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Hochdorf

Hochdorf

Der Name Hochdorf bezeichnet verschiedene Orte:

in Deutschland

Gemeinden


- Gemeinde Hochdorf bei Plochingen im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg
- Gemeinde Hochdorf an der Riß im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg
- Gemeinde Hochdorf-Assenheim im Landkreis Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz

Orts- und Stadtteile


- Hochdorf bei Bischofsmais: Ortsteil der Gemeinde Bischofsmais im Landkreis Regen in Bayern
- Hochdorf bei Duggendorf: Ortsteil der Gemeinde Duggendorf im Landkreis Regensburg in Bayern
- Hochdorf bei Merching: Ortsteil der Gemeinde Merching im Landkreis Aichach-Friedberg in Bayern
- Hochdorf an der Enz: Ortsteil der Gemeinde Eberdingen im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg
- Hochdorf bei Nagold: Stadtteil der Stadt Nagold im Landkreis Calw in Baden-Württemberg
- Hochdorf bei Ludwigsburg: Ortsteil der Gemeinde Remseck am Neckar im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg
- Freiburg-Hochdorf: Stadtteil der kreisfreien Stadt Freiburg im Breisgau in Baden-Württemberg
- Hochdorf bei Freudenstadt: Ortsteil der Gemeinde Seewald im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg
- Hochdorf bei Weimar: Ortsteil der Gemeinde Blankenhain im Landkreis Weimarer Land in Thüringen

in der Schweiz


- die Gemeinde Hochdorf im Kanton Luzern, siehe: Hochdorf LU

Hochdorf bei Plochingen

Hochdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen, etwa 30 km südöstlich von Stuttgart zwischen Plochingen und Kirchheim unter Teck im Vorland zur Schwäbischen Alb gelegen.

Geschichte

Hochdorf wurde 1189 erstmals urkundlich erwähnt, ist aber wohl bereits im 5. Jahrhundert nach Christus entstanden. Bis 1454 war der Ort im Besitz verschiedener Klöster, anschließend gehörte er zu Württemberg, das 1952 im neugegründeten Südweststaat aufging. Innerhalb Württembergs gehörte Hochdorf zunächst zum Oberamt Kirchheim und wurde 1485 dem Oberamt Göppingen zugeordnet. 1842 erfolgte die Rückgliederung nach Kirchheim, wo der Ort bis zur Neugliederung der Landkreise 1938 verblieb. Seither gehört Hochdorf zum Landkreis Esslingen.

Religionen

Seit der Reformation ist Hochdorf vorwiegend evangelisch geprägt.

Einwohnerentwicklung


- 1961: 2.422
- 1970: 3.679
- 1987: 4.037
- 2005: 4.732

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

Wappen

Blasonierung: „In Silber (weiß) auf grünem Dreiberg drei grüne Linden.“ (Bescheid von 1966)

Partnerschaften

Die Gemeinde Hochdorf unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Hochdorf in Thüringen, einem Ortsteil der Stadt Blankenhain im Landkreis Weimarer Land.

Wirtschaft und Infrastruktur

4 Bushaltestellen

Bildung

Seit den 1970er Jahren gibt es mit der Breitwiesenschule in Hochdorf nur noch eine Grundschule. Weiterführende Schulen werden in den Nachbarorten besucht. Für die jüngsten Kinder bestehen drei Kindergärten in der Gemeinde. Holzverbrennungsanlage neben der Breitwiesenhalle Kreuzeiche (Lothar zum Opfer gefallen) v.a. Heimspiele des TVH Martini-Markt diverse Feste der Vereine Erich Roos - Dorfchronist Rüdiger Kauf - Fußballprofi Hans Blickensdörfer

Weblinks


- [http://www.hochdorf.de Offizielle Website] Kategorie:Landkreis Esslingen Kategorie:Ort in Baden-Württemberg

Hochdorf an der Riß

Hochdorf ist eine Gemeinde 10 km südlich von Biberach an der Riß in Baden-Württemberg im Rißtal.

Geographie

Stadtgliederung

Hochdorf an der Riß besteht aus den Ortsteilen Appendorf, Hochdorf, Schweinhausen und Unteressendorf.

Geschichte

1975 wurden die bislang selbständigen Gemeinden Appendorf, Schweinhausen und Unteressendorf eingemeindet.

Politik

Wappen

Bis zur Eingemeindung führten die Gemeinden Hochdorf, Schweinhausen und Unteressendorf eigene Wappen. Das heutige Ortswappen besteht aus Elementen aller drei Wappen. Bild:Wappenhochdorf-alt.png|Hochdorf (altes Wappen) Bild:Wappenschweinhausen-alt.png|Schweinhausen (altes Wappen) Bild:Wappenunteressendorf-alt.png|Unteressendorf (altes Wappen)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Gemeinde Hochdorf liegt an der Württembergischen Südbahn (Ulm-Friedrichshafen) und an der Bundesstraße B 30.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

B 30 Unteressendorf: Die Kirche St. Martin mit romanischer Fassade wurde in den Jahren 1733/1734 stark barockisiert.

Naturdenkmäler

Das 66 ha große Hochmoor- und Bannwaldgebiet "Wettenberger Ried" wurde 1982 zum Naturschutzgebiet erklärt. Durch den Bannwald führt ein 2,5 km langer Moorlehrpfad.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde


- Johannes Baptista Sproll (1870-1949), Bischof von Rottenburg und prominenter Gegner des Naziregimes, geboren in Schweinhausen

Literatur


- Kurt Diemer: 1200 Jahre Hochdorf. In: BC. Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach, 28. Jahrgang (2005), Heft 1, S. 25-48

Weblinks


- [http://www.gemeinde-hochdorf.de Offizielle Website] Kategorie:Landkreis Biberach Kategorie:Ort in Baden-Württemberg

Hochdorf-Assenheim

Hochdorf-Assenheim ist ein Ort der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim im Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz. Der Ort hat 2.926 Einwohner (Stand: August 2004) auf einer Fläche von 9,70 km².

Geschichte

1969 wurden die vorher selbständigen Gemeinden Hochdorf und Assenheim zur Ortsgemeinde Hochdorf-Assenheim zusammengefasst.

Geschichte von Hochdorf

Die fränkische Ortsgründung aus dem 7./8. Jahrhundert wurde erstmals 776 im Lorscher Codex in der Form „Hochthroph“ erwähnt. Der Name deutet auf den leichten, etwa 5 m betragenden, Geländeanstieg gegenüber dem östlich liegenden Assenheim hin. Wahrscheinlich im 10./11. Jh., das genaue Jahr ist nicht bekannt, gelangte das vorher zum fränkischen Stammesherzogtum, danach zum deutschen Königsland gehörende Dorf in den Besitz des Klosters Weißenburg im Elsaß. 1482 wurde Hochdorf an das Speyerer Domkapitel verkauft und ging 1487 an das Hochstift Speyer über, in dessen Besitz es bis zum Anschluss an Frankreich (1797) blieb. Nach Abzug der Franzosen wurde es 1816 dem „Bayerischen Rheinkreis“ zugeordnet. Mit dem Recht der Selbstverwaltung gehörte es zum Kanton Mutterstadt innerhalb des Bezirksamtes Speyer. Wegen des rasanten Wachstums der jungen Industriestadt Ludwigshafen und der umliegenden Orte wurde 1886 das Bezirksamt Ludwigshafen eingerichtet, zu dem auch Hochdorf gehörte. Dieses Bezirksamt gilt als Vorläufer des nach dem 2. Weltkrieg gebildeten Landkreises Ludwigshafen.

