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| Cyprien Ntaryamira |
Cyprien NtaryamiraCyprien Ntaryamira ( - 6. März 1955 in Mageyo; † 6. April 1994 bei Kigali, Ruanda) war vom 5. Februar 1994 bis zu seiner Ermordung der Präsident von Burundi.
Ntaryamira kam in Bujumbura in die Schule, floh aber nach einer gescheiterten Hutu-Rebellion 1972 zusammen mit tausenden anderen Hutus aus dem Land.
1982 erhielt er einen Abschluss in Landwirtschaft von der National University of Ruanda in Kigali. Während dieser Zeit engagierte er sich politisch in sozialistischen Bewegungen. 1983 kehrte er in sein Heimatland zurück und arbeitete als Beamter in der Landwirtschaft. 1985 war er für kurze Zeit politischer Gefangener des Regimes von Jean-Baptiste Bagaza.
Im August 1986 wurde er Gründungsmitglied und Direktor für Ökonomiepolitik der Hutu-dominierten Front pour la Démocratie au Burundi/Partei für Demokratie in Burundi (FRODEBU). Nach den ersten demokratischen Wahlen in Burundi 1993 kam die FRODEBU an die Macht und beendete damit ein langes Regime der Tutsi-Minderheit und der Unité pour le Progrès national/Vereinigung für Nationalen Fortschritt (UPRONA). Der neue Präsident Melchior Ndadaye ernannte Ntaryamira zum Landwirtschaftsminister.
Im Oktober 1993 wurden jedoch Ndadaye und zwei seiner höchsten Beamten ermordet, was Stillstand im Parlament und einen Bürgerkrieg zur Folge hatte. Als ein Kompromiss wurde Nteryamira am 5. Februar 1994 als Präsident ausgewählt - er war zwar Hutu, wurde aber als gemäßigt betrachtet - während Anatole Kanyenkiko, ein UPRONA-Mitglied, zum Premierminister ernannt wurde.
Die Ruhepause war nur kurz: Ein Flugzeug mit Ntaryamira und dem befreundeten Präsidenten von Ruanda Juvénal Habyarimana an Bord wurde abgeschossen, als es in der ruandischen Hauptstadt Kigali landete, beide starben dabei. Der Mord war der Auslöser für den Völkermord in Ruanda.
Am 8. April wurde die Macht an Nteryamiras engen Mitarbeiter Sylvestre Ntibantunganya, Präsident der Nationalversammlung, übertragen.
Ntaryamira, Cyprien
Ntaryamira, Cyprien
Ntaryamira, Cyprien
Ntaryamira, Cyprien
Ntaryamira, Cyprien
ja:シプレン・ンタリャミラ
6. März
Der 6. März ist der 65. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 66. in Schaltjahren) - somit bleiben 300 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1521 - Ferdinand Magellan entdeckt Guam.
- 1714 - Mit dem Frieden von Rastatt endet der Spanische Erbfolgekrieg und erkennt Kaiser Karl VI. den Bourbonen Philipp V. als König von Spanien an.
- 1820 - Der Missouri-Kompromiss wird durch US-Präsident James Monroe unterzeichnet und ermöglicht dem Sklavenstaat Missouri die Aufnahme in die Union.
- 1836 - In der Schlacht von Alamo wird Fort Alamo nach 13tägiger Belagerung von den Mexikanern eingenommen.
- 1869 - Dmitri Iwanowitsch Mendelejew stellt sein Periodensystem der Elemente vor.
- 1898 - Die chinesische Bucht Kiautschou wird nach deutschen Zwangsmaßnahmen von China für 99 Jahre an Deutschland verpachtet.
- 1900 - In Bremen wird Wilhelm II. bei einem Attentat durch den Arbeiter Dietrich Weiland schwer am Kopf verletzt.
- 1954 - 1. Staatsbesuch des Bundeskanzlers Konrad Adenauer in den USA
- 1957 - Ghana wird als erstes Land der afrikanischen Tropen von Großbritannien unabhängig.
- 1960 - Der Kanton Genf führt als 3. Kanton der Schweiz nach Neuenburg und Waadt das Frauenstimmrecht ein.
- 1975 - Irak und Iran schließen das Abkommen von Algier.
- 1981 - Marianne Bachmeier erschießt den Mörder ihrer Tochter Anna im Gerichtssaal.
- 1983 - Die Grünen schaffen bei Wahlen zum Deutschen Bundestag mit 5,6 % zum ersten Mal die 5%-Hürde.
- 1992 - In Mostar kommt es zum ersten bewaffneten Konflikt zwischen Serben, Kroaten und Moslems.
- 1992 - Die Ostseeanrainerstaaten gründen den Ostseerat
- 1999 - In Kambodscha wird mit Ta Mok der letzte hochrangige Rote Khmer festgenommen.
Wirtschaft
- 1899 - Die Firma Bayer AG lässt sich Aspirin als Markenzeichen eintragen.
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1831 - Uraufführung der Oper La sonnambula (Die Schlafwandlerin) von Vincenzo Bellini am Teatro Carcano in Mailand.
- 1838 - Das Lustspiel "Weh dem, der lügt!" von Franz Grillparzer wird ohne großen Erfolg am Wiener Burgtheater uraufgeführt.
- 1841 - Uraufführung der Oper Les Diamants de la couronne (Die Krondiamanten) von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris.
- 1852 - Uraufführung der Oper The Sicilian Bride von Michael William Balfe im Drury Lane Theatre in London.
- 1853 - Giuseppe Verdis Oper La Traviata wird in Venedig uraufgeführt
Religion
- 1447 - Nikolaus V. wird als Nachfolger von Eugen IV. zum Papst gewählt.
Katastrophen
- 1987 - Das Fährschiff "Herold of Free Enterprise" (Großbritannien) kentert vor dem Hafen von Zeebrugge, wobei 188 Menschen sterben.
- 2001 - In der chinesischen Provinz Jiangxi fordert die Explosion in einer Schule gelagerter Feuerwerkskörper 41 Todesopfer, davon 37 Kinder.
