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Triesenberg
Triesenberg ist die flächenmässig größte und höchstgelegene Gemeinde in Liechtenstein. Triesenberg ist eine Weilersiedlung mit den Weilern Rotaboda, Üenaboda, Wangerbärg, Steinord/Lavadina, Masescha und Silum. Die Gemeinde ist ein beliebter Erholungsort.
Wie der höchstalemannische Dialekt der Bewohner zeigt, ist Triesenberg ein (wahrscheinlich von der Mutterkolonie Davos aus) Ende des 13. Jhs. von Walsern besiedeltes Gebiet.
Zur Gemeinde gehören auch die Orte Masescha, Silum, Gaflei, Steg und Malbun.
Sehenswürdigkeiten
- Walser Heimatmuseum
- Friedenskapelle Malbun
- Pfarrkirche St. Josef
- Kapelle St. Maria auf Masescha
- Rathaus Triesenberg
- Kapelle St. Wendelin und Martin im Steg
Politik
Gemeindevorsteher ist Hubert Sele (VU). Der Gemeinderat zählt 10 Sitze (VU 5, FBP 4, PU 1).
Teilorte
Steg
Steg liegt im Saminatal und war einst ein Maiensäss für die Bauern von Triesenberg. Heute ist Steg im Sommer Ausgangspunkt für viele verschiedene Wanderungen - im Winter bietet es eine Rodelbahn und einige Kilometer Langlaufloipen.
Masescha
Masescha war einer der ersten Siedlungsorte der Walser (Walliser) im 13. Jahrhundert und liegt in etwa 1235 Metern Höhe. Kultureller Mittelpunkt ist die Theodulskapelle, die nach Vorbild kleiner Gotteshäuser in Davos gebaut wurde.
Malbun
Malbun ist ein Hochtal und besteht aus den Alpen Turna (Gemeindealpe) und Pradamee (Genossenschaftsalpe von Vaduz). Sein Name stammt aus dem Romanischen und kommt von alp bun (schöne, ertragreiche Alp) oder val bun (schönes, ertragreiches Tal).
Bemerkenswert ist die Friedenskapelle, die 1950/51 durch das Verdienst des Pfarrers und Alt-Dekans Engelbert Bucher (1913-2005) als Dank für die Verschonung Liechtensteins im Zweiten Weltkrieg errichtet wurde. Sie enthält ein Mosaik, welches das Sennen-Ave, ein Ringruf der Triesenberger Älpler, im Bild darstellt (gestaltet von Prof. Josef Seger). Das große Rundfenster über dem Altar, das unter anderem die Gottesmutter mit ihrem Kind und Nikolaus von Flüe darstellt, stammt von dem Architekten Johannes Hugentobler, Appenzell.
Seit Ende der fünfziger Jahre wurde Malbun zum Ski- und Wandergebiet ausgebaut.
Appenzell
Kategorie:Ort in Liechtenstein
Liechtenstein
Das Fürstentum Liechtenstein ist ein souveräner Staat in Mitteleuropa zwischen Österreich und der Schweiz am Ostufer des Rheins im Rheintal.
Geographie
Liechtenstein befindet sich mitten im Herzen Europas zwischen der Schweiz und Österreich. Es liegt am Alpenrhein im Rheintal in den Alpen. Die gesamte westliche Staatsgrenze zur Schweiz entspricht dem Rheinverlauf. Die östliche Staatsgrenze ist geprägt vom Alpen-Hochgebirge, dem Rätikon. Teilweise grenzt das kleine Land hier an die Schweiz und an Österreich. Der höchste Punkt Liechtensteins ist der Grauspitz mit einer Höhe von 2599 m ü.M.. Der tiefste Punkt ist das Ruggeller Riet mit einer Höhe von 430 m ü.M..
Im Gegensatz zu anderen alpinen Regionen ist das Klima in Liechtenstein wegen des Föhns relativ mild. Im Winter wird in der Gebirgsregion um Malbun Wintersport betrieben.
Liechtenstein ist ein Binnenstaat zwischen zwei Nachbarbinnenstaaten.
Bevölkerung
Herkunft
Weniger als zwei Drittel der Bevölkerung (65,8%) sind gebürtige Liechtensteiner; die ausländische Bevölkerung kommt mit 20,1% überwiegend aus dem deutschen Sprachraum (10,8% Schweizer, 5,9% Österreicher und 3,4% Bundesdeutsche), gefolgt von Italienern (3,3%), Einwohnern des früheren Jugoslawien (3,3%), Türken (2,6%) und anderen (4,8%).
Sprache
In Liechtenstein wird, wie in der Schweiz, ein alemannischer Dialekt des Deutschen gesprochen, wobei sich die westschweizerdeutsch-walserische Mundart von Triesenberg (deren Träger um 1300 im Zuge der Walserwanderung aus dem Kanton Wallis ins Land gekommen waren) bis heute deutlich abhebt von den alemannischen Dialekten der altansässigen Bevölkerung, die im Laufe des Mittelalters hier – wie im ganzen unterrätischen Raum – die alte rätoromanische Landessprache zugunsten des Alemannischen aufgegeben hatte. Die alemannischen Dialekte der einzelnen Gemeinden unterscheiden sich teilweise sehr. Schrift- und Mediensprache ist Hochdeutsch. Liechtenstein gehört zum deutschen Sprach- und Kulturraum und hat gemeinsame Grenzen mit der Schweiz und Österreich. Liechtenstein ist der einzige Staat mit Deutsch als alleiniger (anerkannter) Amts- und Landessprache. Im übrigen deutschen Sprachraum sind auch nichtdeutsche Sprachen als Minderheitensprachen anerkannt.
Deutsch
Konfessionen
Im Juni 2003 gaben 75,7% der Bewohner ihre Religion mit römisch-katholisch an. 10,9% machten keine Angaben, 7,0% waren evangelisch, 4,2% islamisch.
