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Horst Störmer

Horst Störmer

Horst Ludwig Störmer (
- 6. April 1949 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Physiker.

Leben

Horst Störmer wurde 1949 in Frankfurt am Main geboren und wuchs zusammen mit seinem jüngeren Bruder Heinz in Sprendlingen auf. Nach dem Abitur 1967 am Goethe-Gymnasium in Neu-Isenburg wollte er ein Architekturstudium an der Technischen Universität Darmstadt beginnen, aber er schrieb sich für Bauwesen ein, da er den Anmeldezeitraum verpaßt hatte – er stellte jedoch sehr schnell fest, dass er kein großes Talent in diesem Bereich besaß. So wechselte er an die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, da er jedoch auch hier den Anmeldezeitraum für Physik verpaßt hatte, begann er mit einem Mathematikstudium und wechselte erst 1968 zur Physik. Nach dem Diplom 1974 am Lehrstuhl Werner Martienssen unter Professor Eckhardt Hoenig – zur gleichen Zeit arbeitete auch Gerd Binnig in der Arbeitsgruppe – wechselte er an das Hochfeldmagnetlabor in Grenoble in die Arbeitsgruppe um Prof. Hans-Joachim Queisser. Er wechselte nach seiner Promotion an die Bell Laboratories in Murray Hill, New Jersey, wo er zunächst als Postdoc beschäftigt war. Er erhielt 1978 eine Festanstellung und wurde 1983 zum Leiter der Abteilung für elektrische und optische Eigenschaften von Festkörpern sowie 1992 zum Direktor des Physikalischen Forschungslabors der Bell Labs ernannt. Er wechselte 1997 an die Columbia University in New York und wurde 1998 zum Professor für angewandte Physik ernannt. Er ist verheiratet mit Dominique Parchet, die er in Grenoble kennengelernt hatte und bei den Vereinten Nationen arbeitet.

Werk

Horst Störmer arbeitete in Murray Hill an zweidimensionalen Elektronengasen. Nachdem er bereits in den ersten Wochen die Idee der Modulationsdotierung mit ausgearbeitet hatte, erhielt er bereits wenige Monate später eine Festanstellung bei den Bell Labs. In Zusammenarbeit mit Daniel Tsui wollte er am 6. Oktober 1981 einen dieser modulationsdotierten Chips im Hochfeldlabor des MIT in Cambridge auf Anzeichen des hypothetischen Elektronenkristalls untersuchen – sie entdeckten jedoch den fraktionierten Quantenhalleffekt. Er wurde 1998 gemeinsam mit Robert B. Laughlin und Daniel Chee Tsui mit dem Nobelpreis für Physik "für ihre Entdeckung einer neuen Art von Quantenflüssigkeit mit fraktionell geladenen Anregungen" ausgezeichnet.

Auszeichnungen


- Otto-Klung-Preis, 1983
- Buckley Award, Amerikanische Physikalische Gesellschaft, 1984
- Benjamin-Franklin-Medaille, 1998
- Nobelpreis für Physik, 1998

Werke


- Magnetolumineszenz von Elektron-Loch-Tropfen in Geranium. - Stuttgart, Univ., Diss., 1977

Weblinks


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- [http://columbia-physics.net/faculty/stormer_main.htm Horst L. Störmer an der Columbia University] Stormer, Horst Ludwig Stormer, Horst Ludwig Stormer, Horst Ludwig Stormer, Horst Ludwig Stormer, Horst Ludwig Stormer, Horst Ludwig Stormer, Horst Ludwig

6. April

Der 6. April ist der 96. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 97. in Schaltjahren) - somit bleiben 269 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 402 - Schlacht bei Pollentia - die Römer unter Stilicho schlagen die Westgoten unter Alarich
- 1320 - Mit der Declaration of Arbroath erklärt Schottland seine Unabhängigkeit von England.
- 1652 - Gründung von Kapstadt als Versorgungsstation für Segelschiffe am Kap der guten Hoffnung auf ihrer Handelsroute nach Indonesien.
- 1782 - Rama I. besteigt als König den Thron von Siam.
- 1841 - John Tyler wird 10. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
- 1869 - Der Kunststoff Zelluloid wird patentiert.
- 1909 - Robert Edwin Peary, Matthew Henson und vier Inuit sollen als erste Menschen den Nordpol erreicht haben.
- 1917 - Nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen 3 Tage zuvor erklären die Vereinigten Staaten dem Deutschen Reich den Krieg.
- 1941 - Invasion der deutschen Wehrmacht in Jugoslawien und Griechenland.
- 1948 - Finnland. Freundschafts- und Beistandsvertrag mit der UdSSR.
- 1973 - Neun europäische Staats- und Regierungschefs beschließen in Paris eine Wirtschafts- und Währungsunion, die 1980 vollendet sein soll
- 1980 - Einführung der Sommerzeit in der Bundesrepublik Deutschland.
- 1992 - Anerkennung der Republik Bosnien und Herzegowina durch die USA und die EU
- 1994 - Der Völkermord in Ruanda beginnt mit dem Abschuss eines Flugzeuges mit dem Staatspräsidenten Juvénal Habyarimana und dem burundischen Staatspräsidenten Cyprien Ntaryamira an Bord.
- 1994 - Frankreich. Einweihung es Eurotunnels unter dem Ärmelkanal durch Königin Elizabeth II. und Staatspräsident François Mitterrand.
- 1999 - Deutschland. Drei Flugzeuge mit insgesamt 600 Kosovo-Albanern an Bord treffen in Nürnberg ein.
- 2002 - Dr. José Manuel Durão Barroso wird Ministerpräsident von Portugal.

Wirtschaft


- 1865 - Im badischen Mannheim wird die BASF gegründet.
- 1965 - Der erste kommerzielle Nachrichtensatellit, Early Bird, wird auf der Spitze einer Delta-D-Rakete gestartet.
- 1999 - Die Pharmakonzerne Astra AB aus Schweden - an der die Wallenberg-Dynastie gut 20 % hält - und Zeneca Group PLC aus Großbritannien fusionieren unter dem neuen Namen AstraZeneca zu einem der größten Pharmakonzerne der Welt.

Wissenschaft, Technik


- 1973 - Die Raumsonde Pioneer 11 startet mit einer Atlas-Centaur-Rakete zur Erforschung der Planeten Jupiter und Saturn ins All.

Kultur


- 1327 - Der italienische Dichter Francesco Petrarca sieht nach eigenen Angaben in der Kirche von St. Claire in Avignon zum ersten Mal die verheiratete Laura. Die Liebe zu ihr lässt ihn in den Folgejahren 317 Sonette schreiben.
- 1813 - Uraufführung der Oper Les Abencérages, ou L'Étendard de Grenade (Das maurische Fürstengeschlecht der A. oder Die Standarte von Granada) von Luigi Cherubini an der Grand Opéra Paris.
- 1837 - Uraufführung der romantischen Oper Die Höhle bei Waverley von Conradin Kreutzer am Josephstädter Theater in Wien.
- 1867 - Uraufführung der Oper Dózsa György von Ferenc Erkel in Budapest.
- 1960 - Die Oper "Die sieben Todsünden des Kleinbürgers" von Kurt Weill wird in Frankfurt am Main uraufgeführt.
- 1974 - Die Musikgruppe ABBA gewinnt mit Waterloo den Grand Prix Eurovision de la Chanson.

Religion


- 1830 - Joseph Smith gründet die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (meist besser bekannt als "Die Mormonen").

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1896 - Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit - 295 Männer aus 13 Nationen nehmen daran teil - werden in Athen durch König Georg I. eröffnet.