- 2003 - Tamanrasset, Algerien. Eine Boeing 737 der Air Algerie verfehlt die Landebahn und stürzt ab. Alle 103 Menschen an Bord sterben.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1459 - Jakob Fugger der Reiche, deutscher Kaufmann
- 1475 - Michelangelo Buonarotti, italienisches Universalgenie
- 1486 - Francysk Skaryna, weißrussischer Erstdrucker
- 1619 - Cyrano von Bergerac, französischer Schriftsteller
- 1663 - Franz Atterbury, englischer Bischof von Rochester
- 1701 - La Chalotais, französischer Jurist
- 1701 - Louis-René de Caradeuc de La Chalotais, französischer Jurist
- 1755 - Jean-Pierre Claris de Florian, französischer Dichter
- 1779 - Yagyu Jubei, japanischer Schwertkämpfer
- 1779 - Antoine-Henri Jomini, Militärtheoretiker
- 1781 - Ignaz Franz Castelli, österreichischer Dichter und Dramatiker
Ignaz Franz Castelli
- 1787 - Joseph von Fraunhofer, deutscher Optiker und Physiker
- 1793 - Bernhard Klein, deutscher Komponist
- 1812 - Aaron Lufkin Dennison, US-amerikanischer Unternehmer
- 1823 - Karl I., württembergischer König
- 1827 - Wilhelm Carl Heraeus, Gründer der Firma Heraeus
- 1831 - Friedrich von Bodelschwingh der Ältere, Pastor und Theologe in Deutschland
- 1850 - Victoria Benedictsson, schwedische Schriftstellerin
- 1858 - Gustav Wied, dänischer Schriftsteller
- 1866 - Hans Christiansen, deutscher Maler und Kunsthandwerker
- 1870 - Oscar Straus, österreichischer Komponist
- 1872 - Johan Bojer, norwegischer Schriftsteller
- 1872 - Paul Juon, russischer Komponist
- 1874 - Nikolai Alexandrowitsch Berdjajew, russischer Philosoph
- 1883 - Franz Atterbury, englischer Bischof von Rochester
- 1890 - Albrecht Graf von Bernstorff, deutscher Diplomat und Widerstandskämpfer
- 1893 - Walter Lewis, US-amerikanischer Musiker
- 1894 - Elisabeth Castonier, deutsche Schriftstellerin
- 1895 - Anneliese Umlauf-Lamatsch, österreichische Schriftstellerin
- 1898 - Therese Giehse, deutsche Schauspielerin
- 1905 - Bob Wills, US-amerikanischer Musiker
- 1906 - Lou Costello, US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Komiker
- 1909 - Stanislaw Jerzy Lec, polnischer Aphoristiker
- 1909 - Fritz Leese, Puppenspieler
- 1916 - Hermann Axen, SED-Funktionär und Mitglied des Politbüros des ZK der SED
- 1920 - Heinz-Herbert Karry, deutscher Politiker, hessischer Wirtschaftsminster
- 1923 - Jürgen von Manger, deutscher Schauspieler und Komiker
- 1924 - Oskar Marczy, deutscher Politiker und Sport- und Vertriebenenfunktionär
- 1925 - Claus Hinrich Casdorff, deutscher Rundfunk- und Fernsehjournalist
- 1925 - Wes Montgomery, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist
- 1926 - Alan Greenspan, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler
- 1926 - Andrzej Wajda, polnischer Regisseur
- 1927 - Gordon Cooper, US-amerikanischer Astronaut
- 1928 - Gabriel García Márquez, kolumbianischer Schriftsteller
- 1928 - Georg Eder, ehemaliger Erzbischof von Salzburg
- 1929 - Günter Kunert, deutscher Schriftsteller
- 1929 - Nicolas Bouvier, französischer Schriftsteller, Reiseautor und Journalist
- 1930 - Lorin Maazel, US-amerikanischer Dirigent
- 1932 - Bronisław Geremek, polnischer Historiker und Politiker
- 1935 - Eva Rühmkorf, deutsche Politikerin
- 1936 - Sylvia Robinson, US-amerikanische Sängerin
- 1937 - Doug Dillard, US-amerikanischer Country-Musiker und Komponist
- 1937 - Walentina Wladimirowna Tereschkowa, sowjetische Kosmonautin, erste Frau im All
- 1939 - Peter Glotz, deutscher Politiker
- 1941 - Peter Brötzmann, deutscher Jazzmusiker
- 1942 - Robin Kenyatta, US-amerikanischer Saxofonist
- 1944 - Kiri Te Kanawa, neuseeländische Opernsängerin
- 1944 - Mary Wilson, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Mickey Jupp, britischer Musiker
- 1944 - Peter Dietrich, deutscher Fußballspieler
- 1945 - Hugh Grundy, britischer Musiker
- 1946 - David Gilmour, britischer Gitarrist, Sänger, Komponist und Texter der Rockgruppe Pink Floyd
- 1946 - Tony Klatka, US-amerikanischer Musiker
- 1947 - Kiki Dee, britische Sängerin
- 1947 - Kiri te Kanawa, neuseeländische Sopranistin
- 1947 - Rob Reiner, US-amerikanischer Filmregisseur, Produzent und Schauspieler
- 1950 - Felix Genn, Bischof von Essen
- 1951 - Gerrie Knetemann, niederländischer Straßen-Radweltmeister
- 1953 - Wolfgang Grams, Mitglied der Rote Armee Fraktion (RAF)
- 1954 - Harald Schumacher, deutscher Fußballspieler
- 1955 - Friedbert Pflüger, deutscher Politiker
- 1956 - Hans-Peter Kirchberg, deutscher Dirigent
- 1962 - Erika Hess, schweizerische Skirennläuferin
- 1963 - Kathy Kelly, US-amerikanische Musikerin
- 1968 - Smudo, deutscher Rapper
- 1969 - Amy Pietz, US-amerikanische Schauspielerin
- 1969 - Andrea Elson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1972 - Shaquille O'Neal, US-amerikanischer Basketballer
- 1977 - Giorgos Karagounis, griechischer Fußballspieler
- 1987 - Hannah Taylor-Gordon, britische Filmschauspielerin
Gestorben
Hannah Taylor-Gordon
- 1218 - Otto I. von Oldenburg, Bischof von Münster
- 1238 - Al-Kamil, vierter Sultan der Ayyubiden in Ägypten (1218-1238)
- 1252 - Rosa von Viterbo, katholische Mystikerin
- 1282 - Agnes von Böhmen, böhmische Prinzessin
- 1550 - Herzog Wilhelm IV. von Bayern
- 1577 - Rémy Belleau, in Paris; französischer Dichter
- 1583 - Nicolaus Kistner, deutscher Humanist, Jurist
- 1583 - Zacharias Ursinus, reformierter Theologe
- 1616 - Francis Beaumont, englischer Dramatiker und Dichter
- 1683 - Guarino Guarini, italienischer Baumeister und Philosoph
- 1731 - Johann Melchior Dinglinger, Hofgoldschmied
- 1754 - Henry Pelham, britischer Premierminister
- 1836 - Davy Crockett, US-amerikanischer Politiker und Kriegsheld
- 1836 - James Bowie, nordamerikanischer Pionier und Trapper
- 1842 - Constanze Mozart, Ehefrau von Wolfgang Amadeus Mozart
- 1866 - Ignaz Paul Vitalis Troxler, Arzt, Politiker und Philosoph
- 1867 - Peter von Cornelius, deutscher Maler
- 1872 - Johann Jacoby, preußischer Politiker
- 1888 - Louisa May Alcott, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1900 - Carl Bechstein, deutscher Klavierbauer
- 1900 - Gottlieb Daimler, deutscher Ingenieur und Erfinder
- 1902 - Moritz Kaposi, Bedeutender Mediziner
- 1909 - August Mau, deutscher Archäologe
- 1912 - Heinrich Kämpchen, deutscher Schriftsteller
- 1920 - Max Fürbringer, Anatom, Ornithologe und Mediziner
- 1920 - Heinrich von Salisch, deutscher Forstmann
- 1921 - Karl Adolf Laiblin, deutscher Papierfabrikant und Kommerzienrat
- 1925 - Georgi Jewgenjewitsch Lwow, russischer Politiker
- 1930 - Alfred von Tirpitz, deutscher Großadmiral
- 1932 - John Philip Sousa, US-amerikanischer Komponist
- 1937 - Rudolf Otto, deutscher Theologe
- 1939 - Ferdinand von Lindemann, deutscher Mathematiker
- 1941 - John Gutzon de la Mothe Borglum, US-amerikanischer Bildhauer
- 1945 - Rudolf Karel, tschechischer Komponist
- 1945 - Wjatscheslaw Jakowlewitsch Schischkow, russisch-sowjetischer Schriftsteller.
