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MittellandMittelland ist
- die zwischen dem Jura und den Alpen gelegene Region der Schweiz, siehe Mittelland (Schweiz)
- ein früherer Bezirk im Kanton Appenzell-Ausserrhoden in der Schweiz, siehe Mittelland (Bezirk)
- der ehemalige Name der Gemeinde Barleben in Sachsen-Anhalt
- ein Teil der Insel Helgoland
Siehe auch: Mittellandkanal
Mittelland (Schweiz)Das Mittelland bildet neben dem Jura und den Alpen eine der drei Grosslandschaften der Schweiz und macht etwa 30 % der schweizerischen Landesfläche aus. Es umfasst das teils flache, weitgehend jedoch hügelige Gebiet zwischen Jura und Alpen und liegt im Mittel auf einer Höhe von 400 bis 600 m ü. M. Es ist die weitaus am dichtesten besiedelte Region der Schweiz und dadurch auch wirtschaftlich und verkehrstechnisch der bedeutendste Grossraum des Landes.
m ü. M.
Lage
m ü. M.
Das Schweizer Mittelland wird im Nordwesten und Norden geographisch wie auch geologisch durch die langgestreckten Höhenzüge des Juras klar abgegrenzt. Im Süden gegen die Alpen hin ist die Grenze geographisch nicht genau definiert. Meist wird der an einigen Orten relativ abrupte Anstieg zu Höhen über 1500 m ü. M. (Kalkalpen, teilweise auch Berge der subalpinen Molasse) als Kriterium für die Abgrenzung genommen. Gelegentlich werden die Regionen des höheren Mittellandes, insbesondere die Freiburger Hügellandschaft, das Napfgebiet, das Tössbergland und Teile des Appenzellerlandes zum schweizerischen Alpenvorland im engeren Sinne gezählt. Wenn man jedoch nur die Grosslandschaften in Betracht zieht, gehört das Alpenvorland eindeutig noch zum Mittelland. Die südwestliche Grenze des Schweizer Mittellandes bildet der Genfersee, die nordöstliche Grenze der Bodensee zusammen mit dem Rhein.
Geologisch stellt das Mittelland eine Beckenzone dar, die sich auch über die schweizerischen Landesgrenzen hinaus erstreckt. Im Südwesten auf französischem Gebiet verengt sich das Becken im Genevois und endet bei Chambéry, wo sich Jura und Alpen zusammenschliessen. Jenseits des Bodensees setzt sich das Mittelland im süddeutschen und österreichischen Alpenvorland fort.
Auf schweizerischem Staatsgebiet hat das Mittelland eine Längenausdehnung von rund 300 km bei einer von West nach Ost zunehmenden Breite. Im Raum Genf beträgt die Breite knapp 30 km, im Raum Bern etwa 50 km und in der Ostschweiz rund 70 km.
Zahlreiche Kantone haben Anteil am Mittelland. Vollständige Mittellandkantone sind Zürich, Thurgau und Genf; überwiegend im Mittelland liegen die Kantonsgebiete von Luzern, Aargau, Solothurn, Bern, Freiburg und Waadt; kleinere Anteile finden sich ferner in den Kantonen Neuenburg, Zug, Schwyz, Sankt Gallen und Schaffhausen.
Geologie
Schichtfolge
Aufgrund zahlreicher Tiefbohrungen auf Erdöl und Erdgas sind die Gesteinsfolgen im Schweizer Mittelland relativ gut erforscht. Die Basis bildet das kristalline Grundgebirge, das in den Zentralmassiven der Alpen wie auch im Schwarzwald und in den Vogesen zutage tritt, im Bereich von Jura und Mittelland aber als tiefe Geosynklinale ausgebildet ist. Etwa 2500–3000 m unterhalb der Erdoberfläche, in Alpennähe auch deutlich tiefer, stösst man im Mittelland bei Bohrungen jeweils auf dieses Grundgebirge. Über dem Grundgebirge lagert die ungefaltete Schichtfolge der mesozoischen Sedimente aus den Zeitaltern von Trias, Jura und Kreide; sie ist im Mittelland nirgends aufgeschlossen. Ihre Dicke nimmt von West nach Ost allmählich von 2.5 auf 0.8 km ab. Diese Schichten wurden wie diejenigen des Juragebirges in einem verhältnismässig flachen Meeresbecken, der Tethys, abgelagert. Auf die mesozoischen Schichten kamen die Molassesedimente zu liegen. Diese bestehen aus Abtragungsprodukten der Alpen, mehrheitlich Nagelfluh (Konglomerate), Sande, Mergel und Tone, die unter dem Druck von überlagernden Sedimenten zu Gestein verfestigt wurden. Die Deckschicht schliesslich bilden die Schotter und Lockergesteine, welche von den eiszeitlichen Gletschern transportiert wurden.
