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| Franz Lambert |
Franz LambertFranz Lambert ( - 11. März 1948 in Heppenheim) ist ein deutscher Komponist und Organist.
Lambert ist seit 1969 ein erfolgreicher Musiker. Er hat unter anderem 100 Alben veröffentlicht. Er spielt die Wersi-Orgel, mit der er immer allein auftritt.
Als Jugendlicher lernte er vier Jahre lang am Konservatorium Klavier, machte anschließend aber eine Hotelfachlehre. In der elterlichen Gaststätte "Zum Felsenkeller" spielte er mit 16 Jahren das erste Mal in der Öffentlichkeit an einer Hammond-Orgel. 1969 trat er in der Unterhaltungssendung „Zum Blauen Bock“ auf. Im Anschluss folgte sein erster Plattenvertrag. Lambert trat in zahlreichen Fernsehsendungen, wie z. B. „Der Große Preis“ oder „Das Traumschiff“, auf.
Bemerkenswert waren auch seine Auftritte vor und mit der Prominenz, z. B. Königin Sophia von Spanien, Prinz Charles und Helmut Schmidt, mit dem er unter anderem vierhändig spielte.
In südamerikanischen Stadien spiele Lambert schon in Stadien vor 80.000 Menschen.
Zu seinen Kompositionen zählen vor allem die offizielle FIFA-Hymne, die seit der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA weltweit verwendet wird, sowie die Titel „Lady in Blue“, „Begegnungen“, „Why“,
„La Musica“, „Victory und „First Love“.
Lambert ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Im Jahr 2005 startet Franz Lambert seine Jubiläums-Tournee.
Weblinks
- http://www.franzlambert.de
Lambert, Franz
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11. März
Der 11. März ist der 70. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 71. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 295 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1405 - Der Römer geht in den Besitz der Stadt Frankfurt am Main über und wird deren Rathaus.
- 1502 - Mit der Thronbesteigung von Ismail I. Safiadin beginnt in Persien die Herrschaft der Safawiden.
- 1649 - Die Frondeurs und der französische Staat unterzeichnen den Frieden von Rueil.
- 1824 - Das United States Department of War gründet das Büro für indianische Angelegenheiten.
- 1845 - Der 1. Maori-Krieg beginnt, nachdem der Vertrag von Waitangi aus dem Jahre 1840 von den Briten gebrochen wurde.
- 1861 - Amerikanischer Bürgerkrieg: Die Verfassung der Südstaaten wird verabschiedet.
- 1907 - Der bulgarische Ministerpräsident Dmitri Petkow wird in Sofia.
- 1917 - Februarrevolution in Russland.
- 1924 - Alexandros Papanastasiou wird Ministerpräsident Griechenlands.
- 1946 - Paul Henri Spaak wird Regierungschef in Belgien.
- 1966 - In Indonesien übernimmt General Hadji Mohamed Suharto durch einen Putsch die Macht.
- 1985 - Michail Gorbatschow wird Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion.
- 1985 - Barbados´: Bernard St. John wird Premierminister.
- 1990 - Said Mohamed Djohar wird zum Staatspräsident der Komoren gewählt
- 1990 - Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens
- 1990 - Patricio Aylwin Azocár wird Staatspräsident Chiles.
- 1994 - Eduardo Frei Ruiz-Tagle wird Staatspräsident Chiles.
- 1996 - John Howard wird Regierungschef in Australien
- 1998 - Dänemark. Ministerpräsident Poul Nyrup Rasmussen wird in seinem Amt bestätigt.
- 1999 - Der SPD-Politiker Oskar Lafontaine tritt von allen politischen Ämtern zurück.
- 2000 - Neuer Ministerpräsident Chiles ist Ricardo Lagos
- 2003 - Der gemäßigte islamisch-konservative Recep Tayyip Erdogan wird Ministerpräsident in der Türkei
- 2003 - Der Internationale Gerichtshof in Den Haag wird gegründet.
- 2004 - Bombenanschläge in Madrid, 192 Tote und mehr als 1.800 Verwundete.
Wirtschaft
- 1973 - Die Bildung eines Wechselkursblocks mit der D-Mark als Leitwährung wird von sechs der neun EG-Staaten beschlossen.
Wissenschaft und Technik
- 1702 - Die erste englischsprachige Tageszeitung "The Daily Courant" erscheint in London.
Kultur
- 1793 - Uraufführung der Oper Eugène ou La Piété filial von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1818 - Mary Shelleys Roman Frankenstein erscheint.
- 1830 - Die Oper "Il Capuletti ed i Montecchi" von Vincenzo Bellini wird im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt.
- 1851 - Giuseppe Verdis Oper "Rigoletto" wird in Venedig uraufgeführt.
Religion
- 1513 - Leo X. wird zum Papst gewählt.
Katastrophen
- 1864 - Eine Flutwelle beim Bruch des Dale-Dyke-Staudamms bei Sheffield in England fordert etwa 270 Todesopfer.
- 1933 - Ein Erdbeben unbekannter Stärke in Long Beach, Kalifornien fordert 115 Todesopfer.
- 2004 - Bei einer Serie von Bombenanschlägen islamischer Fundamentalisten sterben in Madrid 191 Menschen. Annähernd 1.500 Menschen werden teils schwer verletzt.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1544 - Torquato Tasso, italienischer Dichter
- 1526 - Heinrich Rantzau, dänischer Statthalter (produx cimbricus) des königlichen Anteils von Schleswig-Holstein
- 1726 - Wassili Jakowlewitsch Tschitschagow, russischer Admiral und Polarforscher
- 1785 - Eleonore Prochaska, deutsche Freiheitskämpferin
- 1770 - Jan Theobald Held, tschechischer Arzt und Komponist
- 1792 - Natale Abbadia, italienischer Komponist und Gesangslehrer
- 1810 - Eberhard zu Stolberg-Wernigerode, Politiker und preußischer Staatsbeamter
- 1811 - Urbain Leverrier, französischer Astronom und Mathematiker
- 1818 - Henri Etienne Sainte-Claire Deville, französischer Chemiker
- 1818 - Marius Petipa, französischer Tänzer
- 1827 - Franz Magnus Böhme, Musiklehrer, deutscher Volksliedforscher und -sammler
- 1830 - Eduard Dallmann, deutscher Entdecker und Polarforscher
- 1850 - Eduard Züblin, schweizerischer Ingenieur und Unternehmer
- 1855 - Josef Lang, österreichischer Henker
- 1876 - Carl Ruggles, US-amerikanischer Komponist
- 1883 - Paul Levi, deutscher Rechtsanwalt und Politiker
- 1887 - Raoul Walsh, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1890 - Vannevar Bush, US-amerikanischer Informatik-Wissenschaftler
- 1891 - Max Kaus, deutscher Maler und Graphiker
- 1892 - Otto Laubinger, Schauspieler am Berliner Staatstheater und Funktionär in der Zeit des Nationalsozialismus
- 1893 - Leopold Szondi, ungarischer Mediziner und Psychologe
- 1894 - Otto Grotewohl, deutscher Politiker und Ministerpräsident der DDR
- 1897 - Henry Cowell, US-amerikanischer Komponist
- 1899 - Friedrich IX., König von Dänemark
- 1901 - Josef Martin Bauer, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Lawrence Welk, US-amerikanischer Bandleader
- 1903 - Sir Ronald Syme, neuseeländischer Historiker
- 1904 - Albrecht von Hagen, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1906 - Beppo Brem, deutscher (bayerischer) Volksschauspieler
- 1906 - Ferid Alnar, türkischer Komponist
- 1906 - Zino Davidoff, ukrainisch-schweizerischer Unternehmer
- 1907 - Georg Maurer, deutscher Lyriker, Essayist und Übersetzer
- 1907 - Helmuth James Graf von Moltke, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1910 - Jacinta Marto, portugiesische Selige, Zeugin einer Marienerscheinung
- 1910 - Konstantin Konstantinowitsch Kokkinaki, sowjetischer Testpilot
- 1910 - Robert Havemann, deutscher Chemiker, Kommunist und Regimekritiker in der DDR
- 1911 - Alba de Céspedes, italienische Autorin
- 1915 - Karl Krolow, deutscher Schriftsteller
- 1915 - Vijay Samuel Hazare, indischer Cricket-Spieler
- 1915 - Werner Böhmer, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1916 - Ferdy Mayne, deutscher Schauspieler
- 1916 - Harold Wilson, britischer Politiker und Premierminister
- 1917 - Günter Goetzendorff, deutscher Politiker verschiedener Parteien
- 1920 - Art Todd, US-amerikanischer Sänger
- 1920 - Nicolaas Bloembergen, niederländisch-amerikanischer Physiker
- 1921 - Astor Piazzolla, argentinischer Tangomusiker, Bandoneon-Spieler und Komponist
- 1923 - Louise Brough, US-amerikanische Tennisspielerin
- 1924 - Jozef Tomko, slowakischer Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1926 - Peer Schmidt, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1927 - Freda Meissner-Blau, österreichische Politikerin
- 1927 - Joachim Fuchsberger, deutscher Schauspieler und Entertainer
- 1928 - Käthe Recheis, österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin
- 1930 - Günter Sieber, DDR-Minister für Handel und Versorgung, Botschafter der DDR in Polen
- 1930 - Troy Ruttman, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1931 - Janosch, deutscher Kinderbuchautor und Schriftsteller
- 1931 - Rupert Murdoch, australischer Medienunternehmer
- 1933 - Jesús Gil y Gil, spanischer Politiker und Unternehmer
- 1938 - Christian Wolff (Schauspieler), deutscher Schauspieler
- 1942 - Bob Lander, schwedischer Musiker
- 1944 - Lutz Mackensy, deutscher Schauspieler
- 1944 - Wolfgang Reiniger, deutscher Politiker, Oberbürgermeister von Essen
- 1945 - Harvey Mandel, US-amerikanischer Musiker
- 1947 - Blue Weaver, britischer Musiker
- 1947 - Mark Stein, US-amerikanischer Sänger
- 1948 - George Kooymans, niederländischer Musiker
- 1950 - Bobby McFerrin, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 1951 - Katie Kissoon, britische Sängerin
- 1952 - Douglas Noël Adams, englischer Schriftsteller
- 1954 - Walter Döring, deutscher Politiker
- 1955 - James Kazuo Koda, japanischer katholischer Priester und Bischof
- 1955 - Nina Hagen, deutsche Punk-Sängerin
- 1956 - Willie Banks, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1957 - Rupert Ahrens, Präsident der GPRA, dem Verband der PR-Agenturen in Deutschland
- 1959 - Maria Epple, deutsche Skirennläuferin
- 1961 - Bruce Watson, britischer Musiker
- 1961 - Mike Percy, britischer Musiker
- 1963 - Alex Kingston, US- amerikanische Schauspielerin
- 1964 - Karin Gastinger, österreichische Bundesministerin für Justiz
- 1964 - Leena Lehtolainen, finnische Schriftstellerin
- 1965 - Eric Jelen, deutscher Tennisspieler
- 1971 - Steffen Wesemann, deutscher Radrennfahrer
- 1972 - Kelly Slater, US-amerikanischer Profisurfer
- 1973 - Thomas Christiansen, dänischer Fußballspieler
- 1978 - Didier Drogba, ivorischer Fußballspieler
- 1980 - Federico Reddig, argentinischer Schauspieler
- 1981 - Matthias Schweighöfer, deutscher Schauspieler
- 1982 - Thora Birch, US-amerikanische Schauspielerin
Gestorben
- 222 - Elagabalus, römischer Kaiser
- 821 - Benedikt von Aniane, katholischer Heiliger
- 1486 - Albrecht Achilles, war von 1471 bis 1486 Kurfürst von Brandenburg
- 1514 - Bramante, italienischer Baumeister
- 1539 - Johannes Baptist Righi, franziskanischer Einsiedler
- 1685 - Marx Augustin, Legendärer Wiener Dudelsackspieler
- 1722 - John Toland, englischer Freidenker
- 1818 - Maria Luise Albertine von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg, Großmutter der preußischen Königin Luise
- 1820 - Alexander Mackenzie, britischer Geograph und Entdecker
- 1820 - Benjamin West, englischer Maler
- 1888 - Friedrich Wilhelm Raiffeisen, deutscher Sozialreformer, Gründer der Genossenschaftsbewegung, Bürgermeister von Flammersfeld ab 1848
- 1889 - Benjamin Franklin Baker, US-amerikanischer Komponist
- 1902 - Friedrich Engelhorn, deutscher Unternehmer, Gründer von BASF
- 1911 - Ernst Brenner, Schweizer Politiker
- 1913 - Carl Diercke, deutscher Kartograf
- 1924 - Helene von Mülinen, Kämpferin um das schweizerische Frauenstimmrecht
- 1924 - Helge von Koch, schwedischer Mathematiker
- 1924 - Peter Friedrich Georg von Holstein-Gottorp, Schwager des russischen Zaren Nikolaus II.
