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Paul W. Tibbets

Paul W. Tibbets

Paul Warfield Tibbets, Jr. (
- 23. Februar 1915 in Quincy, Illinois) war Colonel der US Air Force während des zweiten Weltkriegs. Am 6. August 1945 leitete er den ersten Einsatz einer Atombombe über bewohntem Gebiet in der Menschheitsgeschichte. Tibbets war Pilot des B-29-Bombers Enola Gay (benannt nach Tibbets Mutter), aus dem um 8:15 Uhr die Atombombe Little Boy auf die japanische Stadt Hiroshima abgeworfen wurde. Bei dem Angriff kamen zwischen 90.000 und 200.000 Menschen ums Leben. Paul Tibbets wurde mit zahlreichen Auszeichnungen (darunter das Purple Heart) geehrt und blieb bis 1966 in der US Air Force. 1969 schied er als Brigadegeneral aus der US-Army aus. 1975 wurde er Vizepräsident der in Columbus (Ohio) ansässigen Lufttaxigesellschaft Exekutive Jet Aviation. Ein Enkel von Paul W. Tibbets Jr. namens Paul Tibbets fliegt die Northrop B-2 „Spirit“ des 509th Bomb Wing auf dem Stützpunkt Whiteman AFB in Missouri.

Zitate


- „Ja, ich würde es wieder tun, wenn die Kriegslage und die Umstände genau dieselben wären.“ Tibbets auf die Frage, ob er nochmals eine Atombombe abwerfen würde
- „Ich war mir damals nicht bewusst, welche Auswirkungen der Abwurf der Atombombe haben würde
- „We’ve never fought a damn war anywhere in the world where they didn’t kill innocent people. If the newspapers would just cut out the shit: 'You’ve killed so many civilians.' That’s their tough luck for being there.“ - Paul Tibbets zu Studs Terkel, 2002 [http://www.guardian.co.uk/g2/story/0,3604,769634,00.html]

Siehe


- Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
- Atombombenabwurf auf Hiroshima
- Little Boy
- Enola Gay

Links


- [http://www.stern.de/politik/ausland/225507.html?nv=ct_cb stern.de - Kurzes Portrait des Piloten der "Enola Gay"]
- [http://www.guardian.co.uk/g2/story/0,3604,769634,00.html guardian.co.uk - Interview vom 6. August 2002]
- [http://www.theenolagay.com/man.html www.TheEnolaGay.com] Tibbets, Paul Tibbets, Paul Tibbets, Paul Tibbets, Paul Tibbets, Paul Tibbets, Paul ja:ポール・ティベッツ

1915

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Giuseppe Motta wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In Island tritt das Gesetz über das Verkaufsverbot von alkoholischen Getränken in Kraft
- 1. Januar: Moritz Freiherr von Bissing, Generalgouverneur in Belgien (1914–1917), verbietet die Verlesung des Hirtenbriefs des Erzbischofs
- 1. Januar: Im besetzten Belgien wird der Eisenbahnbetrieb wieder aufgenommen
- 1. Januar: Papst Benedikt XV. schlägt allen Kriegsbeteiligten den Austausch der kriegsunfähigen Gefangenen vor
- 2. Januar: Fehlgeschlagene Militärrevolte in Paraguay
- 28. Januar: Bildung der United States Coast Guard, der Küstenwache der USA
- 24. April: Der türkische Genozid an den Armeniern. Der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts, bei dem mehr als 1,5 Millionen Armenier umkommen
- 3. Mai: Italien tritt der Entente bei und verlässt damit den Dreibund mit Deutschland und Österreich-Ungarn
- 5. Juni: Die dänischen Frauen erhalten das Wahlrecht
- 13. Juni: „Baden verboten“ heißt es ab heute auf allen deutschen Nordseeinseln und der Nordseeküste. An der Ostsee gestattet demgegenüber das preußische Kriegsministerium, von wenigen gesperrten Gebieten abgesehen, den Badebetrieb
- 6. September - Die Mittelmächte Deutschland, Österreich-Ungarn und Bulgarien verbünden sich.
- 14. September - Das Osmanische Reich tritt dem Pakt der Mittelmächte bei.

Militärisch


- 1. Januar: Das deutsche U-Boot „U-24“ versenkt das britische Linienschiff HMS Formidable vor Plymouth
- 24. Januar: Im Gefecht auf der Doggerbank erleidet die deutsche Kaiserliche Marine eine Niederlage gegen die britische Royal Navy
- 18. März: 1. Weltkrieg: Der britische Angriff auf die Dardanellen scheitert
- 22. April: Erster Giftgaseinsatz: Deutschland setzt im 1. Weltkrieg bei Ypern in Belgien als erstes Land Giftgas ein
- 23. Juni: Italien eröffnet die erste Isonzoschlacht gegen Österreich
- 14. August: Deutsches U-Boot versenkt in der Ägäis das britische Truppentransportschiff Royal Edward mit 1.700 Mann am Bord
- 8. Oktober - Die serbische Hauptstadt Belgrad wird von Deutschen und Österreichern eingenommen.

Katastrophen


- 13. Januar: Erdbeben in den Abruzzen bei Avezzano, Italien fast 30.000 Tote
- 27. Mai: Explosion der Seeminen auf dem MinenlegerPrincess Irene“ (Großbritannien) im Hafen von Sheerness. 400 Tote und Totalverlust des Schiffs
- 23. Juni: Erdbeben unbekannter Stärke in Imperial Valley, Kalifornien, USA, 6 Tote
- 24. Juli: Der Passagierdampfer Eastland kentert in Chicago (USA). 1810 Menschen sterben

Wissenschaft und Technik


- 15. Januar: Die Erstausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences erscheint
- Deutsche Afghanistanexpedition unter Leitung des Legationsrats Werner Otto von Hentig
- November/Dezember: Albert Einstein veröffentlicht seine Allgemeine Relativitätstheorie
  - 11. November: Zur Allgemeinen Relativitätstheorie. (In: Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften Berlin (1915), 778–786)
  - 18. November: Zur Allgemeinen Relativitätstheorie (Nachtrag). (In: Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften Berlin (1915), 799–801)
  - 25. November: Erklärung der Perihelbewegung des Merkur aus der allgemeinen Relativitätstheorie. (In: Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften Berlin (1915), 831–839)
  - 2. Dezember: Die Feldgleichungen der Gravitation. (In: Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften Berlin (1915), 844–847)

Kultur


- 26. September: Uraufführung der Oper Mona Lisa von Max von Schillings an der Hofoper in Stuttgart
- 2. Oktober: Uraufführung der Operette Der künstliche Mensch von Leo Fall in Berlin
- 8. Oktober: Uraufführung der Oper Isabella von Ludolf Nielsen an der Königlichen Oper in Kopenhagen

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 10. April: Wegen des Krieges zieht das Internationale Olympische Komitee von Paris nach Lausanne in die neutrale Schweiz um

