1483 im Alter von zehn Jahren, eingesetzt am 8. September im Münster von York, starb im folgenden Jahr vitae patre
# Arthur Tudor (1486–1502), ältester Sohn Heinrichs VII. und der Elisabeth von York, der Tochter Edwards IV., zum Prince of Wales, Earl of Chester und Ritter des Hosenbandordens ernannt am 29. November 1489 als Dreijähriger, eingesetzt am 27. Februar 1490 in Westminster, d.v.p. 2. April 1502
# Heinrich Tudor (1491–1547), zweiter Sohn Heinrichs VII. und der Elisabeth von York, ernannt als Zwölfjähriger nach dem Tode seines Bruders Arthur am 18. Februar 1504 in Westminster, folgte seinem Vater 1509 als Heinrichs VIII.
# Heinrich Friedrich Stuart, ältester Sohn Jakobs I., "Queen James", und der Anna von Dänemark, ernannt 4. Juni 1610 im Alter von 16 Jahren in Westminster, d.v.p. 6. November 1612
# Charles Stuart, zweiter Sohn Jakobs I., und der Anna von Dänemark, vier Jahre nach dem Tode seines Bruders ernannt am 4. November 1616 in Whitehall, 15 Jahre alt, folgte seinem Vater 1625 als Karl I.
# Charles Stuart (1630–1685, Sohn Karls I. und der Henriette Marie de Bourbon, Tochter Heinrichs IV. von Frankreich, zum Prince of Wales erklärt etwa 1638-41 in London im Alter von 8-11 Jahren, folgte seinem Vater 1649 als Karl II.
# James Francis Edward Stuart (1688–1766), "the Old Pretender" (dt. der alte Thronanwärter), war der Sohn James II. und seiner zweiten, katholischen Ehefrau Maria di Modena; ernannt am 4. Juli 1688 im Alter von drei Wochen in St. James, verlor der den Titel durch die erzwungene Abdankung seines Vaters am 11. Dezember 1688
# Georg August von Hannover (1683–1760), Erbprinz von Hannover, Herzog von Cambridge, von Cornwall und von Rothesay, Sohn Georgs I. und der Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg und Celle; ernannt am 27. September 1714 in Westminster, 30 Jahre alt; seit 1705 britischer Staatsbürger, folgte er seinem Vater 1727 als Georg II von England und Hannover
# Friedrich Ludwig von Hannover (1707–1751), "Poor Fred", der verstoßene Sohn, Herzog von Braunschweig-Lüneburg, Sohn Georgs II. und der Caroline von Brandenburg-Ansbach, ernannt am 8. Januar 1729, 21-jährig, in London; war der Vater Georgs III.; d.v.p. 31. März 1751. Er starb mit 44 Jahren an einer wochenlang verschleppten Erkältung. Nach offiziellen Angaben wurde sein früher Tod "unter anderem durch eine alte Kricketverletzung" herbeigeführt.
# Georg von Hannover (1738–1820), Sohn Friedrich Ludwigs und der Auguste von Sachsen-Gotha, ernannt als zwölfjähriger in London am 20. April 1751 nach dem plötzlichen Tod seines Vaters; folgte seinem Großvater als Georg III., verlor die amerikanischen Kolonien und endete in geistiger Umnachtung
# Georg von Hannover (1762–1830), "der Prinzregent", Sohn und Stellvertreter Georgs III. und der Charlotte von Mecklenburg-Strelitz, ernannt am 19. August 1762, eine Woche nach seiner Geburt; vertrat seit 1811 seinen Vater als Prinzregent und folgte 1820 als Georg IV.
# Albert Edward von Sachsen-Coburg und Gotha (1841–1910), "Bertie", Sohn Queen Viktorias und des Prinzgemahls Albert, ernannt am 8. Dezember 1841 im Alter von vier Wochen; musste trotzdem noch 61 Jahre warten, bis er seiner Mutter als Edward VII. folgen konnte
# Georg von Sachsen-Coburg und Gotha (1865–1936), Sohn Edwards VII. und der Königin Alexandra, ernannt am 9. November 1901 im Alter von 36 Jahren in London; folgte 1910 seinem Vater als Georg V., sammelte eifrig Briefmarken und nannte sich später Windsor
# Edward Windsor, geb. Sachsen-Coburg-Gotha (1894–1972), Sohn Georgs V. und der Mary von Teck, ernannt am 23. Juni 1910 als Sechzehnjähriger, eingesetzt in Caernarfon am 13. Juli 1911; folgte 1936 als Edward VIII. und dankte noch im selben Jahr ab.
# Charles Mountbatten-Windsor ( - 1948) (Prince Charles), ältester Sohn der Königin Elisabeth II. und des Herzogs von Edinburgh, ernannt zum Prince of Wales am 26. Juli 1958 als Neunjähriger, eingesetzt am 1. Juli 1969 in Caernarfon Castle, Wales. Er ist der einzige aus dieser Liste der Walisisch sprach bzw. spricht.
Fürstin von Wales (englisch Princess of Wales) ist kein Titel eigenen Rechts, sondern der Höflichkeitstitel der Ehefrau des Prince of Wales.
Weitere Titel des Fürsten von Wales
- Herzog von Cornwall, seit 1337 (England)
- Herzog von Rothesay, seit 1398 (Schottland)
- Graf von Chester, seit 1237 (England)
- Graf von Carrick, seit 1469 (Schottland)
- Graf von Dublin (1850-1901) (Irland)
- Baron von Renfrew, seit 1469 (Schottland)
- Herr der Inseln (Lord of the Isles), seit 1540 (Schottland)
Andere Begriffe mit abgeleiteter Bezeichnung
Nach dem Prince of Wales wurden unter anderem benannt:
- die HMS Prince of Wales, ein 1941 versenktes britisches Schlachtschiff, siehe Prince of Wales (Schlachtschiff)
- eine in der Eishockeyliga NHL vergebene Trophäe, siehe Prince of Wales Trophy
- mehrere Inseln, siehe Prinz-Wales-Insel
- ein Kap, das die Westspitze Alaskas und des amerikanischen Kontinents bildet, siehe Kap Prince of Wales
- ein Bergmassiv (Prinsen af Wales Bjerge) in Grönland auf 68° 55’ nördlicher Breite und 32° 40’ westlicher Länge
- eine Meerenge (Prince of Wales Strait) zwischen der Banks- und der Viktoriainsel in den kanadischen Nordwest-Territorien, die den Viscount-Melville-Sund (Viscount Melville Sound) und den Amundsen-Golf miteinander verbindet
- ein Wasserfall (Prince of Wales Falls) am Fluss Rideau im Stadtgebiet von Ottawa
Wales !
ja:プリンス・オブ・ウェールズ
zh-min-nan:Cymru ê Thâu-lâng
Britisch
Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland - meist verkürzt zu United Kingdom oder UK) ist eine konstitutionelle Monarchie im Nordwesten Europas. Der größte Inselstaat Europas besteht aus den Landesteilen England, Wales und Schottland auf der Insel Großbritannien und Nordirland auf der Insel Irland.
