:: wikimiki.org ::
| Epson |
EpsonDie Seiko Epson Corporation ist eine japanische Firma, die weltweit zu den größten Herstellern von Druckern, Scannern, Personal Computern, Laptops, Projektoren, Registrierkassen und LCD-Komponeneten zählt.
Das Unternehmen beschäftigt heute etwa 85.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2004/2005 betrug der Umsatz 1.479,7 Milliarden Yen.
1961 wurde das Unternehmen unter dem Namen Shinshu Seiki Co. gegründet. Geschäftsziel war die Herstellung von Teilen für Präzisionsuhren der Suwa Seikosha Co., Ltd. (heute Seiko Instruments, Inc).
Suwa Seikosha stellte die Uhren für die Olympischen Sommerspiele 1964 in Tokio her. Dazu benötigte man Drucker für die Ergebnisse. Dies war der Beginn der Produktion von Druckern durch die
Shinshu Seiki Co.
Im September 1968 stellte die Firma der Welt ersten Kleinstdrucker her, das Modell EP-101. Er wurde schon bald in viele Taschenrechner eingebaut. Im Juni 1975 wurde das Nachfolgemodell des EP-101 als "Son of EP-101" (Sohn des EP-101) vorgestellt. Aus diesem Namen entwickelte sich bald der Begriff "Epson".
Im Juni 1978 kam der 8-Nadel-Drucker TX-80 auf den Markt. Er wurd ehauptsächlich für Commodore PET-Computer verwendet. Zwei Jahre später kam das Nachfolgemodell MX-80 auf den Markt, der in den USA schnell zum meistgekauften Drucker wurde.
Im Juli 1982 wurde die Firma offiziell in Epson Corporation umbenannt. Der Welt erster mobile Computer, HC-20 (HX-20 wurde von Epson im selben Jahr vorgestellt. Im Mai 1983 stellte man den ersten LCD-Farb-Fernseher vor. Weitere Innovationnen waren 1984 der erste Farb-Nadeldrucker (JX-80) und 1985 das Touch-Key-Panel und der esrte DIN-A3-Tintenstrahldrucker (SQ-2000).
Im November 1985 fusionierten die Suwa Seikosha Co., Ltd. und Epson Corporation zur Seiko Epson Corporation.
1988 wird ein 48-Nadel-Drucker (TLQ-4000), 2004 die erste digitale Meßsucherkamera (R-D1) und der erste mobile Fotodrucker vorgestellt.
Etwa 80% aller Mobiltelefone weltweit sind mit einem Display von Epson ausgerüstet.
Weblinks
- [http://www.epson.com/ Epson worldwide]
- [http://www.epson.co.jp/e/ Epson Corporate]
- [http://www.epson.co.jp/e/company/milestones.htm Epson Milestones]
Kategorie:Unternehmen (Japan)
Kategorie:Markenname
Kategorie:Hardwarehersteller
ja:セイコーエプソン
Japan
Japan (jap. 日本 Nihon/Nippon; ) ist nach Indonesien, Madagaskar und Papua-Neuguinea der viertgrößte Inselstaat der Welt. Er liegt im Pazifik vor den Küsten Russlands und Koreas.
Der Landesname setzt sich aus den Zeichen 日 (Aussprache ni, in der Bedeutung „Tag“ oder „Sonne“) und 本 (Aussprache hon, in der Bedeutung „Ursprung“ oder „Wurzel“) zusammen. Japan ist deshalb auch bekannt als „Land der aufgehenden Sonne“. Sowohl der frühere mythologische Name Cipangu als auch Japan leiten sich vermutlich von der chinesischen Aussprache der Schriftzeichen (chin. 日本國 rìbĕnguó) ab.
Mit Japan befasst sich ein eigener Bereich der Kulturwissenschaft und Landeskunde, die Japanologie.
Geographie
Japanologie
Hauptartikel: Geographie Japans
Japan ist eine Inselkette, die sich entlang der Ostküste Asiens erstreckt. Die Hauptinseln sind Hokkaidō im Norden, die zentrale und größte Insel Honshū, sowie Shikoku und Kyūshū im Süden. Dazu kommen ca. 3.000 kleinere Inseln, die sich vor allem in der Seto-Inlandsee und als Ryūkyū-Inseln konzentrieren.
Über den gesamten Archipel verläuft eine Gebirgskette, die ungefähr 73% der Landmasse Japans ausmacht. Der höchste Berg Japans ist der Fujisan auf der Hauptinsel Honshū mit 3.776 m über dem Meeresspiegel. Nur in den Regionen Kantō (Großraum Tōkyō) und Kansai (Kyōto - Ōsaka - Kōbe) finden sich größere Ebenen. Beide sind dicht besiedelt und der Standort gleich mehrerer Millionenstädte. Auf Grund des Mangels an Flachland werden Berghänge durch Terassenfeldbau kultiviert.
Regionale Einteilung
Hauptartikel: Regionen Japans
Japan ist in acht Regionen eingeteilt: Hokkaidō, Tōhoku, Kantō, Chūbu, Kansai, Chūgoku, Shikoku und Kyūshū. Diese Einteilung ist historisch begründet und spielt heutzutage nur eine untergeordnete Rolle. Politisch ist Japan in Präfekturen gegliedert (siehe Politik).
Klima
Aufgrund der Nord-Süd-Ausdehnung des Landes ist das Klima in Japan sehr unterschiedlich ausgeprägt, die Inselkette erstreckt sich von der kalt-gemäßigten Klimazone in Hokkaidō, mit kalten und schneereichen Wintern, bis in die Subtropen in Okinawa. Dazu kommt der Einfluss von Winden - im Winter vom asiatischen Kontinent zum Meer, und im Sommer vom Meer zum Kontinent. Im späten Juni und frühen Juli fällt im Süden ein Großteil des Jahresniederschlages als monsunartige Regenfront (jap. 梅雨前線 baiu zensen), außerdem ist diese Zeit Taifun-Saison mit bis zu zwanzig Wirbelstürmen jährlich.
Japan kann wegen seiner breit gefächerten geographischen Verhältnisse in sechs Hauptklimaregionen eingeteilt werden:
- Hokkaidō: nicht sonderlich starke Niederschläge, aber während der langen kalten Winter größere Schneeverwehungen
- Japanisches Meer: Der Nordwestwind im Winter bringt starken Schneefall. Im Sommer ist diese Region kühler als die pazifische Region, jedoch gibt es hier öfter Föhn.
- Zentrales Hochland (Chūo-kochi): starke Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sowie Tag und Nacht, geringe Niederschläge
- Seto-Inlandsee: Die Berge der Region Chūgoku und Shikoku halten den Wind auf und führen zu einem ganzjährig milden Klima.
- Pazifikregion: kalte Winter mit geringem Schneefall und heiße trockene Sommer
- Nansei-shoto (Ryūkyū-Inseln): Subtropisches Klima mit warmen Wintern und heißen Sommern. Starke Niederschläge vor allem während der Regenzeit, regelmäßig auftretende Taifune.
Bild:Klima wakkanai.png|Klimadiagramm Wakkanai (Hokkaidō)
Bild:Klima tokio.png|Klimadiagramm Tokio (Honshū)
Bild:Klima kagoshima.png|Klimadiagramm Kagoshima (Kyūshū)
Naturerscheinungen
Kyūshū]
Japan liegt an der geologischen Bruchzone dreier tektonischer Platten (die Eurasische Platte im Westen und Norden, die Philippinische Platte im Süden und die Pazifische Platte im Osten). Von seinen etwa 240 Vulkanen, die zum pazifischen Feuerring gehören, sind 40 aktiv. In der gesamten Region gibt es nahezu täglich leichtere Erdbeben, in größeren Abständen auch schwere (z. B. Großes Kanto-Erdbeben 1923, Erdbeben von Kōbe 1995). Jedes Jahr findet zum Jahrestag des Kanto-Erdbebens im September eine Übung zum Katastrophenschutz statt.
Im Spätsommer beginnt die Taifun-Saison, bei der vor allem der Süden und Südwesten Japans von über dem Pazifischen Ozean entstehenden Wirbelstürmen heimgesucht wird (z. B. von Tokage im Oktober 2004).
In den letzten tausend Jahren starben in Japan über 160.000 Menschen durch Tsunamis (durch unterseeische Erdbeben ausgelöste Flutwellen). Das Land verfügt heutzutage durch Messbojen im Pazifik über ein effektives Tsunami-Frühwarnsystem. Für die Bevölkerung finden regelmäßig Trainingsprogramme statt, viele japanische Küstenstädte schützen sich durch das Errichten riesiger Deiche. Diese Wälle aus Stahlbeton sind teilweise 10 Meter hoch, bis zu 25 Meter breit und mit stabilen Metalltoren ausgestattet.
Die zehn größten Städte
Tōkyō (Tokio) (8.340.000 Einwohner) – Yokohama (3.375.500) – Ōsaka (2.639.700) – Nagoya (2.213.700) – Sapporo (1.874.900) – Kōbe (1.523.900) – Kyōto (1.469.500) – Fukuoka (1.400.100) – Kawasaki (1.315.900) – Hiroshima (1.155.600) – Sendai (1.027.500)
siehe auch: Städte in Japan
Infrastruktur
Städte in Japan]Die gut ausgebauten Bahntrassen Japans haben eine Gesamtlänge von 23.577 km. Das entspricht Platz 14 (Stand 2004) der Weltrangliste (zum Vergleich: Deutschland liegt mit 46.142 km auf Platz 9; Stand 2004; Quelle: CIA World Factbook).
Die Nord-Süd-Verbindung des Shinkansen ist die Lebensader des Landes. 1964, zu den Olympischen Spielen wurde das erste Teilstück von Tōkyō nach Osaka eröffnet, damit können die Japaner als Erfinder des modernen Hochgeschwindigkeitszugs gelten. Durch kleine Strecken der sieben Nachfolgegesellschaften der privatisierten Staatsbahn JR, durch Privatbahnen, Überlandbusse und Fähren ist nahezu jedes Dorf und jede kleine Insel in Japan an das Netz angeschlossen. In den Städten gibt es exzellente Nahverkehrsverbindungen, U-Bahnen wie in Tōkyō, Osaka, Kyōto und vielen anderen, Straßenbahnen wie in Hiroshima oder Matsuyama und natürlich Busse. Auch ungewöhnliche Lösungen finden sich in Japan, wie die Einschienenbahn Kitakyūshū.
Bahn- sowie Nahverkehrsbeförderungsgebühren schwanken stark nach Region und Betreibergesellschaft, sind aber wegen fehlender staatlicher Subventionierung im allgemeinen hoch.