Geboren


- 1420 - Georg von Podiebrad, böhmischer König
- 1483 - Raffaelo Santi (Raffael), italienischer Maler
- 1664 - Arvid Horn, schwedischer Politiker und Premierminister
- 1725 - Pascal Paoli, korsischer Freiheitskämpfer
- 1740 - Chamfort, französischer Schriftsteller
- 1806 - Friedrich Wilhelm Ritschl, deutscher Philologe
- 1812 - Aaron Bernstein, deutscher Schriftsteller
- 1812 - Alexander I. Herzen, russischer Publizist
- 1815 - Robert Volkmann, deutscher Komponist
- 1860 - Carl Miller, Kommunalpolitiker in Magdeburg
- 1870 - Oskar Vogt, deutscher Hirnforscher
- 1874 - Harry Houdini, österreichisch-US-amerikanischer Magier
- 1878 - Erich Mühsam, deutscher Dichter
- 1883 - Vernon Dalhart, US-amerikanischer Sänger und Country-Musiker
- 1884 - Walter Huston, kanadischer Schauspieler
- 1885 - Carlos Salzédo, französischer Komponist
- 1888 - Dan Andersson, schwedischer Arbeiterdichter und Lyriker
- 1888 - Gerhard Ritter, deutscher Historiker
- 1888 - Hans Richter, deutscher Künstler
- 1890 - Anton Herman Gerard Fokker, niederländischer Flugzeugbauer
- 1892 - Donald Wills Douglas, US-amerikanischer Flugzeugbauer und Industrieller
- 1892 - Hermann Schäfer, deutscher Politiker
- 1893 - Robert Noorduyn, Pilot und Flugzeugkonstrukteur
- 1895 - Dudley Nichols, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 1897 - Fritz Erpenbeck, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Harold E. Edgerton, US-amerikanischer Ingenieur (Erfinder des Stroboskops)
- 1904 - Erwin Komenda, Automobildesigner
- 1904 - Kurt Georg Kiesinger, deutscher Politiker und Bundeskanzler
- 1909 - Hermann Lang, deutscher Rennfahrer
- 1913 - Carmen Cavallaro, US-amerikanische Musiker und Filmschauspieler
- 1914 - Thor Heyerdahl, norwegischer Anthropologe und Abenteurer
- 1915 - Tadeusz Kantor, polnischer Theaterkünstler
- 1918 - Hans Hürlimann, schweizerischer Politiker
- 1918 - Oskar Kusch, deutscher U-Boot-Kommandant im 2. Weltkrieg
- 1921 - Andrew Imbrie, US-amerikanischer Komponist
- 1921 - Arnold Marquis, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1921 - Heinrich Schmid, schweizerischer Sprachwissenschaftler
- 1925 - Helga Deen, Holocaust-Opfer
- 1926 - Gil Kane, Cartoonist
- 1926 - Ian Paisley, Politiker Großbritanniens
- 1927 - Gerry Mulligan, US-amerikanischer Musiker
- 1928 - Hermann Ebeling, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1928 - James Watson, US-amerikanischer Biochemiker
- 1929 - André Previn, US-amerikanischer Dirigent und Komponist
- 1932 - Günter Herburger, deutscher Schriftsteller
- 1932 - Helmut Griem, deutscher Schauspieler
- 1934 - Ingo Insterburg, deutscher Musikkabarettist
- 1937 - Merle Haggard, US-amerikanischer Musiker
- 1937 - Richard Heß, deutscher Künstler
- 1937 - Billy Dee Williams, Schauspieler
- 1938 - Hedy West, US-amerikanische Musikerin
- 1938 - Paul Daniels, Zauberkünstler
- 1941 - Hans W. Geißendörfer, deutscher Regisseur, Autor und Produzent
- 1942 - Barry Levinson, hat 1988 für Rain Man den Oscar für die beste Regie gewonnen
- 1943 - Julie Rogers, britische Sängerin
- 1944 - Bernd Spier, deutscher Schlagersänger
- 1944 - Christine Lucyga, deutsche Politikerin und MdB
- 1944 - Michelle Gilliam Phillips, US-amerikanische Sängerin
- 1947 - Tony Connor, britischer Musiker
- 1947 - John Ratzenberger, US-amerikanischer Schauspieler
- 1947 - Christel Riemann-Hanewinckel, deutsche Politikerin
- 1948 - Friederike Roth, deutsche Schriftstellerin
- 1949 - Horst Ludwig Störmer, deutscher Physiker
- 1952 - David Hanselmann, deutscher Sänger
- 1952 - Patrick Hernandez, belgischer Sänger
- 1953 - Christopher Franke, Musiker und war Mitglied der erfolgreichen Gruppe Tangerine Dream
- 1957 - Maurizio Damilano, italienischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1963 - Derrick May, Mitbegründer des Detroit Techno
- 1964 - Juliet Cuthbert, jamaikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1965 - Frank Black, US-amerikanischer Musiker
- 1965 - Theresia Bauer, deutsche Politikerin
- 1967 - Chantal Bournissen, Schweizer Skirennläuferin
- 1970 - Olaf Kölzig, deutscher NHL-Eishockeyspieler
- 1973 - Niels Annen, deutscher Politiker
- 1980 - Tanja Poutiainen, finnische Skirennläuferin

Gestorben


- 885 - Method von Saloniki, Slawenapostel
- 912 - Notker I. Balbulus, Dichter und Gelehrter
- 1147 - Friedrich II. (Schwaben), Herzog von Schwaben
- 1199 - Richard I., Herzog von Aquitanien, Herzog von Poitiers, englischer König
- 1520 - Raffael, Maler und Baumeister der Hochrenaissance
- 1528 - Albrecht Dürer, deutscher Maler und Grafiker
- 1551 - Joachim von Watt, Schweizer Humanist, Mediziner und Gelehrter
- 1590 - Francis Walsingham, begründete den britischen Geheimdienst
- 1732 - Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg, Erzbischof des Bistums Trier und des Bistums Mainz
- 1762 - Hermann Werner von Bossart, Priester, Diplomat und Domherr in Köln
- 1790 - Ludwig IX., Gemahl der Henriette Karoline von Pfalz-Zweibrücken
- 1829 - Niels Henrik Abel, norwegischer Mathematiker
- 1833 - Adamantios Korais, griechischer Gelehrter und Schriftsteller
- 1838 - Friedrich Lennig, Dialektdichter
- 1842 - Johann Anton André, deutscher Komponist und Musikverleger
- 1856 - Adolphe Monod, Schweizer reformierter Erweckungsprediger
- 1884 - Emanuel Geibel, deutscher Lyriker
- 1906 - Alexander Lange Kielland, norwegischer Autor
- 1907 - Bernhard Hammer, Schweizer Politiker
- 1910 - Michael Rua, zweiter Generaloberer der Salesianer Don Boscos
- 1912 - Giovanni Pascoli, italienischer Dichter
- 1913 - Adolf Slaby, erste Ordinarius für Elektrotechnik an der TH Berlin
- 1919 - Johann Knief, deutscher Lehrer, Redakteur und Politiker
- 1923 - Michel de Klerk, niederlande Architekt aus den niederlanden
- 1943 - Johannes Wüsten, bildender Künstler, Schriftsteller
- 1944 - E. O. Plauen, deutscher Zeichner
- 1944 - Isolde Kurz, Schriftstellerin und Übersetzerin
- 1947 - Herbert Backe, deutscher Reichsminister für Ernährung in der Endphase des Dritten Reichs
- 1947 - Václav Kaprál, tschechischer Komponist
- 1951 - Halfdan Cleve, norwegischer Komponist
- 1958 - Reinhold Schneider, deutscher Schriftsteller
- 1959 - Anton Diel, deutscher Politiker
- 1961 - Jules Bordet, belgischer Biologe und Immunologe
- 1962 - Wilhelm Schmidt (Bayern), deutscher Politiker und MdB
- 1963 - Karl Scharnagl, Oberbürgermeister von München
- 1963 - Otto von Struve, russisch-amerikanischer Astronom
- 1966 - Emil Brunner, Schweizer reformierter Theologe
- 1970 - Sam Sheppard, Arzt, Justitzopfer
- 1971 - Igor Fjodorowitsch Strawinski, Russisch-US-amerikanischer Komponist
- 1971 - Igor Strawinsky, russisch-US-amerikanischer Komponist
- 1972 - Heinrich Lübke, deutscher Politiker und Bundespräsident
- 1974 - James Charles McGuigan, Erzbischof von Toronto und Kardinal
- 1974 - Willem Marinus Dudok, niederlande Architekt aus den niederlanden
- 1983 - Lutz Heck, Biologe und Zoodirektor
- 1984 - Ral Donner, US-amerikanischer Sänger
- 1990 - Alfred Sohn-Rethel, deutscher Volkswirtschaftler und Industriesoziologe
- 1991 - David Lean, britischer Filmregisseur
- 1991 - Heinrich Draeger, deutscher Politiker und MdB
- 1992 - Isaac Asimov, US-amerikanischer Biochemiker und Science-Fiction-Schriftsteller
- 1993 - Inge von Wangenheim, deutsche Schriftstellerin und Schauspielerin
- 1994 - Cyprien Ntaryamira, Präsident von Burundi
- 1994 - Dieter Oesterlen, deutscher Architekt und Hochschullehrer
- 1994 - Juvénal Habyarimana, Staatspräsident von Rwanda
- 1996 - Greer Garson, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1997 - Stephan Hermlin, deutscher Dichter
- 1998 - Tammy Wynette, US-amerikanische Country-Sängerin
- 2000 - Bernardino Echeverría Ruiz, Erzbischof von Guayaquil und Kardinal
- 2000 - Habib Bourguiba, Präsident Tunesiens
- 2002 - Martin Sperr, niederbayerischer Dramatiker und Schauspieler
- 2003 - Anita Borg, US-amerikanische Computerwissenschafterin und Frauenrechtlerin
- 2003 - Hans Ringier, schweizerischer Unternehmer
- 2004 - Axel Dünnwald-Metzler, deutscher Unternehmer
- 2005 - Konrad F. Reiss, deutscher Manager
- 2005 - Rainier III., Fürst von Monaco regierte 55 Jahre