- 1930 - Silvio Gesell, Kaufmann, Finanztheoretiker und Begründer der Freiwirtschaftslehre
- 1931 - Friedrich Wilhelm Murnau, deutscher Regisseur
- 1932 - Hermann Gunkel, deutscher protestantischer Theologe
- 1944 - Edgar Zilsel, Philosoph
- 1955 - Alexander Fleming, britischer Bakteriologe und Nobelpreisträger
- 1956 - Sergei Nikiforowitsch Wassilenko, russischer Komponist und Dirigent
- 1957 - Richard Evelyn Byrd, US- amerikanischer Polarforscher und Admiral
- 1965 - Clemente Micara, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1967 - Hanns Lothar, deutscher Schauspieler
- 1968 - Bernhard Bleeker, deutscher Bildhauer
- 1968 - Josef Allgeier, deutscher Kameramann und Fotograf
- 1969 - John Wyndham, britischer SF-Autor
- 1970 - Erle Stanley Gardner, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1971 - Charlie Dunbar Broad, englischer Philosoph
- 1971 - Philo T. Farnsworth, Fernsehenpionier
- 1972 - Ferdinand Friedensburg, deutscher Politiker
- 1972 - Martin Blank, deutscher Politiker und MdB
- 1982 - Nikolai Petrowitsch Kamanin, sowjetischer Pilot
- 1986 - Sonny Terry, US-amerikanischer Bluesmusiker
- 1989 - John Jay McCloy, Jurist und Politiker
- 1992 - Richard Brooks, US-amerikanischer Regisseur
- 1999 - Hansjörg Martin, deutscher Schriftsteller
- 2002 - James Tobin, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler
- 2002 - Marion Gräfin Dönhoff, deutsche Publizistin
- 2002 - Rudolf Hell, deutscher Erfinder
- 2004 - Gerhard Bengsch, deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor
- 2005 - Herbert A. Strauss, deutschstämmiger US-amerikanischer Historiker
Feier- und Gedenktage
- Katholischer Gedenktag für Sophronius von Jerusalem
- Katholischer, evangelischer und orthodoxer Gedenktag für Pionius
Siehe auch
- 10. März - 12. März
- 11. Februar - 11. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
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ko:3월 11일
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Heppenheim
Heppenheim ist die Kreisstadt des Kreises Bergstraße und liegt an der Bergstraße am Rande des Odenwaldes.
Geografie
Heppenheim ist romantisch gelegen an sanften Weinbergen, unterhalb der mittelalterlichen Starkenburg. Charakteristisch für das Stadtbild ist neben der Burg auch St. Peter, der "Dom der Bergstraße" - so die volkstümliche Bezeichnung der großen, am 01. August 1904 eingeweihten katholischen Kirche, die kein Bischofssitz ist. Heppenheim liegt zentral an B 3, B 460 und A 5/A 67, fast auf halber Strecke zwischen Heidelberg und Darmstadt, in Südhessen an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg.
Die offizielle Bezeichnung der Stadt lautet „Heppenheim an der Bergstraße“. Im heimischen südhessischen Dialekt wird es auch Hepprum genannt.
„Bergstraße“ ist sowohl die Bezeichnung der von Darmstadt nach Heidelberg am Westrand des Odenwaldes bzw. Ostrand der Rheinebene verlaufenden Straße (heutige Bundesstraße 3) als auch der Landschaft in ihrer näheren Umgebung. Sie zeichnet sich durch ein außerordentlich mildes und sonniges Klima mit besonders früher Baumblüte aus.
Im Heppenheimer Stadtteil Ober-Laudenbach existiert eine hessenweit einzigartige Grenzkuriosität: Auf dem Gemeindegebiet finden sich zwei baden-württembergische Enklaven, von denen sich in einer eine weitere hessische Enklave befindet.
Stadtgliederung
Neben der Kernstadt besteht Heppenheim aus den Stadtteilen Unter- und Oberhambach, Kirschhausen (mit Ortsteil Igelsbach), Erbach, Sonderbach, Wald-Erlenbach, Mittershausen-Scheuerberg und Ober-Laudenbach, die im Zuge der hessischen Verwaltungsgebietsreform mit Wirkung zum 1. Januar 1972 nach Heppenheim eingemeindet wurden.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Heppenheims
Heppenheim wurde 755 erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadt war damals Mittelpunkt einer fränkischen Mark. Im Jahre 773 ging die Mark Heppenheim aufgrund einer Schenkung Karls des Großen in den Besitz des Reichsklosters Lorsch über, zu dessen Schutz im Jahre 1065 die Starkenburg über Heppenheim errichtet wurde. Das Kloster stand im Range eines Fürstentums. Heppenheim entwickelte sich im Laufe der Zeit zum verwaltungsmäßigen und wirtschaftlichen Mittelpunkt des Klostergebietes, verlor aber mit dem Niedergang des Klosters im 11./12ten Jahrhundert wieder an Bedeutung. Im Jahr 1229 unterstellte Kaiser Friedrich II. die Starkenburg, 1232 auch Kloster Lorsch mit Heppenheim der Verwaltung der Erzbischöfe von Kurmainz. Unterbrochen durch eine kurpfälzische Pfandherrschaft von 1461 bis 1623 blieb Heppenheim bis zum Reichsdeputationshauptschluß des Jahres 1803 Mainzer Besitz; sodann wurde es hessisch (zunächst Hessen-Darmstadt, seit 1948 Bundesland Hessen).
Das Stadtrecht besteht mindestens seit 1318, das Marktrecht vermutlich schon seit der ersten Hälfte des 9ten Jahrhunderts. Von 1265 (evtl. früher) bis 1803 war Heppenheim Sitz des Kurmainzer Amtes (Oberamtes) Starkenburg. Mit dem Erwerb durch Hessen-Darmstadt wurde das Oberamt Starkenburg aufgelöst. Heppenheim war nunmehr zunächst Sitz eines (stark verkleinerten) Amtes, seit 1821 Kreisstadt des Kreises Heppenheim, ab 1938 des Kreises Bergstraße, dem neben dem Kreis Heppenheim große Teile des damals aufgelösten Kreises Bensheim, nach dem Zweiten Weltkrieg auch die rechtsrheinischen Teile des Kreises Worms zugeteilt wurden.
In den Jahren 1369 und 1693 (zuletzt aufgrund der französischen Verwüstungen im Pfälzer Erbfolgekrieg) wurde Heppenheim durch Stadtbrände fast völlig zerstört. Die beiden Weltkriege überstand die Stadt bis auf geringe Schäden beim Einmarsch der Amerikaner im März 1945 unversehrt.
Die „Heppenheimer Versammlung“, ein Treffen führender Liberaler am 10. Oktober 1847 im Hotel „Halber Mond“, war Auftakt der deutschen Revolution der Jahre 1848/49. Aufgrund dieses historischen Bezuges wurde die Freie Demokratische Partei (FDP) am 11. Dezember 1948 in Heppenheim gegründet.
Vom 18. bis 27. Juni 2004 war Heppenheim Ausrichter des alljährlichen Hessentages.
Eine detaillierte Schilderung erfolgt im Artikel Geschichte Heppenheims.
Einwohnerentwicklung
Geschichte Heppenheims
Geschichte Heppenheims
Der starke Zuwachs zwischen 1971 und 1975 beruht auf den Eingemeindungen im Zuge der hessischen Verwaltungsgebietsreform im Jahre 1972.
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Die CDU stellt mit 18 von 37 Sitzen die stärkste Fraktion. Sie bildet mit der FDP eine Koalition.
Bürgermeister
Bei der Stichwahl am 10. April 2005 konnte sich Gerhard Herbert (SPD) gegen den Amtsinhaber Ulrich Obermayr (CDU) durchsetzen. Herbert wird das Amt des Bürgermeisters ab dem 1. September 2005 von Obermayr übernehmen, der 18 Jahre regierte.
Die Heppenheimer Bürgermeister seit Erlaß der Hessischen Gemeindeverfassung 1821:
1 Dr. Schiffers trat 1933 zur NSDAP über, um der neuen Entwicklung Rechnung zu tragen, bekam aber bald Schwierigkeiten mit der Partei und verlor deshalb 1937 sein Bürgermeisteramt.
2 Dr. Köhler übte das Bürgermeisteramt nur bis 1941 aus und wurde dann zur Wehrmacht eingezogen. Die Amtsgeschäfte führte während seiner Abwesenheit der Beigeordnete Franz Keil. Trotz Parteimitgliedschaft galt Dr. Köhler nicht als fanatischer Nationalsozialist, sondern als korrekter Bürgermeister.
3 Dr. König und Jakob Fleck wurden nach dem Einmarsch der Amerikaner 1945 jeweils kommissarisch zum Bürgermeister bestellt.
Seit 1924 (ab der Amtszeit von Karl Schiffers) wird das Bürgermeisteramt von einem Berufsbürgermeister ausgeübt.
