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Ivigtut
Ivittuut oder Ivigtut ist eine weitgehend verlassene Stadt im Südwesten Grönlands. Sie liegt direkt an der Küste des Arsuk Fjordes.
Berühmt wurde die kleine Stadt vor allem durch den Fund von Kryolith (Eisstein - ) im Jahre 1806. Im Jahre 1865 wurde mit dem Abbau des Minerals begonnen. Nach über 100 Jahren stetigem Abbau waren die Vorräte schließlich im Jahre 1987 erschöpft und der Tagebau wurde aufgegeben. Dies war der wirtschaftliche Ruin von Ivittuut.
Ivittuut gilt als weltweiter einziger Fundort von Kryolith. Heutzutage wird dieser synthetisch hergestellt.
Kategorie:Ort in Grönland
KryolithKryolith (Eisstein) ist ein Mineral, dessen einziges bekanntes Vorkommen der Welt in Ivittuut (Ivigtut) in Grönland war. Abgebaut wurde es dort zwischen 1865 und 1987. Chemische Formel bzw. genauer .
Synthetisch erzeugtes Kryolith findet Verwendung in der Hülle von Schweißelektroden, allgemein als Flussmittel und als sogenannte schleifaktive Substanz in Kunstharz-gebundenen Schleifmitteln und in Schleifmitteln auf Unterlagen. Die Vorstellung ist, dass Kryolith bei den Temperaturen, die an der Spitze eines Schleifkornes während des Schleifens herrschen, schmilzt, der geschmolzene Kryolith den abgeschliffenen Stahlspan korrodiert und auf diese Weise ein Zusetzen des Schleifkörpers verhindert.
Eine weitere großtechnische Anwendung von Kryolith ist die Schmelzflusselektrolyse zur Gewinnung von Aluminium. Dort wird die Eigenschaft des relativ niedrigen Schmelzpunktes von Kryolith genutzt. Aluminiumoxid (Korund), der Ausgangsstoff der Elektrolyse, hat eine Schmelztemperatur von 2015 °C, gelöst in Kryolith sinkt diese Temperatur auf ca. 950 °C. Erst diese relativ niedrige Arbeitstemperatur ermöglicht die großtechnische Anwendung der Schmelzflusselektrolyse.
Siehe auch
- Kryolithglas
Kryolith wird ausserdem in einem wichtigen Zubehörteil der Giessereiindustrie eingesetzt.
Speiser für Eisengiessereien enthalten als Grundbestandteile Wasserglas, Aluminiumpulver und Kryolith.
Literarisches Vorkommen: Peter Hoeg: "Fräulein Smillas Gespür für Schnee"
Weblinks
- [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Kryolith Mineralienatlas - Kryolith]
Kategorie:Mineral
1865
- 29. Mai: Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird gegründet
- 14. Juli: Erstbesteigung des Matterhorn durch Edward Whymper, Lord Douglas, Hudson, Hadow, Michel Croz und Peter Taugwalder Vater und Sohn
- am Hudson River entsteht der erste Eissegelclub der Welt
Politik
- in Leipzig wird der Allgemeine Deutsche Frauenverein (ADF) unter führender Mitwirkung von Louise Otto-Peters gegründet
- 9. April: Kapitulation der Virginia-Armee der Konföderierten Staaten von Amerika im Gerichtshaus zu Appomattox gegenüber der Nordstaaten-Armee (USA)
- 14. August: Gasteiner Konvention zwischen Preußen und Österreich zur Verwaltung von Schleswig und Holstein
- 24. Dezember: General Nathan Bedford Forrest und andere heimgekehrte Soldaten der Südstaaten gründen nach dem verlorenen Bürgerkrieg den originalen Ku Klux Klan in Pulaski, Tennessee
- Mihail Kogălniceanu ( - 6. September 1817 in Iaşi, † 1. Juli 1891 in Paris) erster rumänischer Ministerpräsident, Historiker und Publizist tritt zurück
Katastrophen
- 5. Mai: Großer Brand in Oberstdorf: Eine Feuersbrunst vernichtet am 5. und am 6. Mai zwei Drittel der Gebäude des Ortes
- 16. Juli: Eisenbahnunglück in Buckau. Ein Sonderzug mit Eisenbahnmitarbeitern fährt am späten Abend auf einen stehenden mit Kohle beladenen Güterzug auf. 29 Tote und 50 Schwerverletzte
- 25. Oktober: Das Dampfschiff „S. S. Republic“ (USA) sinkt im Sturm ca. 150 km südöstlich von Savannah (Georgia/USA). 25 Tote (von 92 Menschen an Bord)
Wirtschaft
- BASF wird gegründet
Wissenschaft und Technik
- Johann Josef Loschmidt berechnet die Anzahl der Moleküle in einem gegebenen Volumen eines Gases unter Normalbedingungen, die so genannte Loschmidt-Zahl L, auch Avogadrozahl (in Berichte der Wiener Akademie 52 (1865), 345)
Kultur
- 17. Februar: Uraufführung der Oper Der Deserteur von Ferdinand Hiller in Köln
- 4. April: Max und Moritz von Wilhelm Busch erscheint erstmals
- 15. April: Uraufführung der Oper Le Bœuf Apis von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 28. April: Uraufführung der Oper L'Africaine (Die Afrikaberin) von Giacomo Meyerbeer an der Opéra-Comique in Paris
- 21. Mai: Uraufführung des lyrischen Dramas Der Cid von Peter Cornelius am Hoftheater Weimar
- 10. Juni: Uraufführung der Oper Tristan und Isolde von Richard Wagner im Königlichen Hof- und Nationaltheater München
- 2. Juli: Gründung der Heilsarmee
- 28. September: Uraufführung der Oper Straszny Dwór (das Gespensterschloß) von Stanislaw Moniuszko in Warschau
- 18. Oktober: Allgemeiner Deutscher Frauenverein in Leipzig gegründet
- 9. Dezember: Uraufführung der Oper Le Voyage en Chine von François Bazin an der Opéra-Comique in Paris
- 6. Januar: Nikolai Jakowlewitsch Marr, georgischer Sprachwissenschaftler († 1934)
- 8. Januar: Winnaretta Singer, Musikmäzenin († 1943)
- 13. Januar: Peter Bruckmann, Fabrikant († 1937)
