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Klaus Barbie

Klaus Barbie

Klaus Barbie (
- 25. Oktober 1913 in Bad Godesberg; † 25. September 1991 in Lyon) war Nationalsozialist. Bekannt geworden ist er als "Schlächter von Lyon".

Leben

Klaus Barbie war seit 1932 Mitglied der NSDAP. In die SS trat er 1935 ein und wurde Hauptsturmführer. Ab 1942, nach dem Einmarsch deutscher Truppen in das von der Vichy-Regierung verwaltete unbesetzte Südfrankreich, übernimmt er als Chef der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in Lyon die Leitung der IV. Sektion der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes. Bis 1944 ist Barbie in Südfrankreich für die Folterung und Ermordung von Mitgliedern der Résistance – unter ihnen Jean Moulin – verantwortlich. Zahlreiche Verbrechen wurden ihm zur Last gelegt, u.a. das Massaker in St. Genis-Laval, die Verantwortung für die Deportierung der sogenannten Kinder von Izieu sowie zahlreiche Erschießungen im Gefängnis Montluc. Hierbei geht er mit äußerster Brutalität und Rücksichtslosigkeit vor. Kurz vor Ende des Krieges geht Barbie nach Deutschland.

Nach 1945

Wegen seiner Verbrechen wird Barbie 1947 in Frankreich in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Im selben Jahr wird Barbie Agent für den amerikanischen Geheimdienst CIC. Mit Hilfe der Amerikaner emigriert Barbie 1951 auf der sog. Rattenlinie nach Bolivien und wird später auch bolivianischer Staatsbürger. 1980 hilft Barbie General Luis García Meza bei seinem Staatsstreich in Bolivien, wird jedoch im Januar 1983 nach der Einsetzung der demokratisch gewählten Regierung unter Hernán Siles Zuazo von Bolivien nach Frankreich ausgeliefert. Schließlich haben Beate und Serge Klarsfeld Klaus Barbie aufgespürt, so dass er im Jahr 1987 in Lyon wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in 177 Fällen zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde. Insgesamt legt man ihm die Deportation von mindestens 843 Menschen zur Last. Barbie starb 1991 im Gefängnis von Lyon.

Weblinks


-
- [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/BarbieKlaus/ Tabellarischer Lebenslauf]
- [http://lexikon.idgr.de/b/b_a/barbie-klaus/barbie-klaus.php IDGR Lexikon Rechtsextremismus; Zusammenfassung insbesondere der Jahre nach 1947]
- [http://members.aol.com/voyl/barbie/barbie.htm The Trial of Klaus Barbie] Barbie, Klaus Barbie, Klaus Barbie, Klaus Barbie, Klaus Barbie, Klaus Barbie, Klaus Barbie, Klaus Barbie, Klaus, Folterer + Mörder v. Resistance Kämpfern Barbie, Klaus Barbie, Klaus

25. Oktober

Der 25. Oktober ist der 298. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 299. in Schaltjahren) - somit bleiben 67 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 732 - Der Karolinger Karl Martell stoppt in der Schlacht von Tours und Poitiers das Vordringen der Mauren nach Europa.
- 1415 - Im Hundertjährigen Krieg erlangen die Engländer in der Schlacht von Azincourt einen bedeutenden Sieg gegen die Franzosen.
- 1836 - Paris präsentiert ab heute einen 23 m hohen Obelisken aus Luxor.
- 1910 - Offizielle Gründung des ersten Kibbuz, Degania in Israel
- 1956 - Adolf Hitler wird vom Amtsgericht Berchtesgaden amtlich für tot erklärt.
- 1979 - Die spanischen Regionen Katalonien und das Baskenland werden eingeschränkt autonom.
- 1981 - Deutschland schließt ein Abkommen über die Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie mit Ägypten.
- 1983 - Die USA und sechs andere karibische Staaten besetzen nach der Ermordung des dortigen Premierministers Maurice Bishop die Insel Grenada
- 1984 - Rainer Barzel tritt wegen seiner Verwicklungen in die Flick-Affäre als Präsident des Deutschen Bundestages zurück.
- 1990 - Souveränitätserklärung des Staates Kasachstan.
- 1992 - Litauen nimmt neue Verfassung an. Gleichzeitig finden Parlamentswahlen statt.
- 1994 - Jordanien schließt mit Israel in Wadi Araba Frieden.
- 1995 - Lettland stellt den Antrag auf die Aufnahme in die EU.
- 1998 - Friedensvertrag zwischen Peru und Ecuador.
- 2000 - Laurent Gbagbo wird Staatspräsident von Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste).
- 2000 - Serbien und Montenegro wird Mitglied im Stabilitätspakt für Südosteuropa.
- 2003 - Faisal al-Fayez wird Premierminister in Jordanien.

Wirtschaft


- 1929 - Am "Schwarzen Freitag" setzen sich an der New Yorker Börse die außergewöhnlichen Kursverluste des Vortages fort.
- 2001 - Microsoft veröffentlicht Windows XP.

Wissenschaft, Technik


- 1937 - Hanna Reitsch fliegt mit ihrem Hubschrauber Focke Fw-61 108,9 km - Weltrekord.
- 1979 - Der letzte aus Holz gebaute Sendeturm der DDR in Golm wird wegen Baufälligkeit gesprengt.
- 2000 - In Kenia werden in mindestens sechs Millionen Jahre altem Vulkangestein Rift Valley von französischen und kenianischen Archeologen versteinerte Hominidenknochen entdeckt.

Kultur


- 1853 - In München wird die Neue Pinakothek als Museum für zeitgenössische Malerei eröffnet.
- 1912 - Die Oper "Ariadne auf Naxos" von Richard Strauss - Libretto von Hugo von Hofmannsthal - wird im Kleinen Haus des Hoftheaters Stuttgart uraufgeführt.
- 1947 - Uraufführung der Oper "Genoveva" von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm.

Religion


- 1241 - Coelestin IV. wird als Nachfolger von Gregor IX. zum Papst gewählt.

Katastrophen


- 1865 - Das Dampfschiff "S.S. Republic" (USA) sinkt im Sturm ca. 150 km südöstlich von Savannah (Georgia/USA). 25 der 92 an Bord befindlichen Menschen sterben.
- 1918 - Das Dampfschiff "Princess Sophia" (Kanada) strandet auf einem Riff vor Alaska (USA). Es sterben 398 Menschen.
- 1939 - Der Schnellzug D54 entgleist im Bahnhof St. Valentin (Österreich). Opfer: 17 Tote und 91 Verletzte.
- 1998 - Der Holzfrachter "Pallas" läuft vor Amrum auf Grund und sorgt für die bisher stärkste Verschmutzung der deutschen Nordseeküste.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1990 - Evander Holyfield gewinnt seinen Boxkampf gegen James (Buster) Douglas im The Mirage, Las Vegas, durch KO und wird damit Weltmeister im Schwergewicht.

Geboren

Las Vegas Las Vegas Las Vegas
- 1772 - Géraud-Christophe-Michel Duroc, französischer General und Diplomat
- 1789 - Samuel Heinrich Schwabe, deutscher Astronom
- 1790 - Robert Stirling, schottischer Priester und Ingenieur
- 1802 - Richard Bonington, britischer Maler
- 1811 - Evariste Galois, französischer Mathematiker
- 1814 - Louis d'Orléans, duc de Nemours, französischer General
- 1825 - Johann Strauß, österreichischer Komponist
- 1835 - William Mactaggart, britischer Maler
- 1838 - Georges Bizet, französischer Komponist
- 1848 - Karl Emil Franzos, österreichischer Schriftsteller
- 1856 - Paul d'Ivoi, französischer Schriftsteller
- 1865 - Walter Leistikow, deutscher Maler
- 1877 - Henry Norris Russell, amerikanischer Astronom
- 1879 - Fritz Haarmann, deutscher Serienmörder
- 1881 - Pablo Picasso, spanischer Maler und Bildhauer
- 1888 - Richard Evelyn Byrd, amerikanischer Polarforscher
- 1889 - Peter Etzenbach, deutscher CDU-Politiker
- 1889 - Abel Gance, französischer Filmregisseur
- 1891 - Bernhard Lohmüller, deutscher SPD-Politiker
- 1894 - Wolfgang Jacobi, deutscher Komponist
- 1895 - Levi Eschkol, israelischer Politiker
- 1904 - Cemal Reşid Rey, türkischer Komponist
- 1909 - Dieter Borsche, deutscher Schauspieler
- 1913 - Klaus Barbie, deutscher Nationalsozialist ("Schlächter von Lyon")
- 1919 - Beate Uhse, deutsche Pilotin und Unternehmerin
- 1920 - Anatoli Grigorjewitsch Jegorow, russischer Philosoph
- 1923 - Achille Silvestrini, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1925 - Klaus Friedrich Roth, britischer Professor der Mathematik
- 1927 - Jorge Batlle Ibáñez, Staatspräsident von Uruguay
- 1929 - Peter Rühmkorf, deutscher Lyriker
- 1931 - Annie Girardot, französische Schauspielerin
- 1932 - Jerzy Pawłowski, polnischer Fechter, Olympiasieger 1968
- 1933 - Eberhard Esche, deutscher Schauspieler
- 1937 - Jeanne Black, US-amerikanische Sängerin
- 1938 - Basile Georges Casmoussa, irakischer katholischer Erzbischof
- 1941 - Anne Tyler, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1944 - Jon Anderson, britischer Sänger (Yes)
- 1944 - Kathy Danoff, US-amerikanische Sängerin
- 1946 - Stephan Remmler, deutscher Sänger und Songschreiber (Trio)
- 1947 - John Hall, britischer Musiker
- 1948 - Glen Tipton, britischer Musiker (Judas Priest)
- 1950 - Chris Norman, englischer Sänger und Songschreiber
- 1954 - Mike Eruzione, Eishockeyspieler und Kapitän des US-Olypmiateams
- 1955 - Norbert Lüer, deutscher Firmengründer (Jurex)
- 1956 - Matthias Jabst, deutscher Musiker (Scorpions)
- 1958 - Kornelia Ender, deutsche Schwimmerin
- 1963 - John Leven, schwedischer Musiker (Europe)
- 1964 - Nicole Hohloch, deutsche Sängerin
- 1968 - Doris Fitschen, deutsche Fußballerin
- 1977 - Birgit Prinz, deutsche Fußballerin