Molasse
Geologisch von grösster Bedeutung im Schweizer Mittelland sind die mächtigen Molassesedimente, welche als Folge der Gebirgserosion am Alpenrand abgelagert wurden. Die Schichtdicke der Molasse nimmt (bei gleicher Entfernung von den Alpen) von West nach Ost zu. Die damaligen Flüsse aus den Alpen – im Allgemeinen nicht kongruent mit dem heutigen Flussnetz – bauten am Gebirgsfuss bedeutende Schwemmfächer auf. Wichtigste Beispiele dafür sind der Napf- und der Hörnli-Schwemmfächer, weitere Fächer gab es im Gebiet des Rigi, im Schwarzenburgerland und im Gebiet zwischen dem östlichen Genfersee und dem Mittellauf der Saane.
Das Erosionsmaterial wurde nach seiner Korngrösse sortiert. So wurde grobkörniges Material vorwiegend in Alpennähe sedimentiert, sobald die Fliessgeschwindigkeit des Wassers als Transportmedium zu gering wurde, um die gröberen Steine in der Schwebe zu halten. Im mittleren Teil des Beckens findet man hauptsächlich die feinkörnigeren Sandsteine und an dessen Nordrand in Juranähe Tone und Mergel.
Entstehungsgeschichte der Molasse im Mittelland
In der ersten Zeit des Tertiärs vor rund 60–40 Millionen Jahren war das Gebiet des heutigen Schweizer Mittellandes ein verkarstetes Kalkplateau, das sich leicht nach Süden neigte und auch in diese Richtung entwässert wurde. In der Folgezeit wurde dieses Plateau durch Hebungs- und Senkungsvorgänge im Zusammenhang mit der Alpenbildung zweimal vom Meer überflutet. Man unterscheidet daher die entsprechenden Ablagerungen als Meeresmolasse und Süsswassermolasse, wobei unter letzterer nicht in erster Linie Sedimente in Süsswasserseen, sondern vor allem Ablagerungen durch Flusssysteme und Windverfrachtung verstanden werden sollten (also eher eine „Festlandmolasse“).
- Untere Meeresmolasse (vor etwa 37–30 Millionen Jahren): Allmählich senkte sich das Kalkplateau ab, und ein flacher Meeresarm drang vor, der im Osten bis zu den Karpaten reichte. Die Sedimente bestanden aus feinkörnigen Sanden, Tonen und Mergeln; Nagelfluhfächer gab es noch keine, weil die eigentliche Hebung der Alpen erst am Ende dieser Periode beginnt.
- Untere Süsswassermolasse (vor etwa 30–22 Millionen Jahren): Das Meer wich einerseits wegen Hebungsvorgängen, andererseits wegen einer weltweiten Meeresspiegelabsenkung zurück. Zusammen mit der Alpenfaltung setzte die Gebirgserosion ein und die ersten Nagelfluhfächer entstanden.
- Obere Meeresmolasse (vor etwa 22–16 Millionen Jahren): Erneut drang ein flacher Meeresarm vor und die Bildung der Nagelfluhfächer von Napf und Hörnli begann.
- Obere Süsswassermolasse (vor etwa 16–2 Millionen Jahren): Das Meer zog sich nun endgültig zurück. Der Aufbau des Napf- und Hörnlifächers (sowie weiterer kleinerer Schwemmfächer) ging weiter, so dass diese am Ende der Periode eine Schichtdicke von rund 1500 Meter erreichten.
In der nachfolgenden Zeit wurde vor allem der westliche Teil des Mittellandes nochmals stark gehoben, wodurch in diesem Gebiet die Sedimente der Oberen Meeres- und Süsswassermolasse weitgehend wieder erodiert wurden.
Charakteristisch für die Sedimente der Meeresmolassen sind versteinerte Schnecken, Muscheln und Haifischzähne. Demgegenüber findet man in den Süsswassermolassen Versteinerungen von typischen Festlandsäugetieren aber auch Reste der damaligen subtropischen Vegetation (z.B. Palmblätter).
Eiszeitliche Überprägung
Seine heutige Landschaftsgestalt hat das Mittelland während der Überprägung durch die eiszeitlichen Gletscher erhalten. Während aller bekannten alpinen Vereisungsstadien (Günz-, Mindel-, Riss- und Würmeiszeit) stiessen gewaltige Gletschereismassen weit ins Mittelland vor. Die dazwischen liegenden Warmzeiten verursachten jeweils ein Rückzug der Gletscher in die Hochalpen (teilweise geringere Ausdehnung als heute), und im Mittelland machte sich subtropische Vegetation breit.
Würmeiszeit
Während der Eiszeiten teilte sich der Rhonegletscher jeweils am Ausgang der Alpen in zwei Arme, von denen der eine sich über das ganze westliche Mittelland bis in die Regionen Solothurn und Aarau ausdehnte. Im Raum Bern vereinigte er sich mit dem Aaregletscher. Auch der Reuss-, der Linth- und der Rheingletscher stiessen teilweise bis an den Jura vor. Dabei formten die Eismassen das Land einerseits durch die Tiefenerosion, andererseits durch Ablagerungen von oft mehrere Meter mächtigen Grundmoränen (sehr fein zermahlenes Gesteinsmehl) sowie durch Ablagerung von Schotter durch die Flüsse im Vorfeld der Gletscher.
