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Daniela Iraschko

Daniela Iraschko

Daniela Iraschko (
- 21. November 1983 in Eisenerz (Steiermark)) ist eine österreichische Skispringerin. Sie stellte am 29. Januar 2003 den bis heute gültigen Skisprungrekord der Damen auf. Beim Skifliegen am Kulm in Bad Mitterndorf sprang sie auf 200 Meter und verbesserte so den bisherigen Weltrekord ihrer Landsfrau Eva Ganster um 33 Meter. Iraschko ist zudem mehrfache österreichische Meisterin im Skispringen und hat zahlreiche Einzelspringen auf internationaler Ebene gewonnen. In den Jahren 2000-2002 gewann sie drei Mal in Folge die Gesamtwertung der FIS-Ladies-Tournee. Iraschko tritt nachdrücklich dafür ein, das Damenskispringen auch in das Programm der Nordischen Skiweltmeisterschaften und Olympischen Winterspiele aufzunehmen.

Weblinks


- [http://www.members.a1.net/iraschko-daniela/index_1.html Homepage] Iraschko, Daniela Iraschko, Daniela Iraschko, Daniela Iraschko, Daniela

21. November

Der 21. November ist der 325. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 326. in Schaltjahren) - somit bleiben 40 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1259 v. Chr. (nach Beckeraths Berechnung) - Der Ägyptisch-Hethitische Friedensvertrag wird geschlossen.
- 1272 - Nach dem Tod von Heinrich III. fünf Tage zuvor wird sein Sohn Edward in Abwesenheit neuer Köng von England.
- 1803 - Deutschland: Nach einem mehrwöchigen Prozess wird der Schinderhannes mit 19 Kumpanen in Mainz hingerichtet.
- 1806 - Frankreich: Kaiser Napoléon Bonaparte verhängt eine Kontinentalsperre gegen Großbritannien
- 1918 - Am Ende des Ersten Weltkrieges verlassen die deutschen Truppen das Elsass
- 1945 - Radio RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) wird in Berlin gegründet.
- 1945 - Guatemala wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1946 - Peru und die Philippinen werden Mitglieder der UNESCO.
- 1948 - Gründung Radio Bremen
- 1958 - Im Hüttenwerk Oberhausen wird erstmals in Deutschland die Lohnzahlung überwiesen.
- 1967 - Rahmenabkommen zwischen Deutschland und Paraguay über deutsche Entwicklungshilfe
- 1991 - Gemeinsame Erklärung des deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl und des russischen Präsidenten Michail Gorbatschow
- 1995 - In Dayton, Ohio, finden die Präsidenten von Bosnien, Kroatien und Rest-Jugoslawien zu einer Einigung über die künftige Gestaltung Bosniens.
- 2000 - Peru. Der Kongress enthebt Staatspräsident Alberto Fujimori seines Amtes.
- 2002 - Mir Zafarullah Khan Jamali wird Regierungschef in Pakistan.
- 2002 - Auf ihrem Gipfeltreffen in Prag werden von der NATO sieben Staaten Mittel- und Osteuropas zum Beitritt eingeladen.
- 2005 - Der israelische Premierminister Ariel Scharon verlässt die von ihm mitgegründete Likud-Partei.

Wirtschaft


- 1956 - Per Jacobsson, Schweden, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond).
- 1993 - Die Fusion der Fluggesellschaften KLM, SAS, AUA und Swissair scheitert sowohl am Machthunger der Airline-Manager wie auch am Widerstand der öffentlichen Meinung.

Wissenschaft, Technik


- 1783 - Paris: Start des ersten bemannten Heißluftballons der Gebrüder Montgolfier mit dem Passagier Jean-François Pilâtre de Rozier.
- 1898 - Pierre und Marie Curie entdecken gemeinsam mit Gustave Bémont das Radium.
- 1964 - In New York wird die Verrazano-Narrows-Brücke über den Hudson, die bis dato längste Hängebrücke der Welt, für den Verkehr freigegeben.
- 1999 - Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldet, dass das erste unbemannte Raumschiff der VR China planmäßig wieder gelandet sei.

Kultur


- 1827 - Die Oper "Viva la Mamma" von Gaetano Donizetti wird im Teatro Nuovo in Neapel uraufgeführt.
- 1831 - Die Oper "Robert le diable" von Giacomo Meyerbeer wird an der Pariser Opéra uraufgeführt.
- 1847 - Das Märchenspiel "Der Dudelsackpfeifer von Strakonice oder Das Fest der Waldfrauen" von Josef Kajetán Tyl wird in Prag uraufgeführt.
- 1862 - Uraufführung der Oper "Blanche de Nevers" von Michael William Balfe im Covent Garden in London.
- 1874 - Mit der "Götterdämmerung" beendet Richard Wagner in Bayreuth den letzten Teil des "Ring des Nibelungen".
- 1901 - Das Singgedicht "Feuersnot" von Richard Strauss wird in Dresden uraufgeführt.
- 1902 - Uraufführung der Operette "Wiener Frauen" von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 1963 - Mit einer Aufführung von "Frau ohne Schatten" von Richard Strauss wird das Münchner Nationaltheater wieder eröffnet.

Religion


- 235 - Der Heilige Anterus wird als Nachfolger von Pontianus als Papst inthronisiert.
- 2002 - Das Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Bremen wird von Bürgermeister Dr. Henning Scherf und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Giovanni Lajolo, unterzeichnet.

Katastrophen


- 1990 - Thailand. Auf dem Inlandsflug der Bangkok Airways von Bangkok nach Ko Samui verlieren die Piloten einer DHC-8 Dash 8 nach missglücktem Landeanflug die Orientierung. In schlechtem Wetter sinkt die Maschine unbemerkt und stürzt in eine Kokosnuss-Plantage. Keiner der 38 Menschen an Bord überlebt.
- 1997 - Ein Erdbeben der Stärke 6,1 in Indien und Bangladesch fordert 23 Tote.

Sport


- 1991 - Nach 133 Tagen auf See erreicht Gérard d'Aboville nach seiner Pazifiküberquerung mit seinem Einmann-Ruderboot die amerikanische Westküste.

Geboren


- 1694 - Voltaire (François-Marie Arouet), französischer Schriftsteller und Philosoph
- 1768 - Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, protestantischer deutscher Theologe und Philosoph
- 1789 - Cesare Graf Balbo, piemontesischer Politiker
- 1791 - Heinrich Ritter, deutscher Philosoph
- 1805 - Wilhelm Friedrich Christian Gustav Krafft, deutscher Politiker († 1854)
- 1811 - Zeng Guofan, Chinesischer Staatsmann († 1872)
- 1818 - Lewis Henry Morgan, US-amerikanischer Ethnologe
- 1824 - Hieronymus Theodor Richter, deutscher Chemiker († 1898)
- 1827 - Martin Traugott Blumner, deutscher Komponist und Musiktheoretiker
- 1840 - Viktoria, deutsche Kaiserin
- 1849 - Paul Rée, deutscher Philosoph
- 1851 - Désiré Mercier, belgischer Kardinal
- 1854 - Benedikt XV., Papst
- 1866 - Oskar Messter, deutscher Filmpionier
- 1868 - Peter Friedrich Georg von Holstein-Gottorp, Schwager des russischen Zaren Nikolaus II. († 1924)
- 1870 - Alexander Berkman, litauischer Politiker und Schriftsteller, Anarchist
- 1870 - Sigfrid Edström, schwedischer Unternehmer und Sportfunktionär
- 1878 - Gustav Radbruch, deutscher Rechtsgelehrter und Politiker
- 1880 - Franz Hessel, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 1882 - Paul Niehans, schweizer Arzt
- 1886 - Harold G. Nicolson, britischer Diplomat
- 1890 - Jeanne Mammen, deutsche Malerin
- 1891 - Karl Hubbuch, Akademieprofessor, Zeichner und Maler
- 1891 - Just Göbel, niederländischer Fußballspieler
- 1895 - Josef Mattauch, deutscher Physiker
- 1897 - Veza Canetti, Schriftstellerin
- 1898 - René Magritte, belgischer Maler
- 1904 - Coleman Bean Hawkins, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1909 - Hermann Paul Müller, deutscher Rennfahrer
- 1912 - Eleanor Powell, US-amerikanische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin
- 1918 - Dieter Mauritz, deutscher Tischtennisspieler
- 1922 - Maria Casarès, französische Schauspielerin
- 1917 - John Francis Reuel Tolkien, ältester Sohn des Schriftstellers J.R.R. Tolkien
- 1924 - Christopher Tolkien, Sohn des Schriftstellers J.R.R. Tolkien
- 1926 - William Wakefield Baum, emeritierter Erzbischof von Washington und ein Kardinal
- 1929 - Marilyn French, US-amerikanische Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin
- 1932 - Heinrich Lummer, deutscher Politiker
- 1933 - Jean Shepard, US-amerikanische Sängerin
- 1942 - Brigitte Blobel, deutsche Kinderbuchautorin und Journalistin
- 1942 - Heidemarie Wieczorek-Zeul, deutsche Politikerin
- 1943 - Jacques Laffite, Formel-1-Rennfahrer
- 1945 - Goldie Hawn, US-amerikanische Schauspielerin
- 1946 - Heinz Bosl, deutscher Tänzer
- 1947 - Klaus Esser, deutscher Manager
- 1948 - Lonnie Jordan, US-amerikanischer Rock-Musiker und Sänger
- 1949 - Randy Zehringer, US-amerikanischer Musiker
- 1950 - Alberto Juantorena, kubanischer Leichtathlet
- 1961 - Martin Andermatt, schweizerischer Fußballtrainer
- 1965 - Björk Guðmundsdóttir, isländische Musikerin
- 1968 - Inka Bause, deutsche Schlagersängerin
- 1981 - Tim Pauwels, belgischer Radsportler

