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| Interpedia |
InterpediaInterpedia war der Arbeitstitel für ein 1993 angestoßenes Projekt zur kooperativen Erstellung und Verbreitung einer Enzyklopädie über das Internet. Es gilt als einer der Vorgänger der Wikipedia.
Idee
Das Projekt ging auf eine Idee von Rick Gates zurück, der diese am 22. Oktober 1993 in der Usenet-Newsgroup alt.internet.services vorstellte. Sein Beitrag gilt als erster Beleg für die Idee, das Internet zur kooperativen Erstellung einer Enzyklopädie zu verwenden. Gates schrieb:
: The more I thought about this, the more I realized that such a resource, containing general, encyclopedic knowledge for the layman, would be an important tool for some types of research, and for the Net.Citizenry in general.
: .. but what about contributors... where will you find authors to write the short articles you need? Well, I'd first have to start out by finding some way of communicating with an extremely diverse set of people... everyone from linguists, to molecular biologists, from animal rights activists to zymurgists, and from geographers to gas chromotographers. Guess what? :-) The Net provides just such an arena! So I thought about it some more...
: ... and came to the conclusion that this is a good idea!
Übersetzung:
: Je mehr ich darüber nachdachte, desto stärker wurde mir bewusst, dass eine solche Quelle mit allgemeinen enzyklopädischen Informationen für den Laien ein wichtiges Hilfsmittel für einige Arten der Forschung und eine Netzbürgerschaft im Allgemeinen sein könnte.
: Ahh ... was ist mit den Schreibern ... - wo werden wir Teilnehmer finden, um die benötigten kurzen Artikel zu schreiben? - Zuerst würde ich eine Möglichkeit finden müssen, mit sehr unterschiedlichen Menschen zu kommunizieren ... Jederman vom Linguisten zum Molekularbiologen, Tierrechtsaktivisten, Brauereispezialisten, Geographen oder Gas-Spektrographen. - Ratet mal :-) Das Internet bietet eine solche Basis. Also dachte ich weiter darüber nach ...
: ... und kam zu dem Schluss, dass das eine gute Idee ist!
Diskussionsphase
Der Vorschlag von Gates führte zu einer längeren Diskussion, die zunächst innerhalb einer Mailingliste, ab November 1993 dann in der Newsgroup [news:comp.infosystems.interpedia comp.infosystems.interpedia] geführt wurde. Einer der ersten Diskussionsteilnehmer, R. L. Samuell, prägte dabei den Begriff Interpedia.
Es gab Auseinandersetzungen darüber, ob alle Seiten in HTML, reinem Text oder freiem Format gestaltet sein sollten. Ein weitere Frage bestand darin, ob andere Internetquellen, die nicht ausdrücklich für die Interpedia geschrieben waren, einfach in den Katalog hätten aufgenommen werden können. Weiterhin wurden mehrere unabhängige Güte-Kontrollagenturen ("Seal-of-approval" (SOAP)) geplant, die Interpedia-Artikel nach von ihnen gewählten Kriterien bewerten könnten. Die Benutzer könnten dann entscheiden, an welcher Agentur sie sich orientieren würden.
Das Projekt kam nie über die Planungsphase hinaus und ging schließlich gegenüber der rasanten Entwicklung des Internets unter. Der einzige je produzierte Artikel beschäftigte sich mit Absinth und war im Wesentlichen ein leicht abgeändertes Posting aus einer Newsgroup.
Weblinks
- [http://www.landfield.com/usenet/news.announce.newgroups/comp/comp.infosystems.interpedia Antrag auf Einrichtung der Newsgroup comp.infosystems.interpedia]
- [http://groups.google.com/groups?q=interpedia&meta=group%3Dcomp.infosystems.interpedia Archiv der Newsgroup comp.infosystems.interpedia]
Kategorie:Lexikon, Enzyklopädie
Kategorie:Internet
1993
Jahreswidmungen
- 1993 ist „Internationales Jahr der Indigenen Völker“
- Der Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Speierling (Sorbus domestica) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Wildkatze (Felis silvestris) ist Wildtier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Das Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
Januar bis Dezember
- 26. Februar: Bei einem Bombenanschlag auf das World Trade Center in New York werden 6 Menschen getötet und über 1000 verletzt
- 29. Mai: In Solingen sterben fünf türkische Frauen und Mädchen bei einem von Neonazis verübten Brandanschlag
- 27. Juni: In Bad Kleinen bei Schwerin missglückt eine Festnahme der RAF-Mitglieder Wolfgang Grams und Birgit Hogefeld. Ein Polizist und Grams sterben bei dem Einsatz der GSG 9
- 1. Juli: In Deutschland werden fünfstellige Postleitzahlen eingeführt
- 2. Juli: Bei einem Angriff von Islamisten auf ein alevitisches Kulturfestival in Sivas (Türkei) sterben 37 Künstler. Aziz Nesin, dem der Brandanschlag galt, entkommt leichtverletzt
- UN Weltkonferenz über Menschenrechte in Wien
Politik
- 1. Januar: Adolf Ogi wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Entstehung der Staaten Tschechien und Slowakei durch Auflösung der Tschechoslowakei
- 1. Januar: Abkommen zwischen Neuseeland und Australien über engere Zusammenarbeit
- 7. Januar: Jerry Rawlings wird Staatspräsident von Ghana
- 15. Januar: Slowenien wird Mitglied im IMF (Internationaler Währungsfonds) und der Weltbank
- 19. Januar: Slowakei wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 20. Januar: Bill Clinton wird als Nachfolger von George H. W. Bush (Senior) US-amerikanischer Präsident
- 25. Januar: Offizieller Besuch von Bundeskanzler Helmut Kohl in den Niederlanden
- 28. Januar: Kasachstan nimmt neue Verfassung an
- 1. Februar: Finnland, Schweden und Österreich. Beginn der Beitrittsverhandlungen zur EU
- 9. Februar: Slowakei wird Mitglied in der UNESCO
- 15. Februar: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Ukraine
- 22. Februar: Tschechien wird Mitglied in der UNESCO
- 23. Februar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Mexiko
- 25. Februar: Slowenien wird Mitglied in der IBRD (Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung)
- 6. April: Tadschikistan wird Mitglied in der UNESCO
- 8. April: Mazedonien wird Mitglied der Vereinten Nationen
- 20. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Lettland
- 21. April: Mazedonien wird Mitglied im IWF (Internationaler Währungsfond)
- 27. April: Erste demokratische und geheime Wahlen im Jemen
- 28. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Usbekistan. In Kraft seit dem 20. Februar 2002
- 29. April: Abkommen über kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Estland
- 29. April: Unterzeichnung des Grundlagenvertrags zwischen Deutschland und Estland
- 3. Mai: Mazedonien wird Mitglied der WHO (Weltgesundheitsorganisation)
- 4. Mai: Mazedonien wird Mitglied in der ITU (internationale Fernmeldeunion)
- 5. Mai: Kirgisistan gibt sich eine neue Verfassung
- 10. Mai: Juan Carlos Wasmosy wird demokratisch gewählter Staatspräsident in Paraguay
