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Ost-West-Konflikt

Ost-West-Konflikt

Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 suchten die Alliierten vom 17. Juli bis 2. August 1945 auf der Potsdamer Konferenz nach der Form ihres weiteren Umgangs mit Deutschland. Dabei beschlossen Truman (USA), Churchill(ab 29.7. durch Attlee ersetzt) (Großbritannien) und Stalin (UdSSR) auf dem Schloss Cecilienhof in Potsdam, Deutschland in vier Besatzungszonen auf die Alliierten aufzuteilen, wobei Berlin in vier Sektoren geteilt wurde. Die Gebiete östlich von Oder und Neiße und der südliche Teil Ostpreußens wurden unter polnische Verwaltung gestellt, während der Rest Ostpreußens unter sowjetische Verwaltung kam. Die gemeinsame Behandlung Deutschlands scheiterte schließlich an den verschiedenen politischen Ideologien der Alliierten. Den Maßnahmen der Kommunisten in der Sowjetischen Besatzungszone, wie zum Beispiel deren Bodenreform, Verstaatlichungen und Vereinigung von SPD und KPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), stand die westliche Politik der Demokratisierung gegenüber; die Auseinanderentwicklung der Westzonen und der Ostzone Deutschlands wurde immer deutlicher. Winston Churchill sah die Expansionen der Sowjetunion als die britischen Interessen bedrohend, und verstand auch, dass Großbritannien diese nicht allein stoppen konnte. Infolgedessen unterstützten die USA für Deutschland die so genannte "Weststaatslösung", die eine deutliche Distanz zum Kommunismus (Containment, Roll-back) und eine starke Anbindung an die westlichen Staaten bedeutete. Schließlich wurde am 5. Juni 1947 von den USA der Marshall-Plan als finanzielles Hilfsprogramm zum Wiederaufbau der europäischen Länder nach dem Zweiten Weltkrieg vorgestellt. Dieser war für die USA von Bedeutung, da er ihren eigenen Interessen entsprach. Zum Einen bot ein geschwächtes Europa keinen guten Absatzmarkt, andererseits sollte Deutschland als industrieller Mittelpunkt Europas aufgebaut, gegen die UdSSR gelenkt und damit eine Ausdehnung des Einflussbereiches der UdSSR verhindert werden. Außerdem mussten Hunger und Not aus humanitären Gründen und als Vorbedingung für die Durchsetzung der anderen Ziele überwunden werden. Da die UdSSR mit der Begründung, dieses Instrument des Dollarimperialismus nicht unterstützen zu wollen, nicht an dem Marshall-Plan teilnahm und auch Polen und die Tschechoslowakei daraufhin ihre Zusage zurückzogen, gelang den USA die Durchsetzung ihres Vorhaben relativ leicht. Als einzigem geteilten Land gelang es Österreich Mittel auch für die durch die Rote Armee besetzte Zone zu bekommen. Am 3. April 1948 wurde das Programm als "Auslandshilfegesetz" durch den US-Kongress verabschiedet. Die Ziele der USA wurden schon wenig später erreicht: Die Gefahr der Ausbreitung des Einflussbereiches der UdSSR war abgewendet, die Industrieproduktion lag 35% über dem Vorkriegsstand und die Bundesrepublik Deutschland wurde zu einem eigenständigen Staat mit funktionierender Wirtschaft. Die Weststaatslösung wurde auch durch die Berliner Blockade (24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949) gefördert, dadurch wurde der Ost-West-Konflikt wiederum verschärft. Die Absichten der UdSSR lagen darin, die Westmächte aus Berlin zu verdrängen und, in Bezug auf die vorangegangene Währungsreform in den anderen Besatzungszonen, ein demokratisches Westdeutschland zu verhindern. Die Westmächte reagierten mit der Verteidigung ihrer Position in Berlin und der Errichtung einer Luftbrücke nach Berlin. Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 und der Deutschen Demokratischen Republik am 7. Oktober 1949 wurde die Teilung Deutschlands schließlich faktisch vollzogen. In der Bundesrepublik wurde am 14. September 1949 der erste Deutsche Bundestag gewählt, in dem Konrad Adenauer als Bundeskanzler eine Koalitionsregierung aus CDU (Christlich-Demokratische Union), CSU (Christlich-Soziale Union), FDP (Freie Demokratische Partei) und Deutsche Partei (1947-1971) bildete. Diese erste Bundesregierung mit Sitz in der Hauptstadt Bonn verfolgte die Westorientierung und wollte die Souveränität zurückgewinnen. Außerdem war sie bereit, sich an der Verteidigung Westeuropas zu beteiligen. Die Wiedervereinigung Deutschlands, die von Stalin ansatzweise angeboten wurde, war der Westintegration vorerst untergeordnet. Daher wurde 1952 das Angebot Stalins, ein vereinigtes, neutralisiertes Deutschland zuzugestehen und über freie gesamtdeutsche Wahlen zu diskutieren, auch nur als eine taktische Variante des sowjetischen Vormachtstrebens abgetan. Adenauer vermutete, dass Stalin mit diesem Angebot die beginnende Einigung Westeuropas und die Westintegration der Bundesrepublik behindern wollte und hielt es daher, im Gegensatz zu Politikern der SPD, FDP und seiner Partei, der CDU, für ungünstig, auf dieses Angebot einzugehen, und so blieb es bei zwei deutschen Staaten. Adenauer setzte dabei die ganze Zeit auf die "Politik der Stärke", was sich auch in dem Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik widerspiegelt, der besagt, dass diese die einzig legitimierte staatliche Organisation des deutschen Volkes sei. Dieser Anspruch wurde von den drei Westmächten unterstützt, so dass der Bundesregierung am 18. September 1950 in der Erklärung der New Yorker Außenministerkonferenz ausdrücklich das Recht, "für Deutschland als Vertreterin des deutschen Volkes in internationalen Angelegenheiten zu sprechen", zugesprochen wurde. Adenauers Politik entsprach wohl der Meinung des größten Teiles der Bundesbürger, da er erst 1963 von Ludwig Erhard abgelöst wurde. Diese Ablösung stand in Zusammenhang mit der so genannten "Spiegelaffäre", die 1962 die Republik erschütterte. Es gab folgenden Sachverhalt: Das Magazin "Der Spiegel" warf Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß Korruption vor. Daraufhin ließ Adenauer den Herausgeber des Spiegels, Augstein, und den Spiegelmilitärexperten Ahlers unter dem Vorwurf eines "Abgrunds von Landesverrat" verhaften. Außerdem traten alle FDP-Minister zurück, was zu einer Neubildung des Bundeskabinetts ohne Strauß führte. Im Endeffekt war es schließlich so, dass zum einen die Pressefreiheit eingeschränkt wurde, Ahlers und Augstein allerdings doch nicht verurteilt wurden. Außerdem wurde die Verfassungsklage gegen die Regierung abgewiesen. Insgesamt kam es so zu einer Vertrauenskrise von Seiten des Volkes gegenüber der Staatsgewalt. Von Seiten der UdSSR gab es nach dem Tod Stalins am 5. März 1953 unter Chruschtschow einige Ansätze zur friedlichen Koexistenz und Entstalinisierung, allerdings hatte die DDR-Regierung einige innenpolitische Probleme zu bewältigen und war daher eher weniger an Außenpolitik interessiert. Ende Mai 1953 beschloss die DDR-Regierung unter Walter Ulbricht, zur Überwindung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Arbeitsnormen bei gleichbleibendem Lohn um 10 Prozent zu erhöhen. Dieser Beschluss führte zu Protesten der Arbeiter und schließlich zunächst zum Widerruf der angekündigten Maßnahmen. Am 16. Juni 1953 kam es zu einer Demonstration vor dem Haus der Ministerien in Ost-Berlin. Auf ihre Frage, ob die Regierung auf die Erhöhung der Arbeitsnormen bestehe oder nicht, erhielten die Demonstranten nur unklare oder widersprüchliche Antworten, was am 17. Juni zu Massenkundgebungen in ganz Ostberlin und Protesten und Streiks in der gesamten DDR führte. Diese Aufstände wurden von sowjetischem Militär und der Volkspolizei zerschlagen, die Zahl der Getöteten lag wahrscheinlich zwischen 300 und 400 Personen. Diese Ereignisse führten zu einem Flüchtlingsstrom von der DDR in die BRD; die Gesamtzahl der zwischen 1949 und 1961 Geflüchteten liegt bei etwa 2,7 Millionen. (Siehe auch: Siebzehnter Juni 1953) Nach Stalins Tod (1953)kam es zu einer kurzen Zeit der Entspannung. Schnell eskalierte der Ost-West_Konflikt aber erneut. Beide Seiten rüsteten immer mehr auf (Wettrüsten), neu Waffensysteme wie interkontinental-Raketen wurden erfunden. Diese Ereignisse waren schließlich neben anderen Faktoren der Auslöser für den Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961. Dadurch wurde zwar der Flüchtlingsstrom weitgehend gestoppt und es kam zu einer Stabilisierung der DDR, allerdings gab es durch den Schießbefehl an der Grenze auch viele Verletzte und mehrere Tote. Jedoch gab es auch schon vorher eine klare Distanzierung der beiden Staaten: Durch die Aufnahme der Bundesrepublik in die NATO (North Atlantic Treaty Organisation) 1955 und der darauf folgenden Gründung des Warschauer Pakts als Verteidigungsorganisation der Ostblockstaaten unter Leitung der UdSSR kam es zu einer Verhärtung der Fronten. Dabei war es so, dass vor allem die USA auf eine militärische Vereinigung zwischen Westeuropa und sich selbst drängten. Die Zusammenarbeit innerhalb der NATO beinhaltete allerdings nicht nur die gemeinsame Verteidigungsarbeit, sondern auch die Zusammenarbeit die Außen- und Sicherheitspolitik betreffend. Die Bundesrepublik wurde im Rahmen der NATO wiederbewaffnet, was die UdSSR natürlich als Gefährdung der Sicherheit der DDR verstand. Als Gegenstück wurde daher der Warschauer Pakt gegründet. Seit Ende der 70er-Jahre verschärften sich die Ost-West-Spannungen nochmals. Im Dezember 1979 erfolgte der Einmarsch der UdSSR in Afghanistan. Seit 1982 fand wiederum ein verstärktes Wettrüsten statt. Die Fronten verhärteten sich. Mit dem Amtsantritt des sowjetischen Generalsekretär M.Gorbatschow 1985 kam es in der UdSSr zu politischen Reformen. Der Ost-West-Konflikt entspannte sich. Mit dem Zerfall des Warschauer Pakts und der UdSSR 1991 verlor er seine politische Grunlage. Große Probleme sind seitdem vor allem die großen wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Westeuropa und den ehemaligen Ostblockstaaten.