Unter den Bürgermeistern sind besonders Wilhelm Höhn, Karl Schiffers und Wilhelm Metzendorf hervorzuheben, die die Stadt jeweils entscheidend vorangebracht haben.
Wappen
Das Wappenschild ist geteilt und unten gespalten. Es zeigt oben den rot-silber gestreiften hessischen Löwe, wachsend nach rechts - gewandt auf blauem Grund, mit goldener Krone und goldbegrifftem silbernem Schwert in der rechten Pranke. Im unteren rechten - Feld befindet sich das rote Lorscher Nagelspitzkreuz auf silbernem Grund, unten links - das Mainzer Rad, sechsspeichig silber auf rotem Grund.
Das der Stadt am 30. August 1913 durch Großherzog Ernst Ludwig verliehene Wappen symbolisiert die historischen Herrschaftsverhältnisse (Lorscher Besitz von 773 bis 1232, Mainzer Besitz bis 1803, seitdem hessisch), allerdings ohne Berücksichtigung der kurpfälzischen Pfandherrschaft von 1461 bis 1623. Das alte historische Wappen (z.B. auf dem 1645 veröffentlichten Merian-Stich dargestellt) zeigte einen sitzenden Bischof als Symbol der kurmainzer Herrschaft.
( - Die Begriffe „rechts“ und „links“ beziehen sich in der Heraldik auf die Sicht des Wappenträgers; für den Betrachter des Wappens verhält es sich umgekehrt. Siehe: Blasonierung)
Städtepartnerschaften
Partnerschaften bestehen mit folgenden Städten:
- Kaltern (Südtirol) seit 18. September 1971
- Le Chesnay (Frankreich) seit 12. April 1975
- West Bend (USA) seit 19. Juni 2004
Weiterhin besteht gemeinsam mit der Stadt Bubenreuth eine Patenschaft über Schönbach/Eger, Sudetenland (die Sudetendeutschen stellen die stärkste Gruppe unter den nach dem Zweiten Weltkrieg in Heppenheim aufgenommenen Heimatvertriebenen dar).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
Sudetenland
Sudetenland
- Marktplatz mit Rathaus, Fachwerkhäusern und Marienbrunnen
- Starkenburg auf dem Schlossberg
- Kath. Pfarrkirche St. Peter ("Dom der Bergstraße")
- Kurmainzer Amtshof
Heppenheim verfügt über einen weitgehend erhaltenen, in sich geschlossenen malerischen Altstadtkern mit einer Fläche von rund 6 ha, in dem sich bis auf die Starkenburg alle oben aufgeführten Sehenswürdigkeiten befinden. Die Altstadt ist von Fachwerkbebauung geprägt, die überwiegend im Zuge des Wiederaufbaues in den ersten Jahrzehnten nach der Zerstörung Heppenheims im Pfälzer Erbfolgekrieg 1693 auf den Überresten der mittelalterlichen Stadt entstanden ist. Von den in der ersten Hälfte des 19ten Jahrhunderts weitgehend niedergelegten Stadtmauern sind allerdings nur Fragmente erhalten.
Regelmäßige Veranstaltungen
Wichtige jährlich wiederkehrende Veranstaltungen sind:
- Heppenheimer Festspiele (täglich von Mitte/Ende Juli bis Anfang September)
- Bergsträßer Weinmarkt (Ende Juni)
- Internationales Straßentheater beim Festival Gassensensationen (Anfang Juli)
- Fasnachtsumzug (Fasnachtssonntag)
- Ferienspiele für Kinder von Vorschule bis 16 Jahren
- Kirchweih am 1. Wochenende im August
Starkenburg-Sternwarte
Die Heppenheimer Starkenburg-Sternwarte, eine Amateur-Sternwarte auf dem Schlossberg nahe der Starkenburg, hat sich auch überregional einen Namen in der Kleinplanetenforschung gemacht.
Museen und kulturelle Einrichtungen
- Museum für Stadtgeschichte und Volkskunde
- Konservatorium
- „Theater im Hof“ der „Festspiele Heppenheim GmbH“ (Ausrichter/Veranstalter der Heppenheimer Festspiele)
- Kreisvolkshochschule
- Haus am Maiberg (politische und soziale Bildungsstätte der Diözese Mainz)
Wirtschaft
Heppenheim zählt zum wirtschaftlich starken Rhein-Neckar-Dreieck und ist zusammen mit verschiedenen Nachbarstädten und -gemeinden (u.a. Bensheim, Lorsch und Lautertal) im hessischen Raumordnungsplan als Mittelzentrum ausgewiesen.
Es verfügt über günstige Wirtschaftsdaten, auch im Verhältnis zu den ohnehin günstigen Daten des Rhein-Neckar-Raumes und der Region Starkenburg (überdurchschnittliche Erwerbstätigenquote und besonders hoher Akademikeranteil bei überdurchschnittlich hoher Kaufkraft der Wohnbevölkerung).
Industrie
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zahlreiche Industriebetriebe angesiedelt, insbesondere aus den Bereichen Maschinenbau, Textil- und Lebensmittelproduktion (u.a. große Produktionsstätte der Langnese-Iglo GmbH). Später wurde das produzierende Gewerbe durch Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Marketing und Dienstleistungen ergänzt. An der B 3 befindet sich Nahe der Landesgrenze der seit 1932 bestehende Mineralbrunnenbetrieb Odenwald-Quelle. Kürzlich hat die Stadt die Niederlassung der Suzuki International Europe GmbH an die Nachbarstadt Bensheim verloren.
Weinbau
Heppenheim ist Weinstadt. Es gehört zum Weinbaugebiet Hessische Bergstaße, das mit ca. 460 ha Rebfläche ursprünglich das kleinste, seit der deutschen Wiedervereinigung das drittkleinste eigenständige Weinbaugebiet Deutschlands darstellt. Es erstreckt sich von Groß-Umstadt (bei Darmstadt) im Norden bis zur hessischen Landesgrenze im Süden. Allein 230 ha Rebfläche - also rund die Hälfte - entfallen auf Heppenheim einschließlich der Stadtteile Hambach und Erbach. Sie werden unter der Großlagenbezeichnung „Heppenheimer Schlossberg“ mit den Einzellagen Centgericht, Stemmler, Steinkopf, Schlossberg, Maiberg und Eckweg verkauft (bis 2004 gab es auch noch die Einzellagenbezeichnung Guldenzoll).
Aufgrund des besonders günstigen Klimas und guter Bodenverhältnisse an der Bergstraße werden qualitativ sehr hochwertige, überwiegend trocken und halbtrocken ausgebaute Weine erzeugt. Hauptrebsorte ist der Riesling. Größter Produzent des Weinbaugebietes ist die Gebietswinzergenossenschaft „Bergsträßer Winzer“ mit Sitz in Heppenheim, die zugleich den größten Weinkeller Hessens besitzt. Das Bergsträßer Staatsweingut mit Sitz in Bensheim unterhält in Heppenheim den hessischen Rebmuttergarten, eine frühere Rebzuchtanlage, deren Forschungsziel die Bekämpfung der aus Amerika eingeschleppten, an der Bergstraße selbst allerdings nie aufgetretenen Reblauskrankheit durch Aufpropfen reblaussicherer Hybridenunterlagen auf edle Rebsorten war.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt
- Horst Antes, Maler ( - 1936)
- Marianne Cope, Nonne, Selige ( - 1838)
- Jürgen W. Falter, Politologe ( - 1944)
- Jürgen Groh, Fußballspieler ( - 1956)
- Franz Lambert, Musiker ( - 1948)
- Georg Metzendorf, Architekt ( - 1874)
Sonstige bekannte Bürger
- Johannes Adam, reformierter Pfarrer um 1613, bezog Stellung gegen Hexenprozesse und Folter
- Martin Buber, jüdischer Religionsphilosoph, wohnhaft in Heppenheim von 1916 bis 1938
- Justus von Liebig, Chemiker, 10-monatige Lehrzeit in Heppenheim (1818/19)
- Ulrich Sahm, Journalist, Abitur 1968
- Hans Richter, Schauspieler, Gründer der Festspiele Heppenheim
- Margaretha Berg, Großmutter der früheren US-Schauspielerin Grace Kelly und späteren Fürstin von Monaco Gracia Patricia
- Hansjörg Holzamer, ehemaliger Bundestrainer für Leichtathletik, der u.a. Hans Baumgartner und Florian Schwarthoff trainiert hat, Autor des Buches „Der Flug der Libelle“
Siehe auch
- Marktplatzkrabbe
Weblinks
- http://www.heppenheim.de
- http://www.bergstrasse.de/region/heppenheim/
- http://www.starkenburg-sternwarte.de
- http://www.gassensensationen.de
- http://www.laternenweg.de
- http://www.festspiele-heppenheim.com
- http://www.starkenburg-sternwarte.de
- http://www.region-bergstrasse.de
- http://www.radiostark.de
Kategorie: Ort in Hessen
ja:ヘッペンハイム
OrganistEin Organist ist ein Musiker, der die Orgel spielt. In der Regel ist der Organist ein nebenberuflicher Kirchenmusiker oder hauptberuflicher "Organist und Kantor", der den Orgeldienst in Verbindung mit anderen Aufgaben (meistens Chorleitung) versieht. Hauptberufliche reine Organistenstellen sind im deutschsprachigen Raum sehr selten und nur an großen und künstlerisch überregional bedeutenden Kirchen (zum Beispiel Kölner Dom, Frauenkirche Dresden) anzutreffen. Und in der katholischen Kirche gibt es dafür den Domorganisten, der neben seiner Tätigkeit als Organist für die Pfarrgemeinde des Doms zusammen mit dem Domkapellmeister für die musikalische Gestaltung der Kapitels- und Pontifikalgottesdienste verantwortlich ist. Er wird auf Vorschlag des Domkapitels vom Bischof ernannt. Immer seltener sind Organisten im Ehrenamt üblich. Eine ganze Reihe Organisten gibt neben dem Spiel in Gottesdiensten Konzerte, oder sie schlagen überhaupt die Konzertlaufbahn ein.
Die Orgel zu spielen bedeutet, dass der Organist neben dem vom Klavier her bekannten mit den Händen auszuführende Manualspiel auch das Manualspiel auf mehreren Manualen und weiterhin das Pedalspiel mit den Füßen beherrschen muss. Des Weiteren besitzt ein Organist Kenntnisse über die Register seiner Orgel und deren Zusammenklang, sodass er durch geschickte Wahl der Registrierung ein Musikstück angemessen vortragen kann. Da eine Orgel ein mechanisches Instrument ist, sind orgelbauliche Grundkenntnisse wie das Stimmen einzelner Pfeifen nützlich im täglichen Umgang mit der Orgel.
Übergreifend sind darüber hinaus natürlich umfangreiche Kenntnisse der Orgelmusik und in Musiktheorie zwingend erforderlich, denn eine besondere Kunst der Organisten ist die Improvisation.