- 11. Mai: Litauen wird in den Europarat aufgenommen
- 12. Mai: Kirgisistan führt eine neue nationale Währung ein: den Som
- 14. Mai: Estland und Slowenien werden Mitglied im Europarat
- 15. Mai: Ermordung des stellvertretenden Präsidenten des senegalesischen Verfassungsgerichts in Senegal
- 23. Mai: In Kambodscha finden unter UN-Aufsicht die ersten freien Wahlen seit mehr als 20 Jahren statt
- 24. Mai: Unabhängigkeit von Eritrea
- 25. Mai: In Den Haag wird das UN-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien gegründet
- 28. Mai: Monaco wird real unabhängig durch die Aufnahme als 183. Staat in die UNO
- 28. Mai: Monaco und Eritrea werden Mitglieder der Vereinten Nationen
- 28. Mai: Mazedonien wird Mitglied in der IRU (Internationale Arbeitsorganisation)
- 1. Juni: Burundi. Präsidentschaftswahlen
- 2. Juni: Bosnien-Herzegowina wird Mitglied in der UNESCO
- 12. Juni: Präsidentschaftswahlen in Nigeria
- 14. Juni: Malawi. Entscheidung für ein Mehrparteiensystem
- 16. Juni: Parlamentswahlen in Madagaskar
- 18. Juni: Die Seychellen geben sich eine neue Verfassung
- 18. Juni: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Slowenien. In Kraft seit dem 28. Juni 1994
- 23. Juni: Bilaterales Kulturabkommen zwischen Deutschland und Paraguay. In Kraft seit dem 19. August 1994
- 25. Juni: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Georgien
- 28. Juni: Mazedonien wird Mitglied in der UNESCO
- 29. Juni: Burundi. Parlamentswahlen
- 1. Juli: Bildung einer Übergangsregierung in Kambodscha
- 7. Juli: Lettland. Guntis Ulmanis wird Staatspräsident
- 9. Juli: Offizielle Inbetriebnahme der HGÜ-Kurzkupplung Etzenricht
- 10. Juli: Burundi. Melchior Ndadaye wird Staatspräsident
- 12. Juli: Mazedonien wird Mitglied im UPU (Weltpostverein)
- 19. Juli: Das Kulturabkommen zwischen Deutschland und der Ukraine ist in Kraft
- 20. Juli: France Albert René wird als Staatspräsident auf den Seychellen in seinem Amt bestätigt
- 21. Juli: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Litauen
- 28. Juli: Andorra wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 6. August: Bolivien. Gonzalo Sánchez de Lozada wird Präsident
- 11. August: Vertrag zwischen Paraguay und Deutschland über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen
- 17. August: Turkmenistan wird Mitglied in der UNESCO
- 18. August: Ägypten. Attentat auf Innenminister Al-Alfi
- 23. August: In Bischkek, Kirgisistan wird das Kulturabkommen zwischen Kirgisistan und Deutschland unterzeichnet. In Kraft seit dem 22. Juli 2002
- 2. September: Eritrea wird Mitglied in der UNESCO
- 7. September: Salomonen wird Mitglied in der UNESCO
- 12. September: Christian Ude wird Oberbürgermeister von München
- 24. September: Aserbaidschan. Beitritt zur GUS
- 24. September: Norodom Sihanouk wird König von Kambodscha
- 24. September: Verkündung der Verfassung als Königreich Kambodscha
- 27. September: Mazedonien wird Mitglied der IAEO (Internationale Atomenergiebehörde)
- 30. September: Niederlage Georgiens gegen Abchasien
- 3. Oktober: Aserbaidschan. Heydär Äliyev wird Präsident
- 3. Oktober: Somalia. Operation Irene (bekannt als Black Hawk Down)
- 3. Oktober: Russland. Bewaffnete Revolte
- 4. Oktober: Mazedonien wird Mitglied der Interpol
- 4. Oktober: Slowenien wird Mitglied WTO (Welthandelsorganisation)
- 5. Oktober: Die UNAMIR-Mission der Vereinten Nationen wird nach Ruanda gesandt
- 8. Oktober: Georgien stellt Antrag auf Aufnahme in die GUS
- 20. Oktober: Andorra wird Mitglied in der UNESCO
- 21. Oktober: Burundi. Putschversuch. Ermordung von Staatspräsident Melchior Ndadaye
- 26. Oktober: Usbekistan und Niue werden Mitglied in der UNESCO
- 1. November: Der Vertrag von Maastricht tritt in Kraft
- 8. November: Slowenien wird Mitglied in der FAO (VN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation)
- 12. November: In Afghanistan ist nach 100 Jahren von 1893 bis 1993 die Durand-Linie der Briten abgelaufen
- 12. November: Andorra wird Mitglied in der UIT (Unión Internacional de Telecomunicaciones)
- 22. November: Armenien. Neues Zahlungsmittel: der Dram
- 2. Dezember: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Namibia
- 5. Dezember: El Hadi Omar Bongo Ondimba wird nach demokratischen Wahlen erneut Staatspräsident von Gabun
- 5. Dezember: der Wiener Bürgermeister Helmut Zilk wird bei einem Briefbombenattentat verletzt
- 7. Dezember: Côte d'Ivoire. Tod des Staatspräsidenten Félix Houphouët-Boigny
- 12. Dezember: Erste freie Wahlen in Russland
- 19. Dezember: Guinea. Erste demokratische Präsidentschaftswahlen. Staatspräsident Lansana Conté wird in seinem Amt bestätigt
- 30. Dezember: Israel und der Heilige Stuhl beschließen die Aufnahme diplomatischer Beziehungen
- 31. Dezember: Peru gibt sich eine neue Verfassung und wird Republik
Kultur
- 24. Oktober: Eröffnung der Straße der Menschenrechte
Katastrophen
- 13. Januar: Erdbeben der Stärke 6,9 auf Papua Neuguinea. 60 Tote
- 14. Januar: Vor der Insel Rügen sinkt das polnische Fährschiff „Jan Heweliusz“. 55 Menschen starben
- 8. Februar: Teheran, Iran. Kollision zwischen einer iranischen Verkehrsmaschine und einer iranischen Militärmaschine nach dem Start in Teheran. Alle 132 Menschen sterben
- 12. März: New York, USA. Ein Blizzard hält sich 3 Tage über der Stadt. 3 Milliarden USD Sachschaden und 243 Tote
- 10. Mai bei dem Brand in der Spielzeugfabrik Kader am Stadtrand von Bangkok sterben etwa 188 Arbeiter und Arbeiterinnen, 500 werden schwer verletzt. Das Ausmaß der Katastrophe wurde verschlimmert durch dem Umstand, dass die Ausgänge der Fabrik verschlossen gewesen waren, um Plünderungen zu verhindern
- 19. Mai: Kolumbien. Ein kolumbianisches Verkehrsflugzeug prallt in Nordwesten Kolumbiens gegen einen Berg. Alle 132 Menschen an Bord sterben
- 12. Juli: Ein Erdbeben der Stärke 7,7 auf Hokkaidō, Japan. 243 Tote
- 31. Juli: Nepal. Eine Dornier Do 228 der Everest Air stürzt im Hochland ab. Alle 19 Menschen an Bord sterben
- 28. August: Khorugh, Tadschikistan. Entführer zwingen den Piloten einer Jakowlew Jak-40 der Taijkistan Airlines, die überladene Verkehrsmaschine zu starten, aber diese konnte nicht abheben, sondern schoss über die Startbahn hinaus und fiel in ein Flussbett. 82 Menschen sterben, 49 können gerettet werden
- 14. September: Warschau, Polen. Ein Airbus A320 der Lufthansa fängt nach der Landung Feuer. 2 Personen sterben, 68 überleben
- 24. September: Überschwemmung in Brig (Schweiz). 2 Tote und Sachschäden von ca. 600 Mio. CHF
- 29. September: Erdbeben der Stärke 6,2 in der Region Latur/Killari, Indien, 9.750 Tote
- Dezember: Jahrhunderthochwasser an Rhein und Mosel
Wirtschaft
- 1. Januar: Verwirklichung des Europäischen Binnenmarktes
Wissenschaft
