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David Trimble

David Trimble

William David Trimble (
- 15. Oktober 1944) ist ein nordirischer Politiker. Er ist Vorsitzender der Ulster Unionist Party (UUP) und war Premierminister von Nordirland. 1998 wurde David Trimble gemeinsam mit John Hume für seine Bemühungen um eine friedliche Lösung des Nordirlandkonflikts mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Leben und Werk

David Trimble wurde 1944 als Sohn eines Beamten in Bangor, einer Kleinstadt nordöstlich von Belfast geboren. Er ging auf die Bangor Grammar School und studierte später Rechtswissenschaft an der Queen´s University in Blfast. Das Studium beendete er 1968 mit dem Bachelor of Laws, um danach als Dozent an der Universität zu arbeiten. 1969 bekam er seine Bestätigung als Rechtsanwalt tätig sein zu dürfen. Ab 1977 ging er zurück an die Universität und wurde senior lecturer am juristischen Fachbereich.

Die politische Arbeit

David Trimble setzte sich seit den frühen 1970er Jahren politisch für die Ziele der protestantischen Unionisten Nordirlands ein, die eine Festigung der Bindung an Großbritannien erstreben. Er gehörte von 1975 bis 1976 der gewählten Verfassungsgebenden Versammlung Nordirlands an, die als Reaktion des Scheiterns des Sunningdale Agreement zwischen Großbritannien, Irland und Nordirland eingesetzt wurde. Trimble sprach sich für eine Zusammenführung der militanten Vanguard Unionist Party (VUP) mit der Social Democratic and Labour Party (SDLP) aus, wodurch er sich starker Kritik aussetzte. Die VUP zerfiel Ende der 1970er Jahre und Trimble schloss sich der Ulster Unionist Party an. 1985 wurde David Trimble Mitglied der Ulster Clubs, die als extremistische Verbünde jeden Einfluss Irlands auf die Entwicklung in Nordirland bekämpften. Im Mai 1990 wurde Trimble in das britische House of Commons gewählt und gehörte als Teil der Orange Society zu den Radikalen innerhalb seiner Partei. Er stellte sich auch einem Friedensabkommen nach der Kapitulation der Irish Republican Army (IRA) im Februar 1995 und einer Annäherung der katholischen Partei Sinn Féin entgegen und galt als einer der entschiedensten Gegner eines irisch-britischen Rahmenabkommens.

Beginn der Friedensarbeit

Am 10. Februar wurde Trimble zum Nachfolger von James Molineaux als Führer der UUP und begann in dieser Rolle mit der aktiven Friedensarbeit, indem er sich gegen den Widerstand in seiner eigenen Partei für eine Versöhnungsbereitschaft mit den sozial benachteiligten und katholischen Gesprächspartnern einsetzte und 1996 kam es erstmals zur Geste des Handreichens als Signal einer Versöhnung zwischen ihm und seinem politischen Gegner Gerry Adams, dem Vorsitzenden der Sinn Féin. Auch sein Zusammentreffen mit den irischen Regierungschef John Bruton in Dublin war ein Zeichen für seinen Reformwillen und wurde als historischer Moment bezeichnet. Im April kam es zu Verhandlungen zwischen dem britischen Regierungschef Tony Blair, seinem irischen Amtskollegen Bertie Ahern, David Trimble und Gerry Adams, geführt von dem US-amerikanischen Senator George Mitchell. Diese gipfelten in einem Friedensabkommen für Nordirland, welches der Provinz einen halbautonomen Status gab. In der folgenden Wahl im Juni 1998 wurde die UUP mit Trimble an der Führung stärkste Partei mit 28 Sitzen, gefolgt von der SDLP unter John Hume mit 24 und Sinn Féin unter Adams mit 18 Sitzen. Am 1. Juli 1998 wurde David Trimble in der Regionalversammlung zum "First Minister" gewählt. Am 10. Dezember des gleichen Jahres erhielt er gemeinsam mit John Hume den Friedensnobelpreis stellvertretend für alle Akteure am nordirischen Friedensprozess, darunter die Regierungen Großbritanniens und Irlands ebenso wie Gerry Adams und Martin McGuinness, der einen großen Anteil an der Kapitulation der IRA hatte.

Weblinks


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- [http://news.bbc.co.uk/hi/english/static/northern_ireland/understanding/profiles/david_trimble.stm BBC-Profil: David Trimble] (engl.) Trimble, David Trimble, David Trimble, David Trimble, David Trimble, David ja:デヴィッド・トリンブル

15. Oktober

Der 15. Oktober ist der 288. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 289. in Schaltjahren) - somit bleiben 77 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1582 - Mit Einführung des Gregorianischen Kalenders am 4. Oktober (Donnerstag), werden die nächsten 10 Tage ausgelassen. Der 15.10. (Freitag) ist somit der erste Tag der neuen Zeitrechnung, auch wenn die meistens Staaten diesen Kalender erst später übernehmen werden.
- 1880 - Die Bauarbeiten am Kölner Dom werden für vollendet erklärt.
- 1894 - Beginn der Dreyfus-Affäre: Der französische Offizier Alfred Dreyfus wird wegen Spionage verhaftet.
- 1904 - Friedrich August III. wird König von Sachsen.
- 1944 - In einem Aufruf an das ungarische Volk erklärt Reichsverweser Miklós Horthy, dass Ungarn aus dem Kreis der Verbündeten Deutschlands ausscheidet und mit den Alliierten einen Waffenstillstand schließt.
- 1982 - Erster Tag der neuen Kalenderperiode: Im Gregorianischen Kalender wiederholen sich alle 400 Jahre der Ablauf der Schalttage - und damit die Tages- und Monatszählung - sowie auch die zugehörigen Wochentage.
- 1987 - Burkina Faso. Blaise Compaoré wird Staats- und Regierungschef
- 1990 - Der Friedensnobelpreis wird Michail Gorbatschow zugesprochen.
- 1999 - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschließt die Einrichtung eines Verbindungsbüros in Angola
- 2003 - Aserbaidschan. Ilham Äliyev wird als Präsident gewählt
- 2005 - Prinzessin Mary von Dänemark bringt um 1.57 Uhr einen Jungen zur Welt.

Wissenschaft, Technik

Dänemark
- 1924 - Nach geglückter Atlantiküberquerung landet das Luftschiff LZ126, Teil deutscher Reparationsleistungen, auf dem US-Marineflugplatz Lakehurst.
- 1997 - Die amerikanisch-europäische Partner-Raumsonde Cassini-Huygens startet zum Saturn.
- 2003 - Die Volksrepublik China startet als drittes Land erfolgreich ihren ersten bemannten Weltraumflug.

Wirtschaft

Kultur


- 1730 - Uraufführung der Oper "Dialogo tra la vera disciplina e il Genio" von Antonio Caldara am Teatro della Favorita in Wien.
- 1828 - Uraufführung der Oper "Die Räuberbraut" von Ferdinand Ries in Frankfurt am Main.
- 1916 - Uraufführung der Oper "Das Höllisch Gold" von Julius Bittner in Darmstadt.
- 1961 - Uraufführung der Oper "Leonce und Lena" von Kurt Schwaen an der Deutschen Oper Berlin.
- 1963 - Die Berliner Philharmonie wird im Rahmen eines Festakts an den Intendanten Wolfgang Stresemann übergeben.
- 1981 - Gründung der einflussreichen Metalband Metallica in Los Angeles, Kalifornien.

