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| Sursee |
Sursee
Sursee ist ein Städtchen und eine Gemeinde. Sie ist Hauptort des gleichnamigen Amts und liegt im Kanton Luzern in der Schweiz.
Geographie
Die Stadt Sursee liegt an einem geografischen Knotenpunkt am nordwestlichen Ende des Sempachersees. Der Ortsname "Sursee" setzt sich aus den Begriffen "Sure" und "See" zusammen. Die Sure (im Aargau Suhre) fliesst in einem gekrümmten Lauf durch das Städtchen und fliesst dann gegen Norden durch den Surseerwald ab. Im Sempachersee liegt eine auf Gemeindegebiet gelegene, kleine naturgeschützte Insel (Gamma Insel). Das geschützte Seeufer ist sumpfig und trägt den Namen Zellmoos. Das Gemeindegebiet liegt zwischen dem Viereck Sempachersee, Autobahn A2, Surseerwald (im Nordwesten) und der Bahnlinie Luzern-Olten. Die Gebiete Allmend nördlich der A2 und einige Strassen westlich der Bahnlinie bilden die Ausnahme.
Beinahe die Hälfte des Gemeindegebietes ist Siedlungsfläche (46,7%). Knapp ein Fünftel ist von Wald bedeckt (Surseerwald) und rund ein Drittel (30,8%) wird landwirtschaftlich genutzt.
Nachbargemeinden
Sursee grenzt an Geuensee, Knutwil, Mauensee, Oberkirch und Schenkon .
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung
Die Bevölkerung wuchs von 1798 bis 1990 . Seither schwankt sie um die 8'100 Einwohner.
Besonders stark war das Wachstum zwischen 1950 und 1970 .
Sprachen
Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 86,87% Deutsch, 2,83% Albanisch und 2,83% Serbokroatisch als Hauptsprache an.
Religionen, Konfessionen
Früher war die gesamte Einwohnerschaft Mitglied der römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Situation so aus. Es gibt 74,50% römisch-katholische-, 9,82% evangelisch-reformierte- und 3,04% orthodoxe Christen. Daneben findet man 4,73% Muslime, 3,71% Konfessionslose und 1,10% Angehörige anderer nichtchristlicher Bekenntnisse. Die Orthodoxen sind fast ausschliesslich Slawen aus den Republiken des früheren Jugoslawiens. Die Muslime sind albanischer, bosniakischer, türkischer und kurdischer Herkunft. Die Angehörigen anderer nichtchristlicher Bekenntnisse sind fast ausnahmslos Hindus tamilischer Herkunft.
Herkunft - Nationalität
Von den Ende 2004 8'082 Einwohnern waren 6'633 Schweizer und 1'449 (=17,9%) Ausländer. Bei der letzten Volkszählung waren 76,67% (einschliesslich Doppelbürger 80,58%) Schweizer Staatsangehörige. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Serbien-Montenegro (sowohl Albaner wie Slawen), Italien, Portugal, Sri Lanka, Deutschland und Kroatien.
Verkehr
Sursee liegt an der Bahnlinie Luzern-Olten. Ausserdem ist es Ausgangspunkt diverser Buslinien ins Umland. Diese sind Sursee-Triengen-Schöftland, Sursee-Buchs LU-Uffikon, Sursee-Schenkon-Beromünster, Sursee-Schlierbach-Etzelwil, Sursee-Ettiswil-Willisau, Sursee- Butisholz-Wolhusen Spital und Sursee-Eich-Sempach Station.
Sursee liegt an der alten Baslerstrasse Luzern-Zofingen(-Basel). Weitere wichtige Strassenverbindungen sind Sursee-Willisau, Sursee-Schöftland, Sursee-Sempach, Sursee-Neuenkirch und Sursee-Beromünster.
Das Städtchen hat einen eigenen Autobahnanschluss an der A2.
Sehenswürdigkeiten
Sursee hat eine historische Altstadt mit berühmtem spätgotischem Rathaus und liegt am Sempachersee. Im St. Urbanhof rastete Herzog Leopold III. von Österreich am Vorabend der Schlacht bei Sempach bei der die Eidgenossen das österreichische Heer 1386 vernichtend geschlagen haben.
1386
Kultur - Brauchtum
Am 11. November, dem Martinstag wird in Sursee nachmittags um 15.00 Uhr der traditionelle "Gansabhauet " durchgeführt, ein Überbleibsel eines im Ancien Régime weit verbreiteten, bäuerlichen Spiels um Gänse, Hühner oder anderes Federvieh. Vielleicht steht in Sursee dieser traditionelle Brauch in Zusammenhang mit den Zehntabgaben der Bauern an die Amtshöfe der Klöster Einsiedeln, Muri und St. Urban. Belegen kann man das aber nicht. Bei diesem Volksfest wird eine tote Gans an einem Draht über einer Bühne vor dem Rathaus aufgehängt. Burschen oder junge Frauen versuchen mit verbundenen Augen, bekleidet mit einem roten Mantel und der geschnitzten, vergoldeten Sonnenmaske, der Gans in einem Säbelhieb den Kopf vom Rumpf zu trennen. Zwischen den einzelnen Schlägern findet das Stangenklettern sowie nach dem beiden heruntergehauenen Gänsen das Sackhüpfen und das "Chäszänne" (Grimassen schneiden) für die Kinder statt. Um 18.30 wird als weiteres Brauchtumselement ein Lichterumzug durch die dunkle Altstadt durchgeführt.
Neueingabe Stefan Röllin, Stadtarchiv Sursee
Geschichte
Funde belegen die Besiedlung bereits in prähistorischer Zeit. In Mariazell im Nordosten wurde ein alemannisches Gräberfeld und Überreste einer frühmittelalterlichen Kirche ausgegraben. Erstmals historische erwähnt wird Sursee als Surse, als der Lehnherr Ulrich I. von Lenzburg dem Chorherrenstift Beromünster die obere Kirche mitsamt einem zugehörigen Hof schenkt. Von den Lenzburgern ging die Herrschaft an die Kyburger über. Nach deren Aussterben im Jahr 1264 erbten die Habsburger das kleine Städtchen. Im Jahr 1415 eroberten die Luzerner die Stadt. Seit 1803 ist sie Hauptort des Amtes Sursee .
Sonstiges
Für besondere Verdienste um den Ortsbildschutz erhielt Sursee vom Schweizer Heimatschutz im Jahre 2003 den Wakkerpreis.
Personen
- Prof. Dr. theol. Hans Küng
- Ilja Kaenzig
Weblinks
- [http://www.sursee.ch/ Offizielle Website der Stadt Sursee]
- [http://www.sursee-tourismus.ch/ Sursee Tourismus]
- [http://www.bbzs.ch/ Sursee Berufsbildungszentrum]
- [http://sternwarte.ens.ch/ Sternwarte Sursee]
- [http://www.picswiss.ch/01-LU/LU-20-01.html weitere Bilder bei picswiss.ch]
- [http://www.sankturbanhof.ch/ St. Urbanhof / Museum für die Region]
- [http://www.ref-kirche-sursee.ch/ Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Sursee]
Kategorie:Ort in der Schweiz
Kategorie:Ort im Kanton Luzern
Kategorie:Schweizer Gemeinde
als:Sursee
Sursee (Amt)Das Amt Sursee ist einer von fünf Bezirken (Ämtern) des Kantons Luzern in der Schweiz. Hauptort ist die Stadt Sursee.
Das Amt Sursee besteht aus folgenden Gemeinden:
Schweiz
Schweiz
Änderungen im Bestande der Gemeinden per 1. Januar 2005
Im Amt Sursee wurden mit Wirkung auf den 1. Januar 2005 folgende Änderungen vorgenommen:
- Die Gemeinden Kulmerau, Triengen und Wilihof wurden zur Gemeinde Triengen zusammengeschlossen.
Kategorie:Schweizer Bezirk
Schweiz
Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde.
Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an Deutschland (345.7 km Grenzlänge), östlich an Liechtenstein (41.1 km) und Österreich (165.1 km), südlich an Italien (734.2 km). Der westliche Nachbar ist Frankreich mit 571.8 km gemeinsamer Grenzlänge.
In Kürze
Frankreich
Die Schweiz ist geprägt von Gebirgen, Seen und Wäldern.
Die Schweizer verstehen sich als «Willensnation» – sie bilden weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich aus der gemeinsamen Geschichte, den gemeinsamen Mythen, gemeinsamen politischen Grundhaltungen (Föderalismus, Volksrechte) und zum Teil aus dem Gefühl, in Europa einen Sonderfall zu bilden.
Der Legende nach wurde die Eidgenossenschaft am 1. August 1291 auf der Rütli-Wiese gegründet. Der 1. August ist deshalb heute Nationalfeiertag.
Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat besteht seit 1848. Sie gliedert sich in 26 Kantone.
Die ständige Wohnbevölkerung beträgt 7.4 Millionen, davon sind 20.6 % Ausländer.
Die Lebenserwartung beträgt 82.8 Jahre für Frauen und 77.2 für Männer (BFS, 2005).
Offizielle Landessprachen sind deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch.
41 % der Schweizer Bürger sind römisch-katholisch und 40 % sind evangelisch-reformiert.
Die Schweiz ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von durchschnittlich 58'000 Schweizer Franken (38'000 Euro) pro Einwohner und Jahr eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Drei Viertel der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungssektor tätig.
Die Schweiz versteht sich als aussenpolitisch neutral. Sie ist Mitglied der UNO, der EFTA, des Europarats, der WTO, nicht aber der Europäischen Union.
Das Landeskennzeichen der Schweiz ist «CH», für Confœderatio Helvetica, die lateinische Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft.
Geografie
CH
Die Schweiz gliedert sich in fünf geografische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite.