- 28. März: Entdeckung des zweiten Transneptun-Asteroiden 1993 FW. Seine Umlaufzeit ist 288 Jahre, seine Größe etwa 300 km
- 16. August: Das Debian-Projekt wird durch Ian Murdock gegründet
- 9. September: In Trier wird bei Ausschachtungsarbeiten für eine Tiefgarage nahe der Römerbrücke ein Schatz mit 2.558 römischen Goldmünzen gefunden. Er hat einen geschätzten Wert von 2,6 Millionen Euro
- 14. September: Entdeckung von 1993 RO, des ersten Plutino unter den transneptunischen Asteroiden. Seine Umlaufzeit ist wie bei Pluto 249 Jahre, seine Größe etwa 140 km
- 16. September: Entdeckung von 1993 SB und 193 SC, des zweiten und dritten Plutino. Die Umlaufzeiten sind 248–251 Jahre, die Größen etwa 200 und 300 km
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 8. Mai: Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tony Tucker im Thomas & Mack Center, Las Vegas, durch Sieg nach Punkten
- 4. Juli: Deutschland gewinnt in München zum ersten Mal die Basketball-Europameisterschaft
- 12. Juli: Bayer Leverkusen gewann den DFB-Pokal
- 1. Oktober: Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Frank Bruno im Arms Park, Cardiff, Wales, durch technischen K.O
- 3. bis 5. Dezember: Deutschland (mit Michael Stich, Marc-Kevin Goellner) gewinnt das Davis Cup-Finale gegen Australien (in Düsseldorf)
- 1. September: Ilona Mitrecey, französische Sängerin
- 6. Dezember: Elián González, kubanisches Flüchtlingskind
- 1. Januar: Anna Wimschneider, deutsche Bäuerin und Schriftstellerin ( - 1919)
- 5. Januar: Juan Benet, spanischer Schriftsteller ( - 1927)
- 6. Januar: Rudolf Chametowitsch Nurejew, einer der bedeutendsten Ballett-Tänzer ( - 1938)
- 6. Januar: Elke Kast, deutsche Fernsehansagerin ( - 1946)
- 6. Januar: Dizzy Gillespie, US-amerikanischer Jazzmusiker, Komponist, Sänger und Bandleader ( - 1917)
- 13. Januar: René Pleven, französischer Politiker ( - 1901)
- 13. Januar: Ludwig Metzger, deutscher Politiker ( - 1902)
- 14. Januar: Gregor Determann, deutscher Politiker ( - 1911)
- 15. Januar: Henry Iba, US-amerikanischer Basketballtrainer ( - 1904)
- 20. Januar: Audrey Hepburn, Schauspielerin britisch-niederländischer Herkunft ( - 1929)
- 22. Januar: Jim Pollard, US-amerikanischer Basketballspieler ( - 1922)
- 23. Januar: Thomas A. Dorsey, Blues- und Gospel-Sänger und Pianist ( - 1899)
- 24. Januar: Thurgood Marshall, Bürgerrechtler, Mitglied des Obersten Gerichtshofs der USA ( - 1908)
- 26. Januar: Axel von dem Bussche, Offizier des Heeres während des 2. Weltkrieges ( - 1919)
- 27. Januar: André the Giant, Wrestler und Schauspieler ( - 1946)
- 29. Januar: Walter Kolbenhoff, deutscher Schriftsteller, Journalist und Rundfunkredakteur ( - 1908)
- 2. Februar: Helmut Schoeck, österreichischer Soziologe ( - 1922)
- 5. Februar: Hans Jonas, deutsch-jüdischer Philosoph und Ethiker ( - 1903)
- 5. Februar: Joseph L. Mankiewicz, US-amerikanischer Filmregisseur ( - 1909)
- 6. Februar: Arthur Ashe, US-amerikanischer Tennispieler ( - 1943)
- 8. Februar: Franz Schnyder, Schweizer Filmregisseur ( - 1910)
- 11. Februar: Robert W. Holley, US-amerikanischer Biochemiker ( - 1922)
- 12. Februar: James Bulger, Mordopfer ( - 1990)
- 15. Februar: Louis Haefliger, Delegierter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz ( - 1904)
- 20. Februar: Ferruccio Lamborghini, Autobauer und Vater der Automarke Lamborghini ( - 1916)
- 21. Februar: Inge Lehmann, dänische Seismologin ( - 1888)
- 21. Februar: Jean Lecanuet, französischer Politiker ( - 1920)
- 24. Februar: Bobby Moore, britischer Fußballspieler ( - 1941)
- 25. Februar: Eddie Constantine, US-amerikanischer Filmschauspieler ( - 1917)
- 28. Februar: Honda Ishirō, Filmregisseur ( - 1911)
- 1. März: Arnold Dannenmann, evangelischer Theologe ( - 1907)
- 3. März: Albert Sabin, Arzt, Virologie, Entwickler der Polio-Schluckimpfung ( - 1906)
- 4. März: Art Hodes, Jazz-Pianist, -Komponist, -Bandleader und -Journalist ( - 1904)
- 5. März: Cyril Collard, französischer Regisseur ( - 1957)
- 6. März: Walther Geiser, Schweizer Komponist und Musikpädagoge ( - 1897)
- 8. März: Anna Oppermann, deutsche bildende Künstlerin ( - 1940)
- 8. März: Don Barksdale, US-amerikanischer Basketballspieler ( - 1923)
- 8. März: Wilhelm Georg Berger, Komponist und Musikwissenschaftler aus Rumänien ( - 1929)
- 9. März: Bob Crosby, US-amerikanischer Sänger und Big Band-Leiter ( - 1913)
- 9. März: Cyril Northcote Parkinson, britischer Historiker und Publizist ( - 1909)
- 9. März: Max August Zorn, US-amerikanischer Professor der Mathematik ( - 1906)
- 10. März: Guido Wieland, österreichischer Kammer- und Filmschauspieler, Regisseur ( - 1906)
- 12. März: Robert Giscard, Arzt und einer der ersten sieben Brüder der Communauté de Taizé ( - 1923)
- 15. März: Karl Mai, deutscher Fußballspieler ( - 1928)
- 15. März: Ricardo Manuel Arias Espinoza, 29. Staatspräsident von Panama ( - 1912)
- 16. März: Chishu Ryu, japanischer Schauspieler ( - 1904)
- 17. März: Helen Hayes, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1900)
- 19. März: Georges Garvarentz, französischer Komponist und Arrangeur ( - 1931)
- 20. März: Polykarp Kusch, US-amerikanischer Physiker ( - 1911)
- 21. März: Sebastiano Baggio, Kardinal der römisch-katholischen Kirche ( - 1913)
- 22. März: Gret Palucca, deutsche Tänzerin und Tanzpädagogin ( - 1902)
- 24. März: John Hersey, US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist ( - 1914)
- 26. März: Reuben Fine, US-amerikanischer Schachspieler und Psychoanalytiker ( - 1914)
- 31. März: Brandon Lee, US-amerikanischer Schauspieler; Sohn von Bruce Lee ( - 1965)
- 4. April: Fritz Trautwein, Architekt ( - 1911)
- 6. April: Inge von Wangenheim, deutsche Schriftstellerin und Schauspielerin ( - 1912)
- 8. April: Marian Anderson, US-amerikanische Opernsängerin ( - 1897)
- 10. April: Chris Hani, südafrikanischer Politiker ( - 1942)
- 13. April: Henning Schwarz, deutscher Politiker und Ministerpräsident von Schleswig-Holstein ( - 1928)
- 15. April: Uwe Beyer, deutscher Leichtathlet ( - 1945)
- 15. April: Eduard Rhein, Erfinder, Publizist und Schriftsteller ( - 1900)
- 17. April: Turgut Özal, Staats- und Ministerpräsident der Türkei ( - 1927)
- 20. April: Evelyne Hall, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin ( - 1909)
- 20. April: Cantinflas, Schauspieler, Sänger, Komiker und Produzent. ( - 1911)
- 23. April: Bertus Aafjes, niederländischer Schriftsteller ( - 1914)
- 23. April: Marguerite Broquedis, französische Tennisspielerin ( - 1893)
- 23. April: Günther Storck, katholischer Priester und sedisvakantistischer Bischof ( - 1938)
- 23. April: Guido Carli, italienischer Ökonom und Politiker ( - 1914)
- 23. April: César Chávez, Gründer der US-amerikanischen Landarbeitergewerkschaft ( - 1927)
- 24. April: Gustl Bayrhammer, deutscher Schauspieler ( - 1922)
