Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Zhongshan

Zhongshan

Zhongshan(中山) ist eine Präfektur und Stadt in der südchinesischen Provinz Guangdong (广东).

Allgemeine Daten

Zhongshan ist mit einer Fläche von 1800 km² (1,1% der Fläche Guangdongs) die zweitkleinste der 21 Präfekturen Guangdongs. Es hat 1,38 Millionen Einwohner (0,018% der Bevölkerung Guangdongs). Die Bevölkerungsdichte beträgt 767 Menschen pro km². Zhongshan ist der Herkunftsort von etwa 700.000 Auslandschinesen und Bewohner von Hong Kong und Macao.

Geschichte

In der Tang-Dynastie gehoerte der Bezirk, der damals noch Xiangshan (香山) hieß, zu Dongguan (东莞) und wurde in der Song-Dynastie im Jahr 1162 eine eigenständige Präfektur. 1866 wurde der chinesische Revolutionsführer und Staatsmann Sun Yat Sen in dem Dorf Cuiheng (翠亨) in Zhongshan geboren. Nach seinem Tod im Jahr 1925 wurde die Präfektur zu seinen Ehren in Zhongshan umbenannt. Das Haus Suns ist eine wichtige Touristenattraktion der Präfektur.

Geographie

Zhongshan liegt im Perlflussdelta, am westlichen Ufer der Mündung des Flusses in das Südchinesische Meer. Es grenzt an die Präfekturen Guangzhou und Foshan im Norden, Jiangmen im Westen und Zhuhai im Süden. Das Klima in Zhongshan ist subtropisch und ozeanisch. Die Durchschnittstemperaturen liegen im Januar bei 13,3°C und im Juli bei 28,4°C. Die Niederschläge pro Jahr und Quadratmeter betragen 1748,3mm.

Links


- [http://www.zhongshancity.com/ Stadt Zhongshan]
- [http://www.zhongshan.gov.cn/ Regierung von Zhongshan] Kategorie:ort in China

Guangdong

Guăngdōng (vereinfacht: 广东, traditionell: 廣東) ist eine Provinz im Süden der Volksrepublik China. Ihr Name bedeutet weiter Osten und stammt aus der Zeit, als Guangdong gerade von den Chinesen besiedelt wurde und noch ein weites, unbewohntes Gebiet war. Die Verballhornung dieses Namens (Kanton) wird im Westen für die Hauptstadt Guangzhou gebraucht, seltener für die Provinz selbst. Weitere wichtige Städte in Guangdong sind Shantou, Shenzhen, Zhanjiang und Zhuhai.

Geographie

Guangdong liegt an der Küste des südchinesischen Meeres. Sie wird im Norden durch die Nan-Ling-Berge begrenzt. Am Westende liegt die Leizhou-Halbinsel, vor deren Südspitze die Insel Hainan liegt. Die Nachbarprovinzen sind Fujian, Guangxi, Hainan (gehörte bis 1988 zu Guangdong), Hunan, Jiangxi sowie die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao. Das südliche Territorium der Provinz wird in seiner Mitte vom Perlfluss geteilt. Er ist zwar nur 177 km lang aber einer der bedeutendsten Schifffahrststraßen Chinas; er entsteht unter anderen durch drei größere Flüsse: Bei Guǎngzhōu geht der Westfluss (2.197 km lang), in den bei Sanshui der Nordfluss (468 km lang) einmündet, in den Perlfuss über; südlich von Guangzhou mündet der Ostfluss (523 km lang) in den Ästuar ein. Die riesige Schwemmebene, die der Perlfluss in der Region um seine Mündung gebildet hat, ist eine wichtige landwirtschaftliche Region und in den letzten 20 Jahren ein Brennpunkt des Wirtschaftsbooms. Die Oberflächengestalt Guangdongs ist zu etwa einem Viertel eben, insbesondere in den Küstenregionen. Ein weiteres Viertel ist sanftes Hügelland. Die Hälfte besteht aus Bergen und Hochebenen, insbesondere im Norden. Die höchste Erhebung der Provinz ist der Shikengkong an der Grenze zu Hunan mit 1902 Metern.

Klima

Das Klima Guangdongs ist feucht bei tropischen bis subtropischen Temperaturen. Im bergigen Norden herrscht eine Jahresdurchschnittstemperatur von 19 °C, im Süden von 23 °C. Der kälteste Monat in Guangzhou ist der Februar mit durchschnittlich 14 °C, während es in den Sommermonaten durchschnittlich 29 °C warm ist. Die Niederschläge sind sehr ungleich verteilt, im Norden gibt es Regionen, die auf weniger als 1200 mm Jahresniederschlag kommen. Die feuchtesten Regionen bringen es hingegen auf mehr als 2800 mm im Jahr. Zeitlich sind die Niederschläge ebenfalls unregelmäßig verteilt. Die Wintermonate sind relativ trocken, dafür hört es im Frühling fast nicht mehr auf zu regnen (Pflaumenregen). Im Sommer besteht regelmäßig Taifungefahr, wobei August und September weitere zwei Monate mit hohen Niederschlagsmengen sind.

Bevölkerung

Guangdong gehört zu den am dichtesten besiedelten Provinzen Chinas. Die Bevölkerung steigt sehr stark an, so gab es zwischen 1990 und 2000 einen Zuwachs von 36,7%. Die Ein-Kind-Politik gilt aber auch in Guangdong; das Wachstum ist zum überwiegenden Teil auf Zuwanderung aus anderen Provinzen zurückzuführen. Die Bevölkerungsdichte ist relativ dünn in den nördlichen gebirgigen Gebieten. Ballungszentren mit sehr hoher Bevölkerungsdichte gibt es im Delta des Perlflusses, in der Region um Shantou und Chaozhou sowie in geringerem Maße in der Region um Zhanjiang. Ethnisch setzt sich die Bevölkerung zu 98,6% aus Han-Chinesen zusammen. Andererseits sind fast alle der nationalen Minderheiten Chinas in Guangdong vertreten, vor allem die Zhuang, Miao, Yao, She, Li, Yi und Gin sind seit langem in der Region heimisch, teils länger als die Han. Andere Gruppen, wie etwa Hui oder Mandschuren, sind erst später zugewandert. Die Urbanisierung wird mit etwa 55% angegeben; größte Stadt ist Guangzhou, in deren Großraum offiziell etwa 8 Millionen Menschen leben.

Administrative Gliederung

Die Provinz unterteilt sich in 21 bezirksfreie Städte: Chaozhou (潮州市), Dongguan (东莞市), Foshan (佛山市), Guangzhou (广州市), Heyuan (河源市), Huizhou (惠州市), Jiangmen (江门市), Jieyang (揭阳市), Maoming (茂名市), Meizhou (梅州市), Qingyuan (清远市), Shantou (汕头市), Shanwei (汕尾市), Shaoguan (韶关市), Shenzhen (深圳市), Yangjiang (阳江市), Yunfu (云浮市), Zhanjiang (湛江市), Zhaoqing (肇庆市), Zhongshan (中山市), Zhuhai (珠海市) Diese Städte untergliedern sich wiederum in 54 Stadtbezirke, 23 kreisfreie Städte, 41 Kreise und drei Autonome Kreise.

Sprache

Guangdong ist die Heimat der Kantonesischen Sprache oder Yue. Im Osten, an der Grenze zu Fujian, werden Dialekte gesprochen, die dem Min zuzurechnen sind, vor allem Teochow (潮州话 chaozhouhua) in den Präfekturen Chaozhou und Shantou; auch Hakka sind in Guangdong vertreten, die ihre eigene Sprache haben. Die meisten Menschen in Meizhou sprechen Hakka. Auch das Kantonesische zerfällt in mehrere Unterdialekte. Durch die massive Einwanderung aus anderen Provinzen hat sich Mandarin neben der Kantonesischen Sprache etabliert und wird von fast allen Bewohnern der Provinz verstanden sowie von allen Menschen, die einen gewissen Bildungsstand haben, auch gesprochen.

Wirtschaft

Guangdong ist zusammen mit Zhejiang die reichste Provinz der Volksrepublik, nach den regierungsunmittelbaren Städten Peking, Shanghai und Tianjin. Sie hat seit etwa 25 Jahren ein konstant hohes Wirtschaftswachstum vorzuweisen. Die Städte Guangzhou und Shenzhen gehören zu den aktivsten Wirtschaftszentren, das BIP jeder einzelnen der beiden Städte liegt zwar hinter jenem von Shanghai, aber noch vor Peking oder Tianjin.