Geschichte von Assenheim

Assenheim wurde nach der Gründung durch die Franken im 6./7. Jahrhundert zuerst 777 im Lorscher Codex bereits in der seither unveränderten Form „Assenheim“ erwähnt. Wie Hochdorf gehörte auch Assenheim zunächst zum Kloster Weißenburg, wurde aber 1340 als Lehen an den Graf Jofried von Leiningen vergeben. Mit der Aufhebung des Klosters in der Reformationszeit wurden die Leininger Grafen zu Grundherren von Assenheim und behielten das Dorf bis 1797 in ihrem Besitz, lediglich unterbrochen in der Zeit von 1701 bis 1764, als Assenheim an das Speyerer Domkapitel verpfändet wurde. Von der Zeit der französischen Herrschaft an ist die Geschichte beider Dörfer identisch.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung von Hochdorf

Die erste Erhebung von Bevölkerungszahlen weist im Jahr 1412 etwa hundert Personen aus. Diese Zahl wurde auch 300 Jahre später kaum überschritten, zwischenzeitlich kam es aber kriegsbedingt zu starken Bevölkerungsrückgängen. In diesem gesamten Zeitraum bestand der Ort ausschließlich aus dem Gründungskern entlang der Hauptstraße von der katholischen Pfarrkirche im Osten bis zum Schul- und Gemeindehaus im Westen. Im 18. Jahrhundert stieg infolge der Wiederbesiedlung nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg die Bevölkerung auf etwa 300 Personen an, die Besiedlung der Hauptstraße setzte sich nach Westen und Osten fort. Der erste Katasterplan von 1837 zeigt Hochdorf immer noch als reines Straßendorf, dessen ca. 540 Einwohner zwischen der Abzweigung der Assenheimer Straße und der Haßlocher Straße siedeln. Im westlichen Teil setzte in den folgenden Jahrzehnten die Ausweitung der Bebauung ein, in den 1920er Jahren wurde durch Bebauung der nach Süden abzweigenden Straßen der Charakter als Straßendorf aufgehoben. Zwischen den beiden Weltkriegen und in der Nachkriegszeit entstanden vor allem Häuser von Arbeitern und Angestellten, 1960 lebten in Hochdorf 1150 Menschen.

Einwohnerentwicklung von Assenheim

Der Gründungskern Assenheims liegt im Bereich um das ehemalige Rathaus und die protestantische Pfarrkirche entlang der Langstraße. Vermutlich ist die Besiedlung erst im 18. Jahrhundert über den ursprünglichen Kern hinausgetreten. Ein stärkerer Anstieg der Bevölkerungszahlen erfolgte durch Aufhebung feudaler Abhängigkeiten und der Möglichkeit des freien Zuzugs Anfang des 19. Jahrhunderts. Von 350 Einwohnern im Jahr 1800 stieg die Zahl auf 493 im Jahr 1837, in dem der erste Katasterplan erstellt wurde. Die Bebauungsgrenzen aus dieser Zeit, die neben der Langstraße die südlich gelegene Parallele aus Hohlstraße und Westerstraße umfassten, hatten bis nach dem Zweiten Weltkrieg Bestand, im Wesentlichen wurden in dieser Zeit Baulücken geschlossen. Durch die seither erschlossenen Neubaugebiete verdreifachte sich die besiedelte Fläche, 1975 hatte Assenheim mehr als 1000 Einwohner.

Politik

1975

Gemeinderat

Bei den Wahlen zum Gemeinderat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis: #CDU 40,5% (-5,8) - 8 Sitze (-1) #WGR 39,6% (+15,8) - 8 Sitze (+3) #SPD 19,9% (-10,0) - 4 Sitze (-2)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturdenkmäler


- Katholische Pfarrkirche St. Petrus (Hauptstraße 51, Hochdorf): Die heutige Kirche wurde 1756 erbaut, Vorgängerbauten an gleicher Stelle sind bis 1179 nachweisbar, hatten wahrscheinlich aber schon wesentlich früher bestanden. Der spätbarocke Saalbau wurde 1973/74 nach Westen hin wesentlich erweitert und im Innern umgestaltet. Der östlich an den Chor anschließende hohe Glockenturm stammt noch aus der Romanik und erhielt 1923 sein Glockengeschoss. Im Inneren befindet sich ein Fresko aus dem Jahr 1760 von Paul Rammelkammer und drei barocke Holzfiguren.
- Katholisches Pfarrhaus (Hauptstraße 53, Hochdorf): Der zweigeschossige Putzbau steht direkt hinter dem Chor der Kirche und wurde im gleichen Jahr erbaut. Zu dieser Zeit war der Repräsentationsbau das größte Wohnhaus des Ortes. Teile der Umfassungsmauer und Toranlage des Pfarrhofes lassen sich bis in das 16. Jahrhundert zurückdatieren.
- Protestantische Pfarrkirche (Langstraße 23, Assenheim): Erbaut 1752–1758 als spätbarocke Saalkirche. Putzbau mit Mansarddach, das auch um den dreiseitigen Chor herumgeführt ist. Über der Fassade befindet sich ein Dachreiter mit aufwendig geschweiftem Aufsatz. 1887 wurde das rundbogige Fassadenportal restauriert, 1959 und 1960 der Innenraum mit Holzdecke und umlaufender Empore. Die Orgel wurde 1785 von Johann Georg Geib erbaut. Vorgängerbauten an gleicher Stelle lassen sich zurück bis 1372 nachweisen.
- Ehemaliges Schul- und Rathaus (Hauptstraße 83, Hochdorf): Erbaut 1819 als Ersatz des seit dem 17. Jahrhundert bekannten Vorgängerbaus. Eingeschossiger, großflächiger Bau mit Satteldach und sehr großen Fenstern an Fassade und Hofseite.
- Ehemaliges Rathaus (Langstraße 25, Assenheim): Zweigeschossiger Bau mit massivem Erdgeschoss, Obergeschoss als Sichtfachwerk und hohem Walmdach. Das Gebäude diente auch als Schulhaus, wurde 1957 restauriert und teilweise umgebaut und heute als evangelische Sozialstation genutzt.
- Oberstraße 30 (Assenheim): Ältestes Haus des Ortes, Wohnhaus eines ehemaligen Dreiseithofes mit zwei Dachgeschossen und Satteldach, im 18. Jahrhundert erbaut.
- Hauptstraße 78 (Hochdorf): Eingeschossiges Wohnhaus, um 1800 erbaut, mit hohem Satteldach und Schopfwalmen.
- Hauptstraße 80 (Hochdorf): Wohnhaus eines Bauernhofes von 1807. Zweigeschossiger Putzbau mit spätbarocken und klassizistischen Einzelformen, war zur Bauzeit das größte Privathaus des Ortes.
- Hauptstraße 97 (Hochdorf): Wohnhaus eines Hofes aus dem Jahr 1777, ehemals als Wirtshaus „Zur Krone“ genutzt. Wegen der teilweise öffentlichen Nutzung vergleichsweise groß angelegter Bau.
- Hauptstraße 103 (Hochdorf): Spätbarocker Dreiseithof aus dem späten 18. Jh., der einzige weitgehend original erhaltene Dreiseithof des Ortes. Im Hof befindet sich der spätmittelalterliche Taufstein der katholischen Pfarrkirche.
- Ehemaliges Gut des Johanniterordens (Hauptstraße 110, Hochdorf): 1782 als spätbarocker Hakenhof erbaut. Eingeschossiger Putzbau, Satteldach mit Schopfwalmen. Die Hinterseite des Hofes wird durch die originale, teilunterkellerte Scheune gebildet, die Hofeinfahrt ist durch zwei klassizistische Torpfosten mit Pinienaufsätzen flankiert.
- Bildstock (vor Hauptstraße 166, Hochdorf): 1785 in Form einer kleinen Kapelle als Station bei Feldprozessionen erbaut.
- Friedhof von Assenheim: Aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg blieben zwei Grabmäler aus den Jahren 1912 und 1919 erhalten.
- Friedhof von Hochdorf: Anfang des 19. Jhs. an die heutige Stelle verlegt, das Friedhofskreuz von 1758 und einige Grabkreuze aus dem 18. Jahrhundert in der Umfassungsmauer wurden vom ursprünglichen Friedhof hierher verbracht.
- Wegekreuz (Böhler Straße, 700 m südlich der Hauptstraße): Missionskreuz aus dem Jahr 1858, der Metallkorpus stammt aus dem Jahr 1887. Kategorie:Ort in Rheinland-PfalzKategorie:Vorderpfalz

Landkreis Regen

Der Landkreis Regen ist der nördlichste Landkreis des Regierungsbezirks Niederbayern in Bayern. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Cham, im Noden und Osten der tschechische Verwaltungsbezirk Region Pilsen (Plzeňský kraj), im Südosten der Landkreis Freyung-Grafenau, im Südwesten der Landkreis Deggendorf und im Westen der Landkreis Straubing-Bogen.