- 24. April: Oliver Tambo, südafrikanischer anti-Apartheits Politiker ( - 1917)
- 27. April: Hans Sahl, deutscher Schriftsteller und Kritiker ( - 1902)
- 27. April: Jörgen Andersen, Politiker ( - 1905)
- 28. April: Jim Valvano, US-amerikanischer Basketballtrainer ( - 1946)
- 28. April: Werner Koch (Sachverständiger), Wertermittlungs-Experte ( - 1927)
- 28. April: Walentina Stepanowna Grisodubowa, sowjetische Pilotin ( - 1910)
- 29. April: Wilhelm Hanle, Physiker ( - 1901)
- 1. Mai: Pierre Bérégovoy, französischer Politiker der Sozialisten ( - 1925)
- 1. Mai: Zeno Colò, italienischer Skirennläufer ( - 1920)
- 6. Mai: Robert Becker, US-amerikanischer Regisseur ( - 1946)
- 9. Mai: Iván Patachich, ungarischer Komponist und Dirigent ( - 1922)
- 9. Mai: Freya Madeline Stark, eine englische Orient- und Forschungsreisende, Reiseschriftstellerin ( - 1893)
- 12. Mai: Edda Seippel, deutsche Schauspielerin ( - 1919)
- 14. Mai: Hugo Wiener, österreichischer Komponist und Pianist ( - 1904)
- 18. Mai: Heinrich Albertz, deutscher Politiker ( - 1915)
- 21. Mai: John Frost, britischer Generalmajor und Luftwaffenoffizier ( - 1912)
- 24. Mai: Hermann Vetters, österreichischer Archäologe ( - 1915)
- 24. Mai: Juan Jesús Posadas Ocampo, Erzbischof von Guadalajara und Kardinal ( - 1926)
- 25. Mai: Buddhadasa, Buddhistischer Mönch ( - 1906)
- 26. Mai: Hellmut Diwald, deutscher Historiker und Publizist ( - 1929)
- 30. Mai: Sun Ra, Jazzkomponist und Jazzmusiker ( - 1914)
- 5. Juni: Conway Twitty, US-amerikanischer Sänger ( - 1933)
- 7. Juni: Dražen Petrović, kroatischer Basketballspieler ( - 1964)
- 10. Juni: Arleen Augér, US-amerikanische Sopranistin ( - 1939)
- 12. Juni: Ingeborg Weber-Kellermann, deutsche Volkskundlerin ( - 1918)
- 13. Juni: Deke Slayton, US-amerikanischer Astronaut ( - 1924)
- 15. Juni: John Connally, US-amerikanischer Politiker, Gouverneur von Texas, Finanzminister ( - 1917)
- 18. Juni: Wilhelm A. Kewenig, deutscher Politiker ( - 1934)
- 20. Juni: Hans Sachs, Nürnberger Oberstaatsanwalt ( - 1912)
- 24. Juni: Archibald Williams, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger ( - 1915)
- 25. Juni: Mona Baptiste, Schlagersängerin ( - 1928)
- 26. Juni: Michael Newrzella, deutscher GSG9-Beamter ( - 1967)
- 27. Juni: Wolfgang Grams, Terrorist der Roten Armee Fraktion (RAF) ( - 1953)
- 27. Juni: Kurt Mahr, deutscher Schriftsteller ( - 1934)
- 28. Juni: GG Allin, US-amerikanischer Rock- und Punkmusiker ( - 1956)
- 29. Juni: Erich Deuser, Physiotherapeut der deutschen Fußballnationalmannschaft ( - 1910)
- 1. Juli: Gert Hofmann, deutscher Schriftsteller ( - 1931)
- 2. Juli: Fred Gwynne, US-amerikanischer Schauspieler und Autor ( - 1926)
- 3. Juli: Curly Joe DeRita, Komiker ( - 1909)
- 7. Juli: Günther Tietjen, deutscher Politiker und MdB ( - 1943)
- 12. Juli: Gusti Huber, österreichische Theater- und Filmschauspielerin ( - 1914)
- 14. Juli: Léo Ferré, französischer Chansonsänger und -komponist ( - 1916)
- 15. Juli: Clarence Melvin Zener, US-amerikanischer Physiker ( - 1905)
- 18. Juli: Jean Negulesco, rumänischer Regisseur ( - 1900)
- 19. Juli: Gordon Joseph Gray, Erzbischof von Edinburgh und Kardinal ( - 1910)
- 19. Juli: Fred Liewehr, Wiener Kammerschauspieler ( - 1909)
- 21. Juli: Paul Müller-Zürich, Schweizer Komponist ( - 1898)
- 25. Juli: Hedwig Jochmus, deutsche Politikerin und MdB ( - 1899)
- 25. Juli: Vincent Joseph Schaefer, US-amerikanischer Chemiker und Meteorologe ( - 1906)
- 26. Juli: Matthew Ridgway, US-amerikanischer General ( - 1895)
- 30. Juli: Edward Raczyński, polnischer Diplomat und Politiker ( - 1891)
- 31. Juli: Baudouin I. (Belgien), König von Belgien ( - 1930)
- 1. August: Klaus Oswatitsch, österreichischer Physiker ( - 1910)
- 2. August: Guido del Mestri, Kardinal der römisch-katholischen Kirche ( - 1911)
- 3. August: Chinmayananda, ist Lehrer des modernen Hinduismus, Begründer der Chinmaya-Mission ( - 1916)
- 7. August: Gerhard Neuser, ehemaliger deutscher Fußballspieler ( - 1938)
- 9. August: Reinhard Kamitz, österreichischer Politiker ( - 1907)
- 10. August: Irene Sharaff, US-amerikanische Kostümbildnerin ( - 1910)
- 13. August: Helene Jacobs, Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus ( - 1906)
- 15. August: Robert Kempner, deutsch-jüdischer Jurist und Rechtsanwalt ( - 1899)
- 20. August: Hans Lebert, österreichischer Schriftsteller und Opernsänger ( - 1919)
- 22. August: Dinmuhamed Achmedowitsch Kunajew, sowjetischer Politiker ( - 1911)
- 26. August: Kar
Enzyklopädie
Enzyklopädie (älteres Griechisch εγκυκλοπαιδεία, heute εγκυκλοπαίδεια) ist ursprünglich die von Hippias von Elis im 5. Jh. v. Chr. geprägte Bezeichnung für universale Bildung. Heute versteht man unter einer Enzyklopädie eine strukturierte, möglichst umfassende Darstellung menschlichen Wissens in einer für den Alltagsgebrauch hinreichenden Ausführlichkeit. Man unterscheidet universelle und fachspezifische Enzyklopädien. Erstere dienen der Darstellung aller Wissensgebiete, letztere behandeln nur einen eingeschränkten Bereich, dies jedoch oft wesentlich ausführlicher. Der Begriff der Enzyklopädie wird in der Wissenschaft der Enzyklopädik erforscht; ihr liegt eine Enzyklopädietheorie zugrunde.
Abgrenzung und Einschränkung des Begriffs
Eine Enzyklopädie muss nicht notwendigerweise ein Nachschlagewerk sein; Enzyklopädien können Wissen in unterschiedlichen Organisationsformen darstellen, angefangen von einer Allegorie über ein Curriculum, eine Kosmogonie, den Dekalog, den Katechismus bis hin zu systematischen oder alphabetischen Dispositionen. Ihr kennzeichnendes Merkmal gegenüber anderen Literaturgattungen ist der Universalitätsanspruch.
Eine Sonderform der Enzyklopädie sind alphabetisch gegliederte Nachschlagewerke wie das Lexikon und das Wörterbuch, die nicht den Anspruch erheben, das „gesamte Wissen der Welt“ oder einer Fachdisziplin erschöpfend darzustellen.
Vor allem enzyklopädische Nachschlagewerke mit einem begrenzten Fachumfang werden eher als Fachlexika oder Sachwörterbuch bezeichnet (zum Beispiel Computerlexikon, Sprachlexikon oder Tierlexikon). Das Lexikon wird in der Wissenschaft der Lexikografie erforscht; ihr liegt eine Lexikontheorie zugrunde.
Gelegentlich werden auch Wörterbücher als Lexikon bezeichnet. Wörterbücher verzeichnen und erklären einzelne lexikalische Einheiten (zum Beispiel die einzelnen Wörter des gesamten Wortschatzes einer Sprache).
Als Zwischenform zwischen Enzyklopädie und Wörterbücher kann das Begriffswörterbuch gelten. Es untersucht den Gebrauch von Wörtern aus ideen- und/oder sozialgeschichtlicher Perspektive und ist dabei wissenschaftlich anspruchsvoller als das Sachwörterbuch. Typische Beispiele sind Geschichtliche Grundbegriffe und das Historische Wörterbuch der Philosophie.
