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| Kurt Huber |
Kurt HuberKurt Huber ( - 24. Oktober 1893 in Chur; † 13. Juli 1943 in der JVA München-Stadelheim), Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Volksliedforscher, Mitglied der Weißen Rose.
Lebenslauf
Geboren im graubündischen Chur zog Kurt Huber mit seinen Eltern 1896 nach Stuttgart, wo er seine Schulzeit verbrachte und das Abitur ablegte. Nach dem frühen Tod des Vaters 1911 ließ sich die Mutter mit ihren Kindern in München nieder. An der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität studierte er Musikwissenschaften, Philosophie und Psychologie und promovierte im Jahr 1917 über den Renaissance-Musiker Ivo de Vento mit der Beurteilung "summa cum laude".
Drei Jahre später (1920) habilitierte sich Kurt Huber in Psychologie und begann 1926 als außerordentlicher Professor seine Dozentenzeit an der Münchener Universität. Lehraufträge für Psychologie und Methodenlehre boten ihm eine bescheidene existenzielle Sicherung. Die Berufung auf einen ordentlichen Lehrstuhl wurde seit 1933 durch die nationalsozialistische Hochschulpolitik verhindert; als Begründung diente ein fadenscheiniges Argument: Kurt Huber hatte eine kaum wahrnehmbare körperliche Behinderung durch eine Nervenerkrankung mit Lähmungsfolgen in der Kindheit.
Den zweiten wissenschaftlichen Schwerpunkt bildete seine Musikbegabung. Sein ganz besonderes Interesse gilt dabei der Volksliedforschung, die ihn mit Carl Orff und dem Kiem Pauli, einem bekannten Volkssänger und Musikanten in Bayern zusammenführt. Auf Veranlassung von Kurt Huber und dem Kiem Pauli wurde zum Beispiel 1930 das erste oberbayerische Preissingen in Egern durchgeführt, bei dem Volksmusikgruppen aus ganz Bayern und Tirol auftraten. Der Kiem Pauli und Kurt Huber haben weithin verschüttet gewesenes Liedgut in Bayern wiedererweckt und für das wiedererstehende Volksliedsingen erschlossen.
Durch seine Veröffentlichungen über Musikpsychologie, Musikästhetik und vokaltheoretische Forschungen gewann Kurt Huber zunehmend Anerkennung in der wissenschaftlichen Welt. So war schon im Jahr 1927 ein Ruf nach Berlin erfolgt. Dort baute er das Volksmusikarchiv auf. Ihm wurde auch versprochen, er dürfe dort an der musikwissenschaftlichen Hochschule Vorlesungen halten. Das Versprechen wurde aber nicht eingelöst, da er sich weigerte, für den NS-Studentenbund Kampflieder zu komponieren. Daraufhin kehrte der Professor, der inzwischen mit seiner Frau Clara eine Familie gegründet hatte, nach München zurück.
Weiße Rose
Berlin
Im Dezember 1942 suchten Hans Scholl und Alexander Schmorell den Kontakt zu Professor Kurt Huber. Gemeinsam verfassten sie im Januar 1943 das fünfte Flugblatt "Aufruf an alle Deutschen!" der "Weißen Rose", einer Widerstandsgruppe in München während der Zeit des Nationalsozialismus, die im Sommer 1942 gegründet worden war.
Das sechste Flugblatt wurde von Kurt Huber allein verfasst. Es wird der Gruppe zum Verhängnis. Es wendete sich gegen die Kriegspolitik des Dritten Reiches. Nachdem nicht alle Exemplare verschickt werden konnten, wurde beschlossen, die übrig gebliebenen Flugblätter an der Münchener Universität zu verteilen. Am 18. Februar 1943 versuchten die Geschwister Scholl, die Blätter an der Universität auszulegen, wurden dabei vom Hausmeister entdeckt und von diesem an die Gestapo ausgeliefert.
Während die Geschwister Scholl bereits am 22. Februar zusammen mit Christoph Probst hingerichtet wurden, erging das Todesurteil gegen Kurt Huber, Willi Graf und Alexander Schmorell erst in einem zweiten Prozess vor dem Volksgerichtshof. Kurt Huber und Alexander Schmorell wurden am 13. Juli 1943 im Gefängnis München-Stadelheim enthauptet, die Hinrichtung Willi Grafs erfolgte am 12. Oktober 1943 ebenfalls durch das Fallbeil.
Professor Kurt Huber wurde in einem Familiengrab auf dem Alten Teil des Münchner Waldfriedhofs beigesetzt.
Heute sind die beiden Plätze vor dem Universitätsgebäude an der Ludwigsstraße in München nach den Geschwistern Scholl und Professor Huber benannt, ebenso die Straße in Gräfelfing, in der er zuletzt wohnte. Vor dem Eingang der Universität erinnern in den Boden eingelassene steinerne Flugblätter an die "Weiße Rose".
Veröffentlichungen
- Ivo de Vento (1918)
- Oberbayrische Volkslieder mit Bildern und Weisen. Mit Paul Kiem (Hrsg.), München, Knorr & Hirth (1930)
Literatur
Clara Huber (Hrsg.): Kurt Huber zum Gedächtnis. "... der Tod ... war nicht vergebens". Nymphenburger Verlagsbuchhandlung, München 1986, ISBN 3-485-00523-1.
Weblinks
-
Huber, Kurt
Huber, Kurt
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24. OktoberDer 24. Oktober ist der 297. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 298. in Schaltjahren) - somit bleiben 68 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1605 - Nach dem Tod seines Vaters Akbar besteigt Selim als Jahangir den Thron im Mogulreich.
- 1648 - Im Rathaus zu Münster wird der Westfälische Friede zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges unterzeichnet.
- 1945 - Mit Inkrafttreten ihrer Charta ist die UNO gegründet.
- 1950 - Frankreichs Ministerpräsident René Pleven unterbreitet den Pleven-Plan, der eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft vorsieht.
- 1950 - Die Freiheitsglocke im Turm des Schöneberger Rathauses, eine Nachbildung der Liberty Bell, wird eingeweiht.
- 1964 - Das britische Protektorat Nordrhodesien wird als Sambia unabhängig.
- 1990 - in Ungarn wird die Todesstrafe vom Verfassungsgerichtshof für verfassungswidrig erklärt.
- 1993 - Bei den Wahlen in Liechtenstein holt sich die Vaterländische Union ihre politische Vorrangstellung von der Fortschrittliche Bürgerpartei zurück.
- 1995 - Aung San Suu Kyi, birmesische Friedensnobelpreisträgerin wird von der Militärdiktatur unter Hausarrest gestellt.
- 1996 - In Sankt Petersburg, Florida, erschießt ein weißer Polizist bei einer Verkehrskontrolle einen schwarzen Autofahrer. Der spätere Freispruch des Polizisten wird zu schweren Rassenausschreitungen und Plünderungen führen.
- 1999 - In Tunesien wird Zine El Abidine Ben Ali als Staatspräsident in seinem Amt bestätigt.
- 2002 - Bahrain. Erster Wahlgang für Parlamentswahlen seit fast 30 Jahren. 2. Gang: 31. Oktober 2002
- 2003 - Bundestagsbeschluss: Deutschland verstärkt sein Engagement in Afghanistan und richtet im Herbst 2003 zwei Außenstellen der Botschaft Kabul in Kundus und Herat ein.
Wirtschaft
- 1929 - Am „Schwarzen Donnerstag“ endet die jahrelange Hausse der New Yorker Börse; die Weltwirtschaftskrise beginnt.
Wissenschaft, Technik
- 1939 - Das erfolgreichste US-Starrluftschiff, der in Deutschland gebaute Zeppelin LZ 126/ZR-3 USS Los Angeles, wird außer Dienst gestellt.
