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Crocodylidae
Die Echten Krokodile sind eine Familie der Krokodile (Crocodilia). Mit insgesamt 14 Arten stellen sie die größte Familie neben den Alligatoren (Alligatoridae) und den Gaviale (Gavialidae) dar. Die Arten leben in den tropischen Regionen Afrikas, Asiens und Ozeaniens sowie Südamerikas. In dieses Taxon gehören folgende Arten:
- Echte Krokodile Crocodylidae
- Crocodylus porosus - Salzwasserkrokodil oder Leistenkrokodil
- Crocodylus niloticus - Nilkrokodil
- Crocodylus rhombifer - Kuba- oder Rautenkrokodil
- Crocodylus acutus - Spitzkrokodil
- Crocodylus intermedius - Orinoko-Krokodil
- Crocodylus palustris - Sumpfkrokodil
- Crocodylus siamensis - Siam-Krokodil
- Crocodylus mindorensis - Philippinen-Krokodil
- Crocodylus moreletti - Beulenkrokodil
- Crocodylus novaeguinea - Neuguinea-Krokodil
- Crocodylus johnsonii - Australien-Krokodil
- Crocodylus cataphractus - Panzerkrokodil
- Ostaeolaemus tetraspis - Stumpfkrokodil
- Tomistoma schlegelii - Sunda-Gavial oder Falscher Gavial
Sunda-Gavial]
Von den Alligatoren und besonders vom Gangesgavial, dem einzigen rezenten Vertreter der Gaviale, unterscheiden sich die Echten Krokodile vor allem durch Merkmale des Schädels. Bei ihnen (wie auch bei den Alligatoren) stoßen die Nasenbeine mit den Prämaxillaren zusammen. Die Schnauze ist meist breit und nicht für besondere Fangmethoden spezialisiert. Die unteren Zähne greifen alle in Gruben des Oberkiefers, anders als bei den Alligatoren greift jedoch der vierte Zahn in eine Lücke und ist von außen auch bei geschlossenem Maul sichtbar. Die Bauchschuppen besitzen besondere Sinnesgruben.
Literatur
- Charles A. Ross (Hrsg.): Krokodile und Alligatoren - Entwicklung, Biologie und Verbreitung, Orbis Verlag Niedernhausen 2002
Kategorie:Krokodile
Wikipedia:TaxoboxenACHTUNG: Die Taxobox-Vorlage hat sich geändert! Bitte hilf mit, alte Taxoboxen durch diese neue zu ersetzen. Bitte keine Taxoboxen nach der alten Vorlage mehr anlegen!
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Eine Taxobox ist in einem Artikel über ein Taxon (= eine systematisch erfasste und benannte Tier- oder Pflanzengruppe bzw. Tier- oder Pflanzenart) eine Tabelle mit Informationen zur systematischen Einordnung und Unterteilung. Taxoboxen sollten nur für rezente, nicht aber für ausgestorbene Arten angelegt werden. (Arten, die erst in historischer Zeit ausgestorben sind, bilden eine Ausnahme von dieser Regel).
Wenn Du mehr über die Gestaltung eines Tier- oder Pflanzenartikels wissen möchtest, solltest Du auch Wikipedia:WikiProjekt Lebewesen und Wikipedia:Leitlinien Biologie lesen.
Eine Möglichkeit, Taxoboxen zu erzeugen, ist der [http://vs.aka-online.de/taxoboxomat/ Taxoboxomat].
Übergeordnete Taxa
Es sollen stets die fünf übergeordneten Taxa genannt werden. Bei einer Art könnten dies also die Gattung, die Tribus, die Unterfamilie, die Familie und die Überfamilie sein. Wenn eines dieser Taxa fehlt, rückt statt dessen ein anderes nach. Wenn also zum Beispiel die Tribus fehlt, wird zusätzlich noch die Unterordnung genannt.
Untergeordnete Taxa
Untergeordnete Taxa können, müssen aber nicht in der Taxobox stehen. Wenn sie genannt werden, müssen alle untergeordneten Taxa erwähnt sein und nicht bloß eine Auswahl. Sind es mehr als zehn untergeordnete Taxa, werden sie nicht in der Taxobox, sondern nur im Fließtext genannt. Allgemein ersetzt die Aufführung in der Taxobox nicht die Erwähnung im Fließtext.
Schreibweise der Taxa
Wissenschaftliche Taxonnamen werden nur für Gattung und Art kursiv dargestellt. Der Name einer Gattung wird immer großgeschrieben, der Artname besteht immer aus zwei Bestandteilen: Dem Gattungsnamen, der auch durch (großgeschriebene) Initiale abgekürzt werden kann und dem Artepithet, das immer kleingeschrieben wird.
Wissenschaftlicher Name
Jede Taxobox hat einen Abschnitt "Wissenschaftlicher Name". Hier wird neben dem gültigen Namen der Autor (Erstbeschreiber) und das Jahr der Erstbeschreibung angegeben. Bei Pflanzen, Pilzen und Algen entfällt das Jahr der Erstbeschreibung.
Nähere Informationen hierzu findet man in den Leitlinien Biologie.
Keine Kommentare in der Taxobox
Alle Unklarheiten die Einordnung und Unterteilung betreffend sollen im Text stehen. Die Taxobox soll von Kommentaren freibleiben. Sie soll auch keine Synonyme, Basionyme und andere alternative Schreibweisen des wissenschaftlichen Namens enthalten.
Bild
Steht ein Bild zur Verfügung, wird es in die Taxobox integriert. In einer Taxobox steht nur ein Bild. Weitere Bilder können außerhalb der Taxobox in den Artikel eingebracht werden.
Unter dem Bild wird die Art mit eventuellen Besonderheiten (Weibchen, Winterfell, weiße Morphe etc.) genannt.
Weitere Informationen in der Taxobox
In der Taxobox unterbleiben alle Angaben, die nicht die Systematik betreffen. Angaben zu Größe, Gewicht, Verbreitung, Lebensweise, Bedrohungs- und Schutzstatus, Blütezeit etc. gehören in den Text und nicht in die Taxobox.
Schablone für Copy and Paste
Bitte ersetze alle in Großbuchstaben geschriebenen Wörter durch die Entsprechungen. Noch einfacher ist es, wenn Du die Tabelle aus einem Artikel rauskopierst, in der sie bereits halbwegs ähnlich vorhanden ist.
Taxon-Kategorien im MediaWiki-Namensraum
Dies ist eine Auflistung aller im MediaWiki-Namensraum angelegten Elemente zu den Taxoboxen sowie ihrer Entsprechungen. Diese Kürzel sollen in den Taxoboxen statt des Platzhalters "EINHEIT" eingesetzt werden.
Für die Kategorien „Klassifikation“, „Domäne“ sowie „Stammgruppe“ gibt es noch kein besonderes Element, hierfür wird bisher einfach Klassifikation, Domäne bzw. Stammgruppe in die Taxobox eingesetzt.
Beispielhaftes Aussehen einer Taxobox
Beispiel für eine Pflanzenart
Beispiel für eine Tierfamilie
Beispiel für einen Speisepilz
Siehe auch: Portal:Lebewesen/Artikel ohne Taxobox, Portal:Lebewesen/Artikel mit alter Taxobox
Taxoboxen
Taxoboxen
Kategorie:WikiProjekt Lebewesen
Familie (Biologie)Die Familie (lateinisch: Familia) ist eine hierarchische Stufe der biologischen Systematik.
Sie steht zwischen den Hauptrangstufen Ordnung und Gattung. Direkt über der Familie kann die Überfamilie stehen, unter ihr die Unterfamilie (lateinisch:Subfamilia).
In der Zoologie besteht die Konvention, dass der wissenschaftliche Familienname auf -idae endet (z. B. Laufkäfer: Carabidae).
In der Botanik dagegen endet die Familienbezeichnung meist auf -aceae (zum Beispiel Korbblütengewächse: Asteraceae). Vielfach leiten sich ihre Bezeichner von besonders bekannten Gattungen der Familie ab (zum Beispiel bei den Liliengewächsen Liliaceae), aber auch morphologische Besonderheiten der Familie können namensgebend sein (so bei den Lippenblütengewächsen Labiatae).
Kategorie:Taxonomie
als:Familie (Biologie)
ms:Famili
Alligatoren
Die Alligatoren sind eine Familie der Krokodile. Ihr Leben und ihr Stoffwechsel verlaufen langsamer als bei ihren Verwandten, den Echten Krokodilen, auch ihre restliche Entwicklung ist im Vergleich zum Krokodil stark verlangsamt. Durch diese ruhigere Lebensweise werden sie jedoch doppelt so alt wie ihre Verwandten.
Die natürlichen Lebensräume der Alligatoren sind Amerika (Mississippi-Alligator) und die Volksrepublik China (China-Alligator). Während der China-Alligator nur maximal 1,8 Meter lang werden kann, beträgt die Höchstlänge bei den Mississippi-Alligatoren bis zu sechs Meter. Beide leben bevorzugt in Sümpfen und Seen, aber auch in Flüssen und fressen alles, was sie erwischen. Die Alligatormutter ist bei ihren bis zu 70 Eiern sehr fürsorglich, die sie auf ein Mal ausbrüten kann. Sie bewegt sich zehn Wochen lang nur wenige Meter vom Hügel aus Schlamm und Blättern weg, in den sie die Eier gelegt hat. Nachdem die kleinen, ungefähr 20 Zentimeter langen Alligatoren geschlüpft sind, trägt sie die Mutter ans Wasser, wo sie die nächsten Monate zusammen verbringen.
Der Bestand der Alligatoren war sehr gefährdet, als Taschen und Kleidungsstücke aus Krokodilleder Mode wurden. Alligatoren stehen seitdem sowohl in China, als auch in Amerika unter Schutz und mittlerweile wächst auch der Bestand wieder stark.
Arten
- Alligatoridae
- Alligator floridiensis - Florida-Alligator
- Alligator mississippiensis - Mississippi-Alligator
- Alligator sinensis - China-Alligator
- Caiman crocodilus - Krokodilkaiman
- Caiman latirostris - Breitschnauzenkaiman
- Caiman yacare - Brillenkaiman
- Melanosuchus niger - Mohrenkaiman
- Paleosuchus trigonatus - Keilkopf-Glattstirnkaiman
- Paleosuchus palpebrosus - Brauen-Glattstirnkaiman
Die genauen Verwandtschaftverhältnisse der Alligatoren untereinander und zu anderen Gruppen innerhalb der Krokodile sind bislang weitgehend ungeklärt, eine akzeptierte Hypothese ist hier wiedergegeben.