Spuren der älteren Günz- und Mindeleiszeit sind jedoch nur an wenigen Orten übriggeblieben, da sie von den Gletschern der nachfolgenden Eiszeiten beseitigt oder umgelagert wurden. Ihre grösste Ausdehnung erreichten die Gletscher in der Risseiszeit, während der das ganze Mittelland ausser das Napfgebiet und das Tössbergland vom Eis bedeckt war. Von der Würmeiszeit, die etwa 115000 Jahre vor der Gegenwart begann, zeugen weitaus die meisten Spuren. Die Endmoränen der Gletscher sowie die Ablagerungen der verschiedenen Rückzugsstadien sind erhalten geblieben.
Landschaftsformen
Bei einem Blick auf die Landkarte kann man noch heute die Fliessrichtung der eiszeitlichen Gletscher erkennen. Die weite Ausdehnung des Rhonegletschers nach Nordosten zeigen der zum Jura und zu den Alpen parallele Verlauf der Täler (Broye, Glâne) und Seen (Neuenburger-, Bieler und Murtensee) in der Westschweiz an. Reuss- und Linthgletscher haben die von Südosten nach Nordwesten verlaufenden Täler (u.a. Wigger-, Suhren-, See- und Reusstal) und Seen (Zürichsee, Greifensee, Hallwilersee, Sempachersee) des zentralen Mittellandes geschaffen. Der Rheingletscher hinterliess in der Nordostschweiz mehrheitlich in Ost-West-Richtung verlaufende Spuren (Thurtal, Untersee des Bodensees). Mancherorts gibt es charakteristische Drumlins aus gepresstem Grundmoränenmaterial, die meist in grösseren Schwärmen auftreten, besonders typisch im Zürcher Oberland, im Hirzelgebiet, im Bodenseegebiet sowie zwischen dem Reusstal und dem Baldeggersee.
Weitere wichtige Vermächtnisse der Gletscher im Mittelland sind neben dem See- und Flusssystem die Findlinge, welche über das ganze Gebiet verstreut anzutreffen sind. Diese zum Teil riesigen erratischen Blöcke (beispielsweise bei Steinhof) aus ortsfremdem Gestein, meist Granit oder Gneis, der nur in den Hochalpen vorkommt, waren unter anderem der Schlüssel zur Begründung der Eiszeittheorie im 19. Jahrhundert, da ein Transport allein durch Wasserkraft physikalisch nicht möglich ist.
Schliesslich sind auch die Schotterablagerungen in den Talsohlen des Mittellandes ein Zeugnis der Eiszeiten. Während der Gletscherzeit sowie beim Vorstoss und Rückzug der Gletscher wurden zum Teil mächtige Schotterschichten in den Tälern abgelagert, die in der nachfolgenden Warmzeit jeweils bis auf einige Reste wieder wegerodiert wurden. Viele Täler weisen deshalb ein Terrassensystem auf: Die Niederterrasse besteht aus Schotter der Würmeiszeit, die Hochterrasse aus Ablagerungen der Risseiszeit. Manchmal sind auch noch Deckenschotter der älteren Eiszeiten zu finden.
Topographie
Steinhof
Obwohl das Schweizer Mittelland ein Becken darstellt, ist es keineswegs als ebene Landschaft einzustufen, sondern es weist eine je nach Region bisweilen sehr vielfältige naturräumliche Gliederung auf. Wichtige Elemente sind die beiden grossen Seen, Genfer- und Bodensee, welche das Schweizer Mittelland im Südwesten und Nordosten begrenzen. Das westliche Mittelland ist geprägt durch Hochflächen (Gros de Vaud, bis 600 m ü. M.) und Molassehügelländer (Jorat, bis 900 m ü. M.; Freiburger Hügelland, 600 - 1200 m ü. M.), in welche zum Teil tiefe Täler eingegraben sind. Nur in Juranähe besteht mit dem Tal der Venoge und der Orbeebene eine nahezu durchgehende Senke, welche durch den Querriegel des Mormont, über den die Hauptwasserscheide zwischen Rhone und Rhein auf nur 500 m ü. M. verläuft, zweigeteilt wird. Das Seeland bildet die grösste ebene Fläche des Mittellandes, aber auch darin erheben sich einzelne Molasserücken. Nach Osten schliessen sich nun verschiedene Hügelländer an, die gegen Norden allmählich niedriger werden. Eine weitere grössere Fläche ist die von der Emme durchflossene Ebene des Wasseramtes. Die entlang dem Jurasüdfuss meist in einem breiten Tal fliessende Aare nimmt alle aus dem höheren Mittelland und den Alpen kommenden Flüsse wie eine Dachrinne auf.
Aare
Das zentrale Mittelland ist charakterisiert durch eine Anzahl Südost-Nordwest ausgerichteter breiter Höhenrücken (u.a. Erlosen, Lindenberg) und dazwischen liegender weiter Täler, teilweise mit Seen (Sempacher-, Hallwiler- und Baldeggersee). Den östlichen Abschluss davon bildet die Albiskette, die zusammen mit der Heitersbergkette einen quer durch das Mittelland zwischen Jura und Alpen verlaufenden Riegel schafft, der nur an wenigen Orten von den leistungsstarken Verkehrsträgern meist mit Tunnels passiert werden kann.