- 1998 - Von Cape Canaveral wird die Raumsonde Deep Space 1 als erstes Raumfahrzeug mit einem Ionenantrieb ins All geschossen.
- 2003 - Letzter Flug der Concorde von New York nach London.
Kultur
- 1876 - Uraufführung der komischen Oper Der Seekadett von Richard Genée am Theater an der Wien in Wien.
- 1929 - Virginia Woolfs feministischer Essay Ein eigenes Zimmer erscheint.
- 1979 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und VR China. In Kraft seit dem 29. August 1980
Religion
Katastrophen
- 1944 - Bei der Versenkung des japanischen Kriegsgefangenentransporters Arisan Maru durch ein amerikanisches U-Boot sterben 1.792 amerikanische Kriegsgefangene.
- 1947 - Bryce-Canyon-Nationalpark, Utah: Eine DC-6 der United Airlines stürzt kurz vor dem Flughafen ab. Alle 52 Menschen sterben.
- 1960 - Auf dem russischen Raketenzentrum Baikonur explodiert eine Rakete vom Typ R16 auf der Startrampe bei den letzten Startvorbereitungen. Ungefähr 100 Menschen kommen dabei ums Leben.
- 1963 - In einem Stollen im niedersächsischen Lengede bei Peine werden 129 Bergleute in 60m Tiefe verschüttet.
- 2001 - Durch den Zusammenstoß zweier Lastwagen im Sankt-Gotthard-Tunnel wird ein Brand ausgelöst, bei dem elf Menschen sterben. Der Tunnel wird danach wegen Sanierungsarbeiten für zwei Monate geschlossen bleiben.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1998 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Mario Schiesser in Hamburg durch technischen KO.
Geboren
Hamburg
Hamburg
- 51 - Titus Flavius Domitianus, römischer Kaiser
- 1618 - Aurangsib, Großmogul von Indien
- 1632 - Antoni van Leeuwenhoek, niederländischer Naturforscher und Mikroskopbauer
- 1739 - Anna Amalie, Herzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach, deutsche Komponistin
- 1796 - August Graf von Platen, deutscher Lyriker
- 1804 - Wilhelm Weber, deutscher Physiker
- 1808 - Bernhard von Cotta, deutscher Geologe
- 1821 - Philipp Ludwig von Seidel, deutscher Mathematiker und Astronom
- 1838 - Emil Frey, Schweizer Politiker (FDP')
- 1844 - Karl Lueger, österreichischer Politiker
- 1868 - Alexandra David-Neel, französische Schriftstellerin
- 1875 - Fanny Starhemberg, österreichische Politikerin
- 1882 - Emmerich Kálmán, ungarischer Komponist
- 1883 - Walter Buch, Reichsleiter der NSDAP
- 1885 - Christian Wirth, deutscher Nationalsozialist
- 1887 - Henk Muller, niederländischer Fußballspieler
- 1891 - Rafael Trujillo, Diktator der Dominikanischen Republik
- 1895 - Josef Pelz von Felinau, deutscher Schriftsteller, Schauspieler, Drehbuch- und Hörspielautor
- 1896 - Karlfried Graf Dürckheim, deutscher Psychotherapeut
- 1899 - Ferhat Abbas, algerischer Politiker
- 1904 - Theodor Eschenburg, deutscher Politikwissenschaftler, Publizist und Staatsrechtler
- 1907 - Albert Hoffmann, Unternehmer und NS-Gauleiter von Westfalen-Süd
- 1909 - William Carr, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1911 - Sonny Terry, US-amerikanischer Musiker
- 1916 - Pierre Sancan, französischer Komponist
- 1921 - Ulrich Berger, deutscher Politiker, MdB und Gewerkschafter
- 1922 - Horst Stern, deutscher Journalist und Autor
- 1925 - Luciano Berio, italienischer Komponist
- 1925 - Willie Mabon, US-amerikanischer Musiker
- 1927 - Gilbert Bécaud, französischer Chansonier
- 1929 - George Crumb, amerikanischer Komponist
- 1930 - Big Bopper, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1930 - Johan Galtung, norwegischer Friedens- und Konfliktforscher
- 1932 - Pierre-Gilles de Gennes, französischer Physiker
- 1932 - Robert Mundell, kanadischer Volkswirt
- 1935 - Marek Piwowski, polnischer Regisseur
- 1936 - Friedrich Blumenröhr, Richter am Bundesgerichtshof
- 1936 - Bill Wyman, britischer Rockmusiker (Rolling Stones)
- 1937 - Santo Farina, US-amerikanischer Musiker
- 1939 - F. Murray Abraham, US-amerikanischer Schauspieler
- 1943 - Jean Claude Pascal, französischer Sänger und Songschreiber
- 1946 - Edgar Broughton, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1946 - Jerry Edmonton, kanadischer Musiker (Steppenwolf)
- 1946 - Rob van Leeuwen, niederländischer Musiker
- 1947 - Kevin Kline, US-amerikanischer Schauspieler
- 1948 - Paul und Barry Ryan, britischer Sänger und Songschreiber
- 1949 - De Aal, niederländischer Schlagersänger
- 1950 - Dale Griffin, britischer Musiker (Moot the Hoople)
- 1951 - Chris von Rohr, schweizerischer Sänger
- 1953 - Christoph Daum, deutscher Fußballtrainer
- 1958 - Alan Jackman, britischer Musiker
- 1960 - Wolfgang Güllich, deutscher Sportkletterer
- 1960 - Christoph Schlingensief, deutscher Film- und Bühnenregisseur, Talkmaster, Politiker
- 1966 - Roman Abramowitsch, russischer Unternehmer
- 1985 - Wayne Rooney, englischer Fußballspieler
Gestorben
Wayne Rooney
- 996 - Hugo Capet, König von Frankreich
- 1537 - Jane Seymour, Hofdame von Katharina von Aragon
- 1579 - Albrecht V. (Bayern), Herzog von Bayern
- 1601 - Tycho Brahe, dänischer Astronom
- 1655 - Pierre Gassendi, französischer Philosoph, Theologe, Mathematiker, Astronom und Physiker
- 1725 - Alessandro Scarlatti, italienischer Komponist, Musikpädagoge
- 1793 - Karl Eugen (Württemberg), Herzog von Württemberg
- 1799 - Carl Ditters von Dittersdorf, österreichischer Komponist
- 1842 - Bernardo O'Higgins, chilenischer Politiker, erstes Staatsoberhaupt
- 1849 - José Manuel Inácio da Cunha Faro Menezes Portugal da Gama Carneiro e Sousa, portugiesischer Militär und Politiker
- 1860 - Élie, Herzog von Decazes und Glücksberg, französischer Staatsmann
- 1870 - Antonius Maria Claret, spanischer Bischof und Ordensgründer
- 1892 - Robert Franz, deutscher Komponist
- 1914 - Gustav Wied, dänischer Schriftsteller
- 1918 - Daniel Burley Woolfall, britischer Präsident der FIFA
- 1938 - Ernst Barlach, deutscher Bildhauer
- 1940 - Pierre Ernest Weiß, französischer Physiker
- 1944 - Otto Schmirgal, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer
- 1944 - Werner Seelenbinder, deutscher Ringer, Kommunist und Widerstandskämpfer
- 1945 - Vidkun Abraham Lauritz Jonssøn Quisling, norwegischer Politiker und Offizier
- 1948 - Franz Lehár, österreichischer Komponist
- 1952 - Frederick Jacobi, US-amerikanischer Komponist
- 1955 - Alfred Radcliffe-Brown, britischer Sozialanthropologe
- 1971 - Carl Ruggles, US-amerikanischer Komponist
- 1974 - David Fjodorowitsch Oistrach, Geiger
- 1975 - Friedrich Karl Florian, Gauleiter der NSDAP von Düsseldorf
- 1979 - Heinz Frommhold, deutscher Politiker
- 1991 - Gene Roddenberry, Drehbuchautor, Fernseh- und Filmproduzent
- 1993 - Heinz Kubsch, deutscher Fußballspieler
- 1994 - Erich Wustmann, deutscher Völkerkundler und Reiseschriftsteller
- 1995 - Hermann Langbein, Schriftsteller
- 1996 - Arthur Axmann, HJ-Reichsjugendführer
- 1996 - Gladwyn Jebb, britischer Politiker
- 2001 - Wolf Rüdiger Heß, Sohn von Rudolf Heß
- 2002 - Fee von Reichlin, deutsche Schauspielerin und Operettensängerin
- 2003 - Baldur Springmann, deutscher Politiker
- 2005 - Rosa Parks, Begründerin der US-Bürgerrechtsbewegung (Bus-Boykott)
- 2005 - José Simon Azcona Hoyo, Staatspräsident von Honduras
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage:
- Hl. Antonius Maria Claret, spanischer Bischof und Ordensgründer (katholisch)
- Hl. Sebastian (orthodox)
- Nationalfeiertag von Sambia
- Tag der Vereinten Nationen
- Tag der Bibliotheken
- Welttag der Information über Entwicklungsfragen (UNO)
- Beginn der Abrüstungswoche (UNO), bis 30. Oktober
Siehe auch
- 23. Oktober - 25. Oktober
- 24. September - 24. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1024
ja:10月24日
ko:10월 24일
simple:October 24
th:24 ตุลาคม
Chur
Chur [], in der Schweiz ausserhalb Graubündens üblicherweise [] (frz. Coire, it. Coira, rät. Cuera, mittelalterlich-lat. Curia R(h)aetorum) ist die Hauptstadt des Schweizer Kantons Graubünden sowie Hauptort des bündnerischen Bezirks Plessur. Chur liegt am rechten Ufer des Rheins. Das Gemeindegebiet reicht von 570 m ü.M. bis über 1'800 m ü.M.