Am 2. Dezember 1997 wurde das Erzbistum Vaduz von Papst Johannes Paul II. errichtet. Die Errichtung des Erzbistums ohne vorhergehende Konsultation oder Information der Regierung hat in Liechtenstein zu kritischen Äusserungen geführt. Engagierte Katholiken gründeten darum Anfang 1998 den Verein für eine offene Kirche.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Liechtensteins
Das Fürstentum ist hervorgegangen aus dem Erwerb der Herrschaft Schellenberg (1699) und der Grafschaft Vaduz (1712) durch die Fürsten von Liechtenstein. Kaiser Karl VI. des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation erhob die Grafschaften 1719 zum reichsunmittelbaren Fürstentum im Besitz und mit Namen der Fürsten von Liechtenstein. Der Name Liechtenstein stammt von der Burg Liechtenstein im Raum Mödling. Es ist zudem das einzige Land der Welt, dessen Namen von einem Adelsgeschlecht stammt.
Nach dem Ende des mittelalterlichen deutschen Reiches 1806 wurde das Fürstentum Liechtenstein als souveräner Staat in den Rheinbund aufgenommen und ab 1815 als Mitglied im Deutschen Bund. Nach dessen Auflösung 1866 blieb es ein unabhängiger deutscher Staat. Bis zum 1. Weltkrieg war Liechtenstein über ein Zweckbündnis stark mit dem Kaiserreich Österreich-Ungarn verbunden. Nach dessen Auflösung und Aufteilung in mehrere Einzelstaaten verbündete sich Liechtenstein mit der Schweiz, übernahm deren Währung, den Schweizer Franken und ging eine Zollunion ein. Vom 2. Weltkrieg blieb es – wie die Schweiz – wegen seiner politischen Neutralität verschont. Liechtenstein erlebte danach, begünstigt durch den Zollvertrag mit der Schweiz, niedrige Steuern und die Neutralitätspolitik, einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1990 trat der kleine Staat als Vollmitglied der UNO bei.
Seit dem 1. Mai 1995 ist Liechtenstein Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Diese Mitgliedschaft wird als wesentlich für die Entwicklung des liechtensteinischen Finanzplatzes gesehen.
2003 trat nach heftigen Kontroversen eine vom Volk bestätigte neue Verfassung in Kraft, welche die Volksrechte, aber auch die fürstlichen Rechte stark ausbaute.
Am 15. August 2004 hat der Fürst Hans-Adam II. seinen Sohn und Erbprinz Alois von Liechtenstein zu seinem Stellvertreter ernannt und ihn mit der Ausübung der dem Fürsten zustehenden Hoheitsrechte betraut.
Der Fürstentitel geht allerdings erst nach dem Ableben des Vaters auf den Sohn über.
Siehe auch: Liste der Fürsten von Liechtenstein
Politik
Siehe auch: Liechtensteinischer Landtag
Liechtenstein ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch parlamentarischer Grundlage. Der aktuelle Regent Liechtensteins ist seit 1989 Fürst Hans Adam II. von Liechtenstein. Die Staatsgeschäfte obliegen seit August 2004 dem Erbprinzen Alois von Liechtenstein.
Die Legislative liegt beim Landesfürsten und dem Liechtensteinischen Landtag, bestehend aus 25 Abgeordneten, die nach dem Verhältniswahlrecht für vier Jahre vom Volk gewählt werden. In der Legislative sind folgende Parteien vertreten: Vaterländische Union (VU), Fortschrittliche Bürgerpartei in Liechtenstein (FBP) und die Freie Liste (FL). Jedes Gesetz muss vom Landesfürsten sanktioniert werden, wenn die Sanktion nicht innerhalb von 6 Monaten erfolgt, gilt sie als verweigert (Artikel 65 der liechtensteinischen Verfassung).
Die Exekutive bilden der Regierungschef, momentan Otmar Hasler (Ressorts Präsidium, Finanzen, Bauwesen), und vier Regierungsräte. Auf Vorschlag des Landtages werden sie vom Landesfürsten ernannt. Seit der umstrittenen Verfassungsänderung vom 16. März 2003 kann der Landesfürst die Regierung jederzeit und ohne Angabe von Gründen entlassen (Artikel 80 der liechtensteinischen Verfassung) - damit ist er (nach dem Papst) einer der (innenpolitisch) mächtigsten Monarchen Europas. Dafür hat das Volk die Möglichkeit mittels einer Verfassungsinitiative die Monarchie abzuschaffen (Artikel 13 der liechtensteinischen Verfassung). Die einzelnen Gemeinden von Liechtenstein können überdies bei Mehrheit innerhalb der Gemeinde den Staatenbund verlassen (Artikel 4 der liechtensteinischen Verfassung).
In Krisenzeiten kann der Fürst sich auf ein Notrecht berufen (Artikel 10 der liechtensteinischen Verfassung).
Regierungsräte sind zur Zeit Regierungschef-Stellvertreter Dr. Klaus Tschütscher (Ressorts Wirtschaft, Justiz, Sport), Rita Kieber-Beck (Ressorts Äusseres, Kultur, Familie und Chancengleichheit), Hugo Quaderer (Ressorts Bildungswesen, Soziales sowie Umwelt-, Raum, Land- und Waldwirtschaft) und Dr. Martin Meyer (Ressort Inneres, Gesundheit, Verkehr und Kommuniaktion).
Die Judikative bildet ein mit fünf Richtern besetzter Oberster Gerichtshof; die Richter werden von einem Gremium mit dem Fürsten als Vorsitz bestellt (Artikel 95 ff.).
Die aussenpolitischen Interessen Liechtensteins werden zumeist von der Schweiz wahrgenommen; liechtensteinische Botschaften existieren in Bern, Berlin, Brüssel, Washington, New York (UNO) und Wien.
Das Fürstentum hat seit der Abschaffung des Militärs 1868 keine eigene Armee mehr, jedoch ist in der Verfassung die allgemeine Wehrpflicht verankert.
Schulsystem
In seinen Grundzügen gleicht das liechtensteinische Schulsystem dem der Schweiz. Bemerkenswert ist, dass Liechtenstein als erstes Land der Welt die allgemeine Schulpflicht eingeführt hat (1805).
Siehe: Schulsystem Liechtensteins
Verwaltungsgliederung
Schulsystem Liechtensteins
Liechtenstein gliedert sich in elf Gemeinden, die auf die beiden Wahlkreise Unterland und Oberland verteilt sind.