Gestorben


- 496 - Gelasius I. in Rom; Papst seit 492; katholischer Heiliger
- 615 - Columban von Luxeuil, irischer Wandermönch und Missionar
- 1011 - Reizei, 63. Kaiser von Japan
- 1555 - Georgius Agricola in Chemnitz; deutscher Universalgelehrter und "Vater der Mineralogie" (
- 24. März 1494)
- 1695 - Henry Purcell in London; englischer Komponist (
- 1659)
- 1728 - Fjodor Apraksin in Moskau; russischer Admiral (
- 1661)
- 1796 - Angelo Soliman, afrikanischer Kammerdiener
- 1803 - Johann Bückler alias "Schinderhannes", in Mainz; deutscher Räuberhauptmann (
- 25. Mai 1783)
- 1811 - Heinrich von Kleist in Berlin; deutscher Dichter und Schriftsteller (
- 18. Oktober 1777)
- 1830 - Karoly Kisfaludy in Pest; ungarischer Dramatiker (
- 5. Februar 1788)
- 1844 - Philipp Emanuel von Fellenberg in Hofwil;: schweizerischer Pädagoge und Landwirt (
- 15. Juni 1771)
- 1844 - Iwan Andrejewitsch Krylow, in St. Petersburg; russischer Fabeldichter (
- 13. Februar 1769)
- 1859 - Yoshida Shōin, japanischer Intellektueller und Revolutionär
- 1861 - Jean Baptiste Henri Lacordaire, französischer Dominikaner (
- 12. Mai 1802)
- 1863 - Josef Mayseder, in Wien; österreichischer Geiger und Komponist (
- 26. Oktober 1789)
- 1870 - Karel Jaromir Erben, in Prag; tschechischer Dichter uind Historiker (
- 7. November 1811)
- 1871 - Johann Florian Heller, in Wien; österreichischer Chemiker und Arzt (
- 4. Mai 1813)
- 1872 - Torgeir Augundsson, norwegischer Komponist
- 1874 - Mariano Fortuny y Carbó, in Rom; spanischer Maler (
- 11. Juni 1838)
- 1875 - Friedrich Albert Lange, in Marburg; protestantischer deutscher Theologe und Neukantianer (
- 28. September 1828)
- 1876 - Vinzenz Jakob von Zuccalmaglio in Grevenbroich, deutscher Schriftsteller - genannt „Montanus“ (
- 26. Mai 1806)
- 1886 - Charles Adams, in Boston, Massachusetts; US-amerikanischer Diplomat und Politiker (
- 18. August 1807)
- 1907 - Paula Modersohn-Becker, deutsche Malerin
- 1909 - Peter Severin Krøyer, in Skagen, Jütland; norwegischer Impressionist (
- 23. Juli 1851)
- 1910 - Johannes Montel Edler von Treuenfels, österreichischer Diplomat
- 1916 - Franz Joseph I. in Schönbrunn; Kaiser von Österreich und König von Ungarn (
- 18. August 1830)
- 1922 - Carl Bezold, in Heidelberg; deutscher Philologe (
- 18. Mai 1859)
- 1926 - John Moses Browning, amerik. Waffenbauer
- 1928 - Hermann Sudermann in Berlin; deutscher Dramatiker (
- 30. September 1857)
- 1942 - Leopold Graf Berchtold, in Ödenburg (Sopron); österreichisch-ungarischer Diplomat und Politiker (
- 18. April 1863)
- 1942 - James Berry Munnick Hertzog, in Pretoria; südafrikanischer General und Politiker (
- 3. April 1866)
- 1944 - Adolf Jäger, deutscher Fußballspieler
- 1945 - Robert Benchley, in New York City; US-amerikanischer Schauspieler, Journalist und Drehbuchautor (
- 15. September 1889)
- 1947 - Philipp August Becker, in Leipzig; deutscher Romanist (
- 1. Juni 1862)
- 1954 - Werner Elert in Erlangen; deutscher evangelischer Theologe (
- 19. August 1885)
- 1954 - Karol Rathaus, polnischer Komponist
- 1963 - Pierre Blanchar in Paris; französischer Bühnen- und Filmschauspieler (
- 30. Juni 1896)
- 1967 - Charles Blavette, in Suresnes; französischer Schauspieler (
- 24. Juni 1906)
- 1970 - Chandrasekhara Venkata Raman, indischer Physiker, Nobelpreis für Physik 1930 (
- 7. November 1888)
- 1972 - Raymond Souplex, in Paris; französischer Schauspieler (
- 1. Juni 1901)
- 1973 - Allan Sherman, US-amerikanischer Komiker und Musikproduzent
- 1974 - Frank Martin, in Naarden, Niederlande; schweizerischer Komponist (
- 15. September 1890)
- 1975 - Gunnar Gunnarsson in Reykjavík; isländischer Schriftsteller (
- 18. Mai 1889)
- 1987 - Willy Massoth, deutscher Politiker
- 1981 - Ilya Bolotowsky, in New York City; russisch-amerikanischer Minimalist (
- 1. Juli 1907)
- 1984 - Paul Dahlke in Salzburg; deutscher Schauspieler (
- 12. April 1904)
- 1984 - Gerhard Hüsch in Viehhausen; deutscher Opernsänger (Bariton) (
- 2. Februar 1901)
- 1989 - Will Glahé in Rheinbreitbach; deutscher Akkordeonist, Komponist und Dirigent (
- 12. Februar 1902)
- 1992 - Silvio Meier in Berlin; ein von Nazis erstochener Antifaschist
- 1994 - Karlheinz Rudolph, deutscher Fernsehjournalist, Moderator des heute-journals
- 1995 - Günter Matthes, deutscher Journalist
- 2000 - Emil Zatopek, tschech. Langstreckenläufer
- 2002 - Günter Müggenburg, deutscher Fernsehjournalist
- 2004 - Wilhelm Gustav Illbruck, deutscher Unternehmer und Hochseesegler
- 2004 - Terry Melcher, US-amerikanischer Musikproduzent
- 2004 - Uwe Scholz, Leipziger Ballettdirektor und Chef-Choreograf
- 2005 - Alfred Anderson, britischer Kriegsveteran und Zeuge des Weihnachtsfriedens 1914.

Feiertage und Gedenktage


- Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem (katholisch)
- Welttag des Fernsehens (UNO)
- Alma, Amalia, Johannes, Manuel, Maria, Rufus

Siehe auch


- 20. November - 22. November
- 21. Oktober - 21. Dezember
- November - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1121 ja:11月21日 ko:11월 21일 simple:November 21 th:21 พฤศจิกายน

Eisenerz (Steiermark)

Eisenerz ist eine Stadt im Norden der Steiermark, ca 25 km nördlich der Bezirkshauptstadt Leoben.

Geografie

Geografische Lage

Eisenerz liegt am Erzbach inmitten der aufragenden Felsen der Eisenerzer Alpen im Südwesten und des Hochschwab im Nordosten. Die vier Felsformationen von Eisenerzer Reichenstein, Wildfeld, Kaiserschild und Pfaffenstein dominieren das Stadtbild. Dazu kommen die rötlich gefärbten Stufen des Erzberg, der der größte Eisenerz-Tagbau Mitteleuropas ist. Im Norden des Gemeindegebietes liegt der Leopoldsteinersee, ein malerischer Bergsee, der in heißen Sommern zu einem kühlen Bad einlädt.