Geschichte
Der Name Chur kommt vom keltischen kora, koria, was so viel heisst wie Stamm oder Sippe. Andere Quelle: das lateinische Curia bedeutet Rathaus.
Ausgrabungsfunde beweisen, dass der geschichtliche Ursprung von Chur bis ins Jahr 3000 v. Chr. zurückgeht. Damit handelt es sich um die älteste bekannte Siedlung der Schweiz. Nachdem die Römer im Jahre 15 v. Chr. Rätien eroberten, machten sie Chur zum Hauptort der Raetia prima, dem südlichen Teil der neuen Provinz. 284 wurde der Ort sogar zur Provinzhauptstadt erhoben.
Im Jahre 450 wurde Chur Bischofssitz. 1524 nahm die Stadt die Reformation an, obwohl der Bischof katholisch blieb. Auf diese Weise wurden Staat und Bischof getrennt. Ins 16. Jahrhundert fällt auch der Übergang vom Rätoromanischen zum Deutschen als Umgangssprache der Churer, obwohl der bischöfliche Hof bereits seit dem 9. Jahrhundert in deutschen Händen war. Nachdem Graubünden 1803 der Eidgenossenschaft beigetreten war, wurde Chur 1820 Hauptstadt des Kantons.
Bevölkerung
Graubünden ist toll würden sie nicht auch mal dort hin gehen?
Sehenswürdigkeiten
1820
1820
1820
1820
Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Postplatz. An der nordöstlich wegführenden Grabenstrasse befindet sich das Bündner Kunstmuseum. Es stellt Gemälde verschiedener Bündner Künstler des 18. bis 20. Jahrhunderts aus. Südwestlich vom Postplatz erstreckt sich der Fontanaplatz mit einem Denkmal für den Schlossvogt Benedikt Fontana.
Die Altstadt liegt zwischen dem Postplatz, dem barocken Bischöflichen Hof aus den Jahren 1732 und 33 und dem Fluss Plessur. Hier findet man viele Zunft- und Bürgerhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Am Ostrand der Altstadt befindet sich der Regierungsplatz mit dem 1752 errichteten Regierungsgebäude (Graues Haus). Es beherbergt neben der Staatskanzlei und dem Sitzungssaal des Kleinen Rates auch die Kantonsbibliothek und das Staatsarchiv. Auf dem Regierungsplatz befindet sich das Vazerol-Denkmal, das an die Vereinigung der Drei Bünde im Jahre 1471 erinnert.
Südlich vom Regierungsplatz befindet sich neben dem Bischöflichen Hof auch die romanisch-gotische Kathedrale aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Der dreischiffige Kirchenbau besitzt ein reich ausgestattetes Inneres.
Verkehr
Verkehrstechnisch ist Chur ein wichtiger Eisenbahnknoten, da hier die von Norden kommende Normalspurstrecke der Schweizerischen Bundesbahn endet, und man in das Schmalspurnetz der Rhätischen Bahn umsteigen kann. Letztere hat in Chur ihre Zentrale. Seit 2003 besitzt die Stadt eine mit einer riesigen Überdachung versehene, hochmoderne Umsteigestation für Bus und Bahn.
Persönlichkeiten
- Josias Braun-Blanquet, Schweizer Botaniker
- Alois Brügger, Schweizer Arzt
- Jakob Buchli, Schweizer Konstrukteur im Bereich des Lokomotivbaus
- Gion Mathias Cavelty, Schweizer Schriftsteller
- Hans Ruedi Giger, Schweizer Grafiker und bildender Künstler, Oscar-Preisträger
- Hans Gmür, Schweizer Autor
- Alfred Heuß (Musikwissenschaftler), deutscher Musikwissenschaftler und Musikkritiker
- Rudolf Hotzenköcherle, Schweizer Sprachwissenschaftler
- Kurt Huber, Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Volksliedforscher, Mitglied der Weißen Rose
- Angelika Kauffmann, eine der bedeutendsten in der Schweiz geborenen Malerinnen
- Daniel Mahrer, Schweizer Skirennläufer
- Giorgio Rocca, italienischer Skirennläufer
- Meinrad Schütter, Schweizer Komponist
- Gian Simmen, Schweizer Snowboarder
Sonstige
- Jörg Blaurock (1492 - 1529), führende Persönlichkeit des frühen Täufertums, wirkte in Chur.
- Georg (Jürg) Jenatsch wurde am 24. Januar 1639 in Chur ermordet.