38% (14'813 km²) der Schweizer Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Davon sind 30.4% (12'522 km²) Wald. Überbaut sind 5.8% (2418 km²). 25.5 % (10'531 km²) – vorwiegend in den Bergen – gelten als unproduktive Naturfläche.
Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 220 km, die grösste West-Ost-Ausdehnung 348 km.
Geologie
Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer
Plattenkollision Afrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen.
Geologisch wird die Schweiz in fünf Hauptregionen eingeteilt: Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen dem Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene im südlichsten Zipfel des Tessins, dem Mendrisiotto (Mendrisio), sowie die Oberrheinische Tiefebene um Basel, welche zum allergrössten Teil ausserhalb der Schweiz liegen.
Berge
Oberrheinische Tiefebene
In der Schweiz gibt es insgesamt 74 Viertausender. Davon befinden sich 55 ganz in der Schweiz; 19 sind an der Grenze zu Italien. Die zwölf höchsten Berge der Schweiz befinden sich alle in den Walliser Alpen. Der höchste unter ihnen ist die Dufourspitze im Monte-Rosa-Gebirgsmassiv mit 4634 m. Die Dufourspitze ist damit gleichzeitig der höchste Punkt der Schweiz. Der im Ausland bekannteste Berg in den Schweizer Alpen ist das Matterhorn (4478 m) südlich von Zermatt.
Im Berner Oberland bilden der Eiger (3970 m), der Mönch (4107 m) und die Jungfrau (4158 m) eine bekannte Dreiergruppe.
Die markanten Punkte der Ostalpen sind der Piz Bernina (4049 m), der östlichste Viertausender der Alpen, und der Piz Palü (3901 m).
In den Voralpen sind die Erhebungen deutlich tiefer, nicht desto weniger existieren hier bekannte Punkte, so der Luzerner Hausberg Pilatus (2032 m), der Titlis (3238 m), die Rigi (1797 m) im Kanton Schwyz oder der Säntis (2502 m) im Alpstein in der Ostschweiz. Erwähnenswert sind auch die Gebirge im Tessin.
Die grösste Erhebung im Jura befindet sich in Frankreich, es ist der Crêt de la Neige mit 1718 m. Der höchste Schweizer Jura-Berg ist der Mont Tendre mit 1679 m. Der bekannteste Vertreter ist jedoch vermutlich das Chasseral (1607 m). Weitere Berge sind la Dôle (1677 m), Chasseron (1607 m) und le Suchet (1588 m).
Siehe auch: Liste der Berge in der Schweiz
Liste der Berge in der Schweiz]]
Seen
Die Schweiz hat aufgrund ihrer topographischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletscherung während der Eiszeiten viele Seen. Ein Grossteil sind kleinere Bergseen.
Der grösste See der Schweiz ist der Genfersee (580.03 km²) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 % auf Schweizer Boden. Der an Deutschland und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536.00 km² etwas kleiner (23.73 % der Uferlänge auf Schweizer Boden).
Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze (19,28 % auf Schweizer Territorium) bildet mit 193 m ü.M. den tiefsten Punkt der Schweiz.
Die grössten sich ausschliesslich in der Schweiz befindenden Seen sind der Neuenburgersee (215.20 km²), der Vierwaldstättersee (113.72 km²) und der Zürichsee (88.17 km²).
Siehe auch: Liste der Seen in der Schweiz
Flüsse
Liste der Seen in der Schweiz]]
Zwei der drei grössten Flüsse Europas, der Rhein und die Rhône, haben ihren Ursprung in der Schweiz. Beide entspringen im Gotthardmassiv. In der Schweiz befinden sich mehrere Wasserscheiden.
Der Rhein fliesst bei Reichenau im Kanton Graubünden aus Vorder- und Hinterrhein zusammen, wobei nur der Vorderrhein tatsächlich dem östlichen Gotthardmassiv entspringt. Der Hinterrhein entspringt im weiter südlich gelegenen Rheinwald, in der Nähe des San Bernhardino-Passes an der Grenze zum Tessin. Der Rhein fliesst von Reichenau in nördlicher Richtung durch das Rheintal und bildet die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und dem Österreichischen Bundesland Vorarlberg bis in den Bodensee. Bei Konstanz, verlässt er den Bodensee in westlicher Richtung und bildet zu einem grossen Teil die Grenze zu Deutschland (Der grösste Teil des Kantones Schaffhausen und ein Teil des Halbkantons Basel-Stadt befindet sich nördlich des Rheins). Kurz nach Schaffhausen (Neuhausen) befindet sich der grösste Wasserfall Mitteleuropas, der Rheinfall (siehe Bild). Im weiteren Verlauf durchquert er die Stadt Basel und verlässt die Schweiz daraufhin in Richtung Norden bis er schliesslich in die Nordsee mündet.
Die Rhône entspringt auf der westlichen Seite des Gotthardmassivs (Rhônegletscher) und fliesst durch den gesamten Kanton Wallis in den Genfersee. Am westlichen Seeende fliesst die Rhône durch die Stadt Genf, verlässt kurz darauf die Schweiz und mündet ins Mittelmeer.
Mit Ausnahme der Engadiner und Tessiner Gewässer münden alle Gewässer der Schweiz in Rhein oder Rhône.
Der Inn entspringt südlich von St. Moritz (Maloja) im Engadin (Graubünden). Er fliesst durch Silser- und Silvaplanersee in Richtung Norden und verlässt die Schweiz bei Vinadi. Er passiert die bekannten Tiroler Städte Landeck und Innsbruck und mündet im bayerischen Passau in die Donau.
Der Namensgeber des Kantons Tessin, der Ticino, entspringt im südlichen Gotthardmassiv und fliesst durch die Nordhälfte des Kantons in den Lago Maggiore und verlässt damit die Schweiz. Er mündet schliesslich in den Po.
Innerhalb der Schweiz hat der Rhein mit 375 km den längsten Lauf, gefolgt vom Rhein-Zubringer Aare mit 295 km (die Aare entspringt wie die Rhône im westlichen Gotthardmassiv). Die Rhône hat eine Länge von 264 km innerhalb der Schweiz.
Im nördlichen Gotthardmassiv entspringt zusätzlich der aus der Schweizer Geschichte bekannte Fluss Reuss (Fluss), welcher in den Vierwaldstättersee, durch Luzern und schliesslich zusammen mit der aus Zürich kommenden Limmat in die Aare fliesst. Der wohl bekannteste Fluss des Jura ist der Le Doubs, der in Frankreich entspringt nach Norden fliesst und teils die schweiz/französische Grenze bildet, teils auf Schweizer Boden fliesst. Im Kanton Jura macht der Le Doubs einen Richtungswechsel und fliesst in südwestlicher Richtung in die Saône.
Siehe auch: Liste der Flüsse in der Schweiz
Klima
Liste der Flüsse in der Schweiz
Liste der Flüsse in der Schweiz
Liste der Flüsse in der Schweiz
Nördlich der Alpen herrscht gemässigtes mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran.
Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich. Dies ist bedingt durch die Höhenlage wie auch durch die geografische Lage.
Während in der Innerschweiz, in den Alpen und im Tessin die durchschnittliche Regenmenge bei ungefähr 2000 mm/Jahr liegt, beträgt sie im Wallis (Rhônetal) nur 550 mm/Jahr; der trockenste Ort ist Ackersand mit 521 mm im Jahresmittel. Im Mittelland beträgt die Menge etwa 1000–1500 mm/Jahr.
Die Regenmenge ist im Sommer mit Ausnahme des Rhônetals ungefähr doppelt so hoch wie im Winter. So liegt das Monatsmittel in Zürich im Januar bei 73 mm und im Juni bei 131 mm. Das Monatsmittel für Juli in Sion im Rhônetal dagegen liegt bei 40 mm und im Januar bei 61 mm (jeweils Auswertungen der Jahre 1961–1990).
Die Temperaturen in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei rund -1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt diese bei 16 bis 19 °C. Die Jahrestemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. In der Magadinoebene im Tessin liegt der Durchschnittswert etwa 2 bis 3 °C höher. Im Oberengadin ist es rund 10 °C kälter. Der durchschnittlich wärmste Ort (mit einer MeteoSchweiz-Messstation) ist Locarno-Monti mit einem Jahresmittel von 11.5 °C, der kälteste auf dem Jungfraujoch mit -7.5 °C. Absolute Rekorde mass man in Grono mit 41.5 °C am 11. August 2003, beziehungsweise in La Brévine mit -41.8 °C (12. Januar 1987).
Während Hagel in den Alpen, in der Romandie wie auch im Tessin ein eher seltenes Ereignis ist, war deren Intensität in der Periode 1999–2002 vor allem im Emmental, im Laufental wie auch im Toggenburg am höchsten. Es hagelte dort bis zu 60 Minuten im Jahresdurchschnitt. In den anderen Regionen beschränkt sich Hagel auf unter 30 Minuten.
Nebel ist im ganzen Mittelland zu beobachten. Besonders häufig ist der Nebel entlang der Aare, der nördlichen Reuss wie auch im Thurgau, wo er vor allem im Herbst über mehrere Wochen auftreten kann. In den Tälern erscheint der Nebel seltener.
Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn und die kalte Bise. Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit ist 285 km/h (Jungfraujoch, 27. Februar 1990).
Bekannte Formen von Naturkatastrophen in der Schweiz sind Schnee- und Gerölllawinen sowie Überschwemmungen.
Flora und Fauna
30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz sind bewaldet.
In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinen- (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab).
Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder.
Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.
Bevölkerung
Sprachen
Kastanienwälder
Der Artikel 4 der Bundesverfassung hält seit 1999 fest: «Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.». Im Artikel 701 heisst es zudem: «Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.»