Ein Auto besitzt in Japan in erster Linie die Landbevölkerung und die obere Mittelklasse. Da die Städte sehr dicht bebaut sind, müssen Japaner in den Ballungsräumen nachweisen, dass sie einen Parkplatz besitzen, bevor sie sich ein Auto kaufen können. Es sind rund 45 Millionen Autos im Land zugelassen. In Wohngegenden sind die Straßen sehr eng und haben keine Bürgersteige. Es gibt im Straßenbild auch kaum LKWs, denn nur schmale Kleinlaster kommen in den engen Gässchen überall durch, um kleine Läden oder die an jeder Ecke vorhandenen Getränkeautomaten zu beliefern. Das japanische mautpflichtige Autobahnnetz umfasst rund 7.000 Kilometer, weitere 2.000 sind in Planung. Das Netz ist in staatlicher Hand, die Betreibergesellschaften wurden jedoch im Jahr 2005 in private Gesellschaften in öffentlichem Besitz umgewandelt und sollen eventuell verkauft werden. Auf den Autobahnen herrscht ein Tempolimit von 110 km/h. In Japan herrscht Linksverkehr.
Linksverkehr
Das gut ausgebaute Straßen- und Bahnnetz ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass im bergigen Inland und zwischen den Inseln viele Tunnel und Brücken nötig sind, und dass die Infrastruktur ständig durch Erdbeben, Taifune und Vulkanausbrüche gefährdet ist. Strom- und Telefonleitungen sind in Japan grundsätzlich oberirdisch geführt, damit man sie im Katastrophenfall schnell wieder herstellen kann. Ein Problem sind allerdings die unterirdischen Gasleitungen, die meisten Japaner kochen mit Erdgas. Bei Erdbeben brechen dadurch schnell Feuer aus. Zur japanischen Infrastruktur gehört deswegen auch ein dichtes Netz an Katastrophenwarnsystemen und Rettungsinseln.
Auch mit Häfen und Flughäfen ist Japan gut ausgestattet, da Japan auf Grund seiner Insellage sämtlichen internationalen Verkehr per Schiff oder Flugzeug abhandeln muss. Die größten Flughäfen sind Tokyo Narita, Kansai International Airport und der zur EXPO Aichi 2005 neu eröffnete Central Japan International Airport. Da ebenes Land in Japan immer knapp ist, wurden die letzten zwei der drei auf künstlichen Inseln im Meer errichtet. Bei Kitakyūshū ist eine weitere solche Flughafeninsel in Bau.
Ebenfalls gut ausgebaut ist das Telefonnetz, mittlerweile sind schnelle Internetzugänge Standard und nahezu die gesamte Bevölkerung vom Schulkind bis zum Greis besitzt ein Handy. Japaner begeistern sich schnell für neue technische Spielereien, und man kann davon ausgehen, dass auch in Zukunft viele neue Erfindungen auf diesem Gebiet zuerst auf dem japanischen Markt zu finden sein werden.
Flora und Fauna
Handy
Handy
Handy
Das Japanische Archipel erstreckt sich in einem langen Bogen von Norden (45. Breitengrad, Hokkaidō) nach Süden (20. Breitengrad, Okinotorishima). Im Inland finden sich eine Reihe Gebirgsketten, die die Baumgrenze überschreiten, außerdem gehört zu Japan eine größere Zone im Ostpazifik. Verglichen mit der Enge des Lebensraums, findet sich in Japan eine Vielzahl von Arten. Durch die Position als vorgelagerte Inselgruppe hat sich eine zwar mit „Kontinentalasien“ verwandte,
aber eigenständige Flora und Fauna entwickelt. Besonders erwähnt seien hier die Ogasawara-Inseln (auch: Bonin-Inseln), 1000 km südöstlich von Tōkyō, die wegen ihren endemischen Spezies oft mit den Galapagos-Inseln verglichen werden.
Japan liegt am Schnittpunkt von drei Ökoregionen. Die Hauptinseln und die nahegelegenen Nachbarinseln sind Teil der Paläarktischen Ökozone. Die Ryūkyū-Inseln sind Teil der Indomalaischen Region, während die Ogasawara-Inseln zu Ozeanien gerechnet werden.
Ozeanien
Säugetiere: An Großsäugetieren gibt es unter anderem den Braunbär auf Hokkaidō, auf Honshu den asiatischen Schwarzbären, Sikahirsche, und den Japanischen Serau (eine Ziegenantilope). Unter den einheimischen Arten findet sich auch der Japanmakak, der auf der Shimokita-Halbinsel (Präf. Aomori) heimisch ist und damit die nördlichste Affenpopulation der Welt bildet.
Die starke Verstädterung an den Küsten und auf den Japanischen Ebenen hat dazu geführt, dass einige Säugetierarten ausgestorben sind, so der japanische Wolf (Canis lupus hodophylax), der japanische Seelöwe (Zalophus californianus japonicus), der Seeotter und der Fischotter. Hunde und Katzen gibt es in Japan in einer breiten Auswahl an Rassen. Als die japanische Hunderasse wird der Shiba Inu angesehen.
Vögel: In Japan sind über 500 verschiedene Vogelarten gesichtet worden. Da die Inselgruppe in jeder Richtung von Meer umgeben ist, ist eine Vielzahl davon Wasservögel. Von Nord nach Süd ist Japan eine wichtige Zwischenstation für Zugvögel. In Sibirien brütende Vögel finden hier ihr Winterquartier, während die in Japan brütenden Vögel im Winter in Richtung Südostasien ziehen. Auf diese Art findet eine Vielzahl von Vogelarten ihren Weg nach Japan. In den Städten finden sich Krähen (besonders die Aaskrähe), Spatzen, Tauben und Rauchschwalben. Nationalvogel ist der Buntfasan. Der japanische Haubenibis (jap. toki, トキ) ist vom Aussterben bedroht.
Fische: Die japanischen Küstengewässer sind von kalten und warmen Meeresströmungen durchzogen, an deren Berührungslinien gute Wachstumsbedingungen für Plankton bieten. Das Land liegt an einer Belastungskante der Kontinentalplatten, durch deren Verschiebungen sich eine zerklüftete Küstenlinie gebildet hat. Dadurch bietet sich ein guter Lebensraum für eine Vielzahl von Fischarten (ca. 1337), und die Küste von Sanrikuoki (三陸沖, in der Präfektur Iwate) bis hoch zu den Kurilen ist einer der drei reichsten Fischgründe in der Welt. Auch in den Flüssen gibt es eine reichhaltige Zahl von Fischarten, auch begünstigt durch das regenreiche Klima. In den Brackwassergebieten der Flussmündungen gibt es eine Vielzahl von Muscheln. Problematisch ist die Wasserverschmutzung und die Betonierung der Flussbetten, die zu einem Aussterben zahlreicher Arten geführt hat. In den Siebzigern gab es eine starke Umweltbewegung, die erste Erfolge dagegen verbuchen konnte. Die Vielfalt der japanischen Fischwelt lässt sich auch als Tourist erleben, denn Tauchen ist in Japan ein beliebter Freizeitsport und in vielen Städten gibt es große Aquarien.
Flora: Japan ist zu rund 75% mit schwer zugänglichen Bergwäldern bedeckt, ein Umstand, der des Öfteren vergessen wird, wenn über die Betonmeere der modernen Metropolen berichtet wird. Durch den vulkanischen Ursprung der Inseln ist eine Vielzahl der einheimischen Arten auf eben diese Umgebungen spezialisiert.
Kulturpflanzen: Wichtigste Kulturpflanze in Japan ist der aus Korea eingeführte Reis, genau genommen Oryza sativa japonica (Kurzkornreis), historisches Arme-Leute-Essen ist allerdings die Hirse, da der Reis als Steuer entrichtet werden musste. Das Stroh wird für die Herstellung von Tatami verwendet. Ebenfalls angebaut werden verschiedene Bohnensorten, unter anderem die Adzukibohne, und eine Reihe von Gemüsen, darunter Ingwer, Rettich und Spinat. Heimisch sind außerdem verschiedene Zitrusfrüchte wie die Natsumikan, darüber hinaus wurde eine Reihe von Obst- und Gemüsesorten eingeführt. Zur traditionellen Küche gehören außerdem Seetang (u.a. Nori) und Meeresalgen (Wakame). Traditionelle japanische Häuser werden unter anderem aus dem Holz der Sicheltanne gebaut. Von nationaler Bedeutung sind auch die Teepflanze und verschiedene Binsenarten zur Herstellung der Tatamimatten (igusa - Flatterbinse, toushingusa - Dochtbinse).
Gesellschaft
Tatamimatten
Hauptartikel: Gesellschaft Japans
Die letzte Volkszählung aus dem Jahr 2004 weist eine Gesamtbevölkerung Japans von 127 Mio. Menschen aus.
Die japanische Gesellschaft ist ethnisch und linguistisch weitgehend homogen. Trotzdem lassen sich in Japan unterschiedliche Bevölkerungsgruppen ausmachen, in erster Linie nach Generation, Mann und Frau, Bildungsstand und direkt damit zusammenhängend Erwerbssituation und Einkommen sowie nach Stadt und Land.
Aktuelle Probleme der japanischen Gesellschaft sind ein Rückgang der Geburtenrate, Überalterung und Jugendarbeitslosigkeit.
Minderheiten
- Die zahlenmäßig größte Minderheit Japans sind die etwa 650.000 koreanischstämmigen Japaner, die seit Generationen in Japan leben, aber größtenteils nicht die japanische Staatsangehörigkeit besitzen. Die Annahme der japanischen Staatsbürgerschaft würde unter anderem auch das Annehmen eines japanischen Familiennamens voraussetzen, was einen Verlust der koreanischen Identität und Assimilation bedeuten würde und daher von einigen Koreanern abgelehnt wird.
- Die indigene Minderheit der Ainu auf der nördlichen Insel Hokkaidō stellt heute nur noch einige zehntausend Mitglieder.
- Die Buraku (auch: Burakumin) sind ethnische Japaner, deren Vorfahren nach shintoistischer und buddhistischer Auffassung unreine Berufe ausübten, daher sind sie noch heute sozial ausgegrenzt.
- Eine weitere Minderheit sind japanischstämmige Südamerikaner, meist Brasilianer, die wieder in das Land ihrer Vorfahren eingewandert sind.
- Ebenfalls in Japan leben zahlreiche Gastarbeiter aus arabischen Ländern, Indien und Südostasien.
Sprache und Schrift
Hauptartikel: Japanische Sprache und Japanisches Schriftsystem
Die Landessprache ist Japanisch und wird von nahezu der gesamten Bevölkerung gesprochen, auch von den meisten Minderheiten. Es existieren zahlreiche regionale Dialekte. In der Schule wird Englisch als erste Fremdsprache gelehrt, es wird jedoch häufig kritisiert, dass der japanische Englischunterricht sich zu sehr auf das Bestehen des TOEIC-Tests konzentriert und nur unzureichende Kommunikationsfähigkeiten vermittelt. Häufigste zweite Fremdsprache ist Chinesisch.
Die Japanische Sprache verwendet neben den chinesischen Schriftzeichen (jap. Kanji) auch zwei eigene Silbenschriftsysteme (Hiragana und Katakana). Straßen, Bahnhöfe und Ähnliches sind meist in Kanji und in lateinischer Umschrift (Rōmaji) beschildert.
Wissenschaft und Bildung
Hauptartikel: Bildung in Japan
siehe auch: Liste der Japanischen Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
Bildung hat in Japan, beeinflusst durch den Konfuzianismus, einen sehr hohen Stellenwert. Abgängern der angesehenen Universitäten stehen in Japan alle Türen offen. Es ist jedoch schwer, einen solchen Studienplatz zu ergattern, die Härte der japanischen Universitätseingangsprüfungen ist berüchtigt.