- Rambold XIII. von Collalto
Weblinks
- [http://www.chur.ch Offizielle Website der Stadt Chur]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D1581.html Artikel Chur (Gemeinde)] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.churtourismus.ch Touristische Informationen]
- [http://www.userlearn.ch/projekte/rundgaengetips/chur/ Methodisch-didaktischer Rundgang und Fotos]
Kategorie:Ort in der Schweiz
Kategorie:Ort im Kanton Graubünden
Kategorie:Schweizer Gemeinde
Kategorie:Hauptort eines Kantons (Schweiz)
als:Chur
1943
Politik
- 1. Januar: Enrico Celio wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die erste Panzerarmee an der Ostfront beginnt mit ihrem Rückzug aus dem Kaukasus
- 1. Januar: auf Vorschlag des Deutschen Normenausschusses beginnt die Woche in Deutschland jeweils sonntags um 0.00 Uhr und endet am darauf folgenden Samstag um 24.00 Uhr. Erst 1976 wird der Wochenbeginn auf „Montag“ umgestellt
- 14. Januar: Casablanca-Konferenz. Westalliierte Kriegsziele: „Bedingungslose Kapitulation Deutschlands, Italiens und Japans.“
- 2. Februar: Die deutsche 6. Armee kapituliert in Stalingrad. Rund 90.000 Soldaten gehen in sowjetische Gefangenschaft
- 18. Februar – NS-Propagandaminister Joseph Goebbels fordert in einer Rede im Berliner Sportpalast den „totalen Krieg“ (siehe: Sportpalastrede)
- 22. Februar: Sophie ( - 1921) und Hans Scholl ( - 1918) sowie ihr Freund Christoph Probst werden als Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ hingerichtet
- 27. Februar: Beginn des Rosenstraße-Protests gegen die Deportation von Juden aus Berlin
- 19. April: Der Aufstand im Warschauer Ghetto bricht aus
- 13. Mai: Kapitualtion der deutschen Truppen in Tunesien
- 17. Mai: Bei britischen Bombenangriffen auf mehrere Talsperren im Sauerland werden die Edertalsperre und die Möhnetalsperre zerstört. Es sind über 1600 Tote zu beklagen
- 10. Juli: Landung der Alliierten auf Sizilien
- 27. Juli: Britischer Bombenangriff auf Hamburg (Operation Gomorrha), 35.000 Menschen sterben daraufhin im Feuersturm
- 1. August: Bei einem amerikanischen Luftangriff auf die Ölfelder von Ploesti in Rumänien werden 53 von 177 eingesetzten Bombern abgeschossen
- 17. August: Bei einem Luftangriff auf Regensburg und Schweinfurt erleidet die USAAF schwere Verluste (siehe auch Operation Double Strike)
- in der Nacht zum 18. August bombardiert die Royal Air Force die Deutsche Raketen-Versuchsanstalt in Peenemünde
- 8. September: Beginn der Deutschen Besatzung in Albanien
- 14. Oktober: erneut erleiden amerikanische Bomber bei einem Angriff auf Schweinfurt hohe Verluste
- 22. Oktober: Britischer Bombenangriff auf Kassel. Die Stadt wird größtenteils zerstört, tausende Menschen sterben im Bombenhagel oder sterben durch Panik oder Luftmangel in Bunkern. Noch Tage danach stehen hohe Rauchwolken über der Stadt
- 22. November: Libanon wird unabhängig
- 28. November-1. Dezember: Konferenz von Teheran über die Neuordnung Europas nach der Beendigung des 2. Weltkrieges
Wissenschaft und Technik
- 16. April: Zufallsentdeckung der Psychoaktivität des LSD-25 durch Dr. Albert Hofmann
- 19. April: Nachweis psychoaktiver LSD-Wirkungen durch Selbstversuch von Dr. A. Hofmann
Kultur
- 20. Februar: Uraufführung der Oper Die Kluge von Carl Orff in Frankfurt am Main
- 1. April: Uraufführung der Oper Das Schloss Dürande von Othmar Schoeck an der Staatsoper in Berlin
- 10. Oktober: Uraufführung der komischen Oper Barbe-bleue von Jacques Ibert
Katastrophen
- 10. September: Erdbeben der Stärke 7,4 in Tottori, Japan, 1.190 Tote
- 26. November: Erdbeben der Stärke 7,6 in der Türkei, ca. 4.000 Tote
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
1. Halbjahr
- 1. Januar: Mohamed Mahmoud Ould Louly, ehemaliger Präsident von Mauretanien
- 1. Januar: Allan Starski, polnischer Szenenbildner
- 2. Januar: Barış Manço, türkischer Sänger, Komponist und Fernsehproduzent († 1999)
- 3. Januar: Reinhold Massag, deutscher Autor und Schauspieler († 1999)
- 3. Januar: Van Dyke Parks, US-amerikanischer Musiker, Komponist und Arrangeur
- 4. Januar: Emil Zopfi, Schweizer Autor
- 4. Januar: Egon Schultz, Unteroffizier der Grenztruppen der DDR († 1964)
- 5. Januar: Christine Wodetzky, deutsche Schauspielerin († 2004)
- 5. Januar: Günther Maria Halmer, deutscher Schauspieler
- 5. Januar: Ignace van Swieten, niederländischer Fußballschiedsrichter († 2005)
- 5. Januar: Ramón Sampedro, Tetraplegiker und Befürworter der Sterbehilfe († 1998)
- 7. Januar: Sadako Sasaki, Opfer des Abwurfs der Atombombe († 1955)
- 8. Januar: Lee Jackson, britischer Musiker
- 10. Januar: Jim Croce, US-amerikanischer Sänger und Songwriter († 1973)
- 11. Januar: Rémy Zaugg, Schweizer Künstler († 2005)
- 11. Januar: Eduardo Mendoza, spanischer Schriftsteller
- 11. Januar: Oscar Bronner, Zeitungsherausgeber und Maler
- 12. Januar: Brun-Otto Bryde, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 13. Januar: Klaus-Peter Puls, deutscher Politiker
- 14. Januar: Mariss Jansons, lettischer, international Dirigent
- 14. Januar: Shannon Lucid, US-amerikanische Astronautin
- 16. Januar: Gavin Bryars, englischer Komponist und Kontrabassist
- 16. Januar: Ivar Combrinck, Synchronsprecher und Regisseur
- 17. Januar: Chris Montez, Sänger
- 17. Januar: Hans-Jürgen Krahl, Studentenaktivist der 68er-Bewegung († 1970)
- 17. Januar: Billy Harper, US-amerikaninischer Jazz Sayophonist
- 18. Januar: Dave Greenslade, britischer Keyboarder
- 19. Januar: Margriet von Oranien-Nassau, Prinzessin der Niederlande, Prinzessin von Oranien-Nassau, Prinzessin von Lippe-Biesterfeld
- 19. Januar: Janis Joplin, Sängerin, Rock- und Bluesmusikerin († 1970)
- 20. Januar: Einar Førde, norwegischer sozialdemokratischer Politiker und Journalist († 2004)
- 20. Januar: Rick Evans, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 21. Januar: Mirko Frýba, Psychoanalytiker, buddhistischer Mönch
- 22. Januar: Wilhelm Genazino, deutscher Schriftsteller
- 22. Januar: Michał Urbaniak, polnischer Jazz-Musiker
- 23. Januar: Gary Burton, ein Jazz-Vibraphonist
- 23. Januar: Gil Gerard, US-amerikanischer Schauspieler
- 24. Januar: Peter Struck, deutscher Politiker
- 25. Januar: Dagmar Berghoff, deutsche Hörfunk- und Fernsehmoderatorin
- 25. Januar: Norbert Königshofen, deutscher Politiker
- 25. Januar: Roy Black, deutscher Schlagersänger und Schauspieler († 1991)
- 26. Januar: Kazimiera Prunskienė, litauische Politikerin
- 28. Januar: Dick Taylor (Musiker), britischer Musiker und Mitglied der Urformation der Rolling Stones
- 28. Januar: Manfred Jendryschik, deutscher Erzähler, Lyriker, Essayist und Herausgeber