Das östliche Mittelland wird in die Täler der Limmat (mit Zürichsee), Glatt (mit Greifensee), Töss und Thur gegliedert. Dazwischen erheben sich Hügelländer, im Thurgau auch wieder breite Molasserücken (Seerücken, Ottenberg).
Von den genannten Landschaftsformen heben sich zwei Hügelgebiete deutlich ab. Es sind dies das Napfgebiet (mit Höhen bis 1408 m ü. M. zugleich der höchste Punkt des Mittellandes) und das Tössbergland (bis 1300 m ü. M.), beides Überreste der tertiären Nagelfluh-Schwemmfächer. Diese wurden im Lauf der Zeit stark erodiert, wegen ihrer Höhenlage jedoch nicht durch die eiszeitliche Vergletscherung überformt. Deshalb entstanden tief eingekerbte, steilwandige Täler (Gräben) und ein stark verzweigtes, dichtes Gewässernetz.
Klima
Ottenberg
Das Schweizer Mittelland liegt im Übergangsbereich vom feuchtmaritimen zum kontinental-gemässigten Klima mit überwiegendem Wind aus westlichen Richtungen. Im tieferen Mittelland beträgt die mittlere Jahrestemperatur etwa 9 - 10 °C. Im Januar weisen das Genferseegebiet sowie die ufernahen Bereiche von Neuenburger- und Bielersee mit rund +1 °C die höchsten Mitteltemperaturen auf. Bei gleicher Höhenlage besteht ein leichtes West-Ost-Gefälle; im kältesten Monat werden im Bodenseeraum mittlere Temperaturen von –1 °C erreicht. Die Mitteltemperatur des Monats Juli beträgt im Raum Genf +20 °C, aber auch entlang dem gesamten Jurasüdfuss werden durchschnittlich 18 - 19 °C erreicht, in den höheren, alpennäheren Gebieten etwa 16 - 18 °C. Auch bezüglich der mittleren jährlichen Sonnenscheindauer ist der Genferseeraum begünstigt mit über 1900 Stunden, im übrigen Mittelland sind es 1600 (vor allem im Osten) bis 1900 Stunden.
Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge bewegt sich zwischen 800 mm in Juranähe, 1200 mm im höheren Mittelland und 1400 mm am Alpenrand. Die trockensten Regionen des Mittellandes befinden sich im Lee des Hochjuras zwischen Morges und Neuenburg. Schneedeckentage gibt es heutzutage in den wärmsten Regionen am Genfer- und Neuenburgersee weniger als 20 pro Jahr, im restlichen Mittelland je nach Höhenlage zwischen 20 und 40 pro Jahr.
Im Winterhalbjahr bildet sich bei austauscharmen Wetterlagen im Mittelland ein Kaltluftsee, wobei es meist zur Nebel- oder Hochnebelbildung kommt. Dann liegt das gesamte Mittelland über mehrere Tage, teilweise sogar Wochen hinweg unter einer dicken Nebeldecke, während die angrenzenden Gebiete (Jura und Alpen) vom schönen Wetter profitieren. Typisch bei Hochnebellagen ist die Bise, ein kalter Nordostwind. Dieser erreicht wegen der Kanalisierung im gegen Westen schmaler werdenden Mittelland seine grössten Stärken im Genferseeraum, wo bei klassischer Bisenlage nicht selten mittlere Windgeschwindigkeiten von 60 km/h und Böenspitzen bis über 100 km/h registriert werden. Die alpennahen Gebiete des zentralen und östlichen Mittellandes kommen manchmal in den Genuss von warmen Föhnwinden.
Vegetation
Dominierend im Schweizer Mittelland ist der Laubmischwald mit den Hauptvertretern Buche und Tanne. Vielerorts gibt es aus wirtschaftlichen Gründen angepflanzte grössere Fichtenbestände, denn die Fichten kommen von Natur aus in den unteren Lagen kaum vor. An begünstigten, wärmeren und trockeneren Orten im Genferseegebiet, im Seeland sowie in der Nordschweiz von der Aaremündung bis nach Schaffhausen bilden Eichen, Linden und Ahorn die wichtigsten Bäume des Waldbestandes.
Bevölkerung
600px Das dicht besiedelte Mittelland: Blick vom Uetliberg auf Zürich.
Obwohl das Mittelland nur etwa 30% der Fläche der Schweiz ausmacht, leben hier rund 5 Millionen Menschen oder etwas mehr als zwei Drittel der Wohnbevölkerung der Schweiz. Daher ist das Mittelland mit 380 Einwohnern pro Quadratkilometer dicht besiedelt. Alle Schweizer Städte mit über 50000 Einwohnern (außer Basel) befinden sich im Mittelland, zu den wichtigsten zählen Zürich, Genf, Bern und Lausanne. Die Schwerpunkte der Besiedlung liegen deshalb auch im Bereich der Agglomerationen dieser Städte. Die Agglomeration Zürich allein zählt nahezu 1 Million Einwohner. Weitere dicht besiedelte Gebiete liegen entlang dem Jurasüdfuß sowie im Raum Luzern, Winterthur und Sankt Gallen. Demgegenüber weisen die Regionen des höheren Mittellandes im Bereich des Jorat, im Napfgebiet und im Tössbergland eine dünne Besiedlung auf, vorwiegend kleine Bauerndörfer und verstreute Einzelhöfe.
