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| Lockerbie |
LockerbieLockerbie ist eine Kleinstadt im schottischen Verwaltungsbezirk Dumfries und Galloway. In Lockerbie leben etwa 10.000 Menschen (Stand: 2004).
Am 21. Dezember 1988 explodierte über dem Ort an Bord des Pan-Am-Fluges 103 eine Bombe aus 340-450 Gramm Plastiksprengstoff. Der im vorderen Frachtraum platzierte Sprengkörper löste eine Kettenreaktion aus, die innerhalb kürzester Zeit das Flugzeug zerstörte. Windböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 186 km/h verteilten Passagiere und Flugzeugtrümmer über 130 km Länge auf einer Fläche von etwa 2.100 km². Der Anschlag an Bord der Maschine kostete 259 Menschen aus 21 Ländern das Leben. Ebenso starben elf Bewohner aus Lockerbie beim Absturz der Boeing 747, als sich ein Tragflügel mit den Kerosintanks in dem Wohngebiet Sherwood Crescent in die Erde bohrte und explodierte.
Die Lockerbie-Katastrophe führte zu der größten kriminalgeschichtlichen Untersuchung der britischen Justiz. Bis zu dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 galt er als schwerste symbolische Attacke gegen die USA, da sich an Bord 189 US-Amerikaner befunden hatten. Nach dreijährigen Ermittlungen seitens der schottischen Polizei und des FBI, die 15.000 Zeugenaussagen beinhalteten, wurde am 13. November 1991 Anklage gegen den libyschen Geheimdienstoffizier und Sicherheitschef der Lybian Arab Airlines (LAA), Abdel Basset Ali al-Megrahi erhoben. Mitangeklagt wurde der Flughafendirektor der LAA in Malta, Lamin Khalifah Fhimah. Am 31. Januar 2001 wurde Abdel Basset Ali al-Megrahi schuldig gesprochen, den Anschlag geplant zu haben. Drei schottische Richter verurteilten ihn wegen Mordes zu 27 Jahren Haft. Al-Megrahis Einspruch gegen das Urteil wurde am 14. März 2002 zurückgewiesen, einen weiteren Einspruch erklärte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EuGHMR oder EGMR) im Juli 2003 für unzulässig. Al-Megrahi verbüßt seine Haftstrafe im Greenock-Gefängnis in der Nähe von Glasgow und beteuert weiterhin seine Unschuld.
Fhimah wurde in dem Prozess freigesprochen.
Ende 2003 bekannte sich die libysche Regierung dazu, den Terroranschlag unterstützt zu haben und sagte Entschädigungszahlungen zu.
Eine wichtige Ergänzung: Der mittlerweile im Ruhestand befindliche ehemalige schottische Polizeichef, in dessen Gebiet der Ort Lockerbie liegt, hat im August 2005 den Anwälten von al Megrahi eine Eidesstattliche Erklärung abgegeben, nach welcher das einzige "Indiz" in dieser Sache, ein Splitter-Teil eines elektronischen Zeitzünders, das angeblich unter den Flugzeugtrümmern gefunden worden war, kein wirkliches Fundstück sei, sondern von US-amerikanischer Seite "gelegt" worden wäre, um eine Anklage gegen den Libyer und vor allem Beschuldigungen gegen die libysche Regierung zu ermöglichen. (rbi-aktuell)
Dieser Umstand läßt auch Rückschlüße auf die tatsächliche Ursache des libyschen "Bekenntnisses" von 2003 zu, welches nach der Besetzung des Irak durch US- und britische Truppen erfolgte.
Kategorie:Ort in Schottland
Kategorie:Anschlag
- siehe Diskussion:Lockerbie! --Flominator 12:34, 11. Jul 2005 (CEST)
[http://members.aol.com/seaeje/PA103/ Pan Am Flug 103 - Die Katastrophe von Lockerbie (Chronik)]
th:ล็อคเกอร์บี
Schottland
Schottland (Gälisch: Alba, lat.-kelt.: Caledonia) ist ein Land im Nordwesten Europas und Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil auf Großbritannien und mehreren Inselgruppen, nämlich den Shetlandinseln, Orkney und den inneren und äußeren Hebriden.
Geografie
Schottland bildet den nördlichen Teil der Insel Großbritannien und bedeckt etwa ein Drittel der Fläche. Schottland teilt sich in drei geografische Regionen auf: die Highlands, die Lowlands und die Southern Uplands. Der höchste Berg Schottlands (und ganz Grossbritanniens) ist der Ben Nevis, bei Fort William. Er gehört zu den Munros.
Die südlich gelegenen Lowlands sind aufgrund des leichteren Zugangs zu diesen Regionen stärker von England geprägt. So ergaben sich die kulturellen Unterschiede in den beiden Gebieten.
Die bevölkerungsreichste Gegend ist der sogenannte Central Belt zwischen Edinburgh und Glasgow.
Bevölkerung
Die Schotten stammen ethnisch von den Angelsachsen, Kelten und Skandinaviern ab, haben zum Teil aber auch irische Einflüsse. Die meisten sprechen Englisch oder Lowland Scots, auch als 'Lallans', d.h. 'Lowlands' bekannt. Eine Minderheit, größtenteils vertreten auf den westlichen Inseln, spricht noch schottisches Gälisch. Vor der Vereinigung mit England im Jahr 1707 wurde Lowland Scots in den Gerichten und im schottischen Parlament gesprochen.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Schottlands
- seit ca. 10.000 v. Chr. erste Zuwanderung über die Landbrücke, welche bis etwa 4.000 v.Chr. die Britischen Inseln mit dem europäischen Festland verbindet und dann durch den Meeresanstieg aufgrund des Abschmelzens der eiszeitlichen Gletscher verschwindet. Die frühesten Einwohner sind mesolitische Jäger und Fischer bzw. ab etwa 4.500 v.Chr. einwandernde neolitische Bauern.
- 6.000 v. Chr. Früheste archäologische Hinweise auf menschliche Siedlungen und Kultstätten.
- 82-208 n. Chr. Die Römer marschieren mehrmals in die Region ein, können aber keine dauerhafte Herrschaft aufrichten. Der Hadrianswall wird in den Jahren 122 bis 128 zwischen den Mündungen von Tyne und Solway gebaut und wird zur endgültigen Nordgrenze von Römisch-Britannien.
- 503 Die Skoten, Kelten aus Irland, landen an der Westküste Schottlands.
- 843 Kenneth Mac Alpin vereint die Skoten und Pikten als eine Nation. Diese keltische Monarchie dauert bis zum Ende der Regentschaft von Macbeth im Jahre 1057.
- 1057 Malcolm III. tötet Macbeth und wird König. Unter seiner Herrschaft wird der englische Einfluss stark.
- 1296 Annexion Schottlands durch den englischen König Edward I.
- 1314 Schlacht von Bannockburn: Die Schotten unter Robert the Bruce schlagen die Engländer, angeführt von Edward II.
- 1320 Die Declaration of Arbroath wird aufgesetzt. Sie soll den Papst dazu bringen, die schottische Unabhängigkeit von England anzuerkennen. Der Papst akzeptiert die Erklärung.
- 1603 James VI. von Schottland, Sohn Maria Stuarts, wird König James I. von England. So werden die beiden Kronen vereinigt. Schottland und England bleiben separate Königreiche unter einem Monarchen.
- 1692 Beim Massaker von Glencoe werden 38 Mitglieder des MacDonald Clan auf Anordnung der englischen Regierung in einer Strafaktion ermordet. Dieses Ereignis hat sich tief in das schottische Nationalbewusstsein eingebrannt.
- 1707 Act of Union: Schottland wird formal mit England zum Königreich Großbritannien vereinigt. Schottland löst sein Parlament auf und schickt Abgeordnete ins Parlament von Westminster.
- 1746 Schlacht bei Culloden: Der von Prinz Charles Edward Stuart ("Bonnie Prince Charlie") angeführte letzte schottische Aufstand wird blutig niedergeschlagen.
- ab 1780 Highland Clearances: Beginn der Vertreibung von Kleinbauern ("Crofters") um Platz für Schafzucht zu schaffen.
- 1820 Die industrielle Revolution erreicht Schottland. Schiffbau, Kohlebergbau, Eisen- und Stahlhütten ersetzen die Textilwirtschaft als Schottlands Hauptindustrie.
- 1975 Das erste Öl wird von der Nordsee an Land gepumpt. Schottland wird ein Erdöl förderndes Land.
- 1997 Die schottische Bevölkerung stimmt mit überwältigender Mehrheit für ein eigenes Parlament mit begrenzten Kompetenzen innerhalb des Vereinigten Königreichs.
- 1999 Ein neues schottisches Parlament wird gewählt. Es wird in Zukunft über innerschottische Angelegenheiten und Einkommenssteuern entscheiden können.
siehe auch: Prinzen von Schottland
Kultur
Der Dudelsack, die Kilts und der Whisky sind die bekanntesten schottischen Kulturgüter, wobei alle drei keinen schottischen Ursprung haben. Der Whisky wurde zuerst von katholischen Mönchen in Irland gebraut und ist dann im Rahmen von Missionierungen in Schottland gelandet. Der Dudelsack kommt aus Kleinasien und der Kilt wurde zuerst in London getragen. Shortbread (Butter-, Spritzgebäck), Haggis, Harris Tweed und das schottische Clansystem sind dagegen schottischem Urpsrung und auch weitläufig bekannt.
Das Clansystem, vor allem in den Highlands, stellt eine schottische Besonderheit dar. Ein paar der bekanntesten Clans sind:
- MacGregor
- Stewart
- MacDonald
- MacLeod
- Robertson
- Campbell
- MacKenzie
Regelmäßig finden die so genannten "highland games" (Hochlandspiele) statt.
Es gibt keine offizielle Nationalhymmmne, jedoch wird traditionell Scotland the Brave verwendet; besonders bei Fußball- und Rugby-Spielen ist jedoch Flower of Scotland der schottischen Band The Corries zu hören.