Religion

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 70 v. Chr. - Vergil, römischer Dichter
- 1290 - Anna Přemyslovna, Königin von Böhmen
- 1542 - Jalaluddin Muhammad Akbar, Sohn Humayuns, Großmogul von Indien in den Jahren 1556-1605
- 1564 - Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel, Herzog von Braunschweig, Dramatiker
- 1571 - Jakob Matham, niederländischer Kupferstecher
- 1607 - Madeleine de Scudéry, französische Salondame
- 1608 - Evangelista Torricelli, italienischer Physiker und Mathematiker
- 1618 - Marc Antonio Cesti, italienischer Komponist und Kapellmeister
- 1665 - Franz Joachim Beich, deutscher Maler
- 1758 - Johann Heinrich Dannecker, deutscher Bildhauer
- 1761 - Benedikt Arnstein, Schriftsteller
- 1763 - Johann Georg Tralles, Mathematiker und Physiker
- 1784 - Thomas-Robert Bugeaud, französischer General und Marschall von Frankreich
- 1785 - José Miguel Carrera, chilenischer Politiker
- 1795 - Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen
- 1802 - Louis Eugène Cavaignac, Premierminister der zweiten französischen Republik
- 1804 - Wilhelm von Kaulbach, Maler des 19. Jahrhunderts
- 1808 - Daniel Gottlob Moritz Schreber, deutscher Arzt und Pädogoge
- 1814 - Michail Jurjewitsch Lermontow, russischer Schriftsteller
- 1818 - Alexander Dreyschock, böhmischer Klaviervirtuose und Komponist
- 1821 - Moritz Hartmann, Journalist, Schriftsteller und Politiker
- 1825 - Marie Friederike Franziska Hedwig von Preußen, Königin von Bayern und Mutter Ludwigs II.
- 1829 - Asaph Hall, US-amerikanischer Astronom und Entdecker der Marsmonde
- 1832 - Isabella Bishop, britische Reiseschriftstellerin
- 1840 - August Mau, deutscher Archäologe
- 1844 - Friedrich Nietzsche, deutscher Philosoph
- 1861 - Eduard Schmid, Oberbürgermeister von München
- 1861 - Josef Ruederer, deutscher Schriftsteller
- 1864 - Friedrich Gustav Piffl, österreichischer Erzbischof und Kardinal
- 1869 - Alfred Andersen-Wingar, norwegischer Komponist
- 1872 - Wilhelm Miklas, Politiker
- 1877 - Wilhelm Stockums, Weihbischof in Köln
- 1881 - José Arce, argentinischer Politiker
- 1881 - Pelham Grenville Wodehouse, englischer Schriftsteller
- 1883 - Kurt Arnold Findeisen, deutscher Schriftsteller
- 1884 - Wilhelm Schapp, deutscher Philosoph
- 1885 - James Francis Hurley, australischer Fotograf und Kameramann
- 1885 - Jóhannes Sveinsson Kjarval, isländische Maler
- 1885 - Ulrich Leman, deutscher Maler
- 1886 - Rudolf Graf von Marogna-Redwitz, Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- 1887 - Chester Ray Longwell, US-amerikanischer Geologe
- 1887 - Emil Hegetschweiler, schweizerischer Schauspieler
- 1893 - Carol II., rumänischer König
- 1895 - Alfred Neumann, deutscher Schriftsteller
- 1896 - Célestin Freinet, französischer Reformpädagoge und Begründer der Freinet-Pädagogik
- 1898 - Boughera El-Ouafi, algerischer Leichtathlet
- 1898 - Günther Ramin, deutscher Organist
- 1900 - Mervyn LeRoy, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent
- 1901 - Hermann Josef Abs, deutscher Bankier
- 1901 - Bernard von Brentano, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Svend Johannsen, dänischer Minderheitenpolitiker in Schleswig-Holstein
- 1904 - Wolfgang Weyrauch, deutscher Schriftsteller
- 1905 - Charles Percy Snow, englischer Wissenschaftler und Schriftsteller
- 1905 - Raymond Klibansky, Philosoph
- 1907 - Wolfgang Weyrauch, deutscher Schriftsteller
- 1908 - John Kenneth Galbraith, US-amerikanischer Ökonom
- 1910 - Sybille Schloss, deutsche Schauspielerin
- 1912 - Genrich Saulowitsch Altschuller, russischer Ingenieur und Wissenschaftler
- 1912 - Konrad Emil Bloch, deutscher Biochemiker
- 1913 - David Carroll, US-amerikanischer Bandleader
- 1913 - Wolfgang Lüth, U-Boot-Kommandant im Zweiten Weltkrieg
- 1914 - Mohammed Sahir Schah, König (Schah) von Afghanistan 1933-1973
- 1915 - Nellie Luther, US-amerikanische Musikerin und Sängerin
- 1915 - Jitzhak Schamir, israelischer Politiker
- 1915 - Carl Szokoll, Major a.D. der deutschen Wehrmacht und Widerstandskämpfer
- 1916 - Karl Ebert, Weihbischof des Apostolischen Administrators in Erfurt und Meiningen
- 1917 - Arthur M. Schlesinger, US-amerikanischer Historiker
- 1920 - Henri Verneuil (Achod Malakian), französischer Filmregisseur
- 1920 - Heribert Meisel, österreichischer Sportjournalist
- 1920 - Mario Puzo, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1921 - Angelica Rozeanu, rumänische Tischtennisspielerin
- 1921 - Hoimar von Ditfurth, deutscher Arzt und Publizist
- 1923 - Italo Calvino, italienischer Schriftsteller
- 1924 - Lee Iacocca, US-amerikanischer Manager
- 1925 - Mickey Baker, US-amerikanischer Sänger
- 1926 - Ed McBain, US-amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor
- 1926 - Karl Richter, Chorleiter, Dirigent, Organist und Cembalist
- 1926 - Michel Foucault, französischer Philosoph
- 1928 - Eduard Schütz, Baptistischer Theologe
- 1929 - Enno Patalas, deutscher Filmhistoriker und -kritiker
- 1930 - Christian Wiyghan Tumi, Erzbischof von Douala und Kardinal
- 1935 - Barry McGuire, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1938 - Chris Andrews, britischer Sänger und Songschreiber
- 1938 - Marv Johnson, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - Telesphore Placidus Toppo, Erzbischof von Ranchi und Kardinal
- 1940 - Benno Ohnesorg, Student, der auf einer Demonstration in Berlin erschossen wurde
- 1940 - Edwin Skinner, trinidader Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1940 - Peter Doherty, australischer Veterinär, Virologe, Medizinnobelpreis 1996
- 1944 - David Trimble, nordirischer Politiker, Friedensnobelpreisträger
- 1944 - Peter Porsch, deutscher Politiker
- 1944 - Sali Berisha, albanischer Politiker und Staatspräsident
- 1946 - Richard Carpenter, US-amerikanischer Musiker und Komponist
- 1946 - Tessa de Loo, niederländische Schriftstellerin
- 1947 - Jan Niklas, deutscher Schauspieler
- 1948 - Chris de Burgh, irischer Pop-Sänger
- 1949 - Jochen Beyse, deutscher Schriftsteller
- 1949 - Michael Köhlmeier, österreichischer Schriftsteller
- 1949 - Norbert Schindler, deutscher Politiker (CDU)
- 1950 - Horst Stachelhaus, deutscher Musiker
- 1951 - Frank DiMino, US-amerikanischer Sänger
- 1951 - Heinz Schmitt, Mitglied des Deutschen Bundestages
- 1951 - Roscoe Tanner, US-amerikanischer Tennisspieler
- 1951 - Tito Jackson, US-amerikanischer Musiker (Jacksons)
- 1957 - Mira Nair, Filmregisseurin
- 1958 - Michaele Hustedt, deutscher Politiker
- 1959 - Sarah Ferguson, geschiedene Ehefrau des britischen Prinzen Andrew, dem Herzog von York
- 1960 - Lolita Morena, italienische Moderatorin
- 1964 - Agnès Jaoui, französische Schauspielerin, Autorin und Regisseurin
- 1968 - Didier Deschamps, französischer Fußballspieler und -trainer
- 1969 - Vitor Baía, portugiesischer Fußballspieler
- 1970 - Pernilla Wiberg, schwedische Skirennläuferin
- 1971 - Andy Cole, englischer Fußballspieler
- 1971 - Niko Kovac, kroatischer Fußballspieler
- 1971 - Sanda Kim, belgische Sängerin
- 1977 - David Trezeguet, französischer Fußballspieler
- 1980 - Tom Boonen, belgischer Radrennfahrer
- 1983 - Andreas Ivanschitz, österreichischer Fußballspieler

Gestorben

Andreas Ivanschitz
- 961 - Abd ar-Rahman III., achter Emir und erster Kalif von Cordoba
- 1564 - Andreas Vesalius, belgischer Mediziner
- 1591 - Gregor XIV. (Papst), Papst seit 1590
- 1605 - Akbar, Großmogul von Indien
- 1750 - Sylvius Leopold Weiss, deutscher Lautenist und Komponist
- 1804 - Antoine Baumé, französischer Chemiker und Pharmazeut
- 1817 - Johann Ludwig Burckhardt, schweizerischer Forscher
- 1820 - Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg, österreichischer General
- 1852 - Friedrich Ludwig Jahn, deutscher Turnvater
- 1858 - Carl Gustav Mosander, Chemiker
- 1904 - Georg I. (Sachsen), folgte im Alter von 70 Jahren seinem Bruder Albert I. (Sachsen) auf den Thron
- 1915 - Paul Scheerbart, Schriftsteller fantastischer Literatur und Zeichner
- 1917 - Mata Hari, eigentlich Marguerite Campbell oder Margaret(h)a Geertruida Zelle, niederländische (Nackt-)Tänzerin, Kurtisane und Spionin während des ersten Weltkrieges
- 1933 - Inazo Nitobe, japanischer Gelehrter
- 1934 - Samuel Fischer (Verleger), deutscher Verleger
- 1936 - Benno von Achenbach, Begründer der deutschen Kutschfahrkunst
- 1939 - Robert Haab, schweizerischer Politiker
- 1945 - Karl Alwin, deutscher Dirigent
- 1946 - Hermann Göring, führender Politiker des Dritten Reichs
- 1953 - Helene Mayer, deutsche Fechterin
- 1957 - Henry van de Velde, belgischer Architekt, Maler und Kunstschriftsteller
- 1959 - Leopold Fejér, ungarischer Mathematiker
- 1960 - Henny Porten, deutsche Schauspielerin und Stummfilmmstar
- 1963 - Edmond Fleg, französischer Schriftsteller schweizerischer Herkunft
- 1964 - Cole Porter, US-amerikanischer Komponist
- 1967 - Marcel Aymé, französischer Erzähler und Dramatiker
- 1972 - Joachim Maass, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 1980 - Bobby Lester, US-amerikanischer Sänger
- 1981 - Jud Strunk, US-amerikanischer Sänger
- 1985 - Meret Oppenheim, Schweizer Künstlerin und Dichterin
- 1987 - Thomas Sankara, charismatischer, linksgerichteter Führer in Burkina Faso
- 1988 - Ulrich Leman, deutscher Maler
- 1989 - Danilo Kiš, serbischer Schriftsteller
- 1997 - Henryk Bista, polnischer Schauspieler
- 2000 - Konrad Bloch, deutscher Biochemiker und Nobelpreisträger
- 2003 - Lázló Papp, ungarischer Boxer
- 2003 - Robert Müller, schweizerischer Bildhauer
- 2004 - Burk Mertens, deutscher Radiomoderator
- 2004 - Helmut Simon, deutscher Hobby-Alpinist und Entdecker der kupferzeitlichen Gletschermumie "Ötzi"

Feier- und Gedenktage


- Theresa von Ávila

Siehe auch


- 14. Oktober - 16. Oktober
- 15. September - 15. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1015 ja:10月15日 ko:10월 15일 simple:October 15 th:15 ตุลาคม

Nordirland

Nordirland ist ein Landesteil des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland. Es besteht aus dem größten Teil der historischen irischen Provinz Ulster im Norden Irlands. Im Verhältnis zur Republik Irland ist Nordirland dichter bevölkert und hat mehr Industrie.

