:: wikimiki.org ::
| MEPIS |
MEPIS
MEPIS ist eine Linux-Distribution.
Herkunft
MEPIS wurde von Warren Woodford entwickelt. Er war frustriert über die verschiedenen Linux-Distributionen. So entschied er sich im November 2002 seine eigene Distribution zu basteln.
Details
MEPIS basiert auf Debian GNU/Linux. Als grafische Benutzeroberfläche wurde das weit verbreitete KDE gewählt.
MEPIS ist derzeit eine der am schnellsten wachsenden Distributionen. Der Erfolg von MEPIS hat verschiedene Ursachen:
# die gute Hardwareunterstützung
# die Möglichkeit, es zunächst als Live-CD ohne Installation auszuprobieren und erst später zu installieren
# eine automatische Installation, die auf den normalen Heim-Benutzer ausgelegt ist. So wird es vermieden, mehrere Programme für den selben Zweck zu installieren (nur ein MP3-Player, nur ein Browser etc.), was von vielen Einsteigern als verwirrend angesehen wird
# Codecs für MP3, DivX, Java, Flash, etc. sind alle schon vorinstalliert
Weiterentwicklungen
MEPIS wurde in der Zwischenzeit in SimplyMEPIS umbenannt. SimplyMEPIS ist die kostenlose Variante von MEPIS für Desktop-User. Daneben wird eine kommerzielle Variante namens ProMEPIS für Unternehmen und Entwickler vorbereitet. Eine kommerzielle, speziell für Deutschland entwickelte Version unter dem Namen "SphinxOS" wurde wegen zu mächtiger Konkurrenz wieder eingestellt und auch das in einem Community-Projekt als Version für Endanwender weiterentwickelt werden sollte wurde beendet.
Weblinks
- [http://www.mepis.org/ mepis.org] Offizielle Website
- [http://www.mepislovers.org/ mepislovers.org] Englischsprachiges Forum
- [http://www.smartthink.de/simplymepis/ smartthink.de/simplymepis] Deutschsprachiges Forum (tot??)
- [http://www.smp.soundhost.de/smf/ Deutsches Forum
- [http://www.mepislovers.com/guide/ mepislovers.com/guide] Verschiedene HowTos und Guides rund um Mepis
- [http://www.linux-web.de/ linux-web.de] Das Linux-Web bietet ausführliche Mepis Foren
-
- ([http://distrowatch.com/stats.php?section=popularity Statistik])
Kategorie:Linux-Distribution
ja:MEPIS
Linux-Distribution]
Eine Linux-Distribution ist eine Zusammenstellung von hauptsächlich freier Software zum Zwecke der Weitergabe oder des kommerziellen Vertriebs. Die Distributionen enthalten neben dem eigentlichen Linux-Kernel noch weitere Software, um so besser den jeweiligen Ansprüchen an das Gesamtsystem gerecht zu werden.
Dieser Artikel gibt einen Überblick über den Aufbau von Distributionen, welche Arten es gibt und wie diese sich unterscheiden. Ein allgemeiner Überblick über die Thematik Linux selbst findet sich im Hauptartikel Linux.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte von Linux
Nach der Veröffentlichung des Linux-Quelltextes durch Linus Torvalds wurden verschiedene Programme für Linux angepasst, um das System zu erweitern. Da Linux von Anfang an nur als Kern eines Systems geplant war und bis heute als solcher weiterentwickelt wird, bestand von Beginn an der Bedarf an zusätzlichen Programmen für Linux, um z. B. eine grafische Oberfläche zu erhalten oder auch nur um das System einfacher zu konfigurieren und zu steuern.
Aus diesem Grund kamen die ersten Linux-Distributionen schon kurz nach der Veröffentlichung von Linux auf, als Anwender begannen Linux zu nutzen, die nicht zum direkten Entwicklerkreis gehörten.
Die ersten Distributionen hatten dabei das Ziel, das System z.B. mit der Software des GNU-Projekts zu einem arbeitsfähigen Betriebssystem zu entwickeln. Zu ihnen gehörten MCC Interim Linux, welches auf den FTP-Servern der University of Manchester im Februar 1992 veröffentlicht wurde, TAMU, das von einigen Programmierern der Texas A&M University etwa zum gleichen Zeitpunkt erstellt wurde und Softlanding Linux System (SLS).
GNU-Projekt
Da keine dieser Distributionen richtig gepflegt wurde, veröffentlichte Patrick Volkerding am 16. Juli 1993 die Distribution Slackware. Sie ist die älteste heute noch aktive Linux-Distribution.
Durch die Linux-Distributionen erweiterten sich die Einsatzmöglichkeiten von Linux drastisch. Es entwickelte sich zunehmend zu einer interessanten Alternative von proprietären Systemen wie UNIX, Microsoft Windows und Mac OS.
Die ersten Nutzer kannten UNIX von der Arbeit oder von der Schule her und hatten dementsprechende Vorkenntnisse. Sie schätzten Linux wegen der Stabilität und der Tatsache, dass sie kein Geld bezahlen mussten, wegen des Umfangs der beiliegenden Software und wegen der Möglichkeit, das System wegen der offenen Quellen eigenen Bedürfnissen anzupassen.
Waren die ersten Distributionen nur der Bequemlichkeit halber geschaffen worden, sind sie doch heute die übliche Art für Nutzer wie auch Entwickler, ein Linux-System zu installieren. Dabei werden die Linux-Distributionen heutzutage sowohl von Entwickler-Gruppen, als auch von Firmen oder gemeinnützigen Projekten entwickelt und betrieben.
Heutige Distributionen
Viele, vor allen Dingen kleine Distributionen, werden von kleinen Projekten oder auch Einzelpersonen gewartet und entwickelt, die sich meist über das Internet koordinieren und austauschen. Größere Distributionen haben in den meisten Fällen eine Stiftung gegründet, um die Arbeit besser und gezielter verwalten und geschlossener auftreten zu können.
Diese Stiftungen werden teilweise von Firmen unterstützt oder sind direkt von ihnen gegründet worden, um die Gemeinschaft der Entwickler besser an der Entwicklung der firmeneigenen Distribution zu beteiligen.
Der Einsatzbereich der Distribution kann dabei sehr unterschiedlich sein, und reicht vom Desktop-PC über Server-Installationen und Distributionen mit speziellen Netzwerkfähigkeiten bis hin zu Live-CDs oder Distributionen für Mobiltelefone, die jeweils einen ganz unterschiedlichen Funktionsumfang haben können.
Live-CD
Die Zusammensetzung einer üblichen Linux-Distribution für den Desktop-PC umfasst zum Beispiel:
- den Linux-Kernel, der die Basis für grundlegende Systemfunktionen bietet
- die GNU-Software, welche das grundlegende Basissystem bereitstellt, mit Kommandozeilenwerkzeugen um etwa Dateien zu be- und verarbeiten sowie weitere elementare Verwaltungswerkzeuge
- Kommandozeileninterpreter (auf englisch Shell genannt), aus deren Kommandozeile Anwendungen gestartet werden können
- ein X-Window-System, auf dem grafische Benutzeroberflächen laufen können
- einen Desktop oder einen Windowmanager als eine grafische Benutzeroberfläche, die eine komfortable Bedienung des Rechners im X-Window-System erlaubt
- verschiedene Anwendungsprogramme wie Office-Pakete, Editoren, E-Mailprogramme, Browser, Server-Software, Bildbetrachter uvam.
- Konfigurationsprogramme, um das System eigenen Bedürfnissen anzupassen, Software zu installieren und Hardware einzurichten
- Entwickler-Werkzeuge wie Compiler oder Interpreter für Programmiersprachen, die das Entwickeln von weiterer Software ermöglichen und das Arbeiten mit anderen Entwicklern und anderen Entwicklerwerkzeugen vereinfachen
- eine Vielzahl an Softwareprogrammen und -bibliotheken, die ein normaler Nutzer nicht sieht, die aber Dienste und Funktionalitäten bereitstellen, die von anderen Programmen genutzt werden
- ein Boot-Manager zum Starten des installierten Systems und eventueller anderer installierter Systeme
Dabei werden die meisten Distributionen in Form fertiger CD-Images im Internet bereit gestellt. Einige Distributoren verpacken ihr Angebot aber auch mit gedruckten Handbüchern oder Supportverträgen, und bieten diese kombinierten Angebote zum Verkauf an.
