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Willisau
Willisau ist der Hauptort des gleichnamigen Amtes des Kantons Luzern in der Schweiz
Am 25. Januar 2004 beschlossen die stimmberechtigten Einwohner der beiden Gemeinden Willisau Stadt und Willisau Land die Fusion zur neuen Gemeinde Willisau auf den 1. Januar 2006.
Willisau-Stadt
Willisau-Stadt liegt im Luzerner Hinterland am Rande der nördlichen Ausläufer des Napfs, am Zusammenfluss von Buch- und Enziwigger. Die Gemeinde ist beinahe gänzlich von Willisau-Land umschlossen. 60% der 3,37 km² Fläche sind mit Wald bedeckt.
Der Rest ist stark überbaut. Zur Gemeinde Willisau-Stadt gehören als Kern das Städtchen, das nähere Umland im Talkessel und auf dem südlichen Hügel (Schulen), der Willbergwald nördlich der Kernzone und die Hirseren.
Den zweitgrössten Teil bilden die Sänti, das Industriegebiet Rossgassmoos und ein Teil des St. Niklausen-Hügels. Ebenfalls zu Willisau-Stadt gehört das Staldenmoos an der Strasse gegen Gettnau. Die Grenzziehung ist äusserst kompliziert und geht auf historische Ereignisse zurück.
Willisau-Land
Willisau-Land ist mit seinen 3788 Hektaren die flächenmässig grösste Gemeinde im Amt Willisau.
Das Gemeindegebiet ist Teil des so genannten Inneren Willisauer Berglandes, das gegen Norden durch das Quertal Huttwil-Gettnau-Alberswil begrenzt wird. Die Gemeinde erstreckt sich zum grössten Teil über die nördlichen Ausläufer des Napf und stösst gleichzeitig an das sich öffnende obere Wiggertal.
Die Landschaft ist zur Hauptsache durch die unverwechselbaren besonderen Eigenschaften der Napfabdachung geprägt, mit ihren Eggen und Krächen, den ausgedehnten Hügelzügen mit den stotzigen und sanften Abhängen, den wasserreichen, schmäleren und breiteren Talböden.
Recht gross sind die Höhenunterschiede innerhalb der Gemeinde: Wydenmühle 534 m ü.M., Gutenegg im Menzberggebiet 1070 m ü.M.. Die wechselvolle Landschaft mit ihrem Waldreichtum besitzt vielerlei Reize und kennt eher ein rauhes, oft dem Wind ausgesetztes Klima.
Bevölkerung
Willisau-Land: 4052 Einwohner (2003)
Willisau-Stadt: 3075 Einwohner (2003)
Total: 7127
Amtssprache ist Deutsch
Geschichte
893
Eine alemannische Hofsieldung Cozeriswilare / Gesserswil im Willisauer Bergland aktenkundig
1101
Erstmalige Erwähnung des Ortes Willineshôwo
1302/1203
An Stelle des bisherigen Pfarrdorfes errichten die Freiherren von Hasenburg ein befestigtes Zentrum
1330
Willisau erhält das Recht zur Abhaltung von Jahr- und Wochenmärkten
1367
Durch Heirat werden die Grafen von Aarburg Willisauer Stadtherren
1375
Im Gugler-Krieg lässt Herzog Leopold die noch schlecht bewehrte Kleinstadt abbrennen
1386
"Landesvater" Herzog Leopold befiehlt beim Auszug aus Willisau die erneute Vernichtung der Stadt (vor der Schlacht bei Sempach)
1407
Die Nachfahren der Hasenburger verkaufen Stadt und Grafschaft Willisau an die Stadt Luzern - Die lukrative Landvogtei Willisau ist vier Jahrhunderte Teil des Stadtstaates Luzern
1471
Willisau wird durch einen Stadtbrand zerstört
1704
Der Grossteil der Stadt brennt zum vierten Mal ab
1798
Im Gefolge der Staatsumwälzung verlieren die Stadtbürger ihre Vorrechte. Die Steuerbezirke Stadt und Kirchgang ausserhalb der Stadt werden zu Munizipalitäten
1803
Die Mediationsregierung erklärt die Munizipalitäten Stadt und Landschaft zu eigenständigen Gemeinden
ab 1990
Willisau-Stadt und Willisau-Land verstärken ihre Zusammenarbeit und lösen immer mehr Aufgaben gemeinsam
2004
Am 25. Januar 2004 wird über die Vereinigung der Gemeinden Willisau-Stadt und Willisau-Land abgestimmt. Bei einer sehr hohen Stimmbeteiligung (80% Willisau-Stadt, 81% Willisau-Land) wird die Vorlage deutlich angenommen.
Kunst, Kultur
Jedes Jahr findet das Jazz Festival in Willisau statt.
Bekannte Persönlichkeiten mit Bezug zu Willisau
(in alphabetischer Reihenfolge)
- Marianne Alvoni - Schweizer Modedesignerin (Heimatort Willisau) mit Residenz Verona und Worb (Bern)
- Ruth Metzler-Arnold - alt Bundesrätin (1999-2003)
Weblinks
- [http://www.willisau.ch Offizielle Website der Gemeinden Willisau-Land und Willisau-Stadt]
- [http://www.willisau-tourismus.ch Tourismus-Website Region]
- [http://www.jazzwillisau.ch Jazz Willisau]
- [http://www.region-willisau.ch Informationen über die Region Willisau]
- [http://www.alvoni.ch Schweizer Modedesignerin Marianne Alvoni-Hellmüller mit Heimatort Willisau]
Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Luzern
Kanton (Schweiz)
Die 26 Kantone der Schweiz sind die Gliedstaaten der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Politisches System
Jeder Kanton hat eine eigene Verfassung und eigene gesetzgebende, vollziehende und rechtsprechende Behörden. Alle Kantone besitzen ein Einkammer-Parlament (Grosser Rat, Kantonsrat, Landrat, Parlament; siehe auch: Kantonsparlament). Dieses hat je nach Kanton 58 bis 200 Parlamentssitze. Die Kantonsregierung (Regierungsrat, Regierung, Staatsrat) besteht je nach Kanton aus fünf bis neun Mitgliedern.
Alle Bereiche, die nicht von der schweizerischen Bundesverfassung dem Bund zugewiesen bzw. von einem Bundesgesetz geordnet werden, gehören in die Kompetenz der Kantone (staatliche Organisation, Schulwesen, teilweise Gesundheitswesen, teilweise Planungs- und Baurecht, Polizeiwesen, teilweise Gerichtsverfassung, Notariatswesen, kantonales und kommunales Steuerrecht u. a.). Bei vielen dieser Bereiche hat aber der Bund ebenfalls grosse Kompetenzen, so dass oft ein Kompetenzwirrwarr festzustellen ist. Die Kantone ihrerseits können ihren Gemeinden auch eine gewisse Autonomie gewähren. Das Ausmass ist jedoch, wie so oft in der Schweiz, von Kanton zu Kanton verschieden.
In zwei Kantonen, Glarus sowie Appenzell Innerrhoden, bestimmt das Volk in Form der Landsgemeinde seine Kantonsvertreter und entscheidet über Sachfragen. In allen anderen Kantonen werden Wahlen und Abstimmungen über die Urne abgewickelt.
Siehe auch: Politisches System der Schweiz, Föderalismus in der Schweiz
Geschichte
Die sogenannten Urkantone, welche 1291 die Eidgenossenschaft begründeten, sind Uri, Schwyz und Unterwalden. In der Alten Eidgenossenschaft wurden die Kantone auch Orte genannt. Deshalb spricht man in Bezug auf die Ausweitungsphasen der Schweiz von den Acht Alten Orten und den Dreizehn Alten Orten (bzw. der achtörtigen und der dreizehnörtigen Eidgenossenschaft). Verbündete, welche nicht Vollmitglied der Eidgenossenschaft waren, wurden als zugewandte Orte bezeichnet.
In der Helvetischen Republik (1798-1803) waren die Kantone blosse Verwaltungsbezirke ohne Autonomierechte. Die Grenzziehung wurde geändert, um annähernd gleich grosse Kantone zu schaffen und die alte Ordnung zu zerschlagen. Dabei entstanden auch die kurzlebigen Kantone Säntis, Linth, Waldstätten, Oberland, Baden, Lugano und Bellinzona.
Mit der Mediationsverfassung 1803 erhöhte sich die Zahl der Kantone auf 19 und mit dem Wiener Kongress 1815 auf 22. Die Zugewandten Orte wie z.B. die altfrye Republik Gersau, das Gebiet der Abtei Engelberg, usw., wurden allerdings (teilweise gegen ihren Willen) einzelnen Kantonen zugeschlagen. 1979 spaltete sich der Kanton Jura vom Kanton Bern ab.
Anzahl und Reihenfolge
Heute wird die Zahl der Kantone meistens mit 26, manchmal aber auch mit 23 angegeben.