Der Begriff oder der Titel des Organisten ist in Deutschland nicht geschützt, so daß sich jeder grundsätzlich Organist nennen darf. Für die Anstellung als Organist wird heute jedoch in der Regel eine 2-jährige berufsbegleitende Ausbildung für Organisten im Nebenamt sowie ein mindestens 4-jähriges Studium an einer Musikhochschule für die Organisten im Hauptberuf vorrausgesetzt. Die entsprechende Ausbildung wird meistens kostenlos von den Kirchen angeboten, da zumindest an nebenamtlichen Organisten ein großer Bedarf besteht.
Organisten, die sich auch meist als Komponisten hervortaten, haben vor allem im mitteldeutschen Raum während der Reformation eine bedeutende Rolle in der Musikgeschichte gespielt. Im 19. Jahrhundert waren es vor allem französische Komponisten, die für die Orgel geschrieben haben. Anfang des 20. Jahrhunderts war es Max Reger in Deutschland, und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab und gibt es eine ganze Reihe Komponisten neuer Musik, die auch Organisten sind und die Orgel als Instrument mit noch ganz unausgeschöpften Möglichkeiten für sich entdeckten.
Berühmte Organisten
Renaissance:
- Claudio Merulo
Barock:
- Johann Sebastian Bach
- Nikolaus Bruhns
Romantik:
- César Franck
- Alexandre Guilmant
- Charles-Marie Widor
Übergang zum und Anfang 20. Jahrhundert:
- Marcel Dupré
- Max Reger
- Albert Schweitzer
- Karl Straube
- Helmut Walcha
Neue Musik:
- Marie-Claire Alain
- Werner Jacob
- Manfred Kluge
- Ton Koopman
- Jean Langlais
- Olivier Messiaen
- Gisbert Schneider
- Gerd Zacher
Bekannte Domorganisten:
- Jacob Niclas Ahlström, Västerås
- Johann Nikolaus Tischer
- Christoph Krummacher
- Johann Theodor Roemhildt
- Georg Friedrich Kauffmann † 1735
- Johann Christian Bach
- Friedrich Haeffner
- Heinrich Albert (Komponist)
- Anton Cajetan Adlgasser
- Ludwig Karl Seydler (1810-1888) Graz
- Anton Bruckner (1824 - 1896)
- Giuseppe Tartini
- Giuseppe Simoni
- Ferdinand Andergassen
Siehe auch:
- Liste bedeutender Organisten
Weblinks
- [http://saglac.qc.ca/~acote/chrono/chronob.html Chronologische Liste von Organisten]
Kategorie:Musikberuf
!
ko:오르가니스트
MusikerAls Musiker werden Personen bezeichnet, die sich professionell mit Musik befassen. Auch Personen, die ein Musikinstrument beherrschen oder spielen, werden statt Instrumentalist (oder Multiinstrumentalist bei mehreren Instrumenten) oft als Musiker bezeichnet.
Im Laufe der Musikgeschichte hat sich das Bild des Musikers erheblich gewandelt. Waren Musiker früher oft in allen Bereichen der Musik und darüber hinaus tätig, das heißt zugleich Komponisten, Interpreten, Pädagogen und Musikwissenschaftler, so hat sich dies im Laufe des 19. Jahrhunderts mit dem Aufkommen des Virtuosentums geändert. Spätestens im 20. Jahrhundert war die Trennung in die Bereiche Komposition, Interpretation, Musikpädagogik und Musikwissenschaft soweit vorangeschritten, dass von vier unterschiedlichen Berufen die Rede sein kann.
Musiker spezialisieren sich üblicherweise auf ein bestimmtes Genre, zum Beispiel Jazz oder Rock, wobei Überschneidungen möglich sind.
Siehe auch: Liste von Musikberufen, Liste von Musikern, Liste deutschsprachiger Musiker, Liste französischsprachiger Musiker, :Kategorie:Musikgruppe, Liste bekannter Rockmusiker
Kategorie:Kunst (Beruf)
Kategorie:Musikberuf
ja:音楽家
ko:음악가
MusikalbumIn der Musikindustrie wird unter einem Album ein Tonträger verstanden, auf dem, im Gegensatz zu einer Single, mehrere Stücke eines Komponisten, eines Interpreten oder einer Musikgruppe bzw. auch zu einem Thema zusammengestellt sind. Entsprechend den Richtlinien der britischen Charts gilt eine Schallplatte als ein Album, wenn sie entweder mindestens vier Stücke hat oder eine Spielzeit von mehr als 20 Minuten. Ein Zwischending zwischen Album und Single bildet die EP.
Geschichte
Die Verwendung des Begriffes Album im Tonträgergeschäft hat ihren Ursprung bereits in der Anfangszeit der Schallplattenherstellung. Schellackplatten wiesen je nach Durchmesser nur eine Abspielzeit von drei bis fünf Minuten pro Plattenseite auf. Trotzdem bestand bei den Kunden schon früh der Wunsch, vollständige Aufnahmen längerer musikalischer Werke zu erwerben. Die Plattenindustrie kam diesem Ansinnen nach, indem sie die entsprechenden Kompositionen auf viele Plattenseiten verteilte. Verkauft wurden diese Komplettaufnahmen, die aus bis zu dreißig Schallplatten bestehen konnten, in speziellen buchartigen Behältnissen aus stabiler Pappe, die mit separaten Taschen für jede einzelne Platte versehen waren und daneben oft einige Textseiten mit Informationen zum jeweiligen musikalischen Werk enthielten. Die ersten dieser schweren und unhandlichen "Plattenalben", die auf den ersten Blick tatsächlich Fotoalben ähnelten, brachte das Plattenlabel Odeon bereits um 1905 auf den Markt. Schellackplatten-Alben waren trotz ihrer offensichtlichen Nachteile - wer eine Wagner-Oper genießen wollte, musste sechzig Mal die Platte wechseln bzw. umdrehen - mehr als fünfzig Jahre lang für die Plattenindustrie ein wichtiger Umsatzfaktor. Sie wurden überflüssig, als um 1950 die ersten marktreifen Langspielplatten erschienen. Nun enthielt eine einzige Schallplatte so viel Klangmaterial wie zuvor ein ganzes Album - daher übertrug sich der eigentlich sinnlos gewordene Begriff auf das neue Medium; "Album" wurde umgangssprachlich zum Synonym für "Langspielplatte"; später übernahm man das Wort auch für Compact Discs mit entsprechend langer Spieldauer. Das meistverkaufte Musikalbum der Welt ist Michael Jacksons "Thriller".
Heutige Anwendung
Heute erscheinen Alben auf einer Vielzahl möglicher Speichermedien. Auch ist es inzwischen möglich, ein Album als Download über das Internet zu beziehen, wodurch man nur gespeicherte Dateien erhält und dieses kein eigenständiges körperliches Produkt mehr darstellt.
Das erste Album eines Künstlers wird Debütalbum genannt (siehe auch: Debüt). Ein Album, das sich mit einem bestimmten Thema befasst, heißt Konzeptalbum. Als Greatest Hits-Album wird ein Album bezeichnet, dass die erfolgreichsten Lieder eines Interpreten beinhaltet.
Zur ursprünglichen Bedeutung der Bezeichnung Album kehren heute CD-Sammlungen zurück, die in einem Einzelpaket angeboten werden.
Siehe auch
- B-Seite
Kategorie:Tonträger
!Musikalbum
ja:アルバム
KonservatoriumKonservatorium (ital.: conservatorio, aus lat.: conservare - bewahren)
ist eine Einrichtung für die Ausbildung von Musikern und Musikpädagogen.
Der Ausdruck stand ursprünglich für die Waisenhäuser (Kinderbewahranstalten) in Venedig. Es gab vier davon, die verschiedenen Kirchen zugeordnet waren. Die Mädchen in den Konservatorien bekamen von den besten Komponisten der Stadt Gesangsunterricht (Obwohl es Frauen in jener Zeit verboten war, in Kirchen zu singen). Sie waren die ersten professionellen Sängerinnen. So ging der Name mit der Zeit auf die musikalische Ausbildung über.
Heute ist ein Konservatorium eine hochschulartige Ausbildungsstätte für alle Sparten der musikalischen Berufs- und Laienausbildung.
Liste von Konservatorien und Musikhochschulen
Eine Liste von Konservatorien und Musikhochschulen findet sich hier
Eine Liste von Konservatorien findet sich hier [http://www.musik-kons.dk/deutsch/links.php]
- Konservatorium Amsterdam [http://www.cva.ahk.nl]
- Joseph-Haydn Konservatorium, Eisenstadt [http://www.haydnkons.at]
- Vorarlberger Landeskonservatorium, Feldkirch [http://www.vorarlbergerlandeskonservatorium.ac.at]
- Johann-Joseph-Fux Konservatorium, Graz [http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/150286/DE/]
- Konservatorium für Kirchenmusik, Graz [http://www.graz-seckau.at/schulen/kons/konserva.html]
- Tiroler Landeskonservatorium, Innsbruck [http://www.tirol.gv.at/themen/bildung/einrichtungen/konservatorium]
- Kärntner Landeskonservatorium, Klagenfurt [http://www.konse.at]
- Konservatorium für Kirchenmusik, Linz [http://www.dioezese-linz.at/pastoralamt/kirchenmusik]
- Konservatorium für Kirchenmusik, St. Pölten [http://www.kirche.at/stpoelten/kons/index.htm]
- Diözesankonservatorium für Kirchenmusik, Wien [http://www.kirchenmusik-wien.at/dkk/index.htm]
- Franz Schubert Konservatorium, Wien [http://www.fsk.at]
- Konservatorium Wien Privatuniversität [http://www.konservatorium-wien.ac.at]
- Prayner Konservatorium, Wien [http://www.konservatorium-prayner.at]
- Vienna Konservatorium, Wien [http://www.viennaconservatory.at]
- Josef-Matthias-Hauer Konservatorium, Wiener Neustadt [http://www.hauerkons.wiener-neustadt.at]
- Gustav-Mahler-Konservatorium für Musik und Darstellende Kunst [http://www.gmk.ac.at]
Schweiz
Hochschule für Musik und Theater in Zürich
Musikschule Konservatorium [http://www.konsibern.ch Bern]
Großbritannien
Birmingham Conservatoire [http://www.uce.ac.uk/web2/conservatoire]
Italien
In Italien gibt es insgesamt 72 Konservatorien (einschl. der mit ihnen gleichgestellten Musikschulen).
Siehe folgenden [http://www.conservatori.com/indirizzi_cons.asp Weblink]
Sankt Petersburger Konservatorium
Moskauer Konservatorium
Weblinks
- [http://www2.siba.fi/Kulttuuripalvelut/institutes.html MUSIC INSTITUTES, MUSIC SCHOOLS AND MUSIC DEPARTMENTS]
Kategorie:Ausbildung und Pädagogik (Musik)
Kategorie:Akademische Bildung
Kategorie:Studium
Hammond-Orgel
Eine Hammond-Orgel (auch kurz "Hammond") ist eine nach ihrem Erfinder Laurens Hammond benannte elektromechanische Orgel.