Geografie

Nordirland bildet die Fortsetzung des Landschaftsbildes in Nordengland und Südschottland nach Westen hin. Die Küstenlinie ist reich gegliedert. Das Klima ist - wie überall auf den Britischen Inseln - ozeanisch und wird vom Golfstrom beeinflusst. Nordirland hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 130 km. Von Osten nach Westen sind es 180 km. Die Länge der nordirischen Küste ist etwa 500 km. Die Insel Rathlin im Nordosten gehört zu Nordirland. Es gibt drei Höhenzüge: im Nordwesten die Sperrin Mountains, im Nordosten das Antrim Plateau, im Südosten die Mourne Mountains (852 m). Wichtige Städte:
- Armagh
- Ballycastle, Ballyclare, Banbridge, Bangor, Belfast, Bushmills
- Carnmoney, Carrickfergus, Coleraine, Comber, Cookstown, Craigavon
- Derry, Donaghadee, Downpatrick,Dromore, County Down, Dundonald, Dungannon, Dungiven
- Enniskillen
- Glengormley
- Hillsborough
- Larne, Limavady, Lisburn, Lurgan
- Magherafelt
- Newcastle, Newry, Newtownards, Newtownstewart
- Omagh
- Portrush, Portstewart, Portaferry
- Strabane
- Warrenpoint

Wirtschaft

Nordirland war - wie die Republik Irland - von Auswanderung geprägt. Größere Investitionen wurden aufgrund der ethnischen Spaltung und der politischen Unsicherheit kaum getätigt; das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bewegte sich 1991 auf 81 % des Durchschnitts im Vereinigten Königreich; die Arbeitslosigkeit war hoch. Seit 1997 wird mehr investiert und die Wirtschaft wächst stärker. Seit 1999 erlebt das Land einen Anstieg beim Tourismus.

Verwaltung

1972 wurde das Nordirlandministerium (engl. Northern Ireland Office, Abk. NIO) in London geschaffen, das von einem Minister (engl. Secretary of State) geleitet wird. Heute (2005) ist dies Peter Hain. Das Ministerium ist verantwortlich für die Bereiche Justiz und Gefängniswesen (engl. criminal justice und prisons), Polizei (siehe unten), die Fürsorge für Opfer von politisch motivierten Verbrechen (engl. victims) sowie - seit dem 14. Oktober 2002, an dem die Regionalregierung direkt der Zentralregierung unterstellt wurde - die Rechtsaufsicht über die Behörden in Nordirland. Wie auch in Wales und Schottland setzt die Regierug von Tony Blair ihre Politik der Dezentralisierung (engl. devolution) auch in Nordirland um und hat eine Regionalverwaltung geschaffen. In Nordirland gibt es das Büro der Exekutive (engl. Office of the Minister and the Deputy Minister) sowie zehn Regional-Ministerien (engl. departments), nämlich für Landwirtschaft (engl. agriculture), für Kultur (engl. culture, arts and leisure), das Kultusministerium (engl. education), das Ministerium für Umweltschutz (engl. environment), für Finanzen (engl. finances and personnel), für Gesundheit (engl. health), für Wirtschaft (engl. enterprise, trade and investing), für Fortbildung (engl. employment and learning), für Regionalentwicklung (engl. regional development) sowie für Soziales (engl. social development). Der Vorteil dieser Konstruktion liegt darin, dass die Ministerien der Republik Irland ein Gegenüber nicht in London, sondern in Belfast haben und das allmähliche Zusammenwachsen Irlands so gefördert wird. Bis 1972 war Nordirland in sechs Bezirke (engl. counties) gegliedert (durchschnittliche Einwohnerzahl: 260.000). Diese waren Antrim, Armagh, Down, Fermanagh, Londonderry und Tyrone. Seitdem gibt es 26 Landkreise (engl. districts) mit durchschnittlich 60.000 Einwohnern.

Geschichte

Landkreis Siehe Hauptartikel: Geschichte Nordirlands, Nordirlandkonflikt Die Teilung Irlands in die Republik Irland und Nordirland fand 1926 statt. In der Folge wurde der katholische Bevölkerungsteil bei Jobs und Wohnungen benachteiligt. Die Gesellschaft teilte sich in meist katholische Republikaner oder Nationalisten (Ziel: Vereinigung mit der Republik Irland) und meist protestantische Unionisten oder Loyalisten (Ziel: Verbleiben unter britischer Regierung).

Politik

Die politischen Parteien spiegeln bis heute die ethnische Spaltung der Provinz wider; Democratic Unionist Party (DUP) und UUP (gemäßigt) treten für die protestantisch-pro-britisch-unionistische Seite an, Sinn Féin (SF) und SDLP (gemäßigt) für die katholisch-pro-irisch-nationalistische Seite. Die Alliance Party ist eine überkonfessionelle Partei. Die Wahlen vom 26. November 2003 ergaben folgende Ergebnisse (in Prozent): DUP 26,1, UUP 23,0, Sinn Fein (SF) 24,0, SDLP 17,8.

Kirche

Anglikanische Kirche: Anders als in England besteht seit 1871 keine Staatskirche. Etwa 260.000 Menschen (13 % der Bevölkerung) rechnen sich zur anglikanischen Gemeinschaft, deren Erzbischof (Robert Eames) in Armagh residiert und auch für die etwa 70.000 Mitglieder in der Republik Irland zuständig ist. Katholiken: Etwa 40 % der Nordiren bezeichnen sich als römisch-katholisch. Der Sitz des Primas von Irland (Sean Brady) befindet sich ebenfalls in Armagh. Auch der katholische Primas ist eine gesamtirische Institution. Die größte protestantische Gemeinschaft bilden die Presbyterianer (u.a. Ian Paisley) mit etwa 20 %. Daneben gibt es 3 % Methodisten.

Polizei

Die frühere Royal Ulster Constabulary (RUC) heißt seit 1999 Police Service of Northern Ireland (PSNI). Während sie bis 1998 fast ausschließlich aus unionistisch-protestantischen Beamten bestand, wurde sie 1999 um die Hälfte auf etwa 7000 Beamte verkleinert und soll bei Neueinstellungen zur Hälfte irisch-katholische Bewerber einstellen, um den sozialen Frieden gewährleisten zu können.

Tourismus

Police Service of Northern Ireland Nordirland ist ein sicheres Reiseland; die Grenzkontrollen zwischen Nordirland und der Republik Irland sind zum Großteil entfallen. Sehenswertes Naturdenkmal ist der Giant's Causeway (dt. Damm des Riesen), rund 40.000 Basaltsäulen am Meer, geschützt durch den National Trust, etwa 20 km westlich von Ballycastle an der Nordküste von Antrim. Weitere sehenswerte Gegenden und Landschaften sind:
- Die Berge von Mourne (engl. the Mountains of Mourne)
- Lough Neagh, größter See der Britischen Inseln
- Lough Erne
- Strangford Lough
- Carlingford Lough
- Die Antrim-Täler (engl. the Glens of Antrim)
- Das Seenland von Fermanagh (engl. the Fermanagh Lakeland)
- Die Sperrin-Berge (engl. the Sperrin Mountains)
- Die Nationalparks (engl. the National parks of Northern Ireland) Wie auch in der Republik Irland gehört Golf, Angeln, Wandern und Bootstourismus zu den möglichen Urlaubsaktivitäten; es gibt Bootstouren, die die Republik Irland und Nordirland verbinden. Kulturelle Ereignisse konzentrieren sich in Belfast und Derry. Der Tourismus trägt mit 1,5 Mio. Besuchern (2002) zu 2 % zum nordirischen BSP bei; die große Mehrheit der Besucher kommt aus der Republik Irland sowie aus den anderen Landesteilen des Vereinigten Königreiches. Etwa 100.000 Besucher kommen je aus den USA und der EU.