- 1950 - Wladimir Petrowitsch Wettschinkin, sowjetischer Aerodynamiker
- 1954 - Carl Eduard (Sachsen-Coburg-Gotha), letzter regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha
- 1954 - Massimo Massimi, Kardinal
- 1961 - Marcello Mimmi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1964 - Paul I., König von Griechenland (von 1947 bis 1964)
- 1965 - Alexander von Bernus, deutscher Schriftsteller
- 1965 - Margaret Dumont, US-amerikanische Schauspielerin
- 1967 - Zoltán Kodály, ungarischer Komponist und Musikethnologe
- 1967 - Oscar Shaw, US-amerikanischer Schauspieler
- 1973 - Pearl S. Buck, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1978 - Paul Markowski, Funktionär der SED in der DDR
- 1978 - Werner Lamberz, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED in der DDR
- 1982 - Ayn Rand, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1984 - Martin Niemöller, deutscher Theologe und NS-Widerstandskämpfer
- 1986 - Georgia O'Keeffe, US-amerikanische Malerin
- 1989 - Wolfgang Haußmann, deutscher Politiker
- 1992 - Maria Elena Vieira da Silva, portugiesisch-französische Malerin
- 1994 - Melina Mercouri, griechische Schauspielerin, Sängerin und Kulturministerin
- 1994 - Tengis Abuladse, georgischer Filmregisseur
- 1995 - Barbara Lass, Filmschauspielerin
- 1998 - Adem Jashari, Mitbegründer und Anführer der UCK
- 1999 - Klaus Gysi, DDR-Minister für Kultur und Staatssekretär für Kirchenfragen
- 2001 - Mario Covas, brasilianischer Politiker
- 2003 - Luděk Pachman, tschechischer Schachspieler
- 2005 - Hans Bethe, deutsch-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger für Physik (1967)
- 2005 - Jean Löring, deutscher Mäzen
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage:
- Hl. Fridolin von Säckingen, Glaubensbote am Oberrhein (katholisch, orthodox)
- Hl. Agnes von Böhmen, Äbtissin (katholisch)
Siehe auch
- 5. März - 7. März
- 6. Februar - 6. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0306
ja:3月6日
ko:3월 6일
simple:March 6
th:6 มีนาคม
1994
Jahreswidmungen
- 1994 ist „Internationales Jahr der Familie“ von den Vereinten Nationen
- 1994 ist „Internationales Jahr des Sports und des Olympischen Ideals“
- Die Eichenrotkappe (Leccinum quercinum) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Eibe (Taxus baccata) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
Januar bis Dezember
- 1. Januar: Otto Stich wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Deutsche Bahn AG wird gegründet
- 1. Januar: Das Europäische Währungsinstitut (EWI) wird gegründet und das Abkommen über die Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) tritt in Kraft
- 1. Januar: Aserbaidschan. Die eigene Währung, der Manat, wird einzige Landeswährung (früher war auch der Rubel gesetzliches Zahlungsmittel)
- 1. Januar: Freihandelsabkommen zwischen Mexiko, USA und Kanada
- 1. Januar: Mexiko. Aufstand in Chiapas
- 2. Januar: Mit der Besetzung mehrerer Gemeinden in Chiapas beginnt der Aufstand der Zapatisten in Mexiko
- 20. Januar: Kasachstan wird Mitglied bei der ADB (Asiatische Entwicklungsbank)
- 31. Januar: Das historische Opernhaus „Gran Teatro del Liceo“ in Barcelona wird durch einen Brand zerstört
- 5. Februar: Burundi. Cyprien Ntaryamiras wird Staatspräsident
- 10. Februar: Vanuatu wird Mitglied in der UNESCO
- 16. Februar Deutschland In Hamburg-Billstedt wird der erste Fixerraum in Deutschland eingerichtet
- 17. Februar: Belgien wird zum Bundesstaat. Verfassungsänderung
- 1. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Ungarn
- 1. März: Südafrika tritt seine Exklave Walfischbai an Namibia ab
- 3. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Weißrussland
- 7. März: Georgien unterzeichnet den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen
- 7. März: Erste freie Parlamentswahlen in Kasachstan
- 12. März: Erstmals weiht die Church of England 2 Frauen zu Priesterinnen, nachdem in der Generalversammlung der anglikanischen Kirche die Ordination von Frauen bereits 1975 für möglich erklärt wurde
- 18. März: In Washington unterzeichnen Vertreter von Bosnien und Kroatien einen Föderationsvertrag
- 20. März: Tunesien. Zine El Abidine Ben Ali wird als Staatspräsident in seinem Amt bestätigt
- 22. März: Steven Spielbergs Holocaust-Drama „Schindlers Liste“ wird mit sieben Oscars ausgezeichnet
- 1. April: Ungarn stellt Antrag auf Beitritt zur EU, die Stiftung der Leucorea wird in der Lutherstadt Wittenberg gegründet
- 5. April: Kurt D. Cobain, Sänger der Grungeband Nirvana stirbt durch einen Kopfschuss in seinem Haus in Seattle
- 6. April: Das Flugzeug mit dem Staatspräsidenten Juvénal Habyarimana und dem burundischen Staatspräsident Cyprien Ntaryamira an Bord wird beim Landeanflug auf Kigali abgeschossen
- 11. April: Andorra. Aufnahme in den Europarat
- 11. April: Litauen wird assoziierter Partner der WEU
- 15. April: Gründung der WTO
- 27. April: Erste freie Wahlen in Südafrika
- 29. April: Freundschafts- und Kooperationsvertrag zwischen der Mongolei und der Volksrepublik China
- 4. Mai: Ägypten. Unterzeichnung des Gaza-Jericho-Abkommens unter Schirmherrschaft Mohamed Hosni Mubaraks
- 9. Mai: Finnland tritt dem PfP (Partnership for Peace Programm) bei
- 10. Mai: Nelson Mandela wird erster schwarzafrikanischer Präsident Südafrikas
- 12. Mai: Armenien. Waffenstillstand um Berg-Karabach
- 14. Mai: Waffenstillstand zwischen Georgien und Abchasien
- 17. Mai: Erste freie Wahlen in Malawi
- 27. Mai: Kasachstan unterzeichnet das Rahmendokument „Partnerschaft für den Frieden“ der NATO
- 1. Juni: Unterzeichnung Kirgisistans des PfP (Partnership for Peace) der NATO in Brüssel
- 6. Juni: Äthiopien. Wahlen zu einer Verfassunggebenden Versammlung
- 6. Juni: US-Präsident Bill Clinton besucht Riga, Lettland
- 11. Juni: § 175 StGB, der die männliche Homosexualität unter 18 Jahren unter Strafe stellte, wurde in Deutschland gestrichen
- 12. Juni: Österreich entscheidet sich in einem Referendum für den EU-Beitritt
- 24. Juni: Russland und die Europäische Union unterzeichnen ein umfangreiches Partnerschafts- und Kooperationsabkommen
- 8. Juli: Gründung der Wirtschaftsunion zwischen Kirgisistan, Kasachstan und Usbekistan
- 26. Juli: Lennart Meri, Estland, und Boris Jelzin, Russland, unterzeichnen in Moskau das Abkommen über den Abzug der russischen Truppen in Estland
- August: Der Bundesnachrichtendienst führt die „Operation Hades“ durch, einen von der Behörde inszinierten Plutoniumschmuggel. Der Skandal wurde schon 1995 aufgedeckt und machte unter der Bezeichnung „Plutonium-Affäre“ weltweit Schlagzeilen
- 1. August: Die Republik Niger wird Mitglied in der UEMOA (Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft)
