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Nizozemci

Nizozemci

Nizozemci (angleško Dutch) so prebivalci Nizozemske in nekaterih kolonij. Govorijo nizozemščino. Kategorija:Narodi
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Prebivalstvo

Prebivalstvo (ali populacija) je skupnost ljudi, ki živijo na določenem področju in tvorijo etnično, rasno ali narodno enoto. To enoto raziskujejo različne vede, od socialnih in etnografskih ved do demografije, ki je statistična obdelava vseh podatkov na tem polju. Razen tega se uporablja ta izraz tudi za skupine, ki niso povezane v narod ali raso, a jih veže kaka druga skupna lastnost. Tako govorimo na primer o civilnem prebivalstvu, o alpskem prebivalstvu ali o poganskem prebivalstvu. V biologiji je pojem prebivalstva (večinoma kot populacija) razširjen tudi na živali in rastline, ki živijo na danem področju, ne glede na njihovo vrsto ali kategorijo. Tako na primer ločimo afriško in azijsko populacijo slonov.

Glej tudi


- http://www.populationworld.com/
- http://www.census.gov/ipc/www/popclockworld.html Kategorija:Družboslovje
-
ja:人口 simple:Population th:ประชากร zh-min-nan:Jîn-kháu

Kolonija

Koloníja je lahko:
- kolonija (geografija) - dežela, ki je pod oblastjo močnejše države, od katere je prostorsko ločena
- kolonija (biologija) - večja skupina živali iste vrste
- organizirano preživljanje počitnic mladih
- bivalno naselje pripadnikov navadno revnejšega sloja enakega poklica (denimo rudarska kolonija)

Kategorija:Narodi

Ta kategorija zajema članke, ki se nanašajo na narode. Kategorija:Družba

Kategorija:Nizozemci

Ta kategorija zajema Nizozemce. Kategorija:Narodi Kategorija:Nizozemska ja:Category:オランダの人物 ko:분류:네덜란드 사람

Levi-Strauss

Claude Lévi-Strauss (
- 28. November 1908 in Brüssel) ist französischer Ethnologe und Anthropologe. Er gilt als Begründer des Strukturalismus.

Leben

Lévi-Strauss studierte an der Sorbonne in Paris. Nachdem er zwei Jahre lang an einem Gymnasium in Laon unterrichtet hatte, wurde er 1935 als Professor an die Universität von São Paulo berufen. Von 1935 bis 1939 unternahm er mehrere ethnographische Missionen im Amazonasgebiet. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Frankreich zurück. Von 1939 bis 1940 leistete er freiwilligen Militärdienst und verließ Frankreich anschließend wieder, um an der School for Social Research in New York zu unterrichten. Dort lernte er Roman Jakobson kennen, durch den sein linguistisches Denken wesentlich geprägt wurde. Gemeinsam mit Henri Focillon, Jacques Maritain und einigen Anderen gründete er die École libre des hautes études de New York. 1944 wurde er vom französischen auswärtigen Amt nach Frankreich zurückgerufen und 1945 als Kulturberater der französischen Botschaft erneut nach New York geschickt. 1948 kündigte er, um sich erneut seinen Forschungen widmen zu können. 1949 wurde er Direktor des Musée de l'Homme in Paris, anschließend Direktor der Ecole pratique des hautes études, zuständig für den Lehrstuhl und das Studienprogramm in vergleichender Religionswissenschaften. Von 1959 bis zu seiner Pensionierung 1982 war er Professor für Sozialanthropologie am renommierten Collège de France.

Werk


- 1949 - Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft
- 1955 - Traurige Tropen
- 1958 - Strukturale Anthropologie I
- 1962 - Das Ende des Totemismus
- 1962 - Das wilde Denken
- 1964-1971 - Mythologica
- 1971 - Der nackte Mensch
- 1975 - Strukturale Anthropologie II

Zentrale Themen

Linguistik

Lévi-Strauss vergleicht die Beziehung zwischen der Linguistik und der Sprache mit dem Verhältnis zwischen Anthropologie und der Kultur und postuliert die Übertragbarkeit von linguistischen Konstrukten auf die Ethnologie. Er argumentierte, dass die Kultur wie die Sprache sei: Nur ein Außenstehender könne die ihr zugrundeliegenden Regeln und Strukturen erkennen und interpretieren.

Universale Denkprinzipien

Das Ziel des Anthropologen sollte es laut Lévi-Strauss sein, zu verstehen, wie der menschliche Geist funktioniert und wie die mentalen und kognitiven Strukturen aussehen. Nur so könne man die universalen Denkprinzipen in den verwendeten Klassifikationen und Bedeutungssystemen herausfinden. Eines dieser universalen Denksysteme sei die binäre Opposition, das heißt das Denken in Gegensatzpaaren (heiß-kalt, oben-unten, usw.). Diese Art der mentalen Prozesse ist laut Lévi-Strauss in allen Kulturen gleich, nur die Manifestationen würden sich unterscheiden. Durch die eingehende Untersuchung von kulturellen Phänomenen können die universellen Denkmuster aufgedeckt werden. Laut ihm ist der grundlegenste Gegensatz die Opposition zwischen "Natur" und "Kultur". Daneben haben alle Menschen kulturübergreifend, die Tendenz, ihre Umwelt zu klassifizieren. Die dabei verwendeten Schemata sind laut Lévi-Strauss ebenfalls interkulturell übertragbar und beweisen die Uniformität der Strukturen des menschlichen Denkens. Lévi-Strauss prägte in diesem Zusammenhang den Begriff des Wilden Denkens und beschrieb damit eine psychische Funktion, die (noch) nicht über rational-analytische, wohl aber über kombinatorische Fähigkeiten verfügt.