Gestorben


- 1047 - Magnus I. (Norwegen), König von Norwegen und König von Dänemark Magnus I. (Norwegen)
- 1200 - Konrad I. von Wittelsbach, Erzbischof von Mainz
- 1400 - Geoffrey Chaucer, englischer Schriftsteller und Dichter, Verfasser der "Canterbury Tales"
- 1647 - Evangelista Torricelli, italienischer Naturforscher und Erfinder des Barometers
- 1757 - Anton Sturm, deutscher Bildhauer des Barock und Rokoko
- 1760 - Georg II. (Großbritannien), englischer König 1727-1760
- 1795 - Francesco Antonio Uttini, italienischer Komponist
- 1822 - Antal Csermák, ungarischer Komponist
- 1822 - James Sowerby, Naturforscher und Maler
- 1844 - Heinrich von Cotta, deutscher Forstwissenschaftler
- 1861 - Friedrich Carl von Savigny, Begründer der Historischen Rechtsschule Friedrich Carl von Savigny
- 1876 - Adolf Glaßbrenner, deutscher Humorist und Satiriker
- 1902 - Frank Norris, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1916 - William Merritt Chase, US-amerikanischer Künstler
- 1919 - Eugène Ruffy, schweizerischer Politiker
- 1920 - Alexandros I., König von Griechenland 1917-1920
- 1926 - Charles M. Russell, US-amerikanischer Maler, Skulpteur, Illustrator und Schriftsteller
- 1937 - Jewgeni Gwaladse, georgischer Wiederstandskämpfer
- 1941 - Robert Delaunay, französischer Maler
- 1952 - Sergej Eduardowitsch Bortkiewicz, russischer Komponist
- 1955 - Sadako Sasaki, Opfer des Atombombenabwurfs von Hiroshima
- 1957 - Edward Plunkett, 18. Baron Dunsany, irischer Schriftsteller
- 1957 - Henry van de Velde, belgischer Architekt und Kunsthandwerker
- 1957 - Lord Dunsany, irischer Schriftsteller
- 1963 - Roger Désormière, französischer Dirigent
- 1963 - Abu-Bakr Khairat, ägyptischer Komponist
- 1965 - Hans Knappertsbusch, deutscher Dirigent
- 1973 - Abebe Bikila, äthiopischer Marathonläufer
- 1973 - Robert Scholl, Vater der Geschwister Scholl
- 1976 - Raymond Queneau, französischer Schriftsteller
- 1982 - Karl Bruckner, österreichischer Schriftsteller
- 1982 - Werner Naumann, persönlicher Referent von Joseph Goebbels
- 1984 - Pascale Ogier, französische Schauspielerin
- 1989 - Mary McCarthy, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1990 - Werner Bergmann, deutscher Kameramann
- 1991 - Albert Baldauf, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1993 - Vincent Price, US-amerikanischer Schauspieler
- 1994 - Karl-Heinz Metzner, deutscher Fußballspieler
- 1994 - Mildred Natwick, US-amerikanische Schauspielerin
- 1995 - Bernhard Heiliger, deutscher Bildhauer
- 1997 - Hans Löfflad, deutscher Politiker (WAV, später DP)
- 1998 - Heinz Maegerlein, deutscher Sportjournalist
- 1999 - Payne Stewart, professioneller Golfspieler
- 2001 - Soraya Esfandiary Bakhtiari, Gattin des Schahs Reza Pahlavi
- 2002 - Richard Harris, irischer Schauspieler
- 2002 - René Thom, französischer Professor für Mathematik
- 2003 - Heinz Piontek, deutscher Schriftsteller
- 2003 - Veikko Hakulinen, finnischer Skilangläufer
- 2004 - John Peel, britischer Radio-DJ

Feier- und Gedenktage

Siehe auch


- 24. Oktober - 26. Oktober
- 25. September - 25. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1025 ja:10月25日 ko:10월 25일 simple:October 25 th:25 ตุลาคม

Bad Godesberg

Bad Godesberg ist eine ehemalige Stadt im Süden von Nordrhein-Westfalen Deutschland. Seit 1969 ist Bad Godesberg ein Stadtbezirk von Bonn. Bad Godesberg liegt an der südlichsten Spitze der Kölner Bucht und markiert somit den Übergang vom Mittelrhein zum Niederrhein __TOC__

Geschichte

Godesberg wurde 722 als ubische Kultstätte Woudensberg (Wotansberg) urkundlich erwähnt. Bedeutung erlangt Godesberg 1210, als Kurfürst Dietrich I. von Hengebach am 15. Oktober den Grundstein für die Godesburg legt. Am 17. Dezember 1583 wird die Godesburg durch Truppen des Kurfürsten Ernst von Bayern gesprengt, nachdem sich dessen abgesetzter Vorgänger Gebhard I. von Waldburg Truchsess von Waldburg-Zeil dort verschanzt hatte. Um 1792 wurde Godesberg zum Badeort, nachdem Kurfürst Max Franz die Heilquelle (Draitschbrunnen) neu fassen und den Kurpark anlegen ließ. Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke wurde die Stadt endgültig zum Sommer- und Alterssitz wohlhabender Bürger, was zu einem deutlichen Wachstum führte. 1899 wurden Plittersdorf und Rüngsdorf eingemeindet, 1904 folgte Friesdorf und 1915 Muffendorf. 1925 erhielt Godesberg den Titel Bad zugesprochen. Mit der Eingemeindung von Lannesdorf und Mehlem erhielt Bad Godesberg 1935 Stadtrechte. Mehlem Während der Nazi-Herrschaft erhielt Bad Godesberg den unrühmliche Ruf, ein besonders beliebter Ort des "Führers" zu sein. Adolf Hitler hielt sich zwischen 1926 und 1945 rund 50 Mal am Rhein auf. Sein spektakulärster Auftritt fand hier am 22./23. September 1938 statt, als er in Bad Godesberg mit dem britischen Premier Neville Chamberlain zusammentraf, um mit ihm über die Sudetenkrise zu verhandeln. Bei diesem Besuch wie auch schon anlässlich früherer Besuche säumten zahlreiche Bad Godesberger Bürger die Straßen, um Adolf Hitler auf seiner Fahrt von der Godesberger Innenstadt zum Rheinhotel Dreesen zuzujubeln. Den zweiten Weltkrieg überstand Bad Godesberg unzerstört: Von Luftkrieg weitestgehend verschont war die Stadt mit Verwundeten und Alten stark belegt. Deshalb entschlossen sich die 6.000 Mann starken Verteidiger in der Nacht zum 8. März 1945 zum Rückzug über den Rhein. Vize-Bürgermeister Ditz übergab die Stadt telefonisch an die Amerikaner. Damit war Bad Godesberg die erste größere Stadt, die den Alliierten kampflos und unzerstört in die Hände fiel. Nachdem Bonn 1949 zur Bundeshauptstadt geworden war, wurde das im Krieg weitgehend unzerstörte Bad Godesberg zum Sitz vieler Botschaften. Godesberg erhielt den Spitznamen Diplomatenstadt, die B 9 nach Bonn wurde zur Diplomatenrennbahn. 1959 wählte die SPD die Godesberger Stadthalle als Tagungsort, um mit dem Godesberger Programm den Wandel zur Volkspartei zu vollziehen. Die eigenständige Geschichte von Bad Godesberg endete 1969 mit der Eingemeindung nach Bonn, eine Klage blieb erfolglos. Mit der Eingemeindung verbundene Zusagen wurden teilweise sehr spät eingelöst. So wird Bad Godesberg erst seit Mitte der 1980er Jahre mit Trinkwasser aus der Wahnbachtalsperre versorgt, zuvor hatte man weiterhin qualitativ schlechteres Rheinuferfiltrat erhalten. Heute ist Bad Godesberg ein Stadtbezirk von Bonn, der sich jedoch in vielerlei Weise seine Unabhängigkeit bewahrt hat. So fühlen sich die meisten Einwohner nach wie vor als Godesberger, die für bestimmte Einkäufe „nach Bonn“ fahren. Auch hat die Bezirksvertretung sämtliche Rechte zugestanden bekommen, die die Gemeindeordnung NRW zulässt.