Politik

Wappen

Städte und Gemeinden

(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)

Verkehr

B 11
B 85
Daneben gibt es die Waldbahn Plattling - Pankofen - Deggendorf - Regen - Bayerisch Eisenstein und eine Regionalverbindung nach München

Weblinks


- [http://www.landkreis-regen.de/ Offizielle Website] Regen !

Duggendorf

Duggendorf ist eine Gemeinde an der Naab im Nordwesten des Landkreises Regensburg in Bayern.

Geografie

Gemeindegliederung


- Hochdorf
- Neuhof
- Judenberg
- Schwarzhöfe

Politik

Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde besteht aus 12 Ratsfrauen und Ratsherren.
- CSU 5 Sitze
- SPD 3 Sitze
- Freie Wähler Hochdorf-Duggendorf 4 Sitze (Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002)

Weblinks


- Kategorie:Ort in Bayern Kategorie:Regensburg (Landkreis)

Merching

Merching ist eine Gemeinde mit 3.061 Einwohnern im Bezirk Schwaben (Bayern) im südlichen Landkreis Aichach-Friedberg.

Geografie

Merching liegt in der Planungsregion Augsburg. Es existieren folgende Gemarkungen: Brunnen, Hochdorf, Merching, Steinach b.Mering.

Geschichte

Merching gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Friedberg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1972 kam der Ort zum heutigen Bezirk Schwaben.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.772, 1987 dann 2.233 und im Jahr 2000 2.884 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist Meyer Brigitte (F.D.P./Parteifreie Bürger). Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1274 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 306 T€.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 4, im produzierenden Gewerbe 184 und im Bereich Handel und Verkehr 27 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 113 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 983. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 8 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 43 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1689 ha, davon waren 1508 ha Ackerfläche und ha Dauergrünfläche.

Bildung und Freizeit

Trotz der nur ca. 3000 Einwohner wird es dort nicht langweilig. Es gibt eine Volksschule (Grund- und Hauptschule) im Ort, weiterführende Schulen sind mit Bus und Bahn gut zu erreichen. In den Turnhallen werden viele Freizeitaktivitäten wie z.B. Kinderturnen, Gymnastik etc. angeboten. Auf dem Fußballplatz trainieren Jugend- und Erwachsenenmannschaften.

Weblinks


- Merching Kategorie:Aichach-Friedberg

Hochdorf an der Enz

Hochdorf an der Enz ist ein Ortsteil der Gemeinde Eberdingen. Der Ort liegt rund 18 km westlich von Ludwigsburg im Landkreis Ludwigsburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Am Rande des Ortes befindet sich ein gewaltiges keltisches Hügelgrab, das wieder aufgeschüttet wurde. Mit einer Höhe von rund acht Metern und einem Durchmesser von mehr als 40 Metern zählt es zu den größten seiner Art. Hier wurde um 500 vor Christus ein "Fürst" der Hallstattkultur mit großem Aufwand und reichen Grabbeigaben bestattet. Die Lage der Grabstätte wurde mit Bedacht gewählt: Vom Hügel aus hat man Richtung Osten einen freien Blick auf den Hohenasperg, den damaligen Fürstensitz. Das architektonisch interessant gestaltete Keltenmuseum Hochdorf zeigt hervorragende Repliken der Funde aus diesem Hügelgrab (die Originale befinden sich im Württembergischen Landesmuseum, Stuttgart). Neben der beeindruckenden Rekonstruktion der Grabkammer gibt es eine Darstellung der hallstattzeitlichen Handwerkstechniken sowie einen umfassenden Überblick über die intensive eisenzeitliche Besiedlung der Region Ludwigsburg, in der über 150 Fundstellen aus dieser Zeit entdeckt wurden.

Weblink

[http://www.keltenmuseum.de/ Keltenmuseum Hochdorf] Kategorie:Ort in Baden-Württemberg Kategorie:Archäologische Grabung

Hochdorf bei Nagold

Nagold (Stadt)#Stadtgliederung

Nagold (Stadt)

Nagold ist eine Stadt in Baden-Württemberg etwa 37 km südlich von Pforzheim und ca. 24 km nordöstlich von Freudenstadt. Sie ist nach der Kreisstadt Calw die zweitgrößte Stadt des Landkreises Calw und bildet ein Mittelzentrum im Bereich des Oberzentrums Pforzheim. Zum Mittelbereich Nagold gehören neben Nagold die Städte und Gemeinden Altensteig, Ebhausen, Egenhausen, Haiterbach, Rohrdorf, Simmersfeld und Wildberg. Seit 1. Januar 1981 ist Nagold Große Kreisstadt. Mit der Stadt Haiterbach und den Gemeinden Ebhausen und Rohrdorf hat die Stadt Nagold eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Geografie

Nagold liegt am Rande des Oberen Gäus zum Schwarzwald in einer Talweitung beim Einfluss der Waldach in die Nagold. Die Altstadt liegt am rechten Flussufer. Am anderen Ufer gegenüber liegt der Schlossberg mit der Ruine Hohennagold auf einer Höhe von 411 m ü. NN.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Nagold. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt: Jettingen und Mötzingen (beide Landkreis Böblingen), Rottenburg am Neckar (Landkreis Tübingen), Eutingen im Gäu und Horb am Neckar (beide Landkreis Freudenstadt) sowie Haiterbach, Rohrdorf, Ebhausen und Wildberg (alle Landkreis Calw).

Stadtgliederung

Nagold gliedert sich in die Kernstadt und die Stadtteile Emmingen, Gündringen, Hochdorf, Iselshausen, Mindersbach, Pfrondorf, Schietingen und Vollmaringen, die zwischen 1939 und 1974 nach Nagold eingegliedert wurden. Zu einigen Stadtteilen gibt es teilweise weitere Wohngebiete oder Wohnplätze mit eigenem Namen, die jedoch meist nur sehr wenige Einwohner haben. Zu den kleineren Wohnplätzen gehören Kühlenberg, Dürrenhardt, Pfrondorfer Mühle und Rötenbach. Hochdorf ist der größte Teilort, gefolgt von Vollmaringen und Emmingen. Schietingen ist der deutlich kleinste Ortsteil von Nagold.

Geschichte

Vollmaringen Erstmals erwähnt wurde Nagold im Jahre 785 in einem Buch im Kloster St.Gallen. Allerdings geht man davon aus, dass das Nagoldtal schon seit der Jungsteinzeit besiedelt ist. Unter den Grafen von Hohenberg wurde Nagold 1340 freie Stadt. 1363 wurde Nagold jedoch an die Grafen von Württemberg verkauft. Nagold und die umgebenden Gemeinden wurden daraufhin mehrere Jahrzehnte von der Kaupp von Nagold Dynastie regiert, die auf Schloss Hohennagold residierten. Hier wurde Nagold bald Sitz eines Amtes, später Oberamtes, dessen Grenzen sich im Laufe der Geschichte mehrmals veränderten. 1938 wurde das Amt Nagold aufgelöst. Das Gebiet kam überwiegend zum Landkreis Calw, der bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 seine heutige Ausdehnung erreichte. Der Landkreis Calw wurde gleichzeitig Teil der neu gegründeten Region Nordschwarzwald, die damals dem neu umschriebenen Regierungsbezirk Karlsruhe zugeordnet wurde. Damit wurde die ehemals württembergische Stadt Nagold nunmehr von der ehemals badischen Hauptstadt Karlsruhe aus verwaltet. Im Jahr 1980 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Nagold die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1981 beschloss. 1981 Die größte Katastrophe in der Nagolder Geschichte war der Einsturz des Gasthauses Hirsch am 5. April 1906. Beim Vorhaben, das Gebäude um ein Stockwerk anzuheben war man so leichtsinnig gewesen, währenddessen im oberen Stockwerk zu feiern.