Siehe auch


- Anglozentrismus Kategorie:Politologie Kategorie:Weltgeschichte Kategorie:US-Außenpolitik -------------------------------- Hier ist meine Ergänzung: Entwicklung der Ost- West - Beziehungen • Ost- West- Konflikt prägte Struktur der internationalen Beziehungen, da die Weltmächte USA und UdSSR mit ihren Verbündeten sowohl auf ideeller wie auf machtpolitischer/ militärischer Ebene unvereinbar waren • Es existierten keine gemeinsamen Vorstellungen über weitere Organisation des internationalen Systems • Als Struktur des Kalten Krieges (1947) gilt das Modell der Bipolarität. Es verdeutlicht, dass sich die Weltmächte USA und UdSSR auf allen Ebenen in Konfrontation gegenüberstanden • USA: J, GB, I, BRD, F | UdSSR: U, VR China, CSSR, DDR, P • Nationaler Sonderkonflikt zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der ehemaligen DDR • Ideeller Konflikt: • Zwei unterschiedlich angelegte Konzeptionen: 1. Ideen und Werteorientierungen des Westens. Das heißt: „Individuelle/ gesellschaftliche u. politische Freiheit des Einzelnen, Respektierung der Menschenrechte.“ 2. Marxistisch- Leninistische Politikauffassung. Das heißt: „Keine Individualrechte, keine gesellschaftlichen Freiheiten, kein Pluralismus, Gerichtswesen unmittelbar an den Staat gebunden.“ • Machtkonflikt/ Militärischer Konflikt: • Sowjetunion nutzte den Kampf gegen das NS- Regime und die Zusammenarbeit mit den westliche Alliierten so aus, dass sie in dem von ihr besetztem Gebiet Sowjetfreundliche Regime einsetzte • Unvereinbarkeit der politischen Systeme in Ost und West, wie auch die expansive Politik Stalins sowie die Eindämmungspolitik des Westens unter der Führung der USA führten zur Bipolarität und zum Kalten Krieg • WICHTIGE Stationen des Kalten Krieges: • 12.03.1947: Truman-Doktrin: Unterstützung der freien Völker entspricht dem Sicherheitsinteresse der USA • Marshall-Plan: „14 Milliarden Dollar- Finanzspritze“/ Umfassende Wirtschafts- und Finanzhilfe für den Aufbau Europas • 1948: Auszug des Sowjetvertreters aus dem Alliierten Kontrollrat für Deutschland und Berlin; Verfestigung der Lager West unter der Führung der USA, der Lager Ost unter der Führung Moskaus • 1949: Gründung der RGW; UdSSR zündet ihre erste Atombombe; Gründung der BRD und der DDR; Gründung der NATO • 1950: Ausbruch des Koreakrieges • 1951: Abschluss des ANZUS-Paktes • 1954: Gründung der SEATO (Südostasienpakt); Krieg in Indochina: UdSSR unterstützt Nordvietnam, USA Südvietnam • 1955: Gründung des Warschauer Paktes; Beitritt der BRD zur NATO • 1957: UdSSR startet Unternehmen „Sputnik“ • Ende 1957: Amerikanische Präsident Eisenhower und sowjetischer Parteichef Chruschtschow leiten die „Entspannungsphase“ ein • 13.08.1961: Bau der Berliner Mauer • 1962: Kuba-Krise: Errichtung sowjetischer Raketenbasen auf Kuba; USA verhängt Seeblockade; Anlagen werden abgebaut und abtransportiert. HÖHEPUNKT des Kalten Krieges: Supermächte USA und UdSSR drohen mit dem Einsatz von Atomwaffen  Folge: Großmächte hätten neben der Vernichtung ihrer selbst große Teile der Welt atomar verseucht! Es bestand die Gefahr, dass der strukturelle Konflikt (Unvereinbarkeit der Ideologien) über eine offene Krise in einen offenen Krieg einmünden würde • Entspannungsphase: • Keine Zivilisierung des Konflikts von einem Zustand der aktuellen Gewaltandrohung in einen Zustand „Friede- Freude- Eierkuchen“ • Ideologischer und machtpolitischer Kern des Ost- West- Konfliktes bleibt auch in der Entspannungsphase bestehen • Es drohte erneute Eskalation des Ost- West- Konflikts, da zwischen den Entspannungskonzepten des Westens und des Ostens keine Übereinstimmung bestand Westliche Konzeption: • Militärischer Interessenausgleich (Rüstungsbegrenzung und – Kontrolle) • Ausgleich in machtpolitischen Fragen (Deutschlandproblem; Verhältnis BRD zur DDR; Wiedervereinigung; „Oder-Neiße-Grenze“; Verhältnis der BRD zur UdSSR) • Ausgleich in anderen Politikbereichen (Wirtschaftsaustausch) • Ausgleich im ideologischen Bereich (Forderung nach Verwirklichung der Menschenrechte) • Östliche Konzeption: • Prinzip der friedlichen Koexistenz. Das heißt: „Es besteht ein unaufhebbarer Widerspruch zwischen kapitalistischen Staaten und den sowjetischen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, mit dem Westen auf Gebieten wie der Kriegsverhinderung zusammenzuarbeiten, aber den internationalen Klassenkampf fortzusetzen.“ • Nachdem im Kalten Krieg deutlich geworden war, dass eine einseitige Interessendurchsetzung in einen atomaren Krieg münden würde, zeichnete sich die Entspannungsphase durch ein Offenhalten des Konfliktes und durch die Kooperation auf den Gebieten, auf denen bei allen Partnern eine weitgehende Interessenübereinstimmung bestand, aus (Entspannungspolitik). Der ideologische und machtpolitische Kern des Ost- West- Konfliktes wurde jedoch auch nicht in der Entspannungsphase aufgehoben. Nach wie vor standen sich am Ende der Entspannungsphase Werteordnungen und politisch- wirtschaftliche System gegenüber, die sich gegenseitig ausschlossen; auch die gegenseitige Bedrohung mit einem unvorstellbaren Waffenpotential bestand unvermindert fort Struktur der internationalen Beziehungen in der Entspannungsphase: • Erste Welt: • Westeuropa, USA, Japan • Zweite Welt: • UdSSR u. verbündete, VR China, USA • Dritte Welt: • Schwellenmächte Brasilien, Algerien, usw. • Vierte Welt: • Sahel- Zonen- Länder Wichtige Regelungen in der Entspannungsphase zwischen der USA und UdSSR: • 20.06.1963: Unterzeichnung einer Vereinbarung über die Einrichtung eines „heißen Drahtes“ (Direkte Kontaktaufnahme USA und UdSSR) • 05.08.1963: Abkommen über die Beendigung aller oberirdischen Atomtests • 01.07.1968: Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen • 03.09.1971: Vier- Mächte- Abkommen über Berlin: Bindungen zwischen West- Berlin und der BRD sollten entwickelt werden; Außenvertretung West- Berlins durch BRD • 26.05.1972: Salt- I- Abkommen: Vereinbarung zwischen USA und UdSSR über Höchstgrenze im Bereich der Interkontinentalraketen, Anzahl der U- Boote und über den verzicht auf Anti- Raketen- Systeme. Militärischer Konflikt besteht als Ausdruck des ideologischen Konfliktes weiter. Abschreckungslogik: „Wenn du angreifst, schieße ich zurück.“ • 24.11.1974: Vereinbarung zwischen USA und UdSSR über Begrenzung der Abschussvorrichtungen von interkontinentalen land- und seegestützten Raketen wie auch der strategischen Bomber • 01.08.1975: Unterzeichnung der Schlussakte der KSZE in Helsinki • 18.06.1979: SALT- II- Abkommen • 08.12.1987: Beginn der Kooperation zwischen Ost und West: Unterzeichnung des INF- Vertrag > Vollständige Beseitigung der nuklearen Mittelstreckenraketen SONDERKONFLIKT IN UND UM DEUTSCHLAND: • Konflikt wurde mit Wiedervereinigung BRD und DDR gelöst; weitere Konflikte: „Berlin- Problem (BRD und Verbündete wollten West- Berlin eng an die BRD anbinden; UdSSR und DDR wollten West- Berlin entmilitarisieren und neutralisieren)“, „ Oder- Neiße- Frage (Endgültige Reglung der Westgrenze Polens)“ • HÖHEPUNKT des Konflikts: Mauerbau zwischen Ost- und Westdeutschland • Im Zuge der globalen Entspannung konnte der deutsche Sonderkonflikt durch vertragliche Reglungen entschärft werden: • 12.08.1970: Unterzeichnung des Vertrages zwischen UdSSR und BRD: Gegenseitiger Gewaltverzicht u. Frieden; Bekundung des Wunsches nach Verbesserung der europäischen Lage • 07.12.1970: Deutsch- Polnischer Vertrag: Gewaltverzicht; beide Staaten kennen ihrer gegenseitige Integrität