Boot-Manager
Live-Systeme
Eine Besonderheit bilden dabei die Live-Systeme, die von CD, DVD und anderen Medien gebootet werden. Diese werden von extra darauf ausgerichteten Distributionen oder von bestehenden Distributionen als Zusatz zu den Installationsdatenträgern erstellt.
Live-Systeme können als vollständiges Linux gestartet werden, ohne auf die Festplatte zu schreiben und ohne die bestehende Konfiguration eines Rechners zu verändern. So kann die entsprechende Linux-Distribution gefahrlos auf einem Computer getestet werden. Livesyteme eignen sich auch hervorragend zur Datenrettung und Systemanalyse, da sie von der Konfiguration des bereits bestehenden Systems unabhängig sind, und so auch von möglichen Infektionen durch Würmer und Viren nicht betroffen sind.
Auswahl einer passenden Linux-Distribution
Sieht man von möglichen Spezialisierungen ab, dann unterscheiden sich Linux-Distributionen primär in den folgenden Punkten:
- Welche Software-Pakete werden beigelegt und verwendet (z.B. welche grafische Benutzeroberflächen werden beigelegt und wie gut werden sie von der Distribution vorkonfiguriert)?
- Welche Verwaltungswerkzeuge werden eingesetzt, um das System leichter verwaltbar zu machen?
- Wie sieht es mit vorhandener Literatur (z.B. in Form von Handbüchern) aus?
- Gibt es offiziellen Support seitens des Distributors, in welchem Umfang und eventuell zu welche Konditionen (Preisen)?
- Wie sieht die Distributionspolitik aus, zu der auch gehört, ob kommerzielle Software beigelegt/verwendet wird?
- Wird die Distribution in einem Projekt von Freiwilligen, von einer Firma oder gar von beiden gemeinsam entwickelt?
- Wird die Distribution offiziell von kommerziellen Software-Anbietern unterstützt? Gibt es z.B. die bevorzugte Firmensoftware für diese Distribution?
- Auch kann die Größe, Hilfsbereitschaft und Kenntnisse der Nutzergemeinschaft von Distribution zu Distribution erheblich variieren.
Darüber hinaus spielt für viele Nutzer auch ein Angebot der bereits von Drittanbietern an die Distribution angepassten und für diese fertig verpackten Software eine Rolle, da dies sehr unterschiedlich sein kann.
Auf eine Aufzählung oder Gegenüberstellungen der wichtigsten bzw. populärsten Distributionen wird hier aufgrund der nur schwer zu ziehenden Grenzen und der Übersichtlichkeit verzichtet. Diese Informationen finden sich statt dessen auf den Seiten Liste von Linux-Distributionen und Vergleich von Linux-Distributionen.
Kompatibilität zwischen den Distributionen
Schon kurz nach dem Aufkommen der ersten Distributionen kamen verschiedene Ideen auf, wie die Installation von weiterer Software vereinfacht werden könnte. Dabei war das Ziel meist, die wichtigste Software bereits in Form fertiger, kompilierter Pakete bereit zu stellen und zusätzlich einen Mechanismus zur Verfügung zu stellen, der Abhängigkeiten weitere für die Funktion des zu installierenden Pakets unabdingbare Pakete auflösen kann.
Aus diesem Bedarf heraus sind verschiedene Paketmanagement-Systeme entstanden, die mit jeweils eigenen Paketformaten wie zum Beispiel RPM oder deb arbeiten. Dadurch hat nahezu jede Linux-Distribution eine eigene Softwareverwaltung mit eigenen Binärpaketen, die zu den Binärpaketen der anderen Distributionen teilweise inkompatibel sind.
Da aber nicht jedes Software-Projekt und nicht jeder Software-Entwickler die Kenntnisse und die Ressourcen hat, seine Software für jede Linux-Distribution einzeln bereitzustellen, wird diese meist nur im Quelltext veröffentlicht. Dieser ist aber nicht so einfach zu installieren, so dass normale Computer-Nutzer selten Software neben der von der Distribution mitgelieferten installieren.
Dies ist zugleich auch einer der größten Kritikpunkte vieler Nutzer an Linux, bzw. an den Linux-Distributionen. Außerdem können so viele kommerzielle Softwareanbieter ihre Software nur unter besimmten Distributionen anbieten, was dazu führt, dass nur bestimmte Distributionen im Firmenumfeld eine Chance haben.
Um zu verhindern, dass sich die einzelnen Distributionen mit fortschreitender Entwicklung noch weiter von einander entfernen, wurde die Free Standards Group ins Leben gerufen, die das Ziel hat, die binäre Interoperabilität zwischen den verschiedenen Distributionen zu ermöglichen.
Unter ihren verabschiedeten Standards gibt es die Linux Standard Base, welche übereinstimmende Binärschnittstellen („ABI“ genannt, für Application Binary Interface), einige Details zum inneren Aufbau und ein Paketsystem (hier RPM), das für die Installation von Drittanbieter-Software unterstützt werden muss definiert. Des Weiteren gibt es mit dem Filesystem Hierarchy Standard auch einen Dateisystem-Standard, der eine gemeinsame Benennung einiger Datei- und Verzeichnisnamen und eine übereinstimmende Struktur der Basisverzeichnisse ermöglicht und auch von der Linux Standard Base vorausgesetzt wird.
Zur Zeit werden diese Standards von den meisten Distributoren aber nur halbherzig umgesetzt, selbst wenn die Distributoren Mitglied bei der Stiftung sind. Die Situation verbessert sich langsam, da sich die kommerziellen Distributionen mehr an die LSB Standards annähern. Des weiteren gibt es zwar auch andere Lösungsansätze wie Autopackage, diese haben aber derzeit faktisch keine Relevanz.
Linux-Distributionen und Windows-Installationen
Die meisten Linux-Distributionen können neben bestehenden Installationen anderer Betriebssysteme installiert werden. Beim Start gibt dann der Boot-Manager eine Auswahl, aus der der Nutzer das zu startende Betriebssystem wählt.
Es gibt aber auch Linux-Distributionen, die innerhalb einer Windows-Sitzung oder innerhalb einer Windows-Partition verwendet werden können. Dabei werden sie unter Windows wie gewöhnliche Software installiert und entweder über einen Boot-Loader in Windows gebootet oder wie ein herkömmliches Windows-Programm gestartet. Solche Distributionen sind in der Regel für Probe- und Testzwecke gedacht oder werden als technische Machbarkeitsstudie entwickelt. Da bei diesen Distributionen Windows und Linux gleichzeitig laufen, sind diese Distributionen vergleichsweise langsam. Ein weiterer Nachteil ist die meist recht geringe Paket- bzw. Programmauswahl.
Literatur
- Kofler, Michael: Linux, München: Addison-Wesley, 2004, ISBN 3-827-32158-1
- Grassmuck, Volker: Freie Software zwischen Privat- und Gemeineigentum, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn; 2002, ISBN 3-893-31432-6, online: [http://freie-software.bpb.de/ Bundeszentrale für politische Bildung]
Weblinks
- [http://distrowatch.com/index.php?language=DE Distributionsübersicht mit Ranglisten auf distrowatch.com]
- [http://www.zegeniestudios.net/ldc/index.php Linux Distribution Chooser] - ein Hilfswerkzeug für die Wahl zwischen verschiedenen verbreiteten Linux-Distributionen (englisch)
-
Kategorie:Softwarepaket
!
ja:Linuxディストリビューション
K Desktop Environment
KDE (K Desktop Environment, ursprünglich Kool Desktop Environment, heute hat das K keine bestimmte Bedeutung mehr) ist ein frei verfügbarer Desktop, das heißt eine grafische Benutzeroberfläche mit vielen Zusatzprogrammen für den täglichen Gebrauch. Er ist vorrangig für Computer gemacht, auf denen ein Unix-Betriebssystem läuft, wie z. B. GNU/Linux, BSD oder Solaris. Über Cygwin kann KDE auch unter Windows betrieben werden. Für KDE 4 ist ein nativer Windows-Port geplant.