Alligatoren (Alligatoridae)
|-- Echte Alligatoren (Alligatorinae)
|-- Kaimane (Caimaninae)
|--Glattstirnkaimane (Palaeosuchus)
'--N. N.
|-- Echte Kaimane (Caiman)
'-- Mohrenkaimane (Melanosuchus)
Kategorie:Krokodile
Gaviale
Die Gaviale (Gavialidae) sind eine Familie der Krokodile (Crocodilia), der einzige heute lebende Vertreter ist der Gangesgavial (Gavialis gangeticus) im Norden des indischen Subkontinents. Das als Sunda-Gavial (Tomistoma schlegelii) bezeichnete Tier ist ein Vertreter der Echten Krokodile (Crocodylidae) und erhielt den Namen aufgrund der ebenfalls sehr langen und schmalen Schnauze.
Merkmale
Das Hauptmerkmal der fossilen und rezenten Gaviale ist der Aufbau der Knochen im Schädel. Dabei stoßen, anders als bei den anderen Krokodilen, die Nasenbeine (Nasalia) nicht mit den Prämaxillaren zusammen. Der heute noch lebende Gangesgavial wird bis zu 6,50 Meter lang. Kennzeichnend ist die lange schmale Schnauze mit einer Vielzahl von schmalen Zähnen, wobei die Zähne des Ober- und die des Unterkiefers versetzt stehen und bei geschlossenem Maul ineinander greifen.
Verbreitung
Der Gangesgavial lebt ausschließlich in den Flüssen des nördlichen indischen Subkontinents. Fossile Funde von Gavialen derselben und anderer Gattungen gibt es allerdings seit dem Miozän auch aus Nord- und Südamerika, Afrika und anderen Teilen Asiens. Hierzu gehören die Arten der Gattungen Sarcosuchus und Rhamphosuchus.
Literatur
- Charles A. Ross (Hrsg.): Krokodile und Alligatoren - Entwicklung, Biologie und Verbreitung, Orbis Verlag Niedernhausen 2002
- Joachim Brock: Krokodile - Ein Leben mit Panzerechsen, Natur und Tier Verlag Münster 1998
Kategorie:Krokodile
Afrika
Afrika ist mit einer Fläche von 30,3 Mio. km² (22 % der gesamten Landfläche der Erde) nach Asien und Amerika der drittgrößte Kontinent und damit ungefähr dreimal so groß wie Europa. Die etwa 906 Mio. Einwohner (Stand Mitte 2005) machen 14 % der gegenwärtigen Weltbevölkerung aus, wobei dieser Anteil durch die hohen Geburtenraten in den nächsten Jahrzehnten vermutlich noch steigen wird. Afrika ist im Norden vom Mittelmeer, im Westen vom Atlantik, im Osten vom Indischen Ozean und dem Roten Meer umgeben. Die Sahara teilt den Kontinent in das hauptsächlich von Arabern bewohnte Nordafrika und das subsaharische Afrika (Schwarzafrika). Geprägt wird der Erdteil von der kulturellen Vielfalt seiner unzähligen Völker, dem Erbe des Kolonialismus, den Folgen der extremen Armut weiter Teile der afrikanischen Bevölkerung sowie dem aktuellen Bemühen, Afrikas Marginalisierung in vielen Bereichen zu überwinden und nachhaltige Lösungen für seine zahlreichen Probleme zu finden.
Etymologie
Im Altertum bezeichnete Africa nur das Gebiet des heutigen Tunesien, der Kontinent wurde Libyen genannt. Der Name wurde vom römischen Senator und Feldherrn Scipio Africanus (Eroberer Karthagos) erstmals verwendet und könnte von einem einheimischen Stamm abgeleitet sein oder auf dem phönizischen afar („Staub“), dem griechischen aphrike („unkalt“), dem lateinischen aprica („sonnig“) oder dem lateinischen Wort Afer (Plural: Afri) beruhen, was soviel wie „Afrikaner, Punier“ bedeutet.
Geographie
Lage
Afrika wird im Westen vom Atlantik, im Osten vom Indischen Ozean und dem Roten Meer und im Norden vom Mittelmeer begrenzt. Die Küstenlänge beträgt 30.490 km, was gemessen an der großen Fläche relativ wenig ist. Die einzige Landverbindung zu anderen Festlandmassen, bzw. zu Asien, bildet der Sinai, der zwischen Afrika und der Arabischen Halbinsel liegt. Europa liegt Afrika an der Straße von Gibraltar und der Straße von Sizilien am nächsten.
Der afrikanische Erdteil ist nur wenig gegliedert; er hat weniger Inseln und Halbinseln als alle anderen Kontinente. Die weitgehend unbesiedelte Sahara trennt das zum Mittelmeerraum gehörende Nordafrika vom südlich gelegenen Schwarzafrika (subsaharisches Afrika).
Der kleinste Staat auf dem Festland, Gambia, ist etwa so groß wie Zypern und der größte, Sudan, ungefähr acht mal so groß wie Deutschland. Die größte Insel ist Madagaskar, die vor der Südostküste Afrikas im Indischen Ozean (Indik) liegt. Die Kanarischen Inseln im Nordwesten und die Städte Ceuta und Melilla zählen zu Spanien und damit zur Europäischen Union.
Gebirge und Berge
Dies sind die 5 höchsten Gebirge bzw. Bergmassive mit ihrem jeweils höchsten Berg in Afrika:
Außerdem zählt der Atlas mit dem Toubkal (4.165 m ü. NN) in Marokko, der Mount Meru (4.562,13 m), ein Inselberg in Tansania, und der Kamerunberg (4.095 m), ein Inselberg in Kamerun, zu den höchsten Gebirgen, Bergmassiven bzw. Bergen des Kontinents.
Gewässer
Flüsse
Der längste Strom Afrikas, der zugleich den längsten der Erde darstellt, ist der Nil (6.671 km). Danach folgen der Kongo (4.374 km), welcher der wasserreichste des Kontinents ist, der Niger (4.184 km) und der Sambesi (2.736 km).
Seen
Die größten Seen Afrikas sind der Viktoriasee (68.870 km²), der nach dem Kaspischen Meer und dem Oberen See der drittgrößte See der Erde ist, der Tanganjikasee (32.893 km²) und der Malawisee (29.600 km²). Die beiden letzteren sind auch mit 1.470 m (und damit zweittiefster der Erde) und 706 m die tiefsten Seen in Afrika.
Stauseen
Die größten Stauseen bzw. Wasserspeicher Afrikas sind das Viktoria-Reservoir, welcher der flächen- (68.870 km²) und volumenmäßig (204,8 Milliarden m³) größte Stausee der Erde ist, der Volta-Stausee (8.482 km²; 153 Mrd. m³) und der Kariba-Stausee (5.580 km²; 180,6 Mrd. m³).
Geologie
Im Norden Afrikas zieht sich das Atlas- oder Maghreb-Gebirge durch die Staaten Marokko, Algerien und Tunesien, das zusammen mit den Alpen im Zuge der Annäherung der afrikanischen an die eurasische Platte entstanden ist.
Durch den Osten Afrikas zieht sich der Große Afrikanische Grabenbruch, welcher die Fortsetzung des Grabenbruchs unter dem Roten Meer ist und auf eine Abspaltung des Horns von Afrika und Arabiens vom Rest Afrikas hindeutet. Der dabei entstehende Vulkanismus hat unter anderem das Kilimandscharo-Massiv, das höchste Bergmassiv Afrikas, das Ruwenzori-Gebirge und das Mount-Kenya-Massiv geschaffen. Im weiteren Verlauf des Grabenbruchs liegen Rudolfsee, Kiwusee, Tanganjikasee und Malawisee sowie der Unterlauf des Sambesi.
Klima und Natur
Durch seine Lage beiderseits des Äquators und seine kompakte Form besitzt Afrika die größte zusammenhängende Landmasse der Tropen. 75 % der Fläche Afrikas liegen innerhalb der Wendekreise, die die mathematische Tropengrenze bilden. Der größte Teil Zentral- und Westafrikas ist von tropischem Regenwald bedeckt; das Kongobecken ist nach Amazonien das zweitgrößte Regenwaldgebiet der Erde. Um die Wendekreise sind große Wüsten entstanden; die Sahara im Norden wird nur durch die Flussoase des Nils unterbrochen, im Süden befinden sich die Namib als Nebelwüste und die Kalahari als Trockensavanne. Im Bereich zweier jährlicher Niederschlagsmaxima breiten sich die Trockenwälder und Feuerökosysteme aus, beispielsweise Mopane, Miombo oder Chipya-Vegetation. Südostafrika ist durch den Einfluss des Monsun und die großen Täler von Sambesi und Limpopo fruchtbarer.
Bevölkerung
Völker
Im Norden Afrikas lebten schon Jahrtausende vor der Ankunft der Araber um das 7. Jahrhundert herum berberische Völker. Diese leben seitdem vor allem in den gebirgigen Regionen des Maghreb, wo sie vor den arabischen Invasoren Zuflucht fanden, um sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte aber deutlich mit jenen zu durchmischen und eine eigene maghrebinische Kultur zu schaffen, die einige Unterschiede zur übrigen arabischen Welt aufweist, beispielsweise in der Sprache. Auch die Völker Nordostafrikas, wie z.B. die Amharen sind semitische Völker. Südlich der Sahara, die von den nomadisierenden Tuareg bewohnt ist, leben einige Tausend verschiedene schwarzafrikanische Völker. Von den westafrikanischen sind die Mande- und Voltaic-Völker zu nennen. Hausa und Yoruba leben im östlichen Westafrika, Wolof und Fulbe im westlichen Teil. In Zentral- und Ostafrika sind die Bantu beheimatet, eine aus zahlreichen Völkern bestehende Gruppe. Die Khoisan-Völker zählen zu den am längsten in Afrika ansässigen Ethnien. Größte Gruppe von im Zuge der Kolonialisierung eingewanderten Menschen sind die Buren in Südafrika. Moderne Migrationsbewegungen haben Libanesen nach West- sowie Inder und Chinesen nach Ostafrika gebracht.
Siehe auch: Liste der afrikanischen Völker
Religion
In Nordafrika, Ostafrika und Westafrika ist der Islam weit verbreitet. Mehr als 41 % aller Afrikaner (darunter in Nordafrika Araber) gehören dem Islam an.
Daneben gibt es vor allem in West- und Südostafrika eine große Anzahl derer, die Animismus praktizieren. Man schätzt das weitere 10 % der Afrikaner dem Animismus anhängen.