- 22. Januar: Jean Paul Ertel, deutscher Komponist († 1933)
- 26. Januar: Sabino Arana Goiri, spanisch-baskischer Dichter und Politiker († 1903)
- 31. Januar: Henri Desgrange, Begründer der Tour de France († 1940)
- 9. Februar: Erich Dagobert von Drygalski, deutscher Geograph, Geophysiker und Polarforscher († 1949)
- 15. Februar: Emil Kraepelin, deutscher Psychologe († 1926)
- 17. Februar: Ernst Troeltsch, deutscher Theologe und Politiker († 1923)
- 19. Februar: Sven Hedin, schwedischer Geograf und Forschungsreisender († 1952)
- 21. Februar: Walter Boveri, Industrieller, Gründer von Brown, Boveri & Cie (BBC) († 1924)
- 22. Februar: Otto Modersohn, deutscher Maler († 1943)
- 25. Februar: Andranik Torosi Ozanyan, armenischer Widerstandskämpfer († 1927)
- 27. Februar: Jacques Mieses, deutsch-britischer Schachspieler († 1954)
- 19. März: William Morton Wheeler, US-amerikanischer Ethologe († 1937)
- 25. März: Pierre Ernest Weiß, französischer Physiker († 1940)
- 1. April: Richard Adolf Zsigmondy, Chemiker, Bergsteiger († 1929)
- 9. April: Charles Proteus Steinmetz, deutsch-amerikanischer Elektroingenieur († 1923)
- 9. April: Erich Ludendorff, deutscher Offizier und General († 1937)
- 29. April: Max Fabiani, Architekt, Schüler Otto Wagners († 1962)
- 18. Mai: Traugott von Jagow, Polizeipräsident von Berlin († 1941)
- 25. Mai: Friedrich August III. (Sachsen), König des Königreich Sachsen († 1932)
- 25. Mai: John Raleigh Mott, US-Amerikanischer evangelischer Theologe († 1955)
- 25. Mai: Pieter Zeeman, niederländischer Physiker († 1943)
- 1. Juni: Alfred Götze, deutscher Prähistoriker († 1948)
- 3. Juni: Georg V., englischer König von 1910 bis 1936 († 1936)
- 9. Juni: Carl Nielsen, dänischer Komponist und Dirigent († 1931)
- 9. Juni: Nielsen, dänischer Komponist und Dirigent († 1931)
- 13. Juni: Karl Blossfeldt, deutscher Fotograf († 1932)
- 13. Juni: William Butler Yeats, irischer Dichter († 1939)
- 19. Juni: Alfred Hugenberg, deutscher Unternehmer und Politiker († 1951)
- 28. Juni: Otto Julius Bierbaum, deutscher Autor und Schriftsteller († 1910)
- 2. Juli: Lily Braun, deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1916)
- 6. Juli: Emil Jaques-Dalcroze, Komponist und Musikpädagoge († 1950)
- 17. Juli: Bernhard Dernburg, deutscher Politiker und Bankier († 1937)
- 18. Juli: Robert Gradmann, deutscher Pfarrer, Geograph, Botaniker und Landeskundler († 1950)
- 21. Juli: Robert Kahn, deutscher Komponist und Musikpädagoge († 1951)
- 22. Juli: Rudolf Heinze, deutscher Jurist und Politiker († 1928)
- 26. Juli: Philipp Scheidemann, sozialdemokratischer Politiker († 1939)
- 31. Juli: Alfons Heinrich, Herzog von Oporto und Herzog zu Sachsen († 1920)
- 1. August: Alfred Hoche, deutscher Psychiater († 1943)
- 3. August: Carl Dorno, deutscher Naturforscher († 1942)
- 6. August: Hannah Chaplin, britische Tänzerin und Sängerin († 1928)
- 8. August: Robert Haab, Schweizer Politiker († 1939)
- 10. August: Alexander Konstantinowitsch Glasunow, russischer Komponist († 1936)
- 15. August: Hantaro Nagaoka, japanischer Physiker († 1950)
- 16. August: Ettore Tolomei, italienischer Nationalist († 1952)
- 16. August: Denis Joseph Dougherty, Erzbischoff von Philadelphia († 1951)
- 24. August: Ferdinand I. (Rumänien), rumänischer König († 1927)
- 28. August: Caspar Klein, Bischof und der erste Erzbischof von Paderborn
- 12. September: Sophus Claussen, dänischer Schriftsteller († 1931)
- 18. September: Friedrich Wilhelm Kuhnert, deutscher Maler und Illustrator († 1926)
- 19. September: Oskar Dressel, deutscher Chemiker († 1941)
- 21. September: Georg Ludwig Rudolf Maercker, deutscher Generalmajor († 1924)
- 23. September: Suzanne Valadon, französische Malerin († 1938)
- 26. September: Otto Tetens, deutscher Naturwissenschaftler († 1945)
- 1. Oktober: Paul Dukas, französischer Komponist († 1935)
- 4. Oktober: Max Halbe, deutscher Schriftsteller und Dramatiker († 1944)
- 4. Oktober: Friedrich Lienhard, deutscher Schriftsteller und Wortführer der Heimatkunstbewegung († 1929)
- 7. Oktober: Theodor Scheimpflug, Entdecker der fotografischen Regel († 1911)
- 10. Oktober: Rafael Merry del Val y Zulueta, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1930)
- 11. Oktober: Emma Graf, Schweizer Frauenrechtlerin († 1926)
- 12. Oktober: Arthur Harden, britischer Biochemiker und Nobelpreisträger († 1940)
- 18. Oktober: Karl Eugen Neumann, Übersetzer der Reden des Buddha († 1915)
- 20. Oktober: Mackay-Hugh Baillie-Scott, britischer Architekt und Innenarchitekt († 1945)
- 25. Oktober: Walter Leistikow, Berliner Maler († 1908)
- 26. Oktober: Benjamin Guggenheim, US-amerikanischer Geschäftsmann († 1912)
- 28. Oktober: James Brendan Connolly, erster Olympiasieger der Neuzeit († 1957)
- 1. November: Sámuel Teleki, österreichisch-ungarischer Politiker († 1916)
- 2. November: Warren G, 29. Präsident der USA († 1923)
- 6. November: William Boog Leishman, britischer Mediziner († 1926)
- 19. November: Otto Eckmann, deutscher Maler und Grafiker († 1902)
- 24. November: Adolf Damaschke, Pädagoge und ein Führer der Bodenreformbewegung († 1935)