Geboren


- 5. Januar: Fritz Holthoff, deutscher Politiker, Kultusminister Nordrhein-Westfalens
- 5. Januar: Humberto Teixeira, Musiker und Komponist († 1979)
- 6. Januar: Peter Ahrweiler, deutscher Schauspieler und Theaterdirektor († 2004)
- 6. Januar: John Cunningham Lilly, US-amerikanischer Neurophysiologe († 2001)
- 7. Januar: Erwin Wickert, deutscher Diplomat und Schriftsteller
- 11. Januar: Luise Krüger, deutsche Leichtathletin
- 14. Januar: Felix Kaspar, österreichischer Eiskunstläufer († 2003)
- 18. Januar: Syl Apps, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer († 1998)
- 18. Januar: Boris Wiktorowitsch Rauschenbach, Physiker, Begründer der sowjetischen Raumfahrt († 2001)
- 20. Januar: C. W. Ceram, deutscher Journalist und Wissenschaftsautor († 1972)
- 22. Januar: Heinrich Albertz, deutscher Politiker († 1993)
- 23. Januar: William Arthur Lewis, britischer Nobelpreisträger und Ökonom († 1991)
- 24. Januar: Robert Motherwell, US-amerikanischer Maler († 1991)
- 27. Januar: Ernst Schröder (Schauspieler), deutscher Schauspieler († 1994)
- 29. Januar: Victor Mature, US-amerikanischer Filmdarsteller († 1999)
- 30. Januar: John Profumo, britischer Politiker
- 30. Januar: Horst Feistel, deutscher Kryptologe († 1990)
- 30. Januar: Joachim Peiper, Obersturmbannführer der Waffen-SS († 1976)
- 31. Januar: Thomas Merton, Mystiker († 1968)
- 31. Januar: Alan Lomax, US-amerikanischer Folklore- und Musikforscher († 2002)
- 1. Februar: Stanley Matthews, englischen Fußballspieler († 2002)
- 1. Februar: Artur London, tschechischer Kommunist und Diplomat († 1986)
- 2. Februar: Abba Eban, israelischer Diplomat, Minister und Abgeordneter († 2002)
- 3. Februar: Ingeborg Hunzinger, deutsche Bildhauerin
- 5. Februar: Robert Hofstadter, US-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger († 1990)
- 7. Februar: Georges-André Chevallaz, Schweizer Politiker (FDP) († 2002)
- 11. Februar: Richard Hamming, US-amerikanischer Mathematiker († 1998)
- 12. Februar: Lorne Greene, kanadischer Schauspieler († 1987)
- 13. Februar: Ludwig Ratzel, Politiker († 1996)
- 13. Februar: Aung San, Birmanischer Nationalheld († 1947)
- 14. Februar: Georg Thomalla, deutscher Schauspieler († 1999)
- 14. Februar: Johannes Duft, von 1948 bis 1981 Stiftsbibliothekar in der Stiftsbibliothek St. Gallen († 2003)
- 15. Februar: Roland von Hößlin, eine der Hauptpersonen des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler († 1944)
- 15. Februar: Abel Ferreira, brasilianischer Komponist, Klarinettist und Saxophonist († 1980)
- 21. Februar: Godfrey Brown, britischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1995)
- 21. Februar: Jewgeni Michailowitsch Lifschitz, sowjetischer Physiker († 1985)
- 21. Februar: Ann Sheridan, US-amerikanische Schauspielerin († 1967)
- 23. Februar: Heinrich Schirmbeck, deutscher Schriftsteller († 2005)
- 23. Februar: Paul Tibbets, US-Amerikaner Pilot und Soldat
- 25. Februar: Zero Mostel, US-amerikanischer Schauspieler († 1977)
- 28. Februar: Karl Leisner, Märtyrer der katholischen Kirche († 1945)
- 3. März: Herbert Tiede, deutscher Schauspieler († 1987)
- 5. März: Friedrich Meyer, Komponist, Arrangeur und Bandleader († 1993)
- 5. März: Laurent Schwartz, Mathematiker, Fields-Medaillenträger († 2002)
- 7. März: Rudolf Thaut, Baptistenpastor, Präsident der Europäisch-Baptistischen Föderation († 1982)
- 7. März: Jacques Chaban-Delmas, französischer Politiker († 2000)
- 8. März: Tapio Rautavaara, finnischer Leichtathlet, Musiker und Schauspieler († 1979)
- 11. März: Karl Krolow, deutscher Schriftsteller († 1999)
- 11. März: Vijay Samuel Hazare, indischer Cricket-Spieler († 2004)
- 11. März: Werner Böhmer, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 12. März: Arthur Henkel, deustcher Germanist und Literaturhistoriker († 2005)
- 14. März - Eunice Katunda, brasilianische Komponistin († 1990)
- 15. März: Heinrich List, Richter des Bundesfinanzhofs
- 16. März: Kunihiko Kodaira, japanischer Professor der Mathematik († 1997)
- 16. März: Haldun Taner, türkischer Schriftsteller († 1986)
- 18. März: Lorenz Giovanelli, italienischstämmiger Schweizer Volksmusiker und Komponist († 1976)
- 20. März: Rudolf Kirchschläger, Diplomat, Politiker, österreichischer Bundespräsident († 2000)
- 20. März: Swjatoslaw Teofilowitsch Richter, sowjetischer Pianist. († 1997)
- 21. März: Willi Schwabe, deutscher Schauspieler, Sänger und Moderator († 1991)
- 23. März: Wassili Grigorjewitsch Saizew, sowjetischer Scharfschütze im 2. Weltkrieg († 1991)
- 27. März: Erik Blumenfeld, deutscher Kaufmann und Politiker der CDU († 1997)
- 30. März: Pietro Ingrao, italienischer Journalist und Politiker
- 1. April: Liebherr, deutscher Unternehmer († 1993)
- 1. April: O. W. Fischer, österreichischer Schauspieler († 2004)
- 4. April: Muddy Waters, Bluesmusiker († 1983)
- 4. April: Lars Ahlin, schwedischer Schriftsteller
- 7. April: Billie Holiday, US-amerikanische Jazzsängerin († 1959)
- 7. April: Henry Kuttner, US-amerikanischer Schriftsteller († 1958)
- 8. April: Karl Wilhelm Berkhan, deutscher Politiker († 1994)
- 12. April: Ernst Wilhelm Julius Bornemann, deutscher Filmemacher († 1995)
- 12. April: Lujo Tončić-Sorinj, Politiker, österreichischer Außenminister, Diplomat († 2005)
- 12. April: Wolfhart Burdenski, Richter am deutschen Bundessozialgericht
- 12. April: Kurt Früh, Schweizer Filmregisseur
- 13. April: Stephan Hermlin, deutscher Schriftsteller († 1997)
- 16. April: Johannes Leppich, deutscher Priester, Jesuit und Wanderprediger († 1992)
- 16. April: Alfred Otto Schwede, deutscher Schriftsteller
- 18. April: Cläre Schmitt, deutsche Politikerin und MdB
- 21. April: Anthony Quinn, US-amerikanischer Filmschauspieler († 2001)
- 23. April: Christine Busta, eine österreichische Lyrikerin († 1987)
- 23. April: Fritz Pröll, Mitglied der Roten Hilfe, KZ-Häftling in Dora-Mittelbau († 1944)
- 24. April: Paul Rinkowski, Liegerad-Pionier aus Leipzig († 1986)
- 26. April: Johnny Shines, US-amerikanischer Blues-Gitarrist († 1992)
- 30. April: Hermann Aumer, deutscher Politiker († 1955)
- 1. Mai: Hanns-Martin Schleyer, deutscher Manager, getötet von der RAF († 1977)
- 1. Mai: Archibald Williams, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1993)
- 6. Mai: Orson Welles, US-amerikanischer Regisseur, Schauspieler und Autor († 1985)
- 10. Mai: Denis Thatcher, Geschäftsmann, Ehemann von Margaret Thatcher († 2003)
- 12. Mai: Frère Roger, Gründer des ökumenischen Männerordens von Taizé († 2005)
- 15. Mai: Mario Monicelli, italienischer Regisseur
- 15. Mai: Paul A. Samuelson, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger
- 16. Mai: Ezra Stoller, US-amerikanischer Architekturfotograf († 2004)
- 17. Mai: Hans Joachim Faller, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 18. Mai: Heinz Funk, deutscher Filmkomponist
- 20. Mai: Mosche Dajan, israelischer General und Politiker († 1981)
- 27. Mai: Herman Wouk, US-amerikanischer Autor
- 29. Mai: Karl Münchinger, deutscher Dirigent († 1990)
- 31. Mai: Heinz Zahrnt, deutscher evangelischer Theologe, Schriftsteller und Publizist († 2003)
- 31. Mai: Bernard Schultze, deutscher Maler der Kunstrichtung Informel († 2005)
- 2. Juni: Josef Metternich (Sänger), deutscher Opernsänger († 2005)
- 4. Juni: Heinrich Tenhumberg, Bischof von Münster. († 1979)
- 4. Juni: Modibo Keïta, ehemaliger Präsident von Mali († 1977)
- 4. Juni: Günther Sabetzki, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, IIHF-Präsident († 2000)
- 6. Juni: Vincent Persichetti, US-amerikanischer Komponist und Professor († 1987)
- 10. Juni: Josef Bauer, deutscher Politiker, MdB († 1989)
- 10. Juni: René Joffroy, französischer Archäologe