Geschichte

Bis in die 1970er Jahre war Guangdong eine weder besonders arme noch besonders reiche Provinz. Die Bewohner der Gegend haben aber eine lange Tradition im (Außen)handel und gelten innerhalb Chinas als besonders geschäftstüchtig. Als nach dem Tod von Mao die Wirtschaft liberaler gehandhabt wurde, war Guangdong die erste Provinz, in der inoffiziell mit Marktmechanismen experimentiert wurde. Im Jahre 1980 wurden in China fünf Sonderwirtschaftszonen eingeführt, darunter waren mit Shenzhen, Zhuhai und Shantou drei in Guangdong. Auch andere Städte in Guangdong waren die ersten, die offiziell Märkte einführten, in denen die Preise nicht vom Staat vorgeschrieben wurden. Bis zum Jahr 1988 gehörte Hainan zu Guangdong, wurde dann aber von der Zentralregierung gegen den heftigen Widerstand Guangdongs zu einer selbständigen Provinz und zur größten Sonderwirtschaftszone des Landes gemacht. Während viele der Reformen, die in Guangdong zuerst ausprobiert wurden, mittlerweile in ganz China eingeführt sind, ist die Provinz doch auf dem Weg in Richtung kapitalistische Marktwirtschaft am weitesten fortgeschritten, auch außerhalb der Sonderwirtschaftszonen. Der Boom, in dem sich die Provinz seitdem befindet, konnte nicht einmal durch die SARS-Krise gebremst werden, deren Epizentrum sich in Guangdong befand. Im Mai 1982 sterben mehr als 430 Menschen in der Provinz durch eine Flutkatastrophe. Zehntausende wurden obdachlos.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist für 10% des BIP und für 40% der Beschäftigung verantwortlich, beides für China sehr niedrige Werte. Etwa die Hälfte der Nutzfläche wird mit Reis bebaut, ein weiteres Viertel mit Gemüse, der Rest wird für den Anbau von Früchten, Zuckerrohr und Ernüssen verwendet. Erdnüsse sind die wichtigste Ölpflanze Südchinas; Guangdong ist innerhalb des Landes führender Produzent von Bananen, Zitrusfrüchten und Mangos. Die Viehzucht ist ebenfalls bedeutend, man hält insgesamt mehr als 20 Millionen Schweine und mehr als 4 Millionen Rinder. Entgegen anderslautenden Meldungen hat die Zucht von Hunden, Katzen oder Ratten für den Verzehr eine vernachlässigbare wirtschaftliche Bedeutung. In Punkto Fischerei stammen 94% aller Süßwasser- und etwa 50% aller Salzwasserfänge aus Zuchtbetrieben.

Bergbau

Guangdong besitzt einige Offshore-Ölfelder, die für die Rohölgewinnung Chinas von hoher Bedeutung sind. Die für den Fremden sichtbarste bergbauerische Tätigkeit ist der Abbau von Gestein für die boomende Baustoffindustrie; man ist im Begriff, ganze Berge wegzusprengen und zu -baggern, um Gestein für die Bautätigkeiten zu gewinnen.

Industrie

Die Industrie erwirtschaftet etwa die Hälfte des BIP der Provinz und beschäftigt 26% aller Arbeitskräfte. Guangdong ist die Provinz mit der höchsten Zahl an Industriebetrieben, ebenso ist der Anteil von privaten Unternehmen in Guangdong am höchsten, im Jahr 2000 waren nur 17% der Unternehmen staatlich (33% im Landesdurchschnitt). Es dominiert die Leichtindustrie, die für mehr als die Hälfte des Gesamtproduktionswertes steht. Dies illustriert die Bedeutung von Guangdong als Hinterhof von Hongkong und, zu einem geringeren Anteil, von Macao und Taiwan. Fast die gesamte Industrie Hongkongs ist seit den 1980er Jahren nach Guangdong übergesiedelt. Wichtigste Produkte sind Textilien, Papier, Baustoffe, Nahrungsmittel, Elektronik und Haushaltsgeräte. Einen großen Wachstumsschub erlebt momentan die Fahrzeugindustrie. Die Elektroindustrie erzeugt mit 10% der Gesamtproduktion den höchsten Anteil an Energie unter allen Provinzen; dies geschieht meist mit Wärmekraftwerken.

Dienstleistungen und Tourismus

Mit Dienstleistungen wird etwa 40% des BIP verdient. Wichtigste Wirtschaftszweige sind Transport, Telekommunikation und Post sowie in zunehmendem Maße Finanzdienstleistungen. Der Tourismus spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle; so hat Guangdong die höchste Zahl an Touristen und auch die höchsten Einnahmen vorzuweisen, ohne besondere Sehenswürdigkeiten zu haben. Dies illustriert die Rolle der Tagestouristen aus Hongkong und die Rolle der ausländischen Geschäftsleute, die sich aus bürokratischen Gründen meist als Touristen deklarieren.

Außenhandel

Keine Provinz importiert und exportiert so viel wie Guangdong. Speziell die Sonderwirtschaftszonen wurden ursprünglich mit dem Ziel eingerichtet, für den Export billig zu produzieren und dadurch der gesamten Wirtschaft dringend benötigte ausländische Devisen zur Verfügung zu stellen. So wird in Guangdong für den amerikanischen und europäischen Markt produziert, wobei die Rohstoffe dafür nicht selten aus den Zielmärkten importiert werden. Etwa 30% der Exporte der Volksrepublik kommen aus Guangdong. Die Exportwarenmesse in Guangzhou ist die größte des Landes. Sie findet jedes Jahr im April und September statt.

Infrastruktur

Für den Transport hat in Guangdong das Straßennetz die höchste Bedeutung. Die Dichte an Autobahnen und Landstraßen erster Klasse ist in keiner anderen Provinz Chinas so hoch wie in Guangdong; in das Straßennetz werden auch weiterhin enorme Geldsummen investiert. An schiffbaren Wasserstraßen gibt es insgesamt etwa 13 700 Kilometer. Das Eisenbahnnetz ist hingegen sehr dünn; die existierenden Strecken werden aber sehr stark genutzt. Wichtigste Linien sind die Nord-Süd-Verbindung (Peking-Guangzhou-Bahn, die nach Shenzhen und Hongkong weiterführt) und die West-Ost-Verbindung, hier vor allem die Guangzhou-Shantou-Bahn und die Strecke von Guangzhou nach Nanning. Die Strecke zwischen Guangzhou und Shenzhen gehört zu den modernsten Eisenbahnstrecken Chinas. Die Überseehäfen von Guangzhou, Zhanjiang, Shantou und Shenzhen gehören zu den wichtigsten des ganzen Landes; speziell Guangzhou ist der drittgrößte Hafen Chinas und der schnellwachsende Hafen Shenzhens tritt immer mehr in Konkurrenz zum Hongkonger Hafen. Die Dichte an internationalen Flughäfen ist im Delta des Perlflusses immens; mit Guangzhou, Shenzhen, Hongkong und Macao befinden sich vier Flughäfen in einem Umkreis von etwa 200 Kilometern. Weitere nennenswerte Flughäfen befinden sich in Shantou, Meizhou und Zhanjiang. Die Abdeckung mit Telekommunikationseinrichtungen ist fast nirgendwo in China so weit fortgeschritten wie in Guangdong; auch in abgelegeneren Gebieten kann man leicht IDD-Telefone finden und fast das ganze Territorium der Provinz ist vom Mobilfunknetz abgedeckt.

Bildung

Trotz der hohen Zuwanderung aus viel ärmeren Gebieten, speziell auch Landbevölkerung, ist die Analphabetismusrate mit unter vier Prozent sehr niedrig. Guangdong verfügt über eine hohe Anzahl an Universitäten. Die Sun Yat Sen Universität (中山大学 zhongshan daxue) in Guangzhou wird zu den zehn besten Universitäten des Landes gezählt.

Weblinks


- [http://www.asinah.org/travel-guides/chinaprovinces_guangdong.html Guangdong Provinz] Kategorie:Chinesische Provinz ja:広東省 ko:광둥 성 th:มณฑลกวางตุ้ง zh-min-nan:Kńg-tang

Tang-Dynastie

Die Tang-Dynastie () war eine chinesische Kaiserdynastie, die von 618 bis 907 an der Macht war. Sie folgte auf die Sui-Dynastie und ging der Zeit der fünf Dynastien voraus. Unterbrochen wurde die Tang-Dynastie durch die Zweite Zhou-Dynastie (690-705). Zeit der fünf Dynastien