- 3. Dezember: Gustav Jenner, deutscher Komponist († 1920)
- 8. Dezember: Jacques Salomon Hadamard, französischer Mathematiker († 1963)
- 8. Dezember: Jean Sibelius, finnischer Komponist († 1957)
- 23. Dezember: Albrecht von Württemberg, deutscher Adliger († 1939)
- 30. Dezember: Rudyard Kipling, britischer Schriftsteller und Dichter († 1936)
- 19. Januar: Pierre Joseph Proudhon, französischer Ökonom, Soziologe und Anarchist ( - 1809)
- 10. Februar: Heinrich Friedrich Emil Lenz, deutscher Physiker ( - 1804)
- 25. Februar: Otto Ludwig, deutscher Schriftsteller ( - 1813)
- 1. März: Anna Pawlowna, Königin der Niederlande ( - 1795)
- 2. April: Ambrose Powell Hill, US-amerikanischer General (Konföderation) ( - 1825)
- 2. April: Richard Cobden, englischer Unternehmer ( - 1804)
- 5. April: Jan Kaňka, tschechischer Komponist ( - 1772)
- 15. April: Abraham Lincoln, 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ( - 1809)
- 26. April: John Wilkes Booth, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1838)
- 28. April: Samuel Cunard, kanadischer Geschäftsmann und Reeder ( - 1787)
- 30. April: Robert FitzRoy, britischer Marineoffizier und Meteorologe ( - 1805)
- 21. Mai: Christian Jürgensen Thomsen, dänischer Altertumsforscher ( - 1788)
- 24. Mai: Sophie Barat, Gründerin des katholischen Frauenordens der Sacré Coeur-Schwestern ( - 1779)
- 29. Mai: Bernard-Pierre Magnan, französischer General und Marschall von Frankreich ( - 1791)
- 6. Juni: William Clark Quantrill, Partisanen-Führer im amerikanischen Sezessionskrieg ( - 1837)
- 13. August: Ignaz Semmelweis, österreichischer Arzt (Hygiene-Pionier) ( - 1818)
- 23. August: Ferdinand Georg Waldmüller, Maler und Kunstschriftsteller ( - 1793)
- 26. August: Johann Franz Encke, deutscher Astronom ( - 1791)
- 27. August: Thomas Chandler Haliburton, kanadischer Schriftsteller ( - 1796)
- 29. August: Gustav Harkort, deutscher Unternehmer, Bankier und Eisenbahnpionier ( - 1795)
- 2. September: William Rowan Hamilton, irisch-englischer Mathematiker und Physiker ( - 1805)
- 28. September: Carl Alexander Heideloff, deutscher Architekt und Denkmalpfleger ( - 1789)
- 12. Oktober: Samuel Marot, evangelischer Theologe ( - 1770)
- 18. Oktober: Henry John Temple, britischer Politiker ( - 1784)
- 25. November: Heinrich Barth, deutscher Afrikaforscher ( - 1821)
- 28. November: Johann Martin Lappenberg, deutscher Historiker ( - 1794)
- 1. Dezember: Abraham Emanuel Fröhlich, Schweizer Theologe und Schriftsteller ( - 1796)
- 4. Dezember: Adolph Kolping, deutscher katholischer Priester ( - 1813)
- 10. Dezember: Leopold I. (Belgien), König von Belgien ( - 1790)
- 31. Dezember: Fredrika Bremer, schwedische Schriftstellerin und Führerin der Frauenbewegung ( - 1801)
Staatsoberhäupter
Europa
- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (1861–1889)
- Schweiz: Karl Schenk, Bundespräsident der Schweiz
ko:1865년
simple:1865
1987
Jahreswidmungen
- 1987 ist „Internationales Jahr zur Beschaffung von Unterkünften für Obdachlose“
- Das Braunkehlchen (lat. Saxicola rubetra) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- 1. Januar: Pierre Aubert wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Radio Moskau sendet in Russland die Neujahrsansprache des US-Präsidenten Ronald Reagan an das sowjetische Volk
- 16. Januar: Michel Camdessus, Frankreich, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 25. Januar: Bei der Bundestagswahl in Deutschland wird die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP in ihrem Amt bestätigt
- 23. Februar: Die Supernova 1987A wird entdeckt. Sie ist die erste Supernova seit 1604, die mit bloßem Auge beobachtet werden kann
- 12. März: Der EuGH verurteilt die Bundesrepublik Deutschland das Inverkehrbringen von Bier, das in einem anderen EG-Mitgliedstaat rechtmäßig gebraut wurde, zuzulassen, auch wenn dieses nicht dem deutschen Reinheitsgebot entspricht. (EuGH, Rs. 178/84; Klage der EG-Kommission vom 6. Juli 1984)
- 23. März: Willy Brandt gibt seinen vorzeitigen Rücktritt als SPD-Parteivorsitzender bekannt
- 26. März: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Bosnien und Herzegowina sowie zwischen Deutschland und Kroatien
- 8. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Venezuela. In Kraft seit dem 2. März 1988
- 20. April: Antrag der Türkei auf EG-Mitgliedschaft (Europäischer Rat bestätigt diesen Antrag aber erst 1997)
- 4. Mai: Papst Johannes Paul II. weilt in Augsburg, besucht die Basilika St. Ulrich und Afra zum Gebet und nimmt die Benediktion des Priesterseminars vor
- 5. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Uruguay
- 21. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kenia. In Kraft seit dem 29. Juni 1988
- 28. Mai: Mathias Rust landet am Tag der Grenzstreitkräfte mit einer Cessna auf dem Roten Platz in Moskau, daraufhin werden einige altgediente, hohe Militärs vorzeitig pensioniert und die Perestrojka auch in der Armee vorgetrieben
- 2. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Bulgarien
- 3. Juni: Erster Staatsbesuch von Erich Honecker, (DDR), in den Niederlanden