Religionen

Nagold gehörte ursprünglich zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat Vor dem Walde, Landkapitel Herrenberg unterstellt. 1543 wurde in Nagold wie zuvor bereits im gesamten damaligen Herzogtum Württemberg die Reformation eingeführt. Die Stadt gehörte zum Dekanat Wildberg. 1821 wurde Nagold Sitz des Dekanats, das bis heute besteht und zur Prälatur Reutlingen gehört. Das Dekanat Nagold umfasst heute 34 Kirchengemeinden der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Im Stadtgebiet Nagolds gibt es die Gesamtkirchengemeinde Nagold, bestehend aus der Stadtkirchengemeinde und der Remigiuskirchengemeinde, deren Kirche die Johanneskirche von 1870/74 ist (die alte Remigiuskirche ist heute Friedhofskirche) und die Kirchengemeinde Iselshausen (Kirche St. Jakob). Ferner gibt es Kirchengemeinden in den Stadtteilen Emmingen (Filialgemeinde von Pfrondorf mit Kirche aus dem Jahr 1778), Hochdorf (Filialgemeinde von Schietingen mit gotischer 1881 erneuerter Kirche), Mindersbach (Filialgemeinde von Rohrdorf mit Kirche von 1777), Pfrondorf (Kirche von 1728 unter Einbeziehung der alten Wallfahrtskirche St. Nikolaus aus dem 15. Jh.) und Schietingen (Kirche von 1575, 1782 umgebaut). Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Nagold. Sie gründeten die Pfarrei St. Peter und Paul, die 1905 ihre Kirche erbauen konnte und heute für die Kernstadt Nagold und die Stadtteile Iselshausen, Emmingen, Mindersbach und Pfrondorf sowie für einige benachbarte Gemeinden zuständig ist. Weitere Pfarrgemeinden im Stadtgebiet Nagolds sind St. Remigius Gündringen (Kirche aus dem 19. Jh.) für die Stadtteile Gündringen, Hochdorf und Schietingen sowie St. Georg Vollmaringen (Kirche von 1845/47) für Vollmaringen und die Nachbargemeinde Mötzingen. Alle genannten Pfarrgemeinden bilden mit zwei weiteren Pfarrgemeinden den Gemeindebund Oberes Nagoldtal der Seelsorgeeinheit 1 im Dekanat Calw des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Neben den beiden großen christlichen Kirchen gibt es in Nagold auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-methodistische Gemeinde (Methodisten), die Volksmission und die Christusgemeinde Nagold. Auch eine Neuapostolische Kirche und eine Muslimische Gemeinde gibt es in Nagold.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden nach Nagold eingegliedert:
- 1939: Iselshausen
- 1. Januar 1971: Pfrondorf
- 1. Dezember 1971: Gündringen, Mindersbach, Schietingen und Vollmaringen
- 1. Januar 1973: Hochdorf
- 1. Oktober 1974: Emmingen

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Stadt Nagold hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 26 Mitglieder. Die Wahl führte zu folgendem Ergebnis: Die Abgeordneten von FDP/DVP und Grünen haben sich zu einer gemeinsamen Fraktion zusammengeschlossen.

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt stand in frührer Zeit der Vogt oder Amtmann als Vertreter des Landesherrn. Seit 1386 ist ein Schultheiß nachweisbar. Seit 1819 wurden die Schultheißen frei gewählt. In Städten trug er zunächst den Titel Stadtschultheiß. 1930 wurde die Bezeichnung durch Bürgermeister ersetzt. Seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Januar 1981 trägt das Stadtoberhaupt Nagolds die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Sein Stellvertreter ist der Erste Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister. Bürgermeister und Oberbürgermeister
- 1819-1828: Konrad Greiner
- 1828-1848: Gottlieb Fuchsstatt
- 1848-1888: Eduard Friedrich Engel
- 1888-1913: Friedrich Brodbeck
- 1913-1945: Hermann Maier
- 1945-1946: Dr. Walter Wolf
- 1946-1974: Eugen Breitling
- 1974-1992: Prof. Dr. Joachim Bernhard Schultis, CDU
- 1992-heute: Prof. Dr. Rainer Prewo, SPD Der amtierende Oberbürgermeister Rainer Prewo wurde zuletzt im Jahr 2000 mit 99,9 Prozent im Amt bestätigt.

Wappen

Das Wappen der Stadt Nagold zeigt einen von Silber und Rot geteilten Schild überdeckt mit einem aufrechten blauen Nagel. Die Stadtflagge ist weiß-rot. Das geteilte Wappen wurde von den früheren Ortsherren, der Grafen von Hohenberg übernommen, der es von der Kaupp Familie übernommen hatte. Der Nagel ist seit 1592 erstmals nachweisbar und gilt als redendes Wappen. Wappen und Flagge werden somit schon viele Jahrhunderte geführt, doch wurde die heutige Form des Wappens 1977 festgelegt.

Städtepartnerschaften

Nagold unterhält seit 1967 eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Longwy (Langich) in Lothringen (Frankreich) und seit 1994 mit der Stadt Jesenice in Slowenien.

Wirtschaft und Infrastruktur

Jesenice

Verkehr

Am Besten erreicht man Nagold über die Bundesautobahn A 81 Stuttgart-Singen (Ausfahrt Rottenburg am Neckar) oder die Bundesstraße B 28 (Kehl - Ulm). Eine weitere Bundesstraße im Stadtgebiet ist die Nord-Süd-Verbindung der B 463 Calw-Rottweil. Nagold liegt an der Nagoldtalbahn von Pforzheim nach Horb am Neckar. Das Altensteigerle war eine 15,1 km lange Schmalspurbahn (Spurweite 1000 mm), die in Nagold ihren Ausgangspunkt hatte und nach Altensteig führte. Sie wurde 1891 eröffnet und 1967 stillgelegt.

Ansässige Unternehmen


- Roland Günther Zahntechnik
- Firma Häfele GmbH und Co. KG - Möbelbeschläge, Baubeschläge, Elektronische Schliesssysteme

Medien

In Nagold gibt es eine Geschäftsstelle der Tageszeitung Schwarzwälder Bote. Diese Tageszeitung berichtet über das lokale Geschehen der Stadt und des Umlandes.

Behörden

In Nagold befindet sich eine Außenstelle des Landratsamts Calw (u.a. Kfz-Zulassungsstelle).

Gerichte

Nagold verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Tübingen und zum OLG-Bezirk Stuttgart gehört.

Bildung

Nagold ist Sitz der Lehranstalt des Deutschen Textileinzelhandels. Die Stadt hat ferner ein Gymnasium (Otto-Hahn-Gymnasium), eine Realschule (Christiane Herzog Realschule) und eine Förderschule (Burgschule). Darüber hinaus gibt es zwei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Lembergschule und Zellerschule) sowie sechs Grundschulen (Wiestalschule Emmingen, Kernenschule und je eine Grundschule in den Stadtteilen Hochdorf, Iselshausen, Vollmaringen und Gündringen/Schietingen). Der Landkreis Calw ist Träger der drei Beruflichen Schulen, der Gewerblichen Schule Nagold, der Hauswirtschaftlichen Schule und der Kaufmännischen Schule Nagold.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Theaterdarbietungen und andere Veranstaltungen in Nagold gibt es teilweise in der Stadthalle und vor allem im KUBUS im Burgcenter, einem mittelgroßen Tagungsort mit Fest- und Theatersaal. Ferner bietet sich die Alte Seminarturnhalle vor allem für Kleinkunst, Kabarett und Musikveranstaltungen aller Art an.

Museen

Das Steinhaus ist das älteste Nagolder Haus und zugleich Heimatmuseum, es befindet sich in der Badgasse 3. Hier kann man etwas über die Geschichte und Gegenwart Nagolds und der Region erfahren.

Bauwerke

Heimatmuseum Heimatmuseum Hoch über Nagold auf dem Schlossberg gibt es eine Burgruine; weitere beeindruckende Bauwerke sind der Alte Turm, das Wahrzeichen der Stadt und das Viadukt. Ein weiteres bedeutendes Bauwerk ist die Remigiuskirche, die auf dem Fundament eines römischen Gutshofes (Villa rustica) errichtet wurde. Aus noch früherer, keltischer Zeit (ca. 5. Jahrhundert v. Chr.) existiert im Krautbühl ein keltisches Hügelgrab.

