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David Ben-Gurion

David Ben-Gurion

David Ben Gurion (hebr. דוד בן גוריון; gebürtig David Gruen;
- 16. Oktober 1886 in Plonsk, Polen; † 1. Dezember 1973 in Tel Hashomer, Israel) war ein israelischer Staatsmann. Im Jahr 1906 wanderte David Gruen von Polen nach Palästina aus. Er arbeitete als Journalist und nahm den Namen „Ben Gurion“ an, als er Politiker wurde. Bald war er Führer der jüdischen Arbeiterbewegung. 1915 ging er zunächst in die USA, kehrte jedoch 1918 zurück nach Palästina und wurde erster Sekretär und Vorsitzender der 1920 gegründeten Gewerkschaft Histadrut. Im Jahr 1930 gründete Ben Gurion die Mapai, eine zionistisch-sozialistische Arbeiterpartei. Während eines Besuchs in New York lernte er 1915 seine spätere Frau Paula Munweis kennen, die aus Russland stammte. Sie heirateten 1917 und hatten drei Kinder. Am 14. Mai 1948 proklamierte Ben Gurion den selbständigen Staat Israel, dessen Ministerpräsident und Verteidigungsminister er jeweils von 1948 bis 1953 sowie von 1955 bis 1963 war. In dieser Funktion führte er den Israelischen Unabhängigkeitskrieg. Im Jahr 1953 gab Ben Gurion seinen Rücktritt von der Regierung bekannt und übersiedelte in den Kibbuz Sede Boker in der israelischen Negev-Wüste. Obwohl er sich nicht vollständig aus der Politik zurückzog, blieb er dort bis 1954. 1965 gründete er mit Mosche Dajan und Shimon Peres die Rafi-Partei, nachdem er sich mit der Mapai-Partei überworfen hatte. 1970 zog er sich aus allen seinen politischen Ämtern zurück. Während der vorstaatlichen Periode in Palästina repräsentierte Ben Gurion das normale jüdische Establishment und war als moderater Politiker bekannt. Die Briten arbeiten teilweise mit seiner Organisation, der Hagana, zusammen, um Mitglieder von radikaleren Widerstandsgruppen verhaften zu können. Er war am - gelegentlich gewaltsamen - Widerstand beteiligt, als seine Organisation kurzzeitig mit Menachem Begins Irgun kooperierte. Allerdings wurde während der ersten Wochen der israelischen Unabhängigkeit entschieden, alle Widerstandsgruppierungen zu entwaffnen und sie durch eine einzige jüdische Armee zu ersetzen. Dabei gab Ben Gurion sogar den Befehl, das Schiff "Altalena" zu bombardieren, das Munition für den Irgun an Bord hatte. Dieser Befehl ist heute noch umstritten. Ben Gurion wurde vom Time Magazine zu einer der wichtigsten Personen des 20. Jahrhunderts gewählt. [http://www.time.com/time/time100/leaders/profile/bengurion.html]. Nach David Ben Gurion wurde 1975 der internationale Ben-Gurion-Flughafen von Tel Aviv, der sich nördlich der Stadt Lod befindet, sowie die Ben-Gurion-Universität des Negev in Beerscheba, benannt.

Weblinks


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- http://www.jafi.org.il/education/100/german/people/David_Ben_Gurion.html
- http://www.nai-israel.com/israel/artikel/default.asp?CatID=6&ArticleID=34 Ben Gurion, David Ben Gurion, David Ben Gurion, David Ben Gurion, David Ben Gurion, David Ben Gurion, David ja:ダヴィド・ベン=グリオン

Hebräische Sprache

Hebräisch gehört zum nordwestlichen Zweig der semitischen Sprachen und damit zur afro-asiatischen Sprachfamilie. Die heilige Schrift der Juden, die Torah, wurde vor Tausenden von Jahren in dieser Sprache kodifiziert und den folgenden Generationen weitergegeben. Nach der Zerstörung des Ersten Tempels zu Jerusalem durch Nebukadnezar II. im Jahre 586 v. Chr. und dem darauffolgenden babylonischen Exil kam die dortige Amtssprache Aramäisch unter den Juden in Umlauf; späte Teile der Bibel enthalten deshalb aramäische Bestandteile. Auch die Muttersprache von Jesus von Nazaret war möglicherweise Aramäisch. Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels zu Jerusalem im Jahre 70 verlagerte sich das Zentrum jüdischer Siedlung von Judäa nach Galiläa. Damit verbunden nahm auch das hebräischsprachige Element in der Bevölkerung ab. Etwa ab dem Jahre 200 hörte Hebräisch auf, als Muttersprache zu fungieren. Es blieb indessen eine Sakralsprache, wurde jedoch nie ausschließlich zu liturgischen Zwecken benutzt, sondern stets auch zur Abfassung von philosophischen, medizinischen, juristischen und poetischen Texten, so dass sich das Vokabular im Laufe der Jahrhunderte erweitern konnte. Es ist ebenfalls bezeugt, dass sich die verstreuten jüdischen Gemeinden zur Verständigung untereinander des Hebräischen bedienten. Die Erneuerung des Hebräischen als Muttersprache begann im späten 19. Jahrhundert. Trotz der jahrtausendelangen Entwicklung sind die Unterschiede zwischen Althebräisch und Neuhebräisch viel weniger bedeutend als zum Beispiel zwischen Altgriechisch und Neugriechisch (siehe griechische Sprache). In Israel wird gar nicht zwischen Alt- und Neuhebräisch unterschieden, in beiden Fällen ist von "Iwrit" die Rede. Von David Ben Gurion, dem ersten Ministerpräsidenten des neuzeitlichen Staates Israel, ist der Ausspruch überliefert: "Wenn Moses heute zurückkäme und um ein Stück Brot bitten würde, würde man ihn verstehen."

Geschichte

Man unterscheidet drei Entwicklungsstufen: Alt-, Mittel- und Neuhebräisch.

Frühgeschichte

Der Gezer-Kalender stammt aus dem Jahre 925 v. Chr., das heißt aus der Amtszeit des Königs Salomo, und gilt als die bisher älteste bekannte hebräische Inschrift. Es handelt sich um einen landwirtschaftlichen Kalender aus sieben horizontal geschriebenen Zeilen und einer achten vertikalen Zeile, in denen das phönizische Alphabet verwendet wird. Das berühmteste Werk in hebräischer Sprache ist die jüdische Bibel, der Tanach (im christlichen Sprachgebrauch Altes Testament genannt). Die genauen Daten ihrer Abfassung sind umstritten (siehe dazu Bibelkritik). Die ältesten Exemplare von biblischen Texten wurden 1947 in Qumran gefunden und stammen aus der Zeit zwischen dem 3. Jahrhundert v. Chr. und dem späten 1. Jahrhundert n. Chr.

Spätere Geschichte

Die Juden im Perserreich benutzten Aramäisch, das für die folgenden 700 Jahre zur Umgangssprache wurde und vor allem in der Bibelübersetzung Targum und in Teilen des Talmuds literarisch verwendet wurde. Aramäisch gehört ebenfalls zum nordwestlichen Zweig der semitischen Sprachen und ist somit dem Hebräischen sehr nahe verwandt. In der mittelhebräischen Phase wurden zahlreiche aramäische Ausdrücke und Redewendungen ins Hebräische übernommen, vor allem aber das aramäische Alphabet, das als Quadratschrift bis heute in Gebrauch ist. Während etwa zwei Jahrtausenden war Hebräisch keine gesprochene Sprache. In der traditionellen jüdischen Ausbildung, beginnend im Cheder und fortgesetzt in den Talmud-Hochschulen, wurde jedoch viel Zeit darauf verwendet, um Torah, Mischna, Gemara und rabbinische Kommentare im Original lesen zu können. Der wichtigste Beitrag zur Erhaltung des traditionellen Hebräisch stammt von den Masoreten, die vom 7. bis zum 10. nachchristlichen Jahrhundert zum ursprünglich rein konsonantischen Text Vokale, Akzente und so genannte Teamim hinzufügten, das heißt Angaben zum liturgischen Gesang im Gottesdienst. In der Biblia Hebraica Stuttgartensia ist der masoretische Text abgedruckt.