Das rührt daher, dass sechs Kantone (Obwalden, Nidwalden, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Basel-Stadt und Baselland) aus historischen Gründen als Halbkantone bezeichnet werden (bis zur Totalrevision der Bundesverfassung von 1999 wurde diese Unterscheidung noch vorgenommen). Diese Unterscheidung ist lediglich bei der Besetzung des Ständerates und beim Ständemehr relevant, hat jedoch keinen Einfluss auf die innere Autonomie, weshalb es korrekt wäre, von 26 Kantonen, aber von 23 Ständen zu sprechen.
Die übliche Reihenfolge der Kantone (siehe untenstehende Liste) ist in der Bundesverfassung festgelegt. Sie hat jedoch einen viel älteren Ursprung. In der Eidgenossenschaft der Acht Alten Orte standen die Städte Zürich, Bern und Luzern als Vororte in der Hierarchie vor den Landkantonen. Die weiteren Kantone stehen in der Reihenfolge ihres Beitritts.
Liste der Schweizer Kantone mit ihren Eckdaten
In Klammern jeweils der Rang.
Bemerkungen: 1 Stand: 31. Dezember 2004, [http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/bevoelkerung/uebersicht/blank/analysen__berichte/result.html Bundesamt für Statistik], 2 km², 3 Einwohner pro km², Stand 2000 4 Sitz der Regierung und des Parlaments, Sitz der Justiz ist Trogen. 5 Stand: 1. Januar 2005.
8 bis hierher: Die Acht Alten Orte, 13 bis hierher: Die Dreizehn Alten Orte
Die zweibuchstabigen Kantonsabkürzungen (Siglen) sind verbreitet, sie werden u.a. bei den Kfz-Kennzeichen verwendet und sind auch in der ISO 3166-2:CH verwendet (mit dem Präfix "CH-", z.B. CH-SZ für den Kanton Schwyz).
Kantonsnamen in anderen Sprachen
Kanton in allen Schweizer Landessprachen sowie in weiteren Sprachen
Bemerkungen: 1Schweizer Landessprache, 2Wenn es sich von der Sprache oder der Schrift des Hauptortes unterscheidet
Ehemalige Kantone
- Ausserschwyz
- Baden
- Bellinzona
- Fricktal
- Innerschwyz
- Linth
- Lugano
- Oberland
- Säntis
- Waldstätten
Siehe auch
Föderalismus in der Schweiz, Liste der Städte in der Schweiz, Liste der Gemeinden der Schweiz (nach Kantonen und Alphabet), Liste der Bezirke und Distrikte der Schweiz
Weblinks
- [http://www.admin.ch/ch/d/schweiz/kantone/index.html Schweizer Kantone im Internet]
- [http://www.eye.ch/swissgen/kanton-m.htm Informationen über Schweizer Kantone] - viersprachig
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Kategorie:Liste (Geographie)
Kategorie:Politik (Schweiz)
Kategorie:Schweiz
als:Kanton (Schweiz)
ja:スイスの地方行政区画
ko:스위스의 주
simple:Canton
Schweiz
Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde.
Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an Deutschland (345.7 km Grenzlänge), östlich an Liechtenstein (41.1 km) und Österreich (165.1 km), südlich an Italien (734.2 km). Der westliche Nachbar ist Frankreich mit 571.8 km gemeinsamer Grenzlänge.
In Kürze
Frankreich
Die Schweiz ist geprägt von Gebirgen, Seen und Wäldern.
Die Schweizer verstehen sich als «Willensnation» – sie bilden weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich aus der gemeinsamen Geschichte, den gemeinsamen Mythen, gemeinsamen politischen Grundhaltungen (Föderalismus, Volksrechte) und zum Teil aus dem Gefühl, in Europa einen Sonderfall zu bilden.
Der Legende nach wurde die Eidgenossenschaft am 1. August 1291 auf der Rütli-Wiese gegründet. Der 1. August ist deshalb heute Nationalfeiertag.
Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat besteht seit 1848. Sie gliedert sich in 26 Kantone.
Die ständige Wohnbevölkerung beträgt 7.4 Millionen, davon sind 20.6 % Ausländer.
Die Lebenserwartung beträgt 82.8 Jahre für Frauen und 77.2 für Männer (BFS, 2005).
Offizielle Landessprachen sind deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch.
41 % der Schweizer Bürger sind römisch-katholisch und 40 % sind evangelisch-reformiert.
Die Schweiz ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von durchschnittlich 58'000 Schweizer Franken (38'000 Euro) pro Einwohner und Jahr eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Drei Viertel der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungssektor tätig.
Die Schweiz versteht sich als aussenpolitisch neutral. Sie ist Mitglied der UNO, der EFTA, des Europarats, der WTO, nicht aber der Europäischen Union.
Das Landeskennzeichen der Schweiz ist «CH», für Confœderatio Helvetica, die lateinische Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft.
Geografie
CH
Die Schweiz gliedert sich in fünf geografische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite.
38% (14'813 km²) der Schweizer Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Davon sind 30.4% (12'522 km²) Wald. Überbaut sind 5.8% (2418 km²). 25.5 % (10'531 km²) – vorwiegend in den Bergen – gelten als unproduktive Naturfläche.
Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 220 km, die grösste West-Ost-Ausdehnung 348 km.
Geologie
Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer
Plattenkollision Afrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen.
Geologisch wird die Schweiz in fünf Hauptregionen eingeteilt: Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen dem Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene im südlichsten Zipfel des Tessins, dem Mendrisiotto (Mendrisio), sowie die Oberrheinische Tiefebene um Basel, welche zum allergrössten Teil ausserhalb der Schweiz liegen.
Berge
Oberrheinische Tiefebene
In der Schweiz gibt es insgesamt 74 Viertausender. Davon befinden sich 55 ganz in der Schweiz; 19 sind an der Grenze zu Italien. Die zwölf höchsten Berge der Schweiz befinden sich alle in den Walliser Alpen. Der höchste unter ihnen ist die Dufourspitze im Monte-Rosa-Gebirgsmassiv mit 4634 m. Die Dufourspitze ist damit gleichzeitig der höchste Punkt der Schweiz. Der im Ausland bekannteste Berg in den Schweizer Alpen ist das Matterhorn (4478 m) südlich von Zermatt.
Im Berner Oberland bilden der Eiger (3970 m), der Mönch (4107 m) und die Jungfrau (4158 m) eine bekannte Dreiergruppe.
Die markanten Punkte der Ostalpen sind der Piz Bernina (4049 m), der östlichste Viertausender der Alpen, und der Piz Palü (3901 m).
In den Voralpen sind die Erhebungen deutlich tiefer, nicht desto weniger existieren hier bekannte Punkte, so der Luzerner Hausberg Pilatus (2032 m), der Titlis (3238 m), die Rigi (1797 m) im Kanton Schwyz oder der Säntis (2502 m) im Alpstein in der Ostschweiz. Erwähnenswert sind auch die Gebirge im Tessin.
Die grösste Erhebung im Jura befindet sich in Frankreich, es ist der Crêt de la Neige mit 1718 m. Der höchste Schweizer Jura-Berg ist der Mont Tendre mit 1679 m. Der bekannteste Vertreter ist jedoch vermutlich das Chasseral (1607 m). Weitere Berge sind la Dôle (1677 m), Chasseron (1607 m) und le Suchet (1588 m).
Siehe auch: Liste der Berge in der Schweiz
Liste der Berge in der Schweiz]]
Seen
Die Schweiz hat aufgrund ihrer topographischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletscherung während der Eiszeiten viele Seen. Ein Grossteil sind kleinere Bergseen.
Der grösste See der Schweiz ist der Genfersee (580.03 km²) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 % auf Schweizer Boden. Der an Deutschland und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536.00 km² etwas kleiner (23.73 % der Uferlänge auf Schweizer Boden).
Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze (19,28 % auf Schweizer Territorium) bildet mit 193 m ü.M. den tiefsten Punkt der Schweiz.
Die grössten sich ausschliesslich in der Schweiz befindenden Seen sind der Neuenburgersee (215.20 km²), der Vierwaldstättersee (113.72 km²) und der Zürichsee (88.17 km²).
Siehe auch: Liste der Seen in der Schweiz
Flüsse
Liste der Seen in der Schweiz]]
Zwei der drei grössten Flüsse Europas, der Rhein und die Rhône, haben ihren Ursprung in der Schweiz. Beide entspringen im Gotthardmassiv. In der Schweiz befinden sich mehrere Wasserscheiden.
Der Rhein fliesst bei Reichenau im Kanton Graubünden aus Vorder- und Hinterrhein zusammen, wobei nur der Vorderrhein tatsächlich dem östlichen Gotthardmassiv entspringt. Der Hinterrhein entspringt im weiter südlich gelegenen Rheinwald, in der Nähe des San Bernhardino-Passes an der Grenze zum Tessin. Der Rhein fliesst von Reichenau in nördlicher Richtung durch das Rheintal und bildet die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und dem Österreichischen Bundesland Vorarlberg bis in den Bodensee. Bei Konstanz, verlässt er den Bodensee in westlicher Richtung und bildet zu einem grossen Teil die Grenze zu Deutschland (Der grösste Teil des Kantones Schaffhausen und ein Teil des Halbkantons Basel-Stadt befindet sich nördlich des Rheins). Kurz nach Schaffhausen (Neuhausen) befindet sich der grösste Wasserfall Mitteleuropas, der Rheinfall (siehe Bild). Im weiteren Verlauf durchquert er die Stadt Basel und verlässt die Schweiz daraufhin in Richtung Norden bis er schliesslich in die Nordsee mündet.