an; Oder- Neiße- Grenze wird als Westgrenze Polens beurkundet • 21.12.1972: Grundlagenvertrag zwischen BRD und DDR: Gutnachbarliche Beziehungen; Unverletzbarkeit der Grenzen; Beendigung des „Alleinvertretungsanspruch“; Anerkennung zwei voneinander unabhängiger autonomer Staaten; BRD gab die Forderung nach Wiedervereinigung nicht auf Probleme nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes und dem Auseinanderbrechen des Warschauer-Paktes: Oststaaten verb. im Warschauer Pakt Weststaaten verb. im Nato-Pakt 1. Demokratische Probleme 2. Ökonomische Probleme 3. Ökologische Probleme 4. Ethnische Probleme 5. Probleme militärischer Sicherheit 1. Demokratische Probleme: • Ehemalige Ostländer besaßen keine Demokratie (Totalitäres Regime) • Ziel: Entwicklung einer stabilen Demokratie in den Ostländern. Dies heißt: Aufbau eines Mehrparteinsystems; Bevölkerung muss die Gedanken der Demokratie verinnerlichen; arbeitsfähiges Parlament (Koalitionsfähigkeit; Streitkultur und Respekt); Demokratie muss den „Rest-Kommunismus“ verdrängen • Schaffung eines Rechtsstaates, eines vom Staat unabhängigem Gerichtswesen 2. Ökonomische Probleme: • Ergeben sich durch die Umstellung von der Planwirtschaft (Ineffektiver Einsatz der Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital) auf marktwirtschaftliche Strukturen • Mentalität der Oststaaten muss erst auf freie Marktwirtschaft umgestellt werden, die Instrumente und das „Know-How“ müssen vorher implementiert werden Probleme werden in einem Vergleich deutlich: • (MW): Gesellschaftlicher Pluralismus, Konsumfreiheit, Investitionsfreiheit, Niederlassungsfreiheit, Gewerbefreiheit, Wettbewerbsfreiheit; Prinzip von Angebot und Nachfrage; freie Berufs- und Arbeitsplatzwahl; Privatbesitz an Produktionsmitteln; • (PW): Verstaatlichung oder Enteignung der Produktionsmittel Somit Kontrolle der Konsumenten; Partei entscheidet über Produktion, Angebot u. Nachfrage, Investitionen und Verteilung der Güter; • SED sicherte das sozialistische System durch radikale Unterdrückung möglicher politischer Interessengruppen (z.B.: 17.06.1953 „Arbeiteraufstand“); • Koalitionsfreiheit der Bürger war in der DDR nicht garantiert. Es wurde behauptet, dass durch zentrale Leitung und Kontrolle der Produktion und der Verteilung der Konsumgüter in einer Gesellschaft mit staatlichem Eigentum an Produktionsmitteln, die Konflikte zwischen Arbeitgebern (STAAT) und Arbeitnehmern seien überwunden; Streikverbot; • Ökonomische Ineffektivität der (PW): Schwierige Koordination der Menge an Einzelplänen; Veränderung der Planannahmen; schlechte Kapazitätsauslastung; Materialvergeudung; relativ niedrige Arbeitsproduktivität. So fehlte den Volkswirtschaften der RGW jegliche Innovation (z.B.: Veraltete Produktionsstätten). Defizite der (PW) wurden durch die Struktur des RGW (Sowjetunion, GUS, UdSSR dominierte politisch ökonomisch; andere RGW-Staaten waren stark wirtschaftlich abhängig) verstärkt Ökonomische Probleme, die damals in den osteuropäischen Staaten gelösten werden mussten und teilweise heute noch zu lösen sind, sind: • Umwandlung der Staatsbetriebe in funktionsfähige Privatbetriebe; • Hohe Arbeitslosigkeit; • Beschaffung von Kapital zum Aufbau von Produktionsstätten; • Geringe Steuereinnahmen wg. der geringen Produktion • Schlechte Infrastruktur (z.B.: Verkehrssysteme, med. Versorgung) • Abwanderung von Fachkräften/ Spezialisten in das Ausland; • Mittelstand, der in den westlichen Ländern größten Teil der alltäglichen Güterversorgung wahrnimmt, fehlt; • Fast völliger Zusammenbruch des Außenhandels der Oststaaten, besonders nach Zerfall der UdSSR; Besondere Problemlage in der GUS: • Planwirtschaftliche System der Sowjetunion war mit unübersehbarem Netz von Zulieferbetrieben verbunden • Erhebliche Produktionsausfälle kamen vor, Arbeitslosigkeit, Inflation, Zusammenbruch des Außenhandels • Ethnische Probleme/ versch. „Konfliktzonen“  hemmend auf ökonom. Entwicklung Problemlösungen: 1. Soforthilfeprogramm der westl. Staaten nach den Rev. von 1989/ 90, um schon die unter der kommunistischen Herrschaft und die durch Umstrukturierungen im polit./ ökonom. Bereich entstandenen Engpässe zu beheben 2. Langfristige Aufbauhilfen: Kapitaltransfer in ehemalige RGW-Staaten von anderen Industrieländern zur Behebung ökonom. Defizite. Joint ventures: Gemeinsame Produktion der ehemaligen RGW-Staaten mit westlichen Partnern  Nutzung des westl. Kapitals, Nutzung des „Know-how“  So Mobilisierung der guten Energieressourcen und des Produktionsfaktors Arbeit 3. Verbesserung der Infrastruktur: Aufbau der Infrastruktur (Verkehrssystem, soziale/ medizinische/ kulturelle Einrichtungen)  Bedingungen für Aufbau einer Industrie werden so geschaffen 4. Personelle Hilfe: Schulung des Fachpersonals in westlichen Ländern  Nutzung der Forschungsergebnisse in östlichen Staaten für die Produktion Mitarbeit in internationalen Organisationen: 1. Kommunistische Ideologie: Internationale Organisationen sind Institutionalisierungen der Ausbeutung der kapitalistischen Staaten 2. Früher: Verweigerung der Mitarbeit (Kommunistische Staaten verweigerten) 3. Heute: Aufnahme der ehemaligen UdSSR-Staaten und RGW-Staaten im GATT, IWF, Weltbank und bei internationalen Konferenzen Entschuldung der ehemaligen RGW-Staaten: • Schulden aus kommunistischer Herrschaft belasten ehemalige RGW-Staaten, soweit sie nicht unmittelbar zur Steigerung der Produktivität eingesetzt werden können • Westliche Industriestaaten, die Interesse am kontinuierlichen Aufbau der Wirtschaftssysteme der Oststaaten haben, gewähren Zahlungsaufschub 3. Ökologische Probleme: • Kommunistische Führer handelten unter ökonomischem Erfolgszwang, ferner durften sich in diesen Diktaturen keine kritische Öffentlichkeit zur Behebung der Umweltschäden formieren • So wurden keine die Umwelt schützenden Produktionsmethoden eingesetzt. Gravierende Umweltschäden wurden verschwiegen • Hilfe für die Maßnahmen zum Umweltschutz in den ehemaligen RGW-Staaten ist ernstzunehmende Aufgabe 4. Ethnische Probleme: • Ethnische Probleme beschränken sich nicht nur auf osteuropäische Staaten (z.B.: IRA “Irish Republican Army“) • Terrororganisationen wollen verschiedene Autonomie- und separatistische Bestrebungen mit Gewalt erzwingen • Beispiel: Konflikt zwischen Mittel- und Osteuropa, bedingt durch die damalige Gewaltpolitik der Nationalsozialisten und diejenigen der kommunistischen Parteien 5. Probleme militärischer Sicherheit: • Wesentliche Verminderung des militärischen Potentials in Ost und West schafft militärische Probleme nicht völlig aus der Welt • Probleme angesichts des riesigen Militärpotentials in den USA/ Europa und GUS, die sowohl die europäische Sicherheitspolitik als auch die der USA tangieren, sind: 1. Weitere Abrüstung/ Rüstungskontrollen sind erforderlich zur Erhöhung der Sicherheit in Europa 2. Oberkommando über Atomwaffen (auch taktische Atomwaffen) in den Nachfolgestaaten der UdSSR muss dauerhaft gesichert sein 3. Gefahr, dass das Wissen der ehemaligen sowjetischen Atomwissenschaftler die Entwicklung von Atomwaffen in der dritten Welt beschleunigt • Lösungsmöglichkeiten: • Auffanggesellschaften einzelner Staaten für Integration der ehemaligen sowjetischen Wissenschaftler

Deutsches Reich

Deutsches Reich war die offizielle Bezeichnung des 1871 auf Betreiben des preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck gegründeten ersten deutschen Nationalstaates („kleindeutsche Lösung“ genannt, da unter Ausschluss Österreichs).