Siehe: Verwaltungsgliederung Liechtensteins
Infrastruktur
Das gut ausgebaute Strassennetz umfasst 140 Kilometer. Es existiert keine Autobahn. Die Strassenverkehrsregeln wie auch die Beschilderung entsprechen von einigen Ausnahmen abgesehen der Schweizer Norm. Die Ausnahmen betreffen unter anderem den Alkoholgrenzwert am Steuer von 0,8 Promille (in der Schweiz 0,5 Promille) wie auch die explizite Angabe der Höchstgeschwindigkeit ausserorts (Tafel "80 km/h" statt wie in der Schweiz "Ende 50 km/h generell").
Die Eisenbahn, die Liechtenstein auf 9,5 km von Buchs nach Feldkirch durchquert, wird von den Österreichischen Bundesbahnen betreut. Der Liechtenstein Bus (LBA), eine unselbständige öffentliche Anstalt und eine Tochter des Schweizer Postautos, verbindet die Liechtensteiner Gemeinden untereinander. Die Busgesellschaft fährt auch die Schweizer Gemeinden Sargans, Buchs und Sevelen an.
Das Fürstentum ist zwar postalisch mit der Schweiz vernetzt, hat aber eigene Briefmarken und eine eigene Telefonvorwahl (+423). (siehe auch Postgeschichte und Briefmarken von Liechtenstein)
Die Autokontrollschilder sind von den Schrifttypen und der Anordnung her im Schweizer Design gehalten. Wie die Schweizer Militärkennzeichen führen die Liechtensteiner Schilder weisse Zeichen auf schwarzem Grund. Statt M und Schweizerkreuz führen sie FL und das Landeswappen gefolgt von bis zu 5 Ziffern.
Am 1. Januar 2001 wurde die Mautpflicht für LKWs (Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe LSVA) auf allen Strassen des Landes eingeführt. Sie soll der Finanzierung der Verkehrsausgaben und der Verringerung des Strassenverkehrs und somit dem Umweltschutz dienen.
Wirtschaft
Der größte Teil des liechtensteinischen BIP wird in der Industrie erwirtschaftet. Haupthandelspartner sind die USA gefolgt von der EU und der Schweiz. Des weiteren ist der Finanzsektor von Bedeutung, mit der industriellen Entwicklung etablierte sich in Liechtenstein aber auch ein starkes Bankenwesen. Heute erwirtschaften die fünf grössten Banken mit rund 1.400 Angestellten eine Bilanzsumme von über 30 Milliarden Franken. Viele internationale Banken haben Ableger in Liechtenstein. Die LGT Bank ist im Besitz der Fürstenfamilie. Wie die Schweiz hat Liechtenstein auch das Bankgeheimnis. Das BIP betrug 2001 4,2 Mrd. Franken. Das sind pro Kopf 120.000 Franken (80.000 Euro).
Im Industriesektor sind die bekanntesten Unternehmen vermutlich die Hilti AG (Bohrtechnik, Bauausrüstungen), Ivoclar Vivadent AG (Zahntechnik), ThyssenKrupp Presta AG (Automobilzulieferer), Hoval AG (Heiz- und Lüftungsgeräte), die Ospelt Gruppe (Lebensmittel) und die Hilcona AG (Lebensmittel) und Neutrik AG (Elektrotechnik) in Schaan sowie die Unaxis in Balzers (Elektronikbereich).
Der Schweizer Franken ist die offizielle liechtensteinische Währung. Gelegentlich prägt Liechtenstein auch eigene Münzen (ausschliesslich zu besonderen Zwecken).
Kultur
Für ein so kleines Land verfügt das Fürstentum über eine erstaunliche Anzahl an künstlerischen und kulturellen Aktivitäten und Vereinigungen, zudem über eine blühende Jugendkultur (beispielsweise eine Reihe hochwertiger und auch überregional recht bekannter Rock- und Popbands). Zahlreiche Vereine profilieren sich als Träger lokaler Kulturereignisse. In Liechtenstein gibt es neben verschiedenen kulturellen Einrichtungen ein neu gebautes und konzipiertes Landesmuseum (eröffnet November 2003), Kunstmuseum, Skimuseum, Postmuseum, mehrere moderne Ortsmuseen und im Ort Schaan das Theater am Kirchplatz. Seit Oktober 2003 gibt es in Vaduz das Kleintheater Schlösslekeller. Im Bereich Bildende Kunst sind unter anderem zu erwähnen der Bildhauer Georg Malin, der Maler Bruno Kaufmann, der Maler Martin Frommelt aus Schaan sowie die Vaduzer Künstlerin Regina Marxer.
Sport
Die Liechtensteiner Fussballvereine nehmen am Spielbetrieb des Schweizer Fussballverbandes teil. Den Cup jedoch führen die Liechtensteiner unter eigener Regie, so dass jedes Jahr eine liechtensteinische Mannschaft am UEFA-Cup teilnehmen kann. Diese Ehre erhält meistens der Cup-Seriensieger FC Vaduz, der in der zweithöchsten Schweizer Liga zu den besten Teams gehört und auch schon Barrage-Spiele bestritt.
Der grösste Erfolg im liechtensteinischen Vereinsfussball war 1996, als die Amateure des FC Vaduz, damals noch in der 1. Liga des SFV (dritthöchste Liga), den lettischen Gegner FC Universitate Riga (1:1, 4:2) im Pokal der Pokalsieger bezwangen. Sie scheiterten jedoch anschliessend gegen den lukrativen Gegner Paris St. Germain (0:4, 0:3).
Die Fussballnationalmannschaft Liechtensteins nimmt an WM- und EM-Qualifikationen teil. Der grösste Erfolg war das 4:0 gegen Luxemburg an der WM-Qualifikation 2006 am 13. Oktober 2004; erst vier Tage zuvor hatte Liechtenstein ein sensationelles 2:2 gegen den gegenwärtigen Vizeeuropameister Portugal erreicht. Bekanntester Spieler der Nationalmannschaft ist Mario Frick (Ternana Calcio), der als erster Liechtensteiner in der italienischen Serie A debütierte (26. August 2001), in welcher er sieben Tore für Hellas Verona realisierte.
Siehe auch: Liechtensteiner Fussballnationalmannschaft
Im Ski Alpin hat Liechtenstein einige Erfolge vorzuweisen. Der Höhepunkt war – abgesehen von diversen Weltcup-Siegen –, als die Liechtensteinerin Hanni Wenzel zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen im Winter 1980 gewann. Zur Zeit ist Marco Büchel der bekannteste und erfolgreichste Skifahrer des Landes.