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Methodius, Bischof, Glaubensbote bei den Slawen (orthodox)

Siehe auch


- 5. April - 7. April
- 6. März - 6. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0406 ja:4月6日 ko:4월 6일 simple:April 6 th:6 เมษายน

Frankfurt am Main

Frankfurt am Main ist mit 657.126 Einwohnern die größte Stadt Hessens und nach Berlin, Hamburg, München und Köln die fünftgrößte Stadt in Deutschland. Frankfurt ist heute eine Weltstadt, eine der reichsten Metropolen Europas und eine Literatur- und Kulturmetropole. Seit 1875 ist Frankfurt Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern. Die städtische Bebauung reicht weit über die eng gezogenen Stadtgrenzen hinaus. Die engere Stadtregion hat etwa 1,8 Millionen Einwohner, die Gesamtregion Frankfurt Rhein-Main ist mit über 5 Millionen Einwohnern nach Rhein-Ruhr die zweitgrößte deutsche Metropolregion. Frankfurt ist Hauptsitz der Europäischen Zentralbank und der wichtigste Finanzplatz Kontinental-Europas. Als Messestadt hat Frankfurt weltweite Bedeutung. Zudem ist es einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas. Seit dem Mittelalter gehört die Stadt ohne Unterbrechung zu den wichtigsten urbanen Zentren in Deutschland. Die zentrale Lage von Frankfurt am Main in Europa trug maßgeblich zum Wachstum des Frankfurter Flughafens bei. Dieser ist einer der wichtigsten Passagier- und Frachtumschlagplätze Europas. Von hier aus bekommt man die größte Anzahl internationaler Anschlüsse weltweit.

Wappen

Blasonierung: Das Wappen zeigt in Rot einen golden gekrönten silbernen Adler. Er ist in Gold und Grau bewehrt und bezungt. Bedeutung: Der Adler symbolisiert den ehemaligen Status der Stadt als freie Reichsstadt. In den 1920ern sollte das Wappen durch eine radikal vereinfachte Version ersetzt werden. Oberbürgermeister Ludwig Landmann wollte sich nach dem Zeitgeist richten und setzte sich für diese expressionistische Fassung des Adlers ein. Der Bevölkerung gefiel dieser Vorschlag allerdings nicht, und schnell wurde wieder das alte Wappen eingeführt.

Geographie

expressionistische expressionistische

Geographische Lage

Die Stadt liegt auf beiden Seiten des Untermains südöstlich des Taunus in Südwestdeutschland zentral zwischen den wichtigsten Wirtschaftsräumen Deutschlands. Im Süden verfügt Frankfurt über den größten Stadtwald Deutschlands. Ihren höchsten natürlichen Punkt hat die Stadt an der Berger Warte auf dem Berger Rücken im Stadtteil Seckbach mit 212 m ü. NN. Ihr tiefster Punkt liegt am Mainufer in Sindlingen bei 88 m ü. NN. Die Stadt liegt am nördlichsten Rand der Oberrheinischen Tiefebene, die von Basel bis ins Rhein-Main-Gebiet reicht. Basel

Nachbargemeinden und Kreise

Frankfurt grenzt im Westen an den Main-Taunus-Kreis (Städte und Gemeinden Hattersheim am Main, Kriftel, Hofheim am Taunus, Kelkheim (Taunus), Liederbach am Taunus, Bad Soden am Taunus, Sulzbach (Taunus), Schwalbach am Taunus und Eschborn), im Nordwesten an den Hochtaunuskreis (Städte Steinbach (Taunus), Oberursel (Taunus) und Bad Homburg v.d. Höhe), im Norden an den Wetteraukreis (Städte Karben und Bad Vilbel), im Nordosten an den Main-Kinzig-Kreis (Gemeinde Niederdorfelden und Stadt Maintal), im Südosten an die Stadt Offenbach am Main, im Süden an den Kreis Offenbach (Stadt Neu-Isenburg) und im Südwesten an den Kreis Groß-Gerau (Städte Mörfelden-Walldorf, Rüsselsheim und Kelsterbach).

Stadtgliederung

Stadtteile und Bezirke

Stadtteile Die Stadt ist in 46 Ortsteile und diese wiederum in 118 Stadtbezirke aufgeteilt. Der flächengrößte Ortsteil ist Sachsenhausen-Süd. Die meisten Stadtteile sind eingemeindete Vororte oder auch ehemalige Städte (zum Beispiel Höchst). Einige, wie das Nordend, entstanden während des rasanten Wachstums der Stadt in der Gründerzeit. Andere wiederum entstanden aus Siedlungen, die bisher anderen Stadtteilen angehörten, wie beispielsweise Dornbusch und Frankfurter Berg. Die 46 Ortsteile sind zu 16 Ortsbezirken zusammengefasst, die jeweils einen Ortsbeirat mit einer/m Ortsvorsteher/in als Vorsitzende/n haben.

Eingemeindungen

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bestand das Stadtgebiet von Frankfurt am Main aus den heutigen Stadtteilen Altstadt, Innenstadt, Bahnhofsviertel, Gutleutviertel, Gallusviertel, Westend, Nordend, Ostend und Sachsenhausen. Ab 1877 wurden zahlreiche selbständige Gemeinden in die Stadt Frankfurt eingegliedert. Siehe auch:

Stadtbild

1877

Altstadt und Innenstadt

1877 Wie bei vielen anderen deutschen Großstädten hat sich Frankfurts Stadtbild nach dem Zweiten Weltkrieg radikal geändert. Dies war bedingt durch die enormen Bombenschäden des Krieges und den darauf folgenden "modernen" Wiederaufbau, dem die Stadt ein "autogerechtes" Straßennetz und eine moderne, aber nicht innenstadttypische Altstadtbebauung verdankt. Von der ehemals größten zusammenhängenden Altstadt Deutschlands ist nur noch wenig übrig, von über 4.000 Fachwerkhäusern überlebte nur eines weitgehend unbeschadet, das Haus Wertheym am Fahrtor. Bereits kurz nach 1900 wurden Straßendurchbrüche (Braubachstraße) und der Abriss ganzer Quartiere (Judengasse) durchgeführt. Die Überreste der historischen Altstadt befinden sich rund um dem Römerberg, einem der bekanntesten Stadtplätze der Bundesrepublik. "Altstadt" ist offiziell das Viertel südlich der Zeil, westlich begrenzt durch die Neue Mainzer Straße, östlich durch das Fischerfeld. In der Altstadt befinden sich auch der Frankfurter Kaiserdom und die berühmte Paulskirche. Ein Grafiker, der das alte Frankfurt des 17. Jahrhunderts detailgetreu in Stadtansichten darstellte, war Matthäus Merian. Matthäus Merian Die heutige Innenstadt, 1333 als Neustadt gegründet, erlebte im frühen 19. Jahrhundert starke Veränderungen. Die barocken Wallanlagen mit ihren großen Bastionen, die seit dem 17. Jahrhundert die Alt- und die Neustadt umfassten, wurden geschleift und stattdessen ein Anlagenring als ringförmiger Park um die alte Stadt geschaffen. Die Neustadt (außerhalb der alten Stadtmauer des 12. Jahrhunderts, der so genannten Staufermauer) wurde neu bebaut. Der Stadtplaner Georg Heß verfasste ein Statut, in dem geregelt wurde, wie sie aussehen sollte. Er verlangte, dass sich die Bauherren an den Stil des Klassizismus zu halten hätten. Ein Beispiel für den Frankfurter Klassizismus ist zum Beispiel das ehemalige Gebäude der Stadtbibliothek, das als „Literaturhaus“ im Originalzustand wiederaufgebaut worden ist. Seit dem 8. Oktober ist es an der "Schönen Aussicht 2", direkt am Mainufer gelegen, für die Öffentlichkeit zugänglich. Dazu kam das "Wallservitut", in dem festgelegt wurde, dass die in Spazierwege umgewandelten Wallanlagen nicht bebaut werden dürften. Diese Bestimmung gilt noch heute, auch wenn die Stadt einzelne Ausnahmen zugelassen hat (Alte Oper, Schauspielhaus, Hilton-Hotel). Alte Oper Alte Oper] Seit den 50er-Jahren etablierte sich Frankfurt als Hochhausstadt. Der Henninger-Turm in Sachsenhausen war 1960 das erste Frankfurter Gebäude, das an Höhe (120 Meter) den Westturm des Kaiserdoms überbot. Die höchsten Hochhäuser der 70er-Jahre (Plaza Büro Center/ Marriott-Hotel, DG-Bank, Dresdner Bank) waren mit rund 150 Metern Höhe die höchsten der Bundesrepublik, der Messeturm erreichte 1990 257 Meter Höhe und war das höchste Gebäude Europas, bis es sieben Jahre später vom 300 m hohen Turm (inkl. Mast) der Commerzbank-Zentrale übertroffen wurde. Neben den Hochhäusern sieht man aber immer noch die prächtigen Filialen der Bankhäuser vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch die Kirchengebäude kann man noch zwischen den Bürohochhäusern erkennen. Durch einen Hochhausrahmenplan wurde versucht, urbanen "Wildwuchs" zu vermeiden. Allerdings waren und sind einzelne Ausnahmen möglich, wie zum Beispiel der Neubau der Europäischen Zentralbank im Ostend. Die radikalste Veränderung außerhalb des Rahmenplans vollzieht Frankfurt im Moment an der Einkaufsstraße Zeil. Dort entsteht derzeit an der Hauptwache auf Europas teuerster Baustelle ein exklusives Einkaufszentrum mit einem Hochhaus-Ensemble auf dem ehemaligen Gelände der Telekom. "FrankfurtHochVier" wird vom niederländischen Projektentwickler MAB vorangetrieben. Dabei soll auch das alte Palais Thurn und Taxis in einem dem Original ähnlichen Zustand neu errichtet und in das moderne Einkaufszentrum mit First Class-Hotel und Büroräumen eingefügt werden.