Hebräische Schrift

Siehe dazu den Artikel Hebräisches Alphabet sowie die Einträge unter den einzelnen Buchstaben, beginnend mit Aleph.

Grammatik

Hauptartikel: Hebräische Grammatik In der hebräischen Grammatik werden zur Unterscheidung von Subjekt und Objekt keine Fälle verwendet, sondern Präpositionen. Flexion spielt jedoch eine wichtige Rolle bei der Bildung und Ableitung von Verben, Substantiven, der Genitivkonstruktion Status constructus, der auf Hebräisch Smichut ("Stützung") genannt wird, und dem Besitzverhältnis. Beispiele für Smichut: báyit = Haus; lechem = Brot; béit lechem = Haus des Brotes (Bethlehem). In der Smichut steht der Artikel, im Gegensatz zu den Indogermanischen Sprachen, vor dem Objekt: aliyá = Einwanderung; nó`ar = Jugend; aliyát hanó`ar = die Einwanderung von Jugendlichen. Das Besitzverhältnis kann auf hebräisch durch eine Kurzform und eine längere Form wiedergegeben werden. Die Kurzform besteht in der Anhängung einer persönlichen Nachsilbe, die längere Form durch Ableitungen der Präposition schel ("von"). Beispiel: Sohn = ben mein Sohn = bni bzw. habén schelí (wörtlich "der Sohn von mir"). Dass die Hebräische Schrift eine Konsonantenschrift ist, kommt nicht von ungefähr: in der hebräischen Sprache besteht ein Wortstamm nur aus Konsonanten. Die verschiedenen abgeleiteten Formen entstehen durch Hinzufügung unterschiedlicher Vokale sowie mit Hilfe von Vor- und Nachsilben. Zum Beispiel: der Wortstamm G-N-W bezeichnet die Idee des Stehlens. Daraus werden unter anderem folgende Wörter abgeleitet: ganáw = Dieb; daraus abgeleitet das deutsche Wort "Ganove" (aní) gonéw = (ich) stehle gniwá = Diebstahl Zum Thema Wortstamm siehe außerdem den Abschnitt "Grammar" im englischen Artikel über die semitischen Sprachen, :en:Semitic languages. Die hebräische Sprache kennt zwei grammatikalische Geschlechter bzw. Genera: männlich und weiblich. Weibliche Substantive und Namen enden meistens mit a oder th, das entspricht jeweils den hebräischen Buchstaben "He" bzw. "Taw". Beispiel: Judith, `Ivrith. Es gibt jedoch auch einige Ausnahmen, beispielsweise endet das Wort "lájla" (Nacht) mit dem Buchstaben "He" und ist trotzdem männlich. Betont wird meistens die letzte Silbe, in einigen Fällen auch die vorletzte Silbe. Hebräische Substantive und Adjektive können mit dem bestimmten Artikel "ha" definiert werden. Unbestimmte Substantive bzw. Adjektive tragen gar keinen Artikel. Der bestimmte Artikel wird zusammen mit dem zugehörigen Wort geschrieben. Beispiel: no`ar = Jugend, hano`ar = die Jugend. Hebräische Verben verfügen heute über drei Zeitformen, Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart. Für die Gegenwart hat jedes Verb vier Formen, wobei zwischen männlicher Einzahl, weiblicher Einzahl, männlicher Mehrzahl und weiblicher Mehrzahl unterscheiden wird. Beispiel:
dient dem Zeilenumbruch, bitte nicht entfernen
Die Grundform zur Ableitung sämtlicher Konjugationsformen ist im Hebräischen die 3. Person Singular maskulin der Vergangenheit, Beispiel katáw: er schrieb. Des weiteren verfügen die meisten Verben, mit Ausnahme von einigen Passivformen und Modalverben, über Infinitiv- sowie Imperativformen. Hebräische Verben kennen weder eine Vorvergangenheit noch ein Futur II. Dieser Mangel an zeitlichen Ausdrucksformen wird jedoch dadurch ausgeglichen, dass die jahrtausendealten Wortstämme (siehe oben) durch die Ableitung von kausativen und reflexiven Formen neu belebt werden können. Beispiele:
- lichtów: schreiben, davon abgeleitet:
  - michtáw: Brief
- lëhachtíw: "zu schreiben geben", d.h. diktieren, vorschreiben, davon abgeleitet:
  - hachtawá: Diktat
- lëhitkatéw: "einander schreiben", d.h. korrespondieren, davon abgeleitet:
  - hitkatwút: Korrespondenz

Sprachen mit starken hebräischen Einflüssen

In den Jahrhunderten der Diaspora verwendeten die Juden zahlreiche Sprachen wie Jiddisch, Jenisch, Ladino bzw. Judezmo, Karaimisch, Judäo-Arabisch und andere, die zwar nicht direkt vom Hebräischen abstammen, jedoch zahlreiche hebräische Lehnwörter aufweisen und fast stets mit dem hebräischen Alphabet notiert wurden.

Einflüsse des Hebräischen auf das Deutsche und umgekehrt

Durch die Bibelübersetzung von Martin Luther sind zahlreiche Ausdrücke und Redewendungen mit biblischem Hintergrund in die deutsche Sprache aufgenommen worden. Beispiele: sicher wie in Abrahams Schoss, Jubeljahr, Kainsmal. Vornamen hebräischen Ursprungs sind so weit verbreitet wie das Christentum: Jakob, Joseph, Joachim, Joel, Johanna, Jonas, Jonathan, Maria, Miriam, Johann, Rebekka, Samuel, Achim und viele andere. Einige hebräische Worte sind über das Jiddische in die deutsche Sprache gelangt, z.B. Tachles aus hebr. tachlit = Zweck, Sinnvolles, malochen aus melacha = Arbeit, koscher aus kascher = rein, tauglich, dufte aus tov = gut, betucht aus batuach = sicher, Stuss aus schtut = Unsinn (aus: [alt]) Aus historischen Gründen befinden sich viele Begriffe des Geschäftslebens darunter. Da den Juden im christlichen Europa jahrhundertelang kaum andere Erwerbsquellen erlaubt wurden, waren viele von ihnen im Handel oder im Geldwesen tätig. Hierher gehören die Ausdrücke Kies im Sinne von (Taschen)geld aus kis = Tasche; Pleite aus peleta = Flucht, Entkommen; Reibach aus rewach = Gewinn. In die Kriminalität abgedrängte Juden steuerten einige Worte und Redewendungen der Gaunersprache bei, z.B. Ganoven (von hebräisch ganav = Dieb). Siehe dazu auch Hebraismus. Bei der Schaffung von Ivrith zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden aus den meisten europäischen Kultursprachen verschiedene Ausdrücke übernommen. Die modernen Monatsnamen in Israel entsprechen den deutschen Bezeichnungen: Januar, Februar, März usw. Die einzige Abwandlung ergibt sich beim Monat August, der Ogust ausgesprochen wird, da die Vokalverbindung au im Hebräischen ungewöhnlich ist. Die neuhebräische Bezeichnung für Zeitung: iton lässt den deutschen Einfluss nicht auf den ersten Blick erkennen. Das Wort ist jedoch eine Ableitung von et = Zeit, genau wie im Deutschen.