Gründung

Das Deutsche Reich ging aus dem unter preußischer Vorherrschaft stehenden Norddeutschen Bund hervor. Nachdem Preußen sich im Deutschen Krieg gegen Österreich durchgesetzt hatte, schlossen sich Baden, Bayern, Hessen und Württemberg diesem Bund an. Aus Sorge um den Zusammenschluss dieser mächtigen Länder und der Tatsache, dass der Norddeutsche Bund in den vorausgegangenen Kriegen seine Militärmacht demonstrierte, entschlossen sich die benachbarten Franzosen 1870 zu einem Präventivkrieg. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 besiegten die nun vereinten Staaten die benachbarte Großmacht Frankreich. Nach diesem Erfolg wurde das Deutsche Reich unter der Initiative Otto von Bismarcks im Spiegelsaal von Versailles (bei Paris) gegründet. Dies sahen viele Franzosen als zusätzliche nationale Demütigung an, denn sie verstanden diese Vereinigung der deutschen Staaten auch als Machtdemonstration des neuen Reiches gegenüber dem besiegten Frankreich, das bislang die dominierende europäische Festlandgroßmacht gewesen war.

Geschichte

Paris Die Geschichte des Deutschen Reiches gliedert sich in drei Abschnitte: # 1871-1918 Deutsches Kaiserreich #: 1871-1890 Zeit des Reichskanzlers Bismarck #: 1890-1918 wilhelminische Epoche und Erster Weltkrieg # 1919-1933 Weimarer Republik # 1933-1945 die Zeit des Nationalsozialismus (siehe auch: Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg; seit 1938 mit Österreich und kurz danach gemäß international gültigem Abkommen samt dem Sudetenland); 1943-1945 Staatsbezeichnung „Großdeutsches Reich“ Als im Jahre 1868 die spanische Königin gestürzt wird, bietet der Erbprinz Leopold des Königshauses Hohenzollern-Sigmaringen (welches mit dem spanischen Königshaus verwandt ist) seine Dienste als zukünftiger König an. Jedoch fühlte sich Frankreich aufgrund der bevorstehenden preußischen Machtübernahme in Spanien bedroht und versuchte dies militärisch zu unterbinden. Es kam zu dem Deutsch-Französischen Krieg. Bismarck nutzte dies um sein Ziel, die Einigung der deutschen Staaten, durch einen gemeinsamen Feind durchzusetzen. Er erreichte sein Ziel und so wurde nach dem triumphalen Sieg über Frankreich am 18. Januar 1871 im Schloss Versailles bei Paris das Deutsche Reich gegründet. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde das Deutsche Reich unter Besatzung durch britische, französische, amerikanische und sowjetische Truppen gestellt. Die Gebiete östlich von Oder und Neiße, einschließlich der westlich dieser Linie gelegenen Städte Stettin und Swinemünde (insgesamt etwa ein Viertel der Fläche von 1937), wurden den Bestimmungen des Potsdamer Abkommens gemäß vom Reich abgetrennt und, wie es im Potsdamer Abkommen hieß, vorläufig unter polnische bzw. sowjetische Verwaltung gestellt. Die ansässige deutsche Bevölkerung in diesen Gebieten wurde, soweit sie nicht bereits im Zuge des Kriegsgeschehens in Richtung Westen geflüchtet war, in den folgenden Jahren weitgehend vertrieben. Mit der Wiederherstellung der Republik Österreich noch im Jahr 1945 und der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik 1949 hörte das Deutsche Reich faktisch, aber nicht de jure auf zu existieren. Die sich aus dieser de jure-Fortexistenz ergebenden Folgen sind im Abschnitt Staatsrechtliche Fragen erläutert.

Entstehung des Begriffs

Die Verwendung des Wortes Reich im Titel knüpfte an das Heilige Römische Reich Deutscher Nation (9621806) an, das angesichts von Säkularisierung und napoleonischer Übermacht (Diktat) 1806 zerbrochen war, nachdem der habsburgische Kaiser den Titel des römisch-deutschen Kaisers niedergelegt und alle Reichsbeamten und -organe aus ihren Verpflichtungen gegenüber dem „deutschen Reich“ entlassen hatte. Da mit dem Akt der Niederlegung der Kaiserkrone das Heilige Römische Reich Deutscher Nation geendet hatte, wurde die spätere Epoche des wilhelminischen Kaiserreiches als Zweites Reich bezeichnet. Diese Wortwahl deutete eine Nachfolgerschaft zum „Ersten (deutschen) Reich“ an ohne sie explizit auszusprechen. Diese Zurückhaltung war taktisch und diplomatisch geboten, da ansonsten das Kaisertum Österreichs und dessen Kaiser indirekt als illegitim bezeichnet worden wäre, der sich auch als Nachfolger des Heiligen Römischen Reichs sah. In der deutschen Verfassungsgeschichte sind die Begriffe Reich und Bund übrigens recht austauschbar. Die Präambel der Bismarck-Verfassung von 1871 sagte beispielsweise, dass der preußische König und die süddeutschen Fürsten einen ewigen Bund geschlossen hätten. Infolge der überspannten und pseudoreligiösen Verwendung des Begriffes Reich durch den Nationalsozialismus wurde der Begriff im Laufe der Nachkriegszeit vermehrt mit dem Nationalsozialismus selbst in Verbindung gebracht.

Staatsrechtliche Fragen

Das Bundesverfassungsgericht stellte am 31. Juli 1973 bei der Überprüfung des Grundlagenvertrags mit der DDR fest (2 BvF 1/73): :Das Deutsche Reich existiert fort, besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig. :Mit der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert (…). Die Bundesrepublik Deutschland ist also nicht „Rechtsnachfolger“ des Deutschen Reiches, sondern als Staat identisch mit dem Staat „Deutsches Reich“, – in bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings „teilidentisch“, so daß insoweit die Identität keine Ausschließlichkeit beansprucht. (…) Sie beschränkt staatsrechtlich ihre Hoheitsgewalt auf den „Geltungsbereich des Grundgesetzes“ Die Bundesrepublik Deutschland könne also nicht als Nachfolgestaat angesehen werden, sondern sei vielmehr als Staat identisch mit dem Staat Deutsches Reich und nicht dessen Nachfolger. Damit wird eine staatsrechtliche Identität, die 1866 mit dem Norddeutschen Bund begann, unter der Bezeichnung Bundesrepublik Deutschland fortgeführt. Davon bleibt aber unberührt, dass, von einer politisch-historischen Perspektive aus betrachtet, das Reich mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg im Jahre 1945 untergegangen ist. Mit der Wiedererlangung voller staatlicher Souveränität durch die abschließende Erklärung des Zwei-plus-Vier-Vertrags von 1990 wurde die (erweiterte) Bundesrepublik Deutschland endgültig das, was zuvor bereits das Deutsche Reich (von 1871) gewesen war: ein (klein-)deutscher Nationalstaat, der (als wesentlichen Bestandteil der europäischen Friedensordnung) die Nachkriegsordnung mit seinen Grenzen anerkannt hat. Das Gleiche gilt für die (neue) Republik Österreich mit dem Staatsvertrag von 1955.

Siehe auch


- Geschichte Deutschlands
- Deutschlandtheorien

Literatur


- Sebastian Haffner: Von Bismarck zu Hitler. Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-42677-589-1

Weblinks


- [http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=que&ID=840 Quellentext: Gesetz betreffend die Verfassung des Deutschen Reichs, 16.04.1871]
- [http://www.superborg.de/dve.htm Das Archiv für technische Dokumente 1900-1945 (enthält das Verzeichnis der militärischen Vorschriften des Deutschen Reiches)] ! ja:ドイツ国

8. Mai

Der 8. Mai ist der 128. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 129. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 237 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1222 - Heinrich (VII.), der Sohn des Kaisers Friedrich II., wird von Erzbischof Engelbert I. von Köln zum römisch-deutschen König und zum Mitregenten seines Vaters gekrönt.
- 1886 - In der Apotheke von John S. Pemberton in Atlanta (Georgia) wird zum ersten Mal ein neu entwickeltes Mittel gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen und Depressionen - das spätere Coca-Cola- verkauft!
- 1914 - Der US-Kongress erklärt den 2. Sonntag im Mai zum Muttertag.
- 1918 - Nicaragua erklärt dem Deutschen Reich den Krieg.
- 1940 - Costa Rica. Rafael Calderón Guardia wird Staatspräsident.
- 1944 - Costa Rica. Picardo Michalski wird Staatspräsident.
- 1945 - Tag der Befreiung; es erfolgt die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht, womit der II. Weltkrieg in Europa endet (V-E Day). Damit endet auch in Norwegen die Besatzung durch deutsche Truppen.
- 1949 - Costa Rica. Neue Verfassung, Abschaffung des Militärs
- 1949 - Nach achtmonatigen Beratungen beschließt der Parlamentarische Rat das Grundgesetz.
- 1955 - Deutschland tritt der NATO bei.
- 1958 - Costa Rica. Mario Echandí Jiménez wird Staats- und Regierungschef.
- 1985 - Richard von Weizsäcker hält im Deutschen Bundestag die vielbeachtete Rede Zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
- 1986 - Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR.
- 1986 - Costa Rica. Oscar Arias Sánchez wird Staats- und Regierungschef.
- 1999 - Ismail Omar Guelleh wird Staats- und Regierungspräsident in Dschibuti
- 2002 - Dr. Abel Pacheco de la Espriella wird Staatspräsident in Costa Rica
- 2005 - Weltweites Gedenken an das Ende des II. Weltkrieges (Kapitulation der deutschen Wehrmacht). An den Feiern in Berlin und Moskau nehmen besonders viele Politiker teil.