Gründerzeitliche Bezirke

Das Stadtgebiet wurde außerhalb dieses Ringes kontinuierlich erweitert und so entstanden seit etwa 1830 die Stadtteile Westend, Nordend und Ostend. Nach dem Bau des Hauptbahnhofes entstand in den 1890er Jahren auch das Bahnhofsviertel auf dem Gelände der drei zuvor direkt westlich an den Anlagenring angrenzenden Westbahnhöfe. Bahnhofsviertel Als Wohngebiete wuchsen vor allem die drei erstgenannten enorm. Die Frankfurter Bürger wollten an die frische Luft. Heute lebt gerade mal 1 % der Bevölkerung innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Die Bebauung erfolgte entlang breiter Ausfallstraßen wie der Eschersheimer Landstraße oder der Bockenheimer Landstraße. Üblicherweise wurden vier Stockwerke im Wilhelminischen Gründerzeit-Stil gebaut - und dabei die Gebäude des Klassizismus größtenteils abgerissen und ersetzt. Die um 1890 eingemeindeten Stadtteile wie zum Beispiel Bockenheim und Bornheim wurden in dieses Stadtbild integriert, erhielten neue Straßen und einen Anschluss an die Frankfurter Straßenbahn, konnten aber bis heute ihren eigenen Charakter bewahren. Um die neuen Grenzen der Stadt zu beschreiben, wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts ein zweiter Ring gebaut. Der Alleenring ist heute zu einer stark befahrenen Ringstraße geworden. Neben den Wallanlagen erhielt die Stadt im 19. Jahrhundert weitere Grünanlagen. Im Stadtteil Nordend-Ost befindet sich zum Beispiel der Bethmann-Park mit seinem chinesischen Garten des Himmlischen Friedens. Im Nordend sind auch der Holzhausenpark und der Günthersburgpark gelegen. Weiter westlich im Stadtteil Westend-Nord liegt der Grüneburgpark, im Ostend der Ostpark.

Höchst und die äußeren Stadtteile

Ostend.]] In den 20er-Jahren folgten große Wohnsiedlungen von Ernst May außerhalb des Alleenrings, die das Neue Frankfurt symbolisieren: Die Römerstadt im Norden bei Heddernheim, die große Siedlung Bornheimer Hang im Osten, die Siedlung am Riedhof und die Heimatsiedlung im Süden sind einige Beispiele. Das Stadtgebiet wuchs 1928 durch Eingemeindungen weiter. Die Stadt Höchst am Main bereicherte Frankfurt um eine Altstadt, die noch heute sehr gut erhalten ist. Das älteste Gebäude Frankfurts befindet sich ebenfalls dort, die Justinuskirche. Die spätesten Eingemeindungen fanden 1972 und 1978 im Nordosten statt. Diese Stadtteile haben wohl am wenigsten mit dem Frankfurter Kerngebiet gemein (Kalbach, Harheim, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach; dazu im Osten Bergen-Enkheim). Siehe auch: Liste der Hochhäuser in Frankfurt am Main

Geschichte

Liste der Hochhäuser in Frankfurt am Main] Frankfurt am Main wurde erstmals am 22. Februar 794 in einer Urkunde Karls des Großen für das Regensburger Kloster St. Emmeram erwähnt. In dem in Latein verfassten Dokument heißt es: "...actum super fluvium Moin in loco nuncupante Franconofurd" - "gegeben (ausgestellt) am Flusse Main in einem Orte, genannt Frankfurt." Eine kontinuierliche Besiedlung des Domhügels ist allerdings schon seit jungsteinzeitlicher Zeit nachgewiesen. Am selben Ort entstand in der Folge ein römisches Militärlager und in merowingischer Zeit ein fränkischer Königshof. 843 wurde Frankfurt die zeitweise wichtigste königliche Pfalz der Ostfranken und Ort von Reichstagen. 1220 wurde Frankfurt freie Reichsstadt. Die Goldene Bulle erklärte Frankfurt ab 1356 zur ständigen Wahlstadt der römischen Könige, nachdem hier schon einige Königswahlen stattfanden. Ab 1562 wurde der Kaiser auch in Frankfurt gekrönt, der Letzte war 1792 der Habsburger Franz II.. Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reichs trat Frankfurt dem Rheinbund bei und wurde unter dem Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg die Hauptstadt eines kurzlebigen (1810 - 1813) Großherzogtums Frankfurt. Danach wurde Frankfurt wieder Freie Stadt, diesmal im Deutschen Bund. Dessen Bundestag richtete sich in der Stadt ein. 1848 kam es in den deutschen Staaten zur Märzrevolution. Die einberufene Nationalversammlung tagte in der Frankfurter Paulskirche. Frankfurter Paulskirche Im Deutsch-Österreichischen Krieg nahm Frankfurt für Österreich Partei, wurde dem zu Folge 1866 von Preußen annektiert und verlor so endgültig seinen Status als Stadtstaat; es wurde dem Regierungsbezirk Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau zugeordnet. Als versöhnendes Symbol wurde 1871 in Frankfurt der Deutsch-Französische Krieg mit dem Frankfurter Frieden offiziell beendet. Unterdes erweiterte Frankfurt seine Grenzen und gemeindete zahlreiche umliegende Orte ein. Damit wurde es schließlich sogar für kurze Zeit Deutschlands flächengrößte Stadt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 9.000 Juden aus Frankfurt deportiert. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten gezielte britische Luftangriffe fast die komplette Alt- und Innenstadt. Das bis 1944 nahezu geschlossen mittelalterliche Stadtbild - in dieser Form bereits damals einzigartig für eine deutsche Großstadt - ging aber auch im Zuge eines modernen Wiederaufbaus verloren. Weite Teile der einstigen Altstadt werden heute von Betonbauten der 50er-Jahre geprägt, wo sich einstmals ein Gassengewirr zwischen eng beieinander stehendem Fachwerk erstreckte. Nach Kriegsende richtete die amerikanische Besatzung in der Stadt ihren Hauptsitz ein. Anschließend wurde Frankfurt zum Verwaltungssitz der Trizone. Bei der Wahl zur Bundeshauptstadt unterlag Frankfurt nur knapp und gegen Konrad Adenauers Favoriten Bonn. Ein Parlamentsgebäude war in Frankfurt bereits gebaut worden und beherbergt heute den Hessischen Rundfunk. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Stadt erneut zu einer wirtschaftlichen Metropole und wurde 1999 Sitz der Europäischen Zentralbank. Mehr zur Geschichte der Stadt unter Geschichte von Frankfurt am Main.