- 10. August: Abkommen zwischen der Republik Moldau und Russland über den Abzug der restlichen Truppen, hauptsächlich der 14. Russischen Armee innerhalb von 3 Jahren
- 26. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kroatien. In Kraft seit dem 23. Januar 1998
- 27. August: Republik Moldau. Die neue Verfassung tritt in Kraft
- 31. August: Die letzten russischen Truppen verlassen Estland
- 31. August: Abschluss des Abzugs der Truppen der Sowjetunion aus Lettland
- 31. August: Die letzten russischen Truppen ziehen aus Deutschland ab
- 2. September: Bulgarien. Rücktritt von Ministerpräsident Ljuben Berov
- 11. September: Bei der Landtagswahl in Sachsen verteidigt die CDU ihre absolute Mehrheit, die SPD verliert, die PDS gewinnt hinzu. FDP und Neues Forum sind nicht mehr im Landtag vertreten
- 28. September: Schweden/Estland. Untergang der Passagierfähre „Estonia“ auf der Fahrt von Tallinn nach Stockholm. Mit ihr verlieren 852 Menschen ihr Leben. Größte zivile Schiffahrtskatastrophe nach Ende des 2. Weltkrieges
- 1. Oktober: Burundi. Sylvestre Ntibantunganya wird neuer Staatspräsident
- 1. Oktober: Te Beretitenti wird als Staatspräsident von Kiribati gewählt
- 3. Oktober: Fernando Henrique Cardoso wird Präsident von Brasilien
- 11. Oktober: Der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts erklärt den Kohlepfennig für verfassungswidrig
- 12. Oktober: Die Bohrung des Kontinentalen Tiefbohrprojekts wird nach 9.101 Metern offiziell eingestellt
- 16. Oktober: Finnland. Die Finnen entscheiden sich für einen Beitritt zur EU
- 17. Oktober: Bulgarien. Auflösung des Parlaments
- 26. Oktober: Jordanien schließt Friedenvertrag mit Israel in Wadi Araba
- 28. Oktober: Andorra. Aufnahme in die Weltorganisation für geistiges Eigentum
- 10. November: Irak erkennt die Grenzen Kuwaits an
- 12. November: Frau Chandrika Bandaranaike Kumaratunga wird Staatsoberhaupt in Sri Lanka
- 13. November: Die Schweden entscheiden sich in einem landesweiten Referendum für den Beitritt zur EU
- 16. November: Emomali Rachmonow wird Staatspräsident in Tadschikistan
- 20. November: Angola. Unterzeichnung des Protokolls von Lusaka
- 22. November: Waffenstillstand in Angola
- 28. November: Norwegen. Volksentscheid gegen einen Beitritt zur EU
- 2. Dezember: In Frankfurt am Main wird erstmals im Bundesgebiet ein Fixerraum für Heroinsüchtige eingerichtet
- 5. Dezember: OSZE-Gipfeltreffen in Budapest
- 5. Dezember: OSZE-Gipfeltreffen in Budapest
- 8. Dezember: Äthiopien. Neue demokratische Verfassung
- 11. Dezember: Parlamentswahlen in Turkmenistan
- 12. Dezember: Südafrika wird wieder Mitglied in der UNESCO
- 15. Dezember: Palau wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. Dezember: Albanien beantragte die Aufnahme in die NATO
- 16. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kasachstan. In Kraft seit dem 5. Juni 2003
- Genozid in Ruanda: Hutus morden fast eine Million Tutsis
- Die FIFA führt die Golden-Goal-Regelung ein
Kultur
- 11. Februar: Der Techno-Club Aufschwung Ost wird in Kassel eröffnet
- Erstmaliges stattfinden der Shanghai Biennale
Katastrophen
- 3. Januar: Irkutsk, Russland. Absturz einer Tupolew Tu-154 der Baikal Air kurz nach dem Start Richtung Moskau wegen Triebwerksproblemen. Alle 125 Menschen an Bord und einer am Boden starben
- 17. Januar: Ein Erdbeben der Stärke 6,7 in Kalifornien, USA. 60 Tote
- 15. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,9 auf Sumatera, Indonesien. 207 Tote
- 23. März: Nahe Meschduretschensk, Sibirien, Russland. Absturz eines Airbus A310 der Aeroflot auf dem Weg von Moskau nach Hong Kong nachdem die Piloten ihre Kinder ans Steuer gelassen hatten. Keiner der 75 Insassen überlebte
- 23. März: Pope Air Force Base, North Carolina, USA. Kollision einer General Dynamics F-16 mit einer Lockheed C-130 Hercules beim Landeanflug. Während die Hercules sicher landen und sich der Pilot der F-16 mit dem Schleudersitz retten konnte, stürzte seine Maschine auf das Flugfeld, fing Feuer und schleuderte in eine Gruppe Fallschirmspringer und ihre vollgetankte Lockheed C-141 Starlifter, die ebenfalls in Brand geriet. 24 Soldaten starben, über 100 wurden verletzt
- 26. April: Nagoya, Japan. Ein aus Taipeh, Taiwan kommender Airbus A300 der taiwanischen China Airlines stürzte beim Landeanflug ab. Die Piloten hatten nicht bemerkt, dass der Autopilot versehentlich auf Durchstarten eingestellt war und steuerten vergeblich dagegen. 264 Menschen starben, 7 überlebten das Unglück
- 2. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf Java_(Indonesien). 277 Tote
- 6. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 6,8 in Kolumbien. 795 Tote
- 6. Juni: Xi'an, Volksrepublik China. Eine Tupolew Tu-154 der China Northwest Airlines stürzte 10 Minuten nach dem Start ab. Alle 160 Menschen an Bord starben
- 27. Juni: Im japanischen Matsumoto werden sieben Menschen getötet und mehr als 200 verletzt, als Mitglieder der Aum-Sekte Saringas freisetzen
- 1. Juli: Tidjikja, Mauretanien. Eine in Nouakchott gestartete Fokker F-28 der Air Mauretanie machte im Sandsturm eine Bruchlandung. Dabei ging die Maschine in Flammen auf. 80 Menschen starben, 13 konnten mit schweren Verletzungen gerettet werden
- 2. Juli: Charlotte, North Carolina, USA. Absturz einer aus Columbia, South Carolina kommenden Douglas DC-9 der USAir nach einem missglückten Startabbruch in schlechtem Wetter auf dem Flughafengelände. 37 Menschen starben, 20 konnten gerettet werden
- 9. Juli: Dammbruch am Lake Blackshear (Flint River Dam) bei Warwick im Crisp County in Georgia, USA mit 15 Toten
- 7. August: Der Tirlyan-Staudamm in Baschkirien, Region Beloretsk im Südural in Russland bricht. Es gibt bis zu 37 Tote
- 18. August: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 in Algerien. 159 Tote
- 8. September: Pittsburgh, Pennsylvania, USA. Eine Boeing 737 der USAir aus Chicago stürzte während des Landeanflugs ab, nachdem das Seitenruder außer Kontrolle geraten war. Alle 132 Menschen an Bord starben
- 20. September: München. Wassereinbruch während des U-Bahn-Tunnel-Baus zur Neuen Messe: Die Truderinger Straße im Stadtteil Trudering gibt nach. Ein Bus der Linie 192 fällt rückwärts in die Baugrube. Zwei Passagiere und ein Bauarbeiter, der den Busfahrer warnen wollte, sterben. Die Leichen können erst ein halbes Jahr später geborgen werden. Nach der Eröffnung der Linie enthüllt OB Christian Ude 1999 einen Gedenkstein für die Opfer
- 28. September: Schweden/Estland. Untergang der Passagierfähre „Estonia“ auf der Fahrt von Tallinn nach Stockholm. Mit ihr verlieren 852 Menschen ihr Leben. Grösste zivile Schiffahrtskatastrophe nach Ende des 2. Weltkrieges