Die restlichen rund 48 % gehören christlichen Konfessionen an (u.a Kopten)
Die Mehrheit der afrikanischen Christen lebt im Süden Afrikas. Eine Sonderrolle spielt die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche, da in Äthiopien das Königreich Axum als erstes Land der Welt im dritten Jahrhundert das Christentum zur Staatsreligion machte. Außerdem sind unter den nicht-afrikanischen Minderheiten auch Bahai, Judentum, Hinduismus und Buddhismus verbreitet.
Sprachen
Hauptartikel: Afrikanische Sprachen
Insgesamt gibt es über 2000 eigenständige afrikanische Sprachen von denen rund 50 als größere Sprachen gelten, die jeweils von über einer Million Menschen gesprochen werden. Einige der wichtigsten afrikanischen Sprachen sind Swahili, Hausa und Fulbe. Die ehemaligen Kolonialsprachen Englisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Italienisch und Deutsch, Niederländisch(Afrikaans) werden vielerorts noch heute gesprochen.
Zu den afroasiatischen Sprachen gehören Arabisch, Hausa und Amharisch, zu den nigerkordofanischen Sprachen zählen Bambara, Swahili, Wolof, Yoruba und Zulu. Die Khoisan-Sprachen werden von den gleichnamigen Völkern im Südlichen Afrika gesprochen; charakteristisch für sie sind Klicklaute. Auf Madagaskar werden Austronesische Sprachen wie Malagasy, Howa (Dialekt des Merina) und andere Merina-Dialekte.
Städte
Die größte Stadt Afrikas ist Kairo in Ägypten mit 15.100.000 Einwohnern.
Siehe auch: Liste der größten Städte Afrikas
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Afrikas
Die ältesten bisher bekannten menschlichen Lebensspuren fanden sich in Ostafrika. Es gilt als fast sicher, dass sich sowohl die primitiveren Menschenarten als auch der Homo sapiens von dort über die Welt ausgebreitet haben.
Im Niltal in Nordafrika befand sich mit Ägypten eine der ersten Hochkulturen. Von dort breitete sich der Ackerbau schon früh nach Sudan und andere Gebiete Afrikas aus. Mangels schriftlicher Aufzeichnungen ist darüber aber noch wenig bekannt.
Nordafrika war durch das Mittelmeer mit Europa und Vorderasien eher verbunden als getrennt. Karthago, eine Gründung der Phönizier im heutigen Tunesien, war um die Mitte des 1. Jahrtausend v. Chr. die herrschende Großmacht im westlichen Mittelmeer, bis sie in den Punischen Kriegen von Rom abgelöst wurde. Dieses herrschte ab 30 v. Chr. (Eroberung Ägyptens) über ganz Nordafrika.
Schon die alten Ägypter (Königin Hatschepsut) unternahmen Fahrten nach Punt, wahrscheinlich im heutigen Somalia. Auch das Reich der Königin von Saba, welches wohl in Südarabien sein Zentrum hatte, soll sich über Teile des Horns von Afrika bis in den Norden Äthiopiens erstreckt haben. Die Herrscher Äthiopiens führten ihre Abstammung auf die Königin von Saba zurück. Herodot berichtet, dass um 600 v. Chr. karthagische Seeleute im Auftrag des Pharao Necho in drei Jahren Afrika vom Roten Meer bis zur Nilmündung umfahren hätten. Da er davon berichtet, sie hätten behauptet, die Sonne „zu ihrer Rechten“, also im Norden, gesehen zu haben, gilt dieser Bericht als glaubwürdig. Sicher ist die Fahrt des karthagischen Admirals Hanno um 500 v. Chr., der von Südspanien aus mindestens bis Sierra Leone kam.
Während der Völkerwanderung eroberten die Wandalen das römische Nordafrika von Marokko bis Libyen. Schon vor der Hedschra wanderten arabische Stämme nach Nordafrika ein. Mit dem Siegeszug des Islam wurde Ägypten 641, Marokko 670 erobert. In den folgenden Jahrhunderten wurde Nordafrika praktisch vollständig islamisiert, der Sahel, West- und Ostafrika zumindest teilweise.
Sahel]
Sahel]
1250 richtete sich der Sechste Kreuzzug gegen Ägypten (die anderen Kreuzzüge richteten sich gegen Palästina). Zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert entwickelten sich im Gebiet des heutigen Mali mehrere mächtige, unabhängige Königreiche. Im 15. Jahrhundert wurde die Westküste Afrikas von Portugal aus erforscht. Portugal und Spanien errichteten im 15. und 16. Jahrhundert erste Stützpunkte an der Nordküste.
Nach der Entdeckung Amerikas war Afrika für die Europäer hauptsächlich als Quelle für Sklaven interessant. Ein erheblicher Anteil der Bevölkerung von Brasilien, Haiti und anderen Inseln der Karibik, aber auch der USA sind afrikanischer Abstammung. Zum Zweck des Sklavenhandels wurden Forts an den Küsten errichtet, den Transport aus dem Binnenland übernahmen meist einheimische Königreiche. In Ostafrika waren bis ins 17. Jahrhundert arabische Händler vorherrschend. Das Innere des Kontinents war den Europäern weitestgehend unbekannt. Erste Forschungsreisen unternahmen Ende des 18. Jahrhunderts von der Association for Promotion the Discovery of the Interieur of Africa (Africa Association, London) ausgesandte Männer verschiedener Nationalitäten.
Nach der industriellen Revolution und dem Verbot des Sklavenhandels 1807 wurde Afrika eher uninteressant. Erst mit dem Aufkommen des Imperialismus wuchs das Interesse der europäischen Großmächte am dunklen Kontinent und der Wettlauf um Afrika führte innerhalb von weniger als 20 Jahren zur Besetzung fast des gesamten Kontinents. Auf der Kongokonferenz in Berlin wurde 1884/85 der größte Teil Innerafrikas zwischen den europäischen Mächten aufgeteilt, bis 1912 verloren die meisten afrikanischen Völker ihre Freiheit. Unabhängig blieben nur Liberia, eine Siedlungskolonie freigelassener nordamerikanischer Sklaven, sowie das alte Reich Abessinien (heute Äthiopien), welches allerdings kurz vorm 2.Weltkrieg 1936 durch Hilfe aus dem nationalsozialistischem Deutschland (Giftgas und Artillerie) von Italien für ca. fünf Jahre annektiert wurde. Im Ersten Weltkrieg waren die deutschen Kolonien Kriegsschauplatz, viele Afrikaner kämpften auch in Europa. Im Zweiten Weltkrieg fanden Kämpfe vor allem in Nordafrika und am Horn von Afrika statt.
Zweiten Weltkrieg
Im Zuge der Dekolonisation Afrikas wurden mehrere Staaten in den 1950er Jahren unabhängig. 1960 gilt als das Jahr der afrikanischen Unabhängigkeit, da der Großteil der französischen Kolonien in diesem Jahr in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Als letzte europäische Besitzung auf dem Festland wurde Dschibuti 1977 unabhängig. In Südafrika ist die schwarze Bevölkerungsmehrheit erst seit 1994 an der Regierung. Einige Inseln gehören bis heute verschiedenen europäischen Staaten.
Durch die künstlichen Grenzen der Kolonialzeit haben die meisten afrikanischen Staaten kein Nationalgefühl entwickeln können. Dies und die einseitige Ausrichtung der Wirtschaften auf Exportartikel führten u.a. dazu, dass die politische Lage in den meisten Staaten instabil ist und autoritäre Regime vorherrschen. Dadurch fällt ein großer Teil der natürlichen Reichtümer des Kontinents der Korruption zum Opfer beziehungsweise wird von internationalen Konzernen abgeschöpft. Verbunden mit unterentwickelter Infrastruktur, klimatischen Problemen, hohem Bevölkerungszuwachs und in neuerer Zeit sehr hohen Aids-Raten führt dies dazu, dass fast ganz Afrika der Dritten Welt angehört.
Politik
Mit der Gründung der Afrikanischen Union (AU) soll ein neues Kapitel in der afrikanischen Politik eingeschlagen werden; Eigenverantwortung, gegenseitige Kontrolle, gute Regierungsführung sollen die afrikanische Renaissance ermöglichen.
Gliederung
- Nordafrika
- Westafrika
- Ostafrika
- Zentralafrika
- Südliches Afrika
Wirtschaft
Hauptartikel: Wirtschaft Afrikas
Weite Teile der Wirtschaft im mittleren und südlichen Afrika sind auf den Export ausgerichtet (z. B. Bananenplantagen, Tropenhölzer, Gold- und Diamantenminen, Kakaoplantagen). Daneben gibt es in den Städten größere Industrie- und kleinere Handwerksbetriebe, die unter anderem für den Eigenbedarf produzieren. Auf dem Lande herrscht oft Selbstversorgungswirtschaft, beispielsweise Anbau von Maniok und Batate, Fischerei, Tierzucht. Außerdem ist in manchen Gegenden der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle (z. B. Safari).
In den Staaten Nordafrikas bringt vor allem die Förderung von Erdöl und Erdgas Einnahmen. Daneben gibt es am Nil und in einigen fruchtbaren Gebieten Landwirtschaft. Die Nil-Staudämme werden zur Stromerzeugung genutzt.
Exportartikel
- Kakao: etwa 70% Weltmarktanteil
- Diamanten: etwa 50% Weltmarktanteil
- Gold: etwa 25% Weltmarktanteil
- Erdöl: etwa 10% Weltmarktanteil
Kultur
Kino
Hauptartikel Afrikanisches Kino
Filme wurden in Afrika seit der Erfindung des Kinos, darunter ethnographische Filme und kolonialistische Propagandafilme, gedreht. Eine eigene Filmindustrie entwickelte sich insbesondere in Ägypten. In den Ländern südlich der Sahara konnte sich eine eigenständige Produktion erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickeln. Als „Vater“ des afrikanischen Kinos gilt Ousmane Sembène. Das afrikanische Autorenkino hat es schwer, die afrikanischen Zuschauerinnen und Zuschauer zu erreichen, da die kommerziellen Kinos nach dem Blocksystem Filme einkaufen und überwiegend Hollywoodfilme und indische Produktionen zeigen. Wo das afrikanische Publikum jedoch Gelegenheit hat, afrikanische Filme zu sehen, wie beim panafrikanischen Filmfestival FESPACO in Ouagadougou (Burkina Faso) zeigt es lebhaftes Interesse. Zur Finanzierung und Produktion sind afrikanische Filmemacherinnen und Filmemacher vielfach immer noch auf europäische Institutionen angewiesen. Eine kommerziell rentable Videoproduktion hat sich in Nigeria entwickelt.