Einwohnerentwicklung

Zur Entwicklung der Einwohnerzahl siehe Einwohnerentwicklung von Frankfurt am Main (Tabelle mit Diagramm).

Religionen

Als multikulturelle Vielvölkerstadt verfügt Frankfurt über zahlreiche religiöse Gruppierungen, von denen längst nicht alle offiziell registriert sind. Die autochtonen, traditionell vorherrschenden Religionen Frankfurts sind der lutherische Protestantismus und das Judentum. Obwohl sich die Freie Reichsstadt 1522 der Reformation anschloss, beließ man aufgrund des engen Verhältnisses zum (katholischen) Kaiserhaus der katholischen Gemeinde die volle Glaubensfreiheit. Sie nutzte den Kaiserdom als ihre Gemeindekirche. 1786 wurden auch reformierte Gemeinden zugelassen. Durch die starke Zuwanderung im 19. und 20. Jahrhundert konnten die Katholiken zahlenmäßig nahezu wieder zu den Protestanten aufschließen. Frankfurts evangelisch-lutherische Gemeinden gehören zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (außer Bergen-Enkheim, das zur evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehört). Die katholischen Gemeinden gehören zum Bistum Limburg, außer Bergen-Enkheim (Bistum Fulda), und Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach (Bistum Mainz). Die sehr alte Jüdische Gemeinde Frankfurt ist mit ungefähr 7200 Mitgliedern neben der in Berlin eine der vier großen Gemeinden in der Bundesrepublik. Mehr Details siehe unter Religionen in Frankfurt am Main.

Politik

Hauptartikel: Politik in Frankfurt am Main Die Satzung von Frankfurt und die Hessische Gemeindeordnung bestimmen heute den konstitutionellen Aufbau der Stadt. Frankfurt wird zur Zeit von einem Viererbündnis (CDU, SPD, Grüne und FDP) unter Oberbürgermeisterin Petra Roth regiert. Aktuelle Themen, mit denen sich Magistrat und Stadtverordnete befassen, sind unter anderem der bevorstehende Ausbau des Rhein-Main-Flughafens oder der so genannte Hochhausrahmenplan. Frankfurt ist seit der Bundestagswahl 2002 in die Wahlkreise 183 und 184 aufgeteilt. Direktmandate bekamen Gregor Amann (SPD) und Erika Steinbach (CDU). Über die Landesliste zogen Hans-Joachim Otto (FDP) und Joschka Fischer (Grüne) in den Bundestag ein. Siehe auch: Liste der Stadtoberhäupter von Frankfurt am Main

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften gibt es mit folgenden Städten: Ferner besteht zwischen dem Stadtteil Nieder-Eschbach und der Stadt Deuil-la-Barre (Frankreich) seit 1967 eine Partnerschaft. Freundschaftsverträge gibt es mit folgenden Städten:

Wirtschaft und Infrastruktur

Laut einer Rangliste der Universität Liverpool kann Frankfurt als die reichste Stadt Europas (nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) gelten; es folgen Karlsruhe, Paris und dann München. Frankfurt hat mit 922 Arbeitsplätzen auf 1000 Einwohner die höchste Arbeitsplatzdichte Deutschlands. Die hohe Zahl von ca. 600.000 Arbeitsplätzen bei nur etwa 650.000 Einwohnern ergibt sich durch die große Zahl der Pendler, wodurch das BIP pro Kopf der ansässigen Wohnbevölkerung stark gesteigert wird. Deshalb kann man Frankfurt auch nur tagsüber (an Werktagen und Einkaufssamstagen) als Millionenstadt bezeichnen, andererseits schlägt sich der oben genannte statistische Reichtum tatsächlich in den Kassen umliegender Städte und Gemeinden des "Speckgürtels" wie z.B. von Bad Homburg nieder, die von überdurchschnittlichen Steuerzahlungen ihrer in Frankfurt verdienenden Pendler profitieren. Frankfurt hat sogar seit einer großzügigen öffentlichen Baupolitik in den 80er-Jahren unter den CDU-Oberbürgermeistern Walter Wallmann und Wolfram Brück die höchste Pro-Kopf-Verschuldung (ohne Stadtstaaten) Deutschlands. In einer Rangliste der Großstädte mit der höchsten Lebensqualität belegt Frankfurt weltweit den fünften Platz. Trotzdem hatte die Stadt 2003 die höchste Kriminalität der deutschen Städte. Diese Statistik wird jedoch dadurch verzerrt, dass Frankfurt tagsüber aufgrund der vielen Pendler eine Millionenstadt ist, die Kriminalitätsrate jedoch nur mit 650.000 Einwohnern errechnet wird. Zudem fließen sämtliche Vergehen am Flughafen (wie Schmuggel etc.) mit in die Statistik ein. Tatsächlich ist Frankfurt daher eine sehr sichere Stadt, was Umfragen zur subjektiven Sicherheit der Bevölkerung auch verdeutlichen. Der Frankfurter Flughafen ist die größte Arbeitsstätte Deutschlands.

Verkehr

Fernverkehr

Die Stadt Frankfurt am Main ist dank ihrer einzigartigen zentralen Lage einer der wichtigsten Verkehrsknoten in Europa. Zum einen kreuzen sich am Frankfurter Kreuz, dem meistbefahrenen Autobahnkreuz Europas, die Autobahnen A 5 (Hattenbacher Dreieck - Weil am Rhein) und A 3 (Arnheim - Passau), zum anderen verfügt die Stadt über den Flughafen Frankfurt, einen der größten Flughäfen der Welt mit 51,1 Millionen Fluggästen im Jahr 2004. Flughafen Frankfurt Im Bahnverkehr besitzt Frankfurt mit dem Frankfurter Hauptbahnhof den nach Fahrgästen (etwa 350.000 pro Tag) größten Bahnhof Europas. Seit dem Jahr 2000 ist die ICE-Neubaustrecke nach Köln in Betrieb, die die Fahrzeit zwischen beiden Städten auf 1 1/4 Stunden verkürzt. Nach Fertigstellung der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Köln und Brüssel werden die Finanzzentren Frankfurt und London eine direkte Schnellzugverbindung (durch den Kanaltunnel) erhalten. Zudem wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Paris derzeit ausgebaut. Die Bedeutung im Güterverkehr auf der Schiene ist allerdings zurückgegangen: von den zwei Rangierbahnhöfen ist nur mehr der kleinere in Betrieb (Frankfurt am Main-Ost), während der größere (Frankfurt am Main-Hauptgüterbahnhof) stillgelegt ist und dessen Gelände teilweise von der Frankfurter Messe genutzt wird. Zudem soll auf dem Areal das neue "Europaviertel" entstehen. Jedoch ist Frankfurt weiterhin ein zentraler Logistikstandort und bei der Luftfracht europäischer Marktführer. In der Binnenschifffahrt ist Frankfurt über den Rhein mit den wichtigen Industrieregionen in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden und über den Main-Donau-Kanal mit dem südöstlichen Mitteleuropa verbunden. Main-Donau-Kanal Frankfurt besitzt nach der Umwandlung des Westhafens in ein Wohn- und Büroquartier noch den Osthafen.

Nahverkehr

Das Angebot des ÖPNV in Frankfurt und der Region besteht aus dem S-Bahn-Netz, der teilweise zur U-Bahn ausgebauten Stadtbahn, der Straßenbahn, Omnibussen sowie mehreren Vorort- und Regionalbahnen. Den Hauptbahnhof bedienen alle S-Bahnen, fast alle Straßenbahnen und zwei der sieben U-Bahnen. Weitere wichtige Knotenpunkte sind die Hauptwache, wo sich U- und S-Bahn kreuzen (8 S-Bahnen und 5 U-Bahnen), sowie Konstablerwache (8 S-Bahnen, 4 U-Bahnen und eine Straßenbahnlinie). Dieses sind die zwei Stationen, welche unter der Einkaufsmeile Zeil liegen. Das größte Verkehrsunternehmen für die lokalen Verkehrsmittel in der Stadt ist die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Die Lokale Nahverkehrsgesellschaft traffiQ GmbH übernimmt die Koordination und Bestellung des lokalen Nahverkehrsangebots. Sie ist Partner des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der für die regionalen Verkehre und ein einheitliches Tarifsystem zuständig ist. Durch zahlreiche Stadtautobahnen (teilweise als BAB, teilweise als autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraßen) kann die Stadtregion als für den Individualverkehr überdurchschnittlich erschlossen betrachtet werden.