Freizeit- und Sportanlagen

Der Badepark, ein großes Freibad mit 5 m hoher Rutsche.

Regelmäßige Veranstaltungen


- Weihnachtsmarkt
- Volksfest
- Holzmesse

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Nagold hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- Johann Georg Freihofer, Dekan
- Johann Georg Dieterle, Rektor des Lehrerseminars
- Hermann Maier, Altbürgermeister
- Wilhelm Harr, Fabrikant
- Alfred Teufel, Fabrikant
- Erwin Hespeler, Malermeister
- Eugen Breitling, Altbürgermeister
- Jean-Paul Durieux, Bürgermeister Partnerstadt Longwy

Söhne und Töchter der Stadt


- 1521, Johann Epp, Rektor der Universität Tübingen
- 1732, 6. Mai, Johann Friedrich Groß, Professor der Physik in Karlsruhe und Stuttgart
- 1950, 21. Januar, Silke Maier-Witt Mitglied der RAF

Literatur


- 1200 Jahre Nagold ISBN 379770139X
- Sport- und Stadtgeschichte Nagold 1847-1997, ISBN 3895702625
- Die Hirsch-Katastrophe. In Nagold vom 5. April 1906, ISBN 389264666X
- Der Absolvent. Das Texer Buch. Absolventen der Lehranstalt des Deutschen Textileinzelhandels Nagold, ISBN 3930179024
- Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961

Weblinks


- [http://www.nagold.de/ Internetpräsenz der Stadt Nagold]
- [http://www.geschichtsverein-nagold.de/ Heimatgeschichtsverein Nagold]
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Remseck am Neckar

Remseck am Neckar ist eine Stadt an der nordöstlichen Stadtgrenze von Stuttgart im Bundesland Baden-Württemberg. Sie ist die sechstgrößte Stadt des Landkreises Ludwigsburg und gehört zum Mittelbereich Ludwigsburg/Kornwestheim innerhalb des Oberzentrums Stuttgart. Die erst im Rahmen der Gebietsreform zum 1. Januar 1975 zunächst unter dem Namen "Aldingen am Neckar" neu gebildete Gemeinde erhielt 1977 den Namen Remseck am Neckar. Die Gemeinde überschritt 1999 die Grenze von 20.000 Einwohner. Doch stellte die Gemeindeverwaltung erst 2003 den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 2004 beschloss.

Geografie

Remseck am Neckar liegt vor den Toren der Landeshauptstadt Stuttgart im Tal des Neckars und an der hier mündenden Rems. Die Orte links des Neckars zählen zum so genannten "Langen Feld", die Orte rechts des Neckars zur "Backnanger Bucht". Der niedrigste Punkt im Stadtgebiet ist mit 203 m das Flussbett des Neckars, der höchste Punkt liegt im Hochberger Wald und misst 299 m ü. NN

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Remseck am Neckar. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Westen genannt:
Kornwestheim, Ludwigsburg und Marbach am Neckar (Ortsteil Siegelhausen), alle zum Landkreis Ludwigsburg gehörig; Waiblingen und Fellbach (beide Rems-Murr-Kreis) sowie Stuttgart (Stadtkreis).

Stadtgliederung

Die Stadt Remseck am Neckar besteht aus den sechs Ortsteilen Aldingen, Hochberg, Hochdorf, Neckargröningen, Neckarrems und Pattonville.

Geschichte

Die heutige Stadt Remseck am Neckar entstand am 1. Januar 1975 durch Zusammenschluss der Gemeinden Aldingen, Hochberg, Hochdorf, Neckargröningen und Neckarrems zunächst unter dem Namen "Gemeinde Aldingen am Neckar", die am 1. Juli 1977 in Remseck am Neckar umbenannt wurde. Der neue Name leitet sich von der gleichnamigen früheren Burg hoch über der Remsmündung her, die einst am heutigen geographischen Mittelpunkt der Stadt stand. An gleicher Stelle wurde 1842 das Schloss Remseck erbaut, so dass der Name Remseck aus historischer Zeit überliefert ist. Nach Überschreiten der 20.000-Einwohner-Grenze im Jahr 1999 erhielt die Gemeinde Remseck am Neckar mit Wirkung vom 1. Januar 2004 die Stadtrechte, als sie zur Großen Kreisstadt erklärt wurde. Die heutigen Stadtteile sind mit Ausnahme von Pattonville alte Dörfer. So wurde Aldingen um 1100 erstmalig als "Almendingen" erwähnt. Hochberg wurde erstmals im Jahre 1231 erwähnt, als eine Urkundenabschrift einen gewissen Herbrand von Hohenberg nennt. Die erste sichere Nennung von Hochdorf stammt aus der Zeit um 1100. Hochdorf ist ein kleines schönes Dorf. Es war zur Zeit der großen Könige nur ein kleines Bauerndorf mit Weinreben und einer wasserbetriebenen Mühle. Neckargröningen wird bereits im Jahre 806 als "Gruonincheim" im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch beschrieben. Im Jahre 1268 waren Burg und Dorf am Neckar bereits im Besitz der württembergischen Grafen. Neckarrems wurde 1268 als "Rems" erstmals erwähnt. Der Zusatz "Neckar" wurde erst im 17. Jahrhundert hinzugefügt. Alle Orte außer Aldingen, das zum Oberamt Ludwigsburg gehörte, waren dem Oberamt Waiblingen zugeordnet. 1938 wurden alle Orte dem Landkreis Ludwigsburg zugeteilt. Pattonville entstand im Jahr 1954, als die US-Armee begann, am westlichen Markungsrand Aldingens auf einem Teil des alten königlich württembergischen Exerzierplatzes eine Siedlung zu bauen. 1992 zog die US-Armee aus Pattonville ab. Zur Weiterverwendung dieser Flächen wurde der Zweckverband Pattonville-Sonnenberg von den Städten Ludwigsburg, Kornwestheim und Remseck am Neckar gegründet. Da ein Großteil der Pattonviller Siedlung der US-Armee auf Aldinger Gemarkung lag, ging der Gründung des Zweckverbandes ein umfangreicher Ringtausch voraus. Hierbei wurden Flächen der Mitgliedsstädte gegeneinander getauscht, so dass eine für die Gründung des Zweckverbandes günstige Verteilung entstand. Der Stadtteil Pattonville wird heute durch die John-F.-Kennedy-Allee geteilt. Der westliche Teil gehört zu Kornwestheim, der östliche zu Remseck. Wobei zu bemerken ist, dass Pattonville immernoch auf der Gemarkung Aldingen liegt. Der stete Zuzug von neuen Einwohnern ermöglichte der Stadt Remseck am Neckar erst, den Titel der Großen Kreisstadt zu beantragen. Durch den noch ausstehenden Bauabschnitt VII wird der Remsecker Teil von Pattonville von derzeit etwa 2.500 auf über 6.000 Bürger anwachsen. Er stellt damit den größten Bauabschnitt dar.