- 19. Juni: Bei einem Bombenanschlag der ETA auf ein Kaufhaus in Barcelona kommen 18 Menschen ums Leben
- 22. Juni: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Uruguay. In Kraft seit dem 8. Mai 1989
- 1. Juli: Die Einheitliche Europäische Akte zur Schaffung des Europäischen Binnenmarkts tritt in Kraft
- 14. Juli: Der Antrag von Marokko auf Beitritt zur EG wird abgelehnt
- 28. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Benin. In Kraft seit dem 13. Mai 1988
- 31. August: Dschibuti wird Mitglied in der UNESCO
- 3. September: Das erste Konzert der Musikgruppe Fugazi findet statt im Wilson Center, Washington, D.C. (USA)
- 3. September: Burundi. Militärputsch
- 6. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Marokko. In Kraft seit dem 15. Januar 1990
- 11. Oktober: Barschel-Affäre erregt die deutsche Öffentlichkeit: Uwe Barschel wird in einem Hotel in Genf tot aufgefunden
- 15. Oktober: Burkina Faso. Blaise Compaoré wird Staats- und Regierungschef
- 17. Oktober: Die Cookinseln werden Mitglied in der UNESCO
- 20. Oktober: Aruba wird assoziiertes Mitglied in der UNESCO
- 24. Oktober: Kiribati wird Mitglied in der UNESCO
- 1. November: Afghanistan. Loja Dschirga verabschiedet die Verfassung der „Republik Afghanistan“ und wählt Generalsekretär Nadschibullah zum Staatspräsidenten
- 5. November: Spanien unterzeichnet den Atomwaffensperrvertrag
- 7. November: Tunesien. Zine El Abidine Ben Ali wird Staatspräsident
- 8. Dezember: Michail Gorbatschow und Ronald Reagan unterzeichnen den INF-Vertrag über den vollständigen Abbau aller nuklearen Mittelstreckenwaffen
- 8. Dezember: Bilaterales Umschuldungsabkommen zwischen Deutschland und Ägypten
- 8. Dezember: Beginn der ersten Intifada
- 11. Dezember: Ein Anschlag der ETA auf eine Kaserne der Guardia Civil in Saragossa fordert 11 Todesopfer
- 23. Dezember: Die Kinder des Drogerieketten-Besitzers Anton Schlecker werden entführt
- 31. Dezember: Robert Gabriel Mugabe wird zum Staatsoberhaupt in Simbabwe
- Mai: Der Privatsender Eureka TV beginnt den Sendebetrieb; aus ihm wird am 1. Januar 1989 ProSieben
- Backnang feiert das 750-jährige Jubiläum
Kultur
- 29. Januar: Uraufführung der Oper Habemeajaja von Boris Blacher an der Akademie der Künste in Berlin
- 22. Oktober: Uraufführung der Oper Nixon in China von John Adams an der Grand Opera an Houston, Texas
Katastrophen
- 6. März: Das Fährschiff Herald of Free Enterprise (Großbritannien) kentert vor dem Hafen von Zeebrugge. 188 Tote
- 10. März: Erdbeben der Stärke 7,0 in Kolumbien und Ecuador, über 1.000 Tote
- 9. Mai: Warschau, Polen. Eine gecharterte Verkehrsmaschine Iljuschin Il-62 der polnischen LOT, auf dem Weg nach New York, USA, stürzte kurz nach dem Start ab. 183 Menschen starben
- 7. Juli: In Herborn rast ein Tanklastzug in eine Eisdiele. Sechs Menschen sterben in den Flammen
- 16. August: Detroit, Michigan, USA. Eine McDonnell Douglas MD-80 der Northwest Airlines, auf dem Weg nach Phoenix stürzte kurz nach dem Start ab und kracht in eine belebte Straße. 156 Menschen starben, ein Kind wurde gerettet
- 15. November: Denver, Colorado, USA. Absturz einer Douglas DC-9 der Continental Airlines kurz nach dem Start wegen vereister Tragflächen. 28 von 82 Passagieren starben
- 28. November: Mauritius. Eine Boeing 747 der South African Airways, auf dem regulären Flug von Taiwan nach Südafrika, versuchte nach einem Feuerausbruch im Frachtraum eine Notlandung auf Mauritius. Dies missglückte und die Maschine stürzte ins Meer. Alle 160 Menschen an Bord starben
- 29. November: Burma. In einer Boeing 707 der Korean Air explodierte eine vorher an Bord gebrachte Bombe. Alle 115 Menschen an Bord starben
- 7. Dezember: Nähe Paso Robles, Kalifornien, USA.Eine BAe 146 der Pacific Southwest Airlines stürzte ab, nachdem ein ehemaliger Mitarbeiter der USAir seinen früheren Vorgesetzten an Bord erschossen hatte. Alle 43 Personen an Bord starben
- 20. Dezember: Nähe Mindoro, Philippinen. Beim Untergang der philippinischen Fähre Dona Paz nach einer Kollision mit dem Tanker „Vector“ sterben 4.375 Passagiere und Besatzungsmitglieder der „Dona Paz“ und 11 Besatzungsmitglieder der „Vector“. Es gibt insgesamt nur 26 Überlebende. Es handelt sich damit um das schwerste Schiffsunglück in Friedenszeiten
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Das Neujahrs-Skispringen in Garmisch-Partenkirchen gewinnt der Deutsche Andreas Bauer
- 7. März: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen James (Bonecrusher) Smith im Hilton Hotel, Las Vegas, Nevada, USA, durch Sieg nach Punkten
- 30. Mai: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Pinklon Thomas im Hilton Hotel, Las Vegas, Nevada, USA, durch K. o.
- 26. Juli bis 2. August: Deutschland (mit Steffi Graf und Claudia Kohde-Kilsch) gewinnt das Fed Cup-Finale gegen die USA (in Vancouver, Kanada)
- 1. August: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tony Tucker im Hilton Hotel, Las Vegas, Nevada, USA, durch Sieg nach Punkten
- 16. Oktober: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tyrell Biggs in der Convention Hall, Atlantic City, New Jersey, USA, durch technischen K. o.