- Siehe auch: Schottische Literatur
Religion
siehe auch:
- Free Church of Scotland
- Freie Presbyterianische Kirche Schottlands
- Scottish Episcopal Church
Schulsystem
siehe Schulsystem in Großbritannien
Wirtschaft
Schottland ist neben Irland das Zentrum der Whisky-Industrie. Die zweite dort gewonnene Flüssigkeit ist das Nordsee-Öl; das Zentrum der Erdölförderung ist Aberdeen. Hier hat das Ölgeschäft die Fischerei längst abgelöst. Hauptexportprodukt ist allerdings Computer Software. Als Beispiel ist z.B. Rockstar North zu nennen, welche ihre Büros in Edinburgh haben.
Eine schottische Eigenheit gibt es bei der Währung. Zwar wird in Schottland, wie im Rest des Vereinigten Königreiches, in Pfund Sterling bezahlt - allerdings dürfen die drei großen schottischen Banken Bank von Schottland, Royal Bank of Scotland und Clydesdale Bank ihre eigenen Banknoten herausgeben. Zusammen mit den Noten der Bank of England gibt es in Schottland also vier verschiedene Geldscheine in jedem Nennwert.
Politik und Verwaltung
Schottland wird von einem "Ersten Minister" (vergleichbar einem deutschen Ministerpräsidenten) regiert. Seinen Amtssitz hat er in Edinburgh, wo auch das schottische Parlament seinen Sitz hat.
Siehe auch:
- Verwaltungsgliederung Schottlands
- Traditionelle Grafschaften Schottlands
Literatur
- Markus Hilpert/Bernhard Kräußlich (Hrsg.), Schottland : eine sozial- und wirtschaftsgeografische Exkursion, Augsburg 2004, 252 S., ISBN 3-923273-55-X
Weblinks
- [http://www.visitscotland.com/ visitscotland] -- Offizielle Seite des "Scottish Tourist Board"
- [http://www.schottlandportal.de/ Das Schottlandportal] -- Allgemeine und spezielle Infos rund um Schottland
- [http://www.al2.ch/boeby/scot/ Eine Schottlandreise] -- Private Seite zur Reise durch Schottland mit dem Auto mit Bildern und Karte
- [http://www.schottlandgeschichte.de/ Schottlandgeschichte.de] -- Umfangreiche Zeittafel zur Geschichte sowie Informationen zum Land, zum Clan MacLeod und zum Whisky
- [http://www.scottishmusiccentre.com/ Musik in Schottland]
- [http://www.hebriden-online.de Schottische Hebriden]
- [http://www.scottishsundials.co.uk Schottische Sonnenuhren]
- [http://www.undiscoveredscotland.co.uk/ Undiscoveredscotland] -- Sehr umfangreiche Reiseseite über Schottland (engl.)
- [http://www.scottishdevelopmentinternational.com/ scottishdevelopmentinternational] -- Offizielle Seite der Wirtschaftsförderung
als:Schottland
ja:スコットランド
ko:스코틀랜드
ms:Scotland
simple:Scotland
21. DezemberDer 21. Dezember ist der 355. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 356. in Schaltjahren) - somit bleiben 10 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 69 - Vespasian zieht in Rom ein und wird vom Senat als neuer Römischer Kaiser anerkannt.
- 1140 – König Konrad III. erobert die Burg Weinsberg nach langer Belagerung. Die Frauen tragen ihre Männer aus der Burg und retten ihnen so das Leben. Die Frauen werden als Treue Weiber von Weinsberg, die Burg als Weibertreu bekannt.
- 1705 Vertreter der vier Stände Adel, Klerus, Bürger und Bauern versammeln sich zum „ Braunauer Parlament“ im Stadtquartier des Freiherrn von Paumgarten im Gasthof Breuninger in Braunau am Inn.
- 1913 - Das erste Kreuzworträtsel der Welt erscheint in der Wochenendbeilage der Zeitung New York World.
- 1945 - Irak und Ecuador werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 1972 - Unterzeichnung des Grundlagenvertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR
- 1973 - Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ungarn und Bulgarien
- 1991 - Der GUS treten folgende Staaten bei: Aserbaidschan, Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Moldawien, Tadschikistan, Turkmenistan, und Usbekistan.
- 1995 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Armenien
- 1996 - Bulgarien. Rücktritt des Ministerpräsidenten Shan Videnov
- 1999 - Frau Chandrika Bandaranaike Kumaratunga wird als Staatsoberhaupt in Sri Lanka in ihrem Amt bestätigt.
Kultur
- 1652 - Uraufführung des Dramas Veremonda, l'amazzone di Aragona von Francesco Cavalli im Palazzo Reale in Neapel.
- 1836 - Uraufführung der Oper L'Ambassadrice (Die Botschafterin) von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris.
- 1854 - Uraufführung der komischen Oper Der Advokat von Ferdinand Hiller in Köln.
- 1935 - Uraufführung der Operette Dschainah, das Mädchen aus dem Tanzhaus von Paul Abraham in Wien.
Wissenschaft, Technik
- 1872 - Die Challenger-Expedition läuft zur Erforschung der Tiefsee aus.
- 1898 - Entdeckung des Radiums durch Marie and Pierre Curie.
- 1968 - Start von Apollo 8.
Religion
- 402 - Papst Innozenz I., tritt sein Amt als Nachfolger seines Vaters Anastasius I. an.
Katastrophen
- 1988 - Nach einer Bombenexplosion an Bord des Fluges Pan Am 103 stürzt eine Boeing 747 über Lockerbie in Schottland ab, wobei alle 259 Menschen an Bord sowie 11 Einwohner von Lockerbie ums Leben kommen. Am 16. August 2003 übernimmt Libyen schließlich doch die Verantwortung für diesen Terroranschlag und kündigt die Zahlung von 2,7 Milliarden Dollar an die Hinterbliebenen (und deren Anwälte) an.
- 1992 - Faro, Portugal. Eine in Amsterdam, Niederlande gestartete McDonnell Douglas DC-10 der Martinair verunglückt während der Landung im Unwetter. 56 Menschen sterben, 284 überleben.
- 1999 - Guatemala-Stadt, Guatemala. Eine McDonnell Douglas DC-10 der Cubana de Aviacon schießt über die Start- und Landebahn hinaus und stürzt in bewohntes Gebiet, wobei 26 Menschen sterben.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1891 - James Naismith präsentiert die von ihm entwickelte neue Sportart Basketball.
Geboren
- 1118 - Thomas Becket, englischer Kanzler und Erzbischof von Canterbury
- 1336 - Balthasar von Thüringen, Markgraf von Meißen, Landgraf von Thüringen
- 1401 - Masaccio, italienischer Maler der Frührenaissance
- 1537 - Johann III. (Schweden), König von Schweden von 1568 bis 1592
- 1540 - Thomas Schweicker, armloser Kunstschreiber
- 1672 - Benjamin Schmolck, Kirchenliederdichter
- 1696 - Johann Thomas von Quentel, Priester und Domherr in Köln
- 1728 - Hermann Friedrich Raupach, deutscher Komponist
- 1734 - Manuel do Nascimento, portugiesischer Lyriker und Ordensmann
- 1748 - Ludwig Christoph Heinrich Hölty, volkstümlicher Dichter im Umfeld des Göttinger Hainbunds
- 1751 - Konrad Wilhelm Ledderhose, deutscher Jurist
- 1764 - John Parker Boyd, US-amerikanischer Söldner und General
- 1767 - Christian Jakob Salice-Contessa, schlesischer Kommunalpolitiker und romantischer Schriftsteller
- 1773 - Robert Brown, schottischer Botaniker
- 1783 - Charles Murray Cathcart, 2. Earl Cathcart, britischer General
- 1795 - Leopold von Ranke, deutscher Historiker
- 1799 - David Don, ein britischer Botaniker
- 1804 - Benjamin Disraeli, Romanschriftsteller, britischer Premierminister
- 1810 - Johann Christian Konrad von Hofmann, deutscher protestantischer Theologe
- 1813 - Philipp Galen, deutscher Schriftsteller und Arzt
- 1815 - Christian Friedrich Budenberg, Unternehmer
- 1815 - Thomas Couture, französischer Maler
- 1823 - Jean-Henri Fabre, französischer Insektenkunde|Entomologe und Autor
- 1824 - Jenny Bürde-Ney, deutsche Sängerin
- 1833 - Walther Franz Georg Bronsart von Schellendorff, preußischer General und Kriegsminister
- 1834 - Adolf von Sonnenthal, österreichisch-ungarischer Schauspieler
- 1838 - Wilhelm Maurenbrecher, Reformationshistorikern des 19. Jahrhunderts
- 1850 - Francesco Ragonesi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1850 - Zdeněk Fibich, tschechischer Komponist
- 1853 - Isolde Kurz, deutsche Schriftstellerin
- 1861 - Karl August Lingner, deutscher Unternehmer und Philantrop
- 1865 - Georg Deycke, deutscher Arzt
- 1866 - Maud Gonne, irische Revolutionärin
- 1866 - Rudolf von Tavel, Schweizer Journalist und Buchautor
- 1873 - Blagoje Bersa, kroatischer Komponist
- 1874 - Tadeusz Boy-Żeleński, polnischer Dichter und literarischer Übersetzer
- 1875 - Thomas Schneider (Autofahrer), Automobolist
- 1876 - Karl Mensing, Jurist
- 1878 - Jan Łukasiewicz, polnischer Philosoph, Mathematiker und Logiker
- 1879 - Josef Stalin, Diktator der Sowjetunion
- 1884 - Camillo Ugi, deutscher Fußballspieler
- 1885 - Hermann Heimerich, Politiker
- 1886 - Fritz Baumgarten (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 1886 - Hermann Kees, deutscher Ägyptologe
- 1889 - Sewall Wright, US-amerikanischer Biologe, Genetiker
- 1890 - Hermann Joseph Muller, US-amerikanischer Biologe und Genetiker, Nobelpreisträger
- 1890 - Nikolai Iljitsch Aladow weißrussischer Komponist
- 1891 - Philipp Etter, schweizerischer Politiker
- 1893 - Anton Dietzenschmidt, deutscher Dramatiker
- 1895 - Hermann Stopperich, deutscher Politiker
- 1896 - Konstantin Konstantinowitsch Rokossowski, sowjetischer und polnischer Marschall