Elektronische Kommunikation

Auch für das Internet stellt Frankfurt einen wichtigen Standort dar. Hier befindet sich der größte deutsche Internetknoten DE-CIX und die DeNIC. Siehe auch: Wichtige Straßen und Plätze in Frankfurt am Main, Nahverkehr in Frankfurt am Main

Messe

Nahverkehr in Frankfurt am Main Handelsmessen haben in Frankfurt eine lange Tradition. Nach neuesten Erkenntnissen war Frankfurt mit der Frankfurter Messe die erste Messestadt der Welt. Schon im Mittelalter konnten Handelsreisende hier ihre Waren anbieten. Mit Leipzig, dem zweiten großen Messestandort im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation (Leipziger Messe), war Frankfurt durch eine Fernstraße, die Via Regia, verbunden. Wichtige Messen in Frankfurt sind neben der Frankfurter Buchmesse, der Internationalen Automobilausstellung und der Achema auch die Ambiente Frankfurt, die größte Konsumgütermesse der Welt.

Ansässige Unternehmen

Entgegen einer landläufigen Meinung sind in Frankfurt nicht nur Finanzunternehmen ansässig. In kaum einer anderen deutschen Stadt gibt es so viele international führende Unternehmen aus den verschiedensten Branchen. Hier findet man unter anderem Chemiekonzerne, Werbeagenturen, Softwareunternehmen und Call-Center. Frankfurt galt durch die Hoechst AG jahrelang als "Apotheke der Welt". Der Industriepark Höchst ist einer der drei größten Standorte der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Europa. Auch Verbände wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Verband der Elektrotechnik und Informationstechnik (VDE) mit der angeschlossenen elektrotechnischen Normenkommission (DKE im DIN und VDE) und der Verband der deutschen Automobilhersteller (VDA) siedelten sich in Frankfurt an. Zudem hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der auch die Buchmesse organisiert, seinen Sitz in Frankfurt. Die Arbeitnehmerseite ist in Frankfurt mit dem Hauptsitz der IG Metall und der IG BAU vertreten. IG BAU Frankfurt am Main ist aber vor allem als internationaler Finanzstandort und Börsenplatz weltweit bekannt. In der Innenstadt befinden sich die Unternehmenszentralen drei der größten deutschen Banken. Die Deutsche Bank AG liegt in der Mainzer Landstraße in der Nähe der Taunusanlage. Wenige Straßen weiter stadteinwärts kann man die Wolkenkratzer der Commerzbank AG erkennen, von denen der höchste fast 300 Meter in die Höhe ragt. Anders als der Name vermuten lässt, wird auch die Dresdner Bank AG von Frankfurt aus geleitet. Sie gehört jedoch der Allianz AG mit Sitz in München. Ebenso findet sich die größte deutsche Direktbank, die ING-DiBa in Frankfurt. Zudem haben einige bedeutende Privatbanken ihren Hauptsitz in Frankfurt, diese sind das Bankhaus Metzler, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers, Bankhaus Delbrück-Bethmann-Maffei und die BHF Bank. Zu den großen Privatbanken kommen noch die DZ BANK, die Deka die Frankfurter Sparkasse von 1822 sowie die Landesbank Hessen-Thüringen (HELABA) hinzu. Die meisten der beinahe 300 weiteren Banken sind keine inländischen Unternehmen. Mit den von der Deutsche Börse AG betriebenen Handelsplattformen „Frankfurter Wertpapierbörse“ und „XETRA“ ist Frankfurt der zweitgrößte Aktienmarkt Europas und wickelt den Löwenanteil des deutschen Wertpapierhandels ab. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist die Deutsche Börse AG die größte Börse der Welt.

Staatliche Einrichtungen und Organisationen

Frankfurt am Main ist eine Bankenmetropole, auch in Bezug auf staatliche Banken. Neben der Deutschen Bundesbank und der KfW Bankengruppe haben auch die Europäische Zentralbank und das deutsche IFC-Büro (die International Finance Corporation ist Teil der Weltbankgruppe) ihren Sitz in Frankfurt. Außerdem ist Frankfurt Sitz der Deutschen Bibliothek, des Hessischen Oberlandesgerichts sowie des Hessischen Landesarbeitsgerichtes und hat ein eigenes Polizeipräsidium und eine Berufsfeuerwehr mit 7 Feuerwachen. Bis zur Auflösung Ende 2003 war Frankfurt zudem Sitz des Bundesdisziplinargerichts. Frankfurt ist zudem Sitz von 88 Konsulaten. Nur New York und Hamburg haben mehr ausländische Vertretungen, ohne dabei Hauptstadt eines Staates zu sein. China und Russland haben gerade Generalkonsulate in Frankfurt eröffnet.

Medien

Frankfurt, eine der ältesten Zeitungsstädte der Welt, ist Sitz von zwei überregionalen Tageszeitungen mit unterschiedlicher politischer Ausrichtung. Die liberal-konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung unterhält sowohl Redaktion als auch Verlagshaus in der Nähe der Mainzer Landstraße im Stadtteil Gallusviertel. Die linksliberale Frankfurter Rundschau hingegen hat ihr Verlagshaus mitsamt Redaktion seit Juli 2005 in Sachsenhausen. Zudem erscheint in Frankfurt noch eine bedeutende (konservative) Regionalzeitung, die Frankfurter Neue Presse, im Verlag der Frankfurter Societät in direkter Nachbarschaft zum Verlagshaus der FAZ. In Frankfurt erscheint zudem die neue Tageszeitung NEWS Frankfurt aus dem Handelsblatt-Verlag, die vor allem durch ein neues kleines Format (tabloid rheinisch) und ein modernes Layout auffallen möchte. Neben den Tageszeitungen gibt es in der Frankfurter Medienlandschaft noch einige interessante Magazine. Das Journal Frankfurt ist wohl die bekannteste Zeitschrift der Stadt für Veranstaltungen, Feste und so genannte Insidertipps. Wie auch die FAZ und die FNP hat das Journal Frankfurt seine Redaktion im Frankfurter Gallusviertel. Auf "ökologische Zeitschriften" hat sich der Öko-Test Verlag in der "Grünen-Hochburg" Bockenheim spezialisiert. Am bekanntesten ist darunter wohl die gleichnamige Testzeitschrift. Ebenfalls in Bockenheim befindet sich die Redaktion der Satire-Zeitschrift Titanic. Frankfurts ältester Rundfunksender war die 1924 gegründete private Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG. Heute ist das Nachfolgeunternehmen, der öffentlich-rechtliche Hessische Rundfunk mit seinem Funkhaus „Am Dornbusch“ eines der wichtigsten Medienunternehmen für Hörfunk und Fernsehen. Hier befinden sich auch die ARD-Sternpunkte, die die Gemeinschaftsprogramme (beispielsweise Das Erste) über ein Hochleistungsnetzwerk auf die einzelnen Sendeanstalten verteilen. Der US-amerikanische Medienkonzern Bloomberg hat in der Neuen Mainzer Straße in Frankfurts Innenstadt sein Deutschlandstudio. Hinzu kommt noch das Regionalstudio der RTL Group. Auch reine Radiosender senden von Frankfurt aus, etwa Main FM. Ein weiterer privater aber nicht kommerzieller Radiosender ist Radio X. Sein Studio ist unweit der Konstablerwache. Der größte private Radiosender der Region, FFH, hat seinen Sitz in der nahe gelegenen Stadt Bad Vilbel. Ebenfalls in Frankfurt beheimatet ist die Nachrichtenagentur Reuters Deutschland. Sie hat ihre Büros im repräsentativen Messeturm. Auch der US-amerikanische Soldatensender AFN hatte von August 1945 an sein Hauptquartier in Frankfurt. Im Rahmen der Truppenreduzierung wurde aber auch der AFN-Standort Frankfurt aufgegeben: Seit Oktober 2004 sendet das American Forces' Network sein Europa-Programm aus Mannheim.