- 2. Januar: Sören Halfar, deutscher Fußballspieler
- 13. Januar: Radosław Wojtaszek, polnischer Schachspieler
- 8. Februar: Carolina Kostner, italienische Eiskunstläuferin
- 11. Februar: Robert Fleßers, deutscher Fußballspieler
- 19. Februar: Martin Büchel, Fußballspieler
- 6. März: Hannah Taylor-Gordon, britische Filmschauspielerin
- 6. März: Kevin-Prince Boateng, deutscher Fußballspieler
- 12. März: Teymur Rəcəbov, aserbaidschanischer Schachgroßmeister
- 20. März: Nizamettin Çalışkan, türkischer Fußballspieler
- 31. März: Humpy Koneru, indische Schachspielerin
- 9. April: Jesse McCartney, US-amerikanischer Schauspieler und Musiker
- 11. April: Joss Stone, britische Soulsängerin
- 19. April: Maria Jurjewna Scharapowa, russische Profi-Tennisspielerin
- 4. Mai: Francesc Fabregas, spanischer Fußballspieler
- 3. Juni: Rafael Nadal, spanischer Tennisspieler
- 3. Juni: Lalaine Vergara-Paras, US-amerikanische Schauspielerin
- 4. Juni: Christiane Stenger, deutsche Gedächtnissportlerin
- 11. Juni: Gonzalo Castro, spanischer Fußballspieler
- 29. Juni: Marc-André Kruska, deutscher Fußballspieler
- 7. August: Sidney Crosby, kanadischer Eishockeyspieler
- 14. August: Rosalie Thomass, deutsche Schauspielerin
- 22. August: Dan Weekes-Hannah, neuseeländischer Schauspieler
- 5. September: Pierre Casiraghi, Tochter von Prinzessin Caroline von Hannover
- 6. September: Anna Anatoljewna Pawlowa, russische Turnerin und Olympiateilnehmerin
- 7. September: Evan Rachel Wood, US-amerikanische Schauspielerin
- 22. September: Tom Felton, britischer Schauspieler
- 26. September: Zlatko Junuzovic, österreichischer Profifußballspieler
- 28. September: Hilary Duff, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 24. Oktober: Anthony Vanden Borre, ist ein belgischer Fußballnationalspieler
- 25. Oktober: Fabian Hambüchen, deutscher Gerätturner
- 3. November: Gemma Ward, australisches Mannequin
- 13. November: Rina Thieleke, deutsche Eiskunstläuferin
- 7. Dezember: Angel Carter, Model
- 7. Dezember: Aaron Carter, Sänger
- 9. Dezember: Hikaru Nakamura, US-amerikanischer Schachgroßmeister
- 23. Dezember: Daniela Götz, Schwimmerin
- 31. Dezember: Jan Smit, niederländischer Sänger
- 5. Januar: Jesco von Puttkamer (Publizist), deutscher Politiker und Diplomat ( - 1919)
- 14. Januar: Douglas Sirk, erfolgreicher Bühnenregisseur und später Filmregisseur der UFA ( - 1897)
- 14. Januar: Johann Cramer, deutscher Politiker ( - 1905)
- 14. Januar: Rauli Somerjoki, finnischer Rockmusiker und Sänger ( - 1947)
- 17. Januar: Hugo Fregonese, ehemaliger Regisseur argentinischer Herkunft ( - 1908)
- 22. Januar: Fabio Metelli, Psychologe ( - 1907)
- 23. Januar: Elly Linden, deutsche Politikerin ( - 1895)
- 26. Januar: James Barnes, US-amerikanischer Komponist und Professor ( - 1949)
- 28. Januar: Grete Rehor, österreichische Politikerin ( - 1910)
- 30. Januar: Joe Lederer, österreichische Journalistin und Schriftstellerin ( - 1904)
- 31. Januar: Benno von Wiese, deutscher Germanist ( - 1903)
- 1. Februar: Christian Broda, österreichischer Politiker ( - 1919)
- 1. Februar: Gustav Knuth, deutscher Schauspieler ( - 1901)
- 2. Februar: Alistair MacLean, schottischer Schriftsteller ( - 1922)
- 2. Februar: Jakow Borissowitsch Estrin, russischer Schachspieler ( - 1923)
- 4. Februar: Liberace, US-amerikanischer Entertainer ( - 1919)
- 4. Februar: Carl Rogers, US-amerikanischer Psychologe und Jugend-Psychotherapeut ( - 1902)
- 9. Februar: Costante Girardengo, italienischer Radrennfahrer ( - 1893)
- 10. Februar: Anton Donhauser, deutscher Politiker ( - 1913)
- 10. Februar: Hans Rosenthal, deutscher TV-Showmaster ( - 1925)
- 12. Februar: Rudolf Henz, österreichischer Schriftsteller; Programmdirektor des österr. Rundfunks ( - 1897)
- 16. Februar: Alois Brems, katholischer Bischof von Eichstätt ( - 1906)
- 19. Februar: Kirsten Walther, dänische Schauspielerin ( - 1933)
- 20. Februar: Joseph Parecattil, Erzbischof von Ernakulam und Kardinal ( - 1912)
- 20. Februar: Adrian Cruft, britischer Komponist und Professor ( - 1921)
- 20. Februar: E. P. Jacobs, belgischer Zeichner von Comics. ( - 1904)
- 22. Februar: Hildegard Domizlaff, deutsche Bildhauerin, Holzschnitt- und Schmuckkünstlerin ( - 1898)
- 22. Februar: Andy Warhol, Begründer und der bedeutendste Künstler der Pop-Art ( - 1928)
- 23. Februar: José Afonso, portugiesischer Sänger und Komponisten ( - 1929)
- 28. Februar: Anny Ondra, deutsch-tschechische Schauspielerin ( - 1903)
- 28. Februar: Karl Emerich Krämer, deutscher Schriftsteller ( - 1918)
- 3. März: Danny Kaye, US-amerikanischer Schauspieler, Komiker und Sänger ( - 1913)
- 5. März: Josef Gregor, deutscher Volksliedpädagoge ( - 1903)
- 13. März: Bernhard Grzimek, Tierarzt, Tierfilmer, Autor und Herausgeber von Tierbüchern ( - 1909)
- 17. März: Georg Lammers, deutscher Leichtathlet ( - 1905)
- 18. März: Karl Heinz Robrahn, kath. Lyriker ( - 1913)
- 19. März: Louis-Victor de Broglie, französischer Physiker ( - 1892)