Wirtschaft


- 1884 - In Deutschland wird als erstes öffentliches Unternehmen zur Elektrizitätsversorgung die "AG Städtische Elektrizitätswerke" in Berlin gegründet.
- 2001 - Serbien und Montenegro wird Mitglied in der Weltbank.

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1821 - Die Oper "La Conquista di Granata" von Giuseppe Nicolini wird im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt.
- 2005 - Brügge/Belgien US-Fotograf Spencer Tunick lichtete in der Altstadt von Brüssel im Rahmen des dortigen Kulturfestivals Corpus 5 und seiner üblichen Nackt-Installationen 1249 Männer und 701 Frauen bei Sturm und eisigen Temperaturen in einer Reihe stehend nackt ab.

Religion


- 1521 - Im Wormser Edikt wird die Reichsacht über Martin Luther verhängt.

Katastrophen


- 1842 - Durch einen Großbrand wird beinahe ein Drittel der Hamburger Innenstadt zerstört.
- 1902 - Ein Vulkanausbruch auf der Antillen-Insel Martinique fordert ca. 30.000 Menschenleben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1974 - Der 1.FC Magdeburg gewinnt als erste und einzige Mannschaft der DDR einen Titel im Fußball-Europapokal. Vor 5000 Zuschauern im Stadion De Kuip in Rotterdam besiegt der FCM den AC Mailand mit einem 2:0 und wird somit Europapokalsieger im Europapokal der Pokalsieger
- 1993 - Lennox Lewis gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tony Tucker im Thomas & Mack Center, Las Vegas, Nevada, USA, durch Sieg nach Punkten.

Geboren

USA USA USA
- 1521 - Petrus Canisius, deutscher Jesuit und Gegenreformator, katholischer Heiliger, Kirchenlehrer
- 1632 - Heino Heinrich Graf von Flemming, Heerführer, Generalfeldmarschall und Gouverneur von Berlin
- 1639 - Giovanni Battista Baciccio, italienischer Maler
- 1653 - Claude-Louis-Hector de Villars, General und Marschall von Frankreich
- 1654 - Johann von Besser, deutscher Dichter
- 1657 - Martino Altomonte, italienischer Maler
- 1676 - Friedrich I., König von Schweden
- 1753 - Miguel Hidalgo, mexikanischer Priester und Revolutionär
- 1778 - Johann Gänsbacher, österreichischer Komponist und Dirigent
- 1781 - Pedro de Sousa Holstein, portugiesischer Politiker und Militär, Herzog von Palmela
- 1802 - Heinrich Friedrich Wilhelm Perizonius, deutscher Theologe
- 1806 - António José de Ávila, portugiesischer Politiker
- 1806 - Johann Friedrich Kittl, tschechischer Komponist
- 1828 - Henri Dunant, Gründer des Roten Kreuzes
- 1836 - Sophus Schandorph, dänischer Schriftsteller
- 1837 - Albrecht von Preußen, Regent von Braunschweig, Generalfeldmarschall und Regent des Herzogtums Braunschweig
- 1874 - Inessa Armand, französisch-russische Revolutionärin
- 1877 - Adolf Meschendörfer, siebenbürgisch-deutscher Schriftsteller
- 1884 - Harry S. Truman, der 33. Präsident der USA
- 1899 - Friedrich Hayek, österreichischer Ökonom
- 1903 - Fernandel, französischer Schauspieler und Sänger
- 1905 - Red Nichols, US-amerikanischer Jazzmusiker, Kornettist und Trompeter
- 1906 - Roberto Rossellini, italienischer Filmregisseur
- 1906 - Adolf Mauk, deutscher Politiker und MdB
- 1907 - Wolf Stefan Traugott Graf von Baudissin, deutscher Militär und Friedensforscher
- 1909 - Graf Lennart Bernadotte, schwedischer Adeliger
- 1910 - Mary Lou Williams, US-amerikanische Jazzpianistin
- 1911 - Robert Johnson, US-amerikanischer Musiker
- 1912 - Gertrud Fussenegger, österreichische Schriftstellerin
- 1916 - João Havelange, brasilianischer Unternehmer und Sportfunktionär
- 1919 - Lex Barker, US-amerikanischer Filmschauspieler und Bodybuilder
- 1922 - Bernadin Gantin, katholischer Erzbischof und emeritierter Dekan
- 1922 - Stephen Kim Sou-hwan, emeritierter Erzbischof von Seoul und ein Kardinal
- 1926 - Sir David Frederick Attenborough, britischer Naturforscher
- 1927 - László Paskai, emeritierter Erzbischof von Esztergom-Budapest und Kardinal
- 1928 - Manfred Gerlach, deutscher Politiker der DDR
- 1929 - Günther Wyschofsky, Minister für chemische Industrie der DDR
- 1930 - Helmut Palmer, ist Bürgerrechtler und Pomologe
- 1932 - Sonny Liston, US-amerikanischer Boxer und Weltmeister im Schwergewicht
- 1934 - Walther Hadding, deutscher Zivilrechtswissenschaftler
- 1936 - Henning Frederichs, deutscher Komponist und Dirigent
- 1937 - Thomas Pynchon, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1939 - Hans Eugen Frischknecht, schweizer Komponist
- 1939 - Otis Drayton, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1940 - Ricky Nelson, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - John Fred, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Pat Barker, englische Schriftstellerin und Historikerin
- 1943 - Paul Samwell-Smith, britischer Musiker
- 1943 - Toni Tennille, US-amerikanischer Sänger
- 1944 - Gary Glitter, britischer Sänger
- 1945 - Keith Jarrett, US-amerikanischer Jazz-Pianist
- 1948 - Norbert Nigbur, deutscher Fußballspieler
- 1948 - Peggy March, US-amerikanische Schlagersängerin und Texterin
- 1951 - Chris Frantz, US-amerikanischer Musiker
- 1951 - Philip Bailey, US-amerikanischer Funk, Soul und R&B Künstler
- 1953 - Bill Burnett, US-amerikanischer Musiker
- 1953 - Alex Van Halen, niederländischer Musiker
- 1957 - Lennart Björneborn, dänischer Wissenschaftler
- 1958 - Dieter Vieweger, deutscher Theologe
- 1960 - Franco Baresi, italienischer Fußballspieler
- 1961 - Andrea Pollack, deutsche Schwimmsportlerin und Olympiasiegerin
- 1967 - Christian Abt, deutscher Automobilrennfahrer
- 1972 - Darren Hayes, australischer Popsänger
- 1972 - Max Rauffer,
- 1980 - Michelle McManus, britische Sängerin