- 10. Juni: Saul Bellow, US-amerikanischer Schriftsteller († 2005)
- 13. Juni: Donald Budge, US-amerikanischer Tennisspieler († 2000)
- 14. Juni: Nicolaas Cortlever, niederländischer Schachspieler († 1995)
- 15. Juni: Thomas Huckle Weller, US-amerikanischer Bakteriologe
- 16. Juni: Marga Faulstich, deutsche Glaschemikerin († 1998)
- 17. Juni: Geno Hartlaub, deutsche Schriftstellerin
- 18. Juni: Joan Trimble, irische Komponistin († 2000)
- 18. Juni: Paul Neal Adair, US-amerikanischer Feuerwehrmann († 2004)
- 24. Juni: Fred Hoyle, britischer Astronom, Mathematiker und Autor († 2001)
- 28. Juni: Garoto, Musiker, Komponist († 1955)
- 28. Juni: David Honeyboy Edwards, US-amerikanischer Delta-Blues-Musiker
- 29. Juni: Ruth Warrick, US-amerikanische Schauspielerin († 2005)
- 30. Juni: Oskar-Hubert Dennhardt, deutscher Politiker
- 30. Juni: Kurt Angstmann, deutscher Politiker († 1978)
- 1. Juli: Hermann Vetters, österreichischer Archäologe († 1993)
- 1. Juli: Willie Dixon, US-amerikanischer Bluesmusiker († 1992)
- 2. Juli: Arthur Valerian Wellesley, 8. Herzog von Wellington, Brigadier, General und Unternehmer
- 4. Juli: Christine Lavant, österreichische Künstlerin und Schriftstellerin († 1973)
- 5. Juli: John Woodruff, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 6. Juli: Willy Guhl, Schweizer Möbeldesigner († 2004)
- 7. Juli: Erich Deisler, deutscher Tischtennisspieler († 1999)
- 9. Juli: David Diamond, US-amerikanischer Komponist († 2005)
- 10. Juli: Rudolf Singer, deutscher Funktionär und Vorsitzender des Staatliches Komitee für Rundfunk († 1980)
- 12. Juli: Otto Steinert, deutscher Fotograf († 1978)
- 15. Juli: Klaus Miedel, Schauspieler und Synchronsprecher († 2000)
- 18. Juli: Karl Bednarik, österreichischer Maler und Schriftsteller († 2001)
- 18. Juli: Philip Graham, US-amerikanischer Verleger († 1963)
- 25. Juli: Joseph Patrick Kennedy jr., ältester Sohn von Joseph und Rose Kennedy († 1944)
- 27. Juli: Josef Priller, deutscher Jagdflieger im 2. Weltkrieg († 1961)
- 27. Juli: Rolf Moebius, deutscher Schauspieler († 2004)
- 27. Juli: Mario del Monaco, italienischer Opernsänger (Tenor) († 1982)
- 28. Juli: Charles H. Townes, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 28. Juli: Richard Kerry, Vater des US-Präsidentschaftskandidat John Kerry († 2000)
- 30. Juli: Herbert Jobst, deutscher Schriftsteller († 1990)
- 1. August: Hann Trier, deutscher Maler, unter anderem des Informel, und Grafiker († 1999)
- 3. August: Peter Newell, kanadischer Basketballtrainer
- 9. August: Michael Young, einflussreicher britischer Soziologe († 2002)
- 10. August: Carlos Menditéguy, Formel-1-Rennfahrer, Polo-Spieler († 1973)
- 15. August: Herbert Hupka, deutscher Journalist und Politiker
- 18. August: Joseph Arthur Ankrah, ehemaliger Staatschef von Ghana († 1992)
- 19. August: Jay M. Gould, US-amerikanischer Ökonom, Statistiker und Epidemiologe und Autor († 2005)
- 23. August: Paul Schneider-Esleben, Architekt († 2005)
- 23. August: Antonio Innocenti, Kardinal
- 24. August: Wynonie Harris, US-amerikanischer Blues-Sänger († 1969)
- 24. August: James Tiptree, Jr, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller († 1987)
- 25. August: Georg Freiherr von Boeselager, deutscher Kavallerieoffizier († 1944)
- 26. August: Humphrey Searle, englischer Komponist und Schüler von Anton von Webern († 1982)
- 26. August: Boris Feoktistowitsch Safonow, sowjetischer Pilot († 1942)
- 27. August: Holger Hagen, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 1996)
- 27. August: Norman Foster Ramsey, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 28. August: Gerda Johanna Werner, deutsche Malerin, Modell für das 50-Pfennig-Stück († 2004)
- 28. August: Hans Jakob Schudel, Schweizer Schachfunktionär und Schachspieler († 2004)
- 29. August: Ingrid Bergman, schwedische Schauspielerin († 1982)
- 31. August: Alice Schwarz-Gardos, israelische Journalistin
- 1. September: Ken Aston, Fussballschiedsrichter († 2001)
- 2. September: Hans-Joachim Koellreutter, deutsch-brasilianischer Komponist, Dirigent und Musikprofessor
- 2. September: Martin Rickelt, deutscher Schauspieler († 2004)
- 3. September: Memphis Slim, US-amerikanischer Bluessänger und -pianist († 1988)
- 4. September: Rudolf Schock, deutscher lyrischer Tenor, Opern-, Lied- und Operettensänger († 1986)
- 5. September: Horst Sindermann, deutscher Politiker und Präsident der Volkskammer der DDR († 1990)
- 6. September: Franz Josef Strauß, deutscher Politiker († 1988)
- 7. September: Itō Kiyoshi, japanischer Mathematiker
- 10. September: Robert Sparr, US-amerikanischer Filmregisseur, Cutter und Drehbuchautor († 1969)
- 15. September: Helmut Schön, deutscher Fußballtrainer und -spieler († 1996)
- 15. September: Meindert Boekel, niederländischer Komponist und Dirigent († 1989)
- 15. September: Albert Aloysius Casey, US-amerikansicher Jazzgitarrist († 2005)
- 20. September: Kurt Graunke, deutscher Orchestergründer und Komponist († 2005)
- 23. September: Clifford Shull, Physiker († 2001)
- 30. September: Ernst Müller-Hermann, deutscher Politiker († 1994)
- 1. Oktober: Skeets McDonald, US-amerikanischer Country-Musiker († 1968)
- 6. Oktober: Edgardo Martín, kubanischer Komponist († 2004)
- 9. Oktober: Henner Henkel, deutscher Tennisspieler
- 11. Oktober: Gustav Zumsteg, Schweizer Kunstsammler († 2005)
- 13. Oktober: Terry Frost, britischer Künstler
- 15. Oktober: Jitzhak Schamir, israelischer Politiker
- 15. Oktober: Carl Szokoll, Widerstandskämpfer, Autor († 2004)
- 17. Oktober: Arthur Miller, US-amerikanischer Schriftsteller († 2005)
- 30. Oktober: Ben Carnevale, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 2. November: Douglas Lilburn, neuseeländischer Komponist († 2001)
- 2. November: Sidney Luft, US-amerikanischer Filmproduzent († 2005)
- 4. November: Wee Kim Wee, Präsident Singapur († 2005)
- 7. November: Philip Morrison, US-amerikanischer Atomwaffenforscher († 2005)
- 11. November: Bernhard Heiliger, deutscher Bildhauer († 1995)
- 12. November: Roland Barthes, französischer Literaturkritiker, Schriftsteller, Philosoph und Semiotiker († 1980)
- 23. November: Herbert Schneider, deutscher Politiker († 1995)
- 25. November: Augusto Pinochet, chilenischer General und Politiker
- 26. November: Earl Wild, US-amerikanischer Pianist und Komponist
- 29. November: Billy Strayhorn, US-amerikanischer Jazzmusiker († 1967)
- 29. November: Earl Wilbur Sutherland, US-amerikanischer Physiologe († 1974)
- 30. November: Henry Taube, US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 30. November: Robert Lax, US-amerikanischer Autor, Lyriker und Publizist († 2000)
- 2. Dezember: Nico Richter, Komponist († 1945)
- 3. Dezember: Andrew J. Goodpaster, US-General und ehemaliger Alliierter Oberkommandierende für Europa
- 7. Dezember: Eli Wallach, US-amerikanischer Schauspieler
- 8. Dezember: Ernest Lehman, US-amerikanische Schauspielerin († 2005)
- 9. Dezember: Elisabeth Schwarzkopf, deutsche Opern- und Liedsängerin
- 10. Dezember: Karl Fruchtmann, deutscher Regisseur und Filmemacher († 2003)
- 12. Dezember: Frank Sinatra, US-amerikanischer Schauspieler, Sänger und Entertainer († 1998)
- 13. Dezember: Curd Jürgens, deutscher Bühnen- und Filmschauspieler († 1982)
- 13. Dezember: Balthazar Johannes Vorster, Politiker, südafrikanischer Staatspräsident († 1983)
- 16. Dezember: Georgi Wassiljewitsch Swiridow, russischer Komponist († 1998)
- 17. Dezember: André Claveau, französischer Chansonnier († 2003)
- 19. Dezember: Edith Piaf, französische Chansonsängerin († 1963)
- 20. Dezember: Ilija Dzuvalekovski, Mazedonischer Film und Fernsehschauspieler († 2004)
- 25. Dezember: Per Hækkerup, dänischer sozialdemokratischer Politiker († 1979)