Verkehr

Flüge: Nordirland hat drei internationale Flughäfen, zwei bei Belfast, einen bei Derry. Direktflüge von Deutschland bietet im Sommer 2005 nur EasyJet ab Berlin-Schönefeld an. Auto: Der Motorway M1 verbindet Belfast mit Dungannon, der Motorway M2 führt von Belfast nach Antrim, der Motorway M3 von Belfast nach Ballymacarrett. Eisenbahn: Nordirland hat ein relativ dünnes Bahnnetz von 340 km. Translink nutzt ausschließlich Züge mit Dieselantrieb und verbindet Belfast mit:
- Londonderry (via Ballymena und Coleraine) nach Norden,
- Larne nach Nordosten,
- Dublin (via Portadown) nach Süden
- Bangor nach Osten

Literatur

Es gibt bislang (November 2004) keinen deutschsprachigen Reiseführer nur für Nordirland; Nordirland bildet daher jeweils ein Kapitel in Reiseführern über Irland oder das Vereinigte Königreich.
- Friedhelm Rathjen, Singenden Fahrradreifen in Ulster. Eine irische Grenzerfahrung, Scheeßel (Edition ReJoyce) 2004, ISBN 3000135510
- Dietrich Schulze-Marmeling (Hg.), Nordirland. Geschichte, Landschaft, Kultur, Touren, Göttingen (Vg. Die Werkstatt) 1996, ISBN 3895331775

Weblinks


- [http://www.britischebotschaft.de/de/embassy/political/northern-ireland.htm Informationen der Britischen Botschaft in Berlin (dt.)]
- [http://www.irland-ferien.de Irisches Fremdenverkehrsamt mit Infos auch zu Nordirland (dt.)]
- [http://www.discovernorthernireland.com/ Fremdenverkehrsamt (engl.)]
- [http://www.onlineni.net Nordirland Online (engl.)]
- [http://www.northernireland.gov.uk/ Verwaltung (engl.) mit Links zu den Regional-Ministerien]
- [http://www.nio.gov.uk Das Nordirlandministerium in London (engl.)]
- [http://www.ofmdfmni.gov.uk Das Büro des Ersten Ministers in Belfast (engl.)]
- [http://www.ntni.org.uk/ National Trust mit Infos zum kulturellen Erbe (engl.)]
- [http://www.translink.co.uk Eisenbahngesellschaft Translink (engl.)]
- [http://www.ireland.anglican.org Anglikanische Kirche in Irland]
- [http://www.catholiccommunications.ie Die Irische Katholische Bischofskonferenz (Republik Irland und Nordirland)] ja:北アイルランド ko:북아일랜드 simple:Northern Ireland

Ulster Unionist Party

Die Ulster Unionist Party (UUP) ist eine protestantische Partei in Nordirland. Sie war lange Zeit die wichtigste protestantische Partei des Landes, verlor diese Stellung aber an die von Ian Paisley geführt Democratic Unionist Party. Vorsitzender der Partei ist David Trimble. Bei den Unterhauswahlen am 5. Mai 2005 verlor die UUP fünf ihrer sechs Mandate (vier an die radikale DUP, eines an die katholische SDLP). Die UUP ist nunmehr lediglich noch durch die Abgeordnete Sylvia Hermon aus dem Wahlkreis North Down im Parlament vertreten. Kategorie:Nordirische Partei Kategorie:Britische Geschichte Kategorie:Irische Geschichte

Premierminister

Ein Premierminister (von frz. le premier - der erste) ist das oberste Mitglied des Kabinetts in einem parlamentarischen System und damit der Chef der Regierung. Die weibliche Form des Wortes ist Premierministerin. Premierminister, in einigen Staaten auch Ministerpräsident/-in oder Staatsminister/-in genannt; in Deutschland und Österreich Bundeskanzler/in, stehen damit über den restlichen Ministern einer Regierung. Anders als in dieser Bedeutung des Regierungschefs mit seinen weit reichenden Kompetenzen wird der Titel Premierminister/-in in manchen präsidentiellen Regierungssystemen (Beispiele: Peru oder Republik China (Taiwan)) zur Bezeichnung eines Regierungsbeamten verwendet. Dessen Pflichten bestehen dann ausschließlich in der Umsetzung der Direktiven des Präsidenten sowie in der Administration der öffentlichen Verwaltung. Eine "Zwischenform" zwischen präsidentiellen und parlamentarischen Systemen ist das Semipräsidentielle Regierungssystem, in dem Staatsoberhaupt und "Regierungschef" beide einen Anteil an der Regierungsführung haben. Eine Situation in einem semi-präsidentiellen Regierungssystem, in der der Präsident und der Premierminister unterschiedlichen politischen Richtungen angehören, wird als Kohabitation bezeichnet.

Geschichte

Der erste britische König aus dem Haus Hannover, Georg I. (1714-1727), sprach kein Englisch und verstand so die Kabinettsitzungen nicht. Daher überließ er seinem Ersten Minister, Sir Robert Walpole, mit dem er Französisch sprach, die Ausübung der Regierungsgeschäfte. Der Begriff Prime Minister wurde zwar nie verwendet, doch Walpole hatte sich während Georgs Amtszeit die Macht eines Regierungschefs angeeignet. Die Macht des Premierministers stieg unter den folgenden Monarchen weiter. Georg III. versuchte vergeblich, sie einzuschränken; gegen seinen Willen musste er vom Premierminister designierte Minister ernennen. Unter Königin Viktoria verfügte der Premier über ähnliche Kompetenzen wie heute.

Parlamentarische Demokratien

In verschiedenen parlamentarischen Systemen, insbesondere dem Westminster System, ist der Premierminister Regierungschef während der Staatschef im Wesentlichen zeremonielle Aufgaben innehat.

Konstitutionelle Monarchien

Premierminister gibt es auch in konstitutionellen Monarchien (wie zum Beispiel im Vereinigten Königreich und Australien), und in Republiken, in denen der Staatschef ein gewählter oder ernannter Beamter mit mehr oder weniger Machtbefugnissen ist. In einem präsidentiellen System hingegen steht der Präsident (oder seine Entsprechung) sowohl dem Staat als auch der Regierung vor.

Erlangen des Premierministeramts

In den einzelnen Staaten gibt es mehrere Möglichkeiten, Premierminister zu werden:´
- Ernennung durch das Staatsoberhaupt ohne parlamentarische Bestätigung (Beispiele: Vereinigtes Königreich, Neuseeland)
- Ernennung durch das Staatsoberhaupt nach Nominierung eines Kandidaten durch das Parlament (Beispiel: Irland)
- Ernennung durch das Staatsoberhaupt nach Nominierung eines Kandidaten durch die größte Fraktion im Parlament (Beispiele: Australien, Kanada, Indien; in Neuseeland stellt die größte Fraktion den Premierminister)
- Nominierung durch das Staatsoberhaupt, bevor das Parlament zustimmt und das Staatsoberhaupt den Premierminister ernennt (Beispiele: Spanien; in Deutschland kann der Bundestag auch einen anderen Kandidaten wählen, der zum Bundeskanzler ernannt wird)
- Nominierung durch das Staatsoberhaupt für eine bestimmte Zeit, in der der Premierminister eine Vertrauensabstimmung gewinnen muss (Beispiel: Italien)
- Direkte Wahl durch das Parlament (Beispiele: die kanadischen Provinzen Nordwestterritorien und Nunavut)
- Direkte Wahl durch das Volk (Beispiele: Israel 1996-2001)
- Ernennung durch einen staatlichen Amtsträger, der nicht das Staatsoberhaupt oder sein Vertreter ist (Beispiel: Schweden)

Siehe auch


- Australischer Premierminister
- Premierminister der Bahamas
- Britischer Premierminister
- Estnischer Premierminister
- Französischer Premierminister
- Indischer Premierminister
- Israelischer Premierminister
- Japanischer Premierminister
- Kanadischer Premierminister
- Premierminister von Luxemburg
- Neuseeländischer Premierminister
- Niederländischer Premierminister
- Norwegischer Ministerpräsident
- Polnischer Ministerpräsident
- Südkoreanischer Premierminister
- Taoiseach (Irland) Kategorie:Politischer Begriff ja:首相 simple:Prime Minister th:นายกรัฐมนตรี

John Hume

John Hume ('18. Januar 1937 in Londonderry) ist ein nordirischer Politiker. Er ist Vorsitzender und Mitgründer der Social Democratic and Labour Party (SDLP), die sich für eine Wiedervereinigung Irlands ohne Gewalt einsetzt. 1998 wurde John Hume gemeinsam mit David Trimble für seine Bemühungen um eine friedliche Lösung des Nordirlandkonflikts mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Biographie

Frühe Jahre und Ausbildung

John Hume kam als Sohn eines Werftarbeiters 1937 im nordirischen Londonderry auf die Welt. Er lebte in bescheidenen Verhältnissen und wurde als katholisches und irisches Kind bereits von Kindestagen an mit der Unterdrückung der irischstämmigen Katholiken durch die Protestanten, die ihr Wurzeln im englischen Teil Großbritanniens haben. Er studierte an der National University und erwarb dort seinen Master of Arts, danach ging er als Forschungsstudent an das Trinity College in Cambridge, zeitgleich war er Gasthörer am Centre of International Affairs in Harvard. Danach wurde John Hume Lehrer und begann in den 1960er Jahren mit der politischen Arbeit, bei der er sich für öffentliche Interessen einsetzt.