Die Mehrheit der Bevölkerung im Schweizer Mittelland ist deutschsprachig; im westlichen Teil wird Französisch gesprochen. Die Sprachgrenze besteht seit vielen Jahrhunderten nahezu am gleichen Ort und ist nicht an eine geographische Trennlinie gebunden. Sie verläuft von Biel via Erlach, Murten und Freiburg im Üchtland zum Schwarzsee in den Freiburger Alpen. Dabei sind die Städte Biel/Bienne, Murten/Morat und Freiburg/Fribourg offiziell zweisprachig. Ortschaften entlang der Sprachgrenze besitzen in der Regel einen deutschen und einen französischen Namen (siehe auch: Liste deutscher Bezeichnungen Schweizer Orte, Liste französischer Bezeichnungen von deutschsprachigen Schweizer Orten).
Im Rahmen eines kurzen Abrisses der Siedlungsgeschichte sind folgende Punkte zu erwähnen: Die ersten besiedelten Räume im Neolithikum stellten die See- und Flussufer des Mittellandes dar (Pfahlbauten). Erste Dörfer bestehend aus Holzhütten entstanden ab dem 3. Jahrhundert vor Christus nach der Einwanderung von keltischen Stämmen. Städtische Siedlungen mit Steinhäusern entwickelten sich in der römischen Zeit, die 15 vor Christus mit der Einverleibung des Gebiets der Helvetier in das Römische Reich unter Kaiser Augustus begann und bis zum Ende des 3. Jahrhunderts nach Christus dauerte. Die drei wichtigsten Orte in der römischen Zeit waren Aventicum (Avenches), Vindonissa und Colonia Iulia Equestris (Nyon). Sie waren durch ein gut ausgebautes Netz von Heeresstraßen miteinander verbunden. Nach dem Rückzug der Römer wurde das westliche Mittelland durch die romanisierten Burgunder, das zentrale und das östliche Mittelland durch die Alemannen besiedelt, wodurch sich die Sprachgrenze etablierte.
Während des Mittelalters kam es zu zahlreichen Stadtgründungen, hauptsächlich im klimatisch günstiger gelegenen tieferen Mittelland. So gab es um 1500 bereits etwa 130 Städte, die durch ein dichtes Verkehrsnetz verbunden waren. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert gewannen die Städte rasch an Bedeutung und besonders ab 1860 begann ein rasantes Bevölkerungswachstum der Städte, das rund 100 Jahre lang anhielt. Die nächste Trendumkehr begann etwa 1970, als die Stadtflucht einsetzte. Dadurch wuchsen die stadtnahen Gemeinden überproportional stark, während gleichzeitig die Kernstadt Einwohner verlor. In neuester Zeit verlagert sich dieser Wachstumsgürtel immer weiter nach außen, und die Zersiedelung des Landes schreitet weiter voran.
Wirtschaft
Dank seinem günstigen Klima und den fruchtbaren Böden gilt das tiefere westliche Mittelland als wichtigste Ackerbauregion der Schweiz. Vorherrschender Bodentyp ist die Parabraunerde, in höheren Lagen die Braunerde. Hauptanbauprodukte des Ackerbaus sind Weizen, Gerste, Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln; besonders im Seeland hat auch der Gemüsebau einen grossen Stellenwert. An begünstigten Lagen entlang der Seen, am Jurasüdfuss sowie im Zürcher Weinland und im Klettgau werden Reben gepflanzt. Wiesland mit Milchwirtschaft und Mastviehhaltung überwiegt im östlichen Mittelland sowie in den höheren Regionen des übrigen Mittellandes. Insbesondere im Kanton Thurgau hat der Obstbau (Äpfel) eine grosse Bedeutung.
Die Wälder des Mittellandes werden forstwirtschaftlich genutzt; es bestehen verteilt über das ganze Land zahlreiche Fichtenforste. Wegen des wertvollen Holzertrags werden die Fichten oft in Reinbeständen angepflanzt.
Auch bezüglich der Wirtschaft ist das Mittelland die Kernregion der Schweiz. Als traditioneller Industriezweig ist die Textil- und Bekleidungsindustrie vor allem im zentralen und östlichen Mittelland zu nennen; sie hat aber in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung verloren. Wichtigste Industriezweige in der heutigen Zeit sind Maschinen- und Fahrzeugbau, Elektro-, Elektronik-, feinmechanische und optische Industrie sowie Metallbau. In der Nahrungs- und Genussmittelindustrie werden sowohl die einheimischen landwirtschaftlichen Erzeugnisse als auch Importe verarbeitet. Ferner sind auch Holz- und Papierverarbeitung von Bedeutung.
forstwirtschaft
Wie die übrige Schweiz ist auch das Mittelland arm an Bodenschätzen. Jedoch gibt es dank dem Vorstossen der Gletscher während der Eiszeiten in genügenden Mengen Kies und Ton. Der Kiesabbau im Bereich der eiszeitlichen Schotterterrassen ist in den Tälern des gesamten Mittellandes verbreitet und deckt den Bedarf der Baustoffindustrie.