Siehe auch


- Protosemitisches Alphabet
- Phönizisches Alphabet
- Hebräische Buchstaben: Aleph, Beth, Gimel usw.
- Hebräische Ziffern
- Nikud
- :Kategorie:Hebräisch

Literatur


- Metzler Lexikon Sprache, 1993
- Wilhelm Gesenius, Geschichte der hebräischen Sprache und Schrift, Olms 1973
- Umberto Eco, Die Suche nach der vollkommenen Sprache, dtv 1993 (befasst sich nur nebenbei mit der hebräischen Sprache, ist aber trotz des häufigen Gebrauchs von Fremdwörtern sehr lesenswert)
- [alt] Hans Peter Althaus, Kleines Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft, C.H.Beck 2003 Grammatiken und Wörterbücher:
- Hans Peter Stähli, Hebräische Kurzgrammatik (pädagogisch gut gemacht, sehr plausibel)
- Wilhelm Gesenius, Hebräische Grammatik, 10. Aufl. 1831 (immer noch unschlagbar tiefschürfend)
- Gesenius/Kautsch/Bergsträsser, Hebräische Grammatik, Olms 1995 (die beste und teuerste)
- Jutta Körner, Hebräische Studiengrammatik, Langenscheid 1996 (ausführlich)
- Ernst Jenni, Lehrbuch der hebräischen Sprache des alten Testamentes, 1981 (Schulbuch für Gymnasien konzipiert)
- Thomas O. Lambdin, Lehrbuch Bibel-Hebräisch 1999 (aus dem Amerikanischen)
- Rudolf Meyer: Hebräische Grammatik, Berlin 1992
- Wilhelm Gesenius: Hebräisches Handwörterbuch, Berlin 1962
- Georg Fohrer, Hebräisches und aramäisches Wörterbuch zum Alten Testament, Berlin | New York 1997
- Frank Matheus, Einführung in das Biblische Hebräisch I, Studiengrammatik, Münster 1997
- Frank Matheus, Einführung in das Biblische Hebräisch II, Studienbuch für das Gruppen- und Selbststudium, Münster 1997 Zur Sprachgeschichte: Feldhendler,Marie-Paule : Grammaire de l'hébreu israélien.Ellipses.France 2004.
- haUniversita haPetucha: Peraqim beToledot haLashon ha'Ivrit 1-11. Tel Aviv.
- Kutscher, Eduard Yechezkel: A History of the Hebrew Language. Jerusalem 1982.
- Sáenz-Badillos, Angel: A History of the Hebrew Language. Cambridge 1996.

Weblinks


- http://www.hebreu.org
- http://www.alanwood.net/unicode/hebrew.html (englisch)
- http://www.nirdagan.com/hebrew/ (englisch)
- http://www.hebraicum.de/
- http://www.faithofgod.net/davar/ DAVAR - hebrew dictionary (freeware,englisch)
- http://www.ivrit4u.org
- http://www.ivrit4u.com
- [http://www.kzu.ch/fach/as/aktuell/2000/03_schalttag/gezer_01.htm Kalender von Gezer]
- [http://www.etymologie.info/~e/_e/_e-wwdmon.html Website Etymologie]
- [http://www.archiv-vegelahn.de/nachschlagwerke_hebraeisch.html Bibliographie Nachschlagwerke hebräisch]
- [http://www.mikledet.com Mikledet.com]: Mit Mikledet können Sie Hebräischen E-Mails schicken ohne eine Hebräischen Tastatur zu haben. ! Kategorie:Einzelsprache ja:ヘブライ語 ko:히브리어 simple:Hebrew language th:ภาษาฮีบรู

1886

Ereignisse


- 4. Mai Arbeiterausschreitungen am Hay Market in Chicago (Haymarket Riot)
- 23. Mai: Der erste Zug fährt durch den Gotthard-Eisenbahntunnel
- 12. Juni: König Ludwig II. von Bayern wird gefangengenommen
- 1. September: Ein Erdbeben unbekannter Stärke findet in Charleston (South Carolina), USA statt, 60 Tote
- Erste Autos mit Benzinmotor von Daimler und Benz
- Ottmar Mergenthaler erfindet die Linotype
- Eugen Goldstein entdeckt die Kanalstrahlen
- Großbritannien erobert Teile Burmas
- Der amerikanische Drogist Pemberton kreiert einen „belebenden Sirup“ aus Pflanzenextrakten und nennt ihn Coca Cola
- Josephine Cochrane, Gattin eines amerikanischen Diplomaten, erfindet die Spülmaschine
- In Österreich wird das Edelweiß unter Naturschutz gestellt

Kultur


- 20. Februar: Uraufführung der Oper Urvasi von Wilhelm Kienzl in Dresden
- 21. Februar: Private Uraufführung der Oper Chowanschtschina von Modest Petrowitsch Mussorgski im Musikdramatischen Klub in Sankt Petersburg
- 27. Februar: Uraufführung des Dramas Edmea von Alfredo Catalani am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
- 2. Oktober: Uraufführung der Operette Lorraine von Rudolf Dellinger am Carl Schultze Theater in Hamburg
- 19. November: Uraufführung der Oper Merlin von Karl Goldmark an der Hofoper in Wien
- 19. November: Uraufführung der Oper Die Hochzeit des Mönchs von August Klughardt in Dessau