Schule
Konfuzianismus
Hauptartikel: Schule in Japan
- Das Schulsystem ist eingeteilt in Grundschule (6 Jahre), Mittelschule (3 Jahre) und Oberschule (3 Jahre).
- Die Schulpflicht beträgt neun Jahre.
- Das Schuljahr in Japan beginnt stets am 1. April.
- Die Schulferien sind im ganzen Land einheitlich (Neujahr: 2 Wochen, März/April: 2 Wochen, Juli/August: 6 Wochen)
- Öffentliche Schulen haben die 5-Tage-Woche, private Schulen oft die 6-Tage-Woche.
- Während der Schulpflicht gibt es ein Sitzenbleiben wie in Deutschland nicht, praktisch jeder Schüler wird automatisch versetzt.
- Die schulische Bildung beginnt im Kindergarten, aber er ist nicht Teil der Schulpflicht. Da in Japan allgemein viel Wert auf das gemeinsame Lernen und Zusammenleben gelegt wird, findet im Kindergarten und der Grundschule viel Gruppenarbeit statt.
Bibliothekswesen
Hauptartikel: Japanisches Bibliothekswesen
Forschung
Nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich die Forschung ganz auf die Entwicklung neuer Produkte für die Industrie. Hierbei fand eine sehr enge Kooperation zwischen den Entwicklungsabteilungen der großen Firmen und den Universitäten statt. Erst durch Reformen in den 1980er Jahren wird auch verstärkt Grundlagenforschung gefördert. Momentanes großes Thema ist die Entwicklung von Robotern, wie die Expo 2005 beeindruckend gezeigt hat. Das Hauptthema der Sozialwissenschaften der 1980er Jahre war Nihonjinron, der japanische Versuch der Identitätsfindungen nach den rasanten Wandlungen der letzten anderthalb Jahrhunderte.
Nobelpreisträger
- Physik: Hideki Yukawa (1949) - Shinichiro Tomonaga (1965) - Esaki Reona (1973) Masatoshi Koshiba (2002)
- Chemie: Fukui Kenichi (1981) - Shirakawa Hideki (2000) - Noyori Ryoji (2001) - Tanaka Koichi (2002)
- Medizin: Tonegawa Susumu (1987)
- Literatur: Kawabata Yasunari (1968) - Oe Kenzaburo (1994)
- Frieden: Sato Eisaku (1974)
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Japans; Periodisierung der japanischen Geschichte
;Jōmon-Periode: In der Zeit von 10.000 v. Chr. bis etwa 300 v. Chr. wanderten Menschen (vermutlich) aus Zentralasien, Sibirien und dem südpazifischen Raum in das Gebiet des heutigen Japan ein.
; Yayoi-Periode: Erste bestätigte Kontakte mit dem chinesischen Reich gab es von etwa 300 v. Chr. bis etwa 300 n. Chr.
; Kofun-Periode: Große Schlüsselgräberanlagen stammen aus der Kofun-Periode von etwa 300 bis 710 n. Chr. Es gab einen engen politischen Kontakt mit dem Nachbarland Korea und Einwanderung von Korea nach Japan.
; Nara-Epoche (710 – 784): In der Nara-Periode wurde der Buddhismus stark gefördert. Die Staatsform lehnte sich an das chinesische Vorbild an. Übernahme der Chinesischen Schrift.
; Heian-Epoche (794 – 1185): Aufschwung der höfischen Kultur in Heian-kyō (Kyoto), vor allem Dichtkunst und Literatur. Die Macht des Kaisers wurde allmählich geschwächt und Kriegerfamilien etablierten sich. Zum Ende der Heian-Periode begründete die Minamoto-Familie das erste Shōgunat.
; Kamakura-Epoche (1192 – 1333): Während der Kamakura-Periode unternahm Kublai Khan zwei Invasionsversuche. Er wurde jedoch von später als göttlich interpretierten Taifunen (神風 Kamikaze, Götterwind) abgewehrt.
; Muromachi-Epoche (1338 – 1573): Die mächtigen unabhängigen Daimyō unterhielten ihre eigenen Armeen. Das Shogunat verlor die Kontrolle, und die „Zeit der streitenden Reiche“ (戦国時代 sengoku jidai) begann.
; Sengoku-Epoche (1477 – 1603): Die drei Reichseiniger (Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi, Tokugawa Ieyasu) beendeten in der Azuchi-Momoyama-Epoche (1568 bis 1603) den über 100-jährigen Bürgerkrieg.
; Edo-Ära (1603 – 1867): In der Edo-Periode schottete sich Japan vom Rest der Welt ab. Die Tokugawa-Familie behielt für über 250 Jahre die Kontrolle über die anderen Daimyō. 1854 segelte US-Admiral Matthew Perry mit seiner Flotte von vier Kriegsschiffen unbehelligt in den Hafen von Tōkyō, um einen Brief des US-Präsidenten Millard Fillmore zu übergeben, in dem dieser die Tokugawa-Regierung zum offenen Handel mit den USA auffordert. Die Leichtigkeit, mit der Perry in den Hafen einlaufen konnte, offenbarte die Schwäche des Tokugawa-Regimes. Dies führte zu einem Aufstand regionaler Herrscher und mündete letztlich in eine Wiedereinsetzung des Kaisers, der allerdings wenig reale politische Macht erhielt.
USA
; Meiji-Ära (1868 – 1912): Die Reform des Kaiserhauses unter dem Meiji-Tennō ab 1868 (Meiji-Restauration und Moderne) beendete die Zeit des Kriegeradels und läutete die Moderne ein. Das Land erhielt eine moderne Verfassung und ein Parlament, so dass Japan eine konstitutionelle Monarchie wurde. Korea wird 1910 von Japan besetzt, wodurch die Beziehungen noch heute belastet werden.
; Taishō-Ära (1912 – 1926): Im Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) stand Japan auf Seiten der Alliierten. Die Taishō-Ära war durch kulturelle Dynamik und wirtschaftlichen Aufschwung gekennzeichnet. Es war auch eine Zeit der demokratischen Experimente mit einem parlamentarischen System. Letztendlich scheiterte die Demokratie durch Instabilität (ähnlich wie in Deutschland während der Weimarer Republik). Das Militär übernahm die effektive Kontrolle und läutete die Shōwa-Ära ein.
; Shōwa-Ära Teil 1 (1926 – 1945): 1931 Besetzte Japan den Nordosten Chinas und gründete 1932 den abhängigen Staat Mandschuko (Mandschurei). 1937 attackierte Japan China und begann damit den Zweiten Weltkrieg in Asien. Japan vertreibt die europäischen Kolonialmächte aus den südostasiatischen Ländern, um sein eigenes Kolonialreich aufzubauen. Im Dezember 1941 griffen japanische Truppen den US-Stützpunkt Pearl Harbor im Pazifik an und forderte so die USA heraus. Damit weitete sich der Zweite Weltkrieg auf den Pazifischen Ozean aus. Nicht nur in China, sondern auch in den anderen japanisch besetzten Gebieten Südostasiens geschahen Kriegsverbrechen. 1945 näherten sich die alliierten Truppen den japanischen Inseln, doch besonders auf den kleineren Inseln tobten noch heftige Kämpfe. Der Kaiser , sowie der Premierminister und seine Anhänger wollten Friedensverhandlungen aufnehmen, doch der Militaristische Clan hatte mehr Macht, vor allem über die Armee, was zu einer Weiterführung des Krieges führte. Am 6. August 1945 warfen die US-Amerikaner eine Atombombe über der Stadt Hiroshima und am 9. August eine weitere über Nagasaki ab. Unter dem Eindruck der Atombombenabwürfe kapitulierte Japan am 15. August 1945 bedingungslos, der Kaiser verlas um 12.00 Uhr mittags die Kapitulation, welche über Radio übertragen wurde. Noch heutzutage leiden viele Menschen und ihre Nachkommen unter den Folgen der Strahlenkrankheit (s. Hibakusha).
; Shōwa-Ära Teil 2 (1945 – 1989): Nach der Kapitulation beginnt der Wiederaufbau, zuerst unter General McArthur, dann in Eigenregie. Vom ehemaligen Kriegsgegner USA wird Japan als Vorposten gegen den Kommunismus in das westliche Bündnissystem integriert. Eine rasante wirtschaftliche Entwicklung setzt ein, in der Japanische Firmen Schritt für Schritt Marktanteile in allen wichtigen Schlüsselindustrien erobern. Japan erweist sich als stabile, friedliche Demokratie.
; Heisei-Ära (1989 – heute): Faule Bankenkredite und überbewertete Immobilien lassen Anfang der 90er die Bubble Economy platzen, und Japan rutscht in eine Phase von Deflation und hoher Staatsverschuldung, die wirtschaftliche Stagnation auf hohem Niveau bedeutet. Langsam werden Unternehmen und Banken saniert, der versprochene neue Boom bleibt bis jetzt jedoch aus.
Religion
Staatsverschuldung]]
Hauptartikel: Religion in Japan
In Japan haben immer mehrere religiöse Glaubensformen nebeneinander bestanden. Die wichtigsten sind der Shintō, der sich von der japanischen Urreligion herleitet, und der Buddhismus, der Japan im 5. oder 6. Jh. erreichte. Die Besonderheit des japanischen Buddhismus liegt darin, das er in viele verschiedenen Sekten (Schulen) gegliedert ist. In Japan gibt es mit dem Zen-Buddhismus die strengste Form dieser Religion, aber mit dem Nichiren-Buddhismus auch die undogmatischste. Laut dessen Sektengründer Nichiren muss man nur einmal im Leben das sogenannte Lotus-Mantra aufsagen, um vollständig erlöst zu werden. Daneben gab es chinesische Einflüsse durch Taoismus und Konfuzianismus, die von Shintō und Buddhismus aufgenommen und integriert wurden. Heute gehören die meisten Japaner (über 80%) beiden Hauptreligionen an, daher kann man die religiöse Grundeinstellung in Japan als synkretisch bezeichnen. Das Christentum (etwa 3% der Bev.) spielt in der Geschichte Japans nur eine untergeordnete Rolle. Seit dem 2. Weltkrieg herrscht eine besonders große religiöse Toleranz in Japan: Um die 180.000 Religionsgemeinschaften werden als staatlich anerkannt angegeben.
Politik
2. Weltkrieg und Kaiserin Michiko]]
Hauptartikel: Politik Japans
Verfassung
Hauptartikel: Japanische Verfassung
Die geltende japanische Verfassung wurde am 3. November 1946 verkündet und trat am 3. Mai 1947 in Kraft. In ihr verpflichtet sich das japanische Volk den Idealen des Friedens und der demokratischen Ordnung. Die Verfassung wurde von der damaligen amerikanischen Besatzungsregierung unter General Douglas MacArthur ausgearbeitet, ist aber seitdem nicht geändert worden.