Mittels zahlreicher Flusskraftwerke wird die Wasserkraft zur Elektrizitätsgewinnung genutzt. Im weiteren stehen alle fünf schweizerischen Kernkraftwerke im Mittelland. Es sind dies die Kernkraftwerke Gösgen, Mühleberg, Leibstadt sowie Beznau I und II.
Verkehr
Aufgrund der für schweizerische Verhältnisse relativ einfachen Topographie und der dichten Besiedlung ist das Verkehrsnetz im Mittelland sehr gut ausgebaut. Die wichtigste Transversale, sozusagen das Rückgrat des Mittellandes, bildet die Autobahn A1, welche von Genf via Lausanne, Bern, Zürich, Winterthur nach Sankt Gallen führt und alle grossen Städte miteinander verbindet. Ihr letztes Teilstück zwischen Yverdon-les-Bains und Estavayer-le-Lac wurde erst 2001 eröffnet; es wird dieser bis anhin strukturschwachen Mittellandregion zu einem wirtschaftlichen Aufschwung verhelfen. Die Autobahn A2 als schweizerische Nord-Süd-Achse durchquert das Mittelland zwischen Olten und Luzern.
Das Eisenbahnnetz ist seit alters her sehr dicht. Wie mit der A1 sind auch mit der Bahn alle wichtigen Städte direkt miteinander verbunden, wobei es zwischen Lausanne und Olten zwei Hauptlinien gibt. Die eine führt von Lausanne via Freiburg und Bern nach Olten, die andere verläuft entlang dem Jurasüdfuss und erschliesst die Städte Yverdon-les-Bains, Neuenburg, Biel und Solothurn. Einen Quantensprung gab es am 12. Dezember 2004, als die Neubaustrecke zwischen Mattstetten und Rothrist (Bahn 2000) eröffnet wurde, was die Fahrzeit auf dieser Strecke um 15 Minuten verkürzte. Eine Zugfahrt zwischen Bern und Zürich dauert nun etwas weniger als eine Stunde.
Die zwei wichtigsten Schweizer Flughäfen befinden sich im Mittelland: der Flughafen Zürich-Kloten in der Ebene des Glattals bei Kloten sowie der Flughafen Genf an der Landesgrenze am Nordwestrand der Stadt. Bern als Hauptstadt der Schweiz besitzt hingegen nur einen kleinen Flughafen (Bern-Belp).
Tourismus
Im Gegensatz zu den Alpen ist das Schweizer Mittelland, insbesondere der ländliche Raum, nicht auf Tourismus und Fremdenverkehr ausgerichtet; es bildet hauptsächlich eine Durchgangsregion. Einzig die grösseren Städte mit ihren Sehenswürdigkeiten, vor allem die Altstädte von Bern und Luzern, aber auch Zürich, Sankt Gallen, Freiburg, Genf und Lausanne, ziehen den Stadttourismus an. Als Natursehenswürdigkeit stellt der Rheinfall bei Schaffhausen einen weiteren Magnet für den Tourismus dar. Vom Fremdenverkehr profitieren ausserdem noch die Regionen am Genfersee sowie die Dreiseenregion Neuenburgersee, Bielersee und Murtensee, in welcher im Jahr 2002 die Landesausstellung Expo.02 stattgefunden hatte. Für Baden, Schinznach-Bad, Yverdon-les-Bains und Zurzach mit ihren Thermalbädern spielt ausserdem der Kurtourismus eine bedeutende Rolle.
Siehe auch
- Geschichte der Schweiz
Literatur
- Toni P. Labhart: Geologie der Schweiz. Ott Verlag, Thun, 2004. ISBN 3722567629.
- François Jeanneret und Franz Auf der Maur: Der grosse Schweizer Atlas. Kümmerly + Frey, Geographischer Verlag, Bern, 1992. ISBN 3259088504.
- Andre Odermatt und Daniel Wachter: Schweiz, eine moderne Geographie. Neue Zürcher Zeitung, Zürich, 2004. ISBN 3038230979.
Weblinks
- [http://members.fortunecity.com/revieruba/beschreib/waldspaz/geologie.htm Geologie der Schweiz]
- [http://mypage.bluewin.ch/chesi/steine/geologie01.htm Geologie des Mittellandes]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D8566.html Historisches Lexikon der Schweiz: Mittelland]
Kategorie:Geographie (Schweiz)
Kategorie:Region der Schweiz
als:Mittelland (Schweiz)
Mittelland (Bezirk)Der Bezirk Mittelland war eine Untereinheit des Kanton Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz. Er bestand aus folgenden Gemeinden:
- Bühler
- Gais
- Speicher
- Teufen
- Trogen
Kategorie:Schweizer Bezirk
Barleben
Barleben ist eine Einheitsgemeinde im Ohrekreis (Sachsen-Anhalt). In ihrer heutigen Form entstand sie am 1. Juli 2004 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Barleben, Ebendorf und Meitzendorf, die bis dahin die Verwaltungsgemeinschaft Mittelland bildeten. Ursprünglicher Name der neuen Gemeinde war Mittelland. Am 2. Juni 2005 wurde die Gemeinde in Barleben umbenannt.