Im Kanton Zürich ist zusätzlich die Gebärdensprache verfassungsmässig anerkannt.
Wegen der oben zitierten Verfassungsbestimmung mit vier anerkannten Landessprachen, nehmen manche Leute irrtümlich an, Schweizer sprächen vier Sprachen, was jedoch nicht der Fall ist. Wirklich viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution. Bereits auf Kantons- und Gemeindeebene ist es anders: In den meisten Fällen existiert nur eine Amtssprache. Wer aus einem anderssprachigen Landesteil zuzieht, hat kein Recht darauf, in seiner angestammten Sprache mit den neuen Kantons- und Gemeindebehörden zu verkehren.
Mit 63.7 % ist Deutsch (hellgrau) die meistverbreitete Sprache. Die Bevölkerung spricht aber gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte. Französisch wird von 20.4 % (blau) der Bevölkerung gesprochen. Dieser Teil des Landes wird häufig die Suisse romande oder Romandie genannt. Im Kanton Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden wird Italienisch (rot, Anteil 6.5 %) gesprochen. Die vierte Landessprache, Rätoromanisch (grün), hat einen Anteil von 0.5 % und wird in Graubünden gesprochen, wobei praktisch alle Rätoromanischsprachigen daneben noch deutsch sprechen. Durch Zuwanderung bedingt sprechen mittlerweile 9 % der Einwohner andere Sprachen als die Landessprachen. Von diesen ist das Serbisch-Bosnisch-Kroatische mit 1.5 % am weitesten verbreitet.
Als Fremdsprachen beherrschen die meisten Schweizer eine zweite Landessprache und Englisch.
Siehe auch: Sprachen in der Schweiz, :Kategorie:Schweizer Sprache
Religionen
:Kategorie:Schweizer Sprache]
Von den Schweizer Bürgern sind 41 % katholisch, 40 % reformiert, 2.5 % in Freikirchen, 5.5 % gehören zu anderen Religionsgemeinschaften und 11 % sind ohne Religionszugehörigkeit. Von den Ausländern in der Schweiz sind 44 % römisch-katholisch, 5 % evangelisch-reformiert, 17 % orthodox, 18 % islamisch, und 2 % ohne Bekenntnis.
Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die Römisch-Katholische Kirche und die Evangelisch-Reformierte Kirche, in einigen Kantonen zusätzlich die Christkatholische Kirche diesen Status inne. In einigen Westschweizer Kantonen gibt es keine Landeskirchen, weil dort Kirche und Staat vollständig getrennt sind.
Protestantisch dominiert sind der Kanton Bern, Teile von Graubünden und Schaffhausen, Zürich, Basel die meisten Westschweizer Kantone, insbesondere die Calvinstadt Genf. Die Römisch-Katholische Kirche dominiert in den Kantonen Freiburg, Jura, Wallis, Tessin, in den Kantonen der Zentralschweiz und in Teilen der Ostschweiz. Die Christkatholische Kirche ist nur in Teilen der Nordwestschweiz von Bedeutung. Mit 0.33 % ist der Buddhismus in der Schweiz stärker vertreten als in anderen Ländern Europas.
Siehe auch: Religionen in der Schweiz
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Schweiz.
Nach dem Untergang des Römischen Reiches besiedelten Burgunder und Alamannen das Gebiet der heutigen Schweiz. Bis 746 unterwarfen die Franken beide Völker, deren Territorium Teil des Fränkischen Reiches wurde. Bei der Teilung dieses Reiches kam das Gebiet der Schweiz zum Ostfrankenreich, dem späteren Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ihr Gebiet gehörte dabei grösstenteils zum Stammesherzogtum Schwaben und zum Königreich Burgund. In der frühen deutschen Geschichte spielen Adelsgeschlechter aus der Schweiz wie die Habsburger, Zähringer, Kyburger, Lenzburger und Rudolfinger eine wichtige Rolle. Ausserdem waren die Alpenpässe für die deutsche Herrschaft über Italien von grösster Wichtigkeit. So lässt sich erklären, weshalb die deutschen Herrscher immer ein ganz besonderes Augenmerk auf die Talschaften in den Alpen legten. Die Bewohner der Talschaften der Innerschweiz sahen diese «Reichsunmittelbarkeit» als Privileg.
Burgund]
Die drei «Urkantone» oder «Waldstätte» (Orte) Uri, Schwyz und Unterwalden schlossen 1291 nach dem Tod des deutschen KönigsRudolf I. von Habsburg einen Bund zum Schutz ihrer «alten Freiheiten». Eine diesbezügliche Urkunde, der sogenannte Bundesbrief, ist datiert auf Anfang August 1291. Der Legende nach geschah die Beschwörung dieses Bundes auf dem Rütli. Ins breite Bewusstsein der Menschen drang diese Legende mit dem 1804 veröffentlichten Theaterstück «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller. Im 19. Jahrhundert wurde der 1. August 1291 als Datum für die Begründung der alten Eidgenossenschaft und damit als schweizerischer Nationalfeiertag festgelegt. Beim Bündnis von 1291 ging es jedoch weniger um den Schutz vor dem Haus Habsburg, als vielmehr darum, sich für die Unsicherheiten nach der Wahl eines neuen deutschen Königs abzusichern. Tatsächlich folgte ja auf Rudolf eine eher unsichere Zeit mit schnell wechselnden Herrschern.
Das schlechte Verhältnis zwischen den Eidgenossen und dem Herrscherhaus der Habsburger rührt von der deutschen Königswahl vom 25.11.1314 her, als der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne gleichzeitig zum deutschen König gewählt wurden. Die Eidgenossen hielten zu Ludwig dem Bayer. Dies und ein Überfall auf das Kloster Einsiedeln bewog Leopold I. von Österreich 1315 zu einem Kriegszug gegen die Eidgenossen, der in der Schlacht am Morgarten unglücklich für ihn endete. Um ihre Selbständigkeit gegenüber Habsburg zu wahren, schlossen sich Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern im 14. Jahrhundert dem Bund der Waldstätte an. Das resultierende Gebilde wurde als die Acht Alten Orte bezeichnet.
Es folgten weitere Auseinandersetzungen mit dem Haus Habsburg: 1386 bei Sempach und 1388 bei Näfels gelang es den Eidgenossen habsburgische Ritterheere zu schlagen. 1415 eroberten sie sogar die habsburgischen Stammlande im Aargau. Zwischen der Stadt Zürich und den übrigen Eidgenossen kam es wegen der Erbschaft der Grafen von Toggenburg zum Alten Zürichkrieg (1436–1450) in dessen Verlauf sich Zürich mit Habsburg verbündete. In der Schlacht bei St. Jakob an der Birs wurden die habsburgischen Hilfstruppen der Armagnaken zwar nicht geschlagen, sie zogen sich jedoch angesichts der hohen Verluste wieder zurück. Zürich war schliesslich zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft gezwungen. Ein weiterer Krieg brachte Habsburg 1460 um den Thurgau, so dass sich Herzog Sigismund von Tirol am 11.6.1474 in der «Ewigen Richtung» gezwungen sah, die alte Eidgenossenschaft als eigenständiges Staatswesen anzuerkennen. 1474 zogen die Eidgenossen auf Wunsch Kaiser Friedrich III. gegen Karl den Kühnen von Burgund und vernichteten den mächtigen burgundischen Staat. Bern und Freiburg expandierten in dieser Zeit ins vormals savoyisch und burgundisch kontrollierte Waadtland, das sie bis 1536 ganz eroberten.
Der militärische Sieg über die Burgunder bestärkte die Eidgenossenschaft in ihrem Willen nach Selbständigkeit. Aus diesem Grund widersetzte sie sich der Reichsreform von Kaiser Maximilian I.. Der Versuch Maximilians, im sogenannten Schwabenkrieg die Eidgenossen gefügig zu machen, endete 1499 im Frieden zu Basel mit der faktischen Unabhängigkeit der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich. Mit dem Beitritt von weiteren Kantonen erweiterte sich die Eidgenossenschaft bis 1513 auf Dreizehn Orte. Dazu kamen weitere Verbündete, die sogenannten zugewandten Orte.
zugewandten Orte
Die Expansion der Eidgenossenschaft in Richtung Oberitalien erfolgte zur Sicherung der Alpenpässe. Dadurch wurde die Eidgenossenschaft in die komplizierten italienischen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich, Venedig, dem Papst, Spanien und den verschiedenen italienischen Potentaten verwickelt. Aus jener Zeit stammt auch die Schweizergarde, die der Papst Julius II. 1506 gründete. Bis 1513 gelang den Eidgenossen die Eroberung des heutigen Tessin und schliesslich sogar von Mailand, über welches sie die Schutzherrschaft ausübten. Nach einer Niederlage gegen Frankreich in der Schlacht bei Marignano 1515 endete die militärische Dominanz über Oberitalien. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der Schweizer war widerlegt und es offenbarte sich die politische Zerstrittenheit der Orte untereinander. Dadurch wurde ab 1515 eine weitere wirksame Aussenpolitik verhindert und es begann die Phase des "Stillsitzens", was man später Neutralitätspolitik nannte. Die Dreizehn Orte schlossen 1521 ein Soldbündnis mit Frankreich ab und erhielten dafür Pensionen, Zoll- und Handelsvergünstigungen und politischen Beistand bei inneren und äusseren Konflikten. Die alte Eidgenossenschaft wurde damit faktisch ein französisches Protektorat.