Gestorben

Michelle McManus Michelle McManus Michelle McManus
- 685 - Benedikt II. (Papst)
- 840 - Junna, 53. Kaiser von Japan
- 1782 - Marquês de Pombal, portugiesischer Staatsmann
- 1785 - Étienne-François de Choiseul, französischer Staatsmannn
- 1794 - Antoine Laurent de Lavoisier, Mitbegründer der neuzeitlichen Chemie
- 1822 - John Stark, US-amerikanischer General im Unabhängigkeitskrieg
- 1829 - Mauro Giuliani, italienischer Gitarrist und Komponist
- 1837 - Robert Heriot Barclay, britischer Marineoffizier
- 1842 - Jules Dumont d'Urville, französischer Seefahrer und Polarforscher
- 1873 - John Stuart Mill, englischer Philosoph und Ökonom
- 1880 - Gustave Flaubert, französischer Schriftsteller
- 1887 - Johannes von Kuhn, deutscher Theologe
- 1891 - Helena Petrovna Blavatsky, russische Spiritistin und Schriftstellerin
- 1903 - Paul Gauguin, französischer Maler
- 1904 - Eadweard Muybridge, britischer Fotograf und Pionier der Fototechnik
- 1909 - Friedrich August von Holstein, deutscher Diplomat des Kaiserreiches
- 1918 - Anton Matosch, österreichischer Bibliothekar und Mundartdichter
- 1927 - Charles Nungesser, französisches Fliegerass des ersten Weltkriegs
- 1927 - François Coli, französischer Flugpionier
- 1936 - Oswald Spengler, deutscher Geschichtsphilosoph und Kulturhistoriker
- 1939 - Kurt Löwenstein, deutscher SPD-Politiker
- 1943 - Mordechaj Anielewicz, Kommandant der Jüdischen Kampforganisation im Warschauer Ghetto
- 1944 - Alexander Beer, im KZ Theresienstadt; deutscher Architekt
- 1944 - Ethel Smyth, englische Komponistin, Dirigentin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin
- 1944 - Georg Groscurth, deutscher Arzt und Widerstandskämpfer
- 1945 - Paul Giesler, deutscher Politiker; Bayerischer Ministerpräsident
- 1945 - Rudolf von Sebottendorf, Abenteurer, Hochstapler und Gründer der Thule-Gesellschaft
- 1966 - Erich Pommer, deutscher Filmproduzent
- 1968 - George D. Hay, US-amerikanischer Gründer der Grand Ole Opry
- 1974 - Graham Bond, britischer Musiker
- 1975 - Avery Brundage, US-amerikanischer Sportler und Funktionär (Präsident des IOC)
- 1976 - Ulrike Meinhof, deutsche Journalistin (Mitbegründerin der Roten Armee Fraktion)
- 1979 - Talcott Parsons, US-amerikanischer Soziologe
- 1981 - Wolfgang Kunkel, deutscher Jurist und Rechtshistoriker
- 1981 - Bob Marley, Berühmter Reaggea Sänger
- 1982 - Gilles Villeneuve, kanadischer Rennfahrer (Formel 1)
- 1983 - John Fante, US-amerikanischer Schriftsteller italienischer Abstammung
- 1984 - William Ling, englischer Fußball-Schiedsrichter
- 1985 - Theodore Sturgeon, Stilist unter den Science-Fiction-Autoren der 50er und 60er Jahre
- 1985 - Ulrich Dübber, deutscher Politiker
- 1986 - Arndt von Bohlen und Halbach, letzter Spross der Krupp-Dynastie
- 1990 - Luigi Nono, Italienischer Komponist
- 1991 - Jean Langlais, französischer Komponist und Organist
- 1991 - Rudolf Serkin, US-amerikanischer Pianist österreichischer Herkunft
- 1992 - Otto Simanek, tschechischer Schauspieler
- 1992 - Sergei Wladimirowitsch Obraszow, russischer Puppenspieler
- 1994 - George Peppard, US-amerikanischer Schauspieler
- 1996 - Ludwig Hoelscher, deutscher Cellist
- 1997 - Joachim Angermeyer, deutscher FDP-Politiker und MdB
- 1997 - Kai-Uwe von Hassel, deutscher Politiker, Ministerpräsident, Bundesminister und Bundestagspräsident
- 1999 - Dirk Bogarde, britischer Schauspieler
- 2002 - Tilly Lauenstein, deutsche Schauspielerin
- 2003 - Heimrad Bäcker, österreichischer Schriftsteller und Verleger
- 2005 - Wolfgang Blochwitz, deutscher Fußballspieler
- 2005 - Lloyd N. Cutler, US-amerikanischer Anwalt und Regierungsberater

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Gregor von Nazianz (evangelisch)
- Slowakei: Tag des Sieges über den Faschismus
- Weltrotkreuztag zu Ehren des Gründers des Roten Kreuzes, Henry Dunant (
- 8. Mai 1828, † 30. Oktober 1910)
- Tag der Befreiung: Gedenktag an die Befreiung vom Faschismus in der früheren DDR

Siehe auch


- 7. Mai - 9. Mai
- 8. April - 8. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag

Literatur/Weblinks


- [http://www.sueddeutsche.de/,tt1l3/kultur/artikel/654/52602/ Am 8. Mai ist nichts vorbei] SZ-Magazin vom 6. Mai 2005 0508 ja:5月8日 ko:5월 8일 simple:May 8 th:8 พฤษภาคม

Alliierte

Der Begriff Alliierte stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Verbündete, die eine Allianz geschlossen haben. Das muss kein formeller Vertrag sein, ein koordinierter Kampf gegen einen gemeinsamen Gegner reicht aus. Im engeren Sinne werden unter Alliierten die im Zweiten Weltkrieg gegen die Achsenmächte (Deutschland, Italien, Japan) verbündeten Großmächte verstanden. Auch die im Ersten Weltkrieg gegen die Mittelmächte verbündeten Staaten werden teilweise als Alliierte bezeichnet, der korrektere Ausdruck hierfür ist Entente.

Erster Weltkrieg

siehe Hauptartikel : Entente

Zweiter Weltkrieg

ursprüngliche Alliierte:
- Polen
- Frankreich
- Großbritannien und Nordirland Hauptalliierte
- Frankreich (faktisch nur von 1939-40 und ab 1944; dazwischen arbeitete die Widerstandsorganisation der Résistance im Partisanenkrieg den Alliierten zu)
- Großbritannien und Nordirland
- Sowjetunion (ab Mitte 1941)
- USA (ab Ende 1941)
- Republik China (Pazifikkrieg) weitere Alliierte
- Australien
- Kanada
- Neuseeland
- Südafrika
- Philippinen Von den Achsenmächten besetzte Länder die, vor allem im Partisanenkrieg, aus dem Untergrund auch weiterhin erbitterten Widerstand leisteten:
- Polen (besetzt von Deutschland und Sowjetunion 1939)
- Tschechoslowakei
- Norwegen (besetzt von Deutschland, 9. April 1940)
- Belgien (besetzt von Deutschland, 10. Mai 1940)
- Niederlande (besetzt von Deutschland, 10. Mai 1940)
- Luxemburg (besetzt von Deutschland, 10. Mai 1940)
- Griechenland (besetzt von Italien, 28. Oktober 1940)
- Jugoslawien (besetzt von Deutschland, Italien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien, 6. April 1941) In Deutschland werden mit dem Begriff die Alliierten meist die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs in Europa bezeichnet. Diese vereinbarten die gemeinsame Verwaltung des besiegten Kriegsgegners. Deutschland und Österreich wurden in Besatzungszonen geteilt, die Hauptstädte Berlin und Wien (siehe: Besetztes Nachkriegsösterreich) in jeweils vier Sektoren geteilt und gemeinsam verwaltet (Vier-Sektoren-Stadt). Die Westalliierten waren die USA, Großbritannien und Frankreich und standen der vierten Siegermacht, der Sowjetunion, entgegen. Der Alliierte Kontrollrat in Deutschland und die Alliierte Kommission für Österreich waren Behörde der vier Besatzungsmächte, die im Jahre 1945 gegründet wurde. Seine Aufgabe war die Ausübung der Regierungsgewalt, er brach jedoch bereits 1948 wieder auseinander. Die Alliierte Hohe Kommission, abgekürzt AHK, war von 1949 bis 1955 oberstes Kontrollorgan der drei Westmächte für die Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin mit drei Hohen Kommissaren, derer Sitz auf dem Petersberg bei Bonn lag.

Zweiter und Dritter Golfkrieg

Aber auch die gegen den Irak verbündeten Staaten im Zweiten und Dritten Golfkrieg bzw. allgemein die Mitglieder der NATO werden als Alliierte bezeichnet. Kategorie:US-Außenpolitik Kategorie:Deutsche Geschichte (Nachkriegszeit) Kategorie:Politik (Deutschland) Kategorie:Diplomatie Kategorie:Erster Weltkrieg Kategorie:Zweiter Weltkrieg ja:連合国 ko:연합국

2. August

Der 2. August ist der 214. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 215. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 151 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 338 v. Chr. - Philipp II. von Makedonien vernichtet das athenische und thebanische Heer in der Schlacht von Chaironeia und ermöglicht den Aufstieg Makedoniens.
- 216 v. Chr. - In der Schlacht von Cannae besiegt Hannibal die römische Armee unter Lucius Aemilius Paullus und Publius Terentius Varro.
- 1769 - die Spanier entdecken den Fluss "El Rio de Nuestra Señora la Reina de los Ángeles de Porciúncula", an dem später Los Angeles gegründet wird.
- 1870 - In London wird die Tower Subway, die erste Untergrundbahn der Welt, eröffnet.
- 1874 - Tausendjahrfeier der Besiedlung Islands
- 1914 - Das Deutsche Reich besetzt das neutrale Luxemburg. Es sind die ersten deutschen Kampfhandlungen im 1.Weltkrieg.
- 1934 - Hitler nimmt den Titel "Führer und Reichskanzler" an.
- 1943 - Lieutenant John F. Kennedys Boot wird vor den Salomon-Inseln von dem japanischen Zerstörer Amagiri versenkt.
- 1944 - Beginn des Aufstandes im Menschenvernichtungslager Treblinka.
- 1944 - Tito "ernennt" Mazedonien zur 6. Republik der Jugoslawischen Föderation
- 1945 - Das Potsdamer Abkommen wird unterzeichnet ("Die Nationalsozialistische Partei mit ihren angeschlossenen Gliederungen ist zu vernichten! ..").
- 1945 - Allen Sudetendeutschen wird per Dekret die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft aberkannt.
- 1951 - Indienststellung der Schonerbrigg Wilhelm Pieck, dem ersten und einzigen Segelschulschiff der DDR
- 1964 - Tonkin-Zwischenfall, Auslöser für die offizielle Beteiligung der USA am Vietnamkrieg
- 1984 - An der Universität Karlsruhe wird Deutschlands erste E-Mail empfangen.
- 1990 - Irakische Truppen überfallen und besetzen Kuwait.
- 1998 - Einmarsch militärischer Truppen aus Ruanda und Uganda in die Republik Kongo

Wirtschaft


- 1955 - Der Klettverschluss wird patentiert.