Hintergrund
Windows
KDE ist eine Oberfläche für Unix-Systeme die mit dem Ziel entwickelt wird, vollwertig, konsistent und leicht bedienbar zu sein. Sie ist damit mit den Oberflächen von Windows oder Mac OS oder mit dem GNOME-Projekt vergleichbar, das eine ähnliche Zielsetzung mit leicht anderen Prioritäten verfolgt. Zusammen mit einem frei verfügbaren Unix-Derivat wie GNU/Linux hat man damit eine komplett freie und offene Rechner-Plattform, die jedem kostenlos zugänglich ist, inklusive des Quellcodes, der von jedem verändert und angepasst werden darf.
KDE gilt als eine flexible Oberfläche, da der Endbenutzer verschiedene Einstellungsmöglichkeiten nutzen kann, um KDE, angefangen vom Optischen (über so genannte Themes) bis hin zum Verhalten, auf die persönlichen Bedürfnisse anzupassen.
Geschichte
Theme
Theme
Theme
Das Projekt wurde am 14. Oktober 1996 von Matthias Ettrich ins Leben gerufen (siehe [http://groups-beta.google.com/group/de.comp.os.linux.misc/msg/cb4b2d67ffc3ffce Usenet-Posting]). Man orientierte sich zunächst, sowohl vom Funktionsumfang als auch vom Namen her, am damals bereits verfügbaren aber proprietären Unix-Desktop CDE, setzte aber von Anfang auf eine objektorientierte Programmiersprache (C++) und eine umfangreiche, bereits bestehende Oberflächenbibliothek namens Qt, die von Trolltech entwickelt wurde.
Am 12. Juli 1998 war die Version 1.0 von KDE so weit, der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Diese frühen Versionen wurden von der Unix-Community mit gemischten Gefühlen empfangen: Es hagelte Kritik an der Verwendung eines unfreien Programmpakets (das oben genannte Qt) zur Erstellung eines freien Desktops, andere Kritiker wiederum bemängelten, dass man statt auf Qt nicht auf Motif bzw. das freie Pendant LessTif gesetzt hatte, das von ihnen als Standard empfunden wurde.
Den Kritikern zum Trotz wurde KDE von den Endbenutzern durchaus positiv aufgenommen und fand seinen Weg in erste Linux-Distributionen.
Eine der Konsequenzen der Lizenzdiskussion war, dass das lange Jahre nur als Idee existierende GNOME Projekt nun in Angriff genommen wurde, um einen vollkommen freien Desktop zu schaffen. Ein weiterer Lösungsansatz war, im Rahmen des Projekts Harmony einen freien, aber vollständig kompatiblen Ersatz für Qt zu entwickeln.
Dem dadurch entstandenen Druck auf Trolltech und der Überzeugungsarbeit der KDE-Entwickler war es zu verdanken, dass Trolltech sich schließlich im April 1998 dazu entschied, Qt in einer speziellen, freieren Version zur Verfügung zu stellen, die die Ansprüche der Community weitestgehend erfüllte. Das Projekt Harmony starb als Konsequenz, während GNOME als Projekt erfolgreich weitergeführt wurde.
Damit war auch endlich der Weg frei für die Aufnahme von KDE in weitere Linux-Distributionen, die sich dem bislang mit Verweis auf die Lizenzproblematik verweigert hatten und stattdessen GNOME unterstützten.
Der endgültige Durchbruch kam mit der Version 2.0 des 23. Oktober 2000. Die Infrastruktur des KDE-Systems wurde rundum überarbeitet, Aufsehen erregte jedoch vor allem Konqueror, der neue KDE-Dateimanager und -Webbrowser. Um dies nachzuvollziehen, muss man wissen, dass Unix zu dieser Zeit unter einem Defizit an brauchbaren Webbrowsern litt – Netscape Navigator war veraltet und instabil, während Mozilla noch nicht fertig gestellt war. Der Konqueror allein bewog deshalb viele Nutzer zum Umstieg, die KDE gegenüber bislang skeptisch eingestellt waren.
In der Version 3.0 des 3. April 2002 erhielt KDE ein neues Drucker-Framework und der Webbrowser Konqueror konnte DHTML interpretieren.
Mit der KDE-Version 3.1 des 28. Januar 2003 bekam KDE ein so genanntes Desktop-Sharing-Framework. Mit dessen Hilfe kann ein KDE-Desktop von einem entfernten Rechner aus bedient werden, was z. B. zur entfernten Administration durch Support-Hotlines benutzt werden kann. (Hinweis: Dies ist nicht mit der ohnehin vorhandenen Netzwerkfähigkeit des X-Window-Systems zu verwechseln!). Seit der Version 3.1 beherrscht Konqueror Tabbed-Browsing.
Ab der Version 3.2 des 3. Februar 2004 besitzt KDE die integrierte Groupware mit dem Namen Kontact. Diese Software-Suite vereinigt E-Mail, Adressbuch, Kalender, Terminplaner, Newsreader, Wetteranzeige, Geburtstagserinnerung, Notizblock und ToDo-Liste in einer Applikation.
In der Version 3.3 des 19. August 2004 wurde vor allem die Integration der verschiedenen Programme mit Kontact verbessert, um einheitlich auf verschiedene Aspekte der gleichen Daten zugreifen zu können.
Die am 16. März 2005 veröffentlichte Version 3.4 brachte neben dem grundlegend überarbeiteten Programm KPdf zum Anzeigen von PDF-Dateien auch eine Schnittstelle zur Ausgabe von Text als Sprache mit sich. Seit dieser Version können verschiedene Programme, wie z.B. der Webbrowser, die PDF-Anzeige oder der Editor Kate
ihre angezeigten Texte direkt als Sprache ausgeben lassen.
Organisation des KDE-Projekts
Wie viele Projekte aus der Freie-Software-Szene wird auch KDE hauptsächlich von ehrenamtlichen Entwicklern getragen. Zusätzlich sind weitere Entwickler bei verschiedenen Firmen wie zum Beispiel Novell für ihre Arbeit angestellt, oder werden von Firmen, z.B. Trolltech, gesponsert.
Dabei organisieren sich die Entwickler, Designer und Nutzer über die für solche Projekte üblichen Kommunikationswege wie E-Maillisten, Wikis, Web-Foren, Newsgroups und Konferenzen.
Die Vertretung des Projekts nach außen übernimmt der deutsche Verein KDE e.V., der auch das Recht an der Marke KDE inne hat. Er vertritt die Mitglieder in allen finanziellen und rechtlichen Belangen und hilft bei der Ausrichtung der Konferenzen und Treffen der Projektmitglieder.
Obwohl sowohl Entlickler als auch Anwender über die ganze Welt verstreut sind, befindet sich eine starke Entwicklungs- und Anwenderbasis in Europa und besonders in Deutschland. Der Webserver des Projekts befindet sich bei den Universitäten Tübingen und Kaiserslautern
Wichtige Merkmale der Benutzeroberfläche
Kaiserslautern , Kate und Quanta Plus]]
- Eine Kontrollleiste (Kicker). Sie dient zum Starten von Anwendungen und zum Umschalten zwischen den Arbeitsflächen. Sie enthält unter anderem den Anwendungsstarter und ist mittels Miniprogrammen, die zum Beispiel aktuelle Wetterdaten oder Nachrichten anzeigen, erweiterbar.
- Eine Programmleiste innerhalb der Kontrollleiste, die zum Umschalten und Verwalten der laufenden Anwendungen dient.
- Den Desktop selbst, auf dem häufig genutzte Dateien und Ordner abgelegt werden können. KDE bietet mehrere Desktops oder Arbeitsflächen, von denen jeder seine eigenen Fenster hat.
- Der Konqueror ist ebenso der zentrale Dateimanager wie auch Browser und Client für eine Reihe von anderen Protokollen (FTP, SSH, etc.).
- Das KDE-Kontrollzentrum dient der Verwaltung der KDE-Einstellungen wie zum Beispiel des Designs der Oberfläche oder Spracheinstellungen.
- Verschiedene KDE-Programme können angezeigte Texte direkt als Sprache ausgeben lassen.
- Alle Teile des KDE-Projekts sind in 51 verschiedenen Sprachen verfügbar, an der Übersetzung in weitere 30 Sprachen wird gearbeitet.
Programme des KDE-Projekts
KDE selbst ist eine Zusammenstellung vieler einzelner, in die Umgebung integrierter Programme.