Ursprünglich als Ersatz für die Pfeifenorgel gedacht, wurde sie über den Einsatz als Unterhaltungsinstrument schnell zum Instrument des Jazz; als billiger Orgelersatz in amerikanischen Kirchen wanderte sie in die Gospel-Musik ein. Von dort breitete sich die Hammond-Orgel in Rock, R&B, Soul, Funk, Fusion etc. aus.
Größte Popularität erlangte sie in den 1960er und 1970er Jahren; damals kam im Mainstream kaum eine Band ohne Orgel aus. Aber auch heute noch sind ihr unverwechselbarer Klang bzw. Nachahmungen dieses Klanges aus der Popularmusik nicht wegzudenken. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Hammond-Orgel (vor allem das Modell B3 in Verbindung mit einem Leslie-Lautsprechersystem) zu einem etablierten klassischen Instrument.
Geschichte
Am 15. April 1934 wurde Laurens Hammond vom US-Patentamt in Washington (D.C.) das Patent für den "packing box prototype" unter dem Namen "Electrical Musical Instrument" zugesprochen (US-Patent 1.956.350). Beantragt wurde es am 19. Januar 1934. Zuerst wurde die Orgel am 15. April 1935 vom Organisten Pietro Yon bei einer Pressevorführung in der New Yorker St. Patrick Kathedrale der Öffentlichkeit vorgestellt. Kein geringerer als Henry Ford erteilte kurz darauf einen Auftrag über sechs Orgeln. Weitere prominente Erstbesteller waren George Gershwin und Count Basie. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Orgel zu einem Maßstäbe in der Musik setzenden Instrument, nicht zuletzt durch die perfekte Symbiose mit dem berühmten Leslie, einer Lautsprecherbox, bei der der Klang mittels rotierender Reflektoren einen unnachahmlichen Effekt bekommt (erfunden durch Donald Leslie). Seit 1936 wurde das Instrument sehr erfolgreich in Deutschland angeboten, in Konkurrenz zu Edwin Weltes letztendlich erfolgloser Lichttonorgel.
Technik
Lichttonorgel
Die Tonerzeugung der Hammond-Orgel beginnt im sogenannten „Generator“. Dabei rotieren metallene Tonräder mit einem gewellten Rand vor elektromagnetischen Tonabnehmern (Eisenkernen in Spulen). Durch die Wellenform entfernt und nähert sich der Rand des Rades periodisch dem Eisenkern. Dies ändert das Magnetfeld, wodurch in der Spule eine Wechselspannung induziert wird, die dann einen Wechselstrom ergibt. Auf Grund der Form des Rades ergibt sich eine sinusähnliche Schwingung. Diese wird durch eine Filterschaltung weiter geglättet, so daß eine fast ideale Sinusform entsteht. Die erzeugten Wechselspannungen, die Amplituden von lediglich rund 5 Millivolt (!) haben, werden dann durch die Manuale, die Zugriegel und den Scanner (Vibrato- und Chorusschaltung) geleitet und erst am Ende verstärkt.
Der Generator enthält zwischen 86 und 96 Tonräder unterschiedlicher Zahnanzahl. Sie alle werden von einem Synchronmotor angetrieben, der mit einer Umdrehungszahl von 20 Hz rotiert. Das tiefste Tonrad hat zwei "Zähne"; der tiefste Ton der Orgel hat demnach 40 Hz. Alle Tonräder sind über ein Getriebe mit dem Motor verbunden und drehen sich in geeigneten Umdrehungszahlen, um alle notwendigen Töne zu erzeugen. Durch die starre mechanische Vorgabe der Frequenzen über die unterschiedliche Zahnzahl der Räder kann sich die Orgel übrigens in sich nicht verstimmen, jedoch schwankt die Tonhöhe des Instrumentes im Ganzen mit der Netzfrequenz. Eine Hammond-Orgel lässt sich somit in keiner Weise stimmen; alle anderen Instrumente haben sich nach ihr zu richten. (Abhilfe kann hier ein nachgerüsteter Frequenzumrichter schaffen, der in Spezialgeschäften erhältlich ist.)
Die Stimmung der Orgel ist notwendigerweise nur angenähert gleichschwebend, da das Frequenzverhältnis von einem Ton zum nächsten Halbton in der temperierten Stimmung die 12. Wurzel aus 2, also 1,059463094.... beträgt. Das kann mit einem Zahnradgetriebe nicht verwirklicht, sondern nur angenähert werden, da mit Zahnradgetrieben nur rationale Übersetzungsverhältnisse realisiert werden können.
Klangformung
Die nachfolgenden Betrachtungen gelten für das bekannteste Modell B3, andere Modelle weisen Unterschiede dazu auf, ohne daß sich das Grundprinzip ändert.
rationale
Zugriegel und Fußlagen
Ein Ton der Orgel setzt sich aus 9 verschiedenen Frequenzen zusammen, deren Intensitäten über die sogenannten Zugriegel (engl. Drawbars) eingestellt werden können (sog. Additive Synthese). Man bezeichnet diese Orgel deshalb auch als 9-chörig. Jeder Zugriegel hat 9 verschiedene Intensitätsstufen (von 0 bis 8). Daraus ergeben sich über 364 Millionen verschiedene Kombinationsmöglichkeiten.
Die Zugriegel werden nach ihrer Tonhöhe bezeichnet, ausgedrückt durch die
sogenannte Fußlage. Diese Einteilung wurde von den Registern der Pfeifenorgel übernommen. Die Fußlagen sind (in der Einheit Fuß, '): 16', 5⅓', 8', 4', 2⅔', 2', 1⅗', 1⅓', 1'. Sie entsprechen den folgenden Obertönen (bezogen auf die Basisfußlage 8'):
- 16': eine Oktave tiefer,
- 5⅓': eine Quinte höher,
- 4': eine Oktave höher,
- 2⅔': eine Oktave und eine Quinte höher,
- 2': 2 Oktaven höher,
- 1⅗': 2 Oktaven und eine Terz höher,
- 1⅓': 2 Oktaven und eine Quinte höher,
- 1': 3 Oktaven höher.
Man unterscheidet gerade Harmonische (even harmonics, Fußlagen 4', 2', 1'; weiße Zugriegel), ungerade Harmonische (odd harmonics, Fußlagen 2⅔', 1⅗', 1⅓'; schwarze Zugriegel) und Subharmonische (subharmonics, Fußlagen 16', 5⅓'; braune Zugriegel). Die Subharmonischen gehören nicht zu den natürlichen Obertönen eines 8-Fuß-Registers.
Es ist klar, daß die 91 Frequenzen des Generators nicht ausreichen, um alle Tasten mit den kompletten Obertönen zu versorgen. Dazu wären viel mehr Frequenzen notwendig. Aus dem Fehlen der hohen Töne ergäbe sich nun eine Schwierigkeit: Wenn man nun einen hohen Ton spielte, würden dessen höhere Harmonische nicht erklingen, weshalb er leiser und kraftloser klingen würde. Ein Ausweg aus diesem Dilemma stellt das sogenannte „Harmonic Foldback“ dar: Wenn ein Oberton außerhalb des Frequenzumfangs des Generators liegt, erklingt er einfach eine Oktave tiefer. Dadurch ändert sich die Frequenzcharakteristik der hohen Töne natürlich maßgeblich. Das Harmonic Foldback ist der Grund, warum eine B3 in den hohen Lagen so „schreit“.
Ein Choruseffekt ist prinzipiell nichts anderes als eine Schwebung. Diese entsteht gewöhnlich dann, wenn zwei Töne mit ganz leicht unterschiedlichen Frequenzen erklingen.
Um 1940 erreichte man das bei Hammond-Orgeln noch, indem man einen zweiten Tongenerator (den sog. Chorus-Generator) einbaute, der gegenüber dem Hauptgenerator ganz leicht verstimmt war. Die Frequenzen dieses zusätzlichen Generators wurden mit denen des Hauptgenerators überlagert, wodurch sich ein Choruseffekt ergab.
Da die so ausgestatteten Orgeln übermäßig schwer waren, ging man später dazu über, einen sog. „Scanner“ einzubauen.
Der Scanner besteht aus 8 analogen (über LC-Filterschaltungen realisierten) Delay-Lines oder Phase-Shift-Schaltungen, die das Tonsignal unterschiedlichen Phasenverschiebungen unterwerfen. Durch einen an die Motorachse gekoppelten umlaufenden Drehschalter werden diese phasenverschobenen Signale nacheinander auf den Ausgang geschaltet (entsprechend dem Muster 1-2-3-4-5-6-7-8-7-6-5-4-3-2-1). Das Resultat ist eine Tonhöhenschwankung (Vibrato) des Orgeltons. Mischt man dieses Vibrato-Signal mit dem unveränderten Signal, so ergibt sich ein besonderer, lebendiger Chorus-Effekt, der von unzähligen Hammond-Aufnahmen bestens bekannt ist.
Die B3 besitzt einen Drehschalter für je 3 verschiedene Intensitäten von Chorus und Vibrato.
Percussion
Das Percussion-Register ist nur auf dem Obermanual (dem sog. „Swell“; das Untermanual heißt „Great“) verfügbar, und auch nur auf einem der zwei Zugriegelsätze. Das Erklingen und schnelle Abklingen einer Fußlage ergibt den Percussion-Effekt. Die Percussion erklingt nicht bei jedem Tastendruck, sondern nur, wenn davor alle Tasten losgelassen wurden. Die Fußlagen 4' und 2 2/3' sind als Percussion-Register schaltbar, wobei eine kurze (ca. 200 Millisekunden) und eine lange (eine knappe Sekunde) Ausklingzeit gewählt werden kann. Zusätzlich ist die Lautstärke zwischen „Normal“ und „Soft“ schaltbar. Für die Steuerung der Percussion wird der 1' Tastenkontakt verwendet, der 1' Zugriegel ist bei eingeschalteter Percussion also stumm.
Effekte
Hammond-Orgeln wurden vielfach mit einem Federhall ausgestattet, um dem Klang mehr Räumlichkeit zu verleihen.
Zudem ist der Sound der Hammond für viele untrennbar mit dem Leslie verbunden. Dieses sog „Motion Sound System“ beruht auf dem Klang rotierender Lautsprecher, der das bekannte „Jammern“ des Klanges verursacht. Kurioserweise wurden Hammond-Orgeln nicht ab Werk mit einem Leslie-Anschluss ausgestattet, da Laurens Hammond den Klang des Leslies nicht mochte. Dieser mußte vielmehr mit einem „Leslie Connector Kit“ nachgerüstet werden.