__TOC__
Im deutschen Sprachraum wird der Name oft auf Vereinigtes Königreich, entsprechend den amtlichen Kurzformen verkürzt. Die Bezeichnung Großbritannien wird ugs. oft als Synonym verwendet, bezeichnet aber nur Teile der britischen Inseln, nämlich nur die Insel, auf der England, Wales und Schottland liegen, und nicht noch das benachbarte Nordirland. Die Bezeichnung England schränkt das Vereinigte Königreich noch mehr ein. Zwar ist England der größte und nach wie vor beherrschende Landesteil, aber eben nur ein Teil des Landes und der Insel. So würde sich ein Schotte oder Nordire selbst nicht als Engländer bezeichnen.
Woher das „Groß“ in „Großbritannien“ stammt, wird im Französischen klar: „Großbritannien“ ist die „Grande-Bretagne“, im Unterschied zu der auch im Deutschen so genannten „Bretagne“. Die Bezeichnung Britannia hingegen stammt aus der Spätantike, nämlich aus dem Wortschatz der Urengländer, dem keltischen Brith, was buntfarbig oder gefleckt bedeutet. Offenbar war es dort einst Sitte, sich zu bemalen.
Geographie
Bretagne
Der größte Teil Englands besteht aus flachen Ebenen. Eine imaginäre Linie zwischen den Flüssen Tees (bei Middlesbrough) und Exe (bei Exeter) unterteilt England in einen sehr flachen und in einen eher hügeligen Teil. Die wichtigsten Hügelzüge (Gebirgsketten) von Nord nach Süd sind die Cumbrian Mountains, die Pennines, der Peak District, die Cotswolds und die Chilterns. Die wichtigsten Flüsse sind Themse, Severn, Trent, Great Ouse und Humber. Die größten Städte sind London, Birmingham, Manchester, Sheffield, Liverpool, Leeds, Bristol und Newcastle-upon-Tyne.
Wales ist abgesehen von einer flachen Ebene im Süden äußerst hügelig. Der höchste Berg, der Snowdon, ist 1.085 Meter hoch. Nördlich des Festlandes liegt die Insel Anglesey. Die größte Stadt ist Cardiff an der Südküste.
Die Geographie Schottlands ist sehr unterschiedlich, mit den flachen Lowlands im Süden und Osten sowie den teils gebirgigen Highlands im Norden und Westen. Der Ben Nevis (1.344 Meter) ist der höchste Berg Großbritanniens. Es gibt zahlreiche lange und tiefe Meeresarme, Firths und Lochs. An der Nord- und Westküste gibt es eine stattliche Anzahl von Inseln, darunter die Hebriden, die Orkney- und die Shetlandinseln. Die größten Städte sind Edinburgh, Glasgow und Aberdeen.
Nordirland umfasst den nordöstlichen Teil der Insel Irland. Das Gelände ist hügelig. Ziemlich exakt in der Mitte des Territoriums liegt der Lough Neagh, der größte Binnensee der Britischen Inseln. Die wichtigsten Städte sind Belfast und Derry.
Siehe auch: Liste der Seen in Großbritannien, Liste der Berge in Großbritannien
Klima und Vegetation
Das Klima von Großbritannien und Nordirland variiert, ist jedoch gemäßigt. Es ist aufgrund des Golfstroms markant wärmer als in anderen Gebieten auf den gleichen Breitengraden (wie z. B. Polen). Allgemein ist das Klima im Süden wärmer und trockener als im Norden.
Der Wind bläst hauptsächlich von Südwesten, vom Atlantischen Ozean her. Während mehr als der Hälfte des Jahres ist der Himmel bewölkt. Das Land ist relativ selten von Naturkatastrophen betroffen, vor allem im Winter können jedoch starke Sturmwinde und Überschwemmungen auftreten.
Die Regenmenge beträgt im Norden durchschnittlich 1.000 mm pro Jahr, im Süden 700 mm. Die Grafschaft Essex ist die trockenste Gegend des Landes. Die jährliche Regenmenge beträgt hier nur 600 mm, obwohl an über 100 Tagen im Jahr Regen fällt. In manchen Jahren kann die Regenmenge nur 450 mm betragen, weniger als z. B. in Jerusalem oder Beirut.
Der früher weit verbreitete Laub- und Mischwald ist wegen Raubbau und Landwirtschaft auf 8 % zurückgedrängt worden. Jetzt versucht man die Wälder wieder aufzuforsten. Die Gebirge sind mit Mooren und Heiden bedeckt.
Bevölkerung
Das Vereinigte Königreich hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 2004 60.294.000 Einwohner.
Sie gliedert sich in Engländer (83,6 %), Schotten (8,6 %), Iren (2,9 %), Waliser (4,9 %) und Andere 7,9 %.
Sprachen
Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland hat keine offizielle Amtssprache. Englisch ist jedoch de facto offizielle Sprache und wird von 95 % der Bevölkerung als einzige Sprache gesprochen. Als „Hochsprache“ gilt die so genannte Aussprachevariante der Received Pronunciation. Dieses Englisch wird auch in den meisten Schulen Deutschlands unterrichtet. Allerdings haben zwei Teilstaaten offizielle Sprachen: In Wales sind sowohl Englisch als auch Walisisch offizielle Sprachen. In Nordirland sind dies Englisch, Irisch und Ulster Scots. Zusätzlich wird in den Äußeren Hebriden die Schottisch-Gälische Sprache anerkannt. Daneben gibt es in Großbritannien diverse lokale Dialekte des Englischen, die aber keinen offiziellen Status haben und meist rein mündlicher Natur sind. Noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein empfand man Dialekte und dialektal gefärbte Aussprache im klassenbewussten Königreich als sozialen Makel.
Die Minderheitensprachen sind durch die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen anerkannt und geschützt. Walisisch genießt in Wales Gleichberechtigung mit Englisch; in Schottland ist dies Scots, in Cornwall die Kornische Sprache, in Nordirland das Ulster Scots. Die Gehörlosen verwenden die British Sign Language.