Die Distribution wird dabei in folgende Bereiche unterteilt:
- aRts - Sound-Daemon des Porjekts
- KDE-Libs - Bibliotheken des Projekts
- KDE-Base - Basispakete wie der Windowmanager, der Desktop, kicker, Konqueror, etc.
- KDE-Network - Programme, die mit Netzverkehr und Netzkommunikation zu tun haben
- KDE-PIM - Pakete rund um die E-Mails, Organizer und Adressbücher
- KDE-Graphics - Graphiksoftware
- KDE-Multimedia - Musik- und Videosoftware
- KDE-Utilities - Werkzeuge wie Editoren, Taschenrechner, ...
- KDE-Edu - Programme, die zum Lernen eingesetzt werden
- KDE-Games - Spiele
- KDE-Toys - Kleinigkeiten, die das Arbeiten am Desktop auflockern
- KDE-Addons - Zusätze, die die Fähigkeiten bestehender Programme erweitern
- KDE-Artwork - zusätzliche Designs, Hintergründe und Bildschirmschoner
- KDE-Admin - Programme zur Vereinfachung der Systemadministration
- KDE-SDK - Werkzeuge zur einfacheren Entwicklung nicht nur von KDE-Programmen
- KOffice die Office-Suite der Umgebung
- KDevelop - eine vollständige integrierte Entwicklungsumgebung für C/C++
- Quanta - ein Werkzeug zur Web-Entwicklung
Eine Auflistung aller Programme des KDE-Projekts findet sich unter KDE-Programme.
Veröffentlichungen
Das KDE-Projekt kennt zwei Arten von Veröffentlichungen. Einmal gibt es die sogenannten Major-Releases, die sich durch eine Änderung der ersten oder zweiten Versionsnummer auszeichnen, und deutliche Änderungen und besondere neue Funktionen kennzeichnen, und die sogenannten Minor-Releases, die kleine Änderungen anzeigen, sich vor allen Dingen der Behebung von Fehlern widmen, und die durch die Änderung der dritten Zahl der Versionsnummer ausgezeichnet werden.
Dementsprechend werden Programme nur dann geändert, wenn KDE ein neues Release veröffentlicht. Damit sind alle Teilbereiche dem gleichen Release-Zyklus des Gesamtsystems unterworfen.
Veröffentlichte Major-Releases
Bisher gab es folgende Major-Releases: 1.0, 1.1, 2.0, 2.1, 2.2, 3.0, 3.1, 3.2, 3.3 und 3.4.
Dabei sind alle KDE-Releases mit der selben Hauptversionsnummer (e.g. KDE 1.x, KDE 2.x und KDE 3.x) Laufzeit- und Quellcode-kompatibel. Das bedeutet das Software, die für KDE 2.0 beschrieben wurde mit allen KDE 2.x-Versionen läuft, nicht aber unbedingt mit KDE 3.x.
Bis jetzt folgen die KDE Major-Releases dem Veröffentlichungs-Zyklus der Qt-Veröffentlichungen.
Das aktuelle Mayor Releaset 3.4 wurde am 16. März 2005 veröffentlicht, das folgende Major-Release 3.5 wird voraussichtlich Ende 2005 erhältlich sein, und wird das Letzte der 3er-Reihe sein. Es soll im Jahre 2006 von KDE 4 abgelöst werden, dass auf Qt 4 beruhen und grundlegende Änderungen mit sich bringen wird.
Architektur
Innerhalb des KDE-Systems arbeiten verschiedene Subsysteme, von deren Funktion der Benutzer normalerweise nicht sehr viel bemerkt. Zur unterliegenden Infrastruktur von KDE gehören u. a.:
- Qt – Plattformübergreifendes Grafik-Toolkit
- KWin – Fenstermanager
- aRts (Analog Realtime Synthesizer) – Ein Soundserver, der Sound aus mehreren Quellen in Software mischen kann und an die Sound-Infrastruktur des Betriebssystems durchreicht (Wird in KDE 4 ersetzt werden)
- KIO – die KDE I/O-Slaves bieten vereinheitlichten Dateizugriff für KDE-Anwendungen, auch netzwerktransparent. Konqueror und KDE können damit etwa auf Netzwerkfreigaben, Bluetooth-Geräte etc. zugreifen ohne einen Unterschied zu "normalen" Dateien zu bemerken.
- KParts – leichtgewichtiges grafisches Komponenten-Framework
- DCOP (Desktop Communication Protocol) – dient der Interprozesskommunikation zwischen KDE-Programmen
- Kiosk – einige Funktionen von KDE lassen sich abschalten, so dass der Benutzer in einer kontrollierten Umgebung arbeitet.
- KHTML – ein leistungsfähiger HTML-Renderer. Ein KHTML 3.0.2-Fork namens WebCore bildet den Kern von Apples Browser Safari.
- KConfigXT – nimmt eine XML-Datei und erzeugt daraus Quellcode zum Management von Konfigurationsoptionen, inklusive Klassen, mit denen sich die Optionen mit Konfigurationsdialogen verbinden lassen.
- XMLUI – erlaubt die Definition von GUI-Elementen wie z. B. Menüs und Werkzeugleisten durch XML-Dateien.
- Ktts – ermöglicht die Ausgabe von angezeigten Texten als gesprochene Sprache
Distributionen
KDE wird unter anderem in folgenden Linuxistributionen als Standardarbeitsoberfläche eingesetzt:
Mandriva (Mandrake), Slackware, Kubuntu und Knoppix. Neben GNOME in SUSE LINUX, Debian, Fedora Core und Gentoo Linux. Auch die BSD-Variante PC-BSD verwendet KDE als alleinige Arbeitsoberfläche.
KDE und die Wikipedia
PC-BSD
PC-BSD]]
Wie am 23. Juni 2005 bekannt wurde ([http://dot.kde.org/1119552379/ Artikel auf dot.kde.org] (englisch)), plant das KDE Projekt für die Versionen 3.5 und 4.0 von KDE die Integration der Wikipedia und des Wiktionarys in den Desktop. KDE-Programme sollen dann Informationen aus der Wikipedia wahlweise immer aktuell aus dem Internet oder aus einer lokalen, komprimierten Kopie der Wikipedia beziehen.
In folgenden Programmen ist die Integration der Wikipedia geplant oder teilweise bereits umgesetzt: Der KDE-Musikspieler amaroK kann Informationen über Interpreten aus der Wikipedia anzeigen (siehe Bildschirmfoto); die KDE-Uhr im Kicker bietet bei einem Rechtsklick die Option „dieser Tag in der Geschichte“, über die Informationen darüber abrufbar sind, was in der Vergangenheit am jeweiligen Datum passiert ist. Weiterhin ist ein eigenes Programm namens Knowledge geplant, das es ermöglicht, einfach und schnell in der Wikipedia über das Internet oder in der lokalen Version zu suchen und Artikel zu lesen.
Literatur
- Thomas Diehl: KDE 3. Praxisführer zur graphischen Benutzerumgebung für Linux/Unix. SUSE 2002 ISBN 3-934678-78-5 (Umfangreiche Beschreibung von KDE 3 und seiner Anwendungsprogramme)
- Stephan Lamprecht: KDE 3 für Einsteiger. Hanser 2005 ISBN 3-446-40022-2 (Beschreibung von KDE 3 distributionsübergreifend und basierend auf KDE 3.3 und KDE 3.4)
Weblinks
- [http://de.kde.org/ deutsche KDE Seite]
- [http://www.kde.org/ offizielle internationale KDE-Website] (englisch)
- [http://ev.kde.org Webseite des Vereins] (englisch)
-
Kategorie:Freie Software
!
ja:KDE
simple:KDE
Live-cdEin Live-System ist ein Betriebssystem, das ohne Installation und Beeinflussung des Inhalts der Festplatte gestartet werden kann. Das gesamte Betriebssystem wird hierzu auf einen bootfähigen Speicher wie USB-Stick, Flash-Speicher, Diskette, CD oder DVD installiert.