- 31. Oktober: Nahe Roselawn, Indiana, USA. Eine in Indianapolis gestartete ATR-72 der American Eagle Airlines geriet beim Anflug auf Chicago durch vereiste Steuerflächen außer Kontrolle und stürzte ab. Alle 68 Insassen starben
- 14. November: Ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf Mindoro, Philippinen, 78 Tote
- 11. Dezember: In den Philippinen explodiert an Bord einer 747–200 der Philippine Airlines eine Bombe: ein Toter, zehn Verletzte
- 29. Dezember: Van, Türkei. Eine aus Ankara kommende Boeing 737 der Turkish Airlines prallte beim Landeanflug im Schneetreiben gegen einen Berg. Von 76 Insassen starben 57
Wissenschaft
- 10. Mai: Ringförmige Sonnenfinsternis (USA, Marokko)
- 3. November: Totale Sonnenfinsternis (Bolivien, Paraguay, Brasilien)
Sport
- 17. März: Der Finne Toni Nieminen steht auf der Skiflugschanze in Planica als erster Skispringer einen Sprung auf über 200 Meter
- 6. Mai: Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Phil Jackson im Convention Center, Atlantic City, New Jersey, USA, durch technischen KO
- 24. September: Oliver McCall gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Lennox Lewis in der Wembley Arena, London, Großbritannien, durch technischen K.O
- 2. Oktober: Die nauruische Fußballnationalmannschaft gewinnt in Denigomodu ihr bisher einziges Länderspiel gegen die Landesauswahl der Salomonen sensationell mit 2:1
- Die Fußball-WM in den USA gewinnt Brasilien vor Italien
- 5. November: George Foreman wird - 20 Jahre nach Rumble in the Jungle - erneut Boxweltmeister
- 13. November: Michael Schumacher wird erster deutscher Formel 1 Weltmeister mit insgesamt 92 Punkten. Einen mehr als sein damaliger Konkurrent Damon Hill
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 23. Februar: Dakota Fanning, US-amerikanische Schauspielerin
- 4. Mai: Pauline Ducruet, Tocher von Stéphanie von Monaco und Daniel Ducruet
- 1. Juni: Tilly Mandelbrot, französische Schauspielerin
- 1. Januar: Walter Eckhardt, deutscher Politiker ( - 1906)
- 1. Januar: Marianne Bruns, deutsche Schriftstellerin ( - 1897)
- 1. Januar: Werner Schwab, österreichischer Schriftsteller ( - 1958)
- 3. Januar: Frank Belknap Long, US-amerikanischer Autor von Horror-, Science-Fiction ( - 1903)
- 10. Januar: Sven-Erik Bäck, schwedischer Komponist ( - 1919)
- 12. Januar: Samuel Bronston, aus Bessarabien stammender, amerikanischer Filmproduzent ( - 1908)
- 13. Januar: Johan Jørgen Holst, norwegischer Politiker der Arbeiderparti ( - 1937)
- 14. Januar: Zino Davidoff, ukrainisch-Schweizer Unternehmer ( - 1906)
- 15. Januar: Gabriel-Marie Garrone, Erzbischof von Toulouse und Kardinal ( - 1901)
- 17. Januar: Helen Stephens, US-amerikanische Leichtathletin ( - 1918)
- 17. Januar: György Cziffra, ungarischer Pianist ( - 1921)
- 18. Januar: Rolf Singer, Mykologe ( - 1906)
- 20. Januar: Matt Busby, schottischer Fußballspieler und Trainer ( - 1909)
- 22. Januar: Telly Savalas, Schauspieler ( - 1924)
- 22. Januar: Jean-Louis Barrault, französischer Schauspieler, Pantomime und Regisseur ( - 1910)
- 23. Januar: Klaus Hemmerle, Theologieprofessor und Bischof von Aachen ( - 1929)
- 26. Januar: Wilhelm Muster, österreichischer Schriftsteller und literarischer Übersetzer ( - 1916)
- 27. Januar: Reuben Mattus, US-amerikanischer Unternehmer ( - 1913)
- 28. Januar: Rosa Jochmann, österreichische Politikerin ( - 1901)
- 29. Januar: Ulrike Maier, österreichische Skirennläuferin ( - 1967)
- 31. Januar: Erwin Strittmatter, deutscher Schriftsteller ( - 1912)
- 31. Januar: Pierre Boulle, französischer Schriftsteller ( - 1912)
- 2. Februar: Marija Gimbutas, Archäologin ( - 1921)
- 5. Februar: Hermann Abs, deutscher Bankier ( - 1901)
- 6. Februar: Joseph Cotten, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1905)
- 6. Februar: Ignace Strasfogel, US-amerikanischer Komponist ( - 1909)
- 6. Februar: Jack Kirby, Comiczeichner ( - 1917)
- 7. Februar: Witold Lutosławski, polnischer Komponist und Dirigent ( - 1913)
- 9. Februar: Howard M. Temin, US-amerikanischer Biologe ( - 1934)
- 11. Februar: Joseph Marie Anthony Cordeiro, Erzbischof von Karachi und Kardinal ( - 1918)
- 11. Februar: Paul Feyerabend, österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker ( - 1924)
- 11. Februar: William Conrad, US-amerikanischer Schauspieler und Sprecher ( - 1920)
- 12. Februar: Donald Judd, US-amerikanischer Maler, Bildhauer und Architekt ( - 1928)
- 13. Februar: Edgar Ott, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1929)
- 14. Februar: Hertha Firnberg, erste sozialdemokratische Ministerin Österreichs ( - 1909)
- 16. Februar: François Marty, Kardinal der römisch-katholischen Kirche ( - 1904)
- 17. Februar: Gretchen Frazer, ehemalige US-amerikanische Skifahrerin ( - 1919)
- 18. Februar: Annemarie Ackermann, deutsche Politikerin ( - 1913)
- 18. Februar: Gudrun Loewe, deutsche Prähistorikerin ( - 1914)
- 21. Februar: Derek Jarman, britischer Filmregisseur ( - 1942)
- 22. Februar: Papa John Creach, US-amerikanischer Geiger ( - 1917)
- 22. Februar: Hans Hürlimann, Schweizer Politiker ( - 1918)
- 22. Februar: Lore Lorentz, deutsche Kabarettistin ( - 1920)
- 23. Februar: Csilla von Boeselager, Mitbegründerin des ungarischen Malteser-Caritas-Dienstes ( - 1941)
- 24. Februar: Emil Obermann, deutscher Journalist, langjähriger Moderator der ARD-Diskussionssendung Pro und Contra ( - 1921)
- 24. Februar: Dinah Shore, US-amerikanische Sängerin ( - 1917)
- 26. Februar: Leopold Kohr, Philosoph, Träger des alternativen Nobelpreis ( - 1909)
- 1. März: Gert Prokop, Schriftsteller ( - 1932)
- 1. März: Herbert Schade, deutscher Leichtathlet ( - 1922)
- 3. März: Roman Haubenstock-Ramati, Komponist ( - 1919)
- 4. März: John Candy, kanadischer Komiker und Schauspieler ( - 1950)
- 6. März: Tengis Abuladse, georgischer Filmregisseur ( - 1924)
- 8. März: Devika Rani, indische Filmschauspielerin und Produzentin ( - 1907)
- 9. März: Charles Bukowski, US-amerikanischer Dichter und Schriftsteller ( - 1920)
- 9. März: Fernando Rey, spanischer Schauspieler ( - 1917)
- 9. März: Wilhelm Brese, deutscher Politiker ( - 1896)
- 9. März: Karl Wilhelm Berkhan, deutscher Politiker ( - 1915)
- 10. März: Robert Shea, US-amerikanischer Schriftsteller ( - 1933)
- 13. März: Eva Gräfin Finck von Finckenstein, deutsche Politikerin) ( - 1903)
- 13. März: Sandra Paretti, Schriftstellerin ( - 1935)
- 15. März: Jürgen von Manger, deutscher Schauspieler, politischer Kabarettist und Komiker ( - 1923)
- 17. März: Ellsworth Vines, ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler ( - 1911)
- 17. März: Walter Janka, deutscher Verleger, SED-Mitglied in der DDR ( - 1914)
- 18. März: Peter Borgelt, deutscher TV- und Theaterschauspieler ( - 1927)
- 18. März: Günter Mittag, Mitglied des ZK der SED ( - 1926)