Religionen

Die Ortsteile der heutigen Stadt Remseck am Neckar gehörten ursprünglich zum Bistum Speyer. Die Ortsherren bzw. die Grafen von Württemberg führten ab 1534 die Reformation ein, infolgedessen waren die Orte über viele Jahrhunderte überwiegend protestantisch. Während Aldingen zum Oberamt bzw. Dekanat Ludwigsburg gehörte, waren die anderen Orte bis 1938 Teil des Dekanats Waiblingen. Dann kamen alle zum Dekanat Ludwigsburg innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. In allen Stadtteilen außer Pattonville gibt es eine evangelische Kirchengemeinde. Der Protestanten des Ortsteils Pattonville gehören kirchlich zur Evangelischen Martinsgemeinde Kornwestheim. Die evangelischen Gottesdienste werden in der 2001 eingeweihten Heilig-Geist-Kapelle gehalten, die als ökumenisches Gemeindezentrum dient. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen auch Katholiken in die Orte der heutigen Stadt Remseck am Neckar. In Aldingen wurden 1966 die katholische Kirche St. Petrus Canisius erbaut. Die zugehörige Pfarrgemeinde Aldingen ist auch für die Ortsteile Neckargröningen und Neckarrems zuständig. Im Stadtteil Hochberg wurde 1971 die Kirche St. Nikolaus und Barbara erbaut. 1977 wurde Hochberg eigene Pfarrei. Diese betreut auch die Katholiken aus Hochdorf, doch gibt es dort eine eigene Kirche St. Franziskus aus dem Jahr 1976. Die Katholiken des Ortsteils Pattonville werden von der katholischen Pfarrgemeinde Kornwestheim betreut. Katholische Gottesdienste in Pattonville werden in der 2001 eingeweihten Heilig-Geist-Kapelle gehalten. Die beiden Remsecker Pfarreien (Aldingen und Hochberg) bilden heute die Seelsorgeeinheit Remseck innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Remseck am Neckar auch Freikirchen, darunter eine Gemeinde der Volksmission entschiedener Christen in Neckargröningen und die Evangelisch-methodistische Kirche in den Stadtteilen Neckarrems und Hochberg. Ferner ist die Neuapostolische Kirche in den Stadtteilen Aldingen und Neckarrems vertreten.

Einwohnerentwicklung

Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Stadt Remseck am Neckar hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 26 Mitglieder, die den Titel "Stadträtin/Stadtrat" führen. Sie gehören folgenden Parteien bzw. Wählervereinigungen an:
- CDU 9 Sitze
- SPD 5 Sitze
- Freie Wähler 5 Sitze
- FDP 4 Sitze
- Grüne 3 Sitze

Bürgermeister

An der Spitze der Gemeinde Remseck am Neckar stand zunächst der Bürgermeister. Mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Januar 2004 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Er hat zwei Beigeordnete als allgemeine Stellvertreter. Der 1. Beigeordnete trägt die Amtsbezeichnung "Erster Bürgermeister" (Karl-Heinz Balzer), der weitere Beigeordnete die Amtsbezeichnung Bürgermeister (Reinhard Melchior). Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister:
- -1998 Peter Kuhn (FWV)
- 1. September 1998-heute: Oberbürgermeister Karl-Heinz Schlumberger (parteilos)

Verwaltung

Die Stadt Remseck ist mit 300 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber am Ort, die Kernverwaltung umfasst rund 100 Mitarbeiter. Die Hauptverwaltung mit dem Bürgeramt befindet sich im Schnittpunkt der beiden beeindruckenden Holz-Glas-Brücken über Neckar und Rems, direkt an der Fellbacher Straße im Ortsteil Neckarrems. Die Finanzverwaltung ist im Ortsteil Neckargröningen (Keplerstraße 16), die Bauverwaltung in der Neckaraue im Ortsteil Hochberg (Neckaraue 9) untergebracht. Der städtische Bauhof agiert vom Ortsteil Aldingen (Neckarstraße 90) aus. Durch den Zusammenschluss der ehemals fünf selbständigen Gemeinden ist die Verwaltung auf die bestehenden Rathäuser aufgeteilt worden, aus Platzmangel wurden teilweise Büroflächen hinzugemietet. Der Bau eines ausreichend großen zentralen Rathauses ist bereits mehrfach angedacht worden, konnte jedoch bislang aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden.

Wappen

Das Wappen der Stadt Remseck am Neckar zeigt in gespaltenem Schild vorne in Blau einen pfahlweise gestellten goldenen Fisch, hinten in Silber eine rote Adlerschwinge. Die Stadtfarben sind gelb-blau. Der Fisch symbolisiert Neckar und Rems. Das Wappenbild war auch in den Vorgängerwappen von Neckargröningen und Neckarrems zu finden. Der Adlerflügel ist dem Adelswappen der Sippe Nothaft von Hohenberg entnommen und fand sich auch in den Gemeindewappen von Hochberg und Hochdorf. Das heutige Wappen wurde der jungen Gemeinde am 21. Juni 1977 vom Landratsamt Ludwigsburg verliehen. Mit der Erhebung zur Stadt 2004 entstand auch ein eigenes Stadt-Logo, das so genannte "Remseck-R", ein geschwungenes gelbes "R" kombiniert mit der Wortmarke "Remseck am Neckar - Große Kreisstadt".

Städtepartnerschaften

Die Stadt Remseck am Neckar unterhält seit 1975 mit der Gemeinde Meslay-du-Maine in Frankreich und seit 1997 mit der GemeindeVigo di Fassa in Italien eine Städtepartnerschaft. Gebündelt werden die Aktivitäten von der AG Städtepartnerschaften. Im Jahr 2004 konnte das 30-jährige Jubiläum mit Meslay gefeiert werden, für das Jahr 2007 steht das 10-jährige Jubiläum mit der ladinischen Dolomitengemeinde Vigo di Fassa an.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das Stadtgebiet führen nur Landes- und Kreisstraßen. Die Bundesautobahn 81 Stuttgart-Heilbronn ist über die Anschlussstellen Stuttgart-Zuffenhausen oder Ludwigsburg-Süd zu erreichen. Seit 1999 ist Remseck am Neckar an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt Stuttgart angeschlossen. Von der Endhaltestelle Remseck erreicht man mit der Linie U 14 in ca. 30 Minuten den Hauptbahnhof Stuttgart. Auf Remsecker Stadtgebiet gibt es vier Haltestellen ("Hornbach", "Mühle", "Brückenstraße" und "Neckargröningen"). Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen ferner vier(402,403,404 und 405) Buslinien der Remsecker StadtBusse. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) zu benutzen.

Medien

Über das lokale Geschehen in Remseck am Neckar berichten zahlreiche Medien, allen voran die "Ludwigsburger Kreiszeitung" und ihre Beilage "Unser Remseck", gefolgt von der "Stuttgarter Zeitung / Redaktion Ludwigsburg", der "Kornwestheimer Zeitung", dem "Neckarblick" und dem "Stuttgarter Stadtanzeiger - LB". Bei überregionalen Themen interessieren sich auch die "Stuttgarter Nachrichten", die "Landesschau/Baden-Württemberg aktuell" (TV) sowie der "SWR" für die Ereignisse in Remseck. Jeden Donnerstag erscheint das Amtsblatt der Stadt: Die "Remseck Woche" hat eine Auflage von über 5200 Exemplaren und erreicht damit einen Großteil der Remsecker Haushalte. Für Pattonville gibt der Zweckverband alle zwei Wochen die "Pattonville Info" heraus.

Öffentliche Einrichtungen

Remseck am Neckar hat 12 Kindergärten in sechs Ortsteilen, in Aldingen und Neckargröningen mit Angeboten für die Betreuung unter Dreijähriger. Die Stadt unterhält in allen Ortsteilen je eine eigene Bücherei. Seit Ende 2004 ist in der Bücherei im Ortsteil Neckarrems außerdem ein kleines, öffentliches Internet-Café eingerichtet. Desweiteren gibt ein Bezirksnotariat.

Bildung

Remseck am Neckar hat ein Gymnasium (Lise-Meitner-Gymnasium Aldingen), eine Realschule (in Pattonville), eine Hauptschule (Wilhelm-Keil-Schule in Aldingen) sowie in jedem Stadtteil eine Grundschule, wobei die Grundschule in Aldingen "Neckarschule" heißt und im Wohngebiet Halden eine Außenstelle hat und die Grundschule in Neckarrems "Kelterschule" heißt.

Jugend

Die Jugend von Remseck hat im Sommer 2005 ein altes, neues Jugendhaus bekommen. Das alte Jugendreferat wurde unter dem neuen Namen "Haus der Jugend" an der Meslay-Du-Maine Straße. Ganz in der Nähe liegt auch die "Nische" die einen Skatepark und ein Beachvolleyballfeld umfasst. Hier finden auch regelmäßig Konzerte und andere Feste statt. Infos siehe www.die-nische.info ! Eine weitere Möglichkeit wie man in Remseck deine Freizeit gestalten könnte sind die regelmäßigen Lan-Partys die im neuen Haus der Jugend stattfinden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das Radiomuseum im Ortsteil Neckargröningen zeigt Empfangsgeräte von 1924 bis heute. Die Heimatstube Neckarrems zeigt das bäuerliche Leben in der Region, vor allem auch eine vollständige Schuhmacherwerkstatt. In der Dorfschmiede Neckargröningen, welche eine voll funktionsfähige Schmiede besitzt, können Besucher selbst zu Hammer und Amboss greifen. Ferner gibt es noch die Ölmühle Neckargröningen.