Laut der Volkszählung von 2001 wird Walisisch von rund 20 % der Bevölkerung in Wales gesprochen (ca. 600.000 Menschen), schottisches Gälisch von rund 60.000 Menschen, Irisch von rund 20.000 Menschen (7 % der Bevölkerung Nordirlands) und Kornisch von 3.500 Menschen (etwa 0,6 % der Bevölkerung von Cornwall).
Schreibweise des Landesnamens in den offiziell anerkannten Sprachen:
- United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (Englisch)
- Teyrnas Unedig Prydain Fawr a Gogledd Iwerddon (Walisisch)
- An Rìoghachd Aonaichte na Breatainn Mhòr agus Eirinn a Tuath (schottisches Gälisch)
- Ríocht Aontaithe na Breataine Móire agus Thuaisceart Éireann (Irisch)
- An Rywvaneth Unys a Vreten Veur hag Iwerdhon Glédh (Kornisch)
- Unitit Kinrick o Great Breetain an Northren Ireland (Scots)
Minderheiten
Es gibt mehrere ethnische Minderheiten im Vereinigten Königreich, die ca. 7,9 % der Bevölkerung ausmachen. Zu über 50 % sind ihre Angehörigen im Vereinigten Königreich selbst geboren worden. Der relativ große Anteil dieser Minderheiten erklärt sich aus der Einwanderung einer großen Anzahl von Bewohnern ehemaliger britischer Kolonien in der Karibik und des indischen Subkontinents, vor allem in den 1950ern und den 1960ern. Es gibt folgende Hauptminderheiten:
Karibischer oder afrikanischer Abstammung („Black Caribbean“ bzw. „Black African“ - über 1,1 Millionen)
Der Großteil der eingewanderten Westinder kam in den 1950ern, in der Hoffnung auf Arbeit und um der schlechten Lebensqualität in ihren Heimatländern zu entfliehen. Die meisten kamen aus Jamaika, Trinidad und Tobago und Dominica. Bei der letzten Volkszählung 2001 wurden 1.148.738 Menschen gezählt (davon 565.876 aus dem karibischen Raum und 485.277 aus Afrika), was etwa 2,1 % der Gesamtbevölkerung entspricht.
Inder (über 1 Million - 2001)
Die Inder stellen die größte Einwanderergruppe aus einem einzigen Land. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt 1,8 %. Bei der letzten Volkszählung (2001) wurden 1.053.411 Menschen gezählt. Obwohl sie als eine einzige Minderheitengruppe zusammengefasst werden, gibt es weitere Unterschiede innerhalb derselben. 45 % der britischen Inder sind Hindus, die Sikhs folgen mit 29 % und an dritter Stelle die indischen Moslems mit 13 %. Diverse Gründe haben die Inder dazu veranlasst, nach Großbritannien auszuwandern; neben wirtschaftlichen Gründen wie Armut, Arbeitssuche oder dem Wunsch nach einem höheren Lebensstandard spielt auch politische Verfolgung eine Rolle.
Pakistaner (747.285 - 2001)
Pakistaner sind die zweitgrößte südasiatische Minderheit in Großbritannien. Sie kamen mit Seefahrern nach Großbritannien und suchten dort für kurze Zeit Arbeit, um Geld für ihre Familien zu verdienen, und fuhren dann wieder zurück nach Pakistan. Viele von ihnen aber blieben in Großbritannien. Der größte Teil der Pakistaner sind Anhänger des Islam.
Bengalen (283.063 - 2001)
Die Bengalen gehören ebenso wie die Inder und Pakistaner zu den sogenannten „Asian or Asian British People“. Die Gründe für ihre Einwanderung waren der Bürgerkrieg und die Abspaltung Bangladeschs von Pakistan 1971 ebenso wie die der Suche nach Arbeit und die Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard. Die meisten Bengalen sind ebenfalls Muslime.
Chinesen (247.403 - 2001)
Ein Großteil der chinesischen Einwanderer in Großbritannien wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg ein, vor allem aufgrund des Preisverfalls von Reis in Hongkong. Im Jahre 2001 lebten 247.403 Chinesen in Großbritannien, was 0,4 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Heutzutage gehören die Chinesen zu den bestverdienenden und bestausgebildeten Einwohnern Großbritanniens.
Sinti & Roma (ca. 120.000)
Unter dem englischen Begriff „Gypsy“ oder „Traveller“ versteht man eine Vielzahl ethnischer Minderheiten. Die Minderheit, die den traditionellen „Zigeunern“ in ihrer Lebensweise am nächsten kommt, sind die Roma, deren Ursprung in Nordindien liegt. Heutzutage werden aber auch Einwanderer aus Osteuropa, etwa aus Polen, Rumänien, Tschechien und der Slowakei dazugezählt. Die Hauptprobleme der Roma und auch der relativ wenigen britischen Sinti sind Diskriminierung, Armut und eine hohe Kindersterblichkeitsrate.
Nach Schätzungen der UNO leben in Großbritannien mehrere hunderttausend Menschen polnischer Herkunft.
Religion
Die Mehrzahl der Einwohner des Vereinigten Königreichs (ca. 74 %) versteht sich als Christen. Bei der letzten Volkszählung 2001 beantworteten 92 % der Einwohner die freiwillige Frage nach der Religion.
Wie in anderen Ländern auch ist die Kirchenmitgliedschaft nicht mit der Religionszugehörigkeit gleichzusetzen. Genaue Statistiken der Kirchenmitgliedschaft sind schwer zu erstellen, da man in Großbritannien gewöhnlich nur dann offiziell Mitglied einer Kirche wird, wenn man sich über den gelegentlichen Gottesdienstbesuch hinaus am Gemeindeleben beteiligen will. 1995 waren nur 14 % der Bevölkerung solche Mitglieder von Kirchen. Laut Umfragen aus dem Jahr 1995 fühlen sich noch ca. 27 Millionen (45 %) der anglikanischen Kirche zugehörig, 11 Millionen (19 %) anderen protestantischen Kirchen im weitesten Sinne und knapp 6 Millionen (10 %) der katholischen Kirche. Katholiken wurden früher oft als kuriose Minderheit empfunden (vgl. z. B. Evelyn Waughs Wiedersehen in Brideshead), sind heute aber etwas relativ normales geworden.