Geschichte

Die Zeit 617 bis 660

Die Dynastie wurde durch den chinesischen General Li Yuan (einen Halbtürken) gegründet, der 617 inmitten zahlreicher Rebellionen Chang-an eroberte, woraufhin der Sui-Kaiser Yang Di von seinen Ratgebern erdrosselt wurde. Chinas Hauptstadt zur Tang-Zeit wurde Chang'an (heute Xi'an; damals 2 Millionen Einwohner), aber auch Luoyang mit 1 Million Einwohnern war bedeutend. General Li Yuan nahm als Kaiser den Namen Gao-tsu an. Er galt als unentschlossener Herrscher, der stets im Schatten seines Sohnes Li Shi-min stand und musste schließlich abdanken. Li Shi-min verbuchte als Kaiser Tai-tsung 626/30 einen entscheidenden Sieg über die Osttürken, was der Tang-Dynastie die Ausbreitung entlang der Seidenstraße ermöglichte und auch China dem Ausland öffnete (vgl. z.B. Xuanzang). Viele fremde Kaufleute und Krieger strömten in der Folge ins Land und prägten die Stadtkultur jener Zeit. Mit ihnen kam Neues - z.B. spielte die chinesische Aristokratie damals Polo, ein Spiel aus dem Iran, was nur aufgrund des verbreiteten Pferdebesitzes durch die Kontrolle der Zuchtgebiete in Kansu möglich wurde. Tai-tsung erneuerte auch die staatlichen Beamtenprüfungen (Geschichte, konfuzianische Klassiker, Lyrik und Verwaltungsaspekte; es bestanden maximal 10 % der Kandidaten), um sich bessere Verwaltungsbeamte heranzuziehen. In der Praxis bestimmten aber Geld und Herkunft, wer Beamter wurde, so dass die höchsten Posten weiterhin dem Adel vorbehalten blieben. Die Verwaltung Tang-Chinas war wie folgt untergliedert:
- kaiserliche Kanzlei
- Staatskanzlei mit den klassischen sechs Ministerien (Beamte, Finanzen, Riten, Heer, Justiz und öffentl. Arbeiten)
- kaiserliches Sekretariat (zuständig für Kontrolle und Zensur)
- Staatsrat, dem u.a. die Spitzen der Staatskanzlei angehörten. Die Strafgesetze wurden vereinfacht und gemildert, das Schulwesen gefördert. Der Gesetzkodex der Tang-Zeit, das Tanglü-shuyi, ist vollständig überliefert. Er war sehr umfangreich (über 500 Paragraphen in 12 Abschnitten) und besticht durch lückenlose Logik. Man bewertete sowohl die Schwere bzw. das Wesen der Straftat als auch die gesellschaftliche Stellung des Opfers. Gegen Ende seines Lebens stürzte sich Tai-tsung († 649) aber in einen belastenden Krieg gegen Korea, was ihn zuletzt sogar innerhalb der eigenen Regierung isolierte. Für das Jahr 651 wird die erste arabische Gesandtschaft am Tang-Hofe vermerkt, gesendet von Kalif Uthman, 643 kam sogar eine aus Byzanz. Weitere Kriege Chinas gegen die Gök-Türken verliefen zwar erfolgreich - 657/59 wurden auch die Westtürken unterworfen, und ein persischer Prinz namens Firuz (Peroz) forderte 661 chinesische Unterstützung gegen die Araber an - aber die Erfolge waren nicht von langer Dauer.

Die Zeit 660 bis 705 (Ära Wu)

Araber Der Kaiser Gaozong (reg. 650-683) litt ab 660 an Schwindelanfällen und Kopfschmerzen. Man nahm an, dass er von seiner Frau, der späteren "Schrecklichen Kaiserin" Wu Chao (einer ehemaligen Konkubine) bis zu seinem Tod 683 langsam vergiftet wurde. Wu Chao ermordete ihren erstgeborenen Sohn und sperrte zwei weitere ihrer Söhne ein. Dann nahm sie 690 den Kaisertitel an und regierte (trotz ihrer zahlreichen Morde) mit der Unterstützung der Buddhisten, der Geheimpolizei und offenbar auch großer Teile des Volkes (Zweite Zhou-Dynastie). Nach Wu Chaos Sturz 705 fiel die Herrschaft nach zwei Morden und einer Abdankung schließlich an Kaiser Xuanzong (713 - 756). Unter Xuanzong erlebte Tang-China zunächst ein Goldenes Zeitalter des Friedens, der Kultur und Gelehrsamkeit.

Die Zeit 705 bis 907

Xuanzong verfiel aber bald der Trägheit und wurde willenloses Werkzeug zweier Günstlinge (Li Lin-fu, Yang Guozhong) und einer Nebenfrau namens Yang Guifei. Li Lin-fu konnte 737 sogar die Hinrichtung dreier Söhne Xuanzongs erwirken. Inzwischen machten sich die erhöhten Militärausgaben ständiger Kriege entlang der Seidenstraße (751 Schlacht am Talas gegen die Araber) in erhöhten Steuern bemerkbar. In der Regierung herrschte Streit zwischen den adligen Beamten und den durch staatliche Prüfungen gewonnenen Beamten, während sich der alte Kaiser vollständig ins Privatleben zurückzog. In der Armee hatten sich Berufssoldaten breitgemacht, die Generäle hatten zu große Kompetenzen bekommen, da der erste Minister Li Lin-fu († 752) der Zivilverwaltung in den Provinzen misstraute und mit den Militärs ein Gegengewicht schaffen wollte. Das erwies sich nach seinem Tod als großer Fehler. Als ein türkischer General namens An Lushan bei Hofe den Machtkampf gegen den neuen ersten Minister Yang Guozhong verlor, zettelte er einen Aufstand an. An Lushan eroberte 755/6 Luoyang und Chang-an, wurde aber im Folgejahr ermordet. Kaiser Xuanzong († 762) floh nach Chengdu und dankte zugunsten seines Sohnes Su-tsung (reg. 756-762) ab. Der holte die Hauptstädte zwar 757 zurück, aber die Situation blieb bis zum Ende des Aufstandes 763 wechselhaft. Während des Aufstandes des An Lushan sollen 36 Millionen Menschen ums Leben gekommen sein, fast ¾ der damaligen Bevölkerung. Die Uiguren, Tibeter u.a. mischten sich ab 762/63 in China ein. Ehrgeizige Statthalter erhoben sich ununterbrochen gegen die Zentralgewalt, die nur noch ein Schatten ihrer selbst war. Bei Hofe regierten oftmals schwache Kaiser, die Eunuchen oder auch einflussreiche Generäle. Ein Kaiser musste bereits 783/84 aus der Hauptstadt fliehen. Der endgültige Untergang der Tang kam aber erst im Aufstand des Huang Chao 876 - 884. Dieser Aufstand kostete nach damaliger Darstellung noch mehr Menschenleben als der Aufstand des An Lushan. Und zwar hatte Huang Chao zunächst die Südprovinzen (u.a. Kanton 879) verwüstet und sich dann nach Norden gewandt. Der Kaiser Hi-tsung (reg. 874-88) floh 881 nach Chengdu und musste beide Hauptstädte Huang Chao überlassen, der diverse Tang-Prinzen umbrachte und erst 884 von einem türkischen Kavalleriekorps geschlagen werden konnte. 885 kehrte der Kaiser nach Chang-an zurück und starb bald darauf. Die Eunuchen bemächtigten sich 900 der Person des Kaisers, wurden aber von einem General namens Dschu Wen (ein Überläufer Huang Chaos) beseitigt. Nach den nötigen Vorbereitungen wurden 907 alle Tang-Prinzen von Dschu Wen umgebracht, womit die Dynastie endete.

Wirtschaft und Kultur der Tang-Epoche

Grundlagen und Zusammenhänge

Aufstand des Huang Chao]] Aufstand des Huang Chao Auch in der Tang-Epoche erlebte China eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Die Großstädte wuchsen, mit ihnen die Stadtkultur und Kriminalität. Dichtkunst (Li Bai, Du Fu), Malerei, keramische Produktion erreichten ein hohes Niveau, auf technischem Gebiet entwickelte sich der Buchdruck, und die Herstellung von Schießpulver gelang. Einige chinesische Erfindungen und Entdeckungen jener Zeit: Buchdruck mit Stempeln um 600, tickende Wasseruhr 725, Diabetes um 640, Kometenschweif 635, Hartporzellan 700, Streichhölzer 577 und nicht zuletzt die Zeitung. Die Grundlage dieser gesellschaftlichen Blüte waren Maßnahmen auf wirtschaftlichem, sozialem und steuerlichem Bereich, die nachfolgend näher beleuchtet werden. Die Kanalbauten der Sui mit ihren Umschlagplätzen und Speichern 587-608 begünstigten den Warentransport und Binnenhandel, ernährten die Hauptstadt und bildeten eine Grundlage des wirtschaftlichen Aufschwungs im 8. und 9. Jahrhundert. Ihre Kontrolle erlaubte es den Tang auch, sich in den schwierigen Bedingungen nach dem An Lushan-Aufstand 756 an der Macht zu halten. Verschifft wurden in erster Linie Getreide und Seide. Aber auch der Reistransport stieg aufgrund der Produktionssteigerung dank verbesserten Anbaus (Umsetzen der Schößlinge) innerhalb eines Jahrhunderts um das 5-10-fache an. Das Überleben der Kleinbauern und damit den sozialen Frieden sicherten Steuergesetze (619) und die dazugehörigen Agrarverordnungen (624). Darin wurden den Bauern gleichmäßig verteilte Parzellen auf Lebenszeit übergeben. Grundlage der Vergabe waren genaue Volkszählungen unter Berücksichtigung des Alters sowie ein Katastersystem zur Landbewertung-/verteilung. Das System wurde aber schon im späten 7. Jhrd. durch manipulierte Zahlenangaben und Ausdehnung des privaten und kirchlichen Gutsbesitzes untergraben. Es war zudem zu anfällig gegen veraltete Zahlen, Abwanderung und veränderten Anbau. Die Klasse der Kleinbauern verfiel im 8. Jhrd., die Steuereinnahmen sanken. 780 kam deswegen eine Steuerreform, welche die traditionellen Steuern nach der Anzahl der Personen durch die Steuern nach Grundbesitz und Ernte ersetzte. Parallel dazu griff der Staat ähnlich wie zur Han-Zeit ab 759 auf Monopole an Salz, Alkohol und Tee zurück, um den Einnahmenverlust auszugleichen. Damit machte der Staat seine Einnahmen (hier: Gewinne) auch von der politischen Situation unabhängig. Zwecks diesbezüglichen Geldtransfers führte man um 806-20 auch den Wechsel ein. Das Geldwesen entwickelte sich in der Folge analog zu dem im arabischen Kalifat, wo man Steuergelder unter ähnlich schwierigen politischen Umständen transferieren musste. Gegen Ende der Tang-Epoche verzeichnet man also eine steigende Bedeutung des Eigentums und des Handels, was die frühkapitalistische Entwicklung in der nachfolgenden Song-Epoche begründete.