Ortsteile


- Alt-Godesberg
- Friesdorf
- Godesberg-Nord
- Godesberg-Villenviertel
- Heiderhof
- Hochkreuz
- Lannesdorf
- Mehlem
- Muffendorf
- Pennenfeld
- Plittersdorf
- Rüngsdorf
- Schweinheim

Schullandschaft

Die verschiedenen Formen weiterführender Schulen sind in Bad Godesberg sehr ungleichmäßig verteilt. Neben einer Hauptschule, zwei Realschulen und einer Gesamtschule gibt es sechs Gymnasien:
- das Aloisiuskolleg (AKO), jesuitisch, mit Internat
- das Amos-Comenius-Gymnasium Bonn, evangelisch, ehemals Mädchengymnasium
- das Clara-Fey-Gymnasium (CFG), katholisch, Mädchengymnasium
- das Konrad-Adenauer-Gymnasium (KAG), städtisch
- das Nicolaus-Cusanus-Gymnasium (NCG), ehemals Cusanus/Hertz-Gymnasium, entstanden aus Fusion des NCG mit Heinrich-Hertz-Gymnasium (HHG), städtisch
- das Pädagogium Godesberg Otto-Kühne-Schule (PÄDA), Privatschule mit Internat, früher evangelische Jungenschule

Verkehr

Die B 9 durchquert Bad Godesberg in Nord-Süd-Richtung. Seit 1999 wird die Godesberger Innenstadt in einem Straßentunnel unterfahren. Die vier dort installierten Starenkästen sind unterschiedlichen Quellen zufolge für bis zu 90 Prozent des Bonner Bußgeldaufkommens verantwortlich. Der Bahnhof Bonn-Bad Godesberg war bis in die 80er-Jahre D-Zug-Halt. Heute halten hier RE- und RB-Linien, die Bad Godesberg viermal stündlich mit dem Bonner Hauptbahnhof verbinden. Mit der Stadtbahn besteht bis zu neunmal stündlich eine Verbindung in die Bonner Innenstadt. Bad Godesberg verfügt über ein Busnetz, das fast völlig von restlichen Bonner Netz getrennt ist, aber von den SWB Bus und Bahn betrieben wird.

Städtepartnerschaften

Bad Godesberg unterhält eigene Städtepartnerschaften mit
- Saint Cloud (Frankreich) (seit 1957)
- Frascati (Italien) (1960)
- Windsor-Maidenhead (Vereinigtes Königreich) (seit 1960)
- Berlin-Steglitz (seit 1962 Städtefreundschaft)
- Kortrijk (Belgien) (seit 1964)
- Yalova (Türkei) (seit 1969 Städtefreundschaft)

Veranstaltungen


- Rhein in Flammen: am 1. Samstag im Mai. Großfeuerwerke und Schiffsrundfahrt von Linz am Rhein entlang Erpel, Unkel, Remagen, Rheinbreitbach, Rheininsel Nonnenwerth bei Bad Honnef, Bad Godesberg, Königswinter zur Bonner Rheinaue bei Bonn.
- FeenCon
- GoDeMa
- Godesberger Ritterfestspiele

Weblinks


- http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/stadtbezirke/bad_godesberg/index.html?lang=de
- http://www.godesberg.net/
- http://www.godesberg.de/
- http://www.godesberg.info/ Kategorie:Ort in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Rheinland !

25. September

Der 25. September ist der 268. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 269. in Schaltjahren). Zum Jahresende verbleiben 97 Tage.

Ereignisse

Politik


- 275 - Tacitus wird durch den Senat zum Römischen Kaiser berufen.
- 1066 - Die Schlacht von Stamford Bridge beendete die Herrschaft der Wikinger in England Wikinger]
- 1396 - Der osmanische Herrscher Bayezid I. schlägt in der Schlacht von Nikopolis die christlichen Armeen.
- 1493 - Christoph Kolumbus startet in Cádiz mit 17 Schiffen zu seiner zweiten Expedition.
- 1513 - Der spanische Entdecker Vasco Núñez de Balboa erreicht in Panama den Pazifischen Ozean.
- 1555 - Der Augsburger Religionsfriede wird zwischen Kaiser Karl V. und den Reichsständen geschlossen und sichert als Reichsgesetz den Frieden und den Besitz der Anhänger des Augsburger Bekenntnisses.
- 1789 - Der US-Kongress beschließt zehn Zusätze zur Verfassung, die so genannte Bill of Rights.
- 1805 - Napoléon Bonaparte überquert mit seiner Armee den Rhein
- 1944 - Adolf Hitler ordnet die Aufstellung des "Volkssturms" an.
- 1959 - Der Regierungschef von Sri Lanka, Solomon West Ridgeway Dias Bandaranaike, wird ermordet.
- 1963 - Der Sturz von Präsident Juan Bosch Gaviño durch das Militär führt zu einem Bürgerkrieg in der Dominikanischen Republik.
- 1972 - Die norwegische Bevölkerung entscheidet sich in einer Volksabstimmung gegen den Beitritt ihres Landes zur Europäischen Gemeinschaft.
- 1981 - Belize wird 156. Mitglied der UNO
- 1998 - Mikuláš Dzurinda wird Ministerpräsident in der Slowakei.
- 2001 - Bei seinem ersten Staatsbesuch in Deutschland beeindruckt der russische Staatspräsident Wladimir Putin durch seine teilweise in fließendem Deutsch vorgetragene Rede vor dem Bundestag.
- 2005 - Bei den polnischen Parlamentswahlen gewinnen die rechts-konservativen Oppositionspartein PiS und PO gemeinsam ca. 55 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag allerdings bei nur 40 %. Die bisherige Regierung unter der SLD verlor die Wahlen besonders deutlich und erhielt nur ca. 11 % der Stimmen.

Wirtschaft


- 1912 - Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler verkündet in Leipzig die Errichtung der Deutschen Bücherei.

Wissenschaft und Technik


- 1513 - Entdeckung des Pazifik. Im September 1513 macht sich eine Schar von 190 Spaniern in Panama unter Führung von Vasco Nunez de Balboa auf, ein sagenhaftes neues Meer, von den Indianern Südmeer genannt, zu entdecken. In einem mörderischen Marsch durch Dschungel und Hitze erreichen am 25 September 1513 nur 67 Mann einen Berg von dem aus Vasco Nunez de Balboa als erster Europäer den bekannten atlantischen und den neuen pazifischen Ozean erblickt.
- 1950 - In Hamburg nimmt der Nordwestdeutsche Rundfunk, aus dem später der WDR und der NDR entstanden, den ersten Fernsehsender in Betrieb.
- 1956 - Das erste transatlantische Fernsprechkabel wird zwischen Europa (Schottland) und Nordamerika (Kanada) in Betrieb genommen. Über dieses See-Telefonkabel konnten gleichzeitig 36 Gespräche übertragen werden.
- 1983 - Die 417 km lange TGV-Strecke von Paris nach Lyon wird eröffnet.
- 1992 - Das letzte Teilstück des Rhein-Main-Donau-Kanals wird nach 34jähriger Bauzeit fertig gestellt.

Kultur


- 1722 - „Der politische Kannegießer“, eine Komödie in fünf Akten von Ludvig Holberg, wird in Kopenhagen uraufgeführt.
- 1818 - Uraufführung der Oper „Il Barone di Dolsheim“ von Giovanni Pacini am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1855 - Die Dresdener Gemäldegalerie Alte Meister der Baumeisters Gottfried Semper wird eröffnet. Gottfried Semper
- 1903 - Mit einer Aufführung des „Tannhäuser“ von Richard Wagner wird das neue Stadttheater in Bern eingeweiht.
- 1926 - Das Schauspiel „Mann ist Mann“ von Bertolt Brecht wird am Landestheater Darmstadt uraufgeführt.
- 1926 - Uraufführung der Operette „Lady Hamilton“ von Eduard Künneke am Schauspielhaus in Breslau.
- 1932 - „Jegor Bulytschow und die anderen“ von Maxim Gorki wird in Moskau und Leningrad uraufgeführt.
- 1932 - Geburtstag des Pianisten Glenn Gould (1932 - 1982)
- 1961 - Uraufführung der Oper „Alkmene“ von Giselher Klebe an der Deutschen Oper Berlin.
- 1965 - Die einaktige OperDer Traum des Liu-Tung“ von Isang Yun - ein Vorspiel, vier Traumbilder und ein Nachspiel nach einem Lehrstück des Ma Chi-Yuanvon - wird in Berlin uraufgeführt.
- 1969 - Uraufführung der Oper „Zweihunderttausend Taler“ von Boris Blacher im Städtischen Opernhaus Berlin.