- 1900 - Immanuel Baumann, Bessarabiendeutscher Geistlicher
- 1900 - Marinus van der Goes van Naters, niederländischer Politiker
- 1900 - Oda Schaefer, deutsche Schriftstellerin
- 1902 - Ewald Sprave, deutscher Politiker
- 1902 - Peetie Wheatstraw, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1902 - Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld, deutscher Offizier und Widerstandskämpfer
- 1905 - Bernhard Ahrens, deutscher Politiker
- 1909 - Erich Arp, ehemaliger deutscher Politiker
- 1909 - George Ball, US-amerikanischer Jurist, Politiker und Diplomat
- 1909 - Hermann Heemsoth, deutscher Fernschachgrossmeister
- 1909 - Pi Scheffer, niederländischer Komponist und Dirigent
- 1911 - Paul Burkhard, Schweizer Komponist
- 1912 - Walter Henn, deutscher Architekt Bauingenieurund Hochschullehrer
- 1912 - Walter Krause, Politiker
- 1913 - Heinz Conrads, österreichischer Schauspieler
- 1917 - Heinrich Böll, deutscher Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger
- 1918 - Kurt Waldheim, österreichischer Bundespräsident
- 1919 - Ivan Blatný, tschechischer Dichter und Schriftsteller
- 1919 - Ove Sprogøe, dänischer Schauspieler, (Olsenbande / Egon Olsen)
- 1921 - Heinrich Adameck, Politiker der DDR
- 1921 - Paul Falk, Eiskunstläufer
- 1926 - Herbert Ehrenberg, deutscher Politiker
- 1930 - Kalevi Sorsa, finnischer Staatsmann und ehemaliger Premierminister
- 1930 - Wolfgang Pietzsch, deutscher Schach-Großmeister
- 1931 - Redha Malek, algerischer Politiker und Premierminister
- 1932 - Hinrich Lehmann-Grube, Von 1990 bis 1998 Oberbürgermeister der Stadt Leipzig
- 1933 - Freddie Hart, US-amerikanischer Musiker
- 1935 - John G. Avildsen, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1937 - David Levy, israelischer Politiker
- 1937 - Jane Fonda, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1938 - Felix Huby, deutscher Drehbuchautor
- 1940 - Frank Zappa, US-amerikanischer Komponist, Musiker und Kultfigur der Underground-Musik
- 1941 - Klaus-Jürgen Hedrich, deutscher Politiker und MdB
- 1942 - Carla Thomas, US-amerikanische Soul-Sängerin
- 1942 - Hu Jintao, Staatspräsident der Volksrepublik China
- 1942 - Manfred Such, deutscher Politiker
- 1942 - Peter Propping, deutscher Humangenetiker
- 1942 - Reinhard Mey, deutscher Liedermacher
- 1942 - Uwe Dick, Schriftsteller
- 1943 - Albert Lee, britischer Musiker und Sänger
- 1943 - Jack Nance, US-amerikanischer Schauspieler
- 1943 - Petra Pascal, deutsche Sängerin
- 1944 - Werner Busch, deutscher Kunsthistoriker
- 1946 - Carl Wilson, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1946 - Gwen McCrae, US-amerikanische Sängerin
- 1946 - Kevin Peek, australischer Musiker
- 1947 - Paco de Lucía, spanischer Gitarrist und Großmeister der Flamenco-Gitarre
- 1948 - Martin Belmont, britischer Musiker
- 1948 - Samuel L. Jackson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1948 - Willi Resetarits, österreichischer Kabarettist und Menschenrechtsakivist
- 1949 - Gottfried Böttger, deutscher Pianist
- 1949 - Thomas Sankara, charismatischer, linksgerichteter Politiker in Burkina Faso
- 1950 - Jeffrey Katzenberg, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1950 - Thomas Hürlimann, Schweizer Schriftsteller
- 1953 - András Schiff, ungarischer Pianist
- 1953 - Betty Wright, US-amerikanische Soul-Sängerin
- 1954 - Chris Evert, ehemalige US-amerikanische Tennisspielerin
- 1955 - Jane Kaczmarek, US-amerikanische Schauspielerin
- 1955 - Ute Christensen, deutsche Schauspielerin
- 1956 - Lee Roy Parnell, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 1957 - Alan Johnson, australischer Musiker
- 1957 - Tony Lewis, britischer Musiker und Sänger
- 1958 - Jürgen Domian, deutscher Moderator
- 1958 - Tamara Bykowa, russische Leichtathletin und Olympiamedaillengewinnerin
- 1959 - Florence Griffith Joyner, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1961 - Markus Anton Huber, Künstler
- 1963 - Patricia Lips, deutsche Politikerin
- 1965 - Anke Engelke, deutsche Komikerin und Schauspielerin
- 1965 - Cem Özdemir, deutscher Politiker
- 1966 - Kiefer Sutherland, kanadischer Schauspieler
- 1967 - Micheil Saakaschwili, georgischer Staatspräsident
- 1967 - Nicola Cowper, britische Schauspielerin
- 1969 - Julie Delpy, französische Schauspielerin
- 1970 - Stefan Lövgren, schwedischer Handballspieler
- 1971 - Harri Ylönen, deutscher Fußballspieler
- 1977 - Klodian Duro, Fußballspieler
- 1984 - Myvanwy Ella Penny, deutsch-britische Nachwuchs-Violinistin
Gestorben
Myvanwy Ella Penny
- 882 - Hinkmar von Reims, Kirchenfürst des Frankenreiches
- 1375 - Giovanni Boccaccio, italienischer Schriftsteller
- 1549 - Margarete von Angoulême, Königin von Navarra, Dichterin und Diplomatin
- 1597 - Petrus Canisius, deutscher Theologe und Kirchenlehrer, Gegenreformator
- 1777 - Anton Cajetan Adlgasser, deutscher Komponist
- 1824 - James Parkinson, britischer Mediziner
- 1839 - Andreas Dung-Lac, vietnamesischer katholischer Priester und Märtyrer
- 1871 - Louise Aston, deutsche Frauenrechtlerin und Schriftstellerin
- 1885 - Eduard Hölzel, österreichischer Verleger
- 1919 - Louis Diémer, französischer Pianist und Komponist
- 1922 - Emil Doepler, deutscher Maler
- 1935 - Kurt Tucholsky, deutscher Schriftsteller
- 1940 - F. Scott Fitzgerald, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1945 - George S. Patton, amerikanischer Vier-Sterne-General im Zweiten Weltkrieg
- 1950 - Konrad Graf von Preysing, Bischof von Eichstätt und Berlin
- 1958 - Lion Feuchtwanger, deutscher Schriftsteller (Jud Süß)
- 1966 - Walter Fisch, deutscher Politiker
- 1968 - Vittorio Pozzo, italienischer Fußballtrainer
- 1975 - Jean Bertin, französischer Ingenieur und Aeronautiker
- 1979 - Michl Lang, deutscher Schauspieler
- 1982 - John Hargrave, britischer Zeichner, Autor und Politiker
- 1983 - Paul de Man, belgischer Literaturtheoretiker
- 1988 - Nikolaas Tinbergen, britischer Zoologe und Nobelpreisträger
- 1990 - Anne-Marie Barat, französische Organistin
- 1992 - Albert King, US-amerikanischer Musiker
- 1994 - Dean Rusk, US-amerikanischer Politiker
- 1996 - Christine Brückner, deutsche Schriftstellerin
- 2002 - José Hierro, spanischer Lyriker
- 2003 - Alfonso Prinz zu Hohenlohe, deutscher Adliger
- 2004 - Lennart Bernadotte, schwedischer Adliger
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage:
- Hl. Thomas, Apostel (evangelisch, anglikanisch) siehe auch Thomastag
- Hl. Petrus Canisius, Kirchenlehrer (katholisch) Im deutschen Sprachgebiet ist der Gedenktag verlegt auf den 27. April
Siehe auch
- 20. Dezember - 22. Dezember
- 21. November - 21. Januar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1221
ja:12月21日
ko:12월 21일
simple:December 21
th:21 ธันวาคม
Pan Am
Die Pan American World Airways, kurz PanAm, war eine legendäre amerikanische Fluggesellschaft und eine der weltweit ersten, die interkontinentale Flüge anbot. Ihre Gründung erfolgte am 28. Oktober 1927 in Key West, Florida. Ziel der Gesellschaft war der Transport von Fracht und Passagieren von Nord- nach Südamerika. Das Unternehmen wuchs rasch. Die Linien wurden sowohl mit Land-, als auch mit Wasserflugzeugen betrieben.
Chronik
Ab 1939 richtete die PanAm eine Linie über den Nordatlantik ein, der von New York nach Lissabon und weiter nach Marseille führte. Der kurz darauf ausbrechende 2. Weltkrieg ließ die PanAm weiter wachsen, da sie Transportaufträge für das Militär übernehmen konnte. Außerdem wurden Militärpiloten geschult.
Nach dem Krieg war die PanAm eine der drei Fluggesellschaften, die über den Atlantik flogen. Neben ihr boten dies nur die Trans World Airlines und die American Overseas Airlines. Letztere wurde 1950 von PanAm übernommen. Der einträgliche Markt war zum Vorteil der Pan American World Airways aufgeteilt. Die Gesellschaft rühmte sich, das erste weltumspannende Streckennetz zu besitzen.
1955 landete die PanAm dann den sogenannten Jet-Coup, indem sie vom "Reißbrett weg" 20 Boeing 707 und 25 Douglas DC-8 bestellte. Am 26. Oktober 1958, das Düsenzeitalter war angebrochen, nutzte auch die PanAm diese neue Technologie auf ihrer Strecke über den Atlantik. Maschinen des Typs Boeing 707 schafften die Strecke von New York nach Paris nun in nur 8,5 Stunden Flugzeit. Auch das Passagiervolumen wuchs auf dieser Strecke sehr schnell. Alle anderen Fluggesellschaften waren gezwungen nachzuziehen und ebenfalls Düsenflugzeuge einzusetzen.
PanAm wuchs weiter und bestellte 1967 als erste Fluggesellschaft 25 Stück der neuartigen Boeing 747, des sogenannten Jumbojets. 1976 wurde eine neuere Version, der Typ Boeing 747SP, dazu eingesetzt, mit nur zwei Zwischenlandungen um die Welt zu fliegen. So ein Round the World Trip dauerte 46 Stunden und kostete 1000 US-Dollar.