Nachbargemeinden


- Landl und Wildalpen im Norden
- Tragöß im Osten
- Vordernberg, Hafning, Gai und Kalwang im Süden
- Radmer und Hieflau im Westen

Geschichte

1230 wird das Gebiet zum ersten Mal in einer Urkunde unter dem Namen Aerze erwähnt, 1293 dann im innern Eisenärzt. 1453 ist die Verleihung des Marktrechts dokumentiert. Bis Ende des 15. Jahrhunderts blüht der Erzabbau am Erzberg, aber der Dreißigjährige Krieg stürzt die Radmeister in finanzielle Probleme. Schließlich übernahm das Land Steiermark den Bergbau einschließlich Verarbeitung und Handel. Dafür wurde die "Innerberger Hauptgewerkschaft" gegründet, die den Erzberg bis 1881 verwaltete und bewirtschaftete. In diesem Jahr wurde sie von der "Alpine Montangesellschaft" abgelöst, die den Etagen-Abbau am Erzberg begann, welcher dem Berg die heute so charakteristische Form gegeben hat. In dieser Zeit wurde auch die Normalspurbahn über den Präbichl nach Leoben gebaut (Zahnradbahn). 1946 werden 12 Männer von britischen Militärgerichten in drei Prozessen zum Tode verurteilt. Sie hatten als Volkssturm-Leute oder Vorgesetzte 1945 am Präbichl ein Massaker an ungarischen Juden verübt bzw. befohlen. Die Prozesse gehören zu den bedeutendsten Kriegsverbrecher-Prozessen in Österreich. Aufgrund des florierenden Bergbaus und der zahlenmäßigen Größe (13.000 Einwohner) der Gemeinde wurde ihr 1948 das Stadtrecht verliehen. Durch technische Neuerungen im Abbaubereich selbst, aber auch durch die weltweite Krise in der Eisen- und Stahlindustrie in den 1980er-Jahren schrumpfte die Bevölkerung im Verlauf eines halben Jahrhunderts auf weniger als die Hälfte.

Politik

Gemeinderat (Wahl vom 13. März 2005)


- SPÖ: 17
- ÖVP: 3
- Grüne: 2
- KPÖ: 2
- FPÖ: 1

Bürgermeister und Stadtregierung

Die SPÖ stellt mit Bürgermeister Mag. Gerhard Freiinger, dem 1. Vizebürgermeister, dem Finanzstadtrat und einem weiteren Mitglied vier Stadträte; der 2. Vizebürgermeister wird von der ÖVP gestellt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen


- Stadtmuseum im Kammerhof, dem ehemaligen Sitz der Innerberger Hauptgemeinschaft, mit Darstellung der Entwicklung des Eisen-Bergbaues.
- Krippenmuseum, mit Krippen um die Jahrhundertwende bis zur Neuzeit

Bauwerke


- Pfarrkirche St. Oswald: Die gotische Kirche aus dem 15. - 16. Jahrhundert ist die größte Kirchenburg der Steiermark (Befestigungsanlagen von 1532-34).
- Marktkirche Maria Geburt aus dem Jahr 1453, später barockisiert.
- Schichtturm im Renaissancestil aus dem Jahr 1581
- Erzbergbahn: Museumsbahn, die von Leoben über den Präbichl nach Eisenerz und weiter nach Hieflau führt.

Naturdenkmäler


- Wassermannloch: Karstquelle mit sehr tiefem Quellbecken, die vermutlich mit dem Leopoldsteinersee in Verbindung steht. Sie ist zentraler Schauplatz der Wassermannsage, einer Mär über die Auffindung des Erzberg.
- Frauenmauerhöhle (644m lang): Tropfsteinhöhle mit sehenswerten Steingebilden und einer Eiskammer.
- Leopoldsteinersee: Bergsee mit einer ausgezeichneten Wassergüte, 1km lang, 500m breit, an der tiefsten Stelle ca. 31m tief. eingebettet in die umliegenden Berge die sich wunderbar spiegeln

Regelmäßige Veranstaltungen


- Sommerfestival (im Juli) mit Musik, Bildender Kunst und den Klangvisionen am Leopoldsteinersee
- ErzbergRodeo (am letzten Wochenende im Mai), größte Enduroveranstaltung Europas (siehe unten)

Sage

Der Sage nach verdanken die Ureinwohner des Erzbachtals die Entdeckung des Erzberges einem Wassermann aus der "Schwarzen Lacke" am Talausgang des Münichtals.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Eisenerz liegt an der "Eisenstraße", die von Niklasdorf bei Leoben über Eisenerz bis nach Enns in Oberösterreich führt. Die Bahnverbindung über den Präbichl wurde in den 1980er-Jahren eingestellt, und auch die von Norden kommende Bahnlinie Hieflau - Eisenerz wird nur noch von Güterzügen bedient. Eisenerz ist daher nur noch über die Straße zu erreichen.

Tourismus

In der jüngeren Vergangenheit versucht sich Eisenerz als Fremdenverkehrsgemeinde zu profilieren. Attraktionen dafür sind einerseits der Erzberg, wo in den Stollen ein Schaubergwerk eingerichtet ist; andererseits die natürlichen Gegebenheiten der Eisenerzer Alpen und des Hochschwab, welche Wanderer und Bergsteiger anziehen sollen. Außerdem befindet sich im Hochtal der Eisenerzer Ramsau, das sich durch Schneereichtum und Kälte auszeichnet, ein nordisches Skisportzentrum mit einer Sprungschanze, einer Naturrodelbahn und einer neu errichteten Biathlonanlage. Der Strukturwandel hin zur Fremdenverkehrsgemeinde erfolgt nur langsam, so wurden teilweise größere Projekte jahrelang geplant und dann mangels Nachfrage doch verworfen. Etwa das "Rogner-Projekt", ein mittelgroßes Skigebiet in der Eisenerzer Ramsau, oder das "Seehotel" am Leopoldsteiner See. Eisenerz besitzt bis heute kein Hotel, es existieren jedoch einige mittlere Beherbergungsbetriebe. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Privat-Zimmer-Vermietern.

Ansässige Unternehmen


- VA-Erzberg: Bergbau am Erzberg
- Pilkington: Flachglaswerk
- MSE - Maschinen Service Erzberg
- MAW
- Blechtechnik Eisenerz
- CCI Modulbau

Sport

Das "ErzbergRodeo", ein Enduro-Event, ist seit einiger Zeit ein international anerkanntes Sportgroßereignis. Die Teilnehmerzahl beträgt bis zu ca. 1500 und der Bewerb findet seit 1995 statt und gilt als eines der schwierigsten Offroadrennen der Welt.

Weblinks


- http://www.eisenerz.at/ Gemeinde Eisenerz
- http://www.eisenerz-heute.at Eisenerz Heute Kategorie:Ort in der Steiermark

Österreich

Die Republik Österreich ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa mit der Staatsform einer parlamentarischen Demokratie. Das Land ist seit 1955 Mitglied in der UNO und seit 1995 in der Europäischen Union. Es grenzt im Norden an Deutschland und Tschechien, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien und im Westen an die Schweiz und Liechtenstein.

Geografie

Hauptartikel: Geografie Österreichs

Landschaft

Etwa 60 Prozent des Landes sind gebirgig und haben Anteil an den Ostalpen (vor allem Tiroler Zentralalpen, Hohe Tauern und Niedere Tauern, Nördliche Kalkalpen, Südliche Kalkalpen und Wienerwald). In Ober- und Niederösterreich liegt - bereits nördlich der Donau - die Böhmische Masse, ein altes Rumpfgebirge, das auch nach Tschechien und Bayern hinüberreicht, und an der Ostgrenze die Kleinen Karpaten. Die fünf Großlandschaften Österreichs:
- Anteil an den Ostalpen (52.600 km², 62,8 % der Staatsfläche)
- Anteil am Alpen- und Karpatenvorland (9.500 km², 12,3 %)
- Vorland im Osten, Anteil an Randgebieten des Pannonischen Tieflands (9.500 km², 12,3 %)
- Granit- und Gneisplateau, Anteil am Mittelgebirgsland der Böhmischen Masse (8.500 km², 10,1 %)
- Anteil am Wiener Becken (3.700 km², 4,4 %) Von der Gesamtfläche Österreichs (rd. 84.000 km²) entfällt etwa ein Viertel auf Tief- und Hügelländer. Nur 32 % liegen tiefer als 500 m.