Gestorben


- 2. Januar: Karl Goldmark, österreichischer Komponist (
- 1830)
- 4. Januar: Anton von Werner, preußischer Historienmaler (
- 1843)
- 15. Januar: George Nares, britischer Admiral und Polarforscher (
- 1831)
- 24. Januar: Arthur Auwers, deutscher Astronom (
- 1838)
- 26. Januar: Akaki Zereteli, georgischer Schriftsteller und Politiker (
- 1840)
- 4. Februar: Franz Adickes, deutscher Politiker (
- 1846)
- 8. Februar: Justus Brinckmann, gründete das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (
- 1843)
- 12. Februar: Émile Waldteufel, war Elsässer Musiker und Komponist (
- 1837)
- 17. Februar: Francisco Giner de los Ríos, spanischer Philosoph und Pädagoge (
- 1839)
- 1. März: Walter Crane, britischer Maler
- 3. März: Frederick Winslow Taylor, US-amerikanischer Ingenieur (
- 1856)
- 13. März: Sergei Juljewitsch Witte, russischer Politiker (
- 1849)
- 31. März: Wyndham Halswelle, britischer Leichtathlet und Olympiasieger (
- 1882)
- 1. April: Johann Joseph Abert, tschechischer Komponist (
- 1832)
- 3. April: Itzhok Lejb Perez, jiddischer Schriftsteller (
- 1851)
- 27. April: Alexander Skrjabin, russischer Pianist und Komponist (
- 1872)
- 9. Mai: François Faber, luxemburgischer Radrennfahrer (
- 1887)
- 9. Mai: Anthony Wilding, neuseeländischer Tennisspieler (
- 1883)
- 10. Mai: Karl Lamprecht, war Professor für Geschichte an der Universität Leipzig (
- 1856)
- 10. Mai: Albert Weisgerber, deutscher Maler und Grafiker (
- 1878)
- 15. Juni: Hans Dülfer, deutscher Bergsteiger (
- 1892)
- 20. Juni: Emil Rathenau, (Gründer der AEG) (
- 1838)
- 2. Juli: Porfirio Díaz, mexikanischer staatspräsident (
- 1830)
- 16. Juli: Ellen Gould White, Mitbegründerin und Prophetin der Siebenten-Tags-Adventisten (
- 1827)
- 10. August: Henry Moseley, britischer Physiker (
- 1887)
- 19. August: Tevfik Fikret, türkischer Dichter (
- 1867)
- 20. August: Paul Ehrlich, deutscher Medizinnobelpreisträger, Begründer der Chemotherapie (
- 1854)
- 31. August: Greene Vardiman Black, US-amerikanischer Mediziner (
- 1836)
- 1. September: August Stramm, deutscher Dichter und Dramatiker des deutschen Expressionismus (
- 1874)
- 11. September: William Cornelius Van Horne, US-amerikanischer, später kanadischer, Eisenbahnpionier und Unternehmer (
- 1843)
- 19. September: David Friedrich Weinland, deutscher Zoologe und Schriftsteller (
- 1829)
- 29. September: Rudi Stephan, deutscher Komponist (
- 1887)
- 7. Oktober: Friedrich Hasenöhrl, Physiker (
- 1874)
- 15. Oktober: Paul Scheerbart, war Schriftsteller fantastischer Literatur und Zeichner (
- 1863)
- 20. Oktober: Josef Ruederer, deutscher Schriftsteller (
- 1861)
- 22. Oktober: Wilhelm Windelband, deutscher Philosoph (
- 1848)
- 26. Oktober: August Bungert, deutscher Komp

Illinois

Illinois [] ist ein US-amerikanischer Bundesstaat. Er liegt im mittleren Westen und grenzt im Nordosten an den Michigansee. Der Name kommt aus der Algonkin und dem Französischen und bezeichnet das Volk der Illiniwek, das früher das Land bewohnte. Unter anderem befinden sich die Millionenstadt Chicago in Illinois. Die postalische Abkürzung ist IL.

Geographie

Illinois ist ein Präriestaat der USA. Der Mississippi-River bildet im Westen die Grenze zu den Staaten Iowa (im Nordwesten) und Missouri (im Südwesten). Im Südosten übernimmt der Ohio-Fluss diese Rolle zu dem Staat Kentucky. Nördlich von Illinois befindet sich Wisconsin und im Osten Indiana. Durchflossen wird der Staat von den Flüssen Illinois und Kaskaskia, die in den Mississippi münden, sowie Embarras und Sangamon, die im Wabash bzw. Illinois River einfliessen. Im Nordosten hat der Staat eine gemeinsame Grenze mit Michigan in der Mitte des Michigansees. Höchster Punkt in Illinois ist der Charles Mound im Jo Daviess County (421 m). Der tiefste Punkt ist bei Cairo, wo Mississippi und Ohio zusammenfließen.
- Liste der Countys in Illinois

Geschichte

Liste der Countys in Illinois Vom 8. Jahrhundert bis ins 13. Jahrhundert war Illinois ein Teil der hoch entwickelten Mississippi-Kultur, unter anderem mit der Siedlung Cahokia. Heute können hier Hügelgräber betrachtet (und bestiegen) werden, die UNESCO Weltkulturerbe sind. 1673 kamen die Franzosen Louis Joliet (Forscher) und Jacques Marquette (Jesuitenmissionar) ins Land und waren somit die allerersten Europäer. 1712 kam das Land zur französischen Kolonie Louisiana, doch musste Frankreich 1763 Illinois an Großbritannien abtreten. 1783, im Vertrag von Paris, der den Unabhängigkeitskrieg der USA beendete, fiel das Gebiet an die USA, die es 1787 ins Nordwestterritorium eingliederten. Ab 1800 Teil des neu geschaffenen "Indiana-Territory", erhielt Illinois 1809 ein eigenes Territorium. Am 3. Dezember 1818 wurde Illinois als 21. Bundesstaat in die Union der USA aufgenommen. Die ersten Siedlungen waren im Süden, entlang den Mississippi und Ohio Flüßen. Kaskaskia (heute ein Dorf mit nur 38 Einwohner, das aufgrund von Verschiebungen in der Bahn des Mississippi nun auf dem westlichen Ufer ist) war die erste Hauptstadt. 1820, als die Siedlung des Staates voran schritt, wurde das zentraler gelegene Vandalia Hauptstadt. 1837 wurde die Hauptstadt erneut nach Norden verlegt, nach Springfield, was nur 18 Meilen westlich des geografischen Mittelpunkt des Bundeslands liegt. In dieser Zeit wurde der fruchtbare Prärieboden im mittleren und nördlicheren Bereich des Staates (Wisconsin Gletscherphase), aufgrund von neuen Entwicklungen in der Drainage- und Pflugtechnik, besiedelt. Der gewonnene Black-Hawk-Krieg trug ebenfalls, zusammen mit dem Ankunft der Eisenbahn, zu einer schnellen Ausbreitung in den restlichen Bundesstaat. 1836 begann der Bau des Illinois-Michigan-Kanals, der den Mississippi Fluss mit den Großen Seen (und über dem Sankt-Lorenz-Strom auch zum Atlantischen Ozean) verband. Die Illinois Central Railroad erhielt 1851 eine Charta vom Landtag, die jede zweite Quadratmeile links und rechts der geplanten Route der Eisenbahngesellschaft spendete, und aus deren Erlös das Kapital für den Bau des Schienenwegs kommen soll. Sie verband Cairo im Süden mit Galena und Chicago im Norden. Die zwei Zweiglinien kamen bei Centralia zusammen. Abraham Lincoln war der Firmenanwalt für die Eisenbahn, nachdem er zuvor eine Wahlperiode für die Whig-Partei im Kongress (1847-48) gewesen ist. Nach einem erfolglosen Wahlkampf gegen Stephen A. Douglas um den Senatssitz von Illinois 1858, gewann er die Wahl zum Präsidenten kurz vor Ausbruch des Bürgerkriegs. Sein Heimatstaat, in dem die Sklaverei schon seit Etablierung des Nordwestterritoriums 1787 verboten war, blieb der Union treu. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt Chicago von einem unbedeutenden Handelsposten (Fort Dearborn) zu einem industriellen Gigant, dank ihre Lage an der Südspitze vom Michigansee, wo viele Eisenbahnlinien zusammen kamen. Zwischen 1880 und 1890 verdoppelte sich die Einwohnerzahl von 500.000 auf eine Million. Am 1. Mai 1886 fand hier der Haymarket Riot statt und fünf Jahre später in der Waggonfabrik der Pullman-Firma einen weiteren bekannten Streik. 1892 wurde die Stadt Gastgeberin für die Columbian Weltausstellung anlässlich des 400. Jahrestag des Ankunfts von Christopher Columbus auf die Insel Hispaniola. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderst wurde die Marke von 2 Millionen Einwohner überschritten, und wenige Jahre vor der Wirtschaftskrise 1929 erreichte die Stadt eine Bevölkerungszahl von 3 Millionen Einwohner. Das waren etwa 40% der Bevölkerung des gesamten Bundesstaats.
- Liste der Gouverneure von Illinois