In der Verfassung wird in Artikel 9 Absatz 1 Krieg als souveränes Recht abgelehnt, auch die Androhung militärischer Gewalt als Mittel zur internationalen Konfliktlösung ist verboten. Absatz 2 besitzt besondere Brisanz, da er Japan untersagt ein Militär zu unterhalten. Die japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte und insbesondere deren Auslandseinsätze im Irak und Afghanistan sind daher sehr umstritten. Laut eines Japan Times Artikels vom 29.10.05 arbeitet derzeit die LDP an einem Entwurf der Verfassung, in dem Artikel 9 in Teilen geändert werden soll. Absatz 1 bleibt unverändert bestehen, Absatz 2 soll jedoch gestrichen werden. Es wird ausdrücklich betont, das das Militär weiterhin nur der Selbstverteidigung dienen soll, aber auch der Sicherung internationalen Friedens und Sicherheit.
Weiterhin wird die Unverletzlichkeit der Menschenrechte betont. Der Entwurf der Neufassung enthält noch einige weitere, bisher nicht aufgeführte individuelle Rechte u.a. der respektvolle Umgang mit Behinderten und Opfern von Straftaten sowie Schutz persönlicher Daten.
Der Tennō hat nach der Verfassung rein repräsentative Funktion. Oberster Souverän nach der Verfassung ist das Volk, vertreten durch das Parlament. Das Parlament wählt den Premierminister, dieser beruft sein Kabinett.
Tennō
Hauptartikel: Tennō, Japanisches Kaiserhaus
"Symbol des Staates und der Einheit des Japanischen Volkes" ist Akihito, der 125. Tennō (dt. Kaiser, wörtlich "vom Himmel (gesandter) Herrscher"). Rechtlich gilt er nicht als Staatsoberhaupt, und die souveräne Macht liegt allein beim Volk. Sein Vater, der Shōwa-Kaiser, hat 1945 bei der Kapitulation Japans die Göttlichkeit der japanischen Kaiser zurückgewiesen. Die Verfassung von 1946 gibt dem Kaiser keine direkte politische Entscheidungsgewalt, im modernen Japan ist sein Amt zeremonieller Natur. Er ernennt den von beiden Parlamenten gewählten Ministerpräsidenten und den Präsidenten des obersten Gerichtshofes, er verkündet die Gesetze und beruft das Parlament ein. Außerdem ist er oberster Priester des Shintō.
Akihitos Regierungsdevise lautet heisei. Die Regierungsdevise wird auch als Jahresangabe in offiziellen japanischen Texten verwendet, beginnend mit dem Jahr der Thronbesteigung. Heisei 1 ist das Jahr 1989.
Politische Gliederung
siehe: Präfekturen Japans
Japan ist ein zentralistischer Staat, der lediglich klar umrissene Aufgaben an die 47 Präfekturen zur Durchführung weitergibt. Innerhalb dieser Aufgaben sind die Präfekturen zwar relativ autonom, allerdings immer weisungsgebunden gegenüber der Zentralregierung und auch auf die Finanzierung durch den Zentralstaat angewiesen.
Die 47 Präfekturen gliedern sich in Großstädte sowie Kleinstädte und Dörfer, die kommunale Ebene. Einzige Ausnahme ist die Präfektur Tokio, die in die 23 zentralen Stadtbezirke zum einen sowie umliegende Kleinstädte und Dörfer zum anderen aufgeteilt ist. Die Präfekturen sind in Größe und Bevölkerungsdichte sehr unterschiedlich. Die meisten entfallen auf die Hauptinsel Honshū, während beispielsweise die zweitgrößte Insel Hokkaidō nur eine einzige Präfektur hat. Innerhalb der präfekturalen und der kommunalen Ebene gibt es – im Gegensatz zum nationalen Parlamentarismus – ein präsidentielles System, innerhalb dessen einerseits die Regierungs- und Verwaltungschefs und andererseits die Gemeindeversammlungen und Präfekturparlamente autonom gewählt werden.
Gesetzgebung
Regierung]
Das Parlament ist das höchste Organ der Staatsgewalt und die einzige gesetzgebende Körperschaft Japans. Es ist zweigeteilt in Oberhaus und Unterhaus (auch Abgeordnetenhaus oder Repräsentantenhaus).
Im Unterhaus sitzen seit den Reformen in den Jahren 1993 bis 1996 nur noch 480 Parlamentarier, im Oberhaus gibt es 247 Sitze. Von den 480 Sitzen des Abgeordnetenhauses werden 300 in Ein-Mandat-Wahlkreisen nach dem Mehrheitswahlrecht und 180 in 11 regionalen Distrikten nach dem Verhältniswahlrecht gewählt. Passives Wahlrecht für das Abgeordnetenhaus erhalten alle Männer und Frauen mit dem vollendeten 25. Lebensjahr, für das passive Wahlrecht im Oberhaus muss das 30. Lebensjahr vollendet sein. Wahlberechtigt sind alle japanischen Männer und Frauen mit vollendetem 20. Lebensjahr.
Parteien
- Die Liberaldemokratische Partei (LDP, jap. jiyūminshutō 自由民主党)
- Die Demokratische Partei (minshu-tō 民主党)
- Die Partei für eine saubere Regierung (jap. kōmeitō 公明党, engl. CGP, Clean Government Party)
- Die Kommunistische Partei Japans (jap. kyōsantō 共産党)
- Die Sozialdemokratische Partei Japans (jap. shakaiminshūtō 社会民主党)
Außenpolitik
Hauptartikel: Außenpolitik Japans
Die Hauptpunkte von Japans Außenpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg sind eine feste Bindung an die USA, Scheckbuchdiplomatie, ein in der Verfassung festgeschriebener Verzicht auf militärische Aggression, und Gebietsstreitigkeiten mit den Nachbarn Sowjetunion / Russland, VR China und Südkorea.
Die nördlich von Japan liegenden Südkurilen gehören seit 1945 zur Sowjetunion (ab 1990 dem Nachfolgestaat Russland), werden aber von Japan beansprucht. Dieser Konflikt ist ein andauerndes Problem in den japanisch-russischen Beziehungen.
Die kleine Inselgruppe Takeshima (koreanisch: Dokdo) wird von Südkorea verwaltet und von Japan beansprucht, nachdem sie während der Zeit des japanischen Imperialismus etwa 40 Jahre lang zu Japan gehörten. Im Frühling 2005 hat die Einführung eines Takeshima-Tages in einer japanischen Präfektur erneut Zorn in der koreanischen Bevölkerung hervorgerufen.
Besitzansprüche hat Japan neben der Volksrepublik China und Taiwan auch auf die Senkaku-Inseln (chin.: Diaoyu). In der Nähe der Inseln werden Rohstoffe vermutet.
Die Beziehungen zu vielen asiatischen Staaten - insbesondere zur Volksrepublik China, Südkorea und Nordkorea - sind vor allem wegen einer verpassten Aufarbeitung der imperialistischen Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiterhin angespannt. Die enge ökonomische Verflechtung und das Weltinteresse an einem Frieden in der Region machen kriegerische Konflikte jedoch unwahrscheinlich; stattdessen flammen immer wieder symbolische Krisen auf.
Gemäß der Verfassung hielt sich Japan lange Zeit aus sämtlichen internationalen bewaffneten Konflikten heraus und forcierte stattdessen eine auf Freihandel ausgerichtete multilaterale Handelspolitik. Im Januar 2004 stimmte das Parlament jedoch zum ersten Mal seit 1945 der Entsendung japanischer Soldaten in ein fremdes Land zu, nämlich in den Irak. Während Ministerpräsident Koizumi darin einen Beweis für die engen freundschaftlichen Beziehungen zu den USA sieht, betrachten viele Japaner das als Verfassungsbruch.
Militär
Hauptartikel: Japanisches Militär
Im Artikel 9 der Japanischen Verfassung verzichtet Japan auf das Recht souveräner Staaten zur Kriegsführung. Diese Klausel ist in der Welt einmalig, sie wurde nach der Niederlage Japans im zweiten Weltkrieg aufgenommen, um eine erneute militaristische Aggression zu verhindern. Der Artikel erlaubt es jedoch, Truppen zur Selbstverteidigung zu unterhalten. Während der alliierten Besatzung wurde eine Polizeireserve gebildet, mit der Souveränität 1953 wurde aus diesen ein Jahr später die Selbstverteidigungsstreitkräfte gegründet, aufgeteilt in Land-, See- und Lufttruppen. Um der Verfassung zu entsprechen, wird in der Bezeichnung grundsätzlich auf das Schriftzeichen gun (軍, "Armee") verzichtet. 1960 wurde eine militärische Allianz mit dem ehemaligen Kriegsgegner USA geschlossen.
In Japan herrscht keine Wehrpflicht. Der Militärhaushalt betrug im Jahr 2004 45,4 Mrd. US-D. Dies entspricht 1% des BIP, Japan nimmt von den Militärausgaben her Rang 6 in der Welt ein.
Bereits seit der Verabschiedung der japanischen Verfassung werden verschiedene Änderungen diskutiert, unter anderem auch eine Revision des Artikel 9, die jedoch auf Grund der hohen Hürden (Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern des Parlaments und Volksabstimmung) nie zustande kamen.
Den ersten internationalen Einsatz führen die Selbstverteidigungsstreitkräfte seit 2004 als Alliierte der USA im Irak durch, was in Japan eine intensive Diskussion um die Verfassungsmäßigkeit solcher Einsätze hervorgerufen hat. Der Aufbau der de-facto-Armee und der internationale Einsatz wird im linken Lager als Bruch der Verfassung gesehen, während das rechte Lager den Artikel 9 als von der amerikanischen Besatzungsregierung aufgezwungen ansieht und diesen kippen möchte.
Von Seiten der Volksrepublik China wird häufig der Vorwurf hervorgebracht, dass in Japan ein neuer Militarismus im Entstehen begriffen ist. Historisch sind diese Ängste dadurch begründet, dass China im Antijapanischen Krieg großes Leid (geschätzte 18 Millionen zivile Opfer) zu beklagen hatte. An dieser Stelle erwähnt werden sollte allerdings, das Japan seit dem zweiten Weltkrieg keine militärische Aggression gezeigt hat und im Gegenteil ein aktiver Fürsprecher der atomaren Abrüstung war, China hingegen mehrere Konflikte mit seinen Nachbarn verursacht hat (Einmarsch in Tibet 1959, Indisch-Chinesischer Grenzkrieg 1962, Zwischenfall am Ussuri 1969, Chinesisch-Vietnamesischer Krieg 1979). Tatsächlich sehen militärische Bedrohungsszenarien in Japan in erster Linie eine Landung chinesischer Truppen an der Küste. Im Jahr 2005 wurde ein weiteres Konfliktgebiet deutlich, als Japan zum ersten Mal den Schutz Taiwans als Teil seiner Interessen definierte.
Ein zweites Bedrohungsszenario bietet Nordkorea, das bereits mehrfach Raketen über japanisches Territorium gefeuert hat und die Weltöffentlichkeit im Jahr 2005 mit der Behauptung überrascht hat, Atomwaffen zu besitzen. Aus diesem Grund arbeitet Japan eng mit der USA an der Entwicklung eines gemeinsamen Raketenabwehrschilds.