Modelltypen
Man unterscheidet prinzipiell zwei Typen von Hammond-Orgeln:
Konsolenmodelle. Diese besitzen 2 Manuale mit je 61 Tasten und ein mindestens 25-töniges Baßpedal (Vollpedal). Weiterhin sind 4 9-chörige Zugriegelsätze (2 pro Manual) und 9 Presets pro Manual vorhanden. (Die farblich invertierten Tasten am linken Manualende sind Schalter, über die die Presets und Zugriegelsätze ausgewählt werden). Das Baßpedal besitzt 2 Zugriegelregister (16' und 8'). Konsolenmodelle waren für den Konzert- und Kirchenmusikbereich bestimmt. Zu ihnen zählt man die technisch identischen Modellreihen A100, B3 und C3 sowie RT3, D100, E100 und H100 (Liste unvollständig).
Spinettmodelle. Sie besitzen üblicherweise 2 Manuale mit je 44 Tasten (von F bis C), einen Zugriegelsatz pro Manual, keine oder wenige Presets und ein Ein-Oktaven-Stummelpedal. Das Untermanual ist nur 7- oder 8-chörig, die Subharmonischen Register (16' und 5 1/3') fehlen. Spinettmodelle waren für den Heimbereich konzipiert. Wichtigste Vertreter sind die Baureihen L100, M3, M100 und T100.
Die Konsolenmodelle besitzen zudem das „Harmonic Foldback“, was bei den Spinettmodellen nicht zu finden ist. Daraus resultieren in jedem Fall grundsätzliche klangliche Unterschiede zwischen beiden Modelltypen.
Die wichtigsten Modelle
A100 (1959-1965), B3 und C3 (1955-1974): Der Archetyp der Hammond-Orgel. Tonerzeugung und Klangformung sind bei diesen Modellen identisch. Der Tongenerator erzeugt 91 Frequenzen. Alle besitzen 2 Manuale à 61 Tasten, 9 Presets und 2 Zugriegelsätze pro Manual, ein 25töniges Baßpedal, Percussion, Scanner-Vibrato und Hall. Die A100 war für den Heimbereich bestimmt und besitzt im Unterschied zur B3 und C3 einen eingebauten Verstärker und Lautsprecher. Die B3 ist das Konzertmodell und die C3 das Kirchenmodell. Sie unterscheiden sich lediglich in der Gehäuseausführung und sind technisch identisch.
M3 (1955-1964) Die auch „Baby-B3“ genannte M3 ist ein Spinettmodell mit 2 Manualen à 44 Tasten und einem 12-tönigen Baßpedal. Der Generator erzeugt 86 Frequenzen. Sie besitzt 9 Zugriegel für das Obermanual, 8 für das Untermanual und einen Baßzugriegel (16'), außerdem Percussion und Scannervibrato. Eine Besonderheit ist der 8. Zugriegel für das Untermanual, der die Terz über dem 1'-Register erklingen läßt, Die M3 besitzt keinerlei Presets, aber einen eingebauten 12-Watt-Verstärker und einen Lautsprecher. Übrigens wurde der Hit „A Whiter Shade of Pale“ von Procol Harum auf einer M3 eingespielt.
M100 (1961-1968) Diese stellt eine Weiterentwicklung der M3 dar. Sie besitzt zusätzlich noch Presets, Hall, einige Zusatzschalter für die Choruseffekte und 13 Basspedale. Der eingebaute Verstärker steuert 2 Lautsprecher an, und es existiert ein dritter Lautsprecher für die Halleffekte. Trotzdem ist die M3 für den Organisten das bessere Instrument, da die M100 Kunststofftasten anstelle der M3- und B3-üblichen Holztasten besitzt und sich deshalb weniger gut spielen läßt.
L100 (1961-1972) Die Keith Emerson Orgel. Die L100 war das „Billig-Spinett“ von Hammond. Sie ist technisch ähnlich zur M100, besitzt aber im Gegensatz zu dieser kein Scannervibrato und nur 7 Zugriegel für das Untermanual. Eine Variante ist die P100, eine L100 in einem transportablen (2-teiligen) Gehäuse. Die P100 ist die einzige transportable elektromechanische Hammond-Orgel, die jemals von Hammond gebaut wurde.
Musiker, bei denen die Hammondorgel stilprägend war und ist
- Brian Auger (Jazz-, Fusion- und Rockorganist)
- Tony Banks (Genesis)
- Hugh Banton (Van der Graaf Generator)
- Vincent Crane (Atomic Rooster)
- Barbara Dennerlein (Jazzorganistin)
- Keith Emerson (The Nice, Emerson, Lake & Palmer)
- Dave Greenslade (Colosseum, Greenslade)
- Booker T. Jones (Booker T. & the M.G.'s, Studiomusiker bei Stax Records)
- Jon Lord (Deep Purple)
- Jean Jaques Kravetz (Frumpy, Udo Lindenberg)
- Billy Preston (Jazzorganist, Eric Clapton)
- Rhoda Scott (Jazzorganistin)
- Shirley Scott (Jazzorganistin)
- Ethel Smith (Jazzorganistin)
- Jimmy Smith (Jazzorganist)
- Rick Wakeman (Yes)
- Larry Young (Jazzorganist)
- Matthew Fisher (Procol Harum)
- Joey DeFrancesco (Jazzorganist)
- Eddie Hardin (Spencer Davis Group, Hardin & York)
- Richard Wright (Pink Floyd)
- Steve Winwood (Spencer Davis Group, Traffic, Blind Faith)
- Barry Goldberg
- Helge Schneider
Hammond-Orgel heute
Nachfolger und Eigentümer des Namens Hammond ist eine japanische Firma namens Suzuki (nicht zu Verwechseln mit dem gleichnamigen Motorradhersteller), die moderne Orgeln im alten Stil und Sound unter dem Namen "Hammond-Suzuki" vermarktet. Bei diesen wird der Sound des Tongenerators mittels digitaler Technik simuliert. Der deutsche Distributor in Langenau bei Ulm unterhält jedoch gleichzeitig eine Fachwerkstatt für die Instandsetzung der alten Modelle; im großen Verkaufsraum befinden sich auch Original-Hammond-Orgeln.
Auch einige Fremdhersteller bieten Keyboards und Soundmodule mit dem Hammond-Sound an, darunter die Firmen Clavia (mit dem Modell Nord Electro), KORG, Roland, Oberheim und Kurzweil, die teilweise eine beachtliche Authentizität des Klanges erreichen.
Daneben gibt es unterdessen Computerprogramme, die den Klang und teilweise auch - z.B. mittels spezieller Zugriegel-Adapter - die Spielbarkeit von Hammond-Orgeln nachzuahmen versuchen; zu den bekanntesten zählt die Software B4 der Firma Native Instruments.
Weblinks
- [http://www.analogorgel.de Deutsches Forum zu analogen Orgeln einschließlich Hammond und Clones]
- [http://www.cs.us.es/~perer/publicac/hammond/aleman.html Geschichte Hammond-Orgel]
- [http://www.hammond.de/geschichte-musik.html Geschichte der Firma Hammond]
- [http://www.dairiki.org/HammondWiki Jeff Dairikis HammondWiki]
- [http://www.eboardmuseum.com Im EBoardmuseum in Österreich sind Hammondorgeln zu besichtigen]
- [http://www.hammond-times.ch/geschichte_main.htm Wer war Laurens Hammond?]
- [http://www.theatreorgans.com/hammond/faq/models.html Detaillierte Liste aller Hammond- und Leslie-Modelle.]
Kategorie:Tasteninstrument
Kategorie:Elektrophon
Kategorie:Progressive Rock
CDs zum Hören
- Sampler - Hammond Heroes - 60s R&B Organ Grooves (Bear Family Records)
ja:ハモンドオルガン
Zum Blauen Bock"Zum Blauen Bock" war eine Unterhaltungsshow des Hessischen Rundfunks in der ARD.
Sie wurde von 1957 bis 1964 von Otto Höpfner, danach von Heinz Schenk und Lia Wöhr geleitet. Anlass für die erste Sendung war die Funkausstellung in Frankfurt. Ab dem 9. November lief sie dann am Samstagnachmittag, in den achtziger Jahren wandelte sie sich schließlich noch in eine Samstagabend-Show. Im Jahre 1987 feierte die Sendung ihr 30-jähriges Bestehen, kurz darauf gab Heinz Schenk sie aus Altersgründen auf.
Konzept
Die Sendung fand in verschiedenen hessischen Städten statt, in deren Stadthallen man als Kulisse jeweils eine nachgebaute Äppelwoi-Kneipe aufstellte (gelegentlich kam der "Blaue Bock" auch von Veranstaltungsorten außerhalb Hessens). Es traten Prominente aus Film, Funk und Fernsehen auf. Meist wurden Melodien aus Operetten und Musicals vorgetragen, aber auch die neuesten deutschsprachigen Schlager und selbstverfasste Couplets. Letzteres bedeutete, dass jeder prominente Gast ein Gesangspart erhielt, also beispielsweise auch Nachrichtensprecher. Neben dem Gesang nahm das Gespräch eine nahezu gleich bedeutende Rolle ein, wobei auch die an einem Tisch zusammensitzenden Honoratioren der Stadt zu Wort kamen.
Musik
Für die musikalische Begleitung sorgte ein Tanzorchester, zu Höpfners Zeit "Hans Schepior und seine Solisten", dann lange Zeit eins unter der Leitung von Franz Grothe. Er vertonte auch viele der von Heinz Schenk selbst geschriebenen Lieder. Dabei sangen nicht nur die Gäste, auch Heinz Schenk übernahm den einen oder anderen Part. So konnte er sich bei Zeitnot "selber aus dem Programm nehmen", um den Zeitplan der Live-Sendung einzuhalten. Insbesondere sang Heinz Schenk im Vorspann, einem Einspielfilm, der gewöhnlich auf humorvolle Weise die gastgebende Stadt vorstellte.
Bembel
Anstatt Blumen erhielt jeder Gast einen Bembel. In diesen wurden später die Autogramme von Heinz Schenk und Lia Wöhr eingebrannt. So konnte der Verkauf der vorher marken- und musterechtlich nicht geschützten Blaue-Bock-Bembel verhindert werden. Die Bembel brachte Lia Wöhr als Wirtin des Bocks den Gästen und setzte damit den Schlusspunkt eines Gesprächs.
Schankwirtschaft
Die Dekoration als Äppelwoi-Kneipe bedeutete selbstverständlich, dass auch Äppelwoi ausgeschenkt wurde. Heinz Schenk begnügte sich allerdings mit Apfelsaft. Heinz Schenk trat als Geschäftsführer der Schankwirtschaft auf, Lia Wöhr als Wirtin und Reno Nonsens als Oberkellner. Letzterer trieb als Komiker Schenk und noch mehr Wöhr oft in den - gespielten - Wahnsinn.