Siehe auch: Liste der olympischen Medaillengewinner aus Liechtenstein
Weblinks
- [http://www.liechtenstein.li Offizielles Portal des Fürstentums Liechtenstein]
- [http://www.tourismus.li Offizielles Portal von Liechtenstein Tourismus]
- [http://www.fuerstenhaus.li Das Fürstenhaus]
- [http://www.llv.li Portal der Liechtensteinischen Landesverwaltung]
- [http://www.landtag.li Offizielle Homepage des Liechtensteinischen Landtags]
- [http://www.gesetze.li Liechtensteinische Gesetze]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=97 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.kunstmuseum.li Kunstmuseum Liechtenstein]
- [http://www.un.int/liechtenstein Mission von Liechtenstein bei der UNO]
- [http://www.lihk.li/ Liechtensteinische Industrie- und Handelskammer]
- [http://www.radio.li/ Liechtensteinischer Rundfunk (LRF) Radio Liechtenstein]
Kategorie:Staat
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Kategorie:Monarchie
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Davos
Davos (in der Ortsmundart Tafaas; ital. Tavate; rät. Tavau) ist eine Gemeinde im gleichnamigen Kreis, Bezirk Prättigau/Davos des Kantons Graubünden in der Schweiz. Davos liegt auf 1'560 m ü.M. und ist mit rund 12'560 Einwohnern (Ende 2004) die höchstgelegene Stadt in der Schweiz und in Europa. Davos bietet seinen Besuchern 5'651 Hotelbetten und 16'100 Betten in Ferienwohnungen/Privatzimmern (jährlich 2.1 Mio. Übernachtungen).
Geographie
Europa
Die Stadt Davos liegt im Kanton Graubünden. Mit 254.54 km² ist sie die flächenmässig zweitgrösste Gemeinde der Schweiz.
Ortsteile - sogenannte Fraktionen - von Davos sind Davos Dorf, Davos Platz, Clavadel, Frauenkirch, Glaris, Monstein, Wolfgang und Laret.
Die Gemeinde umfasst das Haupttal, das Landwassertal mit dessen Seitentälern, dem Flüelatal, dem Dischmatal und dem Sertigtal sowie das auf der anderen Seite des Wolfgangpasses gelegenen Weilers Laret.
Der Ort wird von verschiedenen markanten Bergen umrahmt. Von Norden aus im Uhrzeigersinn:
Seehorn, Büelenhorn, Brämabüel, Jakobshorn, Rinerhorn, Tinzenhorn, Altein, Schiahorn, Weissfluhjoch/Weissfluhgipfel.
Die Wintersportgebiete von Davos werden unter dem Namen Davos Klosters Mountains zusammengefasst:
Brämabüel/Jakobshorn, Parsenn, Pischa, Rinerhorn
Geschichte
Besiedelung
Das damals nach offizieller Geschichte unbewohnte Davos wurde im 13. Jh. von den aus dem Wallis stammenden Walsern besiedelt. Einzelne Dorf- und Flurnamen deuten jedoch durch ihre romanische Betonung darauf hin, dass es zumindest zu Beginn auch eine romanischsprechende Bevölkerung gegeben haben muss.
Walser
Der Kurort
1853 entdeckten Alexander Spengler und später Willem-Jan Holsboer, das wohltuende und gesundheitsfördernde Klima der Erreger-armen Höhenluft, die besonders für Lungenkranke (vor allem Asthma) heilsam ist, insbesondere da in dieser Höhe keine Hausstaubmilben leben.
Mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Landquart nach Davos und deren Eröffnung 1890 wurde die Entwicklung des Ortes noch beschleunigt: Hotels, Pensionen, Sanatorien und Villen wuchsen wie Pilze aus dem Boden. Damit wurde Davos als Luftkurort weltbekannt.
In der Folge begannen viele Kantone und Länder in Davos ihre eigenen Sanatorien zu bauen.
Die bekanntesten, die noch heute existieren sind:
- Deutsche Hochgebirgsklinik Davos Wolfgang [http://www.hochgebirgsklinik.ch]
- Nederlands Asthmacentrum Davos [http://www.nad.ch]
- Zürcher Hochgebirgsklinik Davos Clavadel [http://www.zhd.ch]
Andere sind inzwischen Teil der Geschichte:
- Alexanderhausklinik (2004)
- Thurgauer/Schaffhauser Klinik Davos [http://www.tsh.ch] (Frühling 2005)
Schaffhauser ]]
Das erste Rodelrennen wurde 1883 in Davos ausgetragen. Von der Schatzalp aus wurden auch Bobrennen durchgeführt. Der bekannte Schriftsteller Arthur Conan Doyle beschrieb in einem launigen Essay 1889 das Skilaufen in Davos und löste damit die bis heute andauernde Beliebtheit des Ortes speziell bei den Briten aus.
Im Dezember 1934 wurde in Davos der weltweit erste Bügelskilift von der Davoser Skischule in Betrieb genommen. Der knapp 300 Meter lange Lift wurde im Januar 1935 in einem Kurzfilm dokumentiert. Heute findet dort jährlich La Nuit blanche statt.
La Nuit blanche
Im Zentrum von Davos befindet sich bis heute die grösste Natureisbahn Europas. Gleich nebenan ist das Eisstadion, der Heimarena des 1921 gegründeten HC Davos. Dieser hat als Rekordmeister schon 27 Schweizer Meister Titel gewonnen. Der letzte Erfolg gelang den Davosern im Jahre 2005, als sie in der Finalserie die ZSC Lions mit 4:1 bezwangen.
Jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr empfängt hier der HC Davos 4 andere Clubmannschaften zum Spengler Cup - dann wird Davos jeweils zum Nabel der Eishockeywelt. 2004 gewann der HC Davos das Turnier gegen Sparta Prag im Final mit 2:0.
Internationale Schlagzeilen
1936 geriet Davos in die internationalen Schlagzeilen, als der jüdische Student David Frankfurter den 1917 aus Deutschland nach Davos übergesiedelten NSDAP-Landesgruppenleiter Wilhelm Gustloff erschoss. Die Nazis antworteten mit Verbalattacken auf die Schweiz, während Frankfurter im selben Jahr in Chur zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt wurde (1945 begnadigt und ausgewiesen).