Bevölkerung

Illinois hat 12.653.544 Einwohner (Stand: 2003), davon 67,8 % Weiße (darunter, 19,6 % mit deutschen und 12,2 % mit irischen Vorfahren), 15,1 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 12,3 % Hispanics, 3,4 % Asiaten, 0,2 % Indianer (ca. 20.000). In den 1980er Jahren kam eine große Welle Einwanderer überwiegend aus Asien und Lateinamerika ins Land. In Chicago lebt eine polnischstämmige Minderheit, die ca. 950.000 Einwohnern entspricht. Es gibt in Illinois 2002 rund 4.591.779 Haushalte. Das Pro-Kopf-Einkommen betrug 2002: 30.075 US-Dollar.

Größte Städte


- Liste der Städte in Illinois
- Liste der Countys in Illinois

Wirtschaft

Illinois hat sehr fruchtbare Böden, die überwiegend dem Soja- und Maisanbau (Maisgürtel) gewidmet werden. Nebenbei werden andere Produkte, wie z. B. Weizen, Sorghum oder Obst angebaut. Im Süden des Landes gibt es Vorkommen von Kohle (eher weiche Braunkohle mit wenig Bitumen), sowie kleinere Reserven von Erdgas und Erdöl. Neben der Agrikultur spielt auch die Industrie eine große Rolle in der Wirtschaft von Illinois. Schwerpunkt der industriellen Wirtschaft des Staates ist natürlich Chicago. Dies hat der Dichter Carl Sandburg in seinem Gedicht "Chicago" verewigt: "Hog Butcher for the World, Tool Maker, Stacker of Wheat, Player with Railroads and the Nation's Freight Handler; Stormy, husky, brawling, City of the Big Shoulders". Aufgrund der günstigen Verkehrssituation, wo viele Eisenbahnrouten an der Südspitze des Michigansees zusammentreffen, entwickelte sich hier eine große Schlacht- und Lebensmittelverarbeitungsindustrie. Die Wasserstraßenanbindung von hier an den Mississippi und den St.-Lorenz-Seeweg tragen auch zu der Rolle als Handels- (Chicago Board of Trade mit Rohstoffen und Termingeschäften, sowie Sitz mehrerer Einzelhandelskonzerne wie z. B. Sears) und Verkehrsknotenpunkt bei. Im Süden der Stadt (an der Grenze zu Indiana bei Gary), bestimmt die Eisen- und Stahlindustrie den wirtschaftlichen Schwerpunkt. Auch in den kleineren Zentren des Landes gibt es Industrie. Diese ist zumeist eng mit der Landwirtschaft verbunden, wie z. B. Landmaschinenbau (John Deere hat in Moline und Caterpillar in Peoria ihren Sitz) sowie Agrarindustrie (Archer Daniels Midland und A. E. Staley in Decatur stellen Sojaöl und Maissirop her). Der wirtschaftliche Anteil von Verwaltung (in der Landeshauptstadt Springfield), Versicherung (in Bloomington) und Informationstechnologie (in den Universitätsstadt Champaign) nimmt mit der wachsenden Bedeutung der Dienstleistungssektoren zu.

Weblinks


- http://www.greatlakes.de/rundreisen/index.cfm?Location_ID=86&menu_ID=10
- http://fhh1.hamburg.de/maps/nordamerika/illinois.htm
- http://www.campamerika.de/KarteIllinois.htm
- http://www100.state.il.us/ (engl.)
- http://www.chicago-illinois.de/
Kategorie:US-Bundesstaat ja:イリノイ州 ko:일리노이 주 th:มลรัฐอิลลินอยส์

Colonel

Oberst ist der fünfthöchste Offiziersdienstgrad bei der Teilstreitkraft Heer und Luftwaffe. Er ist der höchste Dienstgrad der Dienstgradgruppe Stabsoffiziere. Bei der Marine bildet Kapitän zur See den äquivalenten Dienstgrad.

Historisches

Der Begriff Oberst wird vom Titel Obrist abgeleitet. Im 18. Jahrhundert wurde die Bezeichnung in Preußen und Österreich modernisiert. Ursprünglich formte sich diese Bezeichnung im 16. Jahrhundert durch die Zunahme der Heeresbestände und Waffengattungen aus damaligem Titel Oberster Hauptmann. Ab dem 17. Jahrhundert war er nicht nur militärischer Vorgesetzter, sondern auch der Besitzer des von ihm bezahlten Regiments von Söldnern, der seine Dienste den Herrschern gegen entsprechende Bezahlung anbot.

Dienstgrad, Dienstgradgruppe und Laufbahngruppe nebst Besoldungwesen der Bundeswehr

SöldnerDer Oberst (keine Abkürzung, Listenschreibweise: O) bezeichnet in Deutschland einen Soldaten im fünfthöchsten Offiziersdienstgrad bei Heer und Luftwaffe. Bei der Marine heißt der entsprechende Dienstgrad Kapitän zur See. Im Sanitätswesen der Bundeswehr sind ranggleich Oberstarzt/Flottenarzt, Oberstapotheker/Flottenapotheker, Oberstveterinär. Bis 1945 wurde die Bezeichnung Oberst üblicherweise mit Obst. abgekürzt. Soldaten in diesem Dienstgrad können innerhalb der durch die Vorgesetztenverordnung (VorgV) gesetzten Grenzen Mannschaften, Unteroffizieren ohne Portepee, Unteroffizieren mit Portepee, Leutnants und Hauptleuten Befehle erteilen. Der Oberst ist ein Angehöriger der Laufbahngruppe Offiziere und gehört da der obersten Dienstgradgruppe Stabsoffiziere an, deren höchsten Dienstgrad er hat. Er wird besoldet nach der Bundesbesoldungsordnung mit A16; dagegen in herausgehobenen Verwendungen (z.B. Referatsleiter im Verteidigungsministerium) ist eine B3 Besoldung die Regel. Nächstniedrigerer Dienstgrad ist Oberstleutnant und nächsthöherer Brigadegeneral. Der Oberst trägt auf seinen Dienstgradabzeichen einen silbernen Eichenlaubbogen mit drei silbernen Sternen. Siehe auch: Dienstgrade in der Bundeswehr

Besonderheiten des Dienstgrades

Der Oberst wird zumeist als Regimentskommandeur oder als stellvertretender Brigadekommandeur bis hin zu den verschiedensten Stabsoffizierverwendungen in allen Führungsgrundgebieten auf allen Führungsebenen (Brigade, Division, Korps, bei NATO, Ministerium oder internationalen Stäben und Hauptquartieren) eingesetzt. Offiziere, die als Stabsoffiziere den Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg besucht haben und auf einem entsprechenden Dienstposten verwendet werden, führen im Generalstabsdienst (i.G.) in der Dienstbezeichnung. Sobald sie einen Generalsrang erreicht haben, gelten besondere Ruhestandsregelungen, welche nicht (anders als z.B. bei Stabsoffizieren) an ein bestimmtes Alter geknüpft sind.