Die Hinterfragung der Enzyklopädie an sich, oder konkreter Einzelaspekte der Enzyklopädie, wird als Enzyklopädiekritik bezeichnet.
Der Begriff Enzyklopädie wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus dem gleichbedeutenden frz. encyclopédie entlehnt. Dieses wiederum zu lat. encyclopaedia aus altgr.: εγκύκλιος und παιδεία, einer inkorrekten Zusammensetzung aus egkýklios, „kreisförmig“, „im Kreise herumgehend“ und paideía, „Lehre“, „Bildung“ zu egkyklopaideia, „Grundlehre aller Wissenschaften und Künste“, „Wissenschaftskunde“
Geschichte und Entwicklung
Siehe Geschichte und Entwicklung der Enzyklopädie.
Enzyklopädien nach Sprachen
Siehe Verzeichnis der Enzyklopädien nach Sprachen.
Vergleich einiger Enzyklopädien
( - ) einschl. Audio- und Video-Dateien
Typologie der Enzyklopädien und Lexika
Enzyklopädische Formen:
- Generalenzyklopädie bzw. Universalenzyklopädie
- Spezialenzyklopädie
- National- und Kulturenzyklopädie
Sonderformen:
- Anti-Enzyklopädie
Zwischenformen:
- Konversationslexikon und Realenzyklopädie
Lexikalische Formen:
- Fach- und Sachlexikon
- Hauslexikon
Siehe auch: Enzyklopädietheorie, Lexikontheorie
Neue Formen der Enzyklopädie
Früher verstand man unter einer "Enzyklopädie" eine auf Papier gedruckte Ansammlung von Erklärungen und Erläuterungen zu vielerlei Gegenständen des menschlichen Wissens, welche von anerkannten Autoritäten und Kennern der jeweiligen Gegenstände verfasst war. Aber diese Autoritäten haben ihren Vorsprung in Hinsicht auf Güte und Tiefe nunmehr eingebüßt. Sie haben vor allem ihren Vorsprung in der Schnelligkeit verloren. Eine moderne "Enzyklopädie" zeichnet sich durch folgendes aus: Sie macht altes wie neues Wissen in Sofortzeit und größter Zuverlässigkeit für jeden Menschen mit einem Internetzugang zugänglich. Sie nimmt keine Rücksicht auf Traditionen. Die alten (Papier-basierten) "Enzyklopädien" dienen nurmehr als Rückversicherung. Da diese alten "Enzyklopädien" aber von einer "geschlossenen" Gesellschaft verfasst sind, dienen sie einer offenen Gesellschaft als ein "Diskussionsthema". Die alte Form der Verleger war und ist darüber hinaus auf monetären Gewinn ausgerichtet, während die neue auf geistigen Gewinn ausgerichtet ist.
Die Tatsache, dass eine Enzyklopädie von ihrem eigenen Anspruch her strukturell und inhaltlich eigentlich nie abgeschlossen sein kann, ist eine Herausforderung an die neuen Medien. So ermöglichten es die Medien CD-ROM und DVD, dass wichtige Herausgeber im Gefolge der New Economy von gedruckten Enzyklopädien auf elektronische Publikationsformen umgestellt haben; das Medium ist kostengünstig, und auch Bilder, Ton- und Videodokumente können leicht eingebunden werden.
Für großes Aufsehen sorgte im Jahr 2002 die Ankündigung, die englische Encyclopædia Britannica werde künftig nur noch in elektronischer Form verfügbar sein. Mittlerweile sind die Herausgeber von diesem Plan wieder abgerückt, und die Encyclopædia Britannica wird weiterhin auch in gedruckter Form angeboten.
Verwandte Literaturgattungen
- Wörterbuch
- Handbuch
- Monografie
Siehe auch: Nachschlagewerk
Verwandte Wissenschaften
Die Wissenschaft von der Erforschung von enzyklopädischen Nachschlagewerken ist die Enzyklopädik. Darunter wird vor allem die historische Untersuchung von Enzyklopädien verstanden. Daneben gibt es die Bezeichnung Enzyklopädistik. Beide Wörter werden auch synonym für eine Enzyklopädie verwendet.
Die Lexikografie beschäftigt sich eher mit der Erstellung von Wörterbüchern als mit enzyklopädischen Lexika.
Andere Wissenschaften mit Bezug zur Betrachtung von Enzyklopädien sind die Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft und Wissenschaftstheorie.
Literatur
Gesamtdarstellungen
- Robert Collison: Encyclopaedias. Their history throughout the ages. A bibliographical guide with extensive historical notes to the general encyclopaedias issued throughout the world from 350 B.C. to the present day. Hafner, New York, London 1964
- Hans-Joachim Diesner, Günter Gurst (Hrsg.): Lexika gestern und heute. Leipzig 1976
- Lenz, Werner: Kleine Geschichte großer Lexika. Gütersloh 1980
- Georg Jäger: Der Lexikonverlag. In: Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert. Bd. 1: Das Kaiserreich 1870–1918. Buchhändler-Vereinigung GmbH, Frankfurt am Main 2001
Darstellung einzelner Epochen
- Philipp Blom: Das vernünftige Ungeheuer. Diderot, d’Alembert, de Jaucourt und die Große Enzyklopädie. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2005 (Die Andere Bibliothek 243)
- Senya Müller: Sprachwörterbücher im Nationalsozialismus. Die ideologische Beeinflussung von Duden, Sprach-Brockhaus und anderen Nachschlagewerken während des „Dritten Reichs“. Stuttgart 1994
- Ulrike Spree: Das Streben nach Wissen: Eine vergleichende Gattungsgeschichte der populären Enzyklopädie in Deutschland und Großbritannien im 19. Jahrhundert. Tübingen 2000
- Carsten Zelle (Hrsg.): Enzyklopädien, Lexika und Wörterbücher im 18. Jahrhundert. Göttingen 1998
- Walter Goetz: Die Enzyklopädien des 13. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Entstehung der Laienbildung. In: Zeitschrift für deutsche Geistesgeschichte. 1–3/2/1936. S. 227–250
- Christel Meier: Grundzüge der mittelalterlichen Enzyklopädik. Zu Inhalten, Formen und Funktionen einer problematischen Gattung. In: Ludger Grenzmann, Karl Stackmann (Hrsg.): Literatur und Laienbildung im Spätmittelalter und in der Reformationszeit. Germanistische Symposien, Berichtsbände V. Metzler 1984
Etymologie und Begriffsgeschichte
- Jürgen Henningsen: „Enzyklopädie“. Zur Sprach- und Bedeutungsgeschichte eines pädagogischen Begriffs. In: Archiv für Begriffsgeschichte. 10/1966, S. 217–362
- H. Fuchs: Artikel Enkyklios Paideia. In: Reallexikon für Antike und Christentum. Sachwörterbuch zur Auseinandersetzung des Christentums mit der antiken Welt. Bd. 5. Hiersemann, Stuttgart 1962. Spalten 365–398
- Ulrich Dierse: Enzyklopädie: zur Geschichte eines philosophischen und wissenschaftlichen Begriffs. Suppl.-H., auch: Archiv für Begriffsgeschichte. Bouvier, Bonn 1977
- Ingrid Tomkowiak (Hrsg.): Populäre Enzyklopädien: Von der Auswahl, Ordnung und Vermittlung des Wissens. Chronos, Zürich 2002
Bibliografien
- Gert A. Zischka: Index Lexicorum: Bibliographie der lexikalischen Nachschlagewerke. Hollinek, Wien 1959
- Hugo Wetscherek (Hrsg.): Bibliotheca lexicorum: kommentiertes Verzeichnis der Sammlung Otmar Seemann; eine Bibliografie der enzyklopädischen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart, unter besonderer Berücksichtigung der im deutschen Sprachraum ab dem Jahr 1500 gedruckten Werke. (bearb. von Martin Peche). Inlibris, Wien 2001. ISBN 3-9500813-5-6
Weblinks
Links zu einzelnen Enzyklopädien siehe Nachschlagewerke im Internet.