Sehenswürdigkeiten
1945Winterpanorama über Davos vom Jakobshorn aus
Davos ist heute als Wintersportzentrum beliebt und auch im Sommer ein Magnet für zahlreiche Touristen. Die Architektur ist von einem für die Region ungewöhnlichen Flachdachstil geprägt, der seine Ursprünge in der Sanatorienzeit hat.
Eine beliebte Einkaufsstrasse ist die Stadtpromenade. Sie wird von gemütlichen Restaurants gesäumt, die Preise sind der Meereshöhe angepasst, die Bündner Bäckereien sagenhaft.
Wer es ruhig mag, kann im Sommer im Davosersee durchaus auch baden (auch segeln oder surfen) oder das Davoser Kirchner Museum mit der umfangreichen Sammlung an Werken des bedeutenden deutschen Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner besuchen.
Infrastruktur
Ernst Ludwig Kirchner
Verkehr
Die Stadt ist über das Prättigau mit dem Auto oder via Zug im Stundentakt mit der Rhätischen Bahn von Landquart aus (Schnellzughaltestation) leicht erreichbar. Weitere Strassen führen Richtung Osten über den Flüelapass ins Engadin sowie Richtung Südwest via Lenzerheide nach Chur resp. in Richtung Thusis. In diese Richtung läuft auch eine weitere Eisenbahnstrecke.
Davos besitzt ein eigenes Ortsbusnetz, das auf 11 Linien Davos Dorf und Platz mit den Aussenbezirken und den Seitentälern verbindet. Es wird vom Verkehrsbetrieb der Landschaft Davos (VBD) und einigen Subunternehmern betrieben.
Von Davos aus führen viele Seilbahnen auf die umliegenden Berge, die Sommer und Winter beliebte Ausflugsziele sind - unabhängig, ob man mit oder ohne Sportabsichten kommt.
Lehre und Forschung
Davos behebergt eine Reihe von z.T. international bekannten Forschungseinrichtungen:
- Das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) [http://www.slf.ch] ist ein Teil der Forschungsanstalt WSL [http://www.wsl.ch] (Teil der ETH)
- Das Weltstrahlungszentrum (PMOD/WRC) [http://www.pmodwrc.ch]
- Das AO Forschungsinstitut für die Erforschung von Knochenbruchbehandlung [http://www.aofoundation.org]
- Das Schweizerische Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF) [http://www.siaf.unizh.ch]
Veranstaltungen
Knochenbruch)]]
Davos ist auch ein international bekannter Kongressort. Jährlich wiederkehrende Kongresse aus allen Bereichen der Medizin sind die unspektakuläre Seite dieser Aktivität. Mehr für Schlagzeilen und auch für Demonstrationen sorgt das Weltwirtschaftsforum (WEF).
Andere Schlagzeilen berichten über den Swiss Alpine Marathon, den höchstgelegen Ultramarathon Europas.
Der Spengler Cup, der jährlich zwischen Weihnachten und Neujahr stattfindet, ist das weltweit berühmteste Eishockey-Klubturnier. Insgesamt 80'000 Zuschauer machen dann Davos jeweils zum Mekka des Eishockeys.
Kultur
Sir Arthur Conan Doyle schrieb 1899 einen Artikel über das Skifahren in Davos, was diesen Ort vor allem bei den Engländern sehr beliebt machte. Es kann als Erbe dieses Artikels angesehen werden, dass jedes Jahr ein Skirennen stattfindet, an dem nur Schweizer und Britische Parlamentarier teilnehmen.
Thomas Mann machte Davos mit seinem 1924 erschienen und später auch verfilmten Roman Der Zauberberg auch in der deutschsprachigen Welt berühmt. Das im Buch beschriebene Sanatorium steht noch heute auf der Schatzalp.
Der berühmte deutsche Expressionist und Mitbegründer der Künstlervereinigung "Die Brücke" Ernst Ludwig Kirchner verbrachte die Jahre 1917 bis 1938 in Davos. Er wohnte zuerst auf der Stafelalp, später im Haus in den Lärchen in Davos Frauenkirch und schlussendlich bis zu seinem Freitod im Haus auf dem Wildboden. Zahlreiche Werke dieses Künstlers werden im eigens dafür gebauten und 1992 eröffneten Kirchnermuseum [http://www.kirchnermuseum.ch] gezeigt.
Bekannte Davoser
1992]
- Wissenschaft:
- Carl Dorno (Naturforscher und Gründer des WRC)
- Werner Munter (Bergführer, Autor und Sicherheitsexperte für alpines Klettern)
- Dr. Alexander Spengler (Arzt)
- Dr. Carl Spengler (Arzt)
- Dr. Lucius Spengler (Arzt und Eishockeyspieler)
- Kunst/Kultur:
- Jürg Federspiel (Schriftsteller)
- Marc Forster (Regisseur)
- Thomas Hirschhorn (Künstler)
- Sophie Taeuber-Arp (Künstlerin)
- Sport:
- Martina Accola (Skirennfahrerin)
- Paul Accola (Skirennfahrer)
- Ambrosi Hoffmann (Skirennfahrer)
- Daniela Meuli (Snowboarderin)
- Sonstiges:
- Ursula Wyss (Politikerin)
Weblinks
- [http://www.gemeinde-davos.ch Offizielle Website der Gemeinde Davos]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D1571.html Artikel Davos] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.davos.ch Tourismusinformationen über Davos]
Kategorie:Kurort
Kategorie:Ort in der Schweiz
Kategorie:Ort im Kanton Graubünden
Kategorie:Schweizer Gemeinde
GemeindevorsteherDer Gemeindevorsteher ist im Fürstentum Liechtenstein der oberste Vertreter der jeweiligen Gemeinde.
Der Titel entspricht dem eines deutschen Bürgermeisters. Er gehört von Gesetzes wegen dem Gemeinderat als Mitglied und Vorsitzender an und wird in einem besonderen Wahlverfahren nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl bestimmt. Er wird durch einen Vizevorsteher vertreten. Nur im Hauptort Vaduz wird der Titel Bürgermeister verwendet.