Die von Ulrich Zwingli 1519 eingeleitete Reformation in Zürich breitete sich im Mittelland aus und führte zu grossen Spannungen zwischen den verschiedenen Kantonen. Nach den religiös begründeten Kappelerkriegen kam es 1531 im Zweiten Kappeler Landfrieden zum Kompromiss: Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen und Teile von Graubünden blieben reformiert; die Urkantone, Luzern, Zug, Solothurn und Freiburg blieben katholisch. 1541 setzte Johannes Calvin in Genf die Reformation durch. Trotzdem kam es noch zweimal in den Villmergerkriegen von 1656 und 1712 zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Konfessionsgruppen unter den Orten.
Am 24. Oktober 1648 erreichte die Schweiz im Westfälischen Frieden die völkerrechtliche Anerkennung ihrer Souveränität und löste sich damit vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Am 5. Mai 1798 wurde die Alte Eidgenossenschaft von Frankreich besetzt. Im Gebiet der Schweiz wurde daraufhin nach französischem Vorbild eine Helvetische Republik als Zentralstaat errichtet. Die bisherigen Unterschiede zwischen Untertanenlande und herrschenden Städten und Orten wurden aufgehoben. Fünf Jahre später, 1803, verordnete Napoléon Bonaparte in der Mediationsakte der Schweiz jedoch wieder eine Verfassung, welche zum Prinzip des Föderalismus und damit zu autonomen Kantonen zurückkehrte. Die ehemaligen Untertanengebiete und die zugewandten Orte wurden in die neuen Kantone St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und die Waadt umgewandelt. Waadt
1815 wurde die «immer währende Neutralität der Schweiz» durch die europäischen Grossmächte am Wiener Kongress anerkannt. Eine neue Verfassung, der «Bundesvertrag», stärkte in der so genannten Restauration die Eigenständigkeit der Kantone, so das die Schweiz wieder zu einem Staatenbund wurde.
Streitigkeiten zwischen den liberal-progressiven und den konservativ-katholischen Kantonen führten 1847 zum Sonderbundskrieg. Nach der Niederlage der konservativ-katholischen Kantone wurde die Schweiz in den modernen Bundesstaat umgewandelt und die Autonomie der Kantone durch eine neue Bundesverfassung (1848) eingeschränkt. Bern wurde der Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments. Die Bundesverfassung wurde nur zweimal 1874 und 1999 revidiert.
Auf Initiative von Henri Dunant erfolgt 1864 in Genf die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Während der beiden Weltkriege bewahrte die Schweiz offiziell ihre Neutralität, die allgemeine Mobilmachung wurde jedoch angeordnet. Die Schweiz nahm im Zweiten Weltkrieg einerseits Flüchtlinge auf, wies aber zeitweise gezielt Juden an den Grenzen ab. Die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg wurde in den 1990er-Jahren im Bergier-Berichtes kritisch aufgearbeitet. Unrühmliche Kapitel der neueren Zeit sind einerseits die Verfolgung der Jenischen zwischen 1926 und 1972 durch das «Hilfswerk» Kinder der Landstrasse und anderseits die sechsstellige Zahl an Verdingkindern, welche zwischen 1800 bis in die 1960er und 1970er-Jahren zu Zwangsarbeit auf Bauernhöfen eingesetzt wurden und häufig misshandelt worden sind.
Die Volksrechte wurden seit 1848 immer stärker ausgebaut. 1919 wurde das Proporzwahlverfahren für den Nationalrat eingeführt. 1971 wurde in einer Volksabstimmung das Frauenstimmrecht nach jahrzehntelangen Kampf angenommen. Der von der Regierung angestrebte Beitritt zum EWR scheiterte 1992. Die Schweiz trat nach einer positv ausgegangenen Volksabstimmung am 10. September 2002 den Vereinten Nationen (UNO) bei.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der Schweiz
Politisches System
Die Schweiz, die weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit bildet, ist ein Bundesstaat. Sie unterscheidet sich von anderen Staaten durch
- die direkte Demokratie: Das Volk kann über Initiativen und Referenden direkten Einfluss auf die Regierungstätigkeit nehmen. In zwei Kantonen, Appenzell Innerrhoden und Glarus, gibt es noch eine Urform der schweizerischen Basisdemokratie: die Landsgemeinde.
- den ausgeprägten Föderalismus: Die Kantone sind neben dem Volk der Verfassungsgeber des Bundes und behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Ausserdem starke Beteiligung der Kantone in allen Phasen der politischen Willensbildung (Vernehmlassung, Ständerat, Ständemehr)
- die Konkordanzdemokratie
- ihre selbstdeklarierte Neutralität
Gewaltenteilung
Wie in allen anderen Demokratien ist die Staatsgewalt, gestützt auf die Schweizerische Bundesverfassung, in drei Säulen gegliedert:
- Die Legislative (Bundesversammlung) besteht aus zwei Kammern, dem Nationalrat mit 200 Mitgliedern als Vertreter des Volks sowie dem Ständerat mit 46 Mitgliedern als Vertreter der Kantone. Das schweizerische Parlament ist ein sogenanntes Milizparlament: Die National- und Ständeräte üben ihr Mandat (wenigstens nominell) nebenberuflich aus.
- Die Exekutive ist der Bundesrat mit der Verwaltung. Er besteht aus sieben gleichberechtigten Mitgliedern (Kollegialitätsprinzip), den so genannten «Bundesräten» (Ministern), die je einem Departement der Bundesverwaltung vorstehen. Die Bundesräte werden vom Parlament gewählt. Für jeweils ein Jahr wird ein Mitglied des Bundesrates von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt. Er leitet die Sitzungen des Bundesrates und nimmt repräsentative Aufgaben im In- und Ausland wahr, hat aber keine Vorrechte gegenüber dem Restbundesrat.
- Die Judikative besteht aus dem Schweizerischen Bundesgericht mit Sitz in Lausanne, dem Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Sitz in Luzern, dem Bundesstrafgericht in Bellinzona und dem Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen. Gewählt werden die Bundesrichter, welche meistens einer Partei angehören, von der Bundesversammlung. Das System der Bundesgerichte befindet sich gegenwärtig im Umbau, insbesondere wurden die beiden letztgenannten erstinstanzlichen Gerichte neu geschaffen. Das Strafgericht hat die Arbeit 2004 aufgenommen; das Verwaltungsgericht wird dies voraussichtlich 2007 tun. Ein besonderer Verfassungsgerichtshof wie in anderen Ländern existiert in der Schweiz nicht, doch können alle Gerichte eine (beschränkte) Verfassungsgerichtsbarkeit ausüben.
Siehe auch: Liste der Bundespräsidenten der Schweiz, Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates
Parteien
Parteien mit Vertreter im Bundesrat («Bundesratsparteien») sind:
- die Schweizerische Volkspartei (SVP; Stimmenanteil 2003: 26.6%),
- die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP; Stimmenanteil 2003: 23.3%),
- die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP; Stimmenanteil 2003: 17.3%) sowie
- die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP; Stimmenanteil 2003: 14.4%).
SP, FDP und SVP haben je zwei Sitze, die CVP hat einen. Diese Verteilung ist neu seit Dezember 2003, davor galt die sogenannte Zauberformel.
Von den übrigen Parteien hat die Grüne Partei der Schweiz den grössten Stimmenanteil (2003: 7.4%).
Siehe auch: Politische Parteien in der Schweiz
Internationale Organisationen
Politische Parteien in der Schweiz
Die Schweiz ist Mitglied in vielen internationalen Organisationen. Als eines der letzten Länder trat die Schweiz 2002 der UNO bei, ist aber zugleich das erste Land, dessen Volk über den Beitritt abstimmen durfte. Daneben ist die Schweiz in der OSZE, dem Europarat wie auch in der EFTA tätig. Die Schweiz nimmt an der Partnerschaft für den Frieden der NATO teil und ratifizierte das Kyoto-Protokoll.
Die Schweiz ist weder Mitglied der Europäischen Union (EU) noch des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR); jedoch bestehen wichtige bilaterale Verträge zwischen der Schweiz und der EU. Ein Beitritt zur NATO stünde im Konflikt zur Neutralität der Schweiz.
Siehe auch: Die Schweiz in den Vereinten Nationen
Politische Strukturen
Kantone
Die Schweiz in den Vereinten Nationen
Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen (vor der Totalrevision der Bundesverfassung von 1999: 23 Kantone, wovon drei in je zwei Halbkantone gegliedert waren). Die Schweiz weist im europäischen Vergleich einen sehr ausgeprägten Föderalismus auf, der die politische und wirtschaftliche Kleinräumigkeit und Fragmentiertheit der Schweiz verstärkt.
Enklaven und Exklaven
Büsingen am Hochrhein wie auch Campione d'Italia sind Enklaven in der Schweiz:
- Die deutsche Gemeinde Büsingen ist nördlich des Rheins vom Kanton Schaffhausen umgeben, südlich davon grenzt sie an die Kantone Zürich und Thurgau.
- Das italienische Campione, bekannt für sein Spielcasino, ist am Luganersee innerhalb des Kantons Tessin.
Weitere Enklaven und Exklaven gehören eher in das Kuriositätenkabinett, so liegt das Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht in russischem Hoheitsgebiet. Deren Fläche beträgt 563 m². Die Schweiz selbst hat innerhalb Liechtensteins eine Exklave. Beide Gebiete sind allerdings nur einige Quadratmeter gross.
Regionen
Schöllenenschlucht
Neben den geologischen und den geografischen Regionen definierte das Bundesamt für Statistik für die Schweiz sieben Grossregionen.
Diese sind die Ostschweiz, Zürich, die Zentralschweiz, die Nordwestschweiz, die Espace Mittelland, die Région Lémanique wie auch der Ticino.
In der Umgangssprache wird die Zentralschweiz häufig Innerschweiz genannt. Die Region zwischen Bern und Zürich wird auch als Mittelland bezeichnet und der französischsprachige Teil der Schweiz wird als Romandie, Welschschweiz oder Westschweiz bezeichnet.