Die Rhône entspringt auf der westlichen Seite des Gotthardmassivs (Rhônegletscher) und fliesst durch den gesamten Kanton Wallis in den Genfersee. Am westlichen Seeende fliesst die Rhône durch die Stadt Genf, verlässt kurz darauf die Schweiz und mündet ins Mittelmeer.
Mit Ausnahme der Engadiner und Tessiner Gewässer münden alle Gewässer der Schweiz in Rhein oder Rhône.
Der Inn entspringt südlich von St. Moritz (Maloja) im Engadin (Graubünden). Er fliesst durch Silser- und Silvaplanersee in Richtung Norden und verlässt die Schweiz bei Vinadi. Er passiert die bekannten Tiroler Städte Landeck und Innsbruck und mündet im bayerischen Passau in die Donau.
Der Namensgeber des Kantons Tessin, der Ticino, entspringt im südlichen Gotthardmassiv und fliesst durch die Nordhälfte des Kantons in den Lago Maggiore und verlässt damit die Schweiz. Er mündet schliesslich in den Po.
Innerhalb der Schweiz hat der Rhein mit 375 km den längsten Lauf, gefolgt vom Rhein-Zubringer Aare mit 295 km (die Aare entspringt wie die Rhône im westlichen Gotthardmassiv). Die Rhône hat eine Länge von 264 km innerhalb der Schweiz.
Im nördlichen Gotthardmassiv entspringt zusätzlich der aus der Schweizer Geschichte bekannte Fluss Reuss (Fluss), welcher in den Vierwaldstättersee, durch Luzern und schliesslich zusammen mit der aus Zürich kommenden Limmat in die Aare fliesst. Der wohl bekannteste Fluss des Jura ist der Le Doubs, der in Frankreich entspringt nach Norden fliesst und teils die schweiz/französische Grenze bildet, teils auf Schweizer Boden fliesst. Im Kanton Jura macht der Le Doubs einen Richtungswechsel und fliesst in südwestlicher Richtung in die Saône.
Siehe auch: Liste der Flüsse in der Schweiz
Klima
Liste der Flüsse in der Schweiz
Liste der Flüsse in der Schweiz
Liste der Flüsse in der Schweiz
Nördlich der Alpen herrscht gemässigtes mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran.
Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich. Dies ist bedingt durch die Höhenlage wie auch durch die geografische Lage.
Während in der Innerschweiz, in den Alpen und im Tessin die durchschnittliche Regenmenge bei ungefähr 2000 mm/Jahr liegt, beträgt sie im Wallis (Rhônetal) nur 550 mm/Jahr; der trockenste Ort ist Ackersand mit 521 mm im Jahresmittel. Im Mittelland beträgt die Menge etwa 1000–1500 mm/Jahr.
Die Regenmenge ist im Sommer mit Ausnahme des Rhônetals ungefähr doppelt so hoch wie im Winter. So liegt das Monatsmittel in Zürich im Januar bei 73 mm und im Juni bei 131 mm. Das Monatsmittel für Juli in Sion im Rhônetal dagegen liegt bei 40 mm und im Januar bei 61 mm (jeweils Auswertungen der Jahre 1961–1990).
Die Temperaturen in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei rund -1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt diese bei 16 bis 19 °C. Die Jahrestemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. In der Magadinoebene im Tessin liegt der Durchschnittswert etwa 2 bis 3 °C höher. Im Oberengadin ist es rund 10 °C kälter. Der durchschnittlich wärmste Ort (mit einer MeteoSchweiz-Messstation) ist Locarno-Monti mit einem Jahresmittel von 11.5 °C, der kälteste auf dem Jungfraujoch mit -7.5 °C. Absolute Rekorde mass man in Grono mit 41.5 °C am 11. August 2003, beziehungsweise in La Brévine mit -41.8 °C (12. Januar 1987).
Während Hagel in den Alpen, in der Romandie wie auch im Tessin ein eher seltenes Ereignis ist, war deren Intensität in der Periode 1999–2002 vor allem im Emmental, im Laufental wie auch im Toggenburg am höchsten. Es hagelte dort bis zu 60 Minuten im Jahresdurchschnitt. In den anderen Regionen beschränkt sich Hagel auf unter 30 Minuten.
Nebel ist im ganzen Mittelland zu beobachten. Besonders häufig ist der Nebel entlang der Aare, der nördlichen Reuss wie auch im Thurgau, wo er vor allem im Herbst über mehrere Wochen auftreten kann. In den Tälern erscheint der Nebel seltener.
Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn und die kalte Bise. Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit ist 285 km/h (Jungfraujoch, 27. Februar 1990).
Bekannte Formen von Naturkatastrophen in der Schweiz sind Schnee- und Gerölllawinen sowie Überschwemmungen.
Flora und Fauna
30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz sind bewaldet.
In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinen- (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab).
Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder.
Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.
Bevölkerung
Sprachen
Kastanienwälder
Der Artikel 4 der Bundesverfassung hält seit 1999 fest: «Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.». Im Artikel 701 heisst es zudem: «Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.»
Im Kanton Zürich ist zusätzlich die Gebärdensprache verfassungsmässig anerkannt.
Wegen der oben zitierten Verfassungsbestimmung mit vier anerkannten Landessprachen, nehmen manche Leute irrtümlich an, Schweizer sprächen vier Sprachen, was jedoch nicht der Fall ist. Wirklich viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution. Bereits auf Kantons- und Gemeindeebene ist es anders: In den meisten Fällen existiert nur eine Amtssprache. Wer aus einem anderssprachigen Landesteil zuzieht, hat kein Recht darauf, in seiner angestammten Sprache mit den neuen Kantons- und Gemeindebehörden zu verkehren.
Mit 63.7 % ist Deutsch (hellgrau) die meistverbreitete Sprache. Die Bevölkerung spricht aber gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte. Französisch wird von 20.4 % (blau) der Bevölkerung gesprochen. Dieser Teil des Landes wird häufig die Suisse romande oder Romandie genannt. Im Kanton Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden wird Italienisch (rot, Anteil 6.5 %) gesprochen. Die vierte Landessprache, Rätoromanisch (grün), hat einen Anteil von 0.5 % und wird in Graubünden gesprochen, wobei praktisch alle Rätoromanischsprachigen daneben noch deutsch sprechen. Durch Zuwanderung bedingt sprechen mittlerweile 9 % der Einwohner andere Sprachen als die Landessprachen. Von diesen ist das Serbisch-Bosnisch-Kroatische mit 1.5 % am weitesten verbreitet.
Als Fremdsprachen beherrschen die meisten Schweizer eine zweite Landessprache und Englisch.
Siehe auch: Sprachen in der Schweiz, :Kategorie:Schweizer Sprache
Religionen
:Kategorie:Schweizer Sprache]
Von den Schweizer Bürgern sind 41 % katholisch, 40 % reformiert, 2.5 % in Freikirchen, 5.5 % gehören zu anderen Religionsgemeinschaften und 11 % sind ohne Religionszugehörigkeit. Von den Ausländern in der Schweiz sind 44 % römisch-katholisch, 5 % evangelisch-reformiert, 17 % orthodox, 18 % islamisch, und 2 % ohne Bekenntnis.
Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die Römisch-Katholische Kirche und die Evangelisch-Reformierte Kirche, in einigen Kantonen zusätzlich die Christkatholische Kirche diesen Status inne. In einigen Westschweizer Kantonen gibt es keine Landeskirchen, weil dort Kirche und Staat vollständig getrennt sind.
Protestantisch dominiert sind der Kanton Bern, Teile von Graubünden und Schaffhausen, Zürich, Basel die meisten Westschweizer Kantone, insbesondere die Calvinstadt Genf. Die Römisch-Katholische Kirche dominiert in den Kantonen Freiburg, Jura, Wallis, Tessin, in den Kantonen der Zentralschweiz und in Teilen der Ostschweiz. Die Christkatholische Kirche ist nur in Teilen der Nordwestschweiz von Bedeutung. Mit 0.33 % ist der Buddhismus in der Schweiz stärker vertreten als in anderen Ländern Europas.
Siehe auch: Religionen in der Schweiz
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Schweiz.
Nach dem Untergang des Römischen Reiches besiedelten Burgunder und Alamannen das Gebiet der heutigen Schweiz. Bis 746 unterwarfen die Franken beide Völker, deren Territorium Teil des Fränkischen Reiches wurde. Bei der Teilung dieses Reiches kam das Gebiet der Schweiz zum Ostfrankenreich, dem späteren Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ihr Gebiet gehörte dabei grösstenteils zum Stammesherzogtum Schwaben und zum Königreich Burgund. In der frühen deutschen Geschichte spielen Adelsgeschlechter aus der Schweiz wie die Habsburger, Zähringer, Kyburger, Lenzburger und Rudolfinger eine wichtige Rolle. Ausserdem waren die Alpenpässe für die deutsche Herrschaft über Italien von grösster Wichtigkeit. So lässt sich erklären, weshalb die deutschen Herrscher immer ein ganz besonderes Augenmerk auf die Talschaften in den Alpen legten. Die Bewohner der Talschaften der Innerschweiz sahen diese «Reichsunmittelbarkeit» als Privileg.