- 23. März: Giulietta Masina, italienische Schauspielerin ( - 1921)
- 24. März: Hans Jakob, deutscher Fußballspieler ( - 1908)
- 25. März: Max Petitpierre, Schweizer Politiker (FDP) ( - 1899)
- 26. März: Owen McCann, Erzbischof von Kapstadt und Kardinal ( - 1907)
- 28. März: Eugène Ionesco, französischer Dramatiker ( - 1912)
- 29. März: Paul Grimault, französischer Zeichentrickfilmer und Regisseur ( - 1905)
- 30. März: Florian Kuntner, Bischof ( - 1933)
- 31. März: Léon Degrelle, belgischer Faschist ( - 1906)
- 1. April: Robert Doisneau, französischer Fotograf ( - 1912)
- 4. April: Herbert Schwiete, Bürgermeister von Paderborn ( - 1918)
- 4. April: Jérôme Lejeune, französischer Mediziner ( - 1926)
- 5. April: Kurt Cobain, Sänger und Gitarrist der Grunge-Band Nirvana ( - 1967)
- 6. April: Dieter Oesterlen, deutscher Architekt und Hochschullehrer ( - 1911)
- 6. April: Cyprien Ntaryamira, Präsident von Burundi ( - 1955)
- 6. April: Juvénal Habyarimana, Präsident von Ruanda (1973–1994) ( - 1937)
- 7. April: Golo Mann, deutscher Historiker, Schriftsteller und Philosoph ( - 1909)
- 8. April: Hans Bodensteiner, deutscher Politiker ( - 1912)
- 14. April: Bernt Engelmann, deutscher Schriftsteller und Journalist ( - 1921)
- 15. April: John Curry, Eiskunstläufer ( - 1949)
- 16. April: Ralph Ellison, US-amerikanischer Autor ( - 1914)
- 18. April: Roger Sperry, US-amerikanischer Neurobiologe ( - 1913)
- 19. April: Jochen Ziem, deutscher Schriftsteller ( - 1932)
- 20. April: Jean Carmet, französischer Schauspieler ( - 1920)
- 22. April: Richard Nixon, US-amerikanischer Politiker, 37. Präsident der USA ( - 1913)
- 26. April: Ōyama Masutatsu, Begründer des Kyokushin-Karate-Stiles ( - 1923)
- 30. April: Roland Ratzenberger, Formel 1 Pilot ( - 1960)
- 1. Mai: Ayrton Senna, Formel-1-Rennfahrer und dreifacher Formel-1-Weltmeister ( - 1960)
- 3. Mai: Hermann Mathias Görgen, deutscher Politiker und MdB ( - 1908)
- 4. Mai: Edwin Rausch, deutscher Psychologe ( - 1906)
- 7. Mai: Chaim Bar-Lew, israelischer Generalstabschef während des Zermürbungskrieges ( - 1924)
- 8. Mai: George Peppard, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1928)
- 9. Mai: Anni Albers, deutsch-amerikanische Textilkünstlerin, Weberin und Grafikerin ( - 1899)
- 9. Mai: Heinz-Werner Meyer, deutscher Gewerkschafter, DGB-Vorsitzender ( - 1932)
- 10. Mai: John Wayne Gacy, US-amerikanischer Serienmörder ( - 1942)
- 12. Mai: John Smith, britischer Politiker ( - 1938)
- 12. Mai: Erik H. Erikson, deutsch-US-amerikanischer Psychologe und Psychoanalytiker ( - 1902)
- 13. Mai: Duncan Hamilton, Formel-1-Rennfahrer ( - 1920)
- 16. Mai: Alfred Nier, US-amerikanischer Physiker ( - 1911)
- 19. Mai: Jacqueline Lee Bouvier, Ehefrau von John Fitzgerald Kennedy ( - 1929)
- 19. Mai: Luis Ocaña, spanischer Profi-Radfahrer ( - 1945)
- 20. Mai: Ludwig Volkholz, Politiker ( - 1919)
- 21. Mai: Giovanni Goria, italienischer Politiker und Ministerpräsident ( - 1943)
- 23. Mai: Joe Pass, US-amerikanischer Jazzgitarrist ( - 1929)
- 26. Mai: George Ball, US-amerikanischer Jurist, Politiker und Diplomat ( - 1909)
- 27. Mai: Klaus Beckmann, deutscher Politiker ( - 1944)
- 29. Mai: Erich Honecker, deutscher Politiker ( - 1912)
- 30. Mai: Juan Carlos Onetti, uruguayischer Schriftsteller ( - 1909)
- 4. Juni: Jean Daetwyler, Schweizer Dirigent und Komponist ( - 1907)
- 9. Juni: Jan Tinbergen, niederländischer Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler ( - 1903)
- 10. Juni: Edward Kienholz, US-amerikanischer Objektkünstler ( - 1927)
- 16. Juni: Hans Paul Bahrdt, deutscher Soziologie ( - 1918)
- 16. Juni: Raph, französisch-argentinischer Rennfahrer ( - 1910)
- 17. Juni: Kurt Hessenberg, deutscher Komponist und Musikpädagoge ( - 1908)
- 20. Juni: Jay Miner, Chipdesigner, gilt als Vater des Amiga ( - 1932)
- 21. Juni: William Wilson Morgan, US-amerikanischer A
Ruanda
Ruanda liegt in Ostafrika und grenzt an Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania.
- Nationalfeiertag: 1. Juli, Tag der Unabhängigkeit von Belgien 1962
Zur Schreibweise von Wörtern
Das Land wird auf deutsch "Ruanda" mit u geschrieben, genauso wie die Sprache Swahili auf deutsch "Suaheli" heißt. Da die Amtssprache Kinyarwanda, wie viele andere afrikanische Sprachen auch, vorne flektiert wird, entstehen verwirrend vielfältige Schreibweisen in Europa. Die Wörter Tutsi und Hutu zum Beispiel gibt es als solches in Kinyarwanda nicht. In der grammatischen Normalform wird ein Ba (Wa) vorangestellt, also Bahutu bzw. Batutsi (=Watussi). Um genauer zu sein kommt noch dazu der Artikel und es wird richtig von Umuhutu(in Mehrheit Abahutu) oder Umututsi(Abatutsi) gesprochen. Da sich die Vorsilben aber je nach grammatischer Verwendung verändern, werden in Kinyarwanda-Wörterbüchern die Wörter nach dem Wortstamm sortiert.
Geographie
flektiert]
Ruanda ist ein Hochland, das in der Ebene etwa 1.500 m über NN liegt. Die Vulkanberge im Norden sind bis zu 4.507 m hoch. Aufgrund der Höhe ist das Klima trotz der Äquatornähe eher mild.
Ruanda grenzt (im Uhrzeigersinn) an Uganda, Tansania, Burundi und Kongo. Der größte Teil der Grenze zu Kongo liegt im Kiwusee, der zum afrikanischen Grabenbruchsystem, dem Great Rift Valley, gehört und daher sehr tief ist. Im Grenzgebiet zu Kongo und Uganda liegen die Virunga-Vulkane, auf denen in mittlerer Höhe die Berggorillas leben.
Ruanda wird gern Land der tausend Hügel, französisch Pays de Mille Collines genannt und hat in der Tat eine sehr hügelige Landschaft hauptsächlich im westlichen Teil des Landes.
Städte
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Kigali 745.261 Einwohner, Butare 89.600 Einwohner, Gitarama 87.613 Einwohner, Ruhengeri 86.685 Einwohner und Gisenyi 83.623 Einwohner.
Kigali ist die Hauptstadt und besitzt einen internationalen Verkehrsflughafen, mehrere internationale Hotels und ist das Zentrum des regelmäßigen Busverkehrs in alle Richtungen.
Gisenyi ist eine malerisch gelegene Kleinstadt am nördlichen Ende des Kiwusees. Es liegt unmittelbar an der Grenze zu Kongo; die Nachbarstadt auf der anderen Seite der Grenze ist Goma. Nach dem Völkermord zogen große Flüchtlingsströme durch Gisenyi nach Goma. Von Gisenyi gibt es einen regelmäßigen Bootsverkehr nach Kibuye und Cyangugu.
Kibuye ist eine Kleinstadt an einer sehr zerklüfteten Küste am Kiwusee. Eine alte Missionsstation befindet sich auf einem Felsen, der in den See hineinreicht. Die Stadt selbst liegt etwas erhöht, jedoch haben die zahlreichen Fischer ihre Häuser meist unten an der Küste. Eine wunderschön angelegte, aber heruntergekommene Ferienanlage mit Bungalows sollte Touristen anlocken. Vor dem Völkermord gab es 250.000 Tutsi in der Präfektur von Kibuye, lediglich 8.000 überlebten die Massaker.
Cyangugu am Südende des Kiwusees liegt unmittelbar an der Grenze zu Kongo. Auch hier gab es während des Völkermords mächtige Flüchtlingsströme nach Kongo.
Butare im Süden Ruandas ist gewissermaßen die Kulturstadt des Landes. Die Universität wird u. a. von Deutschland unterstützt. Im Gästehaus der Universität sind deutsche Professoren untergebracht, die die Flora und Fauna der Gegend untersuchen. Wegen der klimatischen und geographischen Besonderheiten gibt es dort endemische Arten, sodass Forscher eine gute Chance haben, ihren Namen in einer neuen Art zu verewigen. Daneben gibt es ein kleines Museum, das zum Teil interessante Ausstellungsstücke aus vorkolonialer Zeit zeigt und nachgebaute Hütten dieser Zeit beinhaltet.
Nyarubuye wurde negativ bekannt durch das Massaker von Nyarubuye.
- Siehe auch: Liste der Städte in Ruanda
Flora und Fauna
Eine Besonderheit sind die wenigen noch vorhandenen Berggorillas in den Virungavulkanen. Die vom Aussterben bedrohten Berggorillas werden durch Schutzmaßnahmen (unter anderem einem Jagdverbot) geschützt. Bekannt geworden sind sie durch den Film Gorillas im Nebel, der das Leben der US-Forscherin Dian Fossey mit den Gorillas in Ruanda zeigt.
Bevölkerung
Religion
Schon seit der deutschen, aber vor allem seit der belgischen Kolonisation nach dem 1. Weltkrieg wurde das Land christlich missioniert, was zu einer Dominanz des in Belgien vorherrschenden Katholizismus führte, dem kurz vor dem Völkermord etwa zwei Drittel der Bevölkerung angehörten. Da die katholische Mission zuerst unter den Hutu große Erfolge feiern konnte, wurde ihr eine besondere Nähe zu den Hutu nachgesagt, was auch während und nach dem Völkermord dazu führte, dass besonders die katholische Kirche bei der Rettung von Tutsi vor dem Völkermord versagte. Protestanten waren durch verschiedene Kirchen vertreten, zum Islam bekannten sich gut vier Prozent der Ruander. Der einheimische Ryangombe-Kult tritt zwar öffentlich nicht in Erscheinung, wird jedoch neben den eben zitierten Religionen von einem großen Teil der Bevölkerung weiterhin praktiziert. Es handelt sich dabei ebenfalls um eine monotheistische Religion mit einer großen Persönlichkeit (Ryangombe), der ähnlich wie Jesus, ein Mittler und irdischer Repräsentant Gottes (Imana) war. Wegen der Ähnlichkeit dieser beiden Figuren waren die Ruander leicht für den christlichen Glauben zu gewinnen.
Während des Völkermords suchten viele Gläubige in den heiligen Räumen der etablierten Kirchen Zuflucht, die diese Gläubigen aber meist nicht vor der Vernichtung schützten. Selbst Geistliche beteiligten sich am Völkermord.
Das Versagen der etablierten christlichen Kirchen bei der Verhinderung des Völkermords führte zu einer starken Abwendung von diesen Kirchen und zu einem Aufschwung des Islams und kleinerer christlichen Gruppen, wie etwa die Baptisten, die heute 5 % der Bevölkerung ausmachen und ihre Anhängerschaft seit dem Völkermord verachtfachen konnten. Auch charismatische Gruppen konnten seit dem Völkermord ihre Anhängerschaft vervielfachen. Die Zahl der Katholiken hat sich seit dem Völkermord um mindestens 10 % verringert.
Ethnische Zusammensetzung
Nach einer Volkszählung der Belgier Anfang der 1930er Jahre gab es 84 % Hutu, 15 % Tutsi und 1 % Twa. Vor der ersten Vertreibung und Fluchtwelle von Tutsi im Jahre 1959 wurde der Anteil der Tutsi auf 12-13 % geschätzt. Dieser Anteil nahm dann bis zum Völkermord durch weitere Fluchtwellen und Vertreibungen auf etwa 9-10 % ab. Auch der Anteil der Twa ist seit den 1930er Jahren stetig gesunken. Es gab und gibt einen nicht zu vernachlässigenden Anteil von Menschen mit schwankender oder gemischter ethnischer Identität, obwohl die Ethnizität amtlich registriert war.
Der Völkermord brachte mindestens drei Viertel, vielleicht auch über 90 % der in Ruanda ansässigen Tutsi den Tod. Durch die kurz danach einsetzende Rückwanderung einer großen Zahl von Exil-Tutsi machen die Tutsi wieder wesentlich mehr als die zu erwartenden 1–3 % der Bevölkerung aus. Neuere Zahlen zur Ethnizität sind kaum erhältlich.
Demografie
Mit ca. 300 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Ruanda das am dichtesten bevölkerte Land Afrikas. Kinder (0-14 Jahre) sind die größte Bevölkerungsgruppe mit 42,5 %. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 40 Jahre.
Bedingt durch die Spätfolgen des Bürgerkrieges und der HIV-Infizierung (8,9 %) der Bevölkerung ist die Sterblichkeitsrate recht hoch.
Sprachen
Muttersprache fast aller Ruander ist die Bantusprache Kinyarwanda. In den Handelszentren wird auch das ebenfalls zu den Bantusprachen gehörende Kiswahili gesprochen, das in Ruanda nur als Fremdsprache erlernt wird. Ebenfalls als Fremdsprache weit verbreitet ist vor allem das Französische und daneben auch das Englische.
Kultur
Als Journalist wurde der in Irland studierende Chris Kayomba bekannt, der die unabhängige Oppositionszeitung Umuseso gründete.
Geschichte
Neben der europäischen Kolonisation, die weite Teile des Landes erst kurz vor dem 1. Weltkrieg effektiv erreichte, waren die Unabhängigkeit im Jahre 1962 und der Völkermord von 1994 die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse. Ruanda lag in Deutsch-Ostafrika, das ab 1885 Kolonie des Deutschen Reiches war. 1916 besetzten belgische Truppen das Land.
Siehe auch den Hauptartikel zur Geschichte Ruandas sowie Völkermord in Ruanda
Politik
Nach dem militärischen Sieg 1994 hat die "Ruandische patriotische Front" (FPR) eine Koalitionsregierung ähnlich der bereits 1992 von Präsident Juvénal Habyarimana gebildeten etabliert.
Habyarimana's Partei, die von Hutus dominierte "Nationale Bewegung für Demokratie und Entwicklung" wurde verboten, da nach seinem Tod bei einem Flugzeugabsturz im April 1994 Hardliner die Macht übernommen hatten. Diese sollen maßgeblich an der Planung des unmittelbar auf seinen Tod einsetzenden Völkermordes beteiligt gewesen sein.
Politische Organisationen waren bis 2003 verboten. Dementsprechend fanden erst im August und September 2003 die ersten Nachkriegswahlen für Parlament und Präsidentenamt statt.
Exekutive
Amtierender Präsident und damit Staatschef ist seit dem (22. April 2000) General Paul Kagame (FPR). Der Regierungschef und seine Minister werden vom Präsidenten eingesetzt. Das Amt des Premierministers wird seit dem 8. März 2000 von Bernard Makuza wahrgenommen. Der Präsident wird normalerweise alle 5 Jahre direkt vom Volk gewählt. Der jetzige Amtsinhaber wurde jedoch in einem Sonderverfahren am 17. April 2000 von den Abgeordneten der Nationalversammlung mit 81 von 86 möglichen Stimmen gewählt.
Legislative
Von 1994 bis 2003 besaß Ruanda ein Übergangsparlament mit nur einer Kammer und 70 Sitzen. Gegründet wurde es am 12 Dezember 1994 durch ein Abkommen mehrerer Parteien. Die Mitglieder wurden durch die Verträge von Arusha bestimmt.
Seit den Wahlen 2003 besteht das Parlament in Ruanda aus zwei Kammern: der Chamber of Deputies mit 80 Sitzen und dem Senat mit 26 Sitzen.
Die Sitze der Chamber of Deputies werden wie folgt vergeben: 53 Abgeordnete werden direkt vom Volk in geheimer Wahl gewählt; 24 Frauen werden gewählt: zwei für jede Provinz und die Stadt Kigali; 2 Mitglieder werden vom "National Youth Council" gewählt; ein Mitglied wird gewählt von der Behindertenvereinigung "Federation of the Association of the Disabled".
Die Sitze im Senat setzen sich folgendermaßen zusammen: 12 Senatoren werden indirekt gewählt, einer von jeder Provinz und der Stadt Kigali; acht Senatoren werden vom Präsidenten eingesetzt; vier Senatoren werden bestimmt vom "Forum of Political organizations"; ein Senator wird gewählt aus den Reihen der Dozenten und Forscher von staatlichen Universitäten und Hochschulen und ein Senator aus den Reihen der Dozenten und Forscher von privaten Universitäten und Hochschulen.
Partnerschaften
Zwischen Ruanda und dem Bundesland Rheinland-Pfalz besteht eine Partnerschaft. (siehe auch: http://www.rlp-ruanda.de/index.shtml)
Wirtschaft
Ruandas Wirtschaft ist stark landwirtschaftlich geprägt. Ungefähr 90% der Bevölkerung arbeiten in diesem Bereich. Ein großer Teil der Erträge gelten allerdings der Selbstversorgung. Ruanda ist das am dichtesten bevölkerte Land in Afrika. Es besitzt nur wenige natürliche Rohstoffe und nur ein Minimum an Industrie. Primäre Exportgüter sind Kaffee und Tee, das Land leidet jedoch unter den niedrigen Preisen dieser Güter in den Industrieländern.
Der Völkermord von 1994 hat Ruandas ohnehin schon schwache wirtschaftliche Basis weiter geschädigt und die Bevölkerung, insbesondere die Frauen nachhaltig verarmen lassen. Ruandas Fähigkeit privates und privatwirtschaftliches Kapital anzuziehen ist noch sehr begrenzt.
Mittlererweile sind jedoch auch beachtliche Fortschritte in der Stabilisierung und Wiederbelebung der Wirtschaft auf das Niveau vor 1994 erkennbar. Das Bruttoinlandsprodukt stieg in den letzten Jahren während die Inflation gesenkt werden konnte. Die Armut hat allerdings im selben Zeitraum zugenommen.
Trotz Ruandas fruchtbaren Bodens kann die Nahrungsmittelproduktion oft nicht mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten. Dadurch werden Nahrungsmittelimporte notwendig. Ruanda erhält von der Weltgemeinschaft dringend benötigte Hilfsgelder und wird von der Weltbank als hoch verschuldetes Entwicklungsland eingestuft. Mit dieser Einstufung qualifiziert es sich für die Teilnahme an dem im Jahr 2000 von den Industrieländern beschlossenen Programm zum Schuldenerlass für die ärmsten Länder Afrikas.
Die hohen Verteidigungsausgaben des Landes haben in der Vergangenheit zu Spannungen zwischen der Regierung und den internationalen Geldgebern geführt.
Energieknappheit, Instabilität in der Region, sowie immer noch fehlende Transportanbindungen an die Nachbarländer, überschatten das Exportwachstum des Landes.
Verwaltungsgliederung
Ruanda gliedert sich in zwölf Provinzen. Diese sind alle nach ihrer Hauptstadt benannt worden. Hauptstadt der Provinzen Kigali und Kigali Rural ist Kigali bzw. Kabuga. Die Provinzen sind:
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=138 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.abenaa.de/ruanda.htm Reiseerfahrungen und Fotos aus Ruanda]
- [http://www.rwandemb.org/ Botschaft von Ruanda]
- [http://www.rwandatourism.com/home.htm Tourismusbüro]
- [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/rw.html Ruanda im CIA - World Factbook]
- http://www.imbuto.net
- [http://www.assist.d-k-w.info/ ASSIST a.s.b.l.] Ruandische Hilfsorganisation für benachteiligte Kinder und Jugendliche
Kategorie:Staat
ja:ルワンダ
ko:르완다
ms:Rwanda
zh-min-nan:Rwanda
Burundi
Burundi ist ein Staat in Ostafrika.
Burundi grenzt (im Uhrzeigersinn) an Ruanda, Tansania und die Demokratische Republik Kongo. Der größte Teil der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo liegt im Tanganjika-See.
Geographie
Burundi ist einer der kleinsten Staaten Afrikas. Zwischen dem Viktoriasee und dem Tanganjikasee gelegen, wird das Land von einem Hochplateau (1.400 – 1.800 Meter) durchzogen, das allmählich auf über 2.700 Meter ansteigt. Dieses Randgebirge des Zentralafrikanischen Grabens fällt schließlich zum Innern der vom Tanganjikasee gefüllten Grabensenke steil ab.
Das Klima ist tropisch-wechselfeucht mit zwei Regenzeiten. Die Temperaturen werden durch die Höhenlage gemildert. Niederschlag fällt durchschnittlich 1.000 mm im Jahr. Zur artenreichen Tierwelt zählen Leoparden, Löwen, Paviane, Zebras und Antilopenarten, in den Flüssen leben Krokodile und Flusspferde.
- Siehe auch: Liste der Städte in Burundi
Bevölkerung
Liste der Städte in Burundi
Größte Bevölkerungsgruppe mit 82 Prozent sind die Hutu, die wie fast alle Ruander die Bantusprache Kirundi sprechen, 15 Prozent der Bevölkerung gehören zur Ethnie der Tutsi, den Rest bilden die Twa (1%), ein Volk, das traditioneller Weise zu den "Pygmäen" gerechnet wird. Schon seit Jahrhunderten üben die Tutsi die Vorherrschaft über die Bevölkerungsmehrheit der Hutu aus; dies führt immer wieder zu Konflikten. Viele Einwohner sind in die Nachbarländer geflohen. Rund 62 Prozent der Burundier sind Christen (vor allem Katholiken), eine Minderheit bekennt sich zum Islam.
Geschichte
Burundi war zwischen 1885 und 1918 Teil der Kolonie Deutsch-Ostafrika. Diese befand sich auf dem Gebiet der heutigen Staaten Tansania, Ruanda und Burundi. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde im Versailler Vertrag beschieden, dass Deutschland alle seine Kolonien abtreten muss. Burundi fiel als Völkerbundsmandat (ab 1946 als UN-Treuhandgebiet) zusammen mit Ruanda als Ruanda-Urundi an Belgien.
Die (Ba)Tutsi sind als osthamitische Großviehzüchter und Krieger wahrscheinlich im 13. Jahrhundert von Norden kommend langsam in das Gebiet eingewandert. Durch Kriege und Einheirat in die lokalen Herrscherfamilien haben sie im Laufe der Zeit die vollkommene Macht über die ansässigen Ackerbauern, die Hutu, erlangt. Die Batutsi verstehen sich als Herrenmenschen, was aus einem Sprichwort aus dem Ostkongo klar hervorgeht: "Lass einen Tutsi zur Tür herein, und schon spielt er den Hausherrn!"
Mit Beginn der Kolonialzeit rekrutierten die deutschen Kolonialherren die Tutsi als Hilfstruppen, setzten Menschen aus dieser Bevölkerungsschicht als Verwaltungshilfskräfte ein, da es diese seit Jahrhunderten gewohnt waren, die (Ba)Hutu für sich arbeiten zu lassen.
Als die belgische Kolonialmacht das Gebiet übernahm, übernahmen die Belgier auch die Verwaltungs- und damit Herrschaftsstrukturen. Die Hutu lehnten sich immer wieder gegen die Vorherrschaft der Batutsi auf; der Konflikt zwischen diesen Bevölkerungsgruppen schw | | |