Zu den großen Kirchen (grob nach Größe und Einfluss geordnet) zählen in
- England die
- Church of England (Anglikanisch)
- Römisch-Katholische Kirche
- Methodistische Kirche
- United Reformed Church (Reformiert)
- Schottland die
- Church of Scotland (Reformiert/Presbyterianisch)
- Römisch-Katholische Kirche
- United Reformed Church (Reformiert) (in Schottland entstanden aus der Congregational Union bzw. Church und anderen reformierten Gemeinden)
- Methodistische Kirche
- Wales die
- Church in Wales (Anglikanisch)
- United Reformed Church (Reformiert)
- Römisch-Katholische Kirche
- Methodistische Kirche
- Nordirland die
- Church of Ireland (Anglikanisch)
- Römisch-Katholische Kirche
- Verschiedene Presbyterianische Kirchen
Über 9 Millionen Einwohner gehören keiner Religion an (Agnostiker, Atheisten und Heiden).
Daneben sind auch Islam, Hinduismus, Sikhismus und andere Religionen verbreitet:
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Britischen Inseln, Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland
Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland
In der Antike waren weite Teile der Insel Großbritannien, abgesehen vom Gebiet des heutigen Schottlands, für rund 350 Jahre von den Römern besetzt. Als diese sich zurückzogen, bildeten sich mehrere kleine Königreiche, die von den eingewanderten Angeln und Sachsen (Angelsachsen) und später auch von den Wikingern beherrscht wurden. Die keltische Urbevölkerung wurde in die westlichen Randgebiete verdrängt. Im 10. Jahrhundert entstanden die voneinander unabhängigen Königreiche Schottland und England. 1066 eroberten die Normannen, französisierte Wikinger aus der Normandie, die Insel und prägten sie für die folgenden Jahrhunderte.
Wales, das seit 1284 unter der Kontrolle Englands war, wurde mit der Act of Union 1536 Teil des Englischen Königreichs. Mit der Act of Union 1707 wurden die Königreiche Schottland und England zum Königreich Großbritannien vereinigt; beide Staaten hatten seit 1603 durch Personalunion denselben Monarchen. Die Act of Union 1800 vereinigte das Königreich Großbritannien mit dem Königreich Irland, das von 1169 bis 1603 mehr und mehr unter englische Kontrolle geraten war. Durch diese Verschmelzung entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. 1922 bildeten 26 irische Grafschaften den Irischen Freistaat (ab 1937 Éire, ab 1949 Republik Irland). Die restlichen 6 Grafschaften in der Provinz Ulster verblieben beim Vereinigten Königreich. Der heutige Staatsname Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland wird seit 1927 verwendet.
Das Vereinigte Königreich, die dominierende Industrie- und Seefahrtsnation im 19. Jahrhundert, spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der parlamentarischen Monarchie, bei Literatur und Wissenschaft. Unter dem außenpolitischen Prinzip der Balance of Power trat Großbritannien über viele Jahrhunderte für ein Mächtegleichgewicht auf dem europäischen Kontinent ein und schloss dafür wechselnde Bündnisse. Auf seinem Höhepunkt umfasste das Britische Imperium zwei Fünftel der Landfläche der Erde, die in vielen Kriegen erobert worden waren. Durch die beiden Weltkriege verlor das Land seine Weltmachtstellung, obwohl es beide Male auf der Siegerseite stand. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Imperium bis auf einige kleine Reste aufgelöst. Großbritannien war gezwungen, sich mehr Europa (Kontinentaleuropa) zuzuwenden, hält sich aber bis heute bei der Integration zurück. Das Land ist zwar Mitglied der Europäischen Union, hat aber den Euro wegen innenpolitischer Widerstände nicht eingeführt. Im Zuge einer Verfassungsreform erhielten Schottland, Wales und Nordirland im Jahre 1999 eigene Parlamente.
Siehe auch: Geschichte des Vereinigten Königreiches, Geschichte Englands, Geschichte Irlands, Geschichte Nordirlands, Geschichte Schottlands, Geschichte von Wales, Britisches Imperium, Commonwealth of Nations, Britische Unterhauswahlen 2005
Politik
Hauptartikel: Politisches System Großbritanniens und Nordirlands, Britische Monarchie
Das Vereinigte Königreich ist eine konstitutionelle Monarchie (Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II.), Premierminister ist Tony Blair. Hort der Souveränität ist das Parlament, das aus Oberhaus (House of Lords: Adel, heute größtenteils nichterblicher Verdienstadel, und einige anglikanische Bischöfe) und Unterhaus (House of Commons: nach Mehrheitswahlrecht gewählte Abgeordnete) besteht. Der Landesteil England ist in Europa das Land mit der ältesten ununterbrochenen parlamentarischen Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht (Magna Charta). Eine geschriebene Verfassung gibt es nicht, es gibt allerdings Gesetze mit Verfassungsrang. Schottland und Wales haben seit den 1990er Jahren eigene Landesparlamente und -regierungen. In Schottland und Wales gilt schon die Europäische Menschenrechtserklärung, in England steht sie vor der Einführung.
Das Vereinigte Königreich ist eines der Gründungsmitglieder der NATO und des Commonwealth of the Nations. Es ist außerdem ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates sowie Teil der Europäischen Union.
Militär
Das Vereinigte Königreich hat die höchsten Rüstungsausgaben in Europa und ist dessen wichtigste Militärnation. Traditionell konzentriert sich das britische Militär mehr auf die Kriegsmarine, Royal Navy, und die Luftwaffe, Royal Air Force, als auf das Heer, die British Army. Das Vereinigte Königreich besitzt seit 1952 Atomwaffen, deren Bestand in den vergangenen Jahren zwar deutlich reduziert wurde, jedoch ständig modernisiert wird.
Das Vereinigte Königreich unterhält zudem etliche Militärbasen im Ausland. Hierzu gehören mehrere Basen in Deutschland mit insgesamt 27.000 Soldaten sowie zwei britische Hoheitsgebiete auf Zypern mit etwa 7.000 Soldaten. Außer den USA hat kein Staat mehr Soldaten im Ausland stationiert als Großbritannien. Aktuell sind 67.000 britische Soldaten im Ausland stationiert, darunter 8.900 im Irak.