- 29. Januar: Bernd Schiphorst, deutscher Medienmanager
- 30. Januar: Wolfgang Spanier, deutscher Politiker und MdB
- 30. Januar: Günter Hirsch, Präsident des Bundesgerichtshofs
- 30. Januar: Marty Balin, US-amerikanischer Rockmusiker
- 2. Februar: Paul Friedhoff, deutscher Unternehmer und Politiker (FDP) und Mitglied des Bundestages
- 2. Februar: Wanda Rutkiewicz, polnische Bergsteigerin († 1992)
- 3. Februar: John Kornblum, US-Diplomat
- 4. Februar: Otto Lohmüller, deutscher Maler, Bildhauer und Autor von Pfadfinder-Abenteuerbüchern
- 4. Februar: Franz-Josef Kniola, deutscher Politiker
- 4. Februar: Ken Thompson, Informatiker
- 5. Februar: Ernst Hinsken, deutscher Politiker
- 5. Februar: Nolan Bushnell, Gründer der Computerfirma Atari
- 5. Februar: Michael Kenneth Mann, US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor
- 6. Februar: Fabian (Sänger), US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 7. Februar: Peter Carey, australischer Schriftsteller
- 7. Februar: Margit Sponheimer, deutsche Schlagersängerin
- 7. Februar: Gareth Hunt, englischer Schauspieler
- 7. Februar: Finnbogi Ísakson, färöischer Journalist, Schriftsteller und Politiker († 2005)
- 9. Februar: Joseph E. Stiglitz, US-amerikanischer Ökonom
- 9. Februar: Joe Pesci, US-amerikanischer Schauspieler
- 11. Februar: Gerhard Glogowski, deutscher SPD-Politiker, Ministerpräsident von Niedersachsen
- 12. Februar: Rainer Eppelmann, deutscher Geistlicher und Politiker (CDU)
- 12. Februar: Samuel Karokikki, erfolgreicher Leichtathlet des Inselstaates Nauru
- 13. Februar: Friedrich Christian Delius, deutscher Schriftsteller
- 14. Februar: Klaus Lippold, deutscher Politiker
- 14. Februar: Maceo Parker, Funkmusiker
- 14. Februar: Ischa Meijer, niederländischer Journalist, Schriftsteller und Talkmaster († 1995)
- 15. Februar: Heinz-Josef Algermissen, Bischof von Fulda
- 15. Februar: Elke Heidenreich, deutsche Autorin, Kabarettistin, Moderatorin und Journalistin
- 16. Februar: Anthony Dowell, berühmter Ballett-Tänzer und Choreograph
- 17. Februar: Hans-Artur Bauckhage, deutscher Politiker
- 19. Februar: Robert Trivers, Biologe
- 19. Februar: Tim Hunt, britischer Biochemiker
- 20. Februar: Diana L. Paxson, US-amerikanische Schriftstellerin von historischen Fantasy-Romanen
- 21. Februar: Louis Jauffret, ehemaliger französischer Skirennläufer
- 21. Februar: Paul Kirchhof, ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht
- 22. Februar: Horst Köhler, deutscher Politiker, Bundespräsident
- 22. Februar: Eduard Weniaminowitsch Limonow, russischer Autor und Politiker
- 23. Februar: Manfred Carstens, deutscher Politiker
- 23. Februar: Gerd Höfer, deutscher Politiker und MdB
- 23. Februar: Uwe Zerbe, deutscher Schauspieler
- 25. Februar: George Harrison, britischer Musiker (The Beatles) († 2001)
- 25. Februar: Uta Kron, deutscher Archäologe
- 25. Februar: Wolfgang Berghofer, deutscher FDJ-Funktionär und SED-Politiker
- 25. Februar: Gerhard Cromme, deutscher Manager
- 25. Februar: Pavel Dostál, tschechischer Politiker und Kulturminister († 2005)
- 25. Februar: Karl Heinz Däke, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Steuerzahler
- 27. Februar: Carlos Parreira, brasilianischer Fußballtrainer
- 27. Februar: Tom Astor, deutscher Sänger, Komponist, Texter und Produzent
- 27. Februar: Morten Lauridsen, US-amerikanischer Komponist
- 27. Februar: Manfred Müller (Politiker), deutscher Politiker und MdB
- 1. März: Rashid Sunyaev, Astrophysiker
- 1. März: Franz Hohler, Schweizer Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher
- 2. März: Gabriele Gast, deutsch-deutsche Spionin
- 2. März: Peter Straub (Schriftsteller), Schriftsteller
- 3. März: Ivo Vajgl, slowenischer Politiker
- 4. März: Lucio Dalla, Cantautori rockorientierter Musik
- 5. März: Heide Knake-Werner, deutsche Politikerin
- 5. März: Alfred Hartenbach, deutscher Politiker
- 5. März: Christian Führer, evangelischer Pfarrer, einer der Initiatoren der Montagsdemonstrationen in Leipzig
- 5. März: Thomas Prinzhorn, österreichischer Industrieller und Politiker (FPÖ)
- 8. März: Lynn Redgrave, britische Schauspielerin
- 8. März: Franz Steinegger, Schweizer Jurist und Politiker
- 8. März: Reinhold Huhn, Soldat der Grenztruppen der DDR († 1962)
- 9. März: Wolf Singer, deutscher Hirnforscher
- 9. März: Jef Raskin, Mediendesigner und Philosoph († 2005)
- 9. März: Robert James Fischer, Schachspieler
- 12. März: Christean Wagner, hessischer CDU-Politiker und Landesminister
- 13. März: André Téchiné, französischer Drehbuchautor und Filmregisseur
- 14. März: Marie Hüllenkremer, deutsche Journalistin und Politikerin († 2004)
- 14. März: Brigitt Petry, deutsche Sängerin und Komponistin († 1971)
- 15. März: Frank Wiegand, deutscher Schwimmer
- 15. März: David Cronenberg, kanadischer Regisseur
- 16. März: Kirsten Dene, deutsche Schauspielerin
- 16. März: Ludwig Güttler, Trompeter
- 17. März: Bakili Muluzi, Präsident von Malawi von 1994 bis 2004
- 18. März: Monika Weber (Stadträtin), Schweizer Politikerin
- 19. März: Mario Monti, italienischer Politiker
- 19. März: Mario José Molina, mexikanischer Chemiker
- 20. März: Gerard Malanga, US-amerikanischer Schriftsteller, Fotograf und Filmemacher
- 22. März: Keith Relf, britischer Musiker († 1976)
- 22. März: George Benson, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist und Sänger
- 22. März: Joseph Schwantner, US-amerikanischer Komponist
- 23. März: Detlef Dzembritzki, deutscher Politiker
- 23. März: Benjamin Joses Odoki, ugandischer Jurist und Oberster Richter Ugandas
- 25. März: Paul Michael Glaser, US-amerikanischer Schauspieler
- 26. März: Robert Woodward, US-amerikanischer Journalist und Reporter
- 29. März: John Major, britischer Politiker
- 29. März: Eric Idle, britischer Schauspieler, Filmproduzent, Regisseur, Komponist und Buchautor
- 31. März: Christopher Walken, US-amerikanischer Schauspieler
- 1. April: Alejandro Núñez Allauca, peruanischer Komponist
- 1. April: Mario Botta, Schweizer Architekt
- 2. April: Troels Kløvedal, dänischer Schriftsteller
- 3. April: Jean-Louis Tauran, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 3. April: Bernd Richter, Oberstudienrat und Politiker der ödp
- 4. April: Michael Schneider, deutscher Schriftsteller
- 6. April: Gerhard Steidele, deutscher Judoka
- 6. April: Eckart Klein, Jurist und Hochschullehrer
- 7. April: Joaquim Agostinho, portugiesischer Radrennfahrer († 1984)
- 8. April: Eberhard Vogel, ehemaliger Fußballspieler
- 9. April: Wolfgang Back, deutscher Moderator und TV-Redakteur
- 10. April: Andrzej Badeński, polnischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 10. April: Włodzimierz Schmidt, polnischer Schachspieler