Burgund]
Die drei «Urkantone» oder «Waldstätte» (Orte) Uri, Schwyz und Unterwalden schlossen 1291 nach dem Tod des deutschen KönigsRudolf I. von Habsburg einen Bund zum Schutz ihrer «alten Freiheiten». Eine diesbezügliche Urkunde, der sogenannte Bundesbrief, ist datiert auf Anfang August 1291. Der Legende nach geschah die Beschwörung dieses Bundes auf dem Rütli. Ins breite Bewusstsein der Menschen drang diese Legende mit dem 1804 veröffentlichten Theaterstück «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller. Im 19. Jahrhundert wurde der 1. August 1291 als Datum für die Begründung der alten Eidgenossenschaft und damit als schweizerischer Nationalfeiertag festgelegt. Beim Bündnis von 1291 ging es jedoch weniger um den Schutz vor dem Haus Habsburg, als vielmehr darum, sich für die Unsicherheiten nach der Wahl eines neuen deutschen Königs abzusichern. Tatsächlich folgte ja auf Rudolf eine eher unsichere Zeit mit schnell wechselnden Herrschern.
Das schlechte Verhältnis zwischen den Eidgenossen und dem Herrscherhaus der Habsburger rührt von der deutschen Königswahl vom 25.11.1314 her, als der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne gleichzeitig zum deutschen König gewählt wurden. Die Eidgenossen hielten zu Ludwig dem Bayer. Dies und ein Überfall auf das Kloster Einsiedeln bewog Leopold I. von Österreich 1315 zu einem Kriegszug gegen die Eidgenossen, der in der Schlacht am Morgarten unglücklich für ihn endete. Um ihre Selbständigkeit gegenüber Habsburg zu wahren, schlossen sich Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern im 14. Jahrhundert dem Bund der Waldstätte an. Das resultierende Gebilde wurde als die Acht Alten Orte bezeichnet.
Es folgten weitere Auseinandersetzungen mit dem Haus Habsburg: 1386 bei Sempach und 1388 bei Näfels gelang es den Eidgenossen habsburgische Ritterheere zu schlagen. 1415 eroberten sie sogar die habsburgischen Stammlande im Aargau. Zwischen der Stadt Zürich und den übrigen Eidgenossen kam es wegen der Erbschaft der Grafen von Toggenburg zum Alten Zürichkrieg (1436–1450) in dessen Verlauf sich Zürich mit Habsburg verbündete. In der Schlacht bei St. Jakob an der Birs wurden die habsburgischen Hilfstruppen der Armagnaken zwar nicht geschlagen, sie zogen sich jedoch angesichts der hohen Verluste wieder zurück. Zürich war schliesslich zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft gezwungen. Ein weiterer Krieg brachte Habsburg 1460 um den Thurgau, so dass sich Herzog Sigismund von Tirol am 11.6.1474 in der «Ewigen Richtung» gezwungen sah, die alte Eidgenossenschaft als eigenständiges Staatswesen anzuerkennen. 1474 zogen die Eidgenossen auf Wunsch Kaiser Friedrich III. gegen Karl den Kühnen von Burgund und vernichteten den mächtigen burgundischen Staat. Bern und Freiburg expandierten in dieser Zeit ins vormals savoyisch und burgundisch kontrollierte Waadtland, das sie bis 1536 ganz eroberten.
Der militärische Sieg über die Burgunder bestärkte die Eidgenossenschaft in ihrem Willen nach Selbständigkeit. Aus diesem Grund widersetzte sie sich der Reichsreform von Kaiser Maximilian I.. Der Versuch Maximilians, im sogenannten Schwabenkrieg die Eidgenossen gefügig zu machen, endete 1499 im Frieden zu Basel mit der faktischen Unabhängigkeit der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich. Mit dem Beitritt von weiteren Kantonen erweiterte sich die Eidgenossenschaft bis 1513 auf Dreizehn Orte. Dazu kamen weitere Verbündete, die sogenannten zugewandten Orte.
zugewandten Orte
Die Expansion der Eidgenossenschaft in Richtung Oberitalien erfolgte zur Sicherung der Alpenpässe. Dadurch wurde die Eidgenossenschaft in die komplizierten italienischen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich, Venedig, dem Papst, Spanien und den verschiedenen italienischen Potentaten verwickelt. Aus jener Zeit stammt auch die Schweizergarde, die der Papst Julius II. 1506 gründete. Bis 1513 gelang den Eidgenossen die Eroberung des heutigen Tessin und schliesslich sogar von Mailand, über welches sie die Schutzherrschaft ausübten. Nach einer Niederlage gegen Frankreich in der Schlacht bei Marignano 1515 endete die militärische Dominanz über Oberitalien. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der Schweizer war widerlegt und es offenbarte sich die politische Zerstrittenheit der Orte untereinander. Dadurch wurde ab 1515 eine weitere wirksame Aussenpolitik verhindert und es begann die Phase des "Stillsitzens", was man später Neutralitätspolitik nannte. Die Dreizehn Orte schlossen 1521 ein Soldbündnis mit Frankreich ab und erhielten dafür Pensionen, Zoll- und Handelsvergünstigungen und politischen Beistand bei inneren und äusseren Konflikten. Die alte Eidgenossenschaft wurde damit faktisch ein französisches Protektorat.
Die von Ulrich Zwingli 1519 eingeleitete Reformation in Zürich breitete sich im Mittelland aus und führte zu grossen Spannungen zwischen den verschiedenen Kantonen. Nach den religiös begründeten Kappelerkriegen kam es 1531 im Zweiten Kappeler Landfrieden zum Kompromiss: Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen und Teile von Graubünden blieben reformiert; die Urkantone, Luzern, Zug, Solothurn und Freiburg blieben katholisch. 1541 setzte Johannes Calvin in Genf die Reformation durch. Trotzdem kam es noch zweimal in den Villmergerkriegen von 1656 und 1712 zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Konfessionsgruppen unter den Orten.
Am 24. Oktober 1648 erreichte die Schweiz im Westfälischen Frieden die völkerrechtliche Anerkennung ihrer Souveränität und löste sich damit vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Am 5. Mai 1798 wurde die Alte Eidgenossenschaft von Frankreich besetzt. Im Gebiet der Schweiz wurde daraufhin nach französischem Vorbild eine Helvetische Republik als Zentralstaat errichtet. Die bisherigen Unterschiede zwischen Untertanenlande und herrschenden Städten und Orten wurden aufgehoben. Fünf Jahre später, 1803, verordnete Napoléon Bonaparte in der Mediationsakte der Schweiz jedoch wieder eine Verfassung, welche zum Prinzip des Föderalismus und damit zu autonomen Kantonen zurückkehrte. Die ehemaligen Untertanengebiete und die zugewandten Orte wurden in die neuen Kantone St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und die Waadt umgewandelt. Waadt
1815 wurde die «immer währende Neutralität der Schweiz» durch die europäischen Grossmächte am Wiener Kongress anerkannt. Eine neue Verfassung, der «Bundesvertrag», stärkte in der so genannten Restauration die Eigenständigkeit der Kantone, so das die Schweiz wieder zu einem Staatenbund wurde.
Streitigkeiten zwischen den liberal-progressiven und den konservativ-katholischen Kantonen führten 1847 zum Sonderbundskrieg. Nach der Niederlage der konservativ-katholischen Kantone wurde die Schweiz in den modernen Bundesstaat umgewandelt und die Autonomie der Kantone durch eine neue Bundesverfassung (1848) eingeschränkt. Bern wurde der Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments. Die Bundesverfassung wurde nur zweimal 1874 und 1999 revidiert.
Auf Initiative von Henri Dunant erfolgt 1864 in Genf die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Während der beiden Weltkriege bewahrte die Schweiz offiziell ihre Neutralität, die allgemeine Mobilmachung wurde jedoch angeordnet. Die Schweiz nahm im Zweiten Weltkrieg einerseits Flüchtlinge auf, wies aber zeitweise gezielt Juden an den Grenzen ab. Die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg wurde in den 1990er-Jahren im Bergier-Berichtes kritisch aufgearbeitet. Unrühmliche Kapitel der neueren Zeit sind einerseits die Verfolgung der Jenischen zwischen 1926 und 1972 durch das «Hilfswerk» Kinder der Landstrasse und anderseits die sechsstellige Zahl an Verdingkindern, welche zwischen 1800 bis in die 1960er und 1970er-Jahren zu Zwangsarbeit auf Bauernhöfen eingesetzt wurden und häufig misshandelt worden sind.