Geboren


- 1. Januar: Wilhelm Canaris, deutscher Admiral († 1945)
- 2. Januar: Karl-Heinrich von Stülpnagel, deutscher General und Widerstandskämpfer († 1944)
- 3. Januar: Grigori Nikolajewitsch Neuimin, russischer Astronom († 1946)
- 9. Januar: Arthur Kronfeld, deutscher Psychotherapeut († 1941)
- 10. Januar: Albrecht Graf zu Stolberg-Wernigerode, deutscher Politiker und Reichstagsabgeordneter († 1948)
- 11. Januar: George Zucco, US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler († 1960)
- 15. Januar: Harry Kuneman, niederländischer Fußballspieler († 1945)
- 18. Januar: Clara Nordström, schwedische Schriftstellerin († 1962)
- 22. Januar: John J. Becker, US-amerikanischer Komponist († 1961)
- 22. Januar: Robert von Ungern-Sternberg, Baron deutsch-baltischer Herkunft († 1921)
- 24. Januar: Henry King, US-amerikanischer Filmregisseur († 1982)
- 25. Januar: Wilhelm Furtwängler, deutscher Dirigent und Komponist († 1954)
- 26. Januar: Pieter Boelmans ter Spill, niederländischer Fußballspieler († 1954)
- 9. Februar: Wilhelm Vocke, deutscher Finanzfachmann und Bankier († 1973)
- 15. Februar: Augustinus Hieber, katholischer Pfarrer, bischöflicher Kommissär († 1968)
- 17. Februar: Arnold Hörburger, niederländischer Fußballspieler († 1966)
- 17. Februar: Erich Zeigner, deutscher Jurist und SED-Politiker († 1949)
- 21. Februar: Wladimir Wiese, russisch-sowjetischer Ozeanograph und Polarforscher († 1905)
- 22. Februar: Hugo Ball, deutscher Autor und Mitbegründer der Zürcher Dada-Bewegung († 1927)
- 28. Februar: Victor Boin, belgischer Sportjournalist, Sportler und Sportfunktionär († 1905)
- 1. März: Oskar Kokoschka, österreichischer Maler und Schriftsteller († 1980)
- 5. März: Paul Radmilovic, britischer Wasserballer und Schwimmer († 1968)
- 7. März: Geoffrey Ingram Taylor, britischer Physiker († 1975)
- 8. März: Edward Calvin Kendall, US-amerikanischer Biochemiker († 1972)
- 14. März: Wladimir Andrejewitsch Faworski, russischer Künstler († 1964)
- 15. März: Athenagoras, Patriarch von Konstantinopel († 1972)
- 18. März: Kurt Koffka, deutscher Psychologe († 1941)
- 18. März: Lothar Arnauld de la Perière, U-Boot-Kommandant im Ersten Weltkrieg († 1941)
- 24. März: Edward Weston, US-amerikanischer Fotograf, Gründer der Gruppe f/64 († 1958)
- 27. März: Clemens Holzmeister, österreichischer Architekt († 1983)
- 27. März: Ludwig Mies van der Rohe, deutscher Architekt († 1969)
- 27. März: Sergei Mironowitsch Kirow, Vertrauter Stalins und Parteisekretär von Leningrad († 1934)
- 29. März: Bertha Krupp von Bohlen und Halbach, Besitzerin des Krupp-Konzerns († 1957)
- 29. März: Gustaf Bengtsson, schwedischer Komponist († 1964)
- 31. März: Tadeusz Kotarbiński, polnischer Philosoph des Lemberg-Warschauer Kreises († 1981)
- 10. April: John Hayes, Marathonläufer und Goldmedaillengewinner († 1965)
- 12. April: Fritz Henßler, deutscher Buchdrucker, Politiker und MdR († 1953)
- 12. April: Paul Buchner, deutscher Zoologe († 1978)
- 14. April: Ernst Robert Curtius, deutscher Romanist († 1956)
- 15. April: Heinrich Höcker, deutscher Politiker († 1962)
- 15. April: Nikolai Stepanowitsch Gumiljow, russischer Dichter († 1921)
- 16. April: Ernst Thälmann, Hamburger Arbeiter und Politiker († 1944)
- 19. April: Louis Ruyter Radcliffe Grote, Arzt († 1905)
- 19. April: Manuel Bandeira, brasilianischer Lyriker († 1968)
- 21. April: Viktor von Weizsäcker, deutscher Mediziner († 1957)
- 24. April: Georg Haas, deutscher Arzt, Erfinder der Blutwäsche († 1971)
- 29. April: Kurt Pinthus, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1. Mai: Walter Cramer, Unternehmer und Widerstandskämpfer († 1944)
- 2. Mai: Gottfried Benn, deutscher Arzt, Dichter und Essayist († 1956)
- 3. Mai: Marcel Dupré, französischer Komponist, Organist, Musiktheoretiker und Verleger († 1971)
- 9. Mai: Edu Snethlage, niederländischer Fußballspieler († 1941)
- 9. Mai: Francis A. Biddle, US-amerikanischer Richter während der Nürnberger Prozesse († 1968)
- 10. Mai: Karl Barth, Schweizer Theologe († 1968)
- 10. Mai: Olaf Stapledon, britischer Science-Fiction-Autor († 1950)
- 12. Mai: Hermann Grabner, österreichischer Komponist († 1969)
- 22. Mai: Werner Otto von Hentig, Diplomat († 1984)
- 23. Mai: Max Herrmann-Neisse, deutscher Schriftsteller († 1941)
- 28. Mai: Jakob Fischbacher, deutscher Politiker († 1972)
- 28. Mai: Karl Aloys Schenzinger, deutscher Schriftsteller († 1962)
- 5. Juni: Kurt Hahn, Pädagoge († 1974)
- 6. Juni: Hans Prinzhorn, deutscher Psychiater und Kunsthistoriker († 1933)
- 6. Juni: Adalbert von Bayern, deutscher Schriftsteller († 1970)
- 18. Juni: George Mallory, Pionier des Bergsteigens am Everest († 1924)
- 22. Juni: Theo Morell, deutscher NS-Arzt († 1948)
- 25. Juni: Henry Hartley Arnold, US-amerikanischer General († 1950)
- 25. Juni: James Francis McIntyre, Erzbischof von Los Angeles und Kardinal († 1979)
- 28. Juni: Aloïse Corbaz, schweizerische Künstlerin († 1964)
- 28. Juni: Walther Veeck, Archäologe; Spezialist für die Merowingerzeit († 1941)
- 29. Juni: Ada Sari, polnische Opernsängerin († 1968)
- 29. Juni: George Frederick Boyle, australischer Komponist († 1948)
- 29. Juni: Robert Schuman, französischer Politiker († 1963)
- 3. Juli: Raymond A. Spruance, Admiral der US-Navy († 1969)
- 5. Juli: Felix Timmermans, flämischer Schriftsteller und Maler († 1947)
- 5. Juli: Willem Drees, niederländischer Politiker († 1988)
- 6. Juli: Marc Bloch, französischer Historiker († 1944)
- 7. Juli: Otto Kiep, deutscher Diplomat († 1944)
- 12. Juli: Raoul Hausmann, österreichisch-deutscher Künstler († 1971)
- 14. Juli: Ernst Nobs, Schweizer Politiker († 1957)
- 14. Juli: Fred Sauer, österreichischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor († 1952)
- 19. Juli: Ferry van der Vinne, niederländischer Fußballspieler
- 23. Juli: Salvador de Madariaga, spanischer Diplomat und Schriftsteller († 1978)
- 23. Juli: Walter Schottky, deutscher Physiker († 1976)
- 27. Juli: Ernst May, deutscher Architekt und Stadtplaner († 1970)
- 31. Juli: Constant Permeke, belgischer Maler († 1952)
- 8. August: Matthew Henson, US-amerikanischer Polarforscher († 1955)
- 9. August: Heinrich Ehmsen, deutscher Maler und Grafiker († 1964)
- 9. August: Jops Reeman, niederländischer Fußballspieler († 1959)
- 15. August: Karl Korsch, deutscher Philosoph, Marxist († 1961)
- 20. August: Paul Tillich, deutscher protestantischer Theologe und Religionsphilosoph († 1965)
- 22. August: August Geislhöringer, deutscher Politiker der Bayernpartei († 1963)
- 28. August: Robert Hohlbaum, österreichischer Bibliothekar, Romanautor und Dramatiker († 1955)
- 29. August: Otto Eggerstedt, deutscher Politiker († 1933)
- 30. August: August Sonnefeld, bei Carl Zeiss Leiter der Abteilung Astrooptik († 1974)
- 1. September: Friedrich Wilhelm Mader, deutscher Schriftsteller von Zukunfts- und Abenteuerromanen († 1947)
- 1. September: Othmar Schoeck, Schweizer Komponist und Dirigent († 1957)
- 10. September: Elsa Schiaparelli, italienisch-französische Modeschöpferin († 1973)
- 13. September: Melli Beese, legte als erste Frau in Deutschland die Pilotenprüfung ab († 1925)
- 13. September: Robert Robinson, britischer Chemiker († 1975)
- 14. September: Erich Hoepner, deutscher General und Widerstandskämpfer († 1944)
- 14. September: Jan Masaryk, tschechischer Politiker († 1948)
- 15. September: Paul Pierre Lévy, französischer Mathematiker († 1971)
- 16. September: Jean Arp, deutsch-französischer Maler, Bildhauer und Dichter († 1966)
- 20. September: Hermann Lautensach, deutscher Geopgraph
- 22. September: Roger Bissière, französischer Maler († 1964)
- 24. September: Edward Bach, englischer Mediziner, Bakteriologe, Immunologe († 1936)
- 25. September: May Sutton, US-amerikanische Tennisspielerin († 1975)
- 25. September: Nobutake Kondo, japanischer Admiral († 1953)
- 26. September: Archibald Vivian Hill, britischer Physiologe († 1977)
- 1. Oktober: Paul Morgan, österreichischer Schauspieler und Komiker († 1938)
- 2. Oktober: Leon Hirsch, Buchhändler, Drucker, Verleger und Kabarett-Leiter
- 3. Oktober: Henri Alain-Fournier, französischer Schriftsteller († 1914)
- 4. Oktober: Erich Fellgiebel, während des Ersten Weltkrieges im Generalstab tätig († 1944)
- 6. Oktober: Edwin Fischer, Schweizer Pianist († 1960)
- 8. Oktober: Karl Gengler, deutscher Politiker († 1974)
- 8. Oktober: Wim Groskamp, niederländischer Fußballspieler († 1974)
- 13. Oktober: Ben Stom, niederländischer Fußballspieler († 1965)
- 15. Oktober: Rudolf Graf von Marogna-Redwitz, deutscher Widerstandskämpfer († 1944)
- 16. Oktober: Boris Michailowitsch Eichenbaum, russischer Literaturwissenschafter († 1959)
- 16. Oktober: David Ben Gurion, israelischer Premierminister († 1973)
- 19. Oktober: Lothar Schreyer, deutscher Jurist, Maler, Schriftsteller und Dramaturg
- 26. Oktober: Hanns Braun, deutscher Leichtathlet
- 28. Oktober: Frans de Bruyn Kops, niederländischer Fußballspieler († 1979)
- 29. Oktober: Martin Gusinde, Anthropologe, Priester († 1969)
- 29. Oktober: Wilhelm Hansmann, deutscher Politiker († 1963)
- 1. November: Hermann Broch, österreichischer Schriftsteller († 1951)
- 7. November: Aaron Nimzowitsch, Schachspieler und -theoretiker († 1935)
- 13. November: Mary Wigman, deutsche Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin († 1973)
- 16. November: Marcel Riesz, ungarischer Mathematiker († 1969)
- 17. November: Ferdinand Friedensburg, deutscher Politiker († 1972)
- 17. November: Friedrich Middelhauve, deutscher Politiker der FDP († 1966)
- 17. November: Hans Schlange-Schöningen, deutscher Politiker († 1960)
- 20. November: Karl von Frisch, Biologe, Zoologe, Nobelpreisträger († 1982)
- 24. November: Georges Vantongerloo, belgischer Maler, Bildhauer und Architekt († 1965)
- 28. November: Georg Schumann, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer († 1945)
- 1. Dezember: Rex Stout, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller († 1975)
- 2. Dezember: Dimitri Usnadse, georgischer Psychologe († 1950)
- 4. Dezember: Jan Thomée, niederländischer Fußballspieler († 1954)
- 4. Dezember: Ludwig Bieberbach, deutscher Mathematiker und NSDAP-Aktivist († 1982)
- 5. Dezember: Rose Wilder Lane, Schriftstellerin und politische Theoretikerin († 1968)
- 8. Dezember: Diego Rivera, mexikanischer Maler († 1957)
- 8. Dezember: Jakob Diel, deutscher Politiker und MdB († 1969)
- 12. Dezember: Mirko Jelusich, österreichischer Schriftsteller († 1969)
- 19. Dezember: Ángel Herrera Oria, Erzbischof von Quebec und Kardinal († 1968)
- 21. Dezember: Fritz Baumgarten (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 21. Dezember: Hermann Kees, deutscher Ägyptologe († 1964)
- 23. Dezember: Albert Ehrenstein, Lyriker, Erzähler († 1950)
- 24. Dezember: Peco Bauwens, deutscher Fußball-Nationalspieler und Funktionär des DFB († 1963)
- 25. Dezember: Franz Rosenzweig, deutscher Historiker und Philosoph († 1929)
- 29. Dezember: Georg von Struve, Astronom († 1923)
- 30. Dezember: Austin Osman Spare, britischer Grafiker, Maler und Magier († 1956)
- ?? Dezember: Zhu De, Marschall der Volksrepublik China († 1976)