- http://www.enzyklopaedie.ch – Forschungsprojekt mit einer Liste von historischen Enzyklopädien
- http://www.kruenitz1.uni-trier.de/biblio/toel.htm – Ökonomische Encyklopädie: Bibliografie – Enzyklopädisches Umfeld – Technologisch-ökonomische Lexika von der Neuzeit bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
- [http://odur.let.rug.nl/events/96/encyclo/bibl8.htm COMERS Encyclopedia Project: Encyclopedia – Working Bibliography – Medieval Latin (Peter Binkley)] (engl.)
- [https://netfiles.uiuc.edu/cdwright/www/encyclop.html Medieval Encyclopedias, Bestiaries, and Lapidaries (Medieval Studies)] (engl.)
als:Enzyklopädie
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InternetDas Internet (Abkürzung für engl. Interconnected Networks, oder lat. inter, zwischen – also das (Über-)Netzwerk) ist ein weltweites Netzwerk voneinander unabhängiger Netzwerke. Es dient der Kommunikation und dem Austausch von Informationen. Jeder Rechner eines Netzwerkes kann dabei prinzipiell mit jedem anderen Rechner kommunizieren. Die Kommunikation der einzelnen Rechner erfolgt über definierte Protokolle zum Datenaustausch.
Umgangssprachlich wird „Internet“ häufig als Synonym für das World Wide Web verwendet, das jedoch nur einer von vielen Diensten des Internets ist.
Geschichte
Dieser Abschnitt ist eine kurze Zusammenfassung. Siehe auch Geschichte des Internets.
Das Internet ging aus dem Ende der 1960er Jahre entstandenen ARPANET hervor, einem Projekt der Advanced Research Project Agency (ARPA) des US-Verteidigungsministeriums. Es wurde benutzt, um Universitäten und Forschungseinrichtungen zu vernetzen um die knappen Rechenkapazitäten sinnvoll zu nutzen, erst in den USA, später dann auch weltweit. Die anfängliche Verbreitung des Internets ist eng mit der Entwicklung des Betriebssystems Unix verbunden. Nachdem das ARPANET 1982 TCP/IP adaptierte, begann sich auch der Name Internet durchzusetzen.
Nach einer weit verbreiteten Legende bestand das ursprüngliche Ziel des Projektes vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in der Schaffung eines verteilten Kommunikationssystems, um im Falle eines Atomkrieges eine störungsfreie Kommunikation zu ermöglichen [http://www.zeit.de/2001/28/200128_stimmts_internet_xml [Drösser]]. In Wirklichkeit wurden aber vorwiegend zivile Projekte gefördert, auch wenn die ersten Knoten von der Advanced Research Projects Agency finanziert wurden.
Rasanten Auftrieb erhielt das Internet seit Anfang der 1990er durch das World Wide Web, kurz WWW, als der erste grafikfähige Webbrowser namens Mosaic veröffentlicht und zum kostenlosen Download angeboten wurde. Das WWW wurde im CERN (bei Genf) von Tim Berners-Lee entwickelt. Schließlich konnten auch Laien auf das Netz zugreifen, was mit der wachsenden Zahl von Nutzern zu vielen kommerziellen Angeboten im Netz führte. Der Webbrowser wird deswegen auch als die Killerapplikation des Internet bezeichnet. Das Internet ist ein wesentlicher Katalysator der Digitalen Revolution.
Neue Techniken verändern das Internet und ziehen neue Benutzerkreise an: IP-Telefonie, Groupware wie Wikis, Blogs, Breitbandzugänge (zum Beispiel für Vlogs und Video on Demand), Peer-to-Peer-Vernetzung (vor allem für File Sharing) und Online-Spiele (z.B. Rollenspiele, Egoshooter, ...).
Eine ausführliche Fassung der Geschichte (in Textform) gibt es im Artikel Geschichte des Internets. Eine chronologische Auflistung der Ereignisse findet man im Artikel Chronologie des Internets.
Aufbau und Struktur
Chronologie des Internets, LAN)]]
Das Internet besteht unter anderem aus:
- Firmennetzwerken, über welche die Computer einer Firma verbunden sind,
- Providernetzwerken, an die die Rechner der Kunden eines Internet-Providers angeschlossen sind und
- Universitätsnetzwerken.
An Internet-Knoten werden die verschiedenen Netzwerke über leistungsstarke Verbindungen (Backbones) miteinander vernetzt. Ein solcher Internet-Knoten kann prinzipiell beliebig viele Netzwerke miteinander verbinden. Am DE-CIX in Frankfurt am Main, dem größten Internet-Knoten Deutschlands, sind es beispielsweise mehr als hundert Netzwerke.
Da das ARPANET als dezentrales Netzwerk möglichst ausfallsicher sein sollte, wurde schon bei der Planung beachtet, dass es keinen Zentralrechner, keinen zentralen Internet-Knoten sowie keinen Ort geben sollte, an dem alle Verbindungen zusammenlaufen. Diese geplante Dezentralität wurde jedoch auf der administrativen Ebene des Internet nicht durchgängig eingehalten. Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), die zuständige Organisation für die Pflege der Zuordnung von IP-Adressen auf Domain-Namen, untersteht wenigstens indirekt dem Einfluss des US-Wirtschaftsministeriums und unterhält Root-Server in zahlreichen Ländern. Um den Einfluss der Vereinigten Staaten auf das Domain Name System einzugrenzen, wurde das freie Open Root Server Network aufgebaut.
Die netzartige Struktur sowie die Heterogenität des Internets sorgen für eine sehr hohe Ausfallsicherheit. Für die Kommunikation zwischen zwei Nutzern des Internets existieren meistens mehrere mögliche Kommunikationswege. Erst bei der tatsächlichen Datenübertragung wird entschieden, welcher Weg benutzt wird. Dabei können zwei hintereinander versandte Datenpakete beziehungsweise eine Anfrage und die Antwort je nach Auslastung auch verschiedene Kommunikationswege durchlaufen. Deshalb hat der Ausfall einer physikalischen Verbindung im Internet meistens keine schwerwiegenden Auswirkungen, sondern kann durch die Verwendung alternativer Kommunikationswege ausgeglichen werden.
Privatpersonen greifen auf das Internet entweder über einen Schmalband- (zum Beispiel per Modem oder ISDN) oder Breitband-Zugang (zum Beispiel DSL oder Kabelmodem) eines Internet-Providers zu, siehe auch Internet by Call. Firmen oder staatliche Einrichtungen sind häufig per Standleitung mit dem Internet verbunden. Die einzelnen Arbeitsplatzrechner erhalten dabei meistens eine private IP-Adresse, die per NAT maskiert wird. Auf diese Rechner kann aus dem Internet nicht direkt zugegriffen werden, was meistens zwar aus Sicherheitsgründen erwünscht ist (siehe auch: Firewall), aber auch einige Nachteile hat.
Technik
Das Internet fußt auf der einheitlichen TCP/IP-Protokollfamilie, welche die Adressierung und den Datenaustausch zwischen verschiedenen Computern und Netzwerken standardisiert. Ein großer Vorteil ist, dass die Kommunikation völlig unabhängig von den verwendeten Betriebssystemen und Netzwerktechnologien geschehen kann.
Das Domain Name System (DNS) ist ein wichtiger Teil der Internet-Infrastruktur. Um einen bestimmten Computer ansprechen zu können, identifiziert ihn das IP-Protokoll mit einer eindeutigen IP-Adresse. Dabei handelt es sich bei der heute üblichen Version IPv4 um 4 Byte (Zahlen im Bereich von 0 bis 255), die durch einen Punkt getrennt angegeben werden, beispielsweise 214.235.81.190. Man kann sich diese Zahl als eine Art Telefonnummer mit dem DNS als Telefonbuch vorstellen.
Das DNS ist eine verteilte Datenbank, die einen Übersetzungsmechanismus zur Verfügung stellt: Ein für Menschen gut merkbarer Domänenname (zum Beispiel „wikipedia.de“) kann in eine IP-Adresse übersetzt werden und umgekehrt.