Mythenanalyse

Laut Lévi-Strauss bestehen Mythen aus nach bestimmten Regeln zusammengesetzten Einheiten, welche opponente Beziehungen formen, welche ihrerseits die Basis der Denkstrukturen darstellen würden. Über die Analyse der Mythen kann der Forscher, laut Lévi-Strauss, also zu den grundlegenden Strukturen des menschlichen Denkens vorstoßen. Da jedoch die Mythen ihrerseits ein Produkt der entsprechenden Kultur sind, geben sie Informationen über die die Kultur strukturierenden Denkgesetze, welche ihrerseits durch die Struktur und die Wirkungsweise des menschlichen Gehirns bestimmt werden, die die menschlichen Ausdrucksformen strukturieren. Über die Mythenanalyse kann also der Forscher, so vermutet Lévi-Strauss, bis zu den universalen, das heißt für alle Menschen geltenden Denkstruktukturen vorstoßen. Konkret untersuchte Lévi-Strauss verschiedene Mythen Nord- und Südamerikas, verglich sie miteinander und suchte nach ihrer "inneren Ordnung". Er fand mehrere grundlegende "Shortskripts", das heißt "Typen" von Geschichten, die immer wieder vorkommen.

Verwandtschaftssysteme

In seiner Analyse der Strukturen von Verwandtschaftssystemen geht Lévi-Strauss von der Heirat als aktiver Teil einer Verwandtschaft aus. Er belegt mit vielen Beispielen, dass die Grundlage aller Heiratssysteme immer irgendeine Art von Inzesttabu sein müsse. Er unterscheidet zwischen Heiratsgeboten (Gesellschaft empfiehlt, aus welcher Gruppe geheiratet werden soll) und Heiratsverboten (es ist nur vorgeschrieben, aus welcher Gruppe ich nicht heiraten darf). Siehe auch positive und negative, sowie präferenzielle und präskriptive Heiratsregeln.

Kritik

Kritiker von Lévi-Strauss geben an, er sei kein guter Feldforscher gewesen, ihn interessierten weniger die Alltagsethnologie, sondern er wollte immer unter die Oberfläche, hinter die Strukturen schauen. Seine eigenen Feldforschungen seien allesamt nicht besonders erfolgreich gewesen: Lévi-Strauss weigerte sich, die Muttersprache seiner Informanten zu lernen und blieb angeblich nie lange genug an einem Ort, um die untersuchte Gesellschaft wirklich gut kennenzulernen. Lévi-Strauss hätte auch die Tendenz gehabt, vorschnell Interpretationen von Beobachtungen vorzunehmen und anschließend nach Fakten zu suchen, die seinen Hypothesen entsprachen. Er vernächlassigte dabei auch gerne empirische Fakten, die seinen Theorien widersprachen. Es sei fraglich, inwiefern seine Analysen von Material aus zweiter Hand wirklich erlaubten, allgemeingültige Aussagen über Gesellschaften, ihre Mythen und die ihnen zugrundeliegenden Denkstrukturen zu machen. Lévi-Strauss' Arbeiten zeichneten sich oft durch starke Vereinfachungen komplexer Sachverhalte aus, wobei er oft soziale und historische Dimensionen vernachlässige oder bewusst ignoriere.

Ehrungen

In folgenden Organisationen ist Lévi-Strauss Ehrenmitglied:
- Mitglied der National Academy of Sciences (USA)
- American Academy and Institute of Arts and Letters (USA)
- British Academy (Großbritannien)
- Niederländische königliche Akademie
- Norwegische Akademie der Wissenschaften Ehrendoktorat (Dr. honoris causa) an folgenden Universitäten:
- Brüssel
- Oxford
- Chicago
- Stirling
- Uppsala
- Montréal
- Nationale Universität von Mexiko
- Laval-Universität Québec
- Nationaluniversität von Zaïre
- Visva Bharati (Indien)
- Yale
- Harvard
- Johns Hopkins
- Columbia 1966 erhielt Claude Lévi-Strauss die Goldmedaille und den Preis des Viking Fund, 1967 die Goldmedaille des C.N.R.S. (Centre National des Recherches en Sciences), 1973 den Erasmus-Preis. 1986 wurde er von der Fondation Nonino geehrt und 1996 mit dem Aby M. Warburg-Preis. Am 24. Mai 1973 wurde er in die renommierte Académie Française aufgenommen.

Literatur


- Gottfried Korff: Lévi-Strauss, Claude. In: Enzyklopädie des Märchens Bd. 8 (1996), Sp. 1000-1002.

Weblinks


- Lévi-Strauss, Claude Levi-Strauss Lévi-Strauss, Claude Lévi-Strauss, Claude Levi-Strauss Levi-Strauss ja:クロード・レヴィ=ストロース ko:클로드 레비스트로스

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