Wissenschaft und Technik

Kultur

Religion

Katastrophen


- 1869 - Bei einer Schlagwetterexplosion in einem Steinkohlebergwerk im sächsischen Freital sterben 276 Menschen
- 1944 - Der Zigeunerblock des Menschenvernichtungslagers Auschwitz-Birkenau wird "liquidiert". Die deutsche SS ermordet die letzten 3000 Sinti und Roma.
- 1980 - Eine rechte Extremistengruppe zündet eine Bombe im Bahnhof der italienischen Stadt Bologna. 85 Menschen sterben, mindestens 200 werden verletzt.
- 1985 - Fort Worth, Dallas: Eine Lockheed L-1011 TriStar der Delta Air Lines stürzt während eines Sturms in der Nähe des Flughafens ab. 134 Menschen sterben, 30 werden gerettet.
- 2005 - Toronto, Ontario, Kanada: Eine aus Paris kommende Maschine der Air France vom Typ A340-300 schiesst während eines Unwetters bei der Landung in Toronto über die Landebahn hinaus und geht in Flammen auf. Alle Passagiere überleben.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1953 - Mit dem Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring 1953 findet das einzige Formel 1 Rennen mit der Beteiligung zweier Teams aus der DDR - EMW (Eisenacher Motorenwerke, später Wartburg) und Greifzu - statt. Beide starteten mit identischem Motoren der Firma BMW, EMW nur unter eigenem Namen. Zu diesem Zeitpunkt werden im EMW-Werk noch parallel EMW und BMW hergestellt, was sich durch die Umwandlung in den VEB Automobilwerk Eisenach ändern wird. Das Unterfangen Formel 1 ist für den Staatsrat der DDR jedoch kein erfolgreiches: EMW scheidet nach 11 Runden aufgrund eines defekten Auspuff aus, Greifzu wird mit Platz 14 Vorletzter; die Formel 1 wird als kapitalistischer Unfug verschrien.

Geboren

Auspuff Auspuff
- 1627 - Samuel van Hoogstraten, niederländischer Maler
- 1672 - Johann Jakob Scheuchzer, schweizerischer Naturforscher
- 1772 - Louis Antoine Henri de Condé, Herzog von Enghien, französischer Herzog
- 1783 - Sulpiz Boisserée, Architekt und bedeutender Förderer des Dombaus in Köln
- 1788 - Leopold Gmelin, deutscher Chemiker
- 1806 - Alexander von Soiron, badischer Politiker und Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung
- 1820 - John Tyndall, irischer Physiker
- 1834 - Frédéric Auguste Bartholdi, französischer Bildhauer, u.a. der Freiheitsstatue auf Liberty Island
- 1835 - Elisha Gray, US-amerikanischer Lehrer, Erfinder und Unternehmer
- 1854 - Eugène Ruffy, schweizerischer Politiker (FDP), Bundesrat 1894-1899
- 1858 - Emma, Königin der Niederlande als zweite Ehefrau Wilhelm III.
- 1863Gottfried Krüger, Ehrenbürger von Wittenberg, Mediziner und Heimatforscher
- 1868 - Konstantin I., König von Griechenland
- 1870 - Marianne Weber, deutsche Frauenrechtlerin und Soziologin
- 1891 - Arthur Bliss, englischer Komponist
- 1892 - Jack L. Warner, US-amerikanischer Filmproduzent (Warner Bros.)
- 1897 - Max Weber, schweizerischer Politiker (SPS), Bundesrat 1952-1954
- 1905 - Karl Amadeus Hartmann, deutscher Komponist, Begründer der Reihe Musica viva
- 1905 - Rudolf Prack, österreichischer Schauspieler
- 1905 - Myrna Loy, US-amerikanische Schauspielerin
- 1910 - Tilli Breidenbach, deutsche Schauspielerin
- 1921 - Rudi Michel, deutscher Sportjournalist
- 1924 - James Baldwin, US-amerikanischer Autor
- 1925 - Jorge Rafael Videla, argentinischer General und Diktator
- 1928 - Luigi Colani, schweizerischer Designer
- 1928 - Theo Hotz, schweizerischer Architekt
- 1929 - José Afonso, portugiesischer Sänger und Komponist
- 1931 - Ruth Maria Kubitschek, deutsche Schauspielerin
- 1932 - Peter O'Toole, britischer Schauspieler
- 1934 - Waleri Fjodorowitsch Bykowski, sowjetischer Kosmonaut
- 1935 - Hank Cochran, US-amerikanischer Songschreiber und Sänger
- 1937 - Garth Hudson, US-amerikanischer Musiker
- 1939 - Edward Patten, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - Helga Schuchardt, deutsche Politikerin (FDP, dann parteilos), MdB 1972-1983, Senatorin in Hamburg, Ministerin in Niedersachsen
- 1940 - Dave Govan, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Doris Kenner, US-amerikanische Sängerin
- 1942 - Isabel Allende, chilenische Schriftstellerin
- 1944 - Jim Capaldi, britischer Maler
- 1946 - Inga Rumpf, deutsche Sängerin und Komponistin
- 1950 - Mathieu Carrière, deutscher Schauspieler
- 1950 - Andy Fairweather-Low, britischer Sänger und Songschreiber
- 1950 - Ted Turner, britischer Musiker und Sänger
- 1951 - Andrew Gold, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1951 - Steve Hillage, britischer Musiker
- 1953 - Peter-Michael Kolbe, deutscher Ruderer
- 1953 - Clive Wright, US-amerikanischer Musiker
- 1961 - Apollonia Kotero, US-amerikanische Sängerin
- 1961 - Gustav Weder, schweizerischer Bobfahrer
- 1964 - Ernesto Maguengue, Bischof der Diözese Pemba (Mosambik)
- 1964 - Mary-Louise Parker, US-amerikanische Schauspielerin
- 1964 - Frank Biela, deutscher Autorennfahrer
- 1968 - Stefan Effenberg, deutscher Fußballspieler
- 1969 - Fernando Couto, portugiesischer Fußballspieler
- 1970 - Kevin Smith, US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler (Silent Bob)
- 1972 - Justyna Steczkowska, polnische Sängerin
- 1972 - Corinne Rey-Bellet, schweizerische Skirennläuferin
- 1980 - Nadja Robinè, deutsche Schauspielerin

Gestorben

Nadja Robinè Nadja Robinè
- 257 - Stephan I., Papst, Heiliger
- 461 - Majorian, römischer Kaiser von 457 bis 461
- 686 - Johannes V., Papst von 685 bis 686
- 1058 - Judith von Schweinfurt, böhmische Herzogin
- 1100 - Wilhelm II., 1087 bis 1100 König von England
- 1445 - Oswald von Wolkenstein, südtiroler Dichter, Komponist und Diplomat
- 1589 - Heinrich III., König von Frankreich und König von Polen
- 1641 - Georg von der Wense, deutscher Verwaltungsbeamter
- 1644 - Bernardo Strozzi, italienischer Maler
- 1667 - Francesco Borromini, italienischer Architekt
- 1788 - Thomas Gainsborough, englischer Maler
- 1799 - Jacques Étienne Montgolfier, französischer Mit-Erfinder des ersten Heißluftballons
- 1815 - Guillaume-Marie-Anne Brune, Marschall von Frankreich
- 1823 - Lazare-Nicolas-Marguerite Carnot, französischer Politiker, Wissenschaftler und Militär
- 1827 - James Hewitt, US-amerikanischer Komponist
- 1830 - Friedrich David Gräter, Begründer der wissenschaftlichen Nordistik in Deutschland
- 1835 - Ferdinand August von Spiegel, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1844 - Jean Pierre Joseph d'Arcet, französischer Chemiker
- 1848 - Frederick Marryat, englischer Marineoffizier und Schriftsteller
- 1854 - Carl Gottlieb Samuel Heun, deutscher Schriftsteller
- 1854 - Heinrich Clauren, deutscher Schriftsteller
- 1876 - James Butler Hickok, US-amerikanischer Westernheld
- 1881 - Marcus Andrew Hislop Clarke, australischer Schriftsteller
- 1887 - Gustav Werner, evangelischer Pfarrer und Gründer der gleichnamigen Stiftung
- 1897 - Adam Asnyk, polnischer Lyriker und Dramatiker
- 1921 - Enrico Caruso, italienischer Opernsänger
- 1922 - Alexander Graham Bell, britischer Sprechtherapeut, Erfinder und Großunternehmer
- 1923 - Hugo Gaudig, deutscher Pädagoge
- 1923 - Warren Gamaliel Harding, 29. Präsident der USA
- 1932 - Ignaz Seipel, österreichischer Theologe und Politiker
- 1934 - Paul von Hindenburg, deutscher Generalfeldmarschall und zweiter Reichspräsident
- 1936 - Louis Blériot, französischer Luftfahrtpionier
- 1944 - Felix Nussbaum, deutsch-jüdischer Maler
- 1945 - Pietro Mascagni, italienischer Komponist
- 1946 - Andrei Andrejewitsch Wlassow, russischer General
- 1946 - Jóannes Patursson, färöischer Bauer, Dichter und nationalistischer Politiker
- 1952 - Johann Lemmerz, deutscher Konstrukteur und Unternehmer
- 1952 - Joseph Schnetz, österreichischer Philologe
- 1954 - René Amengual Astaburuaga, chilenischer Komponist
- 1955 - Wallace Stevens, amerikanischer Lyriker
- 1971 - Ludwig Marcuse, Philosoph und Schriftsteller j?üdischer Herkunft
- 1972 - Brian Cole, US-amerikanischer Musiker
- 1972 - Paul Goodman, US-amerikanischer Sozialphilosoph und Poet
- 1972 - Rudolph Ganz, Schweizer Komponist, Pianist und Dirigent
- 1973 - Jean-Pierre Melville, französischer Filmregisseur
- 1976 - Fritz Lang, deutscher Filmegisseur
- 1977 - Manuel Goncalves Cerejeira, Erzbischof von Lissabon und Kardinal
- 1978 - Carlos Chávez Ramírez, mexikanischer Komponist
- 1979 - Hermann Schmitt-Vockenhausen, deutscher Politiker und MdB
- 1980 - Karl-Heinz Stroux, deutscher Regisseur
- 1981 - Delfo Cabrera, argentinischer Marathonläufer
- 1983 - James Jamerson, US-amerikanischer Bassist
- 1989 - Luiz Gonzaga, brasilianischer Sänger, Akkordeonspieler und Komponist
- 1990 - George de Mestral, Schweizer Ingenieur, Erfinder des Klettverschlusses
- 1990 - Norman Maclean, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1996 - Michel Debré, französischer Politiker
- 1997 - James Krüss, deutscher Schriftsteller und Dichter
- 1997 - Paul Kurzbach, deutscher Komponist
- 2003 - Don Estelle, englischer Schauspieler und Sänger
- 2003 - Oscar Müller, deutscher Schauspieler
- 2004 - Wilhelm Fresenius, Begründer des Instituts Fresenius