Weltoffenheit und Reaktion

Ein weiterer Punkt war die Weltoffenheit jener Zeit. Der Buddhismus stand nach seiner Förderung durch Wu Chao noch immer in voller Blüte, man verzeichnete viele Pilgerreisen nach Indien. Gebildete Chinesen richteten ihr soziales Verhalten nach den Lehren des Konfuzius, ihre Stellung in der Natur erklärte ihnen der Taoismus und für die Seele war Buddha zuständig. Diese drei Philosophien und Religionen wurden staatlich gefördert. Fremde Kaufleute sorgten für den Transithandel über Land und See, unterhielten in den schnell wachsenden Großstädten wie Guangzhou eigene Handelskontore. Haupthandelsprodukte waren Tee, Porzellan und Seide. Durch ausländische Kaufleute und Krieger fanden auch Islam und Manichäismus Eingang in China. Nach dem An Lushan-Aufstand wurden die Ausländer allerdings für die Lage im Land verantwortlich gemacht. Um 800 kam es dann zu einer Art intellektueller Wende im Land, einer Rückbesinnung auf traditionelles Gedankengut, welche sich in der Vereinfachung als simpler Nationalismus äußerte. 836 verbot man den Kontakt mit Ausländern. Viele Ausländer wurden bei den Unruhen in den Städten erschlagen, einige Tausend 760 in Yangzhou und 120.000 in Kanton 879. Der Kontrollverlust an der Seidenstraße schnitt zudem den Buddhismus von seinen Ursprungsregionen im Südwesten ab und leitete so seinen Niedergang im Land ein. Macht und Reichtum der buddhistischen Klöster erweckten viele Neider. Besonders der Staat war in einer Finanzkrise - 845 ließ Kaiser Wu-tsung die meisten der 4.600 Klöster und 40.000 Schreine zerstören.

Verweise


- Kaiser der Tang-Dynastie

Weblinks


- [http://www.sino-liedtke.de/Chin__Geschichte/Sui___Tang_Dynastie/sui___tang_dynastie.html Text über die Tang-Dynastie 1]
- [http://www.jaduland.de/asia/china/text/tang.html Text über die Tang-Dynastie 2]
- [http://www.uglychinese.org/tang.htm Englisch geschriebene Ostasienseite] Kategorie:Tang-Dynastie ja:唐 ko:당나라

Dongguan

Dongguan (Chin. 东莞市) ist eine bezirksfreie Stadt in der chinesischen Provinz Guangdong.

Geographie

Dongguan liegt östlich des Perlflusses bei dessen Mündung in das Chinesische Meer zwischen Guangzhou und Shenzhen. Im Osten und Nordosten grenzt es an die bezirksfreie Stadt Huizhou. Das Klima ist subtropisch; die durchschnittliche Januartemperatur liegt bei 13,4 ºC, die durchschnittliche Julitemperatur bei 28,4 ºC. Die Niederschläge betragen 1800 mm pro Jahr.

Geschichte

Im Hafen Humen, Stadt Dongguan, wurde durch den Beamten Lin Zexu von den Briten beschlagnahmtes Opium vernichtet. Dies führte zum Ersten Opiumkrieg. Im Jahr 1985 wurde Dongguan zu einer Stadt erhoben.

Wirtschaft

Die Stadt Dongguan leben von Leichtindustrie. Aufgrund der zahlreichen Fabriken in und um Dongguan herum, gilt die Stadt auch als produktivste Stadt Chinas. Hergestellt werden vor allem elektrische Geräte, pharmazeutische Produkte, Lebensmittel und Textilien. Vor allem durch Investitionen aus Hongkong wurde Dongguan ein Zentrum der Computerindustrie. Daneben werden Bodenschätze wie Wolfram, Zinn, oder Kupfer abgebaut.

Bevölkerung

Dongguan ist der Heimatort vieler Auslandschinesen. 700.000 Menschen in Hong Kong, Taiwan und Macao und weitere 200.000 im Ausland lebende Chinesen stammen aus Dongguan.

Administrative Gliederung

Obwohl Dongguan eine bezirksfreie Stadt ist, wurde sie nicht in weitere Verwaltungseinheiten auf Kreisebene (Stadtbezirke, Kreise, kreisfreie Städte) unterteilt. Ihr einziger Stadtbezirk, "Innenstadt", dokumentiert, daß hier Kreis- und Bezirksebene eine Einheit bilden, die politisch aber auf Bezirksebene angesiedelt wurde. Dongguan ist unterteilt in vier Straßenviertel und 28 Großgemeinden:
- Straßenviertel Guancheng (莞城街道),
- Straßenviertel Nancheng (南城街道),
- Straßenviertel Wanjiang (万江街道),
- Straßenviertel Dongcheng (东城街道),
- Großgemeinde Chang'an (长安镇),
- Großgemeinde Changping (常平镇),
- Großgemeinde Chashan (茶山镇),
- Großgemeinde Dalang (大朗镇),
- Großgemeinde Dalingshan (大岭山镇),
- Großgemeinde Daojiao (道窖镇),
- Großgemeinde Dongkeng (东坑镇),
- Großgemeinde Fenggang (凤岗镇),
- Großgemeinde Gaobu (高埗镇),
- Großgemeinde Hengli (横沥镇),
- Großgemeinde Hongmei (洪梅镇),
- Großgemeinde Houjie (厚街镇),
- Großgemeinde Huangjiang (黄江镇),
- Großgemeinde Humen (虎门镇),
- Großgemeinde Liaobu (寮步镇),
- Großgemeinde Mayong (麻涌镇),
- Großgemeinde Qiaotou (桥头镇),
- Großgemeinde Qingxi (清溪镇),
- Großgemeinde Qishi (企石镇),
- Großgemeinde Shatian (沙田镇),
- Großgemeinde Shijie (石碣镇),
- Großgemeinde Shilong (石龙镇),
- Großgemeinde Shipai (石排镇),
- Großgemeinde Tangxia (塘厦镇),
- Großgemeinde Wangniudun (望牛墩镇),
- Großgemeinde Xiegang (谢岗镇),
- Großgemeinde Zhangmutou (樟木头镇),
- Großgemeinde Zhongtang (中堂镇).

Tourismus

Sehenswert in Dongguan ist Keyuan, der Ke-Park, der zu den schönsten der Provinz Guangdong gehört. Er wurde für Zhang Jingxiu, einen Minister der Qing-Dynastie, gebaut und ist für die hellblauen Ziegel berühmt, aus denen die Pavillons und Räume gebaut sind. Kategorie:Ort in China Kategorie:Bezirksfreie Stadt (China)

Song-Dynastie

Song-Dynastie () war von 960 bis 1279 die herrschende Dynastie im Kaiserreich China. Man unterscheidet "Nördliche" und "Südliche" Song-Dynastie. Die "Nördliche" regierte 960-1126 in der Hauptstadt Kaifeng (北宋, Bei-Song), die "Südliche" von 1126-1279 mit der Hauptstadt Hangzhou (南宋, Nan-Song). Diese Dynastie ist nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen (frühen) Song-Dynastie der Zeit der Nord- und Süd-Dynastien.

Nördliche Song 960 - 1126

Staatsgründung

Gegründet wurde die Nördliche Song-Dynastie 960 von einem General namens Zhao Kuangyin, der den siebenjährigen Thronerben der Späten Zhou-Dynastie (後周, Hou-Zhou: 951 - 960) stürzte und postum Taizu genannt wurde. Damit endete die Zeit der Fünf Dynastien. Kaifeng wurde Hauptstadt eines wieder weitgehend geeinten Chinas, dessen Grundlagen schon zur Späten Zhou-Zeit gelegt worden waren (Wiedervereinigung der Provinzen, Ordnung der Steuerlast, Kanal- und Dammbau, Bepflanzung von Brachland, Militärstützpunkte). Große Teile des Nordens waren aber bereits in der Gewalt der Kitan bzw. der Liao-Dynastie, welche das Land in mehreren Siegen (979, 986) und im Frieden von 1004 behaupteten. Die Song zahlten ihnen schließlich Tribut.