Wechsel der Moderatoren
Otto Höpfner nahm ein Angebot des ZDF an, eine weitere Sendung im Konkurrenzsender zu moderieren, woraufhin ihm der Programmdirektor des Hessischen Rundfunks, Hans-Otto Grünefeld, kündigte. Gleichzeitig Gesicht des Ersten und Zweiten Fernsehprogramms zu sein, war bereits zu dieser Zeit nicht geduldet. Daraufhin fragte man beim Hörfunkmoderator Heinz Schenk an, ob er den "Blauen Bock" übernehmen wolle. Schenk bat sich Bedenkzeit aus und konnte aber schon am nächsten Tag in der Zeitung lesen, er sei der neue Wirt des Blauen Bock.
Laufzeit
- Vom 3. August 1957 bis 1965 entstanden 74 Sendungen mit Otto Höpfner
- Von 1966 bis Dezember 1987 entstanden 208 Sendungen mit Heinz Schenk
Kategorie:Fernsehsendung
Der große PreisDer große Preis war eine Quiz-Fernsehshow im ZDF, die untrennbar mit dem Namen Wim Thoelke verbunden ist und 2002 eine kurzlebige Neuauflage erlebte.
Übergang von Drei mal Neun
Der große Preis folgte nahtlos der äußerst populären Donnerstagabend-Unterhaltungsshow Drei mal Neun und wurde dabei zu einem ebenso großen Erfolg, ihre Sehbeteiligung lag mit bis zu bis 61 % vor jener der anderen Unterhaltungssendungen wie „Dalli Dalli“ oder „Wetten dass..?“. Erst ab den 80-er Jahren sanken sie kontinuierlich von 41 % (1983) auf 23 % (1991). Allerdings setzte in diesen Jahren auch verstärkt die Konkurrenz der kommerziellen Sender ein, weswegen diese Zahlen nur bedingt vergleichbar sind.
Die Unterschiede zum Vorgänger waren dabei erheblich: Drei mal Neun machte eine Sommerpause und erschien deswegen nur achtmal im Jahr. Der große Preis indes lief das ganze Jahr hindurch, womit er es auf 12 Folgen brachte. Dafür geriet er erheblich billiger, während Drei mal Neun von Stadt zu Stadt zog, kam nun jede Sendung aus einem Studio der Berliner Union-Film. Und handelte es sich bisher um eine bunte Mischung inklusive Quiz, drehte sich jetzt alles um das Quiz. Auch handelte es sich nicht mehr um eine Livesendung, was sich allerdings mit der 150. Ausgabe am 17. Februar 1987 wieder änderte.
Zusammen mit dem Verzicht auf Orchester und Fernsehballett führten alle Änderungen zu sehr günstigen Produktionskosten von ca. 250.000 DM je Folge.
Kandidaten
Für jede Sendung wurden 3 Kandidaten ausgewählt, die sich mit einem selbst ausgesuchten Spezialgebiet bewarben. Dann mussten sie am Telefon von 70 Fragen 80 % richtig beantworten, um in die engere Auswahl zu gelangen - so wollte man vermeiden, dass sie sich in der zweiten Quizrunde blamieren. Zu jedem Kandidaten lud man einen Experten ein, beispielsweise Professoren des betreffenden Fachgebiets. Einer der am häufigsten auftretenden Experten war Prof. Dr. Hans-Otto Hügel von der "aktiven Universität Hildesheim"[Thoelke].
Zum Thema Coco Chanel kam sogar Karl Lagerfeld.
Bei den Folgen mit Carolin Reiber gab es vier Kandidaten, von denen drei an der zweiten Runde teilnahmen.
Die Assistentin
Zu Beginn der Sendung stellte Thoelke erst einmal nur seine Assistentin Beate Hopf vor (in der ersten Ausgabe als Studentin der Theaterwissenschaften), um mit einem unverzüglichen Beginn das gleiche Tempo wie schon bei Drei mal Neun in die Sendung zu bringen.
Erste Quizrunde
In der ersten Runde kamen die Kandidaten nacheinander, um sich befragen zu lassen. Hierzu standen sie neben Wim Thoelke, der ihnen 5 Fragen zu ihrem Themengebiet vorlas, für die es jeweils 200 DM gab. Häufig konnten die Kandidaten alle Fragen beantworten und so mit 1000 DM Grundkapital in die nächste Runde kommen. In den 80er Jahren hatte man die Masterfrage eingeführt: Sie war vorab zu benennen und brachte dann 400 DM ein.
Kandidatenkugeln
Die Kandidaten geleitete man nach der ersten Befragung in spezielle Sitzgelegenheiten. Es handelte sich um futuristisch anmutende Kugeln, die aus einem orangen Unterteil bestanden, deren Vorderteil sich zum Besteigen aufklappen ließ. Das Oberteil bestand hinten aus einer feststehenden Glaskuppel, über die eine weitere Kuppel lag. Thoelkes Mitarbeiterinen drehten diese zur dritten Runde über das gesamte Vorderteil, damit der Kandidat vollkommen abgeschlossen saß. In der Kugel gab es eine Leuchte, um sich bei den Fragen der zweiten Runde melden zu können, und einen Monitor. Das neue Bühnenbild von 1987 verzichtete allerdings auf die Kugeln.
Aktion Sorgenkind
Unverändert setzte sich auch die neue Sendung für die Aktion Sorgenkind ein. Nun konnte man allerdings nicht mehr einen zu überweisenden Betrag wählen, sondern Lose "bei allen Banken, Sparkassen und Postämtern" kaufen, zunächst nur zu jeder Sendung, später auch ein Jahreslos. Waren die Einnahmen schon von der Ursendung der Lotterie Vergißmeinnicht zu Drei mal Neun um ein mehrfaches gestiegen, so gab es nun nochmals einen gewaltigen Aufschwung.
In der Sendung gab es nach wie vor eine Ziehung, die unverändert Walter Spahrbier leitete. Wim Thoelke stellte ihn nach der ersten Quizrunde vor, seine Tätigkeit begann mit dem Starten eines Glücksrads, das die Losnummer des Hauptgewinners ermittelte. (Genaugenommen war dies ein Einspielfilm.) Anschließend kam ein Ehrengast, der während der Sendung - ohne im Bild zu sein - mit Sichtschutzbrille vor den Augen in eine Lostrommel in Gestalt eines hochkant gestellten Plexiglaswürfels griff, die Lose mit der vom Glücksrad ermittelten Endnummer enthielt. Im Laufe der Sendung erschien dann regelmäßig neben Thoelke seine Assistentin, und beide verlasen mit einer Einleitung wie "Und 100.000 DM haben gewonnen ..." die Gewinner - vorausgesetzt, das Entziffern der Schrift gelang ihnen. In späteren Sendungen trug Spahrbier immer eine historische Postuniform, die er - sofern die Zeit reichte - auch vorstellte.
Entsprechend der Vorgängersendung gab es erneut Langspiel-Schallplatten, von denen ein Teil des Erlöses (zumeist 2,50 DM bei günstigen 12,50 DM Verkaufspreis) an die Aktion gingen. Sie hatten aber nicht mehr die Bedeutung von früher, da in der Sendung Musik nicht mehr als eigenständiger Programmpunkt erschien.
Crew
Vor der zweiten Quizrunde stellte Wim Thoelke die weiteren Mitglieder seines Teams vor, dazu gehörte Sigrid Müller als Protokollführerin (sie befragte auch die Bewerber am Telefon), eine Frau zur Bedienung der Multivisionswand und ein Schiedsrichter. Dabei handelte es sich in den ersten 10 Jahren um den ZDF-Notar Dr. Eberhard Gläser, der von den Zuschauern als übertrieben streng empfunden wurde. So löste ihn dann 1984 der Jurist Niels Klemm ab.
Multivisionswand
Im Zentrum der Show befand sich eine Multivisionswand: Diaprojektoren beschienen fünf Zeilen à sechs Spalten. Damit sie gut zur Geltung kam, hatte man das gesamte Bühnenbild sehr dunkel gehalten. Zu Beginn zeigten die einzelnen Feldern den Betrag, den es für die betreffende Frage gab, nach Auswählen ein Bild für die betreffende Frage. In den 80er Jahren bereitete die mittlerweile altersschwache Technik Probleme, woraufhin 1987 ein neues, heller gehaltenes Bühnenbild mit einer neuen, nun nicht mehr auf Diaprojektoren besierende Wand.
Zweite Quizrunde
Zur zweiten Runde wählte der Kandidat mit den meisten Punkten eine Frage aus. Hierzu waren die Spalten der Multivisionswand jeweils mit einem Thema überschrieben, das Thoelke vorab verlas. Es konnte beispielsweise Österreich, Habsburger oder Schiffe sein. Immer dabei: A bis Z. So hörte man etwa: "A bis Z 100 bitte." Dann kam die Frage, die Kandidaten konnten die Leuchte in ihrer Kugel aktivieren und anschließend antworten. Taten sie es inkorrekt, verlor er den Betrag und die Frage wurde wieder frei gegeben. Anderfalls durfen sie das nächste Feld auswählen. Unter den Feldern gab es einige besondere:
Der Joker schenkte dem Kandidaten 100 DM, auf dem Feld erschien ein im Gras dösender Wum.
Die Risiko-Frage löste eine Studioverdunklung aus, wobei sich auf der Multivison ein großes Bild zusammensetzte, mit dem Schriftzug "Risiko" in verschiedenen Größen. Anschließend nannte Thoelke die Spielstände, welche auch auf dem Bildschirm erschienen und fragte nach dem Einsatz. Der Kandidat musste einen Teil seines Guthabens setzen und dann in 30 s eine Frage beantworten.
Die Glücksfrage brachte 500 DM, weswegen sich ein Kleeblatt mit einer 500 in der Mitte auf dem Feld erschien. Die Frage konnte nicht weitergegeben werden und man konnte mit ihr kein Geld verlieren.
Das Feld "?" musste zuletzt ausgewählt werden. Dann folgte eine aufwendigere Darbietung auf der Bühne, es sang beispielsweise ein eingeladener Künstler, an die sich die letzte Frage der Runde anschloss.
Fritze Flink spielte Wolfgang Gruner von der Kabarettgruppe Die Stachelschweine, der über 100mal in der Show auftrat: Es handelte sich um einen Berliner Taxifahrer, der von seinen Erlebnissen erzählte, die in eine Frage mündeten.
Die Fragen folgten vor allem dem humanistischen Bildungsideal, Themen wie Geschichte und Geographie kamen häufig und mit schwierigen Fragen vor, Naturwissenschaften und nochmals mehr Technik spielten nur eine untergeordnete Rolle, wobei sich die wenigen Fragen leicht beantworten ließen.
Ursprünglich durfte immer nur der auswählende Kandidat antworten, was sich aber nicht bewährte, sodass man Meldeleuchten in die Kugeln einbaute. Kurz vor Einstellung der Show endete der Teil mit einer Schnellraterunde: Binnen 60 Sekunden musste auf möglichst viele Fragen à 100 DM geantwortet werden.