Gestorben


- 7. Januar: Richard Dadd, englischer Maler (
- 1817)
- 17. Januar: Eduard Oscar Schmidt, deutscher Zoologe (
- 1823)
- 17. Januar: Paul Baudry, Französischer Maler (
- 1828)
- 18. Januar: Karl Gaertner, Ingenieur, Unternehmer und Politiker (
- 1823)
- 20. Januar: Ernst Methfessel, deutscher Komponist (
- 1811)
- 26. Januar: David Rice Atchison, übergangsweise Präsident der USA (
- 1807)
- 2. Februar: Edmund Heusinger von Waldegg, deutscher Maschinenbau Ingenieur und Eisenbahnpionier (
- 1817)
- 4. Februar: Hans Victor von Unruh, Politiker und Regierungsrat (
- 1806)
- 9. Februar: Winfield Scott Hancock, US-amerikanischer General (
- 1824)
- 16. März: Georg Varrentrapp, deutscher Mediziner (
- 1809)
- 17. März: Karl von Brandenstein, preußischer General (
- 1831)
- 17. März: Leopold Zunz, deutscher Wissenschaftler (
- 1794)
- 27. März: Julian Schmidt, deutscher Literaturhistoriker (
- 1818)
- 27. März: Sir Henry Taylor, englischer Dramatiker und Kolonialbeamter (
- 1800)
- 9. April: Josef Victor von Scheffel, deutscher Dichter (
- 1826)
- 27. April: Eugène Isabey, französischer Maler (
- 1804)
- 2. Mai: Isabella Braun, deutsche Jugendbuchautorin (
- 1815)
- 7. Mai: Jenny Bürde-Ney, deutsche Sängerin (
- 1824)
- 13. Mai: Theodor Mattern, Berliner Kaufmann und Färbereibesitzer (
- 1820)
- 15. Mai: Emily Dickinson, US-amerikanische Dichterin (
- 1830)
- 17. Mai: Josef Haltrich, Lehrer, Pfarrer und ein wichtiger sächsischer Volkskundler (
- 1822)
- 23. Mai: Leopold von Ranke, deutscher Historiker (
- 1795)
- 13. Juni: Bernhard von Gudden, deutscher Mediziner (
- 1824)
- 13. Juni: Ludwig II., König von Bayern (
- 1845)
- 21. Juli: Karl Theodor von Piloty, Maler, speziell Historienmaler (
- 1826)
- 29. Juli: Adolf Müller, österreichisch-ungarischer Schauspieler und Komponist (
- 1801)
- 29. Juli: Friedrich von Bothmer, bayerischer General der Infanterie (
- 1805)
- 31. Juli: Franz Liszt, ungarischer Pianist und Komponist (
- 1811)
- 4. August: Samuel J. Tilden, US-amerikanischer Politiker (
- 1841)
- 6. August: Katharina Weißgerber, auch bekannt als Schultze Katrin (
- 1818)
- 10. August: Eduard Grell, deutscher Komponist und Organist (
- 1800)
- 17. August: Alexander Michailowitsch Butlerow, russischer Chemiker (
- 1828)
- 3. September: Friedrich Hetzel, deutscher Bankier und Wohltäter (
- 1804)
- 10. September: Paul Soleillet, französischer Afrikareisender (
- 1842)
- 11. September: Eduard Flegel, war Afrikareisender (
- 1855)
- 14. September: Hubert Ries, Violinspieler und Komponist (
- 1802)
- 16. September: Carl Damm, katholischer Priester, Politiker und Teilnehmer an der Revolution 1848/1849 (
- 1812)
- 19. September: Eduard Jakob von Steinle, österreichischer Maler (
- 1810)
- 21. Oktober: José Hernández, argentinischer Journalist und Poet (
- 1834)
- 23. Oktober: Friedrich Ferdinand von Beust, österreichischer Politiker (
- 1809)
- 26. Oktober: Giovanni Antonio Vanoni, aus Aurigeno stammender Maler (
- 1810)
- 30. Oktober: Franz Adolf Eduard Lüderitz, Begründer der Kolonie Deutsch-Südwestafrika (
- 1834)
- 10. November: Filipina Brzezińska, polnische Komponistin (
- 1800)
- 18. November: Chester A. Arthur, US-amerikanischer Politiker (
- 1830)
- 27. November: Otto Spamer, war Buchhändler und Verleger für Bücher und Zeitschriften in Leipzig (
- 1820)
- 29. November: Arthur Freiherr von Seckendorff-Gudent, Förster (
- 1845)
- Thomas Andrews, irischer Physiker (
- 1813)

Staatsoberhäupter

Amerika


- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (18841911)

Asien


- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (18671912)

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Adolf Deucher, Bundespräsident, (1886) ko:1886년 simple:1886 th:พ.ศ. 2429

Polen

Die Republik Polen (poln. Rzeczpospolita Polska) ist ein Staat in Mitteleuropa. Polens Grenzen sind 3582 km lang, wobei 467 km auf die Grenze zu Deutschland im Westen, 790 km auf die zu Tschechien und 539 km auf die zu der Slowakei im Süden, 529 auf die zur Ukraine und 416 auf die zu Weißrussland im Osten, 103 km auf die zu Litauen und 210 auf die zur russische Exklave Kaliningrad im Nordosten sowie 528 auf die Ostsee-Küste im Norden entfallen. Flächenmäßig ist Polen der neuntgrößte Staat in Europa. Der Name "Polen" kommt von dem westslawischen Stamm der Polanen, deren Siedlungsgebiet sich im zentralpolnischen Großpolen um Posen und Gnesen befand und die die anderen westslawischen Stämme zwischen Oder und Bug im 10. Jahrhundert unterwarfen und einigten. Den Namen "Polanen" kan man mit "Feldbewohner" übersetzen (pole = Feld). Der latainische Name Terra Poloniae oder Regnum Poloniae wurde seit dem 11. Jahrhundert für das ganze polnische Staatsgebiet verwendet. Das Ursprungsgebiet der Polanen wurde ab dem 14. Jahrhundert als Altpolen und später Großpolen (von lat.: Polonia Maior) bezeichnet, während die südlicheren Landesteile um Krakau Kleinpolen (von lat.: Polonia Minor) genannt wurden. Andere Namen für das Land Polen und die Polen gehen auf den Stamm der Lędzianen zurück, die im Südosten Polens an der mittleren Weichsel siedelten, z.B. Lechia, Lenkija (litauisch), Lechistan (persisch) sowie Lach (russisch), Lengyel (ungarisch).