Vom entsprechenden Speichermedium wird gebootet, die Einstellungen hierfür werden im Bios vorgenommen. Nach dem Starten steht eine fertig eingerichtete Betriebssystem-Umgebung mit verschiedenen Anwendungen bereit. Nach Entfernung des Mediums ist der PC wieder im Ursprungszustand, da das ursprüngliche Betriebssystem auf der Festplatte nicht angerührt wird. Nach einem Neustart sind alle Daten des Live-Systems wieder verschwunden, da diese nur in das RAM geschrieben wurden. Aufgrund dieses Konzeptes werden bei Benutzung eines Live-Systems keinerlei Benutzeraktivitäten oder Änderungen gespeichert. Auf Wunsch können Konfigurationsdaten meist auf Festplatte, USB-Stick oder Diskette gesichert werden, um diese später wieder nutzen zu können.
Je nach Zielgruppe und Anwendungsbereich bauen Live-Systeme auf verschiedenen Betriebssystemen auf und beinhalten verschiedene Anwendungen. Weil kein Schreibzugriff auf die Hardware benötigt wird, eignen sich Live-Systeme besonders für Hardware-Diagnose, Fehlerbehebung und Datenrettung und sicheres Internetsurfen.
Anwendungen
Einsatzmöglichkeiten von Live-Systemen
Zum Ausprobieren
Dadurch, dass ein Live-System grundsätzlich keine Daten auf die Festplatte schreiben muss, eignet es sich dazu, alternative Betriebssysteme auszuprobieren, ohne Gefahr zu laufen, bei Fehlkonfigurationen oder Installationsproblemen Schaden davonzutragen.
Zur Reparatur eines bestehenden Systems
In viele Live-Systeme wie Knoppix sind Analyseprogramme integriert. Bei Schwierigkeiten mit einem installierten Betriebssystem lässt sich ein Live-System booten um Fehler zu finden und zu beheben. Beispiel: Durch das Arbeiten im root bzw. Administrator-Modus ist Vollzugriff auf die Festplatten möglich, so können etwa mittels Live-CD eventuell noch Daten gerettet oder das System repariert werden.
Sicher ins Internet
Wenn keine Schreibgenehmigungen für die Festplatten erteilt werden, ist es praktisch unmöglich, sich beim Internetsurfen über ein Live-System einen Virus oder ein anderes schädliches Programm einzufangen.
Live-Perfomance
Mit dem Live-System [http://dynebolic.org DYNE:BOLIC] ist es möglich, wo immer ein Rechner steht eine Multimediashow zu veranstalten, einen MP3-Streamingserver aufzusetzen oder auch nur seine gewohnte Arbeitsumgebung zu haben.
Übersicht Live-Systeme
Linux
Sehr verbreitet sind Live-Systeme auf CD oder DVD zum Kennenlernen von Linux. Sie lassen den Festplatteninhalt bewusst unverändert. Die meisten Live-Systeme lassen sich auf Wunsch auf der Festplatte installieren und als vollwertiges, bereits fertig eingerichtetes Betriebssystem nutzen.
Einige Beispiele sind hier aufgelistet, für eine umfangreiche Liste aller Live-Distributionen siehe den Artikel Liste von Linux-Distributionen.
- Knoppix ist die wohl bekannteste Linux-Live-Distribution, auf DVD oder CD
- SuSE-Live-CD und Mandriva-Move sind typische Beispiel für eine Live-CD/DVD zum ausprobieren einer normalen Distribution
- Morphix ist ein Projekt, bei dem man sich eine eigene Live-CD aus bestehenden Modulen bauen kann
- Damn Small Linux ist eine auf geringen Verbrauch und geringe Ressourcen spezialisierte Live-Distribution, von einem USB-Stick bootbar
- MoviX verwandelt den Computer in eine Jukebox oder einen Video-Abspielgerät
- Lamppix und Lamppix Mini enthalten einen Webserver mit PHP, Perl und verschiedene Werkzeuge
- Knoppicillin der c't-Redaktion ist eine auf den Textmodus reduzierte Knoppix-Variante mit Virenscanner, Netzwerk- und WLAN-Analyse, -test und -forensik [http://www.remote-exploit.org/]
- M0n0wall ist eine Live-Firewall
- Kanotix ist ein auf Debian basierendes Live-Linux mit sehr guter Unterstützung für aktuelle Hardware (fälschlicherweise auch ab und zu Kantonix genannt)
Andere Betriebssysteme
- AFROS Live-CD [http://aranym.sourceforge.net/livecd.html] – bootet das freie Betriebssystem AFROS auf Ataris
- BeOS LiveCD (XBEOX) [http://www.bebits.com/app/3861] und Shot's BeOS LiveCD – basieren auf BeOS
- ZETA Live-CD [http://www.yellowtab.com/news/article.php?id=167] oder [http://download.freenet.de/archiv_z/zeta_live-cd_7560.html] - Nachfolger von BeOS
- FreeSBIE [http://www.freesbie.org/] – basiert auf FreeBSD
- ReactOS-Live-CD
- Schillix [http://schillix.berlios.de] – Live-CD auf Basis von OpenSolaris
- Syllable-Live-CD
- mit Bart PE entwickelte Live-CDs, die auf Windows basieren
- mit BootCD erstellte Live-CDs, die auf Mac OS X aufbauen
Entwicklung und Ausblick
Bereits die ersten Betriebssysteme ließen sich direkt vom Startmedium betreiben, auf das nach dem Start nicht mehr zurückgegriffen werden musste. Beispiele sind frühe UNIX-Versionen, CPM/8, MS-DOS 1.0 (1981) und Mac OS System 0.1 (1984) die damals noch von "Live-Disketten" betrieben wurden. Mit größerer Komplexität der Systeme wurden später Installationen auf der Festplatte notwendig und Live-Startmedien gerieten in Vergessenheit.
Bequemen Umgang mit Live-CDs ermöglichte dann Mac OS 7. Es wurde mit einer startfähigen Installations-CD oder Disketten ausgeliefert. Durch einfaches Verschieben eines Systemorders auf CD ließ sich voll funktionstüchtige Live-CD erstellen. Macintosh Anwendungen laufen meist problemlos von einer CD, da sie nicht auf eine beschreibbare Windows-Registry oder ähnliches angewiesen sind.
Microsoft hat für die Verwaltung großer Unternehmensnetzwerke Windows PE (Preinstalled Environment) an Entwickler verteilt, eine nicht öffentlich verfügbare Live-CD mit Windows 2000. Microsoft hat kein Interesse an einfach zu erstellenden und bequem benutzbaren Live-CDs. Dadurch würde sich eine einmal erworbene Windows-Version beliebig und für den Hersteller nicht nachprüfbar auf verschiedenen Rechnern einsetzen lassen. Dies wird dann illegal, wenn von einer Betriebssystem-Installation mehrere Live-CDs erstellt werden. Daher betrachtet Microsoft das Projekt Bart PE mit Argwohn und Sorge.
Großes Interesse der Öffentlichkeit und zunehmende Verbreitung fanden Live-CDs mit der Entwicklung von Knoppix, von dem es mittlerweile unzählige Derivate gibt.
Mit Damn Small Linux gibt es ein System, das sich komplett auf einen USB-Stick installieren lässt.
Mandriva Move ist ein Live-System, das kommerziell vertrieben wird, es ist anzunehmen, das andere Firmen diesem Beispiel folgen werden. Allerdings ist fraglich, wie stark sich Live-Systeme vermarkten lassen, da es einerseits viele relativ ausgereifte, frei erhätliche Varianten gibt, andererseits sich die dauerhafte Anwendung einer Live-CD in der Praxis auf Anwendungen wie Firewalls beschränkt, da der Inhalt der CDs nicht verändert werden kann.
Literatur
- Hattenhauer, Rainer: Linux-Livesysteme – Knoppix, Ubuntu, Morphix, Kanotix, Mepis, Slax & Co, Galileo Press, 2005, ISBN 3898426319
Weblinks
- [http://www.unix-ag.uni-hannover.de/76.html Live-CDs mit Beschreibungen]
- [http://distrowatch.com/dwres.php?language=DE&resource=cd DistroWatch.com] – tägliche Informationen über Linux-Distributionen
- [http://www.frozentech.com/content/livecd.php tabellarische Auflistung von Linux Live-CDs] (engl.)
- [http://www.linuxgazette.com/node/9185 "Little 'Live' Linuxes – The Coolest Things Since Sliced Bread"] – Artikel zu Linux-Live-CDs (engl.)
- [http://www.linux-live.org/ linux-live.org] – Script zum Erstellen eigener Live-Systeme aus diversen Distributionen
!