Weitere bekannte Regisseurinnen und Regisseure u.a.: Souleymane Cissé, Safi Faye, Anne-Laure Folly, Med Hondo, Djibril Diop Mambéty.
Zeitschrift: Écrans d'Afrique
Literatur
Hauptartikel: Afrikanische Literatur
Zu den wichtigsten afrikanischen Autoren gehören der Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka und der mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnete Chinua Achebe, der „Vater“ der afrikanischen Literatur.
Weitere bedeutende Autoren sind u.a.:
Chinua Achebe (Nigeria), Mobolaji Adenubi (Nigeria), Ama Ata Aidoo (Ghana), Amadou Hampâté Bâ, Francis Bebey (Kamerun),
Mongo Beti (Kamerun), Steve Chimombo (Malawi), Mia Couto (Mosambik), Amma Darko (Ghana), E.B. Dongala (Volksrepublik Kongo), Naruddin Farah (Somalia), Nadine Gordimer (Südafrika), Bessie Head (Südafrika/Botswana), Lília Momplé (Mosambik), Grace Ogot (Kenia), Ben Okri (Nigeria), Ousmane Sembène (Senegal), Ngugi wa Thiong'o (Kenia), Yvonne Vera (Zimbabwe), Naguib Mahfouz (Ägypten, Literaturnobelpreis 1988), Tayeb Salih (Sudan), John M. Coetzee (Südafrika, Literaturnobelpreis 2003), Waris Dirie (Somalia), Damon Galgut (Südafrika)
Siehe auch: Arabische Literatur
Kunst
Hauptartikel: Afrikanische Kunst
Afrikanische Kunst
Afrikanische Kunst
Musik
Hauptartikel: Afrikanische Musik, Afrikanischer Tanz
Für die meisten afrikanischen Musikkulturen ist Gesang die wichtigste Musik. Viele afrikanische Kulturen haben Tonsprachen, das heißt Sprachen, in denen die Tonhöhe zur Unterscheidung von Bedeutung benutzt wird; dies hat zum Teil erheblich Konsequenzen zum Beispiel dadurch, dass mit auf Instrumenten gespielten Tonfolgen bedeutungsvoller und für die Zuhörer verständlicher Text gespielt werden kann. Aber auch, dass Tonfolgen in Vokalmusik dem Sprachton unterworfen sein können. Über afrikanische Musik kann man nicht sprechen ohne den Tanz einzuschließen. Viele afrikanische Sprachen haben ein Wort für die beiden in „westlicher“ Kultur zumeist unterschiedenen Konzepte. Historische Forschungen haben gezeigt, dass afrikanische Musikkulturen niemals statisch sondern im Gegenteil überaus dynamisch waren und sind.
Verschiedene Tonsysteme, Musiken in Verknüpfung mit Kult, Repräsentation, dörflichen Festen, städtischer Unterhaltung, seit Anfang des 20. Jahrhunderts eine kommerzielle Musik-Industrie (Schellack-Platten) existieren jeweils unter lokal verschiedenen Bedingungen und sorgen so für eine große Diversität afrikanischer Musik.
Eine grobe Einteilung in Stilgebiete unterscheidet den Khoisanid geprägten Süden vom Bantusprachigen Zentralafrika, und den mehr oder weniger islamisch beeinflussten Regionen Ost- wie Westafrikas.
Philosophie
Hauptartikel: Afrikanische Philosophie
Philosophische Inhalte werden zum Großteil noch immer über nicht-schriftliche Medien, wie beispielsweise mündlicher Überlieferung, vermittelt, da die meisten afrikanischen Völker keine Schriftform entwickelten. Dementsprechend schwierig gestaltet sich der Umgang mit dem philosophischen Erbe Afrikas. Amadou Hampâté Bâ drückte es einmal so aus; es verbrenne immer eine ganze Bibliothek, wenn ein Alter stirbt. Dichter wie Ngugi wa Thiong'o schreiben zudem aus Protest gegen den ihrer Meinung nach eurozentristischen Blick hiesiger Wissenschaften und aufgrund ihres Zielpublikums in ihrer eigenen Sprache, für die oft noch keine Schriftform existierte. Schriftformen wurden erst in den letzten Jahrzehnten, auch unter europäischer Mithilfe entwickelt. Philosophen und Theoretiker sind einem europäischen Publikum meist aus dem Zusammenhang kultureller Befreiungsversuche bekannt.
Siehe auch: Postkolonialismus, Literaturliste zur afrikanischen Philosophie
Medien
Zeitschriften in Afrika
Zeitschriften im deutschsprachigen Raum
- [http://www.Africa-Live.de/ AFRICA live]
- Africa positive
- [http://www.theafricancourier.de/ The African Courier]
Organisationen
Politische Organisationen
- Afrikanische Union (AU, früher OAU)
Wirtschaftliche Organisationen
- Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion
- Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion
- Economic Community of West African States
Andere
- CAF Afrikanischer Fußballverband
Literatur
Einführungen und Handbücher
- Jacob E. Mabe (Hrsg.): Das Afrika-Lexikon. Ein Kontinent in 1000 Stichwörtern. Metzler, Stuttgart 2004, ISBN 3476020460 (Dieses Lexikon enthält einige nützliche Artikel; heikle Themen wie die Unterstützung zahlreicher afrikanischer Diktaturen durch Frankreich und die USA werden jedoch ausgespart)
- Julius Wagner, Willy Eggers (Hrsg.): Harms' Handbuch der Erdkunde. Band 5: Afrika. 9. neubearbeitete Auflage. List, München 1973
- Christoph Plate, Theo Sommer (Hrsg.): Der bunte Kontinent. Ein neuer Blick auf Afrika. DVA, Stuttgart München 2001
- Bartholomäus Grill: Ach, Afrika. Berichte aus dem Inneren eines Kontinents. Siedler Verlag, Berlin 2003
Gesamtdarstellungen
- Jacques Maquet, Herbert Ganslmayr: Afrika. Die schwarzen Zivilisationen. Kindler, München 1985
- John Iliffe: Geschichte Afrikas. C.H. Beck, München 1997
- Joseph Ki-Zerbo: Die Geschichte Schwarz-Afrikas. Fischer, Frankfurt am Main 1993
Spezielle Aspekte
- Susan Arndt (Hrsg.): AfrikaBilder. Studien zu Rassismus in Deutschland. Unrast Verlag, ISBN 3-89771-407-8
- Susan Arndt, Antje Hornscheidt (Hrsg.): Afrika und die deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. Unrast Verlag 2004, ISBN 3-89771-424-8
- Gerhard Hauck: Gesellschaft und Staat in Afrika. Brandes & Apsel, Frankfurt am Main 2001
- Ryszard Kapuściński: Afrikanisches Fieber. Erfahrungen aus vierzig Jahren. (Heban, Polen 1998; dt. Ausgabe Berlin: Eichborn 1999, als Taschenbuch: ISBN 3492232981)
- Ngugi wa Thiong'o: Moving the Centre. Essays über die Befreiung afrikanischer Kulturen. Münster 1995, ISBN 3-928300-27-X
Siehe auch
Neokolonialismus, Bevölkerungszahlen Afrikas, Afrikanische Völker, Afrikanische Kultur, Afrikanische Union (AU), Afrikanische Küche, Liste der größten Städte Afrikas, Liste der afrikanischen Universitäten
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/aussenpolitik/regionalkonzepte/afrika/index_html Afrikapolitik des deutschen Auswärtiges Amtes]
- [http://www.bpb.de/themen/2MDWSY,0,Afrika.html Schwerpunkt Afrika bei der Bundeszentrale für politische Bildung]
- [http://www.afrika-start.de Afrika-Start.de - aktuelle deutschsprachige Informationen über Afrika]
- [http://www.afrika-heute.de/ AFRIKA-HEUTE.DE - Tagesaktuelle Nachrichten, Analyse, Hintergrundinformationen rund um Afrika]
- [http://www.africa-live.de/ AFRICA live - deutsches Afrikamagazin mit tagesaktuellen Nachrichten]
- [http://www.pbs.org/wnet/africa/ Afrikafeature des Senders PBS (englisch)]
- [http://allafrica.com/ allafrica.com - Nachrichtensite zu Afrika (englisch)]
- [http://afrika.heim.at/Afrika.htm Website über Afrika]
- [http://www.weltkarte.com/afrika/indexindex.htm Landkarten von Afrika]
- [http://www.pygmies.info/ Afrikanische Pygmäen] Kultur und fotos der ersten Einwohner von Afrika
- [http://www.afrikafoto.de/ Afrika Fotos - 36 Fotos aus acht afrikanischen Staaten]
- [http://www.ify.ch/africa/ Links zu afrikanischen Staaten, internationalen Organisationen und Websites mit Afrikabezug]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Regional/Afrika/ ODP-Linkverzeichnis zu Afrika]
Kategorie:Kontinent
ja:アフリカ
ko:아프리카
ms:Afrika
simple:Africa
th:ทวีปแอฟริกา
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Ozeanien
Ozeanien oder Austronesien ist die Bezeichnung für eine kulturelle und wirtschaftliche Zusammenfassung der Inselwelt des Pazifik zu einem Kontinent. Diese Definition ist geografisch wie tektonisch unrichtig, da die betroffenen Gebiete sowohl auf der australischen Platte, dem Asiatischen Kontinentalsockel sowie dem Amerikanischen Festlandsockel liegen.
Als kultureller Kontinent betrachtet ist er der kleinste an Landmasse und der zweitkleinste im Bezug auf die Bevölkerung.
Eine Besonderheit ist, dass kein Staat Ozeaniens eine Festlandgrenze besitzt und daß mit Ausnahme Papua-Neuguineas (zu Indonesien) kein anderer Staat auch nur eine Landgrenze auf einer Insel hat.
Begriff
Ozeanien
Der Umfang des zu Ozeanien gehörenden Gebietes wird verschieden definiert. In einer engeren Definition gehören nur Polynesien (mit Neuseeland), Melanesien (mit Neuguinea) und Mikronesien zu Ozeanien. Diese Einschränkung basiert vor allem auf dem gemeinsamen kulturellen Ursprung.
In einer weiteren, heute üblicheren werden auch Australien und der indonesische Archipel (mit Indonesien, Brunei und Ost-Timor) hinzu gezählt.