Geographie

Weichsel Das Gebiet Polens besteht aus fünf geografischen Räumen. Im Nordwesten befindet sich die von der pommerschen bis zur Danziger Bucht reichende Ostseeküste, die durch zahlreiche Nehrungen, Binnengewässer und Dünen gekennzeichnet ist. Die weitgehend gerade verlaufende Küstenlinie wird durch das das Stettiner- und Frische Haff sowie die Pucker Bucht gegliedert. Im Norden und der Mitte schließt sich das von der Eiszeit geformtes Tiefland der mitteleuropäischen Ebene an, das durch seine vier großen Seenplatten (Masurische Seenplatte, Kaschubische Seenplatte, Pommersche Seenplatte und Großpolnische Seenplatte) gekennzeichnet wird, deren Mermal neben den zahlreichen Gewässern vor allem die hügelige Moränenlandschaft ist, vgl. z.B. Kaschubische Schweiz. Südlich daran schließt sich die durch die Urstromtäler der großen Flüsse geprägte Landschaft Schlesiens und Masowiens an. Insbesondere die Lubliner Region an der mittleren Weichsel mit ihren Lößböden ist stark durch die Hohlwege gekennzeichnet. Südlich davon befinden sich die polnischen Mittelgebirge Krakauer-Tschenstochauer Jura, Heiligkreuzberge, Beskiden, Waldkarpaten und Sudeten. Die höchste Erhebung, die Tatra, ist ein geologisch sehr vielseitiges Hochgebirge. Siehe auch: Großpolen, Masowien, Ermland-Masuren, Pommern, Schlesien, Kleinpolen, Podlasien.

Geologie

Podlasien] Die geologische Struktur Polens ist im wesentlichen das Ergebnis einer Plattenkollision der Kontinente Afrika und Europa während der letzten Jahrmillionen und die Vergletscherung aus Skandinavien. Beide Ereignisse formten die Karpaten und die Sudeten. Die Moränenlandschaft Nordpolens weist zumeist Sand- und Lehmböden auf, während die südlicheren Urstromtäler oft Lößböden haben. Der Jura, die Pieninen und die Westliche Tatra betehen aus Kalkstein, während die Hohe Tatra, die Beskiden und das Riesengebirge sich zum großen Teil aus Granit und Basalten zusammensetzten. Das Heiligkreuzgebirge ist eines der ältesten Gebirge der Welt.

Berge

Basalt Polen hat 21 Zweitausender, von denen sich alle in der Tatra befinden. Die Tatra, auf polnischem Gebiet bestehend aus Hoher- und Westlicher Tatra, stellt die höchste Bergkette in Polen und den ganzen Karpaten dar. Der mit 2.499 m höchste Berg Rysy mit seinem hochgelegenen See Morskie Oko liegt in der Hohen Tatra. Der mit 2 m unter N.N. am tiefsten gelegene Punkt befindet sich bei Raczki Elbląskie in der Nähe von Elbląg im Weichseldelta. Die zweithöchste Gebirgkette in Polen sind die Saybuscher Beskiden mit der Babia Gora (1725 m) als höchsten Gipfel. Gefolgten werden sie von dem Riesengebirge, dessen Schneekoppe mit 1602 m die höchste Erhebung der Sudeten darstellt. Zu den schönsten Bergen Polens gehören die Waldkarpaten im äußersten Südosten des Landes, deren höchste in der Polonina die Tarnica mit ca. 1300 m ist. Unter Touristen sind zudem die Niederen Beskiden ca. 1000 m , die Gorce ca. 1300 m, und die Pieniny ca. 1000 m bekannt, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt sind. :Kategorie:Gebirge in Polen

Seen

:Kategorie:Gebirge in Polen Polen gehört mit fast 10.000 geschlossenen Gewässern, deren Fläche einen ha überschreitet, zu den seenreichsten Ländern der Welt. In Europa weist nur Finnland mehr Seen pro qm als Polen auf. Die größten Seen mit über 100 km² Fläche sind Sniardwy und Mamry in Masuren sowie Łebsko und Drawsko in Pommern. Neben den Seenplatten im Norden (Masuren, Pommern, Kaschubei, Großpolen) gibt es auch eine hohe Anzahl an Bergseen in der Tatra, von denen das Meeresauge der flächenmäßig größte ist. Der mit über 100 m tiefste See ist der Hancza in der Seenplatte von Wigry östlich von Masuren in der Wojewodschaft Podlachien. Gefolgt wird er von dem Tatra Bergsee "Großer Polnischer See" im "Tal der fünf polnischen Seen". Zu den ersten Seen deren Ufer besiedelt wurden, gehört die Großpolnische Seenplatte. Die Pfahlbausiedlung von Biskupin, die von mehr als 1000 Einwohnern bewohnt wurde, gründeten bereits vor dem 7. Jahrhundert v. Chr. Menschen aus der Lausitzer Kultur. Die Vorfahren der heutigen Polen, die Polanen, bauten ihre ersten Burgen auf den Seeinseln (pl. "Ostrów"). Der legendäre Fürst Popiel soll im 8. Jahrhundert von Kruszwica am Gopło-See regiert haben. Der erste historisch belegte Herrscher Polens, Herzog Mieszko I., hatte seinen Palast auf der Wartheinsel "Ostrów Tumski" in Posen. :Kategorie:See in Polen

Flüsse

:Kategorie:See in Polen ]] Die längsten Flüsse sind die Weichsel mit 1047 km, der Grenzfluss Oder mit 854 km, die Warta mit 808 km und der Bug mit 772 km. Die Weichsel und die Oder münden genauso wie zahlreiche kleiner Flüsse in Pommern in die Ostsee. Die Liebe und die Wegorapa fließen über die Pregel und die Czarna Hancza über die Memel in die Ostsee. Daneben entwässern einige kleinere Flüsse, wie die Izer in den Sudeten über die Elbe in die Nordsee. Die Orawa aus den Beskiden fließt über die Waag und die Donau genauso wie einige kleiner Flüsse aus den Waldkarpaten über den Dnister ins Schwarze Meer. Die polnischen Flüsse wurden schon sehr früh zur Schifffart genutzt. Bereits die Wikinger befuhren mit ihren Drachenbooten während ihrer Raubzüge durch Europa die Weichsel und die Oder. Im Mittelalter und der Neuzeit als Polen-Litauen die Kornkammer Europas waren, gewann die Verschiffung von Agrarprodukten auf der Weichsel Richtung Danzig und weiter nach Westeuropa eine sehr große Bedeutung, wovon noch viele Renaissance- und Barockspeicher in den Städten entlang des Flusses zeugen. :Kategorie:Fluss in Polen

Küste

:Kategorie:Fluss in Polen] Die polnische Ostseeküste ist 528 km lang und erstreckt sich von Swinemünde auf den Inseln Usedom und Wollin im Westen bis zu Krynica Morska auf der Frischen Nehrung (auch Weichsel Nehrung genannt) im Osten. Die polnische Küste ist zum großen Teil eine sandige Ausgleichsküste die durch die stetige Bewegung des Sandes aufgrund der Strömung und des Windes von West nach Ost charakterisiert wird. Dadurch bilden sich viele Kliffe, Dühnen und Nehrungen, die nach dem Auftreffen auf Land viele Binnengewässer schaffen, wie z.B das Jezioro Łebsko im Slowinzischen Nationalpark bei Łeba. Die bekanntesten Nehrungen sind die Hela und die Frische Nehrung. Die größte polnische Ostseeinsel ist Wolin. Die größten Hafenstädte sind Gdingen, Danzig, Stettin und Swinemünde. Die bekanntesten Ostseebäder sind Zoppot, Misdroy,Kolberg, Łeba, Habichtsberg und Jurata. Polnische Inseln

Bodennutzung

Polnische Inseln] 28% des Landes sind von Wald bedeckt. Über die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, wobei allerdings die Gesamtfläche der Äcker zurückgeht und gleichzeitig die verbliebenen intensiver bewirtschaftet werden. Die Viehzucht ist insbesondere in den Bergen weit verbreitet. Große industrielle Ballungszentren sind das GOP in Oberschlesien, der Ballungsraum um Warschau und Lodsch sowie das Weichseldelta um die Dreistadt Danzig-Zoppot-Gdingen. Über 1 % der Fläche Polens - 3.145 km² - werden in 23 Nationalparks geschützt. In dieser Hinsicht nimmt Polen den ersten Platz in Europa ein. Drei weitere sollen in Masuren, im Krakauer-Tschenstochauer Jura und in den Waldkarpaten neugeschaffen werden. Die meisten polnischen Nationalparks befinden sich in den Bergen im Süden. Zudem werden Sumpfgebiete um Flüsse und Seen in Zentralpolen geschützt, sowie Küstengebiete im Norden. Zudem kommen zahlreiche Reservate und Schutzgebiete.