MP3MP3, eigentlich MPEG-1 Audio Layer 3, ist ein Dateiformat zur verlustbehafteten Audiokompression.
Geschichte
Entwickelt wurde das Format ab 1987 von einer Gruppe um Karlheinz Brandenburg am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen in Zusammenarbeit mit AT&T Bell Labs und Thomson. 1992 wurde es als Teil des MPEG-1-Standards festgeschrieben. Die Dateiendung .mp3 (als Abkürzung für ISO MPEG Audio Layer 3) wurde am 14. Juli 1995 nach einer institutsinternen Umfrage [http://www.iis.fraunhofer.de/pub_rel/presse/2005/mp3/index_d.html festgelegt]. Wie viele der aktuellen Kodierverfahren sind Kernbereiche von MP3 durch Patente geschützt. Prof. Dr. Brandenburg wurde für die Entwicklung dieses Datenformates mehrfach ausgezeichnet. Er ist heute Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau und lehrender Professor am Institut für Medientechnik der TU Ilmenau.
Verfahren
Wie alle anderen verlustbehafteten Kompressionsformate für Musik nutzt MP3 sogenannte psychoakustische Effekte der Wahrnehmung aus, z.B. dass der Mensch zwei Töne erst ab einem gewissen Mindestunterschied der Tonhöhe (Frequenz) voneinander unterscheiden kann oder dass man vor und nach sehr lauten Geräuschen für kurze Zeit leisere Geräusche schlechter oder gar nicht wahrnimmt. Man braucht also nicht das Urspungssignal exakt abzuspeichern, sondern es reichen die Signalanteile, die das menschliche Gehör auch wahrnehmen kann. Die Aufgabe des Kodierers ist es, das Signal so aufzuarbeiten, dass es weniger Speicherplatz benötigt, aber sich noch genauso anhört wie das Original.
Der Decoder erzeugt aus diesem MP3 dann ein für die überwiegende Anzahl von Hörern original klingendes Signal, das aber nicht mit dem Ursprungssignal identisch ist, da bei der Umwandlung in MP3 Informationen entfernt wurden.
Die hörbaren Verluste hängen von der Qualität des Kodierers, von der Komplexität des Signals, von der Datenrate, von der verwendeten Audiotechnik (Verstärker, Verbindungskabel, Lautsprecher) und schließlich auch vom Gehör des Hörers ab. Das MP3-Format erlaubt Datenraten von 8 kBit/s bis zu 320 kBit/s. Hohe Datenraten bei nominal 256 kBit/s und höher sind vertretbar, aber eine Originaldatei ist meist doch unersetzlich. Diese Eindrücke sind jedoch recht subjektiv und von Mensch zu Mensch sowie von Gehör zu Gehör unterschiedlich.
Neben der Kodierung mit konstanter Datenrate (und damit schwankender Qualität) ist auch eine Kodierung mit konstanter Qualität (und damit schwankender Bitrate) möglich. Man vermeidet damit (weitgehend) Qualitätseinbrüche an schwierig zu kodierenden Musikstellen, man gibt die [http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=20 Qualitätsstufe] vor und erhält die dafür minimal notwendige Datei.
Datenkompression
Siehe auch: Audiokompression mit Hilfe des psychoakustischen Modells
- Ein erster Schritt der Datenkompression beruht zum Beispiel auf der Kanalkopplung des Stereosignals durch Differenzbildung. Das ist ein verlustloses Verfahren, die Ausgangssignale können vollständig reproduziert werden.
- Nicht hörbare Frequenzen – das für einen Erwachsenen erfassbare Spektrum deckt etwa den Bereich 20 Hz bis 18 kHz ab – werden im fouriertransfomierten Datenmaterial abgeschnitten. Das ist auch wegen des Abtasttheorems notwendig. Wenn mit niedrigerer Frequenz als 44 kHz abgetastet wird, muss die Grenzfrequenz noch weiter reduziert werden, zum Beispiel auf 10 kHz bei 22 kHz Abtastfrequenz.
- So genannte Maskierungseffekte werden genutzt, um weitere Redundanz zu beseitigen. Dabei werden vom Menschen nicht wahrgenommene Töne aus dem Signal weggelassen (zum Beispiel sehr leise Töne in lauter Umgebung oder auch die Obertöne über 20kHz)…
- Die Daten, die in sog. Frames vorliegen, werden schließlich Huffman-entropiekodiert.
Bei starker Kompression werden auch hörbare Frequenzen von der Kompression erfasst, sie sind dann als Kompressionsartefakte hörbar.
Weiterentwicklung
MP3 ist ein im Internet viel verwendetes Format, führt jedoch auf Seiten der Industrie ein Schattendasein. Es handelt sich um ein proprietäres Format, das als Nachfolger von MP2 entwickelt wurde und in letzter Minute in den ISO-Standard aufgenommen wurde.
In der Industrie wurde zu dieser Zeit schon an dem MDCT-basierten AAC gearbeitet, das sauberer entworfen ist und bei vergleichbarem Aufwand bessere Ergebnisse liefert. AAC sollte daher als eigentliche Weiterentwicklung angesehen werden.
Neben dieser Weiterentwicklung (in Richtung einer hochqualitativen Kodierung) gibt es auch Weiterentwicklungen, um bei sehr niedrigen Datenraten (<96 kbps) noch akzeptable Klangqualität zu erreichen. Vertreter dieser Kategorie sind MP3Pro sowie MPEG-4 AAC HE bzw. AAC+. [http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=20 Transparenz] ist mit diesen Verfahren allerdings nicht erreichbar.
MPEG-4
Die Erweiterung um Multikanalfähigkeiten bietet das MP3 Surround-Format des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS. MP3 Surround erlaubt die Wiedergabe von 5.1-Ton bei Bitraten, die mit denen von Stereoton vergleichbar sind und ist zudem vollständig rückwärtskompatibel: So können herkömmliche MP3-Decoder das Signal in Stereo decodieren, MP3 Surround-Decoder aber vollen 5.1-Surround-Klang erzeugen.
Dafür wird das Multikanal-Material zu einem Stereosignal gemischt und von einem regulären MP3-Encoder codiert. Gleichzeitig werden die Raumklanginformationen aus dem Original als Surround-Erweiterungsdaten in das „Ancillary Data“-Datenfeld des MP3-Bitstroms eingefügt. Die MP3-Daten können dann von jedem MP3-Decoder als Stereosignal wiedergegeben werden. Der MP3 Surround-Decoder nutzt die eingefügten Erweiterungsdaten und gibt das volle Multikanal-Audiosignal wieder.
Vergleichbar ist das Verfahren mit Dolby Surround pro Logic, die VCAs zur Übersprechdämpfung werden allerdings durch Helperinformationen gesteuert.
Weitere Entwicklungen betreffen das DRM-Verfahren (Digital Rights Management) zum Urheberschutz, das nach verschiedenen Quellen in zukünftigen Versionen implementiert werden soll.
Anwendung
Audio-Rohmaterial benötigt viel Speicherplatz (80 Minuten in CD-Qualität benötigen etwa 808 MB) und zum Transfer (beispielsweise über das Internet) große Datenübertragungsraten und/oder viel Zeit. Die verlustlose Komprimierung leistet hier nur wenig im Vergleich zur verlustbehafteten Komprimierung. So erlangte das MP3-Format für Audio-Daten schnell den Status, den das JPEG-Format für Bild-Daten hat.
MP3 wurde vor allem durch Musiktauschbörsen in der breiten Öffentlichkeit bekannt, wird aber auch bei vielen DVD-Rips als Audioformat benutzt.
Die MP3-Technologie wird für so genannte MP3-Player eingesetzt, mit denen man auch unterwegs Musik hören kann. MP3-Player unterscheiden sich im Wesentlichen in der Speichertechnik, so gibt es Abspielgeräte mit Festplatten (z. B. iRiver und iPod), mit Festspeicher (Flash-Speicherung), mit verschiedenen Speicherfingern oder Speicherkarten und mit CD oder Mini-CD als Speichermedium.