Das dritte Bedrohungsszenario ist ein terroristischer Anschlag, wie der Anschlag auf die Tokyoter U-Bahn durch die Ōmu Shinrikyō-Sekte im Jahr 1995 gezeigt hat. Durch das Engagement in Irak bestehen Befürchtungen, dass Japan auch Ziel islamistischer Gruppierungen werden könnte, entsprechende Hinweise hat es bereits gegeben.
Wirtschaft
Hauptartikel: Wirtschaft Japans
Japan ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde.
Der Export im Jahr 2003 betrug 363 Milliarden Euro. Damit liegt Japan auf Platz 3 der exportstärksten Länder hinter Deutschland auf Platz 1 und den USA auf Platz 2.
Eine gute Zusammenarbeit zwischen Staat und Industrie, eine starke "Arbeitermentalität", die Beherrschung von Hightech, ein großes Augenmerk des Staates auf Ausbildung und ein vergleichsweise geringes Verteidigungsbudget (1 % des Bruttoinlandproduktes) haben Japan geholfen, binnen kurzer Zeit hinter den USA und der EU die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt zu werden. Spektakulär: über drei Jahrzehnte hinweg hatte Japan nur Wirtschaftswachstum zu verzeichnen: ein Durchschnitt von 10 % in den 1960ern, durchschnittlich 5 % in den 1970ern, und 4 % Wirtschaftswachstum in den 1980ern. Erst in den 1990ern wurde das Wirtschaftswachstum durch die Spätfolgen von Fehlinvestitionen während der späten 1980er stark gebremst. Staatliche Versuche zur Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums haben zu kleinen Erfolgen geführt und wurden später während der Jahre 2000 und 2001 durch eine Verlangsamung der amerikanischen und asiatischen Märkte gehemmt.
Das Regierungskabinett um Junichiro Koizumi hat Gesetze zur globalen P
Drucker (Peripheriegerät)Ein Drucker ist ein Peripheriegerät in der EDV, das aufbereitete digitale Zeichen und Bilder zu Papier bringt.
Man kann Drucker aufgrund unterschiedlicher Kriterien unterteilen:
- Mit / Ohne Anschlag: Impact- und Non-Impact-Drucker. Zu den Impact-Druckern zählen zum Beispiel Nadel- und Typenraddrucker, zu den Non-Impact-Druckern Tintenstrahl und Laserdrucker.
- Druckverfahren
- Kleinste druckbare Einheit: Zeichen-, Zeilen- und Seitendrucker (beispielsweise Typenrad-, Typenketten-, Laserdrucker)
Drucker, die zeichenweise Drucken, werden in zwei Arten aufgeteilt: bidirektionale und unidirektionale Drucker. Bei Druckern, die den bidirektionalen Druck unterstützen (alle modernen Nadel- und Tintenstrahldrucker), kann der Druckkopf in beide Richtungen drucken. Im Vergleich zu ihren unidirektionalen Kollegen sparen bidirektionale Drucker folglich Zeit, da auch beim Wagenrücklauf des Druckkopfes gedruckt wird.
Im Zusammenhang mit Bidirektionalität muss auch die Datenübertragung zwischen Rechner und Drucker erwähnt werden. Moderne Schnittstellen (Parallel, USB, FireWire, Netzwerk) unterstützen ebenfalls die bidirektionale Datenübertragung. Dadurch können Steuerkommandos schneller übertragen werden, da die Bestätigungsmeldungen des Druckers zeitgleich an den Rechner übertragen werden können.
Wichtigste Druckertypen (eingeteilt nach Druckverfahren)
arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie Kopierer (häufig benutzen Hersteller das gleiche Druckwerk für beide Geräte). Ein Laser oder eine LED-Zeile lädt die Kunststoffoberfläche einer Walze elektrostatisch auf, woraufhin der feine, schwarze Tonerstaub an der Walze haften bleibt und dann auf ein ebenso statisch geladenes Papier übertragen wird. Sobald das Bild aufgebaut ist, können im Kopiermodus sehr schnell viele Kopien gedruckt werden. Fixierwalzen verschmelzen den Tonerstaub mit dem Papier und machen ihn sogar wasserfest. Aktuelle Drucker im Heim- und Kleinbürobereich drucken z.Z. etwa 20 Seiten in der Minute. Ein Laserdrucker benötigt einen eingebauten Speicher, da der gesamte Seiteninhalt innerhalb sehr kurzer Zeit auf die Walze gebracht werden muss. Der Strombedarf ist hoch, die Verbrauchskosten insgesamt jedoch relativ niedrig. Seit einigen Jahren gibt es auch Farblaserdrucker.
Moderne Farbdrucker versehen Ausdrucke mit einer kaum sichtbaren Markierung, die das Datum des Ausdrucks und eine Kennnummer des Druckers kodiert.
arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip wie Laserdrucker und Kopierer. Die Walze wird hier jedoch von einem Druckkopf/Druckbalken magnetisiert, der magnetische Toner bleibt daran haften und wird dann auf das Papier fixiert. Um ein neues Bild aufzutragen, muss die Walze erst wieder gesäubert und entmagnetisiert werden.
sind vergleichbar mit einer Schreibmaschine, die ein Farbband benutzt. Statt fertigen Buchstaben werden hier Segmente der Buchstaben durch Nadeln auf das Papier gebracht. Oft findet Endlospapier Verwendung. Ein entscheidender Vorteil ist die Möglichkeit Durchschläge abzugreifen, weshalb noch heute in vielen Arztpraxen oder Firmen solche Drucker zu finden sind. Die Ansteuerung erfolgt direkt aus dem Computer, Speicher ist nicht oder nur minimal vorhanden. Die Druckgeschwindigkeit ist gering (ca. 1 Sekunde pro Zeile).
funktionieren wie Nadeldrucker mit einem Farbband, nur wird mit einem Rad, das alle Zeichen enthält, auf das Papier gedruckt. Ein Wechsel z. B. der Schriftart erfordert den Austausch des Typenrades. Eine Variante zu dem Typenrad ist der Kugelkopf, der meist bei Schreibmaschinen verwendet wird.
- Zeilendrucker (beispielsweise Typenrollendrucker, Kettendrucker) Bei dieser alten Druckerart werden, im Gegensatz zum Nadeldrucker oder Typenraddrucker, ganze Zeilen auf einmal gedruckt, nicht einzelne Buchstaben oder Teile von ihnen. Sie wurden in Rechenzentren eingesetzt, um schnell große Papiermengen, z. B. Protokolldateien, Lohnlisten etc., zu bedrucken. Sie waren im Zeitalter der Nadeldrucker mit bis zu 1500 Zeilen pro Minute die schnellsten Drucker. Aufwändige Papierführungen sorgten dafür, dass sich das Endlospapier, Tabellierpapier genannt, mit einer Randperforierung bei der hohen Geschwindigkeit sauber bedrucken ließ. Durch eine mechanische Formatsteuerung konnten verschiedene Papierformate eingestellt werden, die einen entsprechenden Seitenvorschub sicherstellten. Die Farbe wurde mit breiten farbgetränkten Stoffbahnen auf das Papier übertragen. ein Fettdruck war bereits möglich.
stellen die am meisten verbreitete Druckertechnik dar. Durch eine Vielzahl feiner Düsen (feine, kleine Röhrchen) wird unter Druck stehende Tinte gezielt auf das Papier gebracht. Tinte
Der Überdruck wird unterschiedlich erzeugt: Teilweise findet die Piezo-Technik Verwendung, bei der an einer speziellen Keramik eine Spannung angelegt wird, welche sich dann ausdehnt (umgekehrt wie beim Feuerzeug). Alternativ wird von anderen Herstellern einfach Tinte verdampft, was einen Überdruck erzeugt.
Technisch gesehen ist die Piezo-Technik am ausgereiftesten. Einige Hersteller verbinden die Druckköpfe fest mit der Tintenpatrone (z.B. Hewlett-Packard bei Geräten für den Heimgebrauch), was zwar die Lebensdauer des Druckers verlängern kann, wenn die Mechanik gut konstruiert ist. Die Druckerpartonen sind dann jedoch teurer.Mechanik
Andere Drucker ermöglichen einen Druckkopfwechsel unabhängig von der Patrone (z.B. wird ab einer bestimmten Anzahl gedruckter Seiten ein Austausch empfohlen; Hewlett-Packards professionelle Tintenstrahler) oder der Druckkopf ist fest mit dem Drucker verbunden (Epson) und kann nur von Spezialisten ausgetauscht werden. Werden Tintenstrahldrucker längere Zeit nicht genutzt, kann eine Verstopfung der Düsen auftreten. Oft hilft hierbei jedoch das Drucken mit alkoholbefüllten Patronen oder das Abwischen des Druckkopfs mit einem feinen, nicht fusselnden, feuchten oder trockenen Tuch. Wichtig ist es, Tintenstrahldrucker über den Geräteschalter auszuschalten, da nur so der Druckkopf in die Position wandert, in der am wenigsten Tinte eintrocknen kann. Heutige Tintenstrahldrucker arbeiten nach dem Drop-on-Demand-Verfahren, es werden nur die Tintentropfen erzeugt, die auch tatsächlich benötigt werden. Es gab auch Geräte, bei denen ständig Tropfen erzeugt werden (Continuos Drop), und die nicht benötigte Tinte elektrostatisch in den Auffangbehälter umgelenkt wurde und wiederverwendet werden konnte.
(eigentlich "Elektro-Erosionsdrucker") ein metallbeschichtetes Papier wird von einem Druckkopf an den zu bedruckenden Stellen mit Hochspannungsfunken geschwärzt. Vorteile: einfacher Aufbau, kein Farbband. Nachteil: teures Papier
ein hitzeempfindliches Papier wird von einem Druckkopf an den zu bedruckenden Stellen aufgeheizt. Vorteile: einfacher Aufbau, kein Farbband. Nachteil: teures Papier, Papier vergilbt mit der Zeit
finden vor allem im Bereich hochwertiger Farbdrucke Verwendung, wie z. B. im Fotodruck. Hierbei werden verschiedenfarbige Farbfolien geschmolzen und auf das Papier aufgebracht.
Farbdrucker
sind im Consumer-Bereich meist Tintenstrahldrucker, da diese durch das Anbringen mehrerer Farbpatronen und Druckköpfe preiswert hergestellt werden können. Bei einem hohen Druckvolumen sind die Ausdrucke aufgrund der hohen Tintenpreise sehr teuer. Die Preise für Farb-Laserdrucker sind in den letzten Jahren deutlich gefallen. Im Bereich hochwertiger Ausdrucke mit Fotoqualität kommen unterschiedliche digitale Druckverfahren zum Einsatz, z. B. Thermotransfer, Thermosublimation, Thermoautochrome oder Tintenstrahl.
Etikettendrucker
Diese können von Rollen oder Fanfolder Etiketten endlos ausdrucken. Meist arbeiten diese Drucker auf Thermotransfer- oder Thermobasis. Sie können auch mit Etikettenspendern ausgerüstet werden, um Etiketten einzeln wegzunehmen. Diese Drucker haben sich vor allem im Handel und Industrie durchgesetzt um Barcodeetiketten flexibel und auch in geringen Stückzahlen herzustellen.