Politische Arbeit

1968 wurde John Hume zum Führer der Bürgerrechtsbewegung "Non-violent civil rights" und ein Jahr später kam er als Abgeordneter in das nordirische Parlament. 1972 wurde dies von der britischen Regierung aufgelöst nachdem Großbritannien die Polizeigewalt im Lande an sich gezogen hatte und die Regierung in Belfast geschlossen zurückgetreten ist. 1970 gründete John Hume gemeinsam mit weiteren Mitstreitern die Social Democratic and Labour Party SDLP, die sich bereits bei ihrer Gründung für ein geeintes Irland ohne Gewaltanwendung ausprach. Diese positionierte sich damit zwischen der protestantisch-unionistischen Democratic Unionist Party (DUP) und der katholisch-republikanischen Sinn Fein. 1973 wurde durch eine Abstimmung beschlossen, dass Nordirland weiterhin zu Großbritannien gehören sollte. Im gleichen Jahr wurde eine neue parlamentarische Vertretung gewählt, der auch John Hume angehörte, sowie eine eigene Northern Ireland Executive mit begrenzten Rechten gebildet, in der Hume als Handelsminister tätig wurde. Beide wurden allerdings bereits 1974 wieder aufgelöst. In Londonderry richtete David Hume die Inner City Trust ein, eine Vereinigung, die aus Mitgliedern sowohl der Katholiken als auch der Protestanten bestand und die sich zum Ziel gesetzt hat, die teilweise massiven Zerstörungen in der Innenstadt von Londonderry durch den Bürgerkrieg zu beseitigen. Außerdem konnte er durchsetzen, dass der Bürgermeister von Londonderry jedes Jahr von einer anderen im Parlament vertretenen Partei gestellt wurde. Von 1979 bis 2004 war John Hume Vertreter des Europäischen Parlaments in Brüssel, wo er sich vor allem im Ausschuss für Regionalplanung und in der Gemeinsamen Versammlung der Europäischen Union und der AKP-Staaten, also der Entwicklungsländer Afrikas, der Karibik und des Pazifik, einsetzte. Er wurde außerdem Co-Vorsitzender der Interparlamentarischen Gruppe für kulturelle und sprachliche Minderheiten. 1979 wurde Hume Parteivorsitzender der SDLP. Sein 1982 durch die Gründung des "New Ireland Forum" gestartetes Vorhaben, die Vereinigung von Nordirland mit der irischen Republik voranzutreiben scheiterte an der republikanischen Partei Sinn Fein. 1983 wurde er als einziger Vertreter seiner Partei in das britische House of Commons gewählt, wo er bis heute den Wahlkreis Foyle vertritt.

Friedensarbeit mit der IRA

Seine Gesprächsbereitschaft mit der Partei Sinn Fein sowie mit der Untergrundorganisation der Irish Republican Army (IRA) sorgte 1985 für Aufregung, seine Gespräche mit dem Sinn Fein-Vorsitzenden Gerry Adams führten allerdings über einen allmählichen Friedensprozess, der 1994 in einem bedingungslosen Waffenstillstand der IRA gipfelte, der 18 Monate eingehalten wurde. 1998 wurde vom britischen Premierminister Tony Blair und dem irischen Präsidenten Bertie Ahern ein Nordirland-Friedensplan ausgearbeitet, an dem auch Hume und andere Friedensaktivisten Nordirlands beteiligt waren. Dieser wurde als Karfreitagsabkommen bekannt. Am 15. August erschütterte ein Bombenattentat in Omagh mit 25 Todesopfern durch eine provirische Splitterorganisation erneut die Friedenspläne, eine Beruhigung erfolgte jedoch über die weltweite Unterstützung der Friedensbemühungen und die Ablehnung weiterer Gewalt von allen Seiten. Am 10. Dezember erhielt David Hume gemeinsam mit David Trimble den Friedensnobelpreis für ihre intensiven Bemühungen im Friedensprozess in Nordirland. 2004 kündigte John Hume an, sich ganz aus der Politik zurückzuziehen.

Ehrungen

Neben dem Friedensnobelpreis erhielt Hume viele weitere Auszeichnungen für seine Arbeit, darunter den Hessischen Friedenspreis und den Sean-McBride-Preis.

Weiterführende Literatur


- John Hume: Personal views, politics, peace and reconciliation in Ireland, Town House, Dublin, 1996.
- John Hume: Derry beyond the walls: social and economic aspects of the growth of Derry, Ulster Historical foundation, Belfast, 2002.
- Barry White: John Hume: a statesman of the troubles, Blackstaff, Belfast, 1984
- George Drower: John Hume: man of peace, Gollancz, London, 1995.
- Paul Routledge: John Hume: a biography,, Harper-Collins, London, 1997
- Gerard Murray: John Hume and the SDLP: impact and survival in Northern Ireland, Irish Academic Press, Dublin, 1998.

Weblinks


- Hume, John Hume, John Hume, John Hume, John Hume, John Hume, John ja:ジョン・ヒューム zh-min-nan:John Hume

Nordirlandkonflikt

Der Nordirlandkonflikt (engl. The Troubles) beherrschte die nordirische Politik der Jahre 1969-1998. Obwohl sich in diesem Konflikt mehr oder weniger zwei verschiedene Konfessionen gegenüberstehen, hat der Konflikt keinen religiösen Hintergrund. Der Grund für den Nordirland-Konflikt ist der Kampf der irischen Bevölkerung um die Unabhängigkeit von Großbritannien. Obwohl die Zahl der aktiv Beteiligten am Nordirlandkonflikt klein ist und die paramilitärischen Organisationen, welche für sich in Anspruch nahmen die Bevölkerung zu vertreten in der Regel nicht represäntativ sind, berührte der Konflikt täglich die Leben der meisten Menschen in Nordirland und breitete sich gelegentlich bis Großbritannien oder die Republik Irland aus. Fast viertausend Menschen, größtenteils Zivilisten, starben in Folge der Gewalt. Heute sind die politischen und sozialen Einstellungen vieler Menschen durch den Konflikt geprägt.

Vorgeschichte

Unter Heinrich VIII. bekommt das katholische Irland einen protestantischen Herrscher, der eine Staatskirche einführt. Jakob I. siedelt etwa ein halbes Jahrhundert später (1609) gezielt Schotten und Engländer in Irland an. In der englischsprachigen Öffentlichkeit spricht man von Ulster Plantation. Wiederum 80 Jahre später, 1690, besiegt das Heer Wilhelms von Oranien ein irisch-katholisches Heer in der Schlacht am Boyne. Dem Sieg in dieser Schlacht wird immer noch alljährlich durch die Märsche des Oranier-Ordens gedacht, die immer wieder zu heftigen Unruhen führen. Im Oranier-Orden schlossen sich 1795 die Protestanten Nordirlands zusammen. 1845 kommt es in ganz Irland infolge der Kartoffelfäule zur Großen Hungersnot (engl. Great Famine). Ein Drittel der Bevölkerung stirbt oder wandert aus. Irland fühlt sich von England im Stich gelassen. Sechzig Jahre später, 1905, kommt es zur Gründung der Sinn Fein (SF), die Irland von England lösen will. 1916 - während des Ersten Weltkrieges - kommt es zum Osteraufstand (bei dem erstmals die Irish Republican Army (IRA) auftritt), der Iren gegen die englischen Herrscher, und darauf zu einem Bürgerkrieg. Er führt 1921 zur Teilung Irlands in die unabhängige Republik Irland und Nordirland, welches zum Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland gehört. Nordirland hat circa 1,7 Millionen Einwohner von denen 40% katholisch, 20% presbyterianisch und 15% Mitglieder der Anglikanischen Kirche sind (Zahlen 2001). Die Enttäuschung bei der katholischen Bevölkerung in Nordirland ist groß, die Diskriminierung der Katholiken dort verstärkt sich. Die einen verstehen sich nun als pro-britische Unionisten; sie sind meist Protestanten. Die anderen sehen sich als pro-irische Nationalisten oder Republikaner; sie sind meist Katholiken. Während im Zweiten Weltkrieg Nordirland einen wirtschaftlichen Aufschwung durch die Rüstungsindustrie (Schiffbau, Flottenstützpunkte, Luftwaffenbasen) erlebt, kommt es ab 1945 zu einem Niedergang, besonders in den großen Städten Belfast und Derry. Den katholischen Bevölkerungsteil trifft es besonders hart.

Die Unruhen

Besonders in Belfast leben viele Katholiken in Arbeitervierteln mit hoher Arbeitslosigkeit, auch bei Jugendlichen. Es kommt zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen, zum Niederbrennen ganzer Straßenzüge und zur Vertreibung vieler Menschen aus ihren Häusern. Ghettos entstehen, in denen fast nur Protestanten oder nur Katholiken leben. Die Polizei wird der Situation nicht mehr Herr, die Armee wird gerufen (z.B. im Konflikt um die Holy Cross-Grundschule). Schulen haben entweder protestantische oder katholische Schüler. Das britische Mehrheitswahlrecht und die Wahlkreisziehung begünstigt unionistische gegenüber republikanischen Kandidaten. Häufige Kontrollen, Hausdurchsuchungen und die Politik der Internierung verdächtiger Menschen schüren die Gewalt. Geld für die Untergrundarmee IRA kommt aus den Vereinigten Staaten, wo viele Irischstämmige leben. Der wirtschaftliche Niedergang (weniger Auslandsinvestitionen, Emigration) verstärkt sich, führt erneut zu höherer Arbeitslosigkeit. Bis zu 4.000 Tote sind zu beklagen.

Die Verhandlungen

Die Vertreter von SF und SDLP ringen nun mit UUP und DUP um eine Lösung in Nordirland. Langjährige Verhandlungen müssen die legitimen Interessen der Unionisten wie der Republikaner berücksichtigen; die Republik Irland und England stecken ihr Territorium ab. London fordert Dublin auf, vom Verfassungsziel einer Wiedervereinigung Irlands abzugehen. Mit dem Karfreitagsabkommen wird dies erreicht; Englands Zugeständnis ist eine Reform der Polizei und eine stärkere Beteiligung der SF an der Verwaltung Nordirlands. Volksabstimmungen zeigen, daß die Bevölkerung der Gewalt müde ist; das Leben in Nordirland beginnt sich zu normalisieren. Am 28. Juli 2005 erklärte die IRA den bewaffneten Kampf für beendet.