- 10. April: Bo Hansson, schwedischer Keyboarder und Komponist
- 11. April: Poul Nielson, dänischer Politiker
- 12. April: Lothar Kobluhn, Fußballspieler
- 12. April: Michael Otto, Vorstandsvorsitzender des Otto-Versands
- 14. April: Ferfried Prinz von Hohenzollern, deutscher Adeliger und Rechtsanwalt
- 15. April: Mariann Fischer Boel, dänische Politikerin
- 16. April: Gerd Leo Kuck, deutscher Theaterintendant, Dramaturg und Regisseur
- 16. April: Dave Peverett, englischer Blues- und Hard Rock-Musiker († 2000)
- 17. April: Jürgen Dueball, deutscher Schach- und Bridgespieler († 2002)
- 17. April: James Curnow, US-amerikanischer Komponist und Professor
- 19. April: Gudrun Reinboth, deutsche Schriftstellerin
- 19. April: Claus Theo Gärtner, deutscher Schauspieler
- 20. April: John Eliot Gardiner, britischer Dirigent und Chorleiter
- 23. April: Hervé Villechaize, französischer Schauspieler († 1993)
- 25. April: Tony Christie, britischer Schlagersänger
- 26. April: Peter Zumthor, Architekt
- 26. April: Ina Albowitz, deutsche Politikerin
- 26. April: Gary Wright, US-amerikanischer Musiker
- 27. April: Helmut Marko, österreichischer Autorennfahrer
- 28. April: Jacques Dutronc, französischer Chansonnier und Schauspieler
- 29. April: Almuth Berger, deutsche Pfarrerin in der DDR
- 29. April: Margrit Spielmann, deutsche Politikerin
- 29. April: Ian Kershaw, englischer Historiker (Hitler-Biograf)
- 29. April: Klaus Grawe, Psychologischer Psychotherapeut († 2005)
- 30. April: David Zane Mairowitz, Europäisch-amerikanischer Schriftsteller
- 30. April: Frederick Chiluba, zweiter Präsident Sambias (1991: 2002)
- 1. Mai: Willi Kraus (Fußballspieler), ehemaliger Fußballspieler
- 1. Mai: Franziskus Eisenbach, Titularbischof von Sigo und Weihbischof emeritus von Mainz
- 2. Mai: Manfred Schnelldorfer, deutscher Eiskunstläufer und Olympiasieger
- 6. Mai: Wolfgang Reinhardt, deutscher Leichtathlet
- 6. Mai: Andreas Baader, deutscher Terrorist, Mitbegründer der RAF († 1977)
- 8. Mai: Pat Barker, englische Schriftstellerin und Historikerin
- 8. Mai: Tomas von Brömssen, schwedischer Schauspieler
- 9. Mai: Heinrich Traublinger, deutscher Politiker
- 9. Mai: Uwe Fenner, Internet-Unternehmer
- 9. Mai: Ove Grahn, schwedischer Fußballspieler
- 11. Mai: Nancy Greene, kanadische Skirennläuferin
- 11. Mai: Dieter Böhmdorfer, österreichischer Justizminister
- 14. Mai: Jack Bruce, britischer Rockmusiker
- 14. Mai: Ólafur Ragnar Grímsson, Präsident der Republik Island
- 16. Mai: Daniel Coats, US-amerikanischer Politiker
- 17. Mai: John Warren, australischer Fußballspieler († 2004)
- 18. Mai: Helmut Haussmann, deutscher Politiker
- 18. Mai: Willy Wimmer, deutscher Politiker und MdB
- 18. Mai: Gennadi Sosonko, niederländischer Schachspieler
- 22. Mai: Gesine Schwan, deutsche Politikwissenschaftlerin
- 22. Mai: Kurt Bendlin, deutscher Leichtathlet
- 22. Mai: Betty Williams, Friedensnobelpreisträgerin und Friedensaktivistin
- 24. Mai: Svend Auken, dänischer sozialdemokratischer Politiker
- 24. Mai: Gerd Gies, Ministerpräsident Sachsen-Anhalt
- 25. Mai: Jessi Colter, US-amerikanische Country-Sängerin
- 26. Mai: Erica Terpstra, niederländische Schwimmerin, Staatssekretärin und Parlamentsabgeordnete
- 27. Mai: Cilla Black, britische Sängerin und Fernsehunterhalterin
- 29. Mai: Klaus Haupt, deutscher Politiker
- 31. Mai: Antje Vollmer, deutsche Politikerin, Vizepräsidentin des deutschen Bundestages
- 2. Juni: Blinky Palermo, deutscher Maler († 1977)
- 2. Juni: Crescenzio Sepe, Kardinal
- 2. Juni: Graham Bonney, Schlagersänger
- 3. Juni: Dieter Kottysch, deutscher Mittelgewichtsboxer
- 3. Juni: Billy Cunningham, US-amerikanischer Basketballspieler und -trainer
- 6. Juni: Klaus Mangold, deutscher Manager
- 6. Juni: Hans Peter Duerr, Dt. Ethnologe und Kulturgeschichtsforscher
- 8. Juni: Herbert Schmalstieg, amtierender Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover
- 8. Juni: Roger Fouts, Psychologe, Anthropologe und Verhaltensforscher
- 9. Juni: Kenny Barron, US-amerikanischer Jazz-Pianist
- 9. Juni: Joe Haldeman, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 10. Juni: Charles Saatchi, britischer Kunstsammler, Gründer der Saatchi Gallery
- 10. Juni: Volker Wahl, deutscher Archivar und Historiker
- 11. Juni: Walter Zuber, deutscher Politiker
- 11. Juni: Johann Kurzbauer, österreichischer Politiker
- 13. Juni: Malcolm McDowell, englischer Schauspieler
- 14. Juni: Piet Keizer, niederländischer Fußballspieler
- 14. Juni: Frank Costello, und mächtiger Gangsterboss in New York († 1973)
- 15. Juni: Poul Nyrup Rasmussen, dänischer Politiker
- 16. Juni: Alfred Grimm, deutscher Objektkünstler, Maler und Zeichner
- 17. Juni: Burt Rutan, Luft- und Raumfahrtingenieur, Unternehmer
- 17. Juni: Fritz Teufel, Spaß-Revoluzzer während der Studentenbewegung in Berlin
- 18. Juni: Klaus-Peter Köhler, deutscher Politiker
- 18. Juni: William Calley, US-amerikanischer Offizier
- 20. Juni: Ursula Engelen-Kefer, Stellvertretende Vorsitzende des DGB
- 22. Juni: Marita Lange, deutsche Leichtathletin
- 23. Juni: Vinton G. Cerf, Informatiker, gilt als einer der Väter des Internets
- 23. Juni: James Levine, US-amerikanischer Dirigent und Pianist
- 26. Juni: Georgie Fame, britischer R&B-Musiker
- 26. Juni: Donald Johanson, Paläoanthropologe, Entdecker von Lucy
- 27. Juni: Kira von Preußen, Tochter von Louis Ferdinand von Preußen und Großfürstin Kira Kirillowna († 2004)
- 28. Juni: Klaus von Klitzing, deutscher Physiker
- 29. Juni: Little Eva, US-amerikanische Sängerin († 2003)
- 30. Juni: Hartmann von der Tann, deutscher Journalist
2. Halbjahr
- 1. Juli: Martin Lüttge, deutscher Schauspieler und Regisseur
- 4. Juli: Heide Simonis, deutsche Politikerin
- 4. Juli: Christoph Zöpel, deutscher Politiker
- 4. Juli: Conny Bauer, deutscher Posaunist
- 5. Juli: Robbie Robertson, kanadischer Rockmusiker
- 6. Juli: Hans-Jürgen Papier, deutscher Präsident des Bundesverfassungsgerichts
- 7. Juli: Heribert Aigner, österreichischer Althistoriker
- 10. Juli: Nasr Hamid Abu Zaid, ägyptischer Denker und islamischen Gelehrten
- 10. Juli: Chris Lohner, österreichische Schauspielerin, Moderatorin und Autorin
- 10. Juli: Arthur Ashe, US-amerikanischer Tennispieler († 1993)
- 11. Juli: Rolf Stommelen, deutscher Formel-1-Rennfahrer († 1983)
- 11. Juli: Karin Ugowski, deutsche Schauspielerin
- 11. Juli: Tommy Vance, Radiomoderator († 2005)
- 12. Juli: Christine McVie, britische Musikerin, Sängerin und Songschreiberin
- 14. Juli: Eldbjørg Løwer, norwegische Politikerin der Venstre
