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| Uwe Kröger |
Uwe KrögerUwe Kröger ( - 4. Dezember 1964 in Hamm/Westf.) gilt als der bekannteste Musical-Darsteller im deutschsprachigen Raum.
Kröger studierte in Berlin an der Hochschule der Künste Gesang, Schauspiel und Tanz und spielte u.a. den ersten und bislang einzigen deutschsprachigen Rusty in Starlight Express. Sein großer Durchbruch gelang ihm allerdings, als er 1992 bei der Welturaufführung des Musicals Elisabeth den Tod spielte. Seitdem ist er ein anerkannter Musicaldarsteller. Als einen weiteren Höhepunkt in seiner Karriere bezeichnet er selbst sein West-End-Debüt, als er bei der Weltpremiere des Musicals Napoleon die gleichnahmige Hauptrolle spielen durfte. Er wurde bereits acht Mal mit dem Titel Deutschlands Musical-Star Nr. 1 ausgezeichnet.
Er wirkte unter anderem in folgenden Produktionen mit:
- Starlight Express (Bochum) - als Rusty
- Jesus Christ Superstar
- The Rocky Horror Show
- Starmania (Essen)
- Elisabeth (Wien und Essen) - als Der Tod
- Sunset Boulevard (Niedernhausen)
- Miss Saigon (Stuttgart) - als Chris
- Die Schöne und das Biest (Stuttgart) - als Biest
- Mozart! (Wien)
- Joseph and the amazing Technicolor Dreamcoat
- Napoleon (London)
- The Wild Party (Klagenfurt)
- Les Misérables (Wien, Amsterdam und Berlin)
- Die 3 Musketiere (Theater des Westens, Berlin) - als Kardinal Richelieu
- Phantom der Oper(Essen (Stadt)) als Phantom
Filme und Serien im Fernsehen:
- Die liebe Familie
- Polizeiruf 110
- Kommissar Rex
- Ein Richter zum Küssen
Galas:
- Wider die Gewalt, 1992-1995, 1997-2002
- In love with Musical, 1996
- Still in love with musical , 1998
- In love with musical again, 2000
- Musical Moments, 2004
- Uwe Kröger and Friends, 2004
- Best of Musical, 2004,2005, (2006)
Diskografie:
- Boulevard der Sehnsucht, 1994
- Favourites
- Still in love with musical, 1998
- In love with musical again, 2000
- Sein größten Musicalerfolge, 2001
- Only the Best, 2002
- Musical Moments, 2002
- Musical Moments 2
- From Broadway to Hollywood, 2003
Weblinks
-
- [http://www.uwekroeger.com/ Offizielle Website]
- [http://www.iukc.de/ Fansite]
- [http://www.uwekroeger.de.vu]
Kroger, Uwe
Kroger, Uwe
Kroger, Uwe
Kroger, Uwe
Kroger, Uwe
Kroger, Uwe
4. DezemberDer 4. Dezember ist der 338. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 339. in Schaltjahren) - somit bleiben 27 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 771 - Karl der Große wird nach dem Tod seines Bruders und Mitregenten Karlmann I. im Alter von 27 Jahren Alleinherrscher im Frankenreich.
- 1897 - Durch einen Friedensvertrag endet der Türkisch-Griechische Krieg.
- 1944 - Luftangriff auf Heilbronn. Mit über 6.500 Toten einer der schwersten Luftangriffe des 2. Weltkrieges.
- 1958 - Dahomey, später Benin, wird autonome Republik
- 1967 - An der nordfranzösischen Atlantikküste geht erstmals ein Gezeitenkraftwerk ans Netz.
- 1974 - Jean-Paul Sartre erhält vom Oberlandesgericht Stuttgart die Erlaubnis, den in Stammheim inhaftierten Terroristen Andreas Baader zu besuchen
- 1975 - Suriname wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1977 - Jean-Bédel Bokassa ernennt sich zum Kaiser des "Zentralafrikanischen Kaiserreiches".
- 1989 - Der eiserne Vorhang der ehemaligen ČSSR fällt
- 1991 - Auf den Seychellen wird ein Mehrparteiensystem eingeführt.
- 1993 - In Österreich beginnt der Briefbomben-Terror von Franz Fuchs.
Wirtschaft
- 1871 - Im Deutschen Reich wird die Goldmark zu 100 Pfennig als einheitliche Währung eingeführt.
- 1924 - Erste deutsche Funkausstellung wird trotz schwieriger Zeiten in Berlin eröffnet.
- 1985 - In Düsseldorf wird bekannt, dass Friedrich Karl Flick beabsichtigt, sein Imperium an die Deutsche Bank zu verkaufen
Wissenschaft, Technik
- 1948 - In Berlin wird die Freie Universität gegründet.
Kultur
- 1773 - Uraufführung der lyrischen Tragödie Sabinus von François-Joseph Gossec in Versailles.
- 1920 - Uraufführung der Oper Die tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold am Stadttheater Hamburg sowie am Stadttheater Köln.
- 1926 - In Dessau wird das neue Bauhaus eingeweiht.
- 1948 - Die neu gegründete Freie Universität Berlin wird feierlich eingeweiht.
Religion
- 1154 - Nicholas Breakspear wird als erster und bisher einziger Engländer zum Papst gewählt und tritt mit der tags darauf stattfindenden Inthronisation sein Amt als Hadrian IV. an.
- 1963 - Das zweite vatikanische Konzil beschließt, dass katholische Messen in der jeweiligen Landessprache gehalten werden dürfen.
Katastrophen
- 1974 - Colombo, Sri Lanka. Absturz einer niederländischen Douglas DC-8. An Bord waren indonesische Moslems auf der Pilgerfahrt nach Mekka. Alle 191 Menschen starben.
- 1977 - Joho Bahrain, Malaysia. Explosion einer Boeing 737 der Malaysian Airline System während die Maschine entführt wurde. Alle 100 Menschen an Bord starben.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1999 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Lajos Erös in der Stadion-Sporthalle in Hannover, Deutschland, durch KO.
Geboren
- 1595 - Jean Chapelain, französischer Kritiker
- 1607 - Evaristo Baschenis, italienischer Maler
- 1777 - Jeanne Francoise Récamier, französische Schriftstellerin
- 1787 - Johan Fredrik Berwald, schwedischer Komponist
- 1795 - Thomas Carlyle, schottischer Essayist
- 1800 - Emil Aarestrup, dänischer Dichter († 21. Juli 1856)
- 1835 - Samuel Butler, englischer Schriftsteller
- 1865 - Edith Cavell, britische Krankenpflegerin
- 1866 - Wassily Kandinsky, russischer Maler (Der Blaue Reiter)
- 1886 - Ludwig Bieberbach, deutscher Mathematiker und NSDAP-Mitglied
- 1875 - Rainer Maria Rilke, österreichischer Dichter
- 1881 - Erwin von Witzleben, deutscher Generalfeldmarschall und Widerstandskämpfer
- 1886 - Jan Thomée, niederländischer Fußballspieler
- 1887 - Will Grohmann, deutscher Kunsthistoriker
- 1892 - Francisco Franco Bahamonde, spanischer Diktator
- 1899 - Elfriede Lohse-Wächtler, eine der herausragendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhundert
- 1903 - Cornell Woolrich, US-amerikanischer Krimiautor
- 1908 - Alfred D. Hershey, US-amerikanischer Molekularbiologe
- 1910 - Thelma White, US-amerikanische Schauspielerin
- 1913 - Johann Cilenšek, deutscher Komponist
- 1914 - Rudolf Hausner, österreichischer Maler
- 1915 - Eddie Heywood, US-amerikanischer Bandleader, Musiker und Songschreiber
- 1922 - Gérard Philipe, französischer Schauspieler
- 1927 - William Labov, US-amerikanischer Sprachwissenschaftler
- 1930 - Paul-Heinz Dittrich, deutscher Komponist
- 1932 - Edgar Valcárcel Arze, peruanischer Komponist
- 1932 - Roh Tae-woo, General und 6. südkoreanischer Präsident
- 1933 - Horst Buchholz, deutscher Schauspieler
- 1940 - Freddy Cannon, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1942 - Chris Hillman, US-amerikanischer Musiker Sänger und Songschreiber
- 1943 - Werner Becker, deutscher Musiker (Anthony Ventura)
- 1943 - Björn-Hergen Schimpf, deutscher TV-Moderator
- 1944 - Dennis Wilson, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1944 - Chris Hillman, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1948 - Southside Johnny, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1949 - Jeff Bridges, US-amerikanischer Schauspieler
- 1951 - Gary Rossington, US-amerikanischer Musiker
- 1953 - Jean-Marie Pfaff, belgischer Fußballspieler
- 1956 - Guy Morin, Schweizer Politiker
- 1956 - Lisa Politt, deutsche Kabarettistin
- 1959 - Nico Hofmann, deutscher Regisseur
- 1960 - Glynis Nunn, australische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1963 - Jozef Sabovcik, slowakischer Eiskunstläufer
- 1963 - Rochelle Swanson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1964 - Marisa Tomei, US-amerikanische Schauspielerin
- 1969 - Shawn Carter alias Jay-Z, US-amerikanischer Musiker
- 1973 - Tyra Banks, US-amerikanisches Model
- 1979 - Maite Kelly, US-irisch-deutsche Musikerin und Sängerin (Kelly Family)
- 1980 - Stefan Pfannmöller, deutscher Kanute.
Gestorben
- 880 - Seiwa, 56. Kaiser von Japan
- 1245 - Christian von Preußen (auch: Chrsitian von Oliva), erster Bischof von Preußen
- 1408 - Valentina Visconti, Schwester der beiden letzten Herzöge, Giovanni Maria Visconti und Filippo Maria Visconti
- 1459 - Adolf VIII., Graf von Holstein und Herzog von Schleswig
- 1476 - Zdeněk Konopišťský ze Šternberka, böhmischer Adeliger, Diplomat und Politiker
- 1528 - Jakob Locher, humanistischer Schriftsteller und Übersetzer
- 1628 - Thomas Platter (der Jüngere), schweizer Arzt und Schriftsteller
- 1642 - Armand Jean du Plessis Richelieu, französischer Kardinal und Staatsmann
- 1679 - Thomas Hobbes, britischer Philosoph
- 1696 - Meisho, 109. Kaiserin von Japan
- 1798 - Luigi Galvani, italienischer Arzt und Naturforscher
- 1828 - Robert Banks Jenkinson, 2. Earl of Liverpool, britischer Staatsmann
- 1854 - José Joaquín Guarín, kolumbianischer Komponist
- 1861 - José María Bustamante, mexikanischer Komponist
- 1865 - Adolph Kolping, deutscher katholischer Priester
- 1893 - Heinrich Göbel, deutsch-amerikanischer Erfinder
- 1932 - Gustav Meyrink, österreichischer Dichter
- 1946 - Ernst Kornemann, deutscher Althistoriker
- 1948 - Karl Bonhoeffer, deutscher Psychiater
- 1953 - Daniel Gregory Mason, US-amerikanischer Komponist
- 1962 - Walther Kühn, deutscher Politiker
- 1971 - Meinrad Inglin, schweizer Schriftsteller
- 1971 - Georg von Rauch, deutscher Terrorist
- 1975 - Hannah Arendt, deutsche Philosophin
- 1976 - Tommy Bolin, US-amerikanischer Musiker
- 1976 - Benjamin Britten, britischer Komponist
- 1983 - Perez Prado, kubanischer Musiker
- 1983 - John Tyndall, irischer Physiker
- 1987 - Rouben Mamoulian, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1987 - Luis Federico Leloir, argentinischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1993 - Frank Zappa, US-amerikanischer Musiker
- 2000 - Hans Carl Artmann, österreichischer Dichter
- 2004 - Wolfgang Hempel, deutscher Sportreporter
Feier- und Gedenktage
- Sankt Barbara
Am 4. Dezember, der auch als Barbaratag bezeichnet wird, ist es Brauch, Obstzweige (v.a. Kirschzweige) zu schneiden und in die Vase zu stellen. Diese blühen dann zu Weihnachten. Junge Mädchen geben jedem Zweig den Namen eines Verehrers. Der, dessen Zweig zuerst blüht, wird der spätere Ehemann.
Bärbeltreiben:
Wenn es an diesen Tagen in den Straßen und Dörfern dunkel wird, liegt eine geheimnisvolle Atmosphäre über dem gesamten Oberallgäu. Denn an diesen Tagen feiert ein heidnischer Brauch rauhe Urstände im Oberallgäu: Das Bärbele-Springen und das wilde Treiben der Rumpelklausen.
Beim alten Brauch des "Bärbele Treibens" im Oberallgäu haben ausschließlich die Frauen das Sagen. Die als alte "Weiber" verkleideten Frauen ziehen am 4. Dezember - am "Barbara's Tag" - mit ihren Weidenruten durch die vorweihnachtlichen Straßen, um den einen oder anderen Rutenhieb zu verteilen und Kinder mit Äpfeln und Nüssen zu beschenken.
Barbaraparade:
In vielen Bergbauorten, auch in solchen in denen der aktive Berbau längst erlosche ist, wird am Barbaratag oder am Sonntag nach dem Barbaratag ein Parade d.h. ein bergmännischer Umzug durchgeführt (s.a. externe Links)
Siehe auch
:3. Dezember - 5. Dezember
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1204
ja:12月4日
ko:12월 4일
simple:December 4
th:4 ธันวาคม
Weblinks
- [http://www.deinallgaeu.de/texte1/oberstdorf/baerbeltreiben.htm Bärbeletreiben im Oberallgäu]
- [http://wirtschaft.fh-trier.de/ri/fell/video/video.php?nr=9&unr=0&eTyp=h Ein Video von der Barbaraparade in Fell]
Hamm
Hamm ist eine Stadt im östlichen Ruhrgebiet des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Kreisfreie Stadt, nordöstlich von Dortmund, im Regierungsbezirk Arnsberg ist in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen und ist Mitglied im Regionalverband Ruhr.
Die Stadt in ihren heutigen Grenzen besteht im Wesentlichen seit der Gebietsreform des Jahres 1975, als die kreisfreie Stadt Hamm mit den umliegenden Gemeinden zur neuen kreisfreien Stadt Hamm vereinigt wurde. Dadurch überschritt die Einwohnerzahl die 100.000-Grenze und machte Hamm zur Großstadt. Heute hat Hamm rund 184.000 Einwohner. Die Stadt ist Sitz des größten deutschen Oberlandesgerichts.
Geografie
Hamm liegt in der westfälischen Tieflandsbucht im landschaftlichen Übergang von innerem Münsterland zu den fruchtbaren Hellwegbörden etwa 60 m hoch auf den beiderseitigen flachgeböschten breiten Terrassen der mittleren Lippetalung zu beiden Seiten der Lippe und deren südlichem Zufluss Ahse.
Der höchste Punkt im Stadtgebiet befindet sich im Stadtbezirk Bockum-Hövel und misst 102,0 m ü. NN, der niedrigste Punkt ist „Am Lausbach“ und misst 37,7 m ü. NN. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 104,0 km. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 18,2 und in West-Ost-Richtung 21,9 km.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Hamm. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:
Lippetal, Welver, Werl (alle Kreis Soest), Unna, Bönen, Kamen, Bergkamen und Werne (alle Kreis Unna), Ascheberg (Kreis Coesfeld) sowie Drensteinfurt und Ahlen (beide Kreis Warendorf)
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet ist in die sieben Stadtbezirke Hamm-Mitte, Uentrop, Rhynern, Pelkum, Herringen, Bockum-Hövel und Heessen eingeteilt. Jeder Stadtbezirk hat eine Bezirksvertretung mit jeweils 19 Mitgliedern, die bei jeder Kommunalwahl von der Bevölkerung des Stadtbezirks gewählt werden. Die Bezirksvertretung wählt aus ihrer Mitte den Bezirksvorsteher als Vorsitzen und Repräsentanten des Stadtbezirks.
Für statistische Zwecke sind die Stadtbezirke in so genannte „statistische Bezirke“ und diese wiederum in „Baublöcke“ unterteilt. Die statistischen Bezirke sind mit einer zweistelligen Nummer und mit einem besonderen Namen gekennzeichnet.
Die Stadtbezirke mit ihren zugehörigen statistischen Bezirken:
#Hamm-Mitte: City, Innenstadt-Süd, Innenstadt-Ost, Süden östlich Werler Straße, Süden westlich Werler Straße, Westen, nördlich Lange Straße, Westen südlich Lange Straße, Bahnhof einschließlich Ortsgüterbahnhof
#Uentrop: Kurpark, Mark, Braam, Werries, Geithe, Ostwennemar, Norddinker, Vöckinghausen, Frielinghausen, Uentrop Ortskern
#Rhynern: Berge, Westtünnen westlich Heideweg, Westtünnen östlich Heideweg, Rhynern Ortskern, Osttünnen, Freiske, Wambeln, Allen
#Pelkum: Wiescherhöfen/Daberg, Lohauserholz, Selmigerheide/Weetfeld, Zechensiedlung, Harringholz, Pelkum Ortskern, Westerheide, Lerche
#Herringen: Westenfeldmark, Ostfeld, Heidhof, Herringen Ortskern, Nordherringen, Herringer Heide, Sandbochum
#Bockum-Hövel: Nordenfeldmark-West, Hövel-Mitte, Hövel-Nord, Hövel-Radbod, Bockum, Barsen, Holsen, Geinegge, Hölter
#Heessen: Nordenfeldmark-Ost, Mattenbecke, Zeche-Sachsen, Heessen-Mitte, Heessen Ortskern, Westhusen, Dasbeck, Frielick
Geschichte
Bezirksvorsteher
Bezirksvorsteher
Nachdem die Stadt Nienbrügge zerstört wurde, bot der Graf Adolf I. von der Mark den Einwohnern an, auf seinem Land zu siedeln.
Diese Siedlung wurde im März 1226 urkundlich am Aschermittwoch gegründet. Da sie auf der Landspitze zwischen der Einmündung der Ahse in die Lippe entstand und ein solches Areal im Mittelalter als „Ham“ bezeichnet wurde, erhielt diese Siedlung den Namen „tom Hamme“. Hieraus entstand dann der Stadtname Hamm.
1350 wird Hamm von der großen Pest heimgesucht, die nur sieben Familien überlebt haben sollen.
1392 wurde die Grafschaft Mark mit dem Herzogtum Kleve vereint und Hamm verlor seine Bedeutung als Hauptstadt der Grafschaft Mark.
1609 kam Hamm durch Erbfolge unter preußische Herrschaft. Da die Erbfolge zwischen den Dynastien der Pfalzgrafen von Neuburg und den Kurfürsten von Brandenburg umstritten waren, dauerte die Unsicherheit über die Zugehörigkeit zu Preußen bis 1666 an.
1787 wurde durch die preußische Verwaltung eine Kriegs- und Domänenkammer für die Grafschaft Mark in Hamm eingerichtet. Als einer ihrer Präsidenten wurde 1793 Freiherr vom Stein ernannt.
1808 kam Hamm zum Großherzogtum Berg und wurde Sitz eines Kantons innerhalb des Arondissements Hamm im Ruhrdepartement. Ab 1813 gehörte die Stadt zum preußischen Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein und 1815 wurde Hamm endgültig preußisch. Die Stadt wurde Sitz eines Kreises innerhalb des Regierungsbezirks Arnsberg der Provinz Westfalen. Auch die meisten heute zu Hamm gehörigen Stadtteile gehörten zur Grafschaft Mark und wurden 1815 der preußischen Provinz Westfalen zugeordnet. Lediglich Bockum-Hövel und Heessen gehörten bis 1803 zum Fürstbistum Münster. 1806 kamen auch diese Orte zum Großherzogtum Berg, 1813 zum preußischen Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein und 1815 zur Provinz Westfalen.
1820 wurde das damalige „Appellationsgericht“ (heute Oberlandesgericht) von Kleve nach Hamm verlegt. In der Zeit von 1882 bis 1900 wirkte der vormalige preußische Kultusminister Adalbert Falk als Oberlandesgerichtspräsident in Hamm.
Im Jahre 1836 wurde in Hamm die revidierte Städteordnung eingeführt. Mit Wirkung vom 11. April 1901 schied Hamm aus dem Kreis Hamm aus um eine kreisfreie Stadt zu werden. Sie blieb aber noch Sitz des Kreises Hamm, der jedoch 1929 seinen Sitz nach Unna verlegte und infolgedessen 1930 in Kreis Unna umbenannt wurde.
Von 1911 bis 1913 wurde unter dem Stadtbaurat Otto Krafft die Ahse aus der Innenstadt verlegt, wodurch die Stadtentwicklung einen neuen Schub erhielt.
Im 2. Weltkrieg wurde Hamm durch 55 alliierte Luftangriffe zu 60 % zerstört. Anfang April 1945 wird es von US-Truppen eingenommen.
Eingemeindungen
In die Stadt Hamm wurde 1939 die Gemeinde Mark (Amt Rhynern), die Keimzelle der nach ihr benannten Grafschaft Mark eingegliedert. 1968 folgte die Eingliederung der Gemeinden Berge und Westtünnen (Amt Rhynern) sowie des Großteils der Gemeinde Wiescherhöfen (Amt Pelkum), Kreis Unna. Ihre heutige Ausdehnung erhielt die kreisfreie Stadt Hamm im Rahmen der kommunalen Neuordnung von 1974, die zum 1. Januar 1975 umgesetzt wurde. Damals wurden folgende Städte und Gemeinden nach Hamm eingegliedert:
- Stadt Bockum-Hövel Kreis Lüdinghausen
- Stadt Heessen Kreis Beckum
- Gemeinde Uentrop, (Kreis Unna), gebildet 1968 aus den Gemeinden Braam-Ostwennemar, Frielinghausen, Haaren, Norddinker, Schmehausen, Uentrop, Vöckinghausen und Werries
- Gemeinde Rhynern (Kreis Unna, ohne Hilbeck), gebildet 1968 aus den Gemeinden Allen, Freiske, Hilbeck, Osterflierich, Osttünnen, Rhynern, Süddinker und Wambeln (Hilbeck kam jedoch 1975 zu Werl)
- Gemeinde Pelkum (Kreis Unna), gebildet 1968 aus den Gemeinden Herringen, Lerche, Pelkum, Sandbochum, Weetfeld und Teilen von Wiescherhöfen (bis 1968 Amt Pelkum)
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind entweder Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
¹ Volkszählungsergebnis
Religionen
Durch das Stadtgebiet Hamms verläuft seit Jahrhunderten eine Bistumsgrenze. Das Gebiet nördlich der Lippe gehörte bzw. gehört zum Bistum Münster, während das Gebiet südlich der Lippe zum Erzbistum Köln, Dekanat Dortmund gehörte. 1337 wurde Hamm Sitz einer von Mark abgetrennten Pfarrei, die bis 1553 katholische Pfarrkirche Hamms blieb, dann wurde sie lutherisch. Die dann noch in der Stadt verbliebenen Katholiken wurden bis 1638 vom Franziskanerkloster betreut, welches ab 1660 offiziell die pfarramtlichen Rechte wahrnehmen konnte. 1821 kam das Gebiet südlich der Lippe zum Bistum bzw. Erzbistum Paderborn, während das nördliche Gebiet beim Bistum Münster verblieb. Hamm wurde Sitz eines Dekanats. 1825 erhielten die Katholiken wieder ihre eigene Pfarrei St. Agnes, von der 1897 die Pfarrei St. Joseph, 1909 die Pfarrei Liebfrauen und 1938 die Pfarrei St. Bonifatius abgetrennt wurden. Im Gebiet des Bistums Münster entstand 1897 die Pfarrei Herz-Jesu durch Abtrennung von Heessen. Heute gehören folgende Pfarrgemeinden der Stadt Hamm zum Dekanat Hamm-Nord des Bistums Münster: Herz Jesu Hamm, Maria Königin Hamm, Christus König, Herz Jesu, St. Pankratius und St. Stephanus (alle in Hamm-Bockum-Hövel) sowie St. Josef, St. Marien, St. Stephanus und St. Theresia (alle in Hamm-Heessen). Zum Dekanat Hamm des Erzbistums Paderborn gehören die Pfarrgemeinden Christkönig, Hl. Kreuz, Liebfrauen, St. Agnes, St. Antonius, St. Bonifatius (Hamm-Werries), St. Bonifatius (Hamm-Westen), St. Elisabeth, St. Georg, St. Josef, St. Liborius, St. Marien, St. Michael, St. Regina und Zur Hl. Familie.
Bereits ab 1533 fasste die Reformation Fuß in Hamm. Doch wurde sie erst 1553 endgültig eingeführt. Vorherrschend war zunächst das lutherische Bekenntnis, ab 1585 das reformierte Bekenntnis. Die Lutheraner konnten erst ab 1650 wieder eigene Gottesdienste feiern. Beide Gemeinden vereinigten sich im 19. Jahrhundert, als in ganz Preußen die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden durchgeführt wurde, zu einer evangelischen Gemeinde. 1821 wurde Hamm Sitz einer Kreissynode mit einem Superintendenten innerhalb der Evangelischen Kirche in Preußen bzw. deren westfälischer Provinzialkirche. Hieraus entstand der heutige „Kirchenkreis Hamm“, zu dem heute 18 evangelische Kirchengemeinden der Stadt Hamm und den benachbarten Städten und Gemeinden Ahlen, Bönen, Sendenhorst, Hilbeck (Stadtteil von Werl) und Werne innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen gehören.
Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden in Hamm gibt es auch noch verschiedene Freikirchen, darunter mehrere Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten und Brüdergemeinde) und eine Evangelisch-methodistische Gemeinde. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Hamm vertreten.
Die Jüdische Gemeinde wurde während der Nazi-Zeit zerstört, der größte Teil ihrer Mitglieder in die Vernichtungslager deportiert, die Synagoge auf Kosten der Jüdischen Gemeinde abgerissen. Heute erinnert ein Mahnmal in der Mitte der Stadt auf dem Santa-Monica-Platz in Form der Umrisse der Synagoge an diese dunkle Zeit.
In den letzten Jahren haben muslimische Einwohner der Stadt zahlreiche Gebetsräume und kleine Moscheen errichtet. Weit über die Grenzen Hamms bekannt ist der Hindu-Tempel „Sri Kamadchi Ampal“ in Hamm-Uentrop, zu dem Jahr für Jahr tausende gläubiger Hindus aus ganz Europa pilgern.
Politik
Sri Kamadchi Ampal
An der Spitze der Stadt ist bereits seit 1279 ein Rat nachweisbar. Er wechselte jährlich. Der „sitzende Rat“ hatte 12 Mitglieder, die nach Ablauf des Amtsjahres den „alten Rat“ bildeten. Wurde der Rat anfangs vom Stadtherrn ernannt, so wählte ihn die Bevölkerung ab 1376. Später wurde er indirekt durch 8 Kurherren gewählt. Vorsitzende des Rates war zunächst ein, später zwei Bürgermeister. Im 18. Jahrhundert nannte man den ersten Bürgermeister „ratender Bürgermeister“, sein Kollege hieß „zweiter Bürgermeister“. Seit dem 16. Jahrhundert gab es einen Magistrat als geschäftsführendes Organ des Rates. Diesem gehörten die Bürgermeister, zwei Kämmerer und zwei Fiscimeister an. Ab 1718 wurde der jährlich wechselnde Rat durch den ständigen Magistrat ersetzt. In französischer Zeit leitete ein Maire die Stadtverwaltung und ab 1835 mit Einführung der revidierten Städteordnung gab es wieder einen Magistrat mit einem Bürgermeister, der ab 1892 den Titel Oberbürgermeister erhielt.
Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.
Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister
Die Bürgermeister des Mittelalters und der frühen Neuzeit sind nur teilweise bekannt (in Klammern Hinweise auf die entsprechenden Quellen; OV= A. Overmann:Die Stadtrechte der Graffschaft Mark 2. Hamm, Münster 1903). Die Bürgermeisterposten wurden über Jahrhundert hinweg durch sogenannte Kurmänner jeweils für ein Jahr gewählt:
- 1263 Gerhardus und Menhardus (OV)
- 1268 Hinricus (OV)
- 1275 Gerwinus Herinc (OV)
- 1279 Goswin Asbeck
- 1288 Gerwin Hering (Verleihung der Befestigungsrechte an die Stadt Hamm)
- 1290 Gerwinus Herinc (OV)
- 1305 Henricus Herinc (OV)
- 1314 Godefridus de Thunne (OV)
- 1324 Detmarus Herinch (OV)
- 1327 Hermannus Rode (OV)
- 1329 Hermannus Rode (OV)
- 1338 Dethmarus (OV)
- 1354 Themo (OV)
- 1362 Theme (OV)
- 1364 Theme (Dietrich von Volmerstein verpfändet Güter an Bürgermeister Theme aus Hamm)
- 1370 Theime und Albert Wedege, Bürgermeister (OV)
- 1378 Theime und Jacob van Attendorn, Bürgermeister (OV)
- 1386 Rolef van Westerwinkele, Bürgermeister (OV)
- 1387 Sander Lorinch, Godeke des Richters, Bürgermeister (OV)
- 1392 Johan Morckyn (OV)
- 1396 Walter van Heringen (OV)
- 1403 Johann Krose (OV)
- 1405 Johann Krose (OV)
- 1409 Alef van Zwene (OV)
- 1412 Johann Crose und Herman van Galen (OV)
- 1414 Herman van Galen (OV)
- 1416 Johan Kroes (Vermächtnis an das St. Antonio Gasthaus)
- 1417 Herman van Galen (OV)
- 1427 Gerd Knyppinch (OV)
- 1430 Lubbert van Rensinge (OV)
- 1433 Hinrik Rodinchus (OV)
- 1437 Bitter van Hemerde gen. Veleko (OV)
- 1439 Hinrich Rodinchus und Hinrich Nederhove (OV)
- 1455 Heinrich Rodinghus und Hermann von Sweve (Gründung des Franziskaner-Klosters in Hamm)
- 1458 Herman van Zweve (OV)
- 1461 Herman van Lemgo (OV)
- 1467 Hermann von Lemgo (Belehnung durch Bernhard VII zur Lippe)
- 1478 Herman van Zweve (OV)
- 1482 Diderick Godeskusen und Johan Deyterdes (OV)
- 1483 Herman van Zweve und Johan Deythard (OV)
- 1486 Aelbert Brechte (OV)
- 1487 Ailbert Brechte (OV)
- 1488 Gerd Brunynchues (OV)
- 1496 Johann Rodinchus (OV)
- 1508 Meynhart Deythard (OV)
- 1511 Hinrick Bruyninchuyss (OV)
- 1514 Henrik Drove (OV)
- 1518 Meynhart Deythard und Hinrick Bruyninchuyss (OV)
- 1519 Hinrik Drove (OV)
- 1524 Everd Everswyn und Johann Rodinckhyuss (OV)
- 1525 Hinrick Bruyninckhus (OV)
- 1526 Meinhart Deithert (OV)
- 1529 Hynrich Bruyninchuyss (OV)
- 1533 Johann Deythart (OV)
- 1534 Bonaventura Drove (OV)
- 1538 Bonaventura Droven, Jürgen Rodinckhus (geben Stadtchronik in Auftrag)
- 1540 Albert Brüninghaus, Peter Rödinghausen (vertreten Hamm auf dem Hansetag)
- 1547 Herman Schurckman (OV)
- 1552 Herman Schurckman (OV)
- 1554 Werner Brechte
- 1555 Herman Schurckman (OV)
- 1556 Johann Brecht (OV)
- 1558 Johann Brechte (OV)
- 1559 Albert Brechte (OV)
- 1561 Christopher Rodinckhus, Herman Schurckmann, Johann Brechte (OV)
- 1571 Johann van Huiszen (OV)
- 1573 Everhardt Eberswin, Meinhart Diethart, Hinrich Bruninckuis (OV)
- 1575 Everhardt Eberswin (OV)
- 1576 Andreas Rodinckhuis (OV)
- 1580 Andreis Roddinckhausen (OV)
- 1588 Henrich Bruninckhausen und Andreas Rodinkhausen (OV)
- 1592 Gerdt Schurckman (OV)
- 1599 Johann van Hausen (OV)
- 1611 Johann von Hausen, Bonaventura Brünninghausen, Hermann von Hausen (Schulaufsicht)
- 1612 Bürgermeister Eberschwein (Sitzung der Schulbehörde)
- 1616 Meinhardt Diethart (OV)
- 1620 Bonaventura Bruninckhausen (OV)
- 1627 Erasmus Schmidt (OV)
- 1628 Erasmus Schmidt und Henricus Spackler (OV)
- 1649 Johann von Hausen und Jakob Göbbelsen (Einsetzung durch die Regierung)
- 1660 Bürgermeister Altfeld
- 1686 Dr. Neuhaus (wird als Stadtadvocatus angestellt)
- 1703 Bürgermeister Christian Ludwig Wortmann
Ab 1719 werden die Bürgermeister vom preußischen König eingesetzt. Sie besitzen i.d.R. eine juristische Ausbildung. Bekannt sind:
- 1764 Erster Bürgermeister Hofrat Rademacher
- 1777 Bürgermeister Hohdahl und Bürgermeister Keller (Protokoll der Schnadjagd)
- 1779 Bürgermeister Hohdahl
- 1800 Bürgermeister Möller (Anlage des Ostenfriedhofs)
- 1803 Bürgermeister Möller (veröffentlicht ein Buch zur Geschichte der Stadt Hamm)
Ab dem 19. Jahrhundert ist die vollständige Liste der Bürgermeister und Oberbürgermeister(innen) von Hamm bekannt:
- 1816–1835: Heinrich Christian Quade, Bürgermeister
- 1836–1843: Heinrich Theodor Biermann, Bürgermeister
- 1843–1856: Eduard Loerbroks, Bürgermeister
- 1856–1864: Wilhelm Jahn, Bürgermeister
- 1865–1874: Emil Tiermann, Bürgermeister
- 1874–1881: Gustav Staude, Bürgermeister
- 1881–1892: Paul Werner, Bürgermeister
- 1892–1920: Richard Matthaei, Oberbürgermeister
- 1920–1933: Josef Schlichter, Oberbürgermeister
- 1933–1945: Erich Deter, Oberbürgermeister
- 1945–1946: Josef Schlichter, Oberbürgermeister
- 1946–1952: Ferdinand Poggel, Oberbürgermeister
- 1952–1954: Heinz Diekmann, Oberbürgermeister
- 1954–1956: Heinrich Langes, Oberbürgermeister
- 1956–1964: Werner Figgen, Oberbürgermeister
- 1964–1979: Dr. Günter Rinsche, Oberbürgermeister
- 1979–1984: Werner Figgen, Oberbürgermeister
- 1984–1994: Prof. Sabine Zech, Oberbürgermeisterin
- 1994–1999: Jürgen Wieland, Oberbürgermeister
- 1999 – heute: Thomas Hunsteger-Petermann (CDU), Oberbürgermeister
Oberstadtdirektoren 1946–1999
- 1946–1958: Dr. Ferdinand Schultz
- 1958–1976: Dr. Hans Tigges
- 1976–1988: Dr. Walter Fiehe
- 1988–1994: Dr. Jochen Stemplewski
- 1994–1999: Dr. Dieter Kraemer
Stadtrat
Der Rat der Stadt Hamm hat seit 2004 insgesamt 58 Mitglieder, die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen:
Wappen
Das Wappen der Stadt Hamm zeigt in Gold einen in drei Reihen von Rot und Silber geschachteten Balken. Die Stadtfarben sind rot-weiß. Das Wappen wurde der Stadt Hamm 1934 verliehen.
Städtepartnerschaften
Hamm unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
- 25px Neufchâteau (Frankreich), seit 1967
- 25px Santa Monica, Bundesstaat Kalifornien (USA), seit 1969
- 25px Bradford (Vereinigtes Königreich), seit 1976 (doch gab es schon seit den 1950er Jahren Kontakte)
- 25px Chattanooga, Bundesstaat Tennessee (USA), seit 1977
- 25px Mazatlan (Mexiko), seit 1978
- 25px Toul (Frankreich), seit 1987
- 25px Oranienburg (Brandenburg), seit 1990
- 25px Kalisz (Polen), seit 1991
Darüber hinaus unterhält die Stadt Hamm Patenschaften bzw. Freundschaften mit 25px Flüelen (Schweiz), 25px Sautens (Österreich), 25px Zoetermeer (Niederlande), 25px Ruppin (Brandenburg), 25px Sorau (Polen) und 25px Tarnowitz (Polen).
Wirtschaft und Infrastruktur
Wichtigste Wirtschaftszweige sind der Bergbau und die Stahlindustrie; durch den Strukturwandel treten aber neue Industrien hinzu (Chemie und Autozulieferer). Von den ursprünglich vorhandenen Zechen ist heute noch das Bergwerk Heinrich-Robert in Betrieb. Geschlossen wurden dagegen die ehemaligen Bergwerke Radbod, Sachsen und Maximilian. Die Stahlindustrie ist durch Hoesch, Thyssen und WDI vertreten, die Chemieindustrie durch das Dupontwerk im Ortsteil Uentrop, die Autozulieferindustrie durch die Hella-Werke im Stadtteil Bockum-Hövel. Wegen der verkehrsgünsigen Lage ist es in den letzten Jahren gelungen, zahlreiche Unternehmen der Güterlogistik anzusiedeln.
Hamm ist auch die „Stadt des Rechts“. Das größte Oberlandesgericht Deutschlands sowie die Rechtsanwaltskammer und die Notarkammer für den Oberlandesgerichtsbezirk Hamm – beides Körperschaften des öffentlichen Rechts – prägen die Stadt.
Verkehr
Hamm liegt in unmittelbarer Nähe der Autobahnen A1, A2 und A44. Außerdem ist Hamm mit seinem Bahnhof Hamm (Westfalen) als großer Eisenbahnknotenpunkt eine traditionsreiche Eisenbahnerstadt, deren heute bereits zum großen Teil stillgelegter Rangierbahnhof früher der größte Europas war. Eisenbahnstrecken führen von Hamm nach Münster, Bielefeld, Paderborn, Hagen und Dortmund, hinzu kommen die seit 1983 nur mehr im Güterverkehr befahrene Hamm-Osterfelder Bahn sowie die Museumszüge der Hammer Eisenbahnfreunde auf der Strecke der stillgelegten Ruhr-Lippe-Kleinbahn nach Lippborg.
Der im Zentrum der Stadt gelegene Flugplatz wird für private Geschäftsflüge sowie als Sportflugplatz für den Segel- und Motorflug benutzt.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird mit Bussen der Stadtwerke Hamm GmbH und der Verkehrsgesellschaft Breitenbach betrieben. Die Stadt Hamm gehört zur Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe.
Medien
Als Tageszeitung erscheint in Hamm der Westfälische Anzeiger. Seit 1990 sendet das Lokalradio „Radio Lippewelle Hamm“. Der Offene Kanal Hamm (Bürgerfernsehen) ging am 3. Oktober 1993 auf Sendung.
Bildung
Hamm besaß keine Universität und keine Fachhochschule. Die Stadt hatte und hat aber das breit gefächerte Angebot an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Dieser Zustand, Großstadt ohne Hochschule zu sein, hat sich inzwischen wie folgt geändert: Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Marienhospitals Hamm wurde Hochschuleinrichtung der Universität Witten-Herdecke. Und ab 2005 werden Fachhochschulstudiengänge in Zusammenarbeit verschiedener Träger in Hamm angeboten werden. Des Weiteren beherbergt die Stadt schon seit langem die Guthmann-Akademie, in der berufsbegleitend die Ausbildung von Ärzten in Manueller Therapie durchgeführt wird.
Am 16. Dezember 2004 wurde in Hamm das erste pädagogische Zentrum in einer nordrhein-westfälischen Stadt eröffnet. Das pädagogische Zentrum in Hamm umfasst neben der unteren Schulaufsichtsbehörde das kommunale Schul- und Sportamt, den Stadtsportbund, das Studienseminar für Lehrämter an Schulen, das Medienzentrum, den Offenen Kanal Hamm, die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA), die Regionale Schulberatungsstelle (RSB), das kommunale Förderzentrum für Erziehungshilfe „Mark Twain“ des Westfälischen Heilpädagogischen Kinderheims Hamm, den Verein für psychomotorische Entwicklungsförderung e.V Movere und das Studienzentrum der FernUniversität in Hagen. Die Grundidee des Zentrums besteht darin, einen zentralen Anlaufpunkt für Schulen und Lehrkräfte, pädagogische Institutionen und Fachkräfte, aber auch für Schüler(innen) und Eltern zu bieten, die Dienstleistungen bzw. Unterstützung in Fragen von Schule, Bildung, Erziehung und Medien im weitesten Sinne benötigen.
Ab dem Sommer 2005 wird die private SRH Fachhochschule Hamm den Studienbetrieb aufnehmen und zunächst die grundständigen Logistikstudienangebote mit den zukunftsorientierten Abschlüssen Bachelor und Master of Science anbieten.
In der Stadt Hamm gibt es sechs Gymnasien und zwei Gesamtschulen. Das älteste Gymnasium ist das Gymnasium Hammonense von 1657. 1867 wurde das heutige Märkische Gymnasium gegründet, 1902 folgte das heutige Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Das Beisenkamp-Gymnasium wurde 1924 als Oberlyzeum – also als Mädchengymnasium – gegründet. 1968 folgte die jüngste Gründung – das Galilei-Gymnasium, ursprünglich als Aussenstelle des Gymnasiums Hammonense gedacht. Daneben gibt es auf Schloss Heessen ein Internat mit Gymnasium, das Landschulheim Schloss Heessen.
Die Friedensschule und die Sophie-Scholl-Gesamtschule sind jüngere Schulgründungen in Hamm.
Hamm ist bekannt für seine vielen Berufsschulen. Neben dem Friedrich-List Berufskolleg für Wirtschaft, der Eduard- Spranger Berufschule für Technik, und dem Elisabeth-Lüders Berufskolleg für Hauswirtschaft gibt es noch andere vielzählige Schulen in Hamm.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Stadtbüchereien
Die Stadtbüchereien Hamm umfassen eine Zentralbibliothek, vier Bezirksbüchereien in Bockum-Hövel, Heessen, Herringen und Rhynern und eine Autobücherei mit mehr als 30 Haltestellen im gesamten Stadtgebiet. Im Bezirk Pelkum sorgt der Servicepoint Bücherei zu den Öffnungszeiten des Bürgeramts Pelkum für eine bibliothekarische Grundversorgung.
„Mit ihren zum Lesen verführenden Serviceleistungen“ sind die Stadtbüchereien Hamm Bibliothek des Jahres 2005 geworden.
Theater
Bibliothek des Jahres
Hamm verfügt über das Helios-Theater (im 2004 neu eröffneten Kulturbahnhof). Im Kurhaus Bad Hamm werden zahlreiche Gastspiele verschiedener Tourneebühnen angeboten. Außerdem liegt im Stadtteil Heessen das besucherstärkste Amateur-Freileichttheater Deutschlands, die Westfälischen Freilichtspiele e.V. Waldbühne Heessen.
Künstlerviertel
Bibliothek des Jahres
Im durch die zentral gelegene Martin-Luther-Kirche geprägten Martin-Luther-Viertel entsteht durch den Einsatz einer Bürgerinitiative seit einigen Jahren ein Kunst- und Künstlerviertel mit vielseitiger Kunst im öffentlichen Raum von Lichtkunst über Wandgemälde bis zu Skulpturen und Objektkunst mit dem Ziel einer positiv besetzten Umgestaltung eines ehemaligen sozialen Brennpunktes.
Im August 2005 entstand ein neues Kunstwerk in der Rödinghauser Strasse, der Verbindungsstrasse Weststrasse und Martin- Luther- Strasse. 7 verschiebbare Torelemente aus Edelstahl sind dort zu einem Blickfang geworden. Das Werk steht unter dem Motto:„ Gegensätze im Einklang.“ Die künstlerische Gestaltung stammt von der Künstlerin Marlene Mallet aus Hamm und umgesetzt wurde sie von dem Architekten Dipl. Ing. (FH) Martin Weber aus Heiligenhaus. Verschiedenste kulturelle Aktivitäten begleiten das Viertel durch das Jahr und kulminieren in dem multikulturellen Fest 'La Fete' am jeweils letzten Augustwochenende mit mittlerweile Kultstatus.
Museen
Das Gustav-Lübcke-Museum wurde im 19. Jahrhundert als Heimatmuseum für die Stadt Hamm gegründet. Der Name rührt von dem Kunstsammler Gustav Lübcke her, der im Jahr 1917 seine Sammlung der Stadt übereignet hatte. Diese Sammlung bestand zu großen Teilen aus kunsthandwerklichen Gegenständen aus dem frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Ein weiterer Sammlungs- und Ausstellungsschwerpunkt ist die ägyptische Kunst. Dieses Metier entsprang der langen Tradition der Mumiensammlung des Gustav-Lübcke-Museums. Die Ägypten-Sammlung zählt zu einer der größten in Deutschland.
Daneben bietet das Museum eine reiche Auswahl an Kunst des 20. Jahrhunderts in seiner Dauerausstellung an. Ferner finden hier zahlreiche Wechselausstellungen zu unterschiedlichen Themenbereichen statt. Darüber hinaus besitzt das Gustav-Lübcke-Museum eine eigene museumspädagogische Abteilung, die spezielle Angebote für Schulklassen organisiert.
Das Gustav-Lübcke-Museum ist seit 1993 in einem modernen Museumsbau untergebracht, der von den dänischen Architekten Bo und Wohlert entworfen wurde.
Hamm besitzt auch eine Galerie (Stadthaus-Galerie) in Trägerschaft des Kulturbüros in Verbindung mit dem Kunstverein Hamm e.V. Hier werden jährlich mehrere Ausstellungen von lokalen Künstlern und Gruppen sowie Künstlern aus den Hammer Partnerstädten gezeigt.
Bauwerke
1993
Der zentrale Kirchenbau in Hamm ist die Pauluskirche, deren Pfarrgemeinde durch Abpfarrung von der Pankratiuskirche in der Mark entstand. Der Kirchenbau ist in gotischem Stil errichtet. Ihr Turm gilt als altes Wahrzeichen der Stadt. Daneben prägt die Martin-Luther-Kirche ein ganzes Viertel in der Hammer Innenstadt, während der einzige katholische Kirchenbau in der Hammer Innenstadt – die Agneskirche – aus einem Augustinerkloster hervorgegangen ist.
Durch Kriegszerstörung und spätere Abbrüche sind in der Innenstadt nur noch wenige ältere Wohnbauten erhalten geblieben. Hervorzuheben:
- ANTONISTRASSE 10 (Stunikenhaus). Barockes Giebelhaus von 1748 mit Freitreppe
- SÜDSTRASSE 8 (Vorschulzehaus). Zweigeschosiges Traufenhaus mit Walmdach und Pilastergliederung, 1744 errichtet.
- WIDUMSTRASSE 10. Kleines Fachwerk-Giebelhaus, zwischen 1500–1550 errichtet
- WIDUMSTRASSE 12. Fachwerkgiebelhaus mit hohem Untergeschoss, um 1550, die Fassade im 19. Jh. verändert.
- WIDUMSTRASSE 44. Fachwerkgiebelhaus, 1516 dendrochronologisch datiert.
Im Ortsteil Heessen an der Lippe gelegen befindet sich das Schloss Heessen. Die Schlossanlage wurde erstmals 975 als Erbgut des Bischofs Ludolf von Münster erwähnt. Heute ist diese historische Stätte im Besitz der Familie von Boeselager die diese aber nicht selber bewohnen, da seit über 40 Jahren das Schloss als privates Tagesgymnasium und Internat genutzt wird.
Einige wenige Kilometer weiter östlich steht das Schloss Oberwerries. Dieses wird erstmals 1284 im Lehnsregister des Grafen von Limburg im Besitz des Engelbert von Herbern genannt. Seit 1942 im Besitz der Stadt Hamm, wurde es in der Zeit von 1952 bis 1975 restauriert. Heute bildet das Wasserschloss ein beliebtes Ziel für Schulen, Vereine, Verbände und Gruppen für Aus- und Weiterbildungszwecke.
Im Jahr 2004 erhielt die Stadt Hamm ein weiteres Wahrzeichen zurück, das überschäumende Bierglas der ehemaligen Isenbeck-Brauerei wurde als Rekonstruktion in Originalgröße am Universahaus (Südstraße) angebracht. Die Brauerei selbst wurde abgerissen; an ihrer Stelle steht nun das Allee-Center.
Das Hauptgebäude des Bahnhofs wurde 1920 erbaut und steht seit 2001 unter Denkmalschutz. Es wurde Mitte der 1990er Jahre originalgetreu restauriert.
Parks
2001 Südlich der Innenstadt an der Grünstraße liegt der Tierpark Hamm. Dieser wurde zunächst am 30. Juni 1934 als Tier- und Pflanzengarten „Südenstadtpark“ eröffnet. Nach seiner Zerstörung bei einem Bombenangriff am 22. April 1944 wurde der Tierpark 1950 wieder aufgebaut.
Im Stadtteil Ostwennemar liegt der Maximilianpark. Hierbei handelt es sich um einen Naherholungs- und Veranstaltungsort der anlässlich der ersten Landesgartenschau 1984 auf dem Gebiet der ehemaligen Zeche Maximilian entstanden ist. Als (neues) Wahrzeichen der Stadt Hamm steht hier der Glaselefant, der aus der alten Kohlenwäsche der Zeche errichtet wurde.
Um die Innenstadt herum befindet sich ein Grüngürtel, die sogenannten Ringe. Teilweise mit altem Baumbestand, Brunnen und Teichanlagen.
Regelmäßige Veranstaltungen
Wahrzeichen
- Frühjahr: Großer Treff Jugendbücherei der Stadtbüchereien
- Juni: City-Fest
- Juli:
- Hammer Summer (open air Musikfestival)
- Festival del Mar im Maximilianpark (bis 2004 Italienische Nacht)
- Flugplatzfest
- August:
- Kurparkfest
- Feuerwerk im Maximilianpark (synchron zu klassischer und moderner Musik)
- Hammer City Night (Radrennen)
- 'La Fete' im Martin-Luther-Viertel (multikulturelles Stadtteilfest mit Kultcharakter)
- September: Stunikenmarkt (Kirmes)
- September/Oktober: Max-Reger-Tage
- November:
- Literarischer Herbst der Stadtbüchereien
- Hamms Beste Band (Band-Wettbewerb)
- Dezember: Weihnachtsmarkt
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Stadt Hamm hat seit 1945 folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 1946: Josef Schlichter
- 1953: Hugo Bröcker
- 1954: Josef Weidenkamp
- 1959: Peter Röttgen
- 1959: Ferdinand Poggel
- 1965: Dr. Heinrich Luhmann
- 1971: Gerhard Krampe
- 1990: Werner Figgen
- 1990: Dr. Günther Rinsche
Söhne und Töchter der Stadt
In Hamm wirkten unter anderem der Freiherr vom Stein als Präsident der Kriegs- und Domänenkammer der Grafschaft Mark sowie der ehemalige preußische Kultusminister Adalbert Falk als Präsident des Oberlandesgerichts. Unter Letztgenanntem bezog das Gericht ein neues Gebäude am heutigen Theodor-Heuss-Platz. Dieses Gebäude wird seit vielen Jahren als Rathaus der Stadt Hamm genutzt.
In Hamm sind geboren:
- 1868, 24. Oktober, Gustav Lübcke, Buchbinder, Kaufmann, Kunstsammler und Museumsdirektor
- 1882, 18. Januar, Anna Siemsen, Pädagogin und Politikerin
- 1884, 5. Juli, August Siemsen, Politiker und Pädagoge
- 1902, 2. Juni, Joachim von Elbe, Jurist, Mitglied der Rechtsabteilung der US-Militärregierung in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg
- 1903, 5. Februar, Fritz Everding, naturalistischer Maler und Grafiker
- 1906, 19. Mai, Gerd Bucerius, Verleger („Die Zeit“ ab 1959) und Publizist (Gründer des Verlages Gruner und Jahr GmbH & Co.)
- 1907, 13. März, Ludwig Biermann, Physiker
- 1927, 15. März, Hanns Joachim Friedrichs, Fernsehjournalist und Moderator („Tagesthemen“)
- 1927, 17. Oktober, Friedrich Hirzebruch, Mathematiker, Gründer und erster Direktor des Max-Planck-Instituts für Mathematik in Bonn
- 1948, 22. März im heutigen Stadtteil Bockum-Hövel, Bernard Dietz, genannt „Ennatz“ , Fußballspieler
- 1951, 17. April, Horst Hrubesch, Fußballspieler
- 1956, 7. Januar, Leonard Lansink, Schauspieler („Wilsberg“)
- 1960, 7. Februar, Klaus J. Behrendt, Schauspieler (Tatort-Kommissar Max Ballauf)
- 1964, 29. März, Andreas Obering (Der OBeL), Schauspieler („Das Wunder von Bern“), Comedian
- 1964, 16. Juni, Michael Lusch, Fußballspieler
- 1983, 5. November, Mike Hanke, Fußballspieler
Literatur
- Alfred Overmann (bearb.): Die Stadtrechte der Grafschaft Mark, 2. Hamm. Aschendorffsche Buchhandlung, Münster 1903 (= Veröffentlichungen der historischen Kommission für Westfalen. Rechtsquellen. Westfälische Stadtrechte I)
- Erich Keyser (Hrsg.): Westfälisches Städtebuch. Kohlhammer, Stuttgart 1954
- Walther Hubatsch (Hrsg.): Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945, Band 8: Westfalen. Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg 1980
- Meinold Markus: Bahnhof Hamm (Westf). Die Geschichte eines Eisenbahnknotens. Hövelhof: DGEG Medien GmbH 2004, ISBN 3-937189-07-6.
- Magistrat der Stadt Hamm (Westf.) (Hrsg.): 700 Jahre Stadt Hamm (Westf.). Festschrift zur Erinnerung an das 700jährige Bestehen der Stadt Hamm (Westf.). Stein, Werl 1973 (unveränderter Nachdruck der Originalausgabe von 1927), ISBN 3-9209-8008-5
- Anneliese Beeck: Hamm, Die 50er Jahre im Bild. Prolibris-Verlag, Kassel 2000, ISBN 3-935263-01-5
- Anneliese Beeck: So entstand das neue Hamm: Kriegsende und Wiederaufbau. Griebsch, Hamm 1992, ISBN 3-924966-03-6
- Anneliese Beeck: Es ging aufwärts in Hamm 1949–1955. Westfälischer Anzeiger Verlagsgesellschaft, Hamm 1997, ISBN 3-924966-13-3
- Anneliese Beeck: Auf dem Weg zur Grossstadt Hamm: 1956–1975. Westfälischer Anzeiger Verlagsgesellschaft, Hamm 2001, ISBN 3-924966-30-3
- Wilhelm Ribhegge (Hrsg.) u. a.: Geschichte der Stadt und Region Hamm im 19. und 20. Jahrhundert. Patmos Verlag, Düsseldorf 1991, ISBN 3-491-34228-7
- Westfälischer Städteatlas; Band: I; 7 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission für Westfalen und mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob † und Wilfried Ehbrecht. Stadtmappe Hamm, Autor: Heinz Stoob. ISBN: 3-89115-334-1; Dortmund-Altenbeken, 1975.
Siehe auch
- Bedeutende Straßen und Plätze von Rhein-Ruhr
Weblinks
-
Kategorie:Ort in Nordrhein-Westfalen
Kategorie:Ruhrgebiet
ja:
Berlin
Berlin ist Hauptstadt, bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Sie ist Stadtstaat und ein eigenständiges Bundesland. Berlin ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU.
Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten wie des Markgrafentums/Kurfürstentumes Brandenburg, des Königreiches Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt und seit dem Hauptstadtbeschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr.
Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Theatern, Museen und Baudenkmälern.
Geordnete Links auf Artikel mit Berlinbezug finden sich im Portal:Berlin.
Geografie
Geografische Lage
Portal:Berlin
Berlin ist gänzlich vom Bundesland Brandenburg umgeben und liegt im Osten der Bundesrepublik Deutschland, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Die Stadt ist einer der Verdichtungsräume der Bundesrepublik.
Berlin befindet sich in eiszeitlich geprägter Landschaft im Warschau-Berliner Urstromtal zwischen den Hochebenen des Barnim und des Teltow. Das historische Zentrum Berlins liegt an der schmalsten Stelle des von der Spree in ost-westlicher Richtung durchflossenen Urstromtals. Im westlichsten Bezirk Spandau mündet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-Süd Richtung durchfließt. Der Flusslauf der Havel ähnelt dabei oft einer Seenlandschaft, die größten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der Große Wannsee.
Wesentliche Teile des heutigen Berlins liegen auf den beiden Hochebenen: Große Teile der Bezirke Reinickendorf und Pankow liegen auf dem Barnim, während der Hauptteil der Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln auf dem Teltow gelegen ist.
Weder zum Urstromtal noch zum Barnim oder Teltow gehört Berlin-Spandau westlich der Havel, das zum Teil der Nauener Platte zuzurechnen ist.
Die höchsten Erhebungen Berlins sind der aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs künstlich aufgeschüttete Teufelsberg (115 m ü. NN) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Müggelberge (115 m) im Bezirk Treptow-Köpenick.
Siehe auch: Liste der Erhebungen in Brandenburg und Berlin
Stadtgliederung
Nach dem Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 wurde die Zahl der Verwaltungsbezirke zum 1. Januar 2001 von 23 auf 12 reduziert. Berlin ist seitdem gegliedert in die Bezirke:
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Lichtenberg
- Marzahn-Hellersdorf
- Mitte
- Neukölln
- Pankow
- Reinickendorf
- Spandau
- Steglitz-Zehlendorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Treptow-Köpenick
Siehe auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins
Klima
Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem beträgt 9,2 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 578 Millimeter.
Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlich 16,6 bis 18,4 Grad Celsius und die kältesten Dezember, Januar und Februar mit 0,5 bis 1,8 Grad Celsius im Mittel.
Der meiste Niederschlag fällt in den Monaten Juni und August mit 62 bis 67 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Februar, April und Oktober mit 36 bis 38 Millimeter im Mittel.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Berlins
Die Stadt Cölln, Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln (auf der Spreeinsel gelegen), wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt, 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, welches sich auf dem nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück.
1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg und blieb dies bis 1440. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als deutsche Kaiser. Die Einwohner von Berlin haben diese Veränderungen nicht immer begrüßt.
Preußen
Preußen
Preußen]
1448 revoltierten sie im „Berliner Unwillen“ gegen den Schlossneubau des Kurfürsten Friedrich II. Eisenzahn. Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und die Bevölkerung büßte viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. 1451 wurde Berlin dann Residenzstadt der brandenburgischen Markgrafen und Kurfürsten und musste seinen Status als freie Hansestadt aufgeben.
Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte für Berlin verheerende Folgen: ein Drittel der Häuser wurden beschädigt, die Bevölkerung halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große Kurfürst, übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte von seinem Vater. Er startete eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Ab dem folgenden Jahr kam es zur Gründung der Vorstädte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt.
1671 wurde fünfzig jüdischen Familien aus Österreich ein Zuhause gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederließen. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groß. Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg.
1701 erlangte Berlin durch die Krönung Friedrich I. zum König den Status der Hauptstadt Preußens. Per 1. Januar 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin. Aber schon bald entstanden neue Vorstädte, die Berlin vergrößerten. 1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding, Moabit sowie der Tempelhofer, der Schöneberger, der Spandauer und weiteren Vorstädten. 1871 wurde Berlin dann Hauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. 1920 folgte dann mit dem Groß-Berlin-Gesetz erneut eine umfassende Eingemeindung mehrerer Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Berlin. Berlin hatte damit rund vier Millionen Einwohner.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reiches. Die Nazis nutzten die 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Sommerspiele für Propagandazwecke. Es gab auch Pläne, Berlin zur Welthauptstadt Germania umzubauen. Diese wurden jedoch durch den Zweiten Weltkrieg vereitelt.
Während des Krieges wurden große Teile Berlins durch Bomben und durch den Häuserkampf zerstört. Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und die Kapitulation 1945 wurde Berlin, analog zu der Regelung für das gesamte Deutschland, in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA, Großbritannien und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion von nun an den Ostteil bildete.
Für Gesamtberlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten 1948/49 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Alliierten mit der so genannten Luftbrücke erfolgreich zu umgehen versuchten.
Nach der Gründung der demokratischen Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands, beides im Jahr 1949, verschärfte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. Während die Bundesrepublik ihre Hauptstadt nach Bonn verlegte, was zunächst als Provisorium gedacht war, ernannte die DDR Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR. Der Ost-West-Konflikt gipfelte im Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961.
Berlins Osten und Westen waren nun vollkommen voneinander getrennt; der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins. 1971 wurde das Viermächte-Abkommen über Berlin unterzeichnet. Während die Sowjetunion den Vier-Mächte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die Westmächte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom Vier-Mächte-Status über Gesamt-Berlin.
1989 kam es unter dem Druck der ostdeutschen Bevölkerung zur Wende in der DDR, die Mauer fiel. Bereits 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt. 1991 beschloss der Bundestag nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt auch wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte. Am 1. September 1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf.
Bevölkerung
Parlament
Parlament
In Berlin leben 3.389.078 Einwohner (Stand Ende März 2005) auf einer Fläche von 891,75 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte der Region beträgt 3.811 Einwohner pro Quadratkilometer.
Der durchschnittliche Berliner im Jahre 2004 war 41,7 Jahre alt. Das entspricht einer Erhöhung von 2,5 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Im Juni 2005 lebten rund 458.600 Einwohner mit ausländischem Pass aus 185 Staaten in Berlin. Das entspricht rund 13,5 Prozent. Insgesamt wohnen rund 36.000 Bürger aus dem nächstgelegenen Nachbarland, Polen, sowie rund 119.000 Türken in Berlin. Berlin hat außerhalb der Türkei die größte türkische Gemeinde in Europa. 2004 erhielten nach Angaben des statistischen Landesamts 6507 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft
Laut dem Statistischen Landesamt (2005) sind 60 Prozent der Berliner nicht Mitglied einer Religionsgemeinschaft, 23 Prozent evangelische Christen, 9 Prozent Katholiken und sechs Prozent Mitglied der islamischen Gemeinde.
Einwohnerentwicklung
Im Jahre 1919 lebten in Berlin 1,9 Millionen Menschen. Mit der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin verdoppelte sich die Einwohnerzahl am 1. Oktober 1920 sprunghaft auf 3,9 Millionen. Die neue Stadtgemeinde vergrößerte sich in der Fläche auf das Dreizehnfache: von 66,93 auf 878,1 Quadratkilometer.
811,17 Quadratkilometer mit 1,9 Millionen Menschen waren aus der damaligen Provinz Brandenburg an die neue Stadtgemeinde gekommen; das waren zwei Prozent des Territoriums, jedoch fast 44 Prozent der Bevölkerung Brandenburgs. Die neue Fläche entsprach damit fast der Größe der Insel Rügen (926,4 Quadratkilometer). Berlin war 1920 zur flächenmäßig zweitgrößten Stadt der Welt nach Los Angeles und nach der Einwohnerzahl – hinter London und New York – zur drittgrößten Stadt der Erde geworden.
Bis 1934 wuchs die Bevölkerung Berlins auf einen Höchststand von 4,464 Millionen, sank dann aber, bedingt durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und der Teilung der Stadt, bis 1980 um 30 Prozent auf einen Tiefststand von drei Millionen. Der Bevölkerungsverlust in den Jahren 1950 bis 1960 wurde vor allem durch Abwanderungen aus Ost-Berlin verursacht. Während West-Berlin einen Zuwachs von 2,58 % verzeichnete, sank in Ost-Berlin die Einwohnerzahl um 9,86 %. Diese so genannte Abstimmung mit den Füßen war Ausdruck der Unzufriedenheit vieler Ostberliner. Seit 1980 verzeichnete die Stadt wieder einen Anstieg um 350.000 auf circa 3,39 Millionen Einwohner im Januar 2005.
Nach Berechnungen wird die Einwohnerzahl Berlins wegen der niedrigen Geburtenraten bis 2050 auf rund drei Millionen sinken.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1860 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
¹ Volkszählungsergebnis
Politik
2005]
Hauptartikel: Politik in Berlin
Berlin ist seit der Wiedervereinigung der ehemals getrennten beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 ein vollwertiges Bundesland und zugleich eine kreisfreie Stadt, die in nunmehr zwölf Bezirke untergliedert ist. Daneben ist Berlin die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.
Der Deutsche Bundestag entschied im so genannten Hauptstadtbeschluss am 20. Juni 1991, dass Berlin auch Regierungs- und Parlamentssitz des vereinigten Deutschlands werden soll. Somit ist die Stadt heutzutage Sitz der Bundesregierung, des Bundestages und des Bundesrates.
Das Land Berlin
Das Landesparlament des Landes Berlin, die gesetzgebende Gewalt, ist nach der Verfassung von Berlin das Abgeordnetenhaus von Berlin. In ihm sind zur Zeit Abgeordnete aus SPD, CDU, Die Linkspartei., Bündnis 90/Die Grünen und FDP vertreten. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und die Linkspartei.PDS bilden eine Koalition.
Die Landesregierung, die Exekutive, ist der Senat von Berlin, bestehend aus dem Regierenden Bürgermeister (derzeit Klaus Wowereit, SPD) und bis zu acht Senatoren. Der Regierende Bürgermeister ist dabei zugleich Repräsentant des Landes und der Stadt.
1996 scheiterte eine Volksabstimmung zur Vereinigung der Bundesländer Berlin und Brandenburg am Widerstand der Brandenburger Bevölkerung.
Wappen und Flagge
Hauptartikel: Hoheitszeichen Berlins
Die Verwaltung
Hoheitszeichen Berlins
Da Berlin eine Einheitsgemeinde ist, stellen die Bezirke keine eigenständigen Gemeinden dar und sind somit stark vom Senat und auf Verwaltungsebene von den Senatsverwaltungen abhängig, die die Fachaufsicht ausüben. Dennoch gibt es in jedem Berliner Bezirk eine eigene – allerdings nicht als Parlament, sondern als Teil der Verwaltung ausgestaltete – Volksvertretung, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), welche das Bezirksamt, bestehend aus Bezirksbürgermeister und fünf Stadträten, nach Parteienproporz wählt. Bürgermeister und Stadträte haben daher trotz ihrer quasipolitischen Wahl den Status eines Wahlbeamten inne.
Die Bürgermeister der Bezirke bilden unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters den Rat der Bürgermeister, der den Senat berät.
Berlin hat pro Kopf der Bevölkerung die meisten Landesbeamten. Dies entstammt zum Teil noch der Situation der geteilten Stadt mit Westberliner Exklave, deren Beamtenschaft für das Bundesland übernommen wurden.
Siehe auch: Bezirksverwaltung in Berlin
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in Berlin
Theater
Sehenswürdigkeiten in Berlin]
Berlin ist bekannt für seine zahlreichen Theater- und Kleinkunstbühnen. Die bekanntesten sind das Berliner Ensemble, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und das Deutsche Theater Berlin. Es verfügt außerdem über drei Opernhäuser, die Staatsoper, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Jedes Jahr finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele, die Berlinale, mit der Verleihung des Goldenen Bären statt.
Daneben besitzt Berlin mehrere Orchester und Chöre. Neben den Berliner Philharmonikern und dem Berliner Sinfonie Orchester gibt es mehrere Orchester und Chöre der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH. Dies sind das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (Kent Nagano), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), der Rundfunkchor Berlin (Simon Halsey) und der RIAS Kammerchor (Daniel Reuss). Diese Orchester und Chöre treten oft zusammen (Orchester mit Chor) im Konzerthaus, der Philharmonie oder in anderen Sälen in Deutschland oder auf Tourneen auf der ganzen Welt auf. Im Berliner Sängerbund sind 236 Laienchöre mit über 10 000 Mitgliedern vereinigt.
Museen
Berliner Sängerbund ]
Hauptartikel: Museen in Berlin
Berlin verfügt über eine Vielzahl von Museen. Bereits 1841 wurde die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel durch königliche Order zu einem „der Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirk“ bestimmt. In der Folge entstanden dort mehrere Museen, wie das Alte Museum im Lustgarten, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das heutige Bodemuseum und das Pergamonmuseum. Diese Museen stellen vor allem Exponate aus der Zeit der Antike aus.
Außerhalb der Museumsinsel befinden sich Museen über vielfältige Themen. Die Gemäldegalerie und Neue Nationalgalerie sind Kunstmuseen, das Bauhaus-Archiv ein Architekturmuseum. Das Jüdische Museum zeigt eine ständige Ausstellung zu 2.000 Jahren jüdi | | |