Andere Armeen

# In der NATO hat der Oberst den "Rankcode" OF-5 # Die englische und französische Bezeichnung lautet Colonel. Kategorie:Dienstgrad (Bundeswehr) Kategorie:Militär (Österreich) Kategorie:Bundesheer Kategorie:Militär (Schweiz) Kategorie:Dienstgrad (NVA) Kategorie:Offiziersdienstgrad ja:大佐

Zweiter Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg war der größte und blutigste Konflikt in der Menschheitsgeschichte. Er begann in Asien mit dem Ausbruch des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs am 7. Juli 1937 und in Europa am 1. September 1939 mit dem deutschen Angriff auf Polen, der ohne vorherige Kriegserklärung des Deutschen Reiches erfolgte (wird heute in Teilen der Öffentlichkeit auch als militärischer Überfall bezeichnet). Beendet wurde der Zweite Weltkrieg in Europa am 8. Mai 1945 und in Asien mit der Unterzeichnung der Kapitulation Japans am 2. September 1945. Die so genannten Achsenmächte Deutsches Reich, Italien und Japan führten Eroberungsfeldzüge gegen viele Staaten; ihre militärischen Hauptgegner waren anfangs Frankreich, Großbritannien und die Republik China sowie nach dem Bruch des Hitler-Stalin-Pakts die Sowjetunion und nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor auch die USA. Die Haupt-Kriegsschauplätze befanden sich in Asien, dem Pazifik, in Europa und in Nordafrika. Kampfhandlungen gab es z. B. auch in Nordamerika bzw. der Arktis (z. B. Alaska und Grönland), dem Nahen Osten (z. B. Irak und Iran), in Ostafrika (z. B. Äthiopien und Somalia), sogar Militäraktionen in der Antarktis (Operation Tabarin), Südamerika (Besetzung Surinams) und Tibet (Tolstoy-Dolan-Mission). Hatte der Erste Weltkrieg fast 10 Millionen Todesopfer gefordert, forderte der Zweite Weltkrieg ca. 55 Millionen Menschenleben. Der Zweite Weltkrieg war durch eine starke Ideologisierung geprägt, die zu zahlreichen Kriegsverbrechen und zu gewaltsamen, oft systematischen Übergriffen auf die Zivilbevölkerung führte. Kriegsverbrechen Kriegsverbrechen Kriegsverbrechen

Vorgeschichte und Kriegsziele

Hauptartikel: Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges

Vorgeschichte

Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges In den 1920er und 1930er Jahren erlangte in weiten Teilen Europas der Faschismus als politische Richtung zunehmend Bedeutung. Benito Mussolini riss mit dem Marsch auf Rom 1922 die Macht in Italien an sich. 1936 griff Italien, das immer engere Beziehungen zu Deutschland pflegte, Äthiopien an, im April 1939 wurde Albanien erobert. In Deutschland spielte der Nationalsozialismus eine immer größer werdende Rolle, die 1933 mit der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler einen Höhepunkt fand. Die außenpolitischen Ziele der daraufhin errichteten Diktatur waren die Revision des Versailler Vertrages, die Errichtung eines so genannten „Großdeutschen Reiches“ und die Eroberung von so genanntem „Lebensraum im Osten“. Mit dem Beitritt des Saargebiets zum Deutschen Reich 1935, dem Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland 1936, dem Anschluss von Österreich und der Abtrennung des Sudetenlandes von der Tschechoslowakei im Münchener Abkommen 1938 wurden die ersten beiden Ziele weitgehend erfüllt. Die englische und französische Appeasement-Politik, die auf eine friedliche Verständigung mit Deutschland abzielte, kam Hitler dabei sehr gelegen. Selbst nach dem Einmarsch in die „Resttschechei“ im März 1939 gab es lediglich Proteste auf englischer und französischer Seite. Kurz darauf trat Litauen das Memelland an Deutschland ab, die Slowakei wurde ein eigener Staat und durch einen Schutzvertrag eng an Deutschland gebunden. Es war offensichtlich, dass Polen das nächste Opfer sein würde, deshalb unterzeichneten die Regierungen Polens, Englands und Frankreichs Beistandsverträge. Im August 1939 schlossen Deutschland und die Sowjetunion überraschend einen Nichtangriffspakt, der als Hitler-Stalin-Pakt in die Geschichte eingehen sollte. In einem geheimen Zusatzprotokoll des Paktes wurde die Aufteilung Europas in geographisch genau bezeichnete, aber ansonsten nicht näher definierte "Interessensphären" beschlossen. Dies lief letztlich auf die Aufteilung von Polen zwischen Deutschland und der UDSSR, sowie der einseitigen Eroberung bzw. Besetzung weiterer Gebiete (u. a. die baltischen Staaten und Finnland) hinaus. Die japanische Expansionspolitik begann in den 1930er Jahren, als der Einfluss der militärischen Führung auf die kaiserliche Regierung immer stärker wurde. Das Hauptinteresse der japanischen Expansion galt der Republik China, deren Region Mandschurei bereits 1931 annektiert und zum Protektorat Mandschukuo erklärt wurde. Aufgrund internationaler Proteste trat Japan 1933 aus dem Völkerbund aus, 1936 schloss es sich dem Antikominternpakt an. 1937 begann der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg. Den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Europa nutzte Japan zur Besetzung von Indochina. In der Folge verhängten die USA und Großbritannien ein Embargo und froren die finanziellen Mittel Japans ein. 1940 unterzeichnete Japan den Dreimächtepakt mit Deutschland und Italien. Aufgrund des durch Großbritannien und die USA verhängten Embargos und der daraus resultierend fehlenden Rohstofflieferungen der Europäischen Verbündeten sahen die japanischen Militärs im Krieg mit den USA und Großbritannien die einzige Möglichkeit, den Untergang des japanischen Reiches zu verhindern.

Kriegsziele

Der Zweite Weltkrieg war in Europa ein von Deutschlands Diktator Hitler ausgelöster, ideologisch motivierter Eroberungs- und Vernichtungskrieg zur Gewinnung von „Lebensraum“ im Osten. Komponenten seines außenpolitischen Denkschemas waren:
- ein Bündnis mit Japan und Italien
- der Kampf gegen das zerstörerische Wirken einer angeblichen „jüdischen Weltverschwörung“
- ein anti-bolschewistischer Vernichtungskampf zur Gewinnung von Lebensraum im Osten und die Ansiedlung von Deutschen in den besetzen Ostgebieten Endziel war die Erringung einer deutschen Weltmachtstellung. „Deutschland wird entweder Weltmacht oder überhaupt nicht sein“, schrieb Hitler in „Mein Kampf“. Die eroberte Sowjetunion sollte in verschiedene Gebiete unter der Leitung von Reichskommissaren aufgeteilt werden. Dabei sollten Weißrussen, Ukrainer und baltische Völker als lebenswerte Völker eingestuft werden. Die Russen dagegen sollten „durchaus niedergehalten werden“ (Rosenberg). Das eroberte Osteuropa sollte von Deutschen als Bauern und Soldaten („Wehrbauern“) besiedelt werden. Nach dem Willen der nationalsozialistischen Führung sollten die Völker Osteuropas, nach Vernichtung ihrer bürgerlichen Elite, für immer ungebildete, gehorsame und fleißige Land- und Hilfsarbeiter sein. Ein weiteres Kriegsziel war die Ausrottung des Judentums. Schon im Januar 1939 hatte Hitler in einer Reichstagsrede verkündet, dass der nächste Weltkrieg das Ende des Judentums bedeuten würde. Vor 1933 wurden diese Ideen kaum ernst genommen. Die Revision des Versailler Vertrags war für Hitler lediglich ein Etappenziel, auch wenn er der deutschen und internationalen Öffentlichkeit jahrelang vorgaukeln konnte, es gehe ihm um das Selbstbestimmungsrecht der Deutschen und er wolle „Frieden und Wohlfahrt der Völker“ erreichen. In Wahrheit ging es immer um die Lebensraumgewinnung im Osten. In der Denkschrift zum Vierjahresplan von August 1936 plant Hitler die Einsatzfähigkeit der deutschen Armee und die Kriegsfähigkeit der Wirtschaft in zwei unterschiedlichen Szenarien. Das erste lief bis 1941/42 bei ungünstiger politischer und militärischer Entwicklung, das zweite bis 1944/45 bei entsprechend günstigeren Aussichten. Am 5. November 1937 präzisierte er seine Kriegsziele vor der deutschen Generalität (Hoßbach-Protokoll).