Die Konfliktparteien

irische / nationalistische (katholische) Seite

Die Nationalisten streben eine Loslösung von Großbritannien und eine Vereinigung mit der Republik Irland an.
- Irish Republican Army (IRA): Die wichtigste Terrororganisation in Nordirland. Sie zerfällt in mehrere Arme. Am 28. Juli 2005 erklärte sie ihren bewaffneten Kampf für beendet.
- Sinn Féin: Ihr Name bedeutet übersetzt "Wir selbst". Sie gilt als der politische Arm der IRA.
- Irish Republican Socialist Party (IRSP)/Irish National Liberation Army (INLA): 1975 aus der OIRA hervorgegangene, sozialistische Partei und ihr bewaffneter Arm, der sich seit 1998 im Waffenstillstand befindet.
- Real Sinn Fein/Continuity IRA (CIRA): Abspaltung von der PIRA 1986. Nicht im Waffenstillstand.
- 32 COUNTY SOVEREIGNTY MOVEMENT/Real IRA (RIRA): entstanden 1997. Nicht im Waffenstillstand.
- Social Democratic and Labor Party

unionistische / loyalistische (protestantische) Seite

Die Unionisten wollen Teil des Königreichs bleiben.
- Ulster Unionist Party (UUP): Wichtige politische Partei. Bekanntestes Mitglied der Partei ist David Trimble.
- Democratic Unionist Party DUP: Protestantisch-unionistische, politische Partei, die das Karfreitagsabkommen nicht unterstützt. Bekanntestes Mitglied dieser Partei ist der Pfarrer Ian Paisley.
- Ulster Defence Association: Die wichtigste der protestantischen Terrororganisationen
- Ulster Volunteer Force: Die zweite protestantische Terrororganisation

Britische Regierung

Die Nordirlandminister der britischen Regierung regieren Nordirland wenn dieses nicht dazu in der Lage ist.

Republik Irland

Das Ziel einer Vereinigung mit Nordirland war in der Verfassung festgeschrieben. Im Zuge des Karfreitagsabkommens verzichtete Irland nach einem Volksentscheid auf diesen Anspruch; der Passus wurde gestrichen.

Literatur


- T. Ryle Dwyer: Michael Collins. ISBN 3-928300-62-8 (deutsch)
- Michael Collins: The Path to Freedom. Mercier Press. ISBN 1-85635-148-3 (englisch)
- Dietrich Schulze-Marmeling (Hg.): Nordirland - Geschichte Landschaft Kultur & Touren. Die Werkstatt, 1996. ISBN 3-89533-177-5
- Pit Wuhrer: Die Trommeln von Drumcree. Nordirland am Rande des Friedens. Rotpunktverlag, 2000. ISBN 3-85869-209-3
- Danny Morrison: Aus dem Labyrinth. Schriften auf dem Weg zum Frieden in Nordirland. ISBN 3-89771-000-5
- Kevin Bean, Mark Hayes (Hg.): Republican Voices. Stimmen aus der irisch-republikanischen Bewegung. ISBN 3-89771-011-0 (Interviews mit ehemaligen Mitgliedern; deutsch)

Siehe auch

Geschichte Irlands, Geschichte Nordirlands, Ulster

Weblinks


- [http://www.hls.sha.bw.schule.de/konflikt/index.htm Projektportal einer Schule zum Thema, Stand 2003] Kategorie:Nordirland Kategorie:Zeitgeschichte Kategorie:Britische Geschichte

Friedensnobelpreis

Der Friedensnobelpreis ist eine Auszeichnung für besondere Verdienste in der Friedensarbeit. Er wurde, wie auch die anderen Nobelpreise, von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestiftet. Diese Auszeichnung wird seit 1901 jedes Jahr am Todestag Alfred Nobels, dem 10. Dezember, in Oslo verliehen.

Grundlage des Friedensnobelpreises

Oslo Der Friedensnobelpreis geht zurück auf das Testament des 1896 verstorbenen Alfred Nobel, in dem er über die Verwendung seines Vermögens in Höhe von etwa 31 Millionen schwedischen Kronen verfügte. Das Geld wurde in einer Stiftung angelegt, die von einem Rat von sechs Direktoren geleitet wird und nach der Prüfung des Testament 1898 eingesetzt wurde. Die Nobelpreise werden nach dem Testament aus den Zinsen des Fonds gebildet. In fünf gleich großen Teilen werden sie an die verschiedenen Disziplinen vergeben. Neben dem Friedensnobelpreis sind dies die Bereiche Medizin und Physiologie, Physik, Chemie und Literatur. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ist nicht im Testament verankert und wird erst seit 1969 als Gedenkpreis der schwedischen Reichsbank zusätzlich vergeben. Zur Vergabe des Friedensnobelpreises heißt es im Testament: :Ein Teil dem, der am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat und für die Abschaffung oder Verminderung der stehenden Heere sowie für die Bildung und von Friedenskongressen. Durch diese Festlegung wurde der Friedensnobelpreis zur weltweit ersten Auszeichnung für die Arbeit in der Friedensbewegung. Anders als bei allen anderen Nobelpreisen, die in Stockholm vergeben werden, erfolgt die Verleihung in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Der Preisträger des Friedensnobelpreises wird von einem fünfköpfigen Komitee, dem Norwegischen Nobelkomitee, ausgewählt. Die Mitglieder des Komitees werden von dem norwegischen Parlament, dem Storting, ernannt. Die Ursache hierfür liegt darin, dass zu Nobels Lebzeiten Schweden und Norwegen vereinigt waren und außenpolitische Fragen nur durch das schwedische Parlament entschieden wurden. Nobel selbst hat nie erklärt, warum er den Preis nicht wie alle anderen in Schweden vergeben lassen wollte. Man geht allerdings davon aus, dass er der Meinung war, das norwegische Parlament, das nur für die Innenpolitik verantwortlich war, wäre Manipulationen durch die Regierung weniger stark ausgeliefert. Hinzu kommt, dass Alfred Nobel den norwegischen Autor Bjørnstjerne Bjørnson sehr schätzte und er sich deshalb für Norwegen als Ort für die Verleihung des Preises entschied. Alfred Nobel hielt außerdem in seinem Willen fest: : es ist mein ausdrücklicher Wunsch, dass bei der Vergabe des Preises keine Rücksicht genommen werden soll auf die Nationalität der Kandidaten und dass der Würdigste den Preis erhält, unabhängig davon, ob er Skandinavier ist oder nicht.

Das Nobelpreiskomitee

Das Komitee zur Vergabe des Friedensnobelpreises besteht aus fünf Personen, die vom norwegischen Parlament ausgewählt und ernannt werden. Diese Auswahl gilt für einen Zeitraum von sechs Jahren, wobei die Mitglieder auch wiedergewählt werden können. Die politische Zusammensetzung des Parlaments spiegelt sich dabei naturgemäß auch in der Zusammensetzung des Komitees wieder. Das Komitee selbst wählt aus seinen Reihen den Vorsitzenden und dessen Stellvertreter. Der Direktor des Nobel-Institutes stellt den Sekretär des Komitees dar. Obwohl es sich dabei nicht um eine Vorgabe handelt, waren bislang alle Vertreter dieses Ausschusses Norweger. Das Komitee ist in seiner Entscheidung vollkommen unabhängig von äußeren Einflüssen. Die Sitzungen müssen nicht protokolliert und Entscheidungen nicht gerechtfertigt werden, auch dann nicht, wenn es zu gegensätzlichen Meinungen kommt. Entsprechend nimmt das Komitee auch in den nach der Vergabe folgenden Diskussionen nie Stellung zur Entscheidung. Bis 1936 konnten auch Mitglieder des Parlamentes zu Vertretern des Komitees gewählt werden. Dies änderte sich nach der Vergabe des Friedensnobelpreises an den deutschen Widerstandskämpfer Carl von Ossietzky. Diese Vergabe wurde von Deutschland und besonders von Adolf Hitler scharf verurteilt und als Akt aggressiver Außenpolitik Norwegens gegenüber dem Deutschen Reich gewertet. Seitdem gab es keine Abgeordnete in diesem Ausschuss. 1977 wurde die Regel insofern noch einmal verschärft, dass keine Mitglieder aus regierungsnahen Ausschüssen zugelassen werden, zeitgleich mit der Namensänderung von "Nobel-Komitee des norwegischen Parlamentes" in "Norwegisches Nobel-Komitee" Die aktuelle Besetzung besteht seit 2003, einzelne Mitglieder werden im Jahr 2005 ausgetauscht bzw. bestätigt werden. Entsprechend bilden folgende Personen die aktuelle Kommission:
- Ole Danbolt Mjøs (
- 1939) ist Mediziner und Professor an der Universität von Tromsø. Dort war er von 1989 bis 1995 Präsident der Universität. Er gehört der Christlichen Volkspartei Norwegens an und bekleidete in der Funktion mehrere politische Ämter. Er ist seit 2003 Mitglied der Kommission und leitet diese seit demselben Jahr.
- Berge Ragnar Furre (
- 1937) ist Historiker und Professor für Theologie an der Universität von Oslo. Er war außerdem parlamentarischer Leiter der Sozialistischen Linkspartei Norwegens von 1975 bis 1976 und Parteiführer von 1976 bis 1983. Er war Mitglied des norwegischen Stortings von 1973 bis 1977. Er ist Mitglied der Kommission seit 2003 und wurde in demselben Jahr zum stellvertretenden Leiter gewählt.
- Sissel Marie Rønbeck (
- 1950) ist stellvertretende Direktorin im Institut für das kulturelle Erbe Norwegens (Riksantikvaren). Sie war Leiterin der Sozialdemokratischen Jugend von 1975 bis 1977 und Mitglied des Storting von 1977 bis 1993. Als Ministerin im Regierungskabinett war sie tätig von 1979 bis 1981, von 1986 bis 1989 und von 1996-97. Sie ist Mitglied der Kommission seit 2003.
- Inger-Marie Ytterhorn (
- 1941) ist Seniorberaterin der rechtsextremen Norwegischen Fortschrittspartei und war Mitglied des Storting von 1989 bis 1993. Sie ist seit 2000 Mitglied im Nobelpreiskomitee.
- Kaci Kullmann Five (
- 1951) ist selbstständige Beraterin für Öffentlichkeitsarbeit und Public Affairs. Sie war Leiterin der Jungen Konservativen von 1977 bis 1979. Mitglied des Storting war sie von 1981 bis 1997. Als Ministerin für Handel, Schiffahrt und Europäische Zusammenarbeit wirkte sie von 1989 bis 1990. Von 1991 bis 1994 war sie Leiterin der Konservativen Partei Norwegens. Seit 2003 ist sie Mitglied im Nobelpreiskomitee Als Direktor des Nobel-Institutes und damit Sekretär der Kommission wirkt Professor Geir Lundestad (
- 1945).