- 15. Juli: Jocelyn Bell Burnell, britische Radioastronomin
- 15. Juli: Franz Schuster, deutscher Politiker
- 15. Juli: Frank Glaubrecht, deutscher Synchronsprecher und Schauspieler
- 16. Juli: Ulf Göpfert, deutscher Maler und Grafiker
- 16. Juli: Patricia Churchland, kanadische Philosophin
- 16. Juli: Reinaldo Arenas, schwuler kubanischer Schriftsteller († 1990)
- 17. Juli: Joseph Nanven Garba, nigerianischer Politiker († 2002)
- 19. Juli: Ursula Seiler-Albring, deutsche Politikerin und MdB
- 23. Juli: Irina Liebmann, deutsche Schriftstellerin
- 23. Juli: Tony Joe White, Gitarrist und Sänger
- 24. Juli: Loni von Friedl, österreichische Schauspielerin
- 24. Juli: Ljudmila Iwanowna Bragina, russische Leichtathletin
- 25. Juli: Erika Steinbach, deutsche Politikerin
- 26. Juli: Mick Jagger, britischer Rockmusiker
- 28. Juli: Bill Bradley, US-amerikanischer Basketballspieler und Politiker
- 29. Juli: Ingrid Krämer-Gulbin, deutsche Wasserspringerin
- 29. Juli: Michael Holm, deutscher Musiker, Texter und Produzent
- 30. Juli: Giovanni Goria, italienischer Politiker und Ministerpräsident († 1994)
- 1. August: Angela Schmid, deutsche Politikerin, MdB
- 2. August: Max Wright, US-amerikanischer Schauspieler
- 3. August: Steven Millhauser, US-amerikanischer Schriftsteller
- 5. August: Sammi Smith, US-amerikanische Sängerin († 2005)
- 6. August: Helmut Pfleger, deutscher Schachspieler
- 6. August: Jonathan Postel, Internet-Pionier († 1998)
- 6. August: Johannes Siegrist, Schweizer Medizinsoziologe mit Lehrstuhl in Düsseldorf
- 7. August: Franz Josef Wagner, deutscher Boulevardjournalist
- 9. August: Lubomir Kavalek, US-amerikanischer Schachgroßmeister
- 11. August: Pervez Musharraf, Präsident Pakistans
- 12. August: Herta Däubler-Gmelin, deutsche Politikerin
- 12. August: Christoph Grimm, deutscher Politiker
- 13. August: Paul Alger, deutscher Fußballspieler
- 17. August: Robert De Niro, US-amerik. Schauspieler und Produzent
- 18. August: Carl Wayne, britischer Sänger und Schauspieler († 2004)
- 18. August: Manuela (Sängerin), deutsche Schlagersängerin († 2001)
- 18. August: Karin Burneleit, ehemalige DDR-Deutsche Leichtathletin
- 18. August: Gianni Rivera, italienischer Fußballspieler
- 21. August: Perry Christie, Premierminister der Bahamas
- 22. August: Nahas Angula, namibischer Politiker
- 23. August: Raúl Cubas Grau, Staatspräsident von Paraguay
- 24. August: John Cipollina, US-amerikanischer Rockmusiker, Gitarrist († 1989)
- 25. August: Niles Eldredge, Biologe
- 26. August: Angelika Mechtel, deutsche Schriftstellerin († 2000)
- 27. August: Wolfgang Nordwig, Stabhochspringer und Olympiasieger
- 27. August: Tuesday Weld, US-amerikanische Schauspielerin
- 30. August: Jean-Claude Killy, französischer Skirennfahrer
- 30. August: Robert Crumb, Künstler, Illustrator und Comic-Künstler
- 1. September: Gerhard Aigner, deutscher Fußballfunktionär
- 2. September: Hans-Ulrich Grapenthin, Fußballspieler
- 3. September: Dagmar Schipanski, deutsche Wissenschaftlerin und Politikerin
- 3. September: Dieter Mietz, deutscher Fußballspieler
- 3. September: Heinz Dieter Paul, deutscher Komponist und Dirigent
- 3. September: Moritz Suter, Schweizer Unternehmer und Pilot
- 5. September: Aloys Lenz (Hessen), deutscher Politiker, MdL
- 6. September: Roger Waters, britischer Musiker und Gründungsmitglied der Rockgruppe Pink Floyd
- 7. September: Lena Valaitis, litauisch-deutsche Schlagersängerin
- 9. September: Erika Lotz, deutsche Politikerin und MdB
- 9. September: Peter Dreßen, deutscher Politiker und MdB
- 9. September: Jürgen Gosch, deutscher Theaterregisseur
- 10. September: Horst-Dieter Höttges, deutscher Fußballspieler
- 11. September: Vitaly Komar, US-amerikanischer Künstler
- 11. September: Mickey Hart, US-amerikanischer Schlagzeuger und Perkussionist
- 12. September: Kurt Demmler, deut
Ludwig-Maximilians-UniversitätDie Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) befindet sich in München. Sie ist nach ihrem Gründer Herzog Ludwig dem Reichen sowie dem Kurfürsten Max IV. Joseph benannt.
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Max IV. Joseph
Überblick
Die Universität hatte im Sommersemester 2005 44.144 Studierende, etwa 810 Professorinnen und Professoren sowie 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 18 Fakultäten.
Mit ca. 130 Studiengängen bietet die Universität München ein besonders breites Fächerspektrum, unter dem sich einige sonst im deutschsprachigen Raum nicht angebotene Fächer befinden. Vor allem technische Fächer werden dabei jedoch der Technischen Universität München (TUM) überlassen.
Die Universität München ist keine Campus-Universität, sondern über mehrere Standorte verteilt. Neben dem Hauptgebäude am Geschwister-Scholl-Platz (mit unmittelbar angrenzenden Nebengebäuden) gibt es unter anderem den so genannten High-Tech-Campus in Großhadern sowie das Klinikum Innenstadt und viele weitere über die Stadt verteilte Institutsgebäude, z. B. einige hundert Meter nördlich den sogenannten Schweinchenbau (Pädagogik und Psychologie, wegen des rosa Gebäudeanstrichs so genannt), einige hundert Meter südwestlich neben den Pinakotheken den Mathematik-Bau (in dem zum Teil auch Physik-, Informatik- und Geologie-Vorlesungen gehalten werden) oder die im Gebäude des ehemaligen Senders Radio Free Europe untergebrachten Institute am Englischen Garten (Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft, Informatik, Kommunikationswissenschaften, Ostasienkunden).
Organisation
Die Ludwig-Maximilians-Universität wird von einem Rektoratskollegium geleitet. Diesem steht zur Zeit Prof. Bernd Huber als Rektor vor.
Der Rektor vertritt die Universität nach außen und ist Mitglied im Hochschulrat. Als Vorsitzender des Leitungsgremiums (Rektorat), des Senats und des erweiterten Senats leitet er die wichtigsten Gremien der Universität.
Er gibt die hochschulpolitischen Ziele vor und übt die Aufsichtspflicht gegenüber den Lehrenden aus.
Dem Rektor stehen im Leitungsgremium als Prorektoren Prof. Reinhard Putz (zuständig für die Bereiche Auslandsbeziehungen und Hochschulplanung; Fachliche Betreuung des Bereichs Medizin), Prof. Friederike Klippel (zuständig für Lehrerbildung und der Umsetzung des Bologna-Prozesses an der LMU; Fachliche Betreuung der Geistes- und Kulturwissenschafen), Dr. Werner Schubö (zuständig für die Angelegenheiten der Studierenden und die Datenverarbeitung) sowie Prof. Jochen Feldmann (Zuständig für Forschungsangelegenheiten, Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie Kontakte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft; Fachliche Betreuung der Naturwissenschaften).