Bauwerke


- Aldingen: Das Renaissanceschloss von 1580 hat ein Barockportal. Die gotische Pfarrkirche St. Margaretha von 1398 mit Grabdenkmälern aus dem 16. und 17. Jahrhundert ist die evangelische Kirche des Ortes.
- Hochberg: Das Schloss mit Rittersaal stammt aus dem Jahr 1593. Der Ort hat eine neugotische Kirche von 1854 (evang.), die Kelter von 1752 dient heute als Festhalle. Der Ort hat auch einen Jüdischen Friedhof aus dem 19. Jahrhundert. Die ehemalige Synagoge dient heute der Evangelisch-methodistischen Kirche als Gotteshaus
- Hochdorf: Das Schloss aus dem 16. Jahrhundert wurde 1612 umgebaut. Es sind noch Reste der Ummauerung vorhanden. Die gotische Pfarrkirche St. Wendelin (evang.) ist ein schlichter Bau. Am Wilhelmsplatz gibt es einen ursprünglich ummauerter Meiereihof aus dem 16. Jahrhundert.
- Neckargröningen: Der Ort hat mehrere Schmuckfachwerke und ein altes Rathaus aus dem Jahr 1592, die Schauseite wurde jedoch um 1850 gestaltet. Die einstige Wehrkirche St. Martin mit gotischem Chor von 1515 und Resten spätmittelalterlicher Wandmalereien ist die evangelische Kirche des Ortes.
- Neckarrems: Das Alte Rathaus von 1564 hat ein Giebelfachwerk aus dem Jahr 1915. Die spätgotische Pfarrkirche St. Michael und Sebastian wurde um 1500 erbaut. Auf einem Bergsporn steht das oben bereits erwähnte Schloss Remseck (1842). Dort sind auch Reste der mittelalterlichen Burg Remseck zu finden. Die beiden 1988 und 1990 errichteten Rad- und Fußgängerbrücken über den Neckar (80m) und über die Rems (51,2m) waren seinerzeit die größten freitragenden Holzbrücken Europas und stellen immernoch eine architektonische und fachwerkliche Meisterleitung dar. Sie bestehen im Grundgerüst komplett aus Holz und sind mit einem Dach aus überlappenden Glasplatten gegen die Witterung geschützt. Sie wurden an Land zusammengebaut und dann über die Flüsse geschoben.

Regelmäßige Veranstaltungen

Juli: Neckarremser Straßenfest
Dezember: Remsecker Weihnachtsmarkt an einem Adventssonntag

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


- 1936, 9. Mai im Ortsteil Neckargröningen, Ulrich Kienzle, Journalist und Nahost-Experte, Mitarbeiter beim ZDF und bei 3Sat, bekannt auch durch die ZDF-Politsendung FRONTAL mit Bodo H. Hauser ("Noch Fragen Kienzle? Nein, Hauser!")

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt
in Verbindung stehen

Im Ortsteil Neckargröningen wirkte von 1732 bis 1736 der Liederdichter Philipp Friedrich Hiller als Pfarrer.

Literatur

Das Land Baden-Württemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Band III Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Stuttgart 1978

Weblinks


- [http://www.remseck-am-neckar.de/ Internetpräsenz der Stadt Remseck] Kategorie:Landkreis Ludwigsburg Kategorie:Ort in Baden-Württemberg

Freiburg-Hochdorf

Freiburg-Hochdorf, Stadtteil von Freiburg im Breisgau. Hochdorf liegt zusammen mit seinem Ortsteil Benzhausen im Norden Freiburgs. Es grenzt an die vier Marchdörfer Hugstetten, Buchheim, Holzhausen und Neuershausen an. Südöstlich der durch die Gemarkung verlaufenden A5 befindet sich das Gewerbe- und Industriegebiet Hochdorf.

Geschichte

Ur- und Frühgeschichte

Die Besiedlung der Hochdorfer Gemarkung lässt sich bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen, so wurde 1969 eine Wohngrube enteckt, welche sich der Michelsberger Kultur zuordnen lässt. Aus der Hallstattzeit finden sich zwei Hügelgräber, keine 2 km von Hochdorf entfernt zwischen Hugstetten und Buchheim. Tonscherben, welche der gleichen Epoche anzurechnen sind, wurden zwischen Hochdorf und Benzhausen gefunden. Anschließende Sondierungsgrabungen im Jahre 1988 bestätigten die Existenz einer keltischen Siedlung. Funde von 1928, 72 und 76, die unter anderem Fundamente von Ziegelbrennöfen und Terra Sigillata umfassen lassen auf ein römisches Gewerbegebiet und weitere Siedlungsaktivitäten dieser Zeit schließen. Aus der Zeit der Alemannen sind ausgiebige Funde von Gräbern, Waffen und kunstvollem Geschirr erhalten geblieben.

Erste urkundliche Erwähnungen

Die erste schriftliche Erwähnung von Hochdorf datiert auf 773 n. Chr., gefunden in Besitzübertragungsurkunden an das Kloster Lorsch, welche um 1180 im Lorscher Codex zusammengefasst wurden. Nur wenig später im Jahre 788 erfährt auch Benzhausen seine erste Erwähnung: Es ist Ausstellungsort für eine Schenkungsurkunde an das Kloster St. Gallen. Im Gegensatz zu den Hochdorfer Urkunden ist die Ersterwähnung von Benzhausen noch heute im Original erhalten. Interessant hierbei, dass Hochdorf und Benzhausen damit schon über 330 Jahre vor Freiburg urkundliche Erwähnung finden.

Jüngere Geschichte

Im Zuge der Neuordnungen von Verwaltungsstrukturen in Baden-Württemberg war ab 1969 geplant die 5 Marchdörfer (Hochdorf, Benzhausen, Hugstetten, Buchheim und Holzhausen) zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammenzuschließen. Da dies jedoch wiederholt scheiterte und die Stadt Freiburg mit attraktiven Verträgen lockte, entschied man sich nach 2 Bürgerentscheiden für den Anschluss an Freiburg. Die Eingemeindung wurde am 1. September 1973 vollzogen.

Einwohnerentwicklung

Die ersten bekannten Einwohnerzahlen sind auf 1526 und damit das Ende des Bauernkrieges datiert: Etwa 300 Einwohner hatten Hochdorf und Benzhausen damals zusammen. Die Zahl sank, wohl vor allem bedingt durch den Dreißigjährigen Krieg bis 1648 auf lediglich 160 Einwohner. Seit dieser Zeit stieg die Einwohnerzahl, trotz kleinerer Rückgänge durch Abwanderungen nach Ungarn (ca. 1750-1800) oder Amerika (ca. 1820-1890), recht stetig bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts an. 1963 war die Marke von 1000 Einwohnern überschritten. Ab etwa dieser Zeit begannen die Einwohnerzahlen sprunghaft anzusteigen. Hochdorf entwickelte sich zum am schnellsten wachsenden Stadtteil Freiburgs und zählt heute über 5000 Einwohner.

Politik

Ortschaftsrat

Ergebnis der Ortschaftsratswahl am 13. Juni 2004:
- CDU: 35,1 %, 5 Sitze
- SPD: 15,4 %, 2 Sitze
- Grüne Liste Hochdorf: 26,7 %, 4 Sitze
- FWG (Freie Wählergruppe): 22,9 %, 3 Sitze

Wappen

Das Gemeindewappen von Hochdorf zeigt seit 1900 in der oberen Hälfte den Greif aus dem Wappen der Stürtzel, in der unteren eine grüne Fläche aus dem Wappen der Schnewlin, beide Familien waren Hochdorfer Grundherren.

Partnerstadt


- Chevilly-Larue (Frankreich): Kommune im Département Val-de-Marne, südwestlich von Paris.