- 21. März: Jacob Taubes, Judaist, Religionssoziologe, Philosoph ( - 1923)
- 21. März: Robert Preston, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1918)
- 26. März: Eugen Jochum, deutscher Dirigent ( - 1902)
- 26. März: Georg Muche, Maler, Graphiker, Bauhausstil ( - 1895)
- 27. März: Max Spangenberg, Mitglied des Politbüros des ZK der SED inn der DDR ( - 1907)
- 28. März: Maria Augusta von Trapp, US-amerikanische Sängerin und Schriftstellerin ( - 1905)
- 2. April: Buddy Rich, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger ( - 1917)
- 4. April: C. L. Moore, Science Fiction und Fantasy Autorin ( - 1911)
- 10. April: Berta Drews, deutsche Schauspielerin ( - 1901)
- 11. April: Erskine Caldwell, US-amerikanischer Schriftsteller ( - 1903)
- 11. April: Primo Levi, italienischer Schriftsteller und Chemiker ( - 1919)
- 12. April: René Hardy, Mitglied der Résistance, vermutlich der Verräter von Jean Moulin ( - 1911)
- 13. April: Herbert Blumer, US-amerikanischer Soziologe ( - 1900)
- 14. April: Karl Höller, deutscher Komponist ( - 1907)
- 15. April: Lawrence Kohlberg, US-amerikanischer Psychologe und Professor ( - 1927)
- 17. April: Carlton Barrett, jamaikanischer Reggae-Schlagzeuger (The Wailers) ( - 1950)
- 19. April: Maxwell Taylor, General und Diplomat der Vereinigten Staaten ( - 1901)
- 21. April: Hermann Götz, deutscher Politiker ( - 1914)
- 21. April: Gustav Bergmann, österreichischer Wissenschaftstheoretiker ( - 1906)
- 27. April: Attila Hörbiger, österreichischer Schauspieler ( - 1896)
- 27. April: Walther Kauer, Schweizer Schriftsteller ( - 1935)
- 28. April: Emil Staiger, Professor der Germanistik an der Universität Zürich ( - 1908)
- 1. Mai: Walther G. Oschilewski, deutscher Publizist, Lyriker und Kulturhistoriker ( - 1904)
- 3. Mai: Dalida, Schlagersängerin und Schauspielerin ( - 1933)
- 4. Mai: Paul Butterfield, Musiker ( - 1942)
- 10. Mai: Hermann Glöckner, deutscher Maler ( - 1889)
- 14. Mai: Rita Hayworth, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1918)
- 17. Mai: Georgi Iwanowitsch Petrow, russischer Ingenieur ( - 1912)
- 17. Mai: Gunnar Myrdal, schwedischer Ökonom ( - 1898)
- 18. Mai: Heðin Brú, Färöischer Schriftsteller ( - 1901)
- 19. Mai: James Tiptree, Jr, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller ( - 1915)
- 21. Mai: Emmy Damerius-Koenen, Journalistin, Mitbegründerin des DFD ( - 1903)
- 24. Mai: Detlef Struve, deutscher Politiker ( - 1903)
- 24. Mai: Niklot Beste, Bischof in der ehemaligen DDR ( - 1901)
- 26. Mai: Norbert Kubat, Junger Berliner, der in Untersuchungshaft Selbstmord begann
- 29. Mai: Choudhary Charan Singh, Ministerpräsident Indiens ( - 1902)
- 1. Juni: Anthony de Mello, Jesuitenpriester und einer der bedeutendsten spirituellen Lehrer ( - 1931)
- 7. Juni: Clara Döhring, deutsche Politikerin und MdB ( - 1899)
- 12. Juni: Paul Janes, deutscher Fußballspieler ( - 1912)
- 13. Juni: Geraldine Page, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1924)
- 19. Juni: Ian Donald, britischer Gynäkologe ( - 1910)
- 23. Juni: Adrienne Gessner, österreichische Schauspielerin ( - 1896)
- 26. Juni: Henk Badings, niederländischer Komponist und Professor ( - 1907)
- 1. Juli: Philip Charles Lithman, britischer Rockgitarrist ( - 1949)
- 4. Juli: Bengt Strömgren, ein Bruce-Medailliengewinner ( - 1908)
- 7. Juli: Hannelore Schroth, deutsche Schauspielerin ( - 1922)
- 9. Juli: Rudolf Lenz, Schauspieler in Heimatfilmen ( - 1920)
- 10. Juli: John Hammond, US-amerikanischer Plattenproduzent, Musiker und Musikkritiker ( - 1910)
- 17. Juli: Jörg Fauser, deutscher Schriftsteller und Journalist ( - 1944)
- 17. Juli: Howard McGhee, US-amerikanischer Jazz-Trompeter ( - 1918)
- 18. Juli: Gilberto Freyre, brasilianischer Soziologe und Anthropologe ( - 1900)
- 24. Juli: Eugen Kogon, deutscher Publizist, Soziologe und Politikwissenschaftler ( - 1903)
- 1. August: Pola Negri, polnische Schauspielerin und ein Star des Stummfilms ( - 1894)
- 3. August: Bruno Heusinger, zweiter Präsident des Bundesgerichtshofs ( - 1900)
- 9. August: Jutta Balk, Malerin, Mitbegründerin des städtischen Puppentheaters in Magdeburg ( - 1902)
- 10. August: Patrick Aloysius O'Boyle, Erzbischof von Washington und Kardinal ( - 1896)
- 11. August: Alexander Ziegler, Schauspieler, Publizist und Schriftsteller ( - 1944)
- 14. August: Vincent Persichetti, US-amerikanischer Komponist und Professor ( - 1915)
- 16. August: Arthur Grundmann, deutscher Politiker ( - 1920)
- 17. August: Clarence Brown, US-amerikanischer Filmregisseur ( - 1890)
- 17. August: Rudolf Heß, nationalsozialistischer Politiker ( - 1894)
- 17. August: Carlos Drummond de Andrade, brasilianischer Lyriker ( - 1902)
- 21. August: Imre Reiner, ungarischer Maler, Grafiker und Typograf ( - 1900)
- 23. August: Siegfried Borris, deutscher Komponist, Musikwissenschaftler und Musikpädagoge ( - 1906)
- 1. September: Gerhard Fieseler, Industrieller, Nationalsozialist, Flugzeugkonstrukteur, Kunst- und Jagdflieger ( - 1896)