Kriegsverlauf

Der deutsche Angriff auf Polen 1939

Hauptartikel: Polenfeldzug 1939 Polenfeldzug 1939 Polenfeldzug 1939 Der Zweite Weltkrieg wurde in Europa vom Deutschen Reich am 1. September 1939 um 04:45 Uhr durch den Angriff der Deutschen Wehrmacht auf Polen begonnen (entgegen der bekannten Hitler-Ansprache am Morgen). Um den Angriff auf Polen zu rechtfertigen, fingierte die deutsche Seite mehrere Vorfälle. Der bekannteste ist der Überfall von als polnische Widerstandskämpfer verkleideten SS-Angehörigen auf den Sender Gleiwitz am 31. August. Dabei verkündeten diese in polnischer Sprache die Kriegserklärung Polens gegen das Deutsche Reich. Den militärischen Angriff begann das deutsche Schulschiff Schleswig-Holstein (auf die Westerplatte in Danzig). Die polnische Armee war der vordringenden Wehrmacht zwar zahlenmäßig ebenbürtig, doch technisch und in der Art der Kriegsführung unterlegen. Die polnische Regierung rechnete auf die Unterstützung durch Frankreich und Großbritannien, welche am 3. September aufgrund der „Garantieerklärung vom 30. März 1939“ ein Ultimatum an das Deutsche Reich stellten. Es forderte den sofortigen Rückzug aller deutschen Truppen aus Polen. Die englisch-französische Garantieerklärung hätte diese Staaten verpflichtet, spätestens 15 Tage nach einem deutschen Angriff selber eine Offensive im Westen Deutschlands zu starten. Hitler hoffte, dass die beiden Westmächte ihn ebenso wie beim Einmarsch in die Resttschechei gewähren lassen würden und hatte den Westwall nur schwach besetzt. Ein Angriff blieb aus, obwohl beide Länder noch am selben Tag dem Deutschen Reich den Krieg erklärten. Am 17. September zerschlug sich die polnische Hoffnung, den Osten ihres Landes verteidigen zu können. Entsprechend dem geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Paktes marschierte die Rote Armee in Ostpolen ein. Hierauf erfolgte nicht einmal mehr die Kriegserklärung Englands und Frankreichs. Noch am selben Tag flüchtete die polnische Regierung nach Rumänien. Die militärische Niederlage Polens war nun nicht mehr aufzuhalten. Am 28. September kapitulierte die polnische Hauptstadt Warschau, nachdem sie am 18. September von deutschen Truppen eingeschlossen worden und am 27./28. ein intensives Bombardement vorausgegangen war. Einen Tag später folgte die Aufgabe der Festung Modlin. Am 8. Oktober teilten sich das Deutsche Reich und die Sowjetunion im Abkommen von Brest-Litowsk das polnische Gebiet durch eine Demarkationslinie – die Vierte Teilung Polens. Nicht nur die nach dem Versailler Vertrag abgetretenen Gebiete wurden wieder in das Reich eingegliedert, sondern darüber hinaus weite Bereiche Zentralpolens einschließlich der Stadt Łódź. Der Rest Polens wurde deutsches Generalgouvernement. Die anschließende Besatzungszeit war von extremen Repressalien der Deutschen gegen die Zivilbevölkerung geprägt. Deportationen zur Zwangsarbeit waren nur die sichtbarste Ausprägung, insbesondere die polnischen Juden wurden Ziel des deutschen Rassenwahns. Ähnlich gingen die sowjetischen Besatzer gegen "Klassenfeinde" in Ostpolen vor. Der schnelle Sieg über Polen prägte den Begriff Blitzkrieg und prägte die taktische Kriegsführung Deutschlands bis Ende 1941.

Stellungskrieg an der Westfront 1939

Am 3. September erklärten Frankreich und Großbritannien Deutschland den Krieg. Aufgrund dessen begann am 5. September eine begrenzte und eher symbolische Offensive der Franzosen gegen das Saargebiet. Die Deutschen leisteten keinen Widerstand und zogen sich zum stark verteidigten Westwall zurück. Danach blieb es ruhig an der Westfront. Diese Phase wird als Sitzkrieg bezeichnet. Bis auf vereinzelte Artilleriescharmützel erfolgten keine weiteren Angriffe. Auf deutscher Seite rollte eine Propagandamaschine an. Mit Plakaten und Parolen über Lautsprecher rief man den Franzosen „Warum führt ihr Krieg?“ oder „Wir werden nicht zuerst schießen.“ zu. Am 27. September erfolgte eine Weisung Hitlers an das Oberkommando des Heeres zur Ausarbeitung eines Angriffsplanes, den so genannten „Fall Gelb“. Bis zum 29. Oktober stand der Plan. Er sah vor, dass zwei Heeresgruppen durch die Niederlande und Belgien vorstoßen sollten, um somit sämtliche alliierten Kräfte nördlich der Somme zu zerschlagen. Letzten Endes fand jedoch 1939 kein Angriff statt. Wegen schlechter Witterungsbedingungen und viel größeren Verlusten in Polen (22 % Verluste bei den Kampfflugzeugen, 25 % bei den Panzern) als erwartet, verschob Hitler den Angriff insgesamt 29 mal.

Der Finnisch-Sowjetische Winterkrieg 1939/40

Am 30. November 1939 überrannten sowjetische Truppen unter Marschall Kiril Meretskow im so genannten Winterkrieg die 950 km lange Grenze zu Finnland. Die Rote Armee griff mit 1.500 Panzern und 3.000 Flugzeugen an und erwartete einen schnellen Sieg, aber die Russen unterschätzten die Finnen. Die Rote Armee verlor 200.000 Mann, die Finnen jedoch nur 25.000 Mann. Schweden unterstützte Finnland, ohne allerdings die Neutralität aufzugeben. Ein Eingreifen Großbritanniens und Frankreichs gegen die Sowjetunion wurde zwar geplant, kam aber nicht darüber hinaus. Ein Friedensvertrag der am 12. März 1940 unterzeichnet wurde, legte fest, dass Finnland Teile Kareliens und die Fischerhalbinsel Kalastajansaarento am Nordmeer an die Sowjetunion abtreten musste. Als direkte Reaktion auf den sowjetischen Angriff nahm Finnland 1941 im Fortsetzungskrieg am deutschen Russlandfeldzug teil, um sich die verlorenen Gebiete zurückzuerobern.

Die Besetzung Dänemarks und Norwegens 1940

Hauptartikel: Operation Weserübung Operation Weserübung Zum Ende des Jahres 1939, nach dem Verlust der französischen Eisenerzeinfuhr, stellten die Lieferungen aus dem neutralen Schweden 40 % des Eisenerzbedarfs für Deutschland dar. Ein weiterer wichtiger Rohstoff war das finnische Nickel. Durch die Erzbahn von Schweden nach Narvik war Norwegen für Deutschland von außerordentlichem wirtschaftlichen und militärischen Wert. Die Briten wollten diese wichtigen Rohstofflieferungen abschneiden, weswegen am 5. Februar 1940 beim Obersten franco-britischen Kriegsrat die Planung der Landung von vier Divisionen in Narvik vereinbart war. Die vorgesehene Besetzung des norwegischen Hafens durch die Briten veranlasste das Oberkommando der Wehrmacht, einen zusätzlichen Stab für Norwegen aufzustellen. Am 21. Februar erfolgte eine direkte Weisung Hitlers für die Planung bestimmter Operationen im skandinavischen Raum. Am 1. März wurde die Operation Weserübung endgültig beschlossen. Sie sah vor, Dänemark einzunehmen und es als „Sprungbrett“ für die Eroberung Norwegens zu benutzen. Im März kam es zu diversen Angriffen gegen britische Seeeinheiten. Am 5. April fand die alliierte Operation Wilfried statt, bei der die Gewässer vor Norwegen vermint und weitere Truppen ins Land gebracht werden sollten. Einen Tag später lief auf deutscher Seite die Operation Weserübung an. Dabei wurde fast die gesamte deutsche Flotte mobilisiert und in Richtung Narvik geschickt. Am 9. April begann das Unternehmen endgültig mit der Landung einer Gebirgsjägerdivision vor Narvik. In Großbritannien hielt man eine Landung der Deutschen für recht unwahrscheinlich, was dazu führte, dass von alliierter Seite nur geringe Gegenmaßnahmen getroffen wurden. Die Deutschen konnten ihren Brückenkopf ohne größeren Widerstand ausweiten, so dass am 10. April bereits Stavanger, Trondheim und Narvik besetzt wurden, nachdem zuvor bereits Dänemark kampflos besetzt worden war. Großbritannien besetzte aus strategischen Gründen im Nordatlantik die dänischen Färöer am 12. April. Am 13. April kam es zu einigen schweren Seegefechten, wobei es neun britischen Zerstörern und dem Schlachtschiff HMS Warspite gelang, im Ofot-Fjord alle deutschen Zerstörer zu versenken. Desweiteren wurden auf ihrem Rückweg leichte deutsche Kreuzer und etliche Frachter von alliierten U-Booten beziehungsweise der Royal Air Force versenkt. Royal Air Force Am 17. April landeten die Alliierten schließlich und brachten die Truppen der Wehrmacht auch mit massivem Beschuss der Royal Navy unter starken Druck. Bis zum 19. April wurden umfangreiche alliierte Verbände, unter anderem auch polnische Soldaten und Reste der Fremdenlegion, in Norwegen angelandet. Inzwischen verbesserte sich, bedingt durch die Jahreszeit, das Wetter in Norwegen, so dass die Wehrmacht ihre Fronten festigen konnte. Bei schweren Angriffen der deutschen Luftwaffe wurden am 2. Mai ein britischer und ein französischer Zerstörer vor der Hafenstadt Namsos versenkt. Noch im selben Monat beschloss Churchill wegen der deutschen Erfolge in Frankreich den Abzug der Alliierten aus Norwegen. Bevor die 24.500 Soldaten evakuiert werden konnten, gelang es ihnen jedoch noch, in Narvik einzudringen und einen wichtigen Hafen zu zerstören. Am 10. Juni kapitulierten schließlich die verbliebenen norwegischen Soldaten, worauf die Operation Weserübung abgeschlossen war. Norwegen wurde Reichskommissariat, sollte jedoch nach dem Willen Hitlers als selbständiger Staat bestehen bleiben und Teil des deutschen Herrschaftsgebietes sein. Im weiteren Verlauf wurde Norwegen stark befestigt, weil Hitler in der ständigen Furcht vor einer Invasion lebte. Im Februar 1942 installierte man eine Marionetten-Regierung unter Vidkun Quisling.