Kultur

Paris Paris

Kirchen

Die römisch-katholische St. Martins-Gemeinde Hochdorf bildet zusammen mit Freiburg-Landwasser eine Seelsorgeeinheit. Seit den 70er Jahren besteht auch eine evangelische Pfarrei mit eigenem Ältestenkreis. 1992 wurde das neu errichtete Katharina-von-Bora-Haus als Gemeindehaus mit Gottesdienstraum eingeweiht. Die evangelische Gemeinde in Hochdorf ist Teil der Kirchengemeinde March und zählt zur Zeit mehr als 1.300 Gemeindeglieder.

Pfarrkirche St. Martin

Die St. Martins-Kirche steht auf einem leicht erhöhten Platz in der Mitte des Dorfes. Es ist daher anzunehmen, dass dem Ort bereits vor der Errichtung eines Kirchengebäudes eine besondere Bedeutung zukam. Das Bestehen einer Kirche auf dem heutigen Grundstück lässt sich bis 1147 zurückverfolgen. Sie wurde jedoch mehrmals vergrößert, neu errichtet und renoviert. Ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche erst im Jahre 1717. Der Turm (heute unter Denkmalschutz) wurde 1760 fertig gestellt.

St. Agatha-Kapelle

1596 das erste Mal erwähnt, kam der St. Agatha-Kapelle in Benzhausen mangels eines eigenen Pfarrers nur eine untergeordnete Bedeutung zuteil. Im Gegensatz zur St. Martins-Kirche finden regelmäßige Gottesdienste nur von Kreuzauffindung (3. Mai) bis Kreuzerhöhung (14. September) statt.

Vereine und sonstige Gruppierungen


- Akkordeon-Club Hochdorf e.V.
- Biggli-Dier Benzhausen (Narrenzunft)
- Chorvereinigung
- [http://www.droli-band.de Droli-Band Hochdorf] (Guggenmusik)
- [http://www.fsv-aquanautilus.de Förder- und Schwimmverein FSV Aqua Nautilus]
- Freiwillige Feuerwehr (Löschzug 14)
- Gewerbeverein Freiburg-Hochdorf e.V.
- [http://www.von-online.de/zunfregister/Freiburg_BNZ/Mooskrotten/mooskrotten.htm Mooskrotten Hochdorf-Benzhausen] (Narrenzunft)
- [http://www.mvhochdorf.de Musikverein Freiburg-Hochdorf e.V.]
- [http://www.skc-hochdorf.de/skc-hochdorf.htm Sport Kegel Club Hochdorf]
- [http://www.svhochdorf.de SV Hochdorf 1920 e.V]
- Tennisclub TC 74 Hochdorf e.V.

Verkehr

Guggenmusik Der Verkehr in Hochdorf wird geprägt von der kurz entfernten Bundesautobahn 5, deren Ausfahrt „Freiburg Nord“ nahe des Ortsteils Benzhausen mündet und in mehrere Richtungen auf Bundesstraßen Richtung March oder Gundelfingen weiterveläuft. Durch eine Umgehungsstraße zum Industriegebiet Hochdorf sieht man in Hochdorf Lastwagen eher selten, der Verkehr läuft weitgehend ruhig. Der Stadtteil Hochdorf wird von der Freiburger Verkehrs AG mit der Buslinie 36 von Freiburg-Landwasser im 20-Minuten-Takt bedient. Am Wochenende in einer 30-Min-Wagenfolge. Dieses Angebot wird von den Hochdorfern Bürgerinnen und Bürgern angenommen und stellt für Hochdorf den Austauschverkehr in die Freiburger Innenstadt dar. Außerdem besteht seit 2004 werktags eine zusätzliche Verbindung durch die Buslinie 25 ins Indusriegebiet Nord von Hugstetten kommend. 1995 kamen Pläne zu einem Stadtbahnbau nach Hochdorf auf, die allerdings aus Kostengründen (u.a. Überquerung von Eisenbahngleisen sowie Unterführung der A5) wieder fallengelassen wurden.

Literatur


- Freiburg-Hochdorf Aus der Geschichte des Stadtteils von Heinrich Graner; Herausgegeben von der Stadt Freiburg, Ortsverwaltung Hochdorf; Zweite Auflage von 1994.

Weblinks


- [http://www.freiburg.de/1/103/10305/index.php Offizielle Seite der Ortsverwaltung Hochdorf]
- [http://www.freiburg-i-br.de/freiburg%20seiten/hochdorf.htm Luftbilder von Freiburg-Hochdorf]
- [http://www.vag-freiburg.de/fahrplanservice.html Fahrplan der VAG zum Downloaden ] Hochdorf Kategorie:Ort in Baden-Württemberg

Seewald

Seewald ist eine Gemeinde im mittleren Schwarzwald in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Freudenstadt.

Geographie

Der Ortsteil Erzgrube liegt an der Nagoldtalsperre auf rund 550 m über NN. Die anderen Ortsteile liegen auf ebenen Hochflächen zwischen 750 und 850 m hoch inmitten von Wäldern. Über 90 % der Gemarkung sind von Waldflächen bedeckt.

Flüsse

Im Ortsteil Urnagold entspringt die Nagold.

Gliederung der Gemeinde

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Allmandle, Besenfeld, Eisenbach, Erzgrube, Göttelfingen, Hochdorf, Morgental, Omersbach, Schernbach, Schorrental und Urnagold.

Geschichte

Religionen

Seit der Reformation ist Seewald evangelisch geprägt. Heute bestehen je eine evangelische Gemeinde in Besenfeld und Göttelfingen. In Besenfeld gibt es außerdem noch eine evangelisch-methodistische und eine neuapostolische Gemeinde, während in Göttelfingen das örtliche Missionshaus der evangelisch-landeskirchlichen Liebenzeller Gemeinschaft ansässig ist. Besenfeld betreibt die freikirchliche Brüdergemeinde ein Freizeitheim. Die nächstgelegene Römisch-Katholische Kirche befindet sich in Baiersbronn.

Politik

Seewald ist eine Hochburg der Partei Bibeltreuer Christen (PBC), die bei der Bundestagswahl 2005 dort 5,0% der Zweitstimmen (Bundesdurchschnitt: 0,2 %) erhielt.

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Seewald ist durch die Bundesstraße B 294 (Bretten - Freiburg im Breisgau) an das überregionale Straßennetz angeschlossen.

Bildung

Seewald verfügt über eine eigene Grundschule im Ortsteil Besenfeld. Der Besuch weiterführender Schulen erfolgt in Freudenstadt. In Besenfeld gibt es auch einen kommunalen Kindergarten, während sich in Göttelfingen ein evangelischer Kindergarten befindet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Ortsteil Besenfeld liegt am Mittelweg, einer Fernwanderstrecke, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Weblinks


- [http://www.seewald-schwarzwald.de Offizielle Website] Kategorie:Ort in Baden-WürttembergKategorie:Landkreis Freudenstadt

Blankenhain

Blankenhain ist eine Stadt im Süden des Kreises Weimarer Land.

Geschichte

Von 1252 stammt die erste urkundliche Erwähnung Blankenhains. Zur Verleihung des Stadtrechts ist kein genaues Datum überliefert. Man geht von einem Zeitraum zwischen 1252 und 1350 aus.

Politik

Die Stadt Blankenhain und ihre 23 Ortsteile:
- Alt- und Neudörnfeld
- Drößnitz
- Großlohma und Kleinlohma
- Hochdorf
- Keßlar
- Krakendorf
- Lengefeld
- Loßnitz
- Lotschen
- Meckfeld
- Neckeroda
- Niedersynderstedt
- Obersynderstedt
- Rettwitz
- Rottdorf
- Saalborn
- Schwarza
- Söllnitz
- Thangelstedt
- Tromlitz
- Wittersroda Der oberste politische Verantwortungsträger von Blankenhain träg den Titel "Beauftragter der Stadt"

Weblinks


- [http://www.blankenhain-online.de/ Blankenhain (Nachrichen/Chroniken/Informationen)]
- [http://www.die-ilmtaler.de/ Ilmtal] Kategorie: Ort in Thüringen

Wikipedia:Articles for deletion/Booshka



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