Gerade beim Abspielen von Liedern, die nahtlos ineinander übergehen (z. B. Aufnahmen von Live-Konzerten) wird die kurze Pause zwischen den Liedern als störend empfunden. Der Grund dieser Pause liegt im Komprimierungsverfahren, wobei vom Anfang und Ende des Liedes ein kleines Stückchen abgeschnitten wird. Viele Abspielgeräte lassen sich darüberhinaus auch noch Zeit, das nächste Lied zu finden und zu laden, wodurch die Pause noch länger wird. Für Software-Player, die an PCs verwendet werden, gibt es Aushilfen in Form von z. B. Cross-Fader, die kurz vor dem Ende des Liedes das nächste starten. Der LAME-Encoder ermöglicht allerdings die Herstellung von Musikstücken mit unterbrechungsfreien Übergängen. Dieses sogenannte gapless-playback wird zwar beispielsweise von Foobar2000 und Winamp, aber nicht von weit verbreiteter Abspielsoftware wie Microsoft Windows Media Player oder Apple iTunes unterstützt.
Im WWW finden sich zahlreiche Anwendungen zur MP3-Technologie, von selbstkomponierter Musik über (selbst) gesprochene Hörbücher, Hörspiele, Vogelstimmen und andere Klänge bis hin zum Podcasting-Phänomen. Musiker können nun auch ohne einen Vertrieb ihre Musik weltweit verbreiten und Klangaufnahmen ohne großen Aufwand auf einer Website zur Verfügung stellen. Nutzer können über Suchmaschinen alle erdenklichen (nicht kommerziellen) Klänge und Musikrichtungen finden. Mit mp3.com gab es für einige Jahre ein populäres Portal in dem Musiker ihre Musik zugänglich machen und auch verkaufen konnten.
Tagging
MP3-Dateien bieten die Möglichkeit, unabhängig vom Dateinamen, Metadaten (z. B. Titel, Interpret, Album, Jahr, Genre) zu dem enthaltenen Musikstück zu speichern.
Bei MP3 werden dafür ID3-Tags eingesetzt, von denen es verschiedene Versionen gibt. Version 1 (ID3v1) ist auf 30 Zeichen pro Eintrag und wenige Standard-Einträge beschränkt. Die wesentlich flexiblere Version 2 (ID3v2) wird allerdings nicht von allen Playern (insbesondere Hardware-Playern) unterstützt und erfordert - sofern kein Padding verwendet wird, d.h. ein Bereich in der Datei freigehalten wurde - das erneute Schreiben der gesamten Datei.
Die Metadaten aus dem ID3-Tag können z. B. genutzt werden, um Informationen zum gerade abgespielten Stück anzuzeigen, die Titel in Wiedergabelisten (Playlists) zu sortieren oder Archive zu organisieren.
Alternative Codecs und Audio-Formate
Neben dem Fraunhofer MP3-Encoder gibt es noch die Open-Source-Alternative LAME. Dieser Encoder bietet weit mehr Optionen an und die mit Abstand beste Klangqualität. Aktuelle Versionen von LAME sollen sogar oft ähnlich gute Qualität wie weniger ausgereifte Encoder für neuere Standards liefern.
Eine Alternative ist das freie, auf MP2-Algorithmen basierende, Musepack (früher MPEGPlus), das bei Bitraten über 160 kbit/s wesentlich bessere Qualitat bietet als das MP3-Format. Dateien im Musepack-Format erkennt man an der Erweiterung mpc oder mp+.
Eine weitere freie Alternative findet sich im Format Ogg Vorbis (Dateiendung .ogg), das im Gegensatz zu MP3 von den Entwicklern als patentfrei bezeichnet wird und quelloffen ist. Ogg Vorbis hat sich bei Hörtests gegenüber MP3 in praktisch allen Bitratenbereichen als überlegen erwiesen und bietet wesentlich mehr Leistungsmerkmale wie Mehrkanal-Unterstützung oder Gapless Playback.
Advanced Audio Coding, kurz AAC, ist ein im Rahmen von MPEG-2 und MPEG-4 standardisiertes Verfahren, welches von mehreren großen Firmen entwickelt wurde. So setzen Apple und Real Media dieses Format für ihre Online-Musikläden ein und die Nero AG stellt einen Encoder für dieses Format bereit. Mit [http://www.audiocoding.com/ faac] befindet sich auch ein freier Encoder auf dem Markt. AAC wurde auch aufgrund der Designfehler des MP3-Formates entworfen.
Siehe auch
- LAME (verbreiteter Encoder)
- Vorbis, Musepack (freie Audiocodecs)
- AAC, WMA (proprietäre Audiocodecs)
- ATRAC und ATRAC3plus
- CDex, Exact Audio Copy (Programme zum Umwandeln von Audio-CDs in komprimierte Audiodaten wie MP3)
Weblinks
- [http://www.iis.fraunhofer.de/amm/techinf/layer3/ Fraunhofer-MP3-Seite] (englisch)
- [http://www.fh-jena.de/contrib/fb/et/personal/ansorg/mp3/mp3_2_res.htm technische Spezifikation zum MP3-Codec]
- [http://www.mp3licensing.com/ Informationen zur Lizenzierung und Gebührenliste] (englisch)
- [http://www.mp3surround-format.de Demosoftware und Informationen zu MP3-Surround]
- [http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=47 Anleitung: Audio-CDs nach MP3 konvertieren]
- [http://www.mpex.net/info/burrrn.html Anleitung: MP3 und andere Formate als Audio-CD brennen]
- [http://www.foto-freeware.de/mp3-player-test-1.php MP3 Player Test]
- [http://www.allthemusic.de/ allthemusic.de: mp3's kaufen und weiterverkaufen. Das Potato-System macht's möglich.]
Kategorie:MP3
ja:MP3
ko:MP3
simple:MP3
zh-min-nan:MP3
DivX
DivX (engl.: [], dt.: []) ist wie XviD oder HDX4 ein MPEG-4-kompatibler Video-Codec, der von DivXNetworks entwickelt wurde. Der Codec ist für seine Fähigkeit bekannt, große Videodateien bei guter Qualität vergleichsweise stark komprimieren zu können. Es gibt bereits Hardware-DVD-Player, die DivX-Videos abspielen können.
DivX ist nicht mit DIVX zu verwechseln, einem seinerzeit umstrittenen DVD-Mietsystem, das um 1998 vom US-Elektronikeinzelhändler Circuit City entwickelt wurde. Zuerst wurde der Codec DivX ;-) (mit dem Smiley) genannt – als eine höhnische Anspielung darauf, dass der Code aus dem gecrackten MPEG-4-Projekt von Microsoft stammte.
Ein typischer DVD-Film ist sechs bis acht Gigabyte groß, mit der DivX-Videokompression lässt sich der Film auf einer einzigen CD-ROM (650 – 700 MB) speichern. Die Qualität bleibt trotzdem relativ hoch, bei Szenen mit viel Bewegung können jedoch Kompressionsartefakte entstehen. Es gibt viele Programme, die aus einer normalen DVD eine DivX-Datei erstellen können (rippen). Die resultierende Datei kann dann auf Festplatte gespeichert werden oder auf CD oder DVD gebrannt werden.
Da DivX nur das MPEG-4-Simple-Profile unterstützt, empfiehlt es sich, einen zirka zwei Stunden dauernden Film in zwei 700 MB große Videosequenzen zu enkodieren, um eine gute Bildqualität zu erreichen. Sobald das MPEG-4-Advance-Profile vollständig unterstützt wird, sollte jedoch eine 700 MB große Videosequenz völlig für einen kompletten zweistündigen Film ausreichen. Erste Ansätze von MPEG-4-Advance-Profiles in Nero Digital und dem PowerEncoder von CyberLink zeigen dies schon heute! Damit ist es möglich, eine DVD nahezu ohne Qualitätsverlust auf ein Fünftel ihrer ursprünglichen Größe zu schrumpfen.
DivX 3.11 und frühere Versionen des Codecs entstanden, indem Microsofts MPEG-4-Codec gehackt wurde; dieser war durch einen französischen Hacker namens Jerome (Gej) Rota aus einer Betaversion des Windows Media Players extrahiert worden. Der Hack modifizierte den Microsoft-Codec, um das komprimierte Video nicht nur als ASF-Datei, sondern auch als AVI-Datei speichern zu können. Die von Rota gegründete Firma DivXNetworks, Inc. entwickelte später eine komplett neue Version, um in den USA Patentverletzungen zu vermeiden. DivXNetworks hat in den USA ein Patent auf den neuen Codec angemeldet.