Die Volksrechte wurden seit 1848 immer stärker ausgebaut. 1919 wurde das Proporzwahlverfahren für den Nationalrat eingeführt. 1971 wurde in einer Volksabstimmung das Frauenstimmrecht nach jahrzehntelangen Kampf angenommen. Der von der Regierung angestrebte Beitritt zum EWR scheiterte 1992. Die Schweiz trat nach einer positv ausgegangenen Volksabstimmung am 10. September 2002 den Vereinten Nationen (UNO) bei.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der Schweiz
Politisches System
Die Schweiz, die weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit bildet, ist ein Bundesstaat. Sie unterscheidet sich von anderen Staaten durch
- die direkte Demokratie: Das Volk kann über Initiativen und Referenden direkten Einfluss auf die Regierungstätigkeit nehmen. In zwei Kantonen, Appenzell Innerrhoden und Glarus, gibt es noch eine Urform der schweizerischen Basisdemokratie: die Landsgemeinde.
- den ausgeprägten Föderalismus: Die Kantone sind neben dem Volk der Verfassungsgeber des Bundes und behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Ausserdem starke Beteiligung der Kantone in allen Phasen der politischen Willensbildung (Vernehmlassung, Ständerat, Ständemehr)
- die Konkordanzdemokratie
- ihre selbstdeklarierte Neutralität
Gewaltenteilung
Wie in allen anderen Demokratien ist die Staatsgewalt, gestützt auf die Schweizerische Bundesverfassung, in drei Säulen gegliedert:
- Die Legislative (Bundesversammlung) besteht aus zwei Kammern, dem Nationalrat mit 200 Mitgliedern als Vertreter des Volks sowie dem Ständerat mit 46 Mitgliedern als Vertreter der Kantone. Das schweizerische Parlament ist ein sogenanntes Milizparlament: Die National- und Ständeräte üben ihr Mandat (wenigstens nominell) nebenberuflich aus.
- Die Exekutive ist der Bundesrat mit der Verwaltung. Er besteht aus sieben gleichberechtigten Mitgliedern (Kollegialitätsprinzip), den so genannten «Bundesräten» (Ministern), die je einem Departement der Bundesverwaltung vorstehen. Die Bundesräte werden vom Parlament gewählt. Für jeweils ein Jahr wird ein Mitglied des Bundesrates von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt. Er leitet die Sitzungen des Bundesrates und nimmt repräsentative Aufgaben im In- und Ausland wahr, hat aber keine Vorrechte gegenüber dem Restbundesrat.
- Die Judikative besteht aus dem Schweizerischen Bundesgericht mit Sitz in Lausanne, dem Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Sitz in Luzern, dem Bundesstrafgericht in Bellinzona und dem Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen. Gewählt werden die Bundesrichter, welche meistens einer Partei angehören, von der Bundesversammlung. Das System der Bundesgerichte befindet sich gegenwärtig im Umbau, insbesondere wurden die beiden letztgenannten erstinstanzlichen Gerichte neu geschaffen. Das Strafgericht hat die Arbeit 2004 aufgenommen; das Verwaltungsgericht wird dies voraussichtlich 2007 tun. Ein besonderer Verfassungsgerichtshof wie in anderen Ländern existiert in der Schweiz nicht, doch können alle Gerichte eine (beschränkte) Verfassungsgerichtsbarkeit ausüben.
Siehe auch: Liste der Bundespräsidenten der Schweiz, Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates
Parteien
Parteien mit Vertreter im Bundesrat («Bundesratsparteien») sind:
- die Schweizerische Volkspartei (SVP; Stimmenanteil 2003: 26.6%),
- die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP; Stimmenanteil 2003: 23.3%),
- die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP; Stimmenanteil 2003: 17.3%) sowie
- die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP; Stimmenanteil 2003: 14.4%).
SP, FDP und SVP haben je zwei Sitze, die CVP hat einen. Diese Verteilung ist neu seit Dezember 2003, davor galt die sogenannte Zauberformel.
Von den übrigen Parteien hat die Grüne Partei der Schweiz den grössten Stimmenanteil (2003: 7.4%).
Siehe auch: Politische Parteien in der Schweiz
Internationale Organisationen
Politische Parteien in der Schweiz
Die Schweiz ist Mitglied in vielen internationalen Organisationen. Als eines der letzten Länder trat die Schweiz 2002 der UNO bei, ist aber zugleich das erste Land, dessen Volk über den Beitritt abstimmen durfte. Daneben ist die Schweiz in der OSZE, dem Europarat wie auch in der EFTA tätig. Die Schweiz nimmt an der Partnerschaft für den Frieden der NATO teil und ratifizierte das Kyoto-Protokoll.
Die Schweiz ist weder Mitglied der Europäischen Union (EU) noch des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR); jedoch bestehen wichtige bilaterale Verträge zwischen der Schweiz und der EU. Ein Beitritt zur NATO stünde im Konflikt zur Neutralität der Schweiz.
Siehe auch: Die Schweiz in den Vereinten Nationen
Politische Strukturen
Kantone
Die Schweiz in den Vereinten Nationen
Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen (vor der Totalrevision der Bundesverfassung von 1999: 23 Kantone, wovon drei in je zwei Halbkantone gegliedert waren). Die Schweiz weist im europäischen Vergleich einen sehr ausgeprägten Föderalismus auf, der die politische und wirtschaftliche Kleinräumigkeit und Fragmentiertheit der Schweiz verstärkt.
Enklaven und Exklaven
Büsingen am Hochrhein wie auch Campione d'Italia sind Enklaven in der Schweiz:
- Die deutsche Gemeinde Büsingen ist nördlich des Rheins vom Kanton Schaffhausen umgeben, südlich davon grenzt sie an die Kantone Zürich und Thurgau.
- Das italienische Campione, bekannt für sein Spielcasino, ist am Luganersee innerhalb des Kantons Tessin.
Weitere Enklaven und Exklaven gehören eher in das Kuriositätenkabinett, so liegt das Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht in russischem Hoheitsgebiet. Deren Fläche beträgt 563 m². Die Schweiz selbst hat innerhalb Liechtensteins eine Exklave. Beide Gebiete sind allerdings nur einige Quadratmeter gross.
Regionen
Schöllenenschlucht
Neben den geologischen und den geografischen Regionen definierte das Bundesamt für Statistik für die Schweiz sieben Grossregionen.
Diese sind die Ostschweiz, Zürich, die Zentralschweiz, die Nordwestschweiz, die Espace Mittelland, die Région Lémanique wie auch der Ticino.
In der Umgangssprache wird die Zentralschweiz häufig Innerschweiz genannt. Die Region zwischen Bern und Zürich wird auch als Mittelland bezeichnet und der französischsprachige Teil der Schweiz wird als Romandie, Welschschweiz oder Westschweiz bezeichnet.
Siehe auch: Grossregionen der Schweiz
Städte
Die grösste Schweizer Stadt ist Zürich mit rund 366'000 Einwohnern (Stand 2004). Die Agglomeration umfasst 1'080'000 Einwohner. Weitere Grossstädte mit über 100'000 Einwohnern sind Genf, Basel, die Bundesstadt Bern sowie Lausanne. Die Bevölkerungsdichte ist im flachen Mittelland sehr hoch, im Alpenland und im Jura naturgemäss dünn.
Siehe auch: Liste der Städte und Gemeinden der Schweiz.
Landesverteidigung
Hauptartikel: Schweizer Armee
Die Schweizer Armee ist die bewaffnete Streitmacht der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Sie besteht aus den Teilstreitkräften Heer und Luftwaffe. Da die Schweiz ein Binnenland ist, verfügt die Armee über keine Marine. Auf den grenzüberschreitenden Seen sind militärische Schnellboote im Einsatz (Motorbootkompanie). Das jährliche Budget beträgt rund 4.6 Milliarden Franken (2004).
Der Auftrag der Armee ist in der Bundesverfassung festgelegt.
- Raumsicherung und Verteidigung zur Behauptung des Schweizer Territorium
- Subsidiäre Einsätze zur Existenzsicherung bei Naturkatastrophen oder Grossanlässen
- Friedensförderung, beispielsweise als unbewaffnete Militärbeobachter für die UNO
Die Besonderheit der schweizerischen Streitkräfte ist ihr Milizsystem. Es gibt insgesamt nur etwa 5% Berufs- und Zeitsoldaten. Alle übrigen Angehörigen der Armee sind Wehrpflichtige im Alter zwischen 20 und 34 Jahren, in speziellen Fällen bis 50 Jahren.
Militärdienstpflichtig sind alle männlichen Schweizer Bürger. Sie werden in der Regel im Alter von 19 Jahren per Marschbefehl zur militärischen Aushebung aufgeboten. Bei den Frauen geschieht dies auf freiwilliger Basis.
Die meisten bestehen die Aushebung, d. h. sind diensttauglich. Die Dienstuntauglichen müssen – von den Behinderten abgesehen – eine jährliche Militärpflichtersatzsteuer zahlen. Die meisten leisten dann Zivilschutz. Wer aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten will, hat die Möglichkeit, einen Zivildienst (meist eine Form von Sozialarbeit) zu absolvieren. Zur Abschreckung wurde die Dauer des Zivildienstes auf das 1.5-fache des Militärdienstes angesetzt. Eine Dienstverweigerung ist in der Schweiz im Prinzip möglich, jedoch nur mit grossem Aufwand durchzusetzen. Im Verlaufe eines Jahres werden ca. 20'000 junge Schweizer und Schweizerinnen in Rekrutenschulen von 21 Wochen Dauer ausgebildet.