Wum
Nach der zweiten Runde tönte es laut "Thööölke" im Studio und der teuerste Teil der Sendung, aber auch deren Höhepunkt begann: Wim Thoelke begegnet Wum.
Dritte Quizrunde
Der Kandidat mit dem niedrigsten Spielstand kam als erstes an die Reihe, er durfte aus drei Umschlägen seine dreiteilige Frage (ursprünglich war es nur eine einteilige Frage) auswählen und musste sie binnen 60 Sekunden beantworten. Anschließend bewertete sein Experte sie als richtig oder falsch, im ersten Fall verdoppelte sich der Spielstand, andernfalls verfiel er zugunsten der Aktion Sorgenkind. Derjenige mit dem höchsten Gewinn durfte als Champion in der nächsten Sendung wiederkommen. Nachdem es in der ersten Folge keinen Sieger gab und Rudi Carrell von der "neuen Sendung 3 mal 0" sprach, durfte der Gewinn der ersten Runde in jedem Fall behalten werden.
Gewinnsummen
Die Gewinne nahmen sich nach heutigen Maßstäben bescheiden aus, auf 10.000 DM erforderte schon mutiges Vorgehen, also hohen Einsatz bei den Risiko-Fragen und sofortiges Einschalten der Meldeleuchte. Die Champions wechselten in der Regel nach zwei bis drei Folgen, Heinich Trapp, ein Lehrer und der heutige Landrat des Landkreises Dingolfing-Landau stellte beispielsweise mit seinen sechs Auftritten die große Ausnahme dar.
Lizenz
Die Idee zu dieser Sendung wurde von der italienischen Fernsehshow „Rischia tutto“ (ital. für "Riskiere alles") übernommen, die unter dem adaptierten Titel „Wer gwünnt?“ (mit Mäni Weber als Moderator) auch in der Schweiz sehr erfolgreich lief. Allerdings beschränkten sich die Gemeinsamkeiten mit der ZDF-Show auf die Multivisionswand: die Spielregeln des Originals waren zu sehr auf die mediterrane Kultur abgestimmt und sind weitreichend geändert worden. Dennoch flossen pro Sendung 11.000 DM Lizenzgebüren auf ein schweizer Nummernkonto. Nach dem Ende der Sendung meldete sich zwar niemand bei Thoelke, obwohl dies im Hinblick auf eine Fortsetzung zu erwarten gewesen wäre, eine Wiederholung der ersten Ausgabe im Rahmen von "Klassiker der Fernsehunterhaltung" bei 3sat im September 1994 hatte jedoch 5.000 DM Lizenzforderungen zu Folge, woraufhin keine weiteren Ausgaben mehr folgten.
Nachfolgerangeleien
Thoelke hatte schon seit langen beschlossen, mit 65 Jahren als Showmaster aufzuhören (siehe Wim Thoelke) und dies rechtzeitig angekündigt, damit die Sendung und damit auch die Aktion Sorgenkind nahtlos fortgesetzt werden konnte. Er schlug im kleinen Kreis zwei geeignete Kollegen vor und bot 6 Monate kostenlose Beratung, stieß aber sowohl beim Programmdirektor wie auch beim Intendanten auf taube Ohren. Es sollte jemand sein, der jung genug war, um die nächsten 10 Jahre übernehmen zu können, und jemand, der sich den Spielregeln unterordnen konnte, was einige Gedächnisleistung erforderte. Frank Elstner wäre bereit gewesen und mit ihm der Erfolg garantiert. Wolfgang Lippert hatte einmal eine Folge übernommen, als sich Thoelke von seiner Herzoperation erholen musste, und dabei mit einigen Fehlern deutlich aufgezeigt, dass Der große Preis einige Ansprüche an die Präsentation stellt - dennoch wäre auch er eine geeignete Besetzung gewesen.
Der Unterhaltungschef verfolgte jedoch einen irrsinnigen Plan: Der sechs Jahre ältere Hans-Joachim Kulenkampff sollte die Show übernehmen, obwohl jeder Fachmann wusste, dass seine Fähigkeiten andere waren, als hierfür erforderlich. Er konnte sich nicht an feststehende Spielregeln halten und überzog jede Sendung um wenigstens 15 min. Dies führte zu einer Ausstrahlung am Samstagabend mit 25 min längerer Sendezeit. Samstagabendshow bedeutete aber ein Niveau, für das Der große Preis nicht geschaffen war, schon gar nicht mit der damaligen privaten Konkurrenz. Und die Verlängerung nahm der Sendung das erforderliche Tempo. Weil Kulenkampff für eine RTL-Vorabendserie in Hamburg drehte, wurde zu allem Überfluss dort ein komplett neues Bühnenbild inklusive Zuschauerränge geschaffen. Da aber alle Studios belegt waren, transportierte man es nach Berlin (wo das alte noch bereit stand) und passte es mit eigens angereisten Monteuren dem kleineren Raum an, um es anschließend wieder in Hamburg zu vergrößern und dort doch die Sendung starten zu lassen. Von solch einen Millionenaufwand konnte Thoelke nur träumen, er musste für die kleinste Neuanschaffung kämpfen. Kulenkampff bekam mit 60.000 DM je Sendung auch die doppelte Gage. Als sich der erwartete Misserfolg einstellte, hörte er aber nach 5 Folgen dennoch auf. Auch der nachfolgenden Carolin Reiber erging es nach 6 weiteren Ausgaben nicht besser.
Moderatoren
- Wim Thoelke: 7. Juni 1974 bis 10. Dezember 1992 (220 Folgen)
- Wolfgang Lippert: Vertretung im April 1991 (1 Folge)
- Hans-Joachim Kulenkampff ab 9. Januar 1993 (5 Folgen)
- Carolin Reiber: 10. Juli 1993 bis 11. Dezember 1993 (6 Folgen)
- Marco Schreyl: 28. Februar 2002 bis 22. Mai 2003
Literatur
- Ricarda Strobel und Werner Faulstich: Die deutschen Fernsehstars. Bd. 3: Stars für die ganze Familie. Göttingen: Vandenhoeck u. Ruprecht. 1998. ISBN 3-525-20798-0
Weblinks
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Große Preis, Der
Sophia von Spanien
Sofia Glücksburg ( - 2. November 1938 in Athen, Griechenland) ist die Ehefrau des spanischen Königs Juan Carlos I. und damit Königin von Spanien. Sie ist das erste Kind des Königspaares Paul I. von Griechenland und Friederike von Hannover und ist damit väterlicherseits Großnichte sowie mütterlicherseits Urenkelin von Kaiser Wilhelm II.
Die heutige Königin verbrachte Teile ihrer Jugend in Ägypten und Südafrika, weil ihre Familie während des zweiten griechischen Bürgerkrieges fliehen musste. Sie kehrte 1946 in ihre Heimat zurück und schloss ihre Ausbildung im deutschen Internat Salem ab. Danach studierte sie u. a. Musik und Archäologie in Athen. Sie nahm an den Olympischen Spielen 1960 in Rom teil.
Am 14. Mai 1962 heiratete sie in Athen den damaligen spanischen Thronfolger Juan Carlos de Borbón y Borbón und gebar in den folgenden Jahren drei Kinder: Elena, Herzogin von Lugo, am 20. Dezember 1963, Cristina, Herzogin von Palma de Mallorca, am 13. Juni 1965 und Felipe, Kronprinz von Spanien und Prinz von Asturien, am 30. Januar 1968. Sie hat sieben Enkel. Ihr Bruder Konstantin war von 1964 bis 1974 regierender König von Griechenland.
Neben ihren offiziellen Pflichten widmet sie sich sozialen Angelegenheiten. Sie ist u. a. Präsidentin der nach ihr benannten Stiftung.
Sie nimmt ebenfalls an verschiedenen Projekten zur Entwicklung der Frau in ländlichen Gebieten und zur Unterstützung von Kleinstunternehmen durch Kredite teil.
Königin Sofia ist Ehrendoktorin verschiedener Universitäten.
Weblinks
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- [http://www.casareal.es Website der Spanischen Monarchie mit Lebenslauf der Königin (span./engl.)]
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Helmut Schmidt
Helmut Heinrich Waldemar Schmidt ( - 23. Dezember 1918 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion (1967 bis 1969), Bundesminister der Verteidigung (1969 bis 1972), Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen (1972), Bundesminister der Finanzen (1972 bis 1974) und Bundeskanzler von 1974 bis 1982. Ökonomisch gilt er als Anhänger des Keynesianismus.
Ausbildung und Beruf
Nach dem Abitur 1937 an der „Lichtwark-Schule“ in Hamburg leistete Schmidt zunächst seinen Arbeits- und Wehrdienst ab. Er nahm dann bis 1945 als Soldat, letzter Dienstgrad Oberleutnant (ab 1958 Hauptmann der Reserve), am Zweiten Weltkrieg teil.
Während des zweiten Weltkrieges wurde er als Angehöriger des Reichluftfahrtministeriums auf Befehl als Zuschauer zu Schauprozessen des Volksgerichtshofes abkommandiert. Da er diese als "widerlich" empfand, bat er seinen vorgesetzten General um Entbindung von diesen Teilnahmen. Dieser Bitte wurde stattgegeben. Nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft studierte er in Hamburg Volkswirtschaftslehre und beendete sein Studium 1949 als Diplom-Volkswirt. Er war dann bis 1953 bei der von Karl Schiller geleiteten Behörde für die Wirtschaft und Verkehr der Freien und Hansestadt Hamburg tätig, hier leitete er von 1952 bis 1953 das Amt für Verkehr.
Seit 1983 ist er Mitherausgeber der Wochenzeitung DIE ZEIT. Schmidt ist Mitglied des Vereins Atlantik-Brücke e.V., Ehrenpräsident der Deutsch-Britischen Gesellschaft, Ehrenvorsitzender der von ihm selbst mitbegründeten Deutschen Nationalstiftung und Ehrenpräsident des InterAction Council, einem Rat ehemaliger Staatsmänner und -frauen, den er mit Freunden initiiert hat. Sein Privatarchiv wird im Archiv der sozialen Demokratie verwaltet. Helmut Schmidt war 1997 Erstunterzeichner der Allgemeinen Erklärung der Menschenpflichten.
Familie und Persönliches
Schmidts Vater war der uneheliche Sohn eines deutschen Kaufmanns jüdischen Glaubens. Die Familie suchte dies zu verheimlichen. In der Öffentlichkeit gab Schmidt diese Tatsache erst 1984 unter Druck bekannt, als Journalisten das von Valéry Giscard d'Estaing über dessen deutschen Freund erfuhren. In seinen Kindheitserinnerungen (1992) schreibt er, sie habe eine Rolle bei seiner Ablehnung des Nationalsozialismus gespielt.
Helmut Schmidt heiratete am 27. Juni 1942 Hannelore Glaser („Loki“) ( - 3. März 1919). Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Sein Sohn Helmut Walter ( - 26. Juni 1944) verstarb noch vor seinem ersten Geburtstag (Februar | | |