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag von Mazedonien

Siehe auch


- 1. August - 3. August
- 2. Juli - 2. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0802 ja:8月2日 ko:8월 2일 simple:August 2 th:2 สิงหาคม

Harry S. Truman

Harry S. Truman (
- 8. Mai 1884 in Lamar, Missouri, USA; † 26. Dezember 1972 in Kansas City) war der 33. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika 1945-1953.

Leben

Truman stammte aus sehr einfachen Verhältnissen. Daher ist er auch der bisher einzige amerikanische Präsident, dessen Stammbaum sich nicht nach Europa zurückverfolgen lässt. Dokumente fehlten und eine Familienüberlieferung hierzu gab es auch nicht. Truman war Kaufmann, seit 1925 Richter, wurde 1934 demokratischer Senator und im Zweiten Weltkrieg Leiter des Kongressausschusses für die Überwachung der Kriegsproduktion. 1944 wurde er Vizepräsident und nach dem Tode von Franklin D. Roosevelt am 12. April 1945 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er überlebte am 1. November 1950 ein Attentat während dessen einer der puertoricanischer Attentäter Griselio Torresola und einer der Männer aus der Leibwache des Präsidenten (Leslie Coffelt) erschossen wurden. Der Präsident wurde jedoch nicht ernsthaft gefährdet. Der zweite Attentäter (Oscar Collazo) wurde zum Tod verurteilt, aber Truman hat die Strafe auf lebenslange Freiheitsstrafe gemildert, Präsident Jimmy Carter hat ihn im September 1979 begnadigt.

Namensgebung

Das „S“ in Harry S. Truman ist keine Abkürzung für einen zweiten Vornamen, sondern ein Initial, das von den Namen seiner beiden Großväter (Anderson Shippe und Solomon Young) herrührt; eine im Süden der USA seinerzeit übliche Weise, seiner Vorfahren zu gedenken. Da sich Trumans Eltern nicht entscheiden konnten, ob sie den Mittelnamen Shippe oder Solomon wählen sollten, verwendeten sie bloss das Initial. Dennoch setzte Truman selbst jeweils einen Punkt.

Freimaurerei

Harry S. Truman war ein sehr aktiver Freimaurer. Initiiert wurde er in der Belton Lodge No. 450 in Grandview (Missouri). Als er 1909 den Antrag auf Aufnahme stellte, gab er als Beruf „Farmer“ an. 1911 gründete er und einige andere Freimaurer die Grandview Lodge No. 618 und diente dort als erster Logenmeister. 1940 wurde er zum Großmeister der Großloge von Missouri gewählt und diente ihr bis zum Oktober 1941.

Politisches Wirken

In der Außenpolitik schlug Truman einen von beiden Parteien gebilligten Kurs ein, er nahm an der Potsdamer Konferenz teil und unterzeichnete 1945 die Gründungsurkunde der Vereinten Nationen. Im Krieg gegen Japan ließ er Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwerfen, der erste und bisher einzige Einsatz von Atomwaffen in einem Krieg. Am 12. März 1947 verkündete er vor dem Kongress seine als Truman-Doktrin bekannt gewordene Außenpolitik, die den Kalten Krieg von westlicher Seite her begründete. Die Präsidentschaftswahl von 1948 war besonders interessant: in fast allen Umfragen lag Truman hinter seinem Herausforderer John Dewey. Fast jeder war schon von einem Dewey- Gewinn überzeugt. Sogar sämtliche Zeitungen hatten Dewey als Gewinner der Wahl in der Zeitungsausgabe vom Tag nach der Wahl schon ausgedruckt und veröffentlicht. Jedoch schuf Truman einen kleinen Vorsprung und gewann dadurch die Wahl, die zu den hauchdünnsten Wahlen der amerikanischen Geschichte (wie 1960, 1976, 2000) gehört. In seiner Ära begann die mit dem Namen Joseph McCarthy verbundene Jagd gegen tatsächliche und vermeintliche Kommunisten.

Weblinks


-
- http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/TrumanHarryS/
Truman Truman, Harry S Truman, Harry S Truman, Harry S Truman, Harry S Truman, Harry S Truman, Harry S Truman, Harry S ja:ハリー・S・トルーマン simple:Harry S. Truman th:แฮร์รี เอส. ทรูแมน

Winston Churchill

Sir Winston Leonard Spencer Churchill (
- 30. November 1874 in Woodstock (England); † 24. Januar 1965 in London) gilt als bedeutendster britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts. Er war zwei Mal Premierminister und führte Großbritannien durch den Zweiten Weltkrieg. Zuvor hatte er bereits mehrere Regierungsämter bekleidet, unter anderem das des Ersten Lords der Admiralität, des Innen- und des Finanzministers. Darüber hinaus trat er als Autor politischer und historischer Werke hervor und erhielt 1953 den Nobelpreis für Literatur.

Leben

Herkunft, Schule, Militär

Winston Churchill war der Sohn des britischen Politikers Lord Randolph Churchill und der amerikanischen Millionärstochter Jennie Jerome. Er kam im Schloss seines Großvaters zur Welt, in Blenheim Palace bei Woodstock in Oxfordshire. Der Großvater, John Winston Spencer-Churchill, war als Siebter Herzog von Marlborough Mitglied des englischen Hochadels. Randolph Churchill war dessen dritter Sohn und erbte daher nicht den Herzogstitel. Winston Churchill selbst sollte in den 50er Jahren die angebotene Erhebung zur erblichen Peerswürde ablehnen, wurde aber 1953 zum Ritter des Hosenbandordens geschlagen. Seine Herkunft sicherte ihm in seiner Jugend die Aufnahme in renommierte Internate und als Offizier in die Armee, obwohl seine Leistungen als Schüler eher mangelhaft waren. Von 1881 bis 1892 besuchte Churchill Eliteschulen in Ascot, Brighton und Harrow. Das autoritäre Erziehungssystem dort widerstrebte ihm und er blieb mehrfach sitzen. Nach der Schulzeit bewarb er sich beim Militär, fiel jedoch zweimal durch die Aufnahmeprüfung. 1893 aber kam er doch noch als Kadett nach Sandhurst und mit 21 Jahren als Kavallerie-Leutnant zum 4. Husarenregiment. Hier erkannte er, wozu er wirklich berufen zu sein schien: zum „Krieger“. Kavallerie Außerdem zeigte sich nun ein weiteres Talent: Ohne schulischen Druck erwarb sich Churchill eine profunde literarische Bildung und begann kurz darauf selbst zu schreiben. Bis zu seinem Lebensende sollte er als Journalist und Buchautor einen geschliffenen Stil pflegen, der ihm den Nobelpreis für Literatur einbrachte. Zwischen 1895 und 1901 erlebte Churchill als aktiver Soldat und Kriegsberichterstatter fünf verschiedene Kolonialkriege mit: in Kuba sowie in Indien und anderen Teilen des Britischen Empire. In der Schlacht von Omdurman im Sudan nahm er an einer der letzten Kavallerieattacken der Geschichte teil. Im Burenkrieg gelang ihm nach der Gefangennahme eine spektakuläre Flucht. Sein Buch über dieses Abenteuer und seine Kriegsberichte machten ihn in England bekannt.

Politischer Aufstieg

Bereits 1899 hatte sich Churchill vergeblich um einen Sitz im britischen Unterhaus bemüht. Nach seiner Rückkehr aus dem Burenkrieg zog er im März 1901 als frischgewählter Konservativer (Tory) für den Wahlkreis Oldham ins Parlament ein. Im selben Jahr wurde er zum Mitglied der Londoner Freimaurerloge „United Studholme Lodge No. 1591“ gewählt. Sein erster spektakulärer Auftritt im Parlament war am