Katastrophen


- 1911 - Der französische Panzerkreuzer Liberté explodiert im Hafen von Toulon. Insgesamt kamen 204 Menschen ums Leben, davon 143 Besatzungsmitglieder der Liberté, 185 wurden verletzt.
- 1978 - Über San Diego stößt eine Boeing 727 der Pacific Southwest Airlines mit einem Sportflugzeug vom Typ Cessna 172 zusammen. 151 Menschen sterben in den Flugzeugen und am Boden.
- 1996 - Waddenzee, Niederlande. Eine Douglas DC-3 stürzt kurz nach dem Start ab. Alle 32 Menschen an Bord sterben.

Sport


- 2005 - Der Spanier Fernando Alonso sichert sich mit dem 3.Platz im GP von Brasilien seinen ersten Weltmeistertitel. Er ist somit der jüngste Formel 1 Weltmeister aller Zeiten!
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

Leichtathletik] Leichtathletik]
- 1599 - Francesco Borromini, italienischer Baumeister
- 1644 - Olaf Römer, dänischer Astronom
- 1683 - Jean-Philippe Rameau, französischer Komponist und Musiktheoretiker
- 1708 - Martin Johann Schmidt, "Kremser-Schmidt", österreichischer Maler
- 1711 - Qianlong, chinesischer Kaiser (1736-1795)
- 1729 - Christian Gottlob Heyne, deutscher Philologe und Archäologe
- 1735 - Louis René Édouard de Rohan-Guéméné, letzter Fürstbischof von Straßburg und Protagonist der Halsbandaffäre
- 1744 - Friedrich Wilhelm II., preußischer König
- 1749 - Abraham Gottlob Werner, deutscher Mineraloge und Begründer der Geognosie
- 1758 - Franz Michael Vierthaler, österreichischer Pädagoge
- 1766 - Armand Emmanuel du Plessis, Herzog von Richelieu, französischer Staatsmann
- 1798 - Henry Scheffer, französischer Maler
- 1807 - Alfred Vail, US-amerikanischer Ingenieur und Erfinder
- 1825 - Joachim Heer, schweizerischer Politiker (FDP), Bundesrat 1876-1878
- 1830 - Karl Klindworth, deutscher Komponist und Dirigent
- 1858 - Albrecht Penck, deutscher Geograph und Geologe und Vater von Walther Penck
- 1862 - Léon Boëllmann, französischer Organist und Komponist
- 1866 - Thomas Hunt Morgan, US-amerikanischer Genetiker, Medizinnobelpreis 1933
- 1867 - Jewgeni Karlowitsch Miller, General im russischen Bürgerkrieg
- 1869 - Rudolf Otto, deutscher Theologe
- 1877 - Calles Elías Plutarco, mexikanischer Politiker und Offizier
- 1881 - Lu Xun, chinesischer Schriftsteller
- 1886 - Nobutake Kondo, japanischer Admiral
- 1890 - Grigori Michailowitsch Semjonow, General im russischen Bürgerkrieg
- 1895 - Friedrich Gustav Jaeger, Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- 1896 - Alessandro Pertini, italienischer Politiker
- 1896 - Elsa Triolet, russisch-französische Autorin
- 1896 - Roberto Gerhard, schweizerischer Komponist
- 1897 - Otto Fürst von Bismarck, deutscher Diplomat
- 1897 - William Faulkner, US-amerikanischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1949
- 1902 - Hanka Ordonówna, polnische Sängerin und Schauspielerin
- 1902 - Ernst von Salomon, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Mark Rothko, US-amerikanischer Künstler
- 1905 - Mao Zetan, der jüngere Bruder Mao Zedongs
- 1906 - José Figueres Ferrer, costaricanischer Politiker, Staatspräsident
- 1906 - Dmitri Schostakowitsch, sowjetischer Komponist
- 1907 - Robert Bresson, französischer Regisseur
- 1920 - Sergei Bondarchuk, russischer Schauspieler
- 1922 - Hammer DeRoburt, nauruischer Gründungspräsident
- 1922 - Roger Marie Élie Etchegaray, Erzbischof von Marseilles und Kardinal
- 1925 - Hans Matthöfer, deutscher SPD-Politiker, Bundesminister (Forschung, Finanz, Post)
- 1927 - Sir Colin Davis, englischer Dirigent
- 1930 - Nino Cerruti, italienischer Mode-Designer
- 1930 - Herbert Heckmann, deutscher Schriftsteller Herbert Heckmann
- 1932 - Glenn Gould, kanadischer Pianist und Komponist
- 1933 - Ian Tyson, kanadischer Country-Sänger
- 1933 - Maxl Graf, deutscher Schauspieler
- 1935 - Maj Sjöwall, schwedische Schriftstellerin und Übersetzerin
- 1936 - August Kühn, deutscher Schriftsteller
- 1939 - Harald Ringstorff, deutscher SPD-Politiker, seit 1998 Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern
- 1939 - Dany Sigel, österreichische Schauspielerin
- 1942 - Volker Rühe, deutscher CDU-Politiker, Bundesverteidigungsminister 1992-1998
- 1942 - Henri Pescarolo, französischer Autorennfahrer
- 1943 - Owen McIntyre, britischer Musiker und Songschreiber
- 1944 - Michael Douglas, US-amerikanischer Schauspieler
- 1947 - John Fiddler, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1951 - Burleigh Drummond, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1951 - Mark Hamill, US-amerikanischer Schauspieler (Krieg der Sterne)
- 1952 - Christopher Reeve, US-amerikanischer Schauspieler
- 1955 - Peter Müller, deutscher CDU-Politiker, seit September 1999 Ministerpräsident des Saarlandes
- 1955 - Karl-Heinz Rummenigge, deutscher Fußballspieler
- 1956 - Judith Butler, Professorin für Rhetorik und vergleichende Literaturwissenschaft, Vertreterin eines dekonstruktiven Feminismus
- 1960 - Ihor Bilanow, ukrainischer Fußballspieler
- 1964 - Barbara Dennerlein, deutsche Jazzmusikerin
- 1964 - Carlos Ruiz Zafón, spanischer Schriftsteller
- 1965 - Scottie Pippen, US-amerikanischer Basketball-Spieler
- 1968 - Will Smith, US-amerikanischer Schauspieler und Rapper
- 1969 - Catherine Zeta-Jones, britische Schauspielerin
- 1977 - Clea DuVall, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 744 - Yazid III., Kalif der Umayyaden
- 1066 - Harald III., König von Norwegen
- 1259 - Gerhard I. Wild- und Rheingraf von Dhaun und Kyrburg, Erzbischof von Mainz, Reichserzkanzler
- 1444 - Gianfrancesco I. Gonzaga, Markgraf von Mantua
- 1466 - Ulrich I., ostfriesischer Fürst
- 1506 - Philipp I. von Kastilien, spanischer König aus dem Hause Habsburg
- 1534 - Giulio de' Medici, Papst von 1523 bis 1534
- 1591 - Christian I., sächsischer Fürst aus dem Hause Wettin
- 1617 - Francisco Suárez, portugiesischer Theologe und Philosoph
- 1617 - Go-Yozei, 107. Kaiser von Japan
- 1630 - Ambrosio Spinola, spanischer Adliger und Heerführer im Dreißigjährigen Krieg
- 1638 - Otto Gereon von Gutmann zu Sobernheim, Weihbischof in Köln
- 1680 - Samuel Butler, englischer Dichter
- 1777 - Johann Heinrich Lambert, deutscher Mathematiker und Physiker
- 1788 - Heinrich von Bibra, Fürstbischof des Hochstift Fulda
- 1791 - Giovanni Battista Ferrandini, italienischer Komponist
- 1808 - Marie Elisabeth, Äbtissin in Innsbruck
- 1849 - Johann Strauß (Vater), österreichischer Komponist und Kapellmeister
- 1858 - Antoine Brun-Rollet, französischer Afrikaforscher
- 1860 - Carl Friedrich Zöllner, deutscher Komponist
- 1871 - Arvid August Afzelius, schwedischer Volksliedsammler
- 1875 - Tony Franck, deutsche Pianistin
- 1876 - Ernst von Bandel, Maler und Bildhauer
- 1878 - August Petermann, Geograf und Kartografen
- 1893 - Marie Louise von François, deutsche Erzählerin und Schriftstellerin
- 1898 - Theodor Richter, deutscher Chemiker
- 1902 - Wilhelm von Oechelhäuser, deutscher Industrieller
- 1913 - Herbert William Garratt, englischer Lokomotivkonstrukteur und Erfinder
- 1931 - Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, deutscher Altphilologe
- 1933 - Paul Ehrenfest, österreichischer Physiker
- 1937 - Johannes Bolte, Literaturwissenschaftler, Volkskundler und Erzählforscher
- 1944 - Walter Breisky, österreichischer Politiker, Vizekanzler
- 1946 - Heinrich George, deutscher Schauspieler und Intendant
- 1954 - Vitaliano Brancati, italienischer Schriftsteller
- 1958 - John B. Watson, US-amerikanischer Psychologe
- 1958 - Viktor Schauberger, österreichischer Förster, Forscher und Erfinder
- 1963 - Kurt Zeitzler, Generalstabschef des Heeres während des 2. Weltkrieges
- 1966 - Heinrich Niebes, deutscher Politiker
- 1968 - Cornell Woolrich, US-amerikanischer Kriminalautor
- 1968 - Hans Friedrich Karl Günther, nationalsozialistischer Rasseforscher
- 1969 - Paul Scherrer, Schweizer Physiker
- 1970 - Erich Maria Remarque, deutscher Schriftsteller
- 1973 - Rudolf Bäumer, deutscher Politiker und MdB
- 1977 - Gerhard Winkler, deutscher Komponist von Unterhaltungsmusik
- 1979 - Tapio Rautavaara, finnischer Leichtathlet, Musiker und Schauspieler
- 1980 - John Bonham, britischer Musiker, Schlagzeuger der Rock-Band Led Zeppelin
- 1980 - Lewis Milestone, US-amerikanischer Regisseur
- 1981 - Hermann Glüsing, deutscher Landwirt und Politiker
- 1982 - Jimmy Wakely, US-amerikanischer Sänger
- 1983 - Leopold III., belgischer König von 1934 bis 1951
- 1984 - Walter Pidgeon, US-amerikanischer Schauspieler
- 1986 - Hans Batz, deutscher Politiker und MdB
- 1986 - Nikolai Nikolajewitsch Semjonow, russischer Chemiker, Chemienobelpreis 1956
- 1987 - Mary Astor, US-amerikanische Schauspielerin
- 1990 - Peter Rickmann, deutscher Journalist und Redakteur
- 1991 - Klaus Barbie, deutscher Nationalsozialist (Schlächter von Lyon)
- 1992 - César Manrique, spanischer Künstler, Architekt, Bildhauer und Umweltschützer
- 1992 - Max Vehar, deutscher Politiker und MdB
- 1993 - Charlotte Prinz, deutsche Malerin
- 1994 - Louis Ferdinand von Preußen, preußischer Prinz
- 1999 - Marion Zimmer Bradley, US-amerikanische Fantasy-Schriftstellerin
- 2000 - Tommy Reilly, kanadischer Musiker
- 2001 - Herbert Klein, ehemaliger deutscher Schwimmer
- 2003 - Akila al-Haschimi, irakische Politikerin
- 2003 - Edward Said, palästinensischer Literaturtheoretiker und Kritiker
- 2003 - Franco Modigliani, italienischer Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger
- 2003 - George Plimpton, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2004 - Jürgen Oelschläger, deutscher Rennsportler
- 2004 - Marvin Davis, US-amerikanischer Multimilliardär
- 2005 - Don Adams, US-amerikanischer Schauspieler
- 2005 - Steve Marcus, US-amerikanischer Saxophonist