Ihre eigentümliche Nomenklatur verdankt das Gebiet der augenscheinlichen Distanz zu anderen Kontinenten. Um die kulturelle Identität der Ureinwohner der Pazifikwelt in einem Begriff zu vereinen, entstand vormals die Bezeichnung Austronesien für die von Maori und polynesischen Völkern bewohnten Südseeinseln. Nach und nach wurde der Terminus auf andere Gebiete erweitert.
Transozeanien
Maori
Im Englischen ist zusätzlich der Begriff Transozeanien gebräuchlich. Dieser Terminus entstand vor allem aus wirtschaftlichen Gründen in Australien und Neuseeland und bezeichnet ein Gebiet vom Norden Australiens über Indonesien bis zur Südgrenze der Philippinen und dem äussersten Westen der pazifischen Inseln. Hierbei geht es um eine typische Handelsroute zwischen dem Technologiestandort Australien und den besonders armen Zulieferern von Arbeitswaren. Besonders als Standort für Billigproduktion sind Indonesien und die Philippinen sehr beliebt.
Geografie
Tektonik
Indonesien
Aus geografischer Sicht kann man bei Ozeanien nicht von einem Kontinent sprechen. Die meisten, der heute zu Ozeanien gezählten Gebiete, liegen auf der Australischen Platte oder der pazifischen Platte. Die schwammige Begriffsdefinition führt dazu, das auch Inselgruppen der Nazcaplatte und der Eurasischen Platte zu Ozeanien gezählt werden.
Die Inseln und Archipels sind durchgehend vulkanischen Ursprungs, sieht man von Australien, dem indonesischen Archipel und Neuseeland ab.
Diese Tatsache wird dem Pazifischer Feuerring zugeschrieben, der Plattennarbe, die die Pazifische Platte umgibt. Dieser ist das vulkanisch aktivste Gebiet der Erde und stellt alleine 65% aller aktiven Vulkane der Erde.
Politische Unterteilung
Unabhängige Gebiete
- Australien
- Fidschi
- Kiribati
- Marshallinseln
- Mikronesien
- Nauru
- Neuseeland
- Palau
- Papua-Neuguinea
- Salomonen
- Samoa
- Tonga
- Tuvalu
- Vanuatu
Abhängige Gebiete
- USA: Hawaii, Guam, Nördliche Marianen, Amerikanisch-Samoa
- Frankreich: Französisch-Polynesien, Neukaledonien, Wallis und Futuna
- Großbritannien: Pitcairninseln
- Chile: Osterinsel
- Australien: Norfolkinsel
- Neuseeland: Cookinseln, Niue, Tokelau
- Indonesien: West-Papua
Bevölkerung
Klima
Die tropisch- bis subtropischen Pazifikinseln Ost-Ozeaniens bieten ganzjährig wenig Abwechslung und beherbergen durch ihr feuchtheisses Klima eine Vielzahl an Regenwaldformen. Die niederschlagsreichen Winter im Osten und der Monsun im Nordwesten (Indonesien, Queensland) heben das Jahresmittel hier deutlich an.
Eine Ausnahme ist hier Australien mit Tasmanien und Neuseeland. Während im Süden Australiens und Neuseeland warmgemäßigtes Klima vorherrschend ist, bietet der Rest Australiens fast jede Klimazone. Die Wüstengebiete im Zentrum und die tropischen Zonen Nordaustraliens sind zwei typisch-australische Extreme.
Tasmanien ist als der Kältepol Ozeaniens zu bezeichnen. Zwar liegt die Insel auf demselben Breitengrad wie auf der nörlichen Hemisphäre Südfrankreich bis Spanien, dennoch ist das Klima hier als kaltgemäßigt zu bezeichnen. Betrachtet man die Durchschnittstemperaturen von winterlichen -10,5 bis 0,5 °C und im Sommer 9 - 19,0 °C so zeichnet sich hier ein deutlicher Unterschied zum Rest Ozeaniens ab.
Wirtschaft
Betrachtet man die weitestverbreitete Begriffsdefinition, so ist Australien der wirtschaftliche Kern des Kontinents. Mit Neuseeland ist es auch ein international wichtiger Technologiestandort. Die kleineren aufstrebenden Inselstaaten verlagern ihre ökonomische Infrastruktur zunehmend in den Bereich der Dienstleistungen. Der Reiz der pazifischen Südseeinseln ist ein attraktiver Aspekt für den Tourismus, regional hängen bis zu 95% des BIP direkt oder indirekt mit dem Fremdenverkehr zusammen. Die transozeanische Einfuhr von Arbeitswaren ist einerseits eine wirtschaftliche Bremse für die Länder der ersten Welt, sichert aber die Versorgung der abhängigen Kleinststaaten, die nur sehr wenig, hauptsächlich landwirtschaftliche Exportgüter (Arzneirohstoffe, Kokosnüsse) produzieren können.
Als besonders schwierig erweist sich immer wieder der Güterverkehr zwischen den Inseln, der selten mit kleinen Wasserflugzeugen und hauptsächlich mit Frachtschiffen oder Fähren erfolgt. Telekommunikation und Rundfunk sind ebenfalls nur in den wenigen, dichter besiedelten Gebieten ausgebaut. In den abgeschiedeneren Gebieten kommt es vermehrt zu hohen Analphabetenraten (50 % in Wallis und Futuna). Diese, hauptsächlich von indigenen Völkern bewohnten Inseln sind meist politisch abhängige, vergessene Selbstversorgergebiete.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Ozeaniens
Die Ozeanische Geschichte hat ihren Ursprung in den austronesischen Völkern, den Maori, den Polynesiern und den Aborigines. Während Maori und Polynesier vermutlich in Kon Tikis, kleinen Holzbooten aus ausgehöhlten Baumstämmen, die Inselstaaten von norden besiedelten, taten Aborigines das von Südosten.
Die Geschichtsschreibung beginnt mit den Europäern die im 16. Jahrhundert der Entdeckergeist in Richtung Pazifik lockt. Ihre Hautfarbe kommt Ihnen sehr entgegen, unter den Ureinwohnern erzählt man sich von Göttern die vom Meer kommen und weiß sind.
Entsprechend wurden sie von nackten Mädchen empfangen.
16. Jahrhundert
Bis ins 18. Jahrhundert wird Ozeanien nach und nach entdeckt und kartiert. Später ändern sich die Motive der Seefahrer. Die Einheimischen wurden geplündert, ermordet und vergewaltigt. Vor allem die eingeschleppten Krankheiten richteten sie zu tausenden zugrunde.
Auch der Kolonialisierungswettlauf im 18. und 19. Jahrhundert nahm wenig Rücksicht auf die Kultur der Ureinwohner. Vor allem Briten, Spanier, Franzosen, Amerikaner und Deutsche teilten die Territorien untereinander auf.
Der Amerikanisch-Spanische Krieg führte am Ende des 19. Jahrhunderts zu einem wilden Wechsel der Hoheiten über die Pazifikgebiete. Die Niederlage im ersten Weltkrieg zwang Deutschland dazu, seine Kolonien aufzugeben, die unter den Siegermächten aufgeteilt wurden. Der Pazifikkrieg im zweiten Weltkrieg wurde vor allem für die Brutalität seiner Besetzer bekannt, die sich Hauptsächlich gegen die Einheimischen richtete.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begannen die Großmächte, ihre Kolonien in die Unabhängigkeit zu entlassen. Einige behielten sich doch politische Interventionsrechte und militärische Hoheitsrechte vor. Ende des 20. Jahrhunderts wurden auch die kleinen Inselstaaten von der UNO anerkannt.
Ethnien & Kultur
Die Vielvölkersituation
Während im Südwesten (Australien und Tasmanien) Aborigines den kulturellen Grundstein der Gesellschaft legten, besiedelten im Osten und Norden vor allem Polynesier und Maori die Inselwelten Ozeaniens.
Mittlerweile hat die europäisch-westliche Kultur die alten Brauchtümer der Ureinwohner nahezu verdrängt. Durch die starke europäische Besiedelung und der Unterdrückung während des Imperialismus wurden sie zu einer Minderheit von mittlerweile je nach Gebiet 7% (Australien) – 48% (Solomonen). In den meisten Staaten ist es allerdings möglich, sich zu mehreren Volksgruppen zu bekennen. Darüber hinaus sind die Minderheiten ethnologisch erfasst, was dazu führt das die religiöse Zugehörigkeit kaum statistisch belegt ist. Die meisten der ozeanischen Ethnien haben durch den westlichen Einfluss besonders stark unter Identitätsverlust zu leiden. Die Konfrontation mit dem weit verbreiteten Rassismus und der Ausgrenzung, insbesondere was berufliche Chancen betrifft, hat zur Folge, dass der Anteil der Maori, Polynesier und Aborigines in den unteren gesellschaftlichen Schichten überproportional hoch ist, was wiederum zu erhöhten Kriminalitätsraten führt. Ein Umstand, der die Vorurteile der weißen Bevölkerung weiter nährt, und die Kluft zwischen den beiden Gruppierungen weiter ausdehnt. Das Resultat sind zunehmend an Stärke gewinnende politische Rechte.
Von Seiten der regionalen Regierungen wird unter großem internationalen Druck mittlerweile einiges getan um altes Kulturgut zu schützen und die rechtliche Integrität der austronesischen Völker zu verbessern.
Die asiatische Einwanderung stellt eine erhebliche Quote des Bevölkerungswachstum dar. Vor allem Chinesen und Philippiner suchen in den Inselstaaten eine neue Heimat und stellen eine wachsende Minderheit von zirka 8% dar (regional auch wesentlich mehr).
Zu den indigenen Völkern Australiens und Ozeaniens gehören:
- die Ureinwohner des australischen Festlandes und Tasmaniens
- die Aborigines (v.a. in Queensland und New South Wales)
- die Tasmanier (im 19. Jahrhundert ausgestorben)
- verschiedene polynesische Völker des Pazifiks
- die Maori auf Neuseeland
- die Hawaiianer auf Hawaii
- die Melanesier auf Neuguinea (Papua-Neuguinea und Indonesien) und im Pazifik
- die Papuas auf Neuguinea (Papua-Neuguinea und Indonesien) und im Pazifik
- die Mikronesier
- die Nauruer
Kunst
Da unter den indigenen Völkern Ozeaniens keine Schrift bekannt war, spielte Kunst eine sehr große Rolle. Geschichte wurde mit Malerei und Schnitzerei festgehalten und weitergegeben. Besonders Körperschmuck und - malerei waren Ausdruck von Individualismus und Schönheit. Tätowierungen waren vor allem unter den Polynesiern üblich.