Kategorie:Kommunalpolitik
Kategorie:Liechtenstein
Vaterländische UnionVaterländische Union ist der Name zweier politischer Parteien in Europa:
- einer liberal-konservativen Partei im Fürstentum Liechtenstein, siehe Vaterländische Union (Liechtenstein)
- einer konservativen Partei in Litauen, siehe Vaterländische Union (Litauen)
Maiensäss]]
Der Maiensäß oder Niederleger (manchmal auch Vorsäß, schweiz. Vodersäss) ist die Bezeichnung für die untere von zwei Almen, welche im jahreszeitlichem Wechsel genutzt werden. Die Bauern ziehen beim Almauftrieb Ende Mai mit ihrem Vieh von ihren Häusern im Tal hinauf in den Niederleger, bevor es Ende Juni ganz hinauf auf die höhergelegenen Almen, den Hochleger, geht. Mitte September erfolgt dann der Almabtrieb zum Niederleger, bevor es Mitte Oktober wieder zurück ins Tal geht.
Der Begriff bezeichnet statt der ganzen Alm oft konkret die bewohnte Almhütte.
Kategorie:Alm
WanderungEine Wanderung kann sein
- im engeren Sinn: ein Weg, den man zu Fuß zurücklegt. Dies kann auf als solche gekennzeichneten Wanderwegen geschehen. Siehe Wandern
- im weiteren Sinne und im wissenschaftlichen Gebrauch des Wortes (in der Soziologie: "horizontale Mobilität") ist jede Ortsveränderung von Personen, die von längerer oder bleibender Dauer ist. Siehe Migration.
Siehe auch: Auswanderung, Zuwanderung, Einwanderung, Seelenwanderung, Völkerwanderung, Aalwanderung, Wanderniere, Wandervogel
Nikolaus von Flüe
Nikolaus von der Flüe oder Bruder Klaus ( - 1417; † 21. März 1487 auf dem Flüeli bei Sachseln (Obwalden, Schweiz)) war ein Schweizer Einsiedler, Asket und Mystiker. Was wie ein Familienname aussieht, ist in Wirklichkeit eine Herkunftsbezeichnung, die von seiner Geburtsstätte herrührt.
Leben
Nikolaus wurde in eine Obwaldner Bergbauernfamilie geboren. Von 1440 bis 1444 nahm er als Offizier am Alten Zürichkrieg teil. Nach dem Krieg heiratete er Dorothea Wyss, mit der er zehn Kinder hatte. Er lebte als für damalige Verhältnisse wohlhabender Bauer, war Ratsherr des Kantons und Richter seiner Gemeinde.
1467 - das jüngste Kind war noch kein Jahr alt, der älteste Sohn jedoch schon zwanzig, so dass dieser als Bauer die Familie ernähren konnte - verließ Nikolaus mit dem Einverständnis seiner Frau seine Familie, um Einsiedler zu werden. Er pilgerte zunächst Richtung Hochrhein, ließ sich dann aber im Ranft, einer Schlucht nur wenige Minuten von seinem Haus, als Einsiedler nieder. Deshalb wird er von der Bildenden Kunst als hagerer, bärtiger Mann (vgl. Abb.) mit Stock und Rosenkranz dargestellt.
In seiner Klause führte er als Bruder Klaus ein intensives Gebetsleben, der Schwerpunkt seiner Betrachtungen war die Vertiefung in das Leiden Christi. Immer wieder will er von intensiven Visionen heimgesucht worden sein, die ersten sollen sogar schon im Mutterleib stattgefunden haben. Angeblich nahm er für den Rest seines Lebens außer der Eucharistie nichts zu sich und trank lediglich das frische Quellwasser aus einem nahen Bach. Dies bestätigte der zuständige Bischof nach einer Untersuchung.
Gebet
Ein Gebet von Bruder Klaus ist überliefert:
Mein Herr und mein Gott,
nimm alles mir,
was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott,
gibt alles mir,
was mich führet zu dir.
Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.
Wunder
Bruder Klaus erlangte weithin Bekanntheit als Seelsorger und geistlicher Berater. Eine Episode im Zusammenhang mit dem Stanser Verkommnis wurde als Wunder eingestuft:
1481 kam es auf der Tagsatzung in Stans zu einem schweren Konflikt zwischen den vier Stadt- und Land-Orten der damaligen Eidgenossenschaft. Die Tagsatzung endete im Streit, und es drohte Bürgerkrieg. In der Nacht begab sich der Pfarrer von Stans, Heimo Amgrund, zu Bruder Klaus und kam mit einem bis heute unbekannten Rat zurück. Der Pfarrer veranlasste die Ratsherren, nochmals zusammenzutreten, und richtete ihnen die geheime Botschaft des Einsiedlers aus. Daraufhin kamen die Ratsherren nach nur zwei Stunden zu einer Lösung, die Gefahr des Bürgerkriegs war gebannt. Es gab einen erneuerten Bundesschluss mit der Aufnahme der Kantone Freiburg und Solothurn in die Eidgenossenschaft.
Heiligsprechung
Nikolaus von der Flüe wurde bereits 1669 selig, aber erst 1947 heilig gesprochen. Er ist Schutzpatron des Kantons Obwalden und der Schweiz sowie der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB). Sein Grab und seine Einsiedelei wurden schon bald nach seinem Tod zu einem der wichtigsten Pilgerorte der Schweiz.
Sein Todes- und Gedenktag ist der 21. März. Wegen der zeitlichen Nähe zum Josefstag, der am 19. März gefeiert wird und in der katholischen Innerschweiz ein Feiertag ist, wird in der Schweiz der Gedenktag des Nikolaus von der Flüe erst am 25. September gefeiert.
Religionswissenschaftler zu Nikolaus' Mystik
Nach Meinung von Marie-Louise von Franz sind Nikolaus' Visionen teilweise heidnischen Ursprungs und verwässern sein christliches Gottesbild, vor allem die Trinitätsvorstellung. Sie gipfeln in seiner letzten bekanntgewordenen Vision vom erschreckenden Gottesantlitz ("Trinitätsvision", vgl. Abb.), die er in einem langjährigen Prozess in das abstrakte Gottesbild seines Radbildes (vgl. Abb.) transformierte. Es ist im Gegensatz zum christlich-trinitarischen doppeltriadisch strukturiert. Dieser häretische Inhalt des Radbildes brachte Bruder Klaus in die Gefahr, als Ketzer verurteilt zu werden. Daher gab er darüber und über die letzte Vision viel weniger preis als über seine anderen Visionen.