Ab 1980 geriet die Gesellschaft in wirtschaftliche Nöte, als sie beschloss, auch nationale Strecken zu bedienen. Dies wurde von der US-Regulierungsbehörde abgelehnt, und so kaufte man überteuert die National Airlines. Um die finanziellen Probleme zu mildern, wurde ein Großteil der Immobilien und der Anteile an anderen Firmen veräußert. Unter den verkauften Immobilien befand sich auch das Hauptquartier, das 1964 errichtete PanAm Building (Entwurf Walter Gropius) in der Park Avenue in Midtown Manhattan, New York City. Das Lebensversicherungsunternehmen MetLife kaufte das Hochhaus. Fünf Jahre später entschloss sich die Firmenleitung zu einem weiteren Verkauf. Die Verkehrsrechte an den Pazifikstrecken mitsamt den hierfür eingesetzten Flugzeugen gingen 1985 an die United Airlines. Die Entscheidungen erwiesen sich als strategische Fehler.
Doch war es nicht die wirtschaftliche Umorientierung, die PanAm schließlich den Garaus machte, sondern ein Attentat. Am 21. Dezember 1988 sprengten Terroristen am Himmel über dem schottischen Lockerbie eine Boeing 747. Alle 259 Passagiere starben, am Boden wurden elf Menschen getötet, als eine mit Kerosin gefüllte Tragfläche beim Aufschlag in einem Wohngebiet explodierte. Nicht das Unglück als solches führte jedoch zum wirtschaftlichen Aus, sondern vielmehr die Tatsache, dass PanAm - bisher eine Art amerikanisches Statussymbol - nun als mögliches Ziel von Terroristen angesehen wurde. Das Unternehmen galt bei den Passagieren nicht mehr als sicher, die Fluggastzahlen gingen drastisch zurück.
1991 hörte die traditionsreiche Firma auf, als eigenständiges Unternehmen zu existieren und wurde von Delta Air Lines übernommen - ursprünglich mit dem Ziel, PanAm zu sanieren. Kurz vor der Übernahme hatte Delta bereits die Transatlantikstrecken, das Frankfurter Drehkreuz und einen inneramerikanischen Shuttle-Dienst für eine Milliarde US-Dollar erworben. Zugleich weitete Delta die wöchentliche Zahl der Flüge nach Frankfurt am Main von 21 auf 83 aus und wurde damit der zweitgrößte Anbieter von Nordatlantikflügen ab Frankfurt.
Der Zusammenbruch der auf einen kleinen Rest geschrumpften Gesellschaft erfolgte nach dem Ausstieg von Delta Air Lines als Geldgeber und Teilhaber. Aus der Konkursmasse der PanAm ersteigerte United Airlines die Lateinamerikastrecken zusammen mit den Start- und Landerechten in New York, Washington D.C. und Chicago für zusammen 135 Millionen Dollar.
Pan Am war Erstkunde u.a. der Flugzeugtypen Boeing 314 "Clipper", Boeing 377, Boeing 707, Boeing 747 und Boeing 747SP.
PanAm im Berlin-Verkehr
Eine besondere Stellung nahm PanAm nach dem Krieg in Deutschland ein. Aufgrund des alliierten Status der Stadt Berlin durften in der gesamten Stadt bis zur Wiedervereinigung 1990 keine deutschen Fluggesellschaften landen. Von einigen kleinen Ausnahmen abgesehen, waren es in erster Linie die staatlichen Fluggesellschaften der Alliierten, die den Flugverkehr zwischen Berlin und dem übrigen Bundesgebiet aufrecht erhielten, für die Amerikaner war dies PanAm. Ein Kuriosum ergab sich auch nachts in Frankfurt. Denn wenn dort die Luftpostmaschinen für den Flug in die deutschen Großstädte vorbereitet wurden, ließ sich schnell erkennen, welche Maschine die Post nach Berlin brachte: es war die, die nicht zur Lufthansa gehörte, es war die einzige PanAm-Maschine auf dem Rollfeld.
Die Clipper
Lufthansa
1931 stellte Pan Am das erste viermotorige Flugboot in Dienst und nannte dieses "American Clipper". Die Bezeichnung Clipper geht zurück auf eine bestimmte Art von Segelschiffen des 19. Jahrhunderts, die sich vor allem durch ihre hohe Geschwindigkeit auszeichnete. Seit dem ersten "American Clipper" der PanAm wurden alle mehrmotorigen Maschinen so getauft. Fortan trugen sie neben der offiziellen Registrierungsnummer auch einen Beinamen wie "Clipper Dallas".
Die im Berlin-Verkehr eingesetzten Maschinen hatten vorwiegend Namen, die mit der Stadt in Verbindung gebracht werden konnten, wie beispielsweise der "Clipper Charlottenburg". Einzelne Namen waren bei Pan Am so beliebt, dass sie immer wieder erneut vergeben wurden, so wie der Name "Clipper America", mit dem gleich sechs Flugzeuge getauft wurden. Zu trauriger Berühmtheit gelangte vor allem die Maschine N739PA mit der Bezeichnung "Clipper Maid of the Seas". Dieser Clipper war es, der über Lockerbie abstürzte.
Unglücksfälle
Dallgow (DDR), 15. November 1966
Beim Anflug auf den Flughafen Berlin-Tegel stürzt eine aus Frankfurt am Main kommende Frachtmaschine vom Typ Boeing 727-21 um 02.42 Uhr in Dallgow (heute Landkreis Havelland) wenige Kilometer vor dem Ziel ab. Die Maschine mit dem Namen Clipper De Soto hatte die Flugnummer 708 und die internationale Registrierung N317PA. Ihre drei Besatzungsmitglieder, Flugkapitän Walter T. Reavis, Kopilot Raymond B. Foppe und Flugingenieur John W. Charlton, kamen bei dem dem Unglück ums Leben.
Normalerweise waren diese nächtlichen Frachtflüge zur Landung in Tempelhof vorgesehen. Da dort zu diesem Zeitpunkt die Landebahnen erneuert wurden, war man vorübergehend auf Tegel ausgewichen. Der Flug verlief problemlos, bis der Funkkontakt abbrach. Der letzte Funkspruch wurde um 2.41 Uhr Ortszeit registriert. Darin bestätigte die Besatzung die ihr zugewiesene Landebahn mit den Worten: „'ger zero six zero cleared ILS seven oh eight“. Danach verschwand das Signal des Transponders des Flugzeugs von den Radarschirmen der Fluglotsen.
Die Ursache des Unglücks konnte von den Ermittlern des amerikanischen National Transportation Safety Board (NTSB) nicht geklärt werden, da das sowjetische Militär den Zutritt zur Absturzstelle verweigerte, die sich auf dem von sowjetischen Einheiten genutzten Truppenübungsplatz Döberitzer Heide befand. Die Rote Armee übergab am 17. November neben den drei Leichen und einigen Postsäcken aus der Ladung außerdem nur ungefähr 50 Prozent der Wrackteile an die Amerikaner. Wesentliche Systeme wie Flugschreiber, Turbinenteile oder Komponenten des Navigationssystems waren laut den Sowjets "nicht auffindbar". Wahrscheinlich jedoch wurden sie zurückgehalten.
Aufgrund dieser Probleme wurde die Ursache von den Amerikanern offiziell als ungeklärt angegeben. Man stellte lediglich fest, die Maschine sei mit hoher Geschwindigkeit auf den Boden geprallt. Der sehr ausführliche Bericht der Unfalluntersuchgsbehörde NTSB kommt zu dem Ergebnis, dass die Besatzung den Sinkflug aus Flugfläche 090 (9000 Fuß) nicht wie freigegeben, bei 2000 Fuß gestoppt hat, sondern unbeabsichtigt bis zum Aufprall fortgesetzt hat (dabei sind die Dunkelheit, eine sehr niedrige Bewölkung mit einer Wolkenuntergrenze bei ca. 200 Fuß und die schlechte Sicht durch Schneefall zu berücksichtigen). Der Flugverlauf, Position und Lage des Flugzeugwracks unterstützen diese Vermutung laut NTSB. Eine Erklärung für diesen Vorgang ließ sich wegen der fehlenden weiteren Untersuchungsmöglichkeiten - insbesondere des fehlenden Flugschreibers - nicht abschließend finden. Auch eine Untersuchungskommission der DDR kam zu keinem Ergebnis. Dies ließ Raum für Spekulationen. So kursierten unbestätigte Gerüchte, Flug 708 sei vom sowjetischen Militär abgeschossen worden. Hinweise auf eine Explosion jedoch konnte das NTSB nicht feststellen.
Rom (Italien), 17. Dezember 1973
Beim Versuch, eine Maschine vom Typ Boeing 707-321B Clipper Celestial N407PA zu entführen, wird das Flugzeug gesprengt. 32 Menschen finden den Tod.