Tourismus
- Barleber See
Personen
In Barleben geboren ist:
- Maria Kühne (1885 bis 1947), Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
Kategorie:Ort in Sachsen-Anhalt
Mittellandkanal]]
Der Mittellandkanal ist mit 321,3 km die längste künstliche Wasserstraße in Deutschland. Er ist im Lande die wichtigste Ost-West-Wasserstraße, die den Rhein durch den Rhein-Herne-Kanal und den Dortmund-Ems-Kanal mit der Ems, der Weser, der Elbe und weiter über brandenburgische Flüsse und Seen bis hin zur Oder verbindet. In europäischer Dimension ist er das zentrale Wasserstraßensystem von West- zu Osteuropa. Der Kanal ist auch unter den Namen Weser-Ems-Kanal und Weser-Elbe-Kanal bekannt.
Der Mittellandkanal zweigt vom Dortmund-Ems-Kanal bei Hörstel ab, führt nördlich des Teutoburger Waldes und des Wiehengebirges entlang, vorbei an Hannover und trifft beim Wasserstraßenkreuz Magdeburg auf die Elbe.
Dort führt der Mittellandkanal in einer Kanalbrücke über den Fluss, bevor er bei der Schleuse Hohenwarthe in den Elbe-Havel-Kanal übergeht, womit die Wasserstraße noch wesentlich länger ist. Über die Schleuse Rothensee, das Schiffshebewerk Rothensee oder die Schleuse Niegripp bestehen dort auch mehrere schiffbare Verbindungen zur Elbe.
Schleuse Niegripp] Bei Minden überquert der Kanal in zwei Brücken (zweite Brücke seit 1998) die Weser. Hier wird über ein Pumpwerk mit Wasser aus der Weser der Wasserstand im Kanal konstant gehalten. Drei Schleusen bilden zwei Verbindungen zwischen Weser und Mittellandkanal, die Schachtschleuse und der Südabstieg. Im weiteren Verlauf des Kanals bestehen über Zweigkanäle Anschlüsse zu den Industriestandorten in Osnabrück, Hannover-Linden, Hannover-Misburg, Hildesheim und Salzgitter. Bei Hannover-Anderten passiert der Kanal die Hindenburgschleuse. Sie war bei Ihrer Einweihung 1928 die größte Binnenschleuse Europas. Nahe von Edesbüttel westlich von Wolfsburg zweigt der Elbe-Seitenkanal ab, über den (in Verbindung mit dem Elbe-Lübeck-Kanal) eine Verbindung zur Ostsee besteht. Kurz dahinter senkt die Schleuse Sülfeld das Kanalniveau von der Scheitelhöhe von 65 m über Normalnull auf 56 m ab.
Ausbaustufen des Kanals
Beschlossen wurde der Bau des Kanals mit in Kraft tretten des preußischen Wassergesetz vom 1. April 1905.
- 1906 - Baubeginn des Abschnitts Bergeshövede - Hannover
- 1915 - Inbetriebnahme des ersten Abschnittes bis Minden (damals noch Ems-Weser-Kanal)
- 1916 - Fertigstellung des Bauabschnitts bis Hannover
- 1928 - Einweihung der Hindenburgschleuse bei Hannover-Anderten
- 1929 - Anbindung an den Hafen Peine
- 1933 - Anbindung an den Hafen Braunschweig
- 1938 - Wurde der Kanal mit Vollendung der Schleuse Sülfeld sowie des Schiffshebewerks Rothensee bei Magdeburg fertiggestellt
Während der 32-jährigen Bauzeit wurden noch viele nicht näher aufgeführte Brücken und Stichkanäle gebaut, die vielfach auch der Freizeitschifffahrt dienen.