Kanzler und damit Verwaltungschef der Universität ist Thomas May.
Der Senat ist das zentrale Organ in der Selbstverwaltung der Universität. In ihm werden alle laufenden Angelegenheiten behandelt, so die Entscheidungen über Berufungen, der Beschluss von Studien- und Prüfungsordnungen sowie Satzungen. Der Senat ist auch für den Haushalt der Universität zuständig. Dem Senat gehören die Mitglieder des Rektorats, der Kanzler, zwölf Vertreter der Professoren, vier Vertreter der wissenschaftlichen Mitarbeiter, zwei Vertreter der sonstigen Mitarbeiter, vier Studenten und die Frauenbeauftragte der Universität an.
Der erweiterte Senat beschließt als höchstes Gremium der Universität die Grundordnung der Hochschule und wählt den Rektor, die Prorektoren und den Kanzler. Dem erweiterten Senat gehören neben den Senatsmitgliedern die Dekane der insgesamt 18 Fakultäten an.
Fakultäten
Die Universität München gliedert sich in 18 Fakultäten:
- 01 Katholische Theologie
- 02 Evangelische Theologie
- 03 Rechtswissenschaften
- 04 Betriebswirtschaftslehre
- 05 Volkswirtschaftslehre
- 07 Medizin (inkl. Zahnmedizin)
- 08 Tiermedizin
- 09 Geschichts- und Kunstwissenschaften
- 10 Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
- 11 Psychologie und Pädagogik
- 12 Kulturwissenschaften
- 13/14 Sprach- und Literaturwissenschaften
- 15 Sozialwissenschaften
- 16 Mathematik, Informatik und Statistik
- 17 Physik
- 18 Chemie und Pharmazie
- 19 Biologie
- 20 Geowissenschaften
Die offizielle Nummerierung der Fakultäten ist historisch bedingt: Die Fakultät 06 Forstwissenschaften gehört nun zur TU München; die Fakultät 13/14 entstand durch Zusammenlegung zweier Fakultäten.
Institute
Siehe: Institute der Ludwig-Maximilians-Universität München
Geschichte
Institute der Ludwig-Maximilians-Universität München
Die Universität wurde 1472 in Ingolstadt mit päpstlicher Genehmigung von Herzog Ludwig dem Reichen von Bayern-Landshut als erste bayerische Universität mit dem Namen Universität Ingolstadt gegründet. (Würzburg, das schon seit 1402 eine Universität besaß, gehörte damals nicht zu Bayern.)
In den ersten Jahrhunderten wurde die Universität Ingolstadt vom Jesuitenorden geprägt und war eines der Zentren der Gegenreformation. Unter anderem lehrten Johannes Eck, der heilige Petrus Canisius als Rektor, sowie Konrad Celtis und Johannes Reuchlin Mitte des 16. Jahrhunderts an der Universität.
Kurfürst Max IV. Joseph (der spätere König Maximilian I.) von Bayern verlegte 1800 die Universität nach Landshut. 26 Jahre später, 1826, holte König Ludwig I. die Universität in die Hauptstadt München. Die Universität war zunächst im heutigen Landesamt für Statistik untergebracht, bevor 1840 das von Friedrich von Gärtner geplante und immer noch als solches genutzte Hauptgebäude fertig gestellt wurde.
Unter den Königen Ludwig I. und Maximilian II. stieg die Universität zu einem der bedeutendsten Zentren der Geistes- und Naturwissenschaften in Deutschland auf und war auch - gemessen an der Zahl der Studierenden - nach Berlin auf den zweiten Platz in Deutschland vorgerückt.
1894 - 1896 studierten Edith Hamilton und ihre Schwester Alice Hamilton in Deutschland an der Universität Leipzig und dann an der Universität München. Sie waren dort jeweils die ersten weiblichen Studenten. Auch die erste Habilitation einer Frau in Deutschland wurde an der Universität München angenommen: 1918 habilitierte Adele Hartmann und wurde ein Jahr später als Privatdozentin in die Medizinische Fakultät der Universität München aufgenommen.
Während des Zweiten Weltkrieges entstand an der Universität München die Widerstandsgruppe Weiße Rose um die Geschwister Sophie und Hans Scholl, die schließlich im Lichthof des Universitäts-Hauptgebäudes beim Verteilen von Flugblättern von der Gestapo verhaftet wurden.
Unter der Treppe zwischen Lichthof und Audimax befindet sich seit 1997 die DenkStätte Weiße Rose.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde in der weitgehend unzerstörten Großen Aula der Universität unter anderem die Bayerische Verfassung ausgearbeitet und beschlossen.
1972 wurde die Pädagogische Hochschule Pasing in die Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Universität integriert. Diese bezog 1985 ihren heutigen Sitz an der Leopoldstraße, den rosa gestrichenen, sogenannten "Schweinchenbau".
1974 nahm das Klinikum Großhadern seinen Betrieb auf. Seit 1994 wird dieser Standort immer weiter zum Hightech-Campus Großhadern/Martinsried der Universität ausgebaut. Hier ist seit 1994 das Genzentrum (Gene Center) und seit 1999 die gesamte Fakultät für Chemie und Pharmazie angesiedelt. Zu den universitären Kliniken gehören auch die seit 1991 im Klinikum Innenstadt zusammengefassten Kliniken Links der Isar (um 1900 entstanden), die seit dem 1. März 1999 mit dem Klinikum Großhadern organisatorisch verbunden sind.
Ende 2004 wurde in Martinsried (Gemeinde Planegg) das Biozentrum eingeweiht, in dem mehrere biologische Institute der Universität zusammengefasst sind. Zusammen mit den bereits dort ansässigen Max-Planck-Instituten für Biochemie und Neurobiologie, sowie dem Gründerzentrum wurde der Standort Martinsried damit zu einem der bedeutendsten "Life Science"-Standorte in Deutschland.
Planungen
An der Ludwig Maximilians-Universität werden nach Bekanntgabe der Bayerischen Landesregierung vom 2. Juni 2005 in den Jahren 2005 und 2006 insgesamt 13 Studienfächer abgewickelt und geschlossen. Dazu gehören die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Logik und Wissenschaftstheorie, Philologie des christlichen Orients, Semitistik, Hethitologie, Sprechwissenschaft, Theoretische Linguistik, Balkanphilologie, Lateinische Philologie des Mittelalters, Meteorologie, Geologie, Wirtschaftsgeographie und Geographie.
Langfristig sollen die Naturwissenschaften — einschließlich der medizinischen Fächer — auf dem Campus Großhadern/Martinsried zusammengeführt werden. Hierzu sollen die Fakultäten für Physik und Geophysik aus der Innenstadt heraus verlagert werden; ferner soll der Standort Innenstadt des Klinikums zugunsten einer Vergrößerung in Großhadern aufgegeben werden.
Hierzu soll auch die U-Bahn, die derzeit an der Station „Klinikum Großhadern” endet, verlängert werden.
Berühmte Persönlichkeiten
Liste der Angehörigen der LMU München
Sonstiges
Die gegenwärtige gewählte Studierendenvertretung der Universität München fordert die Umbenennung der Universität in Geschwister-Scholl-Universität (GSU). Daher ist die Universität bei anderen Asten auch unter diesem Namen bekannt. Diese Forderung ist unter der Studierendenschaft der Universität München jedoch ebenso unbeachtet wie der historische Gründername.
In vielen nationalen und internationalen Rankings erreichte die LMU München vordere Plätze. So wurde sie etwa im weltweiten Ranking der Jiao Tong Universität Shanghai im Jahre 2005 beste deutsche Universität und belegte europaweit Platz 10. Im Vergleich zum Vorjahr überholte die LMU München gar die TU M | | |