Flora und Fauna

Schutzgebiete] In Polen leben noch Tiere, die in weiten Teilen Europas bereits ausgestorben sind, wie z.B. der Wisent im Urwald von Bialowieza in Podlachien und der Braunbär in Bialowieza, in der Tatra und in den Waldkarpaten, der Wolf und der Luchs in den Waldgebieten, der Elch in Nordpolen, der Biber in Masuren, Pommern und Podlachien. In den Wäldern trifft man auch auf Nieder- und Hochwild (Rotwild, Rehwild und Schwarzwild). Zudem gibt es im Osten Polens auch Urwälder, die nie von Menschen gerodet wurden, wie der zuvor erwähnte Urwald von Bialowieza. Große Waldgebiete gibt es auch in den Bergen, Masuren, Pommern und Niederschlesien. Polen ist auch das wichtigste Brutgebiet der europäischen Zugvögel. Ein Viertel aller Zugvögel die im Sommer nach Europa kommen brütet in Polen, insbesodere in den Seenplatten und den Sumpfgebieten der Biebrza, Narew und Warthe, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt werden. In Masuren gibt es Dörfer in denen mehr Störche als Menschen wohnen. Liste der Nationalparks in Polen

Klima

Das Klima ist gemäßigt und wird nach Osten und Südosten immer kontinentaler. bild:Klima_gdynia.png|Klimadiagramm Gdynia bild:Klima_warschau.png|Klimadiagramm Warschau bild:Klima_krakau.png|Klimadiagramm Krakau bild:Klima_zakopane.png|Klimadiagramm Zakopane

Größte Städte

Zakopane] Zakopane] Zakopane] Zakopane] Zakopane] Siehe auch: Liste der Städte in Polen, Liste deutscher Bezeichnungen polnischer Orte :Kategorie:Ort in Polen

Bevölkerung

Polen hat mit 40 Millionen Einwohnern die achtgrößte Bevölkerungszahl in Europa und die sechstgrößte in der Europäischen Union. Polen ist ethnisch betrachtet ein äußerst homogener Staat, was ein Novum in der polnischen Geschichte darstellt: Die Polen stellen mit 99,3 % die Mehrheitsbevölkerung. Die verbleibende Minderheitsbevölkerung in Polen setzt sich nach der Volkszählung von 2002 aus Deutschen (ca. 150.000), Weißrussen (ca. 49.000) und Ukrainern (ca. 30.000) sowie Tataren, Litauern, Roma, Lemken, Russen, Karäern, Slowaken und Tschechen zusammen. Unter den ausländischen Staatsangehörigen stellen Vietnamesen die größte ethnische Gruppe, gefolgt von Griechen und Armeniern.

Religion

Armenier Armenier) ist die größte Kirche in Polen und die fünftgrößte auf der Welt]] Armenier] Die polnischen Stämme waren ursprünglich Heiden und hatten - ähnlich wie die anderen Westslawen - ein polotheistisches Religionssystem, dessen Hauptgott Świętowit war, dessen vierköpfige Statuten zwischen Pommern (z.B. bei Kap Arkona auf Rügen) und der Ukraine (z.B. der Antichrist aus dem Zburz) gefunden wurden. Diese Religion konnte sich teilweise bis ins 14. Jahrhundert behaupten. Insbesondere im Nordosten wurde auch ein Ahnenkult gepflegt, der teilweise bis ins 19. Jahrhundert überdauerte und in der Romantik u.a. von Adam Mickiewicz in seinem Drama Dziady wieder aufgegriffen wurde. Die polnischen Stämme kamen wahrscheinlich im 9. Jahrhundert über das Großmährische Reich mit dem christlichen Glauben zum ersten mal in Kontakt. Die Wislanen in Kleinpolen wurde zur Zeit der byzantinischen Slawenapostel Kyrill und Method von den Herrschern des Großmährischen Reiches erobert und nach mährischen Chronisten soll bereits zu dieser Zeit das Christentum im slawischen Ritus in der Region um Krakau eingeführt worden sein. Im Jahre 965 heiratete der Herzog von Polen, Mieszko I., eine tschechische Prinzessin christlichen Glaubens und ließ sich im folgenden Jahr im lateinischen Ritus taufen. Damit hatten auch seine Untertanen den neuen Glauben anzunehmen. Polen war jedoch im Mittelalter nie einheitlich in der Religion. Noch bevor sich der christliche Glaube endgültig durchsetzten konnte, wanderten in den nächsten Jahrhunderten, begünstigt durch das Tolleranzedikt von Kalisch von 1265 Juden aus Westeuropa und Hussiten aus Böhmen nach Polen ein. Durch die Union mit Litauen 1386 und 1569 kamen viele weissrussisch- und ukrainischsprachige orthodoxe Christen unter die Herrschaft der polnischen Könige. Das Luthertum fand seit dem 16. Jahrhundert besonders bei der deutschen Bevölkerung in den nordpolnischen Städten viele Anhänger, während der Kalvinismus beim Kleinadel, der Szlachta, beliebt war. Es bildete sich auch eine polnische Sekte der arianischen Polnischen Brüder unter der Leitung von Fausto Sozzini, die in Rakow sogar eine eigene Universität gründete. Der Sejm von 1555 debattierte über die Einführung einer protestantischen Nationalkirche in Polen. Diese wurde zwar nicht eingeführt doch die Warschauer Konföderation und die Heinrichschen Artikel von 1573 sicherten die individuelle Glaubensfreiheit in der polnischen Verfassung, daher kam es in Polen nie zu Religionskriegen. 1596 wurde in der Kirchenunion von Brest die griechisch-katholische Kirche gegründet. Im 17. Jahrhundert vermochte die Gegenreformation jedoch die meisten "Andersgläubigen" auf die katholische Seite zu ziehen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts siedelte der polnische König Jan Sobieski moslemische Tataren in Podlachien an. Eine relativ große moslemische Minderheit lebte auch um Kamieniec Podolski in Podolien, das zwischen 1672 und 1699 zum Osmanischen Reich gehörte. Im 18. Jahrhundert bildeten sich unter den polnischen Juden zwei dominierende Glaubensrichtungen, die aufgeklärte Haskala und die orthodoxen Chassiden. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Westverschiebung Polens ist Polen fast einheitlich katholisch - über 90 % römisch-katholisch, davon etwa 70 % praktizierend; 0,5 % Polnisch-Orthodoxe; 1,4 % Protestanten, 0,1 % Altkatholiken und religiöse Minderheiten von Zeugen Jehovas, Juden und Moslems (unter anderem die Tataren bei Białystok ). Die heute polnischen Regionen Niederschlesien, Lebus, Westpreußen, Pommern und das südliche Ostpreußen waren vor der Vertreibung der ansässigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg mehrheitlich evangelisch-lutherisch. Oberschlesien und Ermland waren demgegenüber bereits vor dem Zweiten Weltkrieg schon mehrheitlich katholisch. Ein besonders hohes Ansehen in Polen besitzt der verstorbene Papst Johannes Paul II., der vor seiner Papstwahl als Karol Wojtyła Erzbischof von Krakau war und eine bedeutende politische Rolle während des Zusammenbruchs des Ostblocks inne hatte. Siehe auch: Konfessionen in Polen