Verwaltungsgliederung
Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Großbritanniens und Nordirlands
Das Vereinigte Königreich besteht aus den vier Landesteilen: England (Königreich), Wales (Fürstentum), Schottland (Königreich) und Nordirland (Provinz). Wales, Schottland und Nordirland besitzen seit den 1990er Jahren eigene Landesteilparlamente und -regierungen mit einem sog. Ersten Minister als Chef (vergleichbar einem Ministerpräsidenten in Deutschland oder einem Landeshauptmann in Österreich). England besitzt, mit Ausnahme Londons (noch) keine Landesverwaltung. Eine „Northern Assembly“ (Nordenglische Versammlung) ist gegenwärtig in der Diskussion. Die Aufgaben einer Staatsspitze Englands werden von Parlament und Regierung des Vereinigten Königreiches mit wahrgenommen. Dabei ist es inzwischen üblich geworden, dass sich im Parlament die Abgeordneten der anderen Landesteile enthalten, wenn eine Entscheidung nur England betrifft (siehe auch West-Lothian Question).
Die unteren Verwaltungsebenen sind seit dem späten 19. Jahrhundert mehrmals neu strukturiert worden, weitere Veränderungen sind in der Zukunft zu erwarten. Traditionell bestand England seit dem Mittelalter aus 39, Schottland aus 34, Wales aus 13 und Nordirland aus 6 Grafschaften (engl. counties).
Heute (2004) gibt es in England 35 Grafschaften, 40 so genannte „Unitary Authories“, 6 Metropolitan Counties sowie Greater London mit seinem Bürgermeister Ken Livingstone (siehe hierzu auch Verwaltungsgliederung Englands). Wales besteht aus 22, Schottland aus 32 Unitary Authorities. In Nordirland gibt es 26 Bezirke (District). Die Namen der alten Grafschaften werden aber im Alltagsgebrauch aller Landesteile oft weiterhin verwendet.
Abhängige Gebiete (offiziell Überseegebiete/Overseas territories of the United Kingdom):
- Anguilla
- Bermuda
- Britische Jungferninseln
- Britisches Antarktis-Territorium
- Britisches Territorium im Indischen Ozean
- Kaimaninseln
- Falklandinseln
- Gibraltar
- Montserrat
- Pitcairninseln
- St. Helena
- Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
- Turks- und Caicosinseln
Gebiete, die nur der britischen Krone unterstehen und nicht dem Vereinigten Königreich (Crown dependencies):
- Kanalinseln
- Man
Beide haben eigene Legislativen und Rechtssysteme, werden jedoch im Bereich Verteidigung und internationale Beziehungen von der britischen Regierung vertreten.
Der britische Monarch ist Staatsoberhaupt nicht nur des Vereinigten Königreichs, sondern auch einer ganzen Reihe weiterer, unabhängiger Commonwealth-Staaten.
Siehe auch: Liste der Städte in Großbritannien und Nordirland, Kronkolonie
Infrastruktur
Der Verkehr orientiert sich in Nord-Süd-Richtung.
Im Straßenverkehr wird links gefahren, im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern. Kreisverkehre sind bei britischen Verkehrsplanern besonders beliebt, da es keine Rechts-vor-Links- oder Links-vor-Rechts-Regel gibt; an Kreuzungen ohne Kreisverkehr ist stets eine der Straßen als Vorfahrtsstraße markiert.
Von Bedeutung sind die Autobahnen (Motorways), die das Land (insbesondere England) sehr gut erschließen. Zudem begann man in den 1990er Jahren mit dem Bau mehrspuriger Überlandstraßen, um sowohl die Autobahnen wie auch die an kleineren Straßen gelegenen Orte zu entlasten. Die Inseln Großbritannien und Irland sind durch Fähren verbunden.
Das Vereinigte Königreich ist die wichtigste Drehscheibe des Weltluftverkehrs. Das gesamte Fluggastaufkommen ist mit rund 200 Mio. Passagieren pro Jahr (davon 125 Mio. auf den Londoner Flughäfen) das größte Europas. Insgesamt verfügt es über acht internationale und viele regionale Flughäfen. Heathrow im Westen Londons war mit 64 Millionen Passagieren 2003 der Flughafen mit dem größten internationalen Passagieraufkommen der Welt und zugleich auch der mit den meisten Flugbewegungen. Weitere wichtige Flughäfen sind Gatwick und Stansted bei London sowie Birmingham und Manchester.
Das dichte, 1994 privatisierte, älteste Eisenbahnnetz der Welt ist in den 1960er- und 1970er-Jahren aus Rentabilitätsgründen stark geschrumpft. Durch den Eurotunnel besteht Anschluss an das Eisenbahnnetz des europäischen Kontinents. Um diese Verbindung zu verbessern, wurde 2003 der erste Teil des Channel Tunnel Rail Link in Betrieb genommen. Diese erste Hochgeschwindigkeitsstrecke Großbritanniens soll die Reisezeit deutlich verkürzen.
Ende der 1990er-Jahre und zu Beginn des aktuellen Jahrzehnts kam es wiederholt zu schweren Eisenbahnunfällen, die von Fachleuten auch auf eine mangelhafte Organisation bei der Privatisierung des Schienennetzes zurückgeführt wurden. Dies war mit ein Grund dafür, dass die Schieneninfrastruktur 2002 wieder verstaatlicht wurde. Auch kommt es immer wieder zu erheblichen Verspätungen im Personenverkehr. Die offiziellen Erklärungen für die Verspätungen und Ausfälle sorgen auf der Insel immer wieder für Heiterkeit: Mal sind es „Blätter auf den Schienen“ (im Herbst), mal ist es „die falsche Sorte Schnee“ (im Winter), im Rest des Jahres sind es „Weichenprobleme“ oder „fehlende Lokführer“. Der Schienengüterverkehr in Nordirland wurde im Jahre 2004 eingestellt, während in Großbritannien in den letzten Jahren Zuwächse erzielt werden konnten.
Durch die Insellage des Vereinigten Königreiches, die räumliche Trennung Nordirlands vom restlichen Staatsgebiet und die vielen vorgelagerten Inseln besitzt die Seeschifffahrt traditionell eine große Bedeutung. Die wichtigsten Häfen sind Southampton, London und Belfast. Schon seit der Antike sind regelmäßige Schiffsverbindungen zwischen den Inseln und dem (Insel-)Festland bekannt. Es war einfacher, per Schiff von einem Ort zum anderen zu kommen als über das unwegsame bergige Land.
Siehe auch
- Kfz-Kennzeichen (UK)
- Straßensystem in Großbritannien
- Liste der Autobahnen in Großbritannien
- Liste von Eisenbahngesellschaften in Großbritannien und Nordirland
Wirtschaft
Das Vereinigte Königreich zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt.
Die Wirtschaft des Vereinigten Königreiches ist dienstleistungsorientiert. Wichtigste Exportgüter sind Maschinen, Computer und vor allem die Bodenschätze der Nordsee, nämlich Erdöl und Erdgas.