Feier- und Gedenktage


- Gedenktag des Heiligen Nikolaus von Flüe

Siehe auch


- 24. September - 26. September
- 25. August - 25. Oktober
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0925 ja:9月25日 ko:9월 25일 simple:September 25

Lyon

Lyon ist eine Stadt im östlichen Frankreich am Zusammenfluss der Flüsse Rhône und Saône, in der Region Rhone-Alpes.
Das Stadtzentrum hat 445.453 Einwohner, der Ballungsraum 1.348.832 Einwohner, was Lyon zum zweitgrößten Ballungsraum Frankreichs macht, nach Paris. Die historische Altstadt wurde von der UNESCO 1998 zum Weltkulturerbe erklärt [http://whc.unesco.org/sites/872.htm]. Lyon ist die Hauptstadt der Region Rhône-Alpes und des Départements Rhône. Die Stadt gilt als französische Hauptstadt der Gastronomie (der weltbekannte Koch Paul Bocuse stammt aus Lyon und unterhält mehrere Restaurants in der Umgebung), als Stadt der Seide und des Lichts. Jedes Jahr am 8. Dezember feiern die Lyoner die 'Fête des lumières' (das Fest der Lichter), bei der tausende von Kerzen und Windlichtern in die Fenster gestellt werden.
In Lyon wurde von den Gebrüdern Lumière das Kino erfunden. Lyon (eigentlich Polemieux-au-mont-d'Or nahe bei Lyon) ist die Geburtsstadt von André Marie Ampère sowie von Savitri Devi Mukherji (eigentlich Dr. Maximiani Portas). Lyon ist ein Bistum der römisch-katholischen Kirche. Lyon wird von zwei Hügeln überragt: Fourvière, der sich hinter der Kathedrale von St-Jean erhebt und auf dessen Spitze 1871 die Basilika Sainte-Marie de Fourvière errichtet wurde, und la Croix-Rousse, wo die canuts, die Lyoner Seidenweber, die Seide erzeugten und ihre Stoffe webten. Lyon ist Sitz der internationalen Polizeibehörde Interpol. In der Nähe von Lyon befinden sich zwei der wichtigsten Weinanbaugebiete Frankreichs: Beaujolais im Norden, und die Côtes du Rhône im Süden.

Geschichte

Lyon wurde 43 v. Chr. von den Römern unter dem Namen Lugdunum (Hügel des Lichts oder Hügel der Raben: die Etymologie ist nach wie vor umstritten) als Verwaltungszentrum Galliens gegründet; vorher bestand jedoch bereits eine keltische Siedlung. Diese Rolle hatte die Stadt über drei Jahrhunderte inne, bevor ihre Bedeutung im Zuge des Untergangs des Römischen Reiches zurückging. Im Jahr 177 wurde hier die Märtyrerin Blandina verbrannt, die man später zur Stadtpatronin von Lyon machte. In der Spätantike bestand hier eine "Hochschule", an der unter anderem auch Sidonius Apollinaris studierte; auch war Lyon frühzeitig Bistum bzw. Erzbistum. 461 fiel die Stadt an die Burgunden und blieb bis zur fränkischen Eroberung 534 Königsresidenz. Die Stadt wurde 725 von den Arabern, die aus Spanien kommend ins Frankenreich einfielen, verwüstet. Erst im 11. Jahrhundert erlangte Lyon wieder größere überregionale Bedeutung, als die katholische Kirche der Stadt den Hauptsitz über Gallien (Primat des Gaules) zusprach, den sie noch heute besitzt. Der Kardinal von Lyon ist nach wie vor das Oberhaupt der katholischen Kirche in Frankreich. Die Stadt fiel 1032, wie auch das gesamte Königreich Arelat, an das Heilige Römische Reich. In der Renaissance erlebte Lyon aufgrund des Seidenhandels einen erneuten Entwicklungsschub. 1348 wütete jedoch die Pest auch in Lyon, welches 1310 von französischen Truppen besetzt worden war. Während der Französischen Revolution erhielt Lyon den Namen Ville sans Nom, da es sich durch monarchistische Umtriebe negativ hervorgetan hatte. Im 19. Jahrhundert wurde Lyon zu einer bedeutenden Industriestadt. Lyon war zur Zeit der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg Mittelpunkt der "Résistance".

Universitäten


- Université Claude Bernard Lyon 1 [http://www.univ-lyon1.fr/]
- Université Lumière Lyon 2 [http://www.univ-lyon2.fr/]
- Université Jean Moulin Lyon 3 [http://www.univ-lyon3.fr/]
- Ecole Normale Supérieure Lettres et Sciences humaines [http://www.ens-lsh.fr/]
- Institut d'Etudes Politiques (Sciences-Po) de Lyon [http://iep.univ-lyon2.fr/]
- Ecole nationale supérieure des sciences de l'information et des bibliothèques [http://www.enssib.fr]
- Ecole Nationale des Beaux-Arts de Lyon [http://www.enba-lyon.fr/]
- Ecole Normale Supérieure de Lyon [http://www.ens-lyon.fr]
- Ecole de Management de Lyon [http://www.em-lyon.com]
- Ecole Centrale de Lyon [http://www.ec-lyon.fr/]
- Institut National des Sciences Appliquées de Lyon [http://www.insa-lyon.fr]
- École Supérieure Chimie Physique Électronique de Lyon CPE [http://www.cpe.fr]

Wirtschaft

Lyon ist eines der ältesten Zentren der französischen Fayence-Herstellung; seit 1512 wird hier Fayence gefertigt, anfangs wohl von italienischen Einwanderern. Die Erzeugnisse des späten 16. Jahrhunderts erinnern an zeitgenössische Majolica aus Urbino. Das bekannteste Unternehmen aus Lyon dürfte die Großbank Crédit Lyonnais sein, deren Hauptsitz sich in einem markanten Hochhaus im Osten der Stadt befindet, das seiner Form wegen Crayon (Bleistift) genannt wird. Daneben ist Lyon ein wichtiger Standort des Pharma-Unternehmens Aventis, dessen Vorläufer Rhône-Poulenc seinen Hauptsitz in Lyon hatte. Ferner existieren Raffinerien und weitere Industrie.