Bildung und Forschung

In Frankfurt am Main befinden sich zwei Universitäten sowie mehrere Fachhochschulen. Die bekannteste und älteste Universität der Stadt ist die 1914 gegründete Johann Wolfgang Goethe-Universität mit ihren vier Standorten Bockenheim, Westend, Riedberg und Uni-Klinik Niederrad. Daneben existiert noch die Privatuniversität Business School of Finance and Management, die ehemalige Hochschule für Bankwirtschaft. Im künstlerischen Bereich verfügt Frankfurt zum einen über die Staatliche Hochschule für bildende Künste, gegründet 1817 von Johann Friedrich Städel, die später in Besitz der Stadt gelangte und 1942 zur staatlichen Kunsthochschule der freien bildenden Künste erhoben wurde. Die andere bekannte Kunsthochschule ist die aus der 1878 gegründeten privaten Stiftung „Dr. Hoch's Konservatorium“ hervorgegangene Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Die 1971 aus verschiedenen Vorgängereinrichtungen gegründete Fachhochschule Frankfurt am Main bietet Studiengänge mit Schwerpunkt in den angewandten Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften. Eine weitere besondere Einrichtung ist die Philosophisch-theologische Hochschule Sankt Georgen. Die private wissenschaftliche Hochschule in Trägerschaft der Deutschen Provinz der Jesuiten sitzt seit 1950 im Stadtteil Sachsenhausen. Bis September 2003 gab es auch noch die Bibliotheksschule Frankfurt am Main - Fachhochschule für Bibliothekswesen. Sie war eine Verwaltungsfachhochschule für den gehobenen Dienst in wissenschaftlichen Bibliotheken. Zum 30. September 2003 stellte sie ihren Betrieb ein. Des weiteren existieren in der Stadt die Max-Planck-Institute für europäische Rechtsgeschichte (MPIER), Biophysik und Hirnforschung.

Von der Stadt vergebene Auszeichnungen


- Otto-Hahn-Preis
- Frankfurter Gründerpreis

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

Altstadt

Frankfurter Gründerpreis] Drei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt befinden sich nahe beieinander in der Frankfurter Altstadt: Kaiserdom, Römerberg und Paulskirche. Der Kaiserdom St. Bartholomäus mit seinem markanten spätgotischen Westturm war die Wahl- und Krönungsstätte der deutschen Kaiser. Vom Dom zum Römer führte der Königsweg, die Prozessionsstrecke der frisch gekrönten Kaiser zum Festbankett im Rathaus. Vor dem Dom befindet sich heute der Historische Garten mit Ausgrabungen aus römischer und karolingischer Zeit. Der Römerberg ist der zentrale Platz der Altstadt mit dem Rathaus (Römer) aus dem 14. Jahrhundert, der frühgotischen Alten Nikolaikirche und der nach Kriegszerstörung rekonstruierten Häuserzeile auf der Ostseite des Platzes. Zwischen Römerberg und Zeil befindet sich die im 14. Jahrhundert erbaute Liebfrauenkirche. Die Paulskirche ist ein klassizistischer Bau, eröffnet 1789, Ort der Nationalversammlung von 1848/49. Der Paulsplatz ist ein belebter Stadtplatz mit Straßencafés. Die Großmarkthalle (im Dialekt: Gemieskerch) ist ein funktionales Gebäude von klassischer Schönheit von 1928. Die Kleinmarkthalle Frankfurt (1954) ist zugleich Spezialitätenlokal. Weitere Markthallen.

Mainufer und Mainbrücken

1954Die beiden Mainufer entwickeln sich immer mehr zum attraktivsten Stadtraum Frankfurts. Hierzu tragen Projekte wie die Entwicklung des Museumsufers, die Neugestaltung der Uferanlagen oder die architektonisch anspruchsvollen Mainbrücken bei. Der Eiserne Steg, eine Fußgängerbrücke von 1863, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Blick von einer der östlichen Innenstadt-Mainbrücken auf Altstadt und Skyline wird auch in den Medien gern als Illustration für Beiträge aus Frankfurt verwendet (siehe auch das Bild am Anfang dieses Artikels). Zudem wurden in den letzten Jahren zwei große Beachclubs am nördlichen (Galerie Beachclub im Ostend) und südlichen (Kingkamehameha Beachclub in Offenbach) Mainufer eröffnet.

Citykirchen

Ein lebendiges Bild der Stadtviertel mit ihren bis in die Gegenwart reichenden kirchlichen Hochbauten geben die Rundgänge zu den Hauptkirchen der Altstadt. Zu den Hochfesten des Kirchenjahrs findet in den Citykirchen das traditionelle Frankfurter Stadtgeläut statt. Siehe auch: Historische Kirchen in Alt-Frankfurt

Hochhäuser

siehe Hauptartikel: Hochhäuser in Frankfurt am Main Hochhäuser in Frankfurt am Main Als einzige europäische Großstadt neben Moskau, besitzt Frankfurt eine nennenswerte Anzahl von Hochhäusern im unmittelbaren Stadtzentrum. Bekannt sind der Messeturm und das Commerzbank-Hochhaus als derzeit höchster Wolkenkratzer Europas, die Konzernzentralen von Dresdner Bank und Deutsche Bank oder das Gebäude der Europäischen Zentralbank. Das einzige öffentlich zugängliche Hochhaus der Innenstadt ist der Maintower mit seiner Aussichtsplattform 200 Meter über Straßenniveau. Wegen dieser Skyline wird Frankfurt auch manchmal als Mainhattan bezeichnet - eine Anspielung auf Manhattan in New York City. Um die Hochhäuser bauleitplanerisch zu reglementieren, wurde in Franfurt ein Hochhausrahmenplan aufgestellt, der festschreibt, wo und wie Hochhäuser gebaut werden dürfen. Der Architekt Jochem Jourdan hat den Auftrag erhalten diesen Plan zu überarbeiten.

Sachsenhausen

Die erhaltene Altstadt von Sachsenhausen auf der südlichen Mainseite war in den 70er-Jahren ein beliebtes Ausgeh- und Kneipenviertel, seine Attraktivität hatte nach Ansicht vieler aber durch übermäßige Kommerzialisierung gelitten. Besonders der schmerzhafte Besucherrückgang nach dem Wegfall der amerikanischen Militärstandorte machte dem Viertel zu schaffen. Leerstand und Verfall waren seit dem nicht mehr zu übersehen. Es gibt allerdings noch einige traditionelle und teilweise sehr alte Apfelwein-Kneipen. Die Stadt bemüht sich seit einiger Zeit das Viertel wieder voran zu bringen. Dieses Projekt zeigt mit der Renovierung einiger Gebäude bereits erste Erfolge. Ziel ist es neben Kneipen auch kleine Geschäfte und Ateliers zu etablieren um das Viertel auch tagsüber stärker zu beleben. Die Altbauten im nördlichen Sachsenhausen rund um den Schweizer Platz sind eines der beliebtesten Wohnviertel Frankfurts und dementsprechend teuer. Hier stimmt die gewachsene Mischung aus Einzelhandel und Gastronomie. Neben typischen Apfelweinlokalen wie dem Wagner und dem Gemalten Haus finden sich moderne Cocktailbars. Weiter im Süden finden sich Villenviertel wie der Lerchesberg, der in den 60er-Jahren entstand.

Hauptbahnhof und Bahnhofsviertel

Der Hauptbahnhof, eröffnet 1888, ist nicht nur nach Leipzig der größte seiner Art in Europa, sondern dank der riesigen fünfschiffigen Bahnsteighalle, dem erhaltenen Empfangsgebäude und dem unüberschaubaren Gewirr unterirdischer Anlagen auch ein beeindruckendes Bauwerk, eine Sehenswürdigkeit für sich. Das Bahnhofsviertel ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Dort befinden sich unzählige Geschäfte verschiedenster Art aus noch unterschiedlicheren Kulturkreisen. Das Bahnhofsviertel lebt 24 Stunden am Tag, nicht nur wegen des Rotlicht-Milieus. Das Bahnhofsviertel kann auch als ein Musterbeispiel für urbane Probleme angesehen werden. Alkoholiker und Junkies scheinen dort allgegenwärtig. Die Kaiserstraße ist ein städtischer Boulevard, auf dem Reichtum und Elend in nächster Nachbarschaft zu beobachten sind. Weiteres siehe unter Sehenswürdigkeiten in Frankfurt am Main.