Für Carl Gustav Jung hingegen ist Nikolaus "der einzige hervorragende schweizerische Mystiker von Gottes Gnaden, der unorthodoxe Urvisionen hatte und unbeirrten Auges in die Tiefen jener göttlichen Seele blicken durfte, welche alle durch Dogmatik getrennten Konfessionen der Menschheit noch in einem symbolischen Archetypus vereinigt enthält" (Ges. Werke, 11, § 487). Jung hält Nikolaus deshalb für den Prototyp eines modernen Mystikers jenseits der Spaltung in verschiedene Konfessionen und Religionsbekenntnisse.
Literatur
- Rupert Amschwand, Bruder Klaus. Ergänzungsband zum Quellenwerk von Robert Durrer. Staatskanzlei Obwalden, Sarnen 1987
- F. Blanke, Bruder Klaus von Flüe. Seine innere Geschichte. Zürich 1948
- Peter Dörfler, Niklaus von Flüe. Ein Bildnis. Kösel Verlag, München 1953
- Robert Durrer, Bruder Klaus. Die ältesten Quellen über den seligen Niklaus von Flüe, sein Leben und seinen Einfluss. Sarnen, 1917-1921, 2 Bde. [Das Quellenwerk]
- Marie-Luise von Franz, Die Visionen des Nikolaus von Flüe. Zürich 1959
- Roland Gröbli, Die Sehnsucht nach dem "einig Wesen" - Leben und Lehre des Bruder Klaus von Flüe. Zürich 1989 (3. Auflage 1992) [Standardwerk der jüngeren Bruder-Klaus-Forschung]
- J. Hemleben, Nikolaus von der Flühe - Der Heilige der Schweiz. Frauenfelden/Stuttgart 1977
- W. T. Huber, Der göttliche Spiegel. Bern 1981
- B. Lavand, Vie profonde de Nicolaus. Fribourg/Uechtl. 1942
- L. v. Matt/W. Durrer/J. K. Scheuber, Nikolaus von Flüe. Zürich 1947 [Offizielles Gedenkbuch der Heiligsprechung]
- Johann Ming, Der selige Bruder Nikolaus von Flühe, sein Leben und Wirken. 4 Bände, Luzern 1861-1878
- W. Muschg, Die Mystik in der Schweiz, S. 383-398. Frauenfelden/Leipzig 1935
- W. Oehl, Bruder Klaus und die Mystik, in: Zeitschrift für Schweizerische Kirchengeschichte, Bd. 11 (1917) 164-174, 241-254
- D. Planzer, Zu Bruder Klaus' Sprüchen und Gebet, in: Zeitschrift für Schweizerische Kirchengeschichte, Bd. 32 (1938) 39-46
- A. Stoeckli, Die Visionen des seligen Bruder Klaus. Einsiedeln 1933
- Stückelberg, Die schweizerischen Heiligen des Mittelalters. Zürich 1903
- A. Wagner, Ein Beitrag zur Bruder-Klaus-Forschung aus Geschichte und Kunst. Festg. f. R. Durrer (1928) 383-398
Weblinks
- [http://www.flueliranft.ch/bruderklaus/ Sachseln und Flüeli-Ranft: >>Bruder Klaus]
- [http://www.stiftungbruderklaus.ch/ Stiftung Bruder Klaus]
- [http://www.psychovision.ch/rfr/radbild2.htm Das Radbild des Nikolaus von der Flüe als Symbol des Aufbaus des "Hauchkörpers"]
- [http://www.helmut-zenz.de/hzflue.htm Helmut Zenz: Klaus von der Flüe im Internet]
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Siehe auch: Verwaltungsgliederung Liechtensteins
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ko:분류:리히텐슈타인의 도시 Software patents under TRIPs AgreementThe WTO's Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights (TRIPs), particularly Article 27, are important elements in the debate on the international legal framework for the patentability of software, and on whether software and computer-implemented inventions should be considered as a field of technology, as TRIPs is binding on all members of the WTO.
Article 27 of TRIPs
Article 27 paragraph 1 of TRIPs states that:
:"(...) patents shall be available for any inventions, whether products or processes, in all fields of technology, provided that they are new, involve an inventive step and are capable of industrial application. (...) patents shall be available and patent rights enjoyable without discrimination as to the place of invention, the field of technology and whether products are imported or locally produced."
The only acceptable exceptions to this provision are laid down in the paragraphs 2 and 3 of the same Article 27. The following elements may be excluded from patentability by WTO members under TRIPs:
- (...) inventions, the prevention within their territory of the commercial exploitation of which is necessary to protect ordre public or morality, including to protect human, animal or plant life or health or to avoid serious prejudice to the environment, provided that such exclusion is not made merely because the exploitation is prohibited by their law. (paragraph 2)
- diagnostic, therapeutic and surgical methods for the treatment of humans or animals; (paragraph 3(a)) and
- plants and animals other than micro-organisms, and essentially biological processes for the production of plants or animals other than non-biological and microbiological processes. (...) (paragraph 3(b)).
However as Paul Hartnack, then Comptroller-General of the UK Patent Office, commented in 1998 [http://www.patent.gov.uk/about/ippd/softpat/1000.htm]:
:Some have argued that the TRIPS agreement requires us to grant patents for software because it says "patents shall be available for any inventions.....in all fields of technology, provided they are.....capable of industrial application". However, it depends on how you interpret these words.
:Is a piece of pure software an invention? European law says it isn’t. Is pure software technology? Many would say no. Is it capable of "industrial" application? Again, for much software many would say no.
:TRIPS is an argument for wider protection for software. But the decision to do so should be based on sound economic reasons. Would it be in the interests of European industry, and European consumers, to take this step?
To date, the interpretation of Article 27 has been tested in the 2002 dispute between the U.S. and Argentina over patent protection for pharmaceuticals (which was solved by mutual agreement) and the 2000 panel report also on patent protection for pharmaceuticals, in a case brought by the EU against Canada. However, there have been no dispute settlement procedures regarding software patents. In the meantime, its relevance for patentability in the domains of, for example, computer-implemented business methods, computer science and software information technology remains uncertain. In other words, whether "inventions" in certain "technologies", such as computer software technology and information technology, are to be considered as inventions and fields of technology for the purposes of patent law under Art. 27 remains an open question.
Relationship with copyright protection
Article 10 paragraph 1 of TRIPs provides that a computer program is a type of work which is eligible for protection under copyright law:
:"Computer programs, whether in source or object code, shall be protected as literary works under the Berne Convention (1971)."