Dies geschieht – vom Nutzer unbemerkt – immer dann, wenn er etwa im Webbrowser auf einen neuen Link klickt oder direkt eine Webadresse eingibt. Der Browser fragt zuerst einen ihm bekannten DNS-Server nach der IP-Adresse und verbindet sich dann mit dieser Adresse, um die Inhalte abzurufen.
Die Internetstandards und Protokolle des Internets werden in RFCs beschrieben und festgelegt.
Dienste
Das Internet selbst stellt lediglich die Infrastruktur zur Verfügung. Ein Nutzen für die Anwender entsteht erst dadurch, dass basierend auf der Struktur des Internets dem Anwender verschiedene Dienste zur Verfügung stehen. So hat der Dienst des World Wide Webs dem Internet Anfang der 1990er-Jahre erst zum Durchbruch verholfen. Auch heute noch kommen immer neue Dienste hinzu. Die wichtigsten und bekanntesten Dienste sind in der folgenden Tabelle kurz beschrieben. Für ausführlichere Erläuterungen siehe die jeweiligen Artikel.
- Die Anteile der wichtigsten Dienste am globalen Datenverkehr im Jahr 2004, laut einer Studie, die auf Stichproben von 27 international tätigen Carriern beruhte.
Chatdienste dienen der Echtzeitkommunikation in Schriftform über das Internet.
Internetkompetenz
In den 1990er Jahren reagierten die Erziehungsinstanzen angesichts der Verbreitung des Internets als Informationsquelle und Kommunikationsmittel defensiv. Als deutlich wurde, dass es sich nicht um eine Modeerscheinung handelt, wurden in Schulen und Universitäten Programme angeboten, um Jugendliche auf einen kompetenten Umgang mit dem Medium Internet vorzubereiten. Die Förderung umfasst folgende Ziele:
- Die Jugendlichen sollen aus der Fülle an Informationen (Datenbanken, Homepages) diejenigen heraussuchen können, die sie brauchen und deren Zuverlässigkeit prüfen.
- Die Jugendlichen sollen kompetent interagieren und mit einer hohen Menge unstrukturierter Impulse (z.B. Mails) produktiv umgehen können.
- Die Jugendlichen sollen selbst qualitativ hochwertige Inhalte erstellen und ins Netz setzen können (z.B. Homepages).
Internetzusammenbrüche
Im Bereich der Katastrophenforschung werden flächendeckende Missbräuche oder Ausfälle des Internets sehr ernst genommen (D-Gefahren). Ein Zusammenbruch des Internets oder einzelner Teile hätte weitreichende Folgen.
Internetsucht und Computersucht
Mit der steigenden Verbreitung des Internets mehren sich (besonders in den USA) die Fälle von angeblicher "Internetsucht". Das heißt, dass die Betroffenen ihren Internetkonsum nicht mehr steuern können und trotz Problemen (beispielsweise Schlafmangel, Eheprobleme, finanzielle Probleme) weiter online sind. Dies kann weitreichende Folgen haben, wie zum Beispiel Verschuldung und berufliche Probleme. Aber auch gesundheitliche Schäden wie etwa Bewegungsmangel und falsche Ernährung sind möglich.
Die Existenz einer "Computersucht" im Sinne einer "Abhängigkeit" von Computerspielen (ob online oder nicht) ist umstritten.
Literatur
- Holger Bleich: [http://www.heise.de/ct/05/07/088/ Bosse der Fasern. Die Infrastruktur des Internet]. In: c't 7/2005, S. 88-93 (21. März 2005)
- Ch. Meinel, H. Sack: [http://www.minet.uni-jena.de/~sack/WWWBuch/ WWW- Kommunikation, Internetworking, Web-Technologien]. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 2004.
Siehe auch
- Medienwissenschaft & Medientheorie
- Netzkultur
- Internetrecht
- Internet Archive
- Internetworking
- Anonymität im Internet
- Internetsucht
- Zensur im Internet
- Weblog
- Internet2
- Internet Society
- Internetstandard
Weblinks
- [http://www.br-online.de/br-intern/medienforschung/onlinenutzung/pdf/Eimeren2004.pdf Internetverbreitung in Deutschland: Potenzial vorerst ausgeschöpft?] - Online-Studie von ARD und ZDF (PDF, 514KB)
- [http://www.netplanet.org/ netplanet - Verstehen Sie mal das Internet] Deutschsprachige Wissensquelle rund um das Internet
- [http://www.iglossar.de Internet Glossar]
- [http://www.wdrmaus.de/sachgeschichten/internet/ Die Sendung mit der Maus: Der Datenweg durchs Internet]
- [http://www.nonliner-atlas.de/ (N)ONLINER Atlas, Deutschlands größte Studie zur Nutzung und Nicht-Nutzung des Internets]
-
- [http://www.internettrafficreport.com/ Internet Traffic Report - Globale Statistik des Internets]
!
fiu-vro:Internet
ja:インターネット
ko:인터넷
ms:Internet
simple:Internet
th:อินเทอร์เน็ต
Rick GatesRick Gates ist ein Internet-Pionier, der vor allem durch die von ihm veranstaltete The Internet Hunt und den Vorschlag zur Interpedia bekannt ist. Er studierte an der Library School der University of California als er im September 1992 begann, den monatlichen Wettbewerb „The Internet Hunt“ zu veranstalten. Dabei mussten Fragen ausschließlich mit Hilfe von Internet-Quellen beantwortet werden. Zur Recherche kamen dabei Internet-Dienste wie Usenet, FTP, Gopher und Telnet zum Einsatz (NCSA Mosaic, der erste populäre Webbrowser, wurde erst im April 1993 veröffentlicht). Mit dem Aufkommen des World Wide Web wurde der Wettbewerb im Oktober 1994 bis auf weiteres beendet. Im 22. Oktober 1993 schlug er angeblich in der Usenet-Newsgroup alt.internet.services vor, gemeinsam eine Enzyklopädie im Internet zu erstellen. Aus dieser Idee, entwickelte sich das Projekt „Interpedia“, das als Vorläufer der Wikipedia gilt. Obwohl sich der ursprüngliche Vorschlag nicht mehr belegen lässt ist davon auszugehen, dass der Vorschlag von Rick Gates stammt (siehe der Beitrag „Internet AS Encyclopedia“ von am 31 Okt. 1993 von Douglas P. Wilson in der Newsgroup alt.bbs.internet [http://groups.google.de/group/alt.bbs.internet/msg/154a6a552ca631af?output=gplain&fwc=1])
In den 1990er Jahren lehrte Rick Gates an verschiedenen Bibliotheksschulen in Oregon ([http://lsa.uoregon.edu/lsa/formerstaff.html#gates]) und an der
University of Arizona School of Information Resources & Library Science ([http://www.cwu.edu/~vargas/] und [http://www.sir.arizona.edu/alumni/ghi.htm]). Zur Zeit lebt er in Oregon, wo er als Entwickler arbeitet.
Literatur
- Tom Kozma: The Internet Hunt. In: Information Technology News, Februar 1997 [http://www.wayne.edu/it_news/feb97/cyberlore.html]
Kategorie:Mann
22. OktoberDer 22. Oktober ist der 295. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 296. in Schaltjahren) - somit bleiben 70 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1797 - André-Jacques Garnerin springt mittels Fallschirm aus einem Ballon. Sein Sprung ist der erste Fallschirmsprung in Europa.
- 1836 - Sam Houston wird erster Präsident der unabhängigen Republik Texas.
- 1895 - Nach einem spektakulären Eisenbahnunfall im Bahnhof Montparnasse in Paris wird der Lokführer zu 50 Franc Strafe verurteilt und muss für zwei Monate ins Gefängnis.
- 1904 - Doggerbank-Zwischenfall. Beschuss britischer Fischerboote vor der Doggerbank durch die Russische Ostseeflotte.
- 1943 - Ein Britischer Bombenangriff auf Kassel zerstört die Stadt größtenteils und führt zum Tod tausender Bewohner.