Aufgrund schlechter Sichtverhältnisse (einfallender Nebel), mangelhafter Kommunikationseinrichtungen sowie technischer und menschlicher Probleme bei den beteiliegten Maschinen und der Flugsicherung kollidierten eine startende Boeing 747 der KLM sowie eine von der Startbahn wegrollende Boeing 747 der PanAm (Clipper Victor N736PA Flugnummer 1736). Aus den Flugunfalluntersuchungsberichten geht hervor, dass keinem der Verantwortlichen im Tower und auch in den beiden Maschinen eine eindeutige Schuld an der Katastrophe zuzuweisen war. Alle Beteiligten begingen schwerwiegende Fehler. Der amerikanische und spanische Untersuchungsbericht sah die Hauptschuld allerdings bei der KLM, während der niederländische Untersuchungsbericht keinen Hauptschuldigen nannte. Unter Berücksichtigung aller negativen Zufälligkeiten (Nebel, unüblich hohe Verkehrsdichte auf dem Flughafen Los Rodeos, da die beiden Unglücksmaschinen und andere wegen einer Bombendrohung auf ihrem Zielflughafen dorthin umgeleitet worden waren, mangelhafte Kommunikation), die zur Kollision beider Maschinen führten, ist wohl die folgende besonders hervorzuheben. Der Tower wies die PanAm-Maschine an, die Ausfahrt 3 auf der Startbahn zu nehmen. Die Maschine wäre allerdings technisch gar nicht in der Lage gewesen diese Ausfahrt zu nehmen. Die Flugsicherung hatte allerdings nur Erfahrung mit wesentlich kleineren Maschinen, die üblicherweise diesen Flughafen benutzten und diese Ausfahrt problemlos hätten passieren können. Die PanAm-Maschine übersah aufgrund des Nebels diese Ausfahrt und konnte somit den Tower nicht darauf hinweisen, dass sie diese Ausfahrt nicht passieren konnten. Die KLM-Maschine stand letztendlich unter hohem Zeitdruck, war startbereit und konnte wegen des Nebels die PanAm-Maschine nicht sehen. Als die KLM-Maschine um die Startfreigabe bat, kam es auf der Funkfrequenz zu einem Überlagerungseffekt, als der Tower die Freigabe verweigerte und die PanAm-Maschine gleichzeitig warnte, dass sie sich noch auf der Startbahn befinde. Der KLM-Kapitän meinte jedoch, die Startfreigabe verstanden zu haben und beschleunigte seine Maschine. Als die beiden Maschinen Sichtkontakt hatten, versuchte die PanAm-Besatzung auszuweichen, die Piloten der KLM-Maschine versuchten, ihr Flugzeug hochzuziehen. Die Ausweichversuche scheiterten, bei der Flugzeugkollision starben 335 Menschen an Bord der PanAm-Maschine (61 Überlebende) sowie alle 248 KLM-Passagiere und Besatzungsmitglieder, unter anderem der Chefpilot der KLM, Flugkapitän Van Zanten. Beide Maschinen brannten vollständig aus. Es ist das bis heute schwerste Flugzeugunglück in der Geschichte der zivilen Luftfahrt.
Mit einem Bombenattentat verursachten libysche Terroristen den Absturz einer Boeing 747 auf dem Flug von London. Viele Jahre später bekannte sich die libysche Regierung zu dem Attentat und zahlte hohe Entschädigungssummen an die Angehörigen der 270 Todesopfer.
Das Lockerbie-Attentat hatte eine große Verunsicherung der Flugpassagiere zur Folge und wird mit dem folgenden wirtschaftlichen Zusammenbruch der legendären US-amerikanischen Fluglinie in Verbindung gebracht.
Gegenwart
In den USA gründete sich 1998 eine [http://www.flypanam.com/ Fluggesellschaft], die sowohl den Namen als auch das Logo von PanAm trug, selbst die Flugzeuge waren in dem bekannten PanAm-Design gehalten. Dieses Unternehmen hatte jedoch mit der historischen PanAm nichts gemeinsam. Die neue PanAm bediente ausschließlich Strecken in Nordamerika. Logo und Name waren eingetragenes Warenzeichen der in New Hampshire, USA, ansässigen Fluggesellschaft.
Am 1. November 2004 stellte auch diese PanAm den Flugbetrieb ein und kündigte allen 30 Piloten.
Weblinks
- [http://www.panamdoc.com/ Chronik der PanAm] (englisch)
- [http://www.panamair.org/aircraft/clippernames.htm Übersicht über die Clipper-Taufnamen der Flugzeuge]
- [http://www.avsaf.org/reports/US/1966.11.15_PanAmerican_Boeing-727.pdf Untersuchungsbericht der amerikanischen Luftfahrtbehörde NTSB zum Absturz von Flug 708 in Dallgow] (englisch, PDF-Datei)
Kategorie:Ehemalige Fluggesellschaft
Kategorie:Unternehmen (USA)
ja:パンアメリカン航空
PlastiksprengstoffPlastiksprengstoffe sind eine spezielle Art von Sprengstoffen. Sie zeichnen sich durch ihre Plastizität aus, sind also weich und knetbar. Der Begriff ist eine falsche Übersetzung des englischen Begriffs plastic explosive; „plastischer Sprengstoff“ wäre korrekt.
Plastiksprengstoffe bestehen gewöhnlich aus einem Sprengstoff, der mit anderen Materialen vermengt wird, um die Formbarkeit zu erzielen. Durch dieses Vermengen wird die Konzentration des Sprengstoffs und somit seine Brisanz geringer. Dieser Nachteil wird durch die leichtere Anwendbarkeit in vielen Bereichen ausgeglichen. Daneben ist der Temperaturbereich von Plastiksprengstoffen oft weiter als der des Ausgangssprengstoffes.
Plastiksprengstoffe sind relativ sicher handhabbar, da normalerweise eine Initialzündung zur Detonation benötigt wird.
Einer der ersten Plastiksprengstoffe war Nobel 808, der kurz vor dem 2. Weltkrieg entwickelt wurde. Während und kurz nach dem 2. Weltkrieg kamen eine ganze Reihe auf RDX basierender Sprengstoffe auf (C, C2, C3). C3 war sehr effektiv, aber bei Kälte brüchig. In den 1960er Jahren wurde C4, ebenfalls auf RDX basierend, mit Polyisobutylen und Di(2-ethylhexyl)sebacat als Bindemittel und Knetmittel entwickelt. Semtex war ein weiterer Plastiksprengstoff aus den 1960ern; sein Erfinder, Stanislav Brebera, erhielt es durch Mischen von RDX mit PETN und Zugabe von Binde- und Knetmitteln.
Anwendungsbereiche sind das Abreißen von Bauwerken. Durch das Einbringen in Löcher oder Ritzen und das beliebig formbare Auftragen auf tragende Strukturen lassen sich diese gezielt "zerschneiden". Die leichte Handhabbarkeit hat Plastiksprengstoffe auch zu einem von Spezialeinheiten im Militär aber auch von Terroristen genutzten Sprengstoff gemacht. Aufgrund ihrer höheren Herstellungskosten werden Plastiksprengstoffe selten im Bergbau oder für die Herstellung von Bomben verwendet.
Plastiksprengstoffen werden bei der Herstellung Duftstoffe (Markierungsstoffe) beigemischt, um diese durch Spürhunde und durch Detektionsgeräte besser auffinden zu können (Terrorbekämpfung).
Bekannte Plastiksprengstoffe sind C4, PENO und Semtex.
Siehe auch
- polymergebundener Sprengstoff
Weblinks
- [http://dc2.uni-bielefeld.de/dc2/kampfst/kampfst.htm Über die Leichtigkeit, Spreng- und Kampfstoffe herzustellen]
Kategorie:Sprengstoff
ja:プラスチック爆弾
th:ระเบิดพลาสติก
Boeing 747]
Die Boeing 747 ist ein Passagierflugzeug der Boeing Company. Das zur Zeit seiner Entwicklung mit Abstand größte Passagierflugzeug erhielt 1969 von der Presse den Spitznamen Jumbo-Jet, den es seitdem bis heute auch im allgemeinen Sprachgebrauch behielt.
Leicht zu erkennen ist die Boeing 747 an ihrem „Buckel“. In diesem befindet sich über dem eigentlichen Fluggastdeck das Cockpit. Dahinter war ursprünglich ein Flugbegleiter-Ruheraum. Dieser wuchs im Laufe der Entwicklung mit den neueren 747-Versionen weiter zu einem zweiten Fluggastdeck an, das sich schließlich über das vordere Drittel der Flugzeugkabine erstreckt und in dem sich in der Regel die Sitzplätze der First- oder Business Class befinden. Der „Buckel“ des Jumbo-Jets ist allerdings keine neue Idee - ab 1961 wurden DC-4-Flugzeuge zu sogenannten Carvairs umgebaut. Sie dienten als Autotransporter für betuchte Leute [http://www.aerospaceweb.org/question/planes/q0061b.shtml].
Als die US Air Force Anfang der 1960er Jahre ein neues großes Transportflugzeug benötigte, beteiligte sich auch Boeing an der Ausschreibung. Der Beitrag von Boeing unterlag im Wettbewerb der Lockheed C-5 Galaxy, doch die Planungen für ein derart großes Flugzeug setzten den Grundstein zur Boeing 747. Zum Zeitpunkt des Jungfernflugs 1969 war die Boeing 747 das größte Passagierflugzeug der Welt und blieb dies auch bis zur Vorstellung des Airbus_A380 im Jahre 2005.
Zum Zeitpunkt der Entwicklung der 747 hatte man noch keine Erfahrung mit derartig großen Zivilflugzeugen. Dadurch wurden die Boeing-Ingenieure vor zum Teil sehr anspruchsvolle technische Herausforderungen gestellt. Unter Anderem mussten Rumpf, Tragflächen, Fahrwerk und Triebwerke neu konzipiert werden. Zu Beginn waren alle Boeing 747 mit dem Pratt & Whitney JT9D-Triebwerk ausgestattet – das erste einer neuen Generation von Turbofan-Triebwerken. Später waren auch das CF6-50 von General Electric und das RB 211 von Rolls Royce verfügbar, wobei sich das CF6 als beliebtestes Triebwerk erwies.
1969 hob die erste Boeing 747 vom Boden ab. Das Urmodell, die Boeing 747-100, brachte jedoch noch nicht den kommerziellen Erfolg. Erst das Nachfolgemodell, die Boeing 747-200 – ausgestattet mit verbesserten Triebwerken, größeren Treibstofftanks und einem damit verbundenen höheren maximalen Startgewicht sowie einer höheren Reichweite – brachte den Durchbruch. Der Erfolg führte dazu, dass die B 747-200 bis ins Jahr 1992 hinein gefertigt wurde.
Bei der Überarbeitung der 747 ging Boeing sehr konservativ vor. Dies liegt zum Teil auch am unterschiedlichen Rumpfdurchmesser der Maschine. So ist eine einfache Längenveränderung, wie bei der Airbus-Familie, nicht möglich. Auch Fly-by-Wire, das vom Konkurrenten Airbus bereits erfolgreich eingeführt war, gab es bei der Modellreihe 747-300 noch nicht. Bei ihr wurde vor allem das Oberdeck verlängert. Erst bei der 747-400 wurde das Cockpit stark überarbeitet, wodurch der Bordingenieur entbehrlich wurde. Zusätzlich vergrößerte Boeing die Spannweite, und die Flügelspitzen wurden mit Winglets ausgerüstet. Die seit 1988 verfügbare Modellreihe 747-400 stellt derzeit (Stand 2005) die modernste Serienvariante der B 747 dar.