Polynesische- und Maori-Kunst
Gestaltung und Bildnerei war sehr eng mit Praxisnutzen verbunden. Zwar stellte man auch rein dekorative Werke her, aber das Hauptaugenmerk künstlerischen Schaffens legte man auf den Schmuck von Alltagsgegenständen.
Die am stärksten vertretene Ausdrucksform der polynesischen Kunst war die Schnitzerei. Meist standen nur primitive Werkzeuge wie scharfe Muscheln und Steine zur Verfügung, mit der allerdings erfahrene Schnitzer erstaunliches leisteten. Von zentraler Bedeutung war die Verzierung der Wakas der Auslegerkanus der polynesischen Völker.
Diese wurden mit besonderem Stolz gezeigt, verloren aber mit der Ankunft der Europäer ob deren großen, modernen Schiffe an Bedeutung.
Später konzentrierte man sich auf die Verzierung der Versammlungshäuser, mit der Gestaltung von Totems rund um den Ahnenkult.
Die hohe gesellschaftliche Anerkennung des Handwerks hatte auch große Ehrerbietung den Künstlern gegenüber zur Folge.
Die europäischen Pazifikfahrer brachten harte, geschmiedete Werkzeuge nach Ozeanien, wodurch es den Polynesiern möglich war, Jade zu bearbeiten. Der wertvolle Bodenschatz wurde zu Schmuck und Werkzeug verarbeitet und ebenfalls reichlich verziert.
Eine weitere Kunstform war die Tätowierung. Mit einer frühen Form der Tätowierung konnte der Status einer Person angegeben werden. Je größer und verschlungener das so genannte Moko war, umso höher war der Rang der Person, die es trug. Mit Hammer und Schlegel wurden die Muster (meist Spiralen oder muschelähnliche Formen) ins Fleisch gestoßen und mit frischem Russ eingerieben.
Den Frauen waren diese Arten der Kunstausübung größtenteils verwehrt. Die einzige standesgemäße Form kreativen Schaffens war für die Frauen das Weben. Die Flachsfasern wurden verschieden eingefärbt und zu komplizierten Mustern verwoben.
Aborigine-Kunst
Jade
Die Aborigines verfügten seit jeher über eine enge Verbundenheit mit der Natur. Dieser Verbundenheit verleihen sie mit einer eigenen Kunstform des Wandmalens Ausdruck.
Unter den Bildern der Aborigines gibt es solche, die eine rituelle Bedeutung haben, die zum Beispiel eine bestimmte Wirkung auf den Gegenstand haben sollen oder einen spirituellen Einfluss auf ihn nehmen sollen, während andere, beispielsweise wertvolle Gegenstände, durch die Kunst einfach nur verziert werden sollen.
Vor allem Bumerangs und Didgeridoos werden zu aufwendigen Kunstwerken bemalt. Als Farben dienten vor allem Ruß, Lehm und Tierblut, die speziell bearbeitet werden, um sie haltbar zu machen.
Gegen Norden verlagert sich auch unter den Aborigines der Gestaltungsschwerpunkt auf die Schnitzerei. Schwere Holzfiguren dienen unter anderem dazu Land zu kennzeichnen, vor Gefahren oder unfruchtbarem Land zu warnen oder auf heilige Orte hinzuweisen.
Siehe auch
- Portal:Ozeanien
- Portal:Australien
- Portal:Neuseeland
- Portal:Nauru
Literatur
- Kaeppler, Adrienne L./ Kaufmann, Christian/ Newton: Ozeanien. Kunst und Kultur. DouglasVerlag, Freiburg, Herder, 1974. ISBN 3451229749
Weblinks
- [http://www.australien.s-cool.org/ Statistiken und Fakten der Staaten Ozeaniens]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Regional/Ozeanien/ Open Directoy Project über Ozeanien]
- [http://www.pacific-pictures.com/ Fotos von Ozeanien]
- [http://www.mdw.frankfurt.de/sammlung/oceania.php Sammlung des MDW-Frankfurt über Ozeanien]
- [http://de.allmetsat.com/bilder/australien-ozeanien.php Interessante Satelittenbilder uvm.]
Kategorie:Kontinent
Kategorie:Australien und Ozeanien
Kategorie:Polynesien
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ko:오세아니아
ms:Oceania
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Südamerika
Südamerika ist mit einer Fläche von 17.843.000 km² und einer Bevölkerung von 355,070,540 der viertgrößte Kontinent der Erde.
1494 wurde Südamerika im Vertrag von Tordesillas von Papst Alexander VI. zwischen Spanien und Portugal aufgeteilt. Der östliche Teil, auf dem sich heute Brasilien befindet, wurde Portugal zugeschlagen, der westliche Spanien.
Deshalb wird in Brasilien heute Portugiesisch gesprochen, während in fast allen anderen südamerikanischen Staaten die Landessprache Spanisch ist. Lediglich in Suriname wird Sranan Tongo (als Lingua franca) und Niederländisch (als offizielle Landessprache), in Guyana Englisch und in Französisch-Guayana, das jedoch kein selbständiger Staat, sondern ein französisches Überseedepartement ist, Französisch gesprochen.
Die heute noch am weitesten verbreiteten indigenen Sprachen in Südamerika sind Quechua, Guaraní und Aymara.
Staaten in Südamerika
Aymara
1 Beansprucht von Argentinien
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Südamerikas
Die gängige Meinung ist, dass um 40.000 v. Chr. Amerika über die Beringstraße von asiatischen Stämmen bevölkert wurde. In Südamerika tauchen die ersten Spuren einer Bevölkerung zwischen 20.000 und 10.000 v. Chr. auf. Als älteste amerikanische Kultur gilt die Valdívia-Kultur in Ecuador im 4. Jahrtausend v. Chr.. Ab dem 2. Jahrtausend v. Chr. entwickelten sich einzelne lokale Kulturen in ganz Südamerika. Die früheste, heute noch erkennbare Hochkultur, war die der Chavín de Huántar, die etwa 800 v. Chr. bis 300 v. Chr. existierte. Weiterhin gab es unter anderem die Paracas-, Herrera-, Nazca- und Chachapoya-Kultur.
Ab etwa 1200 bis 1532 herrschten die Inka, die wohl bekannteste Hochkultur Südamerikas, über große Teile des Kontinentes und schufen ein riesiges Reich. Durch die Ankunft der spanischen Eroberer wurde das Inkareich zerschlagen.
Bereits 1494 wurde Südamerika im Vertrag von Tordesillas von Papst Alexander VI. zwischen Spanien und Portugal aufgeteilt. Der östliche Teil, das heutige Brasilien, wurde Portugal zugesprochen. Panama und der Rest des Kontinents fielen an Spanien. Zahlreiche Missionare kamen im 15. und 16.Jahrhundert nach Südamerika und führten das Christentum ein.
Aus diesem Grund gehören heute über 96 % der Bevölkerung in Südamerika dem (katholischen) Christentum an. Allerdings sind seit einigen Jahren evangelikale Kirchen im kommen und verzeichnen besonders in Brasilien einen regen Zulauf.
Im Jahr 1543 wurden die Vizekönigreiche Neuspanien (Mexiko und Venezuela) und Peru (spanischer Teil von Südamerika und Panama) gegründet. 1717 lösten sich Ecuador, Kolumbien und Venezuela aus dem Vizekönigreich Peru und bildeten das Vizekönigreich Neugranada. Bolivien, Chile, Argentinien und Paraguay folgten 1776 diesem Beispiel und schafften das neue Vizekönigreich des Río de la Plata.
Der Drang nach Unabhängigkeit nahm seitdem stetig zu. 1813 siegten zum ersten Mal Aufständische in Caracas unter dem Anführer Simón Bolívar.
Im Süden erkämpfte sich 1816 Argentinien die Unabhängigkeit. In den Jahren 1817/1818 folgte die Unabhängigkeit Chiles. 1819 besiegte die Armee unter Simón Bolívar die Spanier in der Schlacht von Boyaca und befreite damit Kolumbien. Die Unabhängigkeit Ecuadors wurde 1822 durchgesetzt. Die Heere von José de San Martín und Simón Bolívar vereinigten sich und gewannen die Entscheidungsschlacht bei Ayacucho in Peru am 9. Dezember 1824. Mit dieser Schlacht zogen sich die Spanier endgültig aus Südamerika zurück.
Nach der Unabhängigkeit von Spanien entstand Großkolumbien, bestehend aus den Staaten Venezuela, Kolumbien und Ecuador. Kurzzeitig schlossen sich Peru und Bolivien dem Bündnis an. Aber bereits 1832 zerfiel die Konföderation endgültig und es bildeten sich die heutigen Nationalstaaten.
Geographie
Konföderation
siehe Hauptartikel (noch in Bearbeitung): Physische Geographie Südamerikas
Südamerikas Rückgrat bilden die Anden, ein Gebirgszug, der sich an der Westküste über 7.500 km entlangzieht, von Kolumbien bis zur Südspitze. Im Zentrum liegen die Tiefländer, vom mächtigen Amazonas und seinen unzähligen Zuflüssen eingenommen. Im Osten befinden sich Bergländer. Die Südspitze des Kontinentes ist Kap Hoorn, auf einer Insel gelegen. Hier treffen sich der Atlantik und der Pazifik.
Das Klima ist in der Nordhälfte des Kontinents tropisch warm. In den Anden gibt es allerdings wegen der Höhenlage mehrere Klimastufen. In Argentinien, Süd-Bolivien, Süd-Brasilien, Chile und Uruguay ist das Klima subtropisch bis gemäßigt mit ausgeprägten Jahreszeiten. Am Südende des Kontinents findet man auch subpolares Klima, vor allem in Feuerland und auf den Falkland-Inseln.
Wirtschaft
2002 nahm das BIP von Südamerika um 0,3% ab und die Arbeitslosenquote lag bei 10,8%.
Aufgrund von in der Vergangenheit hoher Inflation in fast allen südamerikanischen Länder sind die Zinssätze hoch und Investitionen gering. Die Zinssätze liegen normalerweise etwa doppelt so hoch wie in den USA. So sind sie z.B. 22% in Venezuela und 23% in Surinam. Die Ausnahme ist Chile.
Die Südamerikanische Staatengemeinschaft ist eine geplante, den gesamten Kontinent umfassende Freihandelszone, die die bisher bestehenden Organisationen Mercosur und die Andengemeinschaft vereinigen würde.