Städte und Gemeinden am Mittellandkanal
- Nordrhein-Westfalen
- Kreis Steinfurt
- Hörstel, Recke, Mettingen, Westerkappeln
- Niedersachsen
- Landkreis Osnabrück
- Bramsche, Ostercappeln, Bohmte, Bad Essen
- Nordrhein-Westfalen
- Kreis Minden-Lübbecke
- Preußisch Oldendorf, Espelkamp / Lübbecke, Hille, Minden
- Niedersachsen
- Landkreis Schaumburg
- Bückeburg, Hespe, Meerbeck, Niedernwöhren, Nordsehl, Pollhagen, Lauenhagen, Lüdersfeld, Sachsenhagen, Auhagen, Haste
- Region Hannover
- Wunstorf, Seelze, Garbsen, Hannover, Sehnde
- Landkreis Peine
- Hohenhameln, Peine, Wendeburg
- Stadt Braunschweig
- Landkreis Gifhorn
- Meine, Wasbüttel, Calberlah
- Stadt Wolfsburg
- Landkreis Gifhorn
- Rühen
- Sachsen-Anhalt
- Ohrekreis
- Oebisfelde, Bösdorf, Rätzlingen, Kathendorf, Etingen, Wegenstedt, Grauingen, Mannhausen, Velsdorf, Calvörde, Wieglitz, Bülstringen, Haldensleben, Niedere Börde, Wolmirstedt, Glindenberg
Abzweigungen
- Stichkanal Ibbenbüren (km 3,94) in Ibbenbüren
- Stichkanal Osnabrück (km 30,39) in Bramsche
- Verbindungskanal Nord zur Weser (km 101,56) in Minden
- Verbindungskanal Süd zur Weser (km 102,93) in Minden
- Stichkanal Hannover-Linden (km 149,59) in Seelze
- Stichkanal Misburg (km 171,14) in Hannover
- Stichkanal Hildesheim (km 183,25) in Sehnde
- Stichkanal Salzgitter (km 213,50) in Wendeburg
- Rothenseer Verbindungskanal (km 319,92) in Wolmirstedt
Weblinks
- [http://www.wsd-m.wsv.de/Ausbau/ Mittellandkanal]
- http://www.blaues-band.de/kanal/
- http://www.wasserstrassenkreuz.de/mittellandkanal.html
Kategorie:Kanal
Kategorie:Binnenschifffahrt
Single family homesA single-family home is a separate dwelling in which only members of a single family live. This is in contrast to apartment complexes, condominiums, duplexes, or terrace houses in which several families live in the same structure. It can also be called detached home.
Single-family homes are found mostly in suburbs, exurbs, and in rural areas. Large, inner city neighborhoods are so densely populated that there is generally not room for houses devoted to just a single family. Among the wealthy industralized nations, single family homes are most common in the United States, Australia, Canada and New Zealand.
In the United Kingdom the term single-family home is not used. A "single-family home" in the U.S. and Canada the term refers to a detached house. The contrast between single-family homes/detached houses and multiple-family homes in the U.S. and Canada are not made or regarded as important. Instead the main division is between houses (detached, semi-detached or terraced) and flats (i.e. apartments in U.S. English).
There are variations of detached homes include:
- bungalow
- split level home
Category:House types
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Sebennytos
Sebennytos was the Ancient Greek name for an area now known as Samannud, located on the Damietta branch of the Nile delta. Sebennytos was the capital of Egypt's twelfth lower nome and was known to the Ancient Egyptians themselves as Tjebnutjer.
Sebennytos is perhaps best known as the origin of Youngbood (disambiguation).
Youngblood is a 1986 ice hockey movie starring Rob Lowe.
External link
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Category:1986 films
Category:Sports films
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Chakravarti Rajgopalachari
Chakravarthi Rajagopalachari (சக்ரவர்தி ராஜகோபாலாச்சாரி) (December 1878 - December 25, 1972), known as or Rajaji or C.R., was an India
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Journal Gazette
The Journal Gazette is one of two major newspapers based out of Fort Wayne, Indiana. Under a joint operating agreement with the other major newspaper in the market, The News-Sentinel, the Journal Gazette is delivered in the mornings, while The News-Sentinel is delivered in the evenings. The Journal Gazette is locally owned, and it is managed by F
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Civnet
Civilization is a computer game created by Sid Meier for Microprose in 1991. The game's objective is to develop a great empire from the ground up. The game begins in ancient times and the player attempts to expand and develop their empire through the ages until modern and near-future times. It is generally acknowledged to be a pioneer in the genre of t
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Hieronymus Bock
Hieronymus Bock or Jérôme Bock (1498 - February 21, 1554) was a German botanist who began the transition from medieval botany to the modern scientific worldview by arranging plants by their relation or resemblance. His 1546 Kreuterbuch or "herbal" was illustrated by the artist David Kandel.
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Amoghavarsha
Amoghavarsha Nripathunga, or Amoghavarsha I was the king of Rashtrakuta from 814 to 878, and is widely considered the greatest. Amoghavarsha is called "Ashoka of south India". Many scholars flourished during his rule, including Mahaviracharya, who wrote Ganita-sara-samgraha. Kavirajamarga, the first literar
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The News-Sentinel
The News-Sentinel is one of two major newspapers based out of Fort Wayne, Indiana. Under a joint operating agreement with the other major newspaper in the market, the Journal Gazette, The News-Sentinel is delivered in the evenings, while the Journal Gazette, is delivered in the mornings. The News-Sentinel is owned by Knight Ridder, the second lar
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Sleazoid Express
Sleazoid Express (1980-1983, and later editions) was the house journal of the Grindhouse movie scene in New York circa 1964-1984. Edited by Bill Landis, a projectionist and devotee of the crime-ridden sleaze houses, the magazine not only captured the genre affections but the whole Ti
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C (disambiguation)
C is the third letter in the Latin alphabet.
C or c can also refer to:
- C (magazine), a defunct Finnish computer magazine
- C++, a general-purpose computer programming language evolved from C
- C programming language (more commonly "C"), a standardized imperative computer programming language
- The chemical symbol for Carbon
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