Nominierung und Vergabe

Geir Lundestad Vorschläge für den Friedensnobelpreis kann neben den Mitgliedern der Kommission und früheren Preisträgern jedes Mitglied einer Regierung oder des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag, sowie Professoren der Fachrichtungen Sozialwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Recht und Theologie und die Leiter von Friedensforschungsinstituten und ähnlichen Organisationen einreichen. Im Gegensatz zu den anderen Nobelpreisen kann der Friedensnobelpreis an Personen oder Organisationen vergeben werden, die an einem Friedensprozess beteiligt sind und nicht nur für die abschließende Lösung eines Konflikts. Daher können einige Friedensnobelpreise im heutigen Licht als fraglich erachtet werden. Dies gilt besonders für die Friedensnobelpreise der Jahre 1973, als Henry Kissinger (USA) und Le Duc Tho (Vietnam) (verzichtete auf den Preis) für das Friedensabkommen von 1973 in Vietnam ausgezeichnet wurden und 1994, als neben Schimon Peres und Jitzhak Rabin auch Jassir Arafat für seine Bemühungen zur Lösung des Nahostkonfliktes ausgezeichnet wurde. Eine Aberkennung ist jedoch nicht möglich. Die Nominierungen müssen beim Komitee bis zum 1. Februar des betreffenden Jahres eingegangen sein, spätere Nominierungen werden für das laufende Jahr nicht angenommen und gehen in die Entscheidung zum nächsten Jahr ein. Dabei bekam die Kommission in einigen Jahren deutlich mehr als 140 Vorschläge für Personen pro Jahr, aus denen sie maximal drei Personen auswählen darf. Im Auftrag des Sekretärs des Komitees werden sowohl permanente als auch spezielle Beobachter mit dem Bericht über die Kandidaten beauftragt. Diese Berichte sollen in die Entscheidung durch die Kommissionsmitglieder erleichtern und unterstützen, sie dürfen jedoch keine Bewertungen oder Empfehlungen der Nominierten beinhalten. Für die Benennung der Preisträger gibt es kein festes Datum, meistens handelt es sich jedoch um einen Freitag um die Mitte des Monats Oktober. Die Bekanntmachung findet offiziell im Gebäude des Nobel-Institutes statt. Die Vergabe erfolgt erst am 10. Dezember des Jahres, dem Todestag von Alfred Nobel. Anders als bei den anderen Nobelpreisen wird der Preis und die dazugehörige Medaille und Urkunde vom Kommissionsleiter vergeben und nicht vom König, dieser ist jedoch ebenso wie verschiedene Mitglieder der norwegischen Regierung bei der Zeremonie eingeladen und anwesend. Nach der Verleihung des Preises erfolgt im Regelfall die "Nobel Lecture", eine Vorlesung oder Ansprache der Preisträger. Diese wird veröffentlicht in der jährlich erscheinenden Buchserie "Les Prix Nobel", außerdem auf den Websites des Nobel e-museum und des norwegischen Nobelinstitutes. Am gleichen Abend findet außerdem ein Bankett in kleinerer Runde statt.

Entwicklung des Friedensnobelpreises

Nobel e-museum] Der Friedensnobelpreis wurde erstmalig 1901 an zwei Personen vergeben. Dies waren der Gründer des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes Henri Dunant und der Gründer der französischen Friedensgesellschaft "Société Française pour l'arbitrage entre nations", Frédéric Passy. Seitdem erfolgte die Vergabe bis 2004 an 91 Personen und 18 Organisationen. Von allen Nobelpreisen wurde in dieser Disziplin allerdings am häufigsten auf eine Vergabe verzichtet und in den 104 Jahren wurde der Preis nur 83 mal ausgegeben. Dabei liegt der Frauenanteil mit 12 Frauen bis zum Jahr 2004 höher als in allen anderen Disziplinen. Der Nobelpreis für Literatur ging immerhin bisher 11 mal an eine Frau. Seit 1960 wird der Friedensnobelpreis auch für den Einsatz für die Menschenrechte, seit 2004 auch für die Arbeit für die Umwelt und eine nachhaltige Entwicklung vergeben. Eine wichtige Entwicklung betrifft die Erstellung der Dossiers für die Kommissionsmitglieder. Diese wurden in den Anfangstagen allein vom Sekretär des Komitees, Christian Lous Lange, geschrieben und weiter gegeben. Mit der Gründung des norwegischen Nobel-Institutes 1904 bekam der Sekretär Unterstützung durch permanente Berater. Dies waren bis in die 1980er Jahre hinein drei Personen, die Experten für internationales Recht, Geschichte und Weltwirtschaft waren. Mittlerweile gibt es vier dauerhafte Berater, außerdem können zu speziellen Kandidaten weitere Berater zugezogen werden. Obwohl die Vergabe des Preises durch ein norwegisches Komitee bereits von Beginn an kritisiert wurde, kann bei einer Analyse der bisherigen Preisträger keine überdurchschnittliche Bevorzugung von Norwegern oder Skandinaviern gefunden werden. Bislang ging der Preis an acht Skandinavier, davon waren fünf Schweden, einer ein Däne und zwei Norweger.

Kontroversen

Die Vergabe des Friedensnobelpreises ist besonders stark geprägt von Widersprüchen und entsprechend umstritten. Die ausgewählten Personen und Organisationen sind häufig stark polarisierend und es kommt bei nahezu jeder Vergabe zu Anfeindungen über die Entscheidung. Eine Rücknahme des Preises ist jedoch nicht möglich und die Entscheidung des Gremiums entsprechend nicht formal anfechtbar. Auch wurden viele Personen nicht mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt, die ihn in der öffentlichen Wahrnehmung verdient hätten. Ein besonders prominentes Beispiel ist dabei Mahatma Gandhi, der für die friedliche Unabhängigkeitsbestrebung Indiens eintrat. Auch die Päpste Benedikt XV. und Johannes Paul II. haben den Nobelpreis nie bekommen, obwohl sie mehrfach nominiert waren.

Siehe auch

Liste der Friedensnobelpreisträger, 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005

Literatur


- Bernhard Kupfer: Lexikon der Nobelpreisträger, Patmos Verlag Düsseldorf 2001 (ISBN 3-491-72451-1)
- Brockhaus Nobelpreise - Chronik herausragender Leistungen, Brockhaus, Mannheim 2004 (ISBN 3-7653-0492-1)
- Peter Badge: Nobelpreisträger im Portrait, Ars Vivendi 2004 (ISBN 3-89716-519-8)
- Heinrich Zankl: Nobelpreise: Brisante Affairen, umstrittene Entscheidungen, Wiley-VCH 2005 (ISBN 3-527-31182-3)
- John Bankston: Alfred Nobel: And the Story of the Nobel Prize (Great Achievement Awards), Mitchell Lane Publishers 2003 (ISBN 1584151684)
- Agneta Wallin Levinovitz, Nils Ringertz (Herausgeber): The Nobel Prize: The First 100 Years, World Scientific Publishing Company 2001 (ISBN 9810246641)
- Charlotte Kerner: Madame Curie und ihre Schwestern, Beltz 2001 (ISBN 3-407-78868-1)
- Charlotte Kerner: Nicht nur Madame Curie ..., Beltz 2001 (ISBN 3-407-78839-8)
- Sharon Bertsch McGrayne: Nobel Prize Women in Science: Their Lives, Struggles, and Momentous Discoveries, National Academies Press 2001 (ISBN 0309072700)
- Geseko von Lüpke: Die Alternative, Riemann2003 (ISBN 3-570-50031-4) - Buch zum Alternativen Nobelpreis

Weblinks


- [http://www.nobel.no Der Friedensnobelpreis (Offizielle Seite)] (englisch)
- [http://nobelprize.org/peace/ Der Friedensnobelpreis im Nobel e-museum]
- [http://www.nobel.se/peace/laureates/index.html Liste der Friedensnobelpreisträger]
- [http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/wissenschaft/nobelpreis/frieden/ Informationen des Deutschen Historischen Museums zum Friedensnobelpreis]
- [http://www.bessereweltlinks.de/book07.htm Friedenspreise] Bessere Welt Links Kategorie:Nobelpreis Kategorie:Norwegen Kategorie:Friedenspreis ja:ノーベル平和賞 ko:노벨 평화상 zh-min-nan:Nobel Hô-pêng Chióng

Belfast

Belfast ist die Hauptstadt von Nordirland und die zweitgrößte Stadt Irlands nach Dublin. Belfast hat 277.000 Einwohner (2003) und liegt an der Mündung des Flusses Lagan in die Bucht von Belfast (engl. Belfast Lough). Es ist Sitz eines katholischen und eines anglikanischen Bischofs, Universitätsstadt und besitzt einen Seehafen. Belfast ist Sitz von Regierung und Parlament von Nordirland (beide seit 2002 suspendiert). Die Randviertel Belfasts waren v. a. in den 1970er Jahren Schauplatz des Nordirlandkonfliktes.