- 2. September: William Borm, FDP-Politiker und DDR-Agent ( - 1895)
- 3. September: Morton Feldman, US-amerikanischer Komponist ( - 1926)
- 6. September: Richard Schneider, katholischer Geistlicher und im KZ Dachau inhaftiert ( - 1893)
- 8. September: Gordon M. Gollob, deutscher Jagdflieger und General der Jagdflieger ( - 1912)
- 8. September: Klaus Immelmann, deutscher Verhaltensbiologe ( - 1935)
- 9. September: Gunnar de Frumerie, schwedischer Pianist und Komponist ( - 1908)
- 11. September: Lorne Greene, kanadischer Schauspieler ( - 1915)
- 11. September: Peter Tosh, jamaikanischer Sänger ( - 1944)
- 13. September: Mervyn LeRoy, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent ( - 1900)
- 18. September: Américo Tomás, Admiral, portugiesischer Staatspräsident (1958 bis 1974) ( - 1894)
- 19. September: Einar Gerhardsen, norwegischer sozialdemokratischer Politiker ( - 1897)
- 21. September: Jaco Pastorius, US-amerikanischer Jazzmusiker und Komponist ( - 1951)
- 23. September: Bob Fosse, US-amerikanischer Filmregisseur ( - 1927)
- 23. September: Maria Müller-Gögler, deutsche Schriftstellerin. ( - 1900)
- 25. September: Mary Astor, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1906)
- 26. September: Herbert Tichy, Schriftsteller, Bergsteiger ( - 1912)
- 26. September: Ethel Catherwood, kanadische Leichathletin ( - 1908)
- 27. September: Jochen Steffen, Politiker ( - 1922)
- 28. September: Mario von Galli, Jesuit, theologischer Redaktor und Publizist ( - 1904)
- 29. September: Henry Ford II, Enkel von Henry Ford, Präsident der Ford Motor Company von 1945–1960 ( - 1917)
- 30. September: Alfred Bester, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor ( - 1913)
- 3. Oktober: Kalervo Palsa, finnischer Maler des Expressionismus ( - 1947)
- 3. Oktober: Jean Anouilh, französischer Schriftsteller ( - 1910)
- 3. Oktober: Hans Gál, österreichischer Komponist ( - 1890)
- 9. Oktober: William Parry Murphy, US-amerikanischer Arzt, Nobelpreisträger ( - 1892)
- 9. Oktober: Eugen Steimle, Chef des SD in Stuttgart ( - 1909)
- 11. Oktober: Uwe Barschel, CDU-Politiker, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein ( - 1944)
- 11. Oktober: Fritz Rößler, deutscher Politiker ( - 1912)
- 12. Oktober: Martin Ness, deutscher Tischtennisspieler ( - 1942)
- 12. Oktober: Fahri Korutürk, türkischer Politiker und Admiral ( - 1903)
- 12. Oktober: Heinz Vollmar, deutscher Fußballspieler ( - 1936)
- 13. Oktober: Walter H. Brattain, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger. ( - 1902)
- 13. Oktober: Gisela Andersch, deutsche Malerin, Graphikerin und Collagekünstlerin ( - 1913)
- 14. Oktober: Otto Bertram, Luftwaffenoffizier im Dritten Reich und Bundeswehr ( - 1916)
- 15. Oktober: Thomas Sankara, charismatischer, linksgerichteter Politiker in Burkina Faso ( - 1949)
- 16. Oktober: Joseph Höffner, deutscher Kardinal ( - 1906)
- 19. Oktober: Igor Newerly, polnischer Schriftsteller und Pädagoge ( - 1903)
- 19. Oktober: Jacqueline du Pré, englische Cellistin ( - 1945)
- 19. Oktober: Hermann Lang, deutscher Rennfahrer ( - 1909)
- 20. Oktober: Andrei Nikolajewitsch Kolmogorow, russischer Mathematiker ( - 1903)
- 23. Oktober: Diether Ritzert, Maler und Graphiker ( - 1927)
- 23. Oktober: Karlfranz Schmidt-Wittmack, deutscher Politiker, MdB ( - 1914)
- 28. Oktober: André Masson, französischer Maler ( - 1896)
- 29. Oktober: Jakob Bräckle, deutscher Maler ( - 1897)
- 29. Oktober: Woody Herman, US-amerikanischer Jazzmusiker, Klarinettist und Bandleader ( - 1913)
- 30. Oktober: Joseph Campbell, US-amerikanischer Professor und Autor ( - 1904)
- 4. November: Paulin Soumanou Vieyra, Pionier des afrikanischen Kinos ( - 1925)
- 6. November: Sydney Morris Cockerell, britischer Buchbinder, Buchrestaurator und Papierdesigner ( - 1906)
- 6. November: Jean Rivier, französischer Komponist ( - 1896)
- 10. November: Seyni Kountché, ehemaliger Präsident von Niger ( - 1931)
- 12. November: Maria Felchlin, erste praktizierende Ärztin des Kantons Solothurn ( - 1899)
- 12. November: Cornelis Vreeswijk, holländisch-schwedischer Troubadur, Komponist und Dichter ( - 1937)
- 18. November: Jacques Anquetil, französischer Radrennfahrer ( - 1934)
- 19. November: Wilhelm Käber, Politiker Landesminister ( -
SynthetischAls Synthese (spätlateinisch synthesis, von griechisch σύνθεση, sýnthessi - die Zusammensetzung, Zusammenfassung, Verknüpfung) bezeichnet man die Vereinigung von zwei oder mehr Elementen (Bestandteilen) zu einer neuen Einheit. Oftmals wird mit der "Synthese" auch das Ganze selbst, d.h. das Resultat der synthetischen Tätigkeit bezeichnet. Die Synthese ist untrennbar verbunden mit dem ihr entgegengesetzten Verfahren der Analyse.
Synthese in der Philosophie
Worauf sich diese Vereinigung bezieht, richtet sich je nach Philosoph. So ist bei Hegel die Synthese ein Prozess zum Erkenntnisgewinn, bei Kant dient es nur zur Kategoriesierung von Urteilen u.a. (z.B. "synthetisches Urteil").