Der Westfeldzug 1940

Hauptartikel: Westfeldzug 1940 Während Deutschland die Siegfriedlinie zur Verteidigung der Front hatte, stand in Frankreich die stark befestigte Maginot-Linie. Die Ardennen galten als natürliche Verlängerung dieser fast 130 Kilometer langen Verteidigungslinie. Die französische Generalität glaubte nicht an einen Vorstoß durch dieses Gebiet, da es besonders für Panzerkräfte als unüberwindbar galt. Der Plan für einen Feldzug im Westen wurde von Generalleutnant Erich von Manstein mit seinen beiden Mitarbeitern, Oberst Günther Blumentritt und dem damaligen Major i. G. Henning von Tresckow entwickelt. Er sah einen schnellen Vorstoß durch die Ardennen vor, um dann die Alliierten im Norden zu einer Schlacht mit verkehrter Front zu zwingen. Mit der Masse der hier zu versammelnden Panzer- und motorisierten Divisionen gedachte er durch das „Loch in den Ardennen“ zum „Sichelschnitt“ – wie ihn Churchill später bezeichnete – bis zur Kanalküste hin anzusetzen. Kanalküste Am 10. Mai 1940 begann der Angriff deutscher Verbände mit insgesamt sieben Armeen auf die neutralen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg. 136 deutsche standen gegen rund 137 alliierte Divisionen. Bereits an diesem Tag wurde die für uneinnehmbar gehaltene belgische Festung Eben-Emael durch deutsche Fallschirmjäger eingenommen. Am 14. Mai überschritt General Guderian mit seiner Panzergruppe die Maas. Die Royal Air Force versuchte mit verzweifelten Angriffen, die Pionierbrücken über dem Fluss zu zerstören, verlor dabei aber einen Großteil der Flugzeuge. Erst am 17. Mai trat die französische 4. Panzerdivision unter Charles de Gaulle zu einem Gegenangriff auf Montcornet an, der aber, nach anfänglichen Erfolgen, wegen starker Attacken deutscher Stukas abgebrochen werden musste. Am 17. Mai wurde Brüssel kampflos übergeben. Die Niederländer waren, bedingt durch ihre Neutralität im Ersten Weltkrieg, noch weniger als die Belgier auf einen Krieg eingestellt, so dass ihre Armee relativ leicht geschlagen werden konnte. Die Kapitulation der niederländischen Truppen wurde nach der Bombardierung Rotterdams am 14. Mai eingeleitet. Einen Tag später kapitulierten die niederländischen Truppen, und die Regierung sowie Königin Wilhelmina flohen nach London ins Exil. Als Reichskommissar für die Niederlande wurde Arthur Seyß-Inquart eingesetzt. Am 19. Mai erreichte die deutsche 6. Armee den Fluss Schelde und stieß bis Abbeville vor. Der Vormarsch in diese Gebiete erfolgte so schnell, dass die britischen und französischen Einheiten bei Dünkirchen eingekesselt wurden. Am 27. Mai begann die Operation Dynamo mit der Evakuierung von über 7.500 alliierten Soldaten. Die Panzerstreitkräfte der Heeresgruppe A setzten an diesem Tag den Angriff fort, nachdem Generaloberst v. Rundstedt am 24.Mai einen von Hitler bestätigten Haltebefehl erteilte. Die Gründe für diesen Anhaltebefehl sind in der historischen Forschung bis heute umstritten. Am 4. Juni wurde die Evakuierung abgeschlossen, es nahmen etwa 900 Seefahrzeuge daran Teil. Über 337.000 Soldaten, davon 110.000 Soldaten der französischen Armee, und damit fast das gesamte britische Expeditionskorps konnten trotz heftiger Angriffe durch Bomber der deutschen Luftwaffe evakuiert werden. Aus heutiger Sicht stellte der Haltebefehl, der die Evakuierung in diesem Maße ermöglichte, einen schweren taktischen Fehler dar. Die Fähigkeit, den Krieg fortzusetzen, wäre durch den Verlust der britischen Expeditionsarmee für England deutlich schwieriger geworden. 4. Juni Als sich die Briten zurückzogen, bereitete sich Frankreich auf die Verteidigung vor. Fall Gelb, so der deutsche Deckname für den Feldzug in Frankreich, begann am 5. Juni mit einer deutschen Offensive an der Aisne und der Somme. Am 9. Juni überschritten Soldaten der 6. Infanteriedivision die Seine. Mussolini beschloss am 11. Juni in den Krieg gegen die beiden Westalliierten einzutreten. Am 14. Juni besetzten Teile der 18. Armee die französische Hauptstadt Paris. Um die Stadt nicht zum Kriegsschauplatz werden zu lassen, wurde sie zuvor von den Franzosen geräumt. Gleichzeitig durchbrach die Heeresgruppe C die Maginot-Linie und die symbolträchtige Festung Verdun konnte ebenfalls eingenommen werden. Am 17. Juni erklärte Henri Philippe Pétain, Ministerpräsident der neu gebildeten französischen Regierung, die Niederlage Frankreichs. Am 21. Juni wurden die französischen Unterhändler im Wald von Compiègne von Hitler empfangen. Zur Unterzeichnung der, vergleichsweise maßvollen, Waffenstillstandsbedingungen kam es gegen Abend des 22. Juni 1940. Der deutsch-französische Waffenstillstand trat erst am 25. Juni um 01:35 Uhr in Kraft. Damit die französische Flotte nicht in deutsche Hände fallen konnte, nahmen die Briten am 3. Juli den algerischen Hafen Mers-el-Kebir unter Beschuss, in dem ein Teil der französischen Kriegsflotte stationiert war. Nur sechs Wochen und drei Tage hatte der Blitzkrieg im Westen gedauert. Er forderte das Leben von über 135.000 alliierten und etwa 46.000 deutschen Soldaten. Frankreich wurde in zwei Zonen geteilt: der Norden und Westen Frankreichs war von den Deutschen besetzt. Hier befanden sich wichtige Flugfelder und Marinebasen für den Krieg gegen Großbritannien. Die Häfen am Atlantik, insbesondere Brest wurden die wichtigste Operationsbasis der deutschen U-Boote. Der östliche und südliche Teil Frankreichs blieben unter französischer Kontrolle. Henri Philippe Pétain regierte von Vichy aus den Rest Frankreichs als Marionettenstaat des deutschen Reichs (Marschall Pétain wurde als Kollaborateur nach dem Zweiten Weltkrieg zum Tode verurteilt, dann aber noch begnadigt). Charles de Gaulle (1890–1970) war Organisator des Widerstandes: „Führer des freien Frankreichs“ vom Exil in London aus.

Die Luftschlacht um England 1940/41

Hauptartikel: Luftschlacht um England