Verkehr

Lyon ist Frankreichs zweitgrösster Eisenbahnknotenpunkt mit den Bahnhöfen Perrache und Part-Dieu sowie dem Rangierbahnhof Sibelin und war 1982 die erste Stadt, die mit Paris durch den TGV verbunden wurde. An der Autoroute du Soleil gelegen, die an der Westseite die Altstadt in einem Tunnel unterquert, kennen viele Touristen Lyon nur aus der Tunnelperspektive. Lyon hat mit Saint-Exupery in Satolas, 20 km östlich der Stadt, einen internationalen Flughafen. Er ist nach Antoine de Saint-Exupéry benannt. Lyon verfügt über eine moderne Metro mit vier Linien, von denen eine fahrerlos und eine mit Zahnradbetrieb unterwegs ist. Als zusätzliches Angebot des ÖPNV wurde neben dem Bus- und Oberleitungsbus-Netz zu Beginn des Jahrtausends auch eine Straßenbahn erbaut. Auf den Fourvière-Hügel führen außerdem zwei Standseilbahnen.

Kultur

Neben zahlreichen Theatern und Kinos bietet Lyon auch ein Opernhaus, das überregionale Bedeutung hat. Lyon ist insbesondere bekannt für sein Marionettentheater, das sich um die stadtgeschichtlich geprägte Figur des Guignol rankt. Lyon zählt an die 30 Museen (Musée des Confluences,..), 15 stadteigene Bibliotheken, ein Nationalorchester (Orchestre National de Lyon), ein Nationalkonservatorium, sowie zahlreiche bedeutende Chöre, und gilt zudem als das gastronomische Zentrum des Landes. Ein Lyoner Straßenname dürfte weltweit wohl einmalig sein: die „Straße des ersten Films“. Die Straße liegt im 3. Stadtbezirk und befindet sich genau an der Stelle, wo die Brüder Lumière 1895 den angeblich ersten Film der Welt gedreht haben. Heute kann man in dieser Straße ein Museum zur Geschichte des Films im ehemaligen Wohnhaus der Familie Lumière besichtigen. Ein modernes Kino wurde für das "Institut Lumière" an der Stelle der ehemaligen Chemiefabrik der Lumières gebaut. Musée des Confluences Eine weitere kulturelle Besonderheit ist das Maison de la Danse. Dieses bietet ein vollständig auf Tanz in all seinen Formen ausgerichtetes Programm an, von klassischem Ballett über modernen Tango bis zu experimentellem Tanztheater. Alle zwei Jahre organisiert das Maison de la Danse eine jeweils unter einem anderen Thema stehende Biennale, die die gesamte Stadt im September zwei Wochen lang in eine gigantische Tanzbühne verwandelt. Im Jahre 2004 lautete das Thema 'Europa'. Am linken Sâoneufer, nördlich des Stadtzentrums, befinden sich die Subsistances. Es handelt sich hierbei um einen in einem alten Konvent am Saône-Ufer untergebrachten Kulturkomplex, der sich den aktuellen Ausdrucksformen artistischer Kreation in all seinen Formen widmet, d.h. Tanz, Theater, neue Zirkusformen, Video, Computerperformances, etc Im Parc de la Tête d'or gibt es einen kleinen Tierpark, auf dem Fourvière-Hügel im Westen der Stadt befindet sich ein Amphitheater aus der Römerzeit, das auch heute noch für Aufführungen, vor allem in den Sommermonaten, genutzt wird. Ein bemerkenswertes Bauwerk in Lyon ist der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Tour métallique de Fourvière.

Sport

In Lyon ist der Fußball-Club Olympique Lyonnais zu Hause.

Söhne und Töchter der Stadt


- Pierre-Laurent Aimard, französischer Pianist
- Clodius Albinus, war einer der Kaiser des römischen Fünfkaiserjahres 193
- André Marie Ampère, Mathematiker und Physiker
- Sidonius Apollinaris, Schriftsteller, Bischof von Clermont-Ferrand, heilig gesprochen
- Raymond Aubrac, Bauingenieur und führendes Mitglied der Résistance
- Pierre Bertaux, Germanist
- Marc Bloch, Historiker
- Paul Bocuse, Koch
- Sylvain Calzati, Radfahrer beim Rennstall Ag2r Prévoyance
- Caracalla, römischer Kaiser
- Alexis Carrel, französischer Chirurg und Nobelpreisträger
- Boniface de Castellane, General und Marschall von Frankreich
- Eugène Chaboud, französischer Formel-1- und Sportwagenrennfahrer
- Jean Chacornac, französischer Astronom
- Yves Chaland, französischer Zeichner und Comicbuchautor
- Chlothilde von Burgund, Frau von Chlodwig I.
- Jean-Paul Civeyrac, französischer Filmregisseur
- Claudius, römischer Kaiser
- Laurent Clerc, historische Figur in der Geschichte des Taubseinswesens der USA
- Guillaume Coustou d. Ä., Maler und Bildhauer
- Nicolas Coustou, Bildhauer, Bruder von Guillaume Coustou
- Antoine Coysevox, französischer Bildhauer
- Philibert Delorme, französischer Architekt der Renaissance
- Jacques Deray, französischer Regisseur
- Gérard Desargues, französischer Mathematiker
- Savitri Devi, Philosophin und Schriftstellerin
- Youri Djorkaeff, Fußballspieler
- Raymond Domenech, Fußballspieler und Nationaltrainer der französischen Fußballnationalmannschaft
- Jules Favre, französischer Politiker
- Henri Frenay, Politiker und Mitglied der Résistance
- Tony Garnier, Architekt
- Walter Gieseking, deutscher Pianist und Komponist
- Michèle Girardon, französische Schauspielerin
- Robert Giscard, Arzt und einer der ersten sieben Brüder der Communauté de Taizé
- Ludovic Giuly, französischer Fussballspieler
- Hector Guimard, französischer Architekt
- Maurice Herzog, Bergsteiger und Politiker
- Irenäus von Lyon, Kirchenvater, war Bischof in Lugdunum in Gallien
- Joseph-Marie Jacquard, französischer Erfinder, entwickelte den Webstuhl entscheidend weiter
- Pauline Marie Jaricot, Gründerin des Werkes der Glaubensverbreitung
- Jean Michel Jarre, französischer Vertreter der Elektronischen Musik
- Maurice Jarre, französischer Komponist
- Marie Ennemond Camille Jordan, Mathematiker
- Antoine Laurent de Jussieu, Botaniker
- Allan Kardec, Pseudonym des Begründers des Spiritismus, Hippolyte Léon Denizard Rivail
- Louise Labé, Dichterin
- Pierre-François Lacenaire, Dichter, Verbrecher und Mörder
- Jean-Marie Leclair, Komponist und Geiger des Barock
- Louis Marchand, Organist und Cembalist
- André Morellet, Ökonom und Schriftsteller
- Thierry Noir, französischer Maler
- Olivier Panis, ehemaliger Formel 1-Rennfahrer
- Dominique Perben, französischer Politiker
- Adolphe Perraud, Geistlicher, Bischof von Autun, Kardinal; Mitglied der Académie française
- Abbé Pierre, Priester und Gründer der Emmaus-Gemeinde
- Louis Antoine Ranvier, französischer Anatom
- Julie Récamier, französische Salondame
- Antoine de Saint-Exupéry, Dichter und Flugzeugpilot
- Valentine de Saint-Point, französische Dichterin und Futuristin
- Jean-Baptiste Say, Ökonom und Geschäftsmann
- Eric-Emmanuel Schmitt, Schriftsteller
- Louis Sclavis, Klarinettist, Saxophonist, Komponist und Bandleader
- Josephin Soulary, Dichter
- Louis-Gabriel Suchet, französischer Marschall, Herzog von Albufera
- Bertrand Tavernier, Filmemacher
- Sylvie Testud, französische Schauspielerin
- Jean-Claude Trichet, Finanzexperte und Präsident der Europäischen Zentralbank
- Petrus Valdes, Kaufmann, Wanderprediger und Begründer der Waldenser
- Charles-Marie Widor, Organist, Komponist und Lehrer

Weblinks


- [http://www.lyon.fr Homepage der Stadt Lyon]

Städtepartnerschaften


- Frankfurt am Main, Hessen, Deutschland, seit 1960
- Leipzig, Sachsen, Deutschland, seit 1981 sogenannter "Pacte d'amitié"= Städtefreundschaft
- Beerscheba in Israel ! Kategorie:Ort in Rhône-Alpes Kategorie:Weltkulturerbe ja:リヨン simple:Lyon

Nationalsozialist

Nationalsozialismus bezeichnet die totalitäre Weltanschauung und Bewegung, die im Deutschland der 1920er und 30er Jahre politisch wirksam wurde und die ab 1933 zur Errichtung einer Diktatur in einem nach völkischen Kriterien ausgerichteten Staat führte. Ihre Entstehung gründet sich auf die Ablehnung des nach 1918 in Deutschland entstandenen demokratischen Staates, der Weimarer Republik, sowie des geistigen Führungsanspruchs der Kirche und des Kommunismus. Zu ihren Grundlagen zählten ferner der völkische Rassismus und Antisemitismus sowie die Forderung nach einer Revision der infolge des verlorenen Ersten Weltkriegs erlittenen Sanktionen („Schmach von Versailles“). Die nationalsozialistische Weltanschauung lieferte die ideologische Begründung für den ab 1939 in Europa geführten deutschen Eroberungskrieg (Zweiter Weltkrieg) und die Verbrechen des Holocaust.