Article 10 paragraph 2 requires that arrangements of information are to be considered as "intellectual creations":
:"Compilations of data or other material, whether in machine readable or other form, which by reason of the selection or arrangement of their contents constitute intellectual creations shall be protected as such."
The WIPO Copyright Treaty (WCT), although not binding on WTO members that have not joined the WCT, similarly provides in Article 4:
:"Computer programs are protected as literary works within the meaning of Article 2 of the Berne Convention. Such protection applies to computer programs, whatever may be the mode or form of their expression."
Article 13 of TRIPs provides that any limitations and exceptions to exploitation of intellectual property rights must generally be restricted (see Berne three-step test):
:"Members shall confine limitations and exceptions to exclusive rights to certain special cases which do not conflict with a normal exploitation of the work and do not unreasonably prejudice the legitimate interests of the rights holder".
Is there conflict between these provisions?
There are different views on whether these provisions are in conflict; some consider that software should not be patentable to the extent that conflict exists.
Those who claim that there is no conflict argue that:
:These provisions do not explicitly exclude inventions in the field of computer science (for example) from patent protection, by virtue of a member state's legal provision. Exclusive rights arising from copyright are not necessarily incompatible with other types of exclusive rights. For example, the appearance of an object may be protectable as an industrial design (in some countries called design patents) and protectable under copyright law as a work of applied art. Similarly, a logo can be protected by both trademark law and copyright law if the requirements of both laws are satisfied.
Opponents respond with:
: The comparison between trademark and copyright law is not relevant because the interaction between patents and copyright is not the same as the interaction between trademarks and copyright. Similarly, industrial designs are distinct from software in that an industrial design drawing will look similar to copyrighted art, and the scope of protection will only be slightly broader.
:It all depends how "invention" and "technology" are defined. If invention is taken to mean a new teaching on the way physical effects are employed to achieve a useful end then there is no conflict between the regimes. However, if "inventions in the field of computer science" is taken to mean logical and mathematical discoveries in information processing, then these are not inventions but programs, and as intellectual creations they are not suitable subject matter for patents.
Proponents of software patentablity say:
:Relying on Article 13 TRIPs as an argument against software patents is based on a misconception: copyright may be used as protection for software, and software patents may be used as protection for an invention that is implemented by means of software. However, neither copyright nor a patent grants a positive right to exploit your own software; they just prevent others from using (the technical invention implemented by means of) your software.
Opponents answer:
:This interpretation is incorrect. Copyright is both a positive right to exploit your own work and a right to restrict others from exploiting it, so it must balance freedom of information and expression for the author and the public with restriction, not least because it relates to information entities and freedom of information and expression which are fundamental human rights. A patent, by contrast, is only negative - a right to forbid others from making or using without permission. Copyrights have since their inception in the Statue of Anne as an incentive to promote publication to benefit the public learning and must be seen in part as a right to "publish and vend". The U.S. Constitution actually requires publication as a prerequisite for copyright. A copyright owner should always be able to use his own intellectual creation the way he wants, of course subject to national laws, e.g. on censorship or morality.
Proponents say:
:Article 13 TRIPs ensures that exceptions on your right to prohibit other people from using your copyright are limited;
Opponents answer:
:This sentence is flawed because it is not based on what is written only an assertion about 'copyright law' as a concept (and the concept of copyright as purely a negative property right is by no means universally shared even amongst lawyers), if one can 'authorize' certain actions as is spelt out in Berne, at one point there must be a point where you can exercise those actions yourself within reasonable provisions of censorship. It would be impossible to obtain reward for your work if copyright was only a right to prevent others from performing certain actions without empowering publishing, and more seriously it would become an information monopoly device with no benefit to society. Article 13 reads: Members shall confine limitations or exceptions to exclusive rights to certain special cases which do not conflict with a normal exploitation of the work and do not unreasonably prejudice the legitimate interests of the right holder. These rights include the rights to authorize publication and performance. So what it says is that Members must confine limitations to the rights reserved to copyright holders to authorize certain actions in order to extract value from their work as is only fair.
Proponents say:
:Article 30 TRIPs fulfils the same purpose as regards patents.
Opponents counter:
:No, it leaves a door open: Members may provide limited exceptions to the exclusive rights conferred by a patent, provided that such exceptions do not unreasonably conflict with a normal exploitation of the patent and do not unreasonably prejudice the legitimate interests of the patent owner, taking account of the legitimate interests of third parties. The right to exercise the copyright prerogative without getting sued for your own work is such legitimate interest.
Proponents say:
:Whether you are allowed to use your own software depends on laws (the use of software for copying protected media may be prohibited by law) and on whether other people have earlier rights (if your software infringes somebody else's earlier copyright or patent, you may only use your software if you have obtained a license from that somebody else).
Opponents counter:
:Censorship is a red herring because there are special provisions for censorship in the Berne Convention which makes this exempt from any exclusive right test, however most people don't believe that patent offices should constitute a "competent authority" for exercising such a function. The author's exclusive rights are not diluted by censorship but they are when patent holders enter the fray. Copyright is also not a good comparison, you have control over your original work and your right since you cannot infringe with an independent creation there is no such collision of rightholders. In a patent system, authors have no control, anybody can threaten to sue them and they cannot prevent it. It becomes impossible to write software without risking patent infringement since necessary incidents to the art have been claimed as processes. Essentially this is what goes to the core discussion in the Software patent article.
See also
- EU Directive on the patentability of computer-implemented inventions
- idea-expression divide
- Software patent
- Software patent debate
- Software patents under the European Patent Convention
External links
- Official text of the TRIPs Agreement
- [http://www.wto.org/english/docs_e/legal_e/27-trips_04_e.htm Articles 9 to 21 of TRIPS]
- [http://www.wto.org/english/docs_e/legal_e/27-trips_04c_e.htm Articles 27 to 38 of TRIPS]
- All WTO documents on disputes regarding the TRIPs Agreement (including links to the cases on Article 27.1 mentioned above)
- [http://www.wto.org/english/tratop_e/trips_e/intel5_e.htm TRIPS Agreement caselaw]
- SWPAT WG/FFII: [http://swpat.ffii.org/analysis/trips/ The TRIPs Treaty and Software Patents (pdf)]
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category:International trade
Category:Patent law
Category:Intellectual property treaties
Category:World Trade Organization
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