Mit der Reform Armee XXI, angenommen 2003, wird die Mannschaftsstärke von den 400'000 der Armee 95 auf ca. 200'000 Angehörige reduziert. Davon sind 120'000 in aktive Verbände und 80'000 in Reserve-Einheiten eingeteilt.
Weltweit einzigartig ist die Abgabe der persönlichen Waffe an den Wehrmann; Angehörige der Armee bewahren ihre Waffe mit Munition zu Hause auf. So entstand die Redewendung «Die Schweiz hat keine Armee, die Schweiz ist eine Armee».
Insgesamt fanden drei Generalmobilmachungen (GMob; auch Kriegsmobilmachung; KMob) zum Schutze der Integrität und der Neutralität der Schweiz statt. Die erste GMob fand anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 statt. Als Reaktion auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs und um einen deutschen oder französischen Durchmarsch durch die Schweiz zu verhindern, wurde auf den 3. August 1914 die erneute GMob der Armee beschlossen. Die dritte GMob der Armee fand am 1. September 1939 als Reaktion auf den deutschen Überfall auf Polen statt. Henri Guisan wurde zum General gewählt und entwickelte sich in den Kriegsjahren zur Hauptintegrationsfigur der von den Achsenmächten eingeschlossenen Eidgenossenschaft.
Die Schweizer Armee war im Zweiten Weltkrieg in Luftkämpfe mit der deutschen Luftwaffe verwickelt. Terrestrisch wurde sie auf eigenem Territorium noch nie mit offenen Angriffen feindlicher Kräfte konfrontiert. Nachweislich wurden aber auch B-29 Bomber der USA abgefangen, die sich über österreichischem Territorium glaubten. Trotz mehrmaligen Anfunkens durch die Schweizer Jagdflieger antworteten die Bomberbesatzungen befehlsgemäss nicht und wurden abgeschossen. Auch wurde Schaffhausen irrtümlich von der USAF bombardiert und ein weiterer Bomber der USAF, der seinen Verband verloren hatte, entledigte sich seiner explosiven Ladung über Basel.
Da sich die militärische Bedrohungslage im heutigen Europa für die Schweiz geändert hat, wird die Armee immer wieder in Frage gestellt. Besonders die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) setzt sich seit Jahren erfolglos für eine Abschaffung ein. Zwei Abstimmungen zur Abschaffung der Armee wurden vom Volk bisher jedoch deutlich verworfen. Auch die Frage, ob friedenserhaltende Armee-Einsätze im Ausland mit der Neutralität vereinbar sind, ist umstritten.
Sozialversicherungen
Hauptartikel: Schweizer Sozialpolitik
In der Schweiz existieren mehrere Sozialversicherungen. Diese sind meistens Zwangsversicherungen, das heisst, für die Bewohner besteht eine Versicherungspflicht. Die wichtigsten Sozialversicherungen sind:
- die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die staatliche Rentenversicherung.
- die Krankenversicherung.
- die Mutterschaftsversicherung.
- die Unfallversicherung.
- die Invalidenversicherung (IV), für Personen, die aufgrund von Behinderungen nicht mehr vollständig erwerbstätig sein können oder Ergänzungsleistungen benötigen.
Daneben ist für Erwerbstätige eine berufliche Vorsorge, die Pensionskasse, obligatorisch. Diese wird privatwirtschaftlich geregelt und ist Sache des Arbeitgebers.
Freiwillig ist dagegen die Private Vorsorge in Form von zum Beispiel Lebensversicherungen. Diese werden steuerlich gefördert.
Die staatliche Rentenversicherung, die berufliche Vorsorge wie auch die private Vorsorge werden zusammen als Drei-Säulen-System bezeichnet.
Daneben gibt es die Erwerbsersatzordnung, so dass Militärdienstpflichtige während der Ausübung militärischer Pflichten ein Taggeld bekommen. Obligatorisch ist auch die Arbeitslosenversicherung.
Siehe auch: Sozialversicherung (Schweiz)
Gesundheitswesen
Hauptartikel: Gesundheitswesen Schweiz
In der Schweiz ist jeder Einwohner unabhängig von seiner Nationalität aufgrund des Krankenversicherungsgesetzes verpflichtet, sich bei einer schweizerischen Krankenkasse seiner Wahl für die Behandlungskosten bei Krankheit zu versichern («Grundversicherung», «obligatorische Krankenpflegeversicherung»). Die Krankenkassen sind privatwirtschaftliche Unternehmen. Sie sind gesetzlich verpflichtet, jeden in die Grundversicherung aufzunehmen, der einen entsprechenden Antrag stellt und im Tätigkeitsgebiet der Kasse Wohnsitz hat. Die Zahlung der Prämie (Mitgliederbeitrag) ist Sache des Versicherten. Es handelt sich dabei um eine Kopfprämie, d. h. die Prämie ist einkommensunabhängig, variiert jedoch von Krankenkasse zu Krankenkasse und von Kanton zu Kanton. Einkommensschwachen Perso
25. JanuarDer 25. Januar (in Österreich: 25. Jänner) ist der 25. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 340 Tage (in Schaltjahren 341 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 750 - die Umayyaden werden in der Schlacht am Großen Zab (seit dem 16. Januar) entscheidend geschlagen
- 1442 - Nürtinger Vertrag zur Teilung des Landes Württemberg zwischen Ludwig I. und seinem Bruder Ulrich V.
- 1774 - London. David Low eröffnet das erste Hotel der Welt
- 1890 - Der Deutsche Reichstag lehnt mit 167 zu 98 Stimmen eine Regierungsvorlage zur Verlängerung des Sozialistengesetzes auf unbestimmte Zeit ab.
- 1952 - Island. Tod von Staatspräsident Sveinn Bjørnsson.
- 1955 - UdSSR beendet Kriegszustand mit Deutschland mit dem "Erlaß des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR"
- 1971 - Putsch in Uganda
- 1974 - UN-Truppen rücken in die von den Israelis frei gemachten Stellungen am Sueskanal ein.
- 1987 - Bei der Bundestagswahl in Deutschland wird die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP in ihrem Amt bestätigt
- 1993 - Offizieller Besuch von Bundeskanzler Helmut Kohl in den Niederlanden
- 1995 - Albanien unterzeichnet mit der NATO ein individuelles Partnerschaftsabkommen.
- 1995 - Bulgarien. Shan Videnov wird Ministerpräsident.
- 1996 - Deutschlands Bundespräsident Roman Herzog auf Staatsbesuch in Äthiopien.
- 2001 - Armenien und Aserbaidschan werden Mitglieder des Europarats.
- 2002 - In Kabul findet ein Treffen zwischen dem UN-Generalsekretär Kofi Annan und dem afghanischen Regierungschef Hamid Karzai statt.
- 2002 - Indien testet eine atomare Kurzstreckenrakete mit einer Reichweite bis 700 km.
- 2004 - Georgien. Micheil Saakaschwili wird Staatspräsident
Wirtschaft
- 1949 - UdSSR, Bulgarien, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei und Ungarn gründen die Wirtschaftsgemeinschaft COMECON (Council for Mutual Economic Assistance).
- 1984 - Der Apple Macintosh wird vorgestellt.
Wissenschaft und Technik
- 1977 - Frankreich. In den Pyrenäen geht weltweit das erste Solarkraftwerk in Betrieb.
- 2004 - Landung der Sonde Opportunity auf dem Planeten Mars.
Kultur
- 1694 - Uraufführung der Oper Xerse von Giovanni Bononcini im Tordinona in Rom.
- 1782 - Uraufführung der Oper Armida abbandonata von Luigi Cherubini in Florenz.
- 1861 - Uraufführung der Operette Les Musiciens d'orchestre von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris.
- 1884 - Uraufführung der Operette Gasparone von Karl Millöcker am Theater an der Wien in Wien.
- 2002 - Magnus Manske-Tag, Einführung der Wikipedia Software Version 2.
Religion
Katastrophen
- 1939 - Erdbeben der Stärke 8,3 in Chillan (Chile) fordert rund 28.000 Todesopfer.
- 1990 - New York, USA. Einer Boeing 707 der Luftfahrtgesellschaft Avianca geht beim Anflug auf den John F. Kennedy International Airport der Treibstoff aus. Beim Absturz sterben 73 Menschen, 74 werden gerettet.
- 1999 - Erdbeben der Stärke 6,2 in Kolumbien, 1.185 Tote
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1997 - In Stuttgart gewinnen die Brüder Vitali und Wladimir Klitschko ihre Boxkämpfe gegen Mike Acklie bzw. Troy Weida jewils vorzeitig durch KO.