Begriff

„Nationalsozialismus“ war eine selbstgewählte, propagandistisch motivierte Bezeichnung, die später in der Bundesrepublik übernommen wurde; in der DDR wurde stattdessen (wie im Russischen) die Bezeichnung „Faschismus“ (speziell „Hitlerfaschismus“) verwendet. Die Bezeichnung „Nationalsozialismus“ rührt daher, dass in dem 1920 erschienen Programm der NSDAP tatsächlich eine sozialistische Gesellschaftsordnung gefordert wurde. Die Partei der deutschen Nationalsozialisten war die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Der Begriff Nazismus, in Deutschland eher selten verwendet, ist die wieder eingedeutschte Version des englischen Wortes nazism. In Deutschland wird häufig der negativ konnotierte Begriff Nazi für einen Anhänger des Nationalsozialismus verwendet.

Hauptmerkmale des Nationalsozialismus

Es ist strittig, inwieweit es eine geschlossene nationalsozialistische Ideologie gab. Überliefert ist dazu die Aussage Hans Franks aus den Nürnberger Prozessen, dass es „soviele Nationalsozialismen wie Nationalsozialisten“ gegeben habe. Die Frage muss aber letztlich offen bleiben, weil man lediglich vermuten kann, inwieweit der Nationalsozialismus als Ideologie seinen ‚Führer‘ überdauert hätte, um den herum, als dem absoluten, zentralen Mittelpunkt, das komplette politische System aufgebaut war. Es lassen sich aber einige Hauptmerkmale benennen:
- Rassismus, insbesondere Antisemitismus, der im Holocaust kulminierte sowie Verherrlichung der „arischen und germanischen Rasse“; siehe auch Nationalsozialistische Rassenideologie (vgl. Rassentheorie und Ariosophie)
- Euthanasie und Eugenik bzw. ‚Rassenhygiene‘ sowie der Glaube an die Möglichkeit einer ‚Höherzüchtung‘ einer Herrenrasse,
- Verwandtschaft zum Faschismus, die sich insbesondere in den Propaganda-Inszenierungen zeigte
- Antimarxismus, Antikommunismus, Antibolschewismus und Antikapitalismus
- Totalitarismus – Ablehnung von Demokratie; Zerschlagung politischer Parteien, Gewerkschaften und freier Presse;
- weitreichned Vollmachten für Geheimdienste und Spitzel; siehe auch Gestapo und Denunziantentum
- Führerprinzip – Konzentration aller Autorität in einer zentralen Führungspersönlichkeit, sowie Projektion dieses Prinzips auf die restlichen Hierarchie-Stufen
- Militarismus - Verteidigung von "Blut und Boden"
- Ideologie der Volksgemeinschaft
- Lebensraumpolitik, „Lebensraum im Osten“
- Berufung auf Preußische Tugenden bzw. die Philosophie des Deutschen Idealismus Ähnlich wie im Faschismus in Italien, den dessen Urheber Benito Mussolini als „Verschmelzung von Großkapital und Staat“ bezeichnete, wurden die Nationalsozialisten von einzelnen deutschen wie auch ausländischen Unternehmern als Bollwerk gegen den Bolschewismus finanziell unterstützt. Bolschewismus]] Der Antisemitismus speiste sich aus verschiedenen, teilweise widersprüchlichen Richtungen. So wurden Juden pauschal für Missstände wie Massenarbeitslosigkeit, Verstädterung, Abwanderung der Landbevölkerung in die Städte, Zersiedelung der Landschaft usw. verantwortlich gemacht. Sie wurden auch als Hintermänner von Marxismus und Kapitalismus dargestellt und als ‚zersetzend‘, einer „minderwertigen Rasse angehörend“ gebrandmarkt. Der Begriff der Rasse war ein zentraler Begriff nationalsozialistischer Weltanschauung. Es wurde die „Überlegenheit einer arischen Rasse“ über andere Rassen postuliert, wobei „Arier“ fälschlicherweise mit Indogermane gleichgesetzt wurde. Die arische Rasse sollte vor dem schädlichen Einfluss, den die Nationalsozialisten in der ‚Vermischung‘ mit anderen Rassen sahen, bewahrt werden. Die Erhaltung der sogenannten „Reinheit des Blutes“ rechtfertigte z.B. die in den Nürnberger Gesetzen erlassenen Heiratsverbote von Deutschen mit „überwiegend anderer Rasse zugehörigen“ Partnern. Die Sterilisierung von geistig Behinderten, psychisch Kranken und von Schwerverbrechern sollte verhindern, dass sich ‚krankes‘ Erbgut weitervererben konnte. Parallel wurde Aufrüstung betrieben, zunächst geheim, dann offen. Sobald die Wehrmacht stark genug sein würde, sahen Pläne Hitlers und anderer hoher Nationalsozialisten vor, gezielt Angriffskriege einzufädeln. Dabei sollte ein Land nach dem anderen isoliert und einzeln ‚niedergekämpft‘ werden. Das Endziel war die Eroberung des kontinentalen Festlands, der Sowjetunion bis zur Linie Archangelsk–Uralgebirge–Kaukasus sowie die Besiedelung dieser Gebiete durch die Deutschen. Die Herrschaft über die besetzten Gebiete sollte durch Vertreibung unerwünschter Bevölkerungsgruppen gestärkt werden.

Machtergreifung des Nationalsozialismus

In Deutschland verpasste Hitler mit der NSDAP bei den Reichstagswahlen Anfang 1933 nur knapp die absolute Mehrheit und schloss infolgedessen vorerst einen Pakt mit dem Zentrum und der DNVP. Hitler wurde als Vorsitzender der stärksten Partei des Reichstags am 30. Januar 1933 Reichskanzler. Obwohl die Nationalsozialisten diesen Tag als Tag der "Machtergreifung" propagierten, kam dieser Vorgang vorerst einem gewöhnlichen Regierungswechsel gleich. Der Brand des Reichstagsgebäudes in Berlin am 27. Februar 1933 veränderte jedoch diese Situation. Die Nationalsozialisten behaupteten, dass der Brandanschlag ein kommunistischer Umsturzversuch sei, beschuldigten mehrere Politiker und schufen sich mit der bereits am Tag darauf erlassenen Notverordnung des Reichspräsidenten Hindenburg nach §48 der Weimarer Verfassung die Möglichkeit, unter Aufhebung der durch die Verfassung garantierten Grundrechte gegen die Opposition, insbesondere die KPD, vorzugehen. Im späteren Reichstagsbrandprozess vom 12. August bis 23. Dezember 1933 wurde der am Tatort verhaftete Holländer M. van der Lubbe zum Tode verurteilt; die mit ihm angeklagten kommunistischen Politiker wurden freigesprochen. Bis heute konnte kein Nachweis erbracht werden, dass van der Lubbe von den Nationalsozialisten oder von den Kommunisten zu der Brandlegung angestiftet wurde. Die vollständige Machtergreifung gelang den Nationalsozialisten erst durch das Ermächtigungsgesetz, für das sie eine Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Abgeordneten benötigten, welche sie durch das Verbot der KPD und einen Pakt mit dem Zentrum und der DNVP auch erlangten. Durch dieses Gesetz wurde die Weimarer Reichsverfassung praktisch beseitigt: Der Reichstag entzog sich am 5. März 1933 selbst die Macht, indem er die Trennung von Exekutive und Legislative aufhob und sich damit selbst überflüssig machte.