Siehe auch: Grossregionen der Schweiz
Städte
Die grösste Schweizer Stadt ist Zürich mit rund 366'000 Einwohnern (Stand 2004). Die Agglomeration umfasst 1'080'000 Einwohner. Weitere Grossstädte mit über 100'000 Einwohnern sind Genf, Basel, die Bundesstadt Bern sowie Lausanne. Die Bevölkerungsdichte ist im flachen Mittelland sehr hoch, im Alpenland und im Jura naturgemäss dünn.
Siehe auch: Liste der Städte und Gemeinden der Schweiz.
Landesverteidigung
Hauptartikel: Schweizer Armee
Die Schweizer Armee ist die bewaffnete Streitmacht der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Sie besteht aus den Teilstreitkräften Heer und Luftwaffe. Da die Schweiz ein Binnenland ist, verfügt die Armee über keine Marine. Auf den grenzüberschreitenden Seen sind militärische Schnellboote im Einsatz (Motorbootkompanie). Das jährliche Budget beträgt rund 4.6 Milliarden Franken (2004).
Der Auftrag der Armee ist in der Bundesverfassung festgelegt.
- Raumsicherung und Verteidigung zur Behauptung des Schweizer Territorium
- Subsidiäre Einsätze zur Existenzsicherung bei Naturkatastrophen oder Grossanlässen
- Friedensförderung, beispielsweise als unbewaffnete Militärbeobachter für die UNO
Die Besonderheit der schweizerischen Streitkräfte ist ihr Milizsystem. Es gibt insgesamt nur etwa 5% Berufs- und Zeitsoldaten. Alle übrigen Angehörigen der Armee sind Wehrpflichtige im Alter zwischen 20 und 34 Jahren, in speziellen Fällen bis 50 Jahren.
Militärdienstpflichtig sind alle männlichen Schweizer Bürger. Sie werden in der Regel im Alter von 19 Jahren per Marschbefehl zur militärischen Aushebung aufgeboten. Bei den Frauen geschieht dies auf freiwilliger Basis.
Die meisten bestehen die Aushebung, d. h. sind diensttauglich. Die Dienstuntauglichen müssen – von den Behinderten abgesehen – eine jährliche Militärpflichtersatzsteuer zahlen. Die meisten leisten dann Zivilschutz. Wer aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten will, hat die Möglichkeit, einen Zivildienst (meist eine Form von Sozialarbeit) zu absolvieren. Zur Abschreckung wurde die Dauer des Zivildienstes auf das 1.5-fache des Militärdienstes angesetzt. Eine Dienstverweigerung ist in der Schweiz im Prinzip möglich, jedoch nur mit grossem Aufwand durchzusetzen. Im Verlaufe eines Jahres werden ca. 20'000 junge Schweizer und Schweizerinnen in Rekrutenschulen von 21 Wochen Dauer ausgebildet.
Mit der Reform Armee XXI, angenommen 2003, wird die Mannschaftsstärke von den 400'000 der Armee 95 auf ca. 200'000 Angehörige reduziert. Davon sind 120'000 in aktive Verbände und 80'000 in Reserve-Einheiten eingeteilt.
Weltweit einzigartig ist die Abgabe der persönlichen Waffe an den Wehrmann; Angehörige der Armee bewahren ihre Waffe mit Munition zu Hause auf. So entstand die Redewendung «Die Schweiz hat keine Armee, die Schweiz ist eine Armee».
Insgesamt fanden drei Generalmobilmachungen (GMob; auch Kriegsmobilmachung; KMob) zum Schutze der Integrität und der Neutralität der Schweiz statt. Die erste GMob fand anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 statt. Als Reaktion auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs und um einen deutschen oder französischen Durchmarsch durch die Schweiz zu verhindern, wurde auf den 3. August 1914 die erneute GMob der Armee beschlossen. Die dritte GMob der Armee fand am 1. September 1939 als Reaktion auf den deutschen Überfall auf Polen statt. Henri Guisan wurde zum General gewählt und entwickelte sich in den Kriegsjahren zur Hauptintegrationsfigur der von den Achsenmächten eingeschlossenen Eidgenossenschaft.
Die Schweizer Armee war im Zweiten Weltkrieg in Luftkämpfe mit der deutschen Luftwaffe verwickelt. Terrestrisch wurde sie auf eigenem Territorium noch nie mit offenen Angriffen feindlicher Kräfte konfrontiert. Nachweislich wurden aber auch B-29 Bomber der USA abgefangen, die sich über österreichischem Territorium glaubten. Trotz mehrmaligen Anfunkens durch die Schweizer Jagdflieger antworteten die Bomberbesatzungen befehlsgemäss nicht und wurden abgeschossen. Auch wurde Schaffhausen irrtümlich von der USAF bombardiert und ein weiterer Bomber der USAF, der seinen Verband verloren hatte, entledigte sich seiner explosiven Ladung über Basel.
Da sich die militärische Bedrohungslage im heutigen Europa für die Schweiz geändert hat, wird die Armee immer wieder in Frage gestellt. Besonders die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) setzt sich seit Jahren erfolglos für eine Abschaffung ein. Zwei Abstimmungen zur Abschaffung der Armee wurden vom Volk bisher jedoch deutlich verworfen. Auch die Frage, ob friedenserhaltende Armee-Einsätze im Ausland mit der Neutralität vereinbar sind, ist umstritten.
Sozialversicherungen
Hauptartikel: Schweizer Sozialpolitik
In der Schweiz existieren mehrere Sozialversicherungen. Diese sind meistens Zwangsversicherungen, das heisst, für die Bewohner besteht eine Versicherungspflicht. Die wichtigsten Sozialversicherungen sind:
- die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die staatliche Rentenversicherung.
- die Krankenversicherung.
- die Mutterschaftsversicherung.
- die Unfallversicherung.
- die Invalidenversicherung (IV), für Personen, die aufgrund von Behinderungen nicht mehr vollständig erwerbstätig sein können oder Ergänzungsleistungen benötigen.
Daneben ist für Erwerbstätige eine berufliche Vorsorge, die Pensionskasse, obligatorisch. Diese wird privatwirtschaftlich geregelt und ist Sache des Arbeitgebers.
Freiwillig ist dagegen die Private Vorsorge in Form von zum Beispiel Lebensversicherungen. Diese werden steuerlich gefördert.
Die staatliche Rentenversicherung, die berufliche Vorsorge wie auch die private Vorsorge werden zusammen als Drei-Säulen-System bezeichnet.
Daneben gibt es die Erwerbsersatzordnung, so dass Militärdienstpflichtige während der Ausübung militärischer Pflichten ein Taggeld bekommen. Obligatorisch ist auch die Arbeitslosenversicherung.
Siehe auch: Sozialversicherung (Schweiz)
Gesundheitswesen
Hauptartikel: Gesundheitswesen Schweiz
In der Schweiz ist jeder Einwohner unabhängig von seiner Nationalität aufgrund des Krankenversicherungsgesetzes verpflichtet, sich bei einer schweizerischen Krankenkasse seiner Wahl für die Behandlungskosten bei Krankheit zu versichern («Grundversicherung», «obligatorische Krankenpflegeversicherung»). Die Krankenkassen sind privatwirtschaftliche Unternehmen. Sie sind gesetzlich verpflichtet, jeden in die Grundversicherung aufzunehmen, der einen entsprechenden Antrag stellt und im Tätigkeitsgebiet der Kasse Wohnsitz hat. Die Zahlung der Prämie (Mitgliederbeitrag) ist Sache des Versicherten. Es handelt sich dabei um eine Kopfprämie, d. h. die Prämie ist einkommensunabhängig, variiert jedoch von Krankenkasse zu Krankenkasse und von Kanton zu Kanton. Einkommensschwachen Perso
Suhre
Die Suhre ist ein 34 Kilometer langer Nebenfluss der Aare in den Schweizer Kantonen Luzern und Aargau. Der Fluss entspringt im Sempachersee (Höhe 504 Meter) und mündet östlich von Aarau auf einer Höhe von 362 Metern in die Aare. Das wichtigste Seitental ist das Ruedertal, welches bei Schöftland in südöstliche Richtung abzweigt.
Im mittelalterlichen Urkunden hatte der Fluss verschiedene Namen: Suron (1036), Suranum flumen (1210), Sure (1241). Heute wird der Fluss im Kanton Luzern ohne, im Aargau mit h geschrieben. Seit dem 13. Jahrhundert fliesst die Suhre als kanalisierter Stadtbach durch Sursee. Ebenfalls seit dem 13. Jahrhundert besteht bei Suhr ein künstlicher Abzweig, der als Stadtbach durch Aarau fliesst. Die wichtigsten Zuflüsse sind die Wyna und die Uerke.
1760 und 1806-14 wurde der Ausfluss aus dem Sempachersee tiefer gelegt. Bis zum 19. Jahrhundert war der Fluss im Suhrental stark mäandrierend; der Talboden war zum grössten Teil versumpft. Seither wurden mehrere Flusskorrektionen durchgeführt und die Suhre begradigt:
- 1856-59 von Sursee bis zur Kantonsgrenze
- 1893-98 im Knutwilermoos
- 1923-26 Teilkorrektion im Kanton Aargau
- 1943-45 Teilkorrektion im Kanton Aargau
- 1945-56 erneute Korrektion im Kanton Luzern
- 1973-75 in Sursee (mit starker Tieferlegung und Begradigung des Flusslaufes)
Kategorie:Fluss in der Schweiz
Geuensee
Geuensee ist eine Gemeinde im Amt Sursee des Kantons Luzern in der Schweiz.