- Man kann den aktuellen DivX-Codec in Version 6.0.3 für Windows 2000, Windows XP und bald auch für Mac OS X von der DivX-Website herunterladen.
- Den älteren DivX-Codec in Version 5.2.1 kann man noch für die Betriebssysteme Mac OS 9 und Mac OS X herunterladen.
- Für Windows 98 und Windows ME steht seit der DivX-Codec-Version 6.0 nurmehr der DivX-Player zum Download bereit.
Der DivX-Codec ist allerdings keine Freie oder Open-Source-Software. 2001 wurde jedoch von DivXNetworks eine offene Version (OpenDivX) veröffentlicht. Diese Version war Grundlage für den offenen XviD-Codec, der von einer unabhängigen Gruppe unterstützt wird. Alternativ kann zum Anschauen von MPEG-4-Videos FFDshow verwendet werden.
DivX-Formate
Der Erfolg von DivX im Heimbereich hat sich in den letzten Jahren soweit gesteigert, dass selbst DVD-Player im Niedrig-Preis-Segment DivX unterstützen.
Um sich weiter im Heimbereich zu festigen wird die Breite an Abspielmöglichkeiten weiter gesteigert, in dem der Codec auch für den Einsatz auf anderen Plattformen weiterentwickelt wurde.
So gibt es zusätzlich die Möglichkeit Filme im resourcen- und speicherschonenden Formaten für den Einsatz auf PDAs und Handheld zu komprimieren, als auch für den anspruchsvollen Heimkinoeinsatz in hochauflösenden Formaten (High Definition Television).
Filme mit hochauflösendem Bild verlangen mehr Leistung vom Prozessor, als auch mehr Speicherplatz. Jedoch wird man dennoch deutlich unter dem Bedarf eines vergleichbaren MPEG-2-Filmes bleiben.
Siehe auch
- Videokompression
- Videoformat
- Xvid
- HDX4
- 3ivx
Weblinks
- [http://www.divx.com/?lang=de divx.com] Offizielle Webpräsenz
- [http://www.netzwelt.de/news/69760-tutorial-divxfilme-erstellen-mit-dr.html netzwelt.de/...] Anleitung zum Erstellen von DivX-Filmen mit Dr. DivX
- Filmtrailer in hochauflösendem DivX-Format:
- [http://www.divx.com/hd/ divx.com/hd] vom Hersteller, 5 Kinofilme
- [http://swm.pp.se/hdtv/ swm.pp.se/hdtv] Samples von den Serien Alias (Folge: Reunion) und Las Vegas
- [http://www.gutenburger.de/index.php?option=com_content&task=category§ionid=4&id=23&Itemid=41 gutenburger.de/...] Inoffizielles Handbuch 'DivX R.T.F.M.', erschienen unter Creative Commons-Lizenz
- [http://www.oldversion.com/program.php?n=divx oldversion.com/...] Ältere Versionen von DivX
Kategorie:Videokompression
Kategorie:Codec
ja:DivX
Kategorie:Linux-DistributionArtikel zu Linux-Distributionen:
Kategorie:Linux
ja:Category:Linuxディストリビューション
simple:Category:Linux
391 BCCenturies: 5th century BC - 4th century BC - 3rd century BC
Decades: 440s BC 430s BC 420s BC 410s BC 400s BC - 390s BC - 380s BC 370s BC 360s BC 350s BC 340s BC
396 BC 395 BC 394 BC 393 BC 392 BC - 391 BC - 390 BC 389 BC 388 BC 387 BC 386 BC
----
Events
-
Births
-
Deaths
- Mozi, Chinese philosopher (approximate date)
Category:390s BC
ko:391년
gu Links Karty grafiki Odszkodowanie Granada accommodation Baby names
|
|
|
| :: RELATED NEWS :: |
XeTeX
XETEX ist eine von Jonathan Kew programmierte Alternative für pdfLaTeX auf der Mac-OS-X-Plattform. XeTeX basiert auf e-TeX, und nicht auf pdfTeX.
XeTeX ist der Nachfolger von TeXGX, das für die von Apple inzwischen aufgegebene Technik QuickDraw GX geschrieben war.
XeTeX erweitert die Fähigkeit
|
Elektrookulographie
Die Elektrookulografie bzw. -graphie (EOG) ist ein Messverfahren, bei dem die Bewegung der Augen gemessen wird. Das Verfahren nutzt die Tatsache, dass die Netzhaut des Auges gegenüber der Hornhaut elektrisch negativ geladen ist. Durch seitlich der Augen auf die Haut geklebte Elektroden kann daher eine Spannungsänderung gemessen werden, die proportional der horizontalen bzw. vertikalen Augenbewegung ist. Da Augenbw
|
Polygraphie
Polygrafie bzw -graphie (griech. polygraphía = Vielschreiben) ist
#im Druckereigewerbe: zusammenfassender Begriff für Verfahren und Methoden des Offset- und Buchdrucks sowie verwandter Vervielfältigsverfahren einschließlich der buchbinderischen Verarbeitung
#in der Medizin: Verfahren in der Röntgentechnik, bei dem mit mehrere
|
Noker
Noker ist der Autor des frühmittelhochdeutsches Gedichtes Memento mori, bestehend aus 142 Reimpaarversen, verfasst wohl gegen Ende des 11. Jahrhunderts (überliefert in einer Straßburger Handschrift).
In der Art einer Bußpredigt ermahnt Noker seine Mitmenschen, an den Tod zu denken, warnt vor der Hölle und bittet Gott, Erbarmen zu zeigen mit der „bösen“ Welt.
Hinter Noker vermutet die Forschung - höchst hypothetisch - den zweiten 1596 im Raum Eger im heutigen Ungarn statt. Es war eine Schlacht während der sogenannten Türkenkriege.
Osmanische Truppen unter ihrem Anführer Mehmed trafen auf das österreichische Heer unter Erzherzog Maximilian von Habsburg
|
Output Management
Output Management ist die Steuerung von Druck und ggf. weiteren Ausgangskanälen in Unternehmen oder Druckzentren. In umfassenderer Bedeutung die Verteilung von elektronischen oder physisch vorliegenden Dokumenten an alle benötigten Empfänger im Unternehmen oder außerhalb des Unternehmens.
Output Management in Unternehmen allgemein
Versorgung von Mitarbeitern und Externen (Kunden, Interessenten etc.) mit notwendigen Dokumenten. Zudem sollten die Dokumente leicht lesbar, druckbar oder speicherbar sein.
Dokumente können als
|
TeXShop
TeXShop ist ein quelloffenes Programm zur Verwendung von TeX auf der Mac-OS-X-Plattform.
Es wurde von dem amerikanischen Mathematikprofessor Richard Koch entwickelt. TeXShop wurde eigens für die Mac-OS-X-Benutzeroberfläche Aqua geschaffen und profitiert von der nativen PDF-Unterstützung des Mac-Betriebssystems. Von Mitsuhiro Shishikura wurde es um die Fähigkeit erweitert, mathematische Ausdrücke direkt in Sachsen-Anhalt nördlich von Bitterfeld.
Geografie
Jeßnitz liegt in einer Auenlandschaft am unteren Abschnitt der Mulde. Östlich der Stadt beginnt die Dübener Heide. Nächstgelegene größere Städte sind Dessau etwa 20 km nör
|
Geschichte des Fußballs
Es gibt unterschiedliche Überlieferungen über die Anfänge des Fußballspieles. Schon etwa im 2. Jahrtausend v. Chr. wurde in China ein fußballähnliches Spiel mit dem Namen Ts’uh-küh ausgetragen. Von den damaligen Fußballregeln dieses Spieles ist nichts bekannt. Jedoch gilt es als sicher, dass dieses Spiel als militärisches Ausbildungsprogramm durchgeführt wurde. Im Laufe der Zhou-Dynastie breitete sich das Sportspiel auch im Volke aus und man versuc
|
Zonguldak (Provinz)
Zonguldak ist eine Provinz in der Türkei. Ihre Hauptstadt ist Zonguldak.
Flächenmaß: 8.629 km²
Einwohnerzahl: 1.073.560 (1990)
Straßenverkehrsnummer der Stadt: 67
Landkreise: Zonguldak (merkez), Alaplı, Çaycuma, Devrek, Ereğli, Gökçebey, Safranbolu, Yenice.
|
|