Inwieweit die Boeing 747 weiterentwickelt wird, war lange Zeit unklar. Den Plan, als Antwort auf den Airbus A380 eine 747-X auf den Markt, hatte Boeing 2001 zunächst aufgegeben. Nach dem Erfolg des Airbus A380 entwickelte der Konzern mit einem 747 Advanced genannten Modell die 747-Reihe aber doch weiter. Neben einem erhöhtem Fassungsvermögen soll das Modell auch eine erhöhe Reichweite aufweisen.
Größter Boeing-747-Kunde war bis 1983 Pan American, anschließend Japan Airlines mit 114 Maschinen.
Japan AirlinesJapan Airlines
Varianten der Boeing 747
Zivile Varianten
747-100
Die erste 747-100 bekam schon bald nach dem Erscheinen den Spitznamen „Jumbo“. Der Erstflug fand im Februar 1969 statt und die 747-100 wurde so der „Urvater“ einer ganzen 747-Familie. Erstkunde war Pan American, die diesen Typ im Dezember 1970 erstmals im Liniendienst einsetzte. Erster europäischer Kunde war die Lufthansa, die insgesamt drei Boeing 747-100 erhielt.
747-100B:
Zweite und verbesserte Ausführung der 747-100 mit verstärktem Rumpf, Fahrwerk und Flügeln.
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1970
747-200B
Die Modellreihe ist ähnlich der 747-100B, aber mit neuen Triebwerken ausgestattet und mit erweiterter Treibstoffkapazität sowie einem höheren Startgewicht von bis zu maximal 377.842 kg.
747-200B Combi:
Dies ist eine Version der 747-200B mit linker Ladetür (Side Cargo Door) als Standardausführung. Diese Bauform kann als reine Passagier- und kombinierte Passagier/Frachtkonfiguration benutzt werden; die Passagiere werden durch ein herausnehmbares Schott von der Fracht getrennt.
747-200 Convertible:
Diese Version der 747-200 ist wahlweise als reine Passagier- oder Frachtmaschine umrüstbar. Dazwischen kann der Betreiber außerdem zwischen insgesamt fünf verschiedenen Passagier/Frachtkombinationen wählen.
747-200F Freighter:
Dies ist eine reine Frachtversion der 747-200 mit Beladung durch den nach oben hochklappbaren Bug; eingebaut ist ein von zwei Mann bedienbares Ladesystem, das die Be- und Entladung in sehr kurzer Zeit gestattet. Die maximale Frachtnutzlast beträgt 112.491 kg.
747-200BM(SUD) Stretched Upper Deck:
Die Version entspricht den Maßen der 747-200B, das Oberdeck wurde jedoch um ca. 7 m verlängert, so dass nun bis zu 69 Sitze im Oberdeck untergebracht werden können. Außerdem wurde die Treppenverbindung geändert und die Notausgänge wurden vergrößert. Das Gesamtgewicht hat sich dadurch nur um 2% erhöht. Diese Version wurde noch bis zum ersten Quartal 2004 vor allem von KLM Royal Dutch Airlines genutzt.
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KLM Royal Dutch Airlines
747-300
Die 747-300 entspricht von den Ausmaßen der 747-200BM(SUD). Sie ist ausgestattet mit Triebwerken der dritten Generation (Pratt & Whitney JT9D-7R4, RB211-524G und CF6-80), wodurch sich der Treibstoffverbrauch um bis zu 25% verringerte. Erstflug war im Herbst 1982; Erstkunde war die Swissair, die das Flugzeug erstmals am 23. März 1983 im Liniendienst einsetzte. 1989 endete die Produktion nach dem Bau von 81 Exemplaren.
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1989
747SP
Die Special Performance-Version der 747 war ursprünglich als verkürzte Version der 747-200B mit 2 bzw. später 3 Triebwerken geplant. Tatsächlich wurde sie eine etwas leichtere Super-Langstreckenversion. Dies erreichte man durch eine Verkürzung der Rumpflänge um 14,35 Meter. Ein neues Leitwerk mit vergrößerten Leitflächen (Höhe wie Spannweite) brachten ein verbessertes Flugverhalten im Zusammenspiel mit dem verkürzten Rumpf. Der Erstflug erfolgte am 4. Juli 1975, die Typenzulassung durch die FAA am 4. Februar 1976. Mit der 747SP können maximal 440 Passagiere über eine Distanz von bis zu 15.780 km befördert werden. Es wurden seit 1975 insgesamt 44 Exemplare produziert. Erstkunde war PanAm.
Die 747SP ist die einzige Version, die bis zur Flugfläche 410 (Flughöhe 41.000 Fuß = ca. 12.500 Meter) steigen kann. In dieser Höhe liegt die Reisegeschwindigkeit durch die dünne Luft bei Mach 0,90.
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747SR
Die Short Range-Version der 747 ist eine Version für relativ kurze Reichweiten mit hohem Passagieraufkommen. Sie basiert auf der Boeing 747-100B, deren Zelle nochmals verstärkt und deren Startmasse auf 273,5 t reduziert wurde. Das Sitzplatzangebot wurde deutlich erhöht (bis zu 624 Passagierplätze). Dies wird vor allem durch einen kürzeren Sitzabstand erreicht. Von der 747SR wurden 29 Stück produziert und hauptsächlich im asiatischen Raum verkauft und eingesetzt. Erstkunde war Japan Air Lines, die diesen Typ erstmalig am 7. Oktober 1973 einsetzte.
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747-400
1973
1973
Die 747-400 basiert auf der 747-300. Streng genommen basiert die 747-300 auf der 747-200, nur mit verlängertem Oberdeck. Die 747-400 ist aerodynamisch eine komplette Neugestaltung mit anderer Flügelwurzel und deutlich mehr Spannweite. Diese Modellreihe hat eine größere Tragfläche mit Winglets. Daneben wurde die Pilotenkanzel neu gestaltet, wodurch der Flugingenieur entfiel, dessen Aufgaben wurden auf die zwei Piloten verteilt. Dafür mussten die einzelnen Systeme automatisiert oder vereinfacht werden, die Rundinstrumente wurden größtenteils durch Bildschirme ersetzt und ein leistungsfähiges Flight Management System eingebaut. Die Flugsteuerung wurde verbessert und eine elektronische Triebwerksregelung (FADEC) eingebaut. Erstkunde war Northwest Orient Airlines. Als 747-400ER wurde eine Ultralangstreckenversion mit erhöhtem Abfluggewicht aufgelegt. Im Oktober 2002 wurde die erste Maschine an Qantas ausgeliefert.
Auch gab es eine Kurzstreckenversion, die 747-400D. Diese Version hat etwas kürzere Tragflächen ohne Winglets. Erstkunde war Japan Airlines, welche 1991 die erste Maschine in Betrieb nahm.
747-400F
Die 747-400F ist die Frachtversion der 747-400, die über die moderne Zweimannpilotenkanzel und über Winglets verfügt, aber aus Gründen der Gewichtsersparnis wieder das kurze Oberdeck der 747-200 hat. Das Flugzeug ist mit einer Bugladeklappe ausgestattet, die Fenster im Hauptdeck wurden durch Metall ersetzt. Auch hier wurde eine Ultralangstreckenversion, die 747-400ERF, gebaut, deren Erstkunde Air France war.
Eine weitere B747 Variante ist die 747-400 Special Freighter, eine B747-400, die zum Frachter umgebaut wird. Die Maschine erhält dazu eine Frachttür im hinteren Rumpfbereich.
Die 747-400 erreichte eine Stückzahl von bisher 650 Maschinen (Stand Dez. 2004) und ist die am meisten gebaute Variante.
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747 Advanced
Als Antwort auf den Airbus A380 wurden in den 1990er-Jahren unter den Bezeichnungen 747-500/-600 und 747-700 mehrfach Weiterentwicklungen der 747 avisiert, die jedoch nicht auf genügend Kundeninteresse stießen und daher nicht realisiert wurden. Der sich abzeichnende Erfolg der A380 führte Ende 2004 dazu, dass Boeing doch noch einmal auf das Konzept einer weiterentwickelten 747-400 zurückkam, dieses Mal unter der Bezeichnung 747 Advanced.
Am 15. November 2005 wurde das Projekt schließlich unter dem Namen 747-8 mit zunächst 18 Bestellungen für die Frachtversion offiziell gestartet.
747-8
Am 15. November 2005 startete Boeing das 747-8 Programm (zuvor: 747 Advanced), einer weiter vergrößerten Version der 747-400, welche die Kapazitätslücke zwischen Boeing 777-300 bzw. Airbus A340-600 und Airbus A380 schließen soll. Sowohl eine Frachter-Variante unter der Bezeichnung "747-8 Freighter" wie auch eine Passagiervariante mit dem Namen "747-8 Intercontinental" sind geplant.
Die 747-8 Freighter wird gegenüber der 747-400F um 5,30 m auf 76,00 m gestreckt und soll eine Nutzlastkapazität von 140 t besitzen. Wie bereits die 747-400F wird auch die 747-8F kein gestrecktes Oberdeck bekommen.
Die Passagiervariante, 747-8 Intercontinental, wird gegenüber der 747-400 um lediglich 3,60 m auf 74,30 m gestreckt und bietet damit im Vergleich zum Vorgänger Platz für zusätzliche 34 Passagiere. Damit ergibt sich in einer Drei-Klassen-Auslegung eine Kapazität von 450 Passagieren bei einer maximalen Reichweite von 14.816 km.
Beide Varianten bekommen überarbeitete Flügel mit neuen Flügelenden, ein neues Interieur, sowie ein Cockpit, dessen Auslegung sich an den Cockpits der 777 und 787 orientiert. Die wichtigste technologische Neuerung stellen jedoch die von der 787 übernommenen effizienten Triebwerke vom Typ General Electric GEnx dar. Da Boeing einen Exklusivvertrag mit General Electric abgeschlossen hat, wird die 747-8 nicht mit Triebwerken anderer Hersteller erhältlich sein.