Geographie
Die Gemeinde liegt nördlich von Sursee am Ostrand des Surentals. Krummbach (690 m.ü.M.) 1,8 km nordöstlich und Hunzikon (729 m.ü.M.) 1,5 km östlich Dorfs sind Weiler, die innerhalb der Grenzen der Gemeinde Geuensee liegen. Bei Krummbach entspringt der Dorfbach, der durch das Krummbachertobel und das Dorf fliesst und westlich davon beim Moos in die Suhre einmündet. Vom Gemeindegebiet von 643 ha werden fast drei Viertel (74,5%) landwirtschaftlich genutzt. Die Siedlungsfläche umfasst 10,3% und Wald und Gehölz 15,1% des Gemeindeareals.
Nachbargemeinden
Die Nachbargemeinden von Geuensee sind Büron , Gunzwil , Knutwil , Rickenbach LU , Schenkon , Schlierbach und Sursee .
Bevölkerung
Die Bevölkerung sank von 1850 bis 1900 markant um 32,8%. Zwischen 1920 und 1960 wuchs sie allmählich wieder auf den ursprünglichen Bestand. Seither ist ein ständiges starkes Wachstum festzustellen.
Sprachen
Die Bevölkerung spricht eine hochalemannische Mundart. Anlässlich der letzten Volkszählung im Jahr2000 gaben 85,87% der Bevölkerung Deutsch, 5,70% Albanisch und 2,72% Serbokroatisch als Hauptsprache/Alltagssprache an.
Religionen - Konfessionen
Die Bevölkerung war ursprünglich rein Römisch-Katholisch. Heute (Stand 2000) sind 68,86% römisch-katholische-, 10,43% evangelisch-reformierte- und 4,62% orthodoxe Christen. Daneben gibt es 7,81% Muslime, 3,70% Konfessionslose und 0,62% Hindus. Bei den Muslimen handelt es sich fast ausschliesslich um Albaner aus dem Kosovo und Mazedonien und um Türken und Kurden. Der Grossteil der Orthodoxen sind Serben und Montenegriner. Die Hindus sind Tamilen aus Sri Lanka.
Herkunft und Nationalität
Ende 2004 umfasste die Bevölkerung 2'122 Personen, von denen 1'626 Schweizer Staatsbürger und 496 (=23,4%) Ausländer waren. Die Gemeinde Geuensee hat somit einen für eine Landgemeinde untypisch hohen Ausländeranteil. Im Jahr 2000 waren 72,56% (einschliesslich Doppelbürger 75,69%) Schweizer. Die grösste Ausländerkolonie kommt aus Serbien und Montenegro (2000:13,72%; Albaner, Serben und Montenegriner). Danach folgen die Türkei mit 3,34%, Italien, Deutschland, Kroatien und Sri Lanka.
Politik
Das Volk ist der oberste Souverän. Es kann seine politische Meinung bei Wahlen, Volksabstimmungen und an der Gemeindeversammlung äussern.
Gemeinderat
Das Volk bestimmt den Gemeinderat, welcher in seinem Namen die Geschicke der Gemeinde leitet. Der Gemeinderat von Geuensee besteht aus fünf nebenamtlich tätigen Personen. Bei der letzten Wahl im Jahr 2004 gab es keine Kampfwahl. Bei einer Stimmbeteiligung von 42,6% wurden für eine Amtsperiode von vier Jahren gewählt:
- Othmar Sigrist(parteilos) Gemeindepräsident
- Bruno Strebel(CVP) Gemeindeammann
- Franco Cozzio(CVP)
- Walter Lipp(FDP)
- Pia Sax(FDP)
Grossratswahlen(Kantonsparlament
Bei den letzten Grossratswahlen im Jahr 2003 wurde die CVP stärkste Partei mit einem Wähleranteil von 38,20%. Danach folgte bereits die erst zum dritten Mal antretende SVP mit 22,00% vor der FDP mit 16,94%. Somit haben die drei bürgerlichen Parteien eine satte Mehrheit, wenn auch die SVP bereits vor der Traditionspartei FDP (früher Liberale Partei) liegt. Die SP bekam 10,10% der Stimmen, das Grüne Bündnis 4,17% und die (Globalisierungsgegner von) Chance 21 auf Anhieb 6,51%(zweithöchstes Wahlergebnis aller Gemeinden).
Verkehr
Geuensee ist durch die beiden Postautolinien Sursee-Schöftland und Sursee-Etzelwil ans Netz des Öffentlichen Verkehrs angebunden. Sursee ist eine bedeutende Bahnstation mit Schnellzugshalten an den Linien Luzern-Olten und (seit 2004) Luzern-Bern (über die Aarburger Schleife).
Der Ort liegt an der Hauptstrasse von Sursee nach Schöftland (und weiter nach Aarau). Der nächst gelegene Autobahnanschluss Sursee an der A2 ist bloss 3 km entfernt.
Geschichte
Die Gemeinde wird unter dem Namen Geinwison im Urbar des Klosters Einsiedeln aus den Jahren 1217/1222 aufgeführt. Sie gehörte später zum Amt Sempach der Habsburger und wurde von den Herren von Aarburg verwaltet. 1424 verpfändete Thüring von Aarburg Geuensee an die Stadt Luzern , 1429 verkaufte er ihr den Ort. Bereits 1386 , nach der Schlacht bei Sempach , hatte Luzern immer mehr Einfluss auf Kosten der Habsburger gewonnen. Die Gemeinde wurde nun bis 1798 als Exklave der Landvogtei Rothenburg verwaltet, kam dann zum helvetischen Distrikt Sursee und 1803 zum damals neu geschaffenen Amt Sursee .
Weblinks
- [http://www.geuensee.ch Offizielle Website der Gemeinde Geuensee]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D637.html Artikel Geuensee] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.sursee-tourismus.ch Tourismus-Website Region]
- [http://www.kulturregionsursee.ch Kulturelle Veranstaltungen in der Region]
Kategorie:Ort in der Schweiz
Kategorie:Ort im Kanton Luzern
Kategorie:Schweizer Gemeinde
Knutwil
Knutwil ist eine Gemeinde im Amt Sursee des Kantons Luzern in der Schweiz.
Geographie
Die Gemeinde liegt an der Verzweigung des Hürn- und des Surentals 5 km nordwestlich von Sursee . Im Nordwesten des Dorfs liegt der Weiler Eriswil (574 m.ü.M.), nördlich der Hauptsiedlung Bad Knutwil (488 m.ü.M.). Rund 2 km südlich von Knutwil-Dorf liegt der Ortsteil St. Erhard (526 m.ü.M.).
Nachbargemeinden
Knutwil mit den beiden Ortsteilen (im regionalen Dialekt) Chnutu (Knutwil) und Teret (St. Erhard) grenzt an Buchs LU , Büron , Geuensee , Mauensee , Sursee , Triengen und Winikon .
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung
Die Bevölkerung wuchs von 1574 bis 1816 ständig an - um das mehr als Vierfache. Dann folgte ein leichter Bevölkerungsrückgang bis 1837 und eine kurze Stagnationsphase zwischen 1837 und 1850 . Die Landflucht erfasste auch Knutwil und führte zu einer grossen Abwanderung zwischen 1850 und 1920 (1850-1920:-31,2%). Die Zahl der Bewohner war 1920 niedriger als 1798. Von 1930 bis 1950 folgte eine geringe Zunahme (1930-1950:+8,8%). Seit 1960 wächst die Einwohnerschaft stark (1960-2004:+64,3%). Die Nähe zum regionalen Zentrum Sursee und zur Autobahn A2 waren die zwei wichtigste Elemente für diesen Bevölkerungsschub.
Sprachen
Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 97,16% Deutsch, 0,88% Serbokroatisch und 0,38% Französisch als Hauptsprache an.
Religionen - Konfessionen
Früher war die gesamte Einwohnerschaft Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Situation wie folgt aus. Es gibt 81,55% römisch-katholische-, 8,78% evangelisch-reformierte- und 0,88% orthodoxe Christen. Daneben findet man 3,10% Konfessionslose, 1,58% Muslime und 0,57% Anhänger anderer nichtchristlicher Religionen. Die Muslime sind albanischer, türkischer, kurdischer und bosniakischer Herkunft. Die Anhänger anderer nichtchristlicher Religione sind Hindus tamilischen Ursprungs.
Herkunft - Nationalität
Von den Ende 2004 1'618 Einwohnern waren 1'535 Schweizer und 83 (=5,1%) Ausländer. Bei der letzten Volkszählung waren 92,92% (einschliesslich Doppelbürger 94,95%) Schweizer Staatsangehörige. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Serbien-Montenegro (Albaner und Slawen), Deutschland, Italien und Sri Lanka (Tamilen).
Verkehr
An der Bahnlinie Luzern-Olten gibt es zwar eine Haltestelle St. Erhard-Knutwil. Doch liegt diese zwischen Mauensee und dem Ortsteil St. Erhard - weitab von Knutwil. Der Grossteil der Gemeinde ist tagsüber durch die Buslinie Sursee-Buchs-Uffikon erschlossen. Am Abend und in der Nacht steht dem Reisenden ein Rufbus namens Publicar zur Verfügung.
St. Erhard liegt an der Strasse Sursee-Dagmersellen; Knutwil an Nebenstrassen nach Büron, Triengen und (St.Erhard-) Sursee. Der nächste Autobahnanschluss an der A2 in Sursee ist 9 km weit weg.