Kultur

Museen

Die Stadt bietet ein vielfältiges kulturelles Programm. Dazu zählt die einzigartige Museumslandschaft, die sich auf beiden Seiten des Mains angesiedelt hat. Das Museumsufer auf der Sachsenhäuser Mainseite umfasst bekannte Häuser wie das Städel (Gemälde), das Liebieghaus (Skulpturen), das Museum für Kommunikation, das Deutsche Architekturmuseum (DAM), das Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1967 ist „Internationales Jahr des Tourismus“

Politik und Weltgeschehen


- 1. Januar: Roger Bonvin wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Neuer Intendant der freien Volksbühne in Berlin wird Hansjörg Uzerath
- 13. Januar: Gnassingbé Eyadèma wird Staatspräsident in Togo
- 14. Februar: Erste konzertierte Aktion zur Überwindung der Wirtschaftskrise unter Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller (SPD)
- 21. März: Guyana wird Mitglied in der UNESCO
- 11. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Belgien
- 21. April: Militärputsch in Griechenland
- 29. Mai: Karol Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II. wird zum Kardinal ernannt
- 2. Juni: Berlin: Während eines Staatsbesuchs des Schah des Irans kommt es zu Demonstrationen und schweren Ausschreitungen. Der Student Benno Ohnesorg wird von einem Polizisten erschossen. Der Regierende Bürgermeister Heinrich Albertz tritt am 26. September mit dem gesamten Senat zurück
- 5.: 10. Juni: Sechs-Tage-Krieg zwischen Israel und seinen Nachbarn
- 5. Juni: über der Demokratischen Republik Vietnam wird das 2.000 Flugzeug der USA abgeschossen
- 16. Juni: Das Monterey Pop Festival (16.–18. Juni) in Kalifornien wird zu einem der wichtigsten Konzerte der Rock-Musikgeschichte
- 10. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Trinidad und Tobago sowie zwischen Deutschland und Thailand
- 8. August: Gründung der Vereinigung südostasiatischer Nationen (ASEAN)
- 25. August: Start des Farbfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland
- 3. September: Letzter großer Umstieg von Links- auf Rechtsverkehr (Schweden)
- 29. September: Lesotho wird Mitglied in der UNESCO
- 7. Oktober: Gröditz erhält Stadtrecht
- 9. Oktober: Che Guevara wird von einem Feldwebel der bolivianischen Armee ohne Gerichtsverhandlung erschossen
- 27. Oktober: In Salto di Quirra wird die erste Schweizer Höhenforschungsrakete vom Typ Zenit gestartet
- 9. November: Erster Start der Saturn 5 Rakete, mit der später die erste Mondlandung durchgeführt wurde
- 21. November: Rahmenabkommen zwischen Deutschland und Paraguay über deutsche Entwicklungshilfe
- 23. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Guinea. In Kraft seit dem 13. Juni 1987
- 28. November: El Hadi Omar Bongo Ondimba wird Staatspräsident von Gabun
- 30. November: Ende der britischen Kolonialherrschaft im Südjemen
- 30. November: Ausrufung der Republik Südjemen
- 1. Dezember: Nicaragua. Gründung der deutschen Schule in Managua
- 3. Dezember: Erste Herztransplantation durch Dr. Christiaan Barnard in Kapstadt
- 14. Dezember: Nach einem gescheiterten Gegenputsch gegen die griechische Militärdiktatur geht König Konstantin II. ins Exil
- 30. Dezember: In Großbritannien wird von den katholischen Bischöfen das Verbot des Fleischverzehrs am Freitag aufgehoben

Kultur


- 1. Januar: Gründung des Slowinzischen Nationalparks in Polen
- 17. März: Uraufführung der Oper Mourning becomes Electra von Marvin David Levy an der Metropolitan Opera in New York
- 19. Mai: Uraufführung der Oper Bomarzo von Alberto Ginastera am Lisner Auditorium in Washington (D.C.)
- Der Situationist Guy Debord publiziert “la société du spectacle“, dt. „Die Gesellschaft des Spektakels
- Der Philosoph Jacques Derrida, der Begründer der Dekonstruktion, veröffentlicht “De la grammatologie„ dt. Grammatologie
- Die Hippiebewegung erreicht mit dem Summer of Love einen Höhepunkt
- Gründung des Museum of Contemporary Art in Chicago
- Ostankino-Turm wird fertiggebaut

Katastrophen


- 27. Januar: Bei einem Bodentest einer Apollokapsel verbrennen drei Astronauten auf der Abschußrampe 34 in Cape Canaveral
- 10. Februar: Schweiz. Eine Convair CV 440 der Swissair stürzte während eines Übungsfluges ab. 4 Tote
- 23. Februar: Der Seenotrettungskreuzer Adolph Bermpohl der DGzRS wird von einer schweren Grundsee überrollt, dabei kommen alle vier Besatzungsmitglieder ums Leben
- 18. März: Tankerunglück der „Torrey Canyon“ vor der Küste von Südengland
- 20. April: Nikosia, Zypern. Ein Flugzeug der Swiss Globe Britannia prallte gegen einen Berg. 126 Personen starben
- 24. April: Der Kosmonaut von Sojus 1 kommt beim Absturz der Raumkapsel ums Leben
- 3. Juni: Pyrenäen, Frankreich. Absturz einer DC-6 der British Air Ferry Ltd.
- 3. Juni: Stockport, Manchester, Großbritannien. Eine britische DC-4 auf einem Charterflug von Palma, Mallorca, stürzte beim Landeanflug ins Zentrum des Ortes Stockport, einem Vorort von Manchester. Das Flugzeug zerbrach und die Treibstofftanks explodierten. Die örtliche Feuerwehr und Rettungsdienste waren hoffnungslos überfordert, sodass Personen mit zum Beispiel gebrochenen Beinen hilflos in den Flammen umkamen. 72 der 84 an Bord befindlichen Personen starben
- 19. Juli: Hendersonville, North Carolina, USA. Kollision einer Boeing 727 und einer Cessna 310. Alle 82 Personen starben
- 29. November: Der Sempor-Staudamm bei Kebumen in der gleichnamigen Provinz auf Java (Indonesien) bricht in seiner Bauzeit; durch die Flutwelle kommen 160 bis 200 Menschen um

Sport


- 11. Juni: der italienische Radrennfahrer Felice Gimondi gewinnt den 50. Giro d'Italia
- Eintracht Braunschweig wird deutscher Fußballmeister! Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1. Januar: LTJ Bukem, DJ, Musikproduzent
- 2. Januar: Tia Carrere, Schauspielerin, Sängerin
- 5. Januar: Markus Söder, Generalsekretär der CSU
- 5. Januar: Joe Flanigan, US-amerikanischer Schauspieler
- 7. Januar: Ole Kristian Furuseth, ehemaliger norwegischer Skirennläufer
- 9. Januar: Dave Matthews, australischer Sänger und Gitarrist (Dave Matthews Band)
- 9. Januar: Claudio Caniggia, ist ein ehemaliger argentinischer Fußballspieler
- 10. Januar: Monika Maierhofer, Skirennläuferin,
- 11. Januar: Teoman Alibegovic, Basketballspieler
- 12. Januar: Michael Theurer, deutscher Politiker
- 12. Januar: Takehiko Inoue, japanischer Mangaka (Comiczeichner)
- 14. Januar: Emily Watson, britische Schauspielerin
- 18. Januar: Iván Zamorano, chilenischer Fußballspieler
- 20. Januar: Wigald Boning, deutscher Komiker, Musiker und Moderator
- 29. Januar: Khalid Skah, marokkanischer Leichtathlet
- 30. Januar: Sergei Wladimirowitsch Tschepikow, russischer Biathlet
- 31. Januar: Stefan Beuse, deutscher Schriftsteller
- 31. Januar: Chad Channing, Drummer der Grunge-Band Nirvana
- 1. Februar: Jessica Stockmann, deutsche Schauspielerin
- 4. Februar: Lotto King Karl, deutscher Musiker
- 6. Februar: Hansjörg Weißbrich, deutscher Cutter
- 8. Februar: Matthias Baranowski, deutscher Fußballspieler
- 9. Februar: Edson Cordeiro, brasilianischer Sänger
- 10. Februar: Laura Dern, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. Februar: Anita Wachter, österreichische Skirennläuferin
- 17. Februar: Jewgeni Walerjewitsch Grischkowez, russischer Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur
- 18. Februar: Colin Jackson, ehemaliger britischer Hürden-Sprinter
- 18. Februar: Michael Wittwer, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 18. Februar: Roberto Baggio, italienischer Fußballspieler
- 19. Februar: Benicio del Toro, US-amerikanischer Schauspieler
- 20. Februar: Kurt Cobain, Sänger und Gitarrist der Grunge-Band Nirvana († 1994)
- 20. Februar: Paul Accola, Schweizer Skirennläufer
- 20. Februar: Lili Taylor, US-amerikanische Schauspielerin
- 21. Februar: Silke Knoll, deutsche Leichtathletin
- 21. Februar: Leroy Burrell, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 22. Februar: Alf Poier, österreichischer Liedermacher und Kabarettist
- 22. Februar: