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Enciclopedia Libre

Enciclopedia Libre

Die Enciclopedia Libre (EL) ist ein der Wikipedia vergleichbares spanischsprachiges Projekt, das sich unter anderem wegen einer Meinungsverschiedenheit über die Möglichkeit von Werbung in der Wikipedia am 26. Februar 2002 von der spanischen Wikipedia abgespaltet hat. Weil es aber nie zum Einblenden von Werbung in der Wikipedia kam, war der Streit rückblickend sehr hypothetisch, für die spanischsprachige Wikipedia aber hatte er zur Folge, dass es zwei Jahre dauerte, bis sie im Umfang größer war als die Enciclopedia Libre. Die Enciclopedia Libre wird auf einem anderen Server als die übrigen Wikipedias betrieben, aber sie unterscheidet sich nicht wesentlich von den anderen Wikipedias. Verglichen mit anderen Wikipedia-Spin-Offs ist die Enciclopedia noch der erfolgreichste unter ihnen.

Siehe auch

Liste der Wikipedias in anderen Sprachen, Geschichte der Wikipedia

Weblinks


- [http://enciclopedia.us.es/ Enciclopedia Libre]
- [http://es.wikipedia.org/ Spanische Wikipedia] Kategorie:Lexikon, Enzyklopädie ja:エンサイクロペディア・リブレ

Wikipedia

Wikipedia [] ist eine von ehrenamtlichen Autoren verfasste, mehrsprachige, freie Online-Enzyklopädie. Der Begriff setzt sich aus „Encyclopedia“ und „Wiki“ zusammen, einer Software, mit der jeder Internetnutzer im Browser Artikel verbessern oder neu anlegen kann. Bestand hat, was von der Gemeinschaft akzeptiert wird. Bisher haben international etwa 100.000 angemeldete Benutzer und eine unbekannte Anzahl anonymer Mitarbeiter zum Projekt beigetragen, über 400 Autoren arbeiten ständig an der deutschsprachigen Ausgabe. Das im Januar 2001 gegründete Projekt bezeichnet sich als freie Enzyklopädie, weil alle Inhalte unter der GNU Free Documentation License stehen, die jedermann das Recht einräumt, die Inhalte unentgeltlich – auch kommerziell – zu nutzen, zu verändern und zu verbreiten. Es gilt als die umfangreichste Sammlung originär freier Inhalte. Betrieben wird das Projekt von der Wikimedia Foundation, einer Non-Profit-Organisation mit Sitz in Florida, USA. USA

Geschichte

USA Die erste belegte Idee, das Internet zur kooperativen Erstellung einer Enzyklopädie zu verwenden, veröffentlichte Rick Gates am 22. Oktober 1993 im Usenet. Das als Interpedia diskutierte Projekt, wie auch die 1999 von Richard Stallman, einem der bekanntesten Vertreter der Freie-Software-Bewegung, angeregte GNUPedia kamen über das Planungsstadium allerdings nicht hinaus (siehe Vorgänger der Wikipedia). Im März 2000 startete der Internet-Unternehmer Jimmy Wales seinen Anlauf zu einer Internet-Enzyklopädie. Er engagierte über die Firma Bomis, deren Teilhaber und Geschäftsführer Wales damals war, den Philosophiedozenten Larry Sanger und rief mit ihm als Chefredakteur die Nupedia ins Leben. Der Redaktionsprozess des Projekts lehnte sich stark an den konventioneller Enzyklopädien an. Autoren mussten sich bewerben und ihre Texte anschließend einen langwierigen Peer-Review durchlaufen. Entsprechend langsam entwickelte sich das Projekt. Parallel zu Nupedia startete Wales, ebenfalls mit Larry Sanger als Chefredakteur, am 15. Januar 2001 die englischsprachige Wikipedia. Ursprünglich sollte Wikipedia als Plattform zur gemeinsamen Erstellung von Artikeln dienen, die später den Redaktionsprozess der Nupedia durchlaufen sollten. Vor allem aufgrund seiner Offenheit – das Wiki-Prinzip gestattete die Mitarbeit ohne Registrierung – entwickelte sich das Projekt so rasant, dass diese Idee immer mehr in den Hintergrund trat. 2001 Am 15. März 2001 kündigte Jimmy Wales auf der Projektmailingliste an, Versionen auch in anderen Sprachen einzurichten, unter den ersten sind die französische und die deutschsprachige Wikipedia. Ende des Jahres 2001 existierte Wikipedia bereits in 18 verschiedenen Sprachen. Im Februar 2002 entschied sich Bomis, nicht länger einen Chefredakteur zu beschäftigen und kündigte den Vertrag mit Larry Sanger. Dieser stellte kurze Zeit später seine Arbeit bei Nupedia und Wikipedia ein. Jimmy Wales Im Februar 2002 musste die Wikipedia erstmals einen spürbaren Rückschlag hinnehmen. Zahlreiche Autoren der spanischen Wikipedia entschlossen sich zu einem Fork. Die Gründe für die Abspaltung unter dem Namen Enciclopedia Libre waren Gerüchte über die mögliche Einblendung von Werbung innerhalb der Wikipedia und das Unbehagen über mangelnden Einfluss in der englischsprachig dominierten internationalen Projektkoordination. Um eine weitere Aufspaltung des Projekts zu verhindern, erklärte Jimmy Wales im gleichen Jahr, dass die Wikipedia auch künftig werbefrei bleiben solle. Außerdem änderte er die Adresse des Projekts von wikipedia.com auf wikipedia.org mit der für nicht-kommerzielle Organisationen gedachte Top Level Domain .org. Am 20. Juni 2003 schließlich verkündete Wales die Gründung der Wikimedia Foundation und übereignete der Non-Profit-Organisation die Server, auf denen die Projekte liefen, und die Namensrechte, die bis dato bei Bomis oder ihm persönlich lagen. Mittlerweile existiert das Projekt in mehr als 100 Sprachen. Im September 2004 überschritt der Umfang des Gesamtprojekts die Grenze von einer Million Artikeln. Die deutschsprachige Wikipedia enthielt im November 2005 mehr als 300.000 Artikel, die englische über 800.000. Das Projekt gewann mehrere Preise, darunter im Mai 2004 einen Prix Ars Electronica und einen Webby Award, sowie den Grimme Online Award 2005.

Funktionsweise

Grimme Online Award Wikipedia ist ein Wiki, das heißt eine Website, bei der jeder Benutzer ohne Anmeldung Autor werden, Beiträge schreiben und bestehende Texte ändern kann. Eine Redaktion im engeren Sinne gibt es nicht, das Prinzip basiert vielmehr auf der Annahme, dass sich die Benutzer gegenseitig kontrollieren und korrigieren. Der Inhalt ist als Hypertext organisiert. Querverweise und Formatierungsanweisungen geben die Autoren in einer einfachen Syntax ein. So wandelt die Software in eckige Klammern gesetzte Begriffe (Beispiel) automatisch in einen Link auf den betreffenden Artikel um. Existiert dieser noch nicht, erscheint der Link in rot und beim Anklicken öffnet sich ein Eingabefeld, in dem der Leser einen neuen Artikel verfassen kann. Diese einfache Verlinkungsmöglichkeit hat dafür gesorgt, dass die Artikel der Wikipedia wesentlich dichter miteinander vernetzt sind als die der herkömmlichen digitalen Enzyklopädien. Neben den im Kontext angebrachten Hyperlinks auf andere Artikel existieren noch weitere Navigationsmöglichkeiten wie Kategorien oder der alphabetische Index, die jedoch eine untergeordnete Rolle spielen.

Prinzipien

Der vorgegebene Rahmen für die Autoren ist sehr weit gefasst. Die Initiatoren des Projektes haben nur sehr wenige Richtlinien aufgestellt, die als unumstößlich gelten. Dazu zählt als erster Grundsatz, dass Wikipedia der Schaffung einer Enzyklopädie gewidmet ist. Der Grundsatz des neutralen Standpunkts legt die inhaltliche Ausrichtung der Artikel fest. Die Autoren willigen ferner mit dem Speichern darin ein, ihre Beiträge unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (GFDL) zu veröffentlichen. Als Verhaltensvorschrift wird von Mitarbeitern am Projekt gefordert, ihre Mitautoren zu respektieren und niemanden persönlich anzugreifen.

Wikipedia ist eine Enzyklopädie

Wie andere Enzyklopädien verfolgt auch Wikipedia das Ziel, die Gesamtheit des Wissens unserer Zeit in lexikalischer Form anzubieten. Während frühere, gedruckte Enzyklopädien aus wirtschaftlichen und technischen Gründen Inhalte und Autorenzahl beschränken mussten, unterliegt die Wikipedia keinen solchen Einschränkungen: Festplattenplatz ist billig, die Autoren arbeiten ehrenamtlich. Welche Themen aufgenommen werden und in welcher Form, entscheidet die Community in einem offenen Redaktionsprozess. Konflikte in der Wikipedia kreisen in diesem Zusammenhang meist darum, was Wissen darstellt, wo die Abgrenzung zu reinen Daten und gänzlich Irrelevantem liegt. Abgesehen von groben Leitlinien, die Wikipedia von anderen Werktypen wie Wörterbuch, Datenbank, Link- oder Zitatsammlung abgrenzen, gibt es keine allgemeinen Kriterienkataloge etwa für Biographien, wie sie in traditionellen Enzyklopädien gebräuchlich sind. Im Zweifel wird über den Einzelfall diskutiert. Empfindet ein Benutzer ein Thema als ungeeignet oder einen Artikel als dem Thema nicht angemessen, kann er einen so genannten Löschantrag stellen, der im folgenden diskutiert wird.

Neutraler Standpunkt

In Wikipedia arbeiten Autoren mit unterschiedlichstem politischen, religiösen und weltanschaulichen Hintergrund mit, die offene Enzyklopädie schließt von vorneherein niemand aufgrund seiner Einstellungen aus. Um dabei unweigerlich aufkommende Kämpfe um Artikel zu verhindern bzw. einen Ausweg daraus zu schaffen, hat Gründer Jimmy Wales die Richtlinie des neutralen Standpunkts (NPOV, von englisch neutral point of view) aufgestellt. Danach soll ein Artikel so geschrieben sein, dass möglichst viele Autoren ihm zustimmen können. Existieren zu einem Thema mehrere verschiedene Ansichten, so soll sie ein Artikel fair beschreiben, aber nicht selbst Position beziehen. Der neutrale Standpunkt verlangt jedoch nicht, dass alle Ansichten gleichwertig präsentiert werden müssen: Die wissenschaftlich plausiblere Ansicht kann etwa an erster Stelle genannt werden (siehe auch: Ockhams Rasiermesser). Wie die Eignung einzelner Artikel für eine Enzyklopädie wird auch die Einhaltung des neutralen Standpunkts durch den sozialen Prozess gewährleistet und gerade bei kontroversen Themen oft nur in mühevollen Diskussionen erreicht.

Urheberrecht und Freiheit der Inhalte

Alle Mitarbeiter der Wikipedia erklären sich mit dem Einstellen oder Bearbeiten von Artikeln damit einverstanden, von ihnen beigetragene Inhalte unter der GFDL zu veröffentlichen. Diese Lizenz erlaubt es anderen, die Inhalte nach Belieben zu ändern und auch kommerziell zu verbreiten, sofern die Bedingungen der Lizenz eingehalten werden und die Inhalte wieder unter der gleichen Lizenz veröffentlich werden. Die Lizenz macht es damit unmöglich, Wikipedia-Artikel und auf diesen basierende Texte unter Berufung auf das Urheberrecht exklusiv zu verwerten (Copyleft-Prinzip). Für viele Autoren ist dieses aus der Freie Software-Bewegung bekannte Prinzip ein wesentlicher Grund, bei der Wikipedia mitzuarbeiten. Die Lizenz schreibt ebenfalls vor, Hauptautoren von Artikeln bei Veröffentlichungen außerhalb der Wikipedia zu nennen. Einige engagierte Autoren, die nicht anonym arbeiten, werden dadurch zusätzlich motiviert.

Respektvoller Umgang

Auch wenn diese Richtlinie als unnötig angesehen werden kann, da der respektvolle Umgang mit anderen Menschen als Selbstverständlichkeit gelten sollte, zeigt die Realität doch, dass diese Richtlinie ihre Existenzberechtigung hat. Besonders die Offenheit des Projektes und der damit verbundene unkontrollierte Zustrom neuer Autoren, die rein schriftliche Kommunikation sowie die unterschiedliche soziale und kulturelle Herkunft der aktiven Benutzer machen es notwendig, sich von Zeit zu Zeit an diese Richtlinie zu erinnern.

Organisation

Aufbau der Wikipedia

Sowohl die Interpretation der oben aufgeführten Grundsätze als auch weitere Vorgaben werden von der Gemeinschaft der Autoren festgelegt und beruhen vor allem auf sozialen Protokollen. Der Betreiber des Projekts, die Wikimedia Foundation, mischt sich in aller Regel nicht in diesen Prozess ein und vertraut stattdessen auf die Selbstorganisation der Gemeinschaft. Organisatorisch gliedert sich die Wikipedia in drei Bereiche, durch Präfixe im Seitennamen unterschiedene so genannte Namensräume: die eigentliche Enzyklopädie mit den angeschlossenen Diskussionsseiten, wo an den Artikeln gearbeitet wird, den Benutzernamensraum, in dem jeder Autor eine persönliche Seite erhält, auf der er sich vorstellen kann, und eine Nachrichtenseite, auf der andere mit ihm Kontakt aufnehmen können, und dem Wikipedia-Namensraum zur Verwaltung des Projekts. Im Wikipedia-Namensraum finden sich Einführungstexte und das Software-Handbuch, Stilregeln und Formatkonventionen. Dort entscheidet die Autorengemeinschaft, welche Artikel gelöscht werden, kürt in einem Review-Prozess besonders gute Beiträge zu exzellenten Artikeln, die auf der Hauptseite vorgestellt werden, und wählt Administratoren, die erweiterte Software-Funktionen erhalten.

Entscheidungsfindung und Organisationsstruktur

Die Einflussstruktur der Wikipedia ist komplex und erschließt sich in der Regel erst nach längerer aktiver Teilnahme am Projekt. Sie vereint Züge von Anarchie, Meritokratie, Demokratie, Autokratie und Technokratie. Der anarchische Charakter folgt aus dem Wiki-Prinzip, nach dem jeder, auch anonym, Seiten ändern kann. Soziale Konventionen und größtenteils informelle Organisationsprozesse erhalten eine interne Organisationsstruktur aufrecht. Angemeldete Teilnehmer können sich mit ihren Beiträgen in der Community einen Ruf und Vertrauen erwerben. Neben der Überzeugungskraft ihrer Argumente bemisst sich danach auch der Einfluss, den Teilnehmer auf laufende Diskussionen haben. Formalisiert wird der Prozess durch die Ernennung von Administratoren. Besonders engagierte Teilnehmer wählt oder bestimmt die Autorengemeinschaft zu Administratoren mit erweiterten Rechten. Bei Entscheidungen über Regeln wird in Wikipedia traditionell versucht, einen Konsens zu finden. Praktisch ist ein echter Konsens bei der Vielzahl der Mitarbeiter kaum möglich. Regeln, die über eine ausreichende Legitimität verfügen sollen, müssen von einer großen qualifizierten Mehrheit der Benutzer getragen werden. Die meisten Regeln und Prozesse etablieren sich so in der Praxis dadurch, dass viele Teilnehmer einen Vorschlag aufgreifen und anwenden. Andere Entscheidungen werden in Meinungsbildern getroffen, die zwischen Diskussion und Abstimmung anzusiedeln sind. Die Entwicklung der Software, etwa den Einbau neuer Features, bestimmt das von der Community unabhängige Team der Programmierer, das sich aber an den Wünschen der Nutzer orientiert. Den größten persönlichen Einfluss – vor allem in der englischen Wikipedia, aber auch in manch anderen Sprachversionen – hat der Gründer Jimmy Wales, der in seiner Rolle als "Benevolent dictator" lange Zeit Konflikte in der Community als oberste Autorität schlichtete. Einen Teil seiner Aufgaben übertrug er Anfang 2004 in der englischen Wikipedia an ein von den Teilnehmern gewähltes "Arbitration committee". Eine diesem Schiedsgericht vergleichbare Institution in anderen Sprachversionen existiert bis jetzt nur in der französischen Wikipedia. Die Oberhoheit über Wikipedia hat schließlich die Wikimedia Foundation als Betreiberorganisation und Finanzier.

Internationale Zusammenarbeit

Obwohl anfangs nicht geplant, entwickelte sich Wikipedia zu einem mehrsprachigen Projekt. Sobald sich genug Interessierte finden, wird für eine Sprache ein Wiki angelegt. Über die Grenzziehung zwischen Sprache und Dialekt entstehen in der Community oft heftige Kontroversen. Die Artikel der durch Interwiki-Links miteinander verknüpften Sprachversionen sind selten übersetzt, sondern entstehen meist separat. Bedingt durch die Sprachbarriere, besteht zwischen den Sprachen in der Regel wenig Austausch, die Communitys organisieren und entwickeln sich unabhängig voneinander. Einzelne Projekte wie die „Übersetzung der Woche“ versuchen diese Barriere zu überwinden und für mehr Austausch zu sorgen. Besonders die Gründung von Wikimedia Commons sorgte für einen Aufschwung in der internationalen Zusammenarbeit. Auf den mehrsprachig angelegten Commons arbeiten Wikipedia-Teilnehmer aus allen Sprachversionen am Aufbau eines zentralen Medien-Repository.

Finanzierung

Die Finanzierung der technischen Infrastruktur und des übertragenen Datenvolumens, der Miete für Rechenzentren, Domainregistrierung sowie der Förderung von spezifischen Software-Entwicklungsaufgaben und gelegentlich auch von Reisekosten erfolgt vollständig durch Spenden.

Kritik und Probleme

Qualität und Verlässlichkeit der Inhalte

Der am häufigsten angeführte Kritikpunkt an der Wikipedia ist, dass jeder Internetnutzer Artikel verändern kann. Während herkömmliche Enzyklopädien mit bezahlten Experten und redaktioneller Kontrolle für die Einhaltung von Qualitätsstandards bürgen, bietet Wikipedia keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit ihrer Artikel. Die Betreiber der Wikipedia stellen sich auf den Standpunkt, dass aufgrund der Einfachheit, Änderungen vorzunehmen, die Hemmschwelle sinkt, Fehler zu korrigieren. Nach ihrer Ansicht reifen die Artikel somit, da Fehler nach einiger Zeit gefunden und behoben werden. Durch die Fähigkeit der Software, zu jedem Artikel dessen Versionsgeschichte aufzurufen und Querverweisen zu folgen, können Leser und Autoren den Werdegang eines Artikels verfolgen und sich damit ein umfassenderes Bild machen. Ebenso kann zu jedem Artikel eine Diskussionsseite abgerufen werden, die nicht in den Artikeltext gehörende Anmerkungen enthält. Die Annahme der Betreiber von Wikipedia ist, dass Leser das Gelesene hinterfragen und diese Angebote annehmen. Anders als in herkömmlichen Enzyklopädien sagen Länge und Umfang eines Artikels in Wikipedia nichts über seine Bedeutung aus. Während viele Popkultur- oder Computer-Themen in aller Breite dargestellt sind, kann es passieren, dass Wikipedia zu einem zentralen Begriff der Philosophie nur einen mageren, extrem kurzen Eintrag enthält. Ein weiteres Problem stellen Interessengruppen dar, die versuchen, Artikelinhalte in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen. Artikel zu umstrittenen Themen wie Sekten oder obskuren esoterischen Theorien entsprechen deshalb oft nicht dem Neutralitätsgrundsatz. Um besonders umstrittene Artikel zu schützen, ist es Administratoren jedoch auch möglich, diese vorübergehend für Bearbeitungen zu sperren.

Urheberrechtsverletzungen

Die offene Natur eines Wiki bietet zunächst keinen Schutz gegen Urheberrechts- und andere Rechtsverletzungen. Ergibt sich ein Verdacht, so prüfen aktive Nutzer deshalb neue Artikel darauf, ob sie von anderen Websites kopiert wurden. Wenn sich der Verdacht bestätigt, werden diese von den Administratoren nach einer Einspruchsfrist gelöscht. Hundertprozentige Sicherheit bietet dieses Verfahren jedoch nicht.

Wikipedia im Vergleich zu anderen Enzyklopädien

Der erste groß angelegte Vergleich der deutschen Wikipedia mit etablierten digitalen Nachschlagewerken Microsoft Encarta Professional 2005 und Brockhaus multimedial 2005 Premium erschien im Oktober 2004 in der Computer-Fachzeitschrift c’t (Ausgabe 21/04). Wikipedia erzielte dort im Inhaltstest die höchste durchschnittliche Gesamtpunktzahl, in der Kategorie Multimedia schnitt die freie Enzyklopädie dagegen schlecht ab, ähnliche Wertungen erzielte die deutsche Wikipedia kurz darauf in einem Lexikavergleich der Wochenzeitung Die Zeit. Beide Tests basierten auf einer kleinen Stichprobe von insgesamt 60 bis 70 Artikeln aus verschiedenen Themengebieten. Wissenschaftliche Vergleichsstudien oder Vergleiche der anderen Sprachversionen, etwa der englischen Wikipedia mit der Encyclopædia Britannica, existieren bislang nicht.

Verbreitung der Wikipedia-Inhalte

Encyclopædia Britannica Zahlreiche Websites nehmen das Angebot der freien Lizenz wahr und spiegeln Wikipedia-Inhalte, einige verdienen dabei an der Einblendung von Anzeigen. Daneben entstanden auch mehrere Versionen für PDA. In der Verbreitung offline spielte die deutschsprachige Wikipedia eine Vorreiterrolle. Mehrere deutsche Wikipedianer stellten WikiReader zusammen, Artikelsammlungen zu einem Thema, von denen einige in kleinen Auflagen auch gedruckt erschienen. Im Herbst 2004 veröffentlichte der Berliner Verlag Directmedia Publishing in Zusammenarbeit mit der Wikipedia-Community eine CD-Version der Wikipedia, im Frühjahr 2005 folgte eine DVD-Ausgabe, die beide auch frei im Netz zum Download bereitgestellt wurden. Außerdem ist eine Buchreihe in Arbeit.

Wissenschaftliche Analyse

Der Erfolg des offenen Enzyklopädiekonzepts weckte das Interesse vieler Forscher; einen Überblick publizierter Arbeiten gibt die unten verlinkte Bibliographie. Im Projekt Historyflow analysierte und visualisierte ein Forscherteam von IBM 2003 die Evolution von Artikeln. Martin Wattenberg und Fernanda B. Viégas stellten dabei fest, dass die Community Vandalismus erstaunlich schnell, manchmal schon nach drei Minuten, beseitigte. Zur Sozialstruktur der Wikipedia-Autoren existieren noch wenig Untersuchungen. Eine Umfrage Würzburger Psychologen ergab einen hohen Männeranteil (88%) und etwa 50% Singles. 43% der Befragten arbeiten Vollzeit. Eine große Gruppe bilden Studenten. Zu ihrer Motivation befragt, bewerteten über 80% die Erweiterung des eigenen Wissens als wichtig bis sehr wichtig. In einer Analyse des Partizipationsverhaltens angemeldeter Teilnehmer stellte Jimmy Wales fest, dass die Hälfte aller Beiträge von gerade einmal 2,5% der Nutzer stammte. Wales stützte damit seine These von der Wikipedia als "community of thoughtful users", die er einer Beschreibung der Wikipedia als emergentem Phänomen gegenüberstellte, in dem sich aus den Beiträgen einer Vielzahl anonymer Internetnutzer eher spontan eine Enzyklopädie herausbilde.

Schwesterprojekte

Da sich die Wikipedia selbst auf enzyklopädische Artikel beschränkt, sind inzwischen Ableger entstanden, die sich anderer Textsorten annehmen. Ein wichtiger Ableger ist Wiktionary, ein Projekt, das das Wiki-Konzept auf Wörterbücher anwendet. Im Juli 2003 wurde mit dem Ziel, freie Lehrbücher zu erstellen, das Wikibooks-Projekt begonnen. Das Projekt Wikiquote sammelt Zitate, Wikisource ist eine Sammlung freier Originalquellen. Aus der Community entwickelte sich im Frühjahr 2004 auch ein satirischer Ableger der Wikipedia, die Kamelopedia. Seit September 2004 gibt es mit den Wikimedia Commons ein Projekt, das Bilder und andere Medien für alle Wikimedia-Projekte gemeinsam zugänglich macht. Ein weiteres Schwesterprojekt, Wikinews, das sich dem Aufbau einer freien Nachrichtenquelle widmet, wurde Anfang November 2004 ins Leben gerufen. Bis auf die Kamelopedia werden alle diese Projekte von der Wikimedia Foundation betrieben.

Technik

Wikimedia Foundation Anfangs verwendete Wikipedia als Software das in Perl geschriebene UseModWiki, das sich jedoch bald den Anforderungen nicht gewachsen zeigte. Im Januar 2002 stellte Wikipedia auf eine vom deutschen Biologen Magnus Manske geschriebene, MySQL-basierte PHP-Applikation (Phase II) um, die speziell an die Bedürfnisse der Wikipedia angepasst war. Nachdem das Projekt sich über ein Jahr die Ressourcen mit dem Webangebot von Bomis geteilt hatte, zog die englische Wikipedia, später auch die anderen Sprachversionen, im Juli 2002 auf einen eigenen Server mit einer von Lee Daniel Crocker überarbeiteten und teils neugeschriebenen Version von Manskes Software (Phase III) um. Diese erhielt später den Namen MediaWiki. Mit steigenden Zugriffszahlen erhöhten sich die Anforderungen an die Hardware. Waren es im Dezember 2003 noch drei Server, sind zum Betrieb der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte im Mai 2005 mittlerweile über 70 Server in Florida und Frankreich im Einsatz, die von einem Team ehrenamtlicher Administratoren betreut werden. Das Prinzip, die Server nach berühmten Enzyklopädisten zu benennen, wurde 2005 aufgegeben. Als Betriebssystem werden verschiedene Linux-Distributionen, überwiegend Fedora, mit der Server-Software Apache, PHP und der Datenbank MySQL eingesetzt. Vorgeschaltete Squid-Caches versorgen nicht angemeldete Besucher, die nur lesen wollen, mit vorgenerierten Seiten. Die MySQL-Datenbank läuft auf mehreren Servern mit Replikation im Master-Slave-Betrieb. Regelmäßig kommt es zu Kapazitätsengpässen, die dazu führen, dass Seiten nur sehr langsam oder gar nicht geladen werden. Mehrere Unternehmen und Organisationen boten der Wikimedia Foundation ihre Unterstützung an. Im April 2005 erklärte sich der Suchmaschinenbetreiber Yahoo! bereit, 23 Server in seinem Rechenzentrum in Asien für den Betrieb der Wikipedia abzustellen. Mit Google steht die Wikimedia Foundation ebenfalls in Verhandlungen.

Weblinks


- [http://www.wikipedia.org/ Internationales Wikipedia-Portal] – Übersicht über die verschiedenen Wikipedia-Ausgaben
- [http://en.wikipedia.org/ Englischsprachige Wikipedia-Ausgabe] – Die größte Wikipedia-Ausgabe
- [http://en.wikipedia.org/wikistats/DE/Sitemap.htm Statistiken zu Wikipedia]
- [http://meta.wikimedia.org/wiki/Wiki_Research_Bibliography Wiki Research Bibliography] mit wissenschaftlichen Arbeiten über Wikipedia und Wikis
- [http://features.slashdot.org/article.pl?sid=05/04/18/164213 Larry Sanger: "The Early History of Nupedia and Wikipedia: A Memoir."]
- [http://researchweb.watson.ibm.com/history/ Project Historyflow]. Untersuchung zur Evolution von Wikipedia-Artikeln
- [http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Geschichte_der_Wikipedia Geschichte der Wikipedia] Kategorie:Website Kategorie:Wiki Wikipedia Kategorie:Wikimedia Kategorie:Lexikon, Enzyklopädie als:Wikipedia ja:ウィキペディア ko:위키백과사전 ms:Wikipedia nb:Wikipedia roa-rup:Uichipedia simple:Wikipedia th:วิกิพีเดีย zh-min-nan:Wikipedia

26. Februar

Der 26. Februar ist der 57. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


- 1797 - Die Bank von England wird von ihrer Verpflichtung befreit, ihre Banknoten gegen Gold einzutauschen; Beginn der bank-restriction (bis 1821)
- 1815 - Napoleon flieht von seinem Exil auf Elba.
- 1848 - Die zweite französische Republik wird proklamiert.
- 1848 - Karl Marx veröffentlicht Das Kommunistische Manifest.
- 1924 - München, Deutschland. Beginn des Hochverratsprozesses gegen Adolf Hitler und Erich Ludendorff.
- 1936 - Japan: Misslungener Militärputsch junger Offiziere, siehe Putschversuch vom 26. Februar 1936.
- 1948 - Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. wird als Nachfolgeorganisation der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gegründet.
- 1965 - Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Niedersachsen
- 1989 - Ägypten. Taba-Abkommen
- 1991 - Tim Berners-Lee stellt WorldWideWeb vor, den ersten Web Browser.
- 1993 - Bombenanschlag auf das World Trade Center in New York
- 1997 - Volksrepublik China. Die Trauerfeier von Deng Xiaoping mit etwa 10.000 geladenen Gästen wird im ganzen Land übertragen.
- 1999 - Iran. Erste Kommunalwahlen
- 2000 - Frankreich. Ministerpräsident Lionel Jospin zu Besuch in Jerusalem, Israel.
- 2001 - Der Vertrag von Nizza, die Erweiterung der EU betreffend, wird unterzeichnet.
- 2001 - Kenia. Die Knochen eines etwa 3,5 Millionen Jahre alten Urmenschen werden am Turkana-See ausgegraben.
- 2002 - In Kabul, Afghanistan, beginnt eine neuer Radiosender mit dem Namen "Guten Morgen Afghanistan" mit seinen Übertragungen.
- 2003 - Rolandas Paksas wird als Staatspräsident Litauens vereidigt.
- 2004 - Staatspräsident Boris Trajkovski von Mazedonien stirbt bei einem Flugzeugabsturz.

Kultur


- 1784 - Uraufführung der Oper Armida von Joseph Haydn in Esterház.
- 1794 - Uraufführung der Oper Le Congrès des rois von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1869 - Uraufführung der Oper William Ratcliff von César Cui am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg.
- 1899 - Uraufführung der Oper Der Pfeifertag von Max von Schillings am Hoftheater in Schwerin.
- 1948 - Gründer Walter Oehmichen veranstaltet die erste Aufführung der Augsburger Puppenkiste und legt den Grundstein für ihren späteren Erfolg.
- 1959 - Auf das Gemälde "Der Höllensturz der Verdammten" von Peter Paul Rubens in der Alten Pinakothek in München wird ein Säureattentat verübt.
- 1996 - Der chinesisch-amerikanische Regisseur Ang Lee gewinnt bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Goldenen Bären.

Katastrophen


- 1972 - Der Buffalo-Creek-Dammbruch in West Virginia, USA verursacht bis zu 125 Todesopfer.

Sport


- Eintragungen von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1361 - Wenzel von Luxemburg, deutscher König, König von Böhmen
- 1416 - Christoph III. von Dänemark, König von Dänemark, Schweden und Norwegen
- 1590 - Johann Wilhelm Lauremberg, niederdeutscher Schriftsteller
- 1637 - Hieronymus Bauhin, schweizerischer Arzt mit französischen Vorfahren
- 1663 - Thomas Newcomen, englischer Schmied (Erfinder der athmosphärischen Dampfmaschine)
- 1671 - Anthony Cooper, englischer Philosoph
- 1677 - Nicola Fago, italienischer Komponist
- 1754 - Josef Karel Ambrož, tschechischer Komponist
- 1756 - Christian Frederik Hansen, dänischer Baumeister/Architekt
- 1770 - Anton Reicha, Komponist
- 1780 - August Thieme, deutscher Dichter
- 1786 - Dominique Francois Jean Arago, französischer Physiker
- 1802 - Victor Hugo, französischer Schriftsteller
- 1808 - Honoré Daumier, französischer Maler
- 1816 - Franz Krenn, österreichischer Komponist
- 1825 - Jan Balatka, US-amerikanischer Komponist
- 1829 - Levi Strauss, deutsch-amerikanischer Industrieller und Erfinder der Jeans
- 1842 - Hugo Bußmeyer, deutscher Komponist
- 1842 - Camille Flammarion, französischer Astronom und Autor populärwissenschaftlicher Schriften
- 1845 - Alexander III., russischer Zar
- 1846 - Buffalo Bill, US-amerikanischer Pionier
- 1857 - Émile Coué, französischer Apotheker und Autor, Begründer der modernen, bewussten Autosuggestion
- 1869 - Nadescha Krupskaja, russische Revolutionärin und Ehefrau Lenins
- 1873 - Johann Schütte, deutscher Luftschiffpionier
- 1875 - Hans Böckler, deutscher Gewerkschafter
- 1875 - Alexander Borissowitsch Goldenweiser, russischer Pianist und Komponist
- 1875 - Erich Koch-Weser, deutscher Politiker
- 1884 - Francesco Borgongini Duca, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1885 - Aleksandras Stulginskis, der zweite Präsident Litauens
- 1894 - Wilhelm Bittrich, deutscher General und SS-Obergruppenführer
- 1899 - Max Petitpierre, Schweizer Politiker
- 1900 - Fritz Wiessner, bekannter Bergsteiger
- 1900 - Jean Negulesco, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1901 - Leslie Munro, Botschafter von Neuseeland in den USA
- 1903 - Giulio Natta, italienischer Chemiker
- 1904 - Curth Georg Becker, deutscher Maler
- 1904 - Hans-Joachim Fricke, deutscher Politiker
- 1908 - Jean-Pierre Wimille, französischer Rennfahrer
- 1908 - Tex Avery, amerikanischer Zeichentrickpionier
- 1912 - Hans Sachs, deutscher Jurist, Träger des Ordens Wider den tierischen Ernst, Mitglied im TV-Quiz Was bin ich?
- 1913 - Hermann Lenz, deutscher Schriftsteller
- 1916 - Jackie Gleason, US-amerikanischer Orchesterchef
- 1916 - Mordecai Seter, israelischer Komponist
- 1918 - Theodore Sturgeon, Science-Fiction-Autor
- 1920 - Tony Randall, US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler
- 1921 - Betty Hutton, US-amerikanische Sängerin
- 1924 - Erwin Hegemann, deutscher Künstler
- 1927 - Hans Heinz Holz, marxistischer Philosoph
- 1928 - Anatoli Wassiljewitsch Filiptschenko, sowjetischer Kosmonaut
- 1928 - Fats Domino, US-amerikanischer Rhythm and Blues-Musiker
- 1928 - Odo Marquard, deutscher Philosoph
- 1929 - August Lang, deutscher Politiker
- 1930 - Chic Hetti, US-amerikanische Sängerin
- 1931 - Francisco Kröpfl, argentinischer Komponist
- 1932 - Johnny Cash, US-amerikanischer Sänger
- 1933 - Ljubomyr Husar, Großerzbischof der mit Rom unierten griechisch-katholischen Kirche der Ukraine und Kardinal
- 1936 - José da Cruz Policarpo, Patriarch von Lissabon und Kardinal
- 1937 - Horst-Dieter Tietz, deutscher Rektor und Professor
- 1938 - Hans Haid, österreichischer Volkskundler, Bergbauer und Mundartdichter
- 1942 - Franz Romer, deutscher Politiker und MdB
- 1943 - Paul Cotton, US-amerikanischer Musiker
- 1945 - Bob Hite, US-amerikanischer Bandleader
- 1946 - Ahmed H. Zewail, ägyptischer Chemiker, Nobelpreisträger
- 1947 - Sandie Shaw, britische Sängerin
- 1949 - Emma Kirkby, englische Sopranistin
- 1950 - Helen Clark, neuseeländische Politikerin und Premierministerin
- 1953 - Jim Crichton, kanadischer Musiker
- 1954 - Ernst August Prinz von Hannover, Urenkel von Wilhelm II.
- 1954 - Leon de Winter, niederländischer Schriftsteller
- 1954 - Recep Tayyip Erdogan, türkischer Politiker
- 1954 - Wolf Rüdiger Marunde, deutscher Zeichner und Cartoonist
- 1954 - Michael Bolton, US-amerikanischer Pop-Musiker
- 1955 - Udo Corts, deutscher Politiker
- 1955 - Andreas Maislinger, Gründer des Österreichischen Gedenkdienstes
- 1956 - Pia Findeiß, deutsche Lokalpolitikerin
- 1958 - Michel Houellebecq, französischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler
- 1959 - Klaus Riegert, deutscher Politiker und MdB
- 1961 - John Jon, britischer Sänger
- 1963 - Christianne Carafano, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 1966 - Urs Kälin, Schweizer Skirennläufer
- 1968 - Hennes Bender, deutscher Kabarettist
- 1973 - André Tanneberger, deutscher Musiker (ATB)
- 1973 - Jenny Thompson, US-amerikanische Schwimmerin
- 1974 - Sébastien Loeb, französischer Rallye-Fahrer
- 1975 - Frank Busemann, deutscher Zehnkämpfer
- 1976 - Andreas Nauroth, deutscher Fußballspieler
- 1985 - Sanya Richards, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin

Gestorben


- 1154 - Roger II. (Sizilien), Graf von Sizilien und König von Sizilien, Kalabrien und Apulien
- 1577 - Erik XIV. (Schweden), König von Schweden
- 1630 - William Brade, dänischer Komponist
- 1664 - Anna Silvia Carretto, Ehefrau des Markgrafen Leopold Wilhelm von Baden
- 1710 - Thomas de Choisy, französischer Politiker
- 1726 - Maximilian II. Emanuel, Kurfürst von Bayern von 1679-1706 und von 1714-1726
- 1770 - Giuseppe Tartini, italienischer Violinist und Komponist
- 1834 - Alois Senefelder, österreichischer Schauspieler und Theaterschriftsteller
- 1855 - Emil Ernst Gottfried von Herder, königlicher bayerischer Forst- und Regierungsrat
- 1861 - Taras Schewtschenko, ukrainischer Dichter
- 1879 - Franz Leopold Sonnenschein, Chemiker
- 1879 - Otto Blau, deutscher Orientalist
- 1882 - Moritz Daniel Oppenheim, deutscher Porträt- und Historienmaler
- 1884 - Johann Daniel Eschenburg, Senator der Freien und Hansestadt Lübeck
- 1889 - Carl Davidoff, russischer Komponist und Dirigent
- 1900 - Leopold Grützmacher, deutscher Cellist und Komponist
- 1908 - August Ritter, Professor für Mechanik und Astrophysiker
- 1909 - Hermann Ebbinghaus, deutscher Psychologe
- 1911 - Ludwig Gottsleben, war Österreichischer Schauspieler und Schriftsteller in Wien
- 1928 - Johannes Chrzaszcz, schlesischer Priester
- 1930 - Rafael Merry del Val y Zulueta, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1931 - Otto Wallach, deutscher Chemiker, Nobelpreisträger
- 1940 - Michael Hainisch, österreichischer Bundespräsident
- 1943 - Theodor Eicke, deutscher Nationalsozialist
- 1945 - József Balassa, ungarischer Philologe
- 1945 - Max Geißler, deutscher Redakteur und Schriftsteller; Literaturwissenschaftler
- 1947 - Heinrich Häberlin, Schweizer Politiker und Bundesrat
- 1961 - Karl Albiker, Bildhauer und Schüler von Auguste Rodin
- 1962 - Carl Ehrenberg, deutscher Komponist
- 1962 - Arno Hennig, deutscher Politiker
- 1963 - Rajendra Prasad, indischer Politiker und 1. Staatspräsident
- 1967 - Max Taut, deutscher Architekt
- 1969 - Josef Ivar Müller, Schweizer Komponist
- 1969 - Karl Jaspers, deutscher Philosoph und Psychiater
- 1969 - Levi Eschkol, Ministerpräsident Israels
- 1971 - Fernandel, französischer Schauspieler
- 1971 - Theodor Svedberg, schwedischer Chemiker, Nobelpreisträger
- 1985 - Gerd Böttcher, deutscher Sänger
- 1989 - Jupp Schlaf, deutscher Tischtennisfunktionär und -spieler
- 1991 - Joseph Schoiswohl, österreichischer Bischof
- 1994 - Leopold Kohr, österreichischer Ökonom und Philosoph
- 1996 - Mieczysław Weinberg, russischer Komponist
- 2000 - Franz Fuchs, Briefbombenattentäter
- 2001 - Arturo Uslar Pietri, Venezolanischer Schriftsteller, Diplomat und Politiker
- 2002 - Hans Bernhard Meyer, deutscher Theologe
- 2003 - Gerhard Czerwensky, Wirtschaftsjournalist und Ökonom
- 2003 - Piero Scanziani, schweizerischer Schriftsteller
- 2004 - Boris Trajkovski, mazedonischer Politiker
- 2005 - Henry Grunwald, US-amerikanischer Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „TIME“
- 2005 - Jef Raskin, Mediendesigner und Philosoph

Feier- und Gedenktage

Siehe auch

:25. Februar - 27. Februar :26. Januar - 26. März :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0226 ja:2月26日 ko:2월 26일 simple:February 26 th:26 กุมภาพันธ์

2002

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 2002 ist „Jahr des Kulturerbes“ (UNESCO)
- 2002 ist „Internationales Jahr des Ökotourismus“ (UNO)
- 2002 ist „Internationales Jahr der Berge“ (UNO)
- Der Orangefuchsige Rauhkopf (Cortinarius orellanus) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Haussperling (Passer domesticus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Wacholder (Juniperus communis) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Aster (Aster) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)

Politik

Januar


- 1. Januar: Kaspar Villiger wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Afghanistan. Hamid Karzai übernimmt die Übergangsregierung
- 1. Januar: Deutscher Botschafter in Kabul, Afghanistan, akkreditiert
- 1. Januar: Abkommen über Zollerleichterungen im Textilbereich zwischen Pakistan und der EU
- 1. Januar: Die EU hebt die Visapflicht für Rumänien auf
- 1. Januar: Inkrafttreten des bilateralen Abkommens zwischen der EU und der Schweiz
- 2. Januar: Levy Mwanawasa wird Staatspräsident von Sambia
- 2. Januar: Argentinien. Eduardo Duhalde wird neuer Staatspräsident
- 11. Januar: Argentinien beendete die Konvertibilität seiner Währung gegenüber dem US-Dollar
- 12. Januar: Pakistan. In einer Grundsatzrede verurteilt Präsident Pervez Musharraf Terror und Intoleranz

Februar


- 10. Februar: Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Staatsbesuch in Mexiko
- 11. Februar: Parlamentswahlen in Liechtenstein
- 13. Februar: Deutschland übernimmt führende Rolle beim Aufbau der Polizei in Afghanistan
- 14. Februar: Bundeskanzler Gerhard Schröder besuchte Argentinien
- 14. Februar: Bahrain wird Königreich. Erster König ist Scheich Hamad ibn Isa al-Khalifa
- 22. Februar: Angola. Tod von UNITA-Führer Jonas Savimbi
- 24. Februar: Laos. Parlamentswahlen

März


- 1. März: Neues Kindschaftsrecht in Kenia
- 3. März: Volksabstimmung in der Schweiz über Zugehörigkeit zu den Vereinten Nationen
- 10. März: Parlamentswahlen in Kolumbien
- 15. März: Erneute Waffenstillstandsverhandlungen in Angola
- 17. März: Parlamentswahlen in Portugal
- 19. März: Bundespräsident Johannes Rau besucht Rumänien
- 19. März: Der italienische Regierungsberater Marco Biagi wird in Bologna von einer Splittergruppe der Roten Brigaden ermordet
- 21. März: In Liaoyang in Nordchina protestieren Tausende von entlassenen Arbeitern und fordern die Freilassung eines inhaftierten Arbeiterführers
- 21. März: Eine Autobombe in der Nähe der USA-Botschaft in Lima tötet neun Menschen und verletzt mindestens 25 weitere. Der Anschlag erfolgt wenige Tage vor dem Eintreffen des US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush
- 22. März: Bei der Bundesratsabstimmung über das Zuwanderungsgesetz kam es im Bundesrat zum Eklat, als das Bundesland Brandenburg uneinheitlich abstimmte und der Bundesratspräsident dieses Votum dann als Ja Stimme wertete.
Mit seiner Entscheidung vom 18. Dezember 2002 hob das Bundesverfassungsgericht diese Entscheidung auf
- 25. März: Abdullah Tarmugi wird Parlamentspräsident in Singapur

April


- 4. April: Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommen zwischen der militärischen UNITA und Regierungsstreitkräften in Angola
- 6. April: Dr. José Manuel Durão Barroso wird Ministerpräsident in Portugal
- 8. April: Der Staatspräsident der Volksrepublik China, Jiang Zemin, stattet Deutschland einen Staatsbesuch ab
- 11. April: Tunesien. Anschlag auf die Synagoge „Al Ghriba“ auf Djerba
- 12. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Oman
- 14. April: Das Investitionsförderungs- und -schutzabkommen zwischen Deutschland und Kambodscha tritt in Kraft
- 14. April: Komoren. Präsidentschaftswahlen
- 20. April: Parlamentswahlen auf Niue
- 22. April: Algerien. Assoziierungsabkommen mit der EU
- 30. April: Algerien und Deutschland treffen Rahmenabkommen zur technischen Zusammenarbeit
- 30. April: Parlamentswahlen in Albanien. Präsident wurde Servet Pellumbi

Mai


- 1. Mai: Das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Jordanien tritt in Kraft
- 2. Mai: Bahamas. Perry Christie wird Premierminister
- 2. Mai: Young Vivian wird Premierminister von Niue
- 5. Mai: Frankreich. Jacques Chirac wird als Staatspräsident wiedergewählt
- 6. Mai: Frankreich. Staatspräsident Jacques Chirac ernennt Jean-Pierre Raffarin zum Ministerpräsidenten
- 6. Mai: Marc Ravalomanana wird Staatspräsident in Madagaskar
- 6. Mai: Niederlande. Ermordung des Politikers Pim Fortuyn
- 8. Mai: Dr. Abel Pacheco de la Espriella wird Staatspräsident in Costa Rica
- 12. Mai: Amadou Toumani Touré wird Staatspräsident von Mali
- 14. Mai: Dr. Ahmad Tejan Kabbah wird als Staatspräsident in Sierra Leone in seinem Amt bestätigt
- 14. Mai: Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Sierra Leone
- 16. Mai: Dominikanische Republik. Parlamentswahlen
- 20. Mai: Timor-Leste wird unabhängig
- 21. Mai: Der zweite Rundbrief der ISO erscheint
- 22. Mai: Das Unterhaus in Nepal wird aufgelöst
- 24. Mai: Vertrag zur Reduzierung strategischer Offensivwaffen wird von Russland und den USA unterzeichnet
- 25. Mai: Lesotho. Parlamentswahlen
- 29. Mai: Bundespräsident Dr. Johannes Rau besucht Slowenien
- 30. Mai: Parlamentswahlen in Algerien

Juni


- 13. Juni: Die USA treten einseitig vom ABM-Vertrag zurück
- 13. Juni: Erste Ratsversammlung aller afghanischen Stammesführer in Kabul, Afghanistan
- 14. Juni: Regierungsabkommen über filmwirtschaftliche Beziehungen zwischen Luxemburg und Deutschland
- 17. Juni: Das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und dem Libanon wird unterzeichnet
- 24. Juni: Albanien. Das Parlament wählt den ehemaligen Verteidigungsminister Dr. Alfred Moisiu zum Präsidenten
- 24. Juni: Neuer Investitionsförderungs und -schutzvertrag zwischen Deutschland und Thailand
- 30. Juni: Parlamentswahlen in Kamerun
- 30. Juni: Das „Obere Mittelrheintal“ zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz wird von der UNESCO zum „Weltkulturerbe der Menschheit“ erklärt

Juli


- 5. Juli: Angola ratifiziert das Ottawa-Abkommen über die Ächtung von Anti-Personen-Minen
- 7. Juli: Algerien lässt 101 marokkanischen Kriegsgefangene nach über 20 Jahren Gefangenschaft frei
- 16. Juli: Die republikanische Untergrundorganisation Nordirlands IRA, entschuldigt sich erstmals für die zivilen Opfer der eigenen Terroraktionen
- 22. Juli: Das Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kirgisistan tritt in Kraft
- 23. Juli: Taiwan bricht die diplomatischen Beziehungen zu Nauru ab
- 25. Juli: Avul Pakir Jainulabdeen Abdul Kalam wird Staatspräsident in Indien
- 27. Juli: Fatos Nano wird Regierungschef in Albanien
- 30. Juli: Demokratische Republik Kongo. Unterzeichnung des Friedensabkommens in Pretoria, Südafrika mit Ruanda
- 30. Juli: 5. Besuch von Papst Johannes Paul II. in Mexiko

August


- 1. August: Erbach (Donau) erhält das Stadtrecht
- 3. August: Bolivien. Sánchez de Lozada wurde zum Präsidenten gewählt
- 7. August: Álvaro Uribe Vélez wird Staatspräsident in Kolumbien
- 15. August: Michael Somare wird Regierungschef in Papua-Neuguinea
- 22. August: Einweihung der Polizeiakademie in Kabul, Afghanistan durch Präsident Hamid Karsai und Innenminister Taj Mohammad Wardak
- 23. August: Angola. Übereinkommen zwischen Regierung und UNITA, das Lusaka-Protokoll innerhalb von 45 Tagen umzusetzen
- 23. August: Der erste deutsche Botschafter in Timor-Leste ist Dr. Fulda
- 24. August: Regierungsneubildung in Kamerun

September


- 5. September: Eröffnung der deutsch-rumänischen Handelskammer in Bukarest, Rumänien
- 6. September: Prof. Iajuddin Ahmed wird Präsident von Bangladesch
- 10. September: Schweiz wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 12. September: UNO, Der US-Präsident George W. Bush erklärt vor der UNO, dass die USA gegebenenfalls auch im Alleingang militärisch gegen den Irak vorgehen werden
- 15. September: Parlamentswahlen in Mazedonien
- 15. September: Regierungsumbildung in Mazedonien
- 16. September: Ibrahim Boubacar Keita wird Ministerpräsident von Mali
- 19. September: Erneuter Putschversuch in Côte d'Ivoire
- 20. September: Lettland. 67 % der Wahlberechtigten sprechen sich für einen Beitritt zur EU aus
- 22. September: Bundestagswahl 2002. SPD und Grüne können ihre Regierungsmehrheit knapp behaupten, SPD = 251 Mandate, CDU/CSU = 248, Grüne = 55, FDP = 48. Die PDS scheitert an der 5%-Klausel, kann aber in Berlin zwei Direktmandate erringen
- 24. September: In Bahrain wird ein Gesetz zur Gründung von freien Gewerkschaften erlassen
- 27. September: Parlamentswahlen in Marokko
- 27. September: Entlassung der Regierung durch den Staatspräsidenten in São Tomé und Príncipe

Oktober


- 4. Oktober: Maria das Neves Ceita a Baista de Sousa wird Staatsoberhaupt in São Tomé und Príncipe
- 5. Oktober: Parlamentswahlen in Lettland
- 5. Oktober: Ruanda. Alle militärischen Truppen aus dem Kongo sind zurück
- 6. Oktober: Niederlande. Tod von Prinz Claus von Amsberg, Prinz der Niederlande
- 8. Oktober: Senatswahlen in Kasachstan
- 8. Oktober: Der Außenminister von Israel besucht Mauretanien
- 10. Oktober: Kommunalwahlen in Algerien, aus denen die FLN erneut siegreich hervorging
- 10. Oktober: Parlamentswahlen in Pakistan
- 11. Oktober: Lokendra Bahadur Chand wird neuer Premierminister in Nepal
- 16. Oktober: Eröffnung der „Bibliotheca Alexandrina“ in Kairo, Ägypten
- 21. Oktober: König Abdullah II. von Jordanien auf Staatsbesuch in Deutschland
- 21. Oktober: In Mexiko beginnt des Asia-Pacific Economic Cooperation-Gipfels APEC
- 24. Oktober: Bahrain. Erster Wahlgang für Parlamentswahlen seit fast 30 Jahren. 2. Gang: 31. Oktober

November


- 1. November: Branco Crvenkovski wird Ministerpräsident in Mazedonien
- 1. November: (bis 15. November. Volkszählung in Mazedonien
- 7. November: Idrissa Seck wird Premierminister von Senegal
- 11. November: Bundespräsident Johannes Rau zum Staatsbesuch in Spanien
- 12. November: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Brandenburg
- 15. November: Ruanda. Kabinettsumbildung
- 17. November: Kommunalwahlen in Peru
- 18. November: Chile unterzeichnet das Assoziationsabkommen mit der EU in Brüssel
- 20. November: Angola. Offizieller Abschluss der Umsetzung des Lusaka-Protokolls
- 21. November: Estland wird zu Beitrittsverhandlungen in die NATO eingeladen
- 21. November: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Bremen
- 21. November: Mir Zafarullah Khan Jamali wird Regierungschef in Pakistan
- 21. November: Wiktor Janukowytsch wird Ministerpräsident in der Ukraine
- 24. November: Nationalratswahlen in Österreich
- 27. November: Dänemark. Anders Fogh Rasmussen wird Ministerpräsident
- 29. November: Bundespräsident Johannes Rau besuchte Budapest, Ungarn

Dezember


- 12. Dezember: Beschluss des Europarats in Kopenhagen über die Mitgliedschaft Estlands in der EU zum 1. Mai 2004
- 13. Dezember: Der EU-Gipfel in Kopenhagen beschließt die Aufnahme von zehn neuen Mitgliedern am 1. Mai 2004 („Osterweiterung“)
- 15. Dezember: Äquatorialguinea Präsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo wurde für weitere sieben Jahre in seinem Amt bestätigt
- 15. Dezember: Parlamentswahlen in Madagaskar
- 19. Dezember: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Mazedonien
- 21. Dezember: Absturz eines Bundeswehrhubschraubers
- 22. Dezember: Dr. Janez Drnovšek wird Staatspräsident in Slowenien
- 30. Dezember: Mwai Kibaki wird Staatspräsident in Kenia
- 30. Dezember: Verfassungsänderung in Togo

Katastrophen


- 28. Januar: Nähe Tulcan, Kolumbien. Eine Boeing 727 Militärmaschine stürzte etwa 30 km vor ihrem Bestimmungsort ins Gebirge. Alle 92 Menschen an Bord starben
- 3. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 im Westen der Türkei. 44 Tote
- 19. Februar: La Paz, Bolivien. Schwere Überschwemmung, ca. 60 Tote
- 3. März: Ein Erdbeben der Stärke 7,4 in der Region Hindukusch, Afghanistan. 166 Tote
- 5. März: Ein Erdbeben der Stärke 7,5 auf Mindanao, Philippinen. 15 Tote
- 25. März: Erdbeben der Stärke 6,1 in der Region Hindukusch, Afghanistan, ca. 1.000 Tote
- 11. April: Caracas, Venezuela. Putsch gegen die Chavez-Regierung nach einer Massendemonstration in den Straßen der Hauptstadt, ca. 15 Tote, Übergangsregierung
- 12. April: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 in der Region Hindukusch, Afghanistan. 50 Tote
- 13. April: Caracas, Venezuela. Nach weiteren Massendemonstrationen Rückkehr Hugo R. Chavez an die Macht
- 15. April: Busan, Südkorea. Eine Boeing 767 der Air China, aus Peking kommend, stürzte beim letzten Landeanflugversuch in ein Waldgebiet. 128 Menschen starben, 39 konnten gerettet werden
- 4. Mai: Kano, Nigeria. Eine Verkehrsmaschine stürzte Augenblicke nach dem Start in bewohntes Gebiet. 74 der 76 sich an Bord befindlichen Personen starben
- 7. Mai: Tunis, Tunesien. Eine Boeing 737 der Egypt Air, auf dem planmäßigen Flug von Kairo nach Tunis, prallte etwa 6 km vor dem Flughafen gegen einen Berg. 15 Menschen starben, mehr als 30 wurden gerettet
- 7. Mai: Dalian, Liaoning, Volksrepublik China. Eine MD-82 der China Northern Airlines stürzte kurz vor der Küste ins Meer. Alle 112 Menschen an Bord starben
- 4. Juni: Die Zeyzoun-Talsperre in Syrien bricht. Durch die Flutwelle gibt es bis zu 100 Todesopfer
- 22. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 im Iran. 261 Tote
- 1. Juli: Ein russisches Passagierflugzeug vom Typ Tupolew Tu-154 und eine Frachtmaschine der DHL vom Typ Boeing 757 stießen in 11.000 m Höhe über dem Bodensee bei Überlingen zusammen und stürzten ab. Es gab 71 Tote. Als Ursache wurde ein Fehler der zuständigen schweizerischen Luftüberwachung Skyguide angegeben. Es war das schwerste Flugzeugunglück über Deutschland in neuerer Zeit
- 4. Juli: Bangui, Zentralafrikanische Republik. Eine Boeing 707 der New Gomair, kombiniert als Fracht- und Passagierflugzeug unterwegs, auf dem Weg nach Brazzaville, Kongo. Bereits kurz nach dem Start berichtete der Pilot von technischen Schwierigkeiten. 4 km vor Erreichen der Rollbahn stürzte die Maschine ab. 23 der 25 Menschen an Bord starben
- August: Jahrhundertflut an der Elbe und einigen ihrer Nebenflüsse, sowie Nieder- und Oberösterreich, in der Obersteiermark und in Wien, sowie in Tschechien durch die Donau und ihre Zuflüsse
- 29. August: Ayan, Russland. Eine Antonow-28 der Wostok Aviakompania, aus Chabarowsk kommend, stürzte beim Landeanflug ab. Alle 16 Menschen an Bord starben
- 30. August: Rio Branco, Brasilien. Eine Verkehrmaschine stürzte etwa 1,5 km vor dem Erreichen der Landebahn wegen schlechter Wetterbedingungen ab. 23 Menschen starben, 8 konnten gerettet werden
- 26. September: Untergang der senegalesischen Fähre Joola, der einzigen Fähre zwischen Casamance und Dakar dabei über 1800 Todesopfer
- 23. Oktober: Moskau, Russland. Geiselnahme durch tschetschenische Terroristen während einer Aufführung des Musicals „Nord-Ost“ im Dubrowka-Theater. Etwa 120 der ca. 800 Geiseln sterben bei der Befreiung durch russische Sicherheitskräfte
- 31. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 im Süden Italiens. 29 Tote
- 6. November: Niederanven, Luxemburg. Eine Fokker 50 der Luxair, auf dem planmäßigen Flug von Berlin, Deutschland, nach Luxemburg, stürzte etwa 5 km vor Erreichen des Ziels ab. 20 der 22 Menschen an Bord starben. Nur der Pilot und ein Passagier überlebten
- 11. November: Manila, Philippinen. Eine Fokker F-27 stürzte kurz nach dem Start in die Manila Bay und sank etwa 20 Meter tief. 19 Menschen starben, 15 konnten gerettet werden
- 23. Dezember: Isfahan, Iran. Eine neue ukrainische Antonow An-140 der Aeromist Khakiv stürzte während des Landeanflugs bei schlechtem Wetter und dichtem Nebel ab. Alle 46 Menschen an Bord starben

Kultur


- September: die Pinakothek der Moderne wird eingeweiht
- Günter Grass: Im Krebsgang
- Martin Walser: Tod eines Kritikers
- Die belgische Stadt Brügge und die spanische Stadt Salamanca sind gemeinsam europäische Kulturhauptstadt
- 15.Mai bis 20.Oktober Schweizerische Landesausstellung Expo.02

Wirtschaft


- 1. Januar: Der Euro wird in 12 Staaten der Europäischen Union als gemeinsame Währung eingeführt. Das Euro-Bargeld ist seitdem gesetzliches Zahlungsmittel
- 20. September: Der Dax (Deutscher Aktienindex) sinkt erstmals seit 1996 wieder unter 3000 Punkte

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 5. Januar: Luan Krasniqi wird Schwergewichts-Europameister im Boxen, er besiegt René Monse nach Punkten
- 8. bis 24. Februar: XIX. Olympischen Winterspiele in Salt Lake City, USA
- 8. Februar: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Vaughn Bean in der Volkswagen-Halle, Braunschweig, Deutschland, durch technischen KO
- 16. März: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Francois Botha in der Hanns-Martin Schleyer Halle in Stuttgart, Deutschland, durch technischen KO
- 31. Mai bis 30. Juni: Fußball-WM in Japan und Südkorea; Brasilien gewinnt das Endspiel gegen Underdog Deutschland mit 2:0 Toren und wird zum fünften Mal Weltmeister. Ein Großteil der Favoriten wie Frankreich und Italien kamen nicht über die Vorrunde hinaus
- Juli: Tour de France-Sieger: Lance Armstrong
- 23. November: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Larry Donald in der Westfalenhalle, Dortmund, Deutschland, durch technischen KO
- 7. Dezember: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Jameel McCline in Mandalay Bay, Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen KO
- 12. Dezember: Mit Oak Hill gegen St.Vincent-St.Mary (siehe LeBron James) wird erstmals ein Highschool-Basketball-Spiel live im US-Fernsehen übertragen
- 22. Dezember: Zu Sportler des Jahres in Deutschland wurden gewählt: Franziska van Almsick, Sven Hannawald, Deutsche Fußball-Nationalmannschaft

Sonstiges


- 23. Februar: Bei einer Polizeiaktion kann die Himmelsscheibe von Nebra sichergestellt werden
- 26. April: Der 19-jährige ehemalige Schüler Robert Steinhäuser tötet während eines zehnminütigen Amoklaufs am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen und anschließend sich selbst (siehe Amoklauf von Erfurt)
- 4. Mai: Start des Forschungssatelliten Aqua der US-amerikanischen NASA zur Erforschung der Rolle des Wassers im komplexen Ökosystem unserer Erde
- 12. Mai: Eine der letzten russischen Buran-Raumfähren wird auf dem Raumbahnhof in Baikonur zerstört, als die Decke des aufgegebenen Hangars einbricht
- 5. Juni: Osttimor wird Mitglied in der UNESCO
- 10. Juni: Ringförmige Sonnenfinsternis im Nordpazifik
- 18. Juni: Am dritten „Sozialen Tag“ von Schüler Helfen Leben tauschen 210.000 Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen Ihre Schulbank gegen einen bezahlten Job: und spenden über 3,8 Millionen Euro für mildtätige Zwecke
- 19. Juni: Steve Fossett startet zu seiner erfolgreichen Weltumrundung mit einem Ballon
- 3. Juli: Steve Fossett gelingt in dreizehneinhalb Tagen die erste erfolgreiche Weltumrundung mit einem Ballon
- 1. Oktober Wiedereintritt der Vereinigten Staaten von Amerika in die UNESCO
- 12. Oktober: Bali. Bei Sprengstoffattentaten auf zwei Diskotheken in Kuta werden 202 Menschen, vor allem australische Touristen, getötet
- 4. Dezember: Totale Sonnenfinsternis im südlichen Afrika und in Australien

Geboren


- 13. Mai: Elisabeth Maria Angela Tatjana, Tochter von Prinzessin Tatjana von Liechtenstein und Philipp von Lattorf
- 24. Februar: Arietta, Tochter von Prinzessin Alexia von Griechenland und Carlos Morales
- 30. April: Miguel Urdangarín Borbón, Sohn von Infantin Cristina von Spanien und Iñaki Urdangarín
- 22. Juli: Felix Henrik Valdemar Christian Prinz von Dänemark, Sohn von Prinz Joachim von Dänemark und Alexandra Manley
- 12. August: Prinz Achileas-Andreas, Sohn von Kronprinz Pavlos von Griechenland, und Kronprinzessin Marie-Chantal von Griechenland

Gestorben

Dies ist eine Liste der bedeutendsten Persönlichkeiten, die 2002 verstorben sind. Für eine ausführlichere Liste siehe Nekrolog 2002.
- 1. Januar: Paul Hubschmid, Schweizer Film- und Theaterschauspieler
- 8. Januar: Alexander Michailowitsch Prochorow, russischer Physiker
- 12. Januar: Cyrus Vance, US-amerikanischer Politiker
- 17. Januar: Camilo José Cela, spanischer Schriftsteller
- 21. Januar: Peggy Lee, US-amerikanische Jazzsängerin
- 23. Januar: Pierre Bourdieu, französischer Soziologe
- 24. Januar: Franz Innerhofer, österreichischer Schriftsteller
- 27. Januar: Franz Meyers, deutscher Politiker
- 27. Januar: Alain Vanzo, französischer Opernsänger (
- 1928)
- 28. Januar: Astrid Lindgren, schwedische Kinderbuchautorin (
- 1907)
- 30. Januar: Inge Morath, US-amerikanische Fotografin
- 1. Februar: Hildegard Knef, deutsche Schauspielerin (
- 1925)
- 6. Februar: Max Ferdinand Perutz, britischer Chemiker
- 8. Februar: Elisabeth Mann Borgese, deutsche Meeresbiologin und Tochter von Thomas Mann
- 8. Februar: Joachim Hoffmann, deutscher Historiker (
- 1930)
- 9. Februar: Prinzessin Margaret, Schwester von Queen Elisabeth II. (
- 1930)
- 14. Februar: Abdul Rahman, afghanischer Politiker
- 14. Februar: Günter Wand, deutscher Dirigent
- 17. Februar: Heinz Kaminski, deutscher Chemie-Ingenieur und Weltraumforscher
- 22. Februar: Barbara Valentin, deutsche Schauspielerin (
- 1940)
- 22. Februar: Jonas Savimbi, angolanischer Politiker und Rebellenführer (
- 1966)
- 22. Februar: Chuck Jones, US-amerikanischer Comiczeichner und Filmregisseur
- 24. Februar: Eva Hoffmann-Aleith, deutsche Pastorin und Schriftstellerin (
- 1910)
- 24. Februar: Leo Ornstein, russischer Pianist und Komponist (
- 1895)
- 27. Februar: Oskar Sala, deutscher Komponist und Physiker (
- 1910)
- 28. Februar: Helmut Zacharias, deutscher Violinist (
- 1920)
- 4. März: Margarete Neumann, deutsche Schriftstellerin (
- 1917)
- 11. März: James Tobin, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler (
- 1918)
- 11. März: Marion Gräfin Dönhoff, deutsche Journalistin und Publizistin (
- 1909)
- 13. März: Hans-Georg Gadamer, deutscher Philosoph (
- 1900)
- 13. März: Christian Graf von Krockow, deutscher Politikwissenschaftle