Siehe auch
- Druck (Reproduktionstechnik)
- Centronics-Schnittstelle
- EPP
- ECP
Kategorie:Ausgabegerät
ja:プリンター
ko:프린터
simple:Printer
th:เครื่องพิมพ์
Personal Computer
Der aus dem Englischen stammende Begriff Personal Computer [] (Abkürzung PC), übersetzt „persönlicher Rechner“, ist der Handelsname einer Reihe von Computersystemen, die ursprünglich von der Firma IBM hergestellt wurden. Es handelt sich um bestimmte Typen von Heim- oder Arbeitsplatzrechnern, die einer einzelnen Person zur Verfügung stehen und auf deren Bedürfnisse anpasst werden können.
Ursprünglich wurden nur IBM-Computer mit Intels Prozessor 8088 „PC“ genannt. Heute firmiert der Begriff zur Abgrenzung der x86-Architektur gegenüber anderen Computerarchitekturen, wird aber auf Grund der hohen Verbreitung synonym für alle Heimcomputer benutzt, wodurch ein Begriffsmonopol entstanden ist. Der Begriff „PC“ war somit eine Schutzmarke.
Die Erfolgsgeschichte
Erste Bausätze
Seit Beginn der 1970er Jahre waren Computerbauteile so preisgünstig, dass Unternehmen mit der Entwicklung von Computern für private Zwecke begannen. Der erste derart für Heimanwender ausgerichtete Computer, der kommerziellen Erfolg hatte, war der Altair 8800 aus dem Jahr 1974. Dem noch als Bausatz verkauften Altair folgte eine ganze Reihe weiterer Modelle, deren prominenteste Vertreter die Geräte der Apple II-Familie sowie der PET der Firma Commodore waren.
Home-Computer vs. IBM PC
Erweitert um einen Fernseherausgang und Tonausgabe kamen ab den 80er Jahren viele weitere Geräte als so genannte Heimcomputer auf den Markt. Beispiele dafür sind der meistverkaufte Heimcomputer Commodore C64 und später die Geräte der Amiga-Reihe, als auch verschiedene Ausführungen des Atari ST.
Atari ST
Speziell der Erfolg und die innovative Architektur des Apple II alarmierte IBM, den damaligen Marktführer bei (Groß-)Rechnern und elektrischen Schreibmaschinen. Der 1981 vorgestellte, modular aufgebaute IBM-PC war als direktes Konkurrenzprodukt dazu konzipiert. Um Entwicklungszeit und -kosten einzusparen, wich IBM von seiner damaligen Praxis ab, einen Großteil der Komponenten selbst herzustellen. Stattdessen wurden die meisten Bauteile zugekauft, unter anderem das Betriebssystem (MS-DOS von Microsoft, von IBM als PC-DOS verkauft) und der Prozessor (Intel 8088).
Der IBM-PC war anfänglich den Home-Computern in Hinsicht auf Grafik- und Audiofähigkeiten technisch weit unterlegen und wurde ursprünglich zu recht hohen Preisen verkauft. Allerdings hatte IBM kein Monopol auf die verwendeten Komponenten (mit Ausnahme des BIOS). So konnte Compaq 1983 den ersten IBM-kompatiblen PC auf den Markt bringen. Das Klonen, also Nachbauen, von verschiedenen Hardwarekomponenten entwickelte sich in Fernost zu einem regelrechten Volkssport. So entwickelte sich schnell ein Markt von IBM-Nachbauten, der durch den Konkurrenzkampf zu sinkenden Preisen und verstärkter Innovation führte. Innerhalb eines Jahrzehnts verdrängte der PC die Home-Computer auch im privaten Bereich, lediglich Apple schaffte es, weiterhin einen erwähnenswerten Anteil zu halten. Alle anderen Hersteller verschwanden weitgehend vom Markt (Commodore) oder wandten sich wieder anderen Geschäftsfeldern zu (Atari, Schneider). Die aktuelleren PC-Modelle von IBM, wie der PC 300GL blieben weitestgehend unbekannt, und gingen auf dem Markt der Clones unter. Ähnlich erging es dem Versuch von IBM, den Markt mit der Personal System/2-Reihe zurückzuerorbern.
Im Privatbereich wurden Home-Computer und PC zunächst zum Experimentieren, Lernen und Spielen benutzt. Später wurden sie für Textverarbeitung (WordPerfect), Datenbanken (dBase) und Tabellenkalkulation (VisiCalc) eingesetzt, so dass sie auch Eingang in den betrieblichen Alltag fanden.
Moderne PC
Heute sind PC(-Nachbauten) sehr leistungsfähig und nahezu universell einsatzfähig. Meist kommen IBM-kompatible PC (keine Macs) auf x86- Basis oder dazu kompatible zum Einsatz. Von den anderen früheren Computerarchitekturen für Einzelplatzrechner ist im Jahr 2004 lediglich der Macintosh und als Nischenprodukt Amiga/Pegasos übrig geblieben. Diese sind, dank moderner Betriebssystem-Alternativen wie Mac OS X, LinuxPPC oder MorphOS mit den zahlreichen IBM-kompatiblen Clone-PC leistungsmäßig durchaus vergleichbar. Vereinzelt finden sich noch Systeme auf RISC OS-Basis (ARM-CPU).
Siehe auch
- HP-9100A, IBM-PC, Computer
Literatur
- Andreas Stiller: Fröhliche Oldies. Der PC feiert seinen 20sten Geburtstag. In: c't. 18/16/2001. Heise Zeitschriften Verlag, S. 172–177,
- Scott Mueller: PC-Hardware Superbibel, m. DVD-ROM. Markt und Technik, April 2005, ISBN 3827267943
- Hans Messmer, Klaus Dembowski: PC Hardwarebuch . Aufbau, Funktionsweise, Programmierung. Addison-Wesley, 15. Juni 2003, ISBN 3827320143
Weblinks
- [http://www.klammeraffe.org/~fritsch/uni-sb/fsinfo/Papers/PC/PC.html Die Geschichte des Personal Computers Vortrag im Rahmen des Proseminars 'Geschichte der Informatik']
- [http://www.bernd-leitenberger.de/pc-hist1975-1981.html Die Geschichte des PC Teil 1 - Von der Erfindung des Mikroprozessors bis zum Eintritt von IBM in den Markt (1971-1981)]
- [http://www.bernd-leitenberger.de/pc-hist1982-2000x.html Die Geschichte des PC Teil 2 - Das Ende der Vielfalt und der Sieg von Wintel (1982-heute)]
- [http://www.bernd-leitenberger.de/pc-hist-pheri.html Die Geschichte des PC Teil 3 - Die Entwicklung der Peripheriegeräte von 1975 bis heute]
Kategorie:Computer
ja:パーソナルコンピュータ
ko:개인용 컴퓨터
ms:Komputer peribadi
th:คอมพิวเตอร์ส่วนบุคคล
LaptopDas Notebook []; -s, (engl. notebook = Notizbuch) oder der Laptop (engl. laptop = "Auf-dem-Schoß"), oft auch Mobilrechner, Klapprechner, Schoßrechner oder scherzhaft Schlepptop genannt, ist ein kleiner, tragbarer Personal-Computer. Notebooks wiegen in der Regel zwischen 700 g (Sub-Notebook) und 5 kg (Desknote). Die Komponenten eines Notebooks sind für den mobilen Einsatz optimiert:
Desknote R51]]
Desknote]
Desknote-WLAN-Karte]]
Im mobilen Einsatz verwenden viele moderne Notebooks Li-Ion-Akkumulatoren zur Stromversorgung, selten auch Lithium-Polymer-Akkumulatoren . Noch vor wenigen Jahren waren Akkumulatoren mit Nickel-Metall-Hydrid-Technik populär, davor Akkumulatoren mit Nickel-Cadmium-Technik . Einige Hersteller planen, in Zukunft Miniaturbrennstoffzellen als Energiespeicher anzubieten. Übliche Laufzeiten von Notebooks ohne externe Stromversorgung liegen zwischen zwei und sechs Stunden, je nach Energieverbrauch und Akku-Kapazität.
Die Anzahl der Laufwerke, die in einem Notebook-Modell vorgesehen ist, wird in der Notebook-Industrie mit -Spindel-Design bezeichnet, wobei für eben diese Anzahl steht. Die meisten Notebooks haben ein 2-Spindel-Design (Festplatte & optisches Laufwerk, seltener Diskettenlaufwerk). Bei den Subnotes hingegen herrschen 1-Spindel-Designs vor, optische Laufwerke/Diskettenlaufwerke werden hier extern angeschlossen.
Durch die Fortschritte in der Mikroelektronik sind Notebooks heute in ihrer Rechenleistung mit Desktop-PCs vergleichbar, haben gegenüber diesen sogar einige Vorteile, so dass die Hersteller eine neue Geräteklasse eingeführt haben, die so genannten Desknotes. Diese Notebooks werden als "Desktop-Ersatz" verkauft und sind für diesen Zweck speziell angepasst, indem man auf stromsparende Technik für den Mobileinsatz und hochkapazitive Akkus verzichtet und stattdessen leistungsfähigere Komponenten aus dem Desktop-Bereich in das meist etwas größere Gehäuse einbaut. Die resultierenden Produkte können zwar eingeschränkt mobil eingesetzt werden, man muss sich aber darüber klar sein, dass sie dafür nicht gebaut wurden, da die Akkulaufzeit extrem kurz ist und viele im Akkubetrieb nur mit gesenktem Prozessortakt laufen. Ein Arbeitsplatzwechsel ist wesentlich einfacher als mit einem Standard-PC, und sie verbrauchen weniger Platz auf dem Schreibtisch. Es gibt übrigens vereinzelt sogar reine DeskNotes, die ganz ohne Akku auskommen und nur für den stationären Betrieb gedacht sind.
Manche Leute wünschen sich Notebooks, die (auch) über Solarzellen auf der Display-Rückseite mit elektrischer Energie versorgt werden können. Es ist bei derzeitiger Technologie jedoch zu erwarten, dass solche Solarzellen nicht mehr als 10 Watt selbst bei starker natürlicher Beleuchtung abgeben. Zudem sind gerade Notebooks für eine Aufheizung durch Sonneneinstrahlung nicht geeignet. Auch werden gerade bei heller Umgebung selbst stark beleuchtete Displays nur eingeschränkt lesbar. Diese Art von Mobilität durch Stromnetz-Unabhängigkeit ist für Notebooks also heutzutage noch nicht machbar. Sie existiert bereits bei Taschenrechnern und zunehmend auch Handhelds.
Für die Anwendung in besonders rauher Umgebung oder unter klimatisch widrigen Bedingungen wurden die sogenannten "Ruggedized"-Notebooks gedacht. Es gibt "fully ruggedized"-Geräte, die vollständig gegen äußere Einflüsse geschützt sind und "semi ruggedized" Notebooks, die nur teilweise bestimmten Widrigkeiten widerstehen, so etwa Spritzwasser auf die Tastatur. Hersteller sind z. B. Itronix, Panasonic (Toughbook-Modellreihe) oder Roda (Rocky-Modellreihe).