Geschichte
Pfahlbauten aus der Jungsteinzeit, Grabhügel aus der Hallstatt-Periode und im Boden gefundene römische Münzen deuten an, dass die Gemeinde bereits sehr früh von Menschen besiedelt wurde. Erste historische Erwähnung findet Gnuthwilare im Jahr 1050 in einer Tauschurkunde. Der bisherige Besitzer der Siedlung, der Graf Eberhard III. von Nellenburg, übergibt Knutwil dem Kloster Allerheiligen in Schaffhausen und erhält dafür zwei württembergische Dörfer von Graf Vollmar von Froburg. Die niederen Rechte üben bis 1280 die Froburger aus. Graf Hartmann von Froburg verkauft sie an Markwart von Ifenthal und dieser schenkt sie noch im selben Jahr dem Chorherrenstift Zofingen. Die hohe Gerichtsbarkeit üben die Habsburger aus. 1407 übernimmt die Stadt Luzern die Herrschaft. Im Jahr 1579 geht die niedere Gerichtsbarkeit als Folge eines Landtausches Kanton Bern/Kloster St. Urban ebenfalls an Luzern. Dieses schafft die Amtsvogtei Knutwil, welche auch die heutige Gemeinde Mauensee umfasste. Sie bestand bis 1798 . Die nächsten fünf Jahre gehörte Knutwil zum Distrikt Sursee, dann ab 1803 zum neu geschaffenen Amt Sursee .
Weblinks
- [http://www.knutwil.ch Offizielle Website der Gemeinde Knutwil]
- [http://www.sursee-tourismus.ch Tourismus-Website Region]
- [http://www.st-erhard.ch Website des Ortsteils St. Erhard]
- [http://www.kulturregionsursee.ch Kulturelle Veranstaltungen in der Region]
Kategorie:Ort in der Schweiz
Kategorie:Ort im Kanton Luzern
Kategorie:Schweizer Gemeinde
MauenseeDer Name Mauensee steht für:
- den Mauensee (Gewässer), einen See im Kanton Luzern in der Schweiz
- Mauensee LU, eine Gemeinde im Amt Sursee des Kantons Luzern
OberkirchDer Name Oberkirch steht für verschiedene Orte:
- die Stadt Oberkirch (Baden), Ortenaukreis, Baden-Württemberg, Deutschland
- die Gemeinde Oberkirch LU im Amt Sursee, Kanton Luzern, Schweiz
Schenkon
Schenkon ist eine Gemeinde im Amt Sursee des Kantons Luzern in der Schweiz.
Geographie
Die Gemeinde liegt am Nordostende des Sempachersees östlich von Sursee . Das Dorf und die Ortsteile Greuel und Zellfeld im Nordwesten sind mittlerweile zusammengewachsen. An einem Hang an der Strasse Sursee-Beromünster 1 km nördlich des Dorfs ist durch eine rege Bautätigkeit der Ortsteil Tannberg (590 m.ü.M.) entstanden. Östlich davon liegt der Weiler Tann (663 m.ü.M.). Der Weiler Zopfenberg (621 m.ü.M.) liegt 2,5 km in nördlicher Richtung des Dorfs und der weitest entfernte Weiler Zollhus (505 m.ü.M.;2,8 km nordwestlich des Dorfs) in der Ebene zwischen Sursee und Geuensee am Zollbach .
Nachbargemeinden
Schenkon grenzt an Eich , Geuensee , Gunzwil und Sursee .
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung
Die Einwohnerzahl geht infolge Abwanderung in die Industriezentren in der 2.Hälfte des 19.Jahrhunderts stark zurück (1850-1900:-14,8%). Nach einer Stillstandsphase steigt sie von 1930 bis 1960 erheblich an (1930-1960:+30,8%). Die 1960-er-Jahre bringen einen Bevölkerungsrückgang. Seit 1970 hat sich die Zahl der Bewohner mehr als verdreifacht (Gründe: landschaftliche Lage, Bau der Autobahn, niedrige Steuern; 1970-2004:+243,9).
Sprachen
Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 96,44% Deutsch, 0,62% Italienisch und 0,38% Serbokroatisch als Hauptsprache an.
Religionen - Konfessionen
In früheren Zeiten gehörte die gesamte Einwohnerschaft der Römisch-Katholischen Kirche an. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) gibt es 80,94% römisch-katholische- und 10,93% evangelisch-reformierte Christen. Daneben findet man 4,61% Konfessionslose und 0,38% Muslime.
Herkunft - Nationalität
Von den 2'411 Einwohnern Ende 2004 waren 2'317 Schweizer und 94 (=3,9%) Ausländer. Anlässlich der letzten Volkszählung waren 92,25% (einschliesslich Doppelbürger 95,29%) Schweizer Staatsangehörige. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Italien, Deutschland, Serbien-Montenegro (meist Albaner), Kroatien und den Niederlanden.
Verkehr
Die Gemeinde ist durch die Postautolinie Sursee-Schenkon-Sempach Station und die Buslinie Sursee-Schenkon-Beromünster ans Netz des Öffentlichen Verkehrs angeschlossen. Sowohl Sursee wie Sempach-Station sind Haltestellen an der Bahnlinie Luzern-Olten.
Das Dorf Schenkon liegt an der Strasse Sursee-Sempach. Der Ortsteil Zellfeld ebenso - und zusätzlich an der Strasse Sursee-Beromünster. Der nächst gelegene Autobahnanschluss Sursee an der A2 ist nur 2 km entfernt.
Geschichte
Am Sempachersee wurden Überreste von Pfahlbauten aus prähistorischer Zeit gefunden. Reste einer römischen Villa und Alemannengräber beweisen, dass Schenkon auch in frühhistorischer Zeit besiedelt war. Erste namentliche Erwähnung findet der Ort als Scenchofen in einer Besitzbestätigung von Kaiser Friedrich I. gegenüber dem Chorherrenstift Beromünster im Jahr 1173 . Später gehörte es zu den Besitzungen der Habsburger und wurde zu einem Teil des Michelsamts . Die Herren von Schenkon übten für die Habsburger die Herrschaft aus. Im Jahr 1415 eroberte die Stadt Luzern das Michelsamt. Bis 1798 blieb der Ort ein Teil der Landvogtei Michelsamt. Dann gehörte es bis 1803 zum Distrikt Sursee und seither zum damals neu geschaffenen Amt Sursee .
Sonstiges
Schenkon ist eine sogenannte "Steueroase", das heisst, eine extrem steuergünstige Gemeinde.
Weblinks
- [http://www.schenkon.ch Offizielle Website der Gemeinde Schenkon]
- [http://www.sursee-tourismus.ch Tourismus-Website Region]
- [http://www.kulturregionsursee.ch Kulturelle Veranstaltungen in der Region ]
Kategorie:Ort in der Schweiz
Kategorie:Ort im Kanton Luzern
Kategorie:Schweizer Gemeinde
1798
- 4. Januar: Die Republik Mülhausen stimmt für ihren Beitritt zu Frankreich
- 15. Februar: Frankreich zerstört den Kirchenstaat und errichtet die „Römische Republik”
- 12. April: Ausrufung der Helvetischen Republik, nachdem seit der Jahreswende 1797/1798 Revolutionen in verschiedenen Kantonen der Alten Eidgenossenschaft ausgebrochen und französische Truppen eingefallen waren
- 1. Mai: Das von den Franzosen besetzte linksrheinische Gebiet führt das staatliche Personenstandswesen ein
- Mai: Napoléon startet mit einem französischen Heer von 40 000 Mann nach Ägypten
- 24. Juli: Napoléon besiegt das ägyptische Heer und zieht in Kairo ein
- 1. August: Der britische Admiral Horatio Nelson vernichtet die französische Flotte im Nildelta
- 8. November: Der britische Kapitän John Fearn entdeckt die Insel Nauru
- Georgia verbietet als letzter der US-Bundesstaaten den Sklavenhandel, nur der Handel, der Einsatz von Sklaven ist nicht verboten
- England schlägt einen Aufstand in Irland blutig nieder
- Napoléon besetzt die Insel Malta und vertreibt die dort ansässigen Ritter des Malteserordens
- Henry Cavendish entwickelt sein Verfahren zur Messung der Gravitationskonstante
- Goethe gibt die erste Nummer der periodische Schrift Propyläen heraus (Organ für die Anschauungen der Weimarer Klassik)
Kultur
- 6. Juli: Uraufführung der Oper Die Geisterinsel von Johann Friedrich Reichardt an der Hofoper Berlin
- 25. Juli: Uraufführung der Oper L'Hôtellerie portugaise von Luigi Cherubini am Théâtre Feydeau in Paris
- 5. August: Uraufführung der Oper Le Rendez-vous supposé ou Le Souper de famille von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 12. Juni: Uraufführung der Oper „Der zweite Teil der Zauberflöte“, von Emanuel Schikaneder/Peter von Winter, im Freihaustheater Wien
- 26. Januar: Albert August Wilhelm Deetz, preußischer Soldat und Abgeordneter († 1859)
- 31. Januar: Carl Gottlieb Reißiger, Komponist und Hofkapellmeister in Dresden († 1859)
- 31. Januar: Henriette von Bissing, deutsche Erzählerin († 1879)
- 19. Februar: Auguste Comte, Begründer der Soziologie († 1857)
- 30. März: Luise Hensel, deutsche Dichterin († 1876)
- 2. April: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Germanist und Dichter († 1874)
- 3. April: Charles Wilkes, US-amerikanischer Marineoffizier und Polarforscher († 1877)
- 15. April: Ludwig Hofacker, Evangelischer Theologe († 1828)
- 24. April: Karl von Holtei, deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Theaterleiter († 1880)
- 26. April: Eugène Delacroix, französischer Maler († 1863)