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Polens

Vorhistorische Zeit und Gründung

Geschichte Polens im Frühmittelalter ]] Während der Eiszeiten lebten bereits Jäger und Sammler auf dem Gebiet des heutigen polnischen Staates, soweit die Vergletscherung ihnen Lebensraum zurückließ. Zentren dieser frühen Kulturen waren z.B Höhlen und Felsen in den südlichen Bergen. So wurde z.B. der Wawelhügel mitsamt Grotte in Krakau schon vor 20.000 Jahren bewohnt. In der Bronze- und Eisenzeit dominierte die Lausitzer Kultur und Przeworsker Kultur. Als bekanntestes Beispiel gilt die Pfahlbausiedlung in Biskupin, die um 700 v. Chr. gegründet wurde und um 400 v. Chr. von Skythen zerstört wurde. Während der Antike unterhielt die Bevölkerung im Gebiet des heutigen Polen über die Bernsteinstrassen Handelsbeziehungen mit Rom und Griechenland. Die Römer erwähnten bereits um Christi Geburt die Städte Kalisch und Turso. Germanische Stämme, die zeitweilig in Nord- und Westpolen siedelten (Goten, Vandalen und Burgunder) zogen während der Spätantike ins heutige Frankreich, Spanien und Tunesien und vermischten sich mit den dortigen Bevölkerungen. Gleichzeitig kamen während der Völkerwanderung andere Völker, darunter die Hunnen, Slawen und Awaren in das heutige Polen. Dauerhaft siedelten seit dem 5. Jahrhundert die Westslawen. Vor der Staatsgründung veranstalteten die Wikinger, Ungarn und Mährer Raubzüge nach Polen. Mit dieser Zeit verbindet man auch die Sagen um die ersten Urfürsten Polens Popiel, Piast, Lech und Siemowit. Polen, dessen Name sich vom westslawischen Stamm der Polanen ableitet, ist als Herzogtum im frühen 10. Jahrhundert von Posen und Gnesen aus gegründet worden. Es wurde von 960 bis 992 vom Herzog Mieszko I. aus der Dynastie der Piasten regiert, der nach und nach die anderen westslawischen Stämme zwischen Oder und Bug unterwarf. 966 ließ sich Mieszko I nach römisch-katholischem Ritus taufen. Das Territorium erreichte durch Eroberungen unter Mieszko I. und seinem Sohn Boleslaw dem Tapferen Grenzen, die den heutigen Staatsgrenzen sehr nahe kamen. Um 997 schloss Polen ein enges politisch-militärisches Bündnis mit dem Heiligen Römischen Reich, während des Staatsakts zu Gnesen im Jahr 1000 wurde die Übereinkunft vom polnischen Herrscher Boleslaw I. und Kaiser Otto III. bestätigt. Mit der Krönung Boleslaws im Jahr 1025 wurde Polen in den Stand eines Königreiches erhoben.

Mittelalter und Neuzeit

Königreich - 1795 ]] Während der Regentschaft des Piasten Kasimir I., wurde die Hauptstadt 1040 von Gnesen nach Krakau verlegt. Nach dem Tod von Boleslaw Schiefmund 1138 wurde die Senioratsverfassung eingeführt, nach welcher die Söhne Boleslaw III. als Juniorherzöge unter dem Seniorat des jeweils Ältesten der Dynastie unter ihnen die einzelnen Landesteile regierten. Bis 1295 dauerte die feudale Zersplitterung, der sogenannte Partikularismus, in Polen an, der zu einer starken politischen Schwächung Polens im 13. Jahrhundert führte. Polen zerfiel in mehrere de facto unabhängige Herzogtümer, Kleinpolen, Großpolen, Pommern, Sandomir, Schlesien, Masowien und Leczyca. Hinzu kamen in den folgenden Jahrhunderten Eroberungen verschiedener Staaten (Kgr. Böhmen, Mgf. Brandenburg, Kreuzritter vom Deutscher Orden). Auch der Mongolensturm des Jahres 1241, und die nachfolgenden großen Plünderungszüge der Tartaren ließen die Bevölkerungszahl in den polnischen Teilfürstentümern schrumfen. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde Polen unter der Regentschaft von Wladyslaw Ellenlang wiedervereinigt. Sein Sohn, Kasimir der Große, setzte den väterlichen Kampf um die Einheit fort und leitete erfolgreich soziale und wirtschaftliche Reformen ein, die Polen zu einer machtvollen Position in Mitteleuropa verhalfen. 1386 heiratete der litauische Großfürst Jagiello die polnische Königin Jadwiga von Anjou. Er, Wladyslaw II. Jagiello, nunmehr zugleich litauischer Großfürst und polnischer König, schuf den mächtigen Doppelstaat Polen-Litauen, der für die nächsten 300 Jahre die Geschicke Mittel- und Osteuropas entscheidend beeinflußte. Im 15. Jahrhundert, nach der politischen Ausschaltung des Deutschen Ordens, stieg das aus Polen und Litauen hervorgegangene Großreich zu einer der führenden Kontinentalmächte und war lange Zeit der größte Staat Europas mit Einflußsphären vom Baltischen- zum Schwarzen Meer und von der Adria bis an die Tore Moskaus. Auf Betreiben des letzten polnischen Königs aus der Jagiellonen-Dynastie, Sigismund August, wurde die Personalunion zwischen Polen und Litauen in Lublin im Jahr 1569 in eine Realunion umgewandelt. Polen und Litauen bildeten seit 1569 die sogenannte Adelsrepublik und damit den ersten modernen Staat Europas mit einem adelsrepublikanischen System.

Teilung, Unterdrückung und Kampf um die Unabhängigkeit

Geschichte Polens, 1793, 1795 ]] Durch zahlreiche Kriege mit Schweden, dem Osmanischen Reich, Russland, Brandenburg-Preußen, Siebenbürgen, fehlende politische Reformen, sowie innere Unruhen in der Adelsrepublik, die sich durch Bildung von Magnaten Konföderationen gegen die Interessen des Staates und des Königs, Kosakenaufstände und dauerhafte Konfrontation mit den Krim-Tataren in den südöstlichen Wojewodschaften kennzeichneten, stürzten Polen im 17. und 18. Jahrhundert in dauerhafte Krise. In den drei Teilungen Polens 1772, 1793 und 1795 wurde Polens innere Schwäche von seinen Nachbarn Preußen, Österreich und Russland ausgenutzt, welche Polen überfielen und am Ende rechtswidrig unter sich aufteilten. Polen wurde damit seiner Freiheit beraubt und in drei unterschiedliche Staaten zerrissen. Auf Drängen des französischen Kaisers Napoleon entstand im Rahmen des Friedens von Tilsit 1807 aus den preußischen Besatzungszonen der Zweiten- und Dritten Teilung (1809 kam das mit der Dritten Teilung seit 1795 österreichisch besetzte Westgalizien hinzu), ein relativ kleines Herzogtum Warschau, als Vasallenstaat des revolutionären Frankreichs. Durch die Niederlage der polnisch-französischen Allianz in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813, wurde das Herzogtum auf dem durch die Teilungsmächte dominierten Wiener Kongress größenteils 1815 dem zaristischen Russland zugesprochen, welches als Kongress-Polen in Personalunion mit Russland bis 1831 weitgehende Autonomie genoß. Im fehlgeschlagenen Novemberaufstand von 1830 versuchten die Polen die russische Fremdherrschaft und Dominanz abzuschütteln. Mit der Niederlage der Polen wurde die polnische Bevölkerung seit 1831 in den preußischen und russischen Besatzungszonen einer verstärkten Germanisierung - zufolge den preußischen Volkszählungen ohne größere Auswirkungen auf die Bevölkerungsverhältnisse - und Russifizierung unterzogen, die nach dem zweiten gescheiterten großen polnischen Aufstand, dem Januaraufstand von 1863, besonders forciert wurde. Die Bezeichnung Polen wurde verboten und das Land durch die russische Obrigkeit in "Weichselland" unbenannt. Ähnlich verfuhren auch die Hohenzollern mit ihrer Clique in Pommerellen und Großpolen (Provinz Posen), obgleich in preußischen Schulbüchern und Volkszählungen die Bezeichnung "Polen" weiterhin gebräuchlich blieb. Nur im von Österreich besetzten polnischen Galizien konnten die Polen mit den Liberalisierungsbestrebungen des Hauses Habsburg in der Donaumonarchie seit 1867 der geistig-nationalen Knechtschaft in den von Preußen und Russland dominierten Teilen Polens entkommen, das von da ab das Fundament der Wiedergeburt Polens nach dem Ersten Weltkrieg bildete.

Unabhängigkeit und die Zweite Republik 1918 - 1939

Ersten Weltkrieg am 18. März 1921, administrative Aufteilung in Wojewodschaften ]] Aufgrund der Niederlage der Teilungsmächte nach dem Ersten Weltkrieg, erlangte Polen 1918 seine Souveränität zurück. Im Versailler Friedensvertrag wurden die Unabhängigkeit Polens 1919 auch im internationalen Rahmen bestätigt, während die Teilungsverträge der Jahre 1772,