Boeing geht von einem Bedarf von 900 Maschinen im Segment über 400 Sitzplätze bis 2025 aus. [http://www.boeing.com/news/releases/2005/q4/nr_051114h.html Quelle]
Mit dem offiziellen Programmstart am 15. November 2005 wurden auch erste Bestellungen der 747-8 bekannt gegeben. Trotz vorheriger Ankündigungen, als Erstkunden auch mindestens eine Passagier-Airline als Kunden gewinnen zu wollen, bestellten zunächst nur Cargolux 10 (plus 10 Optionen) und Nippon Cargo 8 (plus 6 Optionen) Boeing 747-8 Freighter.
Die Aufträge haben nach Listenpreisen einen Gesamtwert von ca. 5 Milliarden US$.
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Cargolux]]
Militärische Varianten
Die AL-1 ist ein auf der 747-400F basierendes fliegendes Laser-Waffensystem der United States Air Force (USAF), das anfliegende feindliche Raketen zerstören soll. Ein Prototyp flog erstmals im Juli 2002 und wird zurzeit weiter erprobt.
Die von der 747-200B abgeleitete E-4 wird von der US-Luftwaffe als Kommandoposten im Ernstfall eingesetzt.
C-19
Die USAF rüstete 19 Stück der 747-100 zur Variante C-19 um. Diese Flugzeuge standen ab 1970er bis Anfang der 1990er Jahre bei der US-amerikanischen Fluggesellschaft PanAm in normalen Liniendienst. Im Krisenfall hätten sie der Luftwaffe als Transporter für Soldaten und Fracht unterstellt werden können. Die Maschinen sind mit zusätzlichen, größeren Frachtluken, verstärkten Böden und einem Ladesystem ausgestattet, wodurch sich das Leergewicht um rund sechs Tonnen erhöhte. Der 1988 über Lockerbie, Schottland abgestürzte Jumbo war eine solche Maschine.
Die beiden auf der 747-200B basierenden VC-25A der USAF befördern den US-Präsidenten und werden dann als Air Force One bezeichnet.
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Air Force One
Sonstige Varianten
B 747-SCA
Zwei 747-100 wurden von der NASA zum Shuttle Carrier Aircraft umgebaut. Mit ihnen kann das Space Shuttle nach einer Ausweichlandung huckepack nach Cape Canaveral zurücktransportiert werden. Die 747-SCA ist vergleichbar mit der ursprünglichen Funktion der An 225, die als Transporter für die Raumfähre Buran entwickelt wurde.
Das Stratospheric Observatory For Infrared Astronomy (SOFIA) ist ein fliegendes Teleskop auf Basis einer 747SP, das die NASA seit den 1980ern gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt und 2005 einsatzbereit sein soll. Dieser Termin ist jedoch unwahrscheinlich.
Technische Daten
Abstürze / Unglücke
Kurioses
1997 erlebte der britische Geschäftsmann Stuart Pike als bisher einziger Linienpassagier einen Alleinflug mit einer Boeing 747 der British Airways. Der Flug von London nach New York verspätete sich wegen einem technischen Defekt um mehrere Stunden, so dass alle übrigen Passagiere bereits auf andere Flüge umgebucht hatten. Pike flog als einziger Passagier mit weiteren 15 Stewardessen nach New York.
Boeing 747 in Museen
- 747-100 der Air France im Musée de l'Air et de l'Espace am Flughafen Le Bourget, Paris
- 747-200 der Deutschen Lufthansa im Technikmuseum Speyer, Speyer, Deutschland
- 747-200 (umgebaut zu 300SUD) der KLM Aviodrome am Flughafen Lelystad
Weblinks
- [http://www.boeing.com/commercial/747family/flash.html Die 747-Familie auf der Boeing-Website]
- [http://www.boeing.com/commercial/747family/pf/pf_classic_back.html Die 747-100 bis -300 auf der Boeing-Website]
- [http://www.planespotters.net/Production_List/Boeing/747/index.html Planespotter.net - Boeing 747-Produktionsliste]
Kategorie:Ziviler Flugzeugtyp
ja:ボーイング747
ms:Boeing 747
World Trade Center
Das World Trade Center // (deutsch Welthandelszentrum), kurz WTC, war ein 1973 vollendeter Gebäudekomplex im New Yorker Stadtteil Manhattan. Die markanten Zwillingstürme, die zeitweise die höchsten Gebäude der Erde waren, wurden am 11. September 2001 durch einen Terroranschlag zerstört. Dieser wird islamistischen Selbstmordattentätern der Al-Qaida zugeschrieben und führte zu weltweiter Empörung und Trauer, sowie zu weit reichenden geopolitischen Konsequenzen.
Übersicht
Das WTC wurde von dem amerikanischen Architekten Minoru Yamasaki entworfen und zwischen 1966 und 1973 gebaut. David Rockefeller war Chairman der Chase Manhattan Bank und unterstützte die Finanzierung der Twin Towers. Die Türme wurden David und Nelson (Rockefeller) genannt. Die Karl Koch Erecting Co. errichtete die Türme, die bei ihrer Vollendung 1973 die höchsten Gebäude der Erde darstellten, jedoch schon 1974 vom Sears Tower übertroffen wurden.
Bestand das WTC eigentlich aus sieben Gebäuden, so ging die Faszination von den beiden Zwillingstürmen aus. Etwa 50.000 Menschen arbeiteten in diesen Gebäuden, hinzu kamen täglich 80.000 Besucher. Die Türme besaßen obendrein eine eigene Postleitzahl.
Konstruktion
Die Konstruktion des World Trade Center bestand aus Stahlstützen an den Fassadenebenen und im inneren Erschließungsbereich und Gitterträgerdecken. Als Notausgänge waren drei unabhängige Treppenhäuser im inneren Erschließungsbereich vorhanden.
Der Gebäudekomplex bestand neben den beiden Türmen aus fünf weiteren Gebäuden (WTC1 bis WTC7) sowie einer unterirdischen Einkaufspassage, die Geschäfte und Restaurants beherbergte. Mehrere U-Bahn-Linien sowie eine Linie der PATH nach New Jersey waren im Untergeschoss untergebracht.
Der Nordturm war 417 Meter hoch und hatte auf dem Dach eine Fernsehsendeantenne, welche die Gesamthöhe des Gebäudes auf 521 Meter steigen ließ. Der Südturm war 415 Meter hoch, hatte Grundabmessungen von 63,4 × 63,4 Meter und besaß die höchste Außenterrasse der Welt. Jeder der Türme stand auf 21 Meter tiefen Fundamenten und hatte eine vermietbare Bürofläche von über 400.000 m², die sich auf 110 Stockwerke verteilten.
Ein Turm bestand aus drei Modulen, getrennt durch zwei so genannte Sky Lobbies in der 44. und 78. Etage. Hier musste man in die insgesamt 104 Fahrstühle umsteigen, um die gewünschte Etage des Moduls zu erreichen. Durchgehend fuhren die Aufzüge vom Erdgeschoss nur zu den Sky Lobbies und der Besucherterrasse des Südturms (WTC2) bzw. dem Restaurant im Nordturm (WTC1).
Im 110. Geschoss des Nordturms war das Restaurant Windows on the World der Öffentlichkeit zugänglich, von dem man bis nach Queens, New Jersey, Brooklyn und den John-F.-Kennedy-Flughafen sehen konnte.
Terroranschläge
Der Gebäudekomplex war erstmals am 26. Februar 1993 Ziel eines Bombenanschlags islamistischer Terroristen.
Damals hatten Terroristen einen gemieteten Ryder-Van auf der Ebene B2 der Tiefgarage des Nordturms des World Trade Centers abgestellt. In ihm hatten sich etwa 700 kg des Sprengstoffs TNT befunden sowie etliche Kanister mit Wasserstoff, welche die Wucht bei der Explosion des Fahrzeugs noch verstärken sollten. Die Explosion riss ein 30 Meter großes Loch in vier der sechs Untergeschosse (in Betonbauweise).
Sieben Stockwerke wurden besonders schwer beschädigt, sechs davon unter der Erde. Dem Anschlag fielen sechs Menschen zum Opfer, über tausend weitere wurden verletzt. Daraus resultierte einer der größten Rettungseinsätze in der Stadt New York, wobei etwa 45 % des diensthabenden Personals der Feuerwehr zu diesem Schadensereignis gerufen wurden. Sechs islamistische Terroristen wurden 1997 bzw. 1998 dieses Attentats für schuldig befunden und zu je 240 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
Der zweite Terroranschlag wurde am 11. September 2001 von islamistischen Terroristen arabischer Herkunft verübt. An diesem Tag wurden vier große Passagierflugzeuge in den USA entführt, wobei zwei davon – Typ Boeing 767 – durch die Entführer in je einen der Türme des World Trade Centers gelenkt wurden.
Bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 wurde die Konstruktion nach dem Anschlag durch die enorme Hitze (vermutlich ca. 1.200 °C), verursacht durch das Kerosin der eingeschlagenen Flugzeuge sowie brennende Kunststoffe und Einrichtungen, so stark geschwächt, dass das gesamte Bauwerk in sich selbst einstürzte (Reißverschlusstheorie). Ausgehend von den brennenden Stockwerken, fielen die darüber befindlichen Stockwerke auf die darunter noch unbeschädigten Stockwerke, die dann durch die Wucht dieser enormen Masse ebenfalls kollabierten. Die Türme fielen dann fast senkrecht in sich zusammen und begruben fast 2.800 Menschen unter ihren Trümmern. 343 New Yorker Feuerwehrmänner verloren während des Einsatzes ihr Leben.
Darüber hinaus kollabierte am gleichen Tag um 17 Uhr aus ungeklärten Gründen noch das daneben stehende Gebäude WTC 7, obwohl dieses weder durch einen Einschlag am Vormittag noch durch die herunterfallenden Trümmerteile von WTC 1 und WTC 2 in Mittleidenschaft gezogen war. Der Zusammenbruch dieses Gebäudes erinnerte sehr an eine sog. "Controlled Demolition". Dies ist aus den verfügbaren Videoaufzeichnungen ersichtlich.
Bild:new_york_skyline_small.jpg
An der Stelle, an der das WTC stand, fand am 4. Juli 2004 die Grundsteinlegung für den Freedom Tower statt. Seine Fertigstellung ist frühestens für das Jahr 2010 geplant.
Weblinks
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- [http://www.structurae.de/de/structures/data/s0000088/index.cfm structurae WTC 1]
- [http://www.structurae.de/de/structures/data/s0002118/index.cfm structurae WTC 2]
- [http://www.vitruvio.ch/arc/contemporary/1946-2000/worldtradecenter.php vitruvio.ch (engl.)]