Bedeutung des Namens Belfast

Der Name Belfast leitet sich vom irischen Béal Feirste (; "Mündung des Farset") her. Dieser Fluss ist heute nicht mehr sichtbar und verläuft unterhalb der Bridge Street.

Sehenswürdigkeiten

Fluss Fluss Fluss Am zentralen Donegall-Square befinden sich das Rathaus (engl. City Hall, 1903, im Rahmen von Führungen zu besichtigen) und die Linen Hall Library, eine öffentliche Bibliothek, gegründet 1788. Hier findet der Interessierte alles zum bewaffneten Kampf der IRA und zum Friedensprozess. Aufgrund vieler Bombenanschläge der vergangenen Jahre ist fast die gesamte Innenstadt autofrei, was die Belfaster und ihre Gäste heute zu schätzen wissen. In der Innenstadt befindet sich das Theater (engl. Grand Opera House), erbaut 1894 durch Frank Matcham. Gegenüber liegt die bekannteste Pub, der Crown Liquor Saloon, welcher auch der älteste Pub Nordirlands ist. An der Donegall Street, einen kurzen Fußmarsch von der City Hall entfernt liegt die Kathedrale St. Anne der anglikanischen Church of Ireland. Das Schloss auf dem Cave Hill (engl. Belfast Castle) geht auf eine Normannenburg des 12. Jahrhunderts zurück. Die Queen's University mit Gebäuden aus der Tudor-Zeit hat einen besonders schönen Botanischen Garten. Das Ulster-Museum (1890) bietet spektakuläre Funde des 1588 gesunkenen Schiffs "Girona", das zur spanischen Armada gehörte. Auf den Spuren der vergangenen Unruhen kann sich der Besucher zur Peace Line begeben: In West Belfast (westlich der Schnellstraße "West Link") trennt diese Mauer die Gebiete der Falls Road (Wohngebiet katholischer Nordiren) von der Shankill Road (Protestanten). Etwa 5 km östlich der Innenstadt, in East Belfast, befindet sich das Gelände von Stormont Castle mit Sitz der (derzeit suspendierten) Regierung von Nordirland. Im vergangenen Jahrzehnt wurde das Flussufer neu gestaltet: Hotels und das Konferenzzentrum Waterfront Hall sind dort entstanden. Auf der östlichen Seite des Lagan befindet sich das Odyssey Center mit großem Saal für Eishockey und Konzerte, einem IMAX-Kino und einem großen interaktiven Museum, W5 genannt.

Geschichte

1177 entstand eine normannische Burg. Die Ansiedlung schottischer Presbyterianer wurde durch die Krone gefördert. 1603 wird Belfast gegründet. Im 17. Jahrhundert bauen aus Frankreich geflohene Hugenotten die Leinen-Industrie auf. Im 18. Jh. Erweiterung des Hafens. 1912 läuft im Hafen die Titanic zu ihrer ersten Fahrt aus. Im April und Mai 1941 starke Schäden in Hafen und Stadt durch Bombardements der deutschen Luftwaffe. 1969 beginnen die bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen, beendet 1998 durch das so genannte Karfreitagsabkommen.

Wirtschaft

Seit Ende des 17.Jahrhunderts wuchs Belfast vor allem durch die Leinenindustrie zum einem bedeutenden industriellen Standort heran. Erst mit der Erweiterung des Hafens Ende des 18. Jahrhunderts gewann auch der Schiffbau an größerer Bedeutung. Die Stadt verfügt über das größte Trockendock der Welt der Werft Harland and Wolff. Die Titanic wurde hier gebaut. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Harland & Wolff Werft, befinden sich in East Belfast die ausgedehnten Werkshallen des 1909 gegründeten Flugzeugherstellers Short, der sich zunächst für die Herstellung des im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Flugbootes S.25 Sunderland einen Namen machte. Ab den sechziger Jahren spezialisierte man sich auf den Bau von zivilen und militärischen Transportmaschinen und schrieb mit der Herstellung der "Short Belfast", dem drittgrößten von Propellerturbinen angetriebenen Transportflugzeug der Welt, Luftfahrtgeschichte. 1989 wurde das Werk für 30 Millionen Pfund Sterling an die Firma Bombardier verkauft. Im Jahre 1979 errichtete die De Lorean Motor Company (DMC), das Unternehmen des amerikanischen Sportwagenbauers John De Lorean, eine Fabrik im Belfaster Vorort Dunmurry. Hier wurde bis 1983 der legendäre De Lorean DMC-12 produziert, welcher durch die Film-Trilogie Zurück in die Zukunft Kultstatus erlangte.

Sport

Belfast hat einen der bekanntesten Eishockey-Club des Vereinigten Königreichs, die Belfast Giants, der in der 8.700 Besucher fassenden Odyssey Arena beheimatet ist. Des Weiteren erfreuen sich die traditionellen irischen Sportarten Gaelic Football und Hurling besonders im katholisch-irischen Bevölkerungsteil hoher Beliebtheit. Die Spiele der Auswahl der Grafschaft Antrim in der jeweiligen Sportart werden im Roger Casement-Park ausgetragen, ein 21.000 Zuschauer fassendes Stadion im Belfaster Stadtteil Andersonstown. In der Irish Premier League, der höchsten Fußball-Spielklasse in Nordirland, sind derzeit drei Belfaster Mannschaften vertreten. Neben dem 1879 gegründeten Cliftonville FC, des ältesten Fußballvereins in Irland, sind dies auch die als "Big Two" bekannten Glentoran FC und Linfield FC. Der fast 60 Jahre ununterbrochen in der Irish Premier League vertretene Nord-Belfaster Klub Crusaders FC musste am Ende der Saison 2004/05 als zweiter Absteiger den Gang in die Irish First Division antreten. Internationale Begegnungen der Auswahl des nord-irischen Fußballverbands IFA (Irish Football Association) finden in aller Regel im rund 20.000 Besucher fassenden Windsor Park in South Belfast statt, der gleichzeitig auch dem Linfield FC als Heimkulisse dient. Die Spiele des Ulster Rugby Clubs, welcher als Unterverband in der Irish Rugby Football Union (IRFU) die Provinz Ulster repräsentiert, finden im Belfaster Ravenhill Stadion statt, welches welcher ein Fassungsvermögen von 12.500 Zuschauern besitzt. Der bisher größte Erfolg gelang Ulster Rugby im Januar 1999 mit dem Gewinn des Rugby-Europacups.

Verkehr

Die Stadt verfügt über zwei Flughäfen, den 3 km östlich gelegenen - kleineren - Belfast City Airport (IATA-Kürzel BHD) und den ca. 25 km westlich am Lough Neagh gelegenen Belfast International Airport (Kürzel BFS). Von Deutschland aus ist Belfast mit dem Flugzeug über den Flughafen Berlin-Schönefeld erreichbar, allerdings bestehen auch Umsteigeverbindungen über Amsterdam oder über London. Eisenbahnverbindungen bestehen von Derry (Londonderry) und von Larne (Fährhafen mit Großbritannien) aus. Von der Republik Irland aus ist Belfast mit einer schnellen InterCity-Verbindung von Dublin aus zu erreichen (alle zwei Stunden, Fahrtzeit etwa zwei Stunden). Der Belfaster Stadtverkehr wird von Citybus bedient, neuerdings unter der Bezeichnung Metro. Im überregionalen Busverkehr erreicht man vom Europa Bus Centre Busbahnhof an der Great Victoria Street aus (hier auch Eisenbahnanschluß) mit Ulsterbus fast alle Ziele in Nordirland. Alle größeren Orte Nordirlands, u.a. Coleraine, Derry, Omagh, Enniskillen, Armagh, Portadown und Newry, werden mit dem Goldline Express Service im Taktverkehr bedient. Über die Schnellbusverbindung nach Dublin (etwa alle zwei Stunden, Fahrtzeit drei Stunden) ist Belfast auch an das von Bus Eireann betriebene Fernbusnetz in der Republik Irland angeschlossen. Fährverbindungen bestehen vom Belfaster Fährhafen (Belfast Ferry Port) aus nach Liverpool (Norse Merchant) und Stranraer (Stena Line) sowie mit der Schnellfähre Seacat auch nach Troon in Schottland. Im Sommer bedient die Isle of Man Steam Packet Company darüber hinaus noch die Route nach Douglas auf der Insel Man.

Söhne und Töchter der Stadt


- Gerry Adams, nordirischer Politiker
- Thomas Andrews, irischer Physiker und Chemiker
- Jocelyn Bell Burnell, britische Radioastronomin
- John Stewart Bell, irischer Physiker
- George Best, nordirischer Fußballspieler
- Kenneth Branagh, britischer Schauspieler und Regisseur
- Shane Brolly, irischer Schauspieler
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