Allgemein
Der Vorgang der Analyse endet in der Erkenntnis über das Wesen einer Erscheinung und deren innerer Zusammenhänge. Die Synthese kehrt diesen Vorgang um und versucht aus den Elementen, welche durch die Analyse gefunden wurden, ein neues Ganzes zusammen zu setzen. Dialektisch erhebt die Synthese das Einzelne auf die Stufe des Allgemeinen, das Konkrete auf die des Abstrakten, sie fasst das Mannigfaltige zu einer Einheit zusammen. Dadurch gelangt man mit elementareren zu komplexeren Begriffen.
Historisch
Im europäisch historischen Sinne sind erste Ansätze dazu sind bei Platon, Aristoteles und Pappos von Alexandria vorhanden, als man die Synthese nach einer Problemanalyse als Konstruktionsverfahren für geometrische Problemlösungen stellte . Die oben beschriebene Neuordnung der einzelnen Elemente führt zu logischen und wahren Sätzen der Geometrie (Euklidische Geometrie). In der neuzeitlichen Algebra wird darunter die Suche nach den hinreichenden Bedingungen für das Gleichungslösen verstanden. Newton schloß sich dieser von Pappos v. Alexandria maßgeblich bestimmten Methodik an und versteht unter der Synthese die Ableitung von physikalischen Prinzipien aus den mechanischen Prinzipien. Auch hier wird in der analytischen Mechanik die Suche nach hinreichenden Lösungsbedingungen von Bewegungsgleichungen verstanden. Nach Kant gibt es synthetische Sätze oder Urteile, in denen nicht analytisch erklärbare Teile hinzu kommen und ihnen somit scheinbar Neues hinzufügen. Man spricht in diesem Zusammenhang von Erweiterungsurteilen. In der modernen Wissenschaftstheorie wird hierbei noch zwischen formal-synthetischen Aussagen und materiell-synthetischen Aussagen unterschieden. Erstere werden durch das Handeln mit bestimmten Symbolen und der Regeln für den Umgang mit diesen gerechtfertigt. Bei den materiell-synthetischen Aussagen wird mittels Rückgang auf die Elemente eine bestimmte ideale Form geschlossen. In der Hegelschen Dialektik bedeutet die Synthese die höhere Einheit von These und Antithese in dessen Zusammenhang man von der Negation der Negation (allg. Grundgesetze der Dialektik) spricht, in welcher sich aus Quantitäten in einer höheren Ebene neue Qualitäten entwickeln.
Kant
Der Philosoph Immanuel Kant geht davon aus, dass die Welt nicht ohne unsere eigenen so genannten synthetisierenden Leistungen gedacht werden kann. In der Erkenntnistheorie wird behauptet, dass jeder Erfahrung eine transzendentale Synthese zugrunde liegt.
Hegel
Bei Hegel bezeichnet Synthese das Abwägen einer These gegenüber deren Antithese mit dem Ziel der Aufstelllung einer neuen These, deren Wahrheitsgehalt die beiden Ausgangsthesen übertrifft und ihren gegenseitigen Widerspruch aufhebt. Diese erkenntnistheoretische Methode wird als Dialektik bezeichnet.
Synthese in der Technik
Gegenstand der Synthese von technischen Systemen ist das Problem, vorgegebene bzw. geforderte Verhaltensweisen durch technische Systeme zu realisieren. Gegenüber der empirischen Arbeitsweise oder der des Experimentes, wird bei der Synthese aus einem mathematisches Modell die Realisierung gewonnen. Aus Erfahrungen der Analyse ist bekannt, dass es oft mehrere Realisierungen gibt, die in mindestens einer ihrer Eigenschaften übereinstimmen. Daraus geht hervor, dass das Syntheseproblem und damit die speziellen Syntheseaufgaben nicht eindeutig lösbar sind. Die Teilaufgaben einer Sythese sind: 1. Mathematische Synthese, 2. Struktursynthese, 3. Äquivalenzetappe, 4. Realisierung
Spezielle Anwendungsgebiete
- der Entwurf neuer Stoffe aus der Kombination bestimmter Elemente und Gruppen, spezielles Gebiet insb. der organischen Chemie: Synthese (Chemie), Katalysator
- in der Elektrotechnik der Entwurf von linearen sowie nichtlinearen Systemen, Schaltkreisen und elektromagnetischen Feldern, auch der Entwurf von digitalen Schaltkreisen: Synthese (Elektrotechnik), Wilhelm Cauer
- in der Mechanik der Entwurf von Systemen, die zur Realisierung einer vorgegebenen Bewegungsaufgabe dienen, z.B. eines Getriebes
- in anderen pysikalischen Gebieten in denen Bewegungsprozesse oder Felder synthetisiert werden sollen Thermodynamik, geometrische Optik, Quantenmechanik
- in der Informatik wird die Synthese als Problemlösungsstrategie von wissensbasierten Systemen angewendet: künstliche Intelligenz
- in der Biologie, insbesondere in der Physiologie von Lebewesen bezeichnete Vorgänge der Zerlegung einzelner Teile des Ganzen und deren veränderter Rekombination: Biosynthese, Chemosynthese, Photosynthese
- in der Musik, in der man mit der Kenntnis bestimmter einzelner instrumenteller Elemente und bestimmter harmonischer Regeln neue Stücke komponieren kann: Synthesizer, Herbert Brün, Musiktheorie
- im künstlerischen Bereich im Allgemeinen, in der man mit Kenntnis bestimmter künstlerischer Elemente und deren Kombination neue Formen und Kompositionen schaffen kann: bildende Kunst, Architektur
Literatur, Quellen
- Mittelstraß (Hrsg.): Enzyklopädie Philosopie und Wissenschaftstheorie (in 4 Bd.), J.B. Metzler Verlag, Stuttgart 1980-1996
- Klaus, Buhr (Hrsg.): Philosophisches Wörterbuch (in 2 Bd.), Bibliographisches Institut, Leipzig (versch. Auflagen)
Kategorie:Erkenntnistheorie
Kategorie:Wissenschaftstheorie
Kategorie:Systemtheorie
Kategorie:Kybernetik
Kategorie:Ort in GrönlandSiehe auch Städte in Grönland
Grönland
Kategorie:Grönland Wikipedia:Articles for deletion/Dnforum.com
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