Gebirge

km² km²] km² km²]] Die sieben höchsten Berge Österreichs sind:

Ebenen

Die großen Ebenen liegen im Osten entlang der Donau, vor allem das Alpenvorland und das Wiener Becken mit dem Marchfeld, sowie in der südlichen Steiermark, die wegen ihrer Landschaftsähnlichkeit zur Toskana auch oftmals Steirische Toskana genannt wird. tiefster Punkt: Hedwighof (Gemeinde Apetlon - Burgenland) 114 m

Seen

Der größte See ist der Neusiedler See im Burgenland, der mit ca. 77 % seiner Gesamtfläche von 315 km² in Österreich liegt, gefolgt vom Attersee mit 46 km² und dem Traunsee mit 24 km² in Oberösterreich. Auch der große Bodensee mit seinen 536 km² im Dreiländereck mit Deutschland (Freistaat Bayern und Land Baden-Württemberg) und der Schweiz liegt zu einem kleinen Anteil auf österreichischem Staatsgebiet. Allerdings sind die Staatsgrenzen innerhalb des Bodensees nicht genau bestimmt. Für den Sommertourismus in Österreich haben die Seen neben den Bergen die größte Bedeutung, insbesondere die Kärntner Seen und jene des Salzkammerguts. Die Bekanntesten davon sind der Wörthersee, der Millstättersee, der Ossiachersee und der Weißensee. Weitere bekannte Seen sind der Mondsee und Wolfgangsee an der Grenze von Salzburg und Oberösterreich. siehe auch: Liste der Seen in Österreich

Flüsse

Der größte Teil Österreichs wird über die Donau zum Schwarzen Meer entwässert, nur kleine Gebiete über Rhein oder Elbe zur Nordsee. Große Nebenflüsse der Donau sind (von Westen nach Osten):
- Lech und Inn (entwässern Tirol) mit Salzach (entwässert Salzburg).
- die Ager, Traun, Enns, Ybbs, Erlauf, Traisen, Wien, und Fischa entwässern die südlich der Donau gelegenen Gebiete von Oberösterreich und Niederösterreich sowie Wiens.
- die Große und Kleine Mühl, Rodl und Aist, der Kamp, Göllersbach und Rußbach, sowie die March an der Ostgrenze entwässern die nördlich der Donau gelegenen Gebiete von Oberösterreich und Niederösterreich

Klima

Das Klima wird vom Westen nach Osten immer trockener (In Wien sind die Niederschläge nur noch halb so hoch wie in Salzburg) und erreicht in den östlichen und südöstlichen Landesteilen das pannonische Kontinentalklima, das teilweise im südlichen Seengebiet mediterran beeinflusst wird. Die schneereichen Winter bringen dem Tourismus eine zweite Saison. Die Sonnenscheindauer ist etwa um 10 bis 20 Prozent länger als beispielsweise in Norddeutschland. Die niederschlagsreichsten Gegenden sind das gesamte Alpenvorland sowie das Tiroler Unterland, das Außerfern und der Bregenzer Wald. Dort fallen bis zu 3.000 mm Regen pro Jahr (Durchschnitt 900 mm). In diesen Regionen kann es auch sehr oft zu Überschwemmungen kommen.

Bundesländer

Bregenzer Wald Die österreichischen Bundesländer: B Burgenland, K Kärnten, NÖ Niederösterreich, OÖ Oberösterreich, S Salzburg, St Steiermark, T Tirol, V Vorarlberg, W Wien Die neun österreichischen Bundesländer sind in Bezirke aufgeteilt, diese wiederum in Gemeinden.

Städte

Siehe auch: Städte in Österreich Das mit Abstand größte Siedlungsgebiet in Österreich ist die Metropolregion Wien mit einer Einwohnerzahl von 2.067.652 (Stand 1. Januar 2005). Damit konzentriert sich ein Viertel der Bevölkerung des Landes in der Hauptstadtregion. In Österreich besitzen rund 200 Gemeinden das Stadtrecht. Ein großes Problem, vor allem in wirtschaftlich schwachen Gegenden, ist die Abwanderung (Landflucht) der ländlichen Bevölkerung in die städtischen Ballungsräume.

Große Städte

Die größten Städte Österreichs (nach Einwohnerzahl) sind: Landflucht] Landflucht Landflucht Landflucht mit Bodensee (vom Pfänder gesehen)]] Stand: 2001

Ballungsräume in Österreich

Die nachstehenden Gemeinden, die in einem größeren bebauten Siedlungsgebiet liegen, sind nach ihrer Einwohnerzahl sortiert. Stand: 2001

Entfernungen (Luftlinie)


- Wien - Bregenz 505 km
- Wien - Innsbruck 390 km
- Wien - Salzburg 253 km
- Wien - Linz 155 km
- Wien - Graz 148 km
- Wien - Bratislava (SK) 55 km
- Salzburg - München (D) 116 km
- Wien - Berlin (D) 530 km
- Wien - Budapest (H) 255 km
- Bregenz - Paris (F) 568 km
- Villach - Triest (Mittelmeer) (I) 109 km
- Graz - Maribor (SLO) 70 km

Grenzlängen


- Staatsgrenzen insgesamt 2.562 km, davon zu:
  - Deutschland (Bayern): 784 km
  - Italien: 430 km
  - Ungarn: 366 km
  - Tschechische Republik: 362 km
  - Slowenien: 330 km
  - Schweiz: 164 km
  - Slowakei: 91 km
  - Liechtenstein: 35 km

Bevölkerung

siehe auch: Österreicher Österreicher

Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich beträgt zur Zeit (2005) bei den Frauen 82,1 Jahre und bei den Männern 76,4 Jahre (im Vergleich 1971: 75,7 Frauen und 73,3 Männer). Die Kindersterblichkeit beträgt 0,45 %. siehe auch: Österreichisches Gesundheitssystem

Sprache

Deutsch ist Amts- und Muttersprache von etwa 98 % der österreichischen Bevölkerung. Die deutsche Sprache wird vielfach in Form eines der vielen oberdeutschen Dialekte gesprochen, die zu den Mundartfamilien des
- Alemannischen (gesprochen in Vorarlberg sowie dem Tiroler Außerfern) und
- Bairischen (gesprochen in allen anderen Bundesländern – siehe Sprachgebrauch in Österreich) gehören. Sieben Millionen Österreicher sprechen einen mittel- oder südbairischen Dialekt. Daneben werden slawische und andere Sprachen von autochthonen Minderheiten gesprochen. Die alteingesessenen burgenlandkroatischen, slowenischen und ungarischen Bevölkerungsanteile in Österreich haben einen Anspruch auf muttersprachlichen Schulunterricht und Behördenverkehr. Burgenlandkroatisch und Slowenisch sind zusätzliche Amtssprachen in jenen Verwaltungs- und Gerichtsbezirken der Steiermark, des Burgenlandes und Kärntens mit kroatischer oder slowenischer, bzw. gemischter Bevölkerung. Auch die alteingesessene Roma-Bevölkerung hat ihre eigene Sprache. Außerdem leben 35.000 Jenische in Österreich, wovon gerade noch 3.500 ein fahrendes Leben führen. Sie wurden in den 1960er Jahren im Burgenland, im Mühlviertel, im Waldviertel, auf dem Hausruck, im Toten Gebirge, in den Seetaler Alpen und Fischbacher Alpen angesiedelt. Siehe auch: Minderheitssprachen in Österreich, Kärntner Slowenen

Zuwanderung

Das Land beherbergt Menschen aus vielen anderen Ländern, die aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen ins Land gekommen sind. Diese Zuwanderer oder vorübergehend im Land lebenden Menschen stammen vornehmlich aus Russland, dem ehemaligen Jugoslawien (v.a. Serbien und Montenegro), Deutschland, Georgien, dem asiatischen Raum (Indien, Türkei, Afghanistan, Pakistan, China u.a.), aber auch aus anderen Weltregionen; Deren Anteil an der einheimischen Bevölkerung beträgt etwa 12,5 % (Anfang 2005). Bereits in den 1960er und 1970er Jahren wurden viele damals noch als Fremdarbeiter wegen des herrschenden Arbeitskräftemangels von den Firmen direkt in den Herkunftsländern angeworben um in Österreich zu arbeiten. Viele dieser Familien leben mittlerweile in der zweiten oder dritten Generation im Land. Ungefähr die Hälfte aller Menschen mit Migrationshintergrund bzw. deren Nachkommen lebt im Großraum Wien, wo etwa ein Viertel der gesamten Bevölkerung Österreichs ansässig ist. Der Rest verteilt sich vorwiegend auf die übrigen Ballungszentren, in denen ihr Anteil zwischen 10 und 20 % ausmacht. In einigen ländlichen Regionen liegt der Anteil der Migranten und Migrantinnen zwischen 0 und 5 %. In den vergangenen Jahren wurde pro Jahr an etwa 30.000 - 40.000 Menschen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen.

Prognose

Laut Prognosen der Statistik Austria, dem statistischen Amt der Republik Österreich, halten sich Geburten und Sterbefälle in Österreich noch für etwa 20 Jahre die Waage, danach werden die Geburten- voraussichtlich unter den Sterbezahlen liegen, was zu einem höheren Altersdurchschnitt führen wird. Durch Zuwanderung kann die Bevölkerung bis zum Jahr 2050 auf rund 9 Millionen anwachsen und das Geburtendefizit teilweise ausgeglichen werden. Nur in Wien, als einzigem der neun Bundesländer, wird der Altersdurschnitt niedriger und das Bevölkerungswachstum höher als im Bundesdurchschnitt sein; bis 2050 kann Wien demnach wieder zur Zweimillionenstadt werden. Als Grund führt Statistik Austria an, dass die Geburtenraten höher liegen und rund 40% der Immigration nach Österreich auf die Bundeshauptstadt entfallen.