- [http://www.greatbuildings.com/buildings/World_Trade_Center.html greatbuildings.com (engl.)]
- [http://www.weltdeswissens.com/usa_wtc_ny.htm weltdeswissens.com]
- [http://www.lichtensteiger.de/WTCenter.html WTC/September 11, 2001 by Ralph Lichtensteiger]
- [http://www.googleerde.de/jgs_db.php?action=download&download_id=93&sid= GoogleEarth Koordinaten - kmz Datei - Die Baustelle]
Kategorie:Hohes Gebäude (New York)
Kategorie:Ehemaliges Gebäude
ja:ニューヨーク世界貿易センタービル
ko:세계 무역 센터
simple:World Trade Center
Libyen---Sidenote START---
Die Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahirija (Dschamahirija, deutsch Republik), in der amtlichen Kurzform Libysch-Arabische Dschamahirija oder ugs. kurz Libyen [], ist ein Staat im Norden Afrikas. Libyen liegt am Mittelmeer, und grenzt im Westen an die Maghreb-Staaten Tunesien und Algerien, im Osten an Ägypten und den Sudan und im Süden an Niger und den Tschad.
Libyen gliedert sich in die traditionellen Landschaften Tripolitanien im Westen, Fessan im Süden, die Cyrenaika (Kyrene) im Osten und die Libysche Wüste auf. Nur 2,5 % der Fläche sind landwirtschaftlich nutzbar. Es gibt aber bedeutende Erdgas- und Erdölvorkommen.
Libyen ist das einzige Land der Welt, in dem es keinen einzigen ständigen Fluss gibt: es verfügt lediglich über sogenannte Wadis, die aber nur nach starken Regenfällen vorübergehend Wasser führen.
Der Staat teilt sich in 25 Provinzen.
Wadis
Bevölkerung
Die Bevölkerung besteht mehrheitlich aus arabischsprachigen Berbern. Seit 1975 stieg die Bevölkerung von 2,5 Millionen auf sechs Millionen Menschen. Aufgrund der hohen Geburtenrate von 3,6 % sind heute 50 % der Bevölkerung unter 16 Jahre alt. Die Zentren der Besiedlung befinden sich in den Küstengegenden von Tripolitanien und der Kyrenaika. Allein in Tripolis, Banghazi und Misratah sowie den dazugehörigen Vororten leben 80 % der libyschen Bevölkerung.
Hauptsprache ist Arabisch. Daneben werden einige Berbersprachen gesprochen:
- Nafusi (141.000 Sprecher)
- Tamascheq (Tuareg; 17.000)
- Ghadames (2.000)
Siehe auch: Liste der Städte in Libyen
Religion
Etwa 97% ber Bevölkerung sind sunnitische Muslime, vorwiegend malikitischer Richtung. Es gibt wenige Katholiken und einige Ibaditen. Die meisten christlichen Kirchen wurden nach der Revolution von 1969 geschlossen. Das Abfallen vom Islam wird mit dem sofortigen Verlust der Staatsbürgerschaft geahndet. Die Sanussiya-Bruderschaft stellte bis zur Revolution von 1969 den König. In den letzten Jahren ist eine verstärkte Hinwendung zum orthodoxen Islam zu verzeichnen, die Verschleierung der Frau nimmt zu.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Libyens
Libyen wurde seit Beginn der historischen Überlieferung von Berberstämmen bewohnt. Im 7. Jahrhundert v. Chr. wurde die Küste der Cyrenaika von Griechen und die Küste Tripolitaniens von Phöniziern besiedelt. Im ersten Jahrhundert v. Chr. kamen die Küsten Libyens unter die römische Herrschaft. Nach dem Untergang des Römischen Reiches wurde Libyen schon 647 von den Muslimen erobert. In der Folgezeit gehörte Tripolitanien zu Ifriqiya und wurde von den Aghlabiden, Fatimiden, Ziriden und Hafsiden beherrscht, während die Cyrenaika eher von Ägypten aus kontrolliert wurde.
Im 16. Jahrhundert versuchte Spanien die Küstenstädte Libyens zu erobern, konnte sich aber nicht gegen die mit den Osmanen verbündeten Korsaren behaupten. In der Folgezeit unterstand das Land der osmanischen Oberhoheit, die aber von den Qaramanli im 18. Jahrhundert zeitweise abgeschüttelt werden konnte. Nachdem die Osmanen 1835 das Land wieder unterworfen hatten, wurden sie 1911 von Italien vertrieben, das aber den Widerstand der Sanussiya-Bruderschaft erst 1935 brechen konnte. Nach der Befreiung durch britische Truppen im 2. Weltkrieg, erlangte Libyen unter König Idris 1951 die Unabhängigkeit. Dieser wurde 1969 durch Oberst Muammar al-Ghaddafi gestürzt.
Politik
Am 10. März 2004 hat Libyen in Wien das so genannte Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet. Damit gestattet die Regierung in Tripolis der Internationalen Atomenergie-Organisation umfassende Kontrollmöglichkeiten der nuklearen Anlagen des Landes. In Libyen existiert die Wehrpflicht, da Frauen und Männer zwischen 18 und 35 Jahren eingezogen werden können.
Wirtschaft
Libyen ist seit 1962 Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC).
Wegen seiner politischen Sicherheit im Gegensatz zu den Staaten im Nahen Osten ist Libyen in letzter Zeit ein attraktiver Geschäftspartner für westliche Ölkonzerne geworden.
Libyen verfügt über Häfen in Tobruk (Naturhafen), Tripolis, Benghazi, Misurata, Mersa Brega sowie mehrere Erdölverschiffungshäfen.
Weblinks
- http://www.medusatours.de - Studien- und Gruppenreisen
- http://www.libya-travel.info Libyen Reiseinformationen
- http://www.Libyen-News.de - Libyen-News.de - Aktuelle Nachrichten und umfangreiche Chronik
- http://www.landscaper.de/Landerauswahl/Libyen/Fotos-Libyen/fotos_libyen.html - Fotos aus Libyen
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=96 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- http://libyen-news.blogspot.com Nachrichten
- [http://www.zeit.de/2005/45/Libyen_Head?page=all Die Zeit: "Muammar al-Gadhafi lässt wenden"]
Kategorie:Staat
Kategorie:Libyen
Kategorie:Mittelmeer
ja:リビア
ko:리비아
ms:Libya
th:ประเทศลิเบีย
zh-min-nan:Libya
31. Januar
Der 31. Januar (in Österreich: 31. Jänner) ist der 31. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit verbleiben 334 Tage (in Schaltjahren 335 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1925 - Ahmed Zogu vom albanischen Parlament zum Präsidenten gewählt
- 1927 - Die Interalliierte Militärkommission der Siegermächte des Ersten Weltkrieges stellt offiziell fest, daß Deutschland die Abrüstung gemäß dem Versailler Vertrag erfüllt hat.
- 1933 - In Mössingen findet der einzige größere Streik gegen Adolf Hitler statt.
- 1943 - Die deutschen Truppen kapitulieren in Stalingrad.
- 1950 - In der Bundesrepublik Deutschland werden die Lebensmittelkarten abgeschafft.
- 1956 - Juscelino Kubitschek de Oliveira wird Staatspräsident Brasiliens.
- 1974 - Überfall der PFLP auf die japanische Botschaft in Kuwait und einer Anlage des Shell-Konzerns auf einer Insel for Singapur durch Mitglieder der JRA.
- 1968 - Nauru im Westpazifik wird von Großbritannien unabhängig.
- 2003 - Albanien. Beginn der Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit der EU
Wirtschaft
- 2000 - Argentinien erhält vom IWF (Internationaler Währungsfond) einen Kredit über 7,4 Milliarden US-Dollar.
Wissenschaft und Technik
- 1925 - 1. Rundfunkübertragung via Kurzwelle aus den USA nach Deutschland
- 1958 - Der erste Satellit der USA, Explorer 1, wird 4 Monate nach dem russischen Satelliten Sputnik in die Erdumlaufbahn gebracht.
Kultur
- 1786 - Uraufführung der Oper "Orpheus og Euridice" von Johann Gottlieb Naumann in Kopenhagen.
- 1817 - "Die Ahnfrau", ein Trauerspiel in fünf Aufzügen von Franz Grillparzer wird am Wiener Theater an der Wien uraufgeführt.
- 1880 - Uraufführung des phantastischen Dramas "Elda" von Alfredo Catalani am Teatro Regio in Turin.
- 1882 - Uraufführung der Oper "Gudrun" von August Klughardt in Neustrelitz.
- 1884 - Uraufführung der Oper "Pedro de Zalaméa" von Benjamin Godard am Théâtre Royal in Antwerpen.
- 1934 - Uraufführung der Kammeroper "The Wandering Scholar" von Gustav Holst in Liverpool.
Katastrophen
- 1906 - Ein Erdbeben der Stärke 8,8 in Kolumbien und Ecuador, etwa 1.000 Tote
- 1953 - Eine schwere Sturmflut überschwemmt weite Teile der Niederlande
- 1994 - Das historische Opernhaus "Gran Teatro del Liceo" in Barcelona wird durch einen Brand zerstört.
- 2000 - Eine Verkehrsmaschine vom Typ Airbus A310 der Kenyan Airways mit 179 Menschen an Bord stürzt eine Minute nach dem Start bei Abidjan in den Atlantik. 169 Tote.
- 2000 - Eine MD-83 der Alaska Airlines stürzt auf dem Flug von Mexiko nach San Francisco etwa 18 km vor Ventura in den Pazifik. Alle 88 Menschen an Bord sterben.
Sport
Geboren
Pazifik
- 1512 - Heinrich I. (Portugal), letzter König Portugals aus dem Hause Avis; Kardinal
- 1620 - Georg Friedrich von Waldeck, deutscher Fürst
- 1673 - Ludwig Maria Grignion de Montfort, französischer Priester und Ordensgründer
- 1686 - Hans Egede, norwegischer Pfarrer, Missionar auf Grönland
- 1741 - Theodor Gottlieb von Hippel, preußischer Staatsmann, Schriftsteller und Sozialkritiker
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