Diese Geräte sind mit speziellen gehärteten Gehäusen versehen, die schlagfest sind und Spritzwasser sowie Hitze standhalten sollen. Anschlußstellen sind durch Gummi geschützt, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.
Die Festplatte ist gummigelagert, um sie vor Stößen zu schützen, und oftmals auch noch extra ummantelt, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern, so dass im Ernstfall (Defekt des Computers) zumindest die Daten gerettet sind. Die Widerstandsfähigkeit dieser Geräte wird durch die DIN/VDE IP und den MIL-STD des US-Militärs angegeben.
Das Militär und die Polizei verwenden diese Geräte. Auf Grund ihres vergleichsweise hohen Preises und der teilweise eingeschränkten Funktionalität (z. B. bei Schnittstellen oder Grafikleistung) wegen der speziellen Anpassung sind diese Notebooks für Privatanwender weniger interessant.
Hersteller
Beim Notebook-Markt gibt es bemerkenswert viele Marken, dazu aber bemerkenswert wenig Hersteller. Dies liegt daran, dass namhafte Firmen (z. B. Fujitsu Siemens Computers) bei Auftragsherstellern (Original Design Manufacturer (ODM)) die Notebooks einkaufen oder unter Umständen leicht modifiziert "persönlich" produzieren lassen, um sie dann unter eigenem Namen zu verkaufen. Wie groß der eigene Anteil an den Gerätedesigns ist, lässt sich meist nur schwer abschätzen. Die Notebook-Fertiger haben ihren Sitz in Taiwan, zum großen Teil wird aber nicht mehr dort, sondern in China produziert.
"Echte" Notebook-Hersteller sind unter anderem (in der Reihenfolge ihrer Produktionszahlen, soweit bekannt -- die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen und eignen sich nur, um die Größenordnung abzuschätzen):
- Quanta (für praktisch alle Notebook-Anbieter, derzeit weltgrößter Produzent mit etwas über 11 Millionen Geräten im Jahr 2004)
- Compal (für IBM, Dell und Hewlett-Packard (frühere Compaq), 7,7 Millionen Geräte im Jahr 2004)
- Inventec (3,3 Millionen im Jahr 2004)
- Wistron (früher Acer, inzwischen selbstständig, 3 Millionen im Jahr 2004)
- ASUS (verkaufen etwa 50 % der Produktion unter eigener Marke, als Auftragsfertiger für u. a. an Sony und Apple tätig, aber auch ODM-Geräte im Angebot, insgesamt fast 3 Millionen im Jahr 2004)
- Arima (1,8 Millionen im Jahr 2004)
- Mitac (1,4 Millionen im Jahr 2004, auch semi-ruggedized im Angebot)
- Uniwill (1,2 Millionen im Jahr 2004)
- FIC (in einigen Regionen auch als Eigenmarke tätig, 700.000 im Jahr 2004)
- Clevo (fertig die Alienware und Voodoo Gamer-Laptops, auch für Gericom, 550.000 im Jahr 2004)
- Elitegroup/ECS (früher auch als Eigenmarke vertreten, aber seit Mitte 2005 nur noch ODM)
- Twinhead (in Deutschland auch als Eigenmarke vertreten)
- MSI (vorher für IBM tätig, inzwischen als eigene Marke vertreten)
- LG Electronics
Viele namhafte Notebook-Anbieter geben bei diesen Produzenten Laptops aus hauptsächlich eigenem Design in Auftrag (Reihenfolge nach Verkaufszahlen im Jahre 2004, ebenfalls nicht ganz exakt):
- Dell (2004: 7,9 Millionen)
- Hewlett-Packard (2004: 7,4 Millionen)
- Toshiba ("Erfinder" des Laptop-PCs, produzieren schätzungsweise etwa die Hälfte der Notebooks selbst, der Rest geht an obige Produzenten, 2004: 5,8 Millionen)
- Lenovo (ehemals IBM, 2004: 4,3 Millionen)
- Acer (Unterscheidung zwischen Eigendesign und ODM besonders schwierig, einige Modelle wie TravelMate 800 sind auch als OEM-Versionen bei den Produzenten erhältlich; 2004: 3,9 Millionen Laptops)
- Fujitsu Siemens Computers (die LifeBooks entstammen eigenen Designs und sind wohl auch selbst gefertigt. Die Amilo-Serien sind komplett hinzugekauft. 2004: 3,1 Millionen)
- NEC (in Deutschland als Packard Bell vertreten, 2004: 2,1 Millionen)
- Sony (2004: 1,8 Millionen)
- Apple (2004: 1,7 Millionen)
- BenQ (ehemals Acer, inzwischen selbstständig; einige Geräte entstammen eigenen Designs, andere sind z. B. von Mitac hinzugekauft, 2004: 100.000)
Nur sehr wenige Notebook-Anbieter fertigen hauptsächlich selbst:
- Panasonic (angeblich alles selbst produziert)
- Samsung (bis vor kurzem ein Teil der Produktion an AsusTek ausgelagt; aber auch als ODM-Produzent für Dell (Latitude-Subnotebooks) tätig)
Die erstgenannten Produzenten bieten auch eigene Notebook-Designs an, verkaufen sie aber nicht (oder nur in einigen Ländern im asiatischen Raum) selbst. Sie sind dann als Original Design Manufacturer (ODM) tätig. In Deutschland vertreiben u. a. folgende Anbieter diese Laptops als Eigenmarke (alphabetisch sortiert):
- Averatec
- Bacoc
- Bullman
- faet
- Fujitsu Siemens Computers (die Amilo-Geräte)
- Gigabyte
- Issam
- Maxdata
- Medion
- Gericom
- Tronic5
- Wortmann
- Xeron
- Yakumo
Die Zusammenhänge der Produzenten, namhaften Hersteller und Eigenmarken-Anbieter ändern sich ständig. So versuchen Produzenten wie AsusTek, MSI oder Twinhead verstärkt, als Eigenmarke aufzutreten, während Elitegroup sich davon zurückzieht. Möglicherweise wird auch Lenovo nach dem Kauf der PC- und Notebook-Sparte von IBM eine ODM-Baureihe einführen.
Auch ist nicht immer klar, wo die tatsächliche Endmontage stattfindet. Viele OEM/ODM-Designs bekommen schon bei der Produktion in Asien ihre komplette regionale Ausstattung (Tastatur, Handbücher etc.). Andere werden als Barebones (ohne Speicher, CPU, Festplatte, manchmal auch ohne ODD oder ohne Display) angeliefert und dann in regionalen Fabriken (beispielsweise Fujitsu-Siemens in Augsburg für die Lifebooks, Toshiba in Süddeutschland, Dell in Irland) teils nach Kundenwünschen fertig bestückt.
Laptop oder Notebook?
Ein Laptop ist ein mobiler Computer. Ende der achziger Jahre führte Toshiba den Begriff Notebook ein, um besonders kompakte und leichte Geräte besser vermarkten zu können. Inzwischen werden die Begriffe im deutschem Sprachraum aber als Synonym benutzt.
Weblinks
- [http://www.heise.de/ct/faq/hotline/04/06/13.shtml Notebook oder Laptop?]
- [http://www.de.tomshardware.com/mobile/20050509/index.html Mein Notebook im Eigenbau: Anleitung und Kaufberatung]
ja:ノートパソコン
Registrierkasseright
Eine Registrierkasse ist eine Kasse, die vor allem im Einzelhandel eingesetzt wird.
Sie erlaubt die Berechnung und Speicherung von Verkaufstransaktionen und enthält eine Bargeldschublade. Gewöhnlich wird auch ein Beleg für den Kunden gedruckt.
Die Registrierkasse wurde 1879 von dem Lokalbesitzer James Ritty in Dayton, Ohio, USA erfunden, um den Diebstahl durch sein Personal zu verringern. Der Kern der Erfindung war die Bargeldschublade, die sich nur zum festgelegten Zeitpunkt mit dem für die Registrierkasse typisch gewordenen Klingelgeräusch öffnete.
Ritty erhielt 1883 zusammen mit John Birch das Patent darauf. Seine neu gegründete Firma zur Herstellung von Registrierkassen wurde 1884 von John H. Patterson gekauft, der sie in National Cash Register Company (heute: NCR Corporation) umbenannte. Die NCR wurde sehr rasch in den USA zum Marktführer und vertrieb das Erfolgsprodukt Registrierkasse bald auch weltweit.
Heutige Registrierkassen bestehen meist aus PCs mit spezieller Hardwareperipherie und spezieller POS-Software (POS=Point of Sale), die mit einem Warenwirtschaftssystem zur Buchhaltung, Kontrolle der Lagerhaltung und zur Nachbestellung der verkauften Ware verbunden ist. Zu den angeschlossenen Geräten gehören Barcode-Scanner, elektronische Waagen, Kredit- und Debitkarten-Lesegeräte.
Die neueste Entwicklung sind Kassen, an denen der Kunde den Kassiervorgang ohne die Hilfe eines Kassierers selbst abwickeln kann. Damit sollen Supermärkte Personal einsparen können.
Die heutigen Haupthersteller von Registrierkassen/POS-Terminals sind NCR, IBM und Wincor Nixdorf.
Weblinks
[http://www.maschinensammlung.de www.maschinensammlung.de] - Ein Sammler von Registrierkassen und Rechenmaschinen.
Kategorie: Einzelhandel
ja:キャッシュレジスター
Yen
Der Yen (jap. 円 en, wörtlich: runder Gegenstand) ist seit 1871 die offizielle Währung Japans. Sie befindet sich nach dem US-Dollar und dem Euro in vielen Ländern als Teil der eigenen Geldreserve zur Währungsstabilisation. Die korrekte Aussprache lautet im Japanischen „En“, wird aber von Ausländern normalerweise als „Jen“ ausgesprochen. Das Währungssymbol in der lateinischen Schrift ist ¥, in der japanischen Schreibweise wird es mit dem Kanji 円 dargestellt. Der ISO 4217 Währungscode lautet JPY (Codenummer 392).
Der Yen ist unterteilt in Sen (銭; 100 Sen = 1 Yen) und Rin (厘; 10 Rin = 1 Sen). Sowohl Sen als auch Rin wurden jedoch 1954 aus dem Umlauf genommen und sind heute nur noch von rechnerischer Bedeutung.
In Japan hört man bisweilen auch Nicht-Japanischsprecher, die im Alltag für größere Yen-Beträgen das Wort man (万) für die Wertgröße von 10.000 Yen benutzen. Diese Besonderheit entsteht aus Bequemlichkeit, da im Ostasiatischen Raum nicht in 1.000er- sondern in 10.000er-Schritten gezählt wird. Da deswegen auch die Preise in Japan in 10.000er-Werten, z.B. 5 man (5万), angegeben werden, ist es oft einfacher man zu sagen als die Zahl wirklich zu übersetzen. Das nächste Wort gibt es für 100 Millionen (億 oku).