Geboren
- 1459 - Paul Hofhaimer, österreichischer Komponist
- 1477 - Anne de Bretagne, Königin von Frankreich
Anne de Bretagne
- 1488 - Georg Truchsess von Waldburg-Zeil, deutscher Heerführer
- 1526 - Adolf I., Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf
- 1540 - Edmund Campion, Mönch im Jesuitenorden und Märtyrer der katholischen Kirche
- 1615 - Govert Flink, holländischer Maler
- 1627 - Robert Boyle, irischer Chemiker und Naturwissenschaftler
- 1630 - Ludwig VI. (Hessen-Darmstadt), Landgraf von Hessen-Darmstadt
- 1635 - Daniel Casper von Lohenstein, deutscher Dichter
- 1695 - Franz Ernst von Hessen-Darmstadt, deutscher Adliger
- 1708 - Pompeo Batoni, italienischer Maler
- 1723 - Mademoiselle Clairon, französische Tragödin
- 1736 - Joseph-Louis Lagrange, italienischer Mathematiker und Astronom
- 1743 - Friedrich Heinrich Jacobi, deutscher Philosoph und Schriftsteller
- 1750 - Johann Gottfried Vierling, deutscher Organist und Komponist
- 1752 - Friedrich Valentin, deutscher Bildhauer
- 1759 - Robert Burns, schottischer Schriftsteller und Poet
- 1776 - Joseph Görres, deutscher Publizist
- 1777 - Karoline Jagemann, deutsche Sängerin
- 1820 - Adalbert Heinrich Graf von Baudissin, deutscher Schriftsteller
- 1825 - George Edward Picket, Major-General in der Armee der Konföderierten Staaten von Amerika
- 1832 - Paul Bronsart von Schellendorff, preußischer General und Kriegsminister
- 1841 - John Arbuthnot Fisher, als 1. Seelord und Admiral prägte er die Royal Navy.
- 1843 - Hermann Amandus Schwarz, deutscher Mathematiker
- 1851 - Jan Blockx, belgischer Komponist
- 1855 - Eduard Meyer, deutscher Althistoriker
- 1866 - Emile Vandervelde, belgischer Politiker
- 1869 - Max Hoffmann, deutscher General
- 1870 - Helge von Koch, schwedischer Mathematiker
Helge von Koch
- 1874 - William Somerset Maugham, englischer Dramatiker, und Schriftsteller
- 1875 - Karl August Nerger, Fregattenkapitän und Träger des Ordens Pour-le-Mérite
- 1876 - Herbert Eulenberg, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1880 - Arthur Schütz, österreichischer Ingenieur und Schriftsteller
- 1880 - Bernhard Raestrup, deutscher Politiker
- 1881 - Elly Heuss-Knapp, deutsche Politikerin, Gründerin des Müttergenesungswerks
- 1881 - Emil Ludwig, deutscher Schriftsteller
- 1882 - Virginia Woolf, britische Schriftstellerin und Idol der Frauenbewegung
- 1886 - Wilhelm Furtwängler, deutscher Dirigent und Komponist
- 1892 - Takeo Takagi, Vizeadmiral der kaiserlich japanischen Marine
- 1894 - Micheil Tschiaureli, georgischer Filmregisseur
- 1895 - Heinrich Landahl, Hamburger Schulsenator
- 1895 - Paolo Marella, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1898 - Anton Diel, deutscher Politiker und MdB
- 1899 - Paul-Henri Spaak, belgischer Politiker und Staatsmann
- 1899 - Sleepy John Estes, US-amerikanischer Musiker
- 1900 - Theodosius Dobzhansky, russisch-amerikanischer Genetiker and Evolutionsbiologe
- 1904 - Géza Fried, ungarischer Pianist und Komponist
- 1909 - Reinhold Münzenberg, deutscher Fußballspieler
- 1910 - Henri Louveau, französischer Rennfahrer
- 1913 - Jürgen Aschoff, deutscher Biologe
- 1913 - Witold Lutosławski, polnischer Komponist und Dirigent
- 1916 - Hans Coppi, Mitglied der Widerstandsgruppe Rote Kapelle
- 1917 - Ilya Prigogine, russisch-belgischer Physikochemiker
- 1917 - Jânio Quadros, Staatspräsident von Brasilien
- 1922 - Luigi Luca Cavalli-Sforza, italienischer Biologe, Genetiker
- 1923 - Eva Zeller, deutsche Schriftstellerin
- 1925 - Paul Pörtner, deutscher Dramatiker und Lyriker
- 1926 - Youssef Chahine, ägyptischer Filmregisseur
- 1927 - Antônio Carlos Jobim, brasilianischer Sänger und Komponist
Antônio Carlos Jobim
- 1928 - Eduard Schewardnadse, Außenminister der Sowjetunion und Präsident Georgiens
- 1929 - Benny Golson, US-amerikanischer Jazz-Tenorsaxophonist, Komponist und Arrangeur
- 1929 - Michael Mitchai Kitbunchu, Erzbischof von Bangkok und Kardinal
- 1929 - Robert Faurisson, französischer Professor für Literatur, Revisionist (Holocaustleugner)
- 1930 - Hans-Günther Toetemeyer, deutscher Politiker und MdB
- 1930 - Raymund Schmitt, Präsident des Bezirkstages von Unterfranken
- 1931 - Günter Biermann, deutscher Politiker und MdB
- 1932 - Jochen Brauer, deutscher Musiker
- 1933 - Corazon Aquino, philippinische Staatspräsidentin
- 1935 - António Ramalho Eanes, Präsident von Portugal
- 1937 - Werner Schneyder, österreichischer Kabarettist
- 1938 - Etta James, US-amerikanischer Sängerin
- 1938 - Wladimir Semjonowitsch Wyssozki, russischer Schauspieler, Dicher und Sänger
- 1939 - Otto Wesendonck (Bildhauer), deutscher Bildhauer
- 1940 - Wolfgang Paul (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 1942 - Eusébio, portugiesischer Fußballspieler
- 1942 - Martin Dolde, Ingenieur und Kirchenpolitiker
- 1943 - Dagmar Berghoff, deutsche Hörfunk- und Fernsehmoderatorin
- 1943 - Norbert Königshofen, deutscher Politiker und MdB
- 1943 - Roy Black, deutscher Schlagersänger und Schauspieler
- 1944 - Tom Koenigs, deutscher Politiker
- 1945 - Jason Dark, deutscher Trivialautor
- 1946 - Ronnie Brandon, US-amerikanischer Musiker
- 1947 - Anton Mang, Motorradrennfahrer
- 1949 - Paul M. Nurse, britischer Mediziner und Nobelpreisträger
- 1951 - Bill Viola, US-amerikanischer Video- und Installationskünstler
- 1951 - Hans-Jürgen Dörner (Fußballspieler), deutscher Fußballtrainer und -spieler (DDR)
- 1952 - Malan Marnersdóttir, erste feministische färöische Literaturwissenschaftlerin
- 1954 - Richard Finch, US-amerikanischer Musiker
- 1955 - Jürgen Renfordt, deutscher Schlagesänger
- 1955 - Olivier Assayas, französischer Regisseur und Drehbuchautor
- 1955 - Petra Gerster, deutsche Fernsehjournalistin und Moderatorin
- 1957 - Luis Alfredo Garavito Cubillos, kolumbianischer Serienmörder
- 1958 - Alessandro Baricco, italienischer Schriftsteller
- 1958 - Harti Weirather, österreichischer Skirennläufer
- 1958 - Jürgen Hingsen, deutscher Zehnkämpfer
- 1958 - Paulus Manker, österreichischer Schauspieler und Regisseur
- 1962 - Chris Chelios, US-amerikanischer Eishockeyspieler
- 1972 - Pauli Jaks, Schweizer Eishockeyspieler
- 1972 - Silke Rottenberg, deutsche Fußballspielerin
- 1974 - Marek Mastic, slowakischer Eishockeyspieler
- 1975 - Martin Laciga, Schweizer Beachvolleyballspieler
- 1977 - Lidia Chojecka, polnische Leichtathletin
- 1978 - Denis Nikolajewitsch Menschow, russischer Radrennfahrer
- 1980 - Christian Olsson, schwedischer Leichtathlet
- 1981 - Alicia Keys, US-amerikanische Pop- und Soulsängerin
- 1983 - Sarah Günther, deutsche Fußballspielerin
- 1984 - Stefan Kießling, deutscher Fußballspieler
Gestorben
Stefan Kießling
- 390 - Gregor von Nazianz, Bischof und Kirchenlehrer
- 840 - Gregor IV., Papst
- 1138 - Anaklet II. (Gegenpapst), Gegenpapst zu Papst Innozenz II.
- 1138 - Pietro Pierleoni, Gegenpapst zu Papst Innozenz II.