In Südamerika ist die Lücke zwischen Reich und Arm erschreckend. In Venezuela, Paraguay, Brasilien, und vielen anderen südamerikanischen Staaten besitzen die reichsten 20% des Landes 60% des Geldvermögens, während die ärmsten 20% weniger als 5% des Geldvermögens besitzen. Diese große Lücke kann in vielen südamerikanischen Städten gesehen werden, wo Baracken und Slums Haus an Haus zu Wolkenkratzern und Luxusapartements stehen.
Siehe auch
- Portal:Südamerika
- Besiedlung Amerikas
- Südamerikanische Staatengemeinschaft
Weblinks
- [http://www.lateinamerika-studien.at/content/natur/natur/natur-titel.html Naturräume Südamerikas]
- siehe auch [http://de.wikinews.org/wiki/Südamerikanische_Staaten_gründen_eine_Gemeinschaft_nach_dem_Vorbild_der_EU Südamerikanische Staaten gründen eine Gemeinschaft nach dem Vorbild der EU]
Kategorie:Kontinent
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Leistenkrokodil
Das Leistenkrokodil (Crocodylus porosus), auch Salzwasserkrokodil genannt, ist das größte Krokodil unserer Zeit. Es handelt sich dabei um eine Art der Echten Krokodile (Crocodylidae). Berichtet wurde von neun bis zehn Meter großen Exemplaren, nachgewiesen wurde ein Exemplar von 6,2 Metern Körperlänge als Größenrekord.
Merkmale
Neben seiner Größe besitzt das Leistenkrokodil eine Reihe weiterer auffälliger Merkmale, die eine Unterscheidung zu anderer Krokodilarten in seinem Verbreitungsgebiet erlauben. So ist der Körper sehr breit mit einer großen und breit ausgebildeten Schnauze. Von den Augen ziehen sich schräg über die Schnauze zwei erhabene Grate. Die ausgewachsenen Tiere sind grau bis graubraun oder goldbraun, es sind jedoch auch völlig schwarze Tiere bekannt (Melanismus). Die Jungtiere sind heller und besitzen eine dunkle Zeichnung aus Flecken und Querbändern, die viele Tiere im Laufe des Alterns verlieren. Die Panzerung des Rückens ist sehr gleichmäßig und die Form der Einzelschuppen ist oval.
Verbreitung
schuppen
Das Verbreitungsgebiet ist sehr groß. Es reicht von Ostindien über Südostasien bis Australien und umfasst die gesamte ozeanische Inselwelt. Der genaue Umfang dieser Verbreitung ist noch nicht abschließend geklärt, selbst auf den Palauinseln, den Kokosinseln, den Neuen Hebriden und auf Fidschi wurden diese Krokodile gesichtet. Damit ist es das Krokodil mit dem größten Verbreitungsgebiet überhaupt. Mit verantwortlich dafür ist sicher die "Reichweite" der Art: es wurden Exemplare 1000 km von Land entfernt auf hoher See gesehen. An manchen Vertretern dieser Art wurden sogar Seepocken gefunden, die ansonsten nur bei pelagischen Meerestieren gefunden werden.
Der eigentliche Lebensraum des Leistenkrokodils sind küstennahe Gewässer in der Nähe von Flussmündungen und Mangrovensümpfe. Dabei handelt es sich meist um Brackwasserzonen, es dringt jedoch auch weit in Süßwasserflüsse ein und kann auch in großen Seen und Sümpfen des Inlandes angetroffen werden.
Lebensweise
Wie die meisten anderen Krokodile ernährt sich das Leistenkrokodil von sehr unterschiedlichen Organismen des Wassers. Sein Spektrum umfasst dabei wahrscheinlich Fische, Schlangen, Frösche, Wasserschildkröten, Insekten sowie Säugetiere. Auch große Säuger und damit auch Menschen werden von großen Vertreten dieser Art angegriffen und verspeist.
Zur Fortpflanzungszeit in der feuchten Jahreszeit wird ein Hügelnest aus Pflanzenmaterialien gebaut, in dem die Eier abgelegt werden. In Gefangenschaft umfasst ein solches Nest 60 bis 80 Eier. Häufig wurde eine Brutfürsorge beobachtet.
Literatur
- Charles A. Ross (Hrsg.): Krokodile und Alligatoren - Entwicklung, Biologie und Verbreitung, Orbis Verlag Niedernhausen 2002
- Joachim Brock: Krokodile - Ein Leben mit Panzerechsen, Natur und Tier Verlag Münster 1998
Kategorie:Krokodile
Kubakrokodil
Das Kuba- oder Rautenkrokodil (Crocodylus rhombifer) ist ein Vertreter aus der Familie der Echten Krokodile, der als Endemit auf der Karibikinsel Kuba lebt.
Merkmale
Das Kubakrokodil erreicht eine maximale Körperlänge von etwa 3,50 Metern, soll jedoch nach Berichten aus dem 19. Jahrhundert auch bis zu fünf Metern lang werden. Die Schnauze dieser Art weist sowohl im Bereich der Nasenlöcher als auch an den Augen eine Wölbung auf, die diese sehr kurz wirken lassen. Hinter den Augen besitzen die Tiere charakteristische Vorsprünge, die ein wenig an Hörner erinnern. Die Färbung der Jungtiere ist ein sattes goldbraun mit einer schwarzen Zeichnung aus Flecken und Querbändern, die erwachsenen Tiere sind dunkelgrau bis schwarz und haben goldgelbe Flecken.
Verbreitung
Kuba
Als Endemit ist das Verbreitungsgebiet der Kubakrokodile auf die Insel Kuba beschränkt. Hier findet man sie nur noch im Gebiet der Sümpfe von Zapata sowie auf der Isla de la Juventad. Bis in das 19. Jahrhundert waren sie weiter verbreitet und man konnte sie auch südlich der Hauptstadt Havanna und in der Umgebung von Pinar del Rio antreffen. Außerdem existieren Fossilien von Grand Cayman (Kaimaninseln).
Lebensweise
Über die Biologie der Kubakrokodile ist nur sehr wenig bekannt. Wie die Spitzkrokodile (Crocodylus acutus) legen auch sie Grubennester an. Sie ernähren sich von Fischen, Schildkröten und kleinen Säugetieren.
Literatur
- Charles A. Ross (Hrsg.): Krokodile und Alligatoren - Entwicklung, Biologie und Verbreitung, Orbis Verlag Niedernhausen 2002
- Joachim Brock: Krokodile - Ein Leben mit Panzerechsen, Natur und Tier Verlag Münster 1998
Kategorie:Krokodile
Kategorie:Kuba
Spitzkrokodil
Das Spitzkrokodil (Crocodylus acutus) ist ein amerikanischer Vertreter aus der Familie der Echten Krokodile.
Merkmale
Das Spitzkrokodil erreicht Körperlängen von bis über sechs Metern, wobei die Männchen deutlich größer werden als die Weibchen. Als Jungtiere sind die Krokodile grau bis gelblich braun gefärbt und weißen dunkelere Querbänder auf dem Körper auf. Mit dem Alter verblasst die Zeichnung bei den meisten Exemplaren, wodurch erwachsene Krokodile meistens einheitlich oliv- bis grau-braun sind. Auffällig ist eine deutliche Erhebung vor den Augen sowie der aus asymmetrischen Platten aufgebaute Rückenpanzer.
Verbreitung
asymmetrischen
Das Verbreitungsgebiet dieser Art erstreckt sich über einen großen Teil Mittelamerikas sowie über den Norden Südamerikas (Venezuela und Kolumbien sowie Ecuador bis Südperu). Außerdem findet man diese Krokodile in der karibischen Inselwelt auf Kuba, Jamaika, den Kaimaninseln, Hispaniola, Martinique, Trinidad und Isla Margarita sowie in Florida in den südlichen Everglades und auf den Florida Keys. Es lebt meist in küstennahen Süßgewässern in den Oberläufen von Flüssen sowie in Seen.
Lebensweise
Die Spitzkrokodile sind Grubennister, die zur Eiablage Löcher in sandige Ufer oder Sandbänke graben. Fehlen Sandflächen, so vergraben sie die Eier auch in der Vegetation oder in Kies- und Mergelflächen. Auf die Eier werden Pflanzenreste gestapelt. Wahrscheinlich werden Nester mehrfach genutzt, bei Spitzkrokodilen in Florida konnte beobachtet werden, dass mehrere Weibchen gemeinsam ein Nest nutzen, während die Krokodile in Chiapas und Mexiko eine strenge Territorialität aufweisen. Die Mütter bewachen die Nester bis zum Schlüpfen der Jungtiere und tragen diese dann zum Wasser.
Jungtiere ernähren sich vor allem von Insekten und anderen Kleintieren. Mit der Zunahme der Größe wächst auch die Größe der Beutetiere, sodass sich das Nahrungsspektrum über Fische, Schildkröten, Amphibien, Vögel und kleine Säugetiere erstreckt. Auch Angriffe auf Menschen kommen bei dieser Art vor, sind jedoch sehr selten.
Literatur
- Charles A. Ross (Hrsg.): Krokodile und Alligatoren - Entwicklung, Biologie und Verbreitung, Orbis Verlag Niedernhausen 2002
- Joachim Brock: Krokodile - Ein Leben mit Panzerechsen, Natur und Tier Verlag Münster 1998
Kategorie:Krokodile
Orinoko-Krokodil
Das Orinoko-Krokodil (Crocodylus intermedius) ist eine Art der Echten Krokodile (Crocodylidae).
Merkmale
Das Orinoko-Krokodil gehört zu den großen Krokodilarten und kann wahrscheinlich eine Körperlänge von maximal sechs Metern erreichen. Es ist hell- bis olivbraun gefärbt und besitzt eine leicht dunklere Zeichnung aus Querbändern am Schwanz. Vom Spitzkrokodil (Crocodylus acutus), welches in einigen Gegenden sympatrisch mit ihm auftritt, unterscheidet es sich vor allem durch die spitzere und schmale Schnauze sowie die symmetrisch angeordneten Schuppen auf dem Rückenpanzer.
Verbreitung
Schuppe
Der Lebensraum des Orinoko-Krokodils liegt vermutlich vor allem im Bereich der größeren Flüsse im Süßwasserbereich des Orinoko in Kolumbien und Venezuela. Genauere Angaben werden durch die starke Verwechslungsgefahr mit dem Spitzkrokodil erschwert, das vornehmlich im Mündungsbereich des Flusses auftritt.