Geschichte
Der Yen wurde 1872 von der Meiji-Regierung als Währung nach europäischen Vorbild eingeführt. Es löste damit das komplizierte Währungssystem der Edo-Zeit ab. Die Neue Währungsverordnung von 1871 machte die Verwendung des Dezimalsystems zur Bedingung, welches den Yen (圓) in 100 Sen (錢) und 1000 Rin (厘) unterteilt. Die Münzen wurden nach westlichen Vorbild in runder Form geprägt. Der Wert eines Yen wurde gesetzlich mit dem Wert von 26,956 Gramm (0,8667 Feinunzen) Silber festgelegt. Diese Festlegung ist heute noch gesetzlich gültig. Die Verordnung verlangte auch, dass der Yen durch Goldreserven gedeckt war.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Yen fest an den US-Dollar gekoppelt, mit einem Kurs von 360 Yen für einen US-Dollar. Die Sen- und Rin-Münzen wurden 1954 aus dem Umlauf genommen. Seit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-System 1973 wird der Wert des Yen vom freien Währungsmarkt bestimmt. Der Wechselkurs betrug Anfang 2005 um die 105 Yen für einen US-Dollar.
Herkunft des Namens
Der Yen wurde ursprünglich genauso geschrieben wie sein chinesisches Pendant der Yuan (圓, Pinyin: Yuán). Die moderne japanische Schreibung benutzt ein anderes Zeichen (円) als die vereinfachte chinesische Schrift (元). Die Darstellung im lateinischen Alphabet (¥) ist jedoch bei beiden Währungen gleich. (Allerdings tendiert die VR China zu der Schreibweise, nur einen Querstrich zu verwenden.)
Yen bedeutet, wie auch der Yuan bei den Chinesen, wörtlich „runder Gegenstand“.
Die internationale Schreibweise und die Aussprache mit „Y“ am Wortanfang beruht auf der historischen Kana-Schreibung (ヱン yen statt heute エン en). Weitere Beispiele sind die Namen Uyeda, Iyeyasu und Inouye. Diese lateinische Transkription hält sich bis heute.
Internationale Bedeutung
Der Yen ist aufgrund seines Transaktionsvolumens heute eine der bedeutendsten internationalen Währungen. Geldpolitische Entscheidungen der Bank of Japan haben damit eine große internationale Bedeutung. Gebräuchlich ist der Yen insbesondere als Reservewährung in Asien.
Stückelung
Banknoten
Zurzeit sind Banknoten mit folgenden Wertstufen in Umlauf: 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 Yen.
Am 1. November 2004 begann die Bank of Japan mit der Einführung neuer, fälschungssichere Banknoten und ersetzen die vorherige Serie, die am 1. November 1984 in Umlauf gebracht worden ist.
Die Banknoten haben folgende Abmessung und zeigen folgende Personen:
- 1.000 Yen: 76×150 mm, Noguchi Hideyo
- 2.000 Yen: 76×154 (bereits am 19. Juli 2000 als neue Wertstufe eingeführt; statt einer Person ist das Shureimon (守礼門), ein Burgtor in Naha, Okinawa abgebildet, das im 16. Jahrhundert in einem gemischten chinesisch-japanischen Baustil errichtet wurde und zum Kulturerbe der Präfektur Okinawa gehört)
- 5.000 Yen: 76×156 mm (um einen 1 mm verlängert), Higuchi Ichiyo
- 10.000 Yen: 76×160 mm, Fukuzawa Yukichi
Die Banknote zu 10.000 Yen blieb als einzige unverändert in den Abmessungen und der dargestellten Person.
Münzen
Fukuzawa Yukichi
Derzeit sind folgende Wertstufen der Münzen in Umlauf: 1, 5, 10, 50, 100 und 500 Yen.
Die 5 und 50 Yen-Münzen besitzen als einzige ein Mittelloch. Die 500-Yen-Münze ist mit einer fälschungssicheren Variante, sowie noch mit ihrer Vorgängerin im Umlauf. Manche Automaten akzeptieren jedoch nur die neuere Ausgabe. Vermutlich ist die 500-Yen-Münze die weltweit wertvollste Münze, die im Umlauf ist. Zum Vergleich: eine 2-Euro-Münze ist vergleichsweise nur ca. 279 Yen wert.
Zu verschiedenen Anlässen werden Sondermünzen in Gold und Silber mit verschiedenen Werten geprägt. Obwohl sie gesetzliche Zahlungsmittel sind, werden sie als Sammelobjekte betrachtet, und kommen somit nicht im Alltag zur Anwendung.
Währungs-Symbole
- ¥: internationales Symbol
- 円: japanisches Symbol für Yen, wird en ausgesprochen
- 圓: älteres Symbol für en, das dem koreanischen Won entspricht. Es wurde größtenteils durch das vereinfachte Symbol 円 abgelöst; wenn allerdings besondere Tradition und Genauigkeit vermittelt werden soll, wird das alte Zeichen auch heute noch verwendet – z. B. auf Bankdokumenten und Scheckformularen.
- 銭 Sen (wörtlich Münze): 0,01 Yen
- 厘 Rin: 0,001 Yen
Literatur
- Europäische Zentralbank: [http://www.ecb.int/pub/pdf/other/euro-international-role2005en.pdf Review of the International Role of the Euro (pdf, 900 KB)], Frankfurt 2005
Weblinks
- [http://www.adblue.de/FinanceChartyen.html?symbol=EUR/JPY Realtime Yen-Kurs]
- [http://www.taprofessional.de/charts/Dollar-Yen-Line-Chart.htm Chart: Dollar in Yen]
- [http://www.taprofessional.de/charts/Yen-Euro-Line-Chart.htm Chart: Yen in Euro]
- [http://www.boj.or.jp/en/money/money_f.htm Informationen über aktuelle Yen-Geldscheine (Japanische Zentralbank, in Englisch)]
Kategorie:Währungseinheit
Kategorie:Japan
Kategorie:Wirtschaft (Japan)
ja:円
ko:엔
ms:Yen
th:เยน
SeikoDie Seiko Corporation ist ein japanischer Uhren- und Werkehersteller und eine der drei japanischen Firmen, die auch mechanische Werke fertigen.
Ihren Hauptsitz hat die Seiko Corporation in Tokio (Japan). Seiko Deutschland hat seinen Sitz in Willich.
Das global agierende Unternehmen wurde 1881 gegründet.
Seiko ist mit ständigen Innovationen im Bereich der höherwertige Quarzuhren aktiv. So wird in den späten 1980er Jahren das Automatic Generator System (AGS), jetzt als Kinetic System bezeichnet, mit einem eingebauten Generator vorgestellt, der durch die Armbewegung ähnlich einer mechanischen Automatikuhr Strom erzeugt. Das innovative Auto Relay System führt dazu, dass die Quarzuhr beim Nichttragen zwecks maximalem Stromsparen quasi stehen bleibt und sich erst bei einer Bewegung wieder auf die aktuelle Zeit und Datum automatisch einstellt. Damit kann die Gangreserve von sechs Monaten beim herkömmlichen Kinetic System auf vier Jahre gesteigert werden.
Die preiswerteren und modischeren Zweitmarken von Seiko sind Pulsar und Lorus.
Außerhalb Japans kaum bekannt sind die Uhren, die unter dem Markennamen Grand Seiko angeboten werden. Dieses sind sehr hochwertige und teure überwiegend mechanische Uhren, die nach allen Regeln der hohen Uhrmacherkunst bis ins Detail feinst verarbeitet und veredelt sind. Im Deutschen Sprachraum sind diese allerdings nicht erhältlich. Sie wurden im Zeitraum 1960 bis 1974 produziert und im Jahre 1998 neu aufgelegt.
Hauptkonkurrent ist der ebenfalls in Japan ansässige weltgrößte Uhrenhersteller Citizen Watch.
Weblinks
- [http://www.seiko.co.jp/index.php?lang_is=eng Seiko] (englisch)
- [http://www.seiko.de Seiko-Uhren - Seiko] (deutsch)
Kategorie:Uhrenhersteller
ja:セイコー
Commodore PET
Der Commodore PET 2001 war der erste PC bzw. Heimcomputer der Firma Commodore, die auch als CBM (Commodore Business Machines, in Anspielung auf IBM) firmierte. Zusammen mit dem Apple II und dem Tandy TRS-80 war er einer der ersten in Serie als Fertiggerät gebauten Microcomputer überhaupt. PET steht für Personal Electronic Transactor; dies ist jedoch ein Backronym.
Das englische Wort pet bedeutet auch "Haustier" oder "Liebling". Wie Chuck Peddle um 1990 in einem Interview erklärte, wurde der Name durch einen seinerzeit in den USA mit großem Erfolg verkauften Scherzartikel inspiriert: Pet Rock, ein Stein als Haustier. Das pflegeleichte Tierchen war in einer gepolsterten Schachtel erhältlich, inklusive einer Dressuranleitung. Man hoffte wohl, der PET möge sich ebensogut verkaufen. Böse Zungen behaupten, dass der Name auch für Peddles Ego Trip stehen könnte.
Der PET 2001 wurde vor allem von Chuck Peddle entwickelt und Anfang 1977 auf der Consumer Electronics Show vorgestellt.
Er war der erste Computer, der im deutschen Versandhandel (u.a. Quelle, heute KarstadtQuelle AG) erhältlich war. Der Preis betrug 2.999 DM, später rd. 2.000 DM.
Auszug aus einem Prospekt der Firma Vero (Vorläufer von Vobis) von 1979: Sehen Sie sich um: Überall noch Rechner, die zum 10-fachen Preis weniger leisten als er: Commodore PET 2001, der Computer, über den die Experten reden
Technische Daten
- Metallgehäuse, nach oben aufklappbar und mit einer Stange fixierbar (ähnlich einer Motorhaube eines Autos)
- Integrierter 9-Zoll Schwarz-Weiß-Monitor (teilweise auch Schwarz-Grün oder bernsteinfarben) mit 25 Zeilen zu 40 Zeichen
- Tastatur mit Buchstaben- und Zahlenfeld, kleine Kunststofftasten (mit Metallauflage) (Mickey-Mouse-Tastatur)
- Eingebaute Datasette (Cassettenrecorder) zur Speicherung von Daten und Programmen
- CPU: MOS Technologies 6502, 8 Bit (wie im Apple II)
- Takt: 1 MHz
- 8 KByte RAM (Standard), ausbaubar auf 32 KByte (Kosten dafür 1979: 2.500 DM)
- Microsoft / Commodore ROM-BASIC, zugleich Betriebssystem
- IEEE 488-Anschluss, u.a. für Diskettenlaufwerke und Drucker nutzbar
- Eingebautes Netzteil
Programme für den PET 2001 konnten in BASIC oder Maschinensprache (aus BASIC heraus mit den Befehlen SYS, USR, PEEK und POKE) geschrieben werden. Der Bildschirm konnte sowohl als Ausgabegerät als auch als Eingabegerät angesprochen werden.
Damit war es möglich, Zeichen vom Bildschirm zu lesen und zu editieren, so dass sich bei der BASIC-Programmerstellung in einfacher Weise der Komfort eines Bildschirmeditors ergab.
Eine Grafikprogrammierung war eingeschränkt als Blockgrafik möglich. Dafür konnte ein alternativer Zeichensatz aktiviert werden, der Spielkartensymbole sowie alle Kombinationen von 2 - 2 | | |