Wirtschaft

Die Zeit der Song-Dynastie sicherte China ein schnelles wirtschaftliches Wachstum (erkennbar an einer mehr-als-Verdopplung der Münzprägung trotz Einführung des Papiergeldes) und im Zusammenhang eine damals einzigartige gesellschaftliche Blütezeit. Die Handelsbeziehungen nach Südostasien und Indien wurden mit der Entwicklung der Wirtschaftskraft und Hochseeschifffart intensiver. Wir verzeichnen den Buchdruck mit beweglichen Lettern um 1041-48, das Papiergeld 1024, eine Weiterentwicklung des Schiffbaus (viele techn. Details bis hin zum Schaufelrad und wasserdichten Schotten) und der Schifffahrt (ca. 1090 Nutzung des Kompass), bessere Kartographie, Militärtechnik (Schießpulver spätestens 1044) und weiteres. Mit der Weiterentwicklung des Block- und Buchdrucks kam es zu einer Flut von Werken in allen Bereichen (Enzyklopädien, Technik, Medizin, Romane, Architektur, Religion, fremde Länder) und analog dazu zu einer Zunahme öffentlicher wie privater Schulen und Bibliotheken. Eine Voraussetzung für den Erfolg der alten chinesischen Wirtschaft war der Überschuss an Arbeitskräften, der durch die Abwanderung von Bauern in die Städte des 12. Jahrhunderts gegeben war. In den staatlich betriebenen Manufakturen arbeiteten bis zu 7000 Arbeitskräfte; und in privaten Manufakturen, -auf dem Bereich der Ziegel-Brennereien, Lack- und Porzellanherstellung- arbeiteten zumindest bis zu 1200 Arbeitskräfte. Diese privaten Manufakturen arbeiteten aber stets den großen staatlichen Manufakturen zu. Wenn sie zu einflussreich werden drohten, griff der Staat ein. Eine weitere Ausdehnung dieser frühkapitalistischen Entwicklung wurde also durch den Staat verhindert. Die meisten Handwerker waren im Verlagssystem von einem Verleger abhängig (wie in England im 16. Jhrd.). Größere Handwerker konnten bis zu 40 Lohnarbeiter haben. Zünfte waren für Arbeitsvermittlung, Waisenheime und Feuerwehren zuständig, auch allgemein schufen Stiftungen diverse Wohlfahrtseinrichtungen in den Städten. In den Häfen gab es Maklerbüros und Hafenarbeitergilden. Eine weitere Voraussetzung für den Erfolg der chinesischen Wirtschaft zur Song-Zeit war eine wachsende Nachfrage im Inneren. Das städtische Bürgertum (Grundeigentümer, Kaufleute) wurde wohlhabend und wünschte seinen Anteil am Luxus, egal ob es nun um Möbel, Kleidung oder Küche ging.

Verwaltung

Die Zentralverwaltung gliederte sich zur Song-Zeit in die großen Abteilungen a) Wirtschaft und Finanzen (Ämter: Staatsmonople, Budget, Bevölkerung), b) Heer und c) Sekretariat (d.h. Gerichts- und Personalverwaltung). Es gab sogar drei Ämter für die unabhängige Entgegennahme von Beschwerden und Anregungen von Seiten der Beamten und Bevölkerung. Nach 1065 hielt man Beamtenprüfungen alle drei Jahre ab und machte sie zur Pflicht. Dazu gab es inzwischen drei Ebenen von Beamtenprüfungen (in der Präfektür, Hauptstadt und vor dem Kaiser). Auch die Fächer der Beamtenprüfungen wurden (unter Wang An-schi) praktischer ausgerichtet, so dass wir verzeichnen: Allgemeinbildung, Schrift und Schriftstücke, Recht, Mathe, Militär und wie immer die Klassiker. Prüfungsbögen wurden anonym behandelt. Unter Kaiser Shenzong kam es 1069 zu den Reformen des Wang Anshi. Das Hauptanliegen Wang Anshis bestand darin, durch den Erlass von Gesetzen die Unterdrückung der Kleinbauern zu regulieren, welche die Hauptlast der direkten Steuern und der Frondienste zu tragen hatten. Das gleiche betraf die kleinen Handwerker, die von o.g. Verlegern und von Handelsgilden (hang) abhängig waren. Wang Anshi konnte sich bei Hofe nicht halten und wurde 1076 verbannt, 1078 wieder eingesetzt und 1085 erneut entmachtet. An seine Stelle trat der Konservative Sima Guang, der die Großgrundbesitzer und reichen Kaufleute vertrat und die „neuen Gesetze“ wieder rückgängig machte. Nach dem Tod der beiden Rivalen 1086 setzte sich der Kampf ihrer Parteien fort. Wang Anshis Reformen sicherten so noch ein halbes Jahrhundert die innere Stabilität des Staates.

Südliche Song 1126 - 1279

Jurchen & Dynastiewechsel

Entscheidend für den Untergang der nördlichen Song-Dynastie (北宋, Bei-Song) war die 1126 erfolgte Gefangennahme des Kaisers Hui-tsung und seines Sohnes durch die Jurchen (Jin-Dynastie). Kao-tsung, ein anderer Prinz entkam und gründete südlich des Jang-tse die südliche Song-Dynastie (南宋, Nan-Song). Ein Sieg über den Jurchen-General Wu-chu am Jang-tse sicherte 1130 den Bestand der Dynastie. Im Jahr 1138 marschierte der chinesische Volksheld Yo-Fei bereits auf Kaifeng, als der kriegsmüde Kaiser Kao-tsung einen Tribut-Frieden schloss. Yo-Fei wurde bald durch den Hof verhaftet und hingerichtet. Song-China hatte in Zukunft zwar die Macht, aber nicht den Willen, die Jurchen aus Nordchina zu vertreiben und sicherte den Frieden stattdessen durch hohe Tribute (Kanzler Qin Gui, † 1155). Im Jahr 1161 scheiterte ein weiterer Angriff der Jurchen -diesmal unter Jin-Kaiser Tikunai persönlich- am Jang-tse-kiang. Bei den Kämpfen der kaiserlichen Truppen mit den Jurchen sowie mit Piraten wurde übrigens eine Radpaddelflotte auf dem Jang-tse und seinen Nebenflüssen eingesetzt, ebenso wie Gas- und Explosivwaffen, Vorläufer der Kanonen. Ferner ist die Existenz des Tanguten-Reiches in Kansu und die des Staates Nanchao (Thai, Tibeter, Chinesen mit Hauptstadt Tali) in Yunnan zu verzeichnen.

Krise und Untergang

Der Großgrundbesitz dehnte sich zunehmend u.a. am Huai aus, die Steuerflucht dicker Geschäftemacher (meist Großgrundbesitzer, solche Steuerflucht wurde von Wang An-schi noch bekämpft) nahm zu und Zahlungsschwierigkeiten des Schatzamtes resultierten daraus. Es kam zu einer nicht zu bremsenden Inflation. Veruntreuung und Vetternwirtschaft in der Mandarin-Verwaltung wurde zur Schattenseite des Song-Staates im 12./13. Jhrd. Um 1263 wurde die innenpolitische Lage in den Ackerbauzentren südl. des Jang-tse so explosiv und das Einziehen der Steuern so schwierig, dass Reformen unumgänglich waren. Zwangsmaßnahmen des Kanzlers Kia-se-tao (hingerichtet 1275) waren die Folge. Und zwar wollte Kia-se-tao den Großgrundbesitz auf 27 ha beschränken, das überschüssige Land aufkaufen und mit dessen Einkünften die Steuerausfälle bzw. Kriegskosten decken. Kia-se-tao war dabei ein rücksichtsloser Intrigant. Die resultierenden Auseinandersetzungen in der Zentralverwaltung und dem Staatsrat untergruben die Loyalität der Beamtenschaft und schließlich der Armeeführung am Vorabend des Mongolen-Angriffs. Nach dem Fall der Festungen am Han-Fluss 1273 (Belagerung von Xiangyang, Provinz Szechuan - von welcher der untätige Kaiser Tu Tsung dank Kia-se-tao jahrelang nichts erfuhr) drangen die Mongolen der Yuan-Dynastie nach Hangzhou vor. Die Hauptstadt Hangzhou kapitulierte 1276, letzte Anhänger der Song hielten sich bis 1279, als der kleine Thronerbe in einer Seeschlacht ertrank.

Verweise


- Kaiser der Song-Dynastie

Literatur


- Jacques Gernet: Die chinesische Welt, Frankfurt, Insel Verlag 1979. ISBN 3458155031
- Helwig Schmidt-Glintzer: Geschichte Chinas bis zur mongolischen Eroberung 250 v. Chr. - 1279 n. Chr., München, Oldenbourg Verlag 1999. ISBN 3486564021

Weblinks


- [http://www.sino-liedtke.de/Chin__Geschichte/Song_Dynastie/song_dynastie.html Text über die Song-Dynastie 1]
- [http://www.jaduland.de/asia/china/text/sung.html Text über die Song-Dynastie 2] Kategorie:Song-Dynastie ja:北宋

Sun Yat-sen

Sun Yat-sen (chin.: Kurzzeichen: 孙逸仙 Langzeichen: 孫逸仙, Pinyin: Sūn Yìxiān) (
- 12. November 1866; † 12. März 1925) war ein chinesischer Revolutionsführer und Staatsmann, Gründer der Kuomintang und erster provisorischer Präsident der Republik China. In der Volksrepublik China wie in der Republik China (Taiwan) wird er als Gründer des modernen China verehrt. Er entwickelte eine politische Philosophie, die als dreifaches Volksprinzip bekannt ist.

Namen

: Vollständiger Name: Sun Wen (孫文 Sūn Wén) : Chinesischer Familienname:: Sun (孫 Sūn) : Vorname: Wen (文 Wén) : Pseudonyme: :
- Yixian (逸仙 Yìxiān) :
- Deming (德明 Démíng) : Beinamen: :
- Rixin (日新 Rìxīn) :
- Nakayama Shou (中山樵 ein Name, den er im japanischen Exil benutzte; chinesisch gelesen: Zhōngshān Qiáo) :
- In China am meisten bekannt unter: Sun Zhongshan (孫中山 Sūn Zhōngshān) :
- In Taiwan wird sein Name offiziell als "Landesvater (Leerzeichen) Herr Sun Zhongshan" (國父 孫中山先生, Guófŭ Sūn Zhōngshān xiānshēng). Im Chinesischen sind Leerzeichen normalerweise nicht üblich; es dient hier als Symbol der Ehrerbietung.

Biographie

Sun Yat-Sen wurde in einer Bauernfamilie im Dorf Cuiheng, Bezirk Xiangshan, Guangdong (Südchina) geboren. Der Bezirk wurde ihm zu Ehren in Zhongshan umbenannt. Über seine Herkunft sagte Sun: "Ich bin ein Kuli und der Sohn eines Kulis. Ich habe immer mit dem Kampf des Volkes sympathisiert." Im Alter von 13 Jahren ging er nach Hawaii, wohin sein Bruder als Arbeiter gezogen und als Händler reich geworden war. Er lernte dort an der anglikanischen Iolani School von 1879 bis 1882. Diese erste Berührung mit dem Christentum prägte ihn zutiefst. Nach seiner Rückkehr ins Dorf Cuiheng zerschlug er eine göttliche Figur im Dorftempel, um sein Aufbegehren mit den herrschenden Umständen zu demonstrieren. Dafür wurde er aus dem Dorf verbannt. So begann er, am Hong Kong College of Medicine for Chinese Medizin zu studieren, wo er einer der beiden ersten Absolventen war. Danach arbeitete er als Arzt in Hongkong. Seine Aufenthalte im Westen nährten in ihm die Unzufriedenheit mit der Regierung der Qing-Dynastie und so begann er seine politischen Aktivitäten damit, dass er Reformgruppen von Exilchinesen in Hongkong organisierte. Im Oktober 1894 gründete er die Xing-Zhong-Gesellschaft (Vereinigung zur Wiederherstellung Chinas) mit dem Ziel, eine Plattform für zukünftige revolutionäre Aktivitäten zu schaffen. Im Jahr 1895 schlug der von ihm mitgeplante Kantoner Aufstand fehl. Die Qing-Regierung setzte auf ihn ein Kopfgeld aus, so verbrachte Sun 16 Jahre im Exil in Europa, den USA, Kanada und Japan. Dort sammelte er Geld für seine revolutionären Aktivitäten. In Japan trat er chinesischen Dissidentengruppen bei und wurde später Führer des Tongmenghui-Bundes (chinesischer Revolutionsbund, Vorgänger der Kuomintang). Er wurde dafür von Japan in die USA ausgewiesen. In dieser Zeit begann er auch, westliche Anzüge zu tragen und ließ sich den chinesischen Zopf abschneiden. Am 10. Oktober 1911 begann der Wuchang-Aufstand. Damit endete die fünftausendjährige Herrschaft der Kaiser in China. Sun hörte von der erfolgreichen Rebellion des Militärs gegen die Qing und kehrte sofort aus den USA nach China zurück. Am 29. Dezember wurde Sun in einer Konferenz von Provinzrepräsentanten in Nanking zum Übergangspräsidenten der Republik China gewählt. Obwohl in der Geschichtsschreibung der Kuomintang die Rolle von Sun sehr betont wird, bezweifeln viele Historiker, dass er im Umsturz von 1911 eine große Rolle gespielt hatte, einfach aus dem Grund, weil er zu jener Zeit im Ausland war. Vielmehr wurde er zum Übergangspräsidenten gewählt, weil er geachtet, aber unbedeutend war und einen Kompromisskandidaten zwischen Revolutionären und dem konservativen Adel darstellte. Am 12. August 1912 gründet er im Hinblick auf die bevorstehenden Parlamentswahlen aus zahlreichen kleineren politischen Gruppierungen die Nationale Volkspartei (Kuomintang). Nach seiner Vereidigung berief Sun Delegierte aus allen Provinzen ein, um die Nationalversammlung der Republik China zu gründen. Das Übergangsrecht wurde von dieser Versammlung zum Grundgesetz der neuen Republik erklärt. Die Übergangsregierung war trotzdem in einer sehr schwachen Lage: Die Südprovinzen hatten ihre Unabhängigkeit erklärt, während der Norden dies noch nicht getan hatte. Die Übergangsregierung hatte außerdem keine Streitkräfte, denn ihre Kontrolle über die neue Armee war gering und es gab viele Truppen, die noch den Qing treu waren. Daher brauchte Sun die Unterstützung von Yuan Shikai, dem mit der Beiyang-Armee das Militär Nordchinas unterstand. Sun war gezwungen, ihm das Präsidentenamt zu versprechen, damit er sich auf die Seite der Revolution schlug und Kaiser Pu Yi zum Abdanken zwang. Yuan entwickelte sich zum Diktator und Sun versuchte 1913, eine Revolte gegen Yuan zu starten, die fehlschlug und ihn ins Asyl nach Japan trieb, wo er die Kuomintang neu organisierte. Dort heiratete er am 25. Oktober Soong Ching-ling, nachdem er sich von seiner ersten Frau Lu Muzhen getrennt hatte. 1917 kehrte er nach China zurück und wurde 1921 zum Präsidenten der selbstproklamierten Nationalregierung in Kanton gewählt. 1923 erklärte er seine drei Volksprinzipien in einer Rede zur Basis des Staates und seine Fünf-Yuan-Verfassung zur Richtlinie für das politische System. Um militärische Schlagkraft für eine Nordexpedition gegen die Militaristen in Peking zu haben, gründete er die Whampoa-Militärakademie (heute Huangpu-Militärakademie) in der Nähe von Kanton, mit Chiang Kai-Shek als Kommandeur und Parteigenossen wie Wang Ching-Wei und Hu Han-Min als politischen Lehrern. In den frühen 20er Jahren bekam Sun Hilfe der Komintern, um die Kuomintang in eine leninistische demokratische Partei der Mitte umzuorganisieren. Gleichzeitig handelte er die erste vereinigte Front aus Kommunisten und Kuomintang aus. 1924 wurde diese Allianz noch gestärkt, um das Land besser unter Kontrolle bringen zu können. Zu diesem Zeitpunkt war Sun überzeugt davon, dass China nur mit Gewalt von seiner Basis in Südchina aus vereinigt werden könnte. Nach einer Periode politischer Vormundschaft sollte dann ein Übergang zur Demokratie geschehen. Am 10. November 1924 reiste Sun in den Norden und trat für eine ganzchinesische Konferenz sowie die Abschaffung der unfairen Handelsverträge mit dem Westen ein. Zwei Tage später reiste er trotz schlechten Gesundheitszustandes und Bürgerkrieg wieder in den Norden, um über die Zukunft des Landes zu diskutieren. Am 12. März 1925 starb er in Peking an Leberkrebs im Alter von 59 Jahren.

Vermächtnis

Seine politische Philosophie, bekannt als dreifaches Volksprinzip (三民主義,vereinf.:三民主义) wurde im August 1905 veröffentlicht und war stark an den amerikanischen Progressivismus angelehnt. In seinem Werk Methoden und Strategien zum Aufbau des Landes, im Jahre 1919 fertiggestellt, schlug er vor, dieses Prinzip zu verwenden, um endgültigen Frieden, Freiheit und Gleichheit in China zu erreichen. Nach Suns Tod brach ein Machtkampf zwischen seinem jungen Protegé Chiang Kai-Shek und dem älteren Wang Jingwei aus, der die Kuomintang spaltete. Das lag zum Teil am zwiespältigen Erbe, das Sun Yat-Sen hinterlassen hatte. Als sich die Allianz zwischen Kommunisten und der Kuomintang 1927 auflöste und der Bürgerkrieg ausbrach, behaupteten alle von sich, seine wirklichen Erben zu sein. Dies war auch während des japanischen Kriegs so. Suns Witwe Soong Ching-ling schlug sich während des Bürgerkriegs auf die Seite der Kommunisten und war 1949 bis 1981 Vizepräsidentin der Volksrepublik China und Ehrenpräsidentin kurz vor ihrem Tod 1981. Sun Yat-Sen ist der einzige chinesische Politiker, der sowohl in Taiwan wie in der Volksrepublik China großes Ansehen genießt. In Taiwan wird er als Vater der Republik China betrachtet und sein Bild ist in fast allen öffentlichen Räumen präsent. Da Sun Yat-Sen nie in der Regierung Taiwans war, ist er auch bei Befürwortern der taiwanesischen Unabhängigkeit unverfänglich. In der Volksrepublik China wird er als chinesischer Nationalist und Vorkämpfer des Sozialismus gesehen. In den letzten Jahren wurde Sun auch von der chinesischen Regierung in den Vordergrund gerückt, nicht zuletzt um die Beziehungen zu Taiwan und den dortigen Unterstützern einer Wiedervereinigung zu verbessern. Bezeichnenderweise gibt es mittlerweile zu den Mai-Feiern ein großes Bild von Sun Yat-Sen auf dem Tiananmen-Platz, während Bilder von Marx und Lenin nicht länger zu sehen sind.

Denkmäler

Lenin
- Im Dorf Cuiheng sind Sun Yat-Sens Geburtshaus und seine spätere Residenz heute Gedenkstätten. Der Ort liegt im Bezirk Zhongshan, nicht weit von Macao und Hongkong entfernt.
- Sun-Yat-Sen-Gedenkhallen gibt es in Taipei (Republik Taiwan) sowie in Guangzhou (VR China, Provinz Guangdong).
- In der früheren französischen Konzession von Shanghai befindet sich ein kleines, aber feines Museum in dem Haus, wo Sun gelebt hatte.
- In der Stadt Nanjing befindet sich das Dr.-Sun-Yat-Sen-Mausoleum.

Verweis


- Chinesische Geschichte

Weblinks


-
- [http://www.president.gov.tw/1_roc_intro/e_xpresident/index.html offizielle Biographie auf der Seite der Regierung Taiwans]
- [http://www.zimmann.de/sino/mag/index.html Magisterarbeit über Sun Yatsens Mitwirkung am eigenen Mythos] Kategorie:Mann Kategorie:Politiker (China) Kategorie:Chinese Kategorie:Revolutionär Kategorie:Politiker (20. Jh.) ja:孫文 ko:쑨원

Foshan

Foshan (佛山市, Buddhaberg, Pinyin:Fóshān, selten auch: Fatshan) ist eine bezirksfreie Stadt in der südchinesischen Provinz Guangdong. Sie liegt im Delta des Perlflusses, nur etwa 20 km von Guangdongs Metropole Guangzhou entfernt.

Geografie

Die Oberflächengestalt von Foshan ist eben. Das Klima ist subtropisch; die durchschnittliche Januartemperatur liegt bei 12,8 ºC, die durchschnittliche Julitemperatur bei 27,3 ºC, wobei im Sommer Spitzenwerte von 40 ºC erreicht werden können. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei etwa 1630 mm. Der Perlfluss fließt in einiger Entfernung an der Stadt Foshan vorbei und bildet den größten Teil der Grenze zu Guangzhou, das Stadtgebiet wird jedoch im Süden vom Dongping-Kanal tangiert. Das Stadtgebiet erstreckt sich von 22° 38′ N, 112° 22′ O bis 23° 34′ N, 113° 23′ O.

Bevölkerung

Angaben über die Bevölkerung der Stadt Foshan schwanken stark. Dazu kommen zahlreiche Wanderarbeiter, die rechtlich durch das Hukou-System an ihren Heimatort gebunden sind, in den Städten also nicht offiziell gemeldet sind.

Geschichte

Am 21. Januar 1951 wurde Foshan zur Stadt erklärt. 1958 entstand der Regierungsbezirk Foshan, mit der Zuständigkeit für Foshan Stadt, Jianmen, Shiqi und Zhongshan, insgesamt 13 Landkreise. Sie wurde 1970 auf 14 Landkreise erweitert. Seit dem 6. Juni 1983 wurde dem Regierungsbezirk der Status einer bezirksfreien Stadt verliehen. Die administrative Region wurde 1985 in die offene "Perlflussdelta" Handelszone transferiert. Seit dem wurde Foshan zu einer Industrie-Großstadt mit einzelnen Stadtbezirken, unter anderem auch dem Stadtbezirk Chancheng, der die ehemalige Stadt Foshan ausmachte und immer noch als Zentrum Foshans gilt.

Wirtschaft

Bereits während der Qing-Dynastie hatte Foshan eine hohe Bedeutung für den Außenhandel Chinas. Auch heute ist Foshan ein bedeutendes Handels- und Industriezentrum. Es dominiert die Leichtindustrie; wichtigste Produkte, die hergestellt werden, sind Textilien, Keramik, Haushaltsgeräte, Elektronische Produkte, Lederwaren, Druckereierzeugnisse, Baumaterialien, Pharmazeutika und Nahrungsmittel. Der ehemalige Stadtbezirk Shiwan (石湾区) ist einer der bedeutendsten Orte für die Herstellung von Keramik in Chinas. Er trägt auch maßgeblich zur hohen Luftverschmutzung von Foshan bei. Am 8. Dezember 2002 wurde er aufgelöst und administrativ mit dem ebenfalls aufgelösten Stadtbezirk Cheng (城区) zum neuen Stadtbezirk Chancheng vereinigt.
Vor allem die Stadtbezirke Nanhai und Shunde sind wirtschaftlich sehr gut entwickelt und gehören zu den reichsten Gebieten in Guangdong.

Kultur

Foshans Geschichte reicht bis in das 7. Jahrhundert zurück. Das älteste erhaltene Kulturdenkmal ist der Ahnentempel (祖庙), der um das Jahr 1080 als Tempel der Metallverarbeiter gegründet wurde und heute im eigentlichen Stadtzentrum Chancheng liegt. Bedeutend und sehenswert gilt auch der Liang's Garten (梁园), der einer der bedeutendsten chinesischen Gärten aus der Qing-Dynastie ist. [Liang], ein hoher Politiker seiner Zeit erbaute eine zur damaligen Zeit prachtvolle Residenz. Nach dem Untergang der Dynastie wurden seine Familie und er vertrieben und das Bauwerk verfiel. Erst in der Neuzeit wurde nach Renovierung ein sehr angenehmer Residenz Garten geschaffen, der von frisch Verheirateten gerne für das Erstellen von Hochzeitsfotos aufgesucht wird. Neben einer Kunstgemälde-Ausstellung befinden sich auch historische Information zur Geschichte der Familie und der lebenden teils berühmten in der ganzen Welt verstreuten Nachfahren Liang's in den Räumen der Residenz. In der Region rund um Foshan ist die bekannte traditionelle Kampfsportart Kung Fu entstanden. Kung Fu, wird auch heute noch aktiv ausgeübt. Einige herausragende ausländische Kämpfer haben hier ihre Kampfkunst erlernt und auch heute kommen Delegationen nach Foshan. Ebenso kommt der traditionelle südchinesische Drachentanz aus Foshan, sowie die kantonesische_Oper [http://en.wikipedia.org/wiki/Cantonese_opera (en: Cantonese opera)].

Historische Personen aus Foshan

Zu bedeutenden Personen aus der Geschichte Foshan's gehören unter anderem: Huang Feihong, Bruce Li, Pan Yushu, Li Guanghai, Liu Chuan, Chen Tiejun, Jian Brothers, Wu Qin, Li Wenmao, Chen Qiyuan, Huang Shaoqiang, Kang Youwei, Zhan Tianyou, He Xiangning, Lun Wenxu, Yip Man
englische Beschreibung der Personen finden sich auch [http://www.foshan.gov.cn/english/01_charmcity/02_lsmc/index.htm hier].

Verwaltung

Die bezirksfreie Stadt Foshan setzt sich aus fünf Stadtbezirken zusammen:
- Chancheng (禅城区);
- Nanhai (南海区);
- Shunde (顺德区);
- Sanshui (三水区);
- Gaoming (高明区). Der Stadtbezirk Chancheng (禅城区) umfasst das gesamte Stadtgebiet von Foshan und ein paar ländliche Gegenden; er wird allgemeinhin als Zentrum bezeichnet. Der Stadtbezirk Chancheng ist nördlich, westlich und östlich von Nanhai umgeben, im Süden grenzt er an Shunde. Chancheng selbst ist weiterhin in acht Straßenviertel und eine Großgemeinde unterteilt. Neben Foshan ist die Großgemeinde Nanzhuang (南庄镇) eine nennenswerte Ortschaft des Stadtbezirks Chancheng.

Verkehr

Foshan liegt an der Eisenbahnstrecke von Guangzhou in Richtung Westen nach Maoming. Daneben liegt die Stadt im dichten Autobahn- und Schnellstraßengürtel der Großstadt Guangzhou. In der Stadt gibt es, wie in vielen chinesischen Großstädten, ein Verkehrsproblem, das durch die rasant gewachsene Motorisierung der Bevölkerung entstanden ist und sich in Dauerstaus im Stadtgebiet bemerkbar macht. Foshan bekommt deshalb eine U-Bahn, die an das U-Bahn-Netz [http://en.wikipedia.org/wiki/Guangzhou_Metro (en: Metro)] von Guangzhou direkt angebunden sein wird. Bis zum Jahr 2010 soll ein Verkehrsring zur Entlastung der innerstädtischen Straßen um Foshan herum fertig gestellt sein.

Weblinks


- [http://www.foshan.gov.cn/english/index.htm Offizielle Website (engl.)] Kategorie:Ort in China Kategorie:Bezirksfreie Stadt (China)

Jiangmen

Jiangmen (江门, Flusstor, Pinyin:Jiāngmén) ist eine bezirksfreie Stadt in der südchinesischen Provinz Guangdong. Sie ist Herkunftsstadt zahlreicher Überseechinesen.

Geographie

Die Stadt liegt westlich des Ästuars des Perlflusses, etwa 60 km südwestlich von Guangdongs Metropole Guangzhou. Die Oberflächengestalt von Jiangmen ist eben, nur im Westen wird es leicht hügelig. Das Territorium wird von zahlreichen Flüssen, Flussarmen und Kanälen durchzogen. Der wichtigste Fluss ist der Westfluss, dessen Hauptarm- bzw. Westarm östlich am Stadtzentrum vorbei fließt. Der Peng-Fluss kreuzt die Stadt in ihrer Mitte. Das Klima ist subtropisch bis tropisch; die durchschnittliche Januartemperatur liegt bei 13 ºC, die durchschnittliche Julitemperatur bei etwa 28 ºC. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei etwa 1900 mm.

Wirtschaft

Bereits während der Qing-Dynastie hatte Jiangmen eine hohe Bedeutung für den Außenhandel Chinas; der heutige Hafen wurde 1904 in Betrieb genommen. Wirtschaftlich dominiert in Jiangmen die Leichtindustrie. Wichtigste Produkte, die hergestellt werden, sind Textilien, Elektronikprodukte, Möbel Lederprodukte, Nahrungsmittel, Maschinen, Baumaterialien und chemische Produkte; eine lange Tradition hat die Papierherstellung und die Zuckerraffinierung. Das BIP Jiangmens liegt mit rund 19 00 RMB im Jahr 2002 pro Kopf deutlich über dem Provinzdurchschnitt von Guangdong.

Verwaltung

Jiangmen ist Sitz einer gleichnamigen Präfektur, der die sieben Bezirke Taishan, Kaiping, Enping, Heshan, Xinhui, Pengjiang und Jianghai unterstellt sind. Das eigentliche Stadtgebiet liegt in den beiden Bezirken Pengjiang und Jianghai, wobei der Peng-Fluss die Grenze bildet. Die beiden Bezirke Jiangmens grenzen nordwestlich an Heshan, nordöstlich an Shunde, im Westen an Zhongshan und im Süden an Xinhui. Sie selbst sind weiterhin in sieben Straßenkomitees und sieben Gemeinden unterteilt. Neben Jiangmen sind Hetang (荷塘), Hulian (潮连), Lile (礼乐), Zhuangruan (桩阮) sowie Tangxia (棠下) nennenswerte Ortschaften, die in diesen beiden Bezirken liegen.

Verkehr

Jiangmen ist ein wichtiger Verkehrsknoten Guangdongs. Die Stadt verfügt über den zweitgrößten Flusshafen der Provinz. Schiffe transportieren Fracht und Passagiere den Westfluss flussaufwärts und flussabwärts bis Macau und Hongkong. Daneben ist Jiangmen über Autobahnen gut in Richtung Foshan und Guangzhou, Zhongshan sowie in Richtung Westen (Kaiping, Yangjiang) an das Straßennetz der Provinz angebunden. Kategorie:Ort in China Kategorie:Bezirksfreie Stadt (China)

Kategorie:Ort in China

China Kategorie:Geographie (China) ko:분류:중화인민공화국의 도시

40 S&W

The .40 S&W is a 10 mm pistol rimless cartridge designed by Smith & Wesson, a famous American firearms manufacturer.

History

The .40 S&W cartridge evolved from the 10 mm Auto pistol ammunition which had been adopted by the FBI, but turned out to be too powerful. The FBI started using a lowered charge version of the 10 mm Auto ammunition, a subsonic load often referred to as the "FBI load" or "10 mm lite." Smith & Wesson redesigned the cartridge to make it shorter while maintaining the performance of the FBI load. The .40 S&W cartridge quickly surpassed the 10 mm cartridge in popularity and units sold. With the .40 S&W being shorter than the 10 mm Auto and approximately the same length as the 9 mm Luger cartridge, many existing 9 mm Luger pistols could be adapted by their respective manufacturers to fire the new cartridge. In a great irony, Austrian manufacturer GLOCK beat Smith & Wesson to the market with a pistol chambered in .40 S&W, the GLOCK 22 and 23. GLOCK's rapid introduction was aided by its engineering of a pistol chambered in 10 mm Auto only a short time earlier, the GLOCK 20. The GLOCK 20 was and still is considered an excellent pistol in 10 mm Auto, but has sold vastly fewer units than the .40 S&W GLOCKs. Initial acceptance of the .40 S&W was slow, since the round was considerably less powerful than the 10mm Auto it was based on. This lead to derogatory names such as ".40 Short and Wimpy" or ".40 Short and Weak." It was, however, a ballistically better choice than the 9mm for police and defensive use, and it quickly gained popularity once pistol manufacturers began to adapt their 9mm pistol designs to create additional models chambering .40 S&W. IMI attempted a similar cartridge in the 1980s, called the .41 Action Express (or .41 AE) for the Jericho 941 pistol. This cartridge was based on the .41 Magnum case, cut down to fit in a 9mm frame, and using a rebated rim the same diameter as the 9mm Luger. The .41 AE is ballistically similar to the .40 S&W, to the point that many reloading manuals suggest using .40 S&W load data in the .41 AE. The .41 AE is a more attractive cartridge in many ways, as the rebated rim allows a simple barrel and magazine change to allow most 9mm guns to be converted to .41 AE. The .41 AE uses .410 inch bullets, whereas the .40 S&W uses .400 inch bullets. However, as it lacks the backing of ammunition manufacturers in making .410 caliber bullets suited to semiautomatic pistols, the .41 AE has not achieved widespread popularity.

Performance

The new .40 S&W cartridge has become a huge success in the United States, because it is seen by many as much more capable than the 9 mm Luger, without the overkill of the 10mm Auto cartridge. In the rest of the world it has become a popular combat pistol shooting sports cartridge. The .40 S&W is considered by some the best cartridge for law enforcement use available today, combining superior stopping power when used with expanding ammunition and manageable recoil into a package that remains compact. The .40 S&W has an overwhelming share of the U.S. law enforcement market as a result. Ironically, a very large part of the law enforcement market for .40 S&W uses GLOCK pistols. The .40 S&W has been noted in a number of cartridge case failures, particularly in GLOCK pistols due to their looser chamber dimensions and the relatively weak case of the .40 S&W compared to its working pressure. These failures are referred to by many as "kaBooms" and typically seriously damage or destroy the pistol, though they often do not injure the person holding the pistol.

Muzzle velocity


- 8.7 g (135 Gr) Full Metal Jacket: 400 m/s (1310 ft/s)
- 11.6 g (180 Gr) Full Metal Jacket: 290 m/s (950 ft/s)

Synonyms


- .40
- .40 S&W
- .40 Auto
- .40 Short & Wimpy or Short & Weak (a derogatory comparison to the parent 10 mm Auto cartridge)
- .40 Liberty (in the same tradition as "freedom fries," following the widespread boycott of Smith & Wesson in the wake of their anti-gun agreement with the Clinton Administration)
- 10mm Kurz

See also


- List of firearms
- List of handgun cartridges
- List of rifle cartridges 40 S&W

jastrzbia gra pensjonat Pozycjonowanie programy realplayer sms gate










































:: RELATED NEWS ::
Francesco Albergati Capacelli
Francesco Albergati Capacelli (1728 - 1804), scrittore, politico e commediografo italiano. Marchese bolognese dedicò il suo tempo e il suo patrimonio all'arte drammatica. Sia nella sua tenuta di campagna a Zola sia nella sua residenza bolognese fece erigere dei teatri nei quali inscenava con amici delle rappresentazioni teatrali per le quali scriveva anche i testi, questi divennero nel tempo conosciuti e apprezzati. In u

Cronometro
Un cronometro (dal greco chrónos, χρόνος: tempo e métron, μέτρον: misura) è un orologio progettato per avere elevata accuratezza e precisione. Il termine cronometro viene assegnato ad un orologio dalla Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres, una prestigiosa società di certificazione svizzera, dopo averlo sottoposto
Peso dominicano
Il Peso Domenicano è la valuta ufficiale della Repubblica Domenicana. Il suo simbolo è "$", e quando questo simbolo crerebbe ambiguità con altre valute con lo stesso simbolo si utilizza "RD$". Il suo codice nel ISO 4217 è "DOP". Ogni peso si divide in 100 centavos ("centesimi"), ma ormai i centesimi non sono usati nella vita pratica a causa de
Sant'Erasmo
Erasmo fu vescovo di Antiochia: si narra di lui nelle agiografie trasmesse in una recensione greca (circa VI secolo) e in varie altre recensioni latine posteriori al VI secolo. Il monaco cassinese Giovanni, tra gli anni Read More...
Wikipedia:Pagine da cancellare/Peso dominicano

Peso dominicano

L'articolo contiene solo un tasso di cambio corrente. --Robin root 16:46, Giu 2, 2005 (CEST) :Ho modificato l'articolo traducendo quel (poco) che c'era nella versione inglese AnyFile 17:12, Giu 2, 2005 (CEST)
- -1 dopo l'ampliamento--Cruccone (msg) 17:23, Giu 2, 2005 (CEST)
-
Campionato di calcio albanese
Il Campionato di calcio di Prima Divisione albanese è passato progressivamente da 16 squadre a 14 nella stagione 1999/2000, e poi a 10 dalla stagione 2003/2004. Con l'attuale formula si effettuano due gironi di andata e due di ritorno, in modo da giocare 36 partite per formazione.

Classifica stagione 2004/2005


- Le Poste Italiane sono un'azienda postale italiana; una volta ente statale che gestiva in monopolio i servizi postali e telegrafici per conto dello stato, oggi sono organizzate con questo nome in
Leandro Alberti
Leandro Alberti (1479- 1552), storico italiano.

Opere


- Isole appartinenti all'Italia
- Libro detto strega o delle illusioni del demonio
- Descrittione di tutta Italia

Collegamenti esterni


- [http://www.liberliber.it/biblioteca/a/alberti_leandro/ind
All Rights Reserved 2005 wikimiki.org