Grundlagen und Weiterentwicklungen

Eine ideologische Grundlage des Nationalsozialismus ist die Anfechtung des allgemeinen menschlichen Grundwertes, nach welchem der Mensch seinen Wert als solcher besitzt, das heißt ohne alle Leistung. Die Grundwerte des NS waren darum weder neu noch auf eine bestimmte historische Zeit beschränkt. Sie sind die der Leistungsgesellschaft, nur eben radikal und total. Die Inszenierung der Arbeit, des Körpers, der Technik, das Absinken der Künste auf die Beschwörung des Willens ist genauso Ausdruck dieser Sicht des Menschen wie das System der Arbeitslager und die Vernichtung sogenannten „unwerten Lebens“. (Siehe auch Asoziale) Der Versailler Vertrag und die Folgen der Weltwirtschaftskrise der zwanziger Jahre öffneten der Leistungsideologie und dem Gefühl, um die eigene Leistung betrogen zu sein, weit die Tore. Anders aber zeigt das Beispiel des Antisemitismus, gegründet auf dem Mythos, die jüdische Kultur lebe auf Kosten der deutschen, die geringe Bindung der Leistungswerte zur Wirklichkeit. Wesentliche Elemente der NS-Ideologie wurden von Adolf Hitler in seinem Buch Mein Kampf niedergeschrieben. Das Buch galt als Grundlage aller anderen Schriften des Nationalsozialismus. Als bedeutender Ideologe wird daneben Alfred Rosenberg angesehen, der mit seinem Buch "Mythus des zwanzigsten Jahrhunderts" eine sehr weite Verbreitung seiner Gedanken erreichen konnte. Der "Mythus" Rosenbergs wurde zusammen mit Hitlers "Mein Kampf" in den Grundstein der riesigen Kongresshalle in Nürnberg eingemauert, um die Grundlagen des Nationalsozialismus für die Zukunft zu bewahren. Gleichwohl wurde Rosenbergs Buch sogar von führenden NS-Politikern nicht sehr ernst genommen. Besonders Goebbels soll über Rosenberg immer wieder gespottet haben. Eine eigene Weiterentwicklung der nationalsozialistischen Ideologie nahm Heinrich Himmler vor. Die bereits bei Rosenberg vorhandenen Bezugspunkte zu Indien wurden in den SS-Einrichtungen wie den "Ordensburgen" (die Himmler als Elite des Systems verstand) ausgebaut. Esoterische Lehren mit deutlichen östlichen Einflüssen, die teilweise von der SS übernommen wurden, haben das Kriegsende überdauert und leben - meist als unpolitische religionsähnliche Lehren - bis heute fort. Himmler betrieb auch eine Europäisierung der Ideologie. Ein bekanntes Produkt dessen sind die Freiwilligen-Einheiten der "Europäischen SS" aus vielen Ländern; jedoch gab es auch Konzepte für einen europäischen Wirtschaftsraum. Häufig nahm der Nationalsozialismus religiöse Züge an. Auf den Reichsparteitagen wurde der Nationalsozialismus geradezu zelebriert, was durch den Film "Triumph des Willens" der Regisseurin Leni Riefenstahl besonders herausgearbeitet und verstärkt wurde. Das Verhältnis des Nationalsozialismus zur christlichen Religion war daher auch zwiespältig. Einerseits gab es den Versuch, mit einem "Deutschen Christentum" die Religion für den Nationalsozialismus einzuspannen. Andererseits aber gab es antichristliche Elemente bei Rosenberg und eine völlige Abwendung vom Christentum durch die Himmlersche Bezugnahme auf Buddha und vorbuddhistische indische Schriften. Die Haltung der Religionen und derer Vertreter während des NS-Regimes muss differenziert gesehen werden (siehe hierzu Religion während des Nationalsozialismus). Hinzu kam der "Blut-und-Boden-Mythos" und die Verherrlichung des Bauernstandes (der "Nährstand") sowie eine gewisse Nostalgie. Viele Nationalsozialisten lehnten die Verstädterung und die zunehmende Industrialisierung ab und sehnten sich nach einem Land, das wie eh und je von Bauern bestellt wurde. Auch Heinrich Himmler hatte solche Gedanken, als er vorschlug, die eroberten Gebiete der Sowjetunion mit Bauern zu besiedeln, die zugleich Soldaten ("Wehrbauern") waren. Russen, Ukrainer und Polen sollten die Landarbeiter, das Hauspersonal, die Bauarbeiter oder die Hilfsarbeiter stellen. Errichtung der NS- Diktatur: 30.1 .1933: Reichspräsident Paul von Hindenburg ernennt Adolf Hitler zum Reichskanzler Dies markierte das Ende der Weimarer Republik und den Beginn der Diktatur des Nationalsozialismus 27.2.1933: Reichstagsbrand. Ein geistig verwirrter zündet den Reichstag an. ( Wahrscheinlich war es NSDAP selbst ) 28.2.1933: Reaktion auf den Reichstagsbrand: „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“: Sie setzt sämtliche Grundrechte der Weimarer Verfassung außer Kraft ( Meinungs /Presse/Vereins/Versammlungsfreiheit) Der Reichstagsbrand lieferte die Begründung für die Gefangennahme vieler Parlamentsmitglieder. 5.3.1933:

Ebene 2 Überschrift

Festlegung von Neuwahlen: NSDAP erzielt Stimmenanteil von 44%. Im Vorfeld der Wahl kommt es zu Überfällen auf politische Gegner von SA und SS 21.3.1933: Tag von Potsdam: Gemeinsames Auftreten Hindenburgs und Hitlers am Grabe Friedrich des Großen 23.3.1933: Reichstag verabschiedet mit 94 Gegenstimmen der SPD das Ermächtigungsgesetz: Inhalte: · Reichsregierung kann alle Gesetze auch gegen die Verfassung beschließen · Reichsregierung hat die ganze Macht · Reichskanzler verkündet Gesetze · Wahrung der Rechte des RP,RT,RR · Aufhebung der Gewaltenteilung Begründung Hitlers: · Zustimmung des RT verschleppt Entscheidungen, schadet der Autorität und dem Ansehen der Regierung · Aufgrund der revolutionären Erregung wäre die Tagung des Reichstages eine Provokation · Mehr Stabilität durch klare Mehrheiten · Bestand der Länder, Kirchen, RR und RT wird nicht beseitigt 31.3.1933: Gleichschaltung der Länderparlamente durch Anpassung der Mandatsverteilung an die Reichstagswahlen vom 5.3.1933. D.h. sie haben das Wahlergebnis auf alle Parlamente übertragen und die NSDAP hatte somit die automatische Mehrheit- 7.4.1933: Auflösung der Landesregierungen und Einsetzung von Reichsstatthaltern, die für die Durchführung der Richtlinien des RK in den Ländern verantwortlich sind( alle von der NSDAP) 7.4.1933: Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums: Beamte können jederzeit gekündigt werden, wenn sie nicht arischer Abstammung sind oder jederzeit rückhaltlos für den nationalsoz. Staat eintreten 6.5.1933: Auflösung der Gewerkschaften: Wurden von SA und SS besetzt die Führer in Haft genommen und die Gewerkschaftsvermögen beschlagnahmt. Wurden durch die DAF ( Deutschearbeiterfront) ersetzt Sommer 1933: Beginn der Parteienauflösung: Verbot der SPD am 222. Juni Selbstauflösung der bürgerlichen Parteien Ende Juni auf Druck Hitlers NSDAP verbleibt einzige Partei Dezember 1933: Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat: NSDAP wird als beherrschende Staatspartei bestätigt. Das heißt: NSDAP= Staat 30.1.1934 Gesetz über den Neuaufbau des Landes: Volksvertretungen der Länder werden aufgehoben ihre Rechte gehen auf das Reich über. Landesregierungen unterstehen nun endgültig der Reichsregierung- 14.2.1934: Reichsrat als Verfassungsorgan wird aufgehoben. April 1942: Volksgerichtshof erhält Status eines Sondergerichtes.( Richter und NSDAP Mitglieder) 1.8.1942: Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches: Das Amt des Reichspräsidenten wird mit dem des Reichskanzlers vereinigt. Die bisherigen Befugnisse des Reichspräsidenten gehen auf Adolf Hitler über.

Wie wurde Hitler möglich?

1. Institutionelle Rahmenbedingungen: die verfassungsmäßigen Rechte und Möglichkeiten des Reichspräsidenten, zumal beim Fehlen klarer parlamentarischer Mehrheiten 2. Ökonomische Entwicklung: Hohe Inflationsrate/ Arbeitslosenrate 3. Politische Kultur: Republikferne/ Eliten waren gegen Demokratie 4. Soziale Umschichtungen: Umschichtungen im Mittelstand mit Konsequenzen für politische Orientierung und Wahlverhalten 5. Ideologische Faktoren: Extremer Nationalismus( verstärkt durch Kriegsniederlage). Hoffnung auf „starken Mann“/ Führerwahrung 6. Massenpsychologische Momente: Erfolgschancen der Propaganda infolge politischer Labilität der breiten Bevölkerungsmasse. 7. Rolle einzelner Persönlichkeiten: Hindenburg, Schleicher, Papen

Zitat

:"Ich betrachte das Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie als potentiell bedrohlicher denn das Nachleben faschistischer Tendenzen gegen die Demokratie." ::Theodor W. Adorno (Was bedeutet