Religion

73,6 % der einheimischen Bevölkerung bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben und 4,7 % zum Protestantismus (überwiegend Augsburger Bekenntnis). Etwa 12 % der Bevölkerung gehören keiner Kirche oder Glaubensgemeinschaft an, die israelitische Kultusgemeinde zählt etwa 7.300 Mitglieder. Zum Buddhismus, der in Österreich 1983 als Religionsgemeinschaft anerkannt wurde, bekennen sich etwas über 10.000 Menschen. Etwa 20.000 sind aktive Mitglieder der Zeugen Jehovas. Von den zugewanderten Personen sind etwa 180.000 Mitglieder christlich-orthodoxer Kirchen, und rund 350.000 Menschen Mitglieder verschiedener muslimischer Religionsgemeinschaften (August 2005). Siehe auch: Geschichte des Christentums in Österreich, Anerkannte Religionen in Österreich, Baptisten in Österreich, Buddhismus in Österreich, Religionsfreiheit in Österreich

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Österreichs

Franken- und Ostfrankenreich

Weite Gebiete des heutigen Österreich gehörten im späten 8. Jahrhundert zum bayrischen Stammesherzogtum im fränkischen Reich Karls des Großen. Im folgenden Ostfrankenreich, in der Region des heutigen Niederösterreich, war seit 856 eine Marchia Orientalis den Karolingern unterstellt. Diese Grenzmark im Südosten des Reiches wurde zur Keimzelle des späteren Österreich. Dieses Gebiet ging 907 allerdings an die Ungarn verloren. Erst nach der Schlacht auf dem Lechfeld 955 konnte das ostfränkische Reich wieder nach Osten expandieren und es entstanden neue Herzogtümer und Markgrafschaften. Damit begann auch eine weitere Welle bajuwarischer (bayerischer) Siedlungstätigkeit.

Heiliges Römisches Reich (HRR) (962 - 1806)

955 Im Jahr 976 wurde die Marchia Orientalis von Kaiser Otto II. einem Babenberger-Grafen übereignet. In einer Urkunde von 996 wurde diese Marchia Orientalis erstmals Ostarrichi genannt; Aussprache und Schreibweise wandelten sich später zu Österreich. Das Gebiet wurde auch als Ostland (lat. Austria) oder Osterland bekannt und 1156 von Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) zu einem Herzogtum erhoben. Den Babenbergern folgten ab 1278 die Habsburger, die bis 1526 ihr Herrschaftsgebiet weiter ausdehnten und ein Erzherzogtum schufen, das ein bedeutender Faktor im Heiligen Römischen Reich wurde. Schon die späten Babenberger hatten die Steiermark mit Österreich verbinden können, die Habsburger schufen davon ausgehend mit der Erwerbung Kärntens, Tirols, Krains und anderer Gebiete einen Länderkomplex in den Ostalpen, der Herrschaft zu Österreich genannt wurde. Ab 1438 besaß das Fürstenhaus fast durchgehend die römisch-deutsche Königs- und die damit verbundene Kaiserwürde. Vom späten 15. Jahrhundert bis 1690 waren die habsburger Länder von ständigen militärischen Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich geprägt. Die Reformation der Kirche konnte sich anfangs schnell durchsetzen, wurde aber im Laufe des 17. Jahrhunderts zurückgedrängt. 1713 wurde mit der Pragmatischen Sanktion erstmals ein für alle Länder gleichermaßen gültiges Grundgesetz in Kraft gesetzt. Im Österreichischen Erbfolgekrieg konnte das neue Haus Habsburg-Lothringen die Erbländer großteils für sich behaupten. Die Kriege gegen Napoleon und seine Kaiserkrönung führten 1804 dazu, dass Kaiser Franz II. den Titel als Kaiser Franz I. von Österreich für seine Erbländer annahm und 1806 unter dem Druck Napoleons auf die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verzichtete.

Kaisertum Österreich (1804 – 1867); Österreich-Ungarn (1867 - 1918)

Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation Das neue Kaiserreich Österreich war ein Vielvölkerstaat und reichte von Böhmen und Mähren über die heutige Republik hinweg weiter über Ungarn bis tief in den Balkan hinein. 1815 erhielt Österreich den Vorsitz im Deutschen Bund. Mit der Niederschlagung der Märzrevolution 1848 sicherte sich das Kaiserreich sein Überleben. Auch der ungarische Aufstand gegen die österreichische Vorherrschaft wurde niedergerungen. Der Krieg des Deutschen Bundes unter dem Vorsitz Österreichs gegen Preußen (Deutscher Krieg) führte 1866 nach dem Sieg Moltkes bei Königgrätz zur Auflösung des Bundes der deutschen Staaten. 1867 wurde im Zuge des Ausgleiches eine österreich-ungarische Doppelmonarchie unter der Herrschaft vom österreichischen Kaiser Franz Joseph I. geformt, der zugleich als König von Ungarn galt und über 40 Jahre an der Macht bleiben sollte. Da hierbei die Forderungen der „K.u.k.”-Völker nach mehr Selbstständigkeit außer Acht gelassen wurden spitzten sich die Nationalitätenprobleme zu und trieben das Reich an den Rand der Unregierbarkeit. Ausgelöst vom Attentat von Sarajevo und weitergetrieben von den europäischen Beistandspakten begann 1914 der erste Weltkrieg, der 1918 zum Ende der „kaiserlich-königlichen Monarchie” führte.

I. Republik (1918 – 1938) und Drittes Reich (1938 – 1945)

Österreich-Ungarn wurde aufgelöst. Auf dem vorwiegend von Menschen mit deutscher Muttersprache bewohnten Gebiet der Doppelmonarchie entstand die Republik „Deutschösterreich”, wobei einige Gebiete, in welchen ebenfalls eine große Bevölkerungszahl vorwiegend Deutsch sprach (z.B.: Egerland, Südmähren, Südtirol) abgetrennt wurden. Im Vertrag von Saint-Germain wurde dieser Staatsname „Deutschösterreich” und der von vielen angestrebte Zusammenschluss mit der neuen Deutschen Republik untersagt. Am 21. Oktober 1919 wurde der Name in „Republik Österreich“ geändert und 1920 die neue österreichische Verfassung beschlossen. In den folgenden Jahren führten die schlechte Wirtschaftslage und politische Auseinandersetzungen Österreich immer tiefer in eine Krise die schließlich im Bürgerkrieg (1934) gipfelte. Nachdem Bundeskanzler Engelbert Dollfuß 1933 den Nationalrat aufgelöst hatte, wurde in Österreich eine austrofaschistische Diktatur in Form eines autoritären Ständestaates etabliert. 1938 erfolgte der Anschluss an das Deutsche Reich. Der gebürtige Österreicher Adolf Hitler führte nach seinem beruflichen Scheitern in seinem Heimatland und seiner politischen Karriere in Deutschland Österreich in die nationalsozialistische Willkürherrschaft und ließ in der Folge alle Hinweise auf eine Eigenständigkeit des Landes tilgen. Österreich wurde in „Ostmark” und bald danach in „Donau- und Alpengaue” umbenannt. Der 1939 von ihm entfesselte Zweite Weltkrieg führte schließlich zum Untergang des „Dritten Reiches“.

II. Republik (ab 1945)

Dritten Reiches Mit dem Kriegsende 1945, der Niederlage des Großdeutschen Reiches und der Befreiung von der Herrschaft Hitlers und der Nationalsozialisten, wurde von den Siegermächten ein Staat Österreich wiederhergestellt. Bereits am 27. April trat eine provisorische Staatsregierung mit Karl Renner als Staatskanzler zusammen und proklamierte die Wiedererrichtung der Republik. Nach Renners Tod wurde Theodor Körner als Kandidat der SPÖ am 27. Mai 1951 zum Bundespräsidenten gewählt. Dies war die erste Volkswahl des Staatsoberhauptes in der Österreichischen Geschichte überhaupt. Bis 1955 war das neue Österreich, wie auch Deutschland, in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Erst mit der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags durch die Bundesregierung und Vertreter der Siegermächte am 15. Mai 1955, und damit dem Bekenntnis zur Neutralität und der Verpflichtung keinen neuen Anschluss anzustreben, erlangte die Republik ihre volle Souveränität. Bis zum 25. Oktober 1955 verließen die letzten alliierten Truppen das Land. Tags darauf wurde die „immerwährende Neutralität” im Nationalrat in Form eines Verfassungsgesetzes festgeschrieben. Seit 1965 ist der 26. Oktober, in Erinnerung an den Beschluss der Neutralität, österreichischer Nationalfeiertag. 1960 war die Republik Mitbegründer der EFTA, die einen Wirtschaftszusammenhalt anstrebte. Bedingt durch die Neutralität konnten sowohl mit den westlichen Ländern als auch mit den damaligen Ostblockländern gute kulturelle und wirtschaftliche Bande geknüpft werden, was dem Land in der Zeit des Wiederaufbaues noch lange half. Nach dem Ende des Kalten Krieges 1991 wurde die strikte Neutralitätspolitik zwar gelockert, aber die angemessene Interpretation der Neutralität in der geänderten Weltordnung ist seitdem ein umstrittenes innenpolitisches Thema. 1995 trat Österreich der Europäischen Union (EU) bei. 1999 schaffte es seine bisherige Währung, den Schilling ab und führte zusammen mit anderen EU-Staaten den Euro ein.

Politik

Hauptartikel: Politisches System Österreichs Siehe auch: Politische Parteien in Österreich, Endogene Regionalentwicklung, Bundesverfassung (Österreich)

System

Österreich ist nach der Bundesverfassung von 1920, die 1945 wieder eingeführt wurde, eine föderale, parlamentarisch-demokratische Republik, bestehend aus neun Bundesländern. Staatsoberhaupt ist ein Bundespräsident, der für 6 Jahre direkt von der Bevölkerung gewählt wird. "Regierungschef" und Vorsitzender der Bundesregierung ist ein Bundeskanzler, der vom Bundespräsidenten de facto entsprechend den Mehrheitsverhältnissen im Nationalrat ernannt wird. Die Bundesregierung kann durch ein Misstrauensvotum des Nationalrates abberufen werden.

Institutionen

Das österreichische Parlament besteht aus zwei Kammern. Die Zusammensetzung des Nationalrates mit seinen 183 Mitgliedern wird alle 4 Jahre durch freie und allgemeine Bürgerwahlen bestimmt. Eine 4-Prozent-Hürde verhindert eine zu große Zersplitterung der Parteienlandschaft im Nationalrat. Der Bundesrat wird von den einzelnen Landtagen (Parlamente der Bundesländer) beschickt. Der Nationalrat ist die dominierende Kammer in der österreichischen Gesetzgebung. Der Bundesrat besitzt in den überwiegenden Fällen nur ein aufschiebendes Vetorecht, das durch einen Beharrungsbeschluss des Nationalrates außer Kraft gesetzt werden kann. Vom 1. Juli 2003 bis 31. Jänner 2005 tagte ein Verfassungskonvent ("Österreich-Konvent") unter Franz Fiedler, der Vorschläge für eine Reform der österreichischen Bundesverfassung erarbeitete. Dabei kam man aber nicht zu einer einheitlichen Meinung über die zukünftige Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern. Diese muss in Verhandlungen der verschiedenen politischen Ebenen ausgearbeitet werden.

Politische Parteien

Hauptartikel: Politische Parteien in Österreich. Seit der Gründung der Republik Österreich wird die Politik von zwei großen Parteien, der christlich-konservativen Volkspartei ÖVP (vor dem 2. Weltkrieg unter dem Namen Christlichsoziale Partei) sowie der sozialdemokratischen SPÖ (vorher Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs), geprägt. Beide entstanden schon während der Monarchie und erlebten jeweils nach dem 2. Weltkrieg eine Neugründung, der eine intensivierte Zusammenarbeit folgte. Die positiven Auswirkungen dieser Kooperation wurde unter dem Begriff der Sozialpartnerschaft, die negativen als Parteipolitischer Proporz bekannt. Drittes, allerdings wesentlich kleineres, parteipolitisches Kontinuum ist das deutschnationale Lager, welches sich in der ersten Republik vor allem in der Großdeutschen Volkspartei, danach in der FPÖ, der Freiheitlichen Partei Österreichs, sammelte. In den ersten Jahren der zweiten Republik spielte auch die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) ein Rolle in der Politik des Landes, seit den 60er Jahren ist sie jedoch als Kleinstpartei auf Bundesebene relativ bedeutungslos. Bei regionalen Wahlen, wie zB. in Graz, erreicht sie aber auch heute noch nennenswerte Stimmanteile.
In den 80er-Jahren brach das starre, manchmal auch als
hyperstabil bezeichnete Parteiensystem (mit einer der höchsten Dichte an Pateimitgliedern weltweit) auf. Einerseits durch den Eintritt der Grünen Partei auf dem linken Parteienspektrum, andererseits durch die Forcierung der FPÖ als rechtspopulistische Partei. Von der bis zum Regierungseintritt im Jahr 2000 stark wachsenden Partei spaltete sich 1993 das Liberale Forum ab, das allerdings bald wieder von der politischen Bühne verschwinden sollte. Im Jahr 2005 erlebte die FPÖ mit der Gründung des BZÖ ihre zweite Spaltung. Derzeit besteht die Bundesregierung aus einer Koalition zwischen ÖVP und BZÖ unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Vizekanzler ist derzeit Hubert Gorbach.

Rechtswesen

Die zentrale Privatrechtskodifikation Österreichs, das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch 1811 (ABGB), ist eine Naturrechtskodifikation, die 1914-1916 unter Einfluss der Historischen Rechtsschule tiefgreifend novelliert wurde. Weit reichende Änderungen erfolgten dann erst wieder ab 1970, insbesondere im Familienrecht. Große Bereiche des Privatrechts sind allerdings außerhalb des ABGB geregelt, wobei viele dieser Sondergesetze im Zuge des "Anschlusses" 1938 aus Deutschland in Österreich eingeführt wurden und nach 1945 in gegebenenfalls entnazifierter Fassung in Österreich beibehalten wurden; so etwa das Ehegesetz (EheG), das Handelsgesetzbuch (HGB) und das Aktiengesetz (AktG). Auch das Verfassungsrecht ist zersplittert, da es - im Gegensatz etwa zum deutschen Grundgesetz - kein Inkorporationsgebot gibt, wonach Verfassungsbestimmungen nur in den Text der Verfassungsurkunde aufgenommen werden dürfen. Als solche kann das Bundesverfassungsgesetz vom 1. Oktober 1920 angesehen werden, welches sozusagen den "Kern" des Bundesverfassungsrechts enthält; daneben bestehen jedoch mehr als 1.300 (!) Verfassungsgesetze und Verfassungsbestimmungen in einfachen Gesetzen sowie Staatsverträge im Verfassungsrang. Als die wichtigsten sind das Staatsgrundgesetz über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger vom 21. Dezember 1867, das Finanz-Verfassungsgesetz vom 21. Jänner 1948, das Neutralitätsgesetz vom 26. Oktober 1955 sowie die Europäische Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 zu nennen. Das Strafrecht ist in einer modernen Kodifikation, dem Strafgesetzbuch vom 23. Jänner 1974, geregelt. Es kennt außer Strafen auch "vorbeugende Maßnahmen" (= Unterbringung von geistig abnormen, entwöhnungsbedürftigen oder potentiell rückfälligen Tätern in entsprechende Anstalten), beide dürfen nur wegen einer Tat verhängt werden, die schon zur Zeit ihrer Begehung mit Strafe bedroht war (
Nulla poena sine lege, § 1 StGB). Die Todesstrafe ist im ordentlichen Verfahren seit 1950, im außerordentlichen Verfahren seit 1968 abgeschafft. Die Gerichtsbarkeit wird in Zivilrechts- und Strafrechtssachen von Bezirksgerichten, Landesgerichten, Oberlandesgerichten und dem Obersten Gerichtshof als höchste Instanz wahrgenommen. Die Gerichtsbarkeit des öffentlichen Rechts wird vom Verwaltungsgerichtshof und vom Verfassungsgerichtshof wahrgenommen. siehe auch: Gerichtsorganisation in Österreich

Militärische Landesverteidigung

Hauptartikel: Österreichisches Bundesheer. Die militärische Landesverteidung fußt auf einer allgemeinen Wehrpflicht aller männlichen Staatsbürger im Alter von 17 - 50 Jahren. Frauen können einen freiwilligen Wehrdienst ableisten. Das Bundesheer besteht aus ca. 35.000 Mann im Präsenzstand und ca. 75.000 Mann der Miliz. Der Präsenzdienst dauert bisher acht Monate und ab 1. Jänner 2006 sechs Monate. Bis zum Jahr 2009 wird voraussichtlich die allgemeine Wehrpflicht abgeschafft und durch ein Berufsheer ersetzt. Die Hauptaufgaben des Bundesheeres sind:
- Militärische Landesverteidigung
- Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen sowie der demokratischen Freiheiten der Bürger
- Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren
- Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges
- Hilfeleistung im Ausland Wehrpflichtige, die einen Wehrdienst aus Gewissensgründen ablehnen, können einen Zivildienst ableisten. Dieser dauert zwölf Monate und ab 1. Jänner 2006 neun Monate.

Staatsverschuldung

Die Verschuldung des Gesamtstaates einschl. Parafisken wird 2005 ihren bisher höchsten Stand mit 154,86 Mrd. EUR erreichen, danach sollen die Schulden über 154,500 (2006) auf 154,200 Mrd. EUR (2007) zurückgeführt werden. Die Schuldenstandsquote wird für 2005 mit 63,3% veranschlagt (durch die Revision der VGR (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung) fällt der Quotient niedriger aus als bisher). 1995 - im Jahre des EU-Beitritts - lag sie noch bei 69,2%. Das Maastricht-Ziel eines Schuldenstands von höchstens 60% des BIP hatte Österreich zuletzt - vor dem Beitritt zur EU - 1992 erreicht.

Bundeshaushalt

Der Bundeshaushalt 2005 sieht bei Ausgaben in Höhe von 64,001 Mrd. EUR Einnahmen von 58,866 Mrd. EUR vor, so dass sich ein Defizit in Höhe von 5,135 Mrd. EUR oder 2,1% des BIP ergibt.

Infrastruktur

Verkehr

Die Verkehrsinfrastruktur ist geprägt einerseits durch die Lage in den Alpen und andererseits durch die zentrale Lage in Mitteleuropa. Dies gilt für Straßen- und Bahnverbindungen gleichermaßen. Die logistische Erschließung der Alpen erfordert viele Tunnel- und Brückenbauten, die extremen Witterungsbedingungen standhalten müssen. Durch die zentrale Lage gilt Österreich als typisches Transitland, vor allem in Nord-Süd- und Nord-Südost-Richtung, durch die Öffnung des Eisernen Vorhangs auch in Ost-Westrichtung. Das bedeutet aber oft eine wesentlich größere Dimensionierung der Verkehrswege, auch in ökologisch sensiblen Gebieten, was oft zu Widerständen der Bevölkerung führt. Um diese Gratwanderung zwischen Ökonomie und Ökologie zu bewältigen, sind oft Maßnahmen notwendig, welche dem Land eine Vorreiterrolle im Umweltschutz gebracht haben, vor allem am Kraftfahrzeugsektor. Es wurde in der Alpenrepublik beispielsweise vergleichsweise früh gesetzlich vorgeschrieben, in jedem Kraftfahrzeug einen Katalysator einzubauen. Ebenso wurden auf bestimmten Strecken nur Lärmarme LKW zugelassen. Durch verschiedene Deregulierungen fühlen sich die Bewohner jedoch in bestimmten Regionen, wie im Inntal, von den verkehrsregelnden Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene, vor allem von der EU, im Stich gelassen.

Straßenverkehr

Das österreichische Straßennetz umfasst derzeit:
- 2.000 km Autobahnen und Schnellstraßen
- 10.000 km Straßen mit Vorrang (früher Bundesstraßen)
- 24.000 km Landesstraßen
- 70.000 km Gemeindestraßen Das Straßennetz ist großteils in öffentlicher Hand, wobei auf Autobahnen und Schnellstraßen die PKWs mit so genannten Mautvignetten und die LKWs kilometerabhängig durch die ASFINAG bemautet werden. Siehe: Straßensystem in Österreich, Liste der Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich, Liste der österreichischen Kfz-Kennzeichen

Schienenverkehr

Liste der österreichischen Kfz-Kennzeichen Der größte Teil der Eisenbahnstrecken wird durch die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) betrieben. Ein geringerer Teil wird durch Privatbahnen, die aber auch teilweise im Besitz der Bundesländer sind, befahren. S-Bahnen gibt es derzeit nur in der Hauptstadtregion Wien und in Salzburg. Weitere S-Bahn Systeme sind für die Städte Graz, Linz und Innsbruck geplant. Die einzige U-Bahn Österreichs befindet sich in Wien. Des weiteren besitzt die Linzer Straßenbahn einige unterirdische Stationen. Straßenbahnverkehr gibt es in den Städten Wien, Graz, Linz, Innsbruck und Gmunden.

Schiffsverkehr

Der Personenschiffsverkehr dient hauptsächlich dem Tourismus und findet sowohl auf der Donau, als auch auf den größeren Seen statt. Meist werden die Gewässer nur im Sommerhalbjahr befahren. Im Güterverkehr wird nur die Donau genutzt, die durch den Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals wesentlich aufgewertet wurde und so viel Transitverkehr von der Nordsee bis ans Schwarze Meer aufnehmen kann. Hauptsächlich werden Schüttgüter befördert. Die wichtigsten Häfen sind Linz, Krems und Wien.

Flugverkehr

Die größte nationale Fluggesellschaft ist die Austrian-Gruppe (Austrian Airlines, Lauda Air, Austrian Arrows). Mit FlyNiki besitzt Österreich seit 2003 auch eine Billigflugairline. Wichtigster Flughafen ist der Flughafen Wien-Schwechat, daneben sind Graz, Linz, Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck internationale Anbindungen.

Energieversorgung

Hauptartikel: Energieversorgung in Österreich Energieversorgung in Österreich

Elektrische Energie

Die Elektrische Energie wird zum größten Teil aus Wasserkraft, sowohl aus Laufkraftwerken an der Donau, der Enns, Drau und vielen kleineren, als auch aus Pumpspeicherkraftwerken, wie Kraftwerk Kaprun oder Maltakraftwerke hergestellt. Zur Deckung von Spitzenstrom werden auch Gaskraftwerke betrieben. Strom aus Atomkraftwerken wird auf Grund des Atomsperrgesetzes nicht hergestellt. Das einzige Kernkraftwerk wurde zwar in Zwentendorf errichtet, ging aber nach einer Volksabstimmung 1978 nie in Betrieb. Die Verteilung erfolgt hauptsächlich durch neun Landesgesellschaften, die auch die letzte Meile zum Endverbraucher haben. Daneben gibt es einige kleinere Versorger, die meist auch im Besitz der öffentlichen Hand sind.

Gasversorgung

letzte Meile Bei der Erdgasversorgung ist Österreich weitgehend vom Ausland abhängig. Traditionellerweise ist die Hauptversorgung aus Russland. Verhältnismäßig kleine Erdgaslager befinden sich im Marchfeld und Weinviertel, wo sich auch unterirdische Pufferspeicher als Sicherheitslager befinden. Die Verteilung erfolgt ebenfalls über neun Landesgesellschaften.

Ölversorgung

Dasselbe gilt für das Erdöl. Hauptimportland ist dabei Libyen. Die größte Raffinerie befindet sich in Schwechat und wird von der OMV AG betrieben.

Rechtliche und soziale Infrastruktur

Schule und Ausbildung

Siehe: Schulsystem in Österreich, Liste bedeutender Österreicher, Österreichische Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen, Schülerzeitung

Notrufdienste

Polizei
Österreichweit wurde 2005 die für ländliche Gebiete zuständige Bundesgendarmerie mit den in den Städten vorhandenen Bundessicherheitswachekorps und Kriminalbeamtenkorps zum neuen Wachkörper Bundespolizei zusammengelegt. Dadurch wurde versucht, Zweigleisigkeiten in der Organisation zu beseitigen und die Effizienz zu erhöhen. Der Beweis dieses Anspruchs konnte bis dato nicht erbracht werden.
Feuerwehr
Das österreichische Feuerwehrensystem basiert fast vollständig auf Freiwilligen Feuerwehren. Nur in den sechs größten Städten wird der Brandschutz von Berufsfeuerwehren wahrgenommen. Hauptartikel:Feuerwehr in Österreich
Rettungsdienst
Bei Unfällen mit Verletzten wird in Österreich die Rettung informiert. Vor allem in den ländlichen Gebieten übernimmt das Österreichische Rote Kreuz den Rettungsdient. Daneben unterhalten andere Hilfsorganisationen wie des ASBÖ oder die Johanniter Rettungswachen. In Wien teilen sich die städtische Wiener Rettung und die Hilfsorganisationen die Aufgabe. Rettungshubschrauber spielen eine sehr wichtige Rolle im österreichischen Rettungsdienst. Das Land dürfte über die größte Dichte an Rettungshubschraubern weltweit verfügen. Flächendeckend stellt der Christophorus Flugrettungsverein des ÖAMTC 16 Hubschrauber. Daneben sind vor allem in den Tourismus-Regionen mehrere private Anbieter tätig. Siehe auch Luftrettung.

Wetterdienst

Wetterstationen befinden sich übers ganze Land verteilt, in größeren Städten und in allen Landeshauptstädten. Die nationale Einrichtung für meteorologische und geophysikalische Dienste ist die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit mehreren Zweigstellen in den Bundesländern. Die aktuellen Wetterdaten und Wetterentwicklungen lassen sich, auf Internetseiten gesammelt, für viele Orte abrufen und außerdem über Radio und Fernsehen verfolgen. In Zukunft soll außerdem ein zuverlässiger Unwetterwarndienst im Internet angeboten werden. Zusätzlich gibt es noch die Flugwetterdienste oder spezielle Systeme, wie das Blitzortungssystem ALDIS, die auch mit der ZAMG zusammenarbeiten und Daten austauschen.

Medien

Hauptartikel: Medien in Österreich

Wirtschaft

Hauptartikel: Österreichische Wirtschaft
In Österreich waren 2001 3.420.788 Personen in 396.288 Arbeitsstätten beschäftigt. Die größte Börse in Österreich ist die Wiener Börse, dessen größter Index der ATX ist.

Land- und Forstwirtschaft

Österreich hat eine sehr kleinstrukturierte Landwirtsch

Skispringen

] Skispringen ist eine olympische Wintersportart, bei dem die Sportler auf Skiern eine Sprungschanze hinabfahren, an einer Rampe (Schanzentisch) abspringen und möglichst weit fliegen. Bewertet werden neben der Weite auch die Flughaltung und Landung. Skispringen wird als Solosport ausgeführt, ist zusammen mit dem Skilanglauf gleichzeitig aber auch ein Teil der Nordischen Kombination. Ebenso werden Mannschaftsspringen abgehalten, in der für jedes Land üblicherweise vier Springer starten. Dabei entspricht das Ergebnis der Mannschaft der Summe der Punktzahlen der vier Einzelspringer. Das Skispringen auf besonders großen Schanzen (ab einem Konstruktionspunkt von 185 Metern) wird Skifliegen genannt.

Geschichte

Konstruktionspunkt Konstruktionspunkt Konstruktionspunkt] Wie alle modernen Skisportarten entstand auch das Skispringen in Norwegen. Der erste größere jährlich ausgetragene Skisprungwettkampf fand ab 1879 auf dem Husebybakken in Oslo statt. 1892 zog der Wettbewerb auf den Holmenkollen um, der bis heute als Mekka des nordischen Wintersports gilt. Skispringen gehört seit den ersten Winterspielen 1924 zum olympischen Programm.

Ablauf

Die Sportler fahren beim Skispringen auf Skiern in einer vorbereiteten Schneespur (bzw. im Sommer Keramik-Spur) den Anlauf der Sprungschanze hinab. Am Schanzentisch, der Rampe am Ende der Sprungschanze, springen die Sportler ab und müssen einen möglichst weiten Sprung mit möglichst guter Körperhaltung und Landung zeigen. Zur Weite des Sprungs wird danach die von mehreren Punktrichtern benoteten Flug- und Landetechnik addiert. Die theoretisch erreichbare Weite wird durch die Schanze selbst festgelegt. Als Erkennung eines "Schanzentyps" dient die Hillsize-Marke. Die Technik des Skispringens hat sich im Laufe der Jahrzehnte deutlich gewandelt. In der Anfangszeit ruderten die Skispringer während des Sprungs bei paralleler Skihaltung mit den Armen. Später streckte man die Arme aus oder hielt sie eng am Körper. Die vorerst letzte technische Revolution gab es Anfang der 1990er Jahre, als sich der Flugstil mit V-förmig gespreizten Skiern (V-Stil) gegenüber dem Parallelstil durchsetzte. Der neue Stil, erstmals von dem Schweden Jan Boklöv praktiziert, erlaubt aufgrund der verbesserten Aerodynamik deutlich weitere Sprünge. Ursprünglich musste Boklöv dafür hohe Punkteabzüge für die Flugtechnik in Kauf nehmen, die wesentlich höhere Weite erlaubte ihm aber trotzdem, Spitzenplatzierungen zu erreichen. Später übernahmen alle Springer diese Technik.

Weitenrekorde

Die Verbesserungen in Technik, Material und Trainingskonzeption haben - wie im Sport typisch - zu einer rasanten Rekordentwicklung geführt. Der erste statistisch festgehaltene Weitenrekord von 1879 lag bei 23 m. Bis 1927 haben nur Norweger den Weitenrekord gebrochen, dann brach der Schweizer Bruno Trojani mit 72 m den Weltrekord. 1936 gab es den ersten Sprung über 100 m durch den Österreicher Sepp Bradl (101 m) und 1967 wurden 150 m vom Norweger Lars Grini erreicht. Der erste gestandene 200-m-Sprung gelang Toni Nieminen 1994, Andreas Goldberger erreichte diese Weite schon früher, der Sprung wurde allerdings offiziell nicht gewertet. Der derzeitige Weltrekord liegt schließlich bei 239 m, aufgestellt von Bjørn Einar Romøren am 20. März 2005 auf der heute weltweit größten Skiflug-Schanze im slowenischen Planica. Der inoffizielle Weltrekord wird von Janne Ahonen mit 240 Metern gehalten, allerdings stürzte dieser dabei und daher zählt dieser nicht offiziell. Den Damenweltrekord stellte mit 200 Meteren die Österreicherin Daniela Iraschko am 29. Januar 2003 am Kulm auf.

Wettbewerbe

Weltcup

Die besten Skispringer nehmen am Skisprung-Weltcup teil, einer von der FIS während des gesamten Winters ausgetragenen Reihe von in der Saison 2003/04 30 Veranstaltungen in neun Ländern vor allem Nord- und Mitteleuropas, aber auch in Japan und den USA. Der bekannteste einzelne Weltcup-Wettbewerb ist derjenige auf dem norwegischen Holmenkollen in Oslo. Einige der Weltcup-Wettbewerbe finden auf größeren Skiflug-Schanzen statt. Neben den Einzelwettbewerben finden auch nach Nationen ausgetragene Teamkonkurrenzen statt.

Skisprung-Weltcup Gewinner

Seit 1994 gibt es auch eine kürzere Wettkampfserie im Sommer, den auf Mattenschanzen ausgetragenen Sommer-Grand Prix. Neben dem Weltcup bietet die FIS für Nachwuchsspringer noch 2 weitere Wettkampfserien an: den Continentalcup, früher Interkontinentalcup, und den FIS-Cup.

Vierschanzentournee

Seit 1952 findet jährlich über den Jahreswechsel auf vier Sprungschanzen in Deutschland und Österreich die Vierschanzentournee statt. Ihr Gewinn gilt als mindestens so prestigeträchtig wie ein Weltmeistertitel, da die Springer sich in allerkürzester Zeit auf vier unterschiedliche Schanzenprofile einstellen müssen. Sven Hannawald ist der einzige Springer, der alle vier Wettbewerbe einer Tournee gewinnen konnte. Jens Weißflog ist bisher der einzige Skispringer, der 4mal den Gesamtsieg erringen konnte. Zu einer Übersicht der Gesamtsieger siehe die Liste der Gesamtsieger der Vierschanzentournee.

Weltmeisterschaft

Die nordischen Skiweltmeisterschaften wurden erstmals im Rahmen der Olympischen Winterspiele von 1924 ausgetragen und finden heute alle zwei Jahre jeweils in den Monaten Januar bis März statt. Neben den nordischen Skiweltmeisterschaften gibt es seit 1972 eine Skiflug-Weltmeisterschaft, die seitdem in jedem geraden Jahr durchgeführt wird.

Olympische Spiele

Seit den ersten Olympischen Winterspielen 1924 ist Skispringen in den Wettbewerbsdisziplinen vertreten. Seit 1964 werden zwei Einzelwettbewerbe ausgetragen, einer auf der Kleinschanze und einer auf der Großschanze. Bis 1988 war der Konstruktionspunkt der Normalschanze auf 70 Meter festgelegt, der der Großschanze auf 90 Meter. Seit 1992 ist die 90-Meter-Schanze die Normalschanze, die Großschanze hat einen Konstruktionspunkt von 120 Metern. Seit 1988 wird zudem ein Mannschaftspringen veranstaltet.

Weblinks


- [http://www.fis-ski.com/de/neuigkeiteninformationen/beschreibungfisdiszipline/skispringen.html Beschreibung der FIS Disziplin Skispringen]
- http://www.sportal.de/skispringen/
- http://www.skispringen.com/
- http://www.skispringen.ch/ Siehe auch: :Kategorie:Skispringer, Liste der Skispringer Kategorie:Ski Kategorie:Wintersportart ja:スキージャンプ

Kulm (Bad Mitterndorf)

Der Kulm in Tauplitz liegt an der Grenze des Ausseerlandes-Salzkammergutes (im engeren Sinne, da die Gemeinde Tauplitz nicht mehr unter dem Einflussbereich der Politischen Expositur der Bezirkshauptmannschaft Liezen in Bad Aussee) steht. Im Zweiten Weltkrieg markierte er die Grenze zwischen dem Gau Oberösterreich-Salzburg und dem Gau Steiermark-Kärnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg dienten er und das Gelände rund um ihn als Grenze zwischen den britischen und den amerikanischen Besatzungsmächten. Heute ist der Kulm mit seiner größten Naturskisprungschanze (d. h. kein künstlicher Anlauf) der Welt international bekannt. Der Schanzenrekord liegt bei 214 m, gehalten von Sven Hannawald. Nachdem schon 1996 eine erfolgreiche Weltmeisterschaft auf der Skiflugschanze Kulm abgehalten wurde, ist es 2006 wieder so weit. Außerdem wird im Rahmen dieser Veranstaltung der Rücktritt von Andreas Goldberger offiziell bekannt gegeben.

Weblinks


- [http://www.skifliegen.at Skiflugschanze Kulm]
- [http://www.bad-mitterndorf.at Bad Mitterndorf]
- [http://www.tauplitz.at Tauplitz] Kategorie:Ort in Österreich

FIS

FIS ist die Abkürzung für:
- Flug- und Industriesicherheit Service- und Beratungs GmbH
- Fahrgastinformationssystem
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