In den vergangenen Jahren erlebten vor allem die Rüstungsindustrie und der Schiffbau einen großen Aufschwung. Auch in der Luftfahrtindustrie ist Großbritannien wieder verstärkt vertreten, u. a. im Airbus-Konsortium und durch zahlreiche Kooperationen mit Boeing und Lockheed-Martin.
Großbritannien stellt zudem mehrere der größten Konzerne der Welt, darunter British Aerospace, BP, Shell und HSBC.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im 1. Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 %. Mit 23.080 Euro liegt das BIP pro Kopf im oberen europäischen Referenzrahmen. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,7 % (2004).
Kultur
Höchste Bauwerke
- Belmont-Sendemast, 385 Meter - höchstes Bauwerk Großbritanniens und der EU
- VLF-Sendemast Skelton, 365 Meter
- (Wolkenkratzer London Bridge Tower (London), 310 Meter - höchstes Hochhaus Europas (in Planung))
- Wolkenkratzer 1 Canada Square (London), 235 Meter
- Wolkenkratzer 8 Canada Square (London), 210 Meter
- Wolkenkratzer 25 Canada Square (London), 210 Meter
Weitere Themen
- Portal:Großbritannien
- Anglozentrismus
Weblinks
Geschichte Großbritanniens
- http://www.schottlandgeschichte.de/ – Umfangreiche Zeittafel und Informationen zu Schottland (deutsch)
- http://www.britannia.com/ – UK Travel & British History (englisch)
- http://www.historic-uk.com/ – history and heritage accommodation guide (englisch)
- http://www.woodlands-junior.kent.sch.uk/geography/unionjack.html – Union Jack: die britische Flagge (englisch)
- http://www.royal.gov.uk – Monarchy Today: Vergangenheit und Gegenwart des englischen Köngigshauses (englisch)
- http://www.britishbattles.com/ – British Battles (englisch)
Landschaft und Natur
- http://www.beautifulbritain.co.uk/ – Beautiful Britain (englisch)
Politik
- http://www.politik.uni-koeln.de/jaeger/links/britauspol – Linksammlung zur Britischen Außenpolitik
- http://www.fco.gov.uk – Britisches Außenministerium
- http://www.parliament.uk – Britisches Parlament
- http://www.number-10.gov.uk – No. 10 Downing Street (Britische Regierung)
Institutionen
- http://www.statistics.gov.uk/products/p5703.asp – Britain 2004: Das offizielle Jahrbuch über Großbritannien
- http://www.agf.org.uk – Anglo-German Foundation (Deutsch-Britische Stiftung)
- http://www.gbf.com – Deutsch-Britisches Forum
- http://www.britischebotschaft.de/ – Britische Botschaft in Berlin
Reisen
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=189 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- http://www.nationalexpress.com – National Express: bekanntester britischer Reisebus-Service (englisch)
- http://www.schottlandportal.de/ – Schottland: Portal und Informationsseite zu Urlaub, Reisen, Land und Leute
- http://www.vereinigtes-königreich.de/ – Vereinigtes Königreich
Vermischtes
- http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,1518,GBR,00.html – Spiegel online / Jahrbuch / Großbritannien
- http://www.career-contact.de/laenderinfos/grossbritannien/uebersicht.php – Jobs und Praktikum in Großbritannien - Das Infoportal
Kategorie:Monarchie
Kategorie:Staat
Kategorie:Land in der EU
als:Grossbritannien und Nordirland
ja:イギリス
ko:영국
ms:United Kingdom
simple:United Kingdom
th:สหราชอาณาจักร
zh-min-nan:Liân-ha̍p Ông-kok
Thronfolger Primogenitur
Mit Kronprinz bezeichnet man in Monarchien mit Erstgeborenen-Nachfolgeordnung (Primogenitur) in der Regel den ältesten Sohn eines Königs oder Kaisers, der zugleich nächster Anwärter auf den Thron (Thronfolger) ist.
So war z.B. in Deutschland der spätere König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (reg. 1840-1861) als ältester Sohn des Königs Friedrich Wilhelm III. (reg. 1797-1840) seit dessen Thronbesteigung der "Kronprinz von Preußen". Da Friedrich Wilhelm IV. kinderlos blieb, war sein nächstjüngerer Bruder Wilhelm - der spätere preußische König und deutsche Kaiser Wilhelm I. (reg. 1861-1888) - seit 1840 der Thronfolger, doch er trug niemals den Titel eines "Kronprinzen", sondern stets nur den des "Prinzen von Preußen".
Ähnlich wie im Falle der Ämter-Kombination "Deutscher Kaiser und König von Preußen" war zwischen 1871 und 1918 im Deutschen Reich auch der Thronfolger zugleich "Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen". Im Unterschied zu allen übrigen Prinzen des preußischen Hauses, die lediglich als "Königliche Hoheiten" firmierten und keinen deutschen Titel trugen, führte der Thronfolger als Anwärter auf die deutsche Kaiserkrone auch den Titel "Kaiserliche Hoheit".
In Österreich-Ungarn wiederum führte z.B. Kaiser Franz Josephs einziger Sohn, Rudolf, den Titel eines "Kronprinzen", während dessen späterer Nachfolger als Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand, als Neffe desselben Kaisers kein Kronprinz, sondern lediglich "Erzherzog-Thronfolger" war. Letzteren Titel übernahm nach der Ermordung Franz Ferdinands im Jahre 1914 auch sein Nachfolger als Thronerbe, der spätere Kaiser Karl I. (reg. 1916-1918).
Weibliche Primogenitur
Eine Kronprinzessin ist zum einen die persönlich nicht thronfolgeberechtigte Ehefrau eines Kronprinzen, zum anderen in Monarchien mit weiblicher Erbfolge aber auch die persönlich erbberechtigte Thronfolgerin.
Eine weibliche Thronfolge war in Monarchien salischen Erbfolgerechts (insb. im deutschen Kulturraum) ausgeschlossen oder mußte durch komplizierte Rechtsänderungen - wie im Falle der "Pragmatischen Sanktion" zugunsten der Habsburgererbin Maria Theresia vor 1740 - mühsam zu sichern versucht werden. In anderen Monarchien existiert hingegen eine bedingte oder sogar unbedingte weibliche Erbfolge, die eine weibliche Thronfolgerin entweder im Falle des Nichtvorhandenseins männlicher Erben oder aber als grundsätzlich gleichberechtigte Erstgeborene eines Monarchen anerkannte. Bekannte Fälle sind die weiblichen Thronfolgen in Großbritannien: 1837 im Falle der Queen Victoria, die jedoch nicht auch das bis dahin mit Großbritannien in Personalunion verbundene deutsche Königreich Hannover erben konnte (das deshalb an ihren ältesten Onkel fiel), oder 1952 im Falle der Queen Elizabeth II.. Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich in den meisten europäischen Monarchien die völlige Gleichberechtigung männlicher und weiblicher Primogenitur durchgesetzt - ein Reflex auf die gesamtgesellschaftliche Tendenz zur Frauenemanzipation. Derzeit scheint ähnliches in Japan zu erfolgen.