- 1366 - Heinrich Seuse, mittelalterlicher Mystiker
- 1494 - Ferdinand I. (Neapel), König von Neapel
- 1559 - Christian II. (Dänemark), König von Dänemark
- 1586 - Lucas Cranach der Jüngere, deutscher Maler und Graphiker
- 1640 - Robert Burton, englischer Schriftsteller und anglikanischer Geistlicher
- 1681 - Petronio Franceschini, italienischer Komponist
- 1821 - Maciej Kamieński, polnischer Komponist
- 1831 - Ernst August Friedrich Klingemann, deutscher Schriftsteller der Romantik
- 1844 - Jean-Baptiste Drouet d'Erlon, französischer General und Marschall von Frankreich
Jean-Baptiste Drouet d'Erlon
- 1870 - Victor de Broglie, französischer Staatsmann und Diplomat
- 1871 - Wilhelm Weitling, Frühsozialist
- 1884 - Johann Gottfried Piefke, Militärmusiker und Komponist
- 1885 - Alois Emanuel Biedermann, reformierter Theologe aus der Schweiz
- 1907 - René Pottier, französischer Radrennfahrer
- 1908 - Michail Iwanowitsch Tschigorin, russischer Schachspieler
Michail Iwanowitsch Tschigorin
- 1908 - Michail Tschigorin, russischer Schachspieler
- 1912 - Karl Junker, deutscher Maler, Bildhauer und Architekt
- 1936 - Titus Maria Horten, katholischer Priester und Heiliger
- 1947 - Al Capone, legendärer Chicagoer Mafioso während der Prohibition
- 1952 - Sveinn Björnsson, erster Präsident Islands
- 1960 - Ernst Gehrcke, deutscher Physiker
- 1963 - Robert Leibbrand, deutscher KPD-Politiker
- 1972 - Erhard Milch, deutscher Generalfeldmarschall im Dritten Reich
- 1972 - Ludwig Tügel, deutscher Schriftsteller
- 1973 - Elinor Hubert, deutsche SPD-Politikerin
- 1975 - Gottlob Berger, deutscher General. SA- und SS-Mitglied
- 1975 - Yvonne Georgi, deutsche Ballett-Tänzerin und Choreographin
- 1976 - Chris Kenner, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1976 - Erwin Schoettle, deutscher Politiker
- 1990 - Ava Gardner, US-amerikanische Schauspielerin
- 1992 - Raban Adelmann, MdR
- 1992 - Raban Graf Adelmann, deutscher Politiker und MdB
- 1993 - Robert Jacobsen, dänischer Bildhauer
- 1995 - Fritz Dorls, deutscher Politiker
- 1996 - Ruth Berghaus, deutsche Regisseurin des Musiktheaters
- 1996 - Siegfried Sommer, deutscher Schriftsteller
- 1999 - Rudi Glöckner, deutscher Fußballschiedsrichter
- 2004 - Fanny Blankers-Koen, niederländische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 2004 - Miklós Fehér, ungarischer Fußballnationalspieler
- 2005 - Dieter Zehentmayr, österreichischer Karikaturist
- 2005 - Lothar Löffler, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 2005 - Max Velthuijs, niederländischer Autor und Zeichner
- 2005 - Netty Witziers-Timmer, niederländische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 2005 - Philip Johnson, US-amerikanischer Architekt
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Bekehrung des Hl. Apostels Paulus (katholisch, evangelisch, anglikanisch)
- Sel. Heinrich Seuse, Mönch, Mystiker (katholisch, evangelisch) Im deutschen Sprachgebiet wird der katholische Gedenktag verlegt auf den 23. Januar
- Hl. Gregor von Nazianz, Bischof, Kirchenlehrer (orthodox)
- Namenstage: Adelviva, Amarin, Paul
- Burns Supper zu Ehren des Dichters Robert Burns.
Siehe auch
- 24. Januar - 26. Januar
- 25. Dezember - 25. Februar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0125
ja:1月25日
ko:1월 25일
simple:January 25
th:25 มกราคม
Willisau Stadt
Willisau Stadt ist eine Gemeinde im Amt Willisau des Kantons Luzern in der Schweiz.
Geographie
Die Gemeinde liegt im Luzerner Hinterland am Rande der nördlichen Ausläufer des Napfs, am Zusammenfluss von Buch- und Enziwigger. Die Gemeinde ist beinahe gänzlich von Willisau-Land umschlossen. 60% der 3.37 km² Fläche sind mit Wald bedeckt.
Der Rest ist stark überbaut. Zur Gemeinde Willisau-Stadt gehören als Kern das Städtchen, das nähere Umland im Talkessel und auf dem südlichen Hügel (Schulen), der Willbergwald nördlich der Kernzone und die Hirseren.
Den zweitgrössten Teil bilden die Sänti, das Industriegebiet Rossgassmoos und ein Teil des St. Niklausen-Hügels. Ebenfalls zu Willisau-Stadt gehört das Staldenmoos an der Strasse gegen Gettnau. Die Grenzziehung ist äusserst kompliziert und geht auf historische Ereignisse zurück.
Nachbargemeinden
Willisau-Stadt grenzt an Alberswil , Gettnau und Willisau-Land .
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung
Trotz mittelalterlichem Stadtrecht blieb die Zahl der Bewohner gering. Von 1798 bis 1880 verdoppelte sich die Einwohnerzahl (+105,4%). Danach folgte ein leichter Rückgang bis 1900. Seither wuchs die Bevölkerung nochmals markant an (1900-2004:+93,7%). Besonders gross war das Wachstum zwischen 1950 und 1960 (1950-1960:+17,8%). Nur in 1970-er-Jahren gab es einen kleinen Einbruch im Wachstum (1970-1980:-3,3%).
Sprachen
Die Bevölkerung benutzt als Umgangssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 91,15% Deutsch, 3,64% Albanisch und 1,30% Serbokroatisch als Hauptsprache an.
Religionen - Konfessionen
In früheren Zeiten war die gesamte Bevölkerung Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) gibt es 78,87% römisch-katholische-, 9,35% evangelisch-reformierte- und 1,77% orthodoxe Christen. Daneben findet man 4,47% Muslime, 1,47% Konfessionslose und 0,70% Angehörige anderer nichtchristlicher Religionen. Die Muslime sind meist albanischer, kurdischer und türkischer Herkunft; die Minderheit der Angehörigen anderer Religionen fast ausschliesslich Hindus tamilischer Abstammung aus Sri Lanka.
Herkunft - Nationalität
Von den 3'087 Einwohnern Ende 2004 waren 2'684 Schwweizer und 403 Ausländer (=13,1%). Bei der letzten Volkszählung waren 84,78% (einschliesslich Doppelbürger 86,35%) Schweizer Staatsangehörige. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Serbien-Montenegro (meist Albaner; aber auch Slawen), Mazedonien (meist Albaner), Italien, Portugal, Deutschland, Kroatien, der Türkei und aus Sri Lanka.
Verkehr
Willisau liegt an der Bahnstrecke Luzern-Langenthal. Daneben bestehen die beiden Buslinien Willisau-Ettiswil-Sursee und Willisau-Hergiswil-Hübeli. Die nächst gelegenen Autobahnanschlüsse sind (an der A2) Dagmersellen in 11 km und Sursee in 13 km Entfernung.
Geschichte
Erstmals wird der Ort in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Allerheiligen in Schaffhausen als Willineshouwo im Jahr 1101 erwähnt. Lange Zeit waren die Herren von Hasenburg-Willisau die Besitzer. Sie erwarben um 1272 das Stadtrecht für Willisau. Sie unterstanden später den Habsburgern . Nach dem Aussterben der Hasenburger erbten die Grafen von Arberg-Valangin das Städtchen. Beim Einfall der Gugler im Jahr 1375 liessen die Habsburger die Stadt vor deren Eintreffen abbrennen. Die Besitzer forderten von den Habsburgern Schadenersatz. Herzog Leopold von Österreich liess die Stadt 1386 erneut verbrennen, weil sie ihm Widerstand leistete. Dies führte zu einer hohen Verschuldung der Besitzerfamilie und führte dazu, dass bis 1415 ein Streit mit den zahlungsunwilligen Habsburgern tobte. Am 15. Januar 1407 gingen die Rechte an der Herrschaft Willisau für 8'000 Gulden an die Stadt Luzern . Bis 1798 war es Sitz der Vogtei Willisau, danach bis 1803 des Distrikts Willisau und seither des damals neu geschaffenen Amts Willisau .
Fusion mit Willisau Land
Willisau Stadt entstand mit der Helvetik als die Stadt die Rechte auf das Land verlor. Dadurch ergab sich eine abenteuerliche Grenzziehung und in vielen Fällen unpraktikable Aufteilung. Dies soll nun nach über 200 Jahren korrigiert werden. Auf den 1. Januar 2006 wird Willisau Stadt mit der Gemeinde Willisau Land zur neuen Gemeinde Willisau fusionieren.
Weblinks
- [http://www.willisau.ch Offizielle Website der Gemeinden Willisau-Stadt und Willisau-Land]
Kategorie:Ort in der Schweiz
Kategorie:Ort im Kanton Luzern
Kategorie:Schweizer Gemeinde
Willisau Land
Willisau Land ist eine Gemeinde im Amt Willisau des Kantons Luzern in der Schweiz.
Geographie
Die Gemeinde liegt im Luzerner Hinterland am Rande der nördlichen Ausläufer des Napfs, am Zusammenfluss von Buch- und Enziwigger. Willisau Land ist mit 3788 Hektaren die flächenmässig grösste Gemeinde im Amt Willisau.
Das Gemeindegebiet ist Teil des so genannten Inneren Willisauer Berglandes, das gegen Norden durc | | |