Lebensweise
Das Orinoko-Krokodil ernährt sich wahrscheinlich vor allem von Fischen, die es mit der schmalen Schnauze sehr gut packen und halten kann. Daneben fängt es jedoch auch Amphibien, andere Reptilien, Vögel und Säugetiere. Verbürgte Berichte darüber, dass diese Krokodile Menschen attackiert hätten gibt es nicht, allerdings berichteten frühe Reisende davon.
Das Brutverhalten der Tiere ist weitgehend unbekannt, wie alle anderen amerikanischen Krokodile ist es ein Grubennister.
Literatur
- Charles A. Ross (Hrsg.): Krokodile und Alligatoren - Entwicklung, Biologie und Verbreitung, Orbis Verlag Niedernhausen 2002
- Joachim Brock: Krokodile - Ein Leben mit Panzerechsen, Natur und Tier Verlag Münster 1998
Kategorie:Krokodile
Siam-Krokodil
Das Siam-Krokodil (Crocodylus siamensis) ist eine Art der Echten Krokodile (Crocodylidae).
Merkmale
Das Siam-Krokodil erreicht eine maximale Länge, die wahrscheinlich deutlich unter vier Metern liegt. Besonders die Jungtiere ähneln dem Leistenkrokodil (Crocodylus porosus), mit dem es häufig gemeinsam vorkommt. Das Siam-Krokodil besitzt allerdings eine deutlich breitere Schnauze und mehrere Reihen von Querschildern an der Kehle.
Verbreitung
Leistenkrokodil
Leistenkrokodil
Leistenkrokodil
Das Siam-Krokodil lebt in Süßgewässern wie Flüssen, kleineren Seen und Sumpfbereichen, ob es auch im Brackwasser zu finden ist, ist bislang unbekannt. Sein Verbreitungsgebiet ist sehr begrenzt und beinhaltet Teile des südostasiatischen Festlandes von Thailand, Laos, Vietnam, Kampuchea und Malaya sowie einige indonesische Inseln. In freier Wildbahn ist es allerdings heute aufgrund von Jagd und Lebensraumverlust sehr selten.
Lebensweise
Wie die meisten anderen Krokodile ernährt sich das Siam-Krokodil von sehr unterschiedlichen Organismen des Wassers. Sein Spektrum umfasst dabei wahrscheinlich Fische, Schlangen, Frösche, Wasserschildkröten, Insekten sowie kleine Säugetiere, genaues ist allerdings nicht bekannt.
Zur Fortpflanzungszeit wird ein Hügelnest aus Pflanzenmaterialien gebaut, in dem die Eier abgelegt werden. In Gefangenschaft umfasst ein solches Nest 2 bis 30 Eier, die Nestgröße in der Wildnis ist unbekannt.
Literatur
- Charles A. Ross (Hrsg.): Krokodile und Alligatoren - Entwicklung, Biologie und Verbreitung, Orbis Verlag Niedernhausen 2002
- Joachim Brock: Krokodile - Ein Leben mit Panzerechsen, Natur und Tier Verlag Münster 1998
Kategorie:Krokodile
th:จระเข้น้ำจืด
Philippinen-Krokodil
Das Philippinen-Krokodil (Crocodylus mindorensis) ist eine Art der Echten Krokodile (Crocodylidae).
Merkmale
Im Vergleich zu allen anderen Krokodilen im pazifischen Raum zeichnet sich das Philippinen-Krokodil durch eine sehr breite Schnauze und große Panzerschuppen im Nacken- und Rückenbereich aus. Mit maximal drei Metern Körperlänge gehört es zu den kleineren Krokodilarten.
Verbreitung
pazifischen
Das Philippinen-Krokodil lebt in Süßgewässern wie Flüssen, kleineren Seen und Sumpfbereichen. Dabei ist es in seiner Verbreitung beschränkt auf einzelne Inseln der Philippinen. Dazu zählen die Inseln Luzon, Mindoro, Masbate, Samar, Negros, Busuanga und Mindanao. Sein Vorkommen auf einigen Inseln wurde allerdings erst in den 1980er Jahren bekannt und man geht davon aus, dass es früher weiter verbreitet war, durch die intensive Bewirtschaftung und damit den Verlust seines Lebensraumes jedoch regional ausgestorben ist.
Lebensweise
Wie die meisten anderen Krokodile ernährt sich das Philippinen-Krokodil von sehr unterschiedlichen Organismen des Wassers. Sein Spektrum umfasst dabei wahrscheinlich Schlangen, Frösche, Wasserschildkröten, Insekten sowie kleine Säugetiere, genaues ist allerdings nicht bekannt.
Zur Fortpflanzungszeit wird ein Hügelnest aus Pflanzenmaterialien gebaut, in dem die Eier abgelegt werden. Eine Bewachung des Nestes und Brutpflege wurden beobachtet.
Literatur
- Charles A. Ross (Hrsg.): Krokodile und Alligatoren - Entwicklung, Biologie und Verbreitung, Orbis Verlag Niedernhausen 2002
- Joachim Brock: Krokodile - Ein Leben mit Panzerechsen, Natur und Tier Verlag Münster 1998
Kategorie:Krokodile
Beulenkrokodil
Das Beulenkrokodil (Crocodylus moreletti) ist ein mittelamerikanischer Vertreter aus der Familie der Echten Krokodile.
Merkmale
Das Beulenkrokodil wird maximal drei bis 3,50 Meter lang und gehört somit zu den kleineren Arten der Krokodile. Es ist meist braun und durch schwarze Querstreifen und Flecken auf dem Körper und Schwanz gezeichnet. Dabei ist es meisten dunkler gefärbt als das sympatrisch vorkommende Spitzkrokodil (Crocodylus acutus). Die Schnauze der Tiere ist relativ breit und besitzt einen flachen Grat entlang der Nasenbeine. Namensgebend für den deutschen Namen sind die mächtigen veknöcherten Nackenschilde der Tiere, der Rückenpanzer ist ungleichmäßig beschuppt.
Verbreitung
Nasenbein
Das Verbreitungsgebiet des Beulenkrokodils ist auf Mittelamerika beschränkt und reicht von Zentral-Tamaulipas (Mexiko) über die Yucatán-Halbinsel und Chiapas bis ins zentrale Belize und zur Petén-Region in Nord-Guatemala. Es lebt vor allem in Sümpfen und kleineren Teichen und Seen im Süßwasser, kann jedoch auch in den küstennäheren Bereichen der Flüsse gemeinsam mit dem Spitzkrokodil vorkommen. Es ist ein schneller Jäger.
Lebensweise
Beulenkrokodile legen ihre Eier in Hügelnester und bewachen sie. Es wurde auch beobachtet, dass die Mütter die Nester öffnen und die Jungtiere zum Wasser tragen.
Die Jungtiere ernähren sich vor allem von Insekten, Nacktschnecken und anderen Kleintieren. Erwachsene Beulenkrokodile jagen außerdem Schlammschildkröten, Fische und kleine Säugetiere.
Literatur
- Charles A. Ross (Hrsg.): Krokodile und Alligatoren - Entwicklung, Biologie und Verbreitung, Orbis Verlag Niedernhausen 2002
- Joachim Brock: Krokodile - Ein Leben mit Panzerechsen, Natur und Tier Verlag Münster 1998
Kategorie:Krokodile
Australien-Krokodil
Das Australien-Krokodil (Crocodylus johnsoni) ist eine Art der Echten Krokodile (Crocodylidae). Es handelt sich dabei um die Süßwasserkrokodile Nordaustraliens, die den Salzwasser- oder Leistenkrokodilen (Crocodylus porosus) gegenüber gestellt werden.
Merkmale
Das Australien-Krokodil gehört zu den kleineren Krokodilen und erreicht eine Länge von maximal drei Metern. Es hat eine auffällig schmale, spitze Schnauze. Die Färbung ist braun, wobei der Bauch sehr hell ist und über große Bauchschilder verfügt. Der Rücken und der Schwanz sind mit schwarzen Streifen gezeichnet.
Verbreitung
Leistenkrokodil
Der Lebensraum umfasst das gesamte Süßwassergebiet des McKinley-River im Northern Territory in Australien. Auch in Teilen von Queensland und Westaustralien ist es zu finden.
Lebensweise
Das Australien-Krokodil lebt vor allem von Fischen, Krebstieren und Insekten, erbeutet jedoch auch regelmäßig Amphibien, andere Reptilien, Wasservögel oder kleine Säugetiere. Für den Menschen stellt es keine Gefahr dar.
Zur Fortpflanzungszeit wird ein Grubennest an exponierten Stellen gegraben. Dies erfolgt ausschließlich in der Trockenzeit, wenn die Krokodile nur in tiefen Pfützen leben. Die Verluste unter den Eiern und Jungtieren im ersten Jahr betragen etwa 95% und sind somit extrem hoch.
Literatur
- Charles A. Ross (Hrsg.): Krokodile und Alligatoren - Entwicklung, Biologie und Verbreitung, Orbis Verlag Niedernhausen 2002
- Joachim Brock: Krokodile - Ein Leben mit Panzerechsen, Natur und Tier Verlag Münster 1998
Weblinks
- [http://www.vossyline.de/artikel/reiseberichte/krokodile.htm Springende Krokodile]
- [http://www.tierlexikon.ch/17095_australienkrokodil.html Australien Krokodil auf Tierlexikon.ch]
Kategorie:Krokodile
Panzerkrokodil
Das Panzerkrokodil (Crocodylus cataphractus) ist eine afrikanische Art der Echten Krokodile (Crocodylidae).
Merkmale
Das Panzerkrokodil fällt durch seine schmale Schnauze auf und lässt sich auf diese Weise sehr schnell vom Nilkrokodil (Crocodylus niloticus) unterscheiden, mit dem es Teile des Lebensraumes teilt. Charakteristisch für diese Art sind außerdem die vergrößerten Nackenschilde, die sich in drei bis vier Reihen zu je zwei Schilden aufteilen und mit den Rückenplatten in Verbindung stehen. Neben einer Körperzeichnung weist dieses Krokodil zudem eine Zeichnung der Kiefer auf, die ansonsten in der Gattung Crocodylus nicht vorkommt und eher an die Kaimane und den Sunda-Gavial (Tomistoma schlegelii) erinnert.
Verbreitung
Sunda-Gavial
Das Panzerkrokodil lebt im Süßwasser Westafrikas, soll jedoch auch im Salzwasser an den Küsten von Kamerun sowie auf der Insel Bioko gesichtet worden sein. Über die genaue Verbreitung ist wenig bekannt, da es meist versteckt in den Tropenwäldern vorkommt. Im größten Teil seines Verbreitungsgebietes in West- und Zentralafrika lebt es | | |