Seniorat
Die Primogenitur (Erstgeborenen-Nachfolge) ist allerdings nicht in allen Monarchien der Welt üblich. Namentlich in islamischen Monarchien war und ist häufig das Seniorat als Thronfolge-Alternative in Gebrauch. Dies gilt etwa für die Thronfolge im Osmanischen Reich, nachdem die seit dem 15. Jahrhundert durch gezielte Tötung aller jüngeren Brüder eines Sultans erzwungene Sohnesnachfolge im 17. Jahrhundert zugunsten einer Nachfolge des jeweils ältesten Verwandten eines verstorbenen Sultans ersetzt wurde: Auf diese Weise wurden zunächst meist Brüder oder Cousins eines Monarchen dessen Nachfolger, bevor - je nach Alter - die Ältesten-Nachfolge in der nächsten Generation greifen konnte.
In entsprechender Weise trägt noch heute im Königreich Saudi-Arabien jeweils der älteste Bruder (oder Halbbruder) des Königs den Titel des "Kronprinzen" mit dem Recht der Nachfolge.
In den Haschemiten-Monarchien Irak und Jordanien war die Erbfolge gemischt: Dort herrschte prinzipiell Primogenitur, doch konnte - meist in Ermangelung eines Sohnes des regierenden Monarchen - der Kronprinzentitel nebst Thronfolgerecht auch auf andere Verwandte des Monarchen übertragen werden. So fungierte zwischen 1953 und 1958 unter dem letzten König des Irak, Faisal II. (reg. 1939-1958), dessen Onkel Abd-al-Ilah als Kronprinz. (Beide wurden bei einem Militärputsch 1958 ermordet.)
Ähnlich war unter König Hussein II. von Jordanien (reg. 1952-1999) lange Zeit dessen Bruder Prinz Hassan Kronprinz, bevor Hussein diese Funktion kurz vor seinem Tode auf einen seiner Söhne, den nunmehrigen König Abdullah II. (reg. seit 1999), übertrug.
Besondere Thronfolger-Titel
Häufig führen Kronprinzen noch einen besonderen eigenen Titel, der oft auf ein früheres Teil-Königreich oder Teil-Fürstentum verweist, heute jedoch nur noch ein Ehrentitel ist:
- Vereinigtes Königreich: Fürst von Wales (Prince of Wales)
- Belgien: Herzog von Brabant
- Niederlande: Prinz(essin) von Oranien (Prins(es) van Oranje)
- Spanien: InfantIn oder Prinz von Asturien (Príncipe de Asturias)
- Frankreich (Königreich ): Dauphin
- Frankreich: (1.Kaiserreich): König von Rom
- Frankreich: (2.Kaiserreich): Prince Impérial (auch: Fils de France) (Kaiserprinz, Frankreichs Sohn)
- Portugal: Infant/-in, Herzog von Bragança (Liste der Herzöge von Braganza)
- Russland: Zarewitsch (wörtlich "Sohn des Zaren")
- Osmanisches Reich: Veliahd
Siehe auch
- Sohn, Vaterliebe
- Monarchie
- Kronprinzenpokal
- Thronfolge (Großbritannien)
Kategorie:Adelstitel
!Thronprinz
Kategorie:Prinz
Kategorie:Monarchie
ja:皇太子
Charles Darwin
Charles Robert Darwin ( - 12. Februar 1809 in The Mount (einem Teil von Shrewsbury), England, † 19. April 1882 in Downe (gehört heute zu London-Bromley) war ein britischer Naturforscher und gilt als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler überhaupt.
Charles Darwin entwickelte in einem langen und produktiven Leben die erste Theorie eines natürlichen Prinzips für Evolution, die natürliche Selektion. Sie erklärt die langsame Aufspaltung der Organismen in viele verschiedene Arten als Folge von Anpassungen an den Lebensraum. Von dieser Theorie leiten sich heutzutage alle modernen Evolutionstheorien ab. Siehe auch Darwinismus.
Leben
Jugend und Ausbildung (1809–1831)
Darwinismus
Darwin wurde in Shrewsbury, England als fünftes von sechs Kindern und als zweiter Sohn in einem Landstädtchen geboren. Die Eltern waren Robert und Susannah Darwin, seine Großväter waren der Kunstkeramiker Josiah Wedgwood und der Naturwissenschaftler Erasmus Darwin. Schon als Junge befasste Charles sich mit der Naturgeschichte.
Darwin besuchte die Shrewsbury School for Boys, vor deren altem Gebäude im Stadtzentrum, das heute die Stadtbücherei beherbergt, er als Statue auf einem Stuhl sitzend thront. Nach der Schule studierte Darwin ab 1825 Medizin in Edinburgh. Dort wurde er von Robert Edmund Grant beeinflusst, einem Anhänger Lamarcks. Wegen seiner Abneigung gegen das Sezieren und die grausamen Zustände bei Operationen zur damaligen Zeit - die Narkose war noch nicht erfunden - brach er sein Studium 1827 ab.
Sein Vater schrieb ihn in Cambridge für Theologie ein, da er sich wegen des Studienabbruchs befürchtete, aus seinem Sohn würde nichts werden. Er hoffte, dass Charles einmal Pfarrer werden würde. Das Theologiestudium war zur damaligen Zeit eine übliche Laufbahn für einen naturbegeisterten Menschen, ein Umstand, der sich später nicht zuletzt durch Darwin ändern sollte.
In Cambridge studierte Darwin zwar gewissenhaft auch die theologische Literatur, besonders begeisterte ihn aber die Biologie. In Cambridge wurde er von Wissenschaftlern wie William Whewell, Adam Sedgwick und John Stevens Henslow für die Naturwissenschaften wie Geologie begeistert. Aber auch schon vorher sammelte er gerne Käfer, eine Leidenschaft, zu der er durch seinen Cousin William Darwin Fox kam. Darwin beendete sein Studium am Christ College der Universität Cambridge mit dem Examen.
Beagle (1831–1836)
Darwin wollte mit einigen Studienkollegen nach dem Abschluss des Studiums Madeira besuchen, aber dieser Plan wurde nicht verwirklicht. Henslow jedoch empfahl ihn als Begleiter für Robert Fitzroy, dem Kapitän der HMS Beagle, die zu einer fünfjährigen Expedition (1831-1836) aufbrechen sollte, um die Küstenlinie Südamerikas zu kartieren. Vor der Abfahrt verbrachte Darwin noch ein paar Wochen mit Sedgwick und erforschte Gesteinsschichten in Wales. Abgesehen von ein paar Vorlesungen in Edinburgh waren dieses die einzigen geologischen Studien Darwins.
Ende Dezember 1831 war es dann so weit: die Beagle stach von England aus in See. Während der fünfjährigen Fahrt teilte er eine Kabine mit Fitzroy.
Darwins Arbeit während der Expedition erlaubte es ihm, sowohl die geologischen Eigenschaften von Kontinent und Inseln wie auch eine Vielzahl von Lebewesen und Fossilien zu studieren. Auf seiner Reise besuchte er die Kapverdischen Inseln, die Falklandinseln, die südamerikanische Küste, die Galápagos-Inseln und Australien, wobei er eine beträchtliche Zahl von Proben sammelte. Die Fragen zu Flora und Fauna der besuchten Gebiete, die Darwin sich während der Fahrt stellte, waren der Ausgangspunkt für die Evolutionstheorien, die Darwin später weltberühmt machen sollten.
Karriere und Anfänge der Theorie (1836–1839)
1836, nach seiner Rückkehr, analysierte Darwin die gesammelten Stücke und bemerkte Ähnlichkeiten zwischen Fossilien und noch lebenden Tieren in der gleichen geografischen Region. Insbesondere fiel ihm auf, dass jede Insel ihre eigenen Schildkröten- und Vogelarten hatte, die sich leicht voneinander in Aussehen, Ernährung usw. unterschieden, ansonsten sich aber recht ähnlich waren.
Besonders bei den Exemplaren der Galápagos-Inseln war das klar zu sehen. Er entwickelte die Theorie, dass z. B. all die verschiedenen Schildkrötenarten von einer einzigen Art abstammten und sich an die unterschiedlichen Lebensbedingungen der verschiedenen Inseln angepasst hatten.
Auf diesen Gedanken aufbauend formulierte er seine Überlegungen zu den Veränderungen und Entwicklungen der Arten in seinem Notebook on the Transmutation of Species. Sie standen im Einklang mit Lyells Principles of Geology und Thomas Robert Malthus Essay on the Principle of Population. Malthus war der Meinung, dass die Bevölkerung schneller wächst als die Nahrungsmittelproduktion und deshalb durch Hungersnöte begrenzt wird.
Malthus war zu dem Schluss gekommen, dass die Bevölkerung in geometrischer Reihe (2,4,8,16 ...) ansteigt, die Ressourcen (Nahrungsmittel) jedoch nur in arithmetischer Reihe (2,3,4,5 ...) zunehmen. Die düstere Folge davon waren für Malthus Überbevölkerung und Hungersnöte (Wuketits, Franz M.: Charles Darwin. Der stille Revolutionär, o. Aufl. München - Zürich 1987).
Heirat und Kinder
Wuketits, Franz M.
Darwin heiratete 1839 seine Kusine Emma Wedgwood. Nach einigen Jahren in London zogen sie schließlich nach Downe House in Downe, Grafschaft Kent. Die Darwins hatten 10 Kinder, von denen drei früh starben.
Entwicklung der Theorien (1839–1858)
Zwischen 1839 und 1843 wurde Darwins Zoology of the Voyage of H.M.S. Beagle in fünf Bänden veröffentlicht.
1842 schrieb Darwin seine Theorie in einem kurzen Entwurf nieder, woraus bis 1844 eine 240 Seiten umfassende Abhandlung wurde, die eine erweiterte Version seiner frühen Ideen über die natürliche Selektion war. Zwischen 1844 und 1858 modifizierte er diese Theorie vielfach.
Veröffentlichung der Theorie (1858)
Am 1. Juli 1858 wurde Darwins Schrift über den Ursprung der Arten durch Mittel der natürlichen Selektion oder die Erhaltung bevorzugter Rassen im Kampf um das Leben vor der Königlichen Linné-Gesellschaft verlesen, am gleichen Tag wie auch eine Schrift von Alfred Russel Wallace, der unabhängig von Darwin eine ähnliche Theorie ("Survival of the Fittest") entwickelt hatte.
Darwins Buch Vom Ursprung der Arten durch Mittel der natürlichen Selektion oder die Erhaltung bevorzugter Rassen im Kampf um das Leben wurde ein Jahr später veröffentlicht und erregte so viel Interesse, dass die Bestände des Verlags noch am ersten Tag komplett an die Buchläden verkauft wurden.
In seinen späteren Büchern The Variation of Animals and Plants Under Domestication (1868), The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex (1871) und The Expression of Emotions in Animals and Man (1872) führte Darwin viele Themen weiter aus, die er in 'Ursprung der Arten' vorgestellt hatte.
Reaktionen (1858–1882)
Trotz einiger anfänglicher Kritik wurde Darwins Arbeit in der wissenschaftlichen Welt anerkannt. 1839 wurde er Mitglied der Royal Society und 1878 Mitglied im französischen Gegenstück, der französischen Akademie der Wissenschaften.
1875 veröffentlichte Darwin sein Werk Insectivorous plants., mit dem er bewies, dass zahlreiche Pflanzen fleischfressende Pflanzen sind. Damit überwand er Linnés Dogma von der Widernatürlichkeit der Idee karnivorer Pflanzen. Insectivorous plants. ist bis heute ein Standardwerk zum Thema.
Tod und Nachleben (ab 1882)
Darwin starb in Downe am 19. April 1882 und wurde in der Westminster Abbey bestattet.
Im Jahr 2000 wurde sein Bild auf die britische 10-Pfund-Note gedruckt und ersetzte damit Charles Dickens. Ein Grund soll gewesen sein, dass sein eindrucksvoller Bart schwer zu fälschen wäre.
Siehe auch: Zeittafel der Evolutionsforschung, Evolutionstheorie, Kreationismus, Neodarwinistische Evolutionstheorie, Systemtheorie der Evolution, Darwinismus, Sozialdarwinismus, Downe House, Deszendenztheorie.
Werk
Darwin vertrat 4 Hypothesen, auf denen sei | | |