- 1946 - In der Sowjetischen Besatzungszone werden rund 2100 Wissenschaftler und Spezialisten zusammen mit ihren Familien zu Reparationsleistungen in die Sowjetunion verschleppt
- 1948 - Walter Ulbricht erklärt die Oder-Neiße-Grenze zwischen Deutschland und Polen als endgültig
- 1953 - König Sisavong Vong von Laos ruft einseitig die vollständige Unabhängigkeit des Landes von Frankreich aus.
- 1962 - John F. Kennedy kündigt nach der Entdeckung von sowjetischen Raketenabschussbasen auf Kuba eine Blockade des für die Insel bestimmten Flug- und Schiffsverkehrs an. Siehe Kubakrise
- 1962 - In der Sowjetunion wird Oberst Oleg Penkowski wegen Spionage für die USA und England verhaftet.
- 1990 - Ein Handelsabkommens zwischen der EU und Rumänien wird unterzeichnet.
- 1990 - Souveränitätserklärung von Turkmenistan, das sich somit von der aufgelösten Sowjetunion lossagt.
- 1999 - Maurice Papon, ein Vertreter des Vichy-Regimes in Frankreich während des 2. Weltkriegs, 1961 verantwortlich für die Todesschüsse auf algerische Demonstranten in Paris, tritt seine Gefängnisstrafe aufgrund seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit an.
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
- 1938 - Die erste Herstellung einer Fotokopie einer Schriftvorlage gelingt Chester Carlson in einem Labor, Nähe New York, der darauf ein Patent erhält.
- 1968 - Nach 163 Erdumkreisungen wassert Apollo 7 sicher im Atlantik.
Kultur
- 1725 - Uraufführung des Singspiels "Die Hamburger Schlacht-Zeit, oder Der mißgelungene Betrug" von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
- 1904 - Mit der "B.Z. am Mittag" erscheint in Berlin die erste deutsche Boulevard-Zeitung im Straßenverkauf.
- 1959 - Uraufführung des Antikriegsfilms "Die Brücke" von Bernhard Wicki.
- 1962 - Uraufführung der Oper "L'opéra d'Aran" ("Die Oper von der Insel Aran") von Gilbert Bécaud in Paris
- 1964 - Jean-Paul Sartre lehnt den ihm verliehenen Literaturnobelpreis ab.
- 1965 - Ein Kulturabkommen zwischen Deutschland und Portugal wird unterzeichnet und am 29. Dezember 1966 in Kraft treten.
- 1985 - Erstausstrahlung der Serie "Die Schwarzwaldklinik" im ZDF
- 1987 - Uraufführung der Oper "Nixon in China" von John Adams an der Grand Opera an Houston, Texas.
- 2005 - Mit einem [http://www.nightwish.com/deutsch/lettertotarjade.html offenen Brief] wird die Sängerin der Band Nightwish offiziell aus der Band ausgeschlossen
Religion
- 1844 - Die von der Miller-Bewegung erwartete Wiederkehr von Jesus Christus bleibt aus. Enttäuschte Anhänger gründen später die Siebenten-Tags-Adventisten.
- 1922 - Wiederbezug der Benediktinerabtei St. Matthias (Trier)
- 1978 - Mit der Inthronisation von Papst Johannes Paul II. beginnt dessen Pontifikat.
Katastrophen
- 1707 - Strandung von 4 Schiffen eines Geschwaders der Royal Navy unter Admiral Sir Clowdisley Shovell auf den Scilly Inseln wegen Navigationsfehlern. Über 1600 Tote, 26 Überlebende
- 1940 - Nach der Kollision mit einem Frachtschiff sinkt der kanadischen Zerstörer "Margaree" im Nordatlantik. Dabei sterben 140 Menschen.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
Leichtathletik
Leichtathletik
Leichtathletik
Leichtathletik
- 700 - Willibald von Eichstätt, erster Bischof von Eichstätt
- 1197 - Juntoku, 84. Kaiser von Japan
- 1511 - Erasmus Reinhold, deutscher Astronom und Mathematiker
- 1565 - Benedikt Carpzov der Ältere, deutscher Professor für Rechtswissenschaften
- 1591 - Alfonso III. d'Este, ältester Sohn des Herzogs Cesare d'Este
- 1605 - Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne, duc de Bouillon, französischer General
- 1648 - Alexei I., russischer Zar
- 1688 - Nadir Schah, Schah von Persien
- 1689 - Johann V., portugiesischer König
- 1729 - Johann Reinhold Forster, deutscher Naturforscher
- 1751 - Nathanael Gottfried Leske, deutscher Naturforscher
- 1761 - Antoine Barnave, französischer Politiker
- 1811 - Franz Liszt, Pianist und Komponist
- 1818 - Charles Marie Leconte de Lisle, französischer Dichter
- 1844 - Sarah Bernhardt, französische Schauspielerin
- 1858 - Auguste Viktoria, deutsche Kaiserin
- 1859 - Karl Muck, deutscher Dirigent
- 1860 - Traugott Tamm, deutscher Schriftsteller
- 1869 - Oskar Hergt, deutscher Politiker
- 1870 - Iwan Bunin, russischer Dichter
- 1872 - Alessio Ascalesi, Erzbischof von Neapel und Kardinal
- 1880 - Jan van Beek, niederländischer Fußballspieler
- 1881 - Clinton Davisson, US-amerikanischer Physiker (Physiknobelpreis 1937)
- 1881 - Johannes Freumbichler, österreichischer Heimatschriftsteller
- 1885 - Giovanni Martinelli, italienischer Opernsänger (Tenor)
- 1891 - Kurt Hickethier, deutscher Arzt
- 1899 - Otto Krayer, deutscher Arzt und Pharmakologe
- 1900 - Karl Walz, deutscher Politiker (CDU)
- 1903 - George Beadle, US-amerikanischer Biologe
- 1903 - Curly Howard, amerikanischer Komiker (The Three Stooges)
- 1906 - Kees van Baaren, niederländischer Komponist und Lehrer
- 1906 - Fritz Cremer, deutscher Bildhauer
- 1913 - Robert Capa, US-amerikanischer Fotograf
- 1913 - Bao Dai, letzter Kaiser von Vietnam
- 1913 - Hans-Peter Tschudi, Schweizer Politiker
- 1919 - Doris Lessing, englische Schriftstellerin
- 1920 - Timothy Leary, US-amerikanischer Psychologe
- 1921 - Georges Brassens, französischer Chansonnier
- 1921 - Herbert Gruhl, deutscher Politiker und Umweltschützer
- 1923 - Bert Trautmann, deutscher Fußballspieler
- 1925 - Robert Rauschenberg, US-amerikanischer Maler
- 1929 - Lew Jaschin, sowjetischer Torwart
- 1934 - Julio Jiménez, spanischer Radrennfahrer
- 1936 - Jacques Berndorf, Schriftsteller und Journalist
- 1937 - Manos Loïzos, griechischer Komponist
- 1938 - Sir Derek Jacobi, britischer Schauspieler
- 1938 - Christopher Lloyd, US-amerikanischer Schauspieler
- 1938 - Claus Hipp, deutscher Unternehmer und Künstler
- 1939 - Joaquím Alberto Chissano, mosambikanischer Unabhängigkeitskämpfer, Staatspräsident
- 1942 - Annette Funicello, US-amerikanische Sängerin
- 1943 - Catherine Deneuve, französische Filmschauspielerin
- 1943 - Urszula Dudziak, polnische Jazzsängerin
- 1943 - Robert Fuller, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Robert Long, niederländischer Sänger und Songschreiber
- 1943 - Wolfgang Thierse, deutscher Politiker (SPD), Bundestagsvizepräsident
- 1943 - Hans Hartz, deutscher Musiker
- 1945 - Leslie West, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1946 - Eddie Brigati, US-amerikanischer Sänger
- 1948 - Arsène Wenger, französischer Fußballtrainer
- 1949 - Manfred Trojahn, deutscher Komponist
- 1949 - Butch Goring, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer
- 1952 - Jeff Goldblum, US-amerikanischer Schauspieler
- 1959 - Stefan Kurt, Schweizer | | |