- 5. Mai: Christian Friedrich Scherenberg, deutscher Dichter († 1881)
- 19. Mai: Antonio Rolla, italienischer Violinvirtuose († 1837)
- 20. Mai: Heinrich August Wilhelm Stolze, deutscher Stenograph († 1867)
- 23. Mai: Ludwig Benjamin Henz, deutscher Eisenbahningenieur († 1860)
- 21. Juni: Wolfgang Menzel, deutscher Dichter der Spätromantik († 1873)
- 29. Juni: Giacomo Graf Leopardi, italienischer Dichter († 1837)
- 29. Juni: Giacomo Leopardi, italienischer Dichter († 1837)
- 29. Juni: Willibald Alexis, deutscher Schriftsteller und Dichter († 1871)
- 14. Juli: Alessandro Antonelli, Italienischer Architekt († 1888)
- 16. Juli: Eduard Friedrich Poeppig, deutscher Forschungsreisender († 1868)
- 25. Juli: Albert Knapp, deutscher Dichter († 1864)
- 29. Juli: Carl Blechen, deutscher Landschaftsmaler († 1840)
- 15. August: Henry de Labouchère, 1. Baron Taunton, britischer Staatsmann († 1869)
- 20. August: Paul Wilhelm Eduard Sprenger, österreichischer Architekt († 1854)
- 21. August: Jules Michelet, französischer Historiker († 1874)
- 25. August: Henrik Hertz, dänischer Schriftsteller († 1870)
- 28. August: Harro Paul Harring, Revolutionär, Dichter und Maler († 1870)
- 31. August: Georg Friedrich Puchta, deutscher Jurist († 1846)
- 1. September: Jean Augustin Franquelin, französischer Kunstmaler († 1839)
- 4. September: Hippolyte Dussard, französischer Wirtschaftswissenschafter (VWL) († 1876)
- 9. September: Joseph Anselm Feuerbach, Archäologe und Professor der Philologie († 1851)
- 11. September: Franz Ernst Neumann, deutscher Physiker († 1895)
- 25. September: Henry Scheffer, französischer Maler († 1862)
- 2. Oktober: Carlo Alberto I., König von Piemont-Sardinien und Herzog von Savoyen († 1849)
- 7. Oktober: Jean Baptiste Vuillaume, französischer Geigenbauer († 1875)
- 12. Oktober: Peter IV., König von Portugal, Kaiser von Brasilien († 1834)
- 22. Oktober: Jodocus Donatus Hubertus Temme, deutscher Politiker, Jurist und Schriftsteller († 1881)
- 5. November: Maria-Carolina von Bourbon-Sizilien, älteste Tochter König Franz' I. von Neapel († 1870)
- 23. November: Robert Oettel, Kaufmann, Stadtverordneter, Begründer der dt. Rassegeflügelzucht († 1884)
- 18. Dezember: Heinrich Smidt, deutscher Schriftsteller († 1867)
- 20. Dezember: Friedrich Robert Fählmann, deutsch-estnischer Philologe († 1850)
- 24. Dezember: Adam Mickiewicz, polnischer Dichter († 1855)
- Jigma Lingpa: Dzogchen-Meister der buddhistischen Nyingma-Tradition des Vajrayana
- Sojourner Truth, US-amerikanische Abolitionistin und Frauenrechtlerin († 1883)
- 26. Januar: Christian Gottlob Neefe, deutscher Komponist und Musikwissenschaftler ( - 1748)
- 11. Februar: Karl Wilhelm Ramler, deutscher Dichter und Denker/Philosoph ( - 1725)
- 12. Februar: Stanisław August Poniatowski, der letzte polnische König ( - 1732)
- 13. Februar: Wilhelm Heinrich Wackenroder, deutscher Jurist und Schriftsteller ( - 1773)
- 10. Mai: George Vancouver, Britischer Offizier der Royal Navy und Entdecker ( - 1757)
- 14. Mai: David Ruhnken, niederländischer Gelehrter ( - 1723)
- 4. Juni: Giacomo Casanova, italienischer Abenteurer ( - 1725)
- 1. Juli: Johann Friedrich Mende, deutscher Maschinenbauer ( - 1743)
- 15. Juli: Gaetano Pugnani, Italienischer Violinist und Komponist ( - 1731)
- 21. Juli: Charles Joseph de Croix, Graf Clerfait, österreichischer Feldmarschall ( - 1733)
- 1. August: François-Paul Brueys d'Aigalliers, französischer Admiral ( - 1753)
- 1. August: Aristide Aubert Dupetit-Thouars, französischer Admiral und Seefahrer ( - 1760)
- 10. November: Gabriel Lenkiewicz, Ordensgeneral
- 26. November: Friedrich Albrecht Carl Gren, deutscher Chemiker ( - 1760)
- 1. Dezember: Christian Garve, bekannter Philisoph ( - 1742)
- 4. Dezember – Luigi Galvani, italienischer Arzt und Naturforscher ( - 1737)
- 9. Dezember: Johann Reinhold Forster, deutscher Naturwissenschaftler ( - 1729)
- 19. Dezember: Charles Joseph Panckoucke, französischer Schriftsteller und Verleger ( - 1736)
ko:1798년
1950
Politik
- 1. Januar: Max Petitpierre wird Bundespräsident der Schweiz
- 4. Januar: Israel erklärt Jerusalem zur Hauptstadt von Israel
- 21. Januar: Gründung der "Deutschen Reichspartei (DRP) durch Fusion der DKP-DRP mit der NDP
- 26. Januar: Mit Inkrafttreten der neuen Verfassung (verabschiedet 26. November 1949) wird Indien offiziell zur Republik. Erster Präsident wird Rajendra Prasad
- 15. März: Der 1948 ausgearbeitete Kopenhagener Wellenplan tritt in Kraft. Da Deutschland in diesem Plan nur wenige Frequenzen im Mittelwellenbereich zugeteilt werden, wird der zügige Aufbau der UKW-Sendernetze favorisiert. Allerdings wird dieser sehr umstrittene Wellenplan in vielen Ländern kaum eingehalten
- 18. März: In Kairo gibt es ein Aufführungsverbot für Filme mit Elizabeth Taylor, da sie an einer Galaveranstaltung zur finanziellen Unterstützung Israels teilgenommen hat
- 16. April: Die Briten unterbrechen ihre Bombenabwürfe auf Helgoland, seit Kriegsende Übungsziel
- 5. Mai: Thailand. Krönung von König Rama IX.
- 9. Mai: Robert Schuman legt mit seiner Idee eines vereinten Europas den Grundstein für die heutige Europäische Union
- 15. Juni: Der Deutsche Bundestag beschließt den Beitritt der Bundesrepublik zum Europarat
- 25. Juni: Beginn des Koreakriegs (Ende des Krieges: 17. Juli 1953)
- 28. Juni: Nordkoreanische Streitkräfte nehmen die südkoreanische Hauptstadt Seoul ein
- 4. Juli: Sendebeginn von Radio Free Europe in München
- 6. Juli: Im Görlitzer Vertrag zwischen der DDR und der Volksrepublik Polen wird die Oder-Neiße-Linie als neue polnische Westgrenze festgelegt
- 17. Juli: Afghanistan. 1. Transit-Abkommen mit der UdSSR
- 19. Juli: Zentralrat der Juden in Deutschland gegründet
- 25. Juli: In der DDR wird Walter Ulbricht auf der konstituierenden Sitzung des neuen Zentralkomitees der SED Generalsekretär
- 5. August: Veröffentlichung der Charta der deutschen Heimatvertriebenen
- 22. August: Gründung des THW (Technisches Hilfswerk)
- 25. August: Friedrich Flick wird begnadigt
- 31. August: Die Zeugen Jehovas werden in der DDR verboten, worauf es zu Hunderten von Verhaftungen und Schauprozessen kommt
- 13. September - Die erste Volkszählung in der Bundesrepublik Deutschland wird durchgeführt.
- 15. September: Mit der Landung bei Incheon beginnt die Gegenoffensive der alliierten Truppen im Koreakrieg
- 26. September - Die USA erklären die zwei Tage zuvor geschehene Bombardierung der Stadt Antung (Mandschurei) zum Irrtum und erklären sich zu Schadensersatz gegenüber der Volksrepublik China bereit.
- 28. September: Indonesien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 29. September - Die DDR wird Mitglied im Comecon.
- 8. Oktober - In Karlsruhe beginnt die Tätigkeit des Bundesgerichtshofs.
- 9. Oktober: Rücktritt des deutschen Innenministers Gustav Heinemann wegen des Bestrebens des Kanzlers Konrad Adenauer nach Wiederbewaffnung
- 19. Oktober: Mit der Überschreitung des Grenzflusses Yalu durch Freiwilligenverbände beginnt die Teilnahme Chinas am Koreakrieg
- 4. November: Die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) wird unterzeichnet
Katastrophen
- 12. März: Sigginston, Wales, Großbritannien. Eine Avro Tudor V stürzte während des Landeanflugs ab. Alle 83 Menschen an Bord starben dabei
- 24. Juni: Lake Michigan, USA. Eine DC-4 der Northwest Airlines explodierte und stürzte in den Michigansee, ca. 30 km nördlich von Benton Harbor. Alle 58 Menschen starben
- 21. Juli: Der Elefant Tuffi springt aus der fahrenden Wuppertaler Schwebebahn
- 15. August: Erdbeben der Stärke 8,6 in Assam, Indien, 1.530 Tote
Wirtschaft
- In Deutschland ersetzen mit Bundesrepublik Deutschland geprägte Münzen die der Bank deutscher Länder
- 31. Januar: In der Bundesrepublik Deutschland werden die Lebensmittelkarten abgeschafft
- 15. Mai: Die Sowjetunion erlässt der DDR und der BRD die Hälfte der noch zu zahlenden Reparationsleistungen. Die BRD allerdings hatte jedoch bisher noch keine Reparationen dorthin geleistet, auch später nicht mehr
Kultur
- 2. Januar: Guatemala wird Mitglied in der UNESCO
- 10. Januar: Panama wird Mitglied in der UNESCO
- 23